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Lebensentscheidend

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Die große Frage ist nicht, ob dein Leben klappt, sondern ob du mit Gott im Reinen bist. Dieses Hörbuch zeigt: Religion reicht nicht – nur echte Umkehr und Vertrauen auf Jesus tragen bis in den Tod.
Lebensentscheidend

Lebensentscheidend

Ein Hörbuch der Stiftung Missionswerk Werner Heuckelbach, gelesen von Christian Kaspari.

Vor dem eigentlichen Thema

Die Fragen, die das Leben tragen

Vorwort
Das Leben ist voller Fragen. Einige sind unbedeutend, andere sind ziemlich drängend, und wieder andere sind entscheidend für das ganze Leben. Vielleicht beschäftigen Sie sich gerade mit Fragen zu Ihrer Gesundheit, Ihrer finanziellen Situation, Ihrem Arbeitsplatz, Ihrer Familie oder Ihrer Zukunft. Doch die wichtigsten und entscheidendsten Fragen sind die Fragen nach Gott und Ihrer Beziehung zu ihm. Nichts im Leben ist wichtiger als das.
Gesundheit, Geld, ein sicherer Arbeitsplatz, eine zufriedene Familie und eine hoffnungsvolle Zukunft sind alles Dinge, nach denen sich jeder Mensch sehnt. Dennoch sind sie vergänglich und letztendlich bedeutungslos, wenn sie keine lebendige Beziehung zu Gott haben. Eine feste Beziehung, die auch durch die Todesstunden trägt und ewig bestehen bleibt.
Auf den folgenden Seiten werden Sie entdecken, warum eine feste Beziehung zu Gott lebensnotwendig ist und wie sie überhaupt möglich ist. Es werden die lebensentscheidenden Fragen angesprochen und mit Hilfe von Gottes überlieferter Offenbarung, der Bibel, beantwortet.
Bitte nehmen Sie sich Zeit zum Hören. Niemand sollte es sich leisten, das Allerwichtigste im Leben zu verpassen.

Gibt es Gott und spricht er zu uns?

Der erste Grundsatz: Gottes Wirklichkeit

Ist da jemand? Das ist die entscheidende Frage. Wenn Gott nicht existiert, ist es auch sinnlos, nach ihm zu suchen. In der Bibel, dem Wort Gottes, steht: Wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist. Auch wenn es nicht möglich ist, Gott im mathematischen Sinn zu beweisen, sind die Anhaltspunkte für seine Existenz doch sehr überzeugend.
Nehmen wir zum Beispiel das Universum. Würde man es als Ergebnis eines Zufalls deklarieren, wirft das eine Menge Fragen auf und beantwortet keine einzige. Das Gleiche gilt für die Theorie vom großen Urknall. Wo kam denn zum Beispiel die Rohmaterie her? Nicht einmal der Urknall könnte aus nichts etwas machen. Die Evolutionstheorie ist allgemein weit verbreitet, aber ebenso haltlos. Wie kann sich nichts zu etwas entwickeln? Welche Schlüsse müssen wir ziehen, wenn wir uns die erstaunlichen und komplexen Lebensformen unserer Erde ansehen? Ebenso sind alle anderen Theorien nicht bewiesen.
Es gibt nur eine zufriedenstellende Antwort. Wir finden sie in der Bibel: Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Unsere Erde ist nicht das zufällige Ergebnis eines gigantischen Glücksfalls, bestehend aus Elementen, die immer schon da waren. Nein, die Welten wurden durch Gottes Wort bereitet, so dass die Dinge, die man sieht, nicht aus Sichtbarem entstanden sind. Die Schöpfung hatte einen Anfang, dessen Urheber Gott ist, denn er sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da.
Bestätigt finden wir das durch die erstaunliche Ordnung und Gestaltung, die man überall erkennen kann, sowie durch die Naturgesetze, die alles zusammenhalten, von der Weite des Weltalls bis zu den mikroskopisch kleinen Organismen. Doch jedes Design braucht einen Designer und jedes Gesetz einen Gesetzgeber. Gott ist beides. Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, ist der Herr des Himmels und der Erde. Apostelgeschichte 17,24.
Jedoch der stärkste Beweis für die Schöpfung ist der Mensch selbst. Im Unterschied zu anderen Lebewesen hat der Mensch etwas, was man Persönlichkeit nennt. Er kann Entscheidungen treffen, er hat ein Gewissen und kann zwischen richtig und falsch unterscheiden. Er ist zu Liebe und Mitleid fähig, vor allem aber hat er das Bedürfnis, etwas über ihm Stehendes anzubeten. Woher kommen diese Eigenschaften? Weder die Evolution noch eine Anhäufung von Zufällen können dies bewirkt haben.
Die deutlichste Antwort hierauf ist: Da bildete Gott der Herr den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase; so wurde der Mensch eine lebendige Seele. 1. Mose 2,7.
Der Mensch ist kein Zufallsprodukt. Er ist erstaunlich und wunderbar vom Schöpfer des Universums gemacht, nach Psalm 139,14.

Gottes Selbstoffenbarung in Schöpfung und Schrift

Spricht Gott? Diese Frage und die Antwort darauf sind lebensnotwendig. Aus uns heraus wissen wir nichts von Gott. „Kannst du die Tiefe Gottes ergründen oder zur Vollkommenheit des Allmächtigen gelangen?“ Hiob 11,7
Gott geht weit über unser Verstehen hinaus, und wir sind darauf angewiesen, dass er sich uns offenbart. Eine Möglichkeit, die Gott gebraucht, um sich uns zu offenbaren, ist die Schöpfung. „Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkündigt das Werk seiner Hände.“ Psalm 19,1
Allein das Ausmaß des Universums, dessen Ausgewogenheit, Vielfalt und Schönheit zeigen unermesslich viel von Gott, der alles erschaffen hat. In der Schöpfung offenbart Gott seine erstaunliche Macht, unglaubliche Intelligenz und bewundernswerte Vorstellungskraft. In Römer 1,20 steht: „Denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben.“
Wenn wir miteinander kommunizieren, gebrauchen wir vor allem Worte. Genauso spricht Gott zu uns, durch Worte, die Worte der Bibel. Allein im Alten Testament finden wir fast viertausendmal Aussagen wie: Der Herr spricht, Gott befahl und der Herr sagte.
Darum kann die Bibel mit Fug und Recht sagen, dass niemals eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht wurde, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet. 2. Petrus 1,21
In keiner anderen Literatur finden wir so viele genaue und detaillierte Voraussagen, die Menschen im Auftrag Gottes gemacht haben und die sich später wortwörtlich erfüllt haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass alles zufällig genau so eingetreten ist, ist gleich null.
Darüber hinaus haben wir den Beweis, wie groß der Einfluss der Bibel auf das Leben von Menschen ist. Kein anderes Buch hat eine solch lebensverändernde Kraft. Seit Tausenden von Jahren haben Millionen Menschen erlebt: „Das Gesetz des Herrn ist vollkommen, es erquickt die Seele. Das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig, es macht den Unverständigen weise. Die Befehle des Herrn sind richtig, sie erfreuen das Herz. Das Gebot des Herrn ist lauter, es erleuchtet die Augen.“ Psalm 19,8-9
Auch nach zweitausend Jahren ist es noch keinem einzigen Experten gelungen, auch nur eine einzige Aussage der Bibel als falsch nachzuweisen. Und warum nicht? „Alle Schrift ist von Gott eingegeben“, lesen wir in 2. Timotheus 3,16. Darum sollen wir die Bibel nicht als Menschenwort aufnehmen, sondern als das, was sie in Wahrheit ist: als Gotteswort. 1. Thessalonicher 2,13

Wer ist Gott?

Gottes Wesen und Eigenschaften

Wie ist Gott? Das ist natürlich die nächste Frage, die sich stellt. Die Existenz Gottes anzuerkennen, ist eine Sache. Aber anzuerkennen, dass Gott zu uns durch die Schöpfung und die Seiten der Bibel redet, ist eine andere Sache.
Doch wir müssen mehr wissen: Wie ist Gott wirklich? Die Bibel gibt uns viele klare und eindeutige Antworten auf diese extrem wichtige Frage. Hier sind einige davon:
Gott ist persönlich. Gott ist keine Sache, keine Kraft, keine Macht. Alle seine Eigenschaften, wie zum Beispiel sein Denken, sein Fühlen, seine Wünsche und seine Taten, zeigen, dass er ein lebendiges und persönliches Wesen ist. Er ist nicht nur der liebe Gott oder ein Superheld. Der Herr ist in Wahrheit Gott, er ist der lebendige Gott und ein ewiger König. Nachzulesen in Jeremia 10,10.
Gott ist einer. Es gibt nur einen einzigen wahren Gott. Er sagt: Ich bin der Erste und ich bin der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott. Jesaja 44,6. Dennoch hat Gott sich als eine Dreieinheit in drei Personen offenbart: dem Vater, dem Sohn, Jesus Christus, und dem Heiligen Geist. Jeder einzelne ist wahrhaftig und vollkommen Gott. Die Bibel spricht von der Ehre Gottes des Vaters. Philipper 2,11. Sie sagt, dass das Wort, Jesus Christus, Gott war. Johannes 1,1. Und sie spricht von Gott, dem Geist, der belogen werden kann. Vergleiche Apostelgeschichte 5,3-4. Obwohl es nur einen Gott gibt, sind es trotzdem drei Personen in der Gottheit.
Gott ist Geist. Er hat keine körperlichen Dimensionen. Er hat keinen Leib, noch werden uns andere Merkmale genannt, sodass wir uns seine Größe oder Form vorstellen könnten. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Johannes 4,24. Das heißt, dass Gott unsichtbar ist. Niemand hat Gott je gesehen. Johannes 1,18. Das aber bedeutet auch, dass Gott nicht an Raum und Zeit gebunden ist, sondern überall gleichzeitig sein kann. Erfülle ich nicht den Himmel und die Erde, spricht der Herr. Jeremia 23,24. Es besagt aber auch, dass Gott sehr wohl weiß, was wann und wo geschieht. Er weiß nicht nur, was sie tun und sagen, sondern auch alles, was sie denken.
Gott ist ewig. Gott hat keinen Anfang. Die Bibel drückt es so aus: Von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du Gott. Psalm 90,2. Niemals gab es eine Zeit, in der Gott nicht existierte, und niemals wird es eine Zeit geben, in der Gott nicht mehr sein wird. Gott selbst beschreibt sich so: Ich bin der, der ist, der war und der kommt. Offenbarung 1,8. Er bleibt ewig derselbe, denn ich, der Herr, verändere mich nicht. Maleachi 3,6. Gott ist und wird allezeit das sein, was er schon immer war.
Gott ist unabhängig. Jedes andere Geschöpf ist immerzu von jemandem oder etwas abhängig, eben auch von Gott. Aber Gott ist von seiner Schöpfung vollkommen unabhängig. Er kann ohne uns sein. Er lässt sich nicht von Menschenhänden bedienen, als ob er etwas benötigen würde, da er doch selbst allen Leben und Odem und alles gibt. Apostelgeschichte 17,25.
Gott ist heilig. Er ist majestätisch und herrlich in Heiligkeit. 2. Mose 15,11. Nichts ist mit Gottes Herrlichkeit zu vergleichen, niemand ist heilig wie der Herr. 1. Samuel 2,2. Er ist vollkommen schuld- und fehlerlos. Die Bibel sagt über ihn: Deine Augen sind so rein, dass sie das Böse nicht ansehen können. Du kannst dem Unheil nicht zuschauen. Habakuk 1,13. Und dieser heilige Gott verlangt von jedem einzelnen von uns Heiligkeit. Sein Gebot an uns heute lautet: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig. 1. Petrus 1,16.
Gott ist gerecht. In der Bibel lesen wir, dass der Herr ein Gott des Rechts ist und dass Gerechtigkeit und Recht die Grundfeste seines Thrones sind. Jesaja 30,18 und Psalm 97,2. Gott ist nicht nur unser Schöpfer und Erhalter, er ist auch unser Richter, der mit vollkommener Gerechtigkeit belohnt und bestraft, jetzt hier und einmal in der Ewigkeit. Sein Urteil ist vollkommen gerecht und bietet keinen Raum für irgendwelche Beschwerden oder Diskussionen.
Gott ist vollkommen. Seine Erkenntnis ist vollkommen. Kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern alles ist enthüllt und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben. Hebräer 4,13. Gott weiß um alles in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft, einschließlich unserer Gedanken, Worte und Taten. Seine Weisheit ist vollkommen und übersteigt unser Verständnis. O welche Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes, wie unergründlich sind seine Gerichte und wie unausforschlich seine Wege! Römer 11,33.
Gott ist souverän. Er ist der höchste Herrscher der Welt, und rein gar nichts liegt außerhalb seiner Kontrolle. Alles, was dem Herrn wohlgefällt, das tut er im Himmel und auf Erden, in den Meeren und in allen Tiefen. Psalm 135,6. Bei Gott gibt es keine Zufälle und Überraschungen. Er schreibt Weltgeschichte und wirkt alles nach dem Ratschluss seines Willens. Epheser 1,11. Gott braucht keinen Rat und keine Zustimmung über das, was er tun will. Auch kann ihn niemand von seinem Vorhaben abhalten. Es gibt niemanden, der seine Hand wehren oder zu ihm sagen dürfte: Was machst du? Daniel 4,32.
Gott ist allmächtig. Er hat unendliche Macht. Er sagt von sich: Sieh doch, ich bin Yahweh, der Herr, der Gott alles Lebendigen. Sollte mir irgendetwas unmöglich sein? Jeremia 32,27. Das bedeutet nicht, dass Gott alles tun kann. Er kann nicht lügen, sich ändern oder Fehler machen, sündigen oder sich selbst verleugnen. Sondern er kann alles das tun, was mit seinem vollkommenen heiligen Charakter übereinstimmt.
Das ist nur ein kurzer Einblick in die Dinge, die Gott über sich in der Bibel offenbart hat, seine Art und seine Eigenschaften. In der Bibel finden wir weitere Wahrheiten über Gott, einige davon werden wir uns später noch ansehen. Jedoch gibt es auch viele Dinge über Gott, die wir unmöglich begreifen können. Er tut große und unerforschliche Dinge, Wunder, die nicht zu zählen sind. Hiob 5,9. Das heißt, den Allmächtigen begreifen wir nicht. Hiob 37,23. Und keine menschliche Intelligenz oder Verstand könnte das je ändern. Das sollte uns auch eigentlich nicht verwundern, denn wenn wir ihn begreifen könnten, wäre er nicht würdig, von uns angebetet zu werden.

Wer bin ich?

Der Mensch vor Gott

Wer bin ich? Der Druck und die Probleme unserer modernen Gesellschaft treiben die Menschen zu einer rastlosen Suche nach einem Sinn und einem Ziel im Leben. Wir haben einen Einblick bekommen, wie Gott ist, doch wie steht es mit uns? Warum existieren wir? Warum sind wir hier? Hat das Leben eines Menschen irgendeine Bedeutung, einen Sinn?
Zunächst sollten wir festhalten, dass der Mensch nicht nur einfach existiert. Er ist kein zufällig entstandener Zellhaufen, den man Mensch nennt. Die Bibel informiert uns, dass der Mensch ausdrücklich von einem weisen und heiligen Gott erschaffen wurde. In der Bibel steht: „Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.“ Nachzulesen im ersten Buch Mose, Kapitel 1, Vers 27.
Der Mensch ist viel mehr als ein höher entwickeltes Tier oder ein kultivierter Menschenaffe. Der Unterschied zwischen ihm und allen anderen Kreaturen ist so groß wie zum Beispiel der zwischen Tieren und Pflanzen und zwischen Pflanzen und Mineralien. Was die Größe betrifft, ist der Mensch winzig im Vergleich zu Sonne, Mond und Sternen. Und dennoch hat Gott ihm einen einzigartigen und ehrenvollen Platz im Universum gegeben.
Das kann man an einem der ersten Aufträge erkennen, den Gott dem Menschen gab: „Herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt, auf der Erde.“ Der Mensch wurde zu Gottes persönlichem Vertreter auf dieser Erde, der die Autorität über alle anderen Kreaturen haben sollte. Damit bekam der Mensch auch eine besondere Würde.
Dass er im Bilde Gottes geschaffen wurde, bedeutet nicht, dass er Gott in Größe und Form glich. Wir haben ja bereits festgestellt, dass Gott keine Größe oder Form hat. Ebenso wenig ist der Mensch eine Miniaturausgabe von Gott, die seine Eigenschaften in kleinerem Ausmaß besitzt. Es bedeutet, dass er als geistliches, denkendes, moralisches und unvergängliches Wesen in einer vollkommenen Art geschaffen wurde. Mit anderen Worten: Der Mensch war das genaue Abbild von Gottes heiligem Charakter.
Mehr noch: Der Mensch lebte, solange er den Geboten Gottes gehorchte, in vollkommener Harmonie mit Gott. Damals hatte der Mensch noch keine Identitätskrise. Er wusste genau, wer er war und warum er auf dieser Welt war. Gehorsam nahm den Platz ein, den Gott ihm zuwies. Der Mensch war nicht nur erfüllt und vollkommen zufrieden mit seiner Stellung in dieser Welt, Gott war auch zufrieden mit ihm. Das wissen wir, weil wir in der Bibel lesen, dass der Mensch bei der Fertigstellung die Krone seiner Schöpfung war: „Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ 1. Mose 1,31.
An diesem Punkt der Menschheitsgeschichte sehen wir vollkommene Menschen, die in einer vollkommenen Umgebung, in einer vollkommenen Beziehung zueinander und in vollkommener Harmonie mit Gott lebten. Das ist keinesfalls unsere Situation heute.

Der Bruch durch die Sünde

Was ist geschehen? Die einfache Antwort auf diese Frage ist: Durch einen Menschen ist die Sünde in die Welt gekommen und durch die Sünde der Tod. Nachzulesen in Römer 5,12.
Der erste Mann und die erste Frau, Adam und Eva, hatten große Freiheiten. Aber sie waren auch ernst gewarnt worden: Von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben. 1. Mose 2,17.
Das war ein perfekter Test, um herauszufinden, ob der Mensch tatsächlich Gott allein aufgrund seines Wortes gehorchen würde. Jedoch verführte Satan Eva dazu, Gottes Worten nicht zu glauben und ungehorsam zu sein. Sie gab der Versuchung nach. Die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht. Und sie nahm von seiner Frucht und aß. Und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß. 1. Mose 3,6.
In diesem Moment kam die Sünde in die Welt. Durch seinen frei gewählten Ungehorsam löste sich der Mensch von Gott. Anstatt Gott zu lieben, hatten Adam und Eva nun Angst vor Gott. Was ist schief gelaufen? Sie versteckten sich vor Gott, dem Herrn, zwischen den Bäumen im Garten. 1. Mose 3,8.
Anstatt sicher, vertrauensvoll und glücklich zu sein, hatte die Sünde nur dazu geführt, dass sie sich schämten, schuldig fühlten und Angst hatten. Gott hatte deutlich gemacht, dass der Mensch, wenn er ungehorsam wäre, sterben würde. Und das war jetzt eingetreten. Tod bedeutet Trennung, und in einem kurzen, schrecklichen Augenblick wurde der Mensch von Gott getrennt. Er starb einen geistlichen Tod, aber er begann auch, physisch zu sterben. Er hatte augenblicklich eine tote Seele und einen sterbenden Körper.
Leider war das noch nicht alles. Die Kinder von Adam und Eva erbten deren verdorbenes Wesen und sündigen Charakter. Wie ein Fluss, der an der Quelle verschmutzt wird, so verschmutzt seit diesem Zeitpunkt das Gift der Sünde alle Nachkommen Adams. Und so ist der Tod zu allen Menschen hingelangt, weil sie alle gesündigt haben. Römer 5,12.
Achten Sie auf das Wort „alle“. Offensichtlich sind auch der Verfasser und die Leser dieser Seite gemeint. Wahrscheinlich werden wir uns in diesem Leben niemals begegnen, und dennoch haben wir beide etwas gemeinsam: Wir sind Sünder, und wir werden sterben.
Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 1. Johannes 1,8. Und wenn wir behaupten, dass wir nicht sterben, ist das lächerlich. Tatsachen ändern sich nicht, auch wenn wir uns noch so sehr darüber lustig machen.

Die Diagnose der menschlichen Schuld

Viele Schlagzeilen in Zeitungen, im Fernsehen und im Internet erinnern uns daran, dass sich die Welt in einem Chaos befindet. Es ist leicht, Gewalt, Ungerechtigkeit, Chaos und Verbrechen in der Gesellschaft zu verurteilen.
Doch bevor sie andere verurteilen, fragen sie sich selbst einmal: Sind sie perfekt, und leben sie ein Leben, das einem heiligen Gott gefällt? Sind sie immer absolut ehrlich, rein, liebenswert und selbstlos? Gott kennt die Antworten auf diese Fragen, und sie auch, denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten. 1. Korinther 3,23
Sie sind ein Sünder von Geburt an, durch ihr Wesen, durch ihre Taten und durch ihre eigene Willensentscheidung. Diesen Tatsachen und ihren Konsequenzen sollten Sie unbedingt ins Auge sehen.
Wenn eine Krankheit diagnostiziert wird, lautet meist die nächste Frage: Ist es ernst? Noch viel wichtiger ist diese Frage, wenn es um die geistliche Krankheit der Sünde geht. Viele Menschen würden zugeben, dass sie wohl kaum den vollkommenen Maßstäben eines gerechten Gottes genügen. Doch was das letztendlich bedeutet, wissen Sie nicht. Es wird als typisch menschlich abgetan, oder man versteckt sich hinter der Aussage: Das macht doch jeder. Das ist aber keine Antwort auf die Frage, ob man Sünde ernst nehmen muss.
Die Bibel sagt Folgendes über sie als Sünder: Sie sind verdorben. Das bedeutet nicht, dass sie ständig jede erdenkliche Sünde begehen würden. Es heißt auch nicht, dass sie das Böse vom Guten nicht unterscheiden könnten oder dass sie zu nichts Erfreulichem und Gutem mehr in der Lage wären. Es bedeutet vielmehr, dass die Sünde jeden Teil ihres Wesens und ihrer Persönlichkeit durchdrungen hat: ihre Gedanken, ihren Willen, ihre Gefühle, ihr Gewissen, ihre Veranlagung und ihre Ideen.
„Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen?“ Jeremia 17,9
Die Wurzel allen Übels ist nicht das, was sie tun, sondern das, was sie sind. Sie sündigen, weil sie ein Sünder sind.
Sie sind unrein. Die Bibel macht unmissverständlich klar: Von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor, Ehebruch, Unzucht, Mord, Diebstahl, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. Nachzulesen im Markus-Evangelium 7,21-22.
Beachten Sie, dass in dieser Aufzählung Gedanken, Worte und Taten stehen. Es zeigt, dass in Gottes Augen alle Sünden gleich schlimm sind. Manche Menschen meinen, nur Dinge wie Mord, Ehebruch und Diebstahl seien Sünde. Doch Gott macht unmissverständlich klar, dass es falsch ist, so zu denken. Sünde ist alles das, was Gottes vollkommenen Ansprüchen nicht gerecht wird. Alles, was in unseren Worten, Gedanken oder Taten nicht vollkommen rein ist, nennt Gott Sünde.
Stellen Sie sich diese Frage: Wer kann sagen: Ich habe mein Herz geläutert, ich bin rein geworden von meiner Sünde? Sprüche 20,9
Können Sie das von sich sagen? Falls nicht, nennt die Bibel Sie unrein.

Die Ernsthaftigkeit der Sünde

Ist Sünde ernst zu nehmen? Sie sind aufsässig. Die Bibel lehrt, dass Sünde Gesetzlosigkeit ist: 1. Johannes 3,4. Sie ist vorsätzliche Rebellion gegen Gottes Autorität und Gesetz. Kein Zivilgesetz zwingt sie dazu, zu lügen, zu betrügen, unreine Gedanken zu haben oder auf eine andere Art und Weise zu sündigen. Sie entscheiden sich für die Sünde. Sie beschließen, Gottes heiliges Gesetz zu brechen. Sie sind absichtlich ungehorsam, und das ist eine sehr ernste Angelegenheit, denn Gott ist ein gerechter Richter und ein Gott, der täglich zürnt: Psalm 7,12.
Gott kann niemals nachgiebig mit Sünde umgehen, und sie können sicher sein, dass keine Sünde je ungestraft bleiben wird. Manchmal erleben wir Gottes direkte Strafe für unsere Sünde in diesem Leben, auch wenn wir es vielleicht nicht so einordnen. Doch die endgültige Strafe wird nach dem Tod im Gericht verhängt, wenn jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben muss, nachzulesen im Römerbrief 14,12.

Was geschieht nach dem Tod?

Gericht und Ewigkeit

Was geschieht mit mir, wenn ich hier die Augen zumache? Es gibt verschiedene Vorstellungen davon, was mit uns geschieht, wenn wir sterben. Manche behaupten, wir werden alle aufhören zu existieren, andere sagen, wir kommen alle in den Himmel, und wieder andere glauben an einen Ort, an dem unsere sündigen Seelen für den Himmel vorbereitet werden.
Die Bibel selbst stützt keine dieser Aussagen. Stattdessen lesen wir: So gewiss ist den Menschen bestimmt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht. Hebr. 9,27.
Diejenigen, denen Gott seine Gerechtigkeit zugesprochen hat, werden in den Himmel kommen und die Ewigkeit in seiner herrlichen Gegenwart verbringen. Alle anderen werden Strafe erleiden, ewiges Verderben, weg von dem Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Kraft. 2. Thessalonicher 1,9.
Das Wort, das die Bibel dafür meist gebraucht, ist das Wort „Hölle“. Hier nun einige wichtige Tatsachen darüber.
Die Hölle ist eine Tatsache. Sie ist nicht von der Kirche erfunden worden. Die Bibel spricht öfter von der Hölle als vom Himmel und lässt keinen Zweifel über ihre Existenz zu. In der Bibel lesen wir von Menschen, die zur Hölle verdammt und in die Hölle geworfen werden. Matthäus 23,33 und 5,29.
Die Hölle ist furchtbar. Die Bibel beschreibt die Hölle mit mehreren Worten als einen Ort der Qual, einen Feuerofen, als verzehrendes Feuer und unauslöschliches Feuer. Lukas 16,28 und Matthäus 13,42 und einige Bibelstellen mehr. Es ist ein Ort des Leidens mit Heulen und Zähneknirschen. Matthäus 22,13. Dort gibt es Tag und Nacht keine Ruhe. Offenbarung 14,11.
Das sind schreckliche Worte, doch sie sind wahr. Diejenigen, die in der Hölle sind, sind von allem Guten abgeschnitten. Sie sind von Gott verflucht und erleben keine Hilfe und keinen Trost mehr durch seine Gegenwart.
Die Hölle ist endgültig. Alle Wege, die in die Hölle führen, sind Einbahnstrassen. Aus der Hölle gibt es kein Entkommen. Zwischen Himmel und Hölle ist eine grosse Kluft, die niemand überwinden kann. Lukas 16,26.
Der Horror, die Einsamkeit und die Qual der Hölle sind nicht dazu da, um Menschen zu läutern, sondern um sie für alle Ewigkeit zu strafen.
Die Hölle ist fair. Die Bibel sagt uns, dass Gott den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird. Apostelgeschichte 17,31. Und er ist vollkommen gerecht, wenn er Sünder in die Hölle schickt; schliesslich gibt er ihnen das, was sie verdienen. Wenn sie Gott hier zurückweisen, wird er sie dort zurückweisen. Sie haben sich entschlossen, ein gottloses Leben zu führen. Gott akzeptiert ihre Entscheidung, und zwar für immer. Daher kann man Gott wohl kaum vorwerfen, ungerecht oder unfair zu sein.
Im Licht dieser schrecklichen Wahrheiten sollten Sie noch einmal gründlich über eine Frage nachdenken, die einer Gruppe von Menschen im Neuen Testament einmal gestellt wurde: Wie wollt ihr dem Gericht der Hölle entgehen?

Kann Religion retten?

Grenzen menschlicher Frömmigkeit

Kann Religion eine Hilfe sein?
In der englischen Enzyklopädie der Religion und Ethik finden wir zahlreiche Aufzählungen von Möglichkeiten, die Menschen sich erdacht haben, um ihre religiösen Sehnsüchte und Gefühle zu befriedigen. Sie haben die Sonne, den Mond, die Sterne, die Erde, Feuer und Wasser, Götzen aus Holz, Stein und Metall sowie Fische, Vögel und andere Tiere angebetet. Sie haben zahllose Götter und Geister verehrt, die sie sich in ihrer pervertierten Vorstellung ausgedacht haben. Andere haben versucht, den wahren Gott anzubeten, durch verschiedenste Opfer, Zeremonien, Sakramente und Gottesdienste.
Doch keine noch so ehrlich gemeinte Religion kann jemals das Sündenproblem des Menschen lösen. Dafür gibt es mindestens drei Gründe.
Niemals kann Religion Gott zu Frieden stellen. Religion ist das Bemühen des Menschen, in Gottes Augen gerecht zu werden. Allerdings sind die lobenswertesten Anstrengungen vergeblich und inakzeptabel für Gott. Die Bibel ist hier sehr deutlich: Alle unsere Tugenden sind wie ein beflecktes Kleid. Jesaja 64,5. Gott erwartet Vollkommenheit, und Religion kann diesem Anspruch nicht gerecht werden.
Niemals kann Religion Sünden wegnehmen. Unsere Tugenden können unsere Versagen niemals auslöschen, gute Werke können niemals die schlechten aufwiegen. Wenn ein Mensch mit Gott ins Reine kommt, geschieht das nicht aus Werken, damit niemand sich rühme, nachzulesen im Epheserbrief 2,9. Keine religiöse Handlung, wie zum Beispiel Taufe, Konfirmation, Heilige Kommunion, Kirchenbesuche, Gebete, Geschenke, Spenden oder Ehrenämter, Bibellesen oder irgendetwas anderes, kann eine einzige Sünde auslöschen.
Niemals kann Religion die sündhafte Natur des Menschen verändern. Das Verhalten eines Menschen ist nicht das Problem, es ist nur ein Symptom. Das Kernproblem des Menschen ist das Problem seines Herzens, denn von Natur aus ist es böse und verdorben. Sie mögen sich vielleicht gut fühlen, wenn sie in die Kirche oder Gemeinde gehen und an religiösen Zeremonien teilnehmen, aber das alles kann sie selbst nicht gut machen. Wie könnte denn ein Reiner von einem Unreinen kommen? Nicht ein einziger. Hiob 14,4.
Selbstverständlich sind einige der oben genannten religiösen Handlungen gut. Zum Beispiel ist es gut, in die Kirche oder die Gemeinde zu gehen, in der Bibel zu lesen und zu beten, denn Gott möchte, dass wir das tun. Aber sie sollten nicht darauf vertrauen, dass sie durch diese Dinge mit Gott ins Reine kommen. Das ist unmöglich, und außerdem ist schon dieses Denken eine weitere Sünde, die von Gott gerichtet werden muss.

Gibt es eine Rettung?

Gottes Weg in Christus

Gibt es überhaupt eine Lösung? Ja, die gibt es. Gott selbst hat dafür gesorgt. Die Kernaussage der Bibel wird in diesem einzigen Satz zusammengefasst, den Sie im Johannesevangelium, Kapitel 3, Vers 16, lesen können: Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.
Wir haben bereits festgestellt, dass ein heiliger und gerechter Gott Sünde bestrafen muss. Doch wir lesen in der Bibel auch, dass Gott Liebe ist, 1. Johannes 4,8. Obwohl Gott die Sünde hasst, liebt er trotzdem die Sünder und möchte ihnen vergeben. Wie aber kann ein Sünder vor Gott gerecht werden, wenn Gottes Gebot seinen geistlichen und physischen Tod fordert?
Nur Gott war dazu in der Lage, dieses Problem zu lösen, und er tat es in der Person Jesu Christi. Der Vater hat den Sohn gesandt als Retter der Welt, 1. Johannes 4,14.
Gott der Sohn wurde Mensch und nahm Menschengestalt an. Obwohl Jesus ganz und gar Mensch wurde, blieb er auch ganz und gar Gott. Die Bibel sagt, dass in Christus die ganze Fülle der Gottheit wohnt, Kolosser 2,9. Jesus blieb vollkommen Gott, als wäre er nie Mensch geworden, und er wurde vollkommen Mensch, als wäre er nicht Gott.
Darum ist Jesus Christus auch außergewöhnlich, was die Bibel viele Male bestätigt. Seine Geburt war einzigartig. Er hatte keinen menschlichen Vater, sondern wurde auf übernatürliche Weise durch den Heiligen Geist im Leib einer Jungfrau gezeugt. Seine Worte waren einzigartig. Die Menschen waren betroffen über seine Lehre, denn er redete mit Vollmacht, Lukas 4,32. Seine Wunder waren einzigartig. Er ging umher und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk, Matthäus 4,23. Verschiedentlich erweckte er sogar Tote zum Leben.
Sein Charakter war einzigartig. Er ist in allem versucht worden, in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde, Hebräer 4,15. Deshalb konnte der Vater von ihm sagen: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.
Beachten Sie diese Aussagen. Demnach hatte Jesus als Mensch Gottes Gesetz in jeglicher Hinsicht gehalten und musste deshalb nicht die Todesstrafe für die Sünde erleiden. Dennoch wurde er unter falschem Vorwand festgenommen und aufgrund falscher Zeugenaussagen verurteilt, bis er schließlich in Jerusalem gekreuzigt wurde.
Dennoch war sein Tod kein Missgeschick oder ein unvermeidbarer Unfall. Er war in Gottes festgesetztem Ratschluss und Vorsehung. Der Vater sandte den Sohn aus einem bestimmten Grund, nämlich um die Todesstrafe für die Sünde zu zahlen, und Jesus war willig, das zu tun. Jesus Christus sagte von sich selbst, dass er gekommen sei, um sein Leben zu geben als Lösegeld für viele, Matthäus 20,28.
Sein Sterben war ebenso einzigartig wie sein Leben. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie verstehen, was passierte, als Jesus starb und was das mit Ihrem Leben zu tun hat.

Das Kreuz und die Stellvertretung

Warum das Kreuz?
Alle Lehraussagen der Bibel zielen auf den Tod Jesu hin. Weder sein vollkommenes Leben, seine wunderbaren Lehren noch seine großartigen Wunder sind der eigentliche Fokus der biblischen Botschaft. Sie alle sind wichtig, aber Jesus Christus kam vor allem auf diese Erde, um zu sterben.
Was macht seinen Tod so bedeutend für uns? Die Antwort ist, dass er als Stellvertreter starb. Er trug unsere Sünde und wurde unser Retter. Jesus Christus, der Stellvertreter – hier wird Gottes Liebe sichtbar.
Sünder sind schuldig, verloren und hoffnungslos im Hinblick auf Gottes heiliges Gesetz, das Strafe für jede einzelne begangene Sünde fordert. Wie können Sünder jemals Gottes heiligem Zorn entfliehen? In der Bibel finden wir die Antwort: Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Römer 5,8.
Teil von Gottes wunderbarem Rettungsplan ist, dass der Sohn Gottes freiwillig den Platz der Sünder einnahm und die gerechte Strafe für ihre Sünde trug. Der sündlose Sohn Gottes litt und starb freiwillig für Sünder, der Gerechte für die Ungerechten. 1. Petrus 3,18. Jesus Christus, der die Sünden trug – hier sehen wir Gottes Heiligkeit.
Christi Opfertod ist makellos. Die Strafe für die Sünden anderer wurde voll und ganz durch den sündlosen Sohn Gottes bezahlt. Als er am Kreuz hing, schrie er laut: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Markus 15,34. In jenem schrecklichen Augenblick musste Gott sein Angesicht von seinem geliebten Sohn abwenden, als dieser die Strafe der Trennung von Gott erdulden musste. Erkennen Sie hier Gottes makellose Heiligkeit? Alle Sünden, jede einzelne, müssen bestraft werden. Als Jesus den Platz des Sünders einnahm, wurde er dafür zur Rechenschaft gezogen, als hätte er sie alle selbst begangen. Dieser eine Mann, der ein vollkommen sündloses Leben geführt hatte, ertrug das Verlassensein von Gott und starb für die Schuldigen. Jesus Christus, der Retter.
Hier erkennen wir Gottes Macht. Drei Tage nach seinem Tod erwies sich Christus als Sohn Gottes in Kraft nach dem Geist der Heiligkeit durch die Auferstehung von den Toten. Römer 1,4. Durch viele sichere Kennzeichen stellte er unter Beweis, dass er lebendig ist und nicht noch einmal sterben kann. Der Tod herrscht nicht mehr über ihn. Apostelgeschichte 1,3 und Römer 6,9.
Indem Gott Christus aus den Toten auferweckte, zeigte er umfassend, dass er den stellvertretenden Tod für die Sünder und die vollkommene Zahlung für die Strafe der Sünde akzeptierte. Auf dieser Grundlage ist eine volle und freie Vergebung für diejenigen möglich, die sonst dazu verdammt wären, die Ewigkeit in der Hölle zu verbringen.

Wie wird ein Mensch gerettet?

Umkehr und Glaube

Was bedeutet das für Sie? Wie kann Ihr Leben mit Gott ins Reine kommen? Wie kann Christus Ihr Retter werden? Wollen Sie gerettet werden? Wollen Sie Ihr Leben mit Gott in Ordnung bringen, koste es, was es wolle, und was immer die Konsequenzen sind?
Wenn nicht, haben Sie bestimmt die Brisanz dieser Seiten noch nicht verstanden. Darum sollten Sie sie noch einmal sorgfältig lesen und Gott darum bitten, Ihnen die Wahrheit aufzuzeigen.
Wenn aber Gott Ihnen Ihre Notlage gezeigt hat und Sie errettet werden wollen, gilt das, was in der Apostelgeschichte steht: Tue Buße zu Gott und glaube an den Herrn Jesus Christus. Nachzulesen in Apostelgeschichte 20,21.
Sie müssen Buße tun. Das bedeutet ein Umdenken in Bezug auf Sünde. Sie sollten erkennen und zugeben, dass Sie als Rebell gegenüber dem heiligen und liebenden Gott gelebt haben. Sie sollten das Abstoßende und Schmutzige Ihrer Sünde empfinden. Sie sollten das aufrichtige Verlangen haben, davon befreit zu werden.
„Gott fordert uns Menschen auf, einen Lebenswandel zu führen, der einer Buße würdig ist.“ Apostelgeschichte 26,20
Ohne eine aufrichtige Änderung Ihrer Einstellung wird Gott Ihnen keine Sünden vergeben können. Entscheiden Sie sich dafür, so zu leben, wie es Gott gefällt.
Sie müssen an den Herrn Jesus Christus glauben. Das heißt zuerst, vor allem zu akzeptieren, dass Jesus der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes ist, nachzulesen in Matthäus 16,16, und dass Christus für Gottlose gestorben ist, Römerbrief 5,6. Zweitens bedeutet es, dass Sie glauben, dass Christus in seiner Macht und Liebe fähig und gewillt ist, Sie zu retten. Und drittens bedeutet es, Ihr ganzes Vertrauen auf Christus zu legen, sich allein auf ihn zu verlassen und zu glauben, dass nur er Sie vor Gott gerecht sprechen kann.
Ihre stolze und sündige Natur wird dagegen ankämpfen, wenn Sie sich nicht mehr auf Ihre eigene Gerechtigkeit und Ihre eigene Religion stützen wollen. Doch es gibt keine Alternative. Sie müssen aufhören, sich auf andere Dinge zu verlassen. Vertrauen Sie einzig und allein auf Jesus Christus, der die vollkommen erretten kann, die durch ihn zu Gott kommen.

Der Schritt des persönlichen Vertrauens

Wie kann ich gerettet werden? Wenn Gott Ihnen Ihre Not bewusst gemacht hat und Sie den Wunsch haben, sich zu Jesus Christus hinzuwenden, tun Sie es jetzt. Am besten ist es, wenn Sie laut beten. Das hilft Ihnen, sich völlig darüber klar zu sein, was Sie tun.
Bekennen Sie, dass Sie ein schuldiger, verlorener und hilfloser Sünder sind, und bitten Sie den Herrn Jesus Christus von ganzem Herzen, Sie zu retten. Bitten Sie ihn, seinen rechtmäßigen Platz als Herr in Ihrem Leben einzunehmen, damit Sie sich von der Sünde abwenden und für ihn leben können.
Die Bibel sagt in Römer 10,9-13: Wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Und jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.
Wenn Sie wirklich Jesus Christus als Ihren Retter annehmen und ihn als Ihren Herrn akzeptieren, dürfen Sie dieses Versprechen für sich in Anspruch nehmen.

Wie geht es nach der Rettung weiter?

Neue Gewissheit und neues Leben

Wie geht es weiter?
Wenn sie nun durch Jesus Christus gerettet wurden, dürfen sie sich über viele wunderbare Dinge freuen. Zum Beispiel ist ihr Verhältnis mit Gott nun in Ordnung. Die Bibel nennt das gerechtfertigt sein.
Und da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus. Römer 5,1
Durch Jesus Christus sind unsere Sünden nun gesühnt.
Jeder, der an ihn glaubt, empfängt durch seinen Namen Vergebung der Sünden. Apostelgeschichte 10,43
Sie gehören nun zu Gottes Familie. Alle, die an Jesus Christus glauben, haben das Anrecht, Kinder Gottes zu werden. Johannes 1,12
Diese Sicherheit gilt ihnen für immer.
So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind. Römer 8,1
Durch den Heiligen Geist ist Gott selbst in ihrem Leben.
Der Geist, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, wohnt in euch. Römer 8,11
Welche wunderbaren Wahrheiten!
Nun ist es notwendig, im geistlichen Leben auch zu wachsen. Dazu sind folgende Dinge sehr wichtig:
Gebet
Jetzt ist es möglich, mit Gott als ihrem Vater zu sprechen, etwas, das zuvor undenkbar war. Sie können ihn anbeten, ihn für seine Herrlichkeit, Macht, Heiligkeit und Liebe preisen. Sie können ihn täglich um Vergebung bitten. Selbst Gotteskinder sind in ihrem Lebenswandel nicht vollkommen.
Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.
Jeden Tag dürfen sie ihn für seine Güte preisen. Es gibt so vieles, wofür sie ihm danken können, einschließlich der guten Dinge, die sie jeden Tag erleben und die so leicht selbstverständlich erscheinen. Besonders aber werden sie ihm danken wollen, dass er sie gerettet hat, dass sie zu seiner Familie gehören und er ihnen ewiges Leben geschenkt hat. Das sollte ihnen nie schwerfallen.
Sie können ihn auch um Hilfe, Kraft und Führung für ihr tägliches Leben und das Leben anderer bitten. Besonders wird es ihnen auf dem Herzen liegen, für die Menschen in ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis zu beten, die noch fern von Gott sind, so wie sie es früher gewesen sind.
Bibel lesen
Im Gebet sprechen sie mit Gott, aber in der Bibel spricht Gott zu ihnen. Darum ist es sehr wichtig, dass Sie täglich darin lesen, was dem Herrn wohlgefällig ist. Epheser 5,10
Bitten Sie ihn, ihnen zu zeigen, welche Bedeutung das Gelesene für ihr Leben hat, und dass er ihnen hilft, dem zu gehorchen, damit ihr heranwachst und das Ziel eurer endgültigen Rettung erreicht. 1. Petrus 2,2
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Gemeinschaft und Dienst

Gemeinschaft
Da Sie nun zu Gottes Familie gehören, ist es Gott wichtig, dass Sie sich regelmässig mit Ihren Brüdern und Schwestern treffen. „Lasst uns unsere eigene Versammlung nicht verlassen, sondern einander ermahnen!“ Hebräer 10,25.
Es ist wichtig, sich einer örtlichen christlichen Gemeinde anzuschliessen. Es ist nicht immer leicht, die richtige Gemeinde zu finden. Sie sollten jedoch Wert darauf legen, dass in einer Gemeinde biblische Wahrheiten geglaubt und gelehrt werden. Möglicherweise kann Ihnen die Person, von der Sie dieses Hörbuch bekommen haben, bei der Suche behilflich sein.
In der Gemeinschaft mit anderen Christen werden Sie mehr von Gott lernen. Sie werden von den Erfahrungen anderer Christen profitieren. Sie werden etwas über Gottes besondere Anweisungen bezüglich Taufe und Abendmahl erfahren. Und Sie werden Freude daran erleben, andere mit ihren von Gott gegebenen Gaben und Fähigkeiten zu dienen. Sie brauchen die Gemeinde, und die Gemeinde braucht Sie.
Dienen!
Es ist ein Vorrecht, dem Herrn, Ihrem Gott, mit Ihrem ganzen Herzen und Ihrer ganzen Seele zu dienen. Denken Sie immer daran, dass Gott uns ja errettet und berufen hat mit heiligem Ruf. 2. Timotheus 1,9.
Heilig zu leben, sollte die oberste Priorität in Ihrem Leben sein, denn das ist der Wille Gottes, Ihre Heiligung. Entdecken Sie dann Ihre Gaben, um Gott zu dienen. Denken Sie daran, dass wir in Christus Jesus erschaffen wurden zu guten Werken.
Seien Sie schliesslich bereit, nach Gelegenheiten Ausschau zu halten, um anderen davon weiterzusagen, welch grosse Dinge der Herr an Ihnen getan hat. Es ist nicht nur die Pflicht derer, die ihm vertrauen, von Jesus Christus weiterzusagen, es ist auch eine ermutigende Erfahrung.
Leben Sie von nun an so, dass jeder Bereich Ihres Lebens, wie in 1. Petrus 2,9 steht, die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht.
Sie hörten das Hörbuch „Lebensentscheidend“ von der Stiftung Missionswerk Werner Heuckebach.

Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach

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