Event•Teil 4 / 10Spurgeon-Konferenz 2016
Generierte Mitschrift
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Einleitung und Überblick über die nächsten Kapitel
Wir kommen jetzt zum dritten Teil. Ich bin froh, wenn ihr Seite neun findet in euren Unterlagen, und das fängt an mit Kapitel 6, Vers 1. Kapitel 6, Vers 1, bitte.
Das ist ein langer Abschnitt, aber wir schaffen es, weil wir schnell fahren werden. Ich freue mich, dass wir das gerade gebetet haben: Herr, du hast Worte des ewigen Lebens. Das ist Johannes 6, und ich freue mich, dass wir offen sind für das, was der Herr uns sagt.
Wir sehen immer klarer die Herrlichkeit Gottes in Jesus. Je mehr wir das Johannesevangelium anschauen, je mehr wir Jesus anschauen, desto klarer sehen wir, dass Jesus die Herrlichkeit Gottes zeigt.
Den Überblick habt ihr vor euch: zwei Ereignisse, Jesus speist die Fünftausend, Jesus geht auf dem See, und dann drei Einheiten in den Kapiteln 6, 7 und 8: Jesus ist das Brot des Lebens, die Quelle des Wassers und das Licht der Welt.
Steigen wir gleich ein.
Zwei Ereignisse: Jesus speist die Fünftausend. Wisst ihr das? Ihr wisst es wahrscheinlich ohnehin. Die Speisung der 5000 ist das einzige Wunder, von dem alle vier Evangelisten berichten: Matthäus, Markus, Lukas, Johannes. Das ist das einzige Wunder Jesu, das in jedem Evangelium steht.
Warum ist das so wichtig, die Speisung einer grossen Menschenmenge? Und noch dazu erzählen uns Matthäus und Markus von der Speisung der 4000. Also offensichtlich ist es sehr wichtig, die Speisung einer grossen Menschenmenge.
Ich denke, der Grund ist Jesaja 25. Können wir das aufschlagen, bitte? Jesaja 25, die Verse 6 bis 8. Das ist wie eine poetische Beschreibung von dem, was wir den Himmel nennen würden. Kapitel 25 in Jesaja, die Verse 6 bis 8:
Und der Herr der Heerscharen wird auf diesem Berg allen Völkern ein Mahl von fetten Speisen bereiten, ein Mahl von alten Weinen, von fetten, markigen Speisen, von alten, geläuterten Weinen. Und er wird auf diesem Berg die Schleierhülle wegnehmen, die alle Völker verhüllt, und die Decke, womit alle Nationen bedeckt sind. Er wird den Tod auf ewig verschlingen. Und Gott, der Herr, wird die Tränen abwischen von jedem Angesicht und die Schmach seines Volkes hinwegnehmen von der ganzen Erde; ja, der Herr hat es gesprochen.
Also diese Beschreibung vom Himmel: Ihr seht, dass das wie ein grosses Festessen, ein Festmahl ist, Vers 6, ein Mahl von fetten Speisen. Und im ersten Jahrhundert haben die Juden dieses Festessen das messianische Fest genannt. Sie haben gesagt: Dieses messianische Fest, dieses grosse Fest am Ende der Zeit, diese grosse Feier, und der Gastgeber bei diesem Fest wird der Messias sein.
Und jetzt kommt Jesus und er speist eine riesige Menschenmenge. Das ist natürlich nicht das messianische Fest, aber könnte es eine Vorschau sein? Ich glaube, das hat die Menschen zum Nachdenken gebracht.
Schauen wir uns wieder den Text an, jetzt Kapitel 6 im Johannesevangelium, die Situation, die Verse 1 bis 4:
Vers 2: Es folgte ihm eine grosse Volksmenge nach, weil sie seine Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Also das ist wieder: weil sie seine Zeichen sahen, Kapitel 2, Vers 23; Kapitel 4, Vers 48; usw. Jesus aber ging auf den Berg und sass dort mit seinen Jüngern beisammen. Es war aber das Passa nahe, das Fest der Juden. Also sie sind nicht in Jerusalem, aber es kommt bald das Passafest. Ich glaube, es ist wichtig, dass Johannes uns das sagt.
Die Verse 5 bis 13 beschreiben das Wunder. Wir kennen das schon, aber lesen wir es: Da nun Jesus die Augen erhob, Vers 5, und sah, dass eine grosse Volksmenge zu ihm kam, sprach er zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, damit diese essen können? Und dann sagt uns Johannes: Das sagte er aber, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste wohl, was er tun wollte.
Das ist jetzt Schulung. Deswegen habe ich diesem dritten Teil den Titel „Die Schulung“ gegeben. Das ist Schulung. Er schult die Jünger.
Philippus antwortete ihm: Für zweihundert Denare Brot reicht nicht aus für sie, dass jeder von ihnen auch nur ein wenig bekommt. Da sprach einer von seinen Jüngern, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, zu ihm: Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele?
Mit anderen Worten: Das ist eine unmögliche Situation.
Jesus aber sprach: Lasst die Leute sich setzen. Es war nämlich viel Gras an dem Ort. Da setzten sich die Männer; es waren etwa fünftausend. In einigen Kommentaren liest man: Ach, fünftausend Männer, das bedeutet wahrscheinlich, wenn man die Frauen und die Kinder und die Haustiere dazuzählt, etwa zwanzigtausend. Die Kommentare wählen die Haustiere nicht um die 20.000.
Ich glaube persönlich nicht, dass das der Fall ist. Ich glaube, dass diese Menschenmenge hauptsächlich, überwiegend aus Männern besteht, weil sie unterwegs sind Richtung Jerusalem für das Passafest. Fast alle Männer sollten nach Jerusalem gehen fürs Passa. Und deswegen glaube ich, dass das fast ausschliesslich Männer sind. Also persönlich glaube ich nicht, dass zwanzigtausend Leute da waren, obwohl Jesus auch sie speisen hätte können, das ist mir klar. Aber ich glaube, es waren fünftausend Männer.
Vers 11: Jesus nahm die Brote, sagte Dank, teilte sie den Jüngern aus; die Jünger aber denen, die sich gesetzt hatten. Ebenso auch von den Fischen, so viel sie wollten.
Das ist Jüngerschulung. Interessant ist für mich: Jesus gibt der Menschenmenge das Brot und die Fische nicht direkt. Er gibt das Brot und die Fische den Jüngern, und sie geben es weiter. Die sind einbezogen in seinem Team. Sie lernen, sich von Jesus gebrauchen zu lassen.
Und dann Vers 12: Als sie gesättigt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts verdirbt.
Als sie gesättigt waren, also sie haben nicht gerade genug gehabt, die sind satt, die sind voll, sie können nichts mehr essen. Es ist echt erstaunlich, was hier passiert.
Und dann Vers 13: Da sammelten sie und füllten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die denen übrig geblieben waren, welche gegessen hatten. Zwölf Körbe.
Wenn ich Freunde zum Essen einlade, dann geht es am Ende des Essens weniger als am Anfang. Mit Jesus ist es umgekehrt. Sie haben mehr zum Schluss als am Anfang.
Ist das ein Wunder? Oder ist das ein Wunder? Sollen wir abstimmen? Es ist ein Wunder.
Die Reaktion, die Verse 14 und 15: Als nun die Leute das Zeichen sahen, das Jesus getan hatte, sprachen sie: Das ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll. Sie denken an 5. Mose 18,15.
Aber ich denke, sie denken auch, einige, vielleicht viele, an Jesaja 25, die Verse 6 bis 8, die wir am Anfang gelesen haben. Sie denken: Könnte das eine Vorschau auf das messianische Fest sein? Wenn er so viele Leute zu einem Festessen einlädt, könnte es sein, dass das hier der Messias ist?
Und deswegen, Vers 15: Da nun Jesus erkannte, dass sie kommen würden, um ihn mit Gewalt zum König zu machen, zog er sich wiederum auf den Berg zurück, er allein.
Es ist noch nicht Zeit. Und es ist nicht nur noch nicht Zeit, sie haben natürlich immer noch das falsche Messiasverständnis. Denn die meisten damals hatten das Verständnis eines politischen Messias, der die Römer hinausschmeissen würde. Sie verstehen nicht, was für ein Messias der Messias sein wird.
Das zweite Zeichen und seine Bedeutung
Das zweite Ereignis: Jesus geht auf dem See, die Verse 16 bis 24.
Die Situation, Vers 16: Als es aber Abend geworden war, gingen seine Jünger hinab an den See. Und sie stiegen in das Schiff und fuhren über den See nach Kapernaum. Es war schon finster geworden, und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen. Das ist die Situation.
Und jetzt das Wunder, die Verse 18 bis 21. Vers 18: Der See ging hoch, da ein starker Wind wehte. Das ist ein Vorurteil von mir, das jetzt kommt. Aber in Kommentaren und in Predigten höre ich, dass das ein Gewitter war oder ein Sturm. Es steht nichts da, dass es ein Sturm oder ein Gewitter ist. Ich weiss nicht, wie man Sturm beziehungsweise Gewitter definiert. Aber es war viel Wind, und die Wellen waren hoch. Ich glaube nicht, dass das bedeutet, dass es ein Gewitter war. Es war ein Gewitter, als Jesus den Sturm gestillt hat, Markus 4,35-41. Aber ich glaube nicht, dass es hier ein Gewitter ist. Das ist einfach etwas, was ich sagen will, weil ich so oft höre, dass das hier ein Gewitter ist.
Ja, das ist eine schreckliche Vorstellung, wenn es wie der Föhn ist. Ja, danke, aber reden wir jetzt nicht über meine Föhnängste.
Okay, jetzt bin ich bei Vers 19. Als sie nun ungefähr fünfundzwanzig oder dreissig Stadien, vielleicht fünf Kilometer, gerudert hatten, sahen sie Jesus auf dem See gehen und sich dem Schiff nähern. Und sie fürchteten sich verständlicherweise. Jesus geht auf dem Wasser.
Und dann Vers 20: Er aber sprach zu ihnen: Ich bin’s, fürchtet euch nicht. Ich meine, ich glaube, das stimmt, dass er das gesagt hat: Ich bin’s, fürchtet euch nicht. Im Griechischen steht: Ich bin, fürchtet euch nicht. Und ich denke, dass man auch hier sagen kann, dass hier im Hintergrund die Behauptung da ist, dass Jesus der Schöpfer ist. „Ich bin“ ist der Name Gottes, 2. Mose 3,14. Wie hat Gott sich Mose offenbart im brennenden Dornbusch? Ich bin, der ich bin. Und Jesus kommt, er geht auf dem Wasser, und er sagt: Ich bin.
Ich lese euch vor Hiob 9,8. Hiob sagt von Gott: Er allein spannt den Himmel aus und schreitet auf Meereswogen einher. Nur Gott kann auf Wasser gehen. Jesus ist mächtiger als die Schwerkraft. Ich bin. Hiob 9,8.
Ich denke, das ist wieder Schulung. Er will ihnen beibringen, wer er ist. Ich meine, das ist interessant: Bei der Stillung des Sturms, Markus 4, gibt es andere Schiffe, andere Boote, andere Schiffe, andere haben das mitgekriegt, irgendwie. Aber hier ist dieses Wunder nur für die Jünger. Nur für die Jünger macht Jesus das. Es ist Schulung. Er will ihnen die Augen auftun, er will, dass sie sehen, wer er ist.
Jetzt die Reaktion, die Verse 22 bis 24. Am folgenden Tag, als die Volksmenge, die am jenseitigen Ufer stand, diesen Satz ist wunderbar, das hätte Paulus, der Apostel, schreiben können, weil er so lang ist. Am folgenden Tag, als die Volksmenge, die am jenseitigen Ufer des Sees stand, gesehen hatte, dass kein anderes Schiff dort war als nur das eine, in welches seine Jünger gestiegen waren, und dass Jesus nicht mit seinen Jüngern in das Schiff gestiegen war, sondern dass seine Jünger allein abgefahren waren, es kamen aber andere Schiffe von Tiberias nahe an den Ort, wo sie das Brot gegessen hatten nach der Danksagung des Herrn, da also die Volksmenge sah, dass Jesus nicht dort war, auch nicht seine Jünger, stiegen auch sie in die Schiffe und kamen nach Kapernaum und suchten Jesus.
Ich denke, sie sind verwirrt. Die Menschenmenge hat das nicht mitgekriegt, dass Jesus auf dem See gegangen ist. Aber sie sind noch sehr neugierig, diese Leute nach der Speisung. Und Jesus erklärt das alles, dass diese Neugierde da ist. Sie wollen mehr von Jesus, sie wollen mehr Wissen von Jesus.
Jesus speist die Fünftausend. Jesus geht auf dem See. Jesus speist die Fünftausend, das ist ein Hinweis darauf, dass Jesus der Messias ist, der Gastgeber bei diesem Vorschau auf das messianische Fest. Und Jesus geht auf dem See, das ist ein Hinweis darauf, dass Jesus der Schöpfer ist. Halleluja! Wahnsinn, diese zwei Ereignisse.
Die erste große Rede über das wahre Brot
Jetzt drei Einheiten.
Erinnert euch: Als Israel in der Wüste war, nachdem sie aus Ägypten gekommen waren, aus der Sklaverei, hat Gott ihnen drei Geschenke gegeben: Manna beziehungsweise Brot, Wasser und eine Feuersäule. Manna, Wasser, Feuersäule. Und jetzt sagt Jesus in diesen drei Einheiten, dass er das Brot des Lebens ist, die Quelle des Wassers und das Licht der Welt.
Schauen wir uns diese erste Einheit an: Jesus, das Brot des Lebens. Ich bin oben auf Seite zehn. Die Verse 25 bis 71. Das ist ziemlich kompliziert, dieser Dialog, dieses Gespräch hier, diese Rede von Jesus zu der Volksmenge, zu der Menschenmenge. Aber ich habe es so aufgeteilt.
Zunächst einmal die Verse 25 bis 34: seine Jesudiagnose.
Vers 25: Und als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, sprachen sie zu ihm: Rabbi, wann bist du hierher gekommen? Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht deshalb, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. Obwohl es mir vorkommt, ist das letztlich das Gleiche. Aber sie haben das Zeichen nicht nur gesehen, sondern gegessen.
Vers 27: Wirkt nicht für die Speise, die vergänglich ist, sondern für die Speise, die bis ins ewige Leben bleibt, die der Menschensohn euch geben wird; denn diesen hat Gott, der Vater, bestätigt.
Die Diagnose ist: Ihr seid von Zeichen und Wundern abhängig. Und die Reaktion, die er sich wünscht von der Menschenmenge, ist Glaube.
Vers 28: Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir tun, um die Werke Gottes zu wirken? Jesus antwortete nun und sprach zu ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat. Wieder: den er gesandt hat, ist schon wieder da. Und Jesus sagt: Glaubt, glaubt an ihn. Das ist wieder Johannes 3,30 und 31 im Hintergrund.
Und dann kommt der Beweis, dass die Diagnose von Jesus stimmt.
Vers 30: Da sprachen sie zu ihm: Was tust du denn für ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben? Was wirkst du? Unsere Väter haben das Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben steht: Brot aus dem Himmel gab er ihnen zu essen. Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot aus dem Himmel. Denn das Brot Gottes ist derjenige, der aus dem Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt. Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit dieses Brot.
Die Diagnose: Ihr seid abhängig von Zeichen und Wundern. Die Reaktion, die sich Jesus wünscht, ist, dass sie an ihn glauben.
Vers 29.
Zweiter Block: seine Behauptung, die Verse 35 bis 48.
Vers 35: Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten. Aber ich habe es euch gesagt, dass ihr mich gesehen habt und doch nicht glaubt.
Jesus ist das Brot des Lebens. Jeder Mensch braucht Brot. Und Jesus sagt: Ich bin Brot. Ich bin Brot, das euch Leben gibt. Das ist wieder Johannes 20, Vers 31: Leben. Ich bin das Brot des Lebens.
Vers 37: Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Dies ist eine gewaltige Behauptung. Jesus sagt: Gott hat mir bestimmte Menschen gegeben, und sie werden zu mir kommen. Gott hat eine Entscheidung getroffen, und er hat mir Menschen gegeben, und sie werden zu mir kommen.
Vers 38: Denn ich bin aus dem Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Und das ist der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich es auferwecke am letzten Tag. Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben hat, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.
Und dann gibt es die Menschenmenge oder vielleicht die führenden Juden, das weiß ich nicht. Wenn einige von Ihnen dabei sind, bis 41, da murrten die Juden über ihn, weil er gesagt hatte: Ich bin das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist. Und sie sprachen: Ist dieser nicht Jesus, der Sohn Josephs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie kann dieser denn sagen: Ich bin aus dem Himmel herabgekommen?
Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Murrt nicht untereinander. Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn der Vater zieht, der mich gesandt hat. Und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. Wenn immer jemand zu Jesus kommt, ist das ein Wunder. Es ist etwas, was Gott getan hat. Ich habe das gestern Nachmittag gesehen, als wir Kapitel 1 angeschaut haben. Kapitel 1, Vers 13: Menschen, die zu Jesus finden, sind geboren aus Gott, nicht aus dem Willen eines Menschen, sondern aus Gott. Es ist etwas, was Gott tut.
Vers 45: Es steht geschrieben in den Propheten: Sie werden alle von Gott gelehrt sein. Jeder nun, der vom Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir. Nicht, dass jemand den Vater gesehen hätte; nur der, welcher von Gott ist, hat den Vater gesehen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat ewiges Leben.
Und die Reaktion, die er sich hier wünscht, ist: kommt, jemand glaubt es auch da in Vers 36 und Vers 40, aber kommt es da in Vers 35, wer zu mir kommt. Und in Vers 37: Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen. Also Jesus behauptet, das Brot des Lebens zu sein, und er sagt: Kommt, glaubt, kommt und glaubt. Es ist das Gleiche.
Die Zuspitzung der Rede und die Entscheidung der Jünger
Der dritte Abschnitt, die Verse 49 bis 59. Ich hätte Vers 48 lesen sollen: „Ich bin das Brot des Lebens.“ Das ist der Abschluss von diesem Teil. Dann, ab Vers 49, seine Erklärung: Eure Väter haben das Manna in der Wüste gegessen und sind gestorben. Dies ist das Brot, das aus dem Himmel herabkommt, damit, wer davon isst, nicht stirbt.
Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist. Wenn jemand von diesem Brot isst, so wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch. Also, die Reaktion, die sich Jesus hier wünscht, ist Essen. Es ist überhaupt keine Anspielung auf das Abendmahl oder so. Es ist einfach wie Glauben und Kommen. Das ist hier ein Bild für Einnehmen, nicht auf dem Tisch lassen, sondern einnehmen. Jesus so vertrauen, dass man will, dass er ein Teil ganz in mir ist, in meinem Leben.
Und schau, was er sagt über sein Fleisch, über seinen Körper, die zweite Hälfte von Vers 51: Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt. Er denkt an das Kreuz. Ich nehme an, die meisten haben überhaupt nicht verstanden, um was es da geht, aber es ist eine Anspielung auf seinen Tod.
Vers 52: Da stritten die Juden untereinander und sprachen: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben? Sie haben das buchstäblich, wortwörtlich verstanden, und sie sind schockiert. Sie sind empört. Darum sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wahrhaftig Speise, und mein Blut ist wahrhaftig Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich um des Vaters willen lebe, so wird auch der, welcher mich isst, um meinetwillen leben. Dies ist das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Manna, das eure Väter gegessen haben und sind gestorben. Wer dieses Brot isst, wer zu mir kommt, wer an mich glaubt, der wird leben in Ewigkeit.
Und dann sagt Johannes, das macht mich neugierig: Dies sprach er, als er in der Synagoge von Kapernaum lehrte. Also am Anfang, gleich nach der, also am Anfang, Vers 22 oder Vers 25, ist er noch draußen, glaube ich, mit den Leuten. Aber irgendwann einmal sind sie nach Kapernaum gegangen und in die Synagoge gegangen. Das war der dritte Teil seiner Erklärung, dass dieses Kommen, dieses Glauben wie Essen ist, dass man Jesus gleich in sich einnimmt. Und da sind diverse Worte: Vers 51, 53, 56 und auch 57 und 58.
Vers 60: Viele nun von seinen Jüngern, die das hörten, sprachen: Das ist eine harte Rede; wer kann sie hören? Da aber Jesus bei sich selbst erkannte, dass seine Jünger darüber murrten, sprach er zu ihnen: Ist euch das ein Ärgernis? Es geht hier nicht um die Zwölf, es geht um andere Leute, die Jesus nachgefolgt sind, die mitgegangen sind. Wie nun, Vers 62, wenn ihr den Sohn des Menschen dorthin auffahren seht, wo er zuvor war? Ich nehme an, es geht um die Kreuzigung, die Auferstehung und um die Himmelfahrt. Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben. Aber es sind etliche unter euch, die nicht glauben. Denn Jesus wusste von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde. Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt, niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn von meinem Vater gegeben.
Es ist wieder diese Sache, dass Gott der Vater Jesus gewissen Menschen gegeben hat, und sie kommen zu Jesus. Und Vers 66: Aus diesem Anlass zogen sich viele seiner Jünger zurück und gingen nicht mehr mit ihm. Sie wollen nichts mehr mit Jesus zu tun haben. Das ist zu viel, das ist zu stark. Es ist zu stark, entweder weil sie das mit Essen und Trinken von Jesus zu buchstäblich verstanden haben, oder es ist zu stark dieser Gedanke, dass Gott der Vater gewissen Menschen Jesus geschenkt hat. Die wollen das nicht hören.
Jetzt kommt die Frage, Vers 67: Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr nicht auch weggehen? Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens, und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes. Johannes 20, die Verse 30 und 31, oder? Es ist wieder da, immer wieder ist es da. Die Antwort auf die nächste Frage ist nein, natürlich. Aber kannst du dir vorstellen, wie sich Jesus fühlt, als Petrus sagt: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens. Wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Messias bist, der Sohn des lebendigen Gottes. Kannst du dir vorstellen, was für eine Freude er spürt? Viele sind weggegangen, aber diese Leute hier sagen: Wir glauben an dich, wir erkennen dich, wir haben deine Herrlichkeit gesehen, wir wollen mit dir gehen, du hast Worte des ewigen Lebens.
Jesus antwortete ihnen: Habe ich nicht euch zwölf erwählt, und doch ist einer von euch ein Teufel? Er redete aber von Judas, Simons Sohn, dem Ischariot; denn dieser sollte ihn verraten, er, der einer von den Zwölfen war.
Also, Kapitel 6 war Jesus das Brot des Lebens. Gehen wir jetzt zu Kapitel 7.
Kapitel 7: Jesus, die Quelle des Wassers. Schafft ihr das noch? Na ja.
Vers 1: Danach zog Jesus in Galiläa umher; denn er wollte nicht in Judäa umherziehen, weil die Juden ihn zu töten suchten. Fast drei Kapitel des Markus-Evangeliums zusammen in einem Vers. Fast alles, was in Markus 6, 7 und 8 ist, hat Jesus getan, während Vers 1 von Kapitel 7 im Johannes-Evangelium, Johannes 7,1, das zusammenfasst.
Und habt ihr das gesehen? Die Juden, Vers 1, es geht um die führenden Juden, die diese Entscheidung getroffen haben, Jesus loszuwerden. Und Vers 2: Es war aber das Laubhüttenfest der Juden nahe. Das Laubhüttenfest: Gott hat Israel in der Wüste Wasser geschenkt, und die Leute in der Wüste, sie haben auch in Hütten gelebt. Und beim Laubhüttenfest haben sie Gott für seine Hilfe in der Wüste gedankt, und sie haben Laubhütten gebaut. Sie haben teilweise in diesen Laubhütten in Jerusalem dann übernachtet.
Und an jedem Tag während des Laubhüttenfests, es hat eine Woche lang gedauert, sind die Priester zu einer Quelle gegangen, das heißt Gihon, mit einem goldenen Krug, und sie haben Wasser geholt von dieser Quelle, jeden Tag. Der Priester hat das mit Wasser gefüllt, und dann haben sie das gebracht, diesen Krug, diesen goldenen Krug voll mit Wasser. Sie haben es zum Tempel gebracht, und dann hat neben dem Altar ein Priester das Wasser ausgegossen als Erinnerung an das, was Gott in der Wüste getan hatte, und um Danke zu sagen, als Dankeschön an Gott für das, was er getan hatte. Das war das Laubhüttenfest, und jeden Tag haben sie das gemacht.
Die Verse 3 bis 9, das ist letztlich nur eine Brücke bis zur Rede Jesu. Aber die Verse 3 bis 9: Seine Brüder, seine Halbbrüder, sie wollen, dass Jesus auf das Fest geht, weil sie wollen, dass Jesus gesehen wird und bekannt wird. Zum Beispiel Vers 4: Denn niemand tut etwas im Verborgenen und sucht zugleich öffentlich bekannt zu sein. Wenn du diese Dinge tust, so offenbare dich der Welt. Aber Jesus ist nicht bereit, mitzumachen. Er sagt in Vers 8: Geht ihr hinauf zu diesem Fest; ich gehe noch nicht zu diesem Fest hinauf, denn meine Zeit ist noch nicht erfüllt. Als er dies zu ihnen gesagt hatte, blieb er in Galiläa. Aber nachdem sie weggegangen sind nach Jerusalem, Vers 10, geht er doch hinauf, aber irgendwie im Verborgenen, heimlich.
Und dann gibt es wieder wichtige Gespräche zwischen Jesus und der Menschenmenge und den führenden Juden. Zunächst einmal die Verse 10 bis 24: Es geht um die Autorität Jesu.
Vers 10: Da suchten ihn die Juden während des Festes und sprachen: Wo ist er? Es gab viel Gemurmel seinetwegen unter der Volksmenge. Etliche sagten: Er ist gut. Andere aber sprachen: Nein, sondern er verführt die Leute. Er ist ein Verführer, haben einige gesagt. Aber er hat Autorität. Vers 15: Die Juden verwunderten sich und sprachen: Woher kennt dieser die Schriften? Er hat doch nicht studiert. Sie haben erkannt, als er gelehrt hat, er kennt sich aus, er kennt sich aus bei der Schrift. Wie gibt’s das? Er ist nicht auf die Uni gegangen, um Rabbi zu werden? Man sieht, wie die Spannung steigt.
Vers 16: Meine Lehre, sagt Jesus, ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. Wenn jemand seinen Willen tun will, wird er erkennen, ob diese Lehre von Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede. Wer aus sich selbst redet, der sucht seine eigene Ehre, Herrlichkeit; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm. Meine Autorität kommt vom Vater, sagt er.
Und jetzt greift Jesus an. Vers 19: Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben, und doch tut keiner von euch das Gesetz? Warum sucht ihr, mich zu töten? Die Menge antwortete und sprach: Du hast einen Dämon; wer sucht dich zu töten? Sie wissen nicht von den Plänen der Führenden. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ein Werk habe ich getan, und ihr alle verwundert euch. Ich glaube, er spricht von der Heilung des Gelähmten am Teich Betesda. Darum sage ich euch: Mose hat euch die Beschneidung gegeben, nicht dass sie von Mose kommt, sondern von den Vätern, und ihr beschneidet den Menschen am Sabbat. Wenn ein Mensch am Sabbat die Beschneidung empfängt, damit das Gesetz Mose nicht übertreten wird, was zürnt ihr mir denn, dass ich den ganzen Menschen am Sabbat gesund gemacht habe? Das ist ein gutes Argument. Richtet nicht nach dem Augenschein, sondern fällt ein gerechtes Urteil.
Das ist da alles die Autorität Jesu. Und dann die Identität Jesu, das war schon ein Thema, aber jetzt wird es umso mehr.
Vers 25: Da sprachen etliche von Jerusalem: Ist das nicht der, den sie zu töten suchen? Und siehe, er redet öffentlich, und sie sagen ihm nichts. Haben etwa die Obersten wirklich erkannt, dass dieser in Wahrheit der Messias ist? Wenn die religiösen Führer das mitgekriegt haben, haben sie sich nicht gefreut, dass die Menschenmenge angefangen hat zu denken: Aha, vielleicht denken die Obersten, dass Jesus wirklich der Messias ist. Wer ist dieser Mensch?
Vers 27: Doch von diesem wissen wir, woher er ist; wenn aber der Messias kommt, so wird niemand wissen, woher er ist. Da rief Jesus, während er im Tempel lehrte, und sprach: Ja, ihr kennt mich und wisst, woher ich bin, und doch bin ich nicht von mir selbst gekommen, sondern der ist wahrhaftig, der mich gesandt hat, den ihr nicht kennt. Ich aber kenne ihn, weil ich von ihm bin, und er hat mich gesandt.
Da suchten sie, ihn zu ergreifen, aber niemand legte Hand an ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen. Die Spannung nimmt zu. Viele aber aus der Volksmenge glaubten an ihn und sprachen: Wenn der Messias kommt, wird er wohl mehr Zeichen tun als die, welche dieser getan hat?
Die Pharisäer hörten, dass die Menge diese Dinge über ihn murmelte. Darum sandten die Pharisäer und die obersten Priester Diener ab, um ihn zu ergreifen. Es geht jetzt zu weit, sie wollen, dass das aufhört. Es geht um die Identität.
Und dann, ab Vers 33, sagt Jesus, dass er weggehen wird, und die Menschenmenge ist verwirrt. Noch eine kleine Zeit, Vers 33, bin ich bei euch, und dann gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat. Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und wo ich bin, dorthin könnt ihr nicht kommen. Da sprachen die Juden untereinander: Wohin will er dann gehen, dass wir ihn nicht finden sollen? Will er etwa zu den unter den Griechen Zerstreuten gehen und die Griechen lehren? Was ist das für ein Wort, das er sprach: Ihr werdet mich suchen und nicht finden, wo ich bin, dorthin könnt ihr nicht kommen?
Aber das große Gesprächsthema ist: Wer ist Jesus? Was behauptet er von sich selbst? Wer ist er wirklich?
Und dann kommen wir zum letzten Tag des Laubhüttenfestes. Nachdem sie tagelang jeden Tag diesen Krug Wassers vor dem Altar im Tempel ausgegossen haben, die Verheißung Jesu, Verse 37 bis 39:
Vers 37: Aber am letzten, dem großen Tag des Festes, stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
Seht ihr, wie das genau zum Laubhüttenfest passt? Die Verheißung Jesu. Jesus bietet lebendiges Wasser an. Und Vers 38 ist anscheinend schwierig zu übersetzen, ob die Ströme lebendigen Wassers aus Jesus fließen oder aus denen fließen, die an Jesus glauben. Aber ich glaube, dass beides stimmt, weil es hier um den Heiligen Geist geht.
Vers 39: Johannes erklärt uns das. Das sagte Jesus aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben. Denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war. Natürlich war er schon da, aber zu dem Zeitpunkt im Alten Bund hat der Heilige Geist nie in einem Menschen gewohnt. Hin und wieder ist der Heilige Geist gekommen, um Menschen zu bestimmten Sachen auszurüsten, aber er hat nicht in einem Menschen gewohnt. Deswegen hat David, als er Ehebruch begangen hat und dann umgekehrt ist, als er Psalm 51 geschrieben hat, in seinem Gebet in Psalm 51 gesagt: Nimm deinen Heiligen Geist nicht weg von mir. Weil es passieren hätte können im Alten Bund.
Also der Heilige Geist war noch nicht da in dem Sinn, weil Jesus noch nicht verherrlicht war. Pfingsten ist erst nach der Himmelfahrt Jesu passiert. Wie die Schrift gesagt hat, heißt es in Vers 38: Aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Worauf bezieht sich das? Eventuell Jesaja 12,3. Das ist ein Vers, den die Leute beim Laubhüttenfest immer wieder verwendet haben, als das Wasser ausgegossen worden ist: Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Quellen des Heils. Jesaja 12,3.
Und es könnte sein, dass das sich auf Sacharja 14,8 bezieht: Es wird geschehen an jenem Tag – es geht um das Ende, um den Segen, der eines Tages kommen wird –, da werden lebendige Wasser von Jerusalem ausfließen, die eine Hälfte in das östliche, die andere in das westliche Meer. Sommer und Winter wird es so bleiben, lebendige Wasser, die von Jerusalem ausfließen.
Und vielleicht, ich werde es jetzt nicht vorlesen, könntet ihr aufschreiben: Hesekiel 47,1-5. Da geht es auch um Wasser aus dem Tempel. Interessant: Hesekiel 47, Wasser aus dem Tempel. Und wir wissen: Wer hat den Tempel ersetzt? Und Jesus sagt, Wasser wird aus ihm ausfließen zu uns. Der Heilige Geist wird von ihm ausfließen zu uns und dann aus uns heraus. Hesekiel 47,1-5.
Und Johannes legt, wie gesagt, in Vers 39 diese Verheißung Jesu aus, und das ist wieder eine Anspielung auf den neuen Bund. Ich muss das noch einmal vorlesen: Hesekiel 36, das ist so eine tolle Stelle, eine der drei Stellen, die besonders vom neuen Bund sprechen.
Hesekiel 36,25: Ich will reines Wasser über euch sprengen, und ihr werdet rein sein. Von aller eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen. Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen. Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen.
Jesus bietet den neuen Bund an. Er bietet den Heiligen Geist an. Er ist die Quelle des Wassers.
Und 40 bis 44 werde ich jetzt nicht vorlesen, die Zeit fehlt. Ich muss aber Vers 42 vorlesen, Entschuldigung.
Vers 41: Andere sprachen: Dieser ist der Messias. Andere aber sagten: Kommt der Messias denn aus Galiläa? Sagt nicht die Schrift, dass der Christus, der Messias, aus dem Samen Davids kommt und aus dem Dorf Bethlehem, wo David war? Das ist 5,2. Einige haben sich ausgekannt, aber sie haben nicht gewusst, dass Jesus in Bethlehem geboren wurde. Geboren wurde, wurden ist, gewesen sind – das können schwere Sprache sein.
Und dann die Reaktion, die Verse 45 bis 52: Man sieht, dass sehr viel Unglaube da ist. 45 bis 49 ist die Reaktion, wenn die Diener zurückkommen. Die haben Jesus nicht verhaftet. Die Diener antworteten, Vers 46: Nie hat ein Mensch so geredet wie dieser Mensch. Da antworteten ihnen die Pharisäer: Seid auch ihr verführt worden? Glaubt auch einer von den Obersten oder von den Pharisäern an ihn? Aber dieser Pöbel, der das Gesetz nicht kennt, der ist unter dem Fluch!
Und dann tritt Nikodemus auf. Er glaubt. Die meisten unter den führenden Juden glauben nicht, aber er glaubt. „Pflichtet unser Gesetz einem Menschen, es sei denn, man habe ihn zuvor selbst gehört und erkannt, was er tut?“ Sie antworteten: „Bist du etwa auch aus Galiläa? Forscht nach und seht, kein Prophet ist aus Galiläa hervorgegangen.“
Jesus ist die Quelle des Wassers, er bietet uns seinen Heiligen Geist an, er bringt uns den neuen Bund. Und jetzt zum Schluss Kapitel 8: Jesus, das Licht der Welt.
Die Frage nach der Einfügung und der Beginn des letzten großen Abschnitts
Kurze Frage: Was ist mit Johannes 7,53 bis 8,11, der Geschichte von Jesus und der Ehebrecherin? Die Meinungen gehen auseinander, aber die meisten würden heute sagen, dass dieser Text nicht zum Johannesevangelium dazugehört. Es ist eine von nur zwei Stellen im Neuen Testament, bei denen es solche Fragen gibt.
Also bin ich persönlich der Meinung, nicht nur, weil es nicht zu meiner Struktur passt, sondern ich bin persönlich der Meinung, dass das nicht hier im Johannesevangelium ist. Passt.
Die anderen Stellen, die ich hier in Klammern aufgeschrieben habe, sind Vorschläge, die gemacht worden sind, wo diese Stelle vielleicht doch hingehört. Ich glaube, der beste Vorschlag hier ist der letzte: nach Lukas 21,38.
Ich habe aber keinen Zweifel daran, dass das eine wahre Begebenheit ist. Es ist wirklich passiert. Mir kommt vor, das ist typisch Jesus, wie er mit den führenden Juden umgeht und wie er mit dieser Frau umgeht. Ich glaube, dass das passiert ist. Ich glaube, dass das stimmt. Ich glaube auch, dass wir darin die Herrlichkeit Gottes in Jesus sehen.
Aber wenn du denkst: Na, das ist ein Teil des Johannesevangeliums, es gehört hier an den Anfang von Johannes 8, dann kann ich sehr gut damit leben. Und ich hoffe, wir können trotzdem Freunde bleiben. Vielleicht habe ich Unrecht. Nur eine Meinung.
Ich glaube, dass das irgendwann später eingeschoben worden ist. Die meisten Manuskripte haben das nicht hier am Anfang von Kapitel 8. Und es gibt einige Manuskripte, die das am Ende des Johannesevangeliums haben, einige am Ende des Lukasevangeliums und so weiter. Aber ich weiß es nicht. Aber ich bin überzeugt, dass das passiert ist. Ich glaube, dass es wahr ist.
Er schaut sehr schockiert aus. Ich mache trotzdem fertig, und vielleicht muss ich heute Nachmittag nach Hause fahren. Wir werden mal sehen.
Okay, schau mal Kapitel 8 an: Jesus, das Licht der Welt. Und das fängt an in Kapitel 8, Vers 12: Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.
Die Autorität Jesu und die Reaktion der Menge
Diese erste Stelle, die Verse zwölf bis dreißig, handelt noch einmal von der Autorität Jesu. Beim Laubhüttenfest, ich habe das schon erzählt, sind sie noch immer dort, oder kurz nach dem Laubhüttenfest ist das mit dem Wasser passiert. Aber auch am Laubhüttenfest gab es vier riesige Lampen, zusätzliche Lampen im Tempel.
Und Jesus steht da und sagt: Ich bin das Licht. Nicht nur das Licht von Israel, ich bin das Licht der Welt. Ich glaube, dass Vers zwölf, „Ich bin das Licht der Welt“, eine Anspielung auf Jesaja 49,6 ist. Das ist ein toller Text. In Jesaja 49 spricht Gott zu seinem Knecht. Ihr wisst, es gibt dieses Lied des Knechtes Gottes in der zweiten Hälfte des Buches Jesaja. Wir kennen alle Jesaja 53, dass der Knecht für unsere Sünden stirbt. Aber in Jesaja 49,6 sagt Gott zu seinem Knecht: Es ist zu gering, dass du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten aus Israel wiederzubringen, sondern ich habe dich auch zum Licht für die Heiden gesetzt, damit du mein Heil seist bis an das Ende der Erde.
Ich bin das Licht der Welt, sagt Jesus. Ich bin der Knecht Gottes. Ich bin auch für die Heiden da, das Licht der Welt. Er hat Autorität.
Kapitel 8, Vers 13: Da sprachen die Pharisäer zu ihm: Du legst von dir selbst Zeugnis ab, dein Zeugnis ist nicht glaubwürdig. Und Jesus gibt Antwort.
In Vers 24 ist wichtig: Jesus sagt: Darum habe ich euch gesagt, dass ihr in euren Sünden sterben werdet. Denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben. Da kenne ich mich nicht aus, wenn man im Griechischen steht: Denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich bin. Es ist wieder „ich bin“ da, und eventuell ist das wieder ein Hinweis darauf, dass Jesus Gott ist.
Es ist auch in Vers 28 da: Darum sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Sohn des Menschen erhöht haben werdet, dann werdet ihr erkennen, dass ich bin, und tue nichts von mir selbst aus, sondern wie mich mein Vater gelehrt hat, so rede ich.
Und Vers 30: Als er dies sagte, glaubten viele an ihn. Wieder die Reaktion. Johannes 20,30-31.
Die scharfe Gegenüberstellung von Freiheit, Herkunft und Wahrheit
Der zweite Abschnitt in Kapitel 8, die Verse 31 bis 47, zeigt, was Jesus von der Menschenmenge hält. Das werde ich nur ganz kurz behandeln, aber es ist sehr wichtig.
Die Verse 31 bis 36: Er sagt, ihr seid Sklaven der Sünde. Ihr seid Sklaven der Sünde, und der Sohn kann euch freimachen. Zum Beispiel Vers 34: Jede, die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde. Vers 36: Wenn euch nun der Sohn freimacht, so seid ihr wirklich frei.
Ihr seid Sklaven der Sünde, aber ich kann euch freimachen.
Was Jesus von der Menschenmenge hält, die Verse 37 bis 40: Ihr seid nicht wirklich Abrahams Kinder. Die Juden waren sehr stolz darauf, Kinder Abrahams zu sein, Abraham ihren Vater zu nennen. Vers 37: Ich weiß, dass ihr Abrahams Kinder seid, aber ihr sucht mich zu töten, denn mein Wort findet keinen Raum in euch. Ich rede, was ich bei meinem Vater gesehen habe; so tut auch ihr, was ihr bei eurem Vater gesehen habt.
Sie antworteten und sprachen zu ihm: Abraham ist unser Vater. Jesus spricht zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder wärt, so würdet ihr Abrahams Werke tun. Nun aber sucht ihr, mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, die ich von Gott gehört habe. Das hat Abraham nicht getan.
Ihr seid Sklaven der Sünde, ihr seid nicht Abrahams Kinder, und jetzt die Verse 41 bis 47: Ihr seid Kinder des Teufels.
Vers 41: Ihr tut die Werke eures Vaters. Da sprachen sie zu ihm: Wir sind nicht unehelich geboren, wir haben einen Vater, Gott. Vielleicht meinen sie: Wir sind nicht unehelich geboren, im Gegensatz zu dir. Es gab Gerüchte. Wir haben einen Vater, Gott.
Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben; denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen. Denn nicht von mir selbst bin ich gekommen, sondern er hat mich gesandt. Warum versteht ihr meine Rede nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt.
Jetzt kommt es, Vers 44, und das ist stark. Und das braucht Mut von Jesus. Er steht da allein vor der Menschenmenge und vor den führenden Juden: Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun. Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.
Sehr stark. Ihr seid Sklaven der Sünde, ihr seid nicht Kinder Abrahams, ihr seid Kinder des Teufels. Das ist, was Jesus von der Menschenmenge hält.
Aber er liebt sie, weil er das Licht der Welt ist, und er wird sein Fleisch, seinen Körper, für die Welt geben.
Der Höhepunkt der Auseinandersetzung um Jesu Identität
Und dann oben auf Seite 11 in euren Unterlagen, was die Menschenmenge von Jesus hält, und das ist der Höhepunkt zu diesem Teil, und es wird sehr stark. Sie sagen drei Dinge über Jesus. Zunächst einmal, in den Versen 48 bis 51, sagen sie: Du bist besessen. Vers 48: Du bist ein Samariter, und du hast einen Dämon. Du bist besessen.
Die Verse 52 bis 55: Du bist eingebildet, Jesus! Abraham ist gestorben, Vers 52, die Propheten, und du sagst: Wenn jemand mein Wort bewahrt, so wird er den Tod nicht schmecken in Ewigkeit. Was bildest du dir ein? Bist du größer als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Und die Propheten sind auch gestorben. Was machst du aus dir selbst? Du bist eingebildet.
Und drittens: Du bist ein Gotteslästerer, ab Vers 56. Vers 56: Jesus sagt: Abraham, euer Vater, verlockte, dass er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich. Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen? Und jetzt kommt’s. Vers 58: Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham war, bin ich.
Das ist schlechte Grammatik. Man würde erwarten: Ehe Abraham war, war ich. Das würde einfach bedeuten: Ich habe existiert, bevor Abraham existiert hat. Das ist schon stark. Aber Jesus schaut sie an und sagt: Ehe Abraham war, „Ich bin“. Ich bin. Und die Menschenmenge hat genau richtig verstanden. Schau Vers 59 an: Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Selbstverständlich haben sie das gemacht. Das ist Gotteslästerung, oder? Bevor Abraham war, ich bin.
Wie mutig ist Jesus, vor diesen ganzen Leuten zu stehen und so etwas zu sagen, öffentlich. Es ist jetzt sicher, dass er sterben wird. Ihre Entscheidung ist noch fester jetzt. Wir werden diesen Menschen loswerden. Die Spannung wächst. Und das ist Schulung in diesen Kapiteln 6, 7 und 8. Wir sehen die Herrlichkeit Gottes in Jesus. Er ist das Brot des Lebens, er ist die Quelle des Wassers, er ist das Licht der Welt selbst.
Und ich bin sicher, dass Johannes will, dass wir und alle, die dieses Evangelium lesen, uns die Frage stellen: Auf welcher Seite bin ich? Werde ich Jesus ablehnen, so wie die führenden Juden damals, oder werde ich an ihn glauben? Johannes 20,30-31, Johannes 1,11-14. Und der Heilige Geist, den Jesus uns geschenkt hat, ist da, und er will uns helfen. Und er will uns auch heute sagen: Ja, glaub weiter an Jesus, vertraue weiterhin auf Jesus, Brot des Lebens, Quelle des Wassers, Licht der Welt.
Es ist so erstaunlich, Jesus zu kennen, oder? Wahnsinn, wo wären wir ohne Jesus? Halleluja!
Gebet und Abschluss
Ich bete!
Herr Jesus, wir danken dir. Wir loben dich. Danke für deinen Mut. Danke, dass du so offen gesprochen hast. Danke, dass du der Messias bist. Danke, dass du der Sohn Gottes bist. Danke, dass du sagen konntest: Ich bin.
Wir beten dich an. Und wir machen uns neu auf für dich. Bitte erfülle du uns noch einmal mit deinem Heiligen Geist. Schenk bitte, dass auch aus uns Ströme lebendigen Wassers ausfließen. Bitte rüste du uns aus, damit wir ein Segen sein können für andere und für die Welt.
Herr Jesus, wir danken dir. Und wir danken dir für dieses Mittagessen, für die, die das für uns vorbereitet haben. Vater, wir danken dir im Namen Jesu. Amen.

