2. Petrus 1,12-21: "Wiederkunft Christi: Zwei Gründe, warum Jesus wiederkommt"
2. Petrus 1,12-1,2123.04.2012
Serie•Teil 3 / 82. Petrus
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Ein Blick zurück auf das, was schon gesagt wurde
Okay, du, danke dir! Gut, lasst uns die Bibeln rausholen. Wir stecken nämlich mitten im Zweiten Petrusbrief, und wir haben nachher noch Zeit zum Weiterbeten. Also für alle, denen jetzt noch etwas auf dem Herzen liegt und das raus wollte: Ihr könnt das nachher machen.
Zweiter Petrus, Kapitel 1. Wer eine Bibel braucht, da kommt sie schon herbei, also schnappt euch das. Wir werden den Block aus Zweiter Petrus, Kapitel 1, die Verse 12 bis 21, gemeinsam betrachten.
Und ich versuche mal einen Rückblick. Euch ist bestimmt letzte Woche aufgefallen, dass mir der Text unglaublich viel bedeutet, den wir da hatten, weil er so ganz praktisch beschreibt, was es heißt, mit Jesus zu leben. Da heißt es in 2. Petrus 1,12: Deshalb will ich Sorge tragen, euch immer an diese Dinge zu erinnern, obwohl ihr sie wisst und in der bei euch vorhandenen Wahrheit befestigt seid.
Herrlicher Vers! Petrus sagt: Das, was ich euch eben gepredigt habe, das wusstet ihr schon. Das ist auch schon fester Bestandteil von eurem Christsein. Und trotzdem ist es wichtig, dass ihr Sorge tragt, euch immer wieder daran zu erinnern.
Worum ging es? Worauf bezieht sich dieses „deshalb“? Es blickt zurück auf die letzten beiden Sonntage, wo wir uns den Zweiten Petrusbrief angeschaut haben. Mir war es wichtig, euch schon gesagt zu haben: Wir sind beschenkte Leute. Und deswegen ist es auch so wichtig, dass wir lernen, Danke zu sagen.
Also so durchs Leben zu gehen und immer nur zu sehen, dass das Glas halb voll ist, ist einfach nicht christlich. Unser Glas ist ganz voll, ja, also so irgendwie: Es läuft oben über. Wir müssten eigentlich hier bei so einem Danke, da müsste jeder sagen: plopp, plopp, plopp, plopp, ja. Also das müsste so ein... Nach anderthalb Stunden kommt einer und sagt: Mal schon mal aufhören jetzt, ja? Also wir müssen auch noch wieder nach Hause oder wollen auch noch ein Stück Kuchen essen.
Wir sind unglaublich beschenkte Menschen, und Gott hat uns nicht nur beschenkt. Gott hat uns berufen. Er hat uns berufen zu einem Lebensstil, der das, was Gott angefangen hat, zu Ende bringt. Und das gilt für jeden Einzelnen von hier.
Das eigentliche Ziel des Glaubens
Wir stehen auf einem Fundament. Dieses Fundament ist Jesus. Dieses Fundament ist das, was an einem Kreuz passiert ist, wo wir nichts dazutun können.
Unser Ziel, wenn wir uns die Frage stellen: Wo wollen wir denn hin? Unser Ziel heißt nicht, dass wir uns auch mal ein Häuschen bauen oder uns ein Boot kaufen oder mal segeln gehen oder eine schöne Bibliothek haben. Oder ich weiß nicht, wo du sagst: Das wäre mal schick. Unser Ziel ist genau wie unser Fundament: eine Person. Und auch das ist wieder Jesus.
Ich finde das total spannend. Im Moment werden ja ganz viele Korane verteilt. Ich habe jetzt auch einen, also aus dieser Reihe. Vielen Dank, Margret, dass du ihn mir besorgt hast. Ich habe heute Morgen so ein bisschen drin gelesen, und dann fand ich ein interessantes Zitat. Dieses Zitat heißt: Im Zentrum des Islam steht ein Buch, im Zentrum des Christentums eine Person.
Oder anders ausgedrückt: Der Islam will Unterwerfung unter das, was da steht, das Christentum will Veränderung. Es möchte am Ende dahin führen, dass jeder einzelne von uns dem Herrn Jesus immer ähnlicher wird. Und deswegen wird Petrus nicht müde zu erklären, wie das geht. Wie machen wir das? Dass wir Jesus ähnlicher werden, dass wir dieses große Ziel nicht aus dem Blick verlieren, dass wir nicht irgendwann sagen: Wir sind hier, um Gemeinde zu bauen. Oder: Wir sind hier, um Kinder großzuziehen. Oder: Wir sind hier, um neue Arbeitsfelder irgendwo für irgendeinen Konzern zu erschließen. Oder dafür zu sorgen, dass unser Haushalt alles gut aussieht.
Wie kommen wir dahin, dafür zu sorgen, dass wir uns nicht so ein falsches Ziel setzen, das nur so ein Teilziel ist, so ein Unterziel, so eine Untermenge des Einzelnen, des Eigentlichen, sondern dass wir dieses große Ziel im Blick behalten? Dieses große Ziel heißt: Jesus erkennen.
Schritte, die in die Reife führen
Um das zu schaffen, sagt der Apostel Petrus, müssen wir auf bestimmte Dinge im Leben achten. Wir müssen schauen, dass wir uns mit unseren Begabungen und mit unseren Tugenden geistlich einbringen, ohne dass wir irgendwann anfangen zu glauben, dass wir uns mit unserer Leistung den Himmel erkaufen können. Denn das wird nicht funktionieren.
Er sagt, wir müssen Wissen erwerben, wir müssen dazulernen. Ohne dass wir irgendwann anfangen zu denken: Wenn wir nur einen großen Kopf haben, in dem viel drin ist, oder eine fette Bibliothek oder den ultimativen Flatrate-Zugang zu sämtlichen Bibliotheken dieser Welt, dann sind wir richtig gute Christen. Nein, das ist nur ein Schritt. Es ist ein Schritt, um Sünden zu erkennen und zu erkennen, wie man richtig lebt. Und dann das aus unserem Leben rauszuschmeißen, was da nicht reingehört, und das reinzuholen, was reingehört. Und anders zu leben, ohne auch an der Stelle zu Asketen zu werden. Ohne zu denken: Wenn ich jetzt auf möglichst viel verzichte, dann bin ich ein Richtiger. Nein, auch nicht richtig. Auch da geht es wieder einen Schritt weiter.
Wir müssen es lernen, unter Druck stark zu sein. Das sollen wir lernen, ohne dass wir denken: Boah, hoffentlich darf ich mal als Märtyrer sterben. Es wäre auch wieder falsch, weil auch dieses Unter-Druck-Ausleben, was ich verstanden habe, wiederum nur etwas ist, was mich weiterbringen darf. Es darf mich dahin bringen, einen Lebensstil, einen frommen Lebensstil, zu finden, der mir in meiner Situation zu mir passt. Dass ich bete, weil ich wirklich beten will, nicht weil ein anderer mir vorgemacht hat oder ein Mann das ja macht. Sondern ich bete. Ich besuche den Gottesdienst. Ich singe Lieder. Ich lese die Bibel. Ich höre Predigten. Ich tue gute Werke. Ich lebe fromm, weil es mich weiterbringt auf diesem großen Ziel, Jesus ähnlicher zu werden, Jesus zu erkennen, ohne dass ich in Traditionen verliebt bin und glaube, weil ich mich in einer großen Linie befinde mit tausend anderen Leuten, die das auch so machen, deshalb wäre ich was.
Und ich fange an, aus dieser Frömmigkeit heraus die Geschwister zu lieben. Die, die Gott zusammengestellt hat um mich herum, besonders zu sehen, wenn da mal was gebetet wird und jemand Not hat, doppelt hinzuhören, ohne dass ich glaube, dass es reicht, dass wir nur uns lieb haben. Und wir gehen den letzten Schritt: Es ist der Schritt hin zu wahrer Liebe.
Und da, wo ich das wage, wo diese Dinge, die ich eben aufgezählt habe, in unserem Leben da sind, also wo wir uns einsetzen, wo wir dazulernen, wo wir unser Leben ordnen, wo ehrliche Frömmigkeit entsteht, ehrliche Bruderliebe entsteht, wahre Liebe entsteht, an der Stelle passiert, worauf es eigentlich ankommt. Weil das alles Unterziele, Unterpunkte sind. Und das eigentliche Ziel bedeutet: Jesus kennenlernen.
Und wir lernen ihn dadurch kennen, dass wir ihm ähnlicher werden, dass wir sein Leben nachleben. Es ist fast wie so ein Rollenspiel: Ich spiele Jesus nach, ich gehe in seinen Fußstapfen, ich probiere das mal aus. Wie ist denn das, wenn man Leute liebt, die einen nicht zurücklieben? Wie ist denn das, wenn man sich in Leute investiert, die eigentlich kleine, fiese Schweinchen sind? Und wie funktioniert das, wenn ich mich drangebe an andere, einfach nur aus Liebe? Wie fühlt sich das an?
Und indem ich das lebe, verstehe ich, wie Jesus sich gefühlt hat, verstehe ich, wie Jesus tickt, verstehe ich, was das bedeutet, zu lieben, und ich verstehe einen Gott, der gesagt hat, dass er Liebe ist. Ich werde sogar ein Stück wie er. Und in der Folge davon, wenn ich das tue, gewinne ich etwas ganz Fantastisches, sagt Petrus. Er sagt: Ich gewinne Heilsgewissheit, ich gewinne diese feste Zuversicht. Ich bin tatsächlich gerettet, ich bin tatsächlich berufen, ich bin auserwählt, ich gehöre zu Gott, ich komme am Ziel an. Ich kann da hundert Prozent sicher sein, weil ich ja mitbekomme, wie das, was Jesus gelebt hat, sich in meinem Leben auch widerspiegelt.
Der Blick auf den Heiligen Geist und die menschliche Entscheidung
Und was Petrus hier weglässt, ich weiß auch gar nicht, warum er das tut, aber man könnte sagen: Hier fehlt doch etwas. Wo ist denn bitteschön der Heilige Geist? Das klingt ja so, als müssten wir das alles selber machen.
Ja, so wendet aber auch allen Fleiß auf und reicht da. Ja, das ist eine Seite. Petrus nimmt hier mal ganz bewusst den Menschen in den Blick, dich mit deiner Entscheidungskapazität. Ja, was willst du?
Und wir dürfen aus anderen Bibelstellen heraus wissen: Wenn wir sagen, ich möchte das, ich möchte da wirklich in diese Richtung gehen, ich möchte Jesus ähnlicher werden, dann können wir das nicht aus eigener Kraft. Da ist der Geist Gottes als Kraftquelle, der uns vorangeht, der uns Führung ist, der auch Herr der Veränderung ist, mitten in unserem Leben.
Nur Petrus hat diesen Schwerpunkt nicht. Und verzeiht ihm das, ja, es geht halt nicht darum, alles zu sagen, was man sagen kann.
So, da kommen wir her, jetzt zu unserem Text: Deshalb will ich Sorge tragen, euch immer an diese Dinge zu erinnern. Habe ich jetzt auch noch mal gemacht, jetzt müsst ihr es wirklich wissen.
Für Petrus ist das ein besonderes Anliegen, weil er nicht mehr weiß, wie lange er noch zu leben hat. Er sagt: Ich halte es aber für recht, solange ich in diesem Zelt bin. Er vergleicht sein Leben mit so einem Zelt, und solange ich in diesem Zelt bin, bedeutet so viel wie: solange ich lebe. Ich halte es aber für recht, solange ich in diesem Zelt bin, euch durch Erinnerung aufzuwecken.
Ich mag das, weil das ist genau das, was wir vorhin hatten, oder? So dieses, und da schläft so, ja, und das ist so eine Tendenz in unser aller Leben, ob wir das wahrhaben wollen oder nicht. Wenn der Jesus Gleichnisse bringt, wo er sagt: Wacht!, ja, warum sagt er das denn? Weil wir alle so eine gemütliche Tendenz haben. So, und Petrus weiß das auch. Und deswegen weckt er uns an der Stelle mal auf. Er sagt: Hey, an der Stelle hört zu, darum geht es, dass ihr das nicht vergesst.
Warum Petrus auf sein Ende blickt
Und bei ihm ist es doppelt schwierig, in Vers 14, da ich weiß, dass das Ablegen meines Zeltes bald geschieht, wie auch unser Herr Jesus Christus mir kundgetan hat. Petrus weiß also, dass ich bald sterben werde. Der Herr Jesus hat ihm das auch gesagt.
Ich werde aber darauf bedacht sein, dass ihr auch nach meinem Abschied jederzeit imstande seid, euch diese Dinge ins Gedächtnis zu rufen.
Als ich das las, dachte ich: Ich auch. Deswegen gibt es nämlich Frogwords. Da kann man all diese Predigten noch einmal anhören. Also, wenn ich mal hier den Abgang mache, dann könnt ihr dann, was weiß ich, in hundert Jahren, wenn man dann noch MP3-Player hat, euch so den Geist der Vergangenheit anhören. Das muss total gruselig sein.
Ich habe mir schon überlegt, ob ich meine eigene Beerdigungspredigt mal aufzeichne. Stell dir vor, du hast da vorne so einen Sarg stehen, und dann kommt dann so ein YouTube-Video.
Also darum geht es hier: Wenn der Typ selbst schon tot ist, sollen die, die von ihm gelernt haben, bitteschön nicht vergessen, was er ihnen beigebracht hat.
Zwei Einwände gegen die Hoffnung auf Jesu Wiederkunft
Zwei große Probleme sind in der Gemeinde. Das eine sind Spötter, also Leute, die sagen, Jesus kommt sowieso nicht wieder. Das andere ist die Irrlehre, die behauptet, man könne leben, wie man will. Die Spötter sind hier also das erste große Thema, das Petrus anspricht.
Er sagt in Vers 16: Denn wir haben euch die Macht und Ankunft unseres Herrn Jesus Christus kundgetan.
Bevor ich weiterlese: Die Spötter sagen, Jesus kommt nicht wieder. Es gibt kein Gericht. Und dieser Begriff, der hier mit Macht und Ankunft übersetzt ist, Elberfelder, gerade das Wort Ankunft, da steht im Grundtext Parousia. Und es ist ein Fachbegriff.
Wir glauben als Christen daran, dass der Herr Jesus wiederkommt, und zwar nicht wie die Zeugen Jehovas heimlich, so dass man es nicht mitkriegt, sondern so, wie es im Lukasevangelium in Kapitel 17 auch heißt. Wenn der Herr Jesus wiederkommt, dann wird jeder es mitbekommen. Es wird eine Wiederkunft in Macht und Herrlichkeit sein.
Und die Spötter stellen sich hin und sagen: Nein, das wird nie passieren. Und Petrus versucht, dieses Argument, das so in der Gemeinde schon drin ist, jetzt zu entkräften. Er bringt zwei Argumente. Woher weiß ich eigentlich, dass Jesus tatsächlich wiederkommt?
Petrus sagt erstens: Die Tatsache, dass Jesus in Macht wiederkommen wird, oder dass seine Wiederkunft etwas sein wird, was uns einfach alle vom Hocker hauen wird, dass das passieren wird, dafür gibt es Leute, die so etwas Ähnliches schon mal gesehen haben. Das sind die Apostel. Und zum Zweiten gibt es die Bibel, die sagt, dass Jesus wiederkommen wird. Zwei Zeugen.
Das Zeugnis der Verklärung und die Herrlichkeit des Sohnes
Und diese beiden Argumente bringt er, denn wir haben euch die Macht und Ankunft unseres Herrn Jesus Christus kundgetan. Er hat darüber gepredigt, dass Jesus wiederkommen wird, nicht indem wir ausgeklügelten Fabeln folgten.
Also: Die Apostel haben sich nicht hingestellt und sich überlegt, was sie sich denn mal für ein Geschichtchen ausdenken könnten. Und dann ist ihnen irgendeine wilde Story eingefallen: Wir tun mal so, als würde Jesus irgendwann wiederkommen. Ja, wie machen wir das denn? Ach, so ganz großartig, am besten mit Wolken und am besten so mit Strahlen und weiß und herrlich und so. Und das denken wir uns mal aus, und dann erzählen wir das allen Leuten.
Und Petrus sagt: Nein, so ist es nicht gewesen. Sondern wenn wir darüber reden, wenn wir euch das kundtun, dann deshalb, weil wir Augenzeugen seiner herrlichen Größe geworden sind. Augenzeugen seiner herrlichen Größe.
Jetzt stellt man sich die Frage: An welcher Stelle soll das denn bitteschön passiert sein? Also Jesus kommt wieder in Macht und Herrlichkeit, und Petrus sagt, wir haben das schon mal gesehen. Also wenn er wirklich wiederkommt, ja, mal so richtig großartig, dann wird das für uns gar nichts Besonderes sein, wir kennen das schon, haben das schon mal erlebt. Und du denkst dir: Wo ist das denn passiert?
Also, wenn ich mir Jesus vorstelle, dann stelle ich mir ihn tatsächlich so ein bisschen vor wie im Jesusfilm. Und das ist eher nicht so aufregend. Ja, ich stelle ihn mir weder so als 360 Goliath vor, so mit Weberbaumstamm in der Hand, ich stelle ihn mir so ganz normal vor. Aber Petrus hat etwas ganz Besonderes erlebt. Er war auf dem Berg der Verklärung mit dabei.
Das war so ein ganz besonderes Ereignis. Da sind Petrus, Jakobus und Johannes mit Jesus auf einen Berg gestiegen. Und dort auf dem Berg, deswegen heißt er ja auch Berg der Verklärung, wird Jesus umgestaltet, also da bekommt er von Gott Herrlichkeit. Manchmal hört man, dass man auf dem Berg der Verklärung Jesus zu sehen bekommt, wie er wirklich ist. Das ist nicht ganz biblisch richtig, sondern er steht da oben, und der Vater verherrlicht den Sohn. Er macht ihn für einen kurzen Moment also besonders herrlich.
Und die Beschreibung ist dann: Er fängt an zu strahlen, und es wird weißer und heller, und die können gar nicht mehr so richtig hinschauen. Und dann kommen da zwei Leute, die eigentlich tot sein müssten: Mose und Elia. Und die fangen an, mit Jesus zu diskutieren, wie würde das hier alles weitergehen. Und du denkst dir: Hä? Das reicht dann aber noch lange nicht. Dann kommt noch eine Stimme aus dem Himmel, und Gott der Vater spricht: Das ist mein geliebter Sohn.
Die drei Apostel stehen irgendwo so in der Ecke, schauen sich das so an und denken: Was passiert hier? Petrus macht dann diesen merkwürdigen Vorschlag: Soll ich mal eine Hütte bauen vielleicht? Das wäre doch ganz nett, wenn ich jetzt ein Hüttchen gebaut hätte. Dann könnten wir noch ein Weilchen hier zusammenbleiben, so ein Sit-in mit Elia und Mose vielleicht, so für einen Abend oder so. Er wusste gar nicht, was er da sagt.
Diesen Moment hat Petrus vor Augen. Es ist ein Moment, wo Jesus für kurze Zeit die gleiche Herrlichkeit hat, mit der er einmal wiederkommen wird, wo der Vater ihn mal für einen ganz kurzen Moment herausnimmt aus seinem Menschsein und hineinstellt in sein verherrlichtes Menschsein.
Die Sicherheit der Schrift und ihre göttliche Herkunft
Also, denn wir haben euch die Macht und Ankunft unseres Herrn Jesus Christus kundgetan, nicht indem wir ausgeklügelten Fabeln folgten, sondern weil wir Augenzeugen seiner herrlichen Größe gewesen sind. Denn er empfing von Gott Ehre und Herrlichkeit. Als von der erhabenen Herrlichkeit eine solche Stimme an ihn erging: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe, und diese Stimme hörten wir vom Himmel her ergehen, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren.
Das ist die Geschichte. Und Petrus sagt: Ich habe das gesehen. Wenn mir jemand sagt, Jesus kann gar nicht mehr wiederkommen und schon gar nicht in Macht und Herrlichkeit, dann sagt Petrus: Ich weiß ja nicht, was du so erlebt hast in deinem Leben, aber ich habe Herrlichkeit schon erlebt. Ich habe die Stimme gehört aus dem Himmel, die gesagt hat: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.
Und wir müssen uns mit dem Begriff Sohn im kurzen Moment beschäftigen. Sohn in der Bibel ist ein messianischer Titel. In Psalm 2, da heißt es in Psalm 2,7: Lasst mich die Anordnung des Herrn bekanntgeben, er hat zu mir gesprochen: Mein Sohn bist du, ich habe dich heute gezeugt. Dieser Psalm ist ein messianischer Psalm. Hier spricht der Messias über seine Einsetzung als König.
Es ist dieselbe Einsetzung als König, die passiert, wenn Jesus in Jerusalem gekreuzigt wird, und zwar im Angesicht von Leuten, die das überhaupt nicht wollen, von Heiden, die sich dagegen auflehnen. Und in diesem Moment am Kreuz, wo Jesus schwächer nicht hätte sein können, in dem Moment wird er zum König der Könige. In dem Moment wird er zum Herrscher über die gesamte Welt. In dem Moment wird er zu dem Übersieger, der alles in den Schatten stellt an Mächten und Gewalten und an Dämonen und Teufeln, die es überhaupt geben könnte, in diesem einen Moment am Kreuz.
Und Psalm 2 beschreibt diesen Moment, wo der Vater den Sohn anspricht mit: Mein Sohn bist du, ich habe dich heute gezeugt. Und wir können diesen Gedanken durch die Bibel hindurch verfolgen: Der Sohn in der Bibel ist der Messias. Oder anders ausgedrückt: Wenn Jesus sich hinstellt und sagt: Ich bin Sohn Gottes, dann fangen die Leute an, wenn sie das hören, Steine aufzuheben. Denn sie wissen genau: Wenn er sagt, ich bin der Sohn, und da oben ist der Vater, dann bringt er Einheit zum Ausdruck. Ich bin wie er.
Und die Juden der damaligen Zeit, ihr könnt das in Johannes 5 nachlesen, die verstehen sehr klar: Wer sagt, ich bin der Sohn und da oben ist der Vater, der macht sich selber zu Gott. Und wenn ich Psalm 2 dazunehme, dann macht er sich nicht nur zu Gott, sondern er macht sich zum Messias.
Und wenn ein Jude in der damaligen Zeit auf einem Berg steht, vor sich seinen Freund sieht, seinen Rabbi, der gerade strahlt wie so ein 5000-Watt-Halogenstrahler, und da kommt eine Wolke über ihm und aus der Wolke eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, dann weiß er, mit wem er es zu tun hat. Dann ist die Frage, ob Jesus nur einer unter Tausenden von Rabbis ist, ein für allemal gelöst. Dann ist auch die Frage, ob der, der da vor mir steht und strahlt und zu dem Gott gerade sagt: Du bist mein geliebter Sohn, ich habe an dir Wohlgefallen gefunden, auch das ein Zitat aus dem Alten Testament, wo Gott der Vater, wenn ich sage: Wohlgefallen gefunden, das klingt so ein bisschen wie Poesiealbum, ich habe an dir Wohlgefallen gefunden. Wir müssen versuchen, das zu übersetzen: Du bist meine Nummer eins, ich stehe voll auf deiner Seite.
Alles, was über dich geschrieben ist in der Bibel, ich werde mich persönlich darum kümmern, dass sich das erfüllt. Wer auf dich Vertrauen setzt, auf denen setze ich mein Vertrauen. Du hast das bis hierher hundert Prozent alles richtig gemacht. Das ist wie wenn Gott im Himmel stehen würde, runterschauen würde und sagen: Ja, ja, ja, ja, ja, so, ja, so ein bisschen, dass wir einfach verstehen: Da ist der Vater im Himmel, der ist einfach hemmungslos begeistert, und er steht wirklich voll zu dem Jesus. Das ist sein Mann auf der Erde, da gibt es auch keinen anderen.
Und Petrus kriegt das mit und denkt sich: Boah, Wahnsinn. Und deswegen fällt es Petrus, wenn jemand sagt: Ich kann mir das gar nicht so vorstellen, dass Jesus mal in Macht und Herrlichkeit wiederkommt, da sagt Petrus: Ich schon, das ist nicht schwer, ich habe das erlebt. Und deswegen, wenn Leute sich hinstellen und sagen, Jesus wird nicht wiederkommen, wird Petrus sagen: Doch, es wird deshalb passieren, weil es so etwas gibt wie eine Vorerfüllung dieser Verheißung. Und dieses Etwas, diese Vorerfüllung, hat auf dem Berg der Verklärung stattgefunden.
Und wenn du sagst: Okay, ich hätte gern noch einen Zeugen, gibt es da noch etwas, worauf ich mich verlassen kann? Ja, Petrus. Okay, du hast das gesehen, hast du noch etwas? Dann sagt Petrus: Ja, es ist nicht nur so, dass es Augenzeugen gibt, sondern es gibt das prophetische Wort. Schau doch in die Bibel. Also wenn ich das schon gesehen habe, wie viel mehr muss dann das gelten, was in der Bibel steht.
1. Petrus 1,19: Und so besitzen wir das prophetische Wort umso fester. Für alle, die eine eigene Bibel dabei haben und einen Stift, um sich etwas zu notieren: Dieses umso fester kann man auch übersetzen mit „ganz besonders fest“. Also wenn das, was Petrus gesehen hat, wahr ist, dann ist natürlich all das andere, was über den Messias geschrieben ist, ganz besonders sicher. Das ist ja logisch. Wenn A gilt, dann gilt ja B umso mehr.
Also wenn einer schon mal so einen Blick in die Herrlichkeit reingetan hat, schon mal so eine Idee gekriegt hat, dann ist die Frage: Können all die Stellen im Alten Testament, die davon sprechen, dass der Messias kommt, dass der Messias wiederkommt, dass der Messias herrscht, dass es einen König in Jerusalem geben wird und was wir da alles haben, können die sich irren? Wenn der schon gesehen hat, das ist ja doch viel wahrscheinlicher, dass das wirklich so ist. Wenn einer es erlebt hat, dann gilt es doch.
Und deswegen sagt er das hier: So besitzen wir das prophetische Wort. Gemeint ist die Bibel, vor allem das Alte Testament, ganz besonders fest. Du kannst das wirklich festhalten, und ihr tut gut, darauf zu achten, als auf eine Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet.
Leben im Licht der kommenden Herrlichkeit
Ich mag dieses Bild davon, dass das Wort Gottes eine Lampe ist. Wir gehen durch eine Zeit, die dunkel ist, und wir wissen nicht, was die Zukunft bringt. So grausam das klingt: Keiner von uns weiß, ob wir morgen noch zusammen sind. Wir erleben es immer wieder, dass man jemanden kennt, der plötzlich aus dem Leben gerissen wird, wie das dann auf den Grabsteinen oder bei den Trauerreden so heißt.
Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt. Aber die Bibel weiß das. Und das Interessante ist: Wenn ich weiß, was kommt, wenn ich eine Hoffnung auf die Zukunft habe, dann hat das Auswirkungen auf die Gegenwart. Oder anders ausgedrückt: Dein Verständnis von den ewigen Dingen wird prägen, wie du heute lebst.
Warum solltest du dich auf das einlassen, was Petrus in 2. Petrus 1,5-7 geschrieben hat? Warum solltest du dich in diese Mühle hineinbegeben? Mich einbringen in der Gemeinde, Bibel lesen und dazulernen, diesen mühsamen Kampf gegen Sünde, dann diesen Unterdruck, wenn man auch keine Lust hat, weitermachen, so richtig dieses Frömmigkeitsding, was dann kommt, und beten und Gottesdienst und, ich weiß nicht, Gemeindeabendessen und was man halt so hat an der Stelle, dann Bruderliebe und ganz am anderen Liebe. Warum solltest du das tun?
Und die Antwort ist: Weil ich glaube, dass Jesus wiederkommt. Wenn er nicht wiederkommt, wenn das alles nicht stimmt, dann bringt das nichts. Dann ist das einfach Blödsinn. Aber wenn er wirklich wiederkommt, wenn es wirklich darum geht, ihm zu begegnen, wenn das alles wahr ist, dann merkst du: Wenn du nicht daran glaubst, dass er wiederkommt, wirst du dich nicht investieren. Aber wenn du das glaubst, dann schon.
Wenn du überlegst: Boah, vielleicht gehe ich heute Abend in mein Bett, kuschel mich da rein, schlaf ein, und so um drei Uhr siebenunddreißig kommt die letzte Posaune, und alles ist vorbei für mich. Stell dir das mal vor. Ich weiß nicht genau, wie es sein wird. Ich will jetzt auch keine Theologie dazu prägen, aber stell dir das vor: Der Herr Jesus kommt wieder, und du begegnest ihm um drei Uhr siebenunddreißig. Das ist keine Prophezeiung, es ist einfach nur mal so ein Bild, ja. Und mit einem Mal ist dein ganzes Leben vorbei. Du dachtest dir noch, du musst vielleicht noch eine Französischklausur schreiben. Haha, gab keine mehr in deinem Leben. Ja, ist einfach rum. Und jemand muss noch einen Großeinkauf bei Kaufland machen. Gibt es auch nicht mehr. Nie wieder Windeln wechseln für Kleinkinder oder so. Einfach nur weg.
Stell dir das vor: Jesus kommt wieder. Und die Bibel sagt, wir wissen nicht, wann das sein wird. Es wird wie ein Dieb in der Nacht sein. Es wird einfach schnipp machen, und dann begegnen wir ihm. Du wirst das nicht berechnen können.
So, was bedeutet das, wenn du das glaubst? Wie möchtest du ihm begegnen? Möchtest du ihm begegnen wie so einer, der sagt: Ja, ja, jetzt bist du da. Das ist aber jetzt dumm gelaufen. Ich hatte noch ein bisschen was vor. Ist es das? Oder sagst du: Hey, ich war gerade dabei, dir zu begegnen. Ich habe mein ganzes Leben darauf ausgerichtet, auf diesen Moment. Ich habe versucht, schon mal dir so ähnlich zu werden, mich mit meinen Möglichkeiten so Richtung Himmel zu bewegen, so weit das einfach geht. Und jetzt bist du da. Ey, coole Sache. Schön. Und jetzt bring bitte schnell zu Ende, was ich nicht geschafft habe, weil du weißt, wo ich stehe.
Wenn du glaubst, dass Jesus wiederkommt, dann bist du auch bereit, dich auf diesen Moment vorzubereiten, glaub mir. Ihr macht das alle. Stell dir vor, du kriegst eine Einladung zu einer Hochzeit. Na, könnte ja passieren, dass man sowas kriegt. Oder nehmen wir, ja, also sowas. Ja, bereitest du dich auf die Hochzeit vorher irgendwie schon vor? Ziehst du dich entsprechend passend an? Ja, machst du auch. Du weißt, da kommt ein Moment, da begegne ich dem Brautpaar. Und du wirst nicht in die Kirche reinschlüpfen und sagen, so mit dem Jogginganzug, so ein bisschen ungekämmt, und sagen: Jetzt ist hier Hochzeit, so überraschend. Das wird dir nicht passieren. Du weißt: Ich begegne dem Brautpaar. Hier ist ein bestimmter Moment. Ich habe mich hier richtig anzuziehen. Ich habe mich da irgendwie vorzubereiten. Ich habe auch ein Geschenk mitzubringen, bitteschön, und so weiter. Ich mache das alles so, wie man es macht. Ich bereite mich vor.
Und genau so ist das, wenn ich weiß, dass ich Jesus begegnen werde. Dann schloppe ich auch nicht so mit der Jogginghose in den Himmel und sage: So sieht das hier so aus. Sondern ich komme vorbereitet. Weil mir da nichts begegnet, wo ich sage: Da habe ich noch nie von gehört. Sondern da ist jemand, den habe ich lieb, da freue ich mich drauf.
Und deswegen sagt Petrus: Wenn du das einmal verstanden hast, wenn du die Zukunft kennst, weil die Bibel wie so eine Lampe ist, die schon mal nach vorne scheint, du kannst schon wissen, was passiert, du kannst wissen, dass bestimmte Dinge wirklich passieren werden, dann lass doch bitte dein Heute geprägt sein von der Hoffnung, die du hast. Und dann lebe heute so wie einer, der wirklich daran glaubt, dass das ewige Reich unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus anbrechen wird, dass das eine ausgemachte Sache ist, dass Jesus wiederkommt und dass er am Ende als der Sieger vom Platz geht. Und dass, wenn wir hier richtig leben, wir mit ihm als Sieger vom Platz gehen und uns nicht schämen müssen für ein Leben, das sich an Drittklassigkeit, an Dummheit verschwendet hat, sondern wenn wir es richtig gemacht haben, werden wir uns mit ihm freuen in alle Ewigkeit.
Das Licht der Schrift und die Rolle des Geistes
Also sagt er: Ihr tut gut daran, auf das prophetische Wort zu achten, auf das, was in der Bibel steht. Es ist wie eine Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet, bis der Tag anbricht und der Morgenstern in euren Herzen aufgeht.
Irgendwann kommt die Sonne, irgendwann bricht der Tag an. Jesus ist hier der Morgenstern. Es ist die Venus, die ein wenig aufgeht, bevor man die Sonne eigentlich sehen kann. Und den kann man schon sehen, bevor dann eigentlich die Sonne zu sehen ist. Der Morgenstern ist auch ein Bild, das für den Messias verwendet wird. In der Offenbarung nennt Jesus sich selbst den glänzenden Morgenstern. Und da geht etwas auf, da geht die Sonne auf. Und das wird in unseren Herzen passieren.
Wir werden einmal alles, was wir vorher nur geglaubt haben, sehen. Es wird eine Zeit kommen, in der alle Zweifel erledigt sind. Kannst du dir das vorstellen, dass alle Fragen erklärt werden? Ich finde das so fantastisch. Du kannst Jesus selber fragen. Du musst nicht so klammern: könnte es so oder so sein? Jesus wird sagen: So ist es. Und du weißt: Ende der Durchsage. Einfach wunderbar. Du bekommst auf jede Frage eine Antwort.
Alles, was jetzt nur so ein bisschen eine Vorerfüllung ist, wie auf dem Berg der Verklärung, dann siehst du ihn so richtig deutlich. Dann stehst du in so einem Engelchor, und da ist Herrlichkeit einmal pur. Und du bist passend im Himmel. Ja, da kann ich sogar singen. Überlegt euch das mal. Und es wird irgendwie stimmen. Und Boris kann auch singen. Wenn wir beide singen können, überlegt euch das mal, was das für eine Herrlichkeit gibt, was Gott dann investiert hat in uns, um uns passend zu machen für so einen Chor. Und in euch, dass wir alle da reinpassen, wenn der Morgenstern in unseren Herzen aufgeht.
Wenn diese ganz individuelle, subjektive Seite der Gotteserfahrung kommt, wenn alles, was an Unsicherheit und Verzagtheit heute unser Leben prägt, weggewischt sein wird, dann stehen wir vor Gott. Und Gott schaut uns an und sagt: Ich habe dich lieb. Ich habe dich immer geliebt. Und ich freue mich, dass du hier bist. Und ich freue mich, dass du dein Leben so gelebt hast, wie du es gelebt hast. Einfach gut gemacht.
Wie die Schrift entstanden ist
Und deswegen ist es wichtig, Vers 20: indem ihr dies zuerst wisst, dass keine Weissagung der Schrift aus eigener Deutung geschieht.
Das ist ein schwieriger Vers. Das Wort „eigen“ bedeutet hier eigentlich „eigenmächtig“, und „Deutung“ bezieht sich auf das, was ein Prophet mit dem tut, was er von Gott empfangen hat. Es geht hier also eigentlich um Auslegung, und es geht um den Ursprung von Prophetie.
Keine Weissagung der Schrift entspricht einer eigenmächtigen Auslegung. Der Prophet empfängt etwas von Gott, und es ist nicht so, dass er das einfach nimmt und daraus irgendetwas konstruiert, worauf er Lust hätte. Es ist anders.
Vom Geist getrieben und doch persönlich
Vers 21 Denn niemals wurde eine Weissagung durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern von Gott her redeten Menschen, getrieben vom Heiligen Geist.
Die Bibel ist Prophetie. Warum? Das Bild des Getriebenseins ist das Bild eines Schiffes, in dessen Segel der Wind bläst. Der Prophet ist das Schiff, und dahinter steht der Wind, der Heilige Geist. Er treibt das Schiff an.
Das heißt: Das Schiff bleibt Schiff, und doch ist der Heilige Geist dahinter. Der Prophet bleibt als Prophet eine eigene Person. Er wird nicht wie ein automatischer Schreiber zu einer Maschine degradiert. Er behält seine Persönlichkeit, seine Art zu reden und vielleicht auch seine Art zu argumentieren. Gottes Geist benutzt ihn, um Prophezeiungen hervorzubringen. Hier steht das Wort Weissagungen; es ist dasselbe Wort wie Prophetie, nur unterschiedlich ins Deutsche übersetzt.
Eine Weissagung wird nicht durch den Willen eines Menschen hervorgebracht. Nicht der Mensch setzt sich hin und überlegt sich: Was könnte ich jetzt machen? Ich hatte hier einen Traum, jetzt spinne ich mir mal etwas zusammen. Sondern in der Bibel ist es so: Der Geist Gottes treibt Menschen an. Sie behalten ihre Identität. Es ist eine aktive Kooperation zwischen dem Propheten auf der einen Seite und dem Geist Gottes auf der anderen Seite.
Und diese Propheten reden genau das und deuten genau das so, wie Gott es sich wünscht. Und deswegen haben wir die Bibel. Und deswegen können wir wissen: einmal, weil der Geist Gottes dahinter steckt, und weil wir sogar Leute haben wie Petrus, die sagen: Ich habe schon Dinge gesehen, wir können wissen, dass das kommen wird.
Schlussappell und gemeinsamer Weg der Gemeinde
Und mein Wunsch für uns ist, dass wir es schaffen, diese wichtige Lektion, die Petrus hier seinen Leuten mitgibt, tatsächlich nicht zu vergessen. Dass wir uns darüber im Klaren sind und uns immer wieder daran erinnern: Jesus könnte heute wiederkommen. Und dass wir, selbst wenn das heute für uns ein bisschen zu streng klingt, auf alle Fälle daran denken: Jesus kommt wieder, wir werden ihm begegnen.
Und wenn wir eine Sache nicht tun sollten, dann ist es, ihm unvorbereitet oder auf eine dumme Weise zu begegnen, auf eine Weise, die vergessen hat, wer er ist. Was wir tun können, ist, darauf zu vertrauen, dass Jesus wiederkommt in Macht und Herrlichkeit. Wir können uns vorbereiten. Wir können dem Apostel trauen, wir können seinem Wort trauen, und wir können Jesus so begegnen, dass, wenn er uns sieht und wenn er kommt, er sich an uns freut. Und das ist das, was ich uns allen wünsche.
Ihr seid alle an der Stelle auf dem Weg, und Gemeinde ist die Gemeinschaft der unfertigen Heiligen, die gemeinsam auf dem Weg ist. Also bitte, wir haben alle unsere Klatsche, und wir müssen mit dieser Klatsche leben. Und die Chance ist, dass wir es als Gemeinde tun und uns gegenseitig stützen und uns auf diesem Weg helfen. Und das wünsche ich mir.
In diesem Sinn singen wir ein Lied, korrekt? Zwei!
Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
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