Einleitung: Die Frage, die unser Verständnis von Gebet prüft
Es ist so wunderbar zu hören, wie er mit euren Stimmen Gott anbetet.
Ich möchte euch zu Beginn eine Frage stellen: Wie sieht es um dein Gebetsleben aus? Wie geht es mit deinem Gebetsleben?
Jemand hat mal gesagt: Wenn du einen Christen demütigen willst, dann solltest du ihm diese Frage stellen: Wie geht es mit deinem Gebetsleben? Und es ist fast immer so, dass, egal wie stark sich jemand fühlt, wie angeregt und stolz er vielleicht war, das sich schnell in Luft auflöst. Und dann wird es durch ein Schuldgefühl ersetzt.
Das ist nicht das, was ich heute Abend vorhabe. Ich bin mir sicher, du hast genug andere Gründe, dich schuldig zu fühlen. Deswegen brauchst du meine Hilfe dabei gar nicht.
Der Grund, warum ich dir diese Frage stelle, ist genau das Gegenteil. Nämlich der Umstand, dass diese Frage, wie steht es um dein Gebetsleben, im Leben eines Christen Schuldgefühle auslöst, ist ein Ausdruck davon, dass wir etwas ganz grundsätzlich falsch verstanden haben über Gebet.
Denn der Umstand, dass etwas, das eigentlich als ein Privileg für Christen geschaffen wurde, und wenn wir es richtig verstehen, vielleicht sogar das höchste Privileg, das wir als Christen haben, etwas, das schon deins ist, das dir freigegeben wurde, das du nicht erbitten musst, das du einfach nutzen darfst, das du einfach genießen darfst, dazu führt, dass du dich schuldig fühlst, zeigt uns, dass wir hier vielleicht noch etwas lernen müssen.
Und meine Hoffnung ist, dass wir das jetzt erreichen.
Römer 8,12-28. Und dann bete ich für uns.
So sind wir nun, liebe Brüder, nicht dem Fleisch schuldig, dass wir nach dem Fleisch leben. Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben müssen; wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Fleisches tötet, so werdet ihr leben. Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet, sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Aber, lieber Vater! Der Geist selbst gibt Zeugnis unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, wenn wir denn mit ihm leiden, damit wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden.
Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll. Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet darauf, dass die Kinder Gottes offenbar werden. Die Schöpfung ist ja unterworfen der Vergänglichkeit, ohne ihren Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat, doch auf Hoffnung. Denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick mit uns seufzt und sich ängstet, nicht allein sie, sondern auch wir selbst, die wir den Geist als Erstlingsgabe haben, seufzen in uns selbst und sehnen uns nach der Kindschaft, der Erlösung unseres Leibes. Denn wir sind zwar gerettet, doch auf Hoffnung. Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht? Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld.
Desgleichen hilft auch der Geist unserer Schwachheit auf, denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie es sich gebührt, sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen. Der aber die Herzen erforscht, der weiß, worauf der Sinn des Geistes gerichtet ist; denn er vertritt die Heiligen, wie es Gott gefällt. Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
Ich bete mit uns.
Großer Gott, wir wollen dir danken für dein heiliges Wort. Danke, dass dein Wort uns Wegweisung gibt für unser Leben. Danke, dass es uns Hoffnung gibt, ja, dass dein Wort Leben gibt.
Und wir wollen dich bitten, dass du uns durch dein Wort nun ansprichst. Wie ein Vater zu seinen geliebten Kindern spricht, so dass wir verstehen, was wir verstehen müssen, damit wir wachsen können, reifen können im Glauben, so rede du. Gebrauche unseren Bruder Ken, um zu uns und zu unseren Herzen zu sprechen, und wirke du durch deinen Geist an uns, so dass wir nicht nur Hörer deines Wortes sind, sondern auch zu Tätern deines Wortes werden.
Das bitten wir im Namen Jesu Christi. Amen.
Gebet als Ausdruck des Lebens im Geist
Es gibt zwei unterschiedliche Wege, wie man mit christlichen Dingen umgehen kann. Und zwar mit Dingen des Lebens, oder wir gehen mit ihnen um, so als wären es tote Dinge. Es ist ein bisschen wie der Unterschied zwischen einem Schlachter und einem Tierarzt. Wie die Ähnlichkeit und Unterschiedlichkeit von einem Schlachter und einem Tierarzt. Ich weiß nicht, ob ihr schon einmal darüber nachgedacht habt. Die sind ja eigentlich ganz ähnlich, doch irgendwie ganz unterschiedlich.
Denn ein Tierarzt kennt die verschiedenen Teile eines Tieres. Vielleicht irgendwo im ländlichen Bereich in Deutschland, ein Tierarzt, der Anrufe bekommt von irgendwelchen Bauern, und jemand sagt: Ja, die Kuh ist wieder krank. Ich weiß nicht, ob ihr das so macht wie die Amerikaner, die ihren Kühen Namen geben. Ich werde jetzt keinen Vorschlag für Namen machen, für Kühe.
A butcher also knows the parts of a cow. When a cow comes to the butcher, he knows this is the heart, these are the intestines, that's the leg. The butcher is very concerned about all the parts. He wants to make sure that they are all there. Everything he paid for. Alles hat er bezahlt, und er hofft, dass dann auch alles geliefert wurde. Genauso wie auch ein Tierarzt sich um alle Teile der Kuh kümmert. Das ist das Herz, das sind die Nieren, das sind die anderen Innereien. Aber seine Sorge ist ein bisschen anders.
Manchmal nehmen wir das christliche Leben und teilen es auf in verschiedene Teile. Reading your Bible, die Bibel lesen, going to church, zur Gemeinde gehen, evangelism, Evangelisation, prayer und Gebet. All the pieces, all diese Teile. Do they work together? Haben die irgendwas miteinander zu tun? How do they work together? Wie hängen die zusammen? Who knows? Wer weiß schon? Who cares? So long as they are all there.
No. That is not how we are called to live the Christian life. When we think of the Christian life that way, when wir über das christliche Leben so nachdenken, dann denken wir wie ein Schlachter. Someone who is not interested in life, nämlich jemand, dem nicht wirklich das Leben interessiert.
The vet can look at the cow. Der Tierarzt kann sich die Kuh anschauen. Er kann ein Bild vom Herzen sehen, und er sieht da vielleicht ein Problem, das da entstehen könnte. Und er verbindet das Problem mit dem Herzen mit dem, wie die Kuh gestattet ist. Und verbindet dann dieses Problem damit, wie die Kuh sich in letzter Zeit verhalten hat. Und er weiß jetzt, dass wir vielleicht die Ernährung der Kuh verändern müssen, so dass das Herz gesünder werden kann, damit der Kuh insgesamt besser gehen darf. Leben!
Darf ich dir vorschlagen, dass die Frage über Gebet wirklich nicht wichtiger sein könnte, um zu verstehen, wie das christliche Leben funktioniert? Meine Hoffnung ist, dass ich uns jetzt davon überzeugen kann. Zuerst: Gebet nicht als ein Grund, dich einfach schuldig zu fühlen, sondern als ein Ausdruck von Leben im Geist. Gebet ist wirklich, wie wir wissen können, dass wir lebendig sind, der Geist in uns spricht durch uns. Und er befähigt uns, jetzt zu Gott zu reden.
Und dabei geht es nicht darum, wie lange du jetzt gebetet hast, und auch nicht um die großen theologischen Wörter, die du dabei gebrauchst, und auch nicht, was die Menschen über dich gedacht haben, als du Amen gesagt hast. Auch nicht, wie laut sie Amen gesagt haben. Laut sie Amen gesagt haben ist nicht entscheidend. Es spielt auch keine Rolle, ob einer nicht vielleicht Amen gesagt hat und was das alles bedeuten könnte. Darum geht es bei Gebet nicht. Nein, der Römerbrief beschreibt Gebet als Ausdruck des Lebens im Geist.
Seht ein paar Dinge in dem Abschnitt, der gerade gelesen wurde. Ich lese jetzt mal ab Vers neun noch, um den Kontext zu stehen. Und Paulus sagt hier: Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, wenn in der Tat der Geist Gottes in euch wohnt. Anyone who does not have the Spirit of Christ does not belong to him.
Please hear this clearly. Paul is speaking to the Church in Rome. Und er sagt nicht, dass sie sich irgendwie Christen machen sollen, einfach dadurch, dass sie etwas tun. Er erinnert sie daran, dass sie Christen sind. Dass das Werk des Geistes nicht etwas ist, das du in dein Leben hinein manipulierst. Wenn du ein Christ bist, dann hast du den Geist Christi in dir.
Und wenn du auch erst einen Tag alt bist als Christ oder ob du zehntausend Tage alt bist als Christ, du hast in jedem Fall den genau gleichen Geist Christi in dir. Und wenn du eine Milliarde Tage alt bist als Christ, du hast in jedem Fall den genau gleichen Geist Christi in dir. Da hast du dann auch nicht mehr von der dritten Person der Dreieinigkeit in dir als der, der gerade erst einen Tag Christ ist, weil der Geist Christi in allen lebt, die zu Christus gehören.
Hast du diese Sprache gehört, gehören? Du gehörst Gott. Du gehörst zu Gott. Und der Weg, wie du jetzt zu Gott gehörst, ist einfach dadurch, dass du den Geist Gottes hast. Hast du gehört, wie der Geist hier genannt wurde? Der Geist von wem? Der Geist Christi. Wahrscheinlich nicht der häufigste Weg, wie der Geist beschrieben wird. Der gleiche Heilige Geist ging aus vom Vater und vom Sohn. Und hier ist es sehr wichtig, dass es der Geist des Sohnes ist, der in dir lebt, so dass wir wissen können, dass die, die den Geist Christi haben, zu ihm gehören.
Tatsächlich ist es so, dass du wissen sollst, dass du so zu ihm gehörst, wie ein Kind zu seinem Vater gehört. Erinnere dich daran, dass du zu ihm gehörst. Es sind meine, sagt der Vater. Er spricht über seine Kinder jetzt. Manchmal mögen die das vielleicht nicht, dass sie seine sind, aber sie sind trotzdem immer noch seine Kinder. Sie können mich nicht letztendlich loswerden. Und ich kann sie auch nicht loswerden. Die Realität, dass sie meine sind, ist, dass sie meine sind.
All those who are Christians, all those who are believers, haben den Geist Christi in sich, den Geist des Sohnes. Schaut hier, was der Geist des Sohnes in ihnen tut. Schaut auf Vers 14: Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. For you did not receive the spirit of slavery to fall back into fear, denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet, sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Aber lieber Vater! Der Geist selbst gibt Zeugnis unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, provided we suffer with him, wenn wir denn mit ihm leiden, damit wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden.
Was sagt also der Geist des Sohnes in uns zu uns? Dass du ein Kind Gottes bist. Das ist, was er dir sagt. Du gehörst zu Gott als ein Sohn. Und wie verhalten sich Söhne, wenn Dinge nicht gut laufen? Die kommen zu ihrem Papa. Und das ist das, was der Geist Gottes in uns tut.
Es ist interessant in Römer 8. The place is where we shall see him crying. But before we get there I just want you to see what prayer is. Prayer is life. It's life that is in us. The relationship we now have with God is sin when we leave out that relationship. Not when I stay in my room. Wenn ich in meinem Zimmer bleibe und Gott in seinem Zimmer bleibt, aber wenn ich mit Gott rede, weil wir sehen, was Erlösung ist, es ist eine Beziehung. Und nicht irgendeine Beziehung, es ist eine ganz intime Beziehung, es ist eine ganz enge Beziehung, es ist eine Beziehung, die ermöglicht ist durch den Geist Gottes.
„Father loves the Son and the Son loves the Father and the Love between the Father and the Son is the Spirit of God.“ Und da von dieser Beziehung, von dieser Intimität sagt Augustinus, dass der Vater den Sohn liebt und der Sohn den Vater und dass diese Verbindung, diese Liebe zwischen ihnen der Geist ist. So that back in Chapter 5 when it's said to us that God has, dass wenn er in Kapitel 5 davon spricht, dass Gott seine Liebe in unsere Herzen ausgegossen hat, dann folgt genau darauf die Aussage: „Durch den Geist, den er uns gegeben hat.“
Wie hat der Vater uns geliebt? By giving us his Spirit. The love of the Father in our hearts is nothing different from the Spirit of God in our hearts. We are loved by God. But do we know how much we are loved? Weißt du, wie sehr du von Gott geliebt bist? Wir sind so sehr von Gott geliebt, dass seine Liebe für uns die gleiche ist, die er auch für seinen Sohn hat. Weil der Geist, der in uns lebt, das ist das Leben, was wir haben, das ist unsere Christianity as a whole, das ist unser Christsein als Ganzes.
Das ist das, was Paulus den Galatern schreibt: Es bin nicht mehr ich, der lebt, sondern Christus, der in mir lebt. Das ist der Geist, der in uns lebt. Es ist eine Liebesbeziehung. Du bist geliebt, und wenn du zu Gott betest, dann spiegelst du diese Liebe zu ihm zurück. Through the Spirit of the Son who is in you.
One could say, everybody prays. When you are in trouble enough, you pray. Als Teenager habe ich ungefähr dreimal im Jahr gebetet. Normalerweise hatte ich da große Probleme. Es war kurz bevor ich von der Schule flog. Und dann habe ich ein Gebet gebetet, das vielleicht manche von euch kennen. Es ist eine lange Zeit her, dass ich zuletzt hier gekommen bin, Gott. Tut mir leid, da ist jetzt gerade etwas Dringliches, da müssen wir darüber reden. Ich habe gerade ein Problem. Und wenn du mich aus diesem Problem herausholst, dann verspreche ich dir, dann komme ich ein bisschen häufiger wieder. Amen!
Die Probleme haben sich dann oft aufgelöst, und dann kam ich wieder in Probleme. Und dann bin ich wieder zurückgekommen. Er sagt: Hallo, ich bin es wieder. It's actually how I became a Christian. This happened enough times, that es oft genug passiert for me to know, I don't think I'm a Christian, dass ich irgendwann kapiert habe, ich bin wohl kein Christ. Mir wurde klar, ich glaube, so funktioniert das nicht in der Beziehung.
That's praying like a butcher, das ist wirklich Beten wie ein Schlachter, not praying like a son. Ich bete nicht wie ein Sohn. When we pray, wenn wir beten, we are not performing. Dann führen wir kein Schauspiel auf, dann antworten wir zu der Realität der Liebe Gottes in uns. Und das hat nichts mit Schuld zu tun, und Schuld hat damit nichts zu tun. Nein, das hängt alles am Kreuz. Gebet ist wirklich ein Geschenk des Kreuzes. Es gibt keine Verdammnis mehr, nur den Geist des Sohnes, der nun in uns lebt.
Ich weiß, du liebst Gott. Sprich mit ihm, verbring Gemeinschaft mit ihm. Ein bestes Beispiel dafür, wie wir die Bibel beten können, ist das Gebet der Hanna. Und wie es dort heißt, dass sie ihr Herz vor Gott ausschüttet. Es klingt fast so, als wenn sie nicht genau überlegt hat, was sie jetzt genau sagen soll. Nein, es war wirklich eine Gemeinschaft mit Gott. Das ist wirklich das Privileg eines Gläubigen.
Ihr seht noch einen zweiten Weg, wie wir hier über Gebet reden. Through prayer, victory through prayer. Die Bibel spricht davon, und auch diese Passage, dass wir im Gebet etwas überwinden, dass wir einen Sieg haben. Das Leben ist schwer. Ich weiß nicht, ob du das weißt. Das Leben ist wirklich schwer. Die Bibel weiß das. Romans, Chapter 8, Römer 8 im Besonderen, ist geschrieben für diejenigen, die die zwei Feinde der Christen bekämpfen: Sünde und Leid. Das sind die großen Feinde des Gläubigen.
Wie gehen wir durch die schweren Dinge im Leben? Hast du den Kontext dieses ersten Gebets hier gesehen? Aber Vater, schau noch mal die Verse davor an. Vers zwölf: So sind wir nun, liebe Brüder, nicht mehr dem Fleisch schuldig, dass wir nach dem Fleisch leben. Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet auch ihr sterben. Aber wenn ihr durch den Geist die Taten des Fleisches tötet, so werdet ihr leben.
Was ist hier der Kontext? Das Kämpfen gegen die Sünde. Du bist ein Christ, dann kämpfst du gegen die Sünde. Und genießt du das, gegen die Sünde zu kämpfen? Es ist ein Kampf. Das solltest du nicht genießen. Manchmal, wenn du gegen Sünde ankämpfst, fühlst du dich weak. Dann fühlst du dich schwach. Dann hast du den Eindruck, dass die Sünde sehr stark ist. Und du bist überrascht, wie schwach du dich fühlst.
Wenn wir gegen Sünde kämpfen, dann schauen wir typischerweise nicht auf uns und denken: Was für ein super Christ ich doch bin. Nein, du denkst in dem Moment typischerweise: Was für ein schwacher, wackeliger Christ ich doch bin. Und was tun Kinder in einer solchen Situation? Das ist der Moment, wenn sie beten.
Das ist ganz wichtig, dass in Römer 8, dem Berggipfel des Römerbriefs, der Geist des Sohnes in uns durch uns betet, an unseren schwächsten Stellen, um dir zu zeigen, was Jesus getan hat. So groß ist unsere Erlösung, dass der schwächste Christ in seinem schwächsten Moment den allmächtigen Gott, den allmächtigen Vater, anruft und nennt ihn Vater. Das ist Rettung. Das ist die Gewissheit unserer Erlösung, als wenn sie in Christus sind, weil sie in Christus sind, schon dadurch sichtbar wird, dass der Geist Christi in ihnen lebt.
In dem Kampf dann, in diesem Moment, da ändert sich nichts an der Beziehung zu Gott. Ganz im Gegenteil. Das ist der Moment, wo die Beziehung richtig funktioniert. Dann wird das richtig sichtbar, dass wir diese Beziehung haben, weil wir dann herausrufen zu Gott: Aber lieber Vater!
Ist das nicht das, was Kinder tun? Ich stelle dir diese Frage. Ist es nicht das, was Kinder tun? Gerade wenn sie in ihrem Schwächsten sind. Wenn sie große Schmerzen haben, dann rufen sie zu ihren Eltern. Und Christen, das ist das, was Gebet ist, liebe Christen.
Das ist nicht die einzige Stelle, wo es darum geht. Wenn wir dann über das Leiden reden, dann kommt der gleiche Gedanke wieder. Im Vers 26: Desgleichen hilft auch der Geist unserer Schwachheit auf, und diese Hilfe kommt in der Form von Gebet.
Was ist die Erlösung, die wir in Jesus haben? Lies den letzten Vers in Kapitel 8. Ich lese uns Vers 39, dass weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn. Nichts! Wir haben das gerade gesungen, in diesem Lied. Ich habe die Worte nicht verstanden, aber ich kenne dieses Lied.
Keine Kraft der Hölle, keine Tricksereien der Menschen kann mich jemals aus seiner Hand reißen. Das ist unsere Erlösung in Jesus. Wir sind sicher in Christus. Und so sieht es sich aus im Leben eines Christen, dass wenn sie gegen Sünde kämpfen, dann kämpfen sie gegen die Sünde als Söhne Gottes. Und wenn sie durch das Leiden gehen, dann gehen sie durch das Leiden als Söhne Gottes. Ihre Sünde hat sie nicht getrennt von Gott, und ihr Leiden hat sie auch nicht getrennt von Gott, weil sie mit Christus vereint sind. Sie sind in Christus, Christus ist in ihnen, und so gehen sie durch die schweren Zeiten in ihrem Leben. Sie beten.
Ihr seht etwas in der Verbindung. Kapitel in Offenbarung 5 ist sehr interessant, wenn die ganze Welt am Ende kommt und Gottes Plan zusammengebracht ist und Gottes Plan zu einem Abschluss kommt. Da lesen wir dann, dass das, was dort auftaucht, was unser ist, das sind die Gebete der Heiligen. Ich finde das sehr interessant. Wenn wir zum Ende der Geschichte kommen, wo die Herrlichkeit Gottes die ganze Erde erfüllt, was wirklich da aufsteht, was dort aufsteht, was ich getan habe, das ist nicht all die Dienste, die ich gestartet habe. Ich fange Sachen tatsächlich jeden anderen Tag an, aber das ist nicht der Weg, wie ich dann überwinden werde oder wie überhaupt etwas überwunden wird. Was an diesem Tag auftauchen wird, sind die Gebete der Heiligen.
Wenn du weiter in der Offenbarung liest, da wirst du sehen, dass manche der Gebete verzweifelte Gebete sind. Das sind die Gebete derer, die um des Namens Christi willen getötet wurden. Das ist nicht das, was du vielleicht einen Gebetskämpfer nennen würdest. Das ist nicht die Idee, warum wir Dinge wie die Kraft der. Und das ist nicht das, wo wir sagen wollen: die Kraft des Gebets. Diese Dinge sind wahr. Aber so sieht das nicht im christlichen Leben aus.
Die sind mehr so wie das Gebet von Hanna. Die hat sich nicht sehr stark gefühlt. Sie war kein Gebetskämpfer. Sie war einfach nur in großer Not. Und es war wirklich, wirklich große Not. Oder Penina, die zweite Frau. Penina hat ihr die ganze Zeit Druck gemacht. Wenn es hier irgendwelche Peninas im Raum gibt, wir sind froh, dass du eine Christin bist. Und das hat weh getan für Hanna. Könnt ihr euch das vorstellen, wie das ist, durchs Leben zu gehen mit dieser Scham? Kannst du dir vorstellen, dass jemand, der dir so nahe steht, es zum Ziel ihres Lebens macht, es dir einfach schlecht gehen zu lassen? Das ist Schmerz.
Und seht ihr, wo sie ist? Sie ist im Tempel und betet. Und wer sitzt neben ihr? Eli, der Hohepriester, da. Glanz und der passt überhaupt nicht auf, der ist völlig abwesend. Hanna, der sie dann verwechselt vor einer betrunkenen Frau, und das ist ein völliger Widerspruch. Der Hohepriester, was ist sein Job? To be praying on behalf of the people of God. Er sollte eigentlich beten für das Volk Gottes. But he is clueless, he is not understanding anything. Aber er ist völlig ahnungslos, der kapiert gar nichts.
But in the temple whose prayer is heard? Aber wer betet dort im Tempel, welches Gebet wird erhört? The prayer of a desperate woman. Das Gebet einer verzweifelten Frau. Are you desperate today? Meine Frage ist: Bist du heute verzweifelt? Pray, bete like a child of God. Bete wie ein Kind Gottes.
Can I encourage you to not just plan to pray more? Kann ich dich ermutigen, nicht einfach zu planen, mehr zu beten? Darum geht es mir hier gerade. Ich hoffe, dass du mehr betest. Aber wenn dein Ziel, wenn du von hier weggehst, einfach ist: Ich will mehr beten, dann ist das einfach so wie ein Schlachter, der drei mehr Beine noch bestellt. Wer sagt, ein Bein war nicht genug, vielleicht brauche ich einfach ein paar mehr. Aber da geht es da nicht ums Leben.
Kann ich dich ermutigen zu beten, wenn du dich am schwächsten fühlst? Wenn du denkst, vielleicht jetzt sollte ich gerade gar nicht mehr beten? Ich bin so schwach, ich werde so versucht von der Sünde. Kann ich wirklich beten? Was sagt das Evangelium? Ja!
This is especially when you pray. But that's not often times how we think about it. Romans 8 is saying to you, in that moment, pray your little prayer. Da bete dein kleines Gebet, bete dein verzweifeltes Gebet. Es ist vielleicht das beste Gebet, das du je gebetet hast, weil du dann kein Vertrauen mehr in dich selbst hast, weil du nicht angibst mit deiner Gerechtigkeit, weil du nicht schaust auf deine Kraft, weil du nicht schaust auf deine eigene Kraft. Nein, du hast Glauben, und der greift nach Gott.
Ist das nicht unsere Erlösung? Ist das nicht wie wir unsere Beziehung mit Gott begonnen haben? Das sind diese Momente, wo wir unsere Beziehung zu Gott zeigen, durch seinen Sohn. Und worüber rede ich gerade mit euch? Hier ist eine Formel, wie wir Sünde in unserem Leben töten können. Wenngleich es das ist, denn so sollst du Sünde bekämpfen. Aber wenn ich mal sagen darf, hier geht es um etwas Wichtigeres. Hier geht es darum, wie du als Christ lebst.
Gebet in einem solchen Moment ist wie atmen, einatmen und ausatmen: Vater, Vater, hilf mir, das ist hart, das ist, was ich brauche. Wo Not ist, oder auch wenn es um den Kampf gegen die Sünde geht.
Schaut noch mal den dritten Punkt. Gebet hilft uns nicht, triumphalistisch zu denken. Wir denken manchmal so, dass die Führer Christian, die in Kenia sagen wir manchmal, wenn du ein Christ bist, dann sollten Dinge einfach nur super laufen. Das ist nicht wirklich ein Wort, was sie nach haben. Es ist nur so ein Sound. Das klingt einfach so ganz sanft. Wenn Dinge hart sind, dann bist du nicht wirklich ein Christ. Wenn Dinge gut laufen, dann hast du etwas richtig gemacht, nicht wahr? Dann hast du wahrscheinlich viel gebetet.
Das ist wieder die Schlachtersprache. Wenn du viel betest und deine Bibel viel liest, wenn all die Teile des christlichen Lebens wieder auftauchen, dann sollte alles einfach super funktionieren. Nein, das ist eine Formel. Aber das christliche Leben ist nicht so eine Formel, es ist eine Beziehung mit Gott. Und es zeigt uns, dass die Punkte, wo wir mit Gott am engsten in Beziehung sind, gerade durch die schweren Zeiten im Leben sind.
Habt ihr gesehen, was Römer 8 Gebet nennt? Römer sieht Gebet hier als ein Seufzen. Wir lesen hier, dass die ganze Schöpfung seufzt, die ganze Schöpfung leidet. Aber wir lesen hier, dass auch wenn wir leiden, wir seufzen. Das ist, was Gebet ist, das ist, was Gebet tut. Wenn du Gebet richtig verstehst, dann nimmst du von mir diese andere Idee, diese Gedanken, dass du Gebet einfach dann machst, wenn alles super läuft, wenn du das christliche Leben lebst wie ein Topstudent. Wenn du aber erkennst, dass Gebet einfach zeigt, dass du lebendig bist, aber Gebet ist Groaning, aber Gebet ist eben ein Seufzen, dann ist das christliche Leben ein schweres Leben.
Aber es ist eben nicht nur ein schweres Leben. Es ist ein schweres Leben in Verbindung mit Gott. Es ist ein schweres Leben in Kommunion mit Gott. Es ist ein schweres Leben, aber in Verbindung, in enger Gemeinschaft mit Gott. Es ist ein schweres Leben, aber in Freundschaft mit Gott. Und der Weg, wie ich meine Freundschaft mit Gott genieße, inmitten meines schweren Lebens, ist durch Gebet.
Das ist das Beispiel, was sie im Neuen Testament finden. In dieser Konferenz ging es bisher darum, dass wir eine neue Leitergeneration fördern wollen. In der Predigt, die gestern Abend gepredigt wurde, wo Timotheus gesagt wird, dass er andere treue Männer fördern soll, zeigt uns Paulus, dass er das selbst die ganze Zeit getan hat. Und es geht nicht besonders gut. Seht ihr das im zweiten Timotheusbrief? Timotheus, was solltest du tun? Entrust this gospel weiter an treue Männer, damit sie wieder andere ausbilden können. Das ist das Spiel.
Aber das ganze Buch ist voller Leute, die von Paulus zugerüstet werden und die dann wieder versagen. Zum Beispiel Demas, der einfach ihn verlässt. Dann gibt es diesen Mann Philetus. All diese bösen Jungs haben schlimme Namen, seltsame Namen. Aber es gibt so viele in 1. Timotheus, 2. Timotheus. Die Arbeit, von der Paulus sagt, Timotheus, dass er es tun soll, dass er an der Neugeneration von Leiden zurüsten soll, das ist eine harte Arbeit. Da sind zwei andere Leute, in die Paulus investiert hat, die jetzt eine Häresie predigen. Das ist harte Arbeit. Aber er sagt trotzdem: Mach weiter damit.
Das christliche Leben, der christliche Dienst ist nicht einfach. Es ist oft sehr hart, es kann oft sehr entmutigend sein. Und wenn du dich schwach fühlst, wenn du dich niedergeschlagen fühlst, wenn du denkst, ich gebe gleich auf, dann sprich mit Gott, durch den Geist. Genau da, wo du bist, dann ist es erledigt. Ruf einfach dein verzweifeltes Gebet raus, so wie Jona tief im Magen des Wals, tief im Meer. Da rief er dann zu Gott. Und Gott hat sein Gebet erhört.
Das ist Gebet. Dazu sind wir berufen. Gebet ist nicht etwas, was wir so messen können, wo man dann feststellen kann, wie großartig du bist als Mann. Gebet ist etwas Messbares, denn darin zeigt sich, was für eine große Erlösung dir gegeben wurde, dass in deinem Schlimmsten, in deinem Schwächsten, du immer noch beten kannst und Gott dich immer noch hören wird. Deswegen sei nicht schüchtern. Deswegen habe kein falsches Verständnis vom christlichen Leben. Es geht nicht darum, dass es einfach nur Nühe ist. Ihr habt jetzt ein Wort gehört aus seiner Sprache. Es ist hart, es ist ein Kampf, ein Krieg. And yet der Weg, wie wir kämpfen, ist: Wir kämpfen durch Gebet.
Was möchte ich also, dass ihr tut? Ich bete, dass du mehr betest. Aber das ist nicht das, was reichen wird. Ich bete, dass du beten wirst, wenn Dinge besonders schwer sind. Ich bete, dass du beten wirst, wenn du dich am schwächsten fühlst, denn das ist so, wie du deine aktuelle Beziehung mit Gott wirst. Weil das der Weg ist, wie du deine wirkliche Beziehung zu Gott wachsen lässt.
Kannst du dir Leute vorstellen, die dich anrufen, wenn es bei ihnen richtig schlecht läuft? Das sind nicht die Fremden, die du irgendwo mal getroffen hast, vielleicht am Bahnhof, und du hast gesagt: Nice shoes, and they said thank you, and then you moved on. They are not going to call you when things are hard. If someone calls you when they have no one else to call, das sind die Leute, die deine Freunde sind. Und wenn du derjenige bist, der jemanden anruft, dann rufst du einen Freund an.
Und als Christ, was sagt es über deine Beziehung zu Gott, wenn wir immer nur beten, wenn alles ganz gut läuft? Und wenn Dinge schlecht laufen, dann beten wir nicht. Dann behandeln wir Gott wie einen Fremden, den wir am Bahnhof getroffen haben, so als wenn wir mit ihm nicht wirklich reden können, so als wenn wir ihn nicht sehen lassen könnten, wenn wir hässlich sind. Gott ist unser Vater, er kennt uns und er liebt uns. Und er liebt uns trotzdem noch. Pray to him then. Bete zu ihm, gerade in solchen Phasen.
Wenn du kein Christ bist und du bist aus irgendwelchen Gründen heute hier, dann bist du am besten Ort, an dem du sein könntest, weil du umringt bist von Christen. Und wenn du wissen möchtest, wie du eine Beziehung mit Gott haben kannst, dann höre einfach diese eine Sache: Du musst dich nicht zuerst irgendwie verbessern, damit du dann zu diesem Gott kommen kannst. Denn dieser Gott ist zu uns gekommen, um dich in deiner Schwäche zu treffen. Er hat dir alles gegeben, als du nichts hattest. Alles, was du tun musst, ist einfach annehmen, indem du auf Jesus vertraust und bete. Mach das zu einer Anwendung dieser Predigt.
Schau auf den Dieb am Kreuz. Der betet in seiner besten Situation, als er sich gut in Ordnung gebracht hatte, oder war es nicht seine schlechteste Situation? Ich glaube, wir werden ein bisschen Spaß haben, wenn ich ihn im Himmel treffe. Ja, aber er war sehr spät dran und er war in seiner schwächsten Situation, und er hat ein ganz einfaches Gebet gebetet: Erinnere mich. Und er wurde gerettet.
Römer in diesem Buch lesen: Wer auch immer den Namen des Herrn anruft, das ist Gebet. So wie Petrus, der im Meer versinkt: Herr, hilf mir, rette mich! Und er wurde gerettet. Dann selbst du kannst gerettet werden, da wo du gerade sitzt. Amen! Amen!
Ich bete mit uns.
Großer Gott, danke, dass du ein Gott bist, der als liebender Vater seinen Kindern erlaubt, zu dir zu kommen. Ja, danke, dass wir zu dir rufen dürfen in unserer Schwäche. Du kennst unsere Schwäche, du kennst sogar unsere Schwäche im Gebet, Herr. So rufen wir zu dir, Herr, danke, dass wir dich aber lieber Vater nennen dürfen. Danke, dass wir wissen dürfen, du bist ein treuer, ein liebender Vater, auch da, wo wir untreu sind, da, wo wir uns von dir weit entfernt haben. Herr, füll unsere Herzen neu mit Liebe zu dir, dass wir zu dir rufen in jeder Not. Und so rufen wir zu dir: Aber lieber Vater. Amen.
Gebet als Beziehung statt Leistung
Nicht Zerlegen, sondern Zusammenhänge sehen
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