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Kinderherzen prägen

SerieTeil 1 / 2Gesegnete Eltern - Gesegnete Kinder
Ehe scheitert selten an großen Dramen, sondern an Ego, Schweigen und fehlender Vergebung. Wer Liebe, Ehrlichkeit und ein gemeinsames Ziel lebt, baut ein Fundament, das Stürme aushält.

Ein stabiles Fundament für das gemeinsame Leben

Stellen Sie sich einmal vor, Sie bauen ein Haus. Uns allen ist klar: Bevor wir überhaupt die Wände hochziehen, das Dach decken oder schon an die Einrichtung denken, legen wir viel Wert darauf, ein gutes und stabiles Fundament zu bauen. Denn wenn das Fundament nicht trägt, dann ist es ganz schnell so, dass unser Haus einstürzt.
Ich selbst habe dieses Fundament erlebt. Seit 15 Jahren darf ich mit meiner Frau verheiratet sein, und für uns ist es der christliche Glaube, der uns wirklich ein stabiles Fundament schenkt. Dieses Fundament stützt und stärkt uns im Miteinander. Wir sind schon durch so manchen Sturm gegangen, und manche Träne haben wir zusammen geweint. Aber wir haben auch wirklich schon wahnsinnig viel gelacht. Unter anderem ist das ein Grund, warum meine Frau die Allertollste ist: weil wir einen großartigen Humor miteinander haben.
Und ich denke, solche Stürme kennen Sie vielleicht auch aus Ihrem Alltag. Es gibt ja nicht wenige davon. Erst heute fing es damit an, dass ich heute Morgen beim Zahnarzt noch einen gebrochenen Zahn spontan repariert bekommen habe. Dann Karlsruhe, nun ja, ich will jetzt den Fußballverein nicht so schlechtmachen; ich komme nämlich aus Stuttgart, und von daher schlägt mein Herz für den diesjährigen DFB-Pokalsieger. Aber der Stau war auch ganz schön stressig. Doch das sind nur Alltagsstürme.
Heute leben wir in Ich-Zentriertheit und Selbstverwirklichung. Oder die Medien stellen völlig unrealistische Erwartungen an unsere Kinder, an unsere Jugendlichen, aber auch an uns selbst. Dazu kommen fehlende Kommunikation im Miteinander und das Thema Vergebung, das schwerfällt. Das haben wir auch in unserer Ehe gemerkt. Wenn man gemeinsam auf etwas Größeres schaut, in unserem Fall ist das Jesus Christus, dann bekommen wir Stabilität, Tiefe und Ausrichtung.
Das bedeutet nicht, dass wir als Christen keine Probleme haben. Es hilft uns aber, dranzubleiben. So möchte ich Sie heute ein wenig mit hineinnehmen in unser Abendthema: Ehe als Gottes Segensraum – wie wir als Paar ein starkes Fundament für unsere Familie bauen.
Ich möchte Sie anhand von drei Punkten durch den Abend führen: Zum einen Gottes Plan für die Ehe, denn wir wollen das Fundament legen. Dann wollen wir praktische Schritte bedenken, wie man so ein Fundament baut. Und schließlich geht es auch darum, welche Auswirkungen eine christuszentrierte Ehe für die Familie hat.

Gottes Idee von Anfang an

Von daher als Erstes: Sie haben sicherlich zur Hochzeit auch das Buch der Bücher geschenkt bekommen. Ich weiß nicht, wie groß Ihr Staubrand vielleicht schon geworden ist, oder vielleicht sieht Ihre Bibel, die Sie ganz neu noch nicht schon wesentlich durchgelesener aus und viel bewegter.
Und wenn wir in Gottes Wort hineinschauen, dann merken wir, dass Gottes Wort nicht so wirklich thematisiert, welches Schulwesen jetzt das Beste ist. Wir erfahren jetzt auch nicht die coolen Tipps, wie gründe ich ein Start-up und wie werde ich super erfolgreich in Social Media. Allerdings ist es bei der Ehe anders. Schon auf den ersten Seiten von Gottes Buch erfahren wir etwas über die Ehe. Warum? Weil die Ehe nicht irgendwann in der Geschichte entstanden ist, als es um Besitz oder Rechte ging.
Aus christlicher Sicht ist die Ehe viel mehr. Sie ist ein zentraler Teil von Gottes Schöpfung, sozusagen der Höhepunkt im Zusammenleben von Mann und Frau. Und vielleicht hier ein kleiner Fun Fact: Auf den ersten Seiten der Bibel lesen wir von der Hochzeit von Adam und Eva, dem ersten Menschenpaar, und die Offenbarung des Johannes endet interessanterweise auch mit einer Hochzeit, mit der Hochzeit der Gemeinde mit ihrem Bräutigam Jesus Christus.
Das Thema ist auf den ersten Seiten der Bibel und auf den letzten Seiten der Bibel wie eine Rahmenhandlung. Es scheint Gott ziemlich wichtig zu sein. Und das zeigt uns doch: Die Ehe ist Gottes Idee. Ihre Grundlagen und ihre Wurzeln liegen in Gott selbst, und deswegen kommen wir auch, wenn wir über das Thema Ehe reden, nicht an Gottes Ideen vorbei.
Natürlich gibt es Ehen, die auch gut funktionieren, ohne dass man Gott in den Mittelpunkt stellt. Allerdings, wenn Sie da ein bisschen genauer hinschauen, merken Sie vielleicht, dass diese Menschen sich an Vorgaben halten, die Gott gegeben hat. Treue, Vergebung, Langmut, Nächstenliebe sind alles Dinge, die Gott schenkt. Und wer sich daran hält, empfängt schon einmal einen gewissen Segen.
Deswegen möchte ich Ihnen kurz einmal aufzeigen, was eigentlich diese Gabe bedeutet.

Was die Schöpfung über die Ehe zeigt

Wenn man nämlich im ersten Buch Mose liest, dann fallen zwei Dinge auf:
Erstens: Gott schenkt uns die Ehe. Sie ist ein Geschenk an uns Menschen. Schon im Paradies wurde die Ehe geschaffen, und zwar zwischen einem Mann und einer Frau. Das gehört zu den ältesten Gaben, die wir aus Gottes Schöpfungsgeschichte mitgenommen haben. Sie ist, genau wie die Arbeit, die einzige Sache, die wir aus dem Paradies bis heute mitnehmen. Alles andere nicht. Aber die Ehe ist kein exklusiver Schatz nur für Menschen, die mit Gott unterwegs sind, sondern sie ist die geniale Idee Gottes für jeden Menschen, ganz egal, ob man mit Gott nun unterwegs ist oder nicht.
Allerdings lesen wir schon auf den ersten Seiten der Bibel, dass dieses ursprünglich gute Bild zerstört wurde. Schon früh hat sich der Mensch abgewandt, weil er dachte: Ach, Gott hat das irgendwie nicht ganz so gut gemacht, ich weiß das nämlich besser. Christen sprechen vom sogenannten Sündenfall. Und seitdem dieser Sündenfall da ist, haben wir Egoismus, Misstrauen, Verletzungen und so weiter und so fort. Das ist ein Teil vieler Beziehungen.
Die Bibel beschreibt diesen Zustand so: Keiner lebt wirklich so, wie es gut oder richtig wäre in Gottes Augen, sondern jeder geht seinen eigenen Weg. Im Psalm 14,3 lautet das wie folgt: Aber sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.
Aber Gott lässt uns jetzt nicht allein. Er bietet uns Hilfe an. Er streckt uns seine Hände aus, damit wir in der Beziehung mit ihm wieder zusammenwachsen dürfen.

Vom Nebeneinander zum Miteinander

Hierzu eine kleine Anekdote. Vor vielen Jahren gab es in der Bahn noch drei Klassen. Die etwas Älteren unter Ihnen haben das vielleicht noch erlebt.
Damals gab ein Vater seinem Sohn einen Rat zur Hochzeit. Er verglich die Ehe mit einem Zug, bei dem man in drei verschiedenen Klassen reist.
In der dritten Klasse ist die Fahrt unbequem. Die Ehepartner leben eher gegeneinander. Hier gibt es viel Streit und viel Unverständnis. Man diskutiert immer wieder, und ehrlich gesagt: Die Beziehung ist anstrengend und fühlt sich ziemlich unerfüllend an.
Dann gibt es die zweite Klasse. Man reist ganz ordentlich, lebt aber eher nebeneinander. Es gibt nicht so wirklich offene Konflikte, aber auch nicht wirklich echte Nähe. Man hat sich irgendwie arrangiert, und man lebt halt miteinander, so aneinander vorbei.
Und dann die erste Klasse: Man reist bequem und lebt miteinander und füreinander. In so einer Ehe ist man ein Team. Man unterstützt sich, man freut sich aneinander, und man wächst gemeinsam.
Ich weiß nicht, ob Sie sich vielleicht in einem dieser Bilder wiedererkennen. Es ist eigentlich relativ egal, in welcher Klasse Sie gerade mit Ihrem Ehepartner unterwegs sind. Keine Ehe ist so gut, dass sie nicht noch besser werden kann. Aber auch keine Ehe ist so schlecht, dass sie nicht besser werden kann.
Schlussendlich geht uns das Thema alle im Miteinander an, egal ob wir verliebt, verlobt oder auch verheiratet sind. Gott hat ein Ziel mit der Ehe. Gott schenkt uns etwas: etwas Gutes, etwas Wertvolles für uns Menschen.
Auch wenn in unserer Welt heute vieles dagegenläuft und wir alle Fehler machen, ist es trotzdem möglich, eine Ehe zu führen, die von Liebe, Vertrauen und echtem Miteinander geprägt ist.

Der göttliche Rahmen für Mann und Frau

Der erste Schritt dazu ist, dass ein Mann und eine Frau sich an Gottes Ordnungen halten. Die Bibel sagt: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist. Ich will ihm jemanden zur Seite stellen, der zu ihm passt. 1. Mose 2,18.
Das bedeutet: Sie und ich sind kein Zufallsprodukt, sondern bewusst von Gott geschaffen, als biologischer Mann und als biologische Frau. Der Mensch ist dafür gemacht, nicht allein durchs Leben zu gehen. Gott hatte sich etwas dabei gedacht, als er Mann und Frau füreinander geschaffen und in der Ehe zusammengefügt hat.
Die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau ist ein wichtiger und ein sehr guter Teil von Gottes Schöpfung. Denn am Ende des Schöpfungswerks lesen wir: Und siehe, es war sehr gut. 1. Mose 1,31. Das zeigt uns doch: Das, was Gott tut, hat einen Sinn und ein Ziel. Das gilt auch heute noch, in einer Zeit, in der dieses Thema immer mehr durch den Kakao gezogen wird und in der alles bunt und vielfältig sein muss.
Wir erfahren auch in der Bibel: Gott schuf sie als Mann und Frau und segnete sie und nannte sie Mensch. Das zeigt, dass die Ehe ein Segen ist für beide, sowohl für den Mann als auch für die Frau. Gott meint es sehr gut mit einer Ehe. Er will, dass Männer und Frauen miteinander zusammenleben, in echter Liebe, in echter Nähe und in gegenseitiger Unterstützung.
Deswegen ist die Ehe bei allem, was wir heute hören, absolut kein veraltetes Auslaufmodell, sondern etwas, das zum Guten dienen soll, und zwar von Anfang an. Wir lesen ja nicht umsonst: Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und vermehrt euch und bevölkert die Erde. Das bedeutet: Zu einer Ehe gehört es nach Gottes ursprünglichem Plan, dass Kinder dazugehören. Gott möchte, dass aus der Liebe zwischen Mann und Frau neues Leben entsteht.
Aber wir wissen: Nicht jedes Ehepaar erhält Kinder. Warum das manchmal so ist, kann man nicht erklären, und für die Betroffenen ist das oft sehr, sehr schmerzhaft. Und mir ist es wichtig zu sagen: Auch eine Ehe, die keine Kinder geschenkt bekommen hat, ist eine sehr gute Ehe. Kinder sind nicht dazu da, um die Qualität einer Ehe auszuzeichnen. Und eine Ehe, in der man vielleicht keine Kinder geschenkt bekommen hat, kann man genauso zusammenleben und zur Ehre Gottes leben.
Wenn Kinder jedoch da sind, dann bietet eine Ehe, die von Liebe und gegenseitigem Respekt und mit der Hilfe Gottes geführt wird, gute Voraussetzungen. Denn Kinder lernen vor allem dadurch, dass sie uns Eltern anschauen. Wie gehen wir miteinander um? Wie lösen wir zusammen Probleme? Wie sind wir füreinander da? Und so wird die Ehe eigentlich ein Vorbild für die nächste Generation.

Ehe als Zeugnis und Bild

Ich hoffe, Sie haben es schon ein wenig erlebt: Christen leben ihren Glauben nicht im Verborgenen. Gerade in einer Ehe zeigt sich oft etwas davon, wie Gott sich das Zusammenleben gedacht hat. Das ist auch eine ernste Mahnung für uns, die wir mit Gott unterwegs sind und vielleicht unsere Ehe immer wieder hinterfragen müssen. Sind wir ein Aushängeschild? Können die Leute an uns sehen, was Gott sich gedacht hat? Oder wie schaut es da aus?
Es heißt in der Bibel, ein Mann wird Vater und Mutter verlassen und sich mit seiner Frau verbinden, und die beiden werden eins sein, in Epheser 5,30-32. Und dann kommt ein spannender Zusatz: Diese Verbindung ist ein Bild für die enge Beziehung zwischen Jesus und seiner Gemeinde.
Wenn wir in unserer Beziehung Liebe, Vertrauen und Treue widerspiegeln, dann zeigt das eigentlich nur etwas, was im Wesen Gottes verankert ist. Und das macht auch deutlich: Die Ehe ist eine geniale Erfindung Gottes.
Ich möchte das kurz noch einmal zusammenfassen. Gott hat uns als Mann und Frau geschaffen. Die Ehe ist ein Geschenk Gottes. Sie ist gedacht für ein gutes und wertvolles Miteinander. Sie gehört zum Plan Gottes, damit wir Menschen Gutes tun. Und Gott hat jede Ehe auch mit einem Ziel ausgestattet. Er möchte uns segnen, und er möchte uns auch zu einem Segen für andere machen.
Wenn man das so sieht, dann ist eine Ehe doch wirklich ein Raum des Segens, sowohl für die Eltern als auch für die Kinder. Nicht umsonst haben wir diese Themenwoche gesegnete Eltern und gesegnete Kinder genannt.

Wie das Fundament im Alltag gestärkt wird

Nachdem wir nun den Plan für die sehr gute Ehe betrachtet haben, die Gott sich ausgedacht hat, kommen wir zum zweiten Aspekt. Wir schauen jetzt, wie wir dieses Fundament stärken können.
Zunächst einmal ist Gott ein genialer Schöpfer, und er weiß, dass wir Menschen nicht alles allein schaffen. Deshalb gibt uns die Bibel auch Hinweise, wie eine Ehe gelingen kann. Der amerikanische Theologe Joel Beeke bringt es auf den Punkt: Eine Ehe, die Gott ehrt, ist eine Ehe, die auf der Bibel gründet. Eine Ehe, die Gott ehrt, ist eine Ehe, die auf der Bibel gründet.
Deshalb ist Gottes Wort für uns auch die Grundlage einer gelingenden Ehe. Denn darin erkennen wir, wie Gott sich das Zusammenleben von Mann und Frau vorstellt. Und natürlich weiß Gott um die Herausforderung Ehe: Egoist heiratet Egoist. Das haben Sie sicherlich auch schon einmal gehört. Allerdings wäre die coolere Variante: Egoist, Egoist, und der Herr ist in der Mitte. Und wenn beide zum Herrn kommen, dann bringen sie Gott mehr Ehre.
Gott weiß doch darum, dass zwei Egoisten hier miteinander unterwegs sind. Deswegen hat er uns ja auch Hilfe gegeben. Ein Aspekt, der immer wieder in Bibeltexten zum Thema Ehe vorkommt, gerade auch im Epheserbrief, ist Hingabe und Liebe. Ich möchte nur ein paar Schlaglichter auf diese bekannten Verse legen, denn in diesem Text in Epheser 5 wird deutlich: Gott gibt in der Ehe sowohl dem Mann als auch der Frau bestimmte Aufgaben.

Liebe, die sich verschenkt

Zuerst einmal richtet sich der Text an uns Männer, und zwar mit einem ziemlich starken Auftrag. Dreimal heißt es in dem Text: Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und sich für sie selbst hingegeben hat. So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihre eigenen Leiber. Ein jeder liebe seine Frau wie sich selbst.
Das war übrigens für die damaligen Verhältnisse sehr revolutionär. Damals hat man einfach Macht ausgeübt, aber jetzt fordert Gott auf einmal vom Mann Hingabe. Im damaligen kulturellen Verständnis habe ich als Mann einfach gesagt: Du machst das jetzt so. Und ich habe über die Frau bestimmt, sie war nichts. Und auf einmal kommt Gott, er dreht den Spieß um und sagt: Gib dich vollkommen hin!
Und das ist auch ein schönes Bild in der Schöpfungsgeschichte. Gott schuf ja bekanntlich den Mann zuerst und dann die Frau. Interessant ist aber: Gott nahm nicht die Frau aus dem Kopf des Mannes. Ein Rabbi hat dazu mal gesagt: Ja, damit sie nicht über ihn herrscht. Gott hat aber auch die Frau nicht aus dem Fuß genommen, damit der Mann sie nicht unterdrücke. Sondern Gott schuf die Frau aus der Rippe. Sie ist ihm als seine Herzenspartnerin gegeben.
Wir Männer sind nicht dazu da, um über unsere Frauen zu herrschen. Wir sollen sie lieben, und zwar so, wie Jesus Christus seine Gemeinde liebt. Jesus Christus hat den Himmel verlassen. Er war Gott selbst und kam auf diese Erde. Er ließ sich von seinen Geschöpfen foltern, und er hat sein Leben für seine Geschöpfe gegeben, die ihn missachtet haben.
Wenn ein Mann ganz ehrlich so seine Frau liebt und sie nicht nur am Heiratsabend über die Schwelle trägt, dann herrscht er nicht über sie, sondern er dient ihr aus Liebe.

Gegenseitige Ordnung und praktische Unterstützung

Und dann, liebe Ehefrauen: Wenn eure Männer sich so für euch hingeben, dann fällt euch Epheser 5,22-24 nicht schwer, sondern ist eine logische Folge. Ihr Frauen ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist; er hat sie als seinen Leib gerettet. Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern unterordnen in allen Dingen.
Für viele Ohren ist das heutzutage: Wow, das ist zu hart, das geht gar nicht, die Bibel ist so veraltet, so ein patriarchalisches Weltbild. Aber ganz ehrlich: Wenn ein Mann seine Frau in Liebe führt, dann fällt es der Frau leicht, sich unterzuordnen, Sachen mitzutragen und mitzugehen.
Ich möchte Ihnen ein Beispiel aus unserem Familienleben geben. Wir saßen vor einiger Zeit am Frühstückstisch mit meinen Töchtern, und dann kam: Papa, wir wollen nicht, dass du so oft in anderen Gemeinden unterwegs bist. Meine Frau sagte daraufhin: Wenn Gott Papa für diesen Dienst berufen hat, dann unterstützen wir ihn. Und wenn ihr später einmal einen Mann habt, der Gott dienen soll, dann unterstützt auch ihr ihn.
Das war Unterstützung, das war Unterordnung, das war, dem Mann eine Gehilfin zu sein. Weil Liebe und Vertrauen in unserer Ehe häufig, ab und zu, manchmal gelingenderweise da ist, konnte meine Frau diesen Schritt tun.
Und erinnern wir uns noch einmal daran: Eine Ehe ist ein Segen für andere. Damit wir in unserem Beispiel bleiben, damit ich heute Abend und die Woche mit Ihnen hier zusammen sein darf, hat sich meine Frau hinter diesen Dienst gestellt. Meine Frau hat sich untergeordnet, weil dies für sie vollkommen in der göttlichen Pflicht als Ehefrau bewusst war.
Weil wir gegenseitig Liebe und Hingabe praktizieren, ist Respekt für uns auch sehr wichtig. Er ist ein guter Baustein für das Miteinander in Liebe und Hingabe.

Zuhören, reden und klug miteinander sprechen

Dann natürlich die Schlüsselkompetenz. Wir könnten jetzt Seminare darüber führen, die Wochen füllen. Wenn Sie YouTube, Instagram oder sonst etwas anschauen, finden Sie unzählige Seminare dazu, wie man richtig kommuniziert. Und wenn man ehrlich ist, dann ist das doch einer der größten Konfliktherde.
Erst vor einigen Wochen hatten wir wieder einmal so eine Situation. Meine Frau machte mich darauf aufmerksam: Du hast da etwas Unüberlegtes gesagt. Das kommt bei mir ab und zu vor, man könnte auch sagen: des Öfteren. Statt genau zuzuhören, habe ich mich natürlich sofort verteidigt, wie das so ist. Ich musste ja meinem Mann stehen.
Nachdem ich dann irgendwann eingelenkt habe, konnte sie nicht locker lassen. Das Ganze bauschte sich dann auf und wurde zu einer emotionalen Debatte, die dann auch teilweise nicht so schön geendet hat. Unsere Kommunikation ist nicht gut verlaufen. Irgendwie haben wir aneinander vorbeigeredet.
Auch meine Frau und ich müssen immer wieder lernen, dass zu einer stabilen Ehe auch das aktive Zuhören gehört, dass wir zusammen unterwegs sind. Denn eine gesunde Ehe lebt nicht nur davon, dass wir irgendwelche Theorien oder geistliches Wissen, das wir in unseren Gemeinden bekommen, weitergeben, sondern dass wir es praktisch ausleben. Dass wir zuhören, was der andere sagt.
Und in der Bibel steht da ein sehr guter Satz in Jakobus 1,19: Ihr sollt wissen, meine Lieben: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. Jakobus 1,19.
Und das ist doch gerade in einer Ehe etwas Entscheidendes. Beide, ob Mann oder Frau, müssen doch lernen, gute Gesprächspartner zu sein. Das heißt, wir Männer müssen unseren Frauen wirklich einmal zuhören, wenn sie etwas auf dem Herzen haben. Und ja, auch wir Männer müssen vielleicht endlich einmal herausrücken und erzählen, was uns auf dem Herzen liegt.
Oft geht es ja nicht nur darum, dass wir schnell eine Lösung finden, so ein klassisches Männerding: Wir brauchen eine Lösung, Problem, Lösung her. Pastor und Autor Joel Beeke bringt es auf den Punkt: Jeder Partner in einer Ehe muss dem anderen den Weg zur Kommunikation öffnen. Jeder Partner in einer Ehe muss dem anderen den Weg zur Kommunikation öffnen und ihm zuhören, ohne vorschnell oder verärgert zu reagieren. Zuhören anstatt sofort zu reagieren.
Offene und ehrliche Gespräche sind ein Schlüssel, damit eine Ehe wirklich zu einem Ort des Segens werden kann.

Wertschätzende Kritik und geistliche Gemeinschaft

Ich habe Ihnen dann ein Beispiel aus meinem Unterrichtsalltag dabei, das ich mal irgendwo mitbekommen habe. Ich möchte ein bisschen Appetit machen, nachher für die Gemeinschaft hier zusammen.
Es gibt eine sogenannte Sandwichmethode. Ich bin da zwar auch noch am Lernen, aber das ist ein ganz gutes Werkzeug. Es funktioniert so: Stellen Sie sich ein Sandwich vor. Die erste Brotscheibe ist, man beginnt mit etwas Positivem.
Ich mache das jetzt mal sehr fiktiv in unserem Ehebeispiel. Also: Schatz, du bist ein wunderbarer Mensch, und ich schätze so vieles an dir. Guter Türöffner.
Dann kommt die Füllung, das, was man jetzt aussagen möchte: Aber ich mache mir Sorgen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass du wenig Interesse daran zeigst, wie mein Tag verlaufen ist. Du fragst selten nach, und wenn du es tust, wirkt es, als würdest du gar nicht richtig zuhören.
Und jetzt die zweite Brotscheibe: Man schließt wieder positiv und liebevoll ab. Bitte verstehe mich nicht falsch, ich kritisiere dich nicht als Person. Ich liebe dich sehr, und ich weiß, wie viele gute Seiten du hast.
Vielleicht ist es ein Werkzeug, das wir mitnehmen können, um einfach in der Kommunikation etwas zielorientierter miteinander zu reden. Ein Türöffner, ein Miteinander. Ich kann natürlich auch ein knallhartes Sandwich nehmen und es ihr ins Gesicht drücken, dann habe ich nichts gewonnen. Wenn ich es aber schön belegt habe mit meinen Scheibchen und ihr hingelegt habe, habe ich die Hoffnung, dass es ankommt. Genauso, dass es bei uns auch ankommt.
Dieses Prinzip ist auch bei Paulus in der Bibel immer wieder zu finden. Wenn man seine Briefe durchliest, ist es auch so eine Art Sandwich-Taktik: Erst etwas Positives, wow, ihr Korinther, ihr seid so super, super, super, und dann kommt erst einmal eine ordentliche Palette an dem, was eigentlich nicht stimmt. Und am Ende: Ihr seid die Heiligen im Herrn. Also es ist so eine gute biblische Taktik. Kritik, verpackt in Wertschätzung, wirkt nämlich ganz anders. Sie hilft manchmal, dass sich unsere Ehe auch weiterentwickelt, im Miteinander und nicht im Gegeneinander.
Da natürlich an dieser Stelle das geistliche Miteinander ist auch bei uns eine Baustelle. Wir haben in unserer Verlobungszeit regelmäßig die Bibel gelesen. Wenn Sie ein bisschen visiert sind, wir haben so Leute wie Arnold Fruchtenbaum gelesen und haben dann selber einen Ersten-Petrus-Kommentar geschrieben. Sie haben noch nie so etwas Kanonäisches, also die Christen reden da immer in ihrer speziellen Bibelsprache, Elberfelderdeutsch, das war hülgsgradig wunderbar. Na ja, das war die Verlobungszeit.
Dann kam irgendwann der Ehealltag, und Sie kennen das: viele Herausforderungen. Dann kommen irgendwann Kinder, Berufungen nehmen zu, und dann sieht es mit der geistlichen Gemeinschaft irgendwie anders aus. Heute besuchen wir Gottesdienste zusammen in unserer Gemeinde, wir engagieren uns beide auch in unserer Heimatgemeinde aktiv in gewissen Bereichen, wir sind bei christlichen Veranstaltungen, wir hören gemeinsam Predigten und beten miteinander. Aber wir merken: Da ist noch Luft nach oben. Wir könnten noch manche Sachen besser zusammen machen, mehr geistliches Miteinander fördern.
Und deshalb ist mein ehrlicher Impuls an mich selber, auch an Sie: Lasst uns gemeinsam geistlich wachsen. Lasst uns zuhören, wenn unser Partner Zweifel oder Hoffnung oder Fragen hat, und gemeinsam auf Gott schauen. Und das geht natürlich nur, wenn beide eine Beziehung zu Gott haben. Deshalb rät die Bibel auch, Christen sollen Christen heiraten. 1. Korinther 7,39. Denn dann ist ein echtes geistliches Miteinander möglich. Eine Ehe zwischen einem Nichtchristen und einem Christen gibt es nicht. Wenn sie die Schrift lesen: Was hat Licht und Finsternis miteinander zu tun? Wäre da sehr vorsichtig, so ein kleiner Tipp, wenn man auf Partnersuche ist.
Was hilft, wenn man geistlich zusammenwachsen will? Einfach miteinander reden. Meine Frau hat schon von Anfang an in der Ehe darauf geachtet, dass wir Zeit zusammen haben. Wir haben eine Kaffeezeit mittags, da scheuchen wir die Kinder aus der Küche, dann trinken wir unseren Kaffee zusammen. Das ist ein Segen, seit 15 Jahren diese gemeinsame Zeit, wo man einfach miteinander redet. Da teilt man miteinander Enttäuschungen, Zweifel oder auch Glaubensfragen werden thematisiert.
Und wir haben dieses Jahr etwas ganz Neues angefangen als Familie. Am Anfang des Jahres habe ich meiner Frau, meiner großen Tochter und mir eine Jahresbibel gekauft. Wir haben uns dann hingesetzt, und wir lesen jetzt darin die Jahresbibel. Und das Tolle ist: Wir kommen automatisch in Gespräche über den Glauben, weil meine Tochter mir dann erzählt: Papa, das ist mega, jetzt ist sie gerade im Richterbuch, das ist so spannend, da sind so tolle Sachen drin. Dann kommt meine Frau wieder mit: Hast du gelesen, der Typ war vier Meter groß? Ich so: Boah, ja, krass, ja, habe ich auch irgendwann gelesen, aber ich habe mir irgendwie andere Sachen markiert. Aber man kommt ins Gespräch, und das ist das Geniale. So kann man geistlich miteinander wachsen.

Vergebung als tragender Klebstoff

Und dann natürlich das große Thema Vergebung. Vergebung ist für mich der allerwichtigste Klebstoff, den eine erfüllte Beziehung braucht, mit oder ohne Gott. Und ich möchte es einmal etwas poetisch ausdrücken: Ohne Vergebung bleibt die Schuld bestehen. Sie ist wie ein dunkler Schatten, schwer zu übersehen. Schuld wächst wie ein Graben, der Herzen trennt, bis keiner mehr den anderen kennt.
So läuft es ab, wenn wir keine Vergebung haben. Der Graben wird größer, und dann ist es irgendwann gekappt.
Was dagegen hilft? Als Christ lebe ich tagtäglich aus der Vergebung, die Gott mir in Jesus Christus geschenkt hat. Denn Gott hat diese Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben hat. Sie können es in Johannes 3,16-18 nachlesen. Gott möchte nicht verurteilen, Gott möchte retten. Und wer Jesus Christus annimmt, der erhält Gottes Vergebung.
Gerade dann ist es wichtig, auch wenn man zusammenlebt. Denn wenn mir Gott vergeben hat, dann kann ich doch auch vergeben. Und Vergebung ist kein Gefühl. Unsere heutige Zeit lebt ja oft nur von dem Gefühl: Was angenehm ist und sich gut anfühlt, das ist schön. Aber Vergebung ist auch eine bewusste Entscheidung. Und damit das möglich ist, brauche ich diese persönliche Beziehung.
Was meine ich damit? Nun, zuerst war Gott ja derjenige, der gehandelt hat. Aus Liebe gab er seinen Sohn, Jesus Christus, damit wir Vergebung bekommen können. Gott hat den Schritt auf den Menschen zugemacht. Und wenn ich dieses Geschenk nun im Glauben annehme, dann verändert sich mein Herz, denn Gottes Geist zieht in mein Leben ein und verändert mich von innen.
Aber was meine ich damit? Ich habe in meinem Leben etwas Entscheidendes getan. Ich habe eine innere Veränderung erlebt, die Christen Neugeburt nennen. Früher war ich wie jeder Mensch ein Sünder. Die Bibel beschreibt das so: Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben. Denn es ist hier kein Unterschied: Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist. Römer 3,22-24
Da ist keiner, der gerecht ist. Wir brauchen alle einen Stellvertreter. Und weil ich dieses Geschenk von Gottes Gnade erkennen durfte, darf ich heute hier stehen und aus der Vergebung leben. Und weil jetzt Gottes Geist in mir wohnt, kann ich anderen auch viel leichter vergeben. Denn ich mache mir immer wieder bewusst, wie viel Schuld und wie viel Sünde ich auf mich genommen habe, und Gott hat das alles weggenommen.
Wer diesen Schritt geht, der erlebt das, was Christen Bekehrung nennen, einen Lebenswechsel.

Vergebung im Alltag von Ehe und Familie

Nun, was bedeutet das ganz praktisch in unserer Ehe? Zunächst einmal kann ich meinem Ehepartner alles vergeben, alles, großgeschrieben. Ganz gleich, was er gesagt, getan oder gedacht hat.
Ich möchte Ihnen dazu zwei sehr persönliche Beispiele mitgeben. So wie viele Männer vielleicht auch, habe ich jahrelang Pornografie konsumiert. Auch in dieser Sache war ich gefangen, sogar noch als ich verheiratet war. Ich habe gegen Gott gesündigt, zuerst, aber auch gegen meine Frau, emotional, geistig und auch innerlich.
Doch Gottes Gnade hat eingegriffen. Ich musste Mut aufbringen und mit meiner Frau darüber reden. Das war nicht leicht, auch nicht schön, aber es war wahnsinnig heilsam. Und meine Frau konnte mir vergeben. Warum? Weil Gott ihr genauso vergeben hat. Sie lebt durch Gottes Geist diese Vergebung und kann mir vergeben.
Ein zweites Beispiel kommt aus unserem Familienalltag. Ja, auch wir beide streiten, wie jedes Ehepaar. Sollte ein Ehepaar hier sitzen, das nicht streitet, dann ist irgendetwas in der Ehe nicht in Ordnung. Und ja, natürlich wird es auch manchmal etwas lauter. Leider haben das auch unsere Töchter schon öfter erlebt. Sie kennen vielleicht auch die christlichen Bücher: Streitet nie vor euren Kindern, schaut, dass es immer abends geht, sonst was. Nein, wir haben es halt nicht geschafft. Wir haben uns auch gestritten, laut, verbal, auch mit falschen Worten.
Aber auch hier haben wir Vergebung erlebt. Uns ist es nämlich wichtig, dass wir, wenn so etwas passiert, danach unsere Kinder an den Tisch holen, dass wir uns erst einmal bei ihnen auch entschuldigen oder auch gegenseitig entschuldigen und dass wir dann zusammen als Familie beten. Unsere Kinder sollen nicht nur die Theorie hören: Ja, wir haben halt auch etwas falsch gemacht, da muss man halt zu Jesus gehen. Sondern wir möchten es ihnen auch vorleben.
Das ist nicht leicht, aber es ist sehr heilsam. Denn schlussendlich kann dann eine Ehe zu einem Ort des Segens werden, wenn Vergebung von allen Familienmitgliedern gelebt wird. Und das alles können wir nicht, weil wir eine Bilderbuchfamilie sind. Ganz und gar nicht. Wir kämpfen genauso, haben unsere Struggles wie jeder andere, unsere Kämpfe und unsere alltäglichen Probleme. Das ist bei bestem Willen nicht anders.
Aber, und das dürfen wir zur Ehre Gottes sagen, weil Gott uns vergeben hat, können wir einander auch vergeben, genauso auch meinen Kindern. Auch als Vater kann ich es nur unterstreichen: Es ist nicht schlimm, wenn man zu seinem Kind geht und sagt: Ja, ich habe dich gerade falsch angeschrieben, es tut mir leid, bitte verzeih mir. Das sind die Sachen, die wir weitergeben als Segen. Nicht die fünf Euro für eine gute Note, die bringen nichts. Aber wenn ich meinem Kind beibringe, dass ich mich auch entschuldigen kann als Vater, das bringt etwas, auch im späteren Leben.
Aus meiner Sicht ist damit der wichtigste Baustein, eine gute Ehe zum Segensraum zu machen, Vergebung. Gott selbst hat die Ehe geschaffen, und in seinem Wort, in der Bibel, gibt er uns die beste Anleitung dazu, wie das Miteinander gelingen kann. Und dazu hat er uns seinen Geist gegeben. Wir sind nicht allein unterwegs, keiner muss sich abmühen.

Die Ehe als Licht für die nächste Generation

Und ich möchte im letzten Teil jetzt noch kurz aufzeigen, welche Auswirkungen eine Ehe hat, die Jesus Christus im Zentrum hat. Gerade mit Blick auf das Familienleben.
Kinder brauchen ja einen sicheren Ort, an dem sie sich entfalten können und gesund aufwachsen. Und wenn wir eine stabile Ehe als Vater und Mutter haben, dann haben wir einen sehr wichtigen Schritt getan. Denn Stabilität brauchen unsere Kinder heutzutage vielleicht wieder mehr als zu einer anderen Zeit, wobei jede Zeit ihre Tücken, ihre Wirren, ihre Aufs und Abs hatte.
Was uns wichtig ist: dass wir Kindern zeigen, wir gehen zumeist respektvoll miteinander um, wir wollen ehrlich zueinander sein und wir wollen vergebungsbereit sein, damit wir unseren Kindern etwas mitgeben. Die Bibel bringt es so auf den Punkt: Zeige deinem Kind den richtigen Weg, dann wird es ihn nicht verlassen, wenn es älter wird. Sprüche 22,6
Wir kommen in dieser Woche noch darauf, was die Pädagogik weitergibt. Ganz interessant: Gottes Wort setzt einen ganz knallharten Akzent. Zeige deinem Kind den richtigen Weg, dann wird es ihn nicht verlassen, wenn es älter wird. Wir sollen unseren Kindern also vorleben, damit wir sie prägen für ihr Leben später.
Unsere Ehen sind nicht nur für uns persönlich wichtig, sie sind ein Vorbild für unsere Kinder, für unsere Freunde, für unsere Nachbarn und für unsere Gesellschaft, und für die momentan ganz, ganz arg. In einer Welt, die oft nach Halt und Orientierung sucht, kann eine starke, in Gott gefestigte Ehe ein Licht sein. Jesus Christus sagt: Ihr seid das Licht der Welt. Matthäus 5,14
Und auch das dürfen wir als Kinder, die mit Gott unterwegs sind, immer wieder mitnehmen: Sind wir Licht durch unsere Ehe? Natürlich sehen unsere Kinder, dass wir Stress haben, dass wir Meinungsverschiedenheiten haben, dass wir Schwächen haben. Aber sie beobachten auch: Wie gehen wir damit als Eltern um? Verschweigen wir alles, wie die Generation vor mir, meine Eltern oder Großeltern? Da wurde alles mundtot gemacht, man hat über ganz vieles nicht geredet.
Wenn man das weiß, kann man verstehen, warum vielleicht unsere Eltern auch anders geprägt sind. Sie sind mit Defiziten einfach aus der Gesellschaft aufgewachsen. Da muss man auch feinfühlig dafür sein und verstehen, warum das vielleicht so ist. Aber eine Ehe, die Jesus im Zentrum hat, wo Vergebung immer wieder eine Rolle spielt, diese gibt etwas weiter, und zwar in die nächste Generation.
Und natürlich ist eine Ehe, die Gott im Zentrum hat, ein Schutzraum. Wenn wir als Ehepartner liebevoll miteinander umgehen, dann bieten wir einen der besten Schutzwälle, um das, was ideologisch gerade bei unseren Kindern versucht wird, zu implementieren. Auch dazu kommen wir noch später in dieser Woche. Aber wenn wir als Eltern miteinander umgehen, dann hilft das, voranzubringen.
Und diese Einheit kostet etwas. Wir müssen sie pflegen, wir müssen Aufmerksamkeit in unsere Ehe stecken, wir müssen ein Ziel zusammen entwickeln. In Kolosser 3,14-15 heißt es: Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Christi, zu dem ihr berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen, und seid dankbar.
Und dieser Friede, den Christen durch den Glauben an Jesus Christus erfahren haben, der verändert die Atmosphäre in einer Ehe. Ja, wir haben Tiefen, wir haben Höhen, aber wir haben etwas anderes. Wir haben etwas, was die Welt nicht hat: das ist dieser ewige Gott, der auf unserer Seite steht. Er schafft Raum in uns zur Vergebung, zum Verständnis, zur Nähe, und er macht das Haus zu einem Ort des Segens.

Schlussgedanken und Auftrag

In den letzten Minuten haben wir viel über das Thema Ehe als Gottes Segensraum nachgedacht. Vielleicht haben Sie, genauso wie ich, den einen oder anderen Impuls bekommen, wie wir als Ehepaar ein starkes Fundament für unsere Familien bauen können.
Die Ehe ist ein besonderer Ort des Segens, weil sie eine geniale Erfindung des Schöpfers ist. Gott selbst hat sie eingesetzt. Sie ist der Raum, in dem Liebe wachsen kann, in dem Kinder sicher aufwachsen dürfen und durch den Gottes Licht in unsere Gesellschaft hineinstrahlen darf.
Das Schöne ist: Gott selbst stellt uns das Baumaterial zur Verfügung. Liebe, Vergebung, Geduld und Wahrheit. Und er gibt uns seinen Geist.
Lassen Sie uns deshalb unseren Segensraum schützen, pflegen und ehren, und zwar zur Ehre Gottes des Vaters, zum Wohl unserer Familien und zum Segen für die kommende Generation.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Wissen. Lesen. Glauben.

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