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Gesegnet, weil Gott mich überreich beschenkt hat

13.08.2018
Serie•Teil 1 / 14Blessed - gesegnet, weil...
Du siehst nur Stress und Rückschläge? Gottes Blick ist anders: Wer zu Jesus gehört, ist schon jetzt reich beschenkt – mit einem Segen, der weit über diese Welt hinausgeht.

Der Auftakt einer neuen Reihe

Ich möchte heute eine neue Predigtreihe starten. Habt ihr euch wahrscheinlich schon gedacht, denn das letzte Mal war ja die letzte von der letzten, also wahrscheinlich jetzt die erste von der nächsten. Klar hätte man theoretisch auch so eine Art Übergang machen können, so ein bisschen rummuscheln, nach dem Motto: Es ist ja eigentlich noch Sommerzeit. Aber nee, das hatte ich auch überlegt. Es ging so ein bisschen hin und her in meinem Kopf. Und wem ich dem einen oder anderen erzählt habe, was ich machen will, mache ich alles nicht. Also alles, was ihr schon gehört habt, fällt unter den Tisch.
Ich starte eine Reihe, die hat einen englischen Titel: Blessed. Blessed, für gesegnet. Und der Einstieg heute ist ziemlich banal. Ihr merkt das schon: Man braucht gar nicht viel auf diesen Notizen zur Predigt. Das sind quasi zwei Sätze, dann hast du es verstanden, und ein Bibelfers. Also das ist wirklich entspannt. Aber ich glaube, dass das Thema total schön ist. Ich freue mich auf diese Reihe, obwohl sie sich so ein ganz kleines bisschen schwieriger angelassen hat in der Vorbereitung, als ich das eigentlich wollte. Ich freue mich deshalb, weil sie so eine positive Reihe ist. Werdet ihr merken: Gesegnet, Segen ist etwas Gutes.
Und meinen wichtigsten Punkt für heute, den will ich gleich vornewegschieben: Wir dürfen als Christen eine Sache nicht vergessen. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir in dieser Welt die am meisten gesegneten Menschen sind, die es gibt. Okay, das ist so ein bisschen der Punkt, um den es mir geht. Wenn du am Ende rausgehst und sagst: Worüber hat er gepredigt? Dann ging es irgendwie um Segen. Was hat er gesagt? Dass wir als Christen in dieser Welt die am meisten gesegneten Menschen sind, die es überhaupt gibt.
Ich mache mal weiter. Wenn ihr das da oben weg habt, bitte, danke. Sonst schauen alle hoch und ich kriege immer das Flackern hier an der Seite mit.
Also, wenn ich das so sage, dass wir die am meisten gesegneten Menschen sind, dann weiß ich, dass der eine oder andere das so erst einmal gar nicht glauben kann. Das liegt daran, dass wir als Christen in dieser Welt auf den ersten Blick nicht besser oder nicht anders groß dastehen als andere Menschen. Das heißt, Christen werden auch depressiv. Christen haben Fehlgeburten. Christen verlieren ihren Job. Christen haben Probleme in der Kindererziehung. Christen haben keine Garantie dafür, dass ihre Ehe einfach so gelingt. Sie haben auch keine Garantie dafür, dass sie nicht an Krebs sterben. Christen leben wie andere Menschen auch in Kriegsgebieten. Sie bekommen Allergien oder keinen Handwerker.
Wenn ich mir das normale Leben eines Christen anschaue, und ich meine jetzt schon Leute, die es mit Gott ernst meinen, also keine Mitläufer und keine Leute, die sich nur Christen nennen, aber nicht wirklich auch als Christen leben, wenn ich mir das normale Leben eines Christen anschaue, dann sehe ich da, was Salomo so beschreibt: Zeit und Geschick trifft sie alle. Prediger 9,11. Zeit und Geschick trifft sie alle.
Und ich bin, wenn ich das sage, zwar Realist, aber ich bin eigentlich noch nicht mal ganz ehrlich. Denn Jesus verheißt seinen Jüngern, dass das, was ihm passiert, auch ihnen passieren wird. Also, was ist Jesus passiert? Man hat sich über ihn lustig gemacht. Was heißt das für uns? Das heißt, dass man sich über uns lustig machen wird. Man wird uns ausgrenzen. Man wird uns diffamieren. Man wird sich über unseren Glauben lächerlich machen. Man wird uns auf alle mögliche Weise verfolgen.
Und jetzt sagen wir in Deutschland: Kriegen wir davon nicht mit? Ja, dann schau mal in muslimische Länder, und du wirst mitbekommen: Dort geht Verfolgung ganz locker bis hin zu Inhaftierung, Enteignung, Vergewaltigung und Todesstrafe. So weit ist es bei uns nicht. Und ich bin dafür von Herzen dankbar. Ich weiß nicht, wofür ihr betet, wenn ihr für Deutschland betet. Ich danke, wenn ich für Deutschland bete, für Versammlungsfreiheit. Ich danke für Religionsfreiheit. Ich danke für den Paragraph 167 des Strafgesetzbuches. Jetzt wirst du sagen: Was steht da? Haha, kann ich dir sagen. Da steht, dass die grobe Störung eines Gottesdienstes unter Strafe steht. Also wenn hier einer reinkommt und einfach sagt: Ich störe mal den Gottesdienst, dann ist das ein Straftatbestand. Ich finde es toll, in einem Land leben zu dürfen, wo dieser Gottesdienst vom Staat und von den Behörden des Staates geschützt wird.
Kirchengeschichtlich ist das, was wir an Freiheit erleben, absolut nicht normal. Normal war für bekennende, bibeltreue Christen, also Leute, die ehrlichen Herzens sagen können: Jesus ist in meinem Leben Herr, und die Bibel ist für mich Gottes Wort, Norm für mein Leben. Für solche bekennenden, bibeltreuen Christen war es in der Kirchengeschichte eigentlich immer normal, verspottet zu werden und dann den Job zu verlieren, Häuser zu verlieren, Kinder weggenommen zu bekommen, umgebracht zu werden.
Und Jesus drückt sich an dieser Stelle auch sehr klar aus. Er sagt in Matthäus 10, zum Beispiel Vers 21: Und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen. Das ist das, was Jesus sagt. Er sagt zu seinen Jüngern: Ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen. Oder in Johannes 15, da sagt er ab Vers 18: Wenn die Welt, also da draußen, die Welt, die Gesellschaft, in der ihr lebt, wenn die Welt euch hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt wäret, also wenn ihr einfach zu diesem System gehören würdet, wenn ihr von der Welt wäret, würde die Welt das Ihre lieben. Man würde euch toll finden, wenn ihr dazugehören würdet. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt. Das ist das, was Jesus uns verheißt.
Gedenkt des Wortes, das ich euch gesagt habe: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen. Das ist die Realität.
Nach den Maßstäben dieser Welt ist es kein Segen, ein Christ zu sein. Christen sind nicht gesünder, auch wenn wir für Gesundheit beten oder an so einer Stelle, wo wir uns in den Finger ritzen oder schneiden, sagen: Herr, ich möchte, dass das wieder gut wird. Und ab und zu erleben wir ein Wunder. Aber im Großen und Ganzen, wenn du sagst: Okay, dann gehe ich in die Gemeinde, dann brauche ich nie wieder ins Krankenhaus, vergiss es. Christen sind nicht gesünder. Christen haben mehr Probleme, einfach deshalb, weil sie mit ihrem Glauben anecken. Christen erfahren im Allgemeinen weniger Anerkennung, und sie haben oft weniger Geld, sei es auch nur, weil sie nicht schwarz arbeiten gehen oder weil sie ihre Steuern zahlen oder keinen Versicherungsbetrug begehen.
Und zu guter Letzt dachte ich mir: Was kommt noch dazu? Zu guter Letzt packt Gott Christen in eine Gemeinde, um dort Liebe zu lernen und Liebe zu üben. Und wisst ihr, was das unterm Strich heißt? Noch mehr Stress. Na, ist ja so. Du kommst hierher und denkst dir: Ist alles Friede, Freude, Eierkuchen. Die Gemeinde ist der Ort, wo ich nur entspanne, relaxe, mich fallen lasse. Hahaha. Also Entschuldigung, aber das ist die Berufung eines Christen.
Und jetzt komme ich. Ich habe eben gesagt, so sieht es aus. Und jeder von euch hat ein bisschen mitgenickt und hat vielleicht andere Beispiele eingefügt. Aber jetzt komme ich und sage: Ein Segen ist etwas Gutes. Und wir dürfen als Christen keinesfalls vergessen, dass wir in dieser Welt die am meisten gesegneten Menschen sind, die es gibt.
Versteht ihr die Spannung also zwischen dem, was ich eben gesagt habe, und diesem Satz? Wie kann ein Leben, das doof ist, gesegnet sein? Und ich glaube, wir haben Leute in der Gemeinde, die führen im Moment ein doofes Leben. Oder vielleicht ist es auch nur eine doofe Zeit, die sie durchmachen. Garantiert gibt es auch in eurem Leben doofe Tage.
Ja, mein Freitag vorgestern, das war so ein richtig doofer Tag. Du stellst dich vor deinen Tag, machst eine schöne Tagesplanung und denkst: Super, ich muss im Büro Sachen hochladen ins Internet, dass das mal endlich erledigt ist. Ich muss eine Predigt schreiben. Ja, und abends machst du noch Sport. So, dann klappt der Upload nicht. Warum? Technische Probleme. Super. Dann setzt du dich an dein Predigtskript, und nach drei Stunden hast du ein Predigtskript und denkst: Das taugt gar nichts und kann nur wegschmeißen. Ist manchmal so bei kreativen Prozessen. Du stehst da davor, denkst dir: Super, kannst du in die Tonne treten, kannst morgen wieder neu anfangen. Und dann machst du Sport und dir wird speiübel. Yeah, toller Tag, so ganz super.
Und trotzdem, obwohl jeder von uns solche Tage hat und vielleicht auch manchmal so Phasen hat, wo er sagt, die Bibel spricht davon, dass das Alter eine Zeit ist, wo es nicht mehr schön ist, wenn die Jahre kommen, von denen du sagen wirst: Ich habe keinen Gefallen an ihnen. Das wird einfach dieses Leben ist, wie es ist. Und trotzdem sage ich, ich bestehe sogar darauf, dass gläubige Christen die am meisten gesegneten Menschen auf diesem Planeten sind.
Und ich sage das nicht, weil ich so ein Positivdenker bin, okay, bin ich kein Stück. Ich stehe von meiner Art als Mensch nicht in der Gefahr, mir mein Leben gutzureden. Herr von Klein auf, ich drücke mich mal ein bisschen grob aus: so viel Dreck gefressen, dass ich schon bei meiner Einschulung die rosarote Brille abgenommen habe. Wenn es dir mal richtig gut geht und du brauchst eine ordentliche Portion Negativität in deinem Leben, lad mich ein. Ja, ich kann dir helfen, das ist nicht mein Problem.
Ich habe eine Lektion wirklich verstanden, und diese Lektion lautet, dass diese Welt hier kein Paradies ist. Das habe ich wirklich verstanden. Wenn du es noch nicht verstanden hast, musst du noch ein bisschen lernen, aber du wirst es auch irgendwann verstehen. Diese Welt, in der wir hier leben, ist kein Paradies. Ich habe auch verstanden, dass wir uns anstrengen können, wie wir wollen, wir werden sie nicht zu einem Paradies machen. Wir können in dieser Welt so Inseln des Wohlstands schaffen, wo wenige auf Kosten von vielen sich so eine Art kleines Pseudoparadies zurechtschustern. Das geht. Aber keine Ideologie und auch keine Religion dieser Welt wird diese Welt, wie sie wirklich ist, retten.
Die Hoffnung, die wir haben als bekennende, bibeltreue Christen, wenn du mich die Frage stellst: Was ist meine Hoffnung? Die Hoffnung, die wir haben, ist nicht Wohlstand für alle, Bildung für alle, Gleichberechtigung für alle, Frieden für alle und welchen Slogan du auch immer einfühlst. Das ist nicht unsere Hoffnung. Die Hoffnung, die ich habe, und ich weiß nicht, was du für eine Hoffnung hast, die Hoffnung, die ich habe, hat mit dieser Welt hier nichts zu tun. Ich hoffe, dass du da einstimmen kannst. Bin mir nicht ganz sicher, wo du stehst. Aber die Hoffnung, die ich habe, die wirkliche Hoffnung meines Lebens, hat mit dieser Welt hier nichts zu tun.
Diese Welt, auf der wir leben, hat keine Zukunft. Gott wird sie weg tun, wird sie durch einen neuen Himmel und durch eine neue Erde ersetzen, das muss uns ganz klar sein. Ich habe mir überlegt, wie ich das klar machen kann. Computerprogramm, oder ja? Diese Welt ist wie so ein Computerprogramm, und die Welt, in der wir leben, das ist so die Betaversion, das ist die Version mit Fehlern, und sie ist so, weil der Mensch unbedingt ohne Gott leben wollte. Deswegen ist die Welt so, wie sie ist. Und wo das hinführt, das sehen wir. Und wir hören das jeden Abend in den Nachrichten. Aber der Clou ist: Es wird dabei nicht stehenbleiben. Gott wird diese Betaversion vom Markt nehmen. Ist das cool? Ja, Gott wird ein neues Universum schaffen, eines, in dem es keinen Tod mehr gibt und kein Leid und keine Boshaftigkeit, keine Kriege, keine Dummheit mehr. Ich freue mich darauf. Ein Universum, in dem getröstete und heile Menschen ohne Angst Gott und seine guten Gaben genießen werden.
Wisst ihr, heute schon gibt es Momente in unserem Leben, wo wir einen Vorgeschmack auf diese Ewigkeit bekommen. Jetzt liegt ein bisschen Urlaubszeit hinter uns. Da hat jeder immer so einen Moment gehabt, wo er sagt: Boah, wenn ich den festhalten könnte. Ich denke an einen Moment in der letzten Woche, Kinderbibelwoche, knalle heiß, meine Frau kommt abends nach Hause, setzt sich auf den Balkon, eiskaltes Bier, Füße hochlegen und für einen Moment nochmal nachdenken, wie der Tag war, wie viel Segen Gott geschenkt hat. Ein wirklich guter Tag.
Wir haben diese Momente, aber wir können sie nicht festhalten. Wir merken: Das sind die Momente, die den Himmel so ein Stückchen vorschatten. Aber gleichzeitig, obwohl wir merken, das sind die Momente, für die wir gemacht sind, wenn sich jemand fragt: Wo möchtest du hin? Das möchte ich festhalten. Wir können sie nicht festhalten, wir sind so gut, aber wir können sie nicht festhalten. Es ist halt nur die Betaversion.
Als Christ erwarten wir nichts von dieser Welt. Ich sage mal: jedenfalls wenn wir schlau sind. Nicht alle Christen sind schlau, aber wenn du schlau bist, erwartest du von dieser Welt nichts. Und erwartest alles von Gott. Und ich erwarte persönlich von Gott, dass er tatsächlich einmal alles neu machen wird. Er wird ein neues Universum schaffen, das seinen Vorstellungen entspricht.
Und jetzt kommt der Clou. Der Clou ist: Er hat damit schon angefangen. Er ist im Moment nämlich dabei, die Menschen zu erwählen, mit denen er die Ewigkeit verbringen will. Aus Gottes Perspektive ist die Welt, in der wir hier leben, verloren. Sie hat keine Zukunft, und die Menschen darauf sind verloren. Die Bibel spricht davon, dass Gott einmal jeden Menschen richten wird für das Böse und Falsche, das er in seinem Leben getan hat, übrigens auch für das Gute, was er nicht getan hat. Gott ist absolut heilig, und Gott hasst Sünde. Er hasst das wirklich. Er hasst alles Böse, alles Verschlagene, alles Ichsüchtige. Er sieht, was du eben in deinem Zeugnis aussagst, wie Menschen Menschen benutzen und ihnen schaden. Und er ist total dagegen.
Jetzt könnte man fragen: Warum macht Gott nicht mehr? Wenn er dagegen ist, warum lässt Gott so viel Leid zu? Es wäre eine eigene Predigt wert. Die ist schon gehalten worden, die findet man auf Frogwords, wenn man sie sucht, man muss nur Leid eingeben. Heute reicht es, wenn ich einfach nur darauf hinweise, dass Gott richten wird. Er wird tatsächlich nicht alle Zeit Fünfe gerade sein lassen. Er wird das Gemeine und er wird das Falsche in all seinen Facetten, also er wird über jeden bösen Gedanken, über jedes unnütze Wort, über jeden Betrug, über jede Lüge, über jeden Mord wird er zu Gericht sitzen, und dann wird wirklich alles ans Licht kommen. Das ist so verrückt: Jede Sünde, von der ich dachte, boah, das wird nie rauskommen, kommt einmal ans Licht, die wird in so ein ganz grelles Rampenlicht gestellt, und Gott sagt: Das ist wirklich passiert.
Und wenn Menschen dann kommen und sagen: Haha, warte es mal ab, wenn ich mal vor Gott stehe, dann werde ich schon sagen, was ich von ihm halte, er soll nur kommen. Ich weiß nicht, ob er sowas manchmal hört. Da dachte ich mir: Was für eine absurde Vorstellung. Also das wäre in etwa so, als würde sich eine Mücke mit einem Hochofen anlegen. Versteht ihr? Das ist einfach absurd. Der Gott, der spricht, und durch sein bloßes Wort entsteht das Universum mit seinen Milliarden und Abermilliarden von Galaxien, von denen jede einzelne wieder Milliarden von Sonnen enthält – Entschuldigung, wer diesem Gott begegnet, der wird vor Ehrfurcht einfach erstarren, der wird überhaupt kein Wort sagen.
Gott ist Wahrheit und Weisheit und Heiligkeit für uns nicht vorstellbarer Vollendung. Wenn er, wie Paulus es ausdrückt, wenn er das Verborgene der Finsternis ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbar machen wird, das Verborgene der Finsternis ans Licht, die Absichten der Herzen, die Motive hinter unserem Handeln offenbar machen wird, dann sind alle Menschen verloren. Dann ist, wenn Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde erschafft, niemand dabei. Kein Mensch ist passend für Gottes neue Welt. Wenn Gott seine Heiligkeit als Maßstab anlegt, dann fallen alle Menschen durch. Dann bleibt für uns tatsächlich nur Gericht und Hölle. Das ist die schlechte Nachricht. Die müssen wir hören, bevor wir die gute Nachricht verstehen.
Beispiel: Ja, das, was ich eben schildere, ist etwa so, wie wenn jemand sagt: Hey, du hast Maledivenurlaub gewonnen, vier Wochen, ganze Familie, all inclusive, fünf Sterne. Einzige Voraussetzung: Du musst die hundert Meter unter neun Sekunden laufen. Versteht ihr, so ist das in etwa. Gott sagt: Ich mache neuen Himmel, neue Erde, es wird großartig! Einzige Voraussetzung: Du darfst keine Sünde in deinem Leben haben. Ja, und du weißt, das wird schwierig mit den neun Sekunden, weil der aktuelle Weltrekord liegt bei 9,5 irgendwas und da liegt er schon länger. Oder es sieht auch nicht danach aus, als würde er jetzt irgendwann mal demnächst gebrochen.
Das ist das Problem des Menschen. Gott verspricht, ein neues Universum zu schaffen, eine Ewigkeit lang Leben, wirklich Leben in seiner ganzen Fülle genießen. Alles das, was mich heute nervt, wird dann weg sein. Es wird keine zu heißen Nächte mehr geben, keine abgenutzten Gelenke, keine Missverständnisse, keinen Fruststress mehr. Es gibt diesen Eustress, der macht Spaß, aber es gibt eben auch diesen Fruststress, der einfach keinen Spaß macht. Es gibt keine Lebenssorgen mehr, keine unbezahlten Rechnungen. Ich werde mich an alle Namen erinnern können, werde das erste Mal dreidimensional sehen können, vielleicht mache ich auch eine Eisdiele auf. Also ja, ich beschreibe den Himmel, und wenn dir solche Gedanken beim Thema Himmel zu plump vorkommen, verzeih mir, es wird noch viel besser. Aber wenn ich es so beschreibe, dann kriegst du eine Vorstellung davon, wie genial das wird.
Wir werden eine Ewigkeit lang feiern, genießen, lernen, anbeten, erforschen, wahres Leben erfahren. Und das alles in Gottes Nähe. Das ist, was Gott verspricht, nicht weniger. Aber das alles ist nur für Menschen, die ein Problem in ihrem Leben gelöst kriegen, und dieses Problem heißt Sünde.
Und ich habe gesagt: Gott ist im Moment dabei, die Menschen zu erwählen, mit denen er die Ewigkeit verbringen will. Frage: Was sind das für Menschen, zu denen Gott sagt: Du darfst dabei sein? Antwort: Es sind die Menschen, die ihre Sünde losgeworden sind.
Also die schlechte Nachricht lautet: Gott wird richten, und wehe, wenn er uns richtet. Die gute Nachricht lautet: Es gibt heute schon einen Weg, nicht in dieses abschließende, man nennt das auch das jüngste Gericht, zu kommen. Wie macht man das? Ich brauche einen Sündenbock. Ich brauche jemanden, der mich rettet. Jemanden, auf den ich meine Sünde, mein Versagen, meine ganze Schlechtigkeit legen kann. Jetzt brauche ich euch! Habt ihr das vorhin noch gesehen? Ihr seid super! Die schwarzen Flecken, das ist meine Sünde. Und Jesus ist ganz rein. Und ich brauche jemanden, und jetzt machen wir die nächste Folie: Zack, die schwarzen Flecken müssen rüber, die müssen von mir weg, ich brauche so eine weiße Weste. Vielen herzlichen Dank!
Also, ich brauche einen Sündenbock. Gerettet werden, das kann nur, wer erstens erst mal zugibt, dass er ein Problem hat. Denn solange ich noch denke, ich gehöre zu den Guten, solange will ich mich auch gar nicht retten lassen. Aber wenn ich das getan habe und wenn ich verstanden habe, sündenlos werden, mit Gott ins Reine kommen, wissen, wo man die Ewigkeit verbringt, das muss ein Mensch schaffen.
Wofür ist dieses Leben da? Wenn dich jemand fragt: Wofür ist dieses Leben da? Dann würde ich sagen: Weißt du, dieses Leben ist dazu da, dass ich meine Sünden loswerde, mit Gott ins Reine komme und weiß, wo ich die Ewigkeit verbringe. Von mir aus kann jeder von euch auch noch reich, berühmt und sexy werden. Kein Problem. Bereise die Welt, baue dir ein Haus, gründe eine Familie. Super, ich freue mich, wenn du das machst. Aber wirklich wichtig ist genau eine einzige Sache: dass wir zu den Menschen gehören, die Gott erwählt, die Ewigkeit mit ihm zu verbringen. Und dazu brauchen wir einen Sündenbock, einen Retter. Dazu brauchen wir Jesus.
Das ist die Botschaft, die wir predigen dürfen. Wenn ich sage, ich habe auf dieser Welt keine Hoffnung mehr für diese Welt, das ist nicht mehr mein Zuhause, dann weiß ich, warum ich hier bin. Ich bin hier, um anderen Leuten zu sagen, dass es Jesus gibt, dass Gott Mensch geworden ist, dass Gott ein sündloses Leben geführt hat, dass er am Kreuz gestorben ist für die Schuld der Menschen, und damit ist Gott in Vorleistung getreten. Das ist das Evangelium, das müssen wir predigen, das ist wichtig. Gott bezahlt für Sünde, für Sünde, die er nicht getan hat. Jesus hängt am Kreuz, und mit ihm hängen alle Sünden der Gläubigen mit ihm am Kreuz.
Also wenn ich mir meiner eigenen Schuld bewusst werde, wenn ich merke, dass ich mich nicht retten kann, dann kann ich zu Jesus beten und sagen: Herr, rette mich! Und Jesus wird mir antworten: Das habe ich längst getan. Vor zweitausend Jahren bin ich für dich gestorben. Du musst nur glauben, das ist der Schritt. Du musst nur wagen zu glauben. Lass mich der Herr in deinem Leben sein. Lass mich dir ein neues Herz geben. Lass mich dich retten.
Das ist so schön. Wir können auf Menschen zugehen als Gläubige und dürfen sagen: Weißt du was, Rettung ist ein Gebet entfernt. Es ist ein Gebet. Du musst dich nicht super anstrengen. Das Einzige, was du brauchst, ist ein ehrliches Gebet, wo du vor Gott zerbrichst und ihn bittest: Herr Jesus, rette mich. Das ist alles, was es braucht. Ein ehrliches Gebet des Glaubens.
Und wer dieses Gebet spricht, der wird jetzt von dem Apostel Paulus so charakterisiert, und den Vers habt ihr auf euren Notizen: Epheser 1,3. Das ist der Leitvers hier für die ganze Predigt, die übrigens heißt: gesegnet, Nummer eins, weil Gott mich überreich beschenkt hat. Da heißt es: Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus.
Wenn du noch dabei bist, Bibelfersen auswendig zu lernen, irgendwann, ja, das ist so ein Mutmachvers, dass man, wenn man mal gerade denkt, bei mir läuft alles schief, das wäre so ein Vers, den man rauskramen könnte, weil hier steht: Gott hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus.
Gott ist ein unglaublich großzügiger Gott. Vielleicht ärgern wir uns manchmal darüber, dass er uns hier auf der Erde solche Jahre zumutet, wie wir sie leben. Ich möchte auch nicht geprüft werden. Ich muss ehrlich sagen, ich habe auch manchmal einfach genug davon, hier zu sein. Das werden jetzt die jungen Leute, die demnächst heiraten, nicht so verstehen, das verstehe ich schon. Aber gebt euch mal noch dreißig Jahre, und das wird von Jahr zu Jahr ein bisschen mehr, dass du denkst: Stimmt, eigentlich habe ich auch keinen Bock mehr. Ich habe keinen Bock mehr auf Beziehungsstress, auf Auffahrunfälle, auf komische Chefs, auf Anträge beim Amt, auf Prüfungsdruck und was sonst noch alles. Es gibt einfach keinen Bock mehr. Es gibt wirklich viele Tage, da sehne ich mich nach dem Himmel, weil ich das Leben hier einfach doof finde. Ich meine, ich kann es annehmen aus Gottes Hand, das ist ja nicht der Punkt, aber es ist nicht so, dass ich Freitagabend ins Bett gegangen bin und dachte: Super, alle Pläne sind misslungen, klasse. Das ist einfach nicht so, Entschuldigung. Da sind dann so Momente, wo ich sage: Kann das nicht alles vorbei sein? Das ist doch echt albern.
So, und dann lese ich so einen Vers: Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus. Gott hat uns gesegnet. Ich brauche mich nicht ärgern. Vielleicht tun dir die Knochen weh, oder du wachst morgens schon mutlos auf, keine Ahnung. Aber wenn Jesus Herr in deinem Leben ist, wenn du mit ihm und für ihn lebst, wenn du, was der Text sagt, in Christus bist, dann hat Gott dich gesegnet. Dann wird er dich nicht segnen, dann hat Gott dich gesegnet, und zwar mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt.
Also der Segen, den Gott gibt, der ist erstens geistlich und zweitens in der Himmelswelt. Es ist wichtig, dass wir die beiden Begriffe gut verstehen. Ich versuche sie mal ganz kurz zu umreißen, und ich werde dann in den nächsten Predigten ausführen, was das bedeutet. Geistlich: Wir wünschen uns oft materiellen Segen. Höheres Einkommen, neue Wohnung, dass es endlich mit dem Abnehmen klappt oder ich eine Frau finde. Und jetzt kommt Gott und schenkt uns Segnungen, die haben eine ganz andere Qualität, die sind geistlich. Und geistlich heißt, sie betreffen den ewigen Aspekt unserer Existenz. Geistliche Segnungen sind Segnungen, die wir bekommen haben, weil wir durch unsere Bekehrung zu geistlichen Menschen geworden sind, in denen Gottes Geist wohnt. Das ist die Idee, dass es eine Qualität von Segen gibt, die weit über all das, wonach diese Welt sich ausstreckt, hinausgeht, wo man sagt: Es ist gar kein Vergleich zwischen den beiden Dingen.
Und das Zweite: in der Himmelswelt. Die Segnungen Gottes sind himmlisch. Das, was der Himmel an Segnungen bereithält, das hat Gott uns geschenkt. Also der Himmel als der Ort, wo Gott wohnt, das Ewige, das Wahre, was von Gott kommt, das, was wir wirklich brauchen. Und all das, was Gott uns da geschenkt hat, wie gesagt, heute können wir nicht darüber reden, das wird Inhalt der kommenden Predigten.
Heute geht es mir eigentlich nur um eine Sache. Es geht um die Frage: Wie denken wir über uns? Kannst du dich als einen beschenkten, gesegneten Menschen sehen? Oder verlierst du dich manchmal darin, weil du auf die täglichen Probleme schaust? Du schaust auf diese Probleme und du siehst nicht mehr den Segen Gottes in deinem Leben.
Mir wäre wichtig: Lasst uns durchs Leben gehen, und zwar egal was kommt. Lasst uns durchs Leben gehen mit dem Gedanken: Ich bin gesegnet. Also, euch muss das klar sein: Du gehst durch die Stadt, du gehst durch eine ganz normale Fußgängerzone. Und es gibt diese Computerspiele, wo dann über jedem einzelnen Charakter so etwas eingeblendet wird. Es kann der Name sein oder ein Punktestand oder was der für eine Eigenschaft hat. Und du gehst durch diese Fußgängerzone und du siehst quasi über jedem Kopf so eine Einblendung. Und in 99 von 100 Fällen steht: verflucht. Egal, ob der besser angezogen ist, gesünder aussieht, ob er irgendetwas hat, was du gerne hättest, in 99 von 100 Fällen in Deutschland steht darüber: verflucht.
Und dann begegnest du jemandem aus der Gemeinde. Jemandem, wo du weißt, der oder die ist wirklich Kind Gottes, hat eine Umkehr hingelegt, geht durch eine schwierige Zeit, geht ihm vielleicht auch nicht immer gut, ist vielleicht auch nicht mehr geistlich so der Bringer, ja, aber du weißt: Hat seinen Herrn lieb und ist irgendwie mit Gott unterwegs. Und du siehst oben drüber: gerettet. Oder was auch immer du da hinschreiben möchtest.
Du siehst diese Massen an Leuten, überall ist es verflucht, verflucht, verflucht, und dann mit einem Mal: gerettet. Das ist das, was Paulus versucht rüberzubringen, dass wir eine Qualität von Segen haben, die mit irdischen Maßstäben irgendwie nicht zu greifen ist. Das, was der Himmel an Segen bereithält, die Art von Segen, auf die es wirklich ankommt, weil sie meine ewige Zukunft definiert, diesen Segen hat Gott vollständig über jeden Gläubigen ausgegossen.
Und ich freue mich mit euch darauf, in den nächsten Wochen darüber nachzudenken, was das alles heißt. Es ist nämlich im Detail, jetzt war es ja nur so ein Satz, ja, es ist im Detail absolut irre. Und ich hoffe, dass wir am Ende rausgehen und ein bisschen sagen: Was ist das für ein Hammer, gläubig zu sein! Amen!

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