Event•Teil 7 / 11Spurgeon-Konferenz 2015
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einleitung und erste Orientierung
Ready to ramble? Good, well, welcome to our question and answer session. Willkommen zu unserer Frage-und-Antwortrunde, oder zumindest sollte ich sagen: zu unserer Fragerunde. Und ich hoffe, dass auch ein paar Antworten dabei sein werden.
Wir haben heute Abend ziemlich viele Fragen. Das ist gut, denn das bedeutet für mich, dass ich kurze Antworten geben muss. Gleichzeitig ist es aber auch nicht so gut, denn das heißt für unseren Verstand, dass wir über ganz viele verschiedene Themen springen müssen.
Also lasst mich mit ein paar Fragen anfangen, die ich zuerst in der Box gefunden habe. Das wird also das erste Lehren der Box sein. Hier ist die erste Frage.
Jesaja im Ganzen lesen und predigen
Calvin hat über 300 Predigten über Jesaja gehalten. Erfahrungsgemäß hören wir jedoch nur wenige Predigten über die alten Propheten wie Jesaja, Jeremia und Hesekiel. Kannst du mich ein kleines bisschen leiser machen? Ich höre mich so laut.
Wie können wir heute ganz praktisch die großen Propheten textauslegend und im Kontext predigen, so dass die Botschaft von zum Beispiel Jesaja gehört wird? Hast du praktische Tipps für Predigtreihen zu Jesaja?
Das ist eine gute Frage. In England und wahrscheinlich auch in Deutschland wird sehr wenig über diese Propheten gepredigt. Teilweise liegt das daran, dass Pastoren im theologischen Studium das Alte Testament gewissermaßen weggenommen wurde; dadurch haben sie mehr Zweifel als Gewissheiten.
Wie machen wir es also? Nun, es gibt ein oder zwei Dinge, über die wir bereits auf der Konferenz gesprochen haben und die damit zusammenhängen. Folge der neutestamentlichen Auslegungsweise des Alten Testaments. Nimm die Passage und versuche, sie durch diese drei Hügel hindurchzuführen, über die wir gesprochen haben. Stelle dir die Frage: Was ist das pastorale Anliegen dieser Passage, sodass du deinen Zielgedanken für diese Prophetie richtig darlegen kannst?
Und vergesst nicht die Frage: Was macht es für einen Unterschied, dass Christus bereits gekommen ist? Ich hoffe, dass ihr durch unseren Kurs hier, den wir jetzt in Jesaja haben, Zuversicht gewonnen habt, dass Jesaja eben ein Buch ist, das wir unbedingt predigen müssen. Wenn du also in deiner Gemeinde die Lehren predigen möchtest, wer Gott ist in seiner Persönlichkeit und in seinen Eigenschaften, dann gibt es keinen besseren Ort als Jesaja.
Also: Gibt es einige gute Tipps für eine Predigtreihe durch Jesaja?
In Saint Helens Bishopsgate, wo ich predige, haben wir Jesaja, das ganze Buch, in zwei Zeiträumen von je sechs Monaten behandelt. Also von Januar bis Juni 2012, ich denke, es war 2012, haben wir Jesaja 1 bis 39 gepredigt. Das war die erste Hälfte des Buches. Und dann, von Januar bis Juni 2013, haben wir ein Jahr später Jesaja 40 bis 66 gepredigt.
Wir waren uns anfangs natürlich nicht sicher, ob das gut laufen würde. Und wahrscheinlich würden wir es, wenn wir es noch einmal täten, etwas anders machen. Denn ungefähr in der Mitte dieser zweiten Reihe haben einige Leute gesagt: „Puh, Jesaja ist ein ganz schön langes Buch.“
David würde es eher so machen, dass man drei Monate in den Kapiteln 1 bis 12 verbringt, dann sechs Monate etwas anderes macht und danach wieder für drei Monate zu Jesaja zurückkehrt, dann von 13 bis 39. Und dann wieder eine sechsmonatige Pause, vielleicht später von 40 bis 55, und dann noch einmal von 56 bis 66.
Vielleicht teilst du es also am besten über eine Drei-Jahres-Periode auf. Aber wir haben ja schon gehört: Am besten isst du den Elefanten Stück für Stück.
Eine andere Art, Jesaja zu predigen, wäre, nach den Themen des Buches vorzugehen. Themen wie Erlösung oder Gerechtigkeit, die Souveränität Gottes oder auch der Dienst des Gottesknechtes, das Warten auf Gott im Glauben und im Gebet. Das ist allerdings viel schwieriger, denn du musst die einzelnen Abschnitte herauspicken und miteinander verbinden, und das ist anspruchsvoller.
Eine weitere Möglichkeit wäre, zu sagen: Wir nehmen wieder ein Drei-Monats-Fenster und wählen uns sozusagen die wichtigsten Abschnitte des Buches aus. Dann würdest du dir zunächst selbst einen Überblick über das Buch verschaffen, dich damit beschäftigen und herausfinden, was deiner Meinung nach die wichtigsten Passagen sind, und dann eben diese predigen.
Aber was auch immer du tust: Achte darauf, dass du wirklich den Text im Detail betrachtest. Mach es dir wirklich zur Aufgabe, dass du diesen Text selbst predigst und nicht nur allgemeine Prinzipien aus Jesaja oder über Jesaja.
Die Verheissung in Jesaja 19 im heilsgeschichtlichen Rahmen
Zur nächsten Frage: Wie beziehungsweise wo erfüllte sich die Prophetie aus Jesaja 19,24-25?
Jesaja 19,24-25:
An jenem Tag wird Israel das Dritte sein mit Ägypten und mit Assyrien, ein Segen inmitten der Erde; denn der Herr der Herrscharen segnet es und spricht: Gesegnet sei mein Volk Ägypten, und Assyrien, meiner Hände Werk, und Israel, mein Erbteil.
Das ist eine gute Frage. Wenn ihr eine solche Frage bekommt, dann versucht immer, den Text im Kontext zu betrachten. Der Kontext dieses Kapitels ist, dass Gott persönlich kommt, um Ägypten zu richten. In den Versen 2 bis 4 wird davon gesprochen, dass Gott die Regierung Ägyptens bestraft. In den Versen 5 bis 10 straft er die Wirtschaft. Und in den Versen 11 bis 14 verurteilt er das damit verbundene gottlose Denken, also die säkulare Weisheit.
Das ist also der Kontext: Gott kommt, um Gericht zu üben. Und Vers 15 sagt, dass es nichts gibt, was Ägypten dagegen tun könnte.
Dann wird aber ein Wechsel von Poesie zu Prosa gemacht, von Vers 15 auf Vers 16. Wenn ihr diesen Text weiter verfolgt, seht ihr, dass fünfmal die Verse mit den Worten „an jenem Tag“ beginnen. Das beginnt in Vers 16, dann auch in Vers 18, Vers 19, Vers 20, Vers 23 und auch in Vers 24. Fünfmal sagt Gott: an jenem Tag.
Wenn ihr diese Aussage hört, „an jenem Tag“, dann ist das in der Prophetie immer eschatologisch oder endzeitlich gemeint. Eschaton bedeutet Ende. Damit ist gemeint, dass die Propheten die Zeiten am Schluss, die Endzeiten, ansprechen. Also ist die Erfüllung dieser Prophezeiung endzeitlich, eschatologisch.
Wir müssen hier noch ein kleines Nebenthema anschneiden. Ihr wisst bestimmt, dass das Neue Testament immer wieder von den letzten Tagen spricht. Viele Christen meinen, damit seien nur die Tage direkt nach dem Kommen Jesu gemeint. Wenn man dann gefragt wird: „Denkst du, dass wir in den Zeiten vor dem zweiten Kommen leben?“, dann ist die Antwort oft: „Ja, Jesus wird vielleicht morgen kommen.“
Wenn ich solche Fragen höre, sage ich: Ja, natürlich leben wir in den letzten Tagen. Denn die letzten Tage begannen dort, wo Jesus in den Himmel aufgefahren ist, und sie enden dann, wenn er wieder vom Himmel kommt. Im Neuen Testament ist also alles von der Himmelfahrt bis zum zweiten Kommen die Zeit der letzten Tage.
Und genau hier sollten wir die Erfüllung dieser Prophezeiung finden, nämlich im Höhepunkt der Erfüllung des Evangeliums, wenn Christus wiederkommt. Wenn wir uns diese Aussagen genauer anschauen, und dazu haben wir jetzt leider nicht genug Zeit, dann sehen wir, dass es hier immer wieder um Heiden geht, die Gott preisen, obwohl sie ursprünglich aus dem Götzendienst oder Heidentum kommen.
Jetzt lasst uns noch einmal kurz die zwei Verse anschauen, die in der Frage genannt werden. Ägypten und Assyrien sind die Feinde Israels, und sie sind auch oft untereinander Feinde. Ägypten ist die Großmacht im Süden und Assyrien die Großmacht im Norden.
Was hier also eschatologisch, also endzeitlich, passiert, ist, dass Ägypten, Israel und Assyrien zusammen ein Segen für die Welt sein werden. Anders gesagt: Die Trennung, die es bisher gab, wird irgendwann nicht mehr bestehen. Das ist das, was Vers 25 meint, denn Ägypten, Assyrien und Israel werden alle zusammen das Eigentum Gottes sein.
Was ist also die Erfüllung? Es ist das Niederreißen der Barriere zwischen den Heiden und den Juden. Jesaja nimmt eine Sprache, die seine Zeit betrifft, um ein zukünftiges Ereignis zu beschreiben. Die Feinde werden mit Gott versöhnt und werden alle zum Lobpreis Gottes kommen.
Wann wurde das erfüllt? Nun, als das Evangelium von Jerusalem aus in die ganze Welt geströmt ist. Eine der ältesten Kirchen dieser Welt ist die koptische Kirche in Ägypten. Alexandria in Ägypten war ein Zentrum der Evangelisation und Lehre. Assyrien ist das heutige Irak. Die christliche Tradition im Irak war über Jahrhunderte sehr stark.
Und eben rund um das ganze Mittelmeer, in dieser ganzen Welt, wurden ehemalige Feinde Gottes plötzlich Freunde in Christus. Wenn wir dann den dritten Hügel auf der Tafel erreichen, werden wir sehen, dass Menschen aus allen Völkern, Stämmen und Sprachen kommen werden, um Gottes Volk zu sein.
Ich denke, das ist die Erfüllung, die wir sehen: eine Erfüllung, die bereits geschehen ist und die noch geschehen wird.
Die Reichweite von Jesu Dienst und der Weg des Evangeliums
Eine weitere Frage über einen Bibelvers: Die Gottesknechtslieder zeigen, dass Jesus für alle Völker kam. Warum sah Jesus diese Dimension nicht? Wer hat das geschrieben? Herr Björner. Warum sah er die Dimension nicht, als er wirkte? Nicht, als er wirkte. Vielleicht kann der Autor mir ein Zeichen geben, ob ich das richtig lese. Warum sah Jesus diese Dimension nicht, als er wirkte?
Okay, Markus 7,27. Ja, Markus 7,27. Schlag das mal auf. Ich verstehe die Frage so: Wenn Jesus für alle Menschen, für alle Völker kam, warum formuliert er dann in Vers 27 so?
Und Vers 27 sagt dies: „Und er sprach zu ihr: Lass zuerst die Kinder satt werden; denn es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hunden hinzuwerfen.“
Setze den Text in den Kontext. Und wieder die goldene Regel: Nimm diesen Text und versuche, ihn im Kontext zu verstehen. In Vers 24 heißt es, Jesus verließ einen Ort und ging dann in das Gebiet von Tyrus. Und er ist eben in diesem heidnischen Gebiet bis zu Kapitel 8, Vers 13, ja, bis 8,13, bis er da wieder in die Zehn Städte, die Decapolis, die zehn Städte der Heiden, zurückkommt, über den See von Galiläa.
Dieser Vers steht also in einem Vorgeschmack auf das Evangelium, das zu den Heiden geht. So ist dieser Text ein Vorgeschmack auf das Evangelium für die Heiden. Aber der Punkt ist, dass Jesus in diesem Moment primär zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt war.
Aber daraus können wir niemals schließen, dass Jesus nur an jüdischen Menschen interessiert war. Markus schreibt das extra auf, damit wir sehen, dass Jesus eben in heidnische Gebiete ging, um unter heidnischen Menschen zu dienen und zu wirken. Denn der Dämon, der in dem Kind dieser Tochter ist, wird von Jesus ausgetrieben. Der taube Mensch wird in der nächsten Geschichte geheilt. Und dann ist da eben auch die Geschichte der Speisung der Viertausend, und das ist auch in einem heidnischen Gebiet.
Hier sehen wir also, dass Christus an der ganzen Welt interessiert ist. Aber in diesem Moment war das Evangelium noch nicht vollendet. Jesus war noch nicht gestorben am Kreuz, und dementsprechend war es noch nicht der rechte Zeitpunkt für ihn, hinauszugehen, um in der heidnischen Welt seinen Dienst zu tun. Erst nachdem Christus gestorben ist, wieder auferstanden ist, in den Himmel aufgefahren ist und der Geist Gottes gesandt wurde, sodass die Weltmission beginnen kann, erst dann ist eigentlich der heilsgeschichtliche Zeitpunkt gekommen, um die Heiden weltweit zu erreichen.
Aber dieser Text ist uns schon einmal gegeben als kleine Erinnerung, damit wir sehen, dass es geschehen wird, zu dem Zeitpunkt, wo es dann angemessen ist, in Gottes Plan die Heiden überall zu erreichen.
Prophetie, Weissagung und die Gemeinde
Die nächste Frage: Welche Prophezeiung meint Paulus in 1. Korinther 14?
1. Korinther 14,1. Und da heißt es im ersten Vers: Strebt nach der Liebe, eifert aber nach den geistlichen Gaben, am meisten aber danach, dass ihr weissagt. Was auch immer das ist, es ist das Allerwichtigste für die Gemeinde.
Was ist denn das Ziel von Weissagung? Das sehen wir in Vers 3. Wer aber weissagt, redet den Menschen zur Erbauung und Ermahnung und Tröstung. Also ist das Ziel von Weissagung oder Prophetie eben, dass das Volk Gottes ermutigt und erbaut wird. Es muss übersetzt werden, damit es verstanden werden kann.
Und da sehen wir dann in Vers 4: Wer aber in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Versammlung.
In the first century, what happened in the meeting, in the service? Wenn man also im ersten Jahrhundert in der Stadt Korinth im Gottesdienst saß, was ist da in den Meetings oder in der Versammlung passiert? Da hattest du vielleicht eine Textlesung aus einem Brief von Paulus oder aus einem Evangelium. Aber du hattest nicht ein vollständiges Neues Testament, das war noch nicht vollendet.
Und eben weil das Neue Testament noch nicht fertig war, gab Gott seiner Gemeinde die Gabe der Prophetie oder Weissagung, weil ja das Wort noch nicht vollkommen war. Und in der Gemeinde von Korinth war es also so, dass Gott gewissen Menschen die Gabe der Prophetie gab oder der Weissagung, damit sie Gottes Wort verkündigen konnten, auch ohne das Neue Testament, weil es noch nicht fertig war.
Und deswegen ist es so wichtig, dass wir hier auch Vers 19 sehen. Deswegen heißt es hier in Vers 19: Aber in der Versammlung will ich lieber fünf Worte reden mit meinem Verstand, um auch andere zu unterweisen, als zehntausend Worte in einer Sprache.
Wie sah das wohl aus in der Gemeinde? Das sehen wir in den Versen 29 bis 33. Lasst uns mal die Verse 29 bis 33 lesen, das müsste ausreichen.
Propheten aber lasst zwei oder drei reden, und die anderen lasst urteilen. Wenn aber einem anderen, der da sitzt, eine Offenbarung zuteil wird, so schweige der Erste. Denn ihr könnt einer nach dem anderen alle weissagen, damit alle lernen und alle getröstet werden. Und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan.
So you see, there has to be some order in this, it's not anybody can say anything. At the most there are three prophets who speak in one meeting.
Ja, aber meistens ist es so eben, dass hier drei Propheten waren, die in einer Versammlung gesprochen hatten, und die anderen mussten sich eben damit auseinandersetzen, um zu schauen, was ist recht und richtig. Warum haben sie eben prophezeit? Und das sehen wir hier in Vers 30, weil eine Offenbarung zu ihnen kam.
So they can all prophesy in turn and they instruct and encourage the church. Sie können also alle nacheinander prophezeien, um die Gemeinde zu unterweisen und zu erbauen.
But we now have the full canon of the Bible, the sixty-six books of Scripture. Aber wir haben ja den vollen Kanon der Bibel, die sechsundsechzig Bücher, und es ist das genügsame Wort Gottes. Es ist vollständig, es gibt nichts mehr, was Gott noch sagen möchte.
And give a prophecy that I can then write down as the sixty-seventh book in the Bible. Ja, ich brauche keinen Menschen, der in der Gemeinde aufsteht und sagt, er habe eine Prophezeiung, damit ich es niederschreibe als das siebenundsechzigste Buch der Bibel.
They may give a word of exhortation, but it has to be judged by what is in the Scriptures. Es mag also sein, dass sie ein Wort der Ermahnung haben, aber es muss anhand der Schrift von der Gemeinde überprüft werden.
Also, was ist Prophetie hier in Korinth? Es ist das Wort Gottes, gepredigt mit der Autorität Gottes, um die Gemeinde zu erbauen. Also das Wort Gottes mit der Autorität Gottes zu reden, um die Gemeinde zu erbauen.
Und wo findest du das im 21. Jahrhundert? Ja, in der Predigt. Also ist die Weissagung von 1. Korinther 14 das, was wir heute in der Predigt haben.
Manche Gemeinden haben heute immer noch Prophetien. Manche charismatischen Freunde von uns haben das auch als Teil ihres Gottesdienstes. Da fragen die dann: Wer hat ein Wort des Herrn für uns?
Das Problem an dieser Sache ist, dass das Wort des Propheten eine wichtigere Rolle einnehmen kann als das Wort der Bibel. Because the prophet is there in the congregation and people, it's very immediate, they think this is more important than what is written in a book.
Das liegt eben daran, weil dieser Prophet in dieser Gemeinde direkt ist und weissagt, und die Leute denken: Oh, das ist jetzt unmittelbar, das ist viel wichtiger als das, was das Buch hier sagt.
Und über die Jahre hat David festgestellt, dass in den Gemeinden, wo diese Art von Prophetie vorherrscht, die Bibel immer weniger Raum einnimmt.
Einer der Puritaner hat ein Buch geschrieben über die Art und Weise des Weissagens. Und dieses Buch dreht sich letztendlich nur ums Predigen, denn das reformatorische Verständnis war, dass das Gift der Prophezie das Gift des unabhängigen Wortes Gottes wird.
Denn das reformatorische Verständnis von Weissagung ist, dass Weissagung eben das geworden ist, was wir heute als Predigt verstehen.
Vom Verstand ins Herz
Okay, okay, let’s move on. Dann lasst uns weitermachen.
How do you personally get your theology from the head into the heart? Could you share some of your private spiritual life in reference to this question? Wie bekommst du deine persönliche Theologie, also wie schaffst du es, dass es vom Kopf ins Herz runterrutscht? Kannst du uns ein paar private Einblicke in dein geistliches Leben geben?
Ein paar Dinge, die ich euch sagen möchte: Um erst einmal die Bibel zu verstehen, musst du dir Gedanken darüber machen. Du musst darüber nachdenken, was sie bedeutet. Du musst den Verstand gebrauchen, um den Willen zu stärken. Und erinnert euch an diesen Ausspruch über den Verstand, der ins Herz und in die Hände führen soll. So soll die Bibel in dein Herz sinken. Ja, also gib der Bibel Raum, in dein Herz hinunterzusickern.
That’s the question about pastoral intention: why is this passage here? What good is this passage designed to do for me? Das hängt eben auch wieder zusammen mit diesem pastoralen Ziel. Was will mir denn diese Geschichte sagen, was soll es in mir bewirken? Und manchmal sehe ich eben dann als Schlussfolgerung, dass ich umkehren muss, Buße tun muss. Und manchmal muss ich mich wieder neu dafür entscheiden, wirklich Gottes Plan zu folgen.
Things that I need to do with other people to put right situations that are bad. Manchmal sehe ich, dass es gewisse Dinge gibt, die ich mit anderen Menschen klären muss und wieder ins rechte Licht rücken muss. And always I need to pray that God's word will change my life. Immer wieder muss ich dafür beten, dass Gottes Wort mein Leben verändert.
All of that takes it from the mind to the heart. All diese Dinge nehmen es von meinem Verstand und bringen es ins Herz. If I don't meditate or make these resolutions or pray, then my heart will harden. Ja, wenn ich also nicht über das Wort nachsinne, wenn ich mir nicht immer wieder vornehme, ihm zu folgen, und wenn ich nicht bete, dann wird es eben nicht von da oben nach unten gehen. So I need to take responsibility for that. Ja, also ich muss die Verantwortung wahrnehmen.
See in Psalm 95 it says, “Today if you hear his voice, do not harden your heart.” Denn Psalm 95, da heißt es: Heute, wenn ihr das Wort Gottes hört, dann verstockt eure Herzen nicht. Wenn ihr seht, die Verantwortung, die wird da ganz uns zugesprochen. Verstocke du nicht dein Herz. Er sagt nicht einmal: Lass dein Herz nicht verstockt werden. Er sagt, du bist die Person, die ihr eigenes Herz verhärtet, weil du das Wort hörst und nicht handelst.
Also eine Art und Weise, wie ich das Ganze tue, ist, ich nehme mir vor, Projekte abzuschließen in meinem Leben. Manchmal in meinem Leben, da legt Gott mir so eine bestimmte Sache aufs Herz, wo ich sehe: Ja, die muss sich ändern in meinem Leben. Sometimes ist es mein Stolz über mich selbst, über meine Arbeit oder über das, was Gott getan hat. Manchmal ist es mein Stolz über mich selbst, über meine Arbeit oder über das, was Gott mit mir getan hat. Dem alle Ehre gebührt und der alles vollbringt.
Für manche ist diese Aufgabe der eigene Zorn. Er hat einen Mann kennengelernt, der gesagt hat: Das ist mein eigenes Problem, ich verliere immer wieder die Fassung. But he said, then my father always lost his temper, so I suppose that's going to go on continuing in my life. Oh, have you ever heard of sanctification? Habt ihr jemals von dem Thema Heiligung gehört? Habt ihr jemals schon mal darüber nachgedacht, dass ihr mehr zu Jesus Christus hinwachsen sollt?
Du musst deinen eigenen Zorn zu einem Projekt machen, über das du mit Gott arbeiten willst. Denn wenn du so ein Projekt aufgenommen hast, dann siehst du, dass du in allem von Christus abhängig bist. Und du bist als Christ am allerstärksten, wenn dir ganz besonders bewusst ist, wie abhängig du von Christus bist. Diese Art von Projekten führt mich immer und immer wieder an diesen Punkt, wo ich erkenne, wie sehr ich sein Leben und auch seine Hilfe brauche. Und wenn er eben in mir wirkt durch seinen Geist, dann wird mein Herz auch Gott gegenüber erweicht.
Ich mag diese Frage, denn sie zeigt uns eindeutig auf, dass an uns die Verantwortung liegt, etwas zu ändern. Wasn't it Augustin, who used to pray, “Lord, make me holy, but not yet”? War es nicht der Augustinus, der gesagt hat: Herr, mach mich heilig, aber noch nicht jetzt. But you see, we are responsible for our reaction to the Gospel. Aber ihr seht, wir selbst sind also verantwortlich für unsere Reaktion auf das Evangelium.
Herr, hilf mir, hilf mir in meinem Unglauben und in meiner Schwachheit. Hilf mir, an Christus zu glauben.
Das ist das Ende der ersten Fragerunde. Ich bin versucht zu sagen, dass wir, wenn jemand noch mal eine Frage hat, die diese Themen noch mal betrifft, dass wir noch mal zurückkommen. Aber wir haben noch so viele, und darum lasst uns lieber eine Minute Pause machen, und dann kommen wir zur zweiten Runde.
