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Lappland: Ein Rätsel im Schnee (10/24)

Lappland: Ein Rätsel im Schnee, Teil 10/24
09.12.2025
SERIE - Teil 10 / 24Lappland: Ein Rätsel im Schnee
In der Halle vollenden wir unsere Eisskulptur. Draußen leuchten die Figuren beeindruckend, doch wir brechen wieder auf. Im dichten Schneetreiben müssen wir plötzlich scharf bremsen. Was taucht da vor uns auf? #Kinderhörspiel #Hörspiel #Hörbuch #kindgerecht doppeldecker-crew.de

Ein unerwarteter Fund und die Entstehung der Skulptur

Ein Handschuh? Wem gehört der denn? Das weiß ich doch nicht. Na ja, ich stecke ihn einfach mal ein. Vielleicht gehört er ja einem der Künstler.

Komm, wir schauen, wie weit die anderen mit ihrer Semiskulptur sind. So, jetzt hier noch ein bisschen abklopfen. Genau, man kann jetzt die Umrisse schon richtig gut erkennen.

Also ich finde, das sieht noch gar nicht aus wie ich. Sammy, die Feinheiten kommen ja erst noch. Keine Sorge, am Ende wird die Skulptur zum Verwechseln ähnlich aussehen.

Die Suche nach dem Besitzer des Handschuhs

Ach Mickel, da bist du ja schon wieder. Und, hast du etwas herausfinden können?
Nee, leider konnten mir die Leute im Hotel auch nicht weiterhelfen.
Ach, schade.

Ähm, Finn, wir zwei haben draußen diesen Handschuh gefunden. Gehört der vielleicht jemandem hier?
Keine Ahnung.
Ein Handschuh? Zeig mal her. Hm, ich habe das Gefühl, ich kenne den irgendwoher.
Den Handschuh? Aber wie kann das denn sein?
Ah, ich weiß nicht. Aber ich habe ihn schon mal irgendwo gesehen.
Ach, wenn ich doch nur draufkäme!
Vielleicht fällt es dir ja später noch ein. Am besten behalten wir den Handschuh erst mal. Hier scheint ihn ja keiner zu vermissen.
Mhm, macht das. Wollt ihr jetzt noch eure Eisskulptur fertigstellen?

Fertigstellung der Eisskulptur und erste Eindrücke

Wenig später ist die Eisskulptur fertig. Sammy betrachtet sie misstrauisch, denn ganz geheuer ist ihm das durchsichtige Streifenhörnchen nicht. Trotzdem muss er zugeben, dass es ihm wirklich ähnlich sieht.

Die Crew ist begeistert von dem Kunstwerk. Sie bedanken sich bei Finn und verabschieden sich.

Als die Freunde aus der Halle nach draußen ins Freie treten, ist es bereits dunkel. „Oh, ich habe gar nicht gemerkt, wie schnell die Zeit vergangen ist.“

Die nächtliche Ausstellung der Eisskulpturen

Boah, schaut mal, die Eiskulturen! Oha, die sind jetzt alle beleuchtet!

Hier draußen wird die Ausstellung erst abends richtig interessant, denn dann strahlen die Figuren in allen Farben um die Wette. Das ist ja cool!

Und schaut mal da vorne, da ist ein blaues Nilpferd! Und dort sind rosa Flamingos!

Oh, ich sehe den Eiffelturm da hinten, der wird grün angeleuchtet.

Und wer von euch findet die Rentiere?

Die Rentiere? Keine Ahnung, ich sehe nichts.

Ich auch nicht, darum sollten wir sie lieber schleunigst weitersuchen.

Die Suche nach den Rentieren in der Dunkelheit

Oh, stimmt, da war ja etwas. Aber willst du jetzt noch im Dunkeln suchen? Oh, wie unheimlich!

Für uns Sami ist es eigentlich ganz normal, rund um die Uhr in der Wildnis zu sein. Auch wenn wir mittlerweile moderner geworden sind und mit Schneemobilen durch die Gegend düsen, bleibt die Verbundenheit mit der Natur bestehen.

Verstehe, aber ein bisschen mulmig ist mir dabei schon. Wir sind immerhin keine Ureinwohner. Ich möchte nachts jedenfalls keinem Wolf begegnen.

Du willst also nie einem Wolf begegnen, Sammy? Na gut.

Ihr habt ja recht, es wäre egoistisch von mir, weiterzusuchen, wenn ihr euch dabei nicht wohlfühlt. Tut mir leid. Dann fahren wir jetzt erst einmal zurück zu meiner Farm und suchen morgen weiter.

Rückkehr zur Farm und Schneetreiben

Aber ist deine Farm nicht viel zu weit weg, nachdem wir heute so lange den Spuren gefolgt sind?

Vorhin waren wir langsam unterwegs, weil wir uns acht Kilometer durch den Wald schlagen mussten. Dabei mussten wir aufpassen, dass wir die Pferde nicht verlieren. Von hier aus ist der direkte Weg nach Hause deutlich kürzer.

Na dann! Alle drauf, fahren wir!

Oh, schaut mal, es fängt an zu schneien! Marie hat Recht. Dicke weiße Schneeflocken fallen vom Himmel. Es dauert nicht lange, und die Crew kann im dichten Schneetreiben nur noch wenige Meter weit sehen.

Die Schneemobile fahren langsamer, da plötzlich ein überraschender Schrei die dunkle Nacht zerreißt.

Begegnung mit dem leuchtenden Rentier

Vorsicht! Mit einer Vollbremsung kommen die beiden Schneemobile zum Stehen. Die Freunde starren entgeistert auf das, was wie aus dem Nichts vor ihnen aufgetaucht ist.

Mitten auf dem verschneiten Weg steht ein Rentier – aber nicht irgendein Rentier. Dieses hier hat ein leuchtendes Geweih.

Was ist das denn? Na, offensichtlich ein Rentier. Ja, aber das Geweih – seit wann gibt es leuchtende Rentiere? Hat das eine Glühbirne gefressen? Oder Glühwürmchen? Ist das ein magisches Rentier?

Erklärung zur Leuchtfarbe bei Rentieren

Das hat nichts mit Magie zu tun. In dieser Hinsicht kann ich euch aufklären.

In Lappland ist es üblich, dass Rentierfarmer ihre Tiere oder zumindest das Geweih mit Leuchtfarbe besprühen. Leuchtfarbe? Aber warum das?

Damit die Rentiere im Dunkeln besser zu sehen sind. Es kommt häufig zu Unfällen, weil Rentiere über die Straße laufen und von den Autofahrern zu spät erkannt werden.

Oh nein, die Armen!

Durch die Leuchtfarbe passiert das nicht mehr so oft. Ganz genau, das hast du gerade gesehen. Ohne das leuchtende Geweih hätten wir bei dem dichten Schneetreiben wahrscheinlich erst zu spät bremsen können.

Ein Glück!

Erinnerung an frühere Abenteuer und die Neugier auf das Rentier

Das erinnert mich an den leuchtenden Mammutstosszahn. Wisst ihr noch, als wir in den USA den Betrug im Museum aufgedeckt haben?

Na klar, aber das Leuchtgeweih steht immer noch dort. Es scheint jedenfalls keine Angst vor uns zu haben. Hm, ich frage mich... Moment, das muss ich überprüfen.

Hä, was macht er? Er steht auf und geht direkt auf das Rentier zu.

Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach

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