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Ägypten 3: Der Schatz im Tempel (2/3)

Die Doppeldecker Crew | Hörspiel für Kinder (Hörbuch)
20.05.2026
Dr. Nadir lädt uns zu einem Helikopterflug ein. Gleichzeitig geht uns das mysteriöse Rätsel nicht mehr aus dem Kopf. Da stößt Phil plötzlich auf eine heiße Spur – Schatz, wir kommen! #Kinderhörspiel #Hörspiel #Hörbuch #kindgerecht doppeldecker-crew.de

Rückblick am Tempel und erste Vermutungen

Letztes Mal bei der Doppeldecker-Crew.
Das ist der Abu-Simbel-Tempel, richtig?
Jo, korrekt. Gebaut von Ramses dem Zweiten. Der Tempel wurde vor dreitausend Jahren für den Pharao und seine Götter gebaut.
Ist das etwa ein HD-VR-acht-drei-sechs-hundert?
Nein, aber ich hätte gerne einen. Diesen 3D-Scanner hier habe ich selbst gebaut.
Sieht toll aus.
Karl glaubt, im Abu-Simbel-Tempel könnte ein alter Schatz versteckt sein.
Ja, nicht unbedingt der Schatz, aber vielleicht ein Hinweis auf den Schatz.
Oh toll, ein echter Schatz?
Ich habe nichts geärgert, er hat einfach mich gebissen.
So ein verrücktes Tier.
Ja, verrückt und wild.
Wir müssen Sammy zum Tierarzt bringen, er muss geschlafen, äh, eingeschläfert werden.
Hier, Phil. Gudrun hat uns warme Kekse hingestellt. Wir haben extra auf dich gewartet. Bis auf zwei Kekse, die unbedingt in Tonis Bauch landen mussten.
Ja, also die armen Kekse, weißt du, so die ...
Danke, macht meine Laune gleich schon viel besser.
Das dachten wir uns. Sie hat ja aber ziemlich aufgelöst. Sie wollte einfach Aufmerksamkeit.
Wenn sie nach Hause will, ist es doch gut für uns. Ich meine, wir waren nett zu ihr und haben uns super angestrengt. Dann hat sie selber Schuld.
Vielleicht ist sie eifersüchtig. Sie kennt Phil kaum, und er chillt lieber mit seinen Freunden, als sie besser kennenzulernen.
Na, ich lerne sie gern kennen, aber es wäre einfacher, wenn sie etwas netter zu uns wäre. Nicht so bestimmerrisch.
Ich kann mir vorstellen, dass sie einfach unsicher ist. Deutsch ist für sie eine fremde Sprache. Wir haben eine andere Kultur als die Leute in Ägypten. Nadja muss erst gezeigt bekommen, wie man sich hier verhält und wie man redet.
Versucht doch mal rauszufinden, was sie gern mag. Irgendeinen Sport oder gemeinsam kochen, so könnt ihr das Eis brechen.
Oder Geschichten hören.
Das mag sie wohl nicht so gern.
Aber wir, wir würden jetzt gerne weiterhören.
Na gut, ihr werdet schon noch was finden, mit dem ihr Nadja begeistern könnt.
Wisst ihr denn noch, wo wir uns befinden?
Na klar, in der Nähe vom Tempel, in einem Forschungscamp. Zusammen mit Karl und Doktor Nadir. Wir wollen endlich erfahren, was es mit dem Schatz auf sich hat.
Oh, ich merke schon, ihr habt sehr gut zugehört. Na, dann wollen wir doch mal sehen, was in Abu Simbel noch so vor euch liegt.
Ihr habt eine ruhige Nacht im Camp verbracht und besucht nun ausgeschlafen Karls Technikparadies. Sein Container ist bis an die Decke mit blinkenden Gerätschaften gefüllt. Es piept und surrt, und Karl zeigt euch stolz seine Ausrüstung.
Bei digitaler Archäologie wird nicht mit Hammer, Meißel oder Pinsel gearbeitet. Wir versuchen, die alten Bauwerke am Computer nachzustellen, damit Wissenschaftler aus aller Welt sie analysieren können. Ähnlich wie man sich online auf Karten die Straßen in 3D angucken kann.
Oh ja, das macht mein Dad manchmal und zeigt mir, wo er in Indien gelebt hat. Dann kann man sich die Häuser und Straßen ganz genau angucken.
Richtig, und wir möchten online durch Tempel oder Pyramiden gehen können. Dafür benutzt ihr den 3D-Scanner, den wir gestern schon gesehen haben.
Genau. Ich habe auch noch Laserscanner und spezielle Fotoapparate. Dann natürlich kleine Drohnen in verschiedenen Ausführungen, die Bildschirme mit guten Grafikkarten, meine Festplatten, Backup eins, Backup zwei, Backup vom Backup. Das sind ganz schön viele Sicherheitskopien.
Ah, seitdem mir einmal mein Kaffee über eine Festplatte gelaufen ist.
Ach, fragt lieber nicht, es war schrecklich. Meine ganze Arbeit war dahin.
Und was ist das für eine Brille? Du hast VR-Headsets?
Mhm, mit 4K-Auflösung.
Wow, wir brauchen wohl keinen Schatz mehr finden. Phil lebt hier schon in seinem persönlichen Märchenland.
Das ist leider alles nur geliehen. Mir gehört nur das, was ich selbst zusammenbastle. Und das funktioniert noch längst nicht perfekt.
Und was ist das hier?
Du sollst nicht anfassen!
Oh, sorry.
Was sind das für Papiere?
Das sind die Unterlagen von Sören Larsson. Ich habe sie im Archiv in Assuan entdeckt. Der Mann war ein schwedischer Ingenieur und hat am Umzug des Abu-Simbel-Tempels mitgearbeitet.
Ihr kennt die Geschichte?
Von dem zersägten Tempel, der wieder zusammengebastelt werden musste?
Ja.
Sehr gut. Und was steht da?
Es ist ein Brief, allerdings auf Schwedisch.
Hier, einen Moment. Ich habe das Dokument übersetzen lassen, so können wir es auch lesen.
Hier:
Lieber Finder, wie aufregend, dass du meinen Brief in den Händen hältst. Es ist kein gewöhnlicher Brief, er birgt ein Geheimnis, das du lösen musst. Wenn du aufmerksam liest und die Hinweise entschlüsselst, wirst du entdecken, wo mein Schatz verborgen ist. Du wirst zum Hüter dieses Geheimnisses, jemand, der etwas ganz Besonderes gefunden hat. Achte gut auf jede Zeile, jedes Wort kann dich einen Schritt näher zum Schatz bringen.
Vier Riesen, die sitzen im Felsen ganz still, bewachen den Tempel, wie Ramses es will. Ich rettete Riesen vor tosenden Fluten, wer ahnt mein Vermächtnis, die Bösen, die Guten? Grüße am Tor im Morgenrot, das Auge des Reh, Gefährten von Tod, finde die Nachricht, deutet die Zeichen, das muss als Hinweis heute dir reichen.
Es grüßt dich Sören Larsson.
Boah, wie spannend, ein richtiges Rätsel!
Ähm, sind die Wörter denn so wie im Schwedischen?
Hm, gut mitgedacht! Aber ich habe das Gedicht durch mehrere Übersetzungssoftwares und KIs laufen lassen. Diese Worte sind so nah wie möglich am Original.
Und, was denkt ihr?
Also, die Riesen im Felsen sind leicht. Er redet vom Abu-Simbel-Tempel. Die vier Statuen sitzen davor und bewachen ihn. Pharao Ramses hat den Tempel bauen lassen. Das passt auch.
Und wieso rettet er die Riesen vor tosenden Fluten?
Hm, na ja. Karl hat gesagt, dass dieser Sören Larsson Ingenieur beim Umzug des Tempels war. Er hat den Tempel vor dem Wasser geschützt.
Genau, ich habe mir überlegt, dass Larsson bei dem Umbau bestimmt Zeit hatte, irgendwo in dem Tempel etwas zu verändern. Ein kleiner Hohlraum, ein Schacht, das fällt nicht auf.
Und wie geht es weiter?
In den nächsten Versen steht: Grüße am Tor im Morgenrot, das Auge des Reh, Gefährten von Tod.
Ja, an dieser Stelle bin ich auch gerade. Von Tod ist irgendwie komisch geschrieben. T-H-O-T. Dabei müsste es doch eigentlich T-O-D sein. Und es heißt auch Vom Tod.
Na, ihr, hallo Doktor Nadir. Ihr wollt mit in die Stadt, habe ich gehört?
Ja, ich würde Sammy gerne Futter kaufen. Das Essen aus dem Camp ist nichts für ihn.
Ich kann doch einfach Nüsse essen.
Ach, Sammy, du kannst nicht immer nur Nüsse essen, dann wirst du dick.
Ach, das macht nichts.
Okay, dann kommt. Ich muss diese Proben hier noch einladen, die müssen unbedingt gekühlt bleiben.
Okay, ich bleibe mit Sammy bei Karl, nur Marie und Toni kommen mit.
Auch gut, dann laden wir mal alle Sachen ein und fliegen so in zehn Minuten los.
Fliegen?
Ja, wir fliegen mit dem Helikopter. Wie ich schon sagte, die Proben müssen gekühlt an die Universität gebracht werden. Mit dem Auto werden wir viel zu lange unterwegs. Ihr habt doch wohl keine Flugangst?
Bestimmt nicht! Wir fliegen auf jeden Fall mit!
Sehr schön!
Geschickt hebt Doktor Nadir mit dem Helikopter vom Boden ab und steigt sanft in die Höhe. Marie und Toni sitzen hinten und gucken aus dem Fenster. Der Ausblick, der sich den Kindern bietet, ist atemberaubend.
Ich kann Phil kaum noch sehen. Wir sind so weit oben!
Das Camp sieht winzig aus. Da drüben seht ihr den Abu-Simbel-Tempel.
Der See ist viel größer als ich gedacht habe. Der Tempel sieht aus wie ein Spielzeughaus.
Stimmt, wie diese Miniaturwelten. Mamas Freund hat eine Modelleisenbahn mit winzigen Figuren.
So klein sieht die Welt gerade von hier oben aus.
Hast recht, für Gott ist es bestimmt auch alles so winzig, also, ich glaub, wenn er so vom Himmel auf die Erde runterguckt, wir müssen wie kleine Zwerge aussehen.
Aber wir sehen von hier oben doch kaum etwas. Wie soll Gott dann von so weit oben alles erkennen können?
Na ja, also er ist Gott, er kann das. Vielleicht hat er ja ein super großes Fernglas.
Ich glaube nicht, dass Gott ein Fernglas braucht. Aber stimmt, der Himmel ist ein ganz anderer Ort als die Erde, und wenn Gott nur im Himmel wäre, wären wir unendlich weit voneinander entfernt.
Aber Gott ist nicht nur im Himmel, oder?
Genau. Als Gottes Sohn Jesus in Bethlehem geboren wurde, kam Gott als Mensch auf die Erde. Auch wenn die Erde vielleicht winzig klein für ihn war, hat er bei den Menschen gelebt. Er konnte ihnen in die Augen schauen, und sie ihm. Das ist schon sehr besonders.
Du kennst dich wohl mit vielen Geschichten aus.
Ah schon, ja.
Wusstet ihr, dass Jesus sogar eine Zeit lang in Ägypten gelebt hat?
Hier, im echten Ägypten?
Im echten Ägypten. Zwar nur kurz, aber es ist schon spannend, dass seine Familie genau hier hingezogen ist.
Vielleicht hat Jesus dann ja auch mal Abu Simbel besucht. Der Tempel stand jedenfalls schon.
Schade, dass Jesus nicht heute hier wohnt. Dann könnten wir ihn besuchen.
Aber er war als Baby hier, mit dem hättest du ja gar nichts machen können.
Hm, ach ja, das ist schon verrückt, dass Jesus ein richtiges Baby war. Aber du kennst doch die Geschichte von Joseph, Maria und dem Jesusbaby im Stall?
Ja klar, aber ich meine nicht nur das Baby in der Krippe. Er war doch noch viel länger ein Baby. Er hat geschrien, gequakt, ein richtiges Baby.
Stimmt, und ist er später dann auch zur Schule gegangen? Dann hatte er ja übertrieben den Vorteil im Unterricht.
Wie das?
Na, er wusste doch schon alles. Wenn der Lehrer erzählt hat, wie die Erde entstanden ist, musste er nicht mitschreiben, weil er live dabei war.
Stimmt, er muss in jedem Test seine Eins gehabt haben, weil er die Lösung schon vorher wusste. Und im Schwimmunterricht war er der schnellste.
Hä, wieso das denn?
Na ja, weil er auf dem Wasser laufen konnte.
Ha ha, ha ha!
Ach, bestimmt wäre Jesus seinen Klassenkameraden haushoch überlegen gewesen. Er wäre schneller, klüger und auch sonst immer besser gewesen.
Aber er hat diese göttlichen Eigenschaften nicht genutzt, um sich hier auf der Erde Vorteile zu verschaffen.
Aber er hat Leute gesund gemacht und Wunder getan.
Das hat er, weil er die Menschen liebte. Aber er hat nicht versucht, mit seinen Wundern sie zu beeindrucken. Er hatte eine Mission: uns zu zeigen, dass Gott uns retten will.
Aber wenn ich weiß, dass ich recht habe und viel stärker bin, dann will ich das doch auch zeigen.
Mich beeindruckt genau das an Jesus. Er hat sich nicht beweisen müssen. Er war demütig und hat seine Macht nicht zur Schau gestellt. Er hat sie eingesetzt, um zu helfen, nicht um Applaus zu bekommen.
Karl, dein Scanner ist wirklich großartig. Ich habe sogar Sammy eingescannt.
Was auch immer das heißt, ich musste ganz stillhalten, wie ein Stein.
Toll, und konntest du verborgene Kammern in Sammy entdecken?
Oh ja, was, ich hab Löcher in mir drin?
Sogar ein ganz großes Loch in deinem Bauch, das muss unbedingt gefüllt werden.
Haha, ja, das stimmt. Hier, Sammy, ich zeige dir am Bildschirm mal ...
Oh!
Ah nein, ich habe unser Stromnetz schon wieder überlastet. Jetzt schalten sich alle Geräte aus.
Ist das meine Schuld?
Nein, nein, das passiert mir öfter mal. Lass aber Doktor Nadir nichts davon hören. Ich sehe zu, dass ich alles wieder in Gang gebracht kriege.
Na schön, ich gucke mir so lange die Bücher an. Die gehen ohne Strom.
Ja, die Bücher funktionieren ohne Strom.
Sehr schön. Also, was haben wir denn? Ägyptische Schrift, Hieroglyphen, ah, das sieht doch spannend aus, ägyptische Mythologie.
Hm, was meinst du, Sammy, das passt doch zu mir.
Er galt als der Gott der Weisheit und der Schrift, der Wissenschaft und der Zeitmessung und war einer der bedeutendsten Götter des alten Ägypten.
Hm, ich meine doch nur wegen der Wissenschaft.
Schon klar. Man sagte, er habe die Hieroglyphen erfunden und den Menschen beigebracht, wie man Wissen bewahrt. Oft wurde Tod mit einem Ibiskopf oder als Pavian dargestellt.
Oft wurde Tod ...
Mensch, Sammy, das ist es!
In der Universität bringt Doktor Nadir die Proben in ein kleines Labor und prüft einige Unterlagen. Währenddessen warten Marie und Toni in einem Gang und gucken sich die Ausgrabungsstücke an, die hier in der archäologischen Fakultät ausgestellt sind.
So ein Pharao war schon krass reich und sehr mächtig. Die armen anderen Ägypter, die hatten dann bestimmt nicht so viel zum Leben.
Ich glaube, die Könige haben sich damals auch ein bisschen für Götter gehalten.
Du meinst den Pharao, der den Abu-Simbel-Tempel gebaut und dann auch seine Statue da aufgestellt hat?
Ja, als würde er zu sich selbst beten. Und noch zu seinen Göttern.
Was lächelst du so?
Ist das nicht komplett anders bei Jesus? Er hatte so viel Macht und hat sich keinen Tempel bauen lassen, obwohl er viel mächtiger als die Könige und ihre Steingötter war. Einfach ein starker Typ und ein sehr beeindruckender Gott.
Ah, da bin ich wieder. Jetzt können wir deinem Streifenhörnchen Futter kaufen.
Super!
Hier, mögt ihr Eis? Ich musste im Kühlfach Platz machen, da war noch Eis von meiner Tochter drin. Pistazie, Schoko. Ihr Lieblingseis.
Ja, gerne.
Sehr gerne, danke.
Wenn wir ihr nichts weggessen.
Nein, schon okay. Sie ist nicht oft hier.
Wo ist deine Tochter denn?
Sie wohnt bei meiner Mutter in Luxor. Das ist eine größere Stadt, ein paar Stunden von hier entfernt.
Ach so, okay. Dann seht ihr euch also nicht so oft?
Nein, leider nicht. Ich vermisse sie jeden Tag, aber ich bin sehr froh, dass sie bei ihrer Oma sein kann. Und morgen hole ich sie ab, und dann verbringen wir ein bisschen Zeit zusammen, bis die Schule wieder losgeht.
Schön, dann lernen wir sie kennen.
So, jetzt lasst uns aber mal aufbrechen und das Futter besorgen. Phil und Karl langweilen sich bestimmt schon ohne uns.
Hey Leute, Toni, Marie, schnell, hallo, ich muss euch was erzählen. Wir haben es gelöst. Wir wissen, wohin uns der nächste Teil vom Rätsel führt. Kommt schnell, na los!
Echt? Wir kommen!
Das ist so aufregend. Ich konnte es gar nicht erwarten, dass ihr wiederkommt. Wie war der Flug?
Richtig cool. Hat super Spaß gemacht.
Hier, in Karls Container.
Hey, ihr zwei, hat Phil euch schon erzählt, was wir rausgefunden haben?
Nur, dass ihr das Rätsel gelöst habt. Erzählt schon, los!
Also, ich war gerade dabei, Sammy einzuscannen.
Du hast Sammy eingescannt?
Ja, mit dem 3D-Scanner. Und dann wollte ich ihm etwas auf dem Bildschirm zeigen, als der Strom ausgefallen ist.
Ja, das mit dem Strom war mein Fehler.
Aha.
Na ja, darum sind die ganzen Geräte ausgegangen, und ich habe mir stattdessen Bücher angeguckt. Da ging es um ägyptische Mythologie, und da stand auch etwas zum ägyptischen Gott Tod.
Tod wie beim Sterben oder wie in dem Rätsel?
Wie in dem Rätsel, T-H-O-T.
Mega! Es war in der alten ägyptischen Mythologie der Gott der Schriften, der Weisheit und das ist auch ganz egal. Jedenfalls wird er mit einem Vogel- oder Paviankopf dargestellt. Der Pavian ist eine Affenart, und den Pavian sieht man zufällig auch auf dem Tempel, über dem Tor. Grüße am Tor im Morgenrot, das Auge des Reh.
„Gefährten von Tod.“ Das Auge des Reh hat verschiedene Bedeutungen, unter anderem kann damit die sogenannte Ureusschlange, eine Kobra, gemeint sein.
Boah, Kobras haben wir auch schon kennengelernt. Und Kobras gibt's auch an der gleichen Stelle?
Genau, wir konnten ungefähr berechnen, in welchem Winkel die Sonne morgens, also im Morgenrot, auf den Tempel trifft.
Ja, und?
Wir haben die Stelle gefunden. Ja, es gab tatsächlich eine kleine Ausbuchtung, die man erst erkennt, wenn man direkt davor steht.
Und war da was drin?
Ja, eine kleine Metalldose. Hier, sieht aus wie ein Kompass. Ich wollte sie aufmachen, aber Karl hat gesagt, wir warten auf euch.
Jetzt bin ich gespannt. Die Dose muss ja über fünfzig Jahre da drin gewesen sein. Und wir haben sie. Ist das aufregend? Was ist da wohl drin?
Spann uns nicht länger auf die Folter, Karl.
Öffne die Dose!
Auf dem Zettel steht etwas drauf, wieder auf Schwedisch. Ich lasse es eben übersetzen.
Ist da sonst noch was drin?
Nee, ist leer.
Okay, da haben wir es.
Die Sonne küsst zweimal die Augen des Königs, einmal im zweiten, im zehnten ganz ähnlich. Das Licht ist die Antwort zum richtigen Kreis, so eile, verbinde und kriege den Preis. Dort, wo sich Rams und Götter vereinen, da werden Geheimnis und Wunder erscheinen, die Wände erzählen von göttlichem Drang, ein König, drei Götter, dein hoher Empfang, Symbole der Macht, sie sind zu hüten, ein Stier, ein Auge und Lotosblüten.
Oh, wir sind so nah dran, bald haben wir den Schatz!
Das ist so aufregend!
Ja, aber jetzt kommt der schwere Teil.
Hä?
Wir müssen das Rätsel lösen.
Ach ja, ja, ja, hallo, mhm.
Was ist los?
Phil wurde angerufen.
Ja, aber Papa, ja okay, boah, aber ich kann gar nichts dafür. Nee, das ist unfair. Nein, ich will nicht nach Hause. Wenn sie nicht hier bei uns sein will, was kann ich dann dafür? Mann, ja, ich komme, tschüss.
Sollst du nach Hause?
Ja, Nadja hat zuhause gesagt, dass ich sie ausgeschlossen habe, um Zeit mit euch zu verbringen. Ich soll jetzt was mit ihr machen, sonst habe ich Hausarrest.
Hä, aber sie wollte doch gehen. Was kennst du denn dafür?
Na, lasst Phil mal. Er ärgert sich bestimmt schon genug. Ich finde es gut, dass du deinen Eltern gehorchst.
Na, dann bis bald.
Bis bald, tschüss.
Mir tut er richtig leid. So hatte sich sein Austausch bestimmt nicht vorgestellt. Er ist doch nicht ihr Babysitter.
Phil trifft keine Schuld. Anscheinend hat Nadja einfach etwas gegen ihn.
Aber wir können ihm nicht wirklich helfen.
Wir können für ihn beten.
Kann sie nicht wieder wegfliegen?
Ja, aber aus irgendeinem Grund muss sie doch hier sein wollen. Oder warum meldet man sich für ein Austauschprogramm, auf das man überhaupt keine Lust hat?
Ich habe keine Ahnung. Das kann Nadja uns ja mal selbst verraten.
Nadja wird der Crew ein immer größeres Rätsel. Bei ihr fehlt ihnen einfach der Durchblick.
Ganz anders sieht es bei dem geheimnisvollen Gedicht von Sören Larsson aus, da haben die Kinder so langsam eine Spur.
Wie sich das Rätsel in Ägypten lösen lässt, zeigt sich in Teil drei von „Der Schatz im Tempel“.
Auf doppeldecker-crew.de kannst du dir weitere Geschichten der Crew anhören und dein Magazin zum Hörspiel bekommen. Die Crew freut sich auf dich!

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