Event•Teil 21 / 21Pfingstjugendtreffen 2026
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Ein gemeinsamer Start mit einer klaren Frage
Amen! So schön, ihr Lieben, dass wir heute gemeinsam wieder hier sind.
Könnt ihr noch einen letzten Tag noch einmal alles geben, noch einmal alles raushauen, bevor alle gespannt sind, bis die Gebrüder endlich auftauchen? Ich bin auch schon heiß wie Frittenfett. Nein, ich bin tatsächlich, ich bin tatsächlich ein bisschen eingeschränkt. Ich habe ein paar Rückenprobleme, deswegen kann ich nicht so springen. Gestern war schon beim Worship vor mir so eine Gruppe von Jugendlichen, die komplett eskaliert ist im Worship, und ich dachte mir so: Ey, ich kann nicht mitmachen, ich kann da nicht mithalten. Dann bin ich immer weiter an die Seite gerückt. Aber egal.
Ich freue mich so sehr, dass du hier bist und dass wir gemeinsam in diese Session reingehen: Kreuz oder Komfort. Und es ist vor allem das größte Privileg für mich, dass wir gemeinsam in Gottes Wort eintauchen können.
Und wenn du hier bist, stellst du dir sehr sicher die Frage: Wie beginne ich ein Leben mit Jesus? Und wir wollen uns heute anschauen, wie ein Leben mit Jesus auch wirklich aussieht. Was ich damit nicht meine, schon mal vorab, ist, wie eine religiöse Fassade mit Jesus aussieht oder wie ein religiös geprägtes Leben aussieht, wie ein moralisch gutes Leben aussieht, sondern ich meine wirklich: Wie sieht ein Leben mit Jesus als Herrn und König in unserem Leben aus?
Und wenn du hier bist und erwartest, dass ich dir jetzt einen Fünf-Punkte-Plan gebe, wo du abhaken kannst und dann weißt du: Jetzt habe ich alles richtig gemacht, darum geht es nicht. Es geht in der Bibel darum, dass wir alles, was wir sind, unser ganzes Sein, Denken, Handeln und Fühlen auf ihn ausrichten, weil er der Mittelpunkt ist. Und da wollen wir heute gemeinsam reingehen.
Bevor wir aber noch einmal ein bisschen tiefer gehen, habe ich euch eine Geschichte mitgebracht aus meiner Kindheit. Und zwar bin ich in meiner Kindheit mit meiner Familie immer nach Sizilien gefahren, weil, wie du vielleicht an meinem Namen erkennst, ich italienische Wurzeln habe. Mein Papa kommt aus Sizilien, und so sind wir immer 22 bis 24 Stunden mit dem Auto nach Sizilien gefahren. Und ich sage euch: Der beste Moment bei dieser Autofahrt war die Raststätte vor dem Gotthardtunnel, falls die jemand kennt. Mittlerweile ist es ein hochmodernes Gebäude geworden, früher war das noch nicht so.
Und warum ich die so geliebt habe, ist: Da gab es dann immer Eis, weil es natürlich schon warm war im August. Und dann sind wir rüber an die Reuss, den Fluss, ich habe es mir aufgeschrieben: Reuss. Ich verwechsle es immer, Andi Reuss. Und da kannst du dann quasi über so eine Brücke und dann stehst du da, und du siehst die Berge so. Und ich bin gar kein Naturmensch, und ich war damals auch noch kein Christ, aber ich habe gestaunt vor der Natur und gedacht: Boah, die sind so groß. Das Wasser ist so kühl. Dann noch so ein schönes Eis in der Hand. Und wir sind bis zum Schienbein immer so ins Wasser gegangen und haben die Natur bewundert.
Wenn du heute an dieselbe Raststätte gehst und an demselben Platz, wo ich vor vielleicht 15 Jahren noch im Wasser stand, mit so den Schienbeinen hier, siehst du Menschen, die das Gleiche tun, aber nicht mehr die Natur bewundern, sondern sich umdrehen und sagen: Schatz, mach mal ein Foto von mir und den Bergen im Hintergrund. Und ich habe mir, als ich das so gesehen habe, wir sind letztens wieder nach Italien gefahren, ich glaube, vor einem oder vor zwei Jahren, gedacht: Das ist verrückt. Obwohl ich Gott nicht kannte, haben wir früher die Berge bewundert, die Natur. Und mittlerweile scheint es normal geworden zu sein, dass wir uns ins Zentrum aller Dinge stellen.
Und bei aller Liebe: Du kannst so schön sein, wie du willst, du wirst nie so erhaben und so krass und so gewaltig aussehen wie so ein Riesenberg am Fluss. Das ist einfach faszinierend.
Und es ist aber nicht nur in der Fotografie so oder auf Bildern oder auf Social Media, sondern es zieht sich durch die gesamte Gesellschaft. Denn diese Gesellschaft bringt uns Egoismus bei. Sie will uns nahelegen, dass du deines Glückes Schmied bist. Sie will uns sagen: Solange es für dich passt und es irgendwie gesellschaftlich akzeptiert ist, kannst du machen, was du willst. Du musst herausfinden, worum es geht. Nur du kannst es wirklich entscheiden. Nur du hast dein Leben vollkommen in der Hand.
Das bedeutet: Das eigene Ego, die eigene Persönlichkeit und deine Interessen, Wünsche und Ziele, all das steht im Zentrum. Und die Bibel sagt uns in 2. Timotheus 3, da schreibt Paulus an seinen Gehilfen Timotheus Folgendes: „Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden; denn die Menschen werden sich selbst lieben.“
Und das sehen wir. Wir sehen, wie Menschen sich selbst lieben. Und weißt du, was mich daran am meisten schmerzt? Dass diese Selbstzentriertheit mittlerweile auch in vielen Kirchen zu finden ist. Und es tut mir weh. Ich meine das nicht urteilend, sondern mich schmerzt es zu sehen, wie in Gemeinden Theologie an die Bedürfnisse des Menschen angepasst wird, damit es sich gut anhört und die Kirchen voll sind.
Mich schmerzt es zu sehen, wie Menschen in die Gemeinde gehen und sagen: Wo will ich sitzen? Was für Songs will ich hören? Hoffentlich spielen sie Lieder, die mir gefallen. Was sagt der Prediger? Ich hoffe, er spricht über ein Thema, das mir gerade voll in die Situation spricht.
Ich beobachte, wie Menschen in die Kirche kommen mit dem Anspruch, dass sie nur empfangen. Aber wenn es um Mitarbeit geht oder um Dienen, anderen Menschen dienen, nein, nein, nein, nein, nein, ich bin ja hier, ich muss mal auftanken. Ich habe so eine stressige Woche immer, ich muss auftanken.
Und ich beobachte Menschen, die Dienste in der Gemeinde antreten, nicht damit sie dienen und andere in Liebe erhöhen und sie achten, sondern damit sie Anerkennung von anderen bekommen, damit sie eine Stellung in der Gemeinde haben und sich selbst verwirklichen können.
Ich betitele das so deutlich, weil es nicht das Herz der Bibel trifft und wir diese Dinge mal klar benennen müssen, ihr Lieben, denn sie sind nicht gut. Und ich kann das auch guten Gewissens sagen, weil ich jahrelang genauso in die Kirche gegangen bin. Weil ich in die Kirche gegangen bin und gesagt habe: Es geht um meine Probleme, um meine Anliegen. Ich will entscheiden, was gut und richtig ist. Ich will entscheiden.
Ich habe Momente gehabt, da bin ich mit meinen Eltern aus dem Gottesdienst gelaufen und habe gesagt: Der Worship hat mich heute nicht angesprochen, das war heute nicht so für mich. Ja, seit wann ist denn der Worship für uns? Ich habe die ganze Sache durchgemacht. Es ging um meine Situation, um meine Leidenschaft, um meine Zeit, gekorbt. Und weißt du, was das Witzige ist? Ich habe mich an mein Leben geklammert und an meine Selbstverwirklichung und habe gesagt: Jesus, ich folge dir nach. Wie ironisch. Ich habe es nicht mal gesehen, was für eine Lüge ich aufgesessen bin. Meine Lippen haben bekannt, aber mein Herz war weit weg, weil es nur um mich ging. Bis ich an den Punkt kam, an dem ich wirklich verstanden habe, was es bedeutet, Christus nachzufolgen, ihr Lieben.
Das Evangelium ruft uns nicht dazu auf, Jesus in unser altes Leben irgendwie reinzupacken und eine religiöse Fassade drum zu machen, eine religiöse Sprache zu entwickeln. Das Evangelium ruft uns dazu auf, von Neuem geboren zu werden. Das ist das Entscheidende, ihr Lieben, und da wollen wir in Kürze, wirklich in Kürze, durchgehen. Seid ihr dabei? Sehr gut!
Ich habe euch ein paar Punkte mitgebracht. Auch wenn ich heute nur die Bibelstellen als Folie dabei habe, gehe ich durch drei Punkte durch, damit ihr euch darauf einstellen könnt.
Der Anfang des Glaubens liegt nicht im Menschen
Der erste Punkt ist: Ein Leben mit Jesus beginnt mit Gnade. Und dazu lesen wir zuerst Johannes 3,3.
Oh, ich habe den, oh ja, Mensch, habe ich schon eine Folie vergessen, seht ihr? Sehr gut, weiter geht es. Johannes 3,3, da lesen wir:
Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.
Wir müssen vorne anfangen und fragen, warum es überhaupt notwendig ist, von neuem geboren zu werden. Und ich will hier kurz, bevor wir noch ein paar Mal über das von neuem Geborenwerden sprechen, da keine buddhistische Wiedergeburt oder so gemeint ist, damit meint das Feindes nicht. Du wirst gleich merken, was von neuem geboren werden bedeutet.
Es ist so entscheidend, dass wir darüber reden, weil das eigentliche Problem, das wir Menschen haben, nicht einfach ist, dass wir uns nur nicht so gut verhalten und moralisch vielleicht mal ein paar Fehler machen. Sondern die Bibel sagt, unser Herz ist verkommen, wir sind unheilbar krank.
Und es beginnt mit dem Sündenfall im Garten Eden. Gott schafft den Menschen in seinem Bild, in Ebenbildlichkeit. Das hebräische Wort dafür ist Zelem, also in Ähnlichkeit zu sich. Und wir sind in perfekter Gemeinschaft und Harmonie mit unserem Schöpfer. Und er sagt: Bebaut und kultiviert diese Erde, macht alles, aber esst nicht von dieser einen Frucht, denn wenn ihr davon esst, müsst ihr sterben.
Und wir Menschen, wir haben uns gedacht: Weiß ich nicht. Dann kommt die Schlange und sagt: Hat Gott wirklich gesagt? Und schon haben wir gemerkt: Da ist was dran, das wäre doch verlockend, sich selbst ins Zentrum zu stellen. Und wir haben uns abgewandt von Gott im Zentrum und wollten selbst sein wie Gott. Und daraufhin haben wir das getan, was Gott uns geboten hatte, nicht zu tun. Und Sünde, Trennung von Gott, kam in die Welt durch Ungehorsam, weil wir uns selbst zum Zentrum machen wollten.
Und so hat Gott uns aus diesem Paradies, aus dem Garten Eden, verbannt, und Sünde kam. Sünde bedeutet Zielverfehlung, Trennung von Gott. Und der Römerbrief sagt: Der Lohn der Sünde ist der Tod. Und die Menschen haben ja weitergelebt, also sind sie nicht sofort gestorben. Was hier gemeint ist, ist ein geistlicher Tod. Getrennt zu sein von der Quelle des Lebens bedeutet den Tod.
Und so kam alles in die Welt: das Egozentrische, das Leid, der Schmerz, all diese Dinge. Es heißt in Johannes 3,16:
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn dahingab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben.
Gott wird Mensch, ganz Gott und ganz Mensch in Form von Jesus Christus. Und er ist ohne Sünde, ohne Makel, ohne einen einzigen Fehler und lebt dieses Leben, das wir nie leben können, komplett rein. Und er zeigt uns in seiner Gnade den Weg zum Vater. Er lehrt uns, wie wir beten sollen in Matthäus 6, er lehrt uns, wie wir zu wandeln haben, er zeigt uns, was das Reich Gottes ist. Und dann macht er etwas Entscheidendes: Er nimmt den Tod auf sich, dem wir aufgrund unserer Zielverfehlung ausgeliefert waren.
Wir haben aufgrund unserer Sünde den Tod verdient, ewige Trennung von Gott. Aber er liebt uns so sehr, dass er uns in seiner Liebe und Gnade nachgeht und sagt: Ich sterbe an eurer Stelle, damit ihr das empfangen könnt, was mir gebührt. Frieden mit Gott heißt es im zweiten Korintherbrief. Er schafft Frieden zwischen uns und Gott, indem er an diesem Kreuz einen schändlichen Tod stirbt und die Schuld und die Scham der ganzen Welt auf sich nimmt.
Wir sind frei, wie Kuno gesagt hat in der ersten Session: built for freedom, alles durch dieses Werk am Kreuz. Und er ist nicht einfach nur gestorben, sondern am dritten Tag ist er auferstanden und hat den Tod ein für allemal besiegt, damit wir nicht nur Leben im Hier und Jetzt haben, sondern Leben in Ewigkeit durch dieses Werk und durch unseren Vater im Himmel, durch Jesus Christus, den Sohn.
Und wenn wir dann lesen: Du musst von neuem geboren werden, dann spricht hier Jesus in Johannes 3,3 zu Nikodemus. Nikodemus war religiös, Nikodemus kannte die Schrift, der war sehr gebildet in dem Ganzen, war moralisch sogar angesehen von vielen. Und trotzdem sagt Jesus zu ihm: Du musst von neuem geboren werden, weil es ein neues Herz braucht, weil unser Herz von Grund auf krank ist.
Du kannst noch so religiös sein und trotzdem geistlich tot. Das bedeutet: Du brauchst nicht zuerst ein besseres Verhalten, musst dich nicht zuerst mehr anstrengen, musst nicht öfter in die Kirche gehen. Du musst von neuem geboren werden. Das ist das, was die Bibel uns sagt.
In 2. Korinther 5,17 lesen wir:
Das bedeutet aber: Wer mit Christus lebt, wird ein neuer Mensch. Er ist nicht mehr derselbe, denn sein altes Leben ist vorbei, ein neues Leben hat begonnen.
Christsein ist nicht Selbstoptimierung mit Bibelversen. Christsein bedeutet auch nicht: Ich nehme mein altes Leben, packe ein bisschen Jesus drauf, dann am besten habe ich noch einfach so in meiner Instagram-Bio einfach so einen Vers, den wir heute gehört haben, Josua 1,9, so alles vermag ich durch den, so sei mutig und stark, so Philipper 4,13, und packe das rein. Nein, es bedeutet nicht, dass Gott einfach nur meine Pläne segnet und ich mich selbst verwirklichen kann. Es bedeutet: Mein altes Leben wird mit Christus gekreuzigt.
Warum? Weil wir erkennen, wir können nichts tun. Wir sind krank, unheilbar krank. Wir können uns nur diesem Gott widmen und unsere Hände hinstrecken und sagen: Herr, ich brauche dich.
Und wenn wir das tun, wenn wir unsere leeren Hände nehmen und sagen: Gott, ich habe nichts zu bringen, aber ich möchte dieses Geschenk der Gnade, das du am Kreuz vollbracht hast, annehmen, dann, dann erschafft er in uns ein neues Herz. Und Jesus wird dann nicht nur Teil meines Lebens, sondern ist mein Leben, so wie Paulus es sagt: Christus ist mein Leben und Sterben mein Gewinn.
Und es ist mir so wichtig zu betonen, weil wir ganz oft in dieser Lüge leben, dass wir irgendwas erbringen müssen oder können, irgendwas tun müssen, um Christ zu sein. Wenn ich genug Bibel lese, dann bin ich richtiger Christ. Wenn ich genug bete, dann bin ich richtiger Christ. Lass mich dir sagen: Ich will mit dieser Lüge in deinem Leben brechen. Es hängt nicht an dir. Deine Leistung macht nichts daran. Es beginnt nämlich nicht mit deiner Leistung, es beginnt mit Gottes Gnade.
Du wirst nicht von neuem geboren, weil du dich genug anstrengst. Du wirst auch nicht von neuem geboren, weil du religiöse oder christliche Lieder singst. Du wirst nicht von neuem geboren, weil du moralisch besser bist als andere. Du wirst von neuem geboren durch die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, wenn du umkehrst und erkennst, dass du Hilfe brauchst, dass du gerettet werden musst. Dann wirst du von Neuem geboren, wenn du zu ihm und zu dieser Gnade kommst.
Jesus kommt nicht zu dir, weil du schon alles im Griff hast, sondern weil er dich liebt, bevor du einmal an ihn gedacht hast. So sehr liebt er dich. Und das ist mir so wichtig zu betonen, weil sonst daraus eine Gesetzlichkeit wird. Wir müssen, dann macht Gott. So läuft der Hase nicht. Gott macht, und aus Dankbarkeit wollen wir. Und das dürfen wir erkennen, ihr Lieben.
Das Evangelium ist nicht: Streng dich mehr an, verändere dich, reiß dich mal zusammen, und wenn du gut genug bist, dann nimmt Gott dich an. Das Evangelium ist: Du warst verloren, aber Jesus sucht dich. Du warst schuldig, aber Jesus vergibt dir. Du warst tot in deiner Sünde, getrennt von Gott, aber Jesus schenkt dir neues Leben. Du warst weit weg, aber Jesus bringt dich zum Vater. Du warst unfähig und bist es aufgrund deiner Krankheit des Herzens, dich selbst zu retten. Aber Jesus hat alles vollbracht an diesem Kreuz.
Und viele setzen hier einen Punkt und sagen: Super, Gianni, danke dir, jetzt weiß ich alles. Gott, ich nichts, super, dann kann ich mich ja zurücklehnen. Das ist billige Gnade, weil Jesus ist nicht einfach nur an diesem Kreuz gestorben. Und wir springen ganz schnell an diesem Kreuz vorbei und sagen: Ja, ich weiß, Christus ist für meine Schuld gestorben, an diesem Kreuz, er hat gelitten.
Die schlimmsten Schmerzen, die es jemals gab. Es gibt Analysen dazu, medizinische Analysen, wie Jesus ausgesehen haben muss nach diesen Peitschenhieben, bevor er gekreuzigt wurde, dass er komplett offen war, dass er erniedrigt wurde, bespuckt wurde. Und wir lesen, dass ihm eine Dornenkrone mit einem Stock auf den Kopf geschlagen wurde, dass er gekreuzigt wurde und dort hing. Und jeder Atemzug war eine Qual, denn jedes Mal hat sich der offene Rücken an diesem Holz gerieben.
Das ist nichts Leichtfertiges, was Jesus getan hat, sondern er hat alles auf sich genommen. Und deswegen können wir nicht einfach nur an diesem Kreuz vorübergehen und sagen: Es ist alles Gnade. Denn wenn du auf dieses Kreuz blickst, dann siehst du: Die einzig angemessene Antwort auf diese Gnade ist Nachfolge. Nicht ein religiöses Leben zu führen, sondern Nachfolge, zu sagen: Jesus, ich folge dir nach.
Und da sind wir bei Punkt zwei.
Nachfolge als Antwort auf das Kreuz
Jesus ruft uns nicht in den Komfort, sondern in die Nachfolge. Jesus sagt selbst in Matthäus 16,24: Wer von euch mir nachfolgen will, muss sich selbst verleugnen, sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen.
Aktuell habe ich das Gefühl, dass der Name Jesus wieder im Trend ist bei vielen, weil sie sagen: Oh cool, moralischer Lehrer, der hat schon coole Lehren gehabt. Und was ich merke: Viele Menschen wollen Jesus, aber ohne das Kreuz. Viele Menschen wollen die Vergebung, aber sie haben kein Interesse daran, von ihren Wegen umzukehren. Viele Menschen wollen den Frieden, aber sind nicht bereit, sich hinzugeben. Viele Menschen wollen gesegnet werden und die eigenen Wege segnen, sind aber nicht bereit, sich diesem heiligen und würdigen Lamm, Gott selbst, unterzuordnen. Sie wollen Jesus als Retter, aber nicht als Herrn.
Jesus trennt das nicht. Jesus ist Retter und Herr. Er ist Erlöser und König, und er wird wiederkommen, ihr Lieben, er wird wiederkommen in Herrlichkeit als König. Und Jesus sagt hier auch nicht: Wenn mir jemand nachkommen will, dann soll er mich in seine Pläne einbauen, und es wäre cool, wenn er dann noch einmal die Woche einen coolen christlichen Spruch auf Instagram postet. Das sagt Jesus hier nicht. Jesus sagt: Verleugne dich selbst, nimm dein Kreuz auf dich und folge mir nach.
Das geht gegen alles, was die Gesellschaft uns sagt. Das geht gegen alles, was unser Herz uns sagt. Aber ich habe doch Träume und Wünsche, und die Gesellschaft sagt: Verwirkliche dich selbst. Jesus sagt: Verleugne dich selbst. Die Gesellschaft sagt uns: Hey, du kannst deinem Herzen folgen. Jesus sagt: Folge mir. Und die Gesellschaft sagt: Du bist das Zentrum allen Lebens. Und Jesus sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Johannes 14,6.
Das Evangelium widerspricht unserem Ego und dem, was wir uns eigentlich vornehmen, was wir wollen. Es widerspricht unserem Ego, aber nicht, um uns zu zerstören, sondern um uns zu retten. Denn unser Ego, unsere selbstsüchtigen Wünsche, sie führen weg von Gott, nicht zum Leben. Sie führen weg vom Leben, und wie wir gehört haben, sie führen in Sünde. Und der Lohn der Sünde ist der Tod.
Wir wurden auch nicht geschaffen, um uns selbst zu vergöttern oder uns selbst anzubeten, sondern wir wurden geschaffen, um Christus anzubeten, weil er das Zentrum aller Dinge ist. Und Kuno hat diesen wunderbaren Vers auch schon, ich weiß nicht, ich glaube gestern Abend, erwähnt in Römer 11,36, wo es heißt: Alles besteht durch ihn, alles kommt von ihm, und alles ist zu seiner Herrlichkeit hin ausgerichtet.
Es geht alles um Jesus, ob du es erkennst oder nicht. Er ist das Zentrum des Universums. Es geht alles um ihn. Er ist würdig, angebetet zu werden, und nicht wir. Und dann geht dieser Vers oder diese Stelle weiter in Matthäus 16,25. Dort heißt es dann: Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden.
Und das ist so ein Paradox des Reiches Gottes, eine Spannung, die Jesus hier aufmacht: Wenn du dein Leben festhalten willst, dann verlierst du es, sagt diese Stelle. Aber wenn du dein Leben Jesus übergibst, dein ganzes Leben, dein ganzes Sein, deine ganzen Emotionen, dein ganzes Denken, dann wirst du wahres Leben finden. Warum? Weil das wahre Leben einen Namen hat, und es heißt Jesus Christus. Denn er sagt: Ich bin das Leben. In Johannes 10,10 sagt er: Ich bin gekommen, um Leben zu bringen, Leben in Fülle.
Also ist die Frage: Wem vertrauen wir mehr? Unseren Gedanken, wo wir manchmal selbst merken, dass wir selbst Lügen aufsitzen, oder vertrauen wir dem, der uns geschaffen hat, der uns besser kennt als wir selbst, der das ganze Universum geschaffen hat und alle, wie wir hier sitzen, von ihm geschaffen sind? Wem vertrauen wir?
Und ich weiß, es kostet etwas, diesen mutigen Schritt zu gehen, wie wir heute Morgen gehört haben. Aber ich sage dir: Wenn wir auf das bauen, was das Wort hier sagt, dann wirst du nicht enttäuscht werden. Worauf baust du? Denn wenn du auf dich baust, dann ist dein Ziel oftmals Komfort, dass es halt bequem ist, weil wir nicht wollen, dass es irgendwie unbequem ist, oder? Aber wenn du Komfort zu deinem Ziel machst, dann verpasst du Christus, dann verpasst du die Fülle von ihm.
Wenn Christus dein Ziel wird, dann findest du wahres Leben, selbst wenn es dich deinen Komfort kostet. Und deshalb müssen wir ehrlich prüfen: Suchen wir Christus oder wollen wir einfach nur ein bequemes Christsein irgendwie leben? Was suchst du? Was kostet dich das?
Ich kann dir sagen, was es mich gekostet hat. Das hat mich meine ganzen Träume gekostet. Ich wollte Fußballprofi werden. Ich habe 17 Jahre meines Lebens dafür geopfert. Ich hatte keine Freunde, nichts anderes irgendwie oder sonst was. Ich habe nur vom Fußball geträumt. Das hat es mich gekostet. Es kostet mich jedes Mal meinen Stolz, es kostet mich jedes Mal meine Anerkennung, meine Beziehungen. Ich habe viele Beziehungen verloren, freundschaftliche Beziehungen, die gesagt haben: Du bist so ein religiöser Spinner, mit dir wollen wir nichts zu tun haben.
Das tut weh, das kostet etwas, diesem Jesus nachzufolgen. Vielleicht kostet dich das auch etwas in der Schule, in der Ausbildung, im Studium, in der Arbeit, wenn du für die Werte einstehst und die Leute sagen, das ist nicht mehr zeitgemäß, dass du ausgegrenzt wirst. Ja, Nachfolge kostet etwas, aber es ist Leben in Fülle versprochen von unserem Herrn.
Und ich frage deswegen, ob du den Komfort suchst, weil ich mich frage, was wir uns denn von dem Ganzen erhoffen, dass wir ein komfortables Leben haben? Ganz oft ist es gesellschaftliche Akzeptanz, dass wir uns wünschen, hoffentlich werden wir von außen angenommen. Wir wünschen uns Akzeptanz von den Leuten, die Christus mit ans Kreuz gebracht haben, und ich zähle mich hier mit rein. Wir wünschen uns Akzeptanz von Leuten, die Christus ans Kreuz gebracht haben, anstatt von ihm Anerkennung zu bekommen, indem wir einfach bei ihm sind und, so wie Nick gesagt hat, sein Angesicht suchen, seine Herrlichkeit, seine Schönheit.
Und wir passen unseren Glauben so schnell an, damit niemand aneckt, oder was auch immer wieder passiert, dass wir Sünde rationalisieren, ihr Lieben. Sünde ist Trennung von Gott. Wir können nicht sagen: Ah ja, ist nicht so schlimm, denn das habe ich lange Zeit gemacht. Ich habe gesagt: Rauchen, ah ja, ich weiß, aber der Herr kennt mein Herz. Nein, ihr Lieben, das ist Sünde, es trennt uns von Gott.
Und ich weiß, es ist hart zu hören, dass etwas Sünde ist, aber wir müssen ehrlich damit umgehen, denn nur wenn wir mit ehrlichem Herzen vor Gott kommen, erweist er sich als treu und gerecht, wie es in der Bibel heißt. Wir haben oftmals kein Herz dafür, dass Menschen irgendwie zu Jesus kommen, weil wir sagen: Oh, das kostet mich ja so viel und so, und es ist so unbequem, mit ihm zu sprechen. Es geht um Leben und Tod, wenn wir über Evangelisation reden. Und wir passen uns so oft in unseren Prioritäten und den Werten der Welt an und machen Kompromisse.
Ich sage es nochmal, und das ist mein Ruf, den ich hoffe, dass du ihn heute mitnimmst aus der Schrift heraus: Jesus ruft uns nicht dazu auf, dass wir uns religiös verhalten, sondern dass wir neu geschaffen werden durch seine Gnade. Dazu ruft er uns auf.
Komfort sagt: Jesus, mach mein Leben leichter. Das Kreuz sagt: Jesus, mach mein Leben dir ähnlicher. Komfort sagt: Jesus, ich folge dir, solange es sich gut anfühlt und ich nicht anecke. Das Kreuz sagt: Jesus, ich folge dir, weil du würdig bist, weil du alles für mich gegeben hast, und es kostet mein Leben, aber er ist das wahre Leben.
Jesus ist gut, gnädig und barmherzig. Und wenn wir das verstehen, wie gut er wirklich ist, dann zeigt sich das in praktischer Nachfolge. Und da sind wir bei Punkt drei und bei meinem letzten Punkt, den ich mit euch durchgehen will.
Ein Leben, das ganz auf Christus ausgerichtet ist
In 2. Korinther 5,15 heißt es: Und er ist deshalb für alle gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist.
Das bedeutet, wie ich es am Anfang gesagt habe: Dein ganzes Leben sollte auf Jesus ausgerichtet sein. Und es ist ein Kampf, es ist ein tägliches Schrittegehen, weil immer wieder Dinge hochkommen, wo du sagst: Oh, ich fühle mich nicht danach, oder ich möchte eigentlich etwas anderes. Aber ich brauche diese Entscheidung dazu.
Es braucht diese Entscheidung, zu sagen: Jesus, dir gehören meine Entscheidungen, dir gehören meine Beziehungen, dir gehört alles von mir, meine Zukunft, meine Zeit, meine Begabungen, mein Körper, ja, mein Herz und meine Gedanken. Es gehört alles dir. Und es ist ein Prozess, Sünde aus dem Leben zu entfernen.
Ich habe jahrelang gekämpft, bis ich aufgehört habe zu rauchen. Das ist ein Prozess. Vielleicht hast du andere Sünden, wo du merkst: Hey, da bin ich dran, und ich will, dass Jesus da wirklich Herr über diesen Lebensbereich ist, egal was es ist. Vielleicht merkst du, es ist bei Pornografie so, dass du sagst: Boah, ich habe so Lust, und ich verspüre die ganze Zeit Lust, und es hält mich gefangen. Dann kämpfe den guten Kampf des Glaubens, your bill for freedom. Sprich mit Leuten darüber, bekenne es laut. In Jakobus 5,16 heißt es: Bekennt einander eure Schuld, betet füreinander. Geht in diese Sachen rein und redet sie nicht einfach schön. Leg ihm alles hin, ganz konkret im Alltag.
Wie kann das aussehen? Morgens, wenn du aufstehst, lies seine Bibel. Wenn du sagst, so wie ich lange Zeit: Ich bin morgens viel zu verklatscht, ich check das morgens nicht, dann mach kurz irgendwie. Geh ins Bad, wasch dir dein Gesicht. Oder wenn du sagst, ich kann gar nicht morgens, dann mach es mittags oder auf dem Weg in die Schule, zur Ausbildung. Hör die Bibel. Wenn du sagst, lesen fällt mir schwer, egal was es ist, aber setz dich Gottes Wort aus.
Was ich mir angewöhnt habe, morgens zu machen, ist einfach ein kurzes Stoßgebet zu sprechen. Das Erste, was ich denken will, und das musste ich mich trainieren, ist, an Jesus zu denken und zu sagen: Gott, ich danke dir für den Tag. That’s it. Mehr mache ich morgens nicht. Dann mache ich mir meinen Kaffee und mache kurz ein paar Sachen, damit mein Körper in Schwung kommt, und dann lese ich erst die Schrift, weil ich weiß, ich brauche diesen Fokus.
Such ihn in allen Dingen. Bete für deine Freundschaften, bete für deine Familie, für deine Eltern, für deine Geschwister. Stell ihn über Beziehungen. Wenn du Entscheidungen vor dir hast, dann bete: Gott, zeig mir klar, was du vorhast mit mir. Aber nicht so, wie wir in den Hauptsessions gehört haben, damit du in Passivität gerätst und sagst: Oh, ich warte jetzt so lange, bis Gott das Wasser irgendwie hier weggemacht hat und ich nicht trockenen Fußes rübergehen kann. Sondern sei auch mutig und geh Schritte im Vertrauen darauf, dass alles vorbereitet ist für dich, weil Gott dir vorausgeht.
Deine Zukunft, deine Ängste, die du vielleicht hast: Wenn du von Kriegen und Nöten hörst in dieser Welt, leg sie Gott hin. So lange wie es braucht, dass sie nicht mehr kommen. Das sind Jahre vielleicht, vielleicht auch ein Leben lang.
Und ich will ehrlich zu dir sein: Ich habe viele Kämpfe in meinem Leben, so wie ich am Anfang gesagt habe, und ich muss das immer wieder tun. Ich stehe nicht gern auf Bühnen, weil ich am liebsten Zeit einfach mit ihm verbringe. Aber ich weiß, dass Gott mich dazu berufen hat, und ich will gehorsam sein. Und ich muss jedes Mal beten: Gott, rüste mich aus.
Denn selbst wenn ich hier dann stehe und Leute kommen teilweise zu mir und sagen: Gianni, es war so ermutigend, und sagen: Super, weißt du, was es mit mir macht? Ich habe Kämpfe der Unsicherheit, wo ich sage: Habe ich genug gemacht? Warum stehe ich auf Bühnen? Ich habe so eine schlimme Vergangenheit. Es gibt Leute, die sind so viel begabter als ich. Auch ich habe solche Gedanken.
Und jedes Mal muss ich sagen: Gott, alles gehört dir. Meine Gedanken sollen dir unterstellt sein, und ich will diesen Lügen keinen Raum geben, denn Gott hat mich hier hingestellt. Und dann sind meine Gefühle nicht so entscheidend wie sein Wort.
Jeden Lebensbereich Jesus zu geben, ist wirklich schwierig, weil die Gesellschaft auch hier sagt: Du sollst über alles entscheiden, wo deine Finanzen hingehen und wo dein Leben hingeht, wo deine Zukunft hingeht. Du gehörst dir selbst. Aber die Bibel sagt: Wenn du zu Christus gehörst, dann hat er dich teuer erkauft. 1. Korinther 6. Nicht mit Gold, nicht mit Silber, sondern mit seinem kostbaren Blut hat er dich erkauft.
Und wenn wir das verstehen, dass es ihn alles gekostet hat und dass er es aus Liebe getan hat, dann ist Nachfolge und all diese Dinge, ihn wirklich im Alltag mitzunehmen, keine religiöse Pflicht, sondern Antwort auf seine Gnade, Antwort auf seine Liebe, Antwort auf das, was wir von ihm empfangen.
Und ich sage dir deswegen, dass es sich lohnt. Denn egal, wie viel Stress ich habe, in Vorbereitungen, auf Predigten, egal wie viel Anfechtung kommt, egal was in meinem Leben geschieht, ob ich von Kriegen höre und sie näher kommen oder nicht, ob die ganze Welt den Bach runtergeht: Soll ich dir sagen, was ich habe? Frieden. Frieden, weil ich weiß, selbst wenn ich gehe, vorbei, das Leben für dich ist zu Ende, Gianni, du segnest morgen das Zeitliche. Ich habe den Plan mit dir erfüllt.
Frieden, weil ich weiß, ich laufe auf dieses Ziel zu, das Jesus Christus heißt, und ich werde ihm irgendwann begegnen in Ewigkeit. Und alles, was ich mir in diesem Leben wünsche, ist, dass er zu mir sagt: Gut gemacht, mein treuer Knecht. Der Schöpfer des Universums, der mich sieht und kennt, darauf laufen wir zu, ihr Lieben.
Dieses Leben, es hat nichts zu bieten. Geld, Reichtum, Macht, Anerkennung, wunderbare Dinge. Aber in dem Moment, wo mein Name nicht mehr erklingt, sondern auf dem Grabstein steht, wird alles davon vergehen. Wir werden nichts mitnehmen. Aber welcher Name bleibt? Der Name Jesus Christus. Und durch ihn ist auch unser Name im Buch des Lebens eingetragen, wenn wir umkehren und glauben, dass er, der Sohn Gottes, für unsere Schuld gestorben und auferstanden ist.
Das ist der springende Punkt, ihr Lieben. Es ist keine Pflicht. Deswegen kann Jesus auch sagen: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten. Und ja, manchmal ist es herausfordernd, sich an sein Wort zu halten. Manchmal dauert das etwas, bis wir wirklich verstehen, was er möchte. Aber es lohnt sich, weil es uns vorbereitet und diesen Weg bereitet, zu ihm zu gelangen, der so viel höher, so viel schöner ist.
Und die Offenbarung sagt übrigens: Bei ihm wird keine Träne mehr sein, kein Leid, keine Angst, nichts davon, sondern nur seine Schönheit und Herrlichkeit. Und darauf laufen wir zu.
Gehorsam seinem Wort gegenüber ist nicht der Grund deiner Annahme, sondern die Grundlage deiner Annahme ist Gottes Werk am Kreuz. Du bist nicht gerecht gerettet, weil deine Nachfolge irgendwie beeindruckend ist, sondern du bist gerettet, weil Jesus sich selbst als Opfer hingegeben hat.
Praktische Schritte in einem Leben mit Jesus
Vielleicht bist du hier und merkst: Jenny, ich weiß in der Theorie all diese Dinge, dass Christus das Zentrum ist und alle meine Lebensbereiche ausgerichtet sind. Aber ich habe mir gewünscht, dass du mir praktische Tipps mitgibst, was ich jetzt wirklich in meinem Alltag tun kann.
Ich kann dir einen Tipp geben, und damit will ich dann auch enden: Wenn du Jesus lieben willst, in seiner Liebe wachsen willst und sehen willst, wie schön er ist, dann verbringe Zeit mit ihm. Es ist so einfach: Verbringe Zeit mit ihm.
Als ich aufgehört habe, vier Stunden auf Social Media zu verbringen und zwei davon in die Bibel zu investieren, haben sich über die Zeit viele Dinge verändert. Das hat mich am Anfang Disziplin gekostet. Die ersten zwei, drei Wochen morgens und abends hinzusitzen, mich mit der Bibel zu beschäftigen und richtig intensiv reinzugehen, zu studieren, das hat gekostet. Aber es lohnt sich, weil da Wahrheit drinliegt. Weil ich auf einmal sehe, wie schön Jesus tatsächlich ist. Weil ich weiß, ich bin angenommen und geliebt von diesem Schöpfer des Himmels und der Erde.
Verbring Zeit mit ihm, rede mit ihm. Wenn dich auf deinem Herzen etwas bewegt, dann rede mit ihm wie mit einem Freund, so wie Mose mit Gott geredet hat und so wie Josua es nachgetan hat. So können auch wir mit ihm reden, und wir brauchen kein Zelt der Begegnung, denn Jesus hat gesagt: Die Zeit wird kommen, da werden sie anbeten in Geist und Wahrheit.
Du hast hier und jetzt die Möglichkeit, mit deinem Schöpfer zu sprechen, durch das Gebet, durch sein Werk am Kreuz, weil er Frieden hergestellt hat mit Gott. Der Weg ist frei durch ihn. Bete ihn an. Wenn du Ängste hast, dann lobe Gott. Mach Lobpreis in deinem Zimmer, in deiner Wohnung. Suche seine Gegenwart. Und das ist alles, was ich dir sagen kann: Wie beginne ich ein Leben mit Jesus? Indem du ihn Tag und Nacht suchst.
Und jetzt sagst du: Gianni, ich weiß, ich muss auch arbeiten. Ja, natürlich. Aber auch deine Arbeit ist lobreich, indem du sie gut und zuverlässig ausführst. Es geht nicht nur immer darum, dass wir denken, dass Pastor sein oder Missionar sein die heiligen Berufe sind. Dein Leben macht den Unterschied. Da, wo du bist, kannst du ein heiliges Leben führen, indem du Jesus suchst.
In deiner Mittagspause bete vor dem Essen. Such ihn in allen Dingen. Geh in den Schülerbibelkreis oder an die Uni genauso. Geh dorthin, suche ihn, lass dich trösten von ihm, lass dich formen von ihm. Jesus ruft uns nicht einfach nur in Gehorsam und sagt: Ihr müsst es jetzt befolgen, sondern er lädt uns ein, weil er uns kennt. Er sagt: Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch Ruhe geben. Denn mein Joch ist leicht, und ich bin von Herzen sanftmütig und demütig. Ich will euch Ruhe geben.
Und vielleicht wünschst du dir diese Ruhe. Vielleicht wünschst du dir endlich diese bedingungslose Annahme, dass du weißt: Ich bin geliebt. Vielleicht wünschst du dir ein Leben voller Sinn. Dann will ich dir sagen: Wahres Leben beginnt dort, wo Jesus im Zentrum steht und nicht mehr ich selbst.
Also, wie beginnst du heute, hier und jetzt? Indem du diesen mutigen Schritt gehst, so wie Nick es heute Morgen gesagt hat. Der ist nicht perfekt, der ist nicht schön, aber er ist ehrlich und er ist mutig. Zu sagen: Hier bin ich, Gott, mit meiner Unzulänglichkeit, mit so vielen Fehlern, die ich mitbringe. Und dann gibt es dieses schöne Lied: Und ich danke dir, dass du mich kennst und trotzdem liebst. Er liebt dich. Er sehnt sich nach dieser Gemeinschaft mit dir. Er zwingt dich zu nichts, sondern er lädt dich ein. Und diese Einladung steht für dich.
Wie beginnst du ein Leben mit Jesus? Indem du den ersten mutigen Schritt gehst und ihn suchst, ihn suchst und seine Gegenwart. Und ich finde es so schön, dass wir das in jeder Hauptsession gehört haben: Suche ihn, suche ihn und suche ihn.
Vielleicht bist du hier und merkst: Ich kenne Kirche, ich kenne meinen Jugendkreis. Aber ich kenne Jesus nicht wirklich. Vielleicht sagst du: Hey, ich glaube, dass Gott existiert, aber ich habe ihm noch nie so wirklich gesagt: Hier hast du mein Leben, ich will das mal ausprobieren. Oder vielleicht bist du hier und merkst als Christ: Mein Ego ist wieder ins Zentrum gerückt. Es ging viel um meine Wünsche, es ging viel um das, was ich tun möchte. Ich habe Jesus irgendwie dabei gehabt, aber es ging eigentlich um mich. Ich habe Komfort gewählt, obwohl Jesus mich rausgerufen hat davon, in die Nachfolge.
Dann ist heute der Moment zu sagen: Jesus, ich gebe dir mein Leben. Ich gebe dir alles: meine Gedanken, mein Herz, mein Fühlen, mein Denken, mein Sein. Alles soll dir gehören. Und das nicht, weil ich das sage, sondern weil Christus dich einlädt und dich neu machen will. Und ich glaube, das steht über diesem Jahr, denn die Jahreslosung ist: Siehe, ich mache alles neu, spricht der Herr. Und ich glaube auch, dass er bei uns dieses Jahr einiges neu machen will.
Vielleicht hast du viel Verletzung erlebt. Vielleicht wurdest du enttäuscht. Vielleicht sehnst du dich nach diesem Frieden. Dann suche ihn, und es beginnt mit diesem Schritt zu sagen: Herr, hier bin ich, begegne mir, hier sollst du mein Leben haben. Heute ist der Tag, wo du das tun kannst, wo du diese Entscheidung treffen kannst.
Ich möchte gleich zum Abschluss für dich beten, aber ich möchte dich vor allem einladen: Wenn du hier bist, und egal, ob du merkst, ich will das erste Mal wirklich dieses Leben hinlegen, oder merkst, mein Ego ist in manchen Bereichen vielleicht wieder ins Zentrum gerückt, egal was es ist, bitte such das Gespräch. Komm auf mich zu, komm auf die wunderbaren Leute mit den roten Westen zu. Geh ins Gespräch, du hast hier die Möglichkeit dazu. Geh auf diese wunderbaren Schwestern zu, die hier sind. Geh auf sie zu und sag ihnen: Hey, ich möchte dieses Leben mit Jesus, ich möchte ihm nachfolgen. Sprich mit ihnen darüber. Oder ich möchte mein Ego hier wieder ablegen. Mach es fest und geh hier auf diesem POT noch den mutigen Schritt. Oder geh auf deinen Jugendleiter, deine Jugendleiterin zu. I don’t care. Komm auf mich zu, egal auf wen. Aber geh ins Gespräch. Geh diesen Weg nicht allein, geh ihn in Gemeinschaft.
Lasst uns gemeinsam aufstehen, ihr Lieben, und lasst uns unsere Augen schließen und einen kurzen Moment nehmen, um ehrlich zu werden vor Gott. Und wenn du hier bist, ich drehe mich auch um, ich will es nicht sehen, es ist ein Ding zwischen dir und Gott. Und wirklich, lasst uns unsere Augen schließen. Es geht nur um dich und Gott in diesem Moment.
Wenn du hier bist und merkst, es ging um meine Wünsche, es ging um meine Selbstverwirklichung. Oder wenn du merkst, ich will diesem Jesus wirklich all in nachfolgen. Oder sagst, ich will das erste Mal mein Leben wirklich hinlegen, um diesen Frieden zu empfangen, und sagst: Jesus, ich will dir folgen, mein Leben soll dir gehören. Wenn du merkst, dass Jesus dich ruft, dann leg deine Hand einfach auf dein Herz. Mehr musst du nicht tun. Und bete in deinen Gedanken leise und sag Gott, was auf deinem Herzen liegt. Dank ihm für dieses Werk am Kreuz. Und benenne das, was dich trennt, und dann danke ihm für sein Werk.
Vater im Himmel, ich danke dir so sehr, dass du gut bist und dass du alles gegeben hast, dass wir wissen dürfen, dass wir in dir Rettung, Frieden, Gnade, Liebe, Kraft und Freude finden, dass bei dir so viel mehr liegt, dass du das wahre Leben bist und dass du alles gegeben hast an diesem Kreuz, damit wir Leben haben, damit wir Frieden mit Gott haben, Herr.
Und ich möchte dich bitten für uns, Herr, dass du uns begegnest in deiner Sanftmut und Demut, dass du uns aufzeigst, wo du nicht König bist in unserem Leben, und dass wir umkehren davon und jeden Lebensbereich dir hinlegen, um einen All-in-Lebensstil mit dir zu leben. Herr, ich bete für all diejenigen, die du rufst in ein Leben der Nachfolge, dass du ihr Herz bewegst und dass du ihnen Menschen an die Seite stellst, die sie begleiten. Vater, ich bete für uns alle, dass du uns mehr und mehr zu dir ziehst und wir mehr und mehr deine Schönheit und Herrlichkeit entdecken können. Und ich bete, dass du uns begegnest und dass du uns füllst mit deiner Liebe. Du bist gut und du bist herrlich und heilig. Begegne uns. Amen.
Vielen Dank euch. Und wenn du merkst, in dir ist etwas losgetreten, nicht durch diese Session, sondern durch das, was Gott getan hat, egal, ob es auf dem POT war, die vergangenen Tage oder heute, dann geh diesen Schritt und sprich mit jemandem darüber, egal ob mit mir, den Schwestern oder mit T. Punkt, dem Seelsorgeteam. Sprich mit jemandem darüber.
Vielen Dank euch und seid reichlich gesegnet.

