Serie•Teil 4 / 6E21 Regionalkonferenz Ost 2017
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einleitung zu den Büchern und zur Methode
Ich will nur kurz zu allen drei Büchern etwas sagen. Ich sage das unverschämt, was in meinen Büchern ist, aber ich muss sagen: Durch den Verkauf der Bücher kriege ich überhaupt kein Geld. Also, mein Ferienhaus in Südfrankreich wird durch den Verkauf der Bücher nicht gebaut. Es fällt mir jetzt ein, dass mein Ferienhaus in Südfrankreich überhaupt nicht gebaut wird.
Das Markus Experiment: Ich muss das in Deutschland klar machen, weil das Markus Theater in Deutschland oft das Markus Experiment heißt, was blöd ist. Denn das Markus Experiment, das Buch, hat nichts mit dem Theater zu tun. Es geht einfach um das Markus-Evangelium. Das heißt, ich versuche letztlich, das Markus-Evangelium auszulegen. Es ist wie ein kurzer, einfacher Kommentar. Es hat nichts mit dem Theater zu tun.
Dieses Buch, Die fünf Gewohnheiten von zutiefst zufriedenen Menschen, ist wie eine einfache Auslegung von 1. Mose 2. Es geht darum, was es bedeutet, im Ebenbild Gottes geschaffen worden zu sein. Am Ende von Kapitel 1 in 1. Mose heißt es, dass Gott die Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat. Und dann macht Adam in Kapitel 2 fünf Dinge, die die Tiere nicht machen können. Er macht diese Dinge, weil er im Ebenbild Gottes geschaffen worden ist.
Wenn wir diese Dinge auch praktizieren, tun wir sie ohnehin alle, weil es in einem Sinn automatisch so ist: Wir sind alle im Ebenbild Gottes geschaffen worden, auch Menschen, die nicht glauben, dass es Gott gibt, übrigens. Sie machen das sowieso. Aber es ist eine einfache Auslegung dieses Kapitels, mit Vorschlägen, wie das in der Praxis angewandt werden könnte. Und je mehr wir so leben, also wie Menschen, die nach Gottes Bild geschaffen worden sind, desto zufriedener sind wir.
Das Buch ist auch für Nichtchristen geschrieben worden. Es gibt einen Teil im Buch, der heißt „Gott entdecken“, und dort geht es um das Evangelium. Danach gibt es noch eine fünfte Gewohnheit, eine sechste Gewohnheit, die auch in 1. Mose 2 zu finden ist, aber nur für Christen möglich ist. Spannend, oder? Wenn ich du wäre, würde ich das kaufen.
Und dann: Wie lehre ich die Bibel, damit Menschen Gott begegnen? Das ist absichtlich sehr dünn. Ich habe einen Freund in meiner Gemeinde in Southampton, der sagt: Andrew, du schreibst keine Bücher, du schreibst Postkarten. Es ist absichtlich dünn, und es ist absichtlich ein How-to-Buch. Es schlägt eine Möglichkeit vor, wie man eine Bibelarbeit oder eine Predigt vorbereiten kann.
Ich meine nicht, dass das die einzige Methode ist. Aber ich glaube, es tut gut, eine Methode zu lernen, auch wenn man das dann selber ein bisschen ändert, je nachdem, wie meine Persönlichkeit ist und so weiter und so fort. Deswegen ist es so geschrieben worden: Es ist eine Methode. Und das ist gut, glaube ich, für alle Christen, aber auch für Christen, die vielleicht schon erfahren sind als Bibellehrer, aber die anderen helfen wollen, in der Bibellehre zu wachsen. Man könnte das auch verwenden. Es gibt auch eine Webseite, die mit dem Buch verbunden ist.
Gut, danke. Das Mikro an Andrew weiter.
Die Vorbereitung einer Bibelauslegung
Können wir bitte Johannes 2 noch einmal aufschlagen? Wir werden einiges jetzt ein bisschen interaktiv machen, in kleinen Gruppen. Zunächst einmal möchte ich aber ein paar Dinge als Einleitung sagen.
Es ist Absicht, dass wir am Anfang die erste Hälfte von Johannes 2 gemacht haben und jetzt die zweite Hälfte, damit wir den Zusammenhang schon kennen. Wir wissen ja, was in Kapitel 2, Vers 13, passiert, und was Jesus gerade in Kana getan hat. Das hilft uns.
Ich möchte nur sagen: Wenn ihr diese Auslegung gehört habt, von Kapitel 2, Verse 1 bis 12, habt ihr gesehen, dass ich einiges mache. Das gehört zu der Methode, die ich in diesem Buch vorstelle. Für mich ist es sehr wichtig. Der erste Schritt ist immer, dass ich die Stelle studiere. Dass ich schaue: Was steht da? Was bedeuten die Worte? Was bedeuten die Ausdrücke? Worum geht es in der Stelle? Also, dass ich mir die Zeit nehme, um die Stelle gründlich zu studieren. Das ist für mich immer Schritt Nummer eins.
Schritt Nummer zwei ist für mich, dass ich versuche, eine Einteilung der Stelle zu machen, in zwei oder drei oder vier Abschnitte. Und dann werde ich jedem Abschnitt eine Überschrift geben. Es gibt Bibellehrer, die das nicht mögen und die das nicht machen, und das respektiere ich. Für mich ist es ein riesiger Vorteil, wenn ich studiere, mich vorbereite und auch wenn ich dann predige oder lehre, dass ich eine Einteilung habe. Dass ich weiss, dass die Verse 1 bis 9 oder 10 bis 13, 14 bis 18, dass ich weiss, was die Einteilung ist. Und es ist auch eine Hilfe, dass ich Überschriften suche, die irgendwie das zusammenfassen, was in diesem Abschnitt ist.
Ich denke auch, dass das ein grosser Vorteil für die Zuhörer ist. Wenn man manchmal nicht alles verfolgt oder ein bisschen eingeschlafen ist, dann kann man leichter wieder einsteigen, wenn man weiss, in welchem Teil der Stelle man ist und worum es ungefähr geht. Also ich denke, das ist auch für die Zuhörer ein grosser Vorteil. Nicht alle sind meiner Meinung, das ist erlaubt. Ich verlasse euer Land sowieso am Montag.
Aber das ist immer das, was ich mache, wenn ich die Bibel lehre:
Schritt Nummer eins: Ich studiere die Bibelstelle.
Schritt Nummer zwei: Ich versuche, eine Einteilung zu finden, in zwei oder drei oder vier Abschnitte.
Es werden Witze erzählt, und ich nehme an, auch in Deutschland gibt es diese drei Teile in einer Predigt. Und ich denke natürlich, das sollte nicht immer drei sein. Es kommt darauf an, wie die Stelle ist, wie der Aufbau, wie die Struktur der Bibelstelle ist. Aber ich sage: Ich denke, viele Bibelstellen haben drei Teile. Ich glaube nicht, dass das Zufall ist. Ich glaube, viele Bibelstellen haben drei Teile, und wenn es drei Teile gibt, dann schäme ich mich überhaupt nicht, drei Teile zu haben. Aber natürlich gibt es Stellen, wo man sagt: Es sind zwei oder drei oder vier, aber nicht zu viele.
Ein englischer Prediger, ein bekannter englischer Prediger vor ein paar Jahrhunderten, hat angeblich gegen Ende einer Predigt einmal gesagt: Und jetzt kommen wir zum 56. Punkt. Ich glaube, wenn ich eine Predigt halten würde, eine Bibelauslegung, und am Anfang sagen würde: Ja, das ist eine tolle Stelle, sind 56 Punkte, ihr lacht, weil ihr wisst, dass das nicht passieren wird. Aber wenn ich das machen würde und ihr mich nicht kennen würdet, gäbe es Angst und wahrscheinlich eine Volksbewegung Richtung Ausgang.
Drei sei nicht gegen drei Teile, wenn es drei Teile gibt. Irgendetwas ist wichtig mit der Zahl drei, ich weiss es nicht. Ein einfaches Beispiel: Viele Witze hängen davon ab, dass die Nummer drei sehr wichtig ist. Ich erzähle diesen Witz: Zwei Buben, Jungs, schreiben eine Prüfung in der Schule, und der Lehrer kommt, um zu schauen, dass sie nicht schwindeln. Er schaut die Blätter an und sagt einem der Schüler: Du schwindelst, du schaust auf das Blatt deines Nachbarn. Und er sagt: Nein, ich schaue nicht. Und der Lehrer sagt: Ja, doch, du schaust, du schwindelst. Schau die beiden Blätter an. Er hat geschrieben: Nummer eins, ja. Du hast geschrieben: Nummer eins, ja. Er hat geschrieben: Nummer zwei, nein. Du hast geschrieben: Nummer zwei, nein. Er hat geschrieben: Nummer drei, ich weiss nicht. Du hast geschrieben: Nummer drei, ich auch nicht. Ist das zu intellektuell für euch?
Ich kann das jetzt nicht beweisen, aber wenn man das anders erzählen würde, nicht mit drei, wenn ich sagen würde: Er hat Nummer eins geschrieben, er hat Nummer eins geschrieben, ja; du hast Nummer eins geschrieben, ja; er hat Nummer zwei geschrieben, ich weiss nicht; du hast Nummer zwei geschrieben, ich auch nicht, würden die Leute viel weniger lachen. Es stimmt. Wenn er das als Viertes machen würde, er hat geschrieben: Nummer vier, ich weiss nicht, du hast geschrieben: Nummer vier, ich auch nicht, würden die Leute weniger lachen. Es steckt etwas in der Nummer drei. Aber das bedeutet nicht, dass ich immer drei Teile suche. Ich muss sagen, ich staune, wie oft eine Bibelstelle sich leicht in drei Teile einteilen lässt. War das Deutsch? Okay, gut, ich bin auch überrascht.
Das heisst, ich versuche zunächst einmal die Einteilung zu machen. Und natürlich kann man manchmal, in deiner Übersetzung gibt es wahrscheinlich Absätze, und vielleicht sind die Absätze da eine Hilfe. Aber nur eine Warnung: Natürlich sind die Absätze nicht im griechischen Text und im Alten Testament im hebräischen Text dabei. Es sind keine Absätze, es ist einfach durchgeschrieben. Also das heisst, die Absätze sind Vorschläge von den Übersetzern, wie die Stelle aufgebaut ist, ob es sich lohnt, das anzuschauen. Und vielleicht ist es hilfreich, vielleicht ist es nicht hilfreich.
Und die Frage ist: Wo fängt ein neuer Abschnitt an? Zum Beispiel, wenn ein Vers mit dem Wort anfängt, also nicht mitten in einem Satz, sondern am Anfang eines Satzes, dann ist es fast immer der Anfang eines neuen Gedankens, eines neuen Abschnitts. Oder wenn der Satz mit deswegen anfängt, ist es entweder der Anfang eines neuen Gedankens oder der Abschluss von dem früheren Gedanken. Es gibt einige Dinge, die vielleicht Hinweise darauf sind, wo ein neuer Abschnitt beginnt.
Und ihr habt gesehen, wie ich das gemacht habe mit der ersten Hälfte des Kapitels, wenn ihr die Bibel bitte aufschlagt. Ich sage nicht, dass das die einzige Möglichkeit ist, aber ich habe 1 bis 5 gehabt, und dann 6 bis 10, und dann 11 und 12. 1 bis 5 kommt mir vor, das ist immer alles irgendwie Vorbereitung, das ist noch nicht das Wunder, das ist alles davor. Dann 6 bis 10, das ist das Wunder selbst. Und 11 und 12, das ist die Reaktion nach dem Wunder. Das ist meine Begründung. Ich sage nicht, dass dies die einzige Möglichkeit ist, aber das ist meine Begründung, warum ich die Stelle so eingeteilt habe. Macht das Sinn? Ich meine nicht: Bist du meiner Meinung? Sondern: Versteht ihr, was ich meine? Ja, drei, vier von uns verstehen, was ich meine, das ist super.
Das heisst, ich versuche zunächst einmal, die Einteilung zu machen: zwei oder drei oder vier Abschnitte, nicht 56 Abschnitte. Dann versuche ich, Überschriften zu finden für diese Abschnitte. Die Überschriften sollen normalerweise zwei Eigenschaften haben. Eigenschaft Nummer eins ist: Jede Überschrift soll dem Abschnitt treu sein. Das ist eh klar. Also jede Überschrift soll dem bestimmten Abschnitt treu sein. Das bedeutet nicht, dass die Überschrift alles, alle Details, einschliessen kann. Natürlich nicht, das wäre blöd, das ist nur eine Überschrift. Aber sie soll dem Abschnitt treu sein. Das ist sehr wichtig.
Die zweite Eigenschaft der Überschriften ist für mich: Die Überschriften sollen womöglich zusammenpassen. Ich werde euch ein paar Beispiele geben, um klarzumachen, was das bedeutet, was ich damit meine. Hier sind drei Überschriften, es handelt jetzt nicht um Johannes 2, drei Überschriften, die nicht zusammenpassen. Nehmen wir an, ich predige, ich lege eine Bibelstelle aus, und ich habe diese drei Überschriften. Und vielleicht ist jede Überschrift dem Teil, dem jeweiligen Teil, treu, aber diese Überschriften, die ich jetzt sagen werde, sie passen nicht zusammen. Hier sind die drei Überschriften.
Erstens: Gott ist Liebe.
Zweitens: Wenn wir die Heilsgeschichte im Alten Testament anschauen, sehen wir, dass es immer der Plan Gottes war, dass er eine Nation haben würde, die ein Licht für die Völker sein sollte, damit die Völker zu Gott finden können.
Drittens: Sollten wir mehr beten?
Ich meine, gehen wir davon aus, diese drei Überschriften sind dem jeweiligen Teil der Stelle treu, aber seht ihr, dass diese Überschriften nicht zusammenpassen. Die Leute werden sich das nachher nicht merken. Und ich möchte, dass meine Zuhörer, ich möchte, dass ich mich daran erinnern kann, damit ich das predigen kann. Aber ich möchte auch, dass meine Zuhörer sich daran erinnern können, damit sie nachher darüber nachdenken können, darüber beten können, darüber reden können mit ihren Freunden. Zum Beispiel gestern Abend, hoffentlich wissen einige noch: Der Geist ist der forschende Geist, der offenbare Geist, der inspirierende Geist, der erleuchtende Geist.
Also ich versuche, so etwas immer zu machen. Ich gebe euch ein Beispiel: Ich habe als Student eine Bibelarbeit gehört über den barmherzigen Samariter. Der Redner bei unserer Studentengruppe hat über diese Stelle gepredigt, Lukas 10, und er hat drei Überschriften gehabt. Er hat gesagt, es sind drei Einstellungen, Lebenseinstellungen, hier in dieser Stelle, und er hat drei Überschriften gehabt, die diese drei Lebenseinstellungen zusammenfassen.
Zunächst einmal die Lebenseinstellung der Räuber. Das ist die erste Überschrift: Was dir gehört, gehört mir, wenn ich es kriegen kann.
Zweitens die Lebenseinstellung der religiösen Menschen, die nicht geholfen haben: Was mir gehört, gehört mir, wenn ich es behalten kann.
Und drittens die Lebenseinstellung des Samariters: Was ist die Lebenseinstellung des Samariters? Ja, was mir gehört, gehört dir, wenn du es annehmen kannst.
Seht ihr, dass diese Überschriften zusammenpassen? Sie bleiben im Gedächtnis, auch wenn du sie nicht magst. Ich habe eine schlechte Nachricht für dich: Du wirst sie wahrscheinlich nie vergessen. Nächstes Mal, wenn du diese Stelle anschaust, wirst du denken: Was dir gehört, gehört mir, wenn ich es kriegen kann. Was mir gehört, gehört mir, wenn ich es behalten kann. Was mir gehört, gehört dir, wenn du es annehmen kannst.
Also versuche ich, Überschriften zu finden, die irgendwie zusammenpassen, damit sie im Gedächtnis bleiben. Hier mit der ersten Hälfte von Kapitel 2 im Johannesevangelium habe ich dann ein bisschen geschwindelt, weil die ersten zwei irgendwie zusammengepasst haben, meiner Meinung nach: Jesus der Gast, Jesus der Gastgeber. Es wäre möglich, vielleicht eine dritte Überschrift zu finden für 11 und 12: Jesus der Herr. Es wäre möglich. Ich habe einen Grund, warum ich das nicht gemacht habe, und ich werde das später sagen, wenn ich das nicht vergesse zu sagen. Aber meine Überschrift für die Verse 11 und 12 war: Reaktion echten Glaubens. Und vielleicht wissen einige schon, warum das meine Entscheidung war. Aber das war die Einteilung und dann die Überschriften dazu.
Das heisst, meine ersten zwei Schritte bei der Vorbereitung einer Bibelarbeit, oder ich mache das auch, wenn ich einen Gesprächskreis leite, ich mache das auch. Also ich mache diese Einteilung mit Überschriften, obwohl es ein Gespräch sein wird und nicht so vortragsmässig. Das heisst:
Schritt Nummer eins: Ich studiere die Stelle.
Schritt Nummer zwei: Ich mache eine Einteilung und finde Überschriften für jeden Teil. Und die Überschriften sollen ihrem Teil treu sein, und die Überschriften sollen zusammenpassen.
Das sind die ersten zwei Schritte, die ich mache, wenn ich eine Bibelarbeit oder eine Predigt oder eine Auslegung vorbereite. Jetzt werden wir versuchen, so etwas auszuprobieren mit der zweiten Hälfte der Stelle. Eigentlich wäre es gut, wenn man das vorlesen könnte. Martin, bist du bereit, zurückzukommen und das vorzulesen? Lies mal bitte Kapitel 2, die Verse 13-25 vor, danke.
Und das Passafest der Juden war nahe, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Und er fand im Tempel die Händler, die Rinder, Schafe und Tauben verkauften, und die Wechsler, die da sassen. Und er machte eine Geissel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus, samt den Schafen und Rindern, und schüttete den Wechslern das Geld aus und stiess die Tische um. Und er sprach zu denen, die die Tauben verkauften: Tragt das weg und macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhaus!
Seine Jünger aber dachten daran, dass geschrieben steht: Der Eifer um dein Haus wird mich fressen.
Da antworteten nun die Juden und sprachen zu ihm: Was zeigst du uns für ein Zeichen, dass du dies tun darfst?
Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brecht diesen Tempel ab, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten.
Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten?
Er aber redete von dem Tempel seines Leibes.
Als er nun auferstanden war von den Toten, dachten seine Jünger daran, dass er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesagt hatte.
Als er aber in Jerusalem war beim Passafest, glaubten viele an seinen Namen, da sie die Zeichen sahen, die er tat. Aber Jesus vertraute sich ihnen nicht an. Denn er kannte sie alle und bedurfte nicht, dass jemand Zeugnis gebe von Menschen, denn er wusste, was im Menschen war.
Die Frage nach dem Aufbau des Textes
Der erste Schritt ist, dass man die Stelle studiert. Wir werden das jetzt nicht machen, denn das würde zu lange dauern. Und natürlich verwende ich auch bei diesem ersten Schritt, wo ich die Stelle studiere, manchmal Kommentare usw. usf., und die haben wir hier nicht. Also werde ich jetzt nur einiges zur Stelle sagen, einige Punkte, und dann werden wir in Gruppen etwas anderes machen.
Zunächst einmal: Schau bitte in 1. Könige 8. Wenn nicht, dann werde ich das sowieso vorlesen, das ist okay. Es ist keine Krise, wenn du das nicht anschaust. Aber ich sage es noch einmal: Ich lese das vorher vor. Und ich stelle die Frage, bevor ich das lese: Wo sieht man die Herrlichkeit Gottes? Im Alten Testament, wo hat man die Herrlichkeit Gottes gesehen? Das ist jetzt die Erzählung in 1. Könige 8 vom Tempel, den Salomo für Gott gebaut hat.
1. Könige 8,10: Es geschah, als die Priester aus dem Heiligtum hinausgingen, da erfüllte die Wolke das Haus des Herrn, sodass die Priester wegen der Wolke nicht hinzutreten konnten, um ihren Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus des Herrn.
Das heißt: Wenn man im Tempel war, hat man die Herrlichkeit Gottes sehen, ahnen, können. Dort war die Herrlichkeit Gottes. Dann ist es erstaunlich, dass Johannes in Johannes 1,14 sagt, dass wir Jesus kennengelernt haben und seine Herrlichkeit gesehen haben. Es ist auch erstaunlich, dass Johannes in Johannes 2,11 schreibt, dass die Jünger Jesu Herrlichkeit gesehen haben. Und dann kommt er nach Jerusalem und geht in den Tempel, wo man die Herrlichkeit Gottes sehen sollte, sehen können sollte. Ist das Deutsch? Ungefähr wisst ihr, was ich meine. Aber die Herrlichkeit Gottes war nicht da.
Auch als Einleitung: Das bedeutet übrigens nicht, dass ich diese Stelle in einem Sonntagsgottesdienst unbedingt mit 1. Könige 8,10-11 vorlesen würde. Nicht unbedingt. Aber das hilft mir bei der Vorbereitung, wenn ich die Stelle studiere. Ich möchte nicht zu viele Parallelstellen verwenden, wenn ich zum Beispiel im Gottesdienst predige. Ich glaube, das kann für einige Leute entmutigend sein: noch eine Parallelstelle, noch eine Bibelstelle, die ich zeigen will. Aber vorlesen will ich noch eine weitere Parallelstelle: 5. Mose 16,16. Ich lese das vor, weil es nur wie der Hintergrund ist, was im Gesetz Gottes steht.
5. Mose 16,16: Dreimal im Jahr soll alles männliche Volk bei dir vor dem Herrn, deinem Gott, erscheinen, an dem Ort, den er wählen wird: am Fest der ungesäuerten Brote, am Fest der Wochen und am Fest der Laubhütten.
Das heißt, die Erwartung war, zum Beispiel zum Passafest, dass fast alle Männer in Israel, zumindest vielleicht auch Frauen, aber die Männer auf jeden Fall, nach Jerusalem ziehen sollten, zum Tempel. 5. Mose 16,16. Und deswegen ist es wichtig, Johannes 2,13: Und das Passa der Juden war nahe, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Und wir kennen diese Begebenheit, wir kennen diese Geschichte, wir wissen, was da passiert ist.
Ich glaube, es ist gut, wenn wir jetzt versuchen, in Gruppen einiges zu tun. Bevor ich erkläre, was wir machen werden, möchte ich bitten, dass wir kleine Gruppen bilden, drei oder vier pro Gruppe, und schauen, dass alle bereit sind, dieselbe Sprache zu verwenden. Also nur die Stühle ein bisschen drehen, damit man zusammenkommt. Also bitte drei oder vier pro Gruppe, danke! Es sind einige drei-, vierer Gruppen, die etwas größer ausschauen, aber ich kann damit leben, das ist kein Problem.
Gut, also wir brauchen Johannes 2,13-25 vor uns, bitte jeder. Und was wir machen werden, das ist mein zweiter Schritt bei der Vorbereitung. Das hat zwei Teile. Zunächst einmal werden wir versuchen, eine Einteilung der Stelle zu finden in zwei oder drei oder vier Abschnitte, aber nicht 45. Und dann werden wir nachher versuchen, Überschriften zu finden. Aber zunächst einmal geht es noch nicht um Überschriften. Zunächst einmal geht es einfach darum, dass ihr miteinander redet: Gibt es bestimmte Abschnitte in dieser Bibelstelle? Vielleicht werden die Absätze in deiner Übersetzung einige Vorschläge machen, aber vielleicht sind sie gute Vorschläge, vielleicht sind sie schlechte Vorschläge. Versucht zu finden und versucht euch als Gruppe zu einigen, was eine Lösung betrifft.
Vielleicht sagt ihr: Wir denken 13 und 14, 15 bis 23, 24 und 25. Das ist kein ernster Vorschlag meinerseits, aber das ist das, was ich ungefähr suche, oder? Dass ihr versucht, aber noch nicht Überschriften. Und ihr werdet etwas entdecken, während ihr dieses Gespräch habt. Theoretisch haben wir den ersten Schritt, dass wir die Stelle studieren, schon gemacht, theoretisch. Aber das war sehr schnell, das weiß ich. Aber ihr werdet entdecken, wenn ihr jetzt dieses Gespräch habt, wie können wir diese Stelle einteilen, dass ihr auch anfangen werdet, die Stelle zu studieren. Denn wenn jemand sagt: Ich denke, der erste Abschnitt ist 13 bis 15, und die anderen sagen: Warum? Und die Antwort ist: Ja, weil hier das gemacht wird und dann nachher ist etwas anderes. Dann werdet ihr die Stelle näher anschauen, während ihr versucht, zu einer Meinung zu kommen in eurer Gruppe: Wie werden wir die Einteilung machen?
Ist das klar, was die Aufgabe ist? Könnt ihr nicken, wenn es klar ist? Super, danke, ihr seid gute Nicker, danke! Es geht nicht um Überschriften, noch nicht um Überschriften, nur um eine Einteilung. Versucht euch zu einigen. Ich gebe euch acht Minuten. Schaut mal, wie es euch geht. Alles Gute!
Herr Präsident! Ich weiß, dass diese Zeit jetzt viel zu kurz war. Das ist mir ganz klar. Das ist nur eine Übung, dass man das ausprobiert. Ich möchte von einigen Gruppen hören, die sich geeinigt haben. Ich möchte also nicht von einer Gruppe hören, die sagt: Ja, einer von uns hat gedacht, jemand anderer hat gedacht, und meine Meinung, die die richtige ist, ist diese Meinung. Meinungen hören, und ich sage: Natürlich ist es möglich, dass es einige Möglichkeiten gibt, was die Verseinteilung betrifft an dieser Stelle. Das ist mir klar. Aber es gibt einige Einteilungen, die eindeutig falsch sind. Zum Beispiel, wenn jemand sagt: Der erste Abschnitt ist Vers 13 und 14, der zweite Abschnitt ist Vers 15, und der dritte Abschnitt ist Vers 16 bis 24, der vierte Abschnitt Vers 25, dann denke ich: Ja, das ist nett, aber das macht keinen Sinn, okay? Aber es kann natürlich Flexibilität geben.
Also, wir sind alle da, und ich freue mich, dass die königliche Familie da oben in der Loge ist, das ist sehr schön, danke. Okay, von einer Gruppe bitte Hand heben, wenn ihr bereit seid, eure Einteilung zu sagen. Vielen Dank, dass ihr da wart. Auf Wiedersehen. Ich brauche euch. Ja, diese Gruppe hier, bitte hört zu. Ja, schön laut bitte.
Okay, diese Gruppe hier dann, schön laut.
13 bis 16, 17 bis 22 und dann 23 bis 25. Wir werden ein bisschen darüber diskutieren, aber danke. Gibt es eine andere Möglichkeit? Ich möchte nicht das Gleiche hören. Von ganz hinten, es muss sehr laut sein, ich bin 64 Jahre alt.
13 bis 17, 18 bis 22, 23 bis 25, danke, wir werden darüber reden. Gibt es eine andere Möglichkeit von einer Gruppe? Ja, bitte.
18 bis 21.
Ja, ich schließe vier Abschnitte nicht aus. Das Problem ist natürlich bei vier Abschnitten, dass man dann später vier Überschriften finden muss, aber das ist okay. Eine andere Gruppe, eine letzte Gruppe, die etwas anderes hat? Ja, bitte.
Entschuldigung, ich bin intellektuell überfordert, also 13 bis 16. Ah, 17, 21, 22, ja.
Es ist nicht undenkbar. Mein Problem damit ist: Wenn das wirklich so die Einteilung ist, warum hat Johannes das geschrieben, wie er es geschrieben hat? Aber wir haben jetzt nicht die Zeit, darüber zu reden. Ich möchte, dass wir Freunde bleiben. Ich möchte nur über diese zwei Möglichkeiten reden. Ich schließe die anderen aber nicht aus: 13 bis 16, die Frage ist letztlich, also die meisten Gruppen sind der Meinung, 23 bis 25 ist ein Abschnitt, oder? Am Ende. Und die Frage ist, ob es 13 bis 17, 18 bis 22 ist oder 13 bis 16, 17 bis 22, ja? Das ist letztlich eine Frage. Die Frage mit 17 ist der Grund, warum ihr zu der Lösung gekommen seid, die ihr angeboten habt.
Möchte jemand erklären, warum 13 bis 16 besser ist? Man könnte argumentieren, 16 ist das Ende der Handlung. Ende der Austreibung, Ende von dem, was Jesus tut. Und 17 sind dann also Gedanken, Gespräch, Reaktion und so weiter. Das könnte man so argumentieren. Die Gruppen, die denken, 13 bis 17 ist besser, warum? Ihr könnt halt nicht beide Meinungen vertreten.
Ja, man könnte sagen, Vers 17 ist die Erklärung von dem, was Jesus gerade gesagt hat. Ich glaube, man könnte argumentieren, dass 18 ein neuer Anfang ist, dass die Juden dann sich einschalten. Es tut mir leid, ich werde nichts mehr zu dem Thema hören können, weil wir sonst keine Zeit haben. Tut mir leid, ich weiß, dass das alles zu kurz ist und sehr frustrierend ist. Bitte seid geduldig mit mir.
Also ich möchte jetzt vorschlagen, dass jede Gruppe, ich meine, ihr könnt bei der Einteilung bleiben, die ihr habt, dass ihr sagt: Wir nehmen entweder 13 bis 16, 17 bis 22, 23 bis 25 oder 13 bis 17, 18 bis 22, 23 bis 25. Also persönlich, ich sage euch meine Meinung: Das kommt mir persönlich vernünftiger vor, zu sagen 13 bis 17, 18 bis 22, weil ich denke, 18 ist der Anfang der Reaktion der Juden, der Führer der Juden, und deswegen dieses Gespräch über wo Jesus sagt, bricht diesen Tempel ab und so weiter und so fort. Also ich würde persönlich nehmen: 13 bis 17, 18 bis 22. Aber ich werde niemanden dazu zwingen, das zu nehmen, wenn er dabei bleiben will, 13 bis 16, das ist okay.
Wir werden jetzt versuchen, den zweiten Teil, diesen zweiten Schritt, zu machen. Ihr habt euch jetzt geeinigt über die Einteilung. Jetzt geht es darum, drei Überschriften zu finden. Die Überschriften sollen zwei Eigenschaften haben. Zunächst einmal soll jede Überschrift ihrem Teil treu sein, und zweitens sollen die Überschriften irgendwie zusammenpassen, obwohl ich diese Regel gebrochen habe, heute früh mit den Versen 11 und 12.
Okay, versteht ihr die Aufgabe? Versucht etwas zu finden hier und seid nicht zufrieden mit nur einer Möglichkeit, dass ihr drei Überschriften habt und denkt: Ja, das ist nicht schlecht. Wenn ihr das habt, versucht eine andere Möglichkeit zu finden. Oder manchmal werdet ihr zwei Überschriften haben und denkt: Keine Ahnung, wir finden nichts für Nummer zwei oder für Nummer drei. Fangt noch einmal an! Also fangt an jetzt, ich gebe euch wieder ein bisschen mehr Zeit, wahrscheinlich bis zehn Minuten nach zwölf, okay? Und ich werde euch in der Mitte unterbrechen und einen Vorschlag machen. Gut, alles Gute, enjoy!
Kann ich kurz unterbrechen? Falls ihr in eurer Gruppe irgendwie stecken geblieben seid, was ich mir kaum vorstellen kann, aber falls ihr stecken geblieben seid, ein Vorschlag für die erste Überschrift 13 bis 17 wäre ein Vorschlag für den ersten Abschnitt, ob das 13 bis 16 oder 13 bis 17 ist: was Jesus tut, was Jesus tut. Wenn ihr das ausprobieren wollt, könnt ihr dann schauen, was die zweite Überschrift eventuell sein könnte. Aber wenn ihr das nicht braucht, das, was ich jetzt gerade gesagt habe, kein Problem, ihr habt noch fünf Minuten Zeit, und ihr müsst euch einigen in eurer Gruppe, welcher euer Lieblingsvorschlag ist, was die drei Überschriften betrifft. Danke, noch fünf Minuten!
Gut, danke! Wir haben ein Mikrofon für Gruppen, die etwas sagen wollen. Ich bitte jetzt um einige Vorschläge von Gruppen. Also wenn eine Gruppe einen Vorschlag machen will, bitte Hand hoch, schnell, und dann liest man die Überschriften vor, bitte. Bitte, ja. Und bitte habt die Bibelstelle vor euch, bitte die Bibelstelle vor, bitte die Bibelstelle vor, bitte die Bibelstelle vor, bitte die Bibelstelle vor, bitte die Bibelstelle vor, bitte die Bibelstelle vor, bitte die Bibelstelle vor, bitte die Bibelstelle vor, bitte die Bibelstelle vor, bitte die Bibelstelle vor, bitte die Bibelstelle vor, bitte die Bibelstelle vor.
Während wir diese Überschriften hören, damit wir uns die Frage stellen können: Ist das der Stelle treu? Weil das natürlich das Allerwichtigste ist. Ja, bitte.
Wir haben Vers 13 bis 17: der alte Tempel, 13 bis 17 der alte Tempel, dann der neue Tempel, 18 bis 22 genau, und dann Glaube an den neuen Tempel. Und dann?
Glaube an den neuen Tempel.
Oder der Glaube an den neuen Tempel. Ich habe das Letzte nicht gehört, kannst du das noch lauter sagen?
Der Glaube an den neuen Tempel.
Ah, der Glaube an den neuen Tempel, okay. Aber wir haben den alten Tempel und den neuen Tempel und dann Glaube an den neuen Tempel, okay, danke. Andere Vorschläge?
Wir haben nur zwei Bereiche: Jesus räumt auf, Jesus räumt auf, von Vers 13 bis 17, und Jesus baut einen neuen Tempel, von Vers 18 bis 22, dritte wissen wir noch nicht.
Okay, danke. Danke. Also die zwei Überschriften, die passen nicht ganz zusammen. Also zum Beispiel der alte Tempel, der neue Tempel, die passen zusammen, aber der dritte Abschnitt ist sowieso ein bisschen anders, kommt mir vor. Können wir von dieser Gruppe hier was hören?
Also wir haben von Vers 13 bis 17: Jesus räumt auf, dann von Vers 18 bis 22: Jesus baut auf, und am Schluss: Wie reagierst du darauf?
Herr Präsident! Die dritte Überschrift ist ein bisschen weit hergeholt, aber trotzdem okay. Aber ich mag es natürlich, weil ich es mag, wenn die Überschriften zusammenpassen. Weißt du, ich mag, dass es auf ist am Ende, so: Jesus räumt auf, Jesus baut auf. Das finde ich gut, danke.
Diese Gruppe hier?
Ja, es ist etwas komplizierter, aber wir wollten es mal versuchen. Herr Präsident! Der erste Abschnitt, also der Zorn Jesu über die fehlende Herrlichkeit.
Ich höre nichts, warum höre ich nichts?
Der Zorn Jesu über die fehlende Herrlichkeit.
Der Zorn! Bitte?
Ah, Zorn!
Ja, Zorn! Als ehemaliger Österreicher muss ich auch sagen: Zorn hat zwei Silben, Zor-n. Entschuldigung, du bist nicht schuld. Sag es noch einmal bitte, jetzt weiß ich, wo wir sind: der Zorn Jesu?
Also es geht in allen drei um die Herrlichkeit. Das erste ist Jesu Zorn über die fehlende Herrlichkeit, dann zwei Reaktionen auf Jesu Zorn: das Erkennen seiner Herrlichkeit und das Nichterkennen seiner Herrlichkeit. Und der Letzte: Jesu Wissen über seine echte Herrlichkeit, weil er sich ja nicht allen anvertraut.
Das ist möglich, das ist für mich ein bisschen lang, aber ich mag Zorn, Zorn, okay, ich werde es üben, Zorn.
Katja, wir haben im Vergleich dazu eine minimalistische Variante vorzuschlagen: 13 bis 17 Tempellehre, 18 bis 22 Tempelleben und 23 bis 25 Tempelgemeinschaft.
Tempellehre? Also der falsche Tempel, Lehre, mit zwei E.
Ah, Tempellehre, ja okay. Das ist das falsche Modell, Lehre, Leben ist Christus und Gemeinschaft ist sozusagen die letzte Verwirklichungsebene des Tempels in denen, die ihm glauben.
Okay, obwohl Leute hier nicht wirklich an ihn geglaubt haben, das ist ein Problem. Ja, welche und welche nicht. Ja, aber die meisten nicht in dem Fall, glaube ich. Ja, danke, ich verstehe das.
Wir haben von eurer Gruppe schon einige gehört. Entschuldigung, ich habe nur eine Möglichkeit von jeder Gruppe, tut mir leid, auch wenn nicht von jeder Gruppe. Bitte, von der Gruppe da.
Wir haben jetzt mal die gleichen 1. Verse, aber bis 17 erst: Glaube aufgrund der Schrift, weil die Jünger sich an die Schrift erinnert haben, dann bis 22: Glaube aufgrund Jesu Zeugnis über sich selbst, weil sie sich erinnert haben, was Jesus gesagt hat, und dann Glaube aufgrund von Zeichen, weil dann von 23 bis 25 die Menschen zum Glauben kamen.
Das ist eine interessante Zugangsweise. Ja, wenn man das ganze Johannesevangelium sieht, ist es damit sie glauben, damit sie glauben, deswegen. Ja, das ist denkbar, danke.
Eine andere Gruppe hinten bitte, rechts hinten.
Wir hatten einige Gruppierungen von Überschriften, aber wir wollen nur eine. Genau, mit einem Vorschlag, damit er nicht zu kurz kommt: Was Jesus tut, was Jesus sagt, was Jesus schlussfolgert. Was war das Dritte?
Was Jesus schlussfolgert.
Okay, ja. Diese ersten zwei sind sehr einfach: was Jesus tut, was Jesus lehrt oder was er lehrt, sagt. Oder lehrt. Lehrt ist vielleicht ein bisschen besser als sagt, weil Jesus schon etwas gesagt hat im ersten Teil oder geschrien hat. Aber super, super. Ich denke, das ist einfach, aber es hilft einem trotzdem, in die Stelle zu kommen, zu sehen, was in der Stelle ist, und das zu verstehen.
Wir hören von nur noch einer Gruppe. Ja, ganz hinten da!
Der Tempel als Marktplatz, dann der wahre Tempel und der Marktplatz im Herzen der Menschen.
Uh, es gibt eine leise Aufruhr hier im Volk. Was war das jetzt? Tempel als Marktplatz, das schaffe ich. Und der zweite war der wahre Tempel und dann der Marktplatz im Herzen der Menschen. Ich denke, das ist sehr kreativ, das finde ich super, dass Sie das ausprobiert haben. Es überzeugt mich nicht, aber ich finde es super, solche Dinge zu probieren, denn dann kommt man auf Ideen, die man vorher nicht gefunden hätte. Ich finde es sehr kreativ, super, ich werde darüber nachdenken, das gefällt mir.
Ich werde euch sagen, was ich hatte, aber ich möchte klar machen, dass ich euch jetzt nicht sage: Das ist die Lösung, das ist jetzt nicht die Antwort, das ist jetzt nicht die richtige Antwort. Und ich habe mehr Zeit gehabt, um über diese Sache nachzudenken als ihr, weil das eh viel zu kurz war, das ist eh klar.
Was ich habe, ist: 13 bis 17 Jesus richtet den Tempel, 18 bis 22 Jesus ersetzt den Tempel und die dritte Überschrift „Reaktion unechter Glaube“. Weil ich damit sagen will, dass ich glaube, dass das ganze zweite Kapitel zusammenhängt. Dann haben wir bei der Hochzeit in Kana: Jesus der Gast, Jesus der Gastgeber, Reaktion echter Glaube. Und dann Gericht im Tempel: Jesus richtet den Tempel, Jesus ersetzt den Tempel, Reaktion unechter Glaube. Und ich glaube, das passt irgendwie zusammen. Aber ich meine nicht, das ist die richtige Antwort, das ist besser als eure Vorschläge.
Der Grund, warum wir das jetzt gemacht haben in Gruppen, ist nicht, dass wir die beste Lösung finden oder dass wir einen Wettbewerb machen, wer die beste Gruppe war. Der Grund war einfach, dass wir das ausprobieren. Zunächst einmal, dass man eine Stelle einteilt in zwei, drei, vier Abschnitte, und zweitens, dass man versucht, Überschriften zu finden für jeden Teil, Überschriften, die dem jeweiligen Teil treu sind und die zusammenpassen.
Wenn das dich irgendwie interessiert, es gibt einige Leute, die denken: Das würde ich nie machen, das ist ja Blödsinn, das war alles jetzt verlorene Zeit. Das ist okay, ich kann damit leben, wahrscheinlich. Aber es gibt andere, die denken: Ich möchte das ausprobieren, mit anderen Bibelstellen. Und wenn das dich interessiert, dann möchte ich euch dazu ermutigen, das auszuprobieren.
Ich finde es jetzt: Als ich angefangen habe, die Bibel zu lehren, die Bibelauslegungspredigt zu machen, habe ich es am Anfang sehr schwierig gefunden. Vielleicht nicht so schwierig, die Einteilung der Verse zu finden, aber ich habe wirklich Schwierigkeiten gehabt, Überschriften zu finden. Und das fällt mir jetzt leichter als früher, weil ich mehr Übung gehabt habe. Und deswegen möchte ich euch dazu ermutigen, wenn es dich interessiert, dass ihr zwei Dinge macht: dass ihr betet, dass der Herr euch hilft, immer klarer das Wort auszulegen, sodass Leute das wirklich verstehen können, und zweitens, dass ihr das ausprobiert, dass ihr übt. Denn mit der Praxis, mit der Übung wird man erfahren, das ist eh klar.
Ein Schüler in England, der 15 Jahre alt war, war in einem Internat, und er war Christ. Es waren nicht viele Schüler, die gläubig waren, und er hat sie angesprochen und gesagt: Wie wäre es, wenn wir uns dreimal in der Woche treffen würden, vor Schulanfang, nur zwanzig Minuten lang? Wir könnten die Bibelstelle vorlesen, die der Bibellesebund vorschlägt für den Tag, und dann könnte einer von uns zwei Minuten lang etwas darüber sagen. Und dann betet man, dann gehe man in den Tag hinein. Wollt ihr das ausprobieren? Und die anderen Schüler haben gesagt: Ja, probieren wir das aus.
Und dieser Schüler, der Allen geheißen hat, er hat es gemacht. Er hat sich vorbereitet, und letztlich hat er einfach die Bibelstelle vorgelesen, und letztlich hat er nur die Überschriften gesagt, viel mehr Zeit war nicht. Aber er hat überlegt, wie ich das am besten lehren kann mit dieser Einteilung und mit diesen Überschriften, und dann hat er zu jeder Überschrift etwas sagen können, natürlich. Und dann hat er am Ende der ersten Woche der Gruppe gesagt: Wollt ihr, dass wir das auch morgen machen, nächste Woche machen? Und die haben gesagt: Ja, das ist super. Dann hat er gesagt: Wer möchte sich vorbereiten nächste Woche? Und die anderen haben reagiert so, und er hat gesagt: Okay, ich werde es machen. Und er hat das dann dreimal in der nächsten Woche gemacht, wieder Einteilung, Überschriften. Am Ende der Woche hat er gesagt: Wollt ihr das noch einmal machen? Sie haben gesagt: Ja, es ist super. Er hat gesagt: Wer bereitet sich vor? Er hat dann einen Fehler gemacht. Er hätte sagen sollen: Vielleicht du und ich, Michael, wir könnten das gemeinsam machen nächste Woche, oder? Aber stattdessen hat er gesagt: Okay, ich mache das.
Er hat das drei Jahre lang gemacht, wodurch er zu einem der bekanntesten Bibelausleger in England geworden ist. Er ist anglikanischer Pfarrer geworden, und er war dafür bekannt, dass seine Lehre klar war, verständlich war. Und das war, glaube ich, zum großen Teil deswegen, weil er eine Stelle natürlich gut studiert hat, aber auch eingeteilt hat und dann Überschriften gefunden hat, Überschriften, die dem jeweiligen Teil treu waren und die zusammengepasst haben.
Also die Anwendung von dieser Geschichte ist nicht, dass du dich anmeldest, Schüler zu werden in einem Internat in England, nur um Missverständnisse. Schauen wir uns, was daraus wird. Die Anwendung ist Gebet und Übung. Wir müssen jetzt Schluss machen, tut mir leid, aber danke, dass ihr mitgemacht habt. Ich bete.
Vater, vielen Dank für dein Wort und danke für die Erinnerungen, die wir haben, wo jemand uns versucht hat, dein Wort zu verstehen, vielleicht war das in einer Predigt oder in einem Bibelkreis oder Jugendkreis oder was immer. Vater, vielen Dank, dass du uns andere Christen schenkst, die uns helfen können, dein Wort zu verstehen. Und viele von uns, die in diesem Raum sind, wir wollen dich bitten, dass du uns ausrüstest, damit wir anderen helfen können, dein Wort zu verstehen und dein Wort dann zu leben. Herr, rüste du uns aus, dass wir und baue du, Jesus, deine Gemeinde bitte in Deutschland und überall in unserer Welt. Wir danken dir jetzt für diesen Vormittag, danke füreinander, danke für die, die das Essen vorbereitet haben, und danke für das Essen, das du uns jetzt gibst. Und wir beten in großem und starkem Namen Jesu. Amen.

