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Die Wiederkunft Christi – Teil 2

Jesu Leben und Lehre | Episode 616
Lukas 17,26-3009.09.2025
Jesus kommt plötzlich – mitten aus dem ganz normalen Alltag. Die eigentliche Frage ist: Lebst du nur bequem vor dich hin, oder wärst du bereit, wenn er heute auftaucht?
Gott wird Mensch: Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist.
Episode 616: Die Wiederkunft Christi, Teil 3

Gott wird Mensch Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg Wahrheit und Leben ist. Episode 616 Die Wiederkunft Christi Teil 3

Überblick über die bereits bekannten Punkte

Der Herr Jesus spricht mit seinen Jüngern über seine Wiederkunft. Was wissen wir bereits?
Erstens: Die Jünger werden sich wünschen, dass Jesus früher kommt. Sie müssen aufpassen, dass diese Sehnsucht sie nicht offen für Scharlatane macht.
Zweitens: Niemand kann die Wiederkunft Jesu verpassen. Er kommt nicht heimlich, still und leise, sondern wie ein leuchtender Blitz.
Drittens: Bevor der Herr Jesus in Macht und Herrlichkeit kommt, muss er von seinen Landsleuten verworfen werden und leiden.
So. Das wissen wir bereits. Aber schauen wir uns jetzt den Moment an, wenn er wiederkommt.
 Lukas 17,26
Und wie es in den Tagen Noas geschah, so wird es auch sein in den Tagen des Sohnes des Menschen.

Die Tage vor dem Gericht

Sie aßen, sie tranken, sie heirateten, sie wurden verheiratet, bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging und die Flut kam und alle umbrachte.
Der Herr Jesus vergleicht sein Wiederkommen mit den Tagen Noas. Die Tage Noas gingen der Flut voraus, und wir wissen: Die Sintflut war Gottes Gericht über die Welt. Was genau vergleicht Jesus hier mit den Tagen Noas? Was wird in den Tagen des Sohnes des Menschen sein, wie es in den Tagen Noas war?
Die Antwort überrascht. Sie aßen, sie tranken, sie heirateten, sie wurden verheiratet – das sind die Vergleichspunkte.
Warum überrascht mich diese Antwort? Na ja, weil ich etwas anderes erwartet hätte. Über die Menschen zur Zeit Noas heißt es doch in 1. Mose 6,5: Und der Herr sah, dass die Bosheit des Menschen auf der Erde groß war, und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag.
Das ist doch der Grund für das Gericht, das Gott über die Welt bringt. Aber Jesus verwendet nicht die Boshaftigkeit der Menschen als Vergleichspunkt, sondern ihre Unbekümmertheit. Menschen leben einfach vor sich hin, kümmern sich nicht um Gott und wahrscheinlich auch nicht um ihre Sünde. Sie leben einfach ihr Leben und hören nicht auf die Warnungen von Evangelisten, die von einem künftigen Gericht reden.
So werden die Tage des Sohnes des Menschen sein. Jesus spricht hier nicht von dem Tag des Herrn, weil er den Zeitabschnitt direkt vor dem Kommen des Herrn beschreibt. Es geht ihm nicht nur um die Wiederkunft selbst, sondern um die letzte Phase.
Und der Fehler derer, die kurz vor der Wiederkunft Christi leben, ist Sorglosigkeit. Sie leben einfach vor sich hin.

Sorglosigkeit als Kennzeichen der letzten Zeit

 Lukas 17,28-29: Ebenso auch, wie es geschah in den Tagen Lots: Sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten. An dem Tag aber, da Lot von Sodom hinausging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte alle um.
Wieder derselbe Vergleichspunkt. Diesmal nicht Noah, sondern Lot. Und wieder geht es nicht darum, die Zeiten vor Jesu Wiederkunft als besonders böse darzustellen, obwohl die Sodomiter böse waren. Wieder geht es um die Sorglosigkeit, mit der eine böse Stadt auf das Gericht Gottes zuläuft. Dabei schließen sich Boshaftigkeit und Sorglosigkeit natürlich nie aus.
 Hesekiel 16,49-50: Siehe, das war die Schuld deiner Schwester Sodom: Hochmut, Fülle von Brot und sorglose Ruhe hatte sie mit ihren Töchtern, aber die Hand des Elenden und des Armen stärkte sie nicht. Und sie wurden hochmütig und verübten Gräuel vor meinem Angesicht, und ich tat sie hinweg, sobald ich es sah.
Habt ihr gemerkt? Sorglose Ruhe, das ist, worum es Jesus geht. Leute leben ihr Leben vor sich hin, sie sind hochmütig, sündigen, aber es geht ihnen gut. Und deshalb spielt Gott oder ein künftiges Gericht für sie einfach keine Rolle. Sie essen und trinken, kaufen und verkaufen, pflanzen und bauen. Sie sind sich der Gefahr, in der sie schweben, überhaupt nicht bewusst. Sie leben einfach vor sich hin. Das ist der Vergleichspunkt, den Jesus bringt. Es geht ihm nicht darum, dass diese Menschen ganz besonders böse sein werden. Sie sind einfach mit sich und ihrem Leben beschäftigt.

Der plötzliche Augenblick der Offenbarung

Noch einmal Lukas 17, die Verse 26-30:
Und wie es in den Tagen Noas geschah, so wird es auch sein in den Tagen des Sohnes des Menschen. Sie aßen, sie tranken, sie heirateten und wurden verheiratet, bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging. Und die Flut kam und brachte alle um.
Ebenso geschah es in den Tagen Lots: Sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten. An dem Tag aber, da Lot Sodom verließ, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte alle um. Ebenso wird es an dem Tag sein, da der Sohn des Menschen offenbart wird.
Der Tag, an dem der Sohn des Menschen offenbart wird, wird völlig überraschend über die Welt hereinbrechen. Petrus wird davon sprechen, dass dieser Tag wie ein Dieb kommen wird, also ohne Vorwarnung, ganz plötzlich. Paulus stößt ins selbe Horn, wenn er schreibt: 1. Thessalonicher 5,2-3.
Denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn so kommt wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit, dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, wie die Geburtswehen über die Schwangere, und sie werden nicht entfliehen.
Man kann das Kommen des Herrn Jesus nicht voraussehen. Die Zeiten, die vorausgehen, werden unspektakulär sein, normal sein. Es werden eher gute Zeiten sein, eben Friede und Sicherheit. Achtung, das bedeutet nicht, dass es nicht auch Sünde und Krieg geben kann. Es geht hier um das Empfinden der Menschen.
Sie werden sich in ihrem Leben wohlfühlen, nicht an Gott oder an ein göttliches Gericht denken, und genau dann wird Jesus zurückkommen, plötzlich und unerwartet. Das wird die Parusie sein.

Was diese Lehre für den Glauben bedeutet

Was heißt das für uns? Für uns bedeutet das zweierlei.
Erstens sind alle Versuche, den Zeitpunkt der Wiederkunft Christi zu errechnen, sinnlos. Dasselbe gilt für das Suchen nach Zeichen, die auf sein nahe bevorstehendes Kommen hinweisen. All das ist Unsinn, und es wird auch nicht dadurch besser, dass man aus der Offenbarung zitiert.
Zweitens sollen wir uns auf die Wiederkunft Jesu vorbereiten. Wir sollen wachsam sein und damit rechnen, dass der Herr Jesus jederzeit wiederkommen könnte. Diese Erwartung soll unser Verhalten prägen.
 1. Thessalonicher 5,6
Also lasst uns nicht schlafen wie die übrigen, sondern wachen und nüchtern sein.
Wachsamkeit und Nachdenklichkeit, diese beiden Eigenschaften sollen uns auszeichnen. Das ist es, was der Herr Jesus sich von uns wünscht. Deshalb belehrt er seine Jünger über die Umstände seiner Wiederkunft.

Abschluss und praktische Anwendung

Was könntest du jetzt tun? Stell dir vor, Jesus würde in zwei Stunden wiederkommen. Was macht dieser Gedanke mit dir?
Das war's für heute.
Mein Tipp: Höre nicht zu viele Predigten und Vorträge. Höre gerade so viele, dass du sie auch nacharbeiten und durchdenken kannst. Weniger ist mehr.
Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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