Serie•Teil 26 / 64Apostelgeschichte
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einordnung und Ausgangspunkt der Reise
Apostelgeschichte Kapitel dreizehn, da sind wir stehen geblieben. Wir sind in der Gemeinde in Antiochia.
Für alle, die so ein bisschen geografisch interessiert sind: Wo liegt das heute? Das liegt in der Südtürkei. Die Stadt heißt heute nicht mehr Antiochia, sondern Antakya. Und man hat in den Nachrichten im Moment viel von Aleppo gehört. Aleppo liegt ungefähr auf der gleichen Höhe wie diese Stadt und etwa 100 Kilometer Luftlinie weiter östlich.
Letztes Mal trafen wir auf eine Gruppe von Propheten und Lehrern, die in der Gemeinde in Antiochia dienten und fasteten. Dann wurden sie vom Heiligen Geist aufgefordert, Barnabas und Saulus anzusprechen und zu sagen: Ihr beide, ihr müsst jetzt losziehen. Ihr müsst auf die erste Missionsreise gehen. Ihr müsst dorthin, wo es noch keine christlichen Gemeinden gibt, sondern erst einmal nur jüdische Synagogen. Dort müsst ihr neue christliche Gemeinden gründen.
Wir wollen uns heute gemeinsam anschauen, wie dieser Start der sogenannten ersten Missionsreise aussieht. Und ich lese euch den ganzen Text aus Apostelgeschichte 13, die Verse 4 bis 12, einfach mal vor. Da heißt es:
Sie nun, ausgesandt vom Heiligen Geist, gingen hinab nach Seleuzia und von dort segelten sie nach Zypern. Und als sie in Salamis waren, verkündeten sie das Wort Gottes in den Synagogen der Juden. Sie hatten aber auch Johannes zum Diener. Als sie aber die ganze Insel bis Paphos durchzogen hatten, fanden sie einen Mann, einen Magier, einen falschen Propheten, einen Juden mit Namen Barjesus, der bei dem Prokonsul Sergius Paulus war, einem verständigen Mann. Dieser rief Barnabas und Saulus herbei und begehrte, das Wort Gottes zu hören. Elimas aber, der Magier, denn so wird sein Name übersetzt, widerstand ihnen und suchte den Prokonsul vom Glauben abwendig zu machen. Saulus aber, der auch Paulus heißt, blickte, mit heiligem Geist erfüllt, fest auf ihn hin und sprach: „O du, voll aller List und aller Bosheit, Sohn des Teufels, Feind aller Gerechtigkeit, willst du nicht aufhören, die geraden Wege des Herrn zu verkehren? Und jetzt siehe, die Hand des Herrn ist auf dir, und du wirst blind sein und die Sonne eine Zeit lang nicht sehen.“ Und sogleich fiel Dunkel und Finsternis auf ihn, und er tappte umher und suchte solche, die ihn an der Hand leiteten. Dann, als der Prokonsul sah, was geschehen war, glaubte er, erstaunt über die Lehre des Herrn.
Das ist unser Text für heute.
Drei einfache Lektionen für den Anfang
Und ich weiß nicht, wie es euch geht, wenn ihr so einen Text lest. Man hat da so Apostelgeschichte. Ich habe heute Jonathan mitgebracht, und der meinte schon: Das ist aber ein bisschen trocken.
Und dann fragte ich nach: Was meinst du mit trocken? Na ja, man liest das so, und irgendwie: Was macht man mit so einem Text? Man hat das jetzt durchgelesen, super. Also, was mache ich damit? Das klingt so ganz weit weg, das klingt so nach vergangen.
Und trotzdem möchte ich den Text nehmen. Wir sind bei der ersten Missionsreise, wir sind ganz am Anfang, Start der Heidenmission. Und Lukas, der die Apostelgeschichte schreibt, hat eine riesige Menge Material, aus der er auswählen kann. Da muss ich überlegen: Was setze ich an den Anfang dieser ersten Reise? Er hätte alles Mögliche schreiben können. Was packe ich an den Anfang?
Und ich glaube, dass er eine Geschichte oder eine Begegnung an den Anfang setzt, die uns hilft, wenn wir selber überlegen, evangelistisch tätig zu werden. Wenn wir selber sagen: Na ja, eigentlich sind wir ja auch so ein kleines Missionsteam, wir so als Familie. Oder vielleicht bist du auch so ein Ein-Mann-Missionsteam. Und irgendwann ist dann so die Sommerpause vorbei, und dann geht es darum, wieder in den Alltag hineinzugehen, zurückzugehen.
Was kann ich lernen aus dieser kleinen Begebenheit hier zum Thema Evangelisation? Ich glaube, es sind drei wichtige und total simple Lektionen. Fast möchte ich mich entschuldigen für die Predigt, weil am Ende werdet ihr sagen: Das war’s? Ja, es wird heute ganz, ganz einfach.
So wie beim letzten Mal, wo ich etwas sagte zum Thema Fasten. Wisst ihr noch? Da war ich da und sagte: Ich möchte eigentlich nur eine Sache. Ich möchte, dass ihr einmal die Woche auf das Mittagessen verzichtet und die halbe Stunde, die ihr dadurch gewinnt, nehmt, um für eine Sache zu beten. Ich hoffe, ihr habt es gemacht.
Und jetzt werden manche, manch einer wird sagen: Hoffentlich fragt er jetzt nicht, ob ich die Hände heben soll. Nein, ich frage nicht, ich verspreche euch, ich frage nicht. Aber ich möchte euch motivieren. Es sind diese einfachen, simplen Dinge im Leben. Dieses: Ich faste. Und ich mache da nichts Großes, Magisches daraus, sondern ich mache es einfach. Einmal die Woche verzichte ich, habe meine Liste und sage dem Herrn: Dafür möchte ich beten, und dafür möchte ich fasten. Das ist mir wichtig.
Wenn du nicht weißt, wovon ich rede, besorg dir die Predigt vom letzten Mal. Wir machen hier weiter: drei ganz simple Dinge zum Thema Evangelisation. Wenn du deine eigene erste kleine Missionsreise in deinem Umfeld antrittst: drei Punkte.
Dort beginnen, wo Beziehungen und Vertrautheit schon vorhanden sind
Und wir starten noch mal, Kapitel dreizehn, die Verse vier und fünf. Da heißt es: Sie nun also, Barnabas und Paulus, ausgesandt von dem Heiligen Geist, gingen hinab nach Seleuzia, das ist der Hafen am Mittelmeer, und von dort segelten sie nach Zypern.
Frage: Warum Zypern? Das ist doch mal eine Frage wert, ja. Also, du machst deine erste Missionsreise, warum Zypern? Warum reist das Missionsteam, Barnabas und Paulus, dann kommt noch Johannes, der Diener, dazu, nicht einfach nach Norden? Wenn man jetzt ganz einfach eine Missionsreise hätte starten wollen, dann wäre man einfach nach Norden gezogen. Dorthin, wo die heutige Türkei ist. Man hätte kein Schiff suchen müssen, keinen Hafen suchen müssen, sondern hätte einfach in der nächsten Stadt anfangen können.
Das machen sie aber nicht. Warum eine aufwendige Seereise zu einer verhältnismäßig kleinen Inselstadt? Warum nicht auf dem Festland bleiben? Die Antwort ist gar nicht schwer. Sie fangen einfach dort an, wo sie persönlich glauben, dass sie die besten Startbedingungen haben.
Wir lesen dazu etwas, was wir schon einmal miteinander studiert haben. Da heißt es in Apostelgeschichte Kapitel elf, ich lese mal die Verse neunzehn bis einundzwanzig. Das ist natürlich nur so ein Nebensatz, den man im Allgemeinen überliest. Aber jetzt brauchen wir mal zwei Nebensätze.
Apostelgeschichte 11,19: Die nun zerstreut waren durch die Bedrängnis, die wegen Stephanus entstanden war, zogen hindurch bis nach Phönizien und Zypern und Antiochia und redeten niemand das Wort als allein zu Juden. Ihr merkt: Es hatte schon die ersten Bemühungen gegeben, Zypern mit dem Evangelium zu erreichen. Es waren aber unter ihnen einige Männer von Zypern und Kyrene, die, als sie nach Antiochia kamen, auch zu den Griechen redeten, indem sie das Evangelium von dem Herrn Jesus Christus verkündigten. Und die Hand des Herrn war mit ihnen, und eine große Zahl, die gläubig wurde, bekehrte sich zu dem Herrn.
Also, auf der einen Seite sind Christen schon nach Zypern gegangen. Paulus und Barnabas sind nicht die Ersten, die dort missionieren. Aber anscheinend waren da noch nicht richtig Gemeinden entstanden. Und von Zypern aus sind Leute nach Antiochia gekommen und haben dort die Gemeinde gegründet. Also die Gemeinde, die jetzt Paulus und Barnabas losschickt, ist ursprünglich ganz wesentlich von Leuten gegründet worden, die aus Zypern stammen.
Wir merken: Die haben natürlich, das ist logisch, ein riesiges Interesse daran, dass ihre Heimat erreicht wird. Und es fällt ihnen mit Sicherheit leicht, wenn man jetzt so einen Aufruf macht und mal herumfragt, wer möchte denn Paulus und Barnabas finanziell unterstützen für die erste Fahrt, und jemand denkt: Wo geht es denn hin? Nach Zypern! Und die Leute denken: Boah, da wohnt vielleicht mein Bruder noch, und meine Cousins, vielleicht sind da noch Kinder. Natürlich möchte ich, dass der da hingeht.
An anderer Stelle, Apostelgeschichte Kapitel vier, Vers sechsunddreißig, auch so ein ganz kleiner Vers, den man schnell überliest, da heißt es in Apostelgeschichte 4: Joseph aber, der von den Aposteln Barnabas genannt wurde, das ist genau der, der jetzt in Apostelgeschichte 13 ausgesandt wird, was übersetzt heißt Sohn des Trostes, ein Levit und jetzt schaut mal: ein Zyprer von Geburt. Also Barnabas selber kommt aus Zypern. Der Leiter des Missionsteams ist in Zypern geboren.
Und wenn ich mir die Frage stelle, was ist so die erste Lektion, die dieser Text mir zum Thema Evangelisation, Mission mitgibt, dann könnte diese Lektion so lauten: Fang dort an, wo du dich auskennst. Das ist der Grund dafür, warum das Evangelium zuerst in den Synagogen der Juden gepredigt wird.
Ich möchte etwas Einfaches sagen: Es ist wichtig, dass das Evangelium noch dem letzten, verborgensten, verstecktesten Stamm am Amazonas gebracht wird. Aber gleichzeitig müssen wir verstehen, dass wir es uns, wenn es um Evangelisation geht, nicht extra schwer machen müssen. Du darfst an der Stelle evangelisieren, wo es für dich leicht ist.
Jesus bringt seinen Jüngern ein ganz simples Prinzip bei, Matthäus Kapitel 10, Vers 16. Und ich sage das deshalb, weil nicht jeder, der hier sitzt, so ein typischer Evangelist ist. Ich bin das auch nicht. Und ich möchte heute nicht die Evangelisten ermutigen, denn die machen es ja eh schon.
Ich weiß nicht, ob ihr das so kennt, diese Kaltakquise-Evangelisten, die bei jeder noch so unscheinbaren Begegnung mit jemandem das Evangelium auspacken. Es gibt sie. Ich habe solche Leute erlebt und erlebe sie auch hier in der Gemeinde. Und ich bin jedes Mal paff erstaunt und denke mir: Boah, was für eine Begabung.
Aber heute rede ich mal zu denen, für die Evangelisation oder Mission immer sowas ist wie, hm,
Mit Widerstand rechnen, ohne den Mut zu verlieren
Ja, und deswegen Matthäus 10,16. Das ist ein Text, der aus der sogenannten Aussendungsrede stammt, also aus einem Teil der Bibel, in dem es um persönliche Mission und Evangelisation geht. Und Jesus sagt dort ganz klar: Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter Wölfe.
Wenn du dich bei dem ganzen Evangelisationsding manchmal total unwohl fühlst, dann ist das komplett richtig. Schafe unter Wölfen fühlen sich nie wohl. Wenn du dich dabei wohlfühlst, dann freu dich, dann hast du eine besondere Gabe. Aber wenn du dich nicht wohlfühlst, dann bist du genau richtig.
Und deswegen, weil nicht jeder sagt: Haha, wo sind die Wölfe? Weil manch einer sagt: Vielleicht gehe ich hier auch so als halber Wolf durch und mache einfach mal den Mund nicht auf, dann hört keiner mein Mäh. Vielleicht ist es so. Deswegen sagt Jesus hier: Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter Wölfe; so seid nun klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben.
Der Einfältige ist der, der ohne Hintergedanken handelt. Und der Kluge ist der, der sich überlegt, wie er auf möglichst effektive Weise das Evangelium an die Frau, an den Mann bringen kann. Und jetzt mal ganz nüchtern dort anzufangen, wo es vielleicht schon vereinzelte Christen gab, dort anzufangen, wo man Land und Leute kannte, das war einfach nur klug.
Und das ist meine erste Lektion, die ich dir mitgeben möchte. Und ich gebe sie dir mit, weil ich erwarte, dass die meisten, die hier sitzen, ein ganz kleines bisschen frustriert sind im Blick auf ihre eigenen evangelistischen Bemühungen und vielleicht irgendwann mal gesagt haben: Da mache ich jetzt nicht mehr weiter.
Und jetzt komme ich von hier vorn und ich möchte nur eine ganz kleine erste Lektion an dich weitergeben: Fang dort an, das Evangelium zu predigen, wo du bekannt bist und es dir, weil du die Menschen kennst, weil du ihre Lebensumstände kennst, ihre Sprache sprichst, weil du vielleicht ihre Träume, ihre Hoffnungen, auch das, was sie Glauben nennen, kennst, weil du das dort am besten predigen kannst.
Und wenn du jetzt denkst: Jürgen, vielen Dank, ich habe das probiert. Es ist ja nicht das erste Mal, dass mir jemand sagt, ich soll evangelisieren. Jürgen, vielen Dank, ich habe das probiert, ich habe das versucht, ehrlich, aber die wollen einfach nicht hören. Die sind satt. Die tun mein Christsein als so einen unwissenschaftlichen Blödsinn ab, und ich weiß echt nicht mehr, was ich noch tun könnte.
Wenn du an diesem Punkt stehst, dann bist du heute meine Zielgruppe. Ja, ganz ehrlich, weil ich weiß genau, wie du dich fühlst. Ich weiß, wie es dir geht. Und mein erster kleiner Tipp ist: Hör nicht auf. Hör nicht auf.
Wir haben jetzt Sommerpause, und nach der Sommerpause geht das Leben wieder los. Mein Wunsch ist: Wenn du denkst, ich habe das probiert, ich wollte mit Menschen über das Evangelium reden, und genau so, wie du das sagst, ich wollte mit denen anfangen, die ich kenne, und das hat einfach nicht funktioniert, die wollen nicht, dann ist mein Tipp: Pack eine Portion Fasten und Beten auf deine Bemühungen drauf.
Wie das jetzt geht, wissen wir ja: also einmal die Woche. Und dann schreibst du dir so eine kleine Liste von Menschen, wo du sagst, die möchte ich gerne erreichen. Mit denen möchte ich über das Evangelium reden. Und dann fängst du damit an.
Ich rede jetzt nur zu denen, die für sich diesen Prozess der Evangelisation beerdigt haben, weil sie sagen: Es bringt nichts. Ich komme da eigentlich nicht weiter. Wenn du so jemand bist, nimm dir bitte jetzt vor zu sagen: Okay, ich gehe die Liste meiner Freunde noch mal durch und schreibe mir ein paar Namen heraus. Und wenn ich einmal in der Woche auf mein Mittagessen verzichte, um zu fasten, dann lege ich diesen Namen Gott hin.
Und das können meine Kinder sein, das können meine Nachbarn sein, das ist vielleicht mein Ehepartner, vielleicht sind es entfernte Verwandte, vielleicht ist es irgendjemand, der mir aus irgendeinem Grund wichtig ist. Aber mein Wunsch wäre der, dass du, wenn du an dieser Stelle so ein Stück eingeschlafen bist, wenn du eigentlich sagen musst: Na ja, so regelmäßig mit Leuten über das Evangelium reden, das ist eigentlich nicht so, mein Wunsch wäre, trau dich wieder einen Schritt nach vorne.
Sei klug, mach es nicht superkompliziert, dass du nicht von vornherein aufgibst, aber trau dich wieder ein Stück nach vorne. Beten, fasten, aufschreiben und dann den Schritt wagen. Lektion Nummer eins. Es lohnt sich.
Lektion Nummer zwei. Und dazu lesen wir Vers 6, Apostelgeschichte 13: Als sie aber die ganze Insel bis Paphos durchzogen hatten, fanden sie einen Mann, einen Magier, einen falschen Propheten, einen Juden mit Namen Bar-Jesus.
Paphos, da war das römische Verwaltungszentrum auf der Insel, und das Missionsteam trifft dort auf einen Juden, der hat den Namen Bar-Jesus. Ich weiß nicht, wie es euch geht, wenn ihr das lest: Bar-Jesus übersetzt Sohn des Jesus. Und jetzt wirst du vielleicht denken: Hä, wie kann das sein? Ich denke, ja, wir haben ja auch so einen Jesus. Also warum heißt der Jesus?
Nehmt es einfach hin: Im ersten Jahrhundert war der Name Jesus, also der normale menschliche Name Jesus, ein ganz weit verbreiteter jüdischer Name. Und dieser Bar-Jesus, der ist ein falscher Prophet und ein Magier. Magier waren in der damaligen Zeit in den besseren Kreisen etwa so populär, wie das heute Astrologen oder Esoteriker sind. Und deswegen darf es uns nicht wundern, dass er sich im Umfeld von diesem Prokonsul Sergius Paulus wiederfindet.
Ich lese das noch mal, Vers 6 und 7: Als sie aber die ganze Insel bis Paphos durchzogen hatten, fanden sie einen Mann, einen Magier, einen falschen Propheten, einen Juden mit Namen Bar-Jesus, der bei dem Prokonsul Sergius Paulus war, einem verständigen Mann. Dieser rief Barnabas und Paulus herbei und begehrte, das Wort Gottes zu hören.
Und was jetzt passiert, und ich habe es ja vorhin schon vorgelesen, ihr wisst, was jetzt kommt, ist eine Auseinandersetzung zwischen der geistlichen Finsternis auf der einen Seite und dem Licht des Evangeliums auf der anderen Seite. Elimas aber, der Magier, denn so wird sein Name übersetzt, widerstand ihnen und suchte den Prokonsul vom Glauben abwendig zu machen.
Saulus aber, der auch Paulus heißt, blickte mit heiligem Geist erfüllt fest auf ihn hin und sprach: O du, voll aller List und aller Bosheit, Sohn des Teufels, Feind aller Gerechtigkeit, willst du nicht aufhören, die geraden Wege des Herrn zu verkehren? Und jetzt siehe, die Hand des Herrn ist auf dir, und du wirst blind sein und die Sonne eine Zeit lang nicht sehen. Und sogleich fiel Dunkel und Finsternis auf ihn, und er tappte umher und suchte solche, die ihn an der Hand leiteten.
Also der, der dem Prokonsul in geistlicher Dunkelheit zu halten versucht, muss am Ende blind herumtappen und braucht jemanden, der ihn bei der Hand nimmt und aus dem Zimmer führt.
So, warum diese Geschichte am Anfang einer Missionsreise? Und was ist das, was du damit anfangen kannst? Eine ganz simple zweite Lektion, die lautet etwa so: Wenn du anfangen solltest, das Evangelium zu verkünden, also wenn du sagst: Okay, Jürgen, ich lasse mich darauf ein, ich schreibe nochmal diese Liste, ich fange an zu fasten und zu beten, und ich werde irgendwie schauen, wie ich mit den anderen ins Gespräch komme, ich lasse mich darauf ein, dann rechne unbedingt damit, dass der Teufel versuchen wird, deine Bemühungen zunichte zu machen. Er macht es von Anfang an.
Das Okkulte ist eine Realität, und es ist nicht nur Aberglaube. Versteckt hinter einer riesigen Portion Hokuspokus liegt die Welt der schwarzen Magie, auf die sich Elimas eingelassen hat. Diese Welt der Dämonen ist real. Und gerade weil diese Welt real ist, deswegen verbietet Gott jede Art von Spiritismus.
Ich möchte euch das unbedingt vorlesen, weil das so ein wichtiger Text aus 5. Mose ist, 5. Mose 18. Da heißt es in den Versen 9 bis 14, 5. Mose 18,9-14, und es lohnt sich, das wirklich zu durchdenken, weil an dieser Stelle deutlich wird, wie sehr Gott gegen jeden Bezug, gegen jede Begegnung mit der bösen, dämonischen Welt ist. Da heißt es:
5. Mose 18,9 Wenn du in das Land kommst, das der Herr, dein Gott, dir gibt, dann sollst du nicht lernen, es den Gräueln dieser Nationen gleichzutun. Es soll unter dir niemand gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, keiner, der Wahrsagerei treibt, kein Zauberer oder Beschwörer oder Magier oder Bandsprecher oder Totenbeschwörer oder Wahrsager oder der die Toten befragt. Denn ein Gräuel für den Herrn ist jeder, der diese Dinge tut. Und um dieser Gräuel willen treibt der Herr, dein Gott, sie vor dir aus. Du sollst dich ungeteilt an den Herrn, deinen Gott, halten.
Also wir können nicht Götzendiener sein, okkulte Spiritisten, wir können uns mit dieser ganzen Sache nicht beschäftigen und gleichzeitig die Lieder singen, die wir vorhin gesungen haben, die Jesus erhöhen. Es geht einfach nicht ungeteilt. Denn diese Nation, die du austreiben wirst, hören auf Zauberer und auf Wahrsager, du aber, so etwas hat der Herr, dein Gott, dir nicht gestattet.
Warum ist das Okkulte eigentlich so attraktiv? Warum beschäftigen Leute sich so gerne damit? Und die Antwort muss irgendwie damit zu tun haben, weil es Macht verheißt, ohne mich moralisch herauszufordern, ohne mich zur Buße zu rufen. Man will diesen Blick in die Zukunft, wenn man zu einem Wahrsager geht. Und man meint, wenn ich den habe, dann kann ich mich vor zukünftigen Schwierigkeiten oder Verlusten schützen.
Aber gleichzeitig verliert man etwas Wesentliches. Man verliert die Loyalität gegen den einen, der Wahrheit ist, gegen den Schöpfergott. Der Spiritist ist der wie Elimas, der die Welt der Geister und ihrer Kräfte entdeckt, aber sein Herz, habt ihr das gelesen, was Paulus zu ihm sagt, sein Herz bleibt erfüllt von List und von Bosheit. Als ein Sohn des Teufels wird er zu einem Feind der Gerechtigkeit, und zwar genau der Gerechtigkeit, die Gott jedem Glaubenden durch das Evangelium schenken will.
Das Wort Gottes als Mitte und Ziel der Verkündigung
So, und jetzt Achtung: Meine Lektion zwei heißt nicht, meide das Okkulte. Das habe ich nicht gepredigt, oder besser gesagt: Das ist heute nicht mein Punkt. Gepredigt habe ich das schon einmal hier, aber heute ist das nicht mein Thema, weil ich hoffe, dass euch das schon klar ist. Deswegen habe ich euch 5. Mose 18 nur kurz vorgelesen.
Ich hoffe, dass völlig klar ist, dass sich in unseren Häusern und Wohnungen, in unseren Autos und an unseren Arbeitsstellen nichts Okkultes befindet. Keine Talismane, keine Amulette, keine Traumfänger, keine Zauberbücher, keine Maskottchen, keine Pendel, keine Bücher von Okkultisten – weg damit! Für den Fall, dass du da noch etwas haben solltest: Schmeiß es heute weg!
Es sollte völlig klar sein: Wenn wir in Urlaub fahren, dann bringen wir uns nichts mit, was dort mit Religion oder mit Dämonie zu tun hat. Du brauchst keine afrikanischen Masken, die dich mit Fratzen im Wohnzimmer anschauen. Du brauchst keine kleinen Buddha-Statuen im Vorgarten. Das ist eine Frage der Loyalität. Ich gehe davon aus, dass uns das völlig klar ist. Das predige ich heute gerade nicht.
Und natürlich gehen wir nicht zu Wahrsagern, wir gehen nicht zu Spiritisten, wir gehen nicht zu Besprechern und was es da alles noch gibt. Ich hoffe, das ist klar. Das ist das Einmaleins des Glaubens. Das ist der Punkt: Wenn ich heirate, schmeiße ich die Bilder meiner Ex-Freundin weg. Ich stelle sie nicht auf den Nachttisch und sage meiner Frau: Da möchte ich ab und zu mal drauf schauen. Das sind gute alte Zeiten. Das mache ich einfach nicht.
Und genauso: Wenn ich sage, Jesus ist Herr in meinem Leben, dann schmeiße ich die anderen Sachen raus. Ich kappe alle Verbindungen. Und wenn du jetzt denkst: Boah, da gibt es vielleicht noch etwas in meinem Leben, dann mach heute Nachmittag ein kleines Feuerchen. Wir kommen da noch hin in Apostelgeschichte 19 in Ephesus. Da werden die genau das machen. Verbrenn das Zeug, schmeiß es weg, schmeiß es in den Müll, zerschneide es!
Bitte Gott, dass es in deinem Leben, in deinem Umfeld nichts Okkultes gibt, kein Einfallstor für geistliche Mächte. Bitte Gott darum, dass er dir das zeigt. Aber das ist nicht meine Botschaft. Meine Botschaft ist eine ganz andere.
Meine zweite Lektion lautet: Sei vorbereitet! Der Teufel wird dich in deinen Bemühungen, das Evangelium zu predigen, massiv behindern. Die gute Botschaft ist: Du musst keine Angst haben. Habt ihr das gesehen? Da kommt dieser Elimas, und er versucht es, und Paulus einfach ... Ich mag das. Wir müssen in der Auseinandersetzung mit der dunklen Seite nie Angst haben. Wir stehen hundertprozentig auf der Seite des Siegers. Am Kreuz hat Gott den Triumph in Christus über alle bösen dämonischen Mächte der Finsternis gefeiert, und wir stehen auf diesem Sieg.
Dummerweise ist dieser Sieg zwar errungen, aber in unserem Leben gibt es Momente, in denen er sich erst dadurch manifestiert, dass wir dem Bösen in unserem Leben mit dem Sieg in der Tasche deutlich hörbar widerstehen. Und dummerweise darf der Teufel in dieser Zeit heute noch wirken, und er darf sich uns, wenn wir das Evangelium predigen, entgegenstellen. Ich glaube, dass Lukas das hier an den Anfang der ersten Missionsreise stellt, weil er uns genau das mitgeben will.
Ich garantiere dir: Wann immer du dir ein Herz fasst und sagst, ich möchte jetzt auch evangelisieren – danke, Jürgen, ich habe den Schubs gebraucht, ich mache das –, wird irgendetwas in deinem Leben passieren, um dich zu entmutigen, um dich kampfunfähig zu machen und dich zu behindern. Ich könnte euch noch und nöcher Geschichten erzählen, dass, wann immer wir evangelistisch etwas angefangen haben, etwas Neues, der Teufel versucht hat, schräg in meinen Augen dämonisch belastete Menschen, zumindest leicht von ihm manipulierbare Menschen, dazu zu gebrauchen, uns zu behindern.
Ich erinnere mich noch: Wir sind 1996 von einer Kurzbibelschule zurückgekommen, und wir hatten uns überlegt, wenn wir zurück nach Berlin kommen, was starten wir Neues? Und wir dachten: Wir machen evangelistische Hauskreise. Das gab es vorher bei uns in der Gemeinde noch nicht. Also haben wir das gestartet, und wir haben in die Zeitung ein Inserat geschaltet: Wir bieten so etwas an, ja, kommen Sie vorbei, lassen Sie sich einladen, mit uns in der Bibel zu lesen.
Ich habe, oder wir haben, in unserem Leben nie Anrufe von perverseren Leuten erfahren als in dieser Zeit. Menschen, die so eindeutig dämonisch belastet und verbogen waren. Sie wollten uns Angst machen. Hatten wir Angst? Ja. Wir hatten Angst. Wenn dich bestimmte Leute anrufen, ihre Geschichte erzählen und das einfach nur böse, böse, böse ist, dann kriegst du Angst. Haben wir aufgehört? Nein. Und das ist der Punkt.
Wenn du anfängst, wird der Teufel dich versuchen, in deinen Bemühungen kaputtzumachen, wie auch immer. Vielleicht wird er dich körperlich angreifen, seelisch angreifen, durch Menschen angreifen. Er wird dich entmutigen durch die Umstände, durch was auch immer. Und der zweite Punkt ist einfach nur: Das ist normal. Also wenn du glaubst, das ist so ein Durchmarschding, so man fängt an und dann bekehren sich alle links und rechts, das wird nicht sein, sondern es wird ein Kampf sein.
Und ich bitte dich darum, zweiter Punkt, dass du dich nicht entmutigen lässt, dass du kapierst: Der Angriff des Teufels, wenn wir evangelisieren, ist ganz normal. Es ist Teil unseres Jobs. Es steht in unserer Jobbeschreibung drin, dass das passieren wird. Und deswegen: Sei an der Stelle vorbereitet und lass dich nicht entmutigen. Geh einfach weiter. Warum? Weil du auf der Seite des Siegers stehst.
Warum Verkündigung ohne das Wort Gottes nicht ausreicht
Dritter Punkt. Und der dritte Punkt ist eigentlich auch wieder so ein ganz einfacher. Vergebt mir heute, dass das so eine simple Predigt ist.
Punkt eins: Fang an zu evangelisieren.
Punkt zwei: Lass dich nicht entmutigen.
Punkt drei: Der Punkt heißt, im Zentrum von Evangelisation steht das Wort Gottes. Super, oder?
Also, ich habe mir das aufgeschrieben und dachte mir: Kann ich das wagen, so einfach? Aber ich sage es mal. Sollte eigentlich klar sein, wird aber öfter mal vergessen. Das Evangelium ist eine Botschaft, die gepredigt werden muss. Ich sage das noch einmal: Das Evangelium ist eine Botschaft, die gepredigt werden muss.
Natürlich darf mein Lebensstil, wie ich mit jemandem umgehe, meine Botschaft, meine Predigt nicht durchstreichen. Aber kein christlicher Lebensstil ist ein Ersatz für die Predigt des Evangeliums. Also, egal wie fürsorglich du mit deinen Nachbarn umgehst, sie müssen das Wort Gottes hören, sonst können sie sich nicht bekehren.
Das sehen wir hier in Vers 5, da wird nämlich das Wort Gottes in den Synagogen verkündigt. Wort Gottes, nicht eine Erfahrung mit Jesus, sondern das Wort Gottes wird gepredigt. In Vers 7 wird der Prokonsul gefragt: Was will er hören? Er will das Wort Gottes hören. In Vers 8 heißt es, dass der Elimas den Sergius Paulus vom Glauben abbringen will. Und interessanterweise glaubte er zu dem Zeitpunkt noch gar nicht. Das heißt, hier ist mit Glauben nicht der Akt des Glaubens gemeint, sondern der Glaubensinhalt. Also geht es um die Botschaft von Jesus. Elimas möchte diese Botschaft von Jesus diskreditieren.
Und ganz klar wird für mich dieser Punkt im allerletzten Vers. Lest noch mal Apostelgeschichte 13,12. Das ist kurz nach diesem Wunder. Dann, als der Prokonsul sah, was geschehen war, glaubte er. Und alle atmen durch und denken: Oh, Happy End. So wie vorhin bei dem Zeugnis: Oh, schön, Happy End, er glaubt. Erstaunt über, und was würden wir jetzt erwarten, was müsste jetzt hier unserer Meinung nachstehen? Worüber werden wir erstaunt?
Ich glaube, wir hätten jetzt erwartet, dass hier steht: Erstaunt über das Wunder, was geschehen war. Aber das steht hier nicht. Hier steht: Erstaunt über die Lehre des Herrn. Das Erstaunen über die Lehre ist die Grundlage für seinen Glauben. Rettender Glaube braucht die Botschaft vom Evangelium.
Und ich glaube, das ist uns einerseits total logisch. Und auf der anderen Seite riesig herausfordernd. Wisst ihr, warum das so herausfordernd ist? Weil wir in unserem Leben niemals dämlicher dastehen als in dem Moment, wo du zu einem anderen Menschen gehst und sagst: Übrigens, was ich dir noch sagen wollte: Du gehst verloren. Und was ich dir auch noch sagen muss: Ich weiß, wie du gerettet werden kannst. Und übrigens irren sich alle anderen.
Ey, entschuldigt, wenn du bei dem Gedanken, das zu irgendjemandem zu sagen, du kannst es in wohlfeile Worte packen und in schöne Geschichten und Vergleiche, aber unterm Strich läuft es darauf hinaus: Du gehst verloren, ich nicht. Und wenn du nicht verloren gehen willst, musst du tun, was ich getan habe. Ich weiß, wo es langgeht, und du bist blöd. Entschuldigt, das ist das Evangelium irgendwie, ja.
Und das ist so ein Moment, wo man sagt: Hm. Ich bekenne von hier vorne, ich mag das nicht so. Ich hasse es. Ich weiß nicht, hast du dich schon mal gedrückt, jemandem das Evangelium zu sagen, in dem Moment, wo du wusstest, jetzt wäre es eigentlich dran? Ja, da ergibt sich so eine Möglichkeit, so eine leichte Vorlage, ja, und du denkst: Boah, jetzt könnte ich so richtig das Evangelium sagen. Und du merkst: Boah, nee, ey. Kann nicht Karl Dietmar schnell vorbeikommen und das für mich erledigen? Der tut sich da so leicht. Ich gebe dir mal die Telefonnummer.
Aber ich habe mich mindestens so oft gedrückt bei guten Gelegenheiten, so oft gute Gelegenheiten verpasst, wie ich sie genutzt habe. Und wahrscheinlich habe ich mehr verpasst als genutzt. Warum? Es ist dieser Moment. Es ist so ätzend peinlich: Du liegst falsch, ich liege richtig. Ich, du nicht. Und du musst tun, was ich getan habe, sonst gehst du verloren.
Also, wenn ihr das nicht spüren könnt, dann seid ihr Evangelisten. Aber wenn ihr es spüren könnt, dann seid ihr keine Evangelisten, dann geht es euch wie mir. Aber dummerweise: Es geht nicht anders. Markus 16,15 steht das. Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung. Das ist unser Job.
Und wenn du dieses Kribbeln spürst und sagst: Boah. Allein wenn ich darüber nachdenke, und es geht mir wirklich genauso wie euch, wenn ich darüber nachdenke: Ich habe unter uns ein Pärchen wohnen, mit denen habe ich noch nie über das Evangelium geredet. Die wohnen aber unter uns. Ich weiß, wie sie heißen. Ich weiß, wie ihre Kinder heißen. Ja, eigentlich wäre es dran, sie nach Punkt eins auf meine Liste zu setzen.
Ja, das Blöde ist: Wenn ich sie bei Punkt eins auf die Liste setze, muss ich bei Punkt drei mit ihnen über das Evangelium reden. Versteht ihr? Punkt drei hindert mich eigentlich schon bei Punkt eins, weil ich will, ich habe Bammel vor Punkt drei. Also, wenn ich Punkt eins nicht mache, komme ich nicht bei Punkt drei an. Also lasse ich eins fallen.
Ihr wisst genau, wovon ich rede.
Schlussfolgerung für den persönlichen Auftrag
So, und von daher: Wir starten in die erste Missionsreise. Und was ich euch heute mitgeben möchte, ist dieser Wunsch, selbst wieder ein klein bisschen missionarisch aktiv zu sein. Zu sagen: Hey, Jürgen, du hast recht, ich bin da so ein bisschen entmutigt, ich bin da so ein bisschen eingeschlafen, ich bin vielleicht nicht mehr so hinterher. Oder ich freue mich darüber, dass wir als Gemeinde einen Alphakurs für Flüchtlinge machen. Das müsste eigentlich auch für mich irgendwie mitreißen.
Und jetzt komme ich und sage: Nein, drei Punkte aus der ersten Missionsreise und der ersten Geschichte, die wir hier lesen.
Punkt eins: Fang damit an, die Leute zu evangelisieren, bei denen es dir leicht fällt. Und die Anwendung heißt: Schreib dir eine Liste mit Namen von Menschen, die du nach den Ferien ansprechen möchtest. Fang an zu beten, fang an zu fasten, und fass dir dann ein Herz.
Zweiter Punkt: Rechne mit Gegenwind und Entmutigung. Und die Anwendung wäre: Lass dich nicht entmutigen, mach weiter. Du stehst auf der Seite des Siegers. Aber rechne damit, dass irgendwas passiert. Es passiert immer irgendwas.
Und der dritte Punkt: Predige. Bleibe nicht bei guten Werken stehen, sondern mach den Mund auf!
Und wenn du jetzt feststellst: Boah, ich weiß einfach noch nicht so, was soll ich denn dann sagen? Ja, manchmal haben wir auch Ladehemmung, weil wir vielleicht nie einem anderen Menschen das Evangelium erklärt haben. Wenn das so ist, ich weiß nicht, ja, irgendwo hier im Raum wird es Leute geben, denen fällt das ganz leicht, das Evangelium zu erklären. Wenn ihr zu denen geht, und jetzt sage ich etwas sehr Persönliches: Wenn ihr zu den Evangelisten geht und sie euch vormachen, wie das geht, sieht das immer ganz simpel aus. Da kann man am Ende auch wieder ein bisschen entmutigt rausgehen. Und trotzdem sind sie es, die von Gott die Aufgabe haben, euch auszubilden.
Also wenn hier Leute sitzen, die sagen: Ich weiß eigentlich gar nicht, wie man das Evangelium weitersagt, dann geht zu euren Ältesten und sagt: Ich würde das gerne lernen, bringt mir das bitte bei. Ja, kauf jemanden ein, der das macht, oder sag dem Fischer, der soll mir das beibringen, keine Ahnung. Aber kümmert euch darum. Wenn du hier sitzt und sagst: Ich weiß nicht, wie ich in zwei Minuten einem Menschen das Evangelium erklären kann, ich wüsste nicht, wie ich es machen sollte, dann lass es dir beibringen. Es ist nicht super kompliziert, aber pack das an.
Also die drei Punkte: Punkt eins, fang an, Leute zu evangelisieren, bei denen es dir leicht fällt. Punkt zwei, rechne mit Gegenwind und Entmutigung. Punkt drei, bleib nicht bei guten Werken stehen, sondern mach wirklich den Mund auf. Und wenn du da noch Schulungsbedarf hast, dann artikuliere den und sag: Ich brauche mal Hilfe, ich möchte das mal lernen. Das ist wirklich nicht kompliziert.
In diesem Sinn, Amen.
Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
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