
Warum fehlende Einheit der Gemeinde-Killer ist
6 Feinde der Einheit und der Weg zu echter Versöhnung
Johannes 17,20-2324.09.2024
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einführung in das Thema und die gegenwärtige Lage
Das Thema heute Abend lautet: Einheit.
Wir leben in einer Welt, in der sich vieles auseinanderentwickelt. Die Weltgeschichte bekommen wir ja auch mit: Krieg in Europa, Ukraine und so weiter. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wir hören ja die Düsenjäger über uns noch nicht. Das ist für uns noch nicht ganz so greifbar, vielleicht.
Für uns macht sich die fehlende Einheit eher an anderen Dingen deutlich. In den Nachrichten ist es erschreckend, aber man muss ja sagen: Man hat sich daran gewöhnt, dass in Israel irgendwie Krieg ist und dass in der Ukraine Soldaten kämpfen und so weiter. Da stumpft man ja auch ab. Aber womit wir täglich konfrontiert sind, ist auch, dass wir merken: Auch im eigenen Land driften die Pole auseinander. Ich weiß nicht, wie bewusst ihr das wahrnehmt. Aus den USA kennt man das so ein bisschen: Rechts und links waren gefühlt noch nie so weit auseinander wie jetzt gerade. Und auch in Deutschland, gerade die Landtagswahlen, die gelaufen sind, machen uns deutlich: Das driftet extrem auseinander. Und dann kochen da manchmal die Gemüter hoch. Gerade bei Koalitionsverhandlungen merkt man: Das ist ganz schön schwierig. Wie sollen wir das jetzt machen, so weit rechts und so weit links? Dem darf man keine Plattform bieten, den darf man nicht zu einer Talkshow einladen.
Wir merken: Menschen radikalisieren sich. Das ist ein Problem! Man driftet auseinander, es hat gesellschaftlichen Sprengstoff, man wird sich fremd irgendwie.
Das ist die politische Seite, aber es gibt ja auch die persönliche Seite. Ich weiß nicht, wie du das bei dir erlebst, dass du vielleicht merkst, Menschen driften auseinander. Vielleicht ist es bei dir so, dass Beziehungen auseinanderdriften. Es gibt sogar Ehepaare, die auseinanderdriften, und da redet man ja nicht drüber. Auch hier in der Gemeinde kommt ja keiner und sagt ein Zeugnis vorne und sagt: Ich muss euch was erzählen, wir driften gerade auseinander, wir zwei. Das erzählt man ja nicht, oder nicht gern. Weil das extrem schmerzhaft ist.
Es tut extrem weh, wenn Familien auseinanderbrechen. Das eine ist, wie jetzt Matthieu seine Töchter verabschieden muss. Heute ist die Melodie nach Rumänien aufgebrochen, und das ist natürlich auch ein Schmerz. Ja, aber die sind nicht im Bösen auseinandergegangen, und das tut schon weh. Aber es ist etwas ganz anderes, wenn man innerlich entzweit ist und gegeneinander arbeitet.
Und so ist es ja auch bei einer Gemeinde, wo wir auch Familie sein sollten. Wenn man da auseinanderdriftet und merkt: Na ja, also mit Thomas habe ich nicht mehr so viel am Hut, der ist so unter ferner liefen, bin froh, wenn ich ihn nicht sehe. Wenn er da mit dem schwätzt, dann gehe ich mal zu dem. Versteht ihr? Das kann ja auch passieren, das kann auch in der Gemeinde passieren.
Und das eine ist, sich aus dem Weg zu gehen. Manchmal eskalieren ja auch Dinge, wenn man aneinandergerät. Und in einer Familie ist das ganz, ganz schwierig. Stellt euch eben eine Situation vor, wo Mama und Papa einfach nicht mehr gut miteinander können und immer mehr streiten, immer mehr streiten, und da geht man gegeneinander. Und die zwei meinen ja oft, im Recht zu sein. Wenn man streitet, meint man ja: Ich habe Recht. Und oftmals ist ja dann auch das Umfeld, das darunter extrem leidet. Gerade bei einer Scheidung ist uns allen bewusst, dass Kinder darunter extrem leiden.
So ist es auch in der Gemeinde. Auch in der Gemeinde, wenn Leute aneinandergeraten, und das muss jetzt gar nicht unbedingt sehr laut sein, aber manchmal ist es vielleicht nur hintenrum, manchmal ist es nur so das Sticheln gegeneinander, dann ist es so: Oh ja, der war da ja mit seinem ... Oh ja, das wissen wir schon. Manchmal denken auch da die Leute, sie sind im Recht, aber die, die leiden, sind die außenrum. Es sind die Pole, die sich da bilden, und Grüppchen und so weiter. Und die ganze Gemeinde leidet darunter, wenn keine Einheit herrscht.
Ich bin überzeugt: Tief innen drin wünschen wir uns das eigentlich. Da sehnen wir uns nach Einheit. Wir sind so geschaffen, bin ich überzeugt, dass wir uns das wünschen. Dass es etwas Schönes ist. Simeon hat es vorhin gesagt: Frieden zu haben, versöhnt zu sein, intakte Beziehungen zu haben, Zusammenhalt, wie man so schön sagt. Leute, mit denen man Pferde stehlen und Bäume ausreißen kann. Ja, wir zwei oder wir in der Clique. Oder: Oh, das ist toll, da haben wir einen Männerausflug gemacht, und wir Freundinnen zusammen. Versteht ihr? Das wollen wir ja.
Sagt ja keiner: Na ja, ich brauche das alles nicht. Wenn jemand sagt, ich brauche das alles nicht, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass er es sagt, um sich selber zu schützen, weil er sehr enttäuscht worden ist, weil er den Konflikten aus dem Weg gehen will. Vielleicht hast du auch schon als junger Mann mal davon geträumt, mit den besten Kumpels durch die Savanne zu reiten oder mit der Enduro zu fahren oder sowas. Es gibt ja so Idealvorstellungen, die man dann hat. Die etwas Reiferen unter uns sehen sich dann vielleicht einfach danach, jemanden zu haben, der mit ihnen aufs Bänkli sitzt und den Sonnenuntergang anguckt, damit man sich schweigend blendend versteht.
Je nach Lebensphase kann das unterschiedlich sein, aber wir wünschen uns das: dass Menschen uns verstehen, dass wir eins sind, dass man nicht mehr kämpfen muss, dass man keine Angst haben muss, wenn ich da etwas Falsches sage, das kann gegen mich verwendet werden.
Und es ist doch interessant, dass genau dafür, für Einheit, Jesus gebetet hat. Für Einheit unter Gläubigen. Das haben wir ja im Hauskreis gehabt, alle von euch, die diese Form der Einheit wahrnehmen in einer Gemeinde und in der kleinen Zelle des Hauskreises oder der Kleingruppe Einheit leben, die haben das ja dran gehabt. Herzliche Einladung an der Stelle, einen Hauskreis, eine Kleingruppe zu besuchen. Es ist schön, wenn ihr dabei seid.
Da haben wir uns Johannes 17 ein paar Verse angeschaut. Warum betet Jesus explizit um Einheit? Es ist das längste Gebet, das wir von Jesus in der Bibel erhalten haben. Und ich denke, es ist wirklich ein Einblick in diese tiefe, ja intime, engste Beziehung von Jesus, dem Sohn, gegenüber Gott, seinem Vater.
Und ich möchte ein paar Verse lesen aus dem dritten Teil dieses Gebetes. Dieter hat uns darauf aufmerksam gemacht bei uns im Hauskreis, dass es also in drei Teile eingeteilt werden kann. Jesus betet am Anfang für sich selber, dann für seine zwölf Jünger und dann letztendlich für die Nachfolger weltweit.
Johannes 17 lesen wir das. Ich möchte vier Verse lesen, ab Vers 20. Johannes 17,20-23. Und da heißt es: Ich bitte aber nicht für diese allein, also für diese zwölf hier, nicht nur für diese zwölf, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden. Gemeinden Speichingen, oder? Ja, ein paar Generationen später, aber Jesus betet für uns eigentlich.
Okay, was betet er? Auf dass sie, Vers 21, alle eins seien. Wie eins? Gleich wie du, Vater, in mir und ich in dir, auf dass auch sie in uns eins seien. Jetzt kommt etwas Interessantes, pass auf: damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleich wie wir eins sind. Ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollkommener Einheit gelangen und damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleich wie du mich liebst.
Ich glaube, wenn wir die Verse lesen, und die könnte man jetzt ein paarmal hintereinander lesen, dann wird uns schon bewusst: Also Jesus war es wichtig, weil es wichtig ist, Einheit. Einheit.
Und ich möchte heute Abend mit euch anschauen: Warum ist Einheit für uns so wichtig? Warum ist es so ein wichtiges Thema, nicht einfach nur, wenn man sagt: Ja, da kann man so oder so drüber denken. Nein, über Einheit kann man nicht so oder so denken. Jesus betet dafür, dass die Leute, die ihm nachfolgen, eins sein sollen.
Und dann möchte ich heute Abend noch zum Schluss auf Feinde der Einheit eingehen. Was sind Feinde bei uns ganz konkret im Alltag, Feinde der Einheit, gegen die wir kämpfen sollten und müssen?
Vor etwa einem Jahr habe ich eine Predigt gehalten zum Thema Einheit. Da ging es auch darum, wie weit Einheit geht. Das möchte ich heute Abend jetzt nicht wiederholen. Wen das interessiert, dem kann ich den Link zu der Predigt mal noch zukommen lassen, auch in Bezug darauf, wie weit man mit Leuten geistliche Gemeinschaft haben kann. Wo muss man eine Grenze ziehen, muss sagen: Bis hierher und nicht weiter, da können wir nicht mehr Einheit haben. Darum geht es mir heute Abend jetzt nicht. Es geht mir jetzt um den Punkt: Warum ist Einheit wichtig?
Und wisst ihr, eigentlich habe ich gedacht, wir müssen nur einen einzigen Punkt machen, warum Einheit wichtig ist. Eigentlich nur einen einzigen Punkt. Warum ist Einheit wichtig? Die Antwort lautet: damit die Welt glaubt. Ja, ich habe es anders genannt. Das ist für mich schon eine Folge dessen. Aber das ist das, was natürlich der Text aussagt, du hast schon recht. Ich habe bei mir einfach nur draufgeschrieben: weil Gott eins ist.
Und ich möchte diesen Gedanken uns sehr, sehr lieb machen. Wenn wir uns überlegen: Wie soll ich handeln? Wie soll ich sein? Was für Aufforderungen gibt es im Wort Gottes? Dann können wir natürlich immer wieder Bibelverse suchen und sagen: Ja okay, da steht es, guck mal, so soll man sein und so soll man sein, und das ist gut. Aber das hat oft eine Grenze, wenn ich dann nämlich Dinge habe, wo ich sage: Ja, dazu steht jetzt nichts in der Bibel. Das weiß ich nicht. Das darf man schon machen, weil es kein Vers dazu gibt. Versteht ihr?
Ich persönlich möchte euch den Gedanken lieb machen, im Wort Gottes zu suchen, weil das Wort ihn offenbart und sein Wesen offenbart. Und dann mit der Frage heranzugehen: Was soll ich tun? Nicht einfach nur: Okay, finde ich irgendeinen Bibelvers, der das sagt, oder zum Glück finde ich keinen Bibelvers, der darüber redet, sondern zu fragen: Entspricht es Gottes Wesen, so wie es mir im Wort geoffenbart und gezeigt wird?
Es hört sich sehr ähnlich an, ist aber eine ganz andere Herangehensweise. Ganz, ganz viele Fragen, das habe ich hier auch schon gesagt, werden sich automatisch erübrigen, wenn ich nicht einfach sage: Ja, gibt es einen Vers, wo da was dazu steht? Sondern wenn ich frage: Entspricht das Gottes Wesen, so wie ich es in der Bibel kennenlerne? Viele Fragen, wie Seifenblasen: sofort klar, sofort. Ja, ist klar.
Gott ist eins. Er ist eine Einheit. Und deswegen, weil er eine Einheit ist, weil er eins ist, auch in sich selber, gehe ich gleich noch darauf ein, deswegen ist Einheit für uns so wichtig.
Nun, es gibt ein paar Merkmale Gottes, ein paar Wesenszüge Gottes, ein paar Eigenschaften Gottes, die sind nicht für uns Menschen bestimmt. Fallen euch welche ein? Allwissenheit, stimmt. Also ich kann jetzt nicht sagen: Ja, Gott ist allwissend, deswegen muss ich jetzt auch allwissend werden. Gott schenkt mir Einsicht über alle Dinge, ich muss alles wissen, weil du bist allwissend. Das ist richtig. Was noch? Allmächtig, genau. Man muss nicht sagen: Ja, Gott ist allmächtig, ich muss alles können. Das sind Dinge, die ihn auszeichnen. Was noch? Anbetung, ja, anbetungswürdig, genau. Ja, kann man nicht sagen: Ja, du bist anbetungswürdig, also muss ich jetzt anbetungswürdig sein. Richtig. Ich hoffe, ihr habt aufgepasst am Sonntag in der Predigt. Ja, ein Tellerbrot. Okay, wir sind abhängig und sollen abhängig bleiben. Aber vom Richtigen. Ja, Gott ist souverän. Heißt nicht für uns: Ich muss jetzt souverän im Sinne von unabhängig werden. Im Gegenteil, ich soll mich an ihn binden, von ihm abhängig sein. Ganz genau.
Genauso unveränderlich. Gott ist absolut unveränderlich, er ändert sich nicht. Ich persönlich soll mich verändern, ich soll wachsen, ich soll Dinge auf der Seite ablegen. Gott muss nichts ablegen. Er ist auch ewig. Ich bin auch nicht ewig im Sinne von, dass ich schon immer da war. Man muss nicht danach ausstreben, immer da gewesen zu sein. Das wäre ein sehr sinnloses Unterfangen.
Also, das sind Merkmale seiner Göttlichkeit. Aber dann, ihr Lieben, dann gibt es Gottes Charakter, Gottes Wesen, Gottes wunderschönes Wesen. Es ist barmherzig, es ist liebevoll, es ist vergebungsbereit, es ist die Wahrheit, wahrhaftig, es ist treu, es ist heilig. Da denkt man manchmal: Naja, heilig, also heilig ist schon ein Gottding, ja, das geht Ihnen, das kann ich ja nicht werden, oder? Was meint ihr?
3. Mose 11,44: Denn ich bin der Herr, euer Gott, darum sollt ihr euch heiligen und sollt heilig sein, denn ich bin heilig. Merkt man, das ist die Argumentation. Es geht um seinen Charakter. Es geht um seinen Charakter, und da sagt er: Ihr seid in meinem Bild erschaffen. Und dahin, weil das durch einen Sündenfall durcheinander gekommen ist, dahin möchte er uns zurückführen.
Ich möchte sagen, und das greift ja Petrus auf in 1. Petrus 1,16, wenn er sagt: Denn es steht geschrieben: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig. Und in der Bergpredigt, da sagt Jesus das selber: Ihr sollt vollkommen sein. Und wenn du dich fragst, wie vollkommen, dann sagt er, indem er gleich anfügt: gleich wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.
Also wenn wir uns überlegen, wie soll ich handeln, wie soll ich leben, wie soll ich im Alltag sein, gibt es nichts Besseres zu tun, als Jesus anzuschauen, als sich mit Gott und seinem Wesen und seinem Charakter zu beschäftigen, weil das die Antwort darauf ist, wie ich sein soll, wie ich wieder dahin zurückkomme, wozu ich geschaffen bin.
Und wenn wir uns überlegen, in welchem Zusammenhang dieser Vers steht aus der Bergpredigt: Ihr sollt vollkommen sein, gleich wie euer Vater im Himmel vollkommen ist, dann ist es interessant: Es steht genau in dem Zusammenhang, wo es um die Feindesliebe geht, wo Jesus seinen Zuhörern bewusst macht: Ihr lieben Leute, es ist doch nichts Besonderes, wenn ihr nur zu denen nett seid, die zu euch nett sind, oder? Das tun die Heiden genauso. Die zum Essen einladen, ja, in meinen Worten, die euch eingeladen haben, ja, und die ein bisschen Bauch pinseln, die euch Bauch pinseln, das ist nichts Besonderes, das machen sie alle. Aber Gott ist anders, und deswegen sei du anders, das ist die Argumentation, göttliches Wesen.
Liebet eure Feinde. Warum? Nächster Vers: „Liebet eure Feinde“, und dann Matthäus 5,45, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid. Ja, Söhne, Abstammung, wesensgleich, so sollt ihr sein, so einen Charakter sollt ihr haben, das sollt ihr in eurer DNA haben. Denn so fährt Jesus da fort in der Bergpredigt: Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte.
Ich finde das so stark, ich habe es ja auch schon mal gesagt, aber als Wiederholung: Wenn die Sonne aufgeht, jeden Morgen, ist es für dich eine Aufforderung, deine Feinde zu lieben. Weil es das Zeichen ist: Gott lässt die Sonne aufgehen über Menschen, von denen er weiß, sie werden ihn an diesem Tag verfluchen, werden ihn für nicht existent erklären, weiß Gott alles. Auch über diese Menschen lässt er die Sonne aufgehen. Er könnte es anders machen.
Deswegen sollten wir uns immer wieder Gott anschauen, sollten in sein Wort reinschauen, über ihn, sein Wesen staunen, ihn dafür anbeten. Ich bin überzeugt: Tief im Inneren sehnen wir uns nach diesem Wesen, nach diesem Charakter, nach dieser Schönheit, nach der Liebe und nach der Annahme, davon Vergebung zu erfahren. Und Gott lädt uns ein, Teil davon zu werden, seines Wesens teilhaftig zu werden. Das zu transportieren in unserem Alltag.
Und ich glaube, genauso sehnen wir uns eben auch nach Einheit, weil Gott eins ist. Jetzt sagt man ja: Moment, Gott ist eins mit sich. Sagst du vielleicht auch: Ich bin auch mit mir eins. Ich komme mit mir auch ganz gut klar usw. Ja, also wenn Menschen mit sich uneins sind, dann ist das ein echtes Problem. Das ist dann wirklich eine psychische Krankheit. Kennt man ja: eine gespaltene Persönlichkeit oder Schizophrenie, das meine ich jetzt nicht. Das war sehr, sehr ernsthaft Schwieriges.
Aber wenn es heißt, dass Gott eins ist, wenn wir das in der Bibel nachlesen, gerade auch im Schma Israel, werde ich nachher gleich noch zitieren, unser Gott ist ein einiger Gott, er ist ein einziger oder ein einer, er ist einer, dann bedeutet das ja nicht: Okay, Gott ist nicht schizophren, sondern was bedeutet das?
Nun, wir wissen ja aus der Bibel, auch wenn sich da manche Leute ein bisschen schwer tun in der Argumentation, es gibt auch Leute, die das nicht so sehen, dass wir einen dreieinen Gott haben. Das Wort Dreieinigkeit steht nicht in der Bibel, aber uns wird deutlich, wenn wir die Bibel lesen, es gibt da so ein paar Punkte, wo deutlich wird: Gott ist Mehrzahl. Gott ist in der Mehrzahl.
Das wird sehr schnell deutlich, wenn wir jetzt Hebräisch könnten, würde man das im ersten Vers der Bibel schon sehen. Viele von euch kennen das ja schon: Am Anfang schuf, was kommt dann da für ein Wort? Elohim heißt, ja, Gott in der Mehrzahl. Man will nicht Götter sagen, das würde uns falsch leiten im Kopf. Gottheiten hört sich auch komisch an, aber Gott steht in der Mehrzahl. Die Silbe -im eben hinten ist ja für die Mehrzahl. Also schuf und dann Gott in der Mehrzahl ist eigentlich schon in sich grammatikalisch nicht richtig. Also ich kann kein Hebräisch, aber das habe ich mir sagen lassen.
Aber für all die Leute, die nicht Hebräisch können, so wie ich, ist in ein paar Versen weiter hinten sehr deutlich, wo es nämlich heißt: Lasst uns Menschen machen! Da ist klar: Okay, Moment, wer ist uns? Also da wird deutlich, Gott war von jeher Mehrzahl, aber er war auch von jeher eins. Eine geheimnisvolle, unerklärliche Persönlichkeit.
Drei Personen: Gott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geist. Ganz klar mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen, mit eigenen Persönlichkeiten, aber eine Einheit, eine absolute Einheit, ein perfektes Team, das sich ergänzt, die Hand in Hand einander zuarbeitet, sogar einander dient, in einer perfekten Art und Weise. Jeder nimmt seinen Platz ein, da wo er hingehört, und dient so dem anderen. Man könnte eine Bibelwoche lang beschäftigen mit der Dreieinheit Gottes und wie jeder da seinen Platz hat.
Nur als Randgedanke, ich habe es kürzlich im Hauskreis schon erzählt, nur deswegen in der Jugend habe ich es glaube ich auch nur deswegen: Weil Gott seit jeher drei ist, kann er auch Liebe sein. Weil um Liebe üben zu können, brauche ich ein Gegenüber, sonst ist es nur Selbstliebe, das Egoismus. Um Liebe sein zu können, muss Gott aus mehreren Personen bestehen, aus einem Liebhaber, aus einem Geliebten und einem Geist der Liebe sozusagen. Man muss immer dabei sein. Also wenn du zwei Menschen hast, dann kannst du zwar einen Geliebten und Liebhaber haben, aber wenn da kein Funke überspringt, dann hast du auch nichts, was Liebe sein kann. Hat mal jemand so erklärt, ich fand es einen interessanten Gedanken. Ich habe noch nicht ganz bis zu Ende durchdacht, aber auf jeden Fall, dass Gott Liebe seit jeher nur sein kann, das ist mir sehr einsichtig gewesen.
Nun, diese Dreieinheit, das ist ja auch etwas, was wir Menschen nicht sein können. Ich bin nur einer, ich bin ja nicht drei. Aber Jesus argumentiert, wie er argumentiert. Wir haben es gelesen. Er sagt: Vater, ich möchte, dass die Gläubigen so eins sind wie du und ich. Wir müssen nicht zu einer Dreieinheit werden, wir müssen zu einer Tausendfacheinheit werden, um das abzubilden. Jesus sagt: Das möchte ich haben, dass die Gemeinde ein Sinnbild, ein Symbol dieser Einheit lebt, so wie Vater, du und ich, wie wir Einheit leben. Und das ist eine vollkommene Einheit, dass jeder seinen Platz einnimmt, Einheit.
Nun, dieses, denke ich ja, ist uns jetzt deutlich geworden anhand der Stellen aus dem Alten Testament, dass Gott Mehrzahl ist, möchte ich die Stelle noch, wie ich vorher angedeutet habe, aus dem Schma Israel kurz zitieren, wo deutlich wird: Gott ist auch Einzahl. Das ist ja: Schuf, Gottheiten haben wir da schon gesehen im ersten Vers der Bibel, ist genau dieses Konstrukt schon deutlich. Er ist Mehrzahl, aber er ist auch Einzahl.
Höre Israel, so heißt es in 5. Mose 6,4: Der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Oder Luther übersetzt: Unser Gott, der Herr, ist einer. Je nach Übersetzung ein einziger oder ein einzigartiger oder ein unteilbarer. Dieses Wort kann alles bedeuten. Und es gibt da auch noch andere Stellen, ich habe mir ein paar herausgeschrieben, der Vollständigkeit halber gehe ich darauf jetzt nicht ein, wo die Einheit und Einzigartigkeit und Unteilbarkeit Gottes beschrieben wird.
Und allein diese Tatsache, dass Gott so ist, sollte für uns eigentlich Argument genug sein, zu sagen: Okay, dann will ich auch so sein. Und das ist es, worum Jesus sagt, worum er bittet: So wie der Vater mit mir eins ist, so möchte ich, dass diese, die durch das Wort der Apostel an mich glauben, dass diese eins sind.
Und dann kommt genau das als Folge raus, was Martin vorhin schon gesagt hat: Das ist eine Folge dessen, wenn wir eins sind, dann wird was passieren. Und was wird passieren, was hat Jesus gesagt in Johannes 17? Dann wird die Welt erkennen. Was wird sie erkennen? Genau, dass Jesus tatsächlich der Sohn Gottes ist.
Ihr Lieben, was bedeutet das im Umkehrschluss? Das bedeutet doch, dass wenn wir als Gläubige nicht eins sind, ich weiß nicht, ob man sagen kann, dass die Welt es dann nicht erkennt, aber auf jeden Fall, dass sie sich sehr, sehr schwer tut, zu erkennen, dass Jesus der Sohn Gottes ist, vom Vater gesandt. Also ist das ein krasser Gedanke.
Und ihr Lieben, wenn wir es praktisch machen, dann ist das ein Gedanke, der uns sofort klar ist eigentlich. Wenn wir als Gläubige zerstritten sind, was werden Leute über Gott denken? Wenn sie denken: Den brauche ich nicht, den Streiter kann ich jetzt schon. Versteht ihr? Ja? Wenn Menschen hier reinkommen und merken: Oh, die gehen sich da aber aus dem Weg. Oder: Oh, da hat jetzt einer von der Kanzel runter, aber da hat er einen persönlich gemeint, ja, dem hat er mal so richtig kapitelt. Was werden die denken über Gott? Der kann nie gestohlen bleiben.
Ich glaube wirklich, dass ich sagen kann: Wir können missionieren, so viel wir wollen, aber wenn wir Uneinigkeit dulden, dann werden Ungläubige nicht erkennen oder es sich sehr schwer tun zu erkennen, dass Gott den Sohn geschickt hat. Und ich frage mich ganz ernsthaft, wie viele unserer missionarischen Bemühungen sind genau deswegen so fruchtlos manchmal, also mit dem Wir meine ich die des Leibes Christi weltweit.
Oder andersrum gesagt: Ich bin überzeugt, dass der Teufel das ganz genau weiß und dass er deswegen alles daransetzt, die Einheit der Gemeinde zu untergraben, die Einheit von christlichen Familien und Ehen zu untergraben, die Einheit von Missionsteams draußen auf dem Feld zu untergraben. Die Einheit bei Mitarbeitern in der Gemeinde zu untergraben, von Gemeindeleitungen oder ganz allgemein eben vom Leib Christi, dass Gemeinden gegeneinander schießen und gegeneinander arbeiten, übereinander lästern. Der Teufel torpediert diese Einheit, weil er weiß, und ich glaube viel besser als wir es uns oft bewusst sind, was für eine Kraft diese Einheit hat.
Unter Gläubigen ist Einheit etwas absolut Mächtiges, im Guten wie auch im Bösen. Im Guten wie im Bösen ist Einheit etwas Mächtiges. Ein Ehepaar, das eins wird auf körperlicher Ebene, das kann Kinder zeugen, das machen viele. Aber wenn Eheleute auf geistiger, geistlicher Ebene eins sind, könnte Unglaubliches bewirken, Unglaubliches. Wenn ein Ehepaar wirklich eins ist, in der Nachfolge Jesu, opferbereit, ist es unglaublich. Ein unschlagbares Team. Kann Gott ganz, ganz viel durch diese Menschen bewirken, schon beim Vorbild, das sie für ihre Kinder haben.
Aber Einheit kann auch sehr zerstörerisch sein. Einheit ist so extrem stark, auch im Zerstörerischen, dass schon in der frühen Menschheitsgeschichte Gott mal die Notbremse ziehen musste. Nachdem Gott nämlich in 1. Mose 1 gesagt hat: Lasst uns Menschen schaffen, ein paar Kapitel später, da sagen die Menschen auch: Lasst uns. Was sagen sie da? Lasst uns eine Stadt bauen, sagen die. Lasst uns eine Stadt bauen, damit wir uns nicht zerstreuen auf der Erde.
Was sollten die Menschen machen? Füllt die Erde war der Auftrag, ja, und die sagen: Nö, nö, nö, also mit dem Füllen, das ist keine so gute Idee. Wenn wir beieinander bleiben, Nestwärme ist schöner, ja, bei uns so ein bisschen in der Bubble, ja, in der Blase ist gemütlich. Also wir bauen eine Stadt, sagen die. Lasst uns Ziegel streichen und sie feuerfest brennen. Wow, ja, also Entwicklung von Werkstoffen, Technologie, Technik, Baumethoden, ja, so steht es da. Ja, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, lasst uns Ziegel streichen und sie feuerfest brennen.
Und die Begründung ist, damit wir uns nicht zerstreuen. Das wollten sie nicht. Wir wollen zusammenbleiben, wir wollen eine Einheit bleiben, wir wollen gemeinsam stark sein. Ja, Moment, wollte Gott nicht die Einheit eigentlich? Hätte Gott sich doch eigentlich freuen müssen. Hätte Gott doch sagen müssen: Jawohl, guck mal, die wollen beieinander bleiben, die wollen eine Einheit sein, super Mensch, die haben es verstanden, ich bin eins, die Menschen sind eins, die haben alles richtig gemacht.
Sagt er nicht. Er zieht die Notbremse. Warum? Weil das, was die Menschen hier tun, ist keine gottgewirkte Einheit, sondern das ist Einheitlichkeit, das ist Gleichförmigkeit, das ist Gleichschritt, Gleichschaltung, Gleichmacherei. Und das wollte Gott nicht. Ich werde gleich noch ein bisschen näher ausführen, was ich damit meine.
Aber was Gott wollte, war Einheit in der Vielfalt. Einheit, nicht einfach nur, dass Paare auf dem Haufen bleiben, nicht einfach nur, dass Menschen fleischlich eins werden, das kann ein schönes Symbol sein. Aber das ist nicht das Hauptziel. Einheit im geistlichen Sinn, dass sie das gleiche Ziel haben, die gleiche Denke haben, dass sie am gleichen Strang ziehen und sich eins machen in ihrer Mission, nämlich gottähnlich zu sein, das war sein Ziel. Dass Alte und Junge zusammen sind und Schwache und Starke und Intelligente und weniger Intelligente.
Warum möchte Gottes das? Wisst ihr, aus einem Grund: weil dadurch er so groß wird. Wir Menschen, wir wollen durch Einheit selber groß werden. Einen großen Turm bauen, eine Stadt bauen, wir sind die Starken. Gott sagt: Nein, nein, nein, ich möchte durch euch groß werden. Und das werde ich dadurch, dass nicht ihr einfach nur eure Kräfte bündelt und möglichst alles irgendwie auf die Beine stellt, sondern dass ihr durch Gott gewirkte Einheit einander helft in Demut und Liebe, einander ertragt und unterstützt. Weil dadurch nicht der Einzelne groß wird, weil der Einzelne, selbst wenn er stark ist, sagen kann: Gut, die Stärke habe ich nur von Gott geschenkt bekommen, damit diene ich jetzt dem Anderen. Und genau damit, mit dieser Einstellung, wird Gott groß, weil das sein Prinzip und seine Denke ist.
Das ist keine menschliche, das entspricht uns Menschen nicht. Überhaupt nicht. Dass ich mich in den Dienst anderer stelle, entspricht mir nicht. Ich will mich in meinen eigenen Dienst stellen und möglichst viele andere in meinen Dienst stellen, das will ich, versteht ihr.
Und ich glaube, deswegen sehen wir auch viele Entwicklungen in der heutigen Gesellschaft, dass deswegen auch schon seit Jahrtausenden ein Angriff auf die Unterschiedlichkeit von Menschen läuft. Heute sehen wir das in einer krassen Art und Weise: kein Unterschied mehr bei Geschlechtern, kein Unterschied mehr in der Kultur, kein Unterschied mehr bei der Leistung. Bundesjugendspiele, da darf es jetzt keine Kuken mehr geben, da muss man jetzt allen die Medaille geben, sonst fühlen sich die, die schwach sind, diskriminiert.
Bitte versteht mich nicht falsch: Die Motivation hinter solchen Aktionen ist ja prinzipiell ehrenwert, dass man sagt: Okay, die, die schwach sind, die wollen wir nicht herabsetzen, die wollen wir nicht diskriminieren, die wollen wir nicht kränken. Ehrenwerte Motivation, keine Frage. Aber diese Denke übersieht einen Fakt: Menschen sind nicht gleich. Menschen sind nicht alle gleich gut, gleich intelligent, gleich stark. Es gibt unterschiedliche Hautfarben, unterschiedliche Geschlechter, unterschiedliche Grade an Intelligenz und Stärke und Leistungsfähigkeit. Und deswegen ist der göttliche Ansatz von Einheit ein anderer. Nicht: Lass uns alle gleich machen, damit keiner mehr was zu meckern hat. Der göttliche Ansatz ist: Die Starken sollen die Schwachen tragen. Das ist echte Einheit, das ist gottgewirkte Einheit.
Ein kurzer Appell an alle Eltern, die heute Abend da sind oder vielleicht im Livestream zuschauen: Wenn ihr Kinder habt, die schlau sind, dann sagt denen nicht die ganze Zeit: Na ja, du bist gar nicht so schlau. Wenn ihr Kinder habt, die stark sind, brauchst du nicht einfach sagen: So stark bist du gar nicht, weil es gibt Leute, die noch viel, viel stärker sind. Ich habe einen Sohn, der spielt gut Fußball, ich finde, der spielt gut Fußball. Das denken viele Eltern von ihren Kindern, okay. Aber ich sag dem das, ich sag dem das: Hey, ich finde das super, du spielst gut Fußball, ja prima.
Aber wisst ihr, was ich ihm auch sag? Und all meinen Kindern, wenn ich mit ihnen über ihre Stärken spreche, sage ich: Das bedeutet Verantwortung. Das bedeutet Verantwortung. Wenn du in irgendwas gut bist, dann bedeutet das Verantwortung gegenüber denen, die nicht so gut sind. Das ist es. Deswegen sag deinen Kindern auch ins Gesicht, wo sie nicht so gut sind. Ich meine, wir sind es ja gewöhnt von den kleinen Piefkes hier, wenn die uns irgendein Bild malen: Oh, der ist so schön hingekriegt, und klebt es an den Kühlschrank, versteht ihr? Wenn du das durchziehst, bis sie achtzehn sind, die werden vom Leben überrollt, die Kinder. Die kommen ja nicht mehr klar, die denken: War immer alles toll, was ich gemacht habe, warum findet mein Arbeitgeber das nicht? Versteht ihr? Es ist ja schwierig.
Sag deinen Kindern, wo sie nicht gut sind, und das sollten wir auch hier in der Gemeinde machen. Sie sollten ehrlich sagen: Nein, ich finde, das hast du nicht gut hingekriegt. Okay, wir sollten es netter sagen, aber ihr wisst, was ich meine. Nicht, um denen runterzubuttern, sondern zu sagen: Du, ich weiß jemanden, der kann dich darin unterstützen, der kann dir helfen, der kann dich nach vorne bringen, der kann vielleicht auch einen Part übernehmen, denn deine Begabung, finde ich, liegt eher in dem Bereich. Das wäre gottgewirkte Einheit, nicht einfach Gleichmacherei. Das ist die Idee von göttlicher Einheit.
Aber wir Menschen, wir stehen da nicht so drauf. Und was da herauskommt, wenn wir menschengemachte Einheit leben, das siehst du in der blutigen Historie der Menschheitsgeschichte. In Weltkriegen ist es geendet, dass gleichgeschaltet wurde, einfach alle gleich und im Gleichschritt marschiert sind.
Aber zurück zum Schönen: Also wir als Gemeinde, wie auch als Familie, du mit deiner Familie, im Ehepaar, wie auch immer, im Familienverbund oder als Geschwister, sei es jetzt im gemeindlichen Sinn oder auch unter deinen leiblichen Geschwistern, wir sind dazu aufgefordert, göttliche Einheit zu leben, wo du mit deinen Stärken gebraucht wirst und stark sein darfst und wo du mit deinen Schwächen angenommen wirst und schwach sein darfst. Wo Gott großgemacht wird in einer Art von Einheit, die eben nicht typisch ist für uns Menschen, sondern in Vollkommenheit nur da entstehen kann, wo er mit seinem Geist diese Einheit wirkt.
Aber dazu gehört auch, dass wir uns für diese Art von Einheit entschließen, da bin ich überzeugt dazu. Und deswegen möchte ich jetzt zum Abschluss noch sechs Feinde der Einheit nennen, sechs Feinde der Einheit, gegen die wir kämpfen müssen. Weil Einheit ist nicht einfach etwas, was von selber passiert, um die müssen wir kämpfen. Und wie ich gesagt habe, der Teufel setzt alles daran, diese Einheit zu torpedieren, und deswegen müssen wir gegen die Feinde der Einheit kämpfen, müssen dagegen angehen.
Der erste Punkt werde ich ein bisschen ausführlicher behandeln, die anderen dann relativ kurz durchgehen.
Feind Nummer eins: Andere verurteilen und verachten. Feind der Einheit, ganz, ganz großer Feind der Einheit. Es gibt ja mehrere Stellen im Neuen Testament, wo über Einheit gelehrt wird, und Römer 14 ist da bestimmt eine ganz wichtige Stelle auch in Bezug auf das, wenn es da heißt, Römer 14,1: Nehmt den Schwachen im Glauben an, ohne über Gewissensfragen zu streiten. Einer glaubt, alles essen zu dürfen, wer aber schwach ist, der isst Gemüse. Wer isst, verachte den nicht, der nicht isst, und wer nicht isst, richte den nicht, der isst, denn Gott hat ihn angenommen. Wer bist du, dass du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn, er wird aber aufrecht gehalten werden, denn Gott vermag ihn aufrecht zu halten.
Und dann kommt noch der Verweis auf die Tage: Ja, dieser hält einen Tag höher als den anderen, jener hält alle Tage gleich, jeder sei seiner Meinung gewiss. Interessanter Vers, oder? Und Vers 6: Wer auf den Tag achtet, der achtet darauf für den Herrn, und wer nicht auf den Tag achtet, der achtet nicht darauf für den Herrn. Wer isst, der isst für den Herrn, denn er dankt Gott, und wer nicht isst, der enthält sich der Speise für den Herrn und dankt Gott auch.
Also ich finde es absolut faszinierend, was Paulus hier zum Thema Einheit lehrt, absolut faszinierend. Und merkt ihr, was er für eine Grundhaltung hat dem Gläubigen gegenüber? Er sagt dem Gläubigen gegenüber eigentlich: Leute, wenn ein anderer etwas anders tut und anders sieht, dann geh immer von der Möglichkeit aus, dass er es vor Gott verantwortet und für Gott tut.
Jetzt versuch das mal praktisch zu machen bei Dingen, wo es vielleicht Menschen gibt, die Dinge tun, die du nicht gut findest, wo du sagst: Ah nee, also das macht man nicht, das kürzt sich nicht, bei uns in der Gemeinde geht das nicht, das habe ich immer schon anders gemacht und so weiter, und wenn alle das so machen würden und so weiter, und die Jungen immer, und die Alten immer.
Stell dir mal vor, du würdest bei diesen Konfliktdingen in deinem Kopf sagen: Stopp! Er steht und fällt dem Herrn, und ich möchte ihm zutrauen, dass er es für Gott tut. Glaubst du, das wäre gut für die Einheit, diese Einstellung? Ich glaube schon, oder? Überleg mal, der andere schon allein, wenn er so auf dich zukommt und du merkst: Okay, er traut mir zu, dass ich Gott wirklich nachfolgen möchte.
Und ihr Lieben, mal ein interessanter Gedanke: Wenn du den anderen für gläubig hältst, dann bedeutet das, dass du davon ausgehst, dass er den Heiligen Geist hat, oder? Jeder? Oder wer den Geist Gottes nicht hat, ist nicht sein. Also jeder Gläubige hat den Heiligen Geist. Was nehmen wir uns dann also raus, von vornherein einem Gläubigen zu sagen: Nee, nee, nee, nee, nee, nee, so wie du das machst, ganz verkehrt, das geht überhaupt gar nicht, also wie kannst du nur? Wie nehmen wir uns das raus, wenn wir doch davon ausgehen, dass er den Heiligen Geist hat?
Also Verachten und Verurteilen ist nicht dran. Wenn es bei dir im Kopf schon wieder losgeht und man sagt: Ja, aber es gibt schon Punkte, da müssen wir doch ... und so weiter, vorsichtig, vorsichtig, wenn es jetzt gerade so losgegangen ist in deinem Kopf, dann kann es sein, dass das ein Hinweis ist heute Abend für dich, dass das eine Baustelle ist für dich: verachten und verurteilen. Entschuldige, wenn ich mal so direkt bin, dass das eine Baustelle ist, weil du dir das angewöhnt hast, ganz schnell, sofort irgendwie fromm zu argumentieren und zu sagen: Ja, aber der, also das kann man nicht tun und da muss man dann auch noch ... Ja, also Daniel, da bist du jetzt ein bisschen weit gegangen. Ich bin nicht weit gegangen, ihr Lieben, unser Herr Jesus hat für Einheit gebetet, und das, was ich zitiert habe, war Paulus. Nimm den anderen an, den Schwachen im Glauben, ohne über Gewissensfragen zu streiten. Er steht und fällt seinem eigenen Herrn, er tut’s für Gott.
In Bezug auf Beziehung, auch gerade wenn es um Ehe geht, dann sage ich manchmal auch den Leuten: Geh immer davon aus, es könnte auch sein, der andere hat Recht. Fällt es mir mal schwer? Ja. Aber wäre es der Einheit nicht zuträglich? Wäre das der Einheit nicht zuträglich?
Feind Nummer eins: andere verurteilen und verachten. Also, ich muss euch ehrlich sagen, ich hätte es nie so formuliert, wie Paulus es hier schreibt, aber es ist Gottes Wort, es ist Gottes Wort.
Einheitsfeind Nummer zwei: fehlende Rücksichtnahme. Fehlende Rücksichtnahme. Wenn wir jetzt Römer 14 weiterlesen würden, wir können es derzeit aber nicht in Ausführlichkeit tun, dann geht er darauf ein: Wenn einer schwach ist, dann nimm Rücksicht. Darum, so schreibt er in Vers 13, lasst uns nicht mehr einander richten, sondern das richtet vielmehr, dass dem Bruder weder ein Anstoß noch ein Ärgernis in den Weg gestellt wird.
Ja, und dann sagt er: Ich werde lieber meinen ganzen Lebtag mehr kein Fleisch anrühren, wenn das ein Anstoß ist für einen anderen. Ich bin bereit, mich einzuschränken, wenn ich dadurch dem anderen etwas Gutes tun kann. Wenn einer schwach ist, nehme ich Rücksicht. Paulus sagt hier: Es ist gut, wenn du kein Fleisch isst. Die Leute würden heute sagen: Oh ja, das ist gut, wenn man kein Fleisch isst wegen der armen Tiere. Paulus sagt: Es ist gut, wenn du kein Fleisch isst wegen der Menschen. Interessant, gell. Es ist gut, wenn du kein Fleisch isst und keinen Wein trinkst und noch sonst etwas tust, woran dein Bruder Anstoß oder Ärgernis nehmen oder schwach werden könnte. Römer 14,21. Rücksicht aufeinander nehmen.
Das sind zwei Punkte, und ich werde euch jetzt noch vier nennen. Und ich möchte dich bitten, das wirst du nachher auch kurz stehen lassen, wenn wir uns kurze Zeit der Stille nehmen und einfach überlegen: Welches ist mein Hauptpunkt? Vielleicht kann man es sogar so machen: Diesen sechs Punkten, die nachher da vorne stehen, gibst du einmal drei Punkte und einmal zwei und einmal einen Punkt. Und diese Punkte bedeuten: Das ist für dich ein Problembereich. Sechs Punkte stehen da vorne. Einem Punkt gibt es drei Punkte, das ist dein Hauptproblembereich. Dem anderen gibt es zwei Punkte und dem anderen gibt es einen Punkt, wo du sagst: Ja, noch ein bisschen vielleicht so in der Richtung. Und dem anderen gibt es null Punkte nicht, weil sie kein Problem sind, aber vielleicht nicht so ein krasses Problem wie die anderen. Das sollen wir so machen, jeder für sich mal. Und dann dürfen wir im Anschluss füreinander beten, ihr Lieben, weil wir alle schwache Menschen sind, oder?
Wir sollen einander annehmen, wir Schwachen, ja, warum? Weil es gut ist für die Einheit. Das wäre doch gut für die Einheit. Wir müssen einander nicht kapiteln und sagen: Das, was du tust, das kann ich schon lange. Nein, wir dürfen als schwache Menschen zusammenstehen.
Einheitsfeind Nummer drei: Streit und Spaltung. Auch da geht Paulus vor allem im Korintherbrief natürlich darauf ein. Ja, Korinth war ja auch so eine Gemeinde. Wir haben das hier immer wieder thematisiert. 1. Korinther 1,10: Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, kraft des Namens unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle einmütig seid in eurem ... wisst ihr, was da kommt? In eurem Reden. Interessant, oder? Dass ihr alle einmütig seid in eurem Reden und keine Spaltungen unter euch zulasst, sondern vollkommen zusammengefügt seid, in derselben Gesinnung, in derselben Überzeugung an einem Strang zu ziehen. Nicht Gleichmacherei, dass alle gleich sein müssen, alles Gleiche machen müssen und alle in der gleichen Gesinnung, in derselben Überzeugung an einem Strang zu ziehen. Darum geht es.
Und deswegen ist Streit und Spaltung ein Feind der Einheit. Solange nämlich, so geht es in 1. Korinther 3 dann weiter, solange nämlich Eifersucht und Streit und Zwietracht unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise? Denn der eine sagt: Ja, ich gehöre zu Apollos und zu Paulus und zu Petrus. Und dann kommen die Ganzgläubigen und sagen: Ja, wir gehören zu Christus, und fühlen sich dabei besser wahrscheinlich, aber es sind genauso Spalterleute, die dem Feind der Einheit Raum geben.
Es ist interessant, dass auch im Römerbrief Paulus ganz explizit warnt vor Menschen, die Spaltungen bringen. Ich habe es vor einem Jahr schon mal gesagt, und das ist mir sehr ernst. Ich glaube tatsächlich, dass wenn wir als Gläubige nicht unter der Zerrissenheit und Uneinigkeit der Christenheit leiden, dann sind wir auf dem falschen Weg, dann sind wir nicht auf dem göttlichen Weg. Wenn wir nur denken: Die hier, und es ist gut, wenn wir uns hier abgrenzen, ich glaube, der Wunsch und die Sehnsucht nach Einheit im Leib muss in uns sein. Ansonsten müssten rote Warnlampen angehen, wirklich die Sehnsucht danach, das Leiden darunter, dass es nicht so ist, das Leiden darunter, dass man auch mit manchen ja tatsächlich keine so Gemeinschaft haben kann, weil manche Dinge wirklich schwierig sind und nicht unter einen Hut zu bringen sind. Keine Frage, ich sage nicht, dass man jetzt hier alle lehrmäßigen Themen einfach nur wischiwaschi unter den Tisch ... überhaupt nicht. Aber wenn es dir egal ist und du sagst: Wir sind sowieso die Besseren, dann ist es egal, dann sollen die bleiben und gucken und so weiter und sollen von uns mal lernen und schauen, wenn man richtig glaubt und wenn man richtig auslegt und wenn man vernünftig die Bibel liest. Wenn wir so drangehen, dann läuft was falsch, sollten die Warnlampen wirklich angehen.
In dem wunderschönen Kapitel, wo Paulus über Gemeinde als Körper spricht, da sagt er, damit es keinen Zwiespalt im Leib gebe, sondern die Glieder gleichermaßen füreinander sorgen. Wenn ein Glied leidet, leiden alle. Ihr kennt den Abschnitt wahrscheinlich die meisten von euch. Deswegen die Frage für mich, für uns: Sorgen wir für die anderen? Die Glieder sollen gleichermaßen füreinander sorgen. Wo du stark bist, diene dem Schwachen. Wo du schwach bist, okay, sei demütig genug, um dir dienen zu lassen.
Das fällt mir gerade ein: In der Gemeindeleitungssitzung haben wir besprochen, wie wir es mit der Gemeindefreizeit wieder machen. Geld ist ein Thema, gerade für Familien ist es richtig viel Geld. Wir haben gesagt: Na ja, wir haben es ja da hingeschrieben, dass jeder nur so viel zahlen muss, wie er kann und so weiter, und das ist ja anonym oder sowas. Ja, wenn du stark bist, finanziell gut ausgestattet, diene den anderen. Mach mehr rein, als da draufsteht! Wenn du schwach bist, hast du die Freiheit, weniger in diese anonyme Box da zu tun. Gott segne euch! Versteht ihr? Das ist gelebte Einheit, füreinander sorgen, am selben Strang ziehen.
Der Körper, den Paulus hier als Symbol, als Bild nimmt, und das ist eines meiner Lieblingsbilder in der Bibel ganz allgemein, der Körper steht mir so nah. Dieses Bild, da wird mir so bewusst, wie schlecht es funktioniert, wenn der Körper uneins ist. Ja, dann wird es echt zäh, ihr Lieben. Wenn der rechte Fuß sagt: Also ich gehe jetzt aufs Laufband, und der linke sagt: Das ist mir zu anstrengend, und der Bauch sagt: Ich gehe jetzt zum Kühlschrank, und die Füße wollen einfach nur vor sich hin stinken, und die Hände sind so faul, die Füße zu waschen, und die Lunge will nur noch raus an die frische Luft. Also wenn du einen Typen mit so einem Körper siehst, da sagst du: So will ich nicht werden. Versteht ihr? So will ich nicht werden. Wir sollen ein funktionierender Körper, eine Einheit sein.
Einheitsfeind Nummer vier, schon angeklungen in 1. Korinther 3: Neid und Eifersucht. Neid und Eifersucht, der vierte Feind der Einheit, jetzt hier in meiner Zählung, ja, das ist keine Priorität, kommt darauf an, ja, ich weiß nicht, wo es bei dir ist. Im zehnten Gebot werden wir schon aufgefordert, ja, du sollst nicht begehren. Galaterbrief heißt es: Lasst uns nicht nach leerem Ruhm trachten, einander nicht herausfordern und einander nicht beneiden. Nicht beneiden.
Wisst ihr, wie das zerstörerisch ist für Einheit, wenn wir einander beneiden, wenn wir neidisch sind aufeinander, anstatt zu sagen: Okay, es ist doch göttliche Einheit, dass wir unterschiedlich sind, unterschiedliche Ressourcen haben, unterschiedliche Dinge bekommen haben, zur Verfügung gestellt bekommen haben. Ist absolut normal, ist okay, Gott hat es unterschiedlich verteilt. Lass es uns zu seiner Ehre einsetzen, halleluja! Das wäre göttliche Einheit. Weiß nicht, vielleicht ist da ein Problem: Neid, Eifersucht.
Einheitsfeind Nummer fünf: Klatsch und üble Nachrede. Das ist ein Feind, Freunde. Ist doch logisch, wenn ich damit rechnen muss, dass Leute hintenrum über mich reden, dann werde ich mich dem nicht öffnen können, dann werde ich mit dem keine Einheit haben können. Wenn man nicht zusammenwachsen kann, weil ich ja immer Schutzmauern haben muss, weil ich nicht weiß, was der hintenrum über mich erzählt.
Sprüche 16,28: Ein heilloser Mensch richtet Zank an, und ein Verleumder entzweit Freunde. Epheser 4,29: Kein schlechtes Wort soll aus eurem Mund kommen, sondern was gut ist zur Erbauung, wo es nötig ist, damit es den Hörern ... was soll es den Hörern bringen? Die Worte Gnade soll es ihnen bringen. Weißt du, was es bedeutet? Du redest besser über andere, als sie es verdienen. Das bedeutet es, wenn deine Worte Gnade bringen, oder? Das bedeutet es: Rede besser über andere, als sie es verdienen. Das muss man schon mal sagen. Nein, red besser über sie, als sie es verdienen. Du würdest dir auch wünschen, dass man erst mal davon ausgeht, dass du es vielleicht gut gemeint hast, auch wenn es nicht geraten ist, oder? Das würden wir uns alle wünschen.
Seid gegeneinander freundlich, barmherzig, vergebt einander, gleich wie auch Gott euch vergeben hat in Christus. So geht es in Epheser 4 weiter.
Letzter Feind der Einheit, jetzt hier in meiner Zählung, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit: fehlende Bereitschaft zu vergeben, fehlende Vergebungsbereitschaft. Ist doch klar, wir fehlen alle mannigfaltig, wir haben alle unsere Macken, wir haben alle unsere Schwächen, wir sündigen alle, entsprechen noch nicht dem vollkommenen Abbild oder dem Gott, sind nun kein perfektes Abbild von Gott. Wir müssen einander vergeben. Wenn wir das nicht tun, bereit sind, einander vollkommen zu vergeben, heißt nicht in jedem Fall vergessen, anderes Thema, aber vollkommen zu vergeben, dann wird das ein Feind der Einheit sein, ganz klar.
Und jetzt wäre mein Tipp, ich habe mir hier aufgeschrieben: Handyfoto machen. Jetzt dürftet ihr vielleicht mal heute die Punkte ... ja, echt mal Handy rausnehmen, die Punkte machen. Nicht einfach, weil das jetzt die wichtigsten Punkte vor Erber sind und ich mir die ausgedacht habe, sondern wenn du dann die Punkte verteilst, nimm zuhause nochmal das Handy raus, geh diese Punkte nochmal durch, für dich. Und dann rede mit den Leuten, wenn du nicht alleine wohnst. Sonst wäre es schön, wenn du dir irgendjemanden suchst aus dem Bekanntenkreis, hier aus der Gemeinde, hier gibt es ja Leute, da kann man sich suchen. Dann red mit jemandem über diese Liste und über deine Punktevergabe, das wäre die Hausaufgabe von heute. Fotografier es ab, mach dir deine Gedanken über das, wo du sagst: Okay, das wäre mein Punkt Nummer eins, das wäre meine Schwierigkeit Nummer zwei und das drei und die anderen drei gehen so. Und dann sprich mit jemandem darüber und betet gemeinsam dafür, dass ihr mit Gottes Hilfe diese Feinde besiegen könnt.
Es braucht einen Entschluss. Einheit passiert nicht von alleine. Aber, ihr Lieben, Einheit ist etwas extrem Mächtiges. Im Schlechten haben wir gesehen, genauso wie im Guten. Wenn wir als Gläubige zu einer Einheit zusammenwachsen, ist das unglaublich stark, und es macht Gott enorm groß. Es macht manchmal uns echt richtig klein, weil wir zugeben müssen: Oh, das kann ich nicht gut und da bin ich schlecht und oh ja, da muss ich wirklich echt Punkte vergeben, ich müsste mehr als drei Punkte machen, hier dann vielleicht sogar sieben, versteht ihr ja, wenn wir ehrlich sind. Es macht uns klein, es macht uns demütig, es macht Gott groß und es macht den Gott groß, der es schafft, mit Leuten, die hier massenweise Punkte verteilen sollten, eine Einheit zu bilden, die ein Abbild ist von seiner Herrlichkeit. Wow, so einen Gott haben wir, ihr Lieben, das ist wirklich gewaltig.
Und deswegen heißt es in Epheser 4,3: Befleißigt euch, seid fleißig, setzt wirklich Arbeit auch rein, befleißigt euch, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens. Ein Leib und ein Geist, das soll man sein.
Da hoffe ich, konnte ich euch Mut machen heute Abend. Jetzt nehmen wir uns noch kurz eine halbe Minute Zeit, dürft noch über eure Punktevergabe nachdenken und wie gesagt würde mich freuen, wenn ihr das mit nach Hause nehmt und dann mit eurem Ehepartner, vielleicht mit euren Kindern oder mit wem auch immer. Könnt auch jemanden anrufen, WhatsApp mag schwind, ich schicke dir das Bild mal rüber, guck mal, wie würdest du bei mir die Punkte vergeben? Ich habe sie so und so vergeben. Und dann beten wir füreinander, dass wir wirklich Einheit in der Ehe, in der Familie, unter Freunden, unter Geschwistern und hier in der Gemeinde wirklich leben können und darin wachsen und zunehmen können, damit die Welt erkennt, dass Jesus Christus tatsächlich der Messias ist, der Retter ist, von Gott gesandt.
Ich schließe in einer halben Minute ab mit Gebet.
Lieber Vater im Himmel, ja, wir leben tatsächlich in einer Zeit, die überall an allen Ecken und Enden brennt und von Hass und von Entzweihung und von Auseinanderdriften bestimmt ist, Herr, von Rechthaberei, von Egoismus, von sich selbst an die erste Stelle stellen und auf die anderen runtergucken. Aber Herr, wir haben Dich nicht so kennengelernt, ganz anders, ganz anders. Du bist nicht wie wir Menschen sind, Herr, du bist vollkommen, vollkommen gut, vollkommen gerecht, vollkommen gnädig, barmherzig, vergebungsbereit, einig.
Herr, ich danke dir, dass es so ist, und wir wollen dir in deinem Wesen wirklich nacheifern, wenn man eifrig bemüht sein, wenn man alles dransetzen, in der Heiligung zuzunehmen, durch deine Gnade, nicht weil wir es könnten, Herr, sondern weil wir durch dich befähigt sind, durch deinen Geist darin zu wachsen und zuzunehmen.
Herr, hilf, dass wir es zulassen in einer Welt, die uns immer von dir wegziehen möchte, die uns entzweien möchte, die Keile zwischen uns treiben möchte, Beziehung kaputt machen möchte. Herr, du bist der Gott, der Beziehung wiederherstellen möchte, der Heilung bringt, der Beziehung zwischen Menschen und zur allerersten Beziehung dir gegenüber. Herr, bitte hilf uns, dass wir Menschen werden, die diese Heilung zulassen in der Beziehung mit dir und in unseren menschlichen Beziehungen.
Herr, hilf, dass wir nie Freude daran haben, wenn wir entzweit sind, sondern dass wir ein echtes Anliegen haben, hier in der Gemeinde Einheit zu leben und dass das eine Einheit ist, die nicht menschengemacht ist. Wir wollen nicht einfach alles einnivellieren und alle gleich machen, sondern in dieser Unterschiedlichkeit, die du geschaffen und uns zugemutet hast, in dem, was wir sind, wie wir drauf sind, wie wir fähig und stark und kräftig sind, in dem, was wir haben, ganz unterschiedlich, in dem wir in diesen ganzen Unterschieden einig sind, in der Nachfolge, im Ziel, dich groß zu machen, in dem Ziel, dass die Welt erkennen soll, dass du, Herr Jesus, der Gott bist, vom Vater gesandt, der Retter aller Menschen. Amen!
Ja, ich wünsche euch eine gute Nacht, kommt gut nach Hause, bis wir uns wiedersehen, Gott befohlen!