Generierte Mitschrift
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Die Grundlage des Heilsverständnisses
Gott ist mein Heil, sagt Jesaja in Kapitel 12, Vers 1. Wir haben ein wunderbares Heil, und wir möchten uns heute Vormittag ein wenig mit diesem Thema beschäftigen. Ich werde eine ganze Reihe von Bibelstellen mit uns durchgehen über das herrliche Heil, das wir haben.
In Psalm 43, Vers 5, damit könnten wir beginnen, heißt es: Was bist du aufgelöst, meine Seele, und bist unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, der das Heil meines Angesichts ist und mein Gott. Hier steht das Wort Heil, und hier steht in der letzten Zeile: der das Heil meines Angesichts ist und mein Gott. Gott selbst ist mein Heil, Gott selbst ist meine Rettung.
Das Besondere am Christenleben ist, dass es eine Beziehungssache ist. Es ist nicht einfach eine Lehre, sondern eine Beziehung, und wir haben eine Beziehung zu Gott. Gott selbst ist unsere Rettung. Und wir wollen uns heute Morgen mit diesem Thema der Heilsgewissheit beschäftigen. Was ist das Heil, und wie kann man gewiss sein des Heils? Oder ist das Heil unsicher? Kann man es jeden Moment verlieren? Um diese Fragen soll es heute Morgen ein wenig gehen.
Wir merken uns also zuerst einmal: Das Heil ist eine Beziehung, das heißt eine Person, eine Beziehung zu dieser Person. Es ist also nicht so wie ein Schlüssel, den man in die Hosentasche steckt, und plötzlich ist der Schlüssel weg. Dann finden wir den Schlüssel nicht mehr und sagen: Jetzt habe ich meinen Schlüssel verloren. So kann man mit dem Heil nicht reden. Wo ist denn Gott jetzt? Jetzt habe ich meinen Gott verloren. Wo ist er denn jetzt? Wo ist denn mein Heil? Jetzt habe ich mein Heil verloren. Nein.
Der Herr Jesus sagt in Johannes 14,6 eine sehr bekannte Stelle, die Sie auswendig kennen: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Der Herr Jesus sagt, er ist das Leben in Person. Es geht hier also nicht um das körperliche Leben, sondern um das ewige Leben. Jesus Christus ist das ewige Leben in Person.
Und wann habe ich ewiges Leben? Wie kann ich wissen, dass ich ewiges Leben habe? Die Bibel ist da sehr einfach: Wer den Sohn hat, der hat das Leben. Wer den Sohn Gottes hat, der hat das Leben. Wir lesen 1. Johannes 5,11: Und dies ist das Zeugnis, dass Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat nicht das Leben. Dies habe ich euch geschrieben, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, und damit ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt.
Christus als neue Schöpfung und unser Stand in ihm
Wissen Sie, manchmal denken wir so: Wenn man sich bekehrt, dann bekommt man das ewige Leben. Das ist so etwas Zusätzliches. Da hat man dann den Herrn Jesus, mit dem kann man sprechen, und das ewige Leben ist noch etwas anderes. Das hat man dann auch noch, und dann haben wir noch weitere Dinge.
So spricht die Bibel nicht. Die Bibel sagt: Weil wir den Herrn Jesus haben, haben wir das Leben. Er selbst ist das Leben. Das neue Leben, das ein Mensch bekommt, wenn er zum Glauben kommt, ist der Herr Jesus Christus.
Im Zweiten Korintherbrief, Kapitel 5, Vers 17, da lesen wir diesen bekannten Vers: 2. Korinther 5,17. Wenn einer in Christus ist, ist er eine neue Kreatur, so steht es, glaube ich, bei Luther. Ich lese jetzt so, wie es bei mir in meiner Bibel steht: Somit ist einer, wenn er in Christus ist, eine neue Schöpfung. Wenn jemand in Christus ist, ist er eine neue Schöpfung.
Manchmal denken wir dann so und meinen, wenn man Christ wird, dann verändert Gott unsere Natur. Aber so ist das nicht zu verstehen. Das ist so zu verstehen: Paulus sagt, der Herr Jesus Christus, er ist die neue Schöpfung. Wir haben zwei Schöpfungen in der Bibel. Wir haben eine alte Schöpfung, und wir haben eine neue Schöpfung. Und Gott möchte eine neue Schöpfung machen, und er beginnt mit Jesus Christus.
Jesus Christus ist der Erste, der in den Tod ging und aus dem Tod hervorging zu neuem Leben. Er ist der Erstling der Entschlafenen, sagt Paulus in 1. Korinther 15. Wir schlagen das aber jetzt nicht auf. Jesus Christus ist der Erstling der neuen Schöpfung. Er ist sozusagen der Anfang der neuen Schöpfung Gottes.
Und wenn jetzt jemand in Christus hineinkommt, dann ist er in Christus eine neue Schöpfung. Das heißt: Sobald ein Mensch zum Glauben kommt, nimmt Gott diesen Menschen und versetzt ihn in Christus hinein. Das ist etwa so: Ich habe hier eine Bibel, und ich habe hier ein Blatt Papier. Und ich lege das Blatt Papier in die Bibel, und jetzt ist das Blatt in der Bibel. So dürfen wir uns das vorstellen, wenn jemand zum Glauben kommt.
Dann kommt er zu Christus, und Gott nimmt ihn und versetzt ihn in Christus hinein. So ist er jetzt in Christus. Und alles, was mit dieser Bibel geschieht, geschieht auch mit dem Zettel. Wenn ich die Bibel da herlege, dann liegt auch der Zettel da. Und wenn ich sie auf diese Seite lege, liegt der Zettel da. Und wenn ich sie irgendwo hinstellen würde, dann würde der Zettel da auch drinstehen. Das heißt: Alles, was mit der Bibel geschieht, geschieht mit dem Zettel, weil der Zettel in der Bibel ist.
Das ist sehr einfach. Aber im Glauben ist es auch so einfach. Wenn wir in Christus sind, dann gilt alles, was der Herr Jesus Christus ist oder wo der Herr Jesus Christus ist, da ist der Gläubige. Zum Beispiel sagt Paulus einmal: Der Herr Jesus Christus sitzt zur Rechten Gottes, und er hat uns mitsitzen lassen mit Christus in der Himmelswelt. Ich lese das vor in Epheser 2,6: Er hat uns mit auferweckt, zusammen mit ihm, und er setzte uns zusammen mit ihm in den himmlischen Bereichen hin, in Christus Jesus.
Das heißt, Gott hat uns genommen. Der Herr Jesus ist auferweckt, und weil wir in Christus sind, sind wir mit ihm auferweckt. Der Herr Jesus ist erhöht, und weil der Herr Jesus erhöht ist und wir in ihm sind, sind wir in ihm auch erhöht. Und er hat uns mitsitzen lassen, in Christus, in der Himmelswelt.
Das heißt, das ist unser neuer Stand. Wir sind dort, wo Christus ist. Christus ist unser Leben. Wir sind in Christus eine neue Schöpfung. Wir dürfen sogar in Christus mit ihm sitzen. Wir sind mit ihm auferweckt. Das heißt: Jesus ist unser Schicksal.
Kennen Sie das Buch? Da gibt es ein Buch, das heißt: Jesus, unser Schicksal. Titel: Jesus ist unser Schicksal. Alles, was mit Jesus geschieht, geschieht mit uns. Warum? Weil wir mit Christus verbunden sind. Wir sind in Christus.
Die Sicherheit des Glaubenden und die Frage nach dem Verlust
Und deshalb können wir heute sagen: Jesus ist mein Heil, Gott ist mein Heil, Christus ist mein Heil. Ich bin so sicher, wie Christus ist. Und so sicher, wie der Vater den Herrn Jesus als seinen Sohn angenommen hat, so sicher darf ich sein, dass der Herr Jesus mich in Christus angenommen hat, dass ich in Christus bin und dass der Vater mich in Christus genauso angenommen hat wie seinen Sohn.
Die Bibel sagt, dass der Herr Jesus für den Vater sehr kostbar ist, wie ein kostbarer Edelstein. In 1. Petrus 2 können Sie das lesen. In 1. Petrus 2 sagt der Apostel Petrus in Vers 4: „Zu ihm hinkommend, zu einem lebenden Stein, von Menschen abgelehnt und verworfen, ja, aber bei Gott erwählt, kostbar.“ Aber hier ist einfach diese Lehre, dass Jesus Christus ein erwählter, kostbarer Stein ist. Und wenn wir in Christus sind, dann sind wir in Christus erwählte, kostbare Steine. Zu ihm kommen wir hin als lebendige Steine, und wir werden jetzt gebaut zu einem Haus.
Also, wir sind so eng mit Christus verbunden, und Gott liebt seinen Christus. Und Gott liebt jeden, der in Christus ist. Wenn ich jetzt das Bild von dem Zettel wieder nehmen darf: Ich habe gesagt, ich lege den Zettel in die Bibel. Und wenn ich jetzt sage: Oh, ich liebe dieses Buch, dann sage ich das auch zu dem Zettel, der gerade da drinnen ist, denn das gehört jetzt zu dem Buch. Der Vergleich hinkt ein bisschen, aber trotzdem ist es so: Wenn wir in Christus sind, sind wir genauso geliebt, wie Christus selbst geliebt ist. Das ist eine wunderbare Tatsache.
So ist also Christus unser Heil. Und wissen Sie, was Jesus bedeutet, der Name Jesus? Das ist ein hebräischer Name. Er heißt ursprünglich Jeho Schua oder kurz Jeshua, und das heißt auf Deutsch: Jeho heißt Yahweh, der Herr, und Schua ist Heil. Der Herr ist mein Heil. Nicht nur mein Heiland, mein Retter, sondern mein Heil, das gesamte Heilpaket, das er mir geschenkt hat, ist Christus. Da bin ich gerechtfertigt, geheiligt, da bin ich gewaschen von meinen Sünden, ich habe Vergebung, ich bin erwählt in Christus, ich bin ein Sohn in Christus, ich bin versiegelt in Christus, ich bin ein kostbarer Stein, ich bin kostbar wertvoll in Christus. Und so ist das ewige Leben Christus, und das Heil ist Christus. Wenn wir das wissen, dann haben wir das Wichtigste erfasst.
Gnade, Glaube und das Geschenk der Rettung
Wie kommt man jetzt in Christus hinein? Nun, das lesen wir im Epheserbrief, Kapitel 2, Vers 8: Durch die Gnade seid ihr gerettet durch den Glauben, und dieses nicht aus euch; Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit nicht jemand sich rühme.
Also, die Rettung ist nur aus Gnade, rein aus Gnade. Ein Sünder erkennt seine Sünden, erkennt seine Schuld, und er kommt zu Jesus und sagt: Oh Gott, was muss ich jetzt alles tun, dass ich gerettet werde? Ich habe so viele Sünden, ich bin verloren vor dir. Was muss ich jetzt alles tun?
Und Gott sagt: Komm zu Jesus, Jesus hat für dich bezahlt. Und dann kommt er zu Jesus. Die Bibel nennt das, wenn er jetzt Vergebung bekommt durch Jesus, aus Gnade. Das heißt, er hat nichts bezahlen müssen, es ist ein Geschenk. Das Gerettetsein ist ein Geschenk. Das heißt, er darf jetzt kommen, und er braucht nichts zu bezahlen von der Strafe, die er eigentlich verdient hätte für seine Sünden.
Deshalb sagt Paulus: Aus Gnade seid ihr gerettet. Ihr müsst nichts bezahlen. Durch den Glauben, das ist das Einzige, was wir tun. Was heißt Glauben? Glauben heißt, die Hand ausstrecken und in Empfang nehmen und Danke sagen.
Wenn ich jemandem sage: Ich schenke dir hundert Euro, und der andere sagt: Das glaube ich nicht, dann streckt er die Hand nicht aus. Der andere sagt: Doch, ich glaube es. Der streckt die Hand aus und bekommt hundert Euro. Ja, was muss ich jetzt dafür tun? Er sagt: Ich habe es dir doch geschenkt.
Das ist Gnade, wenn jemand etwas geschenkt bekommt. Er nimmt das in Anspruch, das heißt, er streckt die Hand aus und sagt Danke. Ja, und jetzt? Du musst nichts dafür tun. Danke, ja, das ist ja wunderbar, du beschenkst mich einfach. Ja, ich habe dich beschenkt. Das ist es, darum geht es. Das ist das Heil. So wunderbar ist unser Heil in Jesus Christus.
Aus Gnade seid ihr gerettet, durch den Glauben, und dieses nicht aus euch. Bitte lesen wir hier genau, was hier steht: Hier steht nicht, dieser nicht aus euch, sondern dieses nicht aus euch. Was ist nicht aus uns? Der Glaube? Nein, nein, der Glaube ist schon aus uns. Wir müssen ja glauben, das ist ja Glauben. Glauben heißt ja, in Anspruch nehmen. Es geht nicht um den Glauben, es geht um das Heil, das Gerettetsein aus Gnade als Geschenk. Seid ihr gerettet, und dieses Geschenk, dieses Gerettetsein, ist nicht aus euch. Das ist eben geschenkt. Das ist nicht aus Werken, damit niemand sich rühmen kann, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.
Denn wir sind sein Werk in Christus Jesus, erschaffen zu guten Werken. Wir sind sein Gebilde, sein Gedicht, steht hier eigentlich. Wir sind sein Gedicht, sein Gebilde. Er hat uns kunstvoll gemacht, und er hat uns in Christus Jesus zu guten Werken geschaffen, die Gott bereitet hat, damit wir in ihnen jetzt leben.
Das heißt, wir leben nicht aus Angst und aus Plage und in einer Sklaverei, sondern wir leben als Befreite durch den Glauben. Das ist die Grundlage, und ich denke, die meisten von uns wissen, was ich jetzt erzählt habe. Aber es ist ganz wichtig für diese Frage: Wie ist denn das mit dem Heil, kann man das Heil wieder verlieren?
Kennen Sie diese Frage? Manchmal diskutieren Christen über diese Fragen: Kann man das Heil verlieren? Da heißt es zum Beispiel: Glauben Sie an die Unverlierbarkeit des Heils, oder lehrt die Bibel die Unverlierbarkeit des Heils? Oder kann man es verlieren?
Die Antwort ist ganz klar: Wenn der Herr Jesus mein Heil ist, wenn er als Person das ganze Heil ist, die Frage ist: Ist der Herr Jesus etwas, was man verlieren kann? Der Herr Jesus ist eine Person. Meine Frau ist übrigens auch eine Person, das glauben Sie mir. Ich kann aber meine Frau verlieren. Warum? Weil diese Frau sterben kann. Dann sage ich: Ich habe meine Frau verloren.
Der Herr Jesus kann nicht sterben. Der Herr Jesus bleibt ewig. Und noch etwas: Der Herr Jesus ist seinem Wort treu. Er lässt sich nicht scheiden. Der Herr Jesus ist eine treue, ewige Person. Deshalb sage ich immer zu den Leuten: Nein, das Heil als solches kannst du nicht verlieren, weil das Heil ja eine Person ist.
Aber man kann sich von einer Person abwenden. Man kann einer Person sagen: Ich will keine Beziehung mehr mit dir haben, Schluss. Das kann man machen. Das ist zwar sehr, sehr traurig, wenn das jemand macht, schrecklich, wenn das jemand mit Jesus Christus macht, aber die Bibel sagt tatsächlich, dass man das machen kann.
Warnungen vor Abfall und die Realität geistlicher Gefahr
Himeneus ist so ein Beispiel. Ich darf ihn noch lesen in 1. Timotheusbrief, Kapitel 1. Es ist ein trauriges Beispiel. Es gibt leider so traurige Fälle in der Bibel, und man fragt sich: Wieso nur kann jemand so eine wunderbare Person, den Herrn Jesus, einfach von sich stoßen?
Wir lesen 1. Timotheus 1,18-20: Diese Anweisung vertraue ich dir an, Kind Timotheus, gemäß den vorangehenden Weissagungen über dich, damit du in ihnen den edlen Kampf kämpfst, Glauben hast und ein gutes Gewissen bewahrst. Das haben etliche von sich gestoßen und am Glauben Schiffbruch erlitten, unter denen Hymenäus ist, auch Alexander, die ich dem Satan übergab, damit sie durch Zucht unterwiesen würden, nicht zu lästern.
Frage: Geht es hier um Christen? Ja, natürlich. Wieso? Die werden gezüchtigt. Sie haben ein gutes Gewissen gehabt. Timotheus sollte den guten Kampf kämpfen, den Glauben festhalten und ein gutes Gewissen bewahren. Dass etliche von sich stießen und am Glauben Schiffbruch erlitten, zum Beispiel Hymenäus und Alexander, bedeutet: Hymenäus und Alexander waren vorher im Schiff, beziehungsweise sie haben jetzt Schiffbruch erlitten. Trotzdem stehen sie in furchtbarer Gefahr, diese beiden.
Sie hatten ein gutes Gewissen, aber jetzt haben sie das gute Gewissen von sich gestoßen. Das heißt, jetzt haben sie ein schlechtes Gewissen. Ein gutes Gewissen im Zusammenhang mit dem Glauben an Jesus Christus zeigt übrigens, dass man gläubig ist. Wenn ein Mensch im Gewissen gereinigt wird, dann wird er durch das Blut Jesu Christi gereinigt. Also: Diese Menschen hatten Glauben und ein gutes Gewissen, aber jetzt haben sie es von sich gestoßen und am Glauben Schiffbruch erlitten.
Er sagt nicht: Hymenäus und Alexander, die nie gläubig waren, die haben sich eingeschlichen als falsche Brüder und waren böse Lehrer in den Gemeinden und haben böse Gitter, nein, nein, nein, das sagt er überhaupt nicht. Er sagt: Die hatten ein gutes Gewissen, haben es von sich gestoßen, und jetzt habe ich sie dem Satan übergeben zur Züchtigung.
Nun, wen Gott liebt, den züchtigt er. Gott züchtigt seine eigenen Kinder. Ich habe manchmal andere Kinder im Haus, aber ich habe nur meine eigenen Kinder gezüchtigt; die fremden Kinder habe ich nicht gezüchtigt. Das ist ein Beweis dafür, dass diese echt wiedergeboren waren.
Was ist aus ihnen geworden? Nehmen wir den Hymenäus. Was ist aus dem Hymenäus geworden? 2. Timotheus 2,17. Da redet er von irgendwelchen Menschen: Ihr Wort wird um sich fressen wie eine krebsartige Krankheit. Von ihnen sind Hymenäus und Philetus, welche von der Wahrheit abgeirrt sind und sagen, die Auferstehung sei schon geschehen, und sie bringen den Glauben etlicher zum Umsturz.
Was ist denn hier passiert? Hymenäus ist schon wieder einer von denen. Hymenäus heißt es, zusammen mit Philetus. Sie sind von der Wahrheit abgeirrt, und das griechische Wort hier heißt: von der Wahrheit, vom Ziel, also indem sie das Ziel verfehlten. Wörtlich also: welche von der Wahrheit und auf diese Weise vom Ziel abirrten.
Das heißt, sie hatten das Ziel, die ewige Herrlichkeit. Und jetzt sind sie davon abgeirrt. Das heißt, sie haben jetzt einer Lüge Glauben geschenkt, und jetzt lehren sie sogar eine Lüge und zerstören den Glauben der Gläubigen, von etlichen Gläubigen. Sie sind also gefährliche Irrlehrer geworden.
Hymenäus war vorher gläubig gewesen. Er hatte ein reines Gewissen, ein gutes Gewissen. Das kann man nur durch Christus haben. Er hat dann Schiffbruch erlitten im Glauben. Paulus hat ihm die Züchtigung des Satans übergeben, damit er doch noch gezüchtigt wird und nicht ganz abfällt. Er hat sich nicht züchtigen lassen. Er ist weiter in die Irrlehre gegangen, jedenfalls hat er sich nichts sagen lassen. Er blieb stur, und er ist vom Weg abgeirrt. Er ist vom Ziel abgeirrt, und jetzt lehrt er sogar noch eine Lüge, so dass er andere auch noch verführt, damit sie ebenfalls vom Weg und vom Ziel abirren.
Hier haben wir einen klassischen Fall von einem wiedergeborenen Menschen, der zu einem Nichtchristen wurde. Hat er das Heil verloren? Nein, er hat sich vom Heil abgewandt. Verstehen Sie den Unterschied? Das Heil verlieren: Da meint man, das Heil ist etwas Unsicheres, das man jeden Moment verlieren kann. Nein, das Heil kann man nicht verlieren. Man kann sich aber vom Heil abwenden. Man kann es von sich stoßen: Ich will das nicht mehr. Ich glaube jetzt einer falschen Lehre, ich glaube jetzt einer Lüge.
Natürlich meinten diese Leute, dass sie schon recht sind, haben sich aber nicht korrigieren lassen, nicht einmal von Paulus. Sie ließen sich nicht korrigieren, das heißt, sie blieben hart in ihrem Inneren.
Das ist sehr traurig, was man hier von Hymenäus liest.
Bewahrung durch Christus und das Bleiben im Glauben
Paulus sagt im Kolosserbrief, Kolosser 1,23. Ich lese den ganzen Satz, also den Satz von Vers 22 an:
Er versöhnte uns nun ganz in dem Leibe seines Fleisches durch den Tod, um euch darzustellen als Heilige und Tadellose und nicht Anzuklagende vor seinem Angesicht, wenn ihr wirklich im Glauben bleibt, gegründet und gefestigt und euch nicht abbringen lasst von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt, welches verkündigt wurde in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, deren Diener ich, Paulus, geworden bin.
Also, hier lesen wir am Anfang von Vers 23: Wenn ihr im Glauben bleibt. An wen spricht denn Paulus? Nun schauen wir, an wen er spricht.
Kolosser 1,1: Paulus an die.
Kolosser 1,2: An die Heiligen und treuen Brüder in Christus in Kolosse.
Paulus richtet sich an Menschen, die in Christus sind, das heißt, sie sind Christen, sie sind wiedergeboren. Und genau an diese Gruppe ist der Brief gerichtet. Der Brief ist nicht an irgendwelche Randpersonen gerichtet, sondern an die Christen. Und zwar nur an die Christen.
Was schreibt Paulus diesen wiedergeborenen Christen? Sie sollen sich nicht abbringen lassen von der Hoffnung des Evangeliums. Das heißt, sie sollen an der Wahrheit bleiben und im Glauben an Jesus Christus bleiben.
Nun denken wir: Das ist doch logisch. Für uns ist das logisch, aber für manche ist es das nicht. Manche lassen sich von irgendwelchen Dingen von Jesus Christus abziehen, und dann stehen sie in Gefahr.
Wie ist das jetzt? Sollen wir ständig Angst haben, dass wir das Heil verlieren? Nein, das Heil kann man nicht verlieren.
Ja, dann die nächste Frage: Sollen wir ständig Angst haben, dass wir vielleicht abfallen könnten? Wir müssen nicht Angst haben, abfallen zu können. Wir müssen nur behutsam sein, wenn wir mit falscher Lehre oder mit Sünde und Versuchung konfrontiert werden.
Das heißt, wir müssen Acht geben, dass wir uns nicht verführen lassen und uns nicht in Sünde hineinziehen lassen. Gott wird uns bewahren, wenn wir uns an ihn klammern.
Meine Seele klebt an dir, sagt der Psalmist. Meine Seele hängt an dir. Dann ist er sicher.
Bilder der Sicherheit und die Zusage des Herrn
In Sprüche 18 gibt es einen sehr schönen Vers, den viele auswendig kennen: Der Name des Herrn ist ein starker Turm oder eine feste Burg. Der Gerechte läuft dahin und ist in Sicherheit.
Wo bin ich sicher? Beim Namen des Herrn. Wenn ich mich an den Herrn klammere, dann bin ich in der Burg, und dann bin ich sicher. Da kann mir niemand etwas anhaben. Selbst der stärkste Dämon, den es gibt, der Satan, kann mir nichts anhaben, weil ich in Christus bin. Christus ist meine Burg. Und wenn die Pfeile fliegen, prallen sie an der Burg ab.
Ich gehe natürlich nicht hinaus und stelle mich vor die Burg, nach dem Motto: Schaut, hier bin ich, ihr könnt auf mich schießen. Nein, ich verstecke mich in der Burg. Dort bin ich sicher. Das heißt: Ich bin so sicher, wie man nur sicher sein kann, wenn ich in Christus bin und wenn ich in Christus bleibe, wenn ich auf Christus vertraue und nur auf Christus vertraue.
Dann sagt Gott, wenn ich das tue, in Philipper 1,6. Dort sagt der Apostel Paulus von den Philippern, und Gott kann es auch von uns sagen, oder Paulus kann es auch von uns sagen: Philipper 1,6: Ich bin davon überzeugt, dass der, der unter euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch ganz zum Ziel führen wird, bis zum Tag Jesu Christi.
Wenn ich mich an diesen Jesus halte, wie die Philipper das gemacht haben, dann ist das gut. Die philippischen Christen waren gläubige Menschen, es waren keine abgefallenen Christen. Und Paulus spricht hier nicht die Randpersonen in Philippi an, die vielleicht gar nicht gläubig waren. Er spricht die Christen in Philippi an. Das sagt er in Vers 1: an alle Heiligen in Christus Jesus. Er spricht die an, die in Christus Jesus sind, die, die in der Burg sind. Für die ist das gedacht.
Und was sagt er ihnen? Ich bin überzeugt, dass der, der in euch das gute Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi. Jeder, der in dieser Burg ist, in Jesus Christus, bei jedem wird Gott das angefangene Werk bis zum Ziel führen und vollenden.
Es ist also nicht so, dass ich Angst haben muss: Ach Herr, ich weiß nicht, ob es reichen wird. Jetzt kommt bald der Tag, an dem ich vor dir erscheinen werde, und ich weiß nicht, ob es reichen wird. Ich zähle dir auf, was ich alles Gutes getan habe. Und ich war ja brav, immer in der Versammlung. Ich habe auch auf dem Fest mitgesungen, ich habe gedient, und gebetet habe ich auch. Die Bibel habe ich auch oft durchgelesen. Herr, reicht es?
Moment mal: Reicht irgendetwas, was wir tun, für den Himmel? Niemals, niemals! Ich kann mich nicht retten. Ich kann mich nicht in den Himmel bringen. Und wenn ich im Himmel bin, dann wird das der Herr Jesus gewesen sein, der mich dorthin gebracht hat, nur der Herr Jesus. Alles, was bleiben wird, wird das sein, was der Herr Jesus getan hat.
Das heißt: Petrus sagt, setzt euer ganzes Vertrauen auf die Gnade Jesu Christi und nur auf die Gnade Jesu Christi. Das ist Heilsgewissheit. Dann bin ich so sicher, wie man nur sicher sein kann.
Die Zusage des guten Hirten und die doppelte Hand Gottes
In Johannes 10,27 sagt der Herr Jesus: „Meine Schafe hören auf meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir. Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen in Ewigkeit nicht ins Verderben, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.“
Ist das nicht herrlich? Da ist die Burg. Die Burg heißt der Name Jesu Christi, der Name des Herrn Jesus und der Name des Vaters. Hier sind zwei Hände. „Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben.“
Haben Sie gelesen? Zwei Hände. In Vers 28 heißt es: „Niemand wird sie aus meiner Hand rauben, niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben.“ Hier sind zwei Hände. „Ich und der Vater sind eins“; die halten uns. Ich bin da drinnen. Wie bin ich denn da drinnen? Durch den Glauben. Ich klebe an Gott, ich klebe am Herrn, ich verstecke mich in der Burg. Hier ist die Burg, da drinnen ist die Burg, zwischen diesen beiden Händen. Da kann mich niemand und nichts aus seiner Hand rauben.
Ist es nicht herrlich? Ich bin so sicher, wie man nur sicher sein kann als Christ. Es geht hier um drei Parteien, um drei Parteien. Die eine Partei will mich rauben, nennen wir sie den Wolf. Die andere Partei bin ich, das Schaf. Und die andere Partei ist der Hirte, der Herr Jesus und der Vater. Die Hand des Hirten, die Hand des Vaters. Ich bin das Schaf, das kleine Schaf in der Hand des Vaters und des Herrn Jesus, um mich geht es.
Jetzt haben wir noch zwei Parteien: die eine hält mich, und die andere will mich wegreißen, oder? Der Wolf oder wer auch immer, der Feind, will mich wegreißen, und die Hand hält mich. Frage: Wer ist stärker? Keine Frage, gar keine Frage, es ist schon klar von Anfang an. Es kann mich niemand von der Hand wegreißen.
Warum nicht? Weil ich an den Vater und den Sohn glaube. Das ist es ja. Dadurch bin ich hineingekommen, und dadurch bleibe ich durch den Glauben, so wie Paulus gesagt hat. Bleibt im Glauben, bleibt in der Burg, dann seid ihr sicher. Das heißt, niemand kann uns aus der Hand des Vaters rauben und aus der Hand des Sohnes, weil wir auf diesen Vater und auf diesen Sohn vertrauen.
Herrliche Heilsgewissheit, sicherer kann ich nicht sein als das.
Warnung vor Verführung, Fleisch und geistlicher Umkehr
Zweiter Petrus 2,20-22. Hier ist von gefährlichen Menschen die Rede. Im zweiten Petrusbrief, mitten in Kapitel 2, geht es um gefährliche Menschen, die Christen verführen wollen. Da müssen wir Acht geben. Wenn es solche gefährlichen Menschen gibt, müssen wir Acht geben.
Vers 17: Diese sind Quellen ohne Wasser. Vers 18: Mit aufgeschwollener Rede locken sie durch Fleischeslust und Zügellosigkeiten die an, die entflohen waren, die Gläubigen. Sie versprechen ihnen Freiheit, während sie selbst Sklaven des Verderbens sind.
Vers 20 ist die Rede von Menschen, die, nachdem sie im Erkennen des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt entflohen waren, aber wiederum durch diese verstrickt und dadurch überwältigt werden, ist für sie das Letzte schlimmer geworden als das Erste. Denn es wäre für sie besser, den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt zu haben, als sich, nachdem sie ihn erkannt hatten, umgewandt zu haben von dem heiligen Gebot, das ihnen übergeben war. Es ist aber bei ihnen das eingetroffen, was die wahre Bildrede sagt: von einem Hund, der sich umwandte zu seinem eigenen Gespei, und von einer Sau, die sich badete und dann umwandte zum Wälzen im Schlamm.
Also das Schwein, das einmal schön abgewaschen worden ist, geht wieder hin und wälzt sich im Schlamm. An wen denken wir? Hymenäus. Hymenäus, der war auch so einer. Er hat den Herrn erkannt. Er hat den Herrn als Retter und Heiland erkannt. Er war den Befleckungen der Welt entflohen. Aber dann hat er sich wieder, aus irgendeinem Grund, überwältigen und verstricken lassen durch eine falsche Lehre, und dann ist er vom Evangelium abgekommen.
Es wäre für ihn besser gewesen, er hätte den Weg der Gerechtigkeit gar nie erkannt. Es wäre besser gewesen, er wäre nie wiedergeboren gewesen, als dass er, nachdem er ihn erkannt hatte, sich wieder umgewandt hätte von dem heiligen Gebot, das ihm übergeben war. Den Gläubigen ist das Gebot übergeben. Aber wenn man sich abwendet von dem Gebot Gottes, dann kommt man in eine furchtbare Sache hinein.
Und was hier beschrieben wird, ist das Bild von einem Menschen, nehmen wir das Bild von einem Schwein: Da ist das Schwein, das gewaschen wurde. Das Bild, das er nimmt, ist rein dazu da zu zeigen, dass es etwas Verdorbenes im Menschen gibt, das sich nicht bekehren kann. Wenn wir uns bekehren, wenn irgendein Mensch sich bekehrt, dann kommt der Herr Jesus hinzu. Der Mensch selbst bleibt Fleisch, und er trägt das Fleisch weiter mit sich. Das Fleisch bekehrt sich nie.
Ich meine mit Fleisch nicht den Leib. Ich meine mit Fleisch unsere innere Art. Wir haben nämlich eine Art, die zur Sünde neigt, zum Sich-Wälzen im Schmutz. Wir haben eine Art in uns. Und wenn jetzt ein Mensch zum Glauben kommt, dann wird diese Art, diese Neigung zur Sünde, nicht aufhören. Sie wird weiterhin bestehen bleiben. Das Fleisch bekehrt sich nicht.
Aber was geschieht, wenn jemand zum Glauben kommt? Es kommt eine andere Kraft hinzu, nicht nur eine Kraft, sogar eine Person. Es kommt eine Person hinzu, die heißt der Heilige Geist. Und wenn jetzt der Heilige Geist in mir wohnt, dann habe ich also zwei Möglichkeiten: Entweder lebe ich nach dem Fleisch und mache es so wie dieses Schwein, das sich, nachdem es gewaschen ist, wieder in den Kot wälzt, oder ich lebe nach dem Heiligen Geist. Dann muss ich mich nicht verleiten lassen zum Wälzen im Kot.
Das heißt: Ich weiß, dass ich in meinem Wesen zu jeder Sünde fähig bin, und zwar als wiedergeborener Christ. So wie ich hier heute stehe als Prediger, ich kann hinausgehen, theoretisch, und zu jeder Sünde fähig sein, wie man nur sündigen kann in dieser Welt. Warum? Weil ich ein Mensch bin, der eine Neigung zum Sündigen hat. Ich habe ein Fleisch in mir, und das bekehrt sich nicht.
Es gibt keine Umwandlung des Fleisches bei der Bekehrung. Es gibt keine Umwandlung der Natur, des inneren Wesens des Menschen bei der Bekehrung. Es gibt nur ein Hinzukommen eines Neuen, und das ist der Heilige Geist. Solange ich mich von diesem Heiligen Geist leiten lasse, solange ich mich nach diesem Heiligen Geist ausrichte, wird die Kraft da sein, und ich brauche nicht, ich muss nicht den sündlichen Verlockungen nachgeben. Ich muss nicht. Wenn ich es aber tue, dann begebe ich mich in Gefahr.
Es gibt Leute, die sagen, hier ist von einem Schwein und von einem Schaf die Rede. Die Unbekehrten sind das Schwein und die Bekehrten sind das Schaf. Und ich lese den Text und lese noch einmal und lese noch einmal und lese kein Wort von einem Schaf. Haben Sie ein Schaf gelesen? Ich lese nur von einem Schwein und von einem Hund. Beide sind schlecht. Das ist unser Wesen, unser fleischliches Wesen.
Wenn die Bibel verschiedene Bilder gebraucht, dann tut sie das an verschiedenen Texten. Aber hier ist kein Bild von einem Schaf. Hier ist das Bild von Fleisch, weil hier der Mensch in seinem schmutzigen Wesen betrachtet wird. Und diese Menschen haben den Herrn erkannt, wurden gewaschen durch das Blut, aber dann sind sie ihrem schmutzigen Wesen wieder nachgelaufen und haben sich von diesem Wesen gehen lassen und sind so wieder in die Sünde.
Und es wäre besser, sie hätten den Herrn nie erkannt, denn jetzt verleiten sie sogar noch andere dazu. Wieder Hymenäus, schrecklich!
Das Bleiben in der Wahrheit und die Versiegelung des Heiligen Geistes
Kapitel drei, Vers siebzehn, zweiter Petrus:
Ihr also, Geliebte, als solche, die ihr im Voraus Kenntnis habt, seid auf der Hut, damit ihr nicht durch den Irrtum der Unsittlichen zusammen mit ihnen aus eurer eigenen Festigkeit weggeführt werdet.
Das heißt mit eigenen Worten: Passt auf, dass ihr euch nicht zusammen mit ihnen wegführen lasst. Passt auf, dass euch diese schmutzigen Sünder nicht mitziehen. Lasst euch nicht wegziehen. Bleibt beim Herrn Jesus.
Wenn das keine echte Warnung ist, was ist es dann? Das ist eine Warnung an Christen, die es mit falscher Lehre oder mit unsittlichem Leben zu tun haben. Er sagt: Passt auf, lasst euch nicht wegziehen.
Wenn ihr nach dem Fleisch lebt, dann seid ihr in Gefahr. Lebt nicht nach dem Fleisch.
Römer 8,12:
Dann sind wir also, Brüder, Schuldner nicht dem Fleisch, um nach dem Fleisch zu leben. Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, seid ihr im Begriff zu sterben. Dann stirbt euer geistliches Leben ab, liebe Freunde. Wenn ihr aber durch den Geist die Handlungen des Leibes tötet, werdet ihr leben und weiterleben und das Ziel erreichen.
Wenn ihr nach dem Fleisch lebt, wenn ihr euch einfach gehen lasst, euch verführen lasst, euch verlocken lasst und einfach weiter nach dem Fleisch lebt, dann begebt ihr euch auf eine ganz gefährliche Bahn. Dann geht ihr in eine Richtung, die wegführt von Christus.
Wer auf das Fleisch sät, wird vom Fleisch das Verderben ernten. Wer auf den Heiligen Geist zählt, der wird vom Geist das ewige Leben ernten.
Galater 6,7-8:
Deshalb lassen wir uns nicht verführen und leben nicht nach dem Fleisch. Geben wir nicht nach.
Paulus sagt nicht: Wenn du nach dem Fleisch lebst, auch nur eine Minute, dann bist du schon wieder verloren. Nein, natürlich nicht. Aber dann begibt man sich auf eine Straße. Ihr seid im Begriff zu sterben, dann geht ihr in eine Richtung des Todes. Passt auf: Wenn ich die Straße nach Bielefeld einschlage, dann komme ich in Bielefeld an, es sei denn, ich fahre bei irgendeiner Ausfahrt vorher raus. Zum Glück gibt es noch Ausfahrten, oder es gibt schon noch Ausfahrten, da kann man noch umkehren.
Aber wenn ich mich auf die Straße begebe und in die gleiche Richtung weiterfahre, ohne Ausfahrt, ohne Umkehr, dann lande ich dort. Und er sagt: Wenn ihr nach dem Fleisch lebt, dann seid ihr im Begriff zu sterben. Ihr lebt in sehr, sehr großer Gefahr.
Passt auf, lasst euch zurückführen, lasst euch wieder zurechtbringen.
Jakobus 5,19-20:
Brüder, wenn einer unter euch von der Wahrheit weg irregeführt wird und einer ihn zur Umkehr bringt, so nehme er zur Kenntnis, dass der, der einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr brachte, eine Seele vom Tode retten und eine Menge Sünden bedecken wird.
Wenn einer von euch ein Christ ist und von der Wahrheit weggeführt wird, dann war er also bei der Wahrheit. Jetzt wird er weggeführt. Es kommt eine falsche Lehre, und man hört auf die falsche Lehre. Wenn ein Christ von der Wahrheit irregeführt wird und ein anderer ihm zurecht hilft, damit er wieder umkehrt, dann ist das wichtig, weil er ja in Gefahr steht, abzufallen.
Wer sich von der Wahrheit wegbegibt, steht in der Gefahr, abzufallen. Er ist noch nicht abgefallen. Bitte denkt nicht: Wenn ein Christ nicht mehr in die Versammlung kommt, dann ist er jetzt abgefallen. So schnell geht das nicht. Denkt nicht: Wenn ein Gläubiger eine ungläubige Freundin hat, dann ist er jetzt schon abgefallen. Hoffentlich noch nicht. Wir müssen ihm nachgehen, aber er begibt sich auf den Weg, auf dem er abfallen wird.
Also kommt ein anderer und führt ihn wieder, bringt ihn zurecht, hilft ihm, dass er umkehrt. Und wenn er umkehrt, so nehmt zur Kenntnis, dass der, der einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr brachte, eine Seele vom Tode gerettet hat.
Von welchem Tod denn? Nicht vom körperlichen Tod, sondern vom ewigen Tod. Das zeigt also, wie wichtig es ist, dass man in der Burg bleibt, dort, wo man geborgen ist, wo die Hände sind, die mich halten. Wenn ich da drinnen bleibe, kann mir nichts passieren.
Ja, und was muss ich tun, um drinnen zu bleiben? Nichts, Vertrauen. Vertrauen, weiterhin vertrauen, sich schützen lassen von dem Herrn Jesus, sich an die Schrift halten, das tun, wodurch ich wiedergeboren wurde, durch die Wahrheit. Jetzt bleibe ich bei der Wahrheit.
Paulus sagt in Apostelgeschichte 11,22-23, dass die Nachricht über sie der Gemeinde in Jerusalem zu Ohren kam, und sie sandten Barnabas aus, hindurchzuziehen bis Antiochien. Der, als er kam und die Gnade Gottes sah, sich freute, und er rief sie alle auf, mit Vorsatz des Herzens am Herrn zu bleiben.
Er kommt nach Antiochien. Er sieht das Werk des Heiligen Geistes. Hier sind Menschen zum Glauben gekommen. Was hat er sie gelehrt? Beim Herrn bleiben.
Warum hat er das gesagt? Weil diese jungen geistlichen Babys in Christus in Gefahr standen, sich wieder vom Herrn wegzuwenden. Ein kleines Baby, das geboren ist, wie behütet man das? Man füttert es, man schützt es, damit es nicht irgendwo herunterfällt. Man weiß, es ist ein zerbrechliches kleines Ding. Und genauso ist es im Geistlichen mit einem Gläubigen.
Wenn ein Mensch gläubig geworden ist, dann muss er also beschützt werden. Und er muss aufgerufen werden: Bleib beim Herrn, bleib beim Herrn Jesus Christus, dann bist du sicher, und niemand kann dich aus seiner Hand reißen.
Das Siegel Gottes und der Abschluss in Christus
Ich schließe mit Epheser 4,30 und Epheser 1,13 den letzten Gedanken ab.
In Epheser 4,30 lesen wir, dass der Christ mit dem Heiligen Geist versiegelt wurde. Ich lese: Betrübt nicht den Heiligen Geist, mit dem ihr versiegelt wurdet. Der Heilige Geist kam in euer Leben hinein, und der Heilige Geist ist das Siegel.
Wie ist man versiegelt, und was bedeutet das Siegel? Das ist ja ein Bildwort.
Epheser 1,13: In ihm, also es geht um Christus, wurdet auch ihr, die ihr gehört hattet das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Rettung, in ihm wurdet ihr, die ihr auch geglaubt hattet, versiegelt mit dem Heiligen Geist der Verheißung.
Wo ist das Siegel, und wo ist man versiegelt? Achten Sie genau auf den Text: Wo ist man versiegelt? Paulus sagt es zweimal: in ihm. Wenn ich nicht in ihm bin, bin ich nicht versiegelt.
Das ist genau dasselbe wie das Beispiel von meinem Blatt hier: Das ist das Blatt. Ich kam in Christus hinein, und in Christus bin ich versiegelt. Solange ich in Christus bin, ruht das Siegel Gottes auf mir, dass er mich in die Heimat bringen wird, dass er mich durchbringen wird, dass er mich ans Ziel bringen wird.
Was muss ich tun? Bleiben. Würde ich herausgehen, was nützt es dann? Dann bin ich nicht mehr in Christus, und wenn ich nicht in Christus bin, bin ich nicht mehr versiegelt.
Die Versiegelung geschieht in Christus, sie geschieht nicht außerhalb von Christus. Auch hier ist es wiederum die einzige Bedingung, in Christus zu bleiben, mit ihm verbunden zu bleiben. Und dann bin ich so sicher, so sicher meines Heils, wie ich nur sein kann.
Dann darf ich ruhig schlafen, und ich darf mich freuen auf den Tag seines Kommens, auf den Tag, wenn ich zu ihm komme. Beten zum Abschluss, und wir stehen auf zum Gebet.

