Einführung und Vorstellung des Gastes
Vielleicht gibt es ja irgendwo jemanden in den Hintertupflingen, der noch nie von den Rehplatz gehört hat. Ich glaube es zwar nicht, aber wer weiß, das ist schwierig zu sagen. Eventuell haben wir durch diese einfachen Klammern in Folge dessen ihr Leben Jesus gegeben.
Nein, jaja, du kannst nach außen hin ganz heilig sein, aber innerlich deine Beziehung zu Jesus verloren haben. Dann ist da nichts mehr, da ist nur noch Tod in dir. Das kann nicht ich sein, das bin nicht ich, das war so weit weg, das war so unfassbar weit weg.
Im Laufe unseres Lebens ist das, was Menschen wirklich erreicht haben, Ehrlichkeit. Das war ich, so wie ich bin. Und Gott kann nicht segnen, was nicht heilig ist. Das anzuerkennen zeigt Reife. Das Wunderschönste, was hier passiert ist, ist, dass man in dem Moment beginnt, Nachfolge zu verstehen.
Mach dich hashtag Bibelfit. Ich bin Markus Voss, und hier machen wir drei Dinge: Wir versuchen, tiefer in die Bibel einzusteigen. Wir überlegen, wie du und ich Jesus im modernen Alltag nachfolgen können. Und wir beantworten taffe Fragen, die die Gesellschaft uns Christen stellt.
Zu alldem gibt es Dutzende kostenfreie Tools. Es gibt Hörbücher, Onlinekurse, Tageschallenges und praktische Alltagsgegenstände, die du dir auf der Website gratis mitnehmen kannst.
Zur Transparenz: Finanziert wird all das hier durch kleine monatliche Spenden von Menschen wie dir und mir aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das ist sehr hilfreich, weil dieses Projekt hier langsam Fahrt aufnimmt.
Neues Format: Heute werde ich gar nicht so viel sagen, sondern ich übergebe das Wort an unseren besonderen Gast Lukas Reepert.
Dann fange ich einfach mal an. Also, Lukas, ganz herzlichen Dank, dass du dir jetzt die Zeit nimmst, hier dabei bist und dich zugeschaltet hast. Ich freue mich wirklich sehr.
Für die Leute, die vielleicht in Hintertupflingen noch niemals von euch gesehen oder gehört haben: Die christliche Welt in Deutschland ist ja überschaubar, und vieles läuft über Mund-zu-Mund-Empfehlungen und Buschfunk. Woher könnten denn Leute schon mal von dir oder auch von Lisa gehört oder gesehen haben, vielleicht, eventuell?
Lukas und Lisa: Lebenswege und Medienpräsenz
Also, ja, erst mal vielen, vielen lieben Dank, Markus, für die Einladung. Es ist mir wirklich eine Ehre, hier zu sein und hier sprechen zu dürfen. Gott segne dich, und ich bin echt dankbar dafür, dass du uns die Möglichkeit gibst, hier zu sprechen.
Mit „wir“ meine ich meine Frau, die hier neben mir sitzt. Nein, ihr könnt sie gerade nicht sehen – meine Frau Lisa, auch bekannt unter Li Marie. Wir haben über mehrere Jahre YouTube-Videos gemacht, haben in den letzten zwei Jahren fast pausiert, sind aber immer noch auf Instagram aktiv und haben dort eine gewisse Followerschaft. Daher könnte man mich eventuell kennen, weil man mich ja manchmal im Hintergrund auf den Bildern sieht. Das stimmt, da kann man mich schon mal gesehen haben.
Meine Frau und ich haben auch gemeinsam mal eine Videoreihe gemacht über „Kein Sex vor der Ehe“. Diese hatte mehrere Hunderttausend Klicks. Vielleicht hat man sie mal gesehen, gerade wenn man sich als junger Christ über das Thema informiert. Sie kommt bei YouTube ziemlich schnell hoch, was auch schön ist. Ich halte die Inhalte immer noch für richtig, gut und wichtig.
Jedenfalls haben wir kürzlich ein Buch geschrieben. Das hast du vielleicht bei der Alphabuchhandlung oder in den Buchläden deines Vertrauens gesehen. Wir glauben, es ist eine super Empfehlung, und zwar für zwei Dinge: Zum einen, wenn du selbst ermutigt werden möchtest, im Glauben weiterzugehen und neue Dinge zu erleben, dann lege ich dir dieses Buch ans Herz. Zum anderen, wenn du Freunde hast, die Jesus noch nicht kennen und sich fragen, wie das eigentlich alles sein kann, dann ist das Buch ebenfalls hilfreich.
Darin findest du zwei Lebensgeschichten. Die eine ist von Lisa, die in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen ist und dennoch ihren eigenen Weg zu Gott finden musste. Die andere Geschichte ist von mir, der komplett ohne Gott aufgewachsen ist und dann Jesus kennengelernt hat. Diese beiden Geschichten verbinden sich dann irgendwann, spätestens bei unserer Hochzeit, möchte ich sagen.
Du findest also zwei Lebensgeschichten, die das Evangelium aus zwei verschiedenen Perspektiven berichten. Ich denke, da kann sich jeder in gewisser Weise hineinversetzen. Du wirst auf jeden Fall ermutigt werden, Jesus will zu dir sprechen, und du wirst von ihm gesegnet sein.
Eindrücke zum Buch und dessen Wirkung
Das kann ich absolut bestätigen. Ich möchte hier einfach mal völlig unabgesprochene, unbezahlte Werbung machen. Ich habe das Buch bekommen und es dann in der Adventszeit gelesen. Anfangs dachte ich, ich lese es abends nebenbei vorm Einschlafen. Aber es ist wirklich so gut – jetzt mal ohne Witz.
Schon nach den ersten 30 bis 40 Seiten war ich total gefesselt. Bei mir ist das Buch oben voll mit Eselsbrücken. Das sieht man hier wahrscheinlich nicht so gut, aber man erkennt es. Alles ist voll mit Eselsbrücken, Notizen und Unterstreichungen. Es ist absolut faszinierend.
Ihr beschreibt darin sozusagen eure Lebensgeschichte. Wenn du möchtest, kannst du gerne noch einmal ein bisschen darauf eingehen, wie ihr zum Glauben gekommen seid. Ich will jetzt noch nicht spoilern, was da alles drinsteht.
Also, ich sage es mal ganz offen: Lieber Lukas, wir kennen uns ja schon ein bisschen. Das Buch sieht so harmlos aus. Da ist ein Cover mit zwei netten, sympathischen Leuten drauf. Die Schrift ist schön, das Design modern. Nimmt man es in die Hand, denkt man: „Ah, ein christliches Buch, das ist sicher etwas Leichtes zum Lesen.“ Oh boy, was war ich da falsch!
Es ist schön, dass das auch zum Inhalt passt. Wir haben wirklich versucht, dass es nicht einfach nur eine schnulzige Liebesgeschichte ist. Uns war es wichtig, dass Menschen dadurch Jesus besser kennenlernen. Lisa und ich haben beide ein starkes Herz dafür. Wie du im Buch lesen kannst, wurden wir beide von Jesus gerettet.
Wir kommen aus zwei unterschiedlichen Wegen, hatten aber beide den Moment, in dem wir Jesus kennengelernt haben. Bei mir waren es sogar ein, zwei, drei, vier Momente. Es war uns wirklich ein Herzensanliegen, das, was wir erlebt haben, weiterzugeben.
Unser Wunsch war, dass Menschen nicht einfach nur eine nette Geschichte lesen, sondern dass das Buch sie wirklich im Herzen trifft. Das war die Idee dahinter, unser eigentlicher Herzenswunsch. Wir wollten, dass Menschen Jesus kennenlernen.
Am Ende des Buches gibt es auch ein Übergabegebet, bei dem man sein Leben Jesus geben kann. Aber ich glaube, wir erklären das Evangelium schon im ersten Kapitel. Das war uns wichtig. Wir wollten aus verschiedenen Perspektiven und aus verschiedenen Gründen dazu bringen, dass Menschen verstehen, warum wir glauben.
Deshalb heißt das Buch auch „Warum wir glauben“ – es bringt verschiedene Gründe, warum wir glauben.
Ehrlichkeit als Schlüssel zum Glauben
Ja, also, ich möchte das wirklich noch einmal sagen: Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer, es ist – um es im Englischen auszudrücken – echt schwierig, das Genre eures Buches zu beschreiben. Einerseits ist es natürlich biografisch, denn ihr erzählt eure Lebensgeschichten und geht dabei in richtig krasse Details. Da denkt man sich einfach, ja, offen und ehrlich gesagt, richtig tief hinein. Jeder von uns hat seine Abgründe und ganz dunkle Stellen in seiner Biografie.
Ich habe über meine auch viele Jahre öffentlich gesprochen und geschrieben. Lisa und du habt praktisch euer gesamtes Herzensleben, eure Lebensbeichte, hier schriftlich festgehalten. Das zeigt, was für eine enorme Courage das erfordert, gerade bei dem Publikum, das ihr habt. Das geht weit über meine Vorstellungskraft hinaus. Ich habe das damals gemacht, als ich noch eine relativ kleine Community hatte, und da habe ich schon geschwitzt.
Das müssen wir gleich noch einmal erzählen: Wie habt ihr den Mut gefunden, diese Dinge so offen zu artikulieren? Das ist absolut beeindruckend. Nebenbei habt ihr auch Bibelauslegungen in das Buch eingebaut. Viele davon hast du selbst geschrieben, und die sind richtig gut. Ihr behandelt theologische Inhalte, zum Beispiel wie man sich bekehrt, wie man den Heiligen Geist in sein Leben einlädt, was ein Übergabgebet ist und so weiter.
In dem Sinne ist es wirklich schwer, das Buch einzuordnen. Aus meiner Perspektive – und du bist natürlich der Autor, korrigiere mich gern – hat es sich fast wie eine dreidimensionale Roadmap gelesen: Wie werde ich Christ? Das Ganze wird anhand eures Lebens durchbuchstabiert. Es war absolut faszinierend, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es war richtig spannend. Ich habe bis nachts um eins, zwei gelesen und gedacht: Die letzten dreißig Seiten gebe ich mir jetzt auch noch.
Es ist wirklich schön, das zu hören. Das sage ich als Frühaufsteher. Amen. Du hast es besser gesagt, als ich es jemals könnte, glaube ich.
Wie gesagt, es war wirklich unser Herzensanliegen, dieses Buch zu schreiben. Lisa und ich haben beide festgestellt, dass Menschen im Laufe ihres Lebens vor allem durch Ehrlichkeit und ehrliche Lebensgeschichten erreicht werden. Ich habe erlebt, dass Menschen predigen und das auch gut machen, aber oft ihre eigene Verwundbarkeit nicht zeigen.
Wenn wir ein Christentum darstellen, in dem wir auf der Bühne perfekt sind – was natürlich nicht der Realität entspricht – erreicht das zwar Menschen, aber ich glaube, wenn wir uns selbst verwundbar machen, dann trifft das die Menschen in ihrem Leben viel mehr. Jeder darf für sich entscheiden, wie tief er da geht. Aber wir haben festgestellt: Je verwundbarer und ehrlicher wir sind, desto mehr berührt es die Menschen. Sie sagen dann: „Wow, das ist echt, das kenne ich aus meinem eigenen Leben. Ich hätte mich vielleicht nicht getraut, es auszusprechen, aber genau das erlebe ich auch.“ Und dann bekommen sie eine Antwort, bei der sie sagen: „Okay, hier hat Jesus das oder jenes reingesprochen, getan oder ein Wunder gewirkt.“
Das hat, meiner Meinung nach, eine viel größere Durchschlagskraft. Das haben wir auch erlebt, als wir die Videoreihe „Kein Sex vor der Ehe“ gemacht haben. Für Leute, die sie noch nicht gesehen haben: Das war eine vier- bis fünfteilige Videoreihe. Jedes Video hatte, wenn ich mich richtig erinnere, eine Länge von etwa sechs bis zwölf Minuten. Man kann sie also wirklich entspannt alle hintereinander, zum Beispiel in der Mittagspause, anschauen.
Die Videos habt ihr beide gemacht, als ihr verlobt wart, aber noch nicht verheiratet, richtig? Genau. Wartet ihr beide noch im Studium? Ja, wir waren beide noch an der THS und studierten. Wir waren noch nicht verheiratet. Ich glaube, wir waren auch noch nicht verlobt, weil da nicht mehr viel Zeit dazwischen war. Das wäre schwierig geworden. Aber wir hatten uns gerade verlobt, und es gab dann irgendwie einen Ausschlag, ich weiß nicht genau.
Auf jeden Fall haben wir in der Videoreihe sehr ehrlich und offen darüber gesprochen, wie wir leben, warum wir so leben und warum wir keinen Sex vor der Ehe haben. Wir haben erklärt, was wir glauben, und verschiedene Themen angesprochen, die damit einhergehen, wie zum Beispiel: Wie weit darf man gehen?
Ich glaube, diese ehrliche Darstellung hat viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Viele Menschen, vor allem Nichtchristen oder solche ohne Glauben, haben gefragt: „Warum? Ist das nicht ein veraltetes Denkmodell?“ Aber wir haben auch viele Menschen erreicht, die nicht öffentlich darüber sprechen, sondern uns E-Mails geschrieben haben. Sie sagten, dass sie so etwas noch nie gehört hätten und dass es ihnen tief ins Herz gesprochen hat, obwohl sie keinen christlichen Hintergrund hatten.
Viele junge Frauen haben geschrieben, dass sie immer gedacht hätten, man müsse das ausprobieren oder sich hingeben, um den Freund zufriedenzustellen. Als sie diese Botschaft gehört haben, fühlte es sich für sie richtig an. Daraufhin haben sie ihr Leben Jesus gegeben, basierend auf dieser einfachen Thematik.
Ja, es haben mehrere Menschen Zeugnis gegeben, dass sie erkannt haben, dass diese Wahrheit etwas ist, das sie schon immer gespürt haben, aber sich nie getraut haben auszuleben, weil es ihnen nie jemand gesagt hat. So merken sie, dass die Bibel Recht hat und dass die Ewigkeit in unseren Herzen angelegt ist.
Die Sehnsucht nach Liebe und die Bedeutung von Jesus
Auf jeden Fall. Irgendwann hat Gott jedem Einzelnen von uns den Lebensatem eingehaucht. Ich glaube, in dem Moment haben wir ganz viel erfahren. Zum einen haben wir in diesem Augenblick perfekte, pure Liebe kennengelernt. Deshalb sehnt sich auch jeder Mensch nach Liebe.
Deswegen gibt es so viele Versuche, diese Liebe zu füllen – mit Beziehungen, mit Drogen, mit Feiern. Dieses Loch im Herzen kann jedoch nur dann gefüllt werden, wenn wir den Vater wieder kennenlernen, wenn wir zu Jesus kommen und die Beziehung zu Gott wiederhergestellt wird.
Ich glaube, dass wir in diesem Moment nicht nur die perfekte Liebe geschmeckt oder kennengelernt haben, sondern auch alles, was Gott ausmacht und was seine Ewigkeit ausmacht, hat uns berührt. Wir hatten einen Vorgeschmack davon.
Deshalb ist die Ewigkeit in unseren Herzen angelegt. Wenn wir das wiederfinden, merken wir, dass es richtig und gut ist. Es befreit uns und schenkt vor allem Frieden.
Krass, Lukas, ich weiß gar nicht, wo ich zuerst nachhaken soll. Ich versuche es mal halbwegs chronologisch. Das heißt, ihr habt als Studenten damals zusammengelebt, wart verlobt, aber nicht verheiratet. Wie seid ihr überhaupt auf das Thema gekommen?
In christlichen, vor allem freikirchlichen Kreisen ist das ja ein großes Thema. Mein Eindruck ist: Ich habe zu dem Thema schon viele Anfragen bekommen, auch mal ein kleines Video dazu gemacht. Das ist etwas, was bei vielen Leuten so ein bisschen im Hinterkopf ist. Man denkt, man sollte eigentlich nicht, aber wenn es keiner erfährt, fängt man an, mit sich selbst zu hadern.
Viele wissen gar nicht, warum das eigentlich so ist, oder dass Jesus das sagt, oder was in der Bibel dazu steht. Nach meiner Beobachtung hängt das damit zusammen, dass viele Leute zu wenig ihre Bibel lesen. Aber das ist ein ganz anderes Thema.
Wenn man das Thema dann offen anspricht, merkt man das deutlich. Ich war vor kurzem in einer Jugendgruppe eingeladen, und die haben ganz detailliert dazu gefragt. Dann bekommt man auch persönliche, intime Nachrichten, E-Mails und so weiter. Man merkt, dass das Thema viele Leute viel mehr bewegt, als sie öffentlich zugeben würden.
Oft gibt es da einen großen Unterschied zwischen dem, was Leute öffentlich sagen, und dem, was sie hinter den Kulissen in DMs oder Nachrichten schreiben.
Wie seid ihr damals darauf gekommen, zu sagen: „Wir sind Studenten, wir machen jetzt einfach mal ein Video über kein Sex vor der Ehe“? Das ist ja einerseits ein sehr persönliches Thema. Ihr habt es sehr intim und persönlich aufgezogen. Andererseits ist es ein Thema, bei dem man denkt: Es ist einerseits ein Riesenthema, andererseits aber auch gar kein Thema. Eine kuriose Mischung.
Wie kamt ihr damals überhaupt auf die Idee, wenn ich fragen darf?
Da war Lisa schon die Chefin. Sie hat das Thema aufgebracht und gesagt: „Lass uns darüber sprechen.“ Wir haben genau das gemerkt, was du beschrieben hast. Man redet nicht wirklich darüber.
Der Jugendpastor versucht vielleicht, ein guter Einfluss zu sein und das Thema mal anzusprechen. Aber auf der anderen Seite will man auch nicht zu viele Jugendliche verlieren. Deshalb weiß ich aus eigener Erfahrung, dass man manchmal unangenehme Themen meidet. Das ist nicht richtig, aber ich mache da keinen Vorwurf.
Wir haben gemerkt: Gerade zu dem Zeitpunkt habe ich die Jugend geleitet und war viel mit Jugendlichen aktiv. Wir haben gesagt: „Okay, das ist ein Thema, das muss neu aufgegriffen werden.“
Es gibt viele Gründe, warum wir das gemacht haben. Man kann sich die Videos anschauen. Beziehungen verlieren den Segen Gottes, wenn sie außerhalb von Gottes Maßstäben und Rahmen laufen. Gott kann nicht segnen, was nicht heilig ist.
Aber was heilig ist, ist extrem gesegnet. Du wirst die beste Beziehung deines Lebens haben, wenn du göttliche Maßstäbe anwendest. Oder du merkst ziemlich schnell, dass es vielleicht nicht passt. Denn der Segen Gottes kann auch bedeuten, dass du erkennst: „Sie ist es nicht“ oder „Er ist es nicht.“ Vielleicht ist es nur eine körperliche Anziehung, die euch gerade zusammenhält.
Ich glaube, das ist ganz kurz zusammengefasst, warum wir das Thema damals aufgegriffen haben und gesagt haben: „Ja, jetzt ist es natürlich so, viele Leute...“
Fokus auf Jesus und die Mission
Die kennen euch ein bisschen von diesen Videos. Das war sozusagen die Einflugschneise zu eurem Content. Man darf aber fairerweise sagen, dass das eigentlich gar nicht euer Leib- und Magenthema ist. Euch geht es um etwas ganz anderes, um etwas viel, viel Größeres: nämlich dass Menschen Jesus kennenlernen, dass Menschen Jesus ihr Leben geben und ihm nachfolgen. Dass sie einfach von diesem Feuer des Heiligen Geistes angesteckt werden – so würdest du es, glaube ich, nennen, oder?
Das ist eigentlich das, worum es euch wirklich geht. Deswegen: Let’s not talk about sex.
Kannst du mal so ein bisschen in Kurzfassung erklären? Das eine ist ja die Entscheidung – oder was heißt eigentlich die Entscheidung? Jedenfalls sein Ja zum Ruf Gottes zu geben. Gott sagt ja zuerst zu uns. Wir wollen dieses Ja auch erwidern, wie bei einer Eheschließung, bei der zwei Ja sagen müssen. Das ist das eine, was wir umgangssprachlich oft Bekehrung oder Umkehr nennen. Das ist super, super wichtig, absolut.
Das andere ist dann zu sagen: Ich will anderen Menschen von diesem Feuer weitergeben. Ich will anderen Menschen auch von Jesus erzählen. Das ist schon eine Brücke. Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, auch auf meine ersten Jahre als Christ, dann ist das schon eine andere Größenordnung. Das ist einfach eine andere Gewichtsklasse oder so.
Und das Dritte ist das, was ihr macht. Das ist wirklich schon Profisport in dem Sinne, dass ihr sagt: Ihr wollt – darf man das so sagen? – ja, bei dir auf jeden Fall – dass ihr das beruflich machen wollt. Dass ihr euer Leben ganz in den Dienst dieser Mission stellen wollt.
Meine Frage an dich, Lukas: Wie kommt man von hier zu da?
Lukas’ Glaubensweg und Berufung
In wenigen Sekunden geht es weiter. Kannst du ganz kurz der Community hier helfen, dass solche christlichen Inhalte in sozialen Medien nicht verborgen werden? Das spricht sich ja inzwischen herum. Indem du die Glocke unter diesem Video mitdrückst, bekommt YouTube ein Signal und zeigt auch nichtchristlichen Nutzern mehr christliche Inhalte an, die sie ansprechen können. Ist stark, oder? Deswegen lass uns die Glocke gerne nutzen, solange wir können. Vielen Dank!
Das ist eine gute Frage, aber die Frage habe ich mir schon im letzten Jahr selbst gestellt. Es ist so interessant, weil ich mein Leben Jesus gegeben habe, als ich neunzehn war – und das ist jetzt knapp elf Jahre her. Damals war das so weit weg. Ich habe mein Leben Jesus gegeben, und dann ging das auch eine ganze Zeit lang ein bisschen vor und zurück, hin und her.
Danach haben schon einzelne Leute in mein Leben reingesprochen: Hier, da ist eine Riesenberufung, du wirst Evangelist und Theologie studieren. Und ich habe gedacht, das ist total falsch. Also, was ihr erzählt, ist Quatsch. Da sind Leute neben mir, die sind schon, weiß ich nicht, schon immer Christ, die können die Bibel. Ich lese hart zwei Sätze, und dann schlafe ich in der Regel ein.
Ich habe gedacht, das kann nicht ich sein, das bin nicht ich. Das war so weit weg, das war so unfassbar weit weg. Aber step by step, wenn ich jetzt zurückblicke, kann ich dir gar nicht sagen, dass es einen großen Moment gab. Es gab natürlich ein paar Meilensteine, aber es war wie jeden Tag ein kleiner Schritt, jeden Tag einen kleinen Schritt.
Anfangs die Liebe zu lesen, anfangen zu beten, anfangen zu glauben, anfangen auch für Dinge öffentlich zu beten und zu hoffen und zu erwarten, dass sie eintreten. Und auch sein eigenes Leben aufs Podest stellen, sage ich mal, mit dem Risiko zu versagen und ausgelacht zu werden. Dass Dinge nicht so eintreten, wie man sie betet, und dann das nicht an sich selbst festzumachen, sondern auch Gottes Souveränität anzuerkennen und zu sagen: „Okay, ich weiß jetzt nicht, warum Dinge nicht geschehen sind, für die ich gebetet habe.“
So verlief dieser Prozess, denn das muss man alles lernen. Wenn das irgendwann erst passiert, stellt Gott einen nicht direkt auf die große Bühne. Wenn du da nicht eine gewisse Charakter- und Glaubensfestigkeit hast, wird dich die Bühne nur kaputtmachen, anstatt wirklich das Königreich Gottes zu fördern, wenn man das mal so sagen kann.
Genau, also step by step hat sich über zehn Jahre alles entwickelt. Ich kann jeden nur ermutigen, im Glauben voranzugehen, gerade junge Leute. Es gibt ja viele Theorien, wie Gott versorgt und so weiter. Ich musste damals schon als Theologiestudent meine Schulleitung korrigieren in der öffentlichen Ansprache, als sie gesagt hat: „Ja, wenn ihr hier richtig seid, wird Gott versorgen.“
Da habe ich gesagt, also danach war ich der nächste Sprecher, ich habe bei allem Respekt gesagt: Das ist meiner Meinung nach unlieblich. Denn Gottes Versprechen von Versorgung hängt nicht daran, ob du auf dem richtigen Weg bist, sondern sie sind einfach gegeben und sie sind alle einfach da. Sie sind da.
Gott sagt: „Ich werde mich um euch kümmern. Guckt euch die Vögel an, sie sehen nicht, sie ernten nicht, und trotzdem gibt ihnen der Vater im Himmel jeden Tag, was sie brauchen. Guckt euch die Blumen an, in all ihrer Pracht sind sie schöner gekleidet als Salomon. Gott wird euch geben, was ihr braucht.“
Die Bibel sagt nicht: „Wenn ihr auf dem richtigen Weg seid und wenn ihr dann richtig eingeschlagen habt bei Theologie, dann wird alles, was ihr braucht, dazukommen. Wenn ihr aber auf dem falschen Weg seid, dann kriegt ihr da richtige Probleme.“ Das ist nicht das Herz des Vaters, was damit mitschwingt.
Deswegen kann ich jeden nur ermutigen: Trau dich! Gott wird dich versorgen, und er wird dir auch zeigen, wenn Dinge vielleicht nicht dran sind. Aber in der Regel, wenn du es schon auf dem Herzen trägst, wenn du merkst, irgendwas zieht mich in die Richtung, etwas zu tun, und du es im Glauben tust, wird Gott es segnen.
Du wirst erleben, dass du den nächsten Schritt gehst. So ist es bei mir gewesen. Aber bevor ich Theologie studieren wollte, habe ich gedacht: „Okay, dann werde ich irgendwann Pastor und werde eine Gemeindestelle haben.“ Und ich wusste nicht, ob ich das unbedingt will, aber okay.
Ich habe wirklich über den Zeitraum von drei Jahren auf dem Herzen gespielt, dass ich Theologie studieren soll. Das habe ich dann nachher auch gemacht. Im Theologiestudium hat sich dann alles ganz anders entfaltet. Klar war ich in Zeiten Jugendpastor, Pastor, aber auf einmal ging eine Tür auf in der Missionsgesellschaft.
Ich habe dann angefangen, dort zu arbeiten. Irgendwann hat Gott auch dafür gesorgt, dass sie mich komplett voll anstellen nach dem Studium und mir super Zusagen geben, die sie auch alle eingehalten haben, als ich nicht damit gerechnet habe, weil es keinen Grund dafür gab.
So hat sich alles entwickelt und entwickelt und entwickelt. Irgendwann merkt man...
Die Essenz des Glaubens und Ermutigung
Was ist der Kern des Ganzen? Persönlich habe ich für mich meinen Weg gefunden, und der Kern ist: Ich möchte das Evangelium predigen. Ich möchte es zu den Menschen bringen. Ich möchte mein Leben dafür einsetzen, den Leuten die gute Botschaft von Jesus zu erzählen. Denn ich weiß, in welcher Dunkelheit ich selbst war.
Ich wünschte, mehr Menschen hätten den Mut gehabt, auf mich zuzugehen. In meinem Umfeld gab es Christen, die nicht mit mir gesprochen haben und mir nichts gesagt haben. Zum Glück gab es auch andere gute Christen, die das getan haben und zu mir sagten: „Hey Junge, schau mal, das ist Jesus, überleg dir das mal.“
Ich möchte den Menschen meine Lebensgeschichte mitgeben, damit sie selbst den Jesus kennenlernen, der rettet, der freimacht und Leben schenkt – Leben im Überfluss, wie die Bibel sagt. Damit habe ich die Frage vielleicht schon ein bisschen beantwortet. Ich glaube, ich habe wieder zu viel geredet, aber…
Nein, absolut nicht. Ich habe zwei Fragen: eine kleine und eine etwas längere. Die kleine Frage ganz kurz: Bei mir war es damals ähnlich. Ich bin als junger Mann zum Glauben gekommen und habe Schritt für Schritt Glaubensschritte gemacht. Oft fühlte es sich an wie zwei Schritte vorwärts, anderthalb zurück, manchmal auch drei zurück und dann wieder anderthalb vorwärts. Wenn es immer wieder vorwärts geht, ist das okay.
Am Anfang war alles unglaublich chaotisch. Irgendwann hatte ich einen großen Denkfehler: Ich dachte, wenn ich das Christsein richtig leben will, muss ich Evangelist oder Missionar werden. Deshalb musste ich Theologie studieren. Vielleicht denken jetzt manche, die zuhören oder zuschauen, dass sie schlechte Christen sind, wenn sie nicht Evangelisten sind, kein Theologiestudium haben oder ihr Leben nicht voll beruflich in den Dienst des Herrn stellen.
Natürlich ist das eine rhetorische Frage: Du bist kein schlechter Christ, wenn du nicht Theologie studierst. Das ist ein häufiger Irrtum, den ich auch hatte – zu denken, ich brauche noch dies oder das, bevor ich das Evangelium weitergeben kann oder bevor ich von Jesus erzählen kann.
Was ist, wenn jemand eine Frage stellt, die ich nicht beantworten kann? Erstens, niemand kann alle Fragen beantworten – außer vielleicht Markus Voss mit seinen Videos, die sind gut. Aber im Ernst: Niemand kann alle Fragen beantworten. Wer behauptet, er könne das, sollte man kritisch hinterfragen. Gott ist unendlich und unfassbar groß. Das meine ich nicht als Floskel, sondern wirklich so: Du kannst Gott nicht in eine Schachtel stecken und sagen, das ist er.
Die Bibel erklärt viel, aber es gibt auch Stellen, an denen Gott scheinbar widersprüchlich handelt. Das zeigt, dass Gott nicht nur einen starren Weg geht, sondern viel größer ist als unser Verständnis. Das anzuerkennen zeigt Reife. Es bedeutet zu sagen: Wir können nicht alles erklären, aber vieles schon. Durch die Bibel können wir viel über Gottes Herz und Charakter erfahren.
Es gibt zulässige und legitime Aussagen, die man treffen muss und klar machen sollte. Aber man wird nie alle Fragen beantworten können. In der Regel sind die Fragen von Menschen, die Jesus nicht kennen, auch nicht die komplexen theologischen Bibelstellen. Vielmehr sind es grundlegendere Fragen.
Ich habe kürzlich eine interessante Erfahrung gemacht: Menschen denken oft, wir müssten mit Fachbegriffen und Bibeldeutsch anfangen, das niemand versteht. Aber ich saß neulich mit einer Freundin zusammen, die keine Christin ist und im Glauben nichts am Hut hat. Sie macht gerade eine schwere Zeit durch und ist in Drogentherapie. Sie sagte zu mir, ohne dass ich etwas vorweggenommen hätte: „Lukas, was mache ich eigentlich mit all meinen Sünden?“ Sie weiß, dass sie viele Dinge getan hat, die sie sich selbst nicht vergeben kann, die ihr niemand vergeben wird, nicht einmal ihr Kind.
Viele hätten wahrscheinlich gesagt, das sei der falsche Ansatz, weil die Leute das Wort „Sünde“ gar nicht mehr kennen. Aber das ist Quatsch. Unsere Seele ist alle gleich angelegt, und sie kann nur eine gewisse Last an Sünden tragen, bevor sie zerbricht. Deshalb verbittern viele Menschen im Laufe ihres Lebens. Als junger Mensch geht das noch besser, aber irgendwann staut sich alles auf die Seele.
Das raubt einem die Freude und legt wie ein Mantel der Traurigkeit über das ganze Leben. Aber nicht nur das: Der Lohn der Sünde ist der Tod. Das bedeutet zum einen den Tod im Leben hier, zum anderen den ewigen Tod. Die Menschen brauchen Jesus. In der Regel geht bei der Erklärung des Evangeliums etwas auf, es kommt Licht hinein, weil die Menschen diese Fragen spüren.
Wir haben ja schon öfter darüber gesprochen: Jeder Mensch ist gleich angelegt, und die Ewigkeit ist in unserem Herzen. Menschen suchen nach Jesus oder zumindest nach etwas. Jesus ist die Antwort, auch wenn die meisten das nicht wissen. Leider haben wir oft falsche Scham, das Evangelium nicht weiterzugeben, obwohl wir es selbst erlebt haben.
Deshalb möchte ich jeden ermutigen: Du brauchst kein Theologiestudium, keinen weiteren Kurs oder eine tolle Weiterbildung. Erzähl einfach deine Geschichte.
Aber ich muss auch sagen: Wenn du das volle Christsein leben willst, gehört es meiner Meinung nach dazu, dass du das Evangelium weitergibst. Ich möchte niemandem zu nahe treten, aber vielleicht ist es an der Zeit, dass man sagt: Glaube bedeutet auch, dass Jesus seine Jünger aussendet. Am Ende der Evangelien heißt es: Geht in alle Welt, verkündet das Evangelium, tauft die Menschen und lehrt sie. Das ist der letzte Auftrag an seine Jünger.
Nicht jeder ist Evangelist, und nicht jeder wird, wie ich, sein ganzes Leben darauf ausrichten. Aber du hast ein Umfeld von Menschen, die vielleicht nur du erreichen kannst. Meiner Meinung nach gehört es dazu, ihnen zumindest die Chance zu geben, Jesus kennenzulernen. Erzähle ihnen, was du glaubst, was dich bewegt und welche Hoffnung du hast.
Die Hoffnung des Evangeliums
Lukas, was ist die Hoffnung, die dich bewegt? Was ist das Evangelium? Und was ist die Hoffnung, die mich bewegt, und was das Evangelium?
Gute Frage! Eigentlich ist es ganz simpel und gar nicht schwierig. Im Endeffekt ist es eine Person – und das ist Jesus, der Sohn Gottes. Er wurde gesandt, hier auf Erden, um uns zum einen neu das Herz Gottes zu zeigen und zu präsentieren. Dabei zeigt er uns, wo der Mensch geirrt hat, als er sich die Gebote angeschaut hat und was er daraus gemacht hat.
Zum anderen hat Jesus die größte Tat vollbracht, die jemals geschehen ist: Er sorgt für die Vergebung aller Sünden, indem er sein eigenes Leben für seine Freunde hingibt. Er lässt sich ans Kreuz schlagen, mit weit ausgestreckten Armen, die meiner Meinung nach für eine ganz offene Einladung stehen. Jeder darf kommen, um dort zu sterben.
Die Liebe sagt, er wurde zur Sünde selbst in dem Moment, als er gestorben ist, und wurde dann ins Grab gelegt. Das ist das Schöne daran: Meiner Meinung nach bleiben alle Sünden in diesem Grab, als Jesus auferstanden ist. Denn der Tod konnte ihn nicht halten. Gott hat ihn von den Toten auferweckt, und er hat den Tod überwunden. Durch und mit ihm werden auch wir auferstehen.
Was das alles einfach nur bedeutet: So viele Menschen leben in Dunkelheit, in Angst und in vielen Dingen, die sie bedrücken. Nennen wir es einfach mal kurz Sünde, die auf ihrem Leben lastet. Jesus ist gekommen, um dich durch sein Blut reinzuwaschen. Er ist gekommen, um all diese Schuld und Sünde dir zu vergeben – und das auf die einfachste Art und Weise.
Du kannst diese Vergebung nicht erkaufen, du kannst sie nicht erarbeiten. Du kannst sie dir auf keinen anderen Weg verdienen, außer durch Glauben. Daran zu glauben, dass Jesus das für dich getan hat, dass er am Kreuz für dich gestorben ist, dass er ins Grab gelegt wurde und dass er auch auferstanden ist.
Wenn du daran glaubst und, wie die Bibel so schön sagt, Buße tust – also einfach umkehrst –, dann ändert sich dein Leben. Buße tun ist ein ganz einfaches Wort, das Umkehren bedeutet. Wir gehen normalerweise den Weg der Sünde. Im Moment, in dem wir Jesus kennenlernen, drehen wir um und folgen ihm. Wir leben nach seinen Geboten und so, wie er es uns gezeigt hat: in Barmherzigkeit, in Nächstenliebe und in der Liebe zu Gott.
In dem Moment wird sich dein Leben komplett verändern. Es wird alles neu sein. Wenn du Jesus einlädst und sagst: „Herr, vergib mir meine Sünden, ich tue Buße, ich glaube an dich“, dann bist du ein neuer Mensch.
Diese Hoffnung trägt nicht nur hier auf Erden, sondern sie reicht bis in die Ewigkeit. Du wirst nicht nur hier auf Erden erleben, dass dein Leben frei wird und du Frieden findest – selbst in den schlimmsten Situationen. Die Bibel sagt, oder Jesus sagt: „Wenn das Auge gesund ist, so ist der ganze Körper licht; ist aber das Auge krank, so ist der ganze Körper finster“ (Matthäus 6,22-23). Für mich bedeutet das: Du kannst in der schlimmsten Situation sein, aber sobald du dich zu Jesus hinwendest und ihn anschaust, ist es egal, was drumherum passiert. Du wirst tiefen Frieden erleben.
Andersherum kannst du äußerlich heilig wirken, aber innerlich deine Beziehung zu Jesus verloren haben. Dann ist da nichts mehr, da ist nur noch Tod in dir.
Jesus ist nicht nur hier auf Erden jemand, der dir Frieden gibt – selbst in die schlimmsten Situationen hinein – und dein Leben verändern und retten wird. Diese Rettung gilt auch für die Ewigkeit und hält ewig.
Wer jetzt mit ihm lebt, wird auch in Ewigkeit mit ihm leben. Wer sich jetzt entscheidet, nicht mit ihm zu leben, wird auch in Ewigkeit ohne ihn leben müssen. Das ist ein anderes Thema, über das man noch viel mehr sagen könnte.
Im Endeffekt hoffe ich, dass ich es nicht zu kompliziert erklärt habe. Ich bin Lukas sehr dankbar, dass er uns das alles so darlegt.
Wer das noch einmal zum Nachlesen und Schritt für Schritt durchgehen möchte, für den habe ich den Bibelfit-Leitfaden zur Versöhnung mit Gott erstellt. Dort findest du auch dreizehn Minuten Audio für unterwegs. Die einzelnen Schritte werden kurz und auf den Punkt gebracht erklärt – so, wie ich sie heute gehen würde, wenn ich nochmal Christ werden würde.
Falls du möchtest, findest du dort auch ein vorformuliertes Übergabegebet und ein paar Tipps, was du als neuer Christ zuerst tun kannst.
Nimm dir gern etwas mit. Klicke dafür einfach auf den Link unter diesem Video.
Lukas’ Lebensweg vor dem Glauben
Und weiter mit Lukas. Was würdest du denn sagen? Also bitte erzähl jetzt nichts, was dir zu persönlich ist, aber so weit du möchtest: Wenn du jetzt auf dein Leben zurückblickst – und du hast ja wirklich eine ganz umfassende Lebensgeschichte vor wenigen Wochen sozusagen abgelegt –, was würdest du sagen?
Du und ich haben ja eine gar nicht so unähnliche Biografie im Glaubensweg. Was hat dir denn dem Lukas von früher, der noch nicht Christ war – wobei das sicherlich auch ein schleichender Übergang ist –, gefehlt, als er noch nicht Christ war und Jesus noch nicht in seinem Leben hatte?
Das ist gar nicht so einfach zu sagen. Im Endeffekt, denke ich, suchen wir alle nach Liebe, nach Annahme, nach Anerkennung. Das hat mit Sicherheit gefehlt. Ich kann mal schauen, ob ich das hier reinhalten kann oder ob ich dir das nachher schicke, damit du es irgendwie einbauen kannst. Ich meine, damit Leute mal eine Vorstellung bekommen, wie mein Leben aussah, bevor ich Jesus kennengelernt habe.
Warte mal, ach so, das hier ist wie – warte mal ganz kurz, wir machen jetzt mal hier richtig Rawstyle. Das war ich, da war ich achtzehn, glaube ich, knapp. Viele Menschen erkennen mich da nicht wieder. Man munkelt auch Lord Voldemort, alle guten Christen wissen nicht, wer das ist. Aber ja, genau so sah ich aus.
Und was da in dem Moment gefehlt hat, ist so ziemlich alles. Natürlich war da keine Anerkennung, keine Liebe, kein gar nichts im Herzen mehr. Als Jesus in mein Leben kam, als mir jemand Jesus nochmal neu vorgestellt hat und mir das Evangelium erklärt hat – wie wichtig es ist, frei zu werden von meinen Sünden –, da kam alles zusammen.
Du hast eine Sündenlast, die auf deiner Seele drückt. Du hast keine Liebe in dir selbst, keine Annahme. Du weißt nicht, wer du bist. Wenn du es in dem Moment nicht so benennen kannst, läufst du im Endeffekt herum wie Falschgeld. Du erklärst allen, wie toll es ist, obwohl jeder offensichtlich sieht, dass da gar nichts mehr läuft.
Als Jesus reingekommen ist, war das das Wunderschönste, was passieren konnte. Ich weiß noch, wie ich die ersten Male gebetet habe – auch wenn ich die ersten Male gebetet habe, ich habe immer geweint. Selbst wenn das einfach nur so auf einer Freizeit war und am Ende der Gebetsrunde, wo ich einfach nur gebetet habe: „Lieber Gott, mach das Wetter gut.“ Das war das ganze Gebet. Dann kamen die Tränen über mich.
Denn ich habe innerlich gemerkt: Ich stehe vor einem allmächtigen Schöpfer. Da ist Rettung für mich, da ist ein neues Leben für mich, da ist eine andere Wahrheit als das, was ich bis jetzt kennengelernt habe. Und das hat er mir nicht nur in der Theorie gezeigt.
Das ist das Wunderbare, was es nachher so außergewöhnlich macht: Gott hat sich mir in ganz vielen Wundern gezeigt. Dinge, die ich nicht verstehen konnte, Dinge, die ich nicht erklären kann oder zu dem Zeitpunkt zumindest nicht glauben konnte, hat er einfach für mich getan.
Er hat Wunder über Wunder in meinem Leben getan. Das heißt nicht, er hat mir Millionen Euro gegeben, sondern er hat einfache, kleine Dinge getan, die ich schon für unmöglich hielt. Immer wieder hat er sie getan, um mich Schritt für Schritt aus dieser Drogensucht, aus diesem ganzen verlorenen Leben herauszuführen. Er hat mir immer wieder neue Zufluchtsorte gegeben, dass da jemand ist.
Und er hat auch größere Wunder getan. Als ich aufs Bibelstudium ging, hatte ich noch zwölf Tausend Euro Schulden. Und die waren innerhalb von zwei Monaten komplett weg. Einfach wahnsinnige Sachen sind passiert. Zum Beispiel schickten mir akademische Versicherungen Schecks über zweitausend Euro, ohne dass es einen Grund dafür gab. Ich habe das einfach in der Post gefunden und dachte: Okay, ja, ich nehm’s, Amen.
Das sind eben solche einzigartigen Dinge, die Gott ausmachen. Die man nur erleben kann. Wie ich dir zwar erzählen kann, aber die du nur erleben kannst, wenn du dich selbst darauf einlässt. Wenn du sagst: „Jesus, hier stehe ich. Wenn es dich wirklich gibt, verändere mein Leben. Wenn es dich wirklich gibt, dann zeig dich mir.“
Und dann offen zu sein und zu merken: Okay, das war vielleicht noch Zufall, das war vielleicht noch Zufall, das war vielleicht noch Zufall. Aber irgendwann sind es zu viele Zufälle. Und dann auch anzuerkennen und zu sagen: Okay, vielleicht ist es doch Gott.
So ist es bei mir gestartet, sage ich mal, zumindest in gewisser Weise.
Danke für deine ganze Offenheit. Jetzt hast du lange darüber gesprochen, wie es bei dir gestartet ist. Und wie gesagt, wer da mehr wissen will – das ist absolut atemberaubend –, der schaut bitte unbedingt hier in das Buch rein. Ich habe es jetzt natürlich unten hier unter dem Video verlinkt.
Das ist sozusagen der Anfang deiner und eurer Geschichte gewesen. Da könnten wir jetzt noch stundenlang in Details gehen und uns hinsetzen, um zu besprechen, was da alles passiert ist. Du hast ja nur ganz an der Oberfläche gekratzt.
Neues Projekt: Gods Power
Wir spulen jetzt einfach mal elf Jahre vor in die Gegenwart, ins Jahr 2022. Am ersten Januar haben Lisa und du etwas ganz Neues gestartet. Was genau ist das, und was hat es damit auf sich? In wenigen Sekunden geht es weiter.
Ich möchte gern allen danken, die bereits die Glocke unter diesem Video gedrückt haben. So werden mehr Menschen auf christliche Inhalte aufmerksam. Das ist anonym, in zwei Sekunden erledigt und hilft auch diesem Kanal. Vielen Dank!
Ja, wir haben Gods Power gestartet. So heißt unser Dienst für Deutschland, mit dem wir wirklich Evangelisation in Deutschland betreiben wollen. Unsere Vision ist es, Deutschland mit dem Evangelium zu überfluten.
Das bedeutet, unser Fokus liegt vor allem auf den Innenstädten. Dort wollen wir kleine bis größere Stadtfeste organisieren – je nachdem, wie groß die Stadt ist. Diese Veranstaltungen drehen sich komplett um das Evangelium.
Wir werden Food Trucks haben, Hüpfburgen und Spaß für Jung und Alt schaffen. Das ist aber nur Nebensache, um Menschen einzuladen. Primär wird es eine zentrale Bühne geben, auf der durchgehend live Lobpreis läuft. Ein- bis zweimal pro Stunde kommt jemand nach oben, erklärt das Evangelium oder erzählt kurz seine eigene Lebensgeschichte – etwa fünf bis zehn Minuten. So sind die Menschen den ganzen Tag dem Evangelium ausgesetzt und können ihre eigenen Eindrücke sammeln.
Am Abend wird es dann eine große Veranstaltung geben. Dort erkläre und predige ich das Evangelium in einer halben bis vierzig Minuten, begleitet von einem Lobpreis-Hauptakt. Die Menschen haben die Chance, ihr Leben Jesus zu geben.
Wir werden immer in Zusammenarbeit mit den lokalen Gemeinden arbeiten. Wenn wir keine Gemeinde finden, die mitmachen will, gehen wir nicht in die Stadt. Es ist uns sehr wichtig, dass Menschen an eine Gemeinde andocken können. Dort können sie Jüngerschaft erfahren, Glaubensgrundkurse besuchen und im Glauben wachsen oder ihn erleben.
Unsere Vision ist es, den Gemeinden zu dienen. Die Gemeinden müssen nichts beitragen außer ihrer Manpower und der Bereitschaft, Menschen aufzunehmen und für sie zu sorgen. Wir bringen finanziell, technisch und organisatorisch alles mit und organisieren die Events in Zusammenarbeit mit den Gemeinden.
Das ist Punkt Nummer eins.
Punkt Nummer zwei ist unser YouTube-Kanal. Jede Woche erscheint dort ein Video. Ich arbeite gerade an einer neuen Reihe, die vorläufig „Blickwinkel aufs Evangelium“ heißt. Direkt danach werde ich mich fast sofort an die Produktion setzen.
Der YouTube-Kanal heißt ganz einfach Gods Power. Selbstverständlich ist er hier unter dem Video verlinkt. Ihr könnt auch einfach www.godspower.de besuchen, dort findet ihr alle Informationen.
Der dritte Punkt sind Konferenzen für Christen. Das ist eines meiner Herzensanliegen. Ich möchte mich ganz offen outen: Ich bin Pfingstler beziehungsweise Charismatiker. Jetzt ist es raus – für alle, die es nicht geahnt haben. Ihr könnt jetzt abschalten, es ist vorbei. Nein, natürlich nicht.
Ich glaube an die Erfüllung mit dem Heiligen Geist und daran, dass wir mit dem Heiligen Geist getauft werden müssen. Ich glaube an die Kraft und die Gaben des Heiligen Geistes, dass wir sie brauchen, nutze sie und lebe darin. Es ist mir ein tiefes Herzensanliegen, dass wir Christen alle viel mehr aktiviert werden.
Deshalb werden wir auch Konferenzen veranstalten, bei denen es darum geht, die Taufe und die Kraft des Heiligen Geistes zu empfangen und im eigenen Leben zu erleben. Egal, ob es das Sprachengebet, Prophetie oder andere Gaben betrifft – du wirst sie dort empfangen.
Genau daran arbeiten wir gerade und entwickeln die ersten Modelle.
Heilung ist ebenfalls ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt. Ich habe schon viele Wunder erlebt, vor allem während meiner Zeit in Afrika: Blinde Augen, die geöffnet wurden, taube Ohren, die wieder hören konnten. Das sind markante Zeichen und Wunder, die Gott getan hat.
Ich glaube, dass Gott das auch hier in Deutschland tun wird und will. Ich bin überzeugt, dass die Diagnose vom Arzt nicht das letzte Wort ist. Der Herr hat noch etwas im Petto für dich.
Deshalb arbeiten wir gerade an unseren ersten Konferenzen mit dem Titel „Healing and Power“. Die erste planen wir wahrscheinlich für Mitte bis Ende März, je nachdem, wie unsere Reise nach Sambia verläuft. Wenn wir zurückkommen, wird die Konferenz stattfinden.
Ihr könnt euch schon jetzt für das Event vormerken lassen, wenn ihr Interesse habt. Besucht einfach die Website www.godspower.de. Schaut es euch an und meldet euch an, wenn ihr dabei sein wollt.
Wir schicken euch dann alle Informationen zu Ort und Zeit zu, sobald alles feststeht.
Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden
Vielen Dank, das bedeutet als Ergänzung noch einmal, was ihr nicht machen wollt. Ich nehme jetzt mal ein ganz negatives Klischee: Das ist genau das, was ihr nicht machen möchtet. Ihr wollt nicht das tun, was als Helikopter-Evangelisation verschrien ist. Das heißt, einmal kurz landen, Staub aufwirbeln, dann gleich wieder weg und am Ende ist alles nur chaotischer als vorher.
Stattdessen wollt ihr bewusst die Kooperation mit der lokalen Gemeinde vor Ort suchen. Es soll nicht so sein, dass ihr nur ein bisschen Lobpreis, Emotionen und Lichtshow macht und am Ende sind alle genauso verwirrt wie vorher – und dann seid ihr wieder weg. Ihr wollt wirklich sagen: Die Bekehrung, ein Übergabegebet, die Umkehr, Jesus ins Herz einladen – das ist ja nur der allererste Schritt, der Startschuss.
Es muss zwangsläufig so weitergehen, und da kann ich dir gar nicht mehr zustimmen: Es muss so weitergehen, dass man sich an die konkrete lokale Gemeinde vor Ort andockt. Punkt. Absatz. Ende der Geschichte.
Das heißt, ohne die Gemeinde vor Ort, ohne deinen Hauskreis oder was auch immer, ist es sinnlos. Es macht überhaupt keinen Sinn. Und genau das ist es, was ihr unbedingt machen wollt. Ihr wollt mit Gemeinden zusammenarbeiten, die in sich selbst die Offenheit zur Evangelisation gefunden haben. Mit denen wollt ihr kooperieren.
Diese Gemeinden sagen zum Beispiel: „Mensch, wir wollen evangelisieren.“ Und ihr sagt: „Toll, ihr habt den Willen, wir haben das Wie.“ Ihr bringt euer Know-how als Event-Manager, als Evangelist, eure Verbindungen und Ressourcen ein. So fügt sich alles zusammen. Dann entsteht ein gemeinsames Ganzes, und ihr könnt gemeinsam noch kraftvoller evangelisieren.
Das ist mir noch einmal wichtig, das klarzustellen: Ich glaube an die lokale Kirche und weiß, dass es ohne sie nicht geht. Für mich persönlich wäre es ohne die lokale Gemeinde nicht möglich gewesen. Ich bin kein Freund von christlichen Gruppierungen, die sich im weitesten Sinne von der Kirche ablösen, oder von Einzelpersonen, die sagen: „Die Gemeinde ist nur schlecht“ oder Ähnliches. Da steckt meistens etwas im Hintergrund, wie man so schön sagt.
Ich habe den höchsten Respekt vor jedem Pastor in Deutschland. Deshalb halte ich nichts davon, Dinge ohne die lokale Kirche zu machen. Denn dann hast du nur sehr temporäre Frucht. Natürlich ist es erst einmal wichtig, dass Leute das Evangelium hören – da bin ich als Evangelist auch pragmatisch.
Aber wenn wir es richtig machen wollen, systematisch, dann muss meiner Meinung nach, vor allem wenn wir Großkonferenzen organisieren und das Ganze systematisch aufbauen, die Gemeinde eine ganz zentrale Rolle spielen. Die Leute müssen irgendwo ankommen können. Ja, absolut.
Herausforderungen der Evangelisation in Deutschland
Noch eine kritische Frage, die vielleicht bei dem einen oder anderen im Hinterkopf ist, wenn ich kurz darf.
Jetzt kann der eine oder andere vielleicht denken: Es ist ja möglich, dass er sich denkt, na ja, Lukas, es ist ja vielleicht noch mal was anderes. Denkt der eine oder andere vielleicht, eine große Evangelisation in Daressalam in Tansania zu machen, wo meinetwegen 5, 10 Menschen – ich weiß nicht, wie viele das bei euren Instagram-Stories waren, aber es waren viele – die sozusagen da sind. Dort, wo man sozusagen… Also ich kann mir vorstellen, dass der eine oder andere sich denkt: Na ja, das kann vielleicht in Daressalam funktionieren, aber hier bei uns, im kühlen, kalten Deutschland, wo, wenn ein Flugzeug landet, man nicht klatscht, wo im Kino niemand „Yay“ schreibt oder was auch immer, wo im Gottesdienst niemand mal vielleicht so ein bisschen mit der Hüfte wackelt oder sonst irgendwas. Ich übertreibe jetzt ein bisschen. Sind wir nicht in Deutschland einfach viel zu stocksteif? Haben wir nicht, einfach ein bisschen neutraler ausgedrückt, eine völlig andere Kultur, wo so etwas wie große Evangelisation – auch Werner Heukelbach, Zelte und dies und das und jenes und so weiter – wo wir sagen: Ey, nee, da sind wir hier einfach in den falschen Breitengraden? Wie siehst du das?
Wie sehe ich das? By faith. Also wenn Gott die Torheit der Verkündigung gewählt hat, um die zu retten, die glauben, dann wird er auch meine Torheit hoffentlich segnen, einfach es zu versuchen. Doch, also ich glaube, es ist möglich. Deswegen versuchen wir auch, ein Konzept zu nehmen, das der deutschen Kultur jetzt nicht zu fremd ist. Deswegen versuchen wir, mit Stadtfesten zu arbeiten.
Also ich weiß, ich komme vom Dorf, kleines Dorf, 120 Leute, wo meine Eltern wohnen. Das ist auch mal gut, jeder kennt jeden, aber es ist sehr verschlossen. Jeder schafft den ganzen Tag und schafft, schafft, schafft, schafft, schafft. Aber wenn Dorffest ist, sind alle da. Wenn Dorffest ist, sind ungefähr von 120 etwa 80 Leute da. Und genauso in der nächstgrößeren Stadt: Wenn da das Maifest ist, sind alle da, da triffst du alle. Selbst heute noch, ich weiß nicht, 15 Jahre nach dem letzten Mal, wo ich da war, wenn ich da hingehe, treffe ich auch wieder Leute, die ich noch von damals kenne, weil alle da hin gehen.
Und deswegen glaube ich, dass Stadtfeste schon Menschen anziehen, die gewohnt sind, da hinzugehen, und die auch ein gewisses Anziehungspotenzial haben. Wenn man die gut aufzieht und bewirbt – und wir reden hier halt eben auch von Zeitung, in der Stadt, Poster und Plakate und dies und das –, den Leuten halt einfach auch präsentiert, dass sie wissen, dass da etwas passiert, dann denke ich, dass Leute auch kommen werden.
Ich glaube, der Deutsche ist generell für Stadtfeste offen, das macht ihm Spaß. Wenn es dann noch Spaß für die Kinder umsonst gibt, mit Hüpfburgen und was auch immer, dann denke ich schon, dass wir da eine gewisse Anziehungskraft schaffen. Ob wir jetzt direkt am Anfang 30 Menschen sehen, weiß ich nicht, aber wenn es 29 sind, ist das ja auch erstmal okay. Ja, natürlich, der Spaß. Das dürften auch immer 20 sein. Ja, genau.
Unterstützungsmöglichkeiten und Abschlussgebet
Krass, dann zwei Fragen zum Schluss. Die erste Frage ist ganz, ganz wichtig: Wie können wir euch unterstützen?
Jemand, der das jetzt sieht oder hört, denkt sich vielleicht: „Oh, jetzt wissen wir schon, wie man sich bei euch mehr informieren kann, wie man in Kontakt bleiben kann – auf der Website, auf dem YouTube-Kanal, über den Newsletter, den ihr natürlich auch habt. Das ist klar und sehr wichtig.“
Aber wenn wirklich jemand sagt: „Oh, da spricht etwas in mir an“, nachdem er gebetet hat, vielleicht am Abendbrotstisch nochmal mit seinem Ehemann oder seiner Ehefrau darüber gesprochen hat und sich denkt: „Ey, die Elisa und der Lukas – endlich! Jetzt ist es so weit, sie starten sozusagen das, worauf wir schon so lange gewartet haben.“ Wie können wir euch dann unterstützen?
Ja, also das ist zum einen natürlich primär und vor allem durch Gebet. Wir brauchen Menschen, die für uns als Dienst beten, aber auch für deine Stadt, egal wo du gerade zuschaust. Betet für deine Stadt und betet, dass Gott Türen öffnet, damit wir mit dem Dienst kommen können und dabei sein dürfen.
Zum Zweiten natürlich finanziell. Wie gesagt, wir wollen der Gemeinde dienen, und ich bin da ganz offen: Was wir vorhaben, kostet eine Menge Geld, und das haben wir noch nicht, aber wir vertrauen auf den Herrn. Dafür haben wir Glauben. Wenn du es auf dem Herzen hast und sagst: „Okay, das ist etwas, was ich wirklich in Deutschland sehen will“, dann darfst du gerne investieren. Wir geben dir auch Spendenbescheinigungen, was auch immer. Aber ja, wir wollen den Gemeinden in Deutschland dienen.
Drittens, wenn du wirklich sagst: „Wow, krass, ich habe auch diese Gabe.“ Das kann alles sein – von Buchhaltung bis Video, Ton, was auch immer du kannst. Und wenn du sagst: „Ich habe es wirklich auf dem Herzen und würde gerne in Kontakt treten.“ Auf unserer Website findest du das unter „Spenden und Mitmachen“. Dort findest du auch die E-Mail-Adresse info@godspower.de.
Du kannst uns einfach kurz eine Nachricht schreiben, eine E-Mail, in der du sagst: „Okay, ich bin so und so, habe das Video gesehen, habe es wirklich auf dem Herzen, dabei zu sein. Ich kann das und das tun.“ Dann treten wir in Kontakt und können mal quatschen. Momentan ist es noch ein sehr kleines, überschaubares Team. Wir können natürlich keine festen Stellen anbieten, aber wenn du ehrenamtlich helfen möchtest, bist du mehr als willkommen.
Vielen, vielen Dank!
Dann hätte ich nur noch eine abschließende Bitte. Das ist nicht irgendetwas, was wir abgesprochen haben, sondern das kommt völlig spontan aus meinem Herzen. Lukas, könntest du noch einmal zum Abschluss für uns beten?
Amen, lass uns das tun.
Wir danken dir für jeden Einzelnen, der jetzt gerade zuschaut. Vor allem danke ich dir für Markus, für sein Herz, dass er sein Leben wirklich aufs Podest stellt und sich nicht scheut, sondern vorangeht und dein Königreich verbreiten will. Ich danke dir für seine Großzügigkeit und Offenherzigkeit.
Ich bete, dass du ihn überreich segnest, dass du ihn erfüllst. Segne seine Verlobte, segne ihre Ehe. Lass sie mit Taschen voll Gold zusammenkommen, dass sie alles haben, was sie brauchen – in Jesu Namen. Schenke ihnen Liebe, Freude, Frieden, Kraft und Segen im höchsten Maße. Gib ihnen Leben in Fülle, gerade auch in ihrer kommenden Ehe.
Dafür danke ich dir, dass du diesen Mann berufen hast, deinen Weg zu gehen. Und genau dasselbe danke ich dir für jeden Einzelnen, der hier gerade zuschaut. Herr, ich danke dir, dass du sie hergeleitet hast und dass sie dieses Video anschauen.
Ich bete, dass du das, was du in ihre Herzen gesprochen hast, bestätigst und deinen Segen darauf legst. Herr, ich bete, dass du jeden Einzelnen, der gerade zuschaut, segnest, berührst und erfüllst. Ich bete, dass sie jetzt in diesem Moment die Kraft deines Geistes erleben und dass er auf sie kommt.
Ich bete, dass sie getauft werden in deinen Heiligen Geist oder ganz neu und frisch erfüllt werden. Ich bete, dass sie erleben, wie dieser Wirbelsturm der Liebe in ihnen entfacht und aufbricht.
Herr, ich bitte, dass sie erleben, wie die Gaben und Geschenke, die du für sie bereithältst, jetzt einfach hervorsteigen. Dass sie die Einfachheit des Lebens mit dir erfahren.
Ich bete, dass du sie in ihren Ehen und Familien mit Frieden, Freude, Liebe, Geduld und Sanftmut segnest. Dass die Frucht des Geistes in ihnen aufblüht.
Ich bete, dass du sie überreich beschenkst mit allem, was sie brauchen. Ich bete, dass du ihre Nöte erfüllst. Ich bete, dass du Wunder über Wunder in ihrem Leben tust.
Ich bete, dass du die Dinge segnest, die sie für unvorstellbar, ausweglos oder schwierig halten. Herr, segne sie in diesem Moment. Schreibe eine neue Geschichte mit ihnen. Beginne einen neuen Weg mit ihnen.
Ich bete, dass du deine Hand auf sie legst und sie erleben, dass deine starke und kraftvolle Hand auf ihnen ruht.
Ich bete für jeden Einzelnen, der sein Feuer verloren hat und seinen Blick von dir abgewendet hat. Ich bete, dass sie in diesem Moment erleben, dass du da bist, dass du für sie da bist und ihnen eine neue Flamme auf ihr Haupt schenkst.
Dass sie dich neu anschauen und ihr Leben neue Früchte trägt. Dass dein Wort wieder zu ihnen spricht. Dass ihre Gebetszeiten erfüllt sind.
Ich bete, dass du von innen heraus lebendige Wasser in sie fließen lässt.
Ich bete für jeden, der krank ist: In Jesu Namen sei geheilt! Für jeden, der mit Gebrechen kämpft, in Jesu Namen sei geheilt! Krankheit, verschwinde! In Jesu Namen bete ich, dass jeder Schmerz verschwindet. In Jesu Namen sei geheilt!
Herr, ich bete, dass du all dies in ihren Herzen versiegelst. Dass du die Dinge, die du ihnen während dieses Interviews gesprochen hast, bewahrst. Dass sie wie Maria sind, die nicht vergisst, was der Engel zu ihr sprach.
Sondern ich bete, dass du es in ihren Herzen versiegelst, dass du sie segnest und überreich erfüllst.
Herr, ich bete, dass du jeden Einzelnen, der dieses Video schaut, heute mit neuer Kraft in den Tag, in ihr Leben und in ihre Woche gehen lässt.
Ich bete, dass sie ermutigt und gestärkt werden durch dein Evangelium, durch deinen Geist, durch deine Kraft und durch das, was du für sie getan hast, Jesus.
Amen.
