Ägypten 4: Flucht durch die Sahara (1/3)
Die Doppeldecker Crew | Hörspiel für Kinder (Hörbuch)
07.01.2026
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Generierte Mitschrift
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Ein unerwarteter Kälteeinbruch
Bist du bereit? Schnitzel an!
Ja, jetzt Toni und ich. Ich bin Philipp. Ich heisse Marie. Äh, Sammy, uh, wenn ihr Jacke anziehen solltet.
Hey Marie!
Hi, na ihr?
Hi Nadja!
Hallo. Hier drin ist es ja genauso kalt wie draussen.
Ja, leider. Durch den Stromausfall sind die Heizungen jetzt schon seit ein paar Tagen aus. Es wird kälter draussen, also kühlen die Häuser deutlich runter.
Gut, dass wir Decken haben. Hier, Marie, die ist für dich.
Danke, so wird mir gleich wieder warm.
Zum Glück ist diesmal nicht Winter, so wie beim letzten Stromausfall an Weihnachten. Wisst ihr noch? Da war es vielleicht kalt.
Stimmt, aber damals war es noch gemütlicher mit Kerzen und so.
Ob das diesmal auch noch lange so weitergeht?
Maries Frage ist berechtigt. Am Tag zuvor wurde auf einer Baustelle am Rande von Bärenbach die unterirdische Hauptleitung getroffen, die den gesamten Ort mit Strom versorgte. Es entstand ein Verkehrschaos. Die Autos kamen ohne die Ampeln ganz durcheinander. Ausserdem konnte der Supermarkt seine Lebensmittel nicht mehr kühlen und spendete sie an Hilfsbedürftige. Und am Abend wurde es stockfinster.
Ich bin froh, dass wir tagsüber was unternehmen können. Abends liege ich einfach nur in meinem Bett und gucke aus dem Fenster. Ohne Handy einschlafen klappt noch nicht so gut.
Du könntest lesen.
Mit einer Taschenlampe oder wie? Muss jetzt nicht sein.
Das ist ja eine richtig gute Übung für euch. Für meine Grosseltern war es noch völlig normal, dass manchmal kein Strom da war.
Ach, tu doch nicht so, Mike. Bestimmt hattest du auch nicht immer Strom. Du bist doch schon über vierzig?
Genau. Wurde da nicht auch erst das Telefon erfunden?
Also nein, das Telefon wurde tatsächlich schon vor über hundertfünfzig Jahren erfunden. Wusstet ihr das?
Ich glaube, das war nur ein Scherz. Und so alt bin ich nun wirklich nicht. Aber ihr habt Recht, etwas anders war meine Kindheit schon. Manchmal durften meine Geschwister und ich abends mit unseren Eltern fernsehen, dann gab es um Punkt zwanzig Uhr fünfzehn Programm. Aber ein Handy hatte ich nicht.
Ach ja, wie ist das für dich, Nadja? Wie geht es dir mit dem Stromausfall?
Ja, ich weiss nicht. Es ist kalt.
Das stimmt. Kannst du irgendwie mit deiner Familie reden?
Schwierig, sie rufen anderen nicht.
Och Mann, dieser Stromausfall ist echt nervig. Wie lange dauert sowas denn?
Tja, mein Freund von der Stromgesellschaft meinte, dass sie einige Teile nicht geliefert bekommen, um die kaputte Leitung zu reparieren. Sobald die da sind, ist das Problem schnell gelöst.
Also ich freue mich sehr darauf, wenn der Strom wieder da ist.
Ja, ich hätte nie gedacht, dass mir sowas wie Strom so doll fehlt.
Hm, ja. Irgendwie weiss man erst, wie wichtig etwas ist, wenn es nicht mehr da ist.
Hm, das stimmt. Wenn einem etwas fehlt, wird es erst so richtig wertvoll. Ihr werdet euch ganz neu über den Strom freuen, wenn er wieder da ist. Und solange müssen wir eben abwarten und Tee trinken.
Wenn ihr gerade Zeit habt, kann ich euch auch eine Geschichte erzählen.
Zeit? Also wenn wir was haben, dann das.
Oh Nadja, möchtest du jetzt auch mal Teil von der Geschichte sein?
Nein, bitte, ich möchte nicht. Aber ich möchte lieber nur zuhören.
Okay. Geht klar.
Die Geschichte spielt wieder in Ägypten. Ich glaube, bei unserem kalten Wetter in Bärenbach passt dieser Ort besonders gut. Es wird warm, sehr warm. Ein warmer Wind weht, als ihr durch die Strassen einer Stadt lauft. Um den Ort herum gibt es nichts ausser Sand und Stein. Ihr befindet euch am Rande der Wüste Sahara, der grössten Wüste der Welt.
Ich hoffe, die kommen nicht näher, sonst trampeln die mich noch platt.
Das sind auch ganz schön viele Kamele, bestimmt um die dreissig.
Ja, könnte hinkommen. Ich schätze mal, das hier ist eine Kamelfarm.
So was gibt's?
Klar, gibt es auch eine Streifenhörnchenfarm?
Ich glaube nicht. Schade.
Hey, guckt mal, da ist ja ein Junge bei den Kamelen.
Ja, stimmt. Krass, dass der sich das traut, da so mitten unter den Kamelen zu sein. Der ist doch grad mal so alt wie wir.
Oh, ich will denen lieber nicht zu nahe kommen. Gut, dass hier ein Zaun ist.
Ach was, Kamele sind doch voll liebe Tiere.
Ja, eigentlich schon. Aber wenn sie sich bedroht fühlen oder sich erschrecken, können die auch ganz schön zutreten oder beissen.
Ja, siehst du, siehst du.
Und guck doch mal, die haben alle so einen komischen Hubbel auf dem Rücken. Da sind bestimmt die ganzen Streifenhörnchen drin, die die gefressen haben.
Ach Quatsch, Kamele essen keine Tiere, sondern nur Heu, Gräser und andere Pflanzen. Oh, wusstet ihr, sie können sogar dornige Pflanzen essen?
Was, tut ihnen das nicht weh?
Nein, gar nicht. Die fressen sie sogar richtig gerne.
Iih, na ja, aber wenigstens keine Streifenhörnchen.
Hm, ich dachte immer, Kamele haben zwei Höcker. Warum haben die denn nur einen?
Ja, Kamel ist eigentlich nur ein Überbegriff für eine Art von Tier. Die Kamele mit zwei Höckern leben vor allem in Asien und heissen Trampeltiere.
Ha, seht ihr, ich sag doch, die trampeln alles platt. Meine Brüder sind auch kleine Trampeltiere, aber ich wusste nicht, dass ein Tier wirklich so heisst.
Ja, Alpakas und Lamas sind zum Beispiel auch Kamele, obwohl sie gar keine Höcker haben. Und die hier mit einem Höcker heissen Dromedare. Aber es hat sich so durchgesetzt, dass man Trampeltiere und Dromedare als Kamele bezeichnet.
Finde ich auch einfacher.
Ah, ich glaube, der Junge hat uns bemerkt.
Ja, er kommt auf uns zu.
Hallo, das ist aber mal ein seltener Anblick in der Dachla-Oase.
Was, ein Streifenhörnchen?
Äh, ja, das auch.
Ja, kein Wunder, die gibt es in Ägypten ja auch nicht.
Stimmt, aber das meinte ich eigentlich nicht. Ich meinte euch. Und warum? Gibt es hier keine Kinder in der Gegend?
Doch, das schon, aber kaum welche, die aus dem Ausland kommen. Dann ist das hier wohl kein typischer Touriort, oder?
Nee, nicht wirklich. Ich bin übrigens Fadi, und wer seid ihr?
Ich bin Toni, und das sind Marie, Phil und Sammy.
Hi!
Hallo!
Oh Mann, hätte ich doch bloss auf meine Mama gehört und meine Cap angezogen.
Habe ich einen Sonnenstich, oder hat das Tier gerade wirklich gesprochen?
Das Tier? Ich bin ein Streifenhörnchen, du Banause!
Sammy, sei nicht so frech! Du hast keinen Sonnenstich, er kann wirklich sprechen.
Jawohl, das kann ich.
Krass, das müssen wir unseren Kamelen auch mal beibringen.
Ah, die Kamele gehören deiner Familie?
Ja, genau. Sie sind unser ganzer Stolz. Sie sind die Besten im Land. Manchmal kommen sogar Händler aus den Nachbarländern, um bei uns Kamele zu kaufen.
Nicht schlecht.
Wenn ihr Lust und Zeit habt, könnten wir zusammen eine kleine Wüstentour machen.
Ja, voll gerne.
Oh ja, das wäre super.
Ich weiss ja nicht. Darfst du das denn schon? Also allein eine Tour machen?
Klar, ich kenne mich mega gut in der Wüste aus, und mit Kamelen sowieso.
Ja dann, warum nicht?
Okay, cool. Ich sag nur noch schnell meinen Eltern Bescheid und pack uns etwas Proviant ein. Wartet hier, ich bin gleich wieder da!
Fadi kommt kurz darauf mit ein paar Taschen zurück. Er sattelt vier Kamele, und dann kann es auch schon losgehen. Na ja, fast.
Äh, Fadi, wie kommt man denn auf die Kamele drauf? Die sind ja bestimmt zwei Meter hoch!
Keine Sorge, ihr müsst da nicht hochklettern. Die Kamele legen sich hin. So, siehst du, jetzt kannst du dich ganz einfach draufsetzen.
Tch, ganz einfach ist gut. Die Viecher sind auch im Liegen noch so gross wie ein Berg.
Komm, ich nehm dich hoch, Sammy.
Ich hätte nicht gedacht, dass der Sitz so bequem ist.
Äh, aber wie kriegen wir das Kamel jetzt dazu aufzustehen?
Warte, ich helfe euch. Haltet euch an dem Knauf vorn am Sattel fest. Ich ziehe einfach ein bisschen an den Zügeln und ...
Uah, ganz schön wackelig.
Das ist ja wie beim Rodeo.
Das Aufstehen geht noch. Wenn sich das Kamel wieder hinlegt, wird's noch turbulenter.
Na toll.
Und jetzt noch du, Marie.
Wow, war doch gar nicht so schlimm.
Wow, wie hoch es von hier oben ist.
Ja.
Ich dachte schon, auf einem Pferd würde man hoch oben sein, aber das hier ist noch mal eine ganz andere Liga.
So, ich steig dann auch mal auf und geh voran. Eure Kamele werden mir folgen. Zum Lenken könnt ihr einfach die Zügel etwas in die Richtung ziehen, in die das Kamel gehen soll, ähnlich wie beim Pferd.
Na dann, auf geht's!
Jetzt hast du keine Angst mehr?
Nö, ich sitze auf dem Rücken. Jetzt kann mich das Kamel weder plattrampeln noch aufpressen.
Sag das nicht, Kamele haben sehr bewegliche Hälse. Der kommt noch locker an dich ran.
Was?
Keine Sorge, der wird dir nichts tun.
Die Kamele setzen sich in Bewegung, und die Crew folgt Fadi hinaus in die Wüste. Sammy ist am Anfang noch sehr skeptisch, doch schon bald gefällt es auch ihm, und er lehnt sich gemütlich bei Marie zurück. Sie entfernen sich mehr und mehr von der Dachla-Oase, und der Boden wird immer sandiger. Es wird auch noch heisser als zuvor, und schon bald sind sie mitten in einem Meer aus Sand.
Boah, weit und breit nur Sand, egal wo man guckt.
Puh, es ist echt heiss hier.
Ja, das stimmt. Aber es sieht richtig schön aus.
Ja, Gott hat die Erde echt hammer gemacht. Wenn ich in dieser riesigen Wüste stehe, dann checke ich erst, wie gross Gott sein muss.
Ach, du glaubst auch an Gott?
Na ja, die meisten in Ägypten sind Muslime. Ich schätze, das ist nichts Besonderes, hier an Gott zu glauben, oder?
Ja, das stimmt. Ägypten ist hauptsächlich ein muslimisches Land. Trotzdem sind meine Familie und ich Christen und keine Muslime. Wir glauben an Gott und seinen Sohn Jesus.
Wie cool, ich glaube auch an Jesus.
Wie schön, dann habe ich jetzt einen Bruder in einem anderen Land.
Einen Bruder? Wieso denn Bruder, was meinst du damit?
Na ja, wenn Toni und ich beide Christen sind, dann glauben wir an den gleichen Gott. Er ist unser liebender Vater im Himmel.
Na, das ist doch klasse. Wenn wir den gleichen Vater haben, sind wir wie Brüder.
Ah, ihr seid durch euren Glauben miteinander verbunden.
Genau, Phil. Durch Jesus gehören wir zu Gottes Familie. Die ist noch viel grösser als meine ganze Familie. Und ich habe viele Cousinen und Cousins. Es ist eine Familie auf der ganzen Welt. Wir sind verbunden durch unsere Liebe zu Jesus.
Das ist total cool.
Wirklich cool.
Was ist mit euch? Sind wir auch Geschwister?
Na, also das ist ja ein schöner Gedanke, das mit der Familie und so. Aber ich glaube nicht an Gott. Ich mag es, Dinge wissenschaftlich zu erklären.
Ja, verstehe ich. Gott und Wissenschaft schliessen sich aber eigentlich gar nicht aus. Ich bin dankbar für unsere Medizin und eine gute Schule, und ich kann an einen Gott glauben, der all das, was wir erforschen, gemacht hat: Tiere, Menschen, die Erde und noch viel mehr.
Ja, kann sein.
Wenn die meisten hier muslimisch sind, warum glaubt ihr denn eigentlich nicht daran?
Tja, gute Frage. Jede Religion sagt von sich, dass sie die richtige ist. Klar, auch Christen sagen das. Was ich aber spannend finde: In anderen Religionen versuchen Menschen selbst, einen Weg zu Gott zu finden. Zum Beispiel, indem man sich an bestimmte Regeln hält und versucht, alles richtig zu machen. Christen sind die einzigen, die glauben, dass Gott einen Weg zu den Menschen geschaffen hat. Und das aus Liebe zu uns. Das findest du so in keiner anderen Religion.
Hm, ja, okay.
Äh, guck mal, da hinten, da ist jemand.
Häng nicht ab, Sammy.
Nein, er hat Recht. Bleib mal stehen. Da hinten, da ist jemand!
Oh nein, nicht schon wieder!
Was denn?
Das ist einer von unseren Arbeitern von der Farm. Er ist gestern losgeritten, um ein paar Kamele in der Nachbaroase zu verkaufen.
Hat er sein Kamel dann auch verkauft, oder warum ist er zu Fuss unterwegs?
Nein, ganz sicher nicht. Ihm wurde das Kamel wohl gestohlen, und ich wette, dass es auf dem Hinweg passiert. Das heisst, nicht nur sein Kamel, sondern auch die Kamele, die er verkaufen wollte, sind weg.
Gestohlen? Wie kann man denn riesige Kamele klauen, und warum?
Na ja, Kamele sind hier viel wert, stimmt's?
Ja genau. Seit ein paar Wochen überfallen Räuber immer wieder Reisende in der Wüste und nehmen ihnen die Kamele weg. Ich schätze mal, dass sie die in den Nachbarländern weiterverkaufen.
Was, und dann schleppst du uns hier in die Wüste?
Ach, keine Sorge, wir machen nur eine ganz kleine Tour, da passiert nichts.
Bis jetzt waren die Überfälle immer weiter draussen und meistens nachts, wenn die Reisenden gecampt haben.
Hm, das beruhigt mich jetzt nicht so.
Und die Polizei macht nichts dagegen?
Doch, natürlich. Aber die Wüste ist riesig, und wir haben hier auch nicht so viele Polizisten.
Oh Mann, ähm, sollen wir eurem Arbeiter nicht helfen?
Ach nee, der ist ja schon fast wieder bei der Farm. Das letzte Stück schafft er auch noch.
Hm, na wenn du meinst.
Ja, kommt, wir reiten weiter.
Ähm, ähm, wisst ihr eigentlich schon, wofür Kamele Höcker haben?
Das weiss doch jeder, darin speichert das Kamel sein Wasservorrat.
Ha, eben nicht. Das Kamel speichert dort kein Wasser, sondern Fett.
Fett? Das wusste ich auch nicht.
Ja, durch die Fettreserven kann ein Kamel wochenlang ohne Nahrung auskommen. Wir können an den Höckern erkennen, wie fit das Tier ist. Wenn es sehr lange nichts gegessen hat, wird das gespeicherte Fett aufgebraucht, und der Höcker hängt dann irgendwann schlaff herunter.
Wie so ein Luftballon?
Ja, ungefähr. Aber dazu lassen wir es nicht kommen, wir füttern sie ja regelmässig.
Hm, aber die Höcker sind doch auch zum Hitzeschutz da, oder nicht? Denn wenn ich mich nicht täusche, und ich täusche mich eigentlich nie, dann kann das Kamel aus dem Fett sogar Wasser herstellen.
Echt? Also ist es ja doch gar nicht so falsch, wenn man sagt, dass in den Höckern Wasser gespeichert wird.
Nicht schlecht, Phil.
Ja, dadurch können Kamele bis zu zwei Wochen ohne Wasser auskommen.
Und weil sie durch die Höcker auch nicht überhitzen, sind sie perfekt für das Klima hier geeignet. Sie werden auch „Schiffe der Wüste“ genannt, weil wir mit ihnen viel besser Sachen durch die Wüste transportieren können als mit einem Auto. Und wahrscheinlich auch, weil man auf dem Kamel so hin und her wackelt wie auf einem Schiff.
Puh, ich werde ja noch seekrank.
Ja, das auch.
Sollen wir eine Pause machen, Phil?
Nee, nee, geht schon.
Warum ist der Himmel da hinten eigentlich so gelblich?
Wo?
Na, da drüben!
Oh oh, das ist gar nicht gut.
Warum?
Das ist ein Anzeichen für einen Sandsturm, oder?
Einen Sturm? Oh nein, bitte nicht! Der Sandsturm in Brasilien hat mir damals echt gereicht.
Ja, Sandstürme können hier sehr plötzlich auftreten.
Oh Mann, die Kamele werden voll unruhig.
Ja, Tiere spüren so etwas viel früher als wir Menschen.
Und was machen wir jetzt?
Hier, zieht euch erst mal die Tücher über Mund und Nase, und zieht die Brillen an. Damit kein Sand in eure Augen kommt, wenn es losgeht.
Und ich? Hast du keine Brille für mich?
Sorry, Sammy, für deine Grösse habe ich leider nichts. Du kannst zu mir in die Tasche schlüpfen, Zwerg, da müsstest du gut geschützt sein.
Ich bin zwar kein Känguru, aber okay.
So, jetzt aber schnell. Wir müssen uns irgendwo Schutz suchen. Da hinten wird der Himmel schon orange vom aufgewirbelten Sand.
Oh, heisst das, dass der Sturm näherkommt?
Ja, und zwar ziemlich schnell.
Aber wo sollen wir denn jetzt hin?
Wir müssen Felsen suchen, hinter die wir uns hocken können. Los, schnell! Stemmt eure Fersen etwas an den Bauch der Kamele, dann laufen sie.
Ah, weh.
Fadi, wo gibt es denn hier Felsen?
Keine Ahnung, wir müssen einfach weiter reiten und suchen.
Ich dachte, du kennst dich hier so gut aus.
Na ja, Jungs, es wird immer schlimmer. Wenn wir nicht gleich was finden, dann werden wir dem Sturm schutzlos ausgeliefert.
Oh!
Ein Handy klingelt. Ist das deins, Marie?
Nein, meins ist aus, der Akku ist leer.
Nein, es ist von mir. Entschuldigung.
Kein Problem, wir warten kurz.
Meine Eltern. Salam ja Mama, Salam ja Baba, esayikum.
Sicher, dass du mit Video anrufen willst? Denk an deinen Akku, der ist sonst gleich leer.
Ach, oh, ich, ja ich.
Hallo, kennen zu lernen.
Sie sprechen ja richtig gut Deutsch.
Nadja, dein Akku.
Ich weiss, Mama, Baba. Nadja erzählt nur gute Geschichten aus Deutschland. Sie hat viel Freude hier, ja?
Schön, Nadja, schön.
Können wir ein anderes Mal, Mama, Baba?
Jetzt ist dein Akku leer.
Ist okay.
Boah, man, blöder Stromausfall.
Du hast echt liebe Eltern, Nadja.
Ich, ja, ich, ich muss kurz. Entschuldigung.
Oh, die Arme! Sie vermisst ihre Eltern bestimmt richtig doll. Heimweh ist superschlimm.
Ja, aber findet sie es nicht auch komisch, dass ihr Vater so gut Deutsch geredet hat?
Hm, ja, und ich finde es äusserst seltsam, dass ihre Eltern glauben, Nadja würde es hier in Deutschland gefallen.
Richtig, warum belügt sie sie?
Hm, hier stimmt etwas nicht. Nadja verheimlicht etwas, und das beunruhigt mich.
Was steckt nur hinter dem seltsamen Verhalten von Nadja? Was verheimlicht sie der Crew und auch ihren Eltern?
In der Wüste haben die Freunde währenddessen ganz andere Probleme. Werden sie es rechtzeitig schaffen, Schutz vor dem Sturm zu finden?
Wenn du wissen willst, wie es weitergeht, dann hör dir Teil zwei von „Fluckt durch die Sahara“ an. Bis dahin kannst du auch gerne auf doppeldecker-crew.de vorbeischauen und noch mehr Abenteuer mit Marie, Phil, Toni und Sammy erleben. Die Crew freut sich auf dich!
