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Apologetik - Der Auftrag und ein paar Buchtips

14.02.2016
Serie•Teil 1 / 7Predigtreihe Apologetik
Gott will nicht nur retten — er will herrschen. Die eigentliche Frage ist: Lebt dein Alltag schon unter seinem Königsein, oder hältst du noch selbst das Steuer?

Einordnung und Ausgangspunkt

Also, wer ist schuld? Schuld ist der Beraterkreis, okay? Also, wenn ihr nicht genau wisst, wer das ist: Der Beraterkreis ist schuld.
Ich habe den Beraterkreis nämlich letztes Jahr mal gefragt: Sag mal, Predigtinhalte 2016, was wäre euch wichtig? Und die haben sich wahrscheinlich nicht dabei gedacht, dass sie dann in diese Schuldschiene geschoben werden. Aber das ist ja logisch: Wer etwas sagt, ist schuld. Es wurde etwas gesagt, und es wurden drei große Themenbereiche festgelegt, bei denen der Beraterkreis meint, es wäre schön, wenn du da mal wieder darüber predigen würdest.
Das eine war Gebet, das gibt es Ende des Jahres. Dann das Thema Bruderliebe, das gibt es Mitte des Jahres. Und dann das Thema Apologetik, Evangelisation, das gibt es jetzt.
Was ist Apologetik? Genau, die Frage ist toll. Apologetik ist die Lehre von der Verteidigung des Glaubens. Also ist es die Fähigkeit, begründen zu können, warum es nicht völlig gaga ist, an Gott zu glauben. Das ist Apologetik. Und ein Apologet, das ist jemand, der, wenn ein Atheist kommt und sagt: Das ist doch alles Schmarrn, sagt: Nee, ich habe da ein paar richtig gute Gründe, warum es ganz gut ist, an Gott zu glauben. Das ist ein Apologet.
Und dieses große Thema Apologetik, Evangelisation, fangen wir heute an. Wenn alles nach Plan läuft. Als ich das geschrieben habe, dachte ich schon: Soll man das wirklich in einer Predigt sagen, gerade bei uns nach Plan laufen? Aber für den Fall, dass es ungefähr so geht, wie wir uns das vorstellen, werden wir uns nächstes Mal Gründe anschauen für die Existenz Gottes.
Da ist mein Praktikant Julius noch dabei, etwas vorzubereiten, und wir müssen mal sehen, ob wir das nächste Woche hinkriegen. Wenn wir das nächste Woche machen, machen wir übernächste Woche gute Gründe gegen Gott. Oh ja, genau, ja übe!
Irgendwann vor Ostern möchte ich gern das Thema Auferstehung noch mal bringen, also dieses gesamte Paket. Und dann, wenn der Mai kommt, also wenn wir vielleicht schon gar nicht mehr hier sind, dann wird Flo im Dreieck springen und sich total freuen. Dann machen wir nämlich persönliche Evangelisation, Zeugnis und diese Richtung.
Das ist so ein bisschen die Idee, wie wir da die Hauskreise eingebunden bekommen. Müssen wir mal sehen, aber da soll es lang gehen.

Was das Evangelium zunächst einmal meint

Apologetik, Evangelisation, Frage: Was ist eigentlich das Evangelium?
Man spricht ja als Christ immer von dem Evangelium. Das ist wichtig, weil Jesus auf der Erde, kurz bevor er dann geht, seinen Jüngern folgenden Auftrag mitgibt. Er sagt zu ihnen in Markus 16,15: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung.
Geht hin in die ganze Welt, dazu gehört dann eben auch Berlin und Falkensee. Also: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium.
Wenn du dir die Frage stellst: Warum bin ich eigentlich noch hier? Ich will eigentlich gar nicht hier sein, aber ich bin noch hier. Dann kann ich dir die gute Botschaft von hier vorne verkünden: Dein Job ist es, das Evangelium zu predigen. Cool. Also, warum bist du da? Denn Jesus sagt: Predige das Evangelium. Geh da raus.
Super, was du so erzählt hast von gestern Abend, ja genau richtig. Da schreit einer auf der Brücke, und du gehst hin, und am Ende sagst du: Es geht um Jesus.
Jetzt, um das Evangelium zu predigen, muss man natürlich verstanden haben, was das Evangelium eigentlich ist. Und wenn du mich das vor vielleicht zwanzig Jahren oder fünfundzwanzig Jahren, als ich so zum Glauben kam, gefragt hättest, dann hätte ich – weil ich damals mit Campus für Christus unterwegs war, so die vier geistlichen Gesetze, das ist so ein kleiner Flyer – rausgeholt und gesagt: Ich möchte dir das Evangelium erklären, gar kein Problem.
Schau her:
Punkt eins: Gott hat dich lieb.
Punkt zwei: Leider hast du ihn nicht so lieb. Und da gibt es in deinem Leben ein Problem: Sünde. Dinge, die Gott hasst. Und deswegen, weil du diese Dinge tust – du bist ein Lügner, du bist ein Betrüger, du bist einer, der klaut, du bist einer, der seine Eltern nicht ehrt, und was noch alles einem einfallen mag – lebst du getrennt von Gott und kommst für deine Sünden in die Hölle.
Dritter Punkt: Hölle muss nicht sein. Es gibt da einen Ausweg, und das ist Jesus. Jesus ist am Kreuz für deine Sünden gestorben.
Letzter Punkt: Du kannst zwar nicht selber gut werden, aber du kannst glauben. Glauben heißt, du musst in deinem Leben mal innehalten. Du musst merken: Der Weg, auf dem ich bin, der ist völlig blöd. Ich bin gar nicht mit Gott unterwegs, ich brauche aber Gott in meinem Leben. Und dann muss man umkehren. Also: Man war weg vom Kreuz unterwegs, und dann muss man innehalten, umkehren und hin zum Kreuz, hin zu dem Herrn Jesus und dem Herrn Jesus bekennen: Herr Jesus, so sieht mein Leben aus. Ich weiß nicht mehr weiter, das habe ich alles falsch gemacht, und ich möchte von heute an mit dir leben.
Und wer das tut, wer wirklich glaubt, wer wirklich darauf vertraut, dass Jesus am Kreuz für seine Sünden gestorben ist und nicht nur für die Sünden seines Nachbarn, wer das glaubt, der kommt in den Himmel. Das ist das Evangelium, hätte ich so von mir gegeben.
Und irgendwie habt ihr die Betonung gemerkt: Die Betonung liegt auf Entscheidung. Du musst dich entscheiden. Genau genommen liegt die Betonung darauf: Möchtest du heute Buße tun? Willst du dich heute bekehren?
Und ich habe es jetzt ein bisschen lustig vorgetragen. Das ist total wichtig. Also das, was ich gesagt habe, sollte nicht lächerlich klingen. Es ist von allergrößter Bedeutung, dass du in deinem Leben diese Entscheidung triffst, die Entscheidung für Jesus, und dass du weißt, dass du wirklich weißt, dass du ewiges Leben hast.
Und wenn du heute hier sitzt – und es sind einige Gesichter, die ich nicht kenne – wenn du sagst: Ich habe diese Entscheidung noch nicht wirklich getroffen, ich bin mir eigentlich nicht sicher, wenn ich jetzt auf dem Weg nach Hause von einem Ziegelstein erschlagen werde, dann weiß ich eigentlich nicht, wo ich lande. Ich weiß nicht, ob ich meine Ewigkeit mit Gott verbringen werde, wenn er einen neuen Himmel und eine neue Erde schafft, wo es nur noch Gerechtigkeit und nur noch Schönheit gibt. Ich weiß nicht, ob ich da dabei bin oder ob ich auf der anderen Seite bin, wo ich eigentlich nicht hin will.
Wenn du sagst, ich weiß das noch gar nicht so genau, dann triff heute eine Entscheidung für Jesus. Es ist wirklich – entschuldigt dieses krasse Wort – aber es ist wirklich dämlich, wenn man eigentlich weiß, wie man das Problem seiner Sünde in Ordnung bringen könnte, und dann das nicht macht. Das ist so wie eine Krebsvorsorgeuntersuchung. Also wenn es schon bezahlt wird von der Krankenkasse, dann geh wenigstens mal hin, mal nachschauen. Und das ist vielleicht ein bisschen so: Das schiebt man gerne auf, und so schiebt man auch gerne Bekehrung auf und sagt: Muss ich das heute schon machen? Ich kann das doch später machen. Warum? Es ist wirklich dämlich.
Also von daher: Wenn du nicht genau weißt, wenn du hier sitzt und nicht genau weißt, kommt der Ziegelstein, weiß ich, wo ich hingehe, wenn du dir da unsicher bist – und die Bibel sagt nicht, dass man das nicht wissen könne. Der Apostel Johannes sagt, dass man wissen kann, dass man ewiges Leben hat. Und das ist total gut.
Also wir leben nicht mit so einem Damoklesschwert über dem Kopf, und irgendwann plumpst das runter und das schlägt einen, sondern wir leben als Leute, die ganz genau wissen, wo sie hingehen. Und deswegen macht mir das auch Spaß, meine Freunde zu beerdigen. Warum? Also nicht, weil sie tot sind. Und natürlich dürfen wir weinen, aber versteht: Das ist so, du stehst vorne und du weißt: Ja, der hat es geschafft, ja, wir werden uns wiedersehen, ja, das Beste kommt erst noch. Das ist etwas ganz anderes.
Wenn du mal etwas richtig Trauriges machen willst, beerdige mal jemanden, von dem du nicht weißt, ob er gläubig war, als er starb. Er hat das ein paarmal gemacht. Das ist nicht nur sprachlich ein totales Geeiere, das ist echt. Du stehst dann da und sagst: Was mache ich jetzt? Was sage ich jetzt zu den Angehörigen? Der ist in der Hölle und brennt schon? So hat es der alte Pastor Wilhelm Busch, glaube ich, mal irgendwann sinngemäß gesagt. Der hat irgendwie aus so einem Sarg geklopft und meinte dann: Der brennt schon. Wo ich mir dachte: Boah, nein, das habe ich nie gemacht, das würde ich nie tun. Da muss man wahrscheinlich so aus dem Ruhrpott stammen und so ein Pfarrer sein mit so einer kleinen Landgemeinde, wo man das kann.
Also wenn du das noch nicht weißt, bring das heute in Ordnung. Wir sind hier – wir, das sind die Ältesten und die Seelsorger von dieser Gemeinde – um dir das Evangelium gerne noch mal in aller Präzision zu erklären, so dass du heute ewiges Leben bekommen kannst.

Das Evangelium ist größer als persönliche Rettung

Aber ist das, was ich jetzt erzählt habe, wirklich das Evangelium? Und da muss ich sagen: Nein, das greift zu kurz. Das, was ich euch erzählt habe, ist, ich sage mal, der Weg der Errettung. Es ist ein Teil des Evangeliums, aber es ist nicht das Evangelium.
Wenn man das Evangelium auf den Weg reduziert, wie ein Mensch gerettet wird, dann könnte man den Eindruck bekommen, die gute Botschaft, die Gott auf diese Erde sendet, sei einfach die Antwort auf die Frage: Wie manage ich mein sündiges, altes Leben? Oder: Wie erhalte ich ewiges Leben? Und das ist einfach zu wenig.
Ich möchte euch sagen, was das Evangelium ist. Und beim Evangelium geht es um mehr als um persönliche Rettung. Die ist damit eingebaut, die ist damit drin. Aber wenn ich sagen würde, das Evangelium drehe sich nur darum, wie du in den Himmel kommst, nur darum, wie du deine Sünden loswirst, dann wäre das in etwa so, als wenn ich dir sage: Bei einem Auto geht es nur darum, dass du vier Räder hast. Zugegebenermaßen ist es ohne diese vier Räder mit dem Auto schon ganz schön schwierig. Aber ein Auto ist mehr, und so ist das Evangelium mehr.
Ich glaube, wir müssen zutiefst verstehen, worum es beim Evangelium geht, weil wir sonst einen sehr menschenzentrierten Blick haben. Wie kann Gott mir helfen? Aber das ist fast nur dieser zweite Blick. Der eigentliche Blick geht um etwas ganz anderes.
Eigentlich geht es beim Evangelium darum, dass wir in eine Welt gehen und einen Sieg proklamieren: Gott herrscht! Das ist Evangelium, und das war immer Evangelium.

Gottes Herrschaft als Kern der guten Botschaft

In Jesaja 52,7 gibt es eine Stelle, die wirklich alt ist. Da sind wir ein gutes halbes Jahrtausend vor Jesus. In Jesaja 52,7 wird einer beschrieben, der evangelisiert, mit folgenden Worten:
Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße dessen, der frohe Botschaft bringt.
Als man diesen Text ins Griechische übersetzt hat, stand da: der das Evangelium bringt, der evangelisiert. Also:
Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße dessen, der frohe Botschaft bringt, der Frieden verkündet, der gute Botschaft bringt, der Heil verkündet, der zu Zion spricht.
Und jetzt kommt die Kernaussage. Das ist das Zentrum des Evangeliums: Dein Gott herrscht als König.
Das ist das Evangelium: Gott herrscht! Alles andere sind Abfallprodukte, sind Begleiterscheinungen, gehören irgendwie mit dazu. Aber im Zentrum des Evangeliums steht nicht, dass du in den Himmel kommst. Im Zentrum des Evangeliums steht, dass Gott seine Herrschaft, seine ewige Herrschaft, angetreten hat, dass er als König herrscht. Mein Gott herrscht als König.
Das bedeutet es, zu evangelisieren: sich hinzustellen und zu sagen: Mein Gott herrscht. Er hat seine Herrschaft angetreten, er herrscht als König.
Deswegen heißen die Berichte Matthäus, Markus, Lukas und Johannes über Jesus auch Evangelien. Sie wollen nicht einfach nur Biografien sein über das Leben eines Wanderpredigers aus Galiläa, der irgendwann im ersten Jahrhundert über Liebe gepredigt hat, sondern sie wollen sagen: Mit Jesus betritt Gott die Bühne der Weltgeschichte. Und seine Wunder, seine Predigten, sein Sterben, vor allem aber dann seine Auferstehung, sind nichts anderes als eine Entscheidungsschlacht in einer globalen Auseinandersetzung des Bösen gegen das Gute.
Da prallt Licht auf Finsternis im Leben Jesu. Und am Ende wird der Tod, die Herrschaft des Todes, die Herrschaft des Teufels besiegt. Darum geht es. Das ist Evangelium: Mein Gott herrscht als König.
Gott tritt am Kreuz seine Herrschaft an. Er herrscht über mein Leben. Und als der große Sieger über alles Böse hat er jetzt auch alles Böse in meinem Leben besiegt. Ich lebe in Ewigkeit. Warum? Weil er lebt und ich seinen Sieg teile.
Jetzt noch im Kleinen, das gebe ich zu, angefochten, vielleicht so ein bisschen murkelig auch manchmal, in einer Welt, die geschunden ist, die frustrierend ist. Ich bereite gerade eine Predigerei über Prediger vor: Nichtigkeit der Nichtigkeiten. Na super. Aber das ist, wie diese Welt tickt. Du willst Glück in dieser Welt? Na dann such mal. Na dann such mal. Du willst dauerhaftes Glück? Brauchst du gar nicht suchen. Prediger sagt: ist völlig absurd, kannst knicken. Funktioniert nicht.
Diese Welt ist eine frustrierende, nichtige, gefallene, endliche, geschundene Welt. Und du steckst da mittendrin. Später mal in der Herrlichkeit, wenn der König wiederkommt und einen neuen Himmel und eine neue Erde schafft, dann geht es richtig los.
Aber nichtsdestotrotz: Auch wenn wir hier noch nicht Gott in seiner ganzen radikalen Majestät und Schönheit genießen können, trotzdem herrscht er als König. Gott herrscht hier drin. Hier drin herrscht Gott als König, in meinem Herzen, in deinem Herzen. Da ist er König.
Warum lese ich in der Bibel? Ganz einfach: Ich will wissen, was mein König mir zu sagen hat. Warum bete ich? Ich will Zeit mit meinem König verbringen. Und ich möchte das haben, was er für mich hat: Vergebung, Trost, Segen, Orientierung, Ermutigung.
Heute ist der Herrentag. Schönes Wort: der Herrentag, Offenbarung 1,10. Warum bist du hier? Weil Gott sagt: Einmal in der Woche, am Herrentag, ein schöner Tag, ein Tag, der dem Herrn gehört. Einmal in der Woche da möchte ich mich aufmachen und möchte ihn feiern. Da geht es mal nicht um mich, nicht um meine Sorgen, nicht um das, was die nächste Woche noch bringt. Und da steckt viel Schwierigkeit und viel Arbeit noch vor mir. Aber es geht heute nicht darum. Es geht darum, ihn anzubeten.
Er ist der König, und wir sind das königliche Priestertum. Vielleicht haben sich manche Gäste gefragt: Wann hört diese Gebetszeit endlich auf? Ja, es ist manchmal so, wenn man das erste Mal hier ist und das betet dann und betet dann. Also ich weiß, dass theoretisch bei Thomas steht: 15.53 soll er das ganze Ding runterbringen. Aber das wissen ja die Gäste nicht, und dann geht es so weit und geht weiter. Und ich finde das toll, weil wir sind doch hier als eine Priesterschaft. Wir dürfen gemeinsam als königliche Priester ihn feiern, ihn vor der sichtbaren und der unsichtbaren Welt als unseren König proklamieren. Das ist Gottesdienst. Alles andere, ey, warum bist du hier?
Und dieser König, der in meinem Herzen herrscht, der gibt mir jetzt einen Befehl. Der sagt: Okay, du möchtest also mein Untertan sein, schön, ich hätte da was für dich. Los, raus in die Welt, predige das Evangelium. Die Leute müssen hören, sie müssen verstehen, dass es Rettung gibt. Sie müssen begreifen, dass es ewiges Leben gibt. Sie müssen begreifen, dass ich sie lieb habe, und das musst du ihnen sagen. Sie müssen begreifen, dass die Herrschaft über das Böse aufgerichtet ist, dass das Böse nur noch so ein fade out ist, das wird immer weniger und irgendwann ist dann vorbei.
Und wir sind jetzt hier, um das anderen Leuten zu sagen. Ein Stück weit steigen wir da ein, wo Jesus ausgestiegen ist.

Gesandte an Christi statt

In Johannes 20,21 beschreibt Jesus unseren Dienst so. Er sagt: Jesus sprach nun wieder zu ihnen: Friede euch! Wie mich der Vater ausgesandt hat, sende ich auch euch.
Im Himmel ist also der Vater, der zum Sohn spricht: Ich habe einen Auftrag für dich. Wir müssen eine Welt retten. Ich schicke dich hinein, und du richtest unsere Herrschaft auf. Und ich weiß nicht, ob der Sohn zurückgefragt hat: Vater, wenn ich fertig bin, was machen wir dann? Wie kriegen wir das Ganze dann hin, dass alle Leute davon hören? Ich kann ja schlechterdings nicht mit jedem reden.
Und Gott sagt: Kein Problem. Ich schicke dich hinein. Du zerstörst die Macht des Todes, du zerbrichst die Bollwerke der Sünde, du setzt Menschen aus dem Kerker der Verlorenheit frei. Und dann werden sie, weil du wieder zu mir zurückkommst und hier von oben aus alles dirigierst, dort, wo du angefangen hast, den Job zu Ende bringen. Ich sende dich, und du sendest sie. Wie der Vater mich ausgesandt hat, sende ich auch euch. Das sagt er.
Und ein paar Wochen später ist dann Himmelfahrt. Jesus geht, seine Jünger bleiben, und mit ihnen bleibt sein Auftrag. Ein Auftrag, den Paulus später so formulieren wird. Er wird sagen: So sind wir nun Gesandte an Christi statt. 2. Korinther 5,20.
Das ist insofern lustig, weil ich immer, wenn ich den Text lese, denke: Schade, dass wir zwar so etwas wie das diplomatische Corps Gottes sind, aber dafür gibt es kein CD-Kennzeichen. Das ist ein bisschen schade. Wer weiß also bei diesen konsularischen Dingen, die müssen beim Falschparken nichts zahlen. Das gibt uns Gott nicht. Und trotzdem: Wir sind seine Botschafter. So sind wir nun Gesandte an Christi statt.
Ich weiß nicht, wie du dich fühlst. Vielleicht denkst du ganz ehrlich: Gesandter? Ich fühle mich gerade so, als wäre ich mit meinem normalen Leben schon überfordert. Jetzt brauche ich nicht noch den Anspruch, Botschafter zu sein.
Ja, das ist manchmal so. Wenn man das wieder hört, was man wirklich ist, hat man erst einmal den Eindruck: Hm, okay. Ich kann das nicht einfach wegnehmen. Ich kann nicht sagen: Dann bist du es halt nicht, weil du es bist. Du bist hier, um das Evangelium zu predigen.
Nochmal der ganze Vers aus 2. Korinther 5,20: So sind wir nun Gesandte an Christi statt, indem Gott gleichsam durch uns ermahnt. Gott redet durch uns. Du sitzt in der U-Bahn, holst, was weiß ich, deine Bibel raus. Jemand fragt dich: Was ist denn das für ein dickes Buch? Und du sagst: Bibel. Also irgendwie so. Und der fragt vielleicht weiter. Du bist an dieser Stelle Sprachrohr Gottes.
Das ist so irre. Ich finde das immer wieder faszinierend. Jemand begegnet dir, und du denkst dir: Oh, ich bin heute überhaupt nicht gut drauf. Was weiß ich, Schlechtwetterfront, schlägt sich auf mein ganzes Nieder, hoffentlich geht der Tag bloß rum. Und Boris hat vielleicht noch Rückenschmerzen, und der Hund kotzt oder sonst irgendwas. Du denkst dir: Boah, ey, hoffentlich ist der Tag bald rum. Und dann redet jemand mit dir, und während er mit dir redet, redet er mit dem Sprachrohr Gottes. Der ewige, lebendige Schöpfergott spricht durch dich. Ist das der Hammer?
Also ich tue mir bei diesem Gedanken immer ein bisschen schwer. Das ist immer so dumm: indem Gott gleichsam durch uns ermahnt. Und was sagen wir? Wir bitten für Christus. Eigentlich möchte Jesus das sagen, aber Jesus ist nicht da. Und Jesus hat uns hier gelassen, damit wir an seiner Statt für ihn etwas zu den Menschen sagen.
Was denn? Lasst euch versöhnen mit Gott. Das ist das, was Jesus durch dich Menschen sagen möchte. Das heißt noch nicht, dass Menschen das hören wollen. Das heißt noch nicht, dass wir uns dabei nicht fürchten würden, wenn wir das sagen. Aber das ist die Idee: dass wir zu Menschen gehen und sagen: Übrigens, lass dich versöhnen mit Gott.
Kleiner Einschub: Versöhnen, der Begriff hat nichts mit Sohn zu tun. Also versöhnen heißt nicht Sohn werden, sondern versöhnen kommt von Sühne, versühnen. Das ist die Herkunft. Es geht darum, dass jemand seine Schuld vergeben bekommt. Wir sagen zu Leuten: Lass dir deine Schuld wegnehmen, die Schuld, die zwischen dir und Gott steht. Lass dich mit Gottes Vergebung beschenken, die jeder bekommt, der glaubt. Lass mich dir erklären, wie du in dieser verrückten Welt mit Gott leben kannst und eine Hoffnung hast, mit der du problemlos sterben kannst. Lass mich dir das doch gerade erklären.
Lasst euch versöhnen mit Gott. Diese Einladung sollen wir aussprechen.

Wie man auf Fragen zum Glauben antworten kann

Das traue ich mich nicht. Ich traue mich das wirklich nicht. Wenn du das denkst, okay, ich kann dich gut verstehen. Ich kann dich besser verstehen, als du dir das vorstellen kannst.
Es gibt diese Versicherungsmakler-Christen, Kaltakquise-Evangelisation. Leute, die wie mein Freund Andreas Lindner die Frage stellen: Sag mal, ich habe mal Andreas gefragt: Kannst du wirklich mit jedem über das Evangelium reden? Ja, aber wie kriegst du nur die Überleitung hin, von irgendwas zu irgendwas? Und dann erzählt er mir eine Geschichte. Während er mir die Geschichte erzählt, war er in München Einrichtungsgegenstände holen für die Unterkunft von Bibelschülern. Und dann erzählt er mir: Du kannst doch alles nehmen, was rumsteht, um auf das Evangelium zu sprechen zu kommen. Wie? Na, schau hier, ich habe einen Gürtel, und dann sage ich: Wissen Sie, woraus der Gürtel ist? Nee, aus Leder. Wussten Sie, dass für Leder jemand sterben muss? Ja, ein Tier. Sehen Sie, und Jesus ist für sie gestorben. Bams, da sind wir doch schon.
Ich glaube, er hat es wirklich ernst gemeint, und so wie ich ihn kenne, kann er das. Ich stand einfach nur da und dachte: Never ever. Versteht ihr? Und jetzt kann man den Eindruck gewinnen, man müsse so sein. Und wir lachen über die Leute, aber haltet sie in Ehren und betet für sie. Diese Typen reißen wirklich was. Die machen sich wahrscheinlich öfter zum Larry, als wir uns das vorstellen, aber sie treffen immer wieder durch Gottes Gnade, einfach weil Gott Fleiß und Einsatz ehrt, auf Menschen, die dann mit ihnen ins Gespräch kommen.
Also es sollte jetzt nicht sein, dass ich meinen Freund Andreas irgendwie schlecht mache. Ich weiß auch nicht, ob er sich noch daran erinnert, aber ich finde, er tut einen fantastischen Dienst. Aber ich merkte, als er mir das vorstellte: Da steht ein Vollblut-Evangelist. Noch dazu einer mit einer persönlichen Geschichte, wo Angst nicht so tief in seinen Genen eingebaut war. So einer, der sich als Fallensteller in Kanada bekehrt, so: alleine ich und der Bär und das Evangelium. So einer steht vor mir und sagt: Das ist doch ganz easy. Und ich denke mir: Nee, das ist überhaupt nicht easy.
Und trotzdem steht hier, dass wir hingehen sollen und das Evangelium predigen sollen. Und deswegen möchte ich euch einen Vers mitgeben, wenn du sagst: Diese Hardcore-Variante ist überhaupt nicht meins. Aber es gibt so etwas wie einen kleinsten gemeinsamen Nenner. Das ist nicht der Nenner, wo eine Svetlana oder ein Flo sagen würden, dass es gut wäre. Also ihr werdet jetzt denken: viel zu wenig, das ist mir völlig klar. Ich muss aber für alle mal sagen: Der kleinste Nenner, das, wo jeder sich nicht mehr verstecken kann, der hört sich so an. Und das ist aus dem ersten Petrusbrief, Kapitel drei, Vers fünfzehn.
Da heißt es, und das ist der Auftrag, mit dem wir uns beschäftigen, wenn es rund um die Frage geht: Warum muss ich mich mit der Verteidigung des Glaubens beschäftigen? Warum muss ich Argumente dafür finden, warum es Gott gibt? Ich bin doch gläubig. Ich komme doch in den Himmel. Das nimmt mir doch keiner mehr weg, egal ob ich jetzt weiß, wie die Leitfrage zu beantworten ist und warum die Kirchen im Mittelalter Kreuzzüge geführt haben und ob das kosmologische Argument besser als das teleologische Argument ist. Das brauche ich doch nicht, ich habe doch Jesus.
Trotzdem gibt es eine Sache, das möchte ich euch mal zeigen, mit der ich euch ermutigen möchte, doch noch einen Tick tiefer auf diese Fragen einzugehen, die vielleicht von Leuten kommen, die Gott noch nicht kennen, die vielleicht Namenschristen sind, die meinen, aber nicht wirklich wissen, die irgendwie hoffen, ewiges Leben zu haben, aber sie haben es noch nicht gegriffen.
 1. Petrus 3,15, zweiter Teil: Seid aber jederzeit bereit, zur Verantwortung jedem gegenüber, der Rechenschaft von euch über die Hoffnung in euch fordert.
Also nicht dieses: Gehin, Klingel, Tür geht auf, guten Tag, ich bin von The Rock, wollen Sie mal mit mir in der Bibel lesen? Wenn du sagst, das ist viel zu weit weg, oder wenn du von manchen Leuten, die, weil da oben einer schreit, einfach hochrennen und dann erst mal eine Stunde evangelistisch reden, wenn du sagst: Wenn da oben einer schreit auf der Brücke, da renne ich überhaupt nicht hoch, ich hoffe, dass der mich nicht meint. Wenn du sagst, das ist nicht meine Welt, das kann deine Welt werden.
Seid aber jederzeit bereit, zur Verantwortung jedem gegenüber, der Rechenschaft von euch über die Hoffnung in euch fordert. Also das, was jeder bringen soll, ist: Da kommt einer und sagt, sag mal, ich betrachte dich, warum hast du eigentlich keine Angst vor dem Tod? Oder: Du bist doch eigentlich ein ganz vernünftiger Mensch, wie kommt das eigentlich dazu, dass du an so einen Unsinn wie Gott glaubst? Wenn so eine Frage kommt, dann sollen wir, wenn jemand uns nach unserem Glauben fragt, gute Antworten haben.
Und ich werde es noch ein bisschen eindampfen. Ich erlaube dir, dass du, wenn die Frage das erste Mal kommt, noch keine Antwort hast. Sag beim ersten Mal, wenn eine Frage kommt: Weiß ich nicht. Und dann machst du dich auf und gräbst dich ein und besorgst dir ein paar gute Argumente. Als junger Christ kannst du noch nicht auf alles vorbereitet sein, das ist logisch, das ist ein Prozess. Aber ich möchte euch Mut machen, in diesen Prozess einzusteigen.
Es sind gar nicht so viele Fragen, die man mal durcharbeiten muss, so viele Anfragen an den Glauben, mit denen man, wenn man es mal verstanden hat, jemand anderem sagen kann, warum man eigentlich glaubt. Was wir anstreben sollen nach diesem Vers, seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung jedem gegenüber, der Rechenschaft von euch über die Hoffnung in euch fordert, ist die Fähigkeit, gute Antworten zu geben, wenn jemand uns nach unserem Glauben fragt. Auf dem Niveau, wo wir stehen. Aber doch irgendwie ist Apologetik die Fähigkeit, den Glauben begründen zu können, Pflicht.
Und dann geht der Vers weiter: Aber mit Sanftmut und Ehrerbietung. Ganz wichtig: Wenn jemand dich fragt, dann geht es nicht darum, dass du Staatsanwalt Gottes bist und dann so das Schwert zückst und in die Schlacht ziehst. Sanftmut, Ehrerbietung. Du brauchst nicht hart zu werden, nicht aggressiv zu werden, nicht unhöflich zu werden. Du bist Zeuge, Zeuge von dem, was Gott in deinem Leben getan hat. Der andere darf kritisch sein, lass ihn kritisch sein, bring du einfach deine Argumente.
Und dann heißt es hier noch: Und habt ein gutes Gewissen, damit die, welche euren guten Wandel in Christus verleumden, darin zerschanden werden, worin euch Übles nachgeredet wird. Habt ein gutes Gewissen. Man wird, wenn du Christ bist, schlecht über dich reden. Du kannst nichts dagegen tun, außer einer Sache: heilig leben. Lass die anderen ruhig dich verleumden, lass sie sagen, der ist so und so und die ist so und so. Ja, du tust Gutes, du lügst nicht, du stiehlst nicht, du betrügst nicht, du brichst die Ehe nicht, du gehst nicht mies mit deinen Eltern um, bist nicht neidisch, nicht zornig. Und dann können die anderen sagen, was sie wollen. Irgendwann wird auch dem Letzten offenbar, dass es nicht stimmt, was man über dich sagt.
Drei Dinge also, der gemeinsame Nenner, der uns verbinden soll. Zum einen: Sei bereit, sei bereit, deinen Glauben verteidigen zu können. Zweitens: Sei freundlich dabei. Drittens: Sei heilig. Frage: Wie mache ich das? Und deswegen habe ich euch zum Schluss etwas mitgebracht.

Hilfen und Literatur für den Einstieg

Ich glaube, man macht es dadurch, dass man sich Informationen besorgt. Die wenigsten von euch sind so klug, dass sie alles selbst durchdenken können. Also besorgt man sich gute Bücher.
Ich habe euch drei Arten von Büchern mitgebracht, die mir geholfen haben, mich mit dem Thema Verteidigung des Glaubens zu beschäftigen. Ich habe sie mal unter drei Überschriften gepackt.
Die erste Überschrift ist Rundumschlag. Rundumschlag deshalb, weil man, wenn man ganz am Anfang steht, erst einmal ein bisschen Überblick braucht. Dann liest man etwas und hat zunächst noch nicht alle Antworten, aber schon sehr viele. Jedes dieser Bücher will genau das sein.
Ich habe euch mitgebracht: Lee Strobel: Glaube im Kreuzverhör Den absoluten Klassiker von C. S. Lewis: Pardon, ich bin Christ? Relativ neu von Timothy Keller: Warum Gott?
Wenn du nur drei Bücher in deinem Leben zum Thema Apologetik lesen willst, dann sind das die drei.
Wenn du sagst, ich hätte es gern noch ein bisschen komplizierter: Dr. Dr. William Lane Craig, Doktor der Philosophie, Doktor der Theologie, hat dieses Buch geschrieben: On Guard, auf Deutsch: Mit Verstand und Präzision den Glauben verteidigen. Wenn du es noch einen Tick tiefer haben willst, dann ist das auch etwas für Leute, die sagen: Ja, es kann ruhig auch mal ein bisschen komplexer werden. Auch das ist ein Übersichtsbuch.
Das ist die eine Rubrik. Das heißt: Wenn du Einsteiger bist, wenn du jung bist, such dir aus dieser Rubrik Rundumschlag eins aus und lies es einfach mal durch. Arbeite es durch, schreib es dir auf, und du kriegst unglaublich viele Informationen.
Dann gibt es eine Rubrik, die ich historische Argumente nenne. Manchmal kommen Leute und fragen: Warum denkst du denn, dass die Bibel wahr ist? Und hat sich das alles so zugetragen? Da könnte man in den Bereich der Archäologie hineingehen.
Ich habe euch drei mitgebracht: zwei Klassiker von Josh McDowell, Die Bibel im Test. Es ist ein bisschen trocken, aber hilfreich, mindestens als Nachschlagewerk, solange man das noch kaufen kann. Von demselben Autor: Jesus von Nazareth. Und noch einmal von Lee Strobel: Der Fall Jesus.
Wenn du sagst, ich will erst einmal ein bisschen anfangen: Woher weiß ich, dass Jesus wirklich gelebt hat? Woher weiß ich, dass das alles über Jesus stimmt? Dann rate ich dir zu diesem hier. Der Fall Jesus von Lee Strobel lässt sich leichter lesen. Aber wenn du im Detail irgendwo hineingehen musst, sollte man sich diese zwei dicken Schinken irgendwann einmal mitnehmen, wenn man sie auf dem Grabbeltisch findet. Dann ist gut. Ich lege sie euch hierher.
Jetzt wirst du vielleicht denken: Ja, Jürgen, aber mein Punkt ist gar nicht so sehr dieser Rundumschlag, historische Argumente. Ich habe da jemanden, der hat irgendein Sonderthema. Da muss man dann auch ein bisschen spezieller schauen.
Es gibt immer mal Leute, die zum Beispiel auf Kreuzzüge abfahren. Das kann so sein. Da lohnt es sich vielleicht irgendwann einmal, das Buch Gotteskrieger von Rodney Stark zu lesen, um einfach ein bisschen mehr Ahnung über die Kreuzzüge zu haben.
Vielleicht willst du wissen, wie authentisch die Auferstehung ist. Kann ich die Auferstehung beweisen? Das klingt so unwahrscheinlich, dass einer tot ist und dann wieder lebendig wird. Immer noch ein Klassiker: Die Tatsache der Auferstehung von Josh McDowell. Einfach mal lesen.
Und dann hat Lutz von Padberg die häufigsten zehn Vorwürfe gegen das Christentum mal zusammengetragen. Das ist so ein Rundumschlag von komischen Sachen, die passiert sind: Inquisition, Hexen, Kolonialismus, Umgang mit Juden. Das ist in diesem Buch hier.
Aber ihr merkt: Da muss man dann sehen, was das Problem des anderen ist, und dann kann man sich dazu etwas besorgen. Das ist erst die dritte Stufe.
Also: Er fängt quasi hier von links an zu lesen. Links, dann die Mitte. Und ganz zum Schluss – das ist wahrscheinlich für die Schüler interessant, das kann ich nur anreißen – auch das ist im Bereich Apologetik immer irgendwie wichtig: das Thema Evolutionstheorie, Wissenschaft. Dieses Thema kommt ja ganz hoch. Ja, die Wissenschaft hat ja Gott widerlegt, bla bla bla. Also braucht ihr nicht glauben, aber wenn ihr etwas dazu lesen wollt, dann hier mal drei Bücher:
Indizien für einen Schöpfer von Lee Strobel, damit man das mal hat. Ich habe jetzt einfach mal zum Thema Evolutionstheorie etwas mitgebracht: Darwins Dilemma. Dann mal einen schönen Film, damit man sieht, dass das doch nicht alles so völlig logisch und klar ist. Und was ich brillant finde, was sich also wirklich lohnt, für jeden einfach durchzublättern: Leben. Woher das Spannungsfeld Schöpfung, Evolution? Die sind wirklich ausgewogen. Die geben sogar zu, wo sie selbst an der Stelle noch Probleme haben. Ich finde die ganz, ganz, ganz arg toll.
Und da gibt es noch viel, viel mehr. Ich wollte euch jetzt erst einmal das so ein bisschen zeigen, damit ihr das mal gesehen habt, und euch ermutigen, dass ihr ein Stück vorbereitet seid, je nachdem, wo ihr steht. Dass ihr euch ein Buch aussucht und vielleicht sagt: Hiermit möchte ich mich mal irgendwo im Bereich Apologetik mit einem dieser Themen beschäftigen.
Vielen herzlichen Dank.
Nein, ihr könnt die nicht mitnehmen. Ihr könnt sie anschauen. Ich lasse sie hier liegen, aber ich packe sie dann wieder für mich ein und komme wieder in meinen Buchschrank.

Schlussgebet und Bitte um Erneuerung

Gut, dann bete ich noch zum Schluss.
Vater im Himmel, ich möchte Dich bitten, dass Du uns segnest, dass Du uns segnest mit der Fähigkeit, Menschen unseren Glauben erklären zu können, mit dem Wunsch, Antworten auf die Fragen zu finden. Ich möchte Dich bitten, Herr, dass Du uns in der kommenden Woche mit guten Begegnungen von offenen Menschen segnest, denen wir sagen können, dass Du König bist, dass Du regierst und dass Du sie zur Versöhnung einlädst.
Ich möchte Dich darum bitten, Herr, dass Du Gnade gibst, dass jeder, der heute hier ist und in diesem Prozess noch nicht zu einem Ende gelangt ist, sich traut, zu Dir zu kommen, Buße zu tun, von ganzem Herzen einen Neuanfang zu wagen und sich versöhnen zu lassen.
Ich möchte Dich darum bitten, Herr, dass Du uns Gnade gibst, eine evangelistische Gemeinde zu werden, die sichtbar ist im Stadtbild und die sich einfach traut, wieder mehr rauszugehen. Herr, wir haben da ein bisschen etwas verloren, da ist so eine Dynamik verlorengegangen. Und ich bitte Dich um Erweckung, ich bitte Dich um eine Wiederbelebung dieser Gemeinde.
Amen.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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