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Ägypten 2: Tanz der Kobra (1/3)

Die Doppeldecker Crew | Hörspiel für Kinder (Hörbuch)
03.03.2026
Willkommen in Kairo! Auf dem orientalischen Markt begegnen wir einem Schlangenbändiger. Lange können wir seine Kobra allerdings nicht bewundern – ehe wir uns versehen, ist sie plötzlich wie vom Erdboden verschluckt … #Kinderhörspiel #Hörspiel #Hörbuch #kindgerecht doppeldecker-crew.de

Einstieg ins Spiel und erste Begegnungen

Ich heiße Toni und ich bin Philipp. Ich heiße Marie, äh, Sammy. Ich bin links, okay, geh rüber, geh rüber. Ich klettere hoch, ja, ja, okay, ich falle. Warte, warte, nein, jo, nur noch zwei Leben, schade. Hier, dein Item. Danke.

Alle Leute, jawohl, let's go! Okay, wir sind safe. Wichtiger Move, wichtig! Äh, hallo? Hey, hi, sind gleich durch. Okay, geh rein. Na, nee, nee, warte, warte. Hoch, ja, sehr gut.

Ja, ja, ich komme in einer halben Stunde wieder. Äh, aber wo ist denn dein Austauschüler Phil? Sein Flieger aus Ergebnis ist doch gestern schon angekommen. Ist kompliziert.

Okay. Wir gehen in die Mitte. Und jetzt schön in der Mitte, richtig der Mitte. Ja, Tower, Tower! Was ist denn kompliziert? Gleich, das ist jetzt die letzte Phase, gleich sind wir durch. Ja, ja, los, will!

Nein, nein, nein, nein, nein, Mann, nicht jetzt! Och nee, Mann, wir waren so kurz vor dem Sieg. Das Spiel lädt. Ja, aber läuft in Echtzeit, also läuft es jetzt ohne uns weiter. Ja, das war's, wir müssen von vorne anfangen.

Und die Season endet heute. Das wär knapp, wenn wir die beenden wollen.

Technische Probleme und Austauschschülerin

Wurde euer Spiel unterbrochen?
Ja, wir sind raus. Tut mir leid, mein WLAN-Router ist runtergefallen. Ich habe ihn wieder angeschlossen, aber es dauert noch etwas, bis das Internet wieder da ist. Passiert.

Ja, wir warten kurz. Also erzähl.

Na, der aus Ägypten ist doch jetzt da. Wie ist der Osterschüler und was ist kompliziert?

Ach so, ja. Also gestern sind meine Eltern, meine Schwester und ich zum Flughafen gefahren und haben im Ankunftsbereich gewartet. Und gewartet. Und gewartet. Und noch länger gewartet. Alle Leute, die mit dem Flieger aus Kairo kamen, sind an uns vorbeigelaufen. Da war kein Junge in dem Flieger.

Hä?

Tja, es war kein Junge an Bord der Maschine, sondern ein Mädchen. Mein Austauschschüler ist eine Austauschschülerin.

Wie, ein Mädchen? Ist doch cool!

Ja, an sich habe ich auch echt kein Problem damit. Aber die ist ein bisschen komisch. Nadja heißt sie, und seitdem wir zu Hause sind, hat sie kein Wort mehr gesagt.

Vielleicht ist sie schüchtern.

Bemühen könnte sie sich aber trotzdem. Macht sie aber nicht. Stattdessen verkriecht sie sich im Zimmer. Ich hoffe einfach, dass die Zeit schnell rumgeht.

Verständnis und Geduld für die neue Situation

Lasst sie doch erst einmal ankommen. Du warst am Anfang deines Austauschs bestimmt auch vorsichtig und zurückhaltend. Sie kennt dich und deine Familie nicht und lebt jetzt in einem völlig fremden Haus. In ein paar Tagen wird das schon ganz anders aussehen.

Sie muss uns einfach mal treffen. Genau, bring uns deine Freundin mal mit.
Sie ist nicht meine Freundin. Läuft das Spiel wieder?

Mein Router ist nicht gerade das neueste Modell, deshalb dauert das noch. Soll ich euch in der Zwischenzeit eine Geschichte erzählen?
Ohne Internet kann ich momentan nicht weiterarbeiten.

Das klingt doch super. Ziemlich gute Idee.
Aber wenn das Spiel wieder läuft, würden wir weiterzocken?
Toni! Was denn?
Schon okay.

Einführung in Kairo und geheimnisvolles Treffen

Also passt auf: Es geht für euch in die Hauptstadt Ägyptens, die Metropole Kairo. Zwischen den massiven Gebäuden im Zentrum tummelt sich ein Verkaufsstand nach dem anderen. In jeder Straße gibt es etwas zu kaufen, zu essen oder zu leihen. Doch bevor ihr euch das turbulente Treiben auf dem Markt anschaut, müsst ihr euch etwas abseits vom Geschehen ein wichtiges Gespräch anhören.

In der Villa des Millionärs Said Abdullah findet eine merkwürdige Unterhaltung statt. Der Raum ist abgedunkelt, man erkennt gerade so die Umrisse der Person, die vor ihm sitzt. Wenn der Fremde nicht gerade an seiner Zigarette zieht, befindet er sich völlig im Dunkeln.

„Also, ich wäre in der Tat an Ihrer Ware interessiert“, sagt der Fremde. „Hört sich sehr verlockend an. Und können Sie auch ... na ja, wie soll ich das sagen ... garantieren Sie für die Echtheit?“

„Zu hundert Prozent“, antwortet Abdullah. „Ich kann Ihnen noch nicht zur genauen Auswahl sagen, aber es handelt sich um Raritäten.“

„Mir wurde noch nie von jemandem wie Ihnen so ein Angebot gemacht. Aber der Preis ist natürlich reizvoll.“

„Jemandem wie mir? Na na, ja, Sie wissen schon. Ich meine, irgendwo muss der Preis doch herkommen. Da geht doch sicher nicht alles mit rechten Dingen zu.“

„Keine Sorge, Herr Abdullah, ich habe eine weiße Weste, schnell weiß.“

Marktleben und erste Eindrücke

Einige Kilometer entfernt von Said Abdullas Villa füllen sich die Straßen mit Marktbesuchern und Schaulustigen. Auch die Crew mischt sich unter die Leute und schlendert in der Wärme der Mittagssonne über große Plätze und durch schmale Gassen.

Ich komme nicht klar, was für ein Gewusel hier herrscht. Hat da jemand etwas von Nüssen gesagt? Bestimmt jemand. Wow, das ist groß und durcheinander. Ich glaube, hier kann man alles kaufen. Dagegen sind unsere Schulflo-Märkte ein schlechter Witz.

Also, ich habe Hunger. Soll ich uns ein paar Früchte besorgen? Äh, ja. Warum nicht? Ich fühle mich hier total verloren. Also, ich möchte gern ein bisschen bummeln. Da drüben habe ich superschöne Tücher gesehen.

Und ich? Was mache ich? Wir verkaufen dich an einen Händler, Sammy. Dann haben wir mehr Geld, um uns Essen zu kaufen. Was? Ich soll verkauft werden? Blödsinn, Phil ist einfach nur gemein zu dir.

Und wie, Streifenharnchen verkauft man nicht, wir müssen viel verkaufen! Hey, hey, hey, nicht frech werden! Blblblblblblblblbl. Du kannst mit mir Essen kaufen gehen.

Na gut, also dann bis gleich.

Schwierige Markterfahrungen

Na, Mädchen, suchst du etwas Bestimmtes?
Ich? Nein, ich sehe mich nur um. Sie haben hier wirklich sehr schönen Schmuck.

Vielen Dank, heute auch zu einem besonderen Preis. Du kannst drei Teile kaufen, musst aber nur zwei bezahlen.

Hm, komm, probier das mal an. Das hier steht dir sicher gut.

Ist es wirklich hübsch? Nicht wahr? Das macht dann zweihundertachtzig Pfund.
Was? Zweihundertachtzig Pfund für das Armband? Fünf Euro?
Ich will es aber nicht kaufen.
Tja, zu spät, du hast es ja schon umgebunden.
Dann gebe ich es zurück?
Nein, das geht nicht.

Ungläubig blickt Marie die Frau an, die ihre Hand erwartungsvoll aufhält. Sie überlegt fieberhaft, was sie jetzt tun soll. Das Armband will sie doch gar nicht haben, es wurde ihr einfach aufgedrängt, und das Geld bezahlt sie jetzt auf keinen Fall.

Zu ihrer Erleichterung hat Toni davon mitbekommen und eilt seiner Freundin zur Hilfe.
Äh, wir kaufen nichts, danke schön. Nein, wir kaufen nichts, tschüss.
Aber na, hör mal, sie hatte das Armband doch schon umgebunden.
Danke, Toni. Die hat mir das Armband einfach in die Hand gedrückt und auf einmal will sie es nicht zurücknehmen. Das ist ein gemeiner Trick. Erst kriegen die Verkäufer dich dazu, etwas von ihnen anzunehmen, und zack, musst du dafür bezahlen.
Ja, hätte ich das gewusst, hätte ich nichts angenommen.

Und wo gehen wir jetzt hin?
Komm, ich muss dir mal was zeigen.
Was denn?
Ich war gerade an einem Stand, äh, da drüben. Steht ein bisschen im Dunkeln in der Gasse. Bin gespannt, was du dazu sagst.
Aber es könnte auch ein bisschen gruselig sein.
Oh, Toni, du machst mir Angst.

Tierische Waren und ethische Fragen

Was ist das? Ach, das ist nicht gefährlich oder so, alles ist mausetot.

Tot? Das ist schrecklich! Pelze, Ledertaschen, Gürtel mit Schlangenmustern – glaubst du, die wurden aus echten Tierhäuten gemacht?

Sehr sicher.

Oh, ich will hier weg.

Hey, was ist denn los?

Pelze gekauft.

Ja, danke, mir ist der Appetit vergangen.

Wieso das denn?

Guck doch mal da, die verkaufen Sachen aus Tierhaut.

Ich finde das ganz furchtbar, was den Tieren angetan wird. Sie haben keine andere Wahl, müssen einfach sterben. Und das nur für ein paar Taschen.

Ihr habt Recht, das ist alles echte Lederware. Da ist sogar ein ausgestopfter Hase.

Ausgestopft? Ein Tierpräparat. So nennt man ausgestopfte Tiere.

Manche Menschen stellen sie sich gerne zu Hause auf, legen sie als Fellteppich hin oder hängen sie an die Wand.

Ganz komisch, obwohl ich so etwas schon im Bio-Unterricht gesehen habe.

Schrecklich, ich möchte nicht ausgestopft sein, nur vollgestopft mit Essen.

So etwas sollte verboten sein.

Mir tut es so leid, wenn Lebewesen verletzt werden.

Ich finde das so falsch, egal warum Leute das machen. Das ist ungerecht!

Kommt, wir gehen hier weg!

Naturschutz und Jagd

Na ja, gegen illegale Wilderei gibt es ja auch Gesetze, um seltene Arten vor dem Aussterben zu schützen. So kann niemand Elefanten und Krokodile wegen des großen Geldes erlegen.

Andere Tiere müssen aber auch gejagt werden, damit im Tierreich ein Gleichgewicht herrscht und nicht eine Art ein ganzes Gebiet einnimmt. Das ist auch in Deutschland so.

Ob man sich die Tiere dann an die Wand hängen muss, weiß ich nicht.

Du weißt es nicht? Na, hör mal, würdest du mich etwa an die Wand hängen? Bestimmt nicht! Siehst du, du redest mir zu viel.

Begegnung mit dem Schlangenbeschwörer

Hey, da ist aber was los. Stimmt, da drüben sind ziemlich viele Menschen. Was ist denn da? Komm, schauen wir es uns an.

Auf dem Boden sitzt ein Mann und spielt auf seiner Flöte. Seht ihr den Korb da vor ihm? Was da wohl drin ist? Eine Schlange! Der Mann ist ein Schlangenbeschwörer. Seht nur!

Hast du Schlange gesagt? Jetzt bewegt sich der Deckel, und gleich wird der Kopf der Schlange herausschauen. Boah, krass! Ja, das ist echt eine Schlange!

Vorsicht, gehen wir lieber einen Schritt zurück, das ist eine Kobra. Ne, eine Kobra? Ja, es müsste sich hierbei um eine Oreoschlange handeln, auch ägyptische Kobra genannt. Seht ihr die tolle gelbe Färbung am Bauch? Ansonsten ist sie tiefschwarz. Wunderschön.

Junge, die ist giftig, oder? Ja, Nervengift. Aber ich denke mal, dass ihr die Giftsähne entfernt wurden. Dann ist sie ungefährlich.

Schlangenbeschwörer, so wie der hier, arbeiten häufig mit Körben.

Schlangenbeschwörer? Beschwören die wirklich etwas, wie Zauberer oder so? Nein, das ist nur ein alter Name. Sie beschwören nichts Magisches. Es ist eigentlich ein Trick: Die Schlange reagiert nicht auf die Musik, sondern auf die Bewegung der Flöte. Sie folgt dem Instrument mit den Augen, als wäre es eine Bedrohung.

Ach so, dann tanzt die Schlange gar nicht zur Musik. Genau, es ist eher wie bei einem Straßenkünstler, der Kunststücke vorführt, nur dass sein Kunststück eine ziemlich gefährliche Kobra ist.

Ich dachte schon, der kann die Schlange mit Magie kontrollieren. Du liest zu viele Fantasybücher.

Stimmt wahrscheinlich.

Konflikt und Angst vor der Schlange

Hey, pass doch auf! Oh, sorry, das war nicht mit Absicht. Hast du wohl keine Augen im Kopf? Also, lass mich durch! Was sollte das denn?

Bei so vielen Menschen rempelt man sich halt mal an. Komischer Kerl, er guckt sich nicht einmal die Kobra an, sondern drängelt sich nur durch die Leute. Toll, die Schlange lässt sich von nichts ablenken.

Sammy? Okay, wir bleiben jetzt ganz ruhig. Die Knappasch ist gleich vorbei. Oh Sammy, du hast Angst vor der Schlange, na klar. Ach Quatsch, na komm, versteck dich in meiner Tasche.

Okay, hier ist es schon besser? Oh, da sind leckere Krümel in der Ecke. Verrückt, wie sie sich im Takt zur Musik bewegt. Oh nein, die Schlange! Gehört das zur Show?

Na nu, was ist denn da los? Alles wird gut, keine Panik. Bitte, beruhigen Sie sich doch. Ich habe alles unter Kontrolle. Mein Ziel tut keinem was, kennt mich.

Wir sollten auch von hier verschwinden. Nein, ich will mit dem Mann reden.

Die Schlange ist entwischt

Ist etwas passiert? Oh Sammy, die Kobra ist aus dem Korb entwischt. Was? Panik bricht aus.

Die Menschenmenge, die eben noch neugierig beim Schlangenbeschwörer gestanden hat, läuft nun kreuz und quer über die Straße. Nach einer Weile legt sich die Aufregung.

Außer der Crew stehen nur noch wenige Schaulustige um den Mann herum, der verzweifelt nach seiner Kobra ruft.

Suche nach Osiris

Osiris, Osiris, mein Junge, komm schon, besuch mich doch wieder und lass eine Spende da. Auf Wiedersehen! Dankeschön! Gerne! Schon eine Spur von Osiris? Woher kennst du ihn? Ach so, ja, also nein.

Osiris versteckt sich entweder zwischen Kisten im Dunkeln oder legt sich auf einem Baum in die Sonne. Ich muss ihn schnell finden, sonst...

Sonst was?

Na ja, Osiris ist ein seltenes Exemplar. Eine ägyptische Kobra. Ja, genau. Sein Schlangenleder ist besonders schön. Viele Sammler wollten ihn mir schon abkaufen. Aber Osiris ist unverkäuflich, er gehört zu mir und ist alles, was ich habe.

Sie haben Angst, dass ihn jemand klaut?

Ja.

Wir können Ihnen bei der Suche helfen, oder?

Nein, das will ich ihr tun. Das ist ja großartig. Acht Augen sehen mehr als zwei.

Ich heiße übrigens Mo.

Mo, nur Mo? Klasse, wir sind Phil, Toni und Marie.

Ausrüstung und Warnung

Einen Moment, das gebe ich euch zur Suche mit: Eine Flöte. Fast wie die, auf der du vorher gespielt hast, um die Kobra zum Tanzen zu bringen, nur in kleinerer Ausführung.

Und wenn es euch hilft, Osiris zu fangen, umso besser. Na dann, danke schön. Ähm, da wäre allerdings noch eine Kleinigkeit, die ihr wissen müsst. Also, ich, ähm, nun ja, ich habe Osiris die Giftschlangen-Zähne nie entfernt.

Und gegen Gift ist teuer, ich habe nichts dabei, falls jemand gebissen wird. Passt also gut auf, dass ihr ihm nicht zu nahe kommt, ja? Was? Na großartig! Wenn die Schlange jemanden beißt, kann der sterben?

Wir müssen Osiris unbedingt finden. Klar, sehr schön. Perfekt, das klingt doch gut.

Abschied und Ausblick

Dann gebe ich dir mal Papa, okay? Hier, für dich, Papa. Oh ja, danke schön. Ich erzähle gleich weiter, ja?

Okay, bin gespannt. Hallo? Ach, hi, schön, dich zu hören. Hey Amy, hallo.

Na ihr, wie geht's euch? Was macht dein Austauschschüler Phil?

Tja, das ist eine gute Frage, wenn du wüsstest.

Wieso?

Phils neuer Austauschschüler ist ein Mädchen.

Oh, okay. Und du hattest mit einem Jungen gerechnet?

Ja, schon. Sie redet halt nicht mit uns.

Hm, okay Sebastian, mach's gut.

Ja, richtig, Haus, wir hören uns. Tschüss.

Na, was wollte er? Sebastian?

Doch wohl nicht.

Doch doch, Marie, dein Vater hat gerade angerufen.

Cliffhanger und Einladung

In Kairo treibt sich noch immer eine giftige Schlange herum, doch kaum jemand ahnt die Gefahr.

Ob die Crew Osiris auf die Schliche kommt, erfährst du in Teil zwei von Tanz der Kobra. Schau doch mal auf unserer Website vorbei.

Unter doppeldecker-crew.de gibt es neben dem Staffelposter zu Ägypten auch viele weitere Geschichten. Die Crew freut sich auf dich.

Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach

Viele weitere Inhalte und Hilfsmittel zu deiner Alltagsmission als Christ findest du auf heukelbach.org