Einführung: Wer ist Petrus?
Und deswegen dachte ich, es ist vielleicht weise, wenn wir kurz mit einem kleinen Überblick anfangen: Wer ist denn eigentlich Petrus? Dann starten wir direkt in unseren Text, okay?
Ein kleiner Überblick, wer unser Petrus ist: Petrus heißt eigentlich gar nicht so, sondern Shimon bar Jona. Shimon bedeutet Simon, „bar“ ist aramäisch für Sohn, und Jona ist Jonas. Sein Vater hieß also Jonas.
Er ist einer von den dreien aus dem innersten, engsten Kreis von Jesus, zusammen mit Johannes, dem Jüngeren, und dessen Bruder Jakobus, der sehr früh getötet wurde. Petrus selbst war Fischer. Er hatte zum Beispiel eine Bootflotte mit mehreren Netzen, mehr Ausstattung und mehr Mitarbeitern.
Das ist später heute Nachmittag noch wichtig, denn das zeigt, dass Petrus kein ungebildeter Mensch war, der irgendwie zufällig da reingestolpert ist. Er war ein mittelständischer Selbständiger, ein Unternehmer. Nicht reich, aber auch nicht am Hungertuch nagen. Er hatte ein großes Haus, in dem er später Empfänge veranstaltete.
Er fuhr keinen Porsche, aber auch nicht so, dass er ständig im Dispo war. Er arbeitete zusammen mit Johannes und Jakobus, den Söhnen von Zebedäus. Auch sie hatten Angestellte. Das heißt, sie hatten eine Art Verbund, wie wir das heute bei Handwerkern kennen: Der Klempner kennt den Elektriker, der Elektriker den Trockenbauer, und so findet man sich.
Ihr seht schon, ihr nickt – viele Trockenbauer hier. Später sagt auch Petrus: „Wir haben alles zurückgelassen, um dir, Jesus, zu folgen.“ Das setzt voraus, dass da etwas war, das man zurücklassen konnte.
Ich sage das, um ein bisschen Übersicht zu schaffen, denn wenn wir später über den Bildungsgrad von Petrus sprechen, gibt es zum Beispiel liberale Kollegen an manchen Universitäten, die behaupten, Petrus könne den ersten Petrusbrief nicht geschrieben haben, weil er nicht lesen und schreiben konnte. Das stimmt nicht. Das müssen wir einfach feststellen.
Spannend ist, dass Petrus später in Kapernaum lebte – dazu kommen wir gleich –, aber ursprünglich aus Bethsaida stammte. Bethsaida ist auch die Stadt, aus der, glaube ich, Philipp kommt, Philippos der Jüngere. Petrus ist also mit seiner Familie umgezogen, warum, wissen wir nicht.
Er war der Bruder von Andreas, der zuerst bei Johannes dem Täufer war und später Petrus an die Hand nahm. Petrus war verheiratet, mehr wissen wir nicht. Er sprach Aramäisch und auch Griechisch.
Warum Griechisch? Weil in der römischen Welt damals nicht Latein gesprochen wurde, sondern Altgriechisch. Die Comics von Asterix und Obelix, in denen alle Latein sprechen, sind zwar cool, aber nicht ganz realistisch. Die Römer sprachen tatsächlich Altgriechisch, außer vielleicht in der Stadt Rom und in Norditalien.
So auch Petrus und übrigens auch Jesus selbst – sie sprachen viel Altgriechisch, wie man im Neuen Testament sehen kann.
Wahrscheinlich war Petrus der Älteste, nicht nur später in der Gemeinde, sondern auch chronologisch. Wahrscheinlich war er auch vorher schon eine Respektsperson. Warum, dazu kommen wir gleich.
Ich stelle mir das so vor – das ist meine Spekulation, die falsch sein kann –, dass Petrus jemand war, bei dem man denkt: „Das ist ein stattlicher Mann.“ Meine Frau Elisa benutzt das Wort „stattlich“. Man sieht jemanden, der vielleicht einen Kopf größer ist als man selbst, etwas breiter gebaut, ordentliche Schuhe trägt – jemand, dem man erst einmal zuhört.
Vom Charakter her war er am Anfang sehr emotional und impulsiv, ähnlich wie Johannes, der Jüngste. Beide waren mutig, aber manchmal auch etwas unbeholfen.
Später hat Jesus an Petrus stark gearbeitet. Er hat wichtige Erfahrungen gemacht, die ihn begleiteten, wenn er anderen von Jesus erzählte.
Jesus rief ihn, um Menschenfischer zu werden – dazu gleich mehr. Jesus heilte seine Schwiegermutter, und wir alle wissen, wie wichtig es ist, sich mit der Schwiegermutter gutzustellen.
Petrus war einer der Ersten, der Jesus als Messias erkannte. Zusammen mit Nathanael war er einer der Ersten, aber Petrus sprach das für die Gruppe aus (vgl. Matthäus 16).
Er war bei der Verklärung dabei, als Jesus auf dem großen Berg war – wahrscheinlich im Norden – und mit Elija und Mose erschien. Sie konnten dort einen Blick hinter den Vorhang werfen.
Später verleugnete Petrus Jesus. Der Satan versuchte ihn, und Petrus fiel. Das müssen wir ehrlich sagen – dazu kommen wir später noch.
Petrus kam zurück und erhielt eine zweite Chance. Er war der Hauptprediger in Apostelgeschichte 2, bei der ersten christlichen Predigt, die nicht von Jesus gehalten wurde. Dort bekehrten sich plötzlich dreitausend Menschen.
In Apostelgeschichte 4 stand Petrus vor dem Hohen Rat. Gott heilte durch Petrus Menschen und erweckte eine Frau namens Tabita – heute würden wir sie Tabea nennen – von den Toten.
Petrus war mit den Aposteln zentral daran beteiligt, das Evangelium weiterzugeben. Später war er, das können wir gut nachvollziehen – und da haben unsere katholischen Freunde und Geschwister auch Recht –, der Chefälteste, der Pastor der Gemeinde in Rom. Diese Gemeinde hat er zwar nicht gegründet, aber das ist ein anderes Thema.
Der Mann hatte definitiv Begabung. Er konnte Dinge organisieren und leiten. Dafür ziehe ich meinen Hut – eine schwere Aufgabe.
Er schrieb den ersten Petrusbrief, ich denke auch den zweiten, aber darüber kann man diskutieren. Er war der Älteste der Gemeinde in Rom und übergab sie später an seinen Mitarbeiter Linus.
Er wurde tatsächlich, das haben wir aus mehreren Quellen, verbrieft, umgedreht gekreuzigt. Denn „gewöhnlich“ zu sterben, wie Jesus, war ihm nicht würdig.
Wahrscheinlich liegt Petrus tatsächlich, wie du gerade gezeigt hast, lieber Hartmut, im Vatikan begraben – auf dem Vatikanhügel unter der San-Pietro-Basilika. Das ist wahrscheinlich so.
Wir haben Knochen unter der Basilika gefunden, die aus dieser Zeit stammen. Papst Paul VI. erklärte 1968, dass es sich wahrscheinlich um die Knochen von Petrus handelt – vielleicht.
Außerdem gibt es mehrere Schriften aus der damaligen Zeit, die genau das bestätigen und sagen, dort sei Petrus begraben.
Wir fanden eine Trophäe, die darauf hindeutet, dass das Grabmal von Petrus markiert war, damit spätere Generationen es finden konnten.
Vor nicht allzu langer Zeit entdeckten wir eine Inschrift mit den Worten „Petros eni“ – altgriechisch für „Hier ruht Petrus“. In Rom wurde Altgriechisch gesprochen.
Diese sehr alte Grabesaufschrift legt nahe, dass schon in der frühen Zeit Leute dieses Grabmal markiert haben.
Vielleicht finden wir noch mehr Beweise, die es eindeutig machen, aber die Indizien deuten stark in diese Richtung.
Wir sehen ein Muster im Leben von Petrus, das vielleicht der eine oder andere hier gut nachvollziehen kann: Jesus ruft nicht die Begabten, aber er begabt die Berufenen.
Jesus ruft nicht immer die Begabten, aber er begabt häufig die Berufenen.
Deswegen habe ich heute die große Ehre, mit dir, lieber Markus, einige Texte anzuschauen zum Thema Ruf von Petrus, das Bekenntnis von Petrus, der Auftrag von Petrus und der Ausblick.
Es ist mir eine große Ehre, das zusammen mit dir zu machen.
Ich würde sagen, wir fangen gleich an.
Bevor wir anfangen, vielleicht noch ein letztes Wort zu Petrus selbst: Vor zwei Jahren habe ich die Evangelien mehrfach hintereinander rückwärts gelesen, Vers für Vers, Kapitel für Kapitel.
Das mache ich, um nicht in die Falle zu tappen: „Ach, die Perikope kenne ich schon, ich weiß ja, was als Nächstes passiert.“ Wenn man rückwärts liest, ist man aufmerksamer.
Das habe ich auch bei der Apostelgeschichte gemacht und mit einer langen Strichliste markiert, über welche Themen die Apostel und Jesus sprechen.
Sehr interessant. Wir haben dazu auch Videos veröffentlicht, die vielen Leuten geholfen haben.
Dabei habe ich auch darauf geachtet, wie Petrus im ersten und zweiten Petrusbrief schreibt.
Er schreibt auf verschiedene Arten, je nachdem, wie alt er im Leben ist.
Wir nehmen mal den alten Petrus, denn in der Bibel heißt es immer wieder, wir sollen keine Leute schon in den Himmel loben, bevor etwas passiert ist.
Wir sollen uns an die Glaubenshelden halten, die den Lauf vollendet haben.
Wenn ihr euch Hebräer 10 und 11 anschaut, sind das alles Menschen, die schon tot sind, weil man sagen kann: Ja, die haben bis zum Ende an Jesus festgehalten.
Deren Lebenszeugnis haben wir in der Hand.
Lasst uns schauen, wie Petrus geschrieben hat.
Er war pastoral, sehr mutmachend.
Er war jemand, der selbst tiefe Täler durchlebt hat und deshalb oft am ehrlichsten und tiefsten andere Menschen ermutigen kann.
Davon kann Petrus viel erzählen.
Der Mann war tief verwurzelt in der Bibel.
Seine Lebenserfahrungen lehrten ihn Bescheidenheit.
Reine Lehre lag ihm gegen Ende seines Lebens sehr am Herzen.
Das wissen wir auch aus Schriften der Mitarbeiter der Apostel, den sogenannten apostolischen Vätern.
Ich habe diese Schriften gelesen und kann sie nur weiterempfehlen – ganz, ganz toll.
Reine Lehre war Petrus sehr wichtig, ebenso den ersten Aposteln und deren Mitarbeitern.
Er war sehr Christus-zentriert, realistisch und nüchtern.
Optimistisch, aber nicht so, dass er anderen das Blaue vom Himmel herunterredete, sondern optimistischer Realismus.
Die letzten Worte von Petrus, die wir im zweiten Petrusbrief haben, sind: „Nehmt euch in Acht vor falschen Lehren.“
Das ist sein Vermächtnis auch an uns.
Einstieg in Lukas 5: Die Volksmenge und Jesus am See Genezareth
Wir starten in Lukas 5. Ich sehe, viele von euch haben die Bibel dabei – das freut mich sehr. Lukas 5 ist das dritte Buch im Neuen Testament und das 42. Buch in der Bibel insgesamt.
So werden wir vorgehen: Ich lese den Text Vers für Vers. Dabei nutze ich eine Mischung aus der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ) und der Neues Leben Übersetzung. Manchmal habe ich auch einzelne Passagen selbst übersetzt. Anschließend schauen wir uns Besonderheiten in den einzelnen Versen an, auf die man vielleicht nicht sofort stößt. Anders gesagt: eine klassische Auslegungspredigt.
Bevor wir starten, möchte ich noch kurz beten: Jesus, wir staunen darüber, dass du heute Abend, heute Morgen und den ganzen Tag über bei uns bist. Dass du dich herabneigst, um mit uns Gemeinschaft zu haben, ist eine große Ehre. Danke dafür, Herr. Wir danken dir auch, dass du Menschen wie Petrus, Johannes und Jakobus berufen hast. Danke, dass nicht nur diese Menschen damals berufen wurden, Gemeinden und Kirchen gegründet haben, die teilweise bis heute bestehen – in welcher Form auch immer –, sondern danke auch, dass wir diese Informationen bis heute haben.
Nicht nur der Geist ist da, nicht nur Gefühle oder ein vages Ja, sondern wir haben wirklich die Informationen, die uns weiterhelfen. Und wir sind dankbar, dass Historiker herausarbeiten konnten, wie zuverlässig diese Berichte sind. Ich danke dir sehr dafür, Herr. Ich bitte dich nun um Weisheit, dass du uns hilfst, tiefer in die Texte, in dein Wort einzusteigen. Und ich bitte dich auch um Vergebung, falls ich über das Ziel hinausschieße oder etwas sage, das nicht dir entspricht. Lass bitte nur das in Erinnerung bleiben, was du möchtest. Danke dafür, Amen.
Lukas Kapitel 5: Es gibt einen sehr ähnlichen Text auch in Matthäus 4 und Markus 1. Wir nehmen Lukas 5, weil dieser am ausführlichsten ist.
Lukas schreibt: Eines Tages stand Jesus am Ufer des Sees Genezareth. Die Menschen drängten sich um ihn und wollten das Wort Gottes hören.
Hier müssen wir kurz innehalten. Was steht da genau? Die Volksmenge drängte sich um ihn. Im Griechischen heißt es „to de ochlo epikeistei auto“. Das bedeutet wörtlich: Die Volksmenge lag auf ihm. Man spürt richtig diesen körperlichen Druck – fast wie bei einem schlechten Konzert, bei dem alles zu laut ist und die Leute zum Ausgang drängen.
Das heißt: Jesus ist beliebt. Die Leute mögen Jesus. Diese Beobachtung machen wir auch heute noch: Christentum, Kirche, aber vor allem Jesus – er ist volksnah. Jesus ist jemand, der, wie Luther gesagt hat, den Leuten auf den Mund schaut und so spricht, dass sie es verstehen und annehmen.
Was macht Jesus? Die Menschen drängten sich um ihn und wollten das Wort Gottes hören. Jesus erzählt also das Wort Gottes. Das heißt, Jesus und das Wort Gottes sind eins – das, was er sagt, ist das Wort Gottes.
Deshalb ist es so wichtig, dass wir diesen echten Jesus vor Augen haben. Ich meine Jesus Christus, den Jesus des Neuen Testaments, von dem selbst säkulare atheistische Historiker sagen: Ja, was Jesus gesagt und getan hat, dafür gibt es viele Zeugnisse. Über 50 verschiedene nichtchristliche Dokumente aus der Zeit berichten von Jesus.
Aber die zuverlässigsten Informationen finden wir im Neuen Testament. Das sind nicht meine Worte, sondern die Erkenntnisse säkularer Historiker. Quellen kann ich euch zeigen.
Für uns ist es so wichtig, was Jesus sagt. Deshalb heißt es ja Christentum, deshalb heißen wir Christen. Christen sind die kleinen Jesusnachfolger, die kleinen Christusse. Und damit meine ich auch den historischen Jesus – nicht den Jesus, den ich mir persönlich wünsche, sondern den menschgewordenen Gott, der von den Toten auferstanden ist und von dem das Neue Testament so sorgfältig berichtet.
Dieser Jesus soll der Herr über mein Leben sein – und zwar über mein ganzes Leben. Das betrifft alle Bereiche, nicht nur die, die mir Spaß machen oder leicht fallen, sondern auch Themen wie Zwischenmenschliches, Sexualität oder Geld. Diesen Jesus meine ich.
Der Jesus, der nicht nur für mich sprechen darf, sondern auch mal gegen mich sprechen darf. Das heißt auch: Wenn die Gesellschaft heute „Hüh“ sagt, aber Jesus sagt „Hot“, dann müssen wir Christen die Freiheit haben zu sagen: Für uns gilt „Hot“. Und wenn meine eigenen Gefühle „Hüh“ sagen, aber Jesus sagt „Hot“, dann ist es immer noch „Hot“.
Eine kleine Beobachtung am Rande: Ist euch aufgefallen, dass in unserer Generation, ich bin jetzt siebenunddreißig, der Abgott oft Emotionen sind? Wir haben eine Ersatzreligion der Gefühle. Das ist etwas, worauf wir bei jungen Menschen wirklich achten sollten, wie sich das entwickelt.
Jesus soll der Chef sein. Jesus soll das letzte Wort haben.
Die Leute um ihn herum bedrängen Jesus für das Wort Gottes. Es gibt viele Untersuchungen dazu – international, wenn wir die Christenheit weltweit betrachten, in Südostasien, Afrika, Südamerika, außerhalb unseres westlichen Kontexts.
Welche Gemeinden sind es, in denen Menschen bereit sind, Jesus nachzufolgen, auch wenn es sie etwas kostet? Welche Gemeinden wachsen?
Wir alle beten um Erweckung. Aber wo ist Erweckung?
Die Antwort ist eindeutig: Erweckung ist dort, wo das Wort Gottes gepredigt wird. Die Gemeinden, die weltweit wachsen, sind die, die sagen: Wir sind bibelorientiert – auch wenn es uns etwas kostet.
Das kann man eindeutig zeigen. Das ist nicht meine Meinung, ich habe das nicht irgendwo auf der Straße gehört, das sind Fakten.
Man kann klar zeigen: Die Gemeinden, die schrumpfen, die sich auflösen oder aufhören zu existieren, sind die, die versuchen, eine Echokammer der Gesellschaft zu sein. Das ist Fakt.
Ein Zitat von Uwe Holmer, das jetzt kommen musste: „Die Bibel ist die Norm, die alles kirchliche Lehren und Leben trägt, und wer das nicht lehrt, gehört nicht auf eine Kanzel.“
Jesus steigt in Simons Boot und lehrt
Lukas 5,2: Da bemerkte Jesus zwei Boote am Ufer. Die Fischer waren ausgestiegen und reinigten ihre Netze. Es war morgens oder vormittags. Die Fischer kamen gerade zurück, denn in den frühen Morgenstunden kann man die besten Fische fangen, dort, wo das Wasser eher seicht ist. Nun sind sie zurückgekommen und reinigen ihre Netze.
Es waren mehrere Boote und Fischer, wahrscheinlich ein halbes Dutzend oder ein Dutzend. Wir reden also von einem Verband mit Angestellten. Jetzt wird es spannend: Jesus stieg in eines der Boote, wo man sich denkt: Ja klar, warum nicht? Komm ruhig rein, nur zu. Willst du noch einen Fisch? Jesus stieg in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat Simon, ein Stück auf den See hinauszufahren. So konnte Jesus sich setzen und die Menge vom Boot aus unterweisen.
Hier steckt eine Menge drin. Wir entpacken es mal.
Vorgeschichte: Jesus und Petrus kennen sich schon. Das gibt der Geschichte eine besondere Würze. Den Bericht, woher sie sich kennen, findet man in Lukas Kapitel 4. Petrus ist dabei, als Jesus in der Synagoge in Kapernaum lehrt und sagt, dass das Reich Gottes nahe herangekommen ist. Er sagt, jetzt ist es so weit, jetzt bricht es an. Petrus sitzt dort in den Reihen, er sitzt auf der Kirchenbank.
Petrus ist dabei, als Jesus in der Synagoge von Kapernaum einen Mann von einem Dämon befreit, und der Dämon noch schreit: „Du heiliger Gottes!“ Petrus ist dabei, als Jesus in seinem Haus lebt. Es ist gut möglich, dass die Familie von Petrus eine angesehene Familie in dieser kleinen, aber strategisch wichtigen Stadt Kapernaum war.
Gut möglich also, dass Jesus vorübergehend in Petrus’ Haus lebte. Man kennt sich also. Jesus hatte auch, wie wir aus anderen Berichten wissen, früher ein eigenes Haus in Kapernaum. Es ist gut möglich, dass sie in der gleichen Kleinstadt Nachbarn waren.
Petrus ist dabei, als Jesus die Schwiegermutter von Petrus heilt. Er ist auch dabei, als Jesus in Lukas 4 Heilungen und Dämonenaustreibungen vollführt, wahrscheinlich in Petrus’ Haus. Das heißt, zu diesem Zeitpunkt hat Petrus schon fünf verschiedene Dinge mit Jesus erlebt – und trotzdem kommt er nicht auf die Idee, ob Jesus der Messias sein könnte. Ich fühle mit ihm.
Das heißt, Petrus war bei der Predigt in der Synagoge von Kapernaum dabei, er war bei einer Dämonenaustreibung dabei, sehr spektakulär vor der versammelten Dorfgemeinschaft. Er war dabei, als Jesus bei ihm lebte, als die Schwiegermutter geheilt wurde, und bei weiteren Heilungen und Befreiungen, die wahrscheinlich sogar in seinem Haus oder Garten stattfanden.
Petrus hatte also ein sehr umfassendes Bild davon, was Jesus so macht. Kapernaum ist eine Stadt, die Jesus äußerlich sehr nah war. Wie gesagt, Jesus hat dort selbst gelebt, aber innerlich war sie ihm sehr fern. Später sagte er auch: „Wehe dir, Kapernaum! Wehe dir, Chorazin! Wenn in euch die Wunder geschehen wären, die in anderen Städten geschehen sind, wäre es ganz anders ausgegangen.“ Am Tag des Jüngsten Gerichts würden die Leute von Ninive und die Königin von Saba kommen und euch anklagen.
Kapernaum ist also eine Stadt, die Jesus sehr nahe ist. Heute sind es große Touristenattraktionen in Kapernaum, viele Häuser sind nach ihm benannt, viele Straßen und vielleicht auch viele Kreuze hängen herum. Aber es ist kein Inhalt dahinter. Das soll eine Mahnung für uns alle sein: Unser Leben kann von außen sehr nach Jesus aussehen, ohne dass Jesus darin lebt.
Denkt daran: Jesus hat sogar im Haus von Petrus gelebt, als Petrus noch kein Nachfolger war. Das macht mich demütig.
Dann heißt es dort, Petrus sagte zu ihm: „Lass uns ein Stück auf den See hinausfahren.“ Wörtlich steht im griechischen Text „ein wenig vom Land weg hinausfahren“. Das steht dort in einer ganz besonderen Verbform, einem Aorist-Imperativ. Das bedeutet, es ist ein einmaliger Befehl. Jesus sagt also: „Das machen wir jetzt.“ So eine Ansage, wie beim Bund oder bei der NVA: „So machen wir es jetzt.“
Jesus übernimmt die Initiative, nicht Petrus.
Dann heißt es, es ist auch sehr interessant, am Schluss: „So konnte Jesus sich setzen und die Menge vom Boot aus unterweisen.“ Ist euch das mal aufgefallen, welche Körperhaltungen Jesus in der Bibel einnimmt? Könnt ihr mal unterstreichen, wann er steht, wann er sitzt, wann er kniet oder liegt – zum Beispiel wie im Garten Gethsemane? Sehr interessant.
Ganz häufig, wenn Jesus lehrt, dann sitzt er. Warum? Weil Jesus sehr lange und ausdauernd lehrt. Man kann davon ausgehen, dass die Leute auch saßen. Das heißt zum Beispiel bei der Speisung der Fünftausend heißt es, dass er zu Philippus sagt, die Leute sollen sich auf das grüne Gras setzen. Wahrscheinlich haben die Leute auch bei der Bergpredigt gesessen. Das sind lange Lehreinheiten, die Jesus gibt.
Das ist auch für uns ein interessanter Hinweis, denn es gibt das Gerücht, dass Leute heutzutage eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne haben und dass man alles predigen kann, nur nicht über zehn Minuten. Schon mal gehört? Oh, jetzt lachen viele. Ich glaube nicht, dass das stimmt, und ich will das kurz begründen.
Ich glaube nicht, dass Leute heute keine Aufmerksamkeit oder keine Zeit mehr haben. Hier die Begründung: Der deutsche Fernsehmarkt hat im Jahr 2022 einen Umsatz von sechseinhalb Milliarden Euro jährlich – nicht Millionen, Milliarden.
In den meisten deutschen Wohnungen und Häusern sind Regalbretter voll mit Blu-rays, DVDs, Krimis, Liebesromanen und wöchentlichen Klatschzeitungen. Wir Deutschen können wochenlang unseren Garten gießen und pflegen, abendelang Sport gucken und stundenlang über Politik diskutieren.
Lassen wir uns ehrlich sein: Wir haben Zeit. Die Frage ist nur, wie wir sie füllen.
Und das mit der Aufmerksamkeit sehen wir auch in unserem Bibelfit-Dienst, einem Mediendienst, den wir gestartet haben. Die meisten unserer Beiträge und Videos – darunter auch kleine Dokumentarfilme – sind circa 40 Minuten lang, manche sogar mehrere Stunden. Und unser Kanal hat trotzdem millionenfache Aufrufe.
Wir haben mehrhundertseitige Bücher, die Bestseller sind. Das Gerücht, dass jeder Mensch in Deutschland nur eine Aufmerksamkeitsspanne wie eine übernächtigte Fruchtfliege hat, würde ich mit einem Fragezeichen versehen. Ich glaube nicht, dass das stimmt.
Manchmal machen wir in unseren Köpfen eine falsche Alternative auf, nach dem Motto: „Na ja, solange ich nicht drei Stunden habe, um in meiner Schlachter 2000 Studienbibel sämtliche John-MacArthur-Kommentare bei jedem einzelnen Wort fünfmal umzudrehen und mit sieben verschiedenen Pastellstiften zu unterstreichen, brauche ich ja nicht mit dem Bibelstudium anfangen.“ Nach dem Motto: „Ich werde die Bibel lesen, sobald ich sie mehr verstehe, und solange ich nicht alles verstehe, brauche ich nicht lesen.“
Ja, da fühlen sich ein paar ertappt – respektvoll gesagt. Das macht keinen Sinn. Du musst die Bibel nicht verstehen, um anzufangen, sondern du musst anfangen, um sie zu verstehen.
Ende der Fußnote.
Der Auftrag zum Fischfang und das Wunder des großen Fangs
Vers 4
Als Jesus aufgehört hatte zu reden, sagte er zu Simon: „Fahr hinaus auf den See und wirf mit deinen Leuten die Netze zum Fang aus.“
Ein Blick in den griechischen Text zeigt, dass er sagt: „Fahr hinaus auf die Tiefe, wo das Wasser tief ist.“ Es steht dort ein Präsensimperativ, was eine andauernde Bewegung bedeutet. Wenn ich das sehr übertragen verstehen würde – und ich will mich davor hüten –, dürfen wir trotzdem den Gedanken aussprechen: Es geht nicht nur darum, einmal in die Tiefe zu kommen, sondern dauerhaft in die Tiefe zu fahren und dort zu bleiben.
Wir sehen hier eine Art Abwärtsbewegung im gesamten Bericht: Erst steht Jesus am Ufer, dann geht er ins Wasser, dann ins Boot, steht dort unter der Wasseroberfläche, dann fahren sie in die Tiefe und schließlich werden die Netze eingeworfen. Es geht sozusagen „nach unten“.
Vers 5
Jetzt wird es sehr interessant: „Aber Meister“, so steht es da – nicht „Rabbi“, sondern „Meister“ (Epistata). Simon sagt: „Wir haben uns die ganze Nacht abgemüht und nichts gefangen.“ Und dann kommt dieses göttliche „Aber“, begleitet von einem Seufzen und einer Anstrengung. Es ist wie eine Geburt, die schwer sein kann und lange dauert, aber das Baby kommt.
Petrus sagt: „Aber weil du, Herr, es sagst, will ich die Netze noch einmal auswerfen.“
Noch einmal ein Blick in den Grundtext: Petrus sagt nicht „Rabbi“, sondern „Meister“. Dieses Wort kommt nur im Lukasevangelium vor und zeigt eine Autorität, die man vor jemandem hat, die aber nichts mit religiösen Dingen zu tun hat. Sehr interessant.
Man würde einen religiösen Lehrer, einen Pastor oder Ältesten nicht so ansprechen – das macht man nicht.
Dann sagt Petrus: „Auf dein Wort hin, Herr.“ Welches Wort? Das gesprochene, konkrete, spezifische Wort von Jesus, dem Nachfolge gehört, auch wenn die eigene Erfahrung manchmal sagt: „Ich habe da nicht so richtig Lust drauf, ich weiß auch nicht, wie das funktionieren soll.“ Aber: „Auf dein Wort hin.“ Weil du es gesagt hast. Und dann tun sie es.
Mein früherer Ausbilder bei der Bank hat immer gesagt: „Widerspruch ist erlaubt, Widerstand nicht.“ Das ist mir hängen geblieben.
Vers 6
Als die Fischer es dann getan hatten, umschlossen sie eine solche Menge Fische, dass die Netze zu reißen begannen.
Bitte haltet euch vor Augen: Diese Netze waren gerade frisch gereinigt und gepflegt, wie wir am Anfang gesehen haben. Die Netze sind so voll, dass sie zu reißen beginnen. Warum? Weil sie eine solche Last tragen, für die sie nicht ausgelegt sind.
Im griechischen Text steht wörtlich: „Es war dabei zu reißen.“ Das zeigt das Ausmaß des Segens und das dramatische Geschehen in diesem Verlauf.
Vers 7
Deshalb winkten die Fischer ihren Kollegen im anderen Boot, sie sollten zu ihnen kommen und helfen. Zusammen füllten sie die Boote bis zum Rand, so dass sie fast sanken.
Man denkt sich: Gibt es heute überhaupt noch Fische im See Genezareth? Wahrscheinlich nicht, die sind jetzt alle ausgestorben.
Vers 8
Nein, die sind nicht ausgestorben, das war eine Übertreibung. Man darf dort heutzutage aber nicht fischen, weil so viele Christen hingepilgert sind, um das einfach mal nachzuspüren. Tatsächlich ist ein gewisser „Atemsturz“ eingetreten – das war kein Witz.
Vers 8 (fortgesetzt)
Als Simon Petrus das sah, was geschah?
Jetzt kommt der Moment, auf den wir endlich gewartet haben: Endlich hat er Jesus ein zweites Mal predigen hören, hat noch mehrere Wunder erlebt. Dann kniete er sich vor Jesus hin und sagte – ich ergänze – endlich.
Doch was sagt er? Nicht: „Herr, du bist der Messias, dir folge ich nach, lass uns eine Kirche bauen.“ Nein, da steht etwas anderes.
Er sagt: „Herr, geh weg von mir!“
Das ist das, was alle von uns gesagt haben, als wir zum ersten Mal gemerkt haben, mit wem wir es bei Jesus zu tun haben.
Er sagt: „Herr, geh weg von mir, denn ich bin ein Sünder.“
Hier könnte man eine eigene Predigt halten.
Nach dieser Predigt ist dieses Wunder mit den Fischen die siebte Begebenheit, die Petrus mit Jesus erlebt. So viele Anläufe hat Jesus gebraucht, um seinen einflussreichsten der zwölf Apostel – Paulus kommt ja später – auf seine Seite zu ziehen.
Stellt euch vor, Jesus hätte nach dem sechsten oder fünften oder dritten Versuch aufgegeben. Stellt euch vor, Jesus wäre damals in die Synagoge von Kapernaum gegangen, hätte gepredigt und gehofft: „Wo ist denn Simon?“ Ach so, der ist bei der Schwiegermutter und isst Knödel. Na gut, dann hätte er gesagt: „Dann eben nicht, ich suche mir einen anderen.“ Ach, der Judas sieht gut aus.
Stellt euch vor, so wäre es geworden.
Stellt euch vor, er hätte gesagt: „Mensch, ich wohne in deinem Haus und du folgst mir immer noch nicht nach. Jetzt gehe ich raus und schüttle den Staub von meinen Füßen.“
Stellt euch vor, nach der Heilung hätte er gesagt:
„Petrus, wenn in anderen Städten diese Wunder passiert wären, wie in deinem Haus, wo ich Dämonen austreibe und die ganze Bevölkerung komplett gesund mache – Blinde, Taube, Stumme, Versehrte –, und du glaubst immer noch nicht? Wenn du das nicht glaubst, wirst du auch nicht glauben, wenn jemand von den Toten aufersteht.“
All das sind Dinge, die Jesus zu anderen Leuten gesagt hat, ihr kennt die Stellen.
Aber das hat er nicht gesagt.
Er hat noch einen Anlauf gemacht, noch einmal gepredigt und dann gesagt: „Also gut, dann schütte ich dir jetzt den ganzen Segen von Nazareth vor die Füße, wirst du dich wohl endlich bekehren?“
Er hat nicht aufgegeben.
So ähnlich wie in Lukas 15, dem verlorenen Sohn, wo der Vater schon aus dem Haus rausgeht.
Es hätte nur noch gefehlt, dass er Leute sagt: „Werft eine Leine um ihn herum, holt ihn zurück.“
Er hat nicht aufgegeben.
Stellt euch vor, Jesus hätte aufgegeben.
Bei mir hat er nicht aufgegeben. Ich habe eine zweite Chance bekommen, und eine zweite, zweite und viele von euch auch. Halleluja dafür!
Dann sagt Petrus: „Geh weg von mir!“
Im Griechischen ist das Verb im Aorist Imperativ. Man muss sich das vorstellen wie Fettdruck mit Ausrufezeichen, also ein scharfer Aufruf, fast schockhaft.
Petrus ist überwältigt, tief getroffen von seiner eigenen Sünde und von der Heiligkeit Jesu.
Die Sünden von Petrus werden nicht genau aufgelistet, aber das ist bei uns auch nicht so.
Es heißt ja: „Ich werfe deine Sünden ins tiefste Meer und werde ihrer nie wieder gedenken“ (Prophet Micha).
Petrus sagt nicht einfach nur „Ich bin Sünder“, sondern im griechischen Grundtext: „Ein Mann voller Verlorenheit“ – aner hamartolos emi.
„Ich bin ein Mann voller Verderben.“
Tiefe Selbsterkenntnis.
Vers 9
Petrus und all seine Begleiter waren tief erschrocken, nachdem sie diesen Fang gemacht hatten – also alle Fischer, das ganze Team, Chefs, Angestellte, wer auch immer dabei war.
Vers 10
Genauso erging es Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten.
Doch Jesus sagte zu Simon: „Du musst dich nicht fürchten. Von jetzt an wirst du ein Menschenfischer sein.“
Ich wäre einfach in Ohnmacht gefallen, das wäre der einfache Ausweg gewesen.
Es ist spannend, was im griechischen Text steht: Du wirst ein „Zōgon“ von Menschen sein, also jemand, der Menschen lebendig fängt.
Nicht tot, wie eine Tierfalle im Wald oder eine Mäusefalle, sondern lebendig.
Die Betonung liegt darauf, dass du Menschen lebendig fängst.
Nicht wie beim Jagen oder Fallenstellen, wo Tiere getötet werden, um sie zu essen.
Wenn Petrus Leute fängt, werden sie lebendig, weil Jesus in ihnen lebt. Darum geht es.
Du wirst sie zum Leben fangen.
Warum? Weil sie jetzt tot sind in ihren Sünden.
Das steht dort, nicht meine Worte, sondern die Worte in deiner Bibel.
Vers 11
Dann zogen sie die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten Jesus.
Wörtlich im griechischen Text, Aorist Partizip: Sie verließen alles – „panta apechontes“.
Das betont, dass sie ein für allemal alles hinter sich gelassen haben.
Das war der Text, den ich damals falsch verstanden habe, als ich dachte: „Na klar, ich muss als Missionar nach Tansania, steht doch da.“
Vielleicht ist das deine Berufung.
Vielleicht ist deine Berufung, Zeuge zu sein an deinem Arbeitsplatz, in deiner Familie, in deiner Wohngruppe.
Vielleicht ist es einfach unsere Aufgabe, dort, wo wir sind – in Bolewik, in Stralsund, in Barenmüritz, in Parchim – Zeugen von Jesus zu sein, denn die brauchst du auch.
„Lass alles hinter dir“ kann auch bedeuten, wie im ersten Korintherbrief steht, innerlich alles loszulassen, ein für allemal alles hinter sich zu lassen – radikale Nachfolge.
Entschuldigt, dass ich zum Schluss noch einen Kalenderspruch bringen muss, aber es stimmt einfach: Sei ganz sein oder lass es ganz sein.
Der Text ist voll von Aufforderungen: Fahr hinaus, lass das Netz herunter, kommt herbei!
Jesus lenkt das Geschehen.
Alle von euch, die reformiert sind, werden sich jetzt freuen: Juhu, Souveränität Gottes! Wir haben es schon immer gewusst.
Und es ist dieser Kontrast: Wir haben menschliche Mühe und göttliches Eingreifen.
Die Fischer waren nachts draußen und haben es aus eigener Kraft versucht, aber nichts gefangen – was eigentlich unmöglich ist.
Dann das Wunder: Die Netze sind voll.
Es ist die Sünde, es ist die Berufung, es ist ein Übergang vom Leben im Tod zu einem neuen Leben.
Der Text steigert sich: Erst kommen die Lehren, dann das Wunder, dann die Erkenntnis, die Umkehr, die Bekehrung und schließlich die Berufung.
Ihr merkt, wie sich der Fokus ändert: Erst ist die ganze Volksmenge da, so viele, dass sie auf Jesus gedrängt haben.
Dann der Fokus direkt auf Petrus und Jesus.
Gott spricht zu den Massen, aber er hat den Einzelnen im Blick.
Das Neue Testament ist für alle Christen geschrieben, aber es ist auch ganz besonders für dich geschrieben, weil gerade du Jesus brauchst.
