Zum Inhalt

Der Schutz vor dem zweiten Tod

Jesu Leben und Lehre, Teil 456/697
10.09.2024Johannes 8,51-55
SERIE - Teil 456 / 697Jesu Leben und Lehre

Gott wird Mensch – Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist.

Episode 455: Der Schutz vor dem zweiten Tod.

Die Verheißung des ewigen Lebens durch das Bewahren von Jesu Wort

In der letzten Episode haben wir uns die unglaubliche Verheißung angesehen, die der Herr Jesus seinen Jüngern gibt. Johannes 8,51: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn jemand mein Wort bewahren wird, so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit.“

Der Tod hat also keine Macht über die Menschen, die das Wort Jesu bewahren. Das heißt, die es hören, nicht vergessen und tun. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich, dass der Tod all die Menschen bedroht, die genau das nicht tun, die nach ihren eigenen Vorstellungen leben und die Worte Jesu missachten.

Es ist nicht schwer zu verstehen, dass die Zuhörer Jesu an dieser Stelle nicht nur überrascht, sondern zutiefst verärgert sind. Da stellt sich ein in ihren Augen normaler Mensch hin, noch dazu einer, der aus Galiläa kommt, und behauptet, dass das ewige Leben davon abhängig ist, dass man sein Wort hält. Das ist schon ziemlich schräg.

Vor allem macht sich jemand, der so etwas sagt, selbst zum Dreh- und Angelpunkt der Heilsgeschichte. Wenn du ewiges Leben bekommst, weil du auf mich hörst und genau das tust, was ich sage, dann bin ich die wichtigste Person in deinem Leben. Einfach deshalb, weil der Tod dein größter Feind ist und ich der Einzige bin, der dich vor ihm retten kann.

Es ist völlig verständlich, dass die Zuhörer Jesu jetzt auf die Barrikaden gehen.

Missverständnisse über den Tod und die Reaktion der Zuhörer

 Johannes 8,52: Die Juden sprachen nun zu ihm: „Jetzt erkennen wir, dass du einen Dämon hast. Abraham ist gestorben und die Propheten ebenfalls. Und du sagst: Wenn jemand mein Wort bewahrt, wird er den Tod nicht schmecken in Ewigkeit?“

Sie hatten den Herrn Jesus noch nicht ganz verstanden. Sie dachten immer noch in der Kategorie des biologischen Sterbens, was auch nachvollziehbar ist. Schreibt der Psalmist nicht in Psalm 89,49: „Welcher Mann lebt und wird den Tod nicht sehen? Wird sein Leben befreit von der Gewalt des Scheols?“

Ist der Tod nicht der Schlusspunkt im Leben eines jeden Menschen? Sind nicht auch Abraham und die Propheten gestorben? Irgendwie stimmt das, was sie sagen: Abraham ist gestorben, ebenso die Propheten, und nun spricht Jesus davon, dass, wer sein Wort hält, den Tod nicht schmecken wird in Ewigkeit.

Sie verstehen Jesus falsch. Sie denken, er spreche vom leiblichen Tod, also dass man nicht stirbt, wenn man seine Worte hält, dass er ein Mittel gegen den biologischen Tod hat. Doch das ist natürlich nicht, wovon Jesus redet. Der Herr Jesus hat die Ewigkeit vor Augen.

Der erste und der zweite Tod im biblischen Verständnis

Es stimmt, Abraham und die Propheten sind gestorben. Allerdings ist dieser erste Tod nicht der Tod, vor dem man Angst haben muss. Wirklich gefährlich wird erst der zweite Tod, von dem Johannes schreibt.

In Offenbarung 20,14-15 heißt es: „Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee. Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.“

Der zweite Tod ist der Feuersee, das endgültige Gericht über alle Toten. Er wird den ersten Tod verschlingen. Deshalb heißt es auch in 1. Korinther 15,26: „Als letzter Feind wird der Tod weggetan.“

Weil der zweite Tod den ersten Tod verschlingen wird, ist er der Tod, der wirklich gefährlich ist. Ich kann den ersten Tod sterben und trotzdem zum ewigen Leben auferstehen. Aber wenn der zweite Tod mich verschlingt, dann bin ich endgültig verloren.

Wer kommt in diesen Tod? Alle, die nicht im Buch des Lebens geschrieben sind.

Jesu Rolle als Bewahrer des Namens im Buch des Lebens

Und wer sorgt dafür, dass mein Name nicht aus dem Buch des Lebens getilgt wird? Ganz genau, das ist Jesus.

 Offenbarung 3,5: Wer überwindet, der wird mit weißen Kleidern bekleidet werden. Ich werde seinen Namen nicht aus dem Buch des Lebens auslöschen und seinen Namen vor meinem Vater und vor seinen Engeln bekennen.

Jetzt verstehen wir vielleicht, was Jesus meint, wenn er sagt:

 Johannes 8,51: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn jemand mein Wort bewahrt, wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit.

Es ist nicht der zeitliche Tod, von dem Jesus spricht. Es ist der zweite Tod, der Feuersee.

Für einen Moment müssen auch die Jünger Jesu sterben. Aber sie tun das mit der Gewissheit, dass sie auferstehen werden, um „nie wieder zu sterben“.

Die Zuhörer Jesu verstehen das leider nicht.

Die Ablehnung Jesu durch seine Zuhörer

Jetzt erkennen wir, dass du einen Dämon hast. Wer so redet, der kann nicht ganz dicht sein. Aus solchen Worten spricht der Teufel. Wer so redet, hat ein großes Problem mit Überheblichkeit.

 Johannes 8,53: „Bist du etwa größer als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Und die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst?“

Das ist die Frage, die im Raum steht: Wer denkst du, dass du bist? Wie kannst du ein Mittel gegen den Tod anbieten? Wenn Abraham gestorben ist und auch die Propheten gestorben sind, was machst du aus dir selbst?

Jesu Antwort auf die Vorwürfe

 Johannes 8,54: Jesus antwortete: „Wenn ich mich selbst ehre, so ist meine Ehre nichts. Mein Vater aber ist es, der mich ehrt, von dem ihr sagt, er ist unser Gott.“

Es ist einleuchtend, was der Herr Jesus hier sagt. Wenn er sich selbst Ehre gibt, also einfach nur als Mensch etwas behauptet, dann ist seine Ehre nichts. Jeder kann sich hinstellen und sich als Messias präsentieren. Jeder kann behaupten, wichtig zu sein und den Durchblick zu besitzen. „Wenn ich mich selbst ehre, so ist meine Ehre nichts.“

Doch bei Jesus liegen die Dinge anders. Es ist der Vater, der ihn ehrt. Der Vater ehrt den Sohn, indem er durch ihn wirkt, ihn als seinen geliebten Sohn bezeichnet und indem er ihn aus den Toten auferwecken und in den Himmel erhöhen wird.

Der Gott, von dem ihr sagt, er ist unser Gott – genau dieser Gott wird Jesus alle Ehre geben.

Die besondere Beziehung zwischen Sohn und Vater

Das Verhältnis, das der Sohn zum Vater hat, ähnelt dem Verhältnis, das der Sohn zu seinen Jüngern wünscht.

 Johannes 8,55: „Und ihr habt ihn nicht erkannt, ich aber kenne ihn. Und wenn ich hier sagte, ich kenne ihn nicht, so würde ich euch gleich sein, ein Lügner. Aber ich kenne ihn. Und ich bewahre sein Wort.“

Der Sohn kennt den Vater, und er kennt ihn wirklich. Seine Gegner hingegen haben eine ganz falsche Vorstellung von Gott. Sie haben ihn nicht erkannt, ich aber kenne ihn.

Weil der Sohn seinen Vater im Himmel kennt, sagt der Herr Jesus: „Und ich bewahre sein Wort.“

Die Aufforderung zum Bewahren von Jesu Wort

Und genau das sollte bei uns nicht anders sein, weil wir den Herrn Jesus kennen. Wir wissen, wer er ist, was er für uns getan hat und wie verheißungsvoll es ist, ihm zu folgen.

Deshalb sollten auch wir sein Wort bewahren.

Was könntest du jetzt tun? Denke noch einmal über deinen Umgang mit Gottes Wort nach. Wie bewahrst du ganz praktisch Jesu Worte?

Das war's für heute. Ein vielleicht ungewöhnlicher, aber wichtiger Tipp: Bekenne täglich deine Sünden vom Vortag.

Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

Seine App "Frogwords" gibt's für Android und iOS.

Jürgens aktuellste Gebets-Infos gibt's hier zum Lesen und Abonnieren.