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Von Gott verlassen

Matthäus 27,4604.04.1982
Warum ruft Jesus am Kreuz „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Nicht Zweifel, sondern Rettung steckt darin: Er geht in die tiefste Gottesferne, damit du frei wirst.

Einleitung und Deutung des Kreuzeswortes

 Matthäus 27,46
Wir haben in dieser Passionszeit bereits verschiedene Predigten über die Worte Jesu am Kreuz gehört. Und um die neunte Stunde rief Jesus laut: Eli, Eli, lama sabachthani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Herr, das ist das tiefste Geheimnis deines Leidens. Gib uns deinen Heiligen Geist zum Verstehen und zum Reden. Amen!
Liebe Schwestern und Brüder, in unseren Tagen ist es erstaunlich, wie häufig Menschen auf das Leiden Jesu Bezug nehmen, sogar Menschen, bei denen man es gar nicht vermuten würde. Das kommt daher, dass in unserer Welt viel gelitten wird. Unser zwanzigstes Jahrhundert ist keineswegs anders als die grausamen Zeiten, die hinter uns liegen.
Man könnte sagen: Man muss sich freuen, wenn Menschen in den Schmerzen und Schwären, die sie durchmachen, wenigstens erkennen, dass Jesus ihnen ein Stück Ermutigung gibt. Und so wird heute immer wieder zur Gestalt des Kreuzes Jesu gegriffen. Dann wird von den vielen Kreuzen Jesu gesprochen, die es in den Revolutionsgebieten und im politischen Kampf unserer Tage gibt. Ist das nicht alles das Kreuz Jesu?
Man kann dann immer wieder hören, dass gerade dieser Satz Jesu am Kreuz die Menschen anzieht, weil er so menschlich gesprochen sei. Sieh her, auch Jesus war gescheitert, und er gehört mit zu der Reihe derer, die in ihren hohen Idealen gescheitert sind, ans Kreuz genagelt, so wie man einen Guerillaführer heute an die Wand stellt. Ist das nicht dasselbe? Ist das nicht das, was Jesus gebracht hat?
Und dann kann man viel hören, wenn man nur ein wenig die Ohren öffnet: Auch Jesus hat gezweifelt, dort am Kreuz. Und den vielen Zweiflern darf ich wieder sagen: Es gibt niemanden in unserer Kirche, der noch nie gezweifelt hat. Die vielen Zweifler fühlen sich von Jesus angesprochen. Er hat doch auch gezweifelt, und dort am Kreuz war er ohne Hoffnung. Er steht doch für all die Hoffnungslosen in unserer Welt.
Wenn man die Leidensgeschichte Jesu so auslegt, bleibt vom Trost des Evangeliums nichts mehr übrig. Vielleicht rückt Jesus dann sehr nahe an die Leidenden unserer Tage heran. Aber sagen Sie mir doch: Was ist daran tröstlich? Wenn auch Jesus gezweifelt hat, dann ist der Glaube nicht der, der die Welt überwindet. Wenn Jesus ohne Hoffnung war, wer kann dann noch hoffen? Und wenn Jesus gescheitert ist, dann gibt es keine Rettung und keine Erlösung.
Aber wir haben das Evangelium, und das Evangelium will uns gerade in der Passionsgestalt Jesu den Sieg Jesu verkünden, den Triumph Jesu. Wir haben das Kreuz zum Siegeszeichen gemacht. Wir pflanzen es auf unsere Gräber, aber nicht, weil wir dort Zweifel bei Jesus finden, nicht, weil wir dort Resignation finden, nicht, weil dort Entmutigung ist. Es ist das Siegeszeichen Gottes, weil von diesem Kreuz Jesu Kraft ausgeht, weil dort unser Leben neu wird, weil wir dort geheilt werden. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten.
Das wollen wir herausbekommen: wie es mit diesem Wort ist. Denn gerade dieses Wort wird an dieser Stelle, an der Nahtstelle der Passionsgeschichte, so oft missbraucht und missdeutet.

Die Tiefe des Leidens

Es ist ein besonderes Leiden, das Jesus durchmacht. Das muss ich Ihnen zuerst erklären. Ein besonderes Leiden, denn es gibt vielerlei Stufen des Leidens. Das ist immer schwierig, wenn man es werten will und wenn man gewisse Stufen festlegen möchte.
Einer, der jetzt Zahnweh hat, wird nicht verstehen können, dass es etwas anderes gibt, was schlimmer ist. Denn das ist für ihn im Augenblick ja nicht auszuhalten. Leiden ist für uns immer etwas, das an die Grenze des Tragbaren geht oder schon weit darüber hinaus. Enttäuschung, Lüge, Missbrauch durch einen Menschen – all das machen Menschen durch und daran leiden sie. Ich will das nie herunterspielen. Und wir fühlen mit all denen mit, auch in der Leidensgeschichte, die ins Leiden geführt wurden.
Und doch möchte ich es wagen zu sagen, dass körperliches Leiden in sich verschiedene Stufen hat. Es gibt leichteres Leiden, es gibt schweres körperliches Leiden. Aber wenn ich es gewichten will, möchte ich sagen: Das körperliche Leiden ist nicht das schwerste.
Noch schwerer als das körperliche Leiden scheint mir das seelische Leiden zu sein. Wenn Sie keinen frohen Gedanken mehr fassen können, wenn Sie nicht mehr lachen können, wenn die Last, die auf Ihnen liegt, nicht mehr weicht, wenn Sie sich bedrängt fühlen, wenn kein Sonnenstrahl Sie mehr berührt, wenn Sie sich wie in ein tiefes Brunnenloch hinuntergestürzt vorkommen, dann ist das Leiden in seiner tiefsten Form. Und doch gibt es noch ein Leiden, das tiefer ist.
Denn Sie können auch noch in der seelischen Leidenszeit sagen mit Paul Gerhardt: Schwing dich auf zu deinem Gott, du betrübte Seele, warum liegst du Gott zum Spott in der Schwermutshöhle? Du darfst doch aufblicken und die Gnade Gottes fassen!
Das allerschwerste Leiden, das es je geben kann, tiefer als alles seelische und körperliche Leiden, ist, wenn Gott die Türe vor uns zuschließt. Wie oft haben wir dieses unvergleichliche Bild von Jesus gehört, wie er uns vor Augen gemalt hat, wie der verlorene Sohn, der Sohn der Lumpen, aus dem Dreck kommt, heim nach Hause geht und auf einen Vater trifft, der ihm entgegenläuft und ihn in die Arme nimmt.
Und wenn das nicht mehr gilt? Wenn Gott vor uns zurückweicht, wenn er die Türe zuschlägt, wenn er die Türe abschließt, wenn er die Rollläden herunterlässt und sagt: Nein, ich will dich nicht? Sagen Sie, wo gibt es denn so etwas? So etwas gibt es doch nicht. Gott, der so freundlich ist, der so gütig ist.
Die Bibel weiß um dieses. Dass Gott als ein gerechter Gott Sünde richten muss, und all das, was die Bibel über Hölle und Verdammnis sagt, spricht davon, dass Gott die Türe zuschließt, dass es ein Hinausgestoßenwerden gibt und dass Gott verurteilen und verdammen muss.

Gottes Nähe, die in Christus sichtbar wird

Nun haben Sie aber doch ganz recht, das ist für uns ein ganz neues Stück, das haben Sie noch nie durchgemacht.
Selbst wenn Sie den Eindruck haben, Gott hätte sich von Ihnen zurückgezogen und sein Segen wäre von Ihnen gewichen: Kein Mensch geht über diese Welt, bei dem es je so gewesen wäre, dass Gott seine ganze Güte und Geduld von ihm weggewendet hätte. Denn über jeden Menschen gilt bis zur letzten Minute seines Lebens: So du mich von ganzem Herzen suchen wirst, so will ich mich von dir finden lassen. Der Herr ist nahe denen, die ihn anrufen. Gott kann die nicht vergessen, die er haben will und die er sucht. Gottes Liebe geht mir nach, Stunde um Stunde, Tag um Tag, und sucht mich trotz der Menge der Schuld über meinem Leben.
Darum sind wir heute oft so oberflächlich geworden, und wir verstehen nicht mehr, was es bedeutet, wenn Gott sich vor uns verschließt und uns von sich wegstößt. Nur einer hat es durchlitten, und das war Jesus. Nur einer hat vorweggenommen, was Hölle ist, was Verdammnis Gottes ist. Und sie müssen ihren Blick darauf richten: Der, der von keiner Sünde wusste, wurde für uns zur Sünde gemacht. Da hat Gott einmal dargestellt, welch ein furchtbares Verhängnis mit der Sünde in der Welt angebrochen ist.
Für uns ist die Sünde ja immer nur ein kleiner Schaden, nur ein kleines Verfehlen. Und wir begreifen gar nicht, dass in diesem Augenblick Mächte in dieser Welt Raum greifen, die uns von Gott so trennen, dass es keine Brücke mehr gibt. Darum ist dieses Leiden Jesu einzigartig und besonders.

Das einzigartige Leiden des Sohnes

Wenn Jesus ruft: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?, dann spricht er in diesem Augenblick als derjenige, der nie einen Augenblick vom Vater getrennt war. Er hat Nächte durchwacht, um seinen Willen im Willen des Vaters ruhen zu lassen. Und nun geht er für uns in eine Tiefe hinein, die wir gar nicht kennen und mit unseren Gedanken nicht begreifen können.
Für uns geht er hinein, getrennt von Gott. Jesus, der so oft sagen konnte: Ich bin nicht allein, der Vater ist bei mir. Wie war das für ihn, plötzlich in diesen tiefen Abgrund hinunterzugehen, tiefer als alle seelischen Leiden? Das ist unvergleichlich mit all den politischen Leidenswegen, die heute Märtyrer gehen müssen. Das Leiden Jesu ist einzigartig und mit nichts zu vergleichen, mit keinem noch so schweren Weg, den ein Mensch gehen muss.
Das Kreuz Jesu ist völlig einzigartig, weil er für uns die Frucht unserer Sünde trägt. Vater, lass sie meine Herrlichkeit sehen, hat Jesus einst gebetet. Lass doch die Menschen erkennen, wer ich bin. Vater, verkläre mich in der Klarheit, die ich bei dir habe. Und jetzt kommt das ganz andere: Jetzt stößt ihn Gott hinunter, dorthin, wo Sünde getragen werden muss.
Mit der Sünde, mit dem Nein zum Willen Gottes in unserem Leben, öffnet sich der ganze Ausfluss der dunklen Höllenwelt: Missgunst, Schwermut, Traurigkeit, Verlassensein, Ohnmacht. All das öffnet sich, ergießt sich und liegt in diesem Augenblick auf Jesus.

Was das Kreuz über die Sünde offenlegt

Ich will Ihnen ein anderes Beispiel sagen, damit Sie ein wenig erkennen, was Sünde ist.
Wir sind sehr oberflächlich im Verständnis unserer Sünde. Auch als Christen werden wir sehr rasch abgestumpft. Wir gehen sehr leicht darüber hinweg. Wir sind in Sünden geboren, in Sünden aufgewachsen. Sünde, das ist unser Leben.
Wie war es für die ersten Menschen, Adam und Eva? Sie wussten gar nicht, was sie taten. Und auf einmal liegt über ihrem Leben dieses Zerrissensein. Sie spüren: Wir sind von Gott getrennt, wir können nicht mehr zu ihm, die Tür ist zu, wir sind hinausgestoßen.
Und in diesem Augenblick gibt es für Jesus keine Ermutigung, kein Engel tröstet ihn. Kein göttlicher Trost kann ihn erreichen: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Wenn wir doch fühlen könnten, über dem Leiden Jesu, welch eine furchtbare Not in unserem Leben mit der Sünde angebrochen hat und dass daraus die ganzen anderen Nöte kommen: die Trennung von Gott, das Geschiedensein, das Hoffnungslose, das Verzweifelte.

Der Schrei Jesu als Gebet und Glaubensruf

Aber jetzt muss ich auch sagen: Es ist auch ein ganz besonderes Schreien. Nicht nur das Leiden ist besonders, sondern auch das Schreien Jesu. Auch hier haben Menschen immer wieder gemeint, es sei ihr Schreien. Warum? Weil in unserer Welt so viel geschrien wird. Warum, warum, warum lässt Gott das zu? Warum geschieht so viel Böses? Warum muss ich so schwer leiden?
Nein, Jesus hat auch schon ein Kreuz gerufen. Und wenn in unseren Tagen immer wieder so getan wird, als ob auch Jesus eben in seinem Glauben zerbrochen wäre, das ja nie Trost sein kann, auch nicht für den Zweifler, dann möchte ich dem widersprechen.
Was tut denn Jesus in seinem Schrei? Er betet. Betet ein Zweifler ein Psalmgebet? Lesen Sie den Psalm 22. Es ist der Anfang dieses Psalms, der mit dem Lob Gottes endet. Vers um Vers heißt es dann hinten: Ich will dich preisen und rühmen in der Gemeinde. Dann sehen Sie gerade die Größe des Glaubens Jesu, der noch am Kreuz, als Gott ihn in die Tiefe der Hölle verstößt, vordringt und den Namen des Herrn anruft. Gegen alles Gefühl, gegen alle Erfahrung ruft er den Namen des Herrn an.
Und wie wir es uns in unserer Psalmenreihe immer wieder so betont haben: „Mein Gott“ – was ist das für ein Siegesruf des Glaubens, der noch in der Hölle rufen kann, mein Gott, und Gottes Gnade fasst, wo äußerlich alles verloren scheint. Verstehen Sie, dass das Kreuz Triumph ist?
Das hat auch nichts zu tun mit unseren schweren Leidenswegen. Da wird uns ein Weg gewiesen heraus aus diesen dunklen Mächten, die uns umklammern, aus diesen furchtbaren Höllennöten, aus diesem Verlassensein von Gott. Rufe, rufe, schreie laut, so leidenschaftlich, wie es Jesus dort am Kreuz nur tun kann. Dieser Gebetsschrei hat noch nie ein Mensch fertiggebracht: gegen alle Erfahrung Gott bei seiner Liebe zu fassen und zu wissen, du kannst nicht von mir weichen.

Entscheidung, Befreiung und neues Leben

Und auch wenn heute in unseren Tagen viel Not sichtbar wird in unserem Leben, du darfst ihn durchgreifen. Dein Gott, das hat dir Jesus deutlich gemacht. Du darfst sagen: mein Vater, sogar zu ihm, nicht nur mein Gott, mein Gott und Vater, mein Herr und mein Gott, weil Jesus gelitten hat für mich.
War denn Jesus in diesem Augenblick wirklich geschieden vom Vater? Ganz bestimmt nicht. Ganz bestimmt nicht war der Vater Jesus je näher als in diesem Augenblick. Hat nicht des Vaters ganzes Denken auf diese Stunde immer hingeschaut und hingeblickt, dass doch eine Erlösung geschaffen werde, dass Gottes Gerechtigkeit und Gottes Liebe sich berühren in dem einen Jesus und in seinem Leiden?
Das ist wahr, dass es verlassene Menschen in dieser Welt gibt. Aber der, der Jesus kennt, weiß, dass es von Gott keine Verlassenheit mehr gibt, nie mehr, wer Jesus kennt.
Darum will ich Sie bitten, auf dieses Warum noch zu hören. Warum, warum, was meint denn da Jesus? Warum hast du mich verlassen? Ist es die Frage des Ratlosen, oder ist es diese Frage, die uns so viel Trost gibt?
Es gibt doch nur eine Antwort für mich, für mich. Jesus ging in die dunkelsten Orte. Er könnte mein Erretter nicht sein, wenn er nicht in die tiefsten Tiefen meiner Sünde hinuntergestiegen wäre. Es gibt keine Tiefe des Zornes Gottes, die Jesus nicht für mich ertragen hätte.
Warum, warum bin ich so verlassen? Für dich!
Und nun kommen sie doch heraus, kommen sie doch heraus und treten sie den Anspruch der dunklen Mächte ab und sagen Sie: nein, nein, ich folge diesen Mächten nicht mehr. Und so sehr Sie auch mein Leben bedecken und mich traurig machen, Sie haben mich nicht mehr in Ihrer Hand. Ich gehöre dem, der mich erkauft hat, dem, der für mich gelitten hat, dem, der für mich in diese Tiefen hinabgestiegen ist. Ich verweigere den Anspruch allen anderen Mächten, ich will Jesu Eigentum sein.
Darum fordert das Kreuz Jesu jedes Mal neu zu einer Entscheidung heraus, nicht nur in der Stunde unserer Bekehrung, sondern jeden Augenblick neu. Neu lebe dein Leben unter Jesus, vor ihm, damit das Leiden Jesu nicht vergeblich war. Und dann vertraue, vertraue dem Gott, der sogar seinen Sohn Jesus für dich dahingibt. So wichtig bist du ihm. Wer will jetzt noch verdammen? Christus ist hier. Wer will mich jetzt noch verklagen?
Und selbst die dunkelsten Gedanken, die mich in meinem Gewissen beschleichen mögen, darf ich weglegen unter der Vergebung, die unter dem Kreuz Jesu mir erworben und geschenkt ist. Mein Gott darf ich rufen, mein Vater, dir gehöre ich!
Und wie will ich weiter mit der Sünde leben, wo Jesus diese Sünde ins Licht gezogen hat? Hat es eine Sünde in ihrem Leben gegeben, die sie glücklich gemacht hat? Sagen Sie, gibt es eine Unreinheit, eine Lüge, einen Ehebruch, der sie je glücklich machen kann? Der sie nur noch viel weiter von Gott trennt und von seiner Liebe, der sie in die Dunkelheit und in die Gottesferne hinausstößt?
Wie können Christen denn, wie können wir denn immer wieder die Sünde verhätscheln? Wie können wir denn in Gottesdiensten drinsitzen und die Lieder singen, „O Haupt voll Blut und Wunden“, und hinausgehend festhalten an Bindungen, die Gott nicht will an mir, wo er doch mein Leben heiligt, wo er sie doch in Dienst ruft, dass sie sich öffnen, dass er in ihnen Wohnung machen kann? Wie können sie darin bleiben?
Ein Ausleger hat gesagt: Unser Spielen mit der Sünde sei dem gleich, wie wenn einer das Messer küsst, mit dem sein Bruder erstochen wurde. Das Folterwerkzeug, das Jesus in diese Tiefen gerissen hat, das ist meine Sünde, mit der ich spiele, der ich hänge.
Lass doch los. Werde doch frei unter dem Kreuz Jesu. Sieh doch, wie Jesus in diese Tiefen ging, damit du heute heraustrittst aus den Bindungen und dass Gott in deinem Leben ganz neu Herr sein kann, dass die Gottesherrschaft anbreche bei uns.
Wie heute Morgen dieser Sonnenschein war, dachte ich: Ich soll über das Kreuz Jesu predigen? Unsere Gedanken sind erfüllt, wie wir spazieren gehen und wie wir uns freuen aneinander. Wie sollen wir über die tiefste Leidensnot Jesu reden können?
Ja doch, das will Jesus bei ihnen, dass sie sich freuen können mit einer ganz neuen Freude über ihrem Leben, an dieser Welt, an den Menschen, die ihnen begegnen, weil sie die Liebe Gottes gefunden haben und weil Gott sie angenommen hat, weil Gott ihre Schuld ausgestrichen hat und sie zu seinem Kind angenommen hat.
Treten Sie heraus unter dem Kreuz Jesu in die große Befreiung hinein! Amen!