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Nahtoderfahrungen - Gibt es ein Leben nach dem Tod?

11.04.2020

Um die Nachfolge zu verteidigen, mache dich Hashtag Bibelfit. Im aktuellen Video erfährst du, was es mit Nahtoderfahrungen auf sich hat und warum dieses Thema in deinen Gesprächen mit Atheisten und Suchenden ein wichtiger Punkt sein kann. Es regt viele Menschen ernsthaft zum Nachdenken an.

Wir betrachten, wie Menschen Nahtoderfahrungen erleben, warum diese Erfahrungen erstaunlich gut zum biblischen Christentum passen und weshalb atheistische Erklärungsversuche oft nicht überzeugen.

Die offene Frage nach der Existenz Gottes

Die Ausgangsfrage lautet, ob es den biblisch-christlichen Gott wirklich gibt oder nicht. Das ist die Frage, die wir am Ende beantworten wollen. Weil wir die Antwort am Ende geben möchten, können wir sie nicht einfach vorher festlegen.

Als Christen können wir also nicht einfach sagen: „Klar gibt es Gott“, ohne eine Begründung dafür zu liefern. Das funktioniert nicht. Ebenso können unsere atheistischen Freunde nicht einfach behaupten: „Klar gibt es Gott nicht“, ohne dies zu begründen. Auch das geht nicht. Die Frage muss zu Beginn offenbleiben.

Wenn Atheismus wahr wäre, dann gäbe es Gott definitiv nicht. Es gäbe überhaupt nichts Übernatürliches. Mit dem Tod wäre alles aus. Atheisten müssen fest davon überzeugt sein, dass sich alles ausschließlich auf natürlichem Weg erklären lässt.

Nehmen wir jedoch an, der biblisch-christliche Gott würde so existieren, wie er in der Bibel beschrieben wird. Dann wäre mit dem Tod nicht alles vorbei. Menschen leben nicht nur siebzig, achtzig oder neunzig Jahre, und dann ist alles aus. Stattdessen kommt die Ewigkeit.

Es gibt ein Jenseits und ein Leben nach dem Tod, das jeder Mensch erleben wird – egal ob aus Bangladesch, Belgien oder Bremen, ob Altenpflegerin, Autistin oder Analphabetin, ob Senior, Schülerin oder Simbabwer. Es spielt keine Rolle, ob die Menschen daran glauben oder nicht.

Erwartbare Spuren eines Lebens nach dem Tod

Wenn das so wäre, müssten wir dann nicht geradezu erwarten, auf Spuren eines Lebens nach dem Tod zu treffen? Und müssten wir nicht auch übereinstimmende Nahtoderfahrungen und Berichte über das Jenseits finden?

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Absolut! Die Bibel macht sehr deutlich, dass es ein Jenseits gibt und dass jeder Mensch einmal vor Gott stehen wird. Gott wird dabei oft als eine Art Licht beschrieben, vor dem gerichtet wird.

Im Alten Testament, in den Geschichtsbüchern, lesen wir bereits davon. In den Schriften heißt es, dass Gott über alles Gericht halten wird, was wir tun – sowohl über die guten als auch über die schlechten Taten, auch wenn diese jetzt noch verborgen sind. In den Prophezeiungen steht, dass viele von denen, die im Land des Staubes schlafen – ein Ausdruck für den Tod – aufwachen werden. Die einen zum ewigen Leben, die anderen zur Schande und ewigen Abscheu.

Auch im Neuen Testament wird dies bestätigt. In den Geschichtsbüchern sagt Jesus, dass Gott den Körper und die Lebendigkeit der Hölle ausliefern kann. In den Briefen heißt es unter anderem: „Jeder Mensch muss einmal sterben und danach vor Gottes Gericht stehen.“ Und in den Prophezeiungen wird gesagt, dass die Toten nach dem beurteilt werden, was von ihnen aufgezeichnet ist.

Jesus spricht eindeutig davon, dass das Jenseits keine Fiktion ist, sondern ein sehr realer Ort. Es gibt den Himmel und auch die Hölle als echte, reale Orte. Menschen befinden sich in der Hölle, und nicht alle werden im Himmel sein. Das sollte uns sehr zu denken geben.

Ich könnte jetzt noch viel mehr dazu sagen. Aber unsere Frage lautet: Mal angenommen, der biblische Gott würde so existieren und das wäre real – müssten wir dann nicht geradezu erwarten, auf Spuren eines Lebens nach dem Tod und übereinstimmende Nahtoderfahrungen sowie Berichte über das Jenseits zu stoßen?

Nahtoderfahrungen als Zeugnisse des Jenseits

Also, was sind Nahtoderfahrungen?

Nahtoderfahrungen sind Berichte von Menschen, die sich um den Tod herum befanden oder bereits klinisch tot waren. Sie konnten durch Wiederbelebungsmaßnahmen ins Leben zurückgeholt werden und berichten nun, was sie erlebt haben.

Am häufigsten wird Folgendes berichtet:

Erstens erleben viele ihr eigenes Leben in Zeitraffer noch einmal. Dabei werden sie beurteilt und neu bewertet, häufig mit großen Schuldgefühlen.

Zweitens gibt es das Bewusstsein zu sterben. Das ist an sich schon seltsam, denn nach atheistischen Theorien müsste man in dem Moment, in dem der Körper nicht mehr richtig funktioniert, eigentlich kein Bewusstsein mehr haben.

Drittens haben viele den Eindruck, dass sie außerhalb ihrer eigenen Wirklichkeit stehen und von der Zeit losgelöst sind.

Viertens wird häufig ein Tunnel beschrieben, an dessen Ende sich eine Grenze befindet.

Fünftens wird diese Grenze als endgültig erlebt. Wird sie überschritten, gibt es kein Zurück mehr.

Umgekehrt berichten viele auch davon, dass sie bewusst diese Grenze nicht überschreiten. Sie entscheiden sich, wie auch immer das funktionieren mag, ins Leben zurückzukehren.

Man kann das Jenseits grob erahnen. Es kann entweder positiv und begrüßend erlebt werden, aber auch markerschütternd entsetzlich negativ sein.

Personen berichten davon, von Wesen aus dem Jenseits abgeholt zu werden, das Ahnen einer überragenden Gegenwart, manchmal in einer Stimme.

Auch ein überragendes Licht wird häufig beschrieben: immens groß, hell und weiß, das am Ende eines Weges steht und alles überschattet.

Die verblüffende Übereinstimmung der Nahtoderfahrungen

Okay, und falls du denkst, das ist schon heftig, dann pass mal auf: Die Übereinstimmung zwischen den Berichten ist so auffällig, dass sie sogar genutzt wird, um eine sogenannte Near Death Experience Scale zu erstellen. Dabei handelt es sich um eine Liste von sechzehn Kriterien, anhand derer nachvollzogen werden kann, ob es sich um eine echte Nahtoderfahrung handelt oder nicht.

Diese Kriterien wurden nochmal auf die zehn häufigsten Merkmale zusammengefasst, die ich dir gerade im Zeitraffer gegeben habe. Ich wiederhole noch einmal: Diese Phänomene werden so häufig und so übereinstimmend berichtet, dass man sie inzwischen sogar als Kriterium nimmt, um künftige Nahtoderfahrungen von anderen einzuschätzen.

Je näher die Person dem endgültigen Tod war, desto mehr Merkmale weisen diese Nahtoderfahrungen auf. Das sagt wirklich einiges aus über das immens hohe Maß an Übereinstimmung, von dem wir hier sprechen.

Wie kann das sein? Wie kann eine analphabetische Schneiderin aus Nigeria etwas so Ähnliches erleben wie ein promovierter Augenarzt aus Buenos Aires, wie eine Lehramtsanwärterin aus Berlin, wie ein hinduistischer Bauer, wie eine muslimische Hausfrau, wie ein Agnostiker aus Finnland, wie ein buddhistischer Krankenpfleger, wie ein Kind aus Grönland, wie eine Seniorin aus Südkorea, wie eine jüdische Unternehmensberaterin, wie ein atheistischer Chemiker, wie ein chinesischer Kommunist oder wie ein christlicher Kassierer?

Wieso ist es weitgehend unabhängig vom Bildungsgrad und kulturellen Hintergrund? Warum berichten Hinduisten, Buddhisten und Atheisten so übereinstimmend von ihren Erlebnissen und davon, dass sie sie verändern? Und warum sind diese Berichte inhaltlich genau das, was du erwarten würdest, sobald das biblische Christentum wahr ist – auch wenn es häufig gar nicht zu den spirituellen und kulturellen Hintergründen der Person passt, die es gerade erlebt?

Die zunehmende Bedeutung von Nahtoderfahrungen in der Gesellschaft

Und falls du denkst, das ist schon krass, es kommt noch besser.

Nebenbei, um zu lernen, wie du liebevoll, selbstbewusst und überzeugend mit Atheisten und Suchenden sprichst, kannst du dir gern mein neues Buch „Kein Gott ist auch keine Lösung“ über den Link in der Videobeschreibung kostenlos holen.

Nahtoderfahrungen sind erwiesenermaßen in über neunzig Prozent aller Weltkulturen dokumentiert. Dabei zeigen sie immer ähnliche Inhalte. Mit dem stetigen medizinisch-technischen Fortschritt ist es heute möglich, Menschen das Leben zu retten, die noch Jahrzehnte zuvor definitiv gestorben wären.

Zusammen mit der zunehmenden Weltbevölkerung ist es deshalb zu erwarten, dass die Anzahl der Berichte über Nahtoderfahrungen von Jahr zu Jahr zunehmen wird. In manchen Untersuchungen wird geschätzt, dass bis zu vier Prozent der Bevölkerung eine Nahtoderfahrung erleben werden.

Wir reden hier also nicht von ein paar esoterischen Ausnahmen, sondern von einem Phänomen, das Jahr für Jahr immer häufiger in der Mitte unserer Gesellschaft beobachtet wird.

Damit du dir das in Zahlen vorstellen kannst: Nehmen wir einfach mal an, diese ganzen Studien wären zur Hälfte falsch. Dann wären es nicht vier Prozent der Bevölkerung, sondern nur zwei Prozent, die im Laufe ihres Lebens eine Nahtoderfahrung erleben.

Weißt du was? Sagen wir einfach mal, auch das wäre falsch, all das wäre falsch gemessen worden, die Stichprobe hätte nur Ausnahmen erfasst, und die Leute wären gar nicht mehr vor oder um den Tod gewesen. Nehmen wir weiter an, diese Studien wären zu neunundneunzig Prozent falsch. Alle falsch, behaupten wir das einfach mal.

Dann wären es immer noch 0,04 Prozent der Weltbevölkerung, die eine Nahtoderfahrung erleben.

Weißt du, was das heißt? Das sind allein hier in Deutschland 32 Menschen, die alle mit einer Stimme ähnliche Erlebnisse berichten. Das ist fast zweimal die komplette Mercedes-Benz Arena voll.

Nur mal so.

Kritische Betrachtung atheistischer Erklärungsversuche

Okay, vielleicht sagst du: Das ist wirklich sehr auffällig und gibt einem zu denken. Aber könnte es nicht auch anders erklärt werden? Ja, in der Tat gibt es immer wieder Erklärungsversuche, die das auf natürlichem Weg erklären wollen. Und die meisten scheitern.

Schauen wir uns das mal im Zeitraffer an. Erste Erklärung: Es sind körpereigene Botenstoffe, die das auslösen sollen, angeblich. Problem dabei ist, dass praktisch alle endogenen, also körpereigenen Körpersysteme, auf den Fortbestand unserer Art ausgerichtet sind – also Fight or Flight im Angesicht von Lebensbedrohung. Es wird aber behauptet, dass der Körper sich so eine vermeintlich schönere Erfahrung einbildet. Das ist jedoch sehr unproduktiv. Es ist sogar noch unproduktiver als sich totzustellen, denn das steht im direkten Gegensatz zu allem anderen, wie wir auf Bedrohung reagieren.

Problem zwei bei dieser Behauptung, dass es nur körpereigene Stoffe wären: Wenn es nur körpereigene Stoffe sind, die hier einen vorgefertigten inneren Kinofilm abspielen, was macht man dann mit der Fülle an dokumentierten Fällen, in denen Menschen Gegenstände, Personen, Orte und Situationen gesehen haben, die sie geografisch und körperlich unmöglich hätten sehen können? Das ist schwierig.

Alternative Erklärung Nummer zwei: Die Normen der jeweiligen Gesellschaft werden in dem Moment als eine Art Phantasie ausgelebt, so behauptet man zumindest. Das hätte ich damals als Atheist gedacht – dass man eine gewisse Erwartung davon hat, was im Tod passiert, und sich das dann einbildet.

Aber das Problem an dieser Behauptung ist, dass Menschen aus völlig unterschiedlichen spirituellen Hintergründen berichten – vom strenggläubigen Übersucher über Atheisten – sowie aus ganz unterschiedlichen Kulturen, von Aborigines über Inuit, Europäer, Araber bis zu Bewohnern der Subsahara. Auch der Bildungsgrad spielt keine Rolle: Vom Feuertumleser der FAZ über die promovierte Religionswissenschaftlerin bis hin zum Hauptschüler und zur Analphabetin berichten alle übereinstimmend von sehr ähnlichen Erfahrungen, die zum biblischen Christentum passen.

Wären das bloß Vorstellungen ihrer jeweiligen Kultur oder Subkultur, dann müsste es in jeder Region und in jeder Bildungsschicht komplett unterschiedliche Erlebnisse geben. Ein Atheist müsste völlig andere, grundverschiedene Dinge erleben als ein Buddhist, eine Christin oder ein Bibelwissenschaftler, und wieder etwas ganz anderes als ein Hinduist.

Und hier wieder Problem Nummer zwei: Was ist dann mit der Fülle an dokumentierten Fällen, in denen Menschen Dinge wahrgenommen haben, die sie zu dem Zeitpunkt unmöglich hätten wahrnehmen können? Traue also nicht hin.

Die große alternative Erklärung Nummer drei lautet: Na ja, sagt man, das sind halt innerpsychische Einbildungen, wie eine Art komplexer Traum. Möglich wäre das.

Problem Nummer eins dabei ist: Einbildungen, also auch unwillkürliche Einbildungen wie Träume oder Halluzinationen, sind etwas in mir oder in dir drin. Das heißt, sie sind intrapsychisch, also in uns drin, und logischerweise hoch individuell.

Weißt du, wären es nur solche individuellen Einbildungen, die so individuell sind, woher kämen dann die frappierenden Übereinstimmungen der Berichte von diesen Nahtoderfahrungen?

Zweites Problem dabei: Die Situationen, in denen diese Nahtoderfahrungen auftreten, sind solche, in denen Menschen extrem reduzierte oder in vielen Fällen gar nicht mehr vorhandene Körper-, Herz- und Gehirnfunktionen hatten.

Was genau soll denn diese Einbildung dann bitte generiert haben? Und warum sollte diese Einbildung ausgerechnet etwas so dermaßen Kompliziertes, Detailreiches und Komplexes wie viele dieser Nahtoderfahrungen darstellen?

Und wieder die Frage: Was machst du dann mit der Fülle von dokumentierten Fällen, in denen Menschen Dinge wahrgenommen haben, die sie zu dem jeweiligen Zeitpunkt gar nicht wahrnehmen konnten?

Fazit und Ausblick

Also verstehe mich richtig: Ich will das gar nicht so einfach abhandeln. Natürlich könnte es theoretisch sein, dass es für all das nur eine einfache natürliche Erklärung gibt – das ist schon denkbar. Aber ehrlicherweise reicht es nicht, einfach nur zu behaupten, dass es eine natürliche Erklärung gibt, ohne eine zu liefern, die es wirklich erklärt.

Du könntest jetzt paranoiderweise behaupten, das alles wäre eine Verschwörungstheorie und alle hätten sich abgestimmt, das Gleiche zu erzählen. Du könntest auch alle Menschen außer dir für dumm und naiv erklären und behaupten, das alles wären nur Trittbrettfahrer, die nachplappern, was einer vielleicht mal erlebt hat.

Du kannst auch die psychische Konstitution von Menschen anzweifeln, die du nicht kennst und nie in deinem Leben getroffen hast. Du kannst behaupten, dass sie sich das alles nur eingebildet haben. Davon kannst du gerne halten, was immer du willst, aber du kannst es nicht ignorieren.

Ich denke, keiner der atheistischen Erklärungsversuche für diese Fülle an kulturübergreifend übereinstimmenden Nahtoderfahrungen trifft wirklich zu.

Aber einmal angenommen, der biblisch-christliche Gott würde so existieren, wie er in der Bibel beschrieben wird. Und er hätte uns Menschen als ewige Kreaturen geschaffen, für die es nach dem Tod weitergeht. Als die jenseitige und persönliche Kraft, der wir nach unserem Tod gegenübertreten werden. Müssten wir dann nicht geradezu erwarten, im Laufe der Zeit auf eine zunehmende Anzahl von dokumentierten Nahtoderfahrungen zu treffen, die rund um die Welt übereinstimmend ähnliche Inhalte aufweisen?

Ich denke, kein Gott ist auch keine Lösung. Wäre das biblische Christentum wahr, könnte das die Sache wirklich gut erklären.

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Wir sehen uns im nächsten Video.