Serie•Teil 162 / 366Solid Joys
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Der scheinbar seltsame Grund für das Ausweichen
zehnter Juni, wenn der Verstand dem Aufstand dient.
Der Faule spricht: Es ist ein Löwe draußen, ich könnte umkommen auf offener Straße. Sprüche 22,13.
Das ist nicht die Formulierung, die ich in diesem Spruch erwartet hätte. Ich hätte eher erwartet zu lesen: Der Feigling spricht: Es ist ein Löwe draußen, ich könnte umkommen auf offener Straße. Doch da steht nicht der Feigling, sondern der Faule. Die steuernde Emotion ist also Faulheit, nicht Angst.
Doch was hat Faulheit mit der möglichen Gefahr eines Löwen auf der Straße zu tun? Wir würden normalerweise nicht sagen: Dieser Mann ist zu faul zum Arbeiten, weil draußen ein Löwe herumschleicht. Worum geht es hier?
Wenn der Verstand Ausreden baut
Der Faule schafft sich eine imaginäre Situation, die rechtfertigen soll, dass er seiner Arbeit nicht nachgeht. So lenkt er von seiner Faulheit ab, als läge alles an der Löwengefahr! Niemand wird es unterstützen, dass er aus Faulheit den ganzen Tag zu Hause bleibt. Doch man wird vielleicht nachsichtig mit ihm sein, wenn ein Löwe die Straße durchstreift.
Eine tiefschürfende Erkenntnis, die wir aus dem Bibeltext ziehen, ist, dass unsere Herzen sich unseres Verstandes bedienen, um vor uns selbst und anderen zu rechtfertigen, was wir wollen. Das heißt: Die Dinge, nach denen wir uns am meisten sehnen, stehen oft noch vor dem rationalen Denken unseres Verstandes. Unsere tiefsten Wünsche bewegen unseren Verstand dazu, die Dinge so wahrzunehmen und einzuschätzen, dass uns unsere Wünsche gut und richtig erscheinen, selbst wenn sie eigentlich falsch sind.
Das Herz lenkt die Wahrnehmung
Das ist, was der Faule tut. Er wünscht sich nichts mehr, als zu Hause zu bleiben und nicht zu arbeiten. Er hat keinen Grund, zu Hause zu bleiben. Was tut er also? Überwindet er seinen schlechten Wunsch, seine Faulheit? Nein, er nutzt seinen Verstand, um sich eine unrealistische Situation auszudenken, die seinen Wunsch rechtfertigt.
Jesus spricht: „Das Licht ist in die Welt gekommen, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse.“ Johannes 3,19.
Wir lieben die Finsternis, weil wir dort tun und lassen können, was wir wollen, ohne entdeckt zu werden.
Der Verstand als Werkzeug der Selbsttäuschung
In diesem Zustand wird der Verstand zu einer Finsternisfabrik, zu einer Quelle von Halbwahrheiten, Wortverdrehereien, Spitzfindigkeiten, Ausflüchten und Lügen.
Unser Verstand setzt alles daran, die bösen Begierden des Herzens davor zu schützen, dass sie aufgedeckt und zerstört werden.
Bedenke das und sei weise.

