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Lukas 7,18-35

Lukas 7,18-7,3530.03.2009
Serie•Teil 14 / 53Lukas-Evangelium
Warum glauben so viele nicht? Weil Jesus nicht ins Wunschbild passt: Er heilt den Einzelnen, statt sofort alles zu richten. Genau daran scheitern viele bis heute.

Einführung in den Zusammenhang der beiden Kapitel

Wir stecken im Lukasevangelium und dort genau genommen in den Kapiteln sieben und acht. In den Kapiteln sieben und acht geht es um das Thema des Weges der Errettung, und letztes Mal war Teil eins.
Wir haben uns zwei Ereignisse angeschaut: einmal die Heilung des Dieners eines Hauptmanns und dann die Auferweckung eines jungen Mannes vor Nain. Mir war es wichtig, euch beim letzten Mal ein bisschen das Thema mitzugeben, wie man eigentlich Evangelien liest. Deswegen habe ich euch gezeigt, dass jede dieser Gegebenheiten, die Lukas hier berichtet, einen theologischen Schwerpunkt hat.
Das können wir uns ja noch einmal anschauen bei der Heilung von diesem Diener des Hauptmanns. Da findet sich der Schwerpunkt in Lukas 7,9. Man liest die Geschichte durch, und dann ist der Höhepunkt der Geschichte Lukas 7,9: Als aber Jesus dies hörte, wunderte er sich über ihn, und er wandte sich zu der Volksmenge, die ihm folgte, und sprach: Ich sage euch, selbst in Israel habe ich nicht so großen Glauben gefunden.
Schwerpunkt der ersten Geschichte: der Glaube. Errettung ist aus Glauben.
Die zweite Geschichte, ein Ereignis vor Nain, die Auferweckung eines jungen Mannes, haben wir uns angeschaut. Der Schwerpunkt dort ist: Errettung ist ein Akt göttlicher Barmherzigkeit. Das heißt, Errettung, wenn wir einfach die ersten beiden Ereignisse zusammennehmen, Errettung als biblisches Konzept, hat mit Glauben zu tun und mit Gnade.
Auf der einen Seite steht Gott als ein barmherziger Gott, der sündigen Menschen etwas schenken will. Und auf der anderen Seite tut er das eigentlich nur da gerne, wo er auf Glauben trifft. Das heißt: Auf der einen Seite, auf der Seite des Menschen, der Glaube, und auf der Seite Gottes die Gnade.

Die Grundformel des Evangeliums

Und nachdem wir uns diese beiden Ereignisse aus dem Leben Jesu angeschaut haben, bin ich zu einem ganz anderen Vers gesprungen, nämlich zu Epheser 2,8-9, und wollte euch an der Stelle zeigen, dass das, was in den Berichten der Evangelien vorgestellt wird, in den Briefen sehr oft mit ganz kurzen, prägnanten Sätzen zusammengefasst ist.
Da heißt es in Epheser 2,8-9: Ihr seid schneller, denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben. Das sind wieder die beiden Seiten: aus Gnade durch Glauben. Und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.
Errettung ist also weder dieser souveräne oder übersouveräne Akt Gottes, der irgendwie so über den Menschen kommt, ob der das jetzt will oder nicht, noch ist Errettung etwas, das der Mensch sich durch gute Werke verdienen kann. Errettung ist ein Geschenk, ein Geschenk Gottes, das angenommen werden will.
Am Kreuz hängt Gott und er stirbt stellvertretend für meine Schuld. Und mit seinem Tod und mit seiner Auferstehung macht er der Menschheit ein Angebot, er bietet Vergebung an. Seit Ostern gilt, was Paulus im Römerbrief, Kapitel 10, Römer 10,13, so zusammenfasst. Er sagt dort, dass jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, errettet werden wird.
Würde man den Text studieren, dann würde man feststellen, dass das Wörtchen „jeder“ von Paulus eingefügt wurde, um eine Betonung zu setzen und zu sagen: Wirklich jeder, der zu Jesus kommt und den Herrn anruft, und nichts anderes ist es, als zu Jesus zu beten und ihm seine Schuld zu bekennen, jeder, der das tut, der wird Befreiung erleben.
Das heißt, Gott bietet uns die Vergebung unserer Schuld an. Und wenn wir jetzt ein bisschen weiter denken, dann wissen wir schon: Das ist eigentlich nur der Anfang, das ist so der erste Schritt.

Der Anfang eines erneuerten Lebens

Auf einem Weg Jesus nach, auf einem Weg des erneuerten Lebens, einem Leben der Nachfolge. Jesus möchte im letzten Ende diesen alten Jürgen nehmen und sagen: So, jetzt gib mir erst mal deine Schuld. So, jetzt ist sie weg. Und jetzt gebe ich dir mein Leben, und ich fange an, in dir zu wohnen. Ich möchte dich mit meinem Auferstehungsleben durchdringen. Ich möchte dich verändern.
So heißt die gute Botschaft des Evangeliums: Gott gibt jedem, der glaubt, Vergebung und ein erneuertes Leben. Das ist die gute Botschaft.
Und jetzt die Frage: Warum nehmen so wenig Menschen diese gute Botschaft eigentlich an? Unser Text heute, Lukas 7,18-35, wird uns beschäftigen. Unser Text gibt zwei Antworten. Und ich lese mal die Verse 18 bis 23. Es wäre schön, wenn ihr einfach mitlest.
Da heißt es in Lukas 7,18: Und dem Johannes berichteten seine Jünger über dies alles. Johannes, das ist Johannes der Täufer. Den haben wir ein paar Kapitel vorher verlassen, da wurde er gerade ins Gefängnis geworfen. Und Johannes rief zwei seiner Jünger herbei und sandte sie zu Jesus und ließ ihm sagen: Bist du der Kommende, oder sollen wir auf einen anderen warten?
Als aber die Männer zu ihm gekommen waren, sprachen sie: Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und lässt dir sagen: Bist du der Kommende, oder sollen wir auf einen anderen warten? In jener Stunde aber heilte er viele von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern, und vielen Blinden schenkte er das Augenlicht.
Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und verkündet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: dass Blinde sehend werden, Lahme gehen, Aussätzige gereinigt werden, Taube hören, Tote auferweckt werden, Armen gute Botschaft verkündigt wird; und glückselig ist, wer sich nicht an mir ärgern wird.

Johannes im Gefängnis und die erste Irritation

Man liest diese Geschichte, und irgendwie ist man erst einmal ein bisschen bedrückt, oder? Diese Geschichte hat für mich etwas Verstörendes.
Johannes der Täufer, das war doch der in der Wüste, ja, so ein bisschen Conan der Barbar, der sich da hinstellt und sagt: Mir kann keiner was. Und der da so predigt, und die Leute gehen raus, und dann tauft er. Bewegung, da startet richtig was.
Jetzt sitzt er hier im Gefängnis und bekommt Zweifel. Derselbe, der sich öffentlich hingestellt hat und gesagt hat: Jesus, das ist der, der die Bußfertigen mit heiligem Geist taufen wird, und die Unbußfertigen, ach, da gibt es Feuer, und der wird die Spreu mit unauslöschlichem Feuer verbrennen. Wir würden sagen: Er hat Jesus gepredigt als den Retter und den Richter. Der in Kapitel 3, Vers 9 sagt: Die Axt ist schon an die Wurzel der Bäume gelegt.
Wenn ich morgens beten gehe, gehe ich durch den Spandauer Forst. Und im Moment ist da so die Zeit, wo überall die kleinen Bauwagen stehen. Die Waldarbeiter sind unterwegs. Und wenn du so eine Motorkettensäge da liegen siehst, dann weißt du: Na ja. Und wenn du die Striche an den Bäumen siehst, dann weißt du, das dauert nicht mehr lange. Heute Mittag ist das abgeholzt.
Und mit dieser Einstellung geht Johannes der Täufer rein. Der sagt: Die Axt liegt schon an der Wurzel. Ich glaube, Johannes würde sagen: Nicht mehr lange, und Gott lässt sich das hier noch eine ganze Weile gefallen. Das Gericht steht vor der Tür.
Und jetzt sitzt derselbe Johannes im Gefängnis und hört von den Dingen, die Jesus tut. Eine Seite der Dinge, die er so hört, die gefällt ihm. Jesus ist der, der predigt und heilt und sich darstellt als der ganz Andere. Aber es gibt eine andere Hälfte. Es gibt also ein Problem.
Jesus rührt irgendwie nicht den kleinsten Finger, um diesen Johannes aus den Klauen von Herodes Antipas zu befreien. Und wie er da so im Gefängnis sitzt und sich das überlegt: Wie kann das sein? Ich sitze hier als der Herold des Messias im Gefängnis, und da draußen zieht Jesus durch die Gegend. Und was macht er? Da wird mal hier ein Diener gesund, ja, einer. Da wird mal hier so ein junger Mann von den Toten auferweckt. Und vielleicht gibt es auch mal eine größere Heilungsveranstaltung, wo es ein paar mehr sind. Aber wie steht das eigentlich um die großen Themen?
Also mit den großen Themen meine ich Befreiung von der römischen Zwangsherrschaft oder Wiederherstellung der israelischen Souveränität oder noch ein bisschen größer: Reich Gottes, so richtig bombastisch. Wenn der Messias kommt, wie kann es sein, dass er sich eigentlich nur so um die Sorgen der einzelnen Leute kümmert? Ist das nicht ein bisschen zu wenig?
Und er stellt diese Frage: Bist du der Kommende, oder sollen wir auf einen anderen warten? Das ist eine ehrliche Frage. Ich weiß nicht mehr, Jesus, ob ich mich womöglich in dir getäuscht habe.
Und ich bin sicher, oder ich weiß aus Gesprächen mit Freunden, dass das ein Thema ist, das heute noch aktuell ist. Jesus kommt, Jesus geht, und irgendwie ist die Welt immer noch dieselbe. Wie kann Jesus der Messias sein? Wie kann er von weltweiter Bedeutung sein, wenn er sich an die wirklich großen sozialen und politischen und ökonomischen Probleme irgendwie nicht herantraut? Er kommt, er geht, und irgendwie bleibt alles beim Alten.

Jesu Antwort und die Prioritäten des Messias

Die Antwort von dem Herrn Jesus geht so: Er zeigt auf das, was er tut. Er zeigt auf die Wunde. Und wer das Alte Testament kennt, weiß, dass er, wenn er auf diese Wunde verweist, eigentlich tief in die Erwartungskiste des Alten Testaments eingreift.
 Jesaja 35, Jesaja 61: Da geht es darum, wenn Gott kommt und sein Volk besucht, was passiert dann? Ja, dann werden die Augen der Blinden aufgetan, dann hören plötzlich die Ohren der Tauben, dann können die Lahmen springen, dann jauchzt die Stimme der Stummen, und dann wird den Armen gute Botschaft verkündigt.
Und Jesus sagt: Wenn das passiert, wenn ihr das hier seht, quasi den ersten Teil der messianischen Erwartung, dann seid sicher, dass auch der zweite Teil kommen wird. Wenn ich das tue, was meine Identität als Messias im positiven Sinn klar herausstellt, dann glaubt mir ruhig, dass ich es auch im negativen Sinn kann.
Aber, und das ist ein Aber, das wir auch hier verstehen müssen: Wenn der Messias kommt, dann setzt er seine Prioritäten. Und wir müssen ganz tief drin begreifen, dass, wenn Jesus kommt, er eine Entscheidung trifft. Er sagt: Ich möchte der Verkündigung des Evangeliums Vorrang geben vor der Ausgießung des Zornes Gottes oder auch Vorrang geben vor der Beseitigung von irgendwelchen tyrannischen Herrschaftssystemen.
Petrus wird einmal im 2. Petrusbrief über den Tag des Herrn sagen: Der Tag des Herrn wird kommen, auch wenn die Kritiker und Spötter sich darüber aufregen, dass Gott so lange braucht. Aber dann, wenn der Tag des Herrn kommt, und der Tag des Herrn ist in der Bibel immer der Tag des Gerichts, dann wird er für einige Menschen zu früh kommen. Es wird Menschen geben, die, wenn der Tag des Herrn, der Tag des Gerichts, anbricht, sich wünschen: Es hätte noch einen Tick länger gedauert.
Und von daher gilt heute, und das ist unsere Chance: Heute gilt, dass Gott langmütig ist und nicht will, dass irgendwelche verloren gehen.

Der Blick auf das Herz des Menschen

Ja, aber liest du keine Zeitung? Doch, ich lese Zeitung. Aber dann siehst du doch diese ganzen Ungerechtigkeiten in der Welt. Und wir könnten uns jetzt einfach diese ganz üblen Sachen vornehmen. Was weiß ich: Für mich ist es ganz übel, wenn jemand sich an Kindern vergreift. Für mich ist es ganz übel, wenn jemand Nahrungsmittelspekulation betreibt, sodass die Ärmsten der Armen am Ende der Kette verhungern. Selbstmordattentate finde ich total pervers.
Liest du das nicht? Sag ich doch, das lese ich. Es gibt Dinge, die einfach nach Rache schreien. Und manchmal denke ich, dass Jesus seine eigene Reputation aufs Spiel setzt, wenn er an der Stelle nicht eingreift. Ja, das sehe ich auch. Und vielleicht kommen dir manchmal Zweifel daran, ob Jesus wirklich der Messias ist. Das ist nicht schlimm. Ja, Johannes dem Täufer ist es ja auch passiert. Ist Jesus wirklich so diese einmalige Gestalt in der Weltgeschichte?
Und wir können diesen Fragen nur dann begegnen, wenn wir die Prioritäten Jesu verstehen, wenn wir verinnerlicht haben, dass Jesus gekommen ist, aber es ihm nicht zuerst um Sozialprogramme ging. Natürlich weiß ich das quasi so als Folgeprodukt. Es waren evangelikale Christen, die im Wesentlichen für die Abschaffung der Sklaverei gekämpft haben, die am Anfang des Roten Kreuzes standen, die heute noch Sturm laufen gegen das Kastensystem in Indien. Aber Jesus ist deshalb kein Sozialreformer, und wir dürfen ihn auch nicht dazu machen.
Jesus hat, und das müssen wir, ich meine wirklich tief verstehen, weil es unser Leben prägen wird, ein Herz für Menschen, genauer genommen für den einzelnen Menschen. Wir neigen ja immer dazu, so in der großen Masse zu denken. Aber Jesus macht das nicht. Und er ist sein Vorbild darin, dass es ihm nicht um Nummern geht, um Fülle geht, sondern dass er den einzelnen Menschen im Blick behält. Menschen werden für Jesus nie Nummern.
Und deswegen wartet er, und er trägt eine Welt voll von Schuld und Sünde. Könnt ihr euch das vorstellen, indem morgen für morgen Millionen und Abermillionen von Menschen ihm ins Gesicht fluchen, ihn verachten, ein undankbares und ichsüchtiges Leben führen und falschen Göttern dienen? Erinnert euch an den ersten Ethikvortrag, ja, diese ganze Liste, wem man dienen kann in seinem Leben. Millionen und Abermillionen Menschen tun das, und Gott steht da, er wartet und er erträgt das. Er wartet und er trägt eine Welt voller Gewalt und Niedertracht und Gemeinheit.
Aber er tut noch etwas. Er wartet und er erstreckt die ganze Zeit seine Hand aus nach dieser Welt, und es ist eine durchbohrte Hand, die sich ausstreckt. Ich habe überlegt, ob ich mir einen schwarzen Punkt aufmale, aber ich fand es dann doch ein bisschen kindisch. Aber ihr könnt euch das vorstellen: Es ist eine durchbohrte Hand, die sich ausstreckt. Jesus weiß aus eigener Erfahrung, was es heißt, verraten zu werden, was Todesangst ist, was Grausamkeit bedeutet. Mich fasziniert das.
Gott ist nicht mein Gott, ist nicht ein ferner Gott, der irgendwie so aus sicherer Distanz mal so ein bisschen schaut: Na ja, lassen wir die Zeit halt rumgehen bis zum Gericht, sollen die da unten sich doch kloppen und draufgehen. Wenn alles vorbei ist und die Zeit abgelaufen ist, so wie wenn es klingelt, du deckst noch den Tisch im Wohnzimmer zum Frühstück, und irgendwann sind die Brötchen fertig oder das Ei gekocht. Gott ist nicht einer, der wartet, bis es rrr macht, und dann kommt er und sagt: Es ist also Gerichtszeit, schön, dass ihr auch noch alle da seid. Das ist nicht mein Gott.
Jesus war hier bei uns. Jesus hat als einziger mitgelitten, und er hat uns gezeigt, worauf es wirklich ankommt. Und ich finde das eine ganz wesentliche Lektion. Er hat uns gezeigt, dass es auf den einzelnen Menschen ankommt, auf den einzelnen Diener des Hauptmanns, auf den einzelnen Toten da auf der Bahre, für den hat er einen Blick, auf das einzelne Herz, auf dich und mich. Dafür, für dich und mich, ist Jesus gestorben, und deswegen ist seine Antwort auf das Leid der Welt zuerst ein Kreuz und erst in zweiter Instanz das Gericht.
Gott wartet und wartet, und er tut Gutes, weil er sich wünscht, dass jeden Tag Menschen durch seine Güte dahin geleitet werden, Buße zu tun, umzukehren, Jesus ihr Leben zu schenken. Das ist der eine Grund, warum Menschen nicht an Jesus glauben. Sie schauen ihn an und sagen: Jesus, deine Prioritäten sind falsch. Wenn du mich überzeugen willst, dann musst du im Großen etwas machen. Dein Interesse an einzelnen Menschen und in den Herzen von Menschen, womöglich an den Sünden von Menschen – Entschuldigung, das interessiert mich nicht.

Johannes, Jesus und die Ablehnung durch die Menge

Die Zeitgenossen von Jesus hatten noch ein anderes Problem mit dem Messias. Ihr erinnert euch: Sie sind zu Tausenden in die Wüste gezogen. Und jetzt muss Jesus sie mit einem leicht ironischen Unterton daran erinnern, was damals eigentlich gewesen ist. Lukas 7,24-26.
Als aber die Boten des Johannes weggegangen waren, fing er an, zu den Volksmengen über Johannes zu reden. Was seid ihr in die Wüste hinausgegangen zu sehen? Ein Rohr, vom Wind hin und her bewegt? Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Menschen, mit weichen Kleidern angetan? Siehe, die in herrlicher Kleidung und Üppigkeit leben, sind an den königlichen Höfen. Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Propheten? Ja, ich sage euch: und mehr als einen Propheten.
Sie waren hinausgegangen, weil sie Johannes, also sie waren damals in die Wüste gezogen, weil sie Johannes den Täufer für einen Propheten gehalten hatten. Und Jesus bestätigt das. Er sagt noch einmal: Dieser ist es, von dem geschrieben steht: Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten wird.
Denn ich sage euch: Unter den von Frauen geborenen ist kein größerer Prophet als Johannes der Täufer.
Im Blick auf das Alte Testament: Du möchtest wissen, wer die Nummer eins ist? Ja, da denkt man vielleicht nicht immer gleich an Johannes. Aber Jesus sagt: Johannes ist die Nummer eins. Jesus ist noch ein bisschen größer als Elija, Elisa, Jeremia, Jesaja und all das, was wir da so haben. Er ist die Nummer eins.
Aber es geht dann in Vers 28 weiter: Aber der Kleinste im Reich Gottes ist größer.
Das ist eine ganz interessante Sache. Du schaust ins Alte Testament und überlegst dir: Boah, wer ist die Nummer eins? Johannes. Und die Leute damals leben ja noch im Alten Testament. Und du stellst dir die Frage: Wie kann ich vor Gott etwas darstellen? Wie kann ich, ich sag mal, in Gottes Reich etwas erreichen? Und die Antwort wäre: Du musst auf das hören, was Johannes gesagt hat.
Worüber hat denn Johannes geredet? Na, er hat geredet über das Reich Gottes. Um genau zu sein, hat er geredet über den König des Reiches Gottes, über Jesus.
Du möchtest jetzt ein bisschen platt gesprochen Johannes ausstechen? Du möchtest größer sein, vielleicht würde man sagen, was die Bedeutung deines Lebens angeht, gewichtiger sein? Ich weiß nicht, ob euch das so reizt, ob ihr sagt: Ja, das würde mich schon interessieren. Zumindest müsste es uns interessieren, dass wir aus unserem Leben das herausholen, was herauszuholen ist.
Und Jesus sagt: Es gibt das Reich Gottes. Und das ist aus unserer Perspektive das Evangelium, Gemeinschaft mit Gott, der neue Bund. Gott sagt: Hey, ich richte hier mein Reich auf. Ich habe gerade meinen König in diese Welt geschickt, damit jeder sich ihm unterwerfen kann, jeder zu ihm beten und ihn annehmen kann.
Du möchtest, was dein Leben angeht, bedeutsamer sein als Johannes der Täufer? Du möchtest mehr sein? Und Jesus sagt: Dann komm ins Reich Gottes, werde Teil dieses Reiches, das Johannes als der Herold vorbereitet hat.
Es ist bedeutsamer, dem Herrn Jesus zu folgen, als den Herrn Jesus vorzubereiten. Es ist bedeutsamer, Menschen das Evangelium zu predigen und ihnen zu zeigen, wie sie ewig gerettet werden können, als sie auf den alten Bund hinzuweisen, der nur eine Vorbildfunktion hatte.

Die wechselhafte Reaktion der Menschen

Aber für die Leute fangen hier die Probleme an. Wissen Sie, Sie waren damals rausgelaufen und dachten sich so: Könnte Johannes der Messias sein? Dann packt man seine Kinder ein, seine Frau und seine Verwandtschaft und zieht an den Jordan. Man hört sich das an, macht ein bisschen Picknick, lässt sich innerlich treffen, redet dann noch ein bisschen und fragt sich: Sollten wir uns auch taufen lassen? Eigentlich hat er ja Recht. Das läuft schon die ganze Zeit mit uns und Gott nicht mehr so richtig.
Und dann fängt irgendeiner in der Familie an. Der lässt sich taufen und sagt: Hey, das war eine super Erfahrung, und ich will jetzt wirklich mit Gott leben. Und dann schwappt das so durch die Familie durch. Es ist wie eine Welle. Und irgendwann, wenn erst mal halb Jerusalem draußen war, dann wird das auch so ein Phänomen. Dann möchte man sich das wenigstens mal anschauen und wird mitgerissen.
Aber kurze Zeit später, vielleicht ein, zwei Jahre später, sind sie dabei, diese Erinnerung zu vergessen. Es ist ihnen irgendwo ein bisschen peinlich, und sie überlegen, wie sie diese Begeisterung, die damals ihr Leben überfallen hat, wieder loswerden können, wie man sie erklären kann. Und dann fängt man an, Johannes zu unterstellen, dass er doch eigentlich besessen war.
Vers 33 heißt es: Denn Johannes, der Täufer, ist gekommen, der weder Brot aß noch Wein trank, und ihr sagt: Er hat einen Dämon. Das muss ja irgendeinen Grund haben, warum er so verführt hat. Aber so richtig normal kann der eigentlich nicht gewesen sein.
Und über Jesus wird dann gesagt: Der Sohn des Menschen ist gekommen, der da isst und trinkt, und ihr sagt: Siehe, ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder. Also da kommt Johannes, da kommt Jesus, und die Leute sind erst mal begeistert. Aber nach einer Weile ändern sie ihre Meinung.
Und glaubt mir, dass das öfter passiert, als euch das lieb ist: dass Leute in die Gemeinde hineinkommen und erst mal sagen: Boah, was habt ihr hier alles, super! Und wie ist das mit der Bibel, das Lesen, komm! Und nach einer Weile, vielleicht ein, zwei Jahre später, heißt es dann: Jetzt habe ich mir das alles angeschaut, und ich weiß auch nicht, warum ich damals so begeistert war. Ach ja, weißt du, das ist alles nicht so viel.

Der eigentliche Grund für die Ablehnung

Warum haben Sie Ihre Meinung über Johannes geändert? Sie haben Ihre Meinung geändert, weil Johannes in seiner Predigt sehr klar Stellung gegen die Sünde bezogen hat. Und das einfache Volk, die Zöllner und Sünder, die hatten damit wenig Probleme. Die konnten sagen: Ja, klar, du hast recht, das sind wir. Das sind wir. Du beschreibst unsere Situation, du beschreibst die Situation von Sündern. Was sollen wir tun?
Aber da gab es noch die Pharisäer und die Gesetzesgelehrten. Da heißt es in Vers 29 über die Predigt von Johannes: Und das ganze Volk, das zuhörte, und die Zöllner gaben Gott recht, indem sie sich mit der Taufe des Johannes taufen ließen. Die Pharisäer aber und die Gesetzesgelehrten machten den Ratschluss Gottes für sich selbst wirkungslos, indem sie sich nicht von ihm taufen ließen.
Ist das nicht verrückt? Du gehst raus, du erlebst, wie Gott seinen Mann in die Wüste schickt. Du wirst womöglich von der Predigt berührt. Du siehst, wie eine Erweckungsbewegung anfängt. Du bist eigentlich einer, der in Verantwortung steht. Das sind ja quasi, im Bild gesprochen, die Ältesten Israels. Die sehen, wie das ganze Volk einen Schritt nach vorne macht und sagt: Ja, wir wollen wieder mit Gott.
Und an die Front dieser Bewegung zu stellen und zu sagen: Stimmt, Johannes hat recht, wir haben die letzten 400 Jahre ziemlich im Murks gelebt. Da ist es überhaupt nicht so gegangen, wie Gott sich das vorstellt. Stattdessen sind sie ganz zufrieden mit ihrem Leben und ihren Verdiensten und ihren guten Werken, die sie so hatten. Und Johannes und seine Sicht und seine Predigt? Na ja, das ist ein bisschen extrem, oder? Und dass wir auf einer Stufe mit diesen Zöllnern und Sündern stehen, ey, das ist ja wirklich grotesk. Das glaubst du doch nicht wirklich, dass wir ein Problem mit Gott haben, dass der Zorn Gottes über unser Leben ausgegossen sein soll.
Bitte mal, wir sind die Pharisäer, und wir sind die Gesetzesgelehrten. Also wenn jemand so etwas sagt, der muss einen Dämon haben. Und schaut mal an, wie der lebt: dieses Asketische, der weder Brot noch Wein. Ich meine, von Heuschrecken allein, da muss man ja irre werden.
Das ist übrigens ein Tipp für alle potenziellen Gemeindespalter: Wenn ihr jemals mit einem Prediger oder mit einem Ältesten nicht zufrieden seid und ihn loswerden wollt, und er blöderweise die Wahrheit predigt, dann müsst ihr die Person angreifen. Das ist das, was hier passiert. Du kannst dich nicht gegen Johannes stellen, weil das, was er sagt, stimmt. Also musst du die Person direkt angreifen. Der spinnt. Der ist besessen. Der ist extrem.
Und indem sie das sagen, verpassen sie die Chance ihres Lebens, die Chance, die Jesus ihnen geben möchte. Erst einmal die Chance, die Johannes ihnen gibt, weil sie sich nicht taufen lassen. Aber dann auch, das merken wir hier, wie sie mit Jesus umgehen, letztlich auch die Chance, die Jesus ihnen gibt. Fällt euch das auf? Eigentlich müsste für die Leute Jesus der Favorit sein.

Warum auch Jesus abgelehnt wird

Wenn ich sage: Also, Johannes mit seinem Zorn und seinem Gericht, das ist mir alles ein bisschen zu extrem. Ich möchte mehr den lieben Gott. Ich möchte mehr hören über Freude, Vergebung, Großzügigkeit und darüber, dass Gott mich so annimmt, wie ich bin. Wenn du das sagst, dann müsste doch eigentlich Jesus dein Mann sein.
Also, wenn du sagst, Johannes ist mir zu extrem, zu gerichtslastig, dann komm doch mal zu Jesus. Ich meine, Jesus macht doch das die ganze Zeit. „Kommt her zu mir, all ihr Mühseligen und Beladenen“ – was willst du denn mehr? Aber auch bei Jesus kommt dann nur eine Ausrede: „Der Sohn des Menschen ist gekommen, der da isst und trinkt“, dem können sie das nicht vorwerfen, was sie Johannes vorgeworfen haben, und ihr sagt: „Siehe, ein Fresser und Säufer, ein Freund von Zöllnern und Sündern.“
Merkt ihr was? Ein böses Herz sucht immer danach, Gründe zu finden, den schlecht zu machen, der mir die Wahrheit sagt. Da kommt einer, der sagt mir etwas, was mir unliebsam ist, und ich möchte ihn loswerden. Ich höre gar nicht mehr zu, was der sagt. Ich bringe ein blödes Argument und bin damit total zufrieden. Und Jesus sagt: Wenn jemand so lebt, ich bringe mal einen Vergleich, dann verhält er sich wie ein Kind.
 Lukas 7,31-32
Wem soll ich nun die Menschen dieses Geschlechts vergleichen? Und wem sind sie gleich? Sie sind Kindern gleich, die auf dem Markt sitzen und einander zurufen und sagen: Wir haben euch gepfiffen, und ihr habt nicht getanzt; wir haben euch Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint.
Es ist jetzt ein bisschen schwierig, aber ich will das Bild kurz erklären. Du hast einen Marktplatz, da sind Kinder, ja? Und die sind einfach nur passiv, lustlos. Die hocken da in der Ecke und haben keinen Bock. So, und der eine sagt: Hey, man kann euch ja zu gar nichts bewegen. Wir singen euch ein Klagelied, und ihr seid irgendwie nicht traurig. Wir singen eine fröhliche Melodie, und ihr tanzt nicht rum. Man kann euch irgendwie nicht erreichen. Ihr seid lustlose, passive, bockige Kinder. So vergleicht Jesus hier dieses Volk.
Ich kann euch entweder mit der Heiligkeit Gottes und mit dem Zorn Gottes kommen, Johannes? Und es bewegt euch kein Stück. Oder aber ich kann euch kommen mit dem Messias der Liebe und der Vergebungsbereitschaft, und es berührt euch auch nicht. Alles, was diese Menschen wollen, ist ein Gott, der entweder nicht den Mumm hat, sie anzuzählen, oder nicht die Notwendigkeit sieht, in ihrem Leben oder ihren Verfehlungen irgendwie bloßzustellen. Alles, was sie wollen, ist Vergebung.
Dadurch, dass man ein paar gute Taten hat und so als halbwegs nette Persönlichkeit durchs Leben geht, sich auch engagiert, keine Frage, auch ehrenamtlich von mir aus. Aber in dem Moment, wo Gott ein Stück näherkommt und sagt: Ich will dein Herz, und ich möchte mir genau anschauen, was in deinem Herzen drin ist, so wie er Samuel loszieht, den König Israels zu salben, sagt: Ich bin nicht an der äußeren Performance interessiert. Mich interessiert letztlich überhaupt nicht, ob du jeden Sonntag in den Gottesdienst gehst, weil du könntest das tun, ohne mit deinem Herzen auch nur halb dabei zu sein.
Was ist das, was Gott interessiert? Er schaut mitten in unser Herz hinein, und im Alten Testament ist das Herz das Denken. Er schaut mitten in meinen Scheel, er will wissen, worum es mir wirklich geht. Das interessiert ihn. Ich kann ihn nicht täuschen.
Hat Gott einen Fehler gemacht, als es darum ging, diese Leute zu erreichen? Und Jesus sagt in Vers 35, dass die Weisheit, und gemeint ist die Weisheit Gottes, gerechtfertigt worden ist von allen ihren Kindern. Was offenbart ein Mensch, der sich weder durch einen Johannes noch durch einen Jesus bewegen lässt, der lustlos, passiv, bockig da sitzt und, egal wie Gott sich ihm nähert, einfach immer sagt: Will ich nicht? Das ist ein bisschen netter ausgedrückt. Man findet dann ein paar Ausreden, aber letztlich ist es dieses: Bleib mir fern.
Er beweist letztlich eines, dass sich in ihm etwas findet, was ich einfach mal Unwilligkeit nennen will. Er ist ein Rebell, und er möchte Rebell bleiben. Es liegt nicht an der Weisheit Gottes, sondern dadurch, dass Gott in seiner Weisheit beide Wege geht, offenbart Gott seine Weisheit und zeigt, dass diesen Menschen nicht zu helfen ist.

Zusammenfassung und Ausblick

Ich wollte heute die Frage beantworten: Wenn das mit dem Evangelium eigentlich eine ganz einfache Sache ist, wenn Gnade und Glauben eine Einheit bilden müssen, damit Menschen gerettet werden, warum verpassen Menschen dann die Errettung?
Ich wollte zwei Antworten geben. Ich habe auch zwei Antworten gegeben.
Das eine ist, dass Menschen eine sehr eigene Vorstellung davon haben, wer der Messias ist, und dass ihre Vorstellung einfach nicht zu dem Messias passt. Sie erwarten den Reformer, vielleicht den Revolutionär, vielleicht so einen Rächermessias, der an der Spitze einer Befreiungsarmee mit einem flammenden Schwert nach Jerusalem einzieht. Vielleicht den, der jeden Mafiosi und jeden korrupten Politiker in ein Häufchen Asche verwandelt, der der Unterdrückung von Armen ein für alle Mal ein Ende bereitet.
Und die gute Nachricht ist für uns, dass das jetzt nicht so ist, auch wenn Jesus einmal tatsächlich diesem Bild entsprechen wird. Ja, Jesus wird einmal kommen und die Welt richten. Ich möchte hier vorne einmal sagen: Wehe, wehe, wenn dieser Tag eintritt. Wenn Gott kommt, wenn Jesus wiederkommt, wird kein Mensch lachen.
Ich möchte eine Stelle vorlesen, die vielleicht nicht in unser Jesusbild passt, vor allem dann nicht in unser Jesusbild, wenn wir zu sehr an die Krippe mit dem kleinen Baby denken. Ich möchte nur einmal kurz zeigen. Da heißt es, und ich sage mal nicht, wo es steht, damit ihr einfach zuhören müsst:
Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt treu und wahrhaftig, und er richtet und führt Krieg in Gerechtigkeit. Das ist der Moment, wenn Jesus wiederkommt. Seine Augen aber sind eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Diademe, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst. Und er ist bekleidet mit einem in Blut getauchten Gewand, und sein Name heißt das Wort Gottes. Und die Kriegsheere, die im Himmel sind, folgen ihm auf weißen Pferden, bekleidet mit weißer reiner Leinwand. Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er mit ihm die Nationen schlage, und er wird sie hüten mit eisernem Stab. Und er tritt die Kelter des Weines, des Grimmes, des Zornes Gottes, des Allmächtigen. Und er trägt auf seinem Gewand und an seiner Hüfte einen Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren.
Jesus ist das Lamm, aber er ist auch der Löwe, der König der Könige, der Herr der Herren. Und er wird die Kelter des Weines, nämlich des zornigen Grimmes Gottes, des Allmächtigen, treten. Und es ist wirklich ein Wehe, wehe den Menschen, die dann nicht Buße getan haben. Das Neue Testament ist klar: Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.
Und deswegen lasst uns von Herzen dafür dankbar sein, dass wir heute leben, wo Gnadenzeit ist. Lasst uns von Herzen daran immer wieder denken, dass wir in einer Zeit leben, wo der Tag der Rache unseres Gottes noch nicht angebrochen ist. Lasst uns von Herzen dafür dankbar sein, dass wir erleben dürfen, wie Jesus seine Strategie lebt, wie er Herz für Herz gewinnt, dass heute eine Zeit ist, wo Sünder umkehren können, dass heute eine Zeit ist, wo nicht der große weiße Thron aufgerichtet und das abschließende Gericht gehalten wird, sondern dass noch Gnadenzeit ist.
Lasst uns dafür von Herzen dankbar sein, und lasst uns aufpassen, dass wir uns nicht an einem Messias ärgern, der scheinbar nicht an den Stellen arbeitet, wo wir es gerne hätten, der aber an den Stellen wirkt, die ihm wichtig sind und die auf lange Sicht wahrscheinlich wirklich die wichtigen Stellen sind.
Und zweitens: Warum nehmen Menschen die Errettung nicht an? Sie wollen nicht. Ja, sie können mit einem Gott, dem es um Gnade und Glauben geht, einfach nichts anfangen. Es ist ihnen egal, was Gott tut. Gott könnte ihnen an den Himmel schreiben: Bitte bekehre dich, und es wäre ihnen immer noch egal. Sie wollen nicht, und das müssen wir einfach akzeptieren.
Es gibt Menschen, wenn sie Gott begegnen, nützen zwei, drei billige Ausreden, und alles ist wieder weg. Sie wollen einfach nicht.
Und deswegen der zweite Schritt auf dem großen Thema der Weg der Errettung durch Lukas sieben und acht: Der erste Schritt war, wie findet Errettung statt? Wie wird ein Mensch gerettet? Durch Gnade und Glauben. Heute sind wir den zweiten Schritt gegangen: Wie verpasst ein Mensch die Errettung? Durch Unwilligkeit und Vorurteile.
Und das nächste Mal schauen wir uns an, wie eigentlich die Folgen der Errettung aussehen. Wie lebt jemand, der gerettet ist?

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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