Einleitende Gedanken
Alles war bereit. Gott hatte die Vorkehrungen getroffen, dass das Volk
Israel Kanaan erobern und besiedeln konnte. Das Ziel war greifbar nah.
Endlich wird eintreffen, was Gott vor Jahrhunderten Abraham voraussagte.
Auch Josef wusste, dass dieser Tag einmal kommen würde, an dem die
Israeliten Ägypten verlassen und in das Land Kanaan einziehen würden.
Kurz vor seinem Tod, sagte er seinen Brüdern.
Gott wird euch nicht vergessen. Er wird euch aus diesem Land wieder in
das Land zurückbringen, das er Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid
versprochen hat." 1. Mose 50, 24 Wenn das geschieht, dann nehmt auch meine Gebeine von hier mit." 1.
Mose 50, 25
Jetzt war es soweit! Diese Generation der Israeliten konnte nun an diesem
grossartigen historischen Ereignis teilhaben. Übrigens hatten sie den
Leichnam von Josef tatsächlich mitgenommen.
Wie wir wissen, entwickelte sich alles anders. Von den 12 Männern, die das
Land besichtigten, waren 10 der Überzeugung, dass es unmöglich sei,
dieses Land einzunehmen. Die Hindernisse schienen ihnen unüberwindlich.
Sie fanatisierten das Volk mit übertriebenen Schilderungen.
"Alle Männer, die wir gesehen haben, sind riesengross, besonders die
Nachkommen Anaks! Wir kamen uns ihnen gegenüber wie Heuschrecken vor
und genauso winzig müssen wir ihnen vorgekommen sein!"4. Mose 13, 33Mit diesen dramatischen überzeichneten Schilderungen brachten diese Männer
einen Volksaufstand in Bewegung. Sie verbreiteten ein bösen Gerücht und
setzten damit einen Wald in Brand, wie Jakobus sagte:
Die Zunge ist nur klein und bringt doch gewaltige Dinge fertig. Denkt
daran, wie klein die Flamme sein kann, die einen grossen Wald in Brand
setzt!" Jakobus 3, 5Das brachten diese Männer fertig, wie wir sehen werden.
Bibelstellen zum Nachschlagen: 1. Mose 15, 13-16; 1. Mose 50, 24-25; 2.
Mose 13, 19; 5. Mose 1, 25-28; Jakobus 3, 5
I. Die Panik vor neuen Herausforderungen
Die Israeliten liessen sich von den 10 Kundschaftern beinflussen.
Unreflektiert glaubten sie ihren Beschreibungen und ihrer Einschätzung
der Lage. Das hiess für sie: kurz vor dem Ziel, müssen sie erfahren, dass
der Traum vom Eigenheim ausgeträumt ist. Jetzt war alles noch viel
schlimmer. Ägypten hatten sie verlassen. Nach Kanaan konnten sie nicht
ziehen. Nun sitzen sie in dieser öden Wüste fest. Der Frust war riesig.
Das Volk geriet in Panik.
Die ganze Gemeinde Israel schrie laut auf vor Entsetzen und die Leute
weinten die ganze Nacht."4. Mose 14, 1Das muss man sich einmal bildlich vorstellen! Die ganze Nacht hindurch
schrien und weinten die 2 – 3 Mio. Leute vor Enttäuschung und Wut, dass
sie dieses Land nicht erobern konnten.
Die ermutigenden Stimmen von Kaleb und Josua verhallten in dieser masslosen
Enttäuschung, Panik und Wut. Sie meinten, sie seien dieser neuen
Herausforderung nicht gewachsen. Selbst die grossartigen Wunder, die sie
miterlebten, brachten sie nicht zur Besinnung. Diese Trauer, der Frust
und die Enttäuschung mündete in Hass und Wut gegen Mose und Aaron. Sie
waren doch die Männer, die sie aus Ägypten führten. Hätten sie nur nicht
auf sie gehört, dann würden sie sich jetzt nicht in dieser ausweglosen
Situation befinden.
Alle miteinander lehnten sich gegen Mose und Aaron auf, sie murrten und
sagten: Wären wir doch lieber in Ägypten gestorben oder unterwegs in
der Wüste!"4. Mose 14, 2Am liebsten hätten sie Mose und Aaron ermordet. Sogar sich selbst
wünschten sie den Tod. Diesen Wunsch hätten sie besser nicht
ausgesprochen, wie wir in einer späteren Predigt noch sehen werden.
Ihre Wut richtete sich aber nicht nur gegen Mose und Aaron. Sie waren sogar
auf Gott wütend. Sie beschuldigten ihn, er hätte sie aus Ägypten geführt,
um sie umzubringen.
Warum will der Herr uns in dieses Land bringen? Wir werden im Kampf
umkommen und unsere Frauen und kleinen Kinder werden den Feinden in die
Hände fallen."4. Mose 14, 3Hier hören wir die alte Schlange, den Teufel, der uns immer wieder dazu
verführen will, an der Güte und Barmherzigkeit Gottes zu zweifeln. Er
will uns ständig dazu bringen, dass wir zur Einsicht kommen, dass es Gott
mit uns nicht gut meint. Darum müssen wir das Zepter selber in die Hand
nehmen. Wir müssen uns vertrauen, denn Gott ist nicht wirklich
zuverlässig. Tatsächlich, sie wollten nun die Sache selber in die Hand
nehmen.
"Es wäre besser, wir kehrten wieder nach Ägypten zurück!"4. Mose 14, 3Sind wir mit Gott unterwegs, werden wir an solche Punkte in unserem Leben
kommen, wo uns die Panik erfasst, wenn wir dran denken, auf was wir uns
eingelassen haben.
Natürlich, es war wunderbar, Jesus hat mich erlöst. Ich habe ihm mein Leben
anvertraut. Nun habe ich ewiges Leben! Johannes sagte das einmal so:
Und das Zeugnis besteht darin, dass Gott uns das ewige Leben gegeben
hat; und dieses Leben ist in seinem Sohn Jesus Christus." 1. Johannes
5, 11.
Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat
das Leben nicht." 1. Johannes 5, 12.
Plötzlich kann mich aber die Panik erfassen, wenn ich daran denke, welche
Hindernisse auf mich warten, bis ich das Ziel erreichen werde. Davon
berichtete auch Jesus im Gleichnis vom Sämann:
Auf felsigen Boden ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört
und sofort freudig aufnimmt, aber keine Wurzeln hat, sondern
unbeständig ist; sobald er um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt
wird, kommt er zu Fall." Matthäus 13, 20-21.
Wenn ich eben auf mich schaue und von meiner Kraft ausgehe, dann packt mich
die Panik wie das Volk Israel in der Wüste. Ich kann das gut verstehen!
Bibelstellen zum Nachschlagen: 1. Mose 3, 4-5; Matthäus 13, 20-22; 1.
Johannes 5, 11-12; Hebräer 11, 6
II. Die Kraft alter Gewohnheiten
Also, sie wollten zurück nach Ägypten. Sie wollten dahin, wo sie
unterdrückt und menschenverachtend behandelt wurden. In Ägypten waren sie
Menschen zweiter oder dritter Klasse. Dort wurden sie wie Tiere
behandelt. Deshalb stöhnten und klagten sie damals:
Sie stöhnten unter der Zwangsarbeit und schrien um Hilfe. Ihr Schreien
drang zu Gott." 2. Mose 2, 23Gott hörte auf ihr Schreien. Er handelte und befreite sie aus dieser
Versklavung. Doch jetzt wollten sie tatsächlich an den Ort der
Unterdrückung zurück. Sie sagten:
Wir wählen einen neuen Anführer und gehen zurück nach Ägypten!"4. Mose
14, 4
Mose und Aaron konnten sie für dieses Unternehmen nicht mehr gebrauchen.
Die beiden wollten ja das Land Kanaan erobern. So müssen sie halt neue
Anführer bestimmen. Anführer, die sie wieder zurück in die Sklaverei
führen.
Es ist schwer zu verstehen, dass Menschen dorthin zurück wollen, wo sie
schlecht behandelt wurden. Sie hatten von Gott die Zusage, dass es ihnen
in Kanaan besser gehen wird und sie die Völker dort ohne grössere
Probleme besiegen würde. Sie hatten aber keine Zusage von Gott, dass er
sie nach Ägypten führen würde.
Es ist erstaunlich, welche Kraft alte Gewohnheiten auf uns Menschen ausüben
können. Mit welcher Kraft wir zu Bekanntem zurückgezogen werden, selbst
wenn es unangenehm ist.
Die schreckliche Vergangenheit wird plötzlich glorifiziert. Die Israeliten
warfen später Mose sogar vor, er hätte sie aus einem wunderbaren Land
weggeführt.
Es reicht gerade, dass du uns aus Ägypten, dem Land, das von Milch und
Honig überfliesst, weggeführt hast und uns in der Wüste sterben lässt!"
4. Mose 16, 13
Erstaunlich, wie diese schlimme Zeit in Ägypten beschönigt wird.
Da verlassen Frauen ihre Männer, weil sie von ihnen brutal geschlagen
werden. Doch plötztlich hört man, dass diese Frau wieder zu ihrem Mann
zurückgekehrt ist, und er sie weiterhin schlägt. Das Bekannte,
Unangenehme scheint erträglicher zu sein, als das Leben in Freiheit.
Da gibt es Menschen, die Jahre in einem Gefängnis lebten und selbst wenn
sie die Strafe abgesessen haben, lieber im Gefängnis bleiben. Die
Gefangenschaft, die sie kennen, an die sie sich gewöhnt haben, scheint
ihnen leichter zu ertragen, als die Freiheit, mit der sie vielleicht gar
nicht mehr zurechtkommen.
Die Israeliten wollten lieber zurück in die Sklaverei, als sich auf die
unbekannte Freiheit einlassen. Sie wollten Ihr Leben lieber auf dem
Aufbauen, was ihnen bekannt war, als sich auf die Versprechen von Gott
verlassen. Sie konnten dann in Ägypten wieder jammern und schreien, aber
das schien ihnen immer noch die bessere Perspektive.
So könnte es auch in unserem geistlichen Leben gehen. Paulus war z.B. sehr
erstaunt über die Galater.
Ich wundere mich über euch! Gott hat euch durch die Gute Nachricht
dazu berufen, dass ihr unter der Gnade steht, die Christus gebracht
hat. Und nun kehrt ihr ihm so schnell den Rücken und wendet euch einer
anderen Guten Nachricht zu!" Galater 1, 6Die Galater konnten mit der Gnade und der Befreiung durch das Evangelium
nicht umgehen. Sie wollten wieder zu gewohnten Verhaltensweisen
zurückkehren. Deshalb musste Paulus nochmals betonen:
Christus hat uns befreit; er will, dass wir jetzt auch frei bleiben.
Steht also fest und lasst euch nicht wieder ins Sklavenjoch
einspannen!" Galater 5, 1Wie schnell lassen wir uns in die gewohnten Verhaltensweisen zurückführen.
Bibelstellen zum Nachschlagen: 2. Mose 2, 23; 4. Mose 16, 13-14;
Prediger 11, 4; Matthäus 14, 30-31; Galater 1, 6; Galater 5, 1; 1.
Timotheus 6, 12; 2. Petrus 2, 17-20
III. Eigentlich wäre es machbar…
Mose und Aaron waren am Boden zerstört. Wann wird das Volk endlich
vernünftig und vertraut Gott? Sie fielen vor dem Volk auf ihr Angesicht.
Das war ein Ausdruck der Hinwendung zu Gott. Vermutlich flehten sie zu
Gott, dass er sich über diesem halsstarrigen Volk erbarmen möge. Sie
flehten, dass Gott seinen Zorn zurückhalten möge.
Kaleb und Josua, die beide bei der 40 tägigen Erkundungstour dabei waren,
konnten auch nicht begreifen, was sich hier im Volk abspielte.
Sie zerrissen ihre Kleider und sagten zu der ganzen Gemeinde Israel:
Das Land, das wir erkundet haben, ist ein sehr gutes Land, das von
Milch und Honig überfliesst! Wenn der Herr uns gut ist, wird er uns in
dieses Land hineinbringen und es uns geben."4. Mose 14, 6-8Die beiden konzentrierten sich auf das, was Gott ihnen versprochen hatte.
Sie waren der tiefen Überzeugung, dass sie dieses Land erobern würden und
zwar mit Gottes Hilfe. So warnten sie die Israeliten eindringlich, sie
sollten sich nicht gegen Gott auflehnen, sondern im Vertrauen auf den
Herrn losziehen.
Lehnt euch nicht gegen Gott auf! Habt keine Angst vor den Bewohnern
des Landes! Wir werden im Handumdrehen mit ihnen fertig. Sie sind von
ihren Göttern verlassen, aber uns steht der Herr zur Seite. Habt also
keine Angst vor ihnen!"4. Mose 14, 9Diese Männer vertrauten dem, was Gott ihnen versprochen hatte. Sie wussten,
dass Gott nichts, aber auch gar nichts unmöglich ist.
Sie hatten recht! Vierzig Jahre später, als die Israeliten endlich ins Land
einzogen, sagte ihnen die Hure Rahab:
Ich weiss, dass der Herr euch dieses Land gegeben hat. Alle seine
Bewohner zittern vor euch, sie sind vor Angst wie gelähmt." Josua 2, 9 Wir haben gehört, dass euer Gott euch einen Weg durch das Schilfmeer
gebahnt hat, als ihr aus Ägypten gezogen seid. Wir wissen auch, dass
ihr auf der anderen Seite des Jordans die beiden Amoriterkönige Sihon
und Og besiegt und getötet habt." Josua 2, 10 Deshalb haben wir allen Mut verloren. Keiner von uns wagt, gegen euch
zu kämpfen. Denn der Herr, euer Gott, hat die Macht im Himmel und auf
der Erde." Josua 2, 11Es war also genau so, wie es Gott vorhergesagt hatte.
Angst und Schrecken werde ich vor euch hersenden. Ich werde die
Völker, zu denen ihr kommt, in Verwirrung stürzen; alle eure Feinde
werden vor euch die Flucht ergreifen." 2. Mose 23, 27Lediglich eine kleine Gruppe der Israeliten, namentlich Mose, Aaron, Kaleb
und Josua und vielleicht noch weitere Leute, die namentlich nicht erwähnt
werden, vertrauten Gott, dass er ihnen helfen wird und sie das Land
erobern werden.
Sie wussten, es war möglich – mit Gottes Hilfe ist es möglich!
Der Rest des Volkes weinte und jammerte. Sie waren wütend über Gottes
Führungen. Da frage ich mich schon, wo denn die führenden Männer Israels
geblieben sind. Diese Kundschafter gehörten zu den angesehenen Männern.
Mose wählte zwölf Männer aus, lauter Sippenälteste."4. Mose 13, 3Warum, so muss man schon fragen, hatten diese Männer nicht mehr Vertrauen
in ihren Gott? Warum verführten sie das Volk zum Ungehorsam und
entmutigten es?
Diese Männer waren nämlich nicht nur Führer von Sippen, sondern sie wurden
kurz vorher von Gott in besonderer Weise ausgerüstet, um Mose in seiner
anspruchsvollen Aufgabe zu unterstützen. Sie wurden – sage und schreiben
– mit dem Geist Gottes ausgerüstet.
Da kam der Herr in der Wolke herab und redete mit Mose. Er nahm einen
Teil des Geistes, den er Mose gegeben hatte, und gab ihn den siebzig
Ältesten. Als der Geist Gottes über sie kam, gerieten sie vorübergehend
in ekstatische Begeisterung wie Propheten."4. Mose 11, 25Wo waren jetzt diese 70 angesehenen, Geist erfüllten Männer? Wo waren die
Führer, die die Gemeinde leiten sollten? Sie versagten alle, obwohl sie
von Gott zugerüstet wurden. Wenn uns Gott zurüstet, so bedeutet das
leider nicht, dass wir dann auch gehorsam sind. Wer von Gott zugerüstet
wird, dem wird keine Fernsteuerung, wie ein Herzschrittmacher,
eingepflanzt, die seinen Willen ausser Kraft setzten kann. Wenn Gott
zurüstet, dann befähigt er uns das Richtige zu tun, aber die
Entscheidung, dass wir es auch tun wollen, liegt immer noch bei uns.
Paulus sagte den Korinthern:
Propheten stehen schliesslich nicht unter dem Zwang, reden zu müssen,
wenn sie eine prophetische Botschaft empfangen." (1. Korinther 14, 32)Gott zwingt niemanden zu einer Handlung, auch wenn der Heilige Geist in
einem Menschen wohnt.
Nun, wir können diese Männer irgendwie verstehen und trotzdem, sie hatten
nicht recht. Sie verführten das Volk zum Ungehorsam, zur Rebellion gegen
Gott. Sie führten das Volk in eine Katastrophe. Für Mose war ihr
Verhalten auch nicht nachvollziehbar. Er sagte ihnen später:
Obwohl Gott all das für euch getan hat, hattet ihr kein Vertrauen zum
Herrn, eurem Gott – zu ihm, der doch vor euch hergezogen war, um die
Lagerplätze auszusuchen und euch den Weg zu zeigen, bei Tag in einer
Wolke und bei Nacht in einer Feuersäule!" 5. Mose 1, 32-33Diese führenden Männer, die das Volk für sich gewinnen konnten, sind keine
Vorbilder für uns. Unsere Vorbilder sind Kaleb und Josua.
Kalebs und Josuas sind Leute, die mit Gott etwas wagen. Durch solche
Menschen sind Missionswerke, diakonische Werke und Kirchen entstanden. Es
gab und gibt immer wieder Christen, die auf solche Leute hören, selbst
wenn ihre Idee verrückt schienen.
Ja, ich kenne das Argument, das jetzt kommt. Es stimmt, wir kennen
Beispiele von Menschen, die offenbar Gott etwas zutrauten und die Sache
endete im Fiasko. Das gibt es. Doch vielleicht ist es manchmal wie hier
in der Wüste, das Fiasko traf nicht wegen den Glaubensmutigen ein,
sondern wegen den Ungehorsamen. Doch wenn es aus anderen Gründen nicht
funktioniert, berechtigt uns das nicht, unser Vertrauen in Gott
einzuschränken! Es berechtigt uns nicht zurück nach Ägypten, zurück in
unser altes Leben zu gehen.
Würden Sie sagen, wir sollten keine Gemeinden mehr gründen, weil Sie einige
Gemeinden kennen, die sich negativ entwickelt haben? Ich hoffe nicht!
Ja, auch das stimmt, wir haben nicht den bestimmten Auftrag ein Land
einzunehmen. Aber wir haben den Auftrag das Evangelium zu verkündigen –
zur Zeit und zur Unzeit.
Wir haben den Auftrag, die Liebe Gottes ganz praktisch weiterzugeben. Und
gäbe es nicht Menschen, die verzichteten auf auf Bekanntes zu gehen, wäre
unsere Christenheit arm dran.
Es wäre machbar gewesen! Sie hätten das Land erobern können! Sie hätten ihr
Ziel erreicht!
Bibelstellen zum Nachschlagen: 2. Mose 23, 27; 4. Mose 11, 25; 4. Mose
13, 3; 5. Mose 1, 29-33; Josua 2, 9-11; Johannes 5, 24; 1. Korinther
10, 10-11; 1. Korinther 14, 32
Schlussgedanke
Panik hatte die Israeliten ergriffen, als sie meinten sie würden das Land
nicht erobern können. Das trauten sie Gott einfach nicht zu. So mussten
neue Leiter her. Die alten Führer wollten sie gleich steinigen – sie
sollen zur Strafe sterben.
Sie sehnten sich nach der Sklaverei in Ägypten. Das war ihnen bekannt, da
wussten sie, wie es funktioniert.
Hätten sie doch nur auf die Männer gehört, die Gott vertrauten, es hätte
sich ihnen eine wunderbare Zukunft eröffnet.
Wenn wir auf uns schauen, sehnen wir uns nach Bekanntem, weil wir uns
unfähig fühlen, neues Land zu betreten. Wir fühlen uns unfähig, unser
Verhalten zu verändern.
Wenn wir aber auf Gott schauen, werden wir es schaffen. Wir werden das Ziel
erreichen. Kaleb und Josua konnten das Land betreten, zwar 40 Jahre
später, aber sie erreichten ihr Ziel, denn sie schauten auf Gott. Es
funktioniert, wenn wir auf Gott schauen. Petrus sagte einmal:
Ja, so ist es: Gott in seiner Macht hat uns alles geschenkt, was wir
zu einem Leben in wahrer Frömmigkeit brauchen. Er hat es dadurch getan,
dass er uns Jesus Christus erkennen liess, ihn, der uns in seiner
Herrlichkeit und Kraft berufen hat." 2. Petrus 1, 3 Bibelstellen zum Nachschlagen: 1. Mose 18, 14; 2. Petrus 1, 3
Amen
