Zum Inhalt

Hebräer 1,1-4

Hebräer 1,1-1,418.09.2017
Serie•Teil 2 / 25Hebräerbrief
Warum an Jesus festhalten, wenn alles wackelt? Weil er nicht nur rettet, sondern alles trägt, alles gehört ihm – und nur wer ihn groß sieht, bleibt im Glauben standhaft.

Einleitung und Hinführung zur Bibelwoche

Ich freue mich, bei euch zu sein: Bibelwoche, Hebräerbrief, Teil eins.
Ich möchte noch einmal ganz besonders die Jugend für den Samstag einladen. Ich habe mir für euch etwas ganz Besonderes ausgedacht. Also kommt vorbei, das wird mit Sicherheit gut. Und nicht nur für die Jugend natürlich. Aber die Jugend möchte ich für den Samstag, wenn ihr keine Jugendstunde habt, sondern hier dabei sein wollt, ganz besonders einladen. Ihr könnt das gebrauchen, da gebe ich mein heiliges Indianerehrenwort drauf.
Wir starten heute. Ich mache aber heute keinen Einleitungsvortrag, den gibt es erst am Dienstag. Ich möchte das schon dem Gottesdienst angemessen und, ich glaube auch, vom Heiligen Geist geleitet. Wenn ich mir das letzte Lied und das, was du da zitiert hast, überlege, denke ich mir: Das passt einfach super.
Ich möchte starten mit den ersten vier Versen zum Hebräerbrief. Das, was wir eben in der Anbetungszeit schon gehört haben, will ich einfach noch einmal wiederholen.
Im Hebräerbrief geht es um Jesus. Genau genommen geht es darum, dass wir verstehen, wie großartig Jesus ist, wie unvergleichlich Jesus ist, wie alles, was die Briefempfänger vorher kannten und was ihnen irgendwie wichtig war, im Vergleich zu Jesus von Nazaret nicht bestehen kann und wie das absolut nebensächlich wird.
Schon in den ersten vier Versen möchte ich euch heute mit hineinnehmen. Da heißt es in Hebräer 1,1-2:
Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn.
Und ich weiß nicht, ob ihr das Spannende dahinter spüren könnt: Gott redet. Für uns Christen, die wir die Bibel kennen und, ich hoffe noch mehr, die wir in einer ganz persönlichen Beziehung zu diesem Gott, der redet, leben, ist das eine Selbstverständlichkeit. Natürlich, Gott redet.
Aber überlegt einmal, was das bedeutet: Ein ewiger, allmächtiger Gott, der außerhalb von Zeit und Raum in einem unzugänglichen Licht wohnt, überlegt sich, wie er kommuniziert. Mit uns, die so weit weg, so klein, so absolut unbedeutend sind. Er braucht uns ja nicht. Es ist ja nicht so, dass Gott mit uns reden müsste, damit er glücklich wird.
Und trotzdem: Gott hat sich offenbart. Er hat diesen Spagat gewagt zwischen der Ewigkeit und dem Himmel hinein in Zeit und Raum. Gott hat sich offenbart, und er hat das getan auf ganz allgemeine Weise. Sei es durch die Schöpfung, sei es durch die Geschichte oder auch einfach durch unser Gewissen. Da merken wir: Da muss noch mehr sein. Da muss es etwas geben, was gut ist.
Aber eben auch auf spezielle Weise durch Menschen, deren Reden in der Bibel aufgeschrieben wurde. Und man nennt diese Menschen Propheten. Sie waren von Gott dazu berufen, Dinge zu sagen, die einfach viel, viel mehr waren als nur ihre eigenen Gedanken. Im 2. Petrusbrief heißt es einmal: Von Gott her redeten Menschen, getrieben vom Heiligen Geist.
Und ich weiß nicht, wie sich das anfühlt. Ich bin ja kein so alttestamentlicher Prophet. Aber ich stelle es mir so vor, dass diese Leute in einer ganz engen Beziehung mit Gott sind und plötzlich bekommen sie so den Eindruck: Gott, jetzt möchte ich, dass du etwas sagst. Ich kann mir vorstellen, wie schwierig das am Anfang ist: Bilde ich mir das jetzt nur ein, muss ich das wirklich sagen? Das waren ja ganz schräge Momente dabei.
Und diese Menschen haben noch mehr gemacht. Hier steht: Gott redete auf vielfältige und vielerlei Weise. Propheten sind nicht nur Prediger, die den Mund aufmachen. Sie benutzen Lieder, Sprüche, Fabeln, zum Teil ihr eigenes Leben. Da liegt einer eine ganze Weile einfach nur auf einer Seite, dann liegt er auf der anderen Seite. Und die Leute fragen sich: Was soll das? Das ist ein Prophet. Und dann erklärt er es. Dann hat er genug gelegen, und jetzt darf er reden, darf mit seinem Leben das unterstreichen, was er zu sagen hatte. Bis dahin, dass sie Wunder wirken.
Gott redet. Gott redet, und er möchte mit aller Macht seine Botschaft an Frau und Mann bringen. Die Zielgruppe hier, heißt es, sind die Väter. Normalerweise steht dieser Begriff für die Patriarchen des Alten Testaments, also für diese herausragenden Männer, die man so kennt und schon in der Kinderstunde davon gehört hat: Abraham, Isaak, David, Hiskia. Hier ist der Begriff ein Stück weiter zu fassen. Hier sind tatsächlich alle Menschen des Alten Testaments gemeint.
Denn schon im Alten Testament lesen wir davon, wie viel Mühe sich Gott macht, den Menschen zu erreichen. Wie Gott tatsächlich zu seinem Volk Prophet auf Prophet schickt, weil ihm Menschen nicht gleichgültig sind. Noch einmal: Gott müsste das nicht tun. Gott könnte sich das in Ruhe von außen anschauen und sagen: Habe ich nichts mit zu tun. Aber so ist Gott nicht.
Wir haben es mit einem Gott zu tun, der redet. Gott wollte immer und will immer noch, dass Menschen gerettet werden. Und deswegen, wenn man die Bibel liest, dann stellt man fest, dass die Botschaft von der Errettung, das, was wir heute Evangelium nennen, von Anfang an und dann immer deutlicher und immer heller und immer klarer Gott sein Evangelium verkündigen lässt, bis er ganz am Ende das, was im Alten Testament angefangen hat, tatsächlich vollendet.
Er wird selber Mensch, und am Schluss redet er in Jesus, wie es hier heißt: hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn.

Der Sohn als endgültige Offenbarung Gottes

Die Bibel spricht von Jesus als dem Sohn Gottes. Dieser Begriff ist deshalb so bedeutungsvoll, weil ein Sohn die Identität des Vaters trägt und weil ein Sohn das Wesen des Vaters offenbart.
Der Begriff Sohn Gottes ist ein Titel. Und es ist ein Titel, der sich durch die ganze Bibel zieht. Wenn ihr die Bibel durchlest, werdet ihr feststellen, dass es verschiedene Personen der Schöpfung gibt, die Sohn Gottes oder Söhne Gottes genannt werden. Immer geht es darum, dass ein Sohn etwas vom Wesen Gottes widerspiegelt. Das steckt hinter der Idee des Sohnes. Ein Sohn spiegelt etwas wider.
Ich glaube, jeder, der mein Kind gesehen hat, weiß, wovon ich rede. Ich habe gerade meinen ersten Enkel, einen kleinen Steppke, der gerade laufen kann. Und natürlich spiegelt er etwas von den Eltern wider, genau wie der Papa. Wenn er sich umschaut, so als kleiner Steppke, und sich ganz genau anschaut, was im Raum ist, dann sagt jeder: Wie der Vater, der schaut genauso herum. Und das ist die Idee dahinter. Ein Sohn transportiert etwas von der Identität.
Wenn nun unterschiedliche Personen in der Schöpfung Sohn oder Söhne Gottes genannt werden, dann deshalb, weil sie unterschiedliche Aspekte der Identität Gottes widerspiegeln. Die Engel werden zum Beispiel Söhne Gottes genannt. Warum? Weil sie etwas von dieser Transzendenz Gottes widerspiegeln. Oder Adam wird im Lukasevangelium Sohn Gottes genannt. Warum? Weil er als Ebenbild Gottes geschaffen wurde. Weil sich Gott im Menschsein in der Schöpfung offenbart.
Oder dann heißt es von Israel oder auch von den Jüngern Jesu, dass sie Söhne Gottes genannt werden. Warum? Weil sie durch ihr Leben, durch die Art und Weise, wie sie durch ihren Charakter geprägt sind, weil sie die Gebote Gottes halten. Ich halte die Gebote, und das prägt meinen Charakter. Dadurch spiegele ich etwas von Gottes Wesen wider.
Und es gibt im Alten Testament einen König, einen zukünftigen König, der aus der Dynastie Davids verheißen wird. Er wird auch Sohn Gottes genannt. Warum? Weil er etwas von der Herrschaft widerspiegelt, die Gott ausübt. Unterschiedliche Aspekte von Gottes Wesen werden durch Söhne Gottes sichtbar.
Und jetzt müssen sich die Frauen einfach mal eingeschlossen fühlen, weil das eben ein Titel ist. Tut mir auch leid, da steht nicht immer gendermäßig dann Söhne/Schrägstrich Töchter oder Söhne-Sternchen-Töchter oder so. Das ist jetzt hier halt nicht so. Ihr dürft euch jetzt mal mit eingeschlossen fühlen, ihr versteht das. Es ist nicht so schwer. Wir sind alle Söhne Gottes in dem Sinne, wie wir Gott offenbaren. Das ist die Funktion von Söhnen: Gott auf ganz unterschiedliche Weise zu offenbaren.
Und jetzt kommt eben nicht noch ein Sohn Gottes oder noch eine Gruppe von Personen, die man Söhne Gottes nennt und die wieder einen anderen Aspekt Gottes offenbaren, sondern am Ende redet Gott durch den Sohn. Auf der einen Seite viele Söhne, und jetzt kommt der eine, der Sohn Gottes. In Jesus wird Gott Mensch, und er offenbart auf einzigartige Weise das Wesen des ewigen Gottes.
Wenn man so will, ist Jesus diese unvergleichliche, absolut unvergleichliche Ansprache Gottes an die Menschheit: Gott das Wort. Oder wie der Apostel Johannes das sagen würde: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. So startet das Johannesevangelium. Und dann liest man ein bisschen weiter, und ein paar Verse später hat man gerade verstanden: Aha, dann sagt Gott das Wort. Und dann heißt es: Und das Wort wurde Fleisch.
Also vorher viele Söhne Gottes, viele Menschen, in denen Gott sich, oder viele Geschöpfe, in denen Gott sich irgendwie teilweise offenbart. Und jetzt am Ende der Zeit, wenn Gott sagt: Jetzt will ich ein letztes Mal reden, jetzt bringe ich es einfach auf den Punkt, dass auch der letzte Dödel es verstehen kann, dass man nichts mehr hinzufügen kann. Was kann Gott noch mehr tun als Mensch werden und selber auf eine völlig unfehlbare, einzigartige Weise sich in Zeit und Raum hineinschreiben und sagen: Hier bin ich! Und mit Worten, die wir hören und verstehen können, die unserer menschlichen Lebenswirklichkeit entnommen sind, uns das Evangelium predigen und sagen: Hey, so bin ich, schaut mich an!
Und damit wir die Ausnahmestellung von Gott, dem Sohn, wirklich verstehen, beginnt der Hebräerbrief damit, dass er sieben Fakten auf den Tisch legt, die die Einzigartigkeit Jesu unterstreichen. Wir werden dann im Verlauf des Hebräerbriefes sehen, dass genau damit die Briefempfänger ein Problem haben. Und damit wir kein Problem haben, sieben Fakten, die wir über Jesus einfach niemals vergessen dürfen.
 Hebräer 1,2b: Da heißt es über den Sohn, den er zum Erben, man könnte auch übersetzen: zum Besitzer aller Dinge, eingesetzt hat. Ich finde das schön: Die Eigentumsverhältnisse auf dieser Erde und auch übrigens auf der nächsten, es gibt ja noch einmal eine neue Erde, sind geklärt. Alles gehört Jesus. Das mag uns vielleicht nicht so vorkommen, aber das ändert nichts an den Fakten.
Fangen wir mal an: Alles gehört Jesus. Was bedeutet das? Der Stuhl, auf dem du gerade sitzt, gehört Jesus. Das Auto, mit dem du hergefahren bist, gehört Jesus. Du dachtest vielleicht heute Morgen, es sei deins. Man kann sich irren, das ist nicht so schlimm. Also: Es gehört Jesus. Die Sonne, die heute Morgen aufgegangen ist und über die du dich gefreut hast, wem gehört sie? Jesus. Das Herz, das in deiner Brust schlägt, es gehört Jesus. Alles gehört Jesus.
Du magst für den Moment Verwalter sein, der ein oder anderen Sache, so ein bisschen Verfügungsrechte haben. Aber wenn du die Frage stellst, wem alles gehört, ist die Sache völlig geklärt: Alles gehört Jesus. Denn Gott, der Vater, hat ihn zum Besitzer, zum Erben aller Dinge eingesetzt. Also hat Gott, der Vater, gesagt: Hier, schenke ich dir. Und damit war es seins. Und was alles cool ist, auch deshalb, weil wir Miterben sind, aber das ist heute nicht unser Thema. Aber das bedeutet so ein bisschen etwas. Damit wird verständlich: Punkt 1, Fakt 1, relativ simpel: Alles gehört Jesus.
Fakt Nummer 2: Jesus ist der Schöpfer des Universums. Da heißt es in Hebräer 1, immer noch Vers 2 am Ende: durch den er auch die Welten gemacht hat. Also Gott, der Vater, hat durch den Sohn die Welten, das Universum, gemacht. Ich komme gerade von der Gemeindefreizeit, und beim ersten Vortrag hat uns der Vortragende versucht, die Größe des Universums nahezubringen. Und ich steige da immer aus, entschuldigt, wenn Zahlen kommen mit einmal zehn hoch fünfundzwanzig Sonnen. Ja, das ist eine große Zahl. Wie groß das wirklich ist, das ist so weit weg.
So, und jetzt kommt hier dieses gigantische, für uns bei weitem nicht mehr fassbare, unglaublich komplexe Universum, das gleichzeitig noch wunderschön ist. Schaut euch Bilder an, die jetzt Teleskope machen. Es ist einfach unglaublich, wie schön das ist. Ich bringe euch gerne was mit, wenn euch das interessiert. All das, vom Größten bis hinein ins Kleinste, bis ins Atomare und Subatomare, hat Gott, der Vater, durch den Sohn gemacht.
Johannes unterstreicht diesen Gedanken, wenn er über Jesus als das Wort Gottes am Anfang vom Johannesevangelium sagt: Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist. Also absolut nichts ist in die Welt gekommen ohne Jesus. Der Blick auf Jesus als den Schöpfer beziehungsweise das Instrument der Schöpfung ist wichtig. Damit unterscheidet er sich nämlich. Er unterscheidet sich von allem Geschaffenen.
Ich habe das, glaube ich, an anderer Stelle schon einmal gesagt: Jesus steht außerhalb der Schöpfung. Und wenn deshalb zum Beispiel jetzt die Zeugen Jehovas, aber sie sind nicht die einzigen, aber bei ihnen kann man es eben so schön zeigen, weil man gute Internetarbeit findet und alles nachlesen kann, also wenn sie zum Beispiel behaupten, Zitat: zuerst machte Gott einen besonderen Engel, dieser Engel kam später auf die Erde und wurde Jesus Christus genannt, dann ist das schlichtweg unsinnig. Denn es wurde nicht von Gott vorher am Anfang ein Engel gemacht und das wird dann Jesus, sondern alles, was geschaffen wurde, die sichtbare, unsichtbare Welt, also auch die Engel, wurde von Jesus geschaffen.
Jesus ist nicht ein Engel, der kommt, sondern Jesus ist der, der die Engel gemacht hat. Er ist kein geschaffenes Wesen, sondern er ist Gott, Gott das Wort. Er ist der Schöpfer.

Die sichtbare Gestalt Gottes in Jesus

Fakt Nummer drei, und da fand ich deine Übersetzung, die du vorhin vorgelesen hast, ganz schön, das ist im Original nämlich ein bisschen komplizierter. Da heißt es in Hebräer 1,3 am Anfang: er der Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und Abdruck seines Wesens ist.
Fakt Nummer drei bedeutet: Er, Jesus, offenbart den Charakter Gottes auf vollkommene Weise. Du willst wissen, wie Gott ist? Wir können Gott nicht sehen, wir können Gott nicht einmal denken. Also, wenn du denkst, du kannst Gott verstehen, beerdige den Gedanken heute, es wird nicht funktionieren. Gott ist einfach jenseits unserer Vorstellungswelt.
Aber es gibt bestimmte Aspekte, die wir nachzeichnen können, wo wir aus unserer Menschlichkeit heraus versuchen können, Gott so ein bisschen nahezukommen, so ein paar Ideen zu haben, wie das, was wir von ihm verstehen, vielleicht sein könnte. Also: Du willst wissen, wie Gott ist? Soweit wir das als Menschen irgendwie erfassen und begreifen können, schau dir Jesus an. Soweit Gottheit sich in Menschheit abbilden kann, so weit tut Jesus das. Mehr können wir sowieso nicht verstehen. Aber so weit es geht, heißt es hier: die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit.
Also scheint die Herrlichkeit des Vaters durch Jesus in die Herzen von Menschen. Du möchtest etwas von dieser Herrlichkeit wahrnehmen? Schau dir Jesus an. Denk dir den Vater wie eine Sonne, und du möchtest die Sonne verstehen, dann tritt in ihren Schein. Und das ist das, was Jesus macht. Er ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit. Durch ihn strahlt Gottes Herrlichkeit in dein Herz.
Und er ist Abdruck seines Wesens. Abdruck meint dabei ein genaues Abbild. Ich versuche mal, den Begriff Abdruck vom Original her ein bisschen abzuleiten. Stellt euch einen Stempel vor. Jeder hat einen Stempel vor Augen? Auf der einen Seite ist da der Griff, und auf der anderen Seite ist so ein Prägebild oder eine Textplatte, je nachdem, was ihr habt. Dieses Prägebild, was auf der Unterseite eines Stempels ist, das man mit Farbe zum Beispiel auf ein Blatt Papier drucken kann, das ist der Abdruck.
Der Gedanke hinter diesem, dass er der Abdruck seines Wesens ist, die Idee dahinter ist: Gott stempelt eins zu eins durch seine Menschwerdung sein Wesen in die Welt. Versteht ihr das? Wenn ich einen Stempel mache, dann sieht das Bild genauso aus wie die Unterseite vom Stempel. Und Jesus ist dieser Stempel, mit dem Gott sein Wesen in Raum und Zeit hineinstempelt.
Ich begegne Jesus, natürlich ist er Mensch, und deswegen fehlen da bestimmte göttliche Attribute. Er ist nicht allmächtig, er ist auch nicht allgegenwärtig, er ist ja Mensch. So wie mein Stempel zweidimensional ist, obwohl das Prägebild dreidimensional ist, das ist ein Unterschied. Aber es gibt trotzdem die Möglichkeit, genau zu wissen, welcher Stempel zu welchem Bild gehört.
Jesus spiegelt auf vollkommene Weise Gott wider. Nichts und niemand repräsentiert den ewigen Gott besser als Jesus. Du möchtest wissen, wie Gott ist? Schau dir Jesus an. Beschäftige dich mit seinem Wesen, beschäftige dich mit seiner Leidenschaft, beschäftige dich mit seinen Prioritäten, beschäftige dich mit seiner Opferbereitschaft, beschäftige dich mit seiner Liebe. Kümmere dich darum, wo du wirst, in dem Moment, wo du dich um Jesus drehst. Du wirst Gott erkennen. Das ist das Großartige. Es gibt niemanden, der Gott besser offenbart.

Die fortwährende Macht und das rettende Werk Christi

Fakt Nummer vier: Gott, in diesem Fall Jesus, erhält alle Dinge. Das lesen wir in Hebräer 1,3. Dort heißt es: „Er trägt alle Dinge durch das Wort seiner Macht.“ Hier ist die Elberfelder ein bisschen kompliziert, gebe ich zu. „Das Wort seiner Macht“ – besser vielleicht: sein mächtiges Wort oder sein Allmachtswort.
Aber was sagt der Satz? Wir wissen schon: Wer hat die Welt geschaffen? Jesus. Er ist der Schöpfer, das hatten wir schon, Fakt Nummer zwei. Er hat es geschaffen, aber eben nicht nur. Durch ihn wird die Welt geschaffen und erhalten. Er sorgt dafür, dass die Schöpfung bleibt.
Ich mag das. Wo kommt die Schöpfung her? Aus dem Nichts. Was sorgt eigentlich dafür, dass die Schöpfung nicht einfach wieder ins Nichts zurückfällt? Es ist ein komischer Gedanke, ich weiß das. Für uns ist das völlig normal, dass die Welt um uns herum da ist. Also, ich bin gestern Abend auch eingeschlafen und bin davon ausgegangen, dass, wenn ich heute Morgen wach werde, das Kopfkissen, auf dem ich eingeschlafen bin, noch da ist. Und dass die Hose über dem Stuhl, wo ich sie hingelegt habe, da auch noch hängt. Und dass die Nachttischlampe auch noch da ist. Und wenn ich aufs Klo muss, auch mein Pissoir noch da ist. Ich gehe einfach davon aus, dass die Dinge noch da sind.
Aber warum? Warum ist eigentlich noch alles da? Es kam aus dem Nichts, warum plumpst das nicht einfach wieder ins Nichts zurück? Oder Teile von uns plumpsen ins Nichts zurück, ja? Du kommst morgens raus, dein Auto ist weg. Und es ist nicht geklaut, sondern es ist einfach weg. Stell dir das vor.
Und jetzt kommt der Text hier und sagt: Auch wenn das nicht normal ist, ist es doch irgendwie normal, denn es gibt einen, der alle Dinge trägt. Oder Paulus würde das so ausdrücken: Alles besteht oder existiert durch ihn, Kolosser 1,17.
Gott ist nämlich kein Uhrmachergott, der die Welt wie so eine alte Standuhr aufzieht, an diesen Pendeln dreht, dann zumacht, abschließt und weggeht, und dann läuft die Uhr irgendwie. Es gibt Leute, die das über Gott glauben, ein Uhrmachergott. Aber das stimmt nicht. Gott ist kein Gott, der die Welt wie eine alte Standuhr einmal aufzieht und sich dann aus dem Staub macht. Sondern in diesem Moment, jetzt, besteht diese Welt nur, weil Jesus sie trägt. Sie besteht durch ihn.
Gott spricht in der Schöpfung, und dieses schöpferische Wort, das Fleisch wurde, Jesus, wirkt bis heute.
Vier Fakten: Fakt eins: Alles gehört Jesus. Fakt Nummer zwei: Jesus ist der Schöpfer des Universums. Fakt Nummer drei: Jesus offenbart den Charakter Gottes auf vollkommene Weise. Fakt Nummer vier: Jesus erhält alle Dinge.
Fakt Nummer fünf: Jesus hat uns von unseren Sünden gereinigt. Da heißt es in Hebräer 1,3 am Ende: „Er hat sich, nachdem er die Reinigung von den Sünden bewirkt hat, ...“
Bis dahin: Er hat sich, nachdem er die Reinigung von den Sünden bewirkt hat. Das ist Sünde. In Gottes Augen ist Sünde moralischer Dreck, der an uns klebt und den wir selbst nicht abwaschen können. Ich weiß schon, wir wären alle gerne die Guten. Aber Jesus macht uns klar: Die Tatsache, dass Jesus kommen muss, macht uns klar, dass wir ein Problem haben, ganz tief drin in uns, in unseren Herzen. Und dass tatsächlich, ob wir das wollen oder nicht, aus unserem Herzen böse Gedanken kommen. Und diese bösen Gedanken werden zu bösen Taten.
Wir müssen uns alle miteinander leider nicht anstrengen, böse zu sein. Müssen wir uns wirklich anstrengen, neidisch zu sein, ein bisschen boshaft, ein bisschen gierig? Überhaupt nicht. Wir sind viel mehr, als uns das lieb ist, auf diesen moralischen Dreck, Sünde, konditioniert.
Und schlimmer noch: Wenn es nur das wäre, wenn es nur das wäre, dass wir ab und zu die falschen Sachen machen. Es geht ja noch weiter. Wie heißt das erste Gebot? Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Das heißt: In der Bibel ist Sünde nicht zuallererst das, was wir tun, also nicht die bösen Dinge, die wir tun. Sondern Sünde ist, dass ich etwas – das kann sogar etwas Gutes sein in meinem Leben – auf die Nummer eins meines Lebens setze. Dass ich es zum Wichtigsten meines Lebens erkläre.
Dass wir Dinge nehmen, die nicht Gott sind, und sagen: Meine Identität, mein Selbstwertgefühl, der Sinn meines Lebens, den finde ich nicht in Gott, sondern in dieser Sache. Oder in dieser Person. Und dann wird diese Sache, ob das jetzt die Karriere ist, die Familie ist oder der Traum von der Weltreise, oder ob es eine Person ist – und das kann der Ehepartner sein, das kann irgendwer sein –, dann wird das plötzlich zum Gott in meinem Leben. Weil ich mich entschieden habe, nicht Gott auf die Nummer eins meines Lebens zu setzen, sondern etwas anderes.
Das ist eigentlich Sünde: wenn ich meine Identität, wer ich bin, mein Selbstwertgefühl, mein Glück davon abhängig mache von irgendetwas, aber nicht von Gott. Das ist eigentlich Sünde.
Und als Konsequenz davon, dass wir dieses Streben haben, etwas anderes als Gott zum Gott in unserem Leben zu machen, weil unser Innerstes wirklich verdorben ist und weil wir unser Glück ohne Gott suchen, deshalb stehen wir als Schmuddelkinder vor Gott. So Schmuddelkinder, die sich richtig eingesaut haben. Wer das noch nie gesehen hat: Lasst mal kleine Jungs nach dem Regen draußen im Matsch spielen. Und dann kommen die rein und stehen so in der Tür und triefen von oben bis unten und hatten richtig Spaß. Und so stehen wir ganz normal vor Gott.
Und das Einzige, was uns rettet, ist die Tatsache, dass Gott ein Herz für Schmuddelkinder hat. Und das, was wir nicht können, das tut er. Genau genommen Jesus, nämlich durch seinen Tod am Kreuz. Er reinigt uns von unseren Sünden. Er stirbt an unserer Statt. Er nimmt unsere Sünden mit sich ans Kreuz und bezahlt mit seinem Tod für unsere Schuld, um uns zu einem Leben in Gerechtigkeit zu befreien. Das ist die Idee, das ist das, was Jesus getan hat.
Was wir mehr brauchen als alles andere in dieser Welt, ist eine Reinigung von unseren Sünden. Denn am Ende wird jeder Mensch einmal für seine bösen Taten und für seine bösen Gedanken gerichtet. Und wer dann, um noch einmal in diesem Bild zu bleiben, schmutzig und dreckig ins jüngste Gericht kommt, der ist tatsächlich ohne Aussicht auf Rettung oder Erlösung hoffnungslos verloren.
Und deswegen ist das so unerlässlich, dass Menschen die Reinigung von ihren Sünden annehmen. Und deswegen feiert der Hebräerbriefschreiber das: Jesu Tod hat genug Kraft, jeden, der glaubt, von seinen Sünden zu reinigen.
Boah, jetzt würde ich mir von euch ein bisschen mehr brandenburgische Begeisterung wünschen. Ich sage den Satz noch mal, okay? Das, das, also entschuldigt, ja, das muss jetzt irgendwas bei euch auswirken. Ich sage den Satz noch mal und dann kriege ich ein Amen, okay? Einfach nur, dass ihr hier bei mir seid. Jesu Tod hat genug Kraft, jeden, der glaubt, von seinen Sünden zu reinigen. Danke, danke.
Mir geht das bei dem ganzen Thema sieben Fakten, wie groß Jesus ist. Ja, ja, schön, vielen Dank. Versteht ihr ja, das muss was mit uns machen, das darf nicht einfach an uns vorbeigehen. Und deswegen: Jesu Tod hat diese Kraft, jeden, der glaubt, von seinen Sünden zu reinigen.
Nun müssen wir sein Angebot annehmen. Das, was wir tun müssen: Wir müssen Buße tun, wir müssen glauben. Wir sollten uns öffentlich durch eine Taufe zu ihm stellen. So, das ist unser kleiner Beitrag, aber er wäscht uns von oben bis unten ab.
Also, das war Fakt Nummer fünf: Jesus hat uns von unseren Sünden gereinigt.

Die Erhöhung Jesu und seine einzigartige Stellung

Fakt Nummer sechs: Jesus sitzt auf dem Ehrenplatz im Himmel. Da heißt es in Hebräer 1,3 ganz am Ende: Er hat sich zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt.
Hier wird vorausgesetzt, dass Jesus gestorben ist, auferstanden und in den Himmel aufgefahren ist. Die Majestät in der Höhe, das Wort Höhe oder das Hohe, das ist die Sphäre des Himmels, wo Gott wohnt. Achtung: Es ist nur ein Bild. Logisch, also die Idee, dass Gott oben im Himmel wohnt. Du musst jetzt nicht hochfliegen und schauen, ob er wirklich oben ist, oder bei deinem nächsten Interkontinentalflug mal aus dem Fenster schauen, ob du ihn siehst. Das ist einfach nur ein Bild, genauso wie man sagt, dass man die Karriereleiter raufsteigt, wenn man sagt, dass man langsam Chef wird. Oben ist eben das mit Einfluss und Macht, und die Majestät in der Höhe, das ist Gott.
Und wenn es dann heißt, er hat sich zur Rechten, zur rechten Hand der Majestät in der Höhe gesetzt, dann denken wir auch dabei bitte an ein Bild. Gott hat keine rechte Hand, wie wir eine rechte Hand haben. Aber das Sitzen zur Rechten ist ein Bild für Ehre, eine ganz besonders privilegierte Stellung, ein Bild für Hochachtung. Das könnt ihr im Alten Testament an einigen Stellen nachlesen.
Der Sohn fährt in den Himmel auf, er sitzt zur Rechten des Vaters, und wie wir aus der Offenbarung wissen, teilt er mit ihm seinen göttlichen Thron. Warum? Weil er Gott ist und weil er zur Zufriedenheit des Vaters seinen Auftrag erfüllt hat. Wenn das hier steht, dann bedeutet das: Mehr Wertschätzung, als sie der Sohn vom Vater erfährt, gibt es nicht. Also, wenn du wissen willst, über wen Gott der Vater restlos begeistert ist, dann ist das der Sohn.
Ein letzter Fakt: Ich habe geschrieben, Jesus ist der Sohn Gottes, das ist der letzte Fakt. Er hat den Namen über alle Namen, er ist die wichtigste Person im Universum.
 Hebräer 1,4: Und er ist umso viel erhabener geworden als die Engel, wie er einen vorzüglicheren Namen vor ihnen ererbt oder erhalten hat.
Und was das alles bedeutet, werden wir uns am Dienstag anschauen. Da geht es dann auch mit den Engeln weiter. Heute jetzt einfach nur mal so ein Anfang.
Er ist umso viel erhabener geworden als die Engel, wie er einen vorzüglicheren Namen vor ihnen ererbt oder erhalten hat. So, die Frage: Welcher Name ist damit gemeint, den er bekommen hat? Wenn man so schaut, dann stellt man fest, es geht um die Bezeichnung Sohn. Jesus ist der Sohn Gottes, und dieser Name Sohn ist zugleich Programm, Verheißung und Status.
Der Sohn offenbart den Vater, das ist das Programm, deswegen ist er der Sohn. Bei ihm finden wir Rettung, das ist die Verheißung, und er ist der Einzige, der retten kann. Das ist sein Status. Es gibt genau einen Namen, das heißt eine Person, die den Menschen von Gott gegeben wurde, damit wir gerettet werden können. Ist das irre?
Es gibt nur einen Namen, vor dem einmal jedes Knie sich beugen und seine Autorität anerkennen wird. Wenn du dich heute Nachmittag mit jemandem triffst und du erzählst ihm davon, warst du im Gottesdienst und vielleicht hat Gott sein Herz berührt, und er fragt dich: Sag mal, was müsste ich denn machen, wenn ich ewiges Leben, wenn ich ewig gerettet werden wollte, was müsste ich machen? Dann gibt es genau einen Namen, es gibt genau eine Person, die du ihm vorstellen musst.
Weißt du, du kannst nicht sagen: Na ja, ähm, es gab in der Weltgeschichte viele interessante Leute, Mohammed, Buddha, Albert Einstein, John F. Kennedy, keine Ahnung, wer dir einfällt. Also, die hatten alle so interessante Ideen. Such dir einen aus, und die können dich schon irgendwie retten. Das ist Quatsch. Keiner von denen kann irgendwie helfen. In Apostelgeschichte 4,12 heißt es: Und es ist in keinem anderen die Rettung.
Lasst uns das festhalten: Dass du hier sitzt und dass du weißt, dass es Jesus gibt und dass Jesus die Rettung ist, ist das ultimative Privileg. Wenn dir nichts im Leben mehr gelingt und wirklich alles schiefgeht, was du anpackst, wenn du am Ende vor dem Scherbenhaufen aller Scherbenhaufen stehen würdest, aber du hättest diesen einen Namen, in dem du gerettet werden musst, den hast du. Alles gut, weil darum geht es in dieser Welt: den einen Namen zu finden, in dem wir gerettet werden müssen, und vor ihm auf die Knie zu gehen.
 Apostelgeschichte 4,12: Und es ist in keinem anderen die Rettung, denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen. Nicht können im Sinne von: Es gibt tausend Wege und das hat auch einer. Sondern das ist der eine Name, das ist die eine Person. Das ist der Sohn, der den Vater offenbart hat, und deswegen ist er so wichtig.
Und er ist deshalb so wichtig, die zweite Stelle: Philipper 2,9-11. Da feiert der Apostel Paulus den Herrn Jesus. Er beschreibt, wie er am Kreuz stirbt, wie er diesen Weg ans Kreuz wählt, und dann formuliert er als Folge davon: Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen. Da sind wir wieder beim Namen, der über jeden Namen ist, damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes des Vaters.
Auf der einen Seite: Wir müssen in ihm gerettet werden. Du musst den Leuten, die dir wichtig sind, ihn vorstellen. Du musst sagen: Ihr braucht Jesus. Ihr braucht nicht die EFG Oberkrämer. Du brauchst auch nicht mich, du brauchst Jesus.
Und auf der anderen Seite muss uns klar sein: Das ist der Name, vor dem jedes Knie sich beugen wird, der himmlischen, irdischen und unterirdischen. Also egal, wo du steckst, du wirst auf die Knie gehen. Am Ende wird jeder auf den Knien vor Jesus liegen, auch die, die ihn jetzt ablehnen und verspotten und sagen: Was ist das für ein Schwachsinn, du glaubst an jemanden, der gestorben ist am Kreuz, so ein Blödsinn. Ja, die werden auf den Knien liegen und werden ihn anbeten und sagen: Boah, ich habe mich geirrt, tut mir leid. Es ist dann für sie zu spät, aber sie werden auf die Knie gehen, weil es gibt nur diesen einen.

Schlussgedanke: Warum Größe im Blick auf Jesus entscheidend ist

Ich habe am Anfang gesagt, dass es im Hebräerbrief um Jesus geht. Genau genommen geht es im Hebräerbrief darum, dass man nicht hoch genug von Jesus denken kann.
Wenn wir auf Jesus treffen, dann treffen wir auf den Schöpfer, den Besitzer und Erhalter des Universums. Dann treffen wir auf die wichtigste Person im Universum, auf Gott selbst, der sich auf einmalige Weise auf der Erde offenbart hat. Wir treffen auf die Person, die das Sündenproblem gelöst und die zur Rechten Gottes auf Gottes Thron Platz genommen hat.
Wenn du für dein Leben einen Gott suchst, dann geht mehr nicht.
Warum ist das so wichtig? Das ist mein abschließender Gedanke. Warum ist es so wichtig, dass wir nicht zu klein von Jesus denken? Die Antwort lautet: weil er Herr und Chef in unserem Leben sein möchte. Weil sich tatsächlich unser Leben um ihn drehen soll. Weil er unser ganzes Denken gefangen nehmen will. Weil er Gehorsam provozieren will.
Jesus ist ein eifersüchtiger Gott, der keine anderen Götter neben sich in unserem Leben duldet. Und Jesus hasst Unglauben. Je größer wir von ihm denken, desto leichter wird es uns fallen, ihm bedingungslos, ganz und gern zu vertrauen. Desto leichter wird es uns fallen, auch in Zeiten, die unseren Glauben prüfen, standhaft zu bleiben.
Das gilt ganz gleich, ob es unsere eigene Dummheit ist, die uns dahinbringt, oder ob es Verfolgung ist. Das spielt keine Rolle. In solchen Prüfungszeiten standhaft zu bleiben und den Glauben nicht wegzuwerfen, sondern wirklich mutig Schritt für Schritt am Glauben festzuhalten und das, was es uns kostet, zu ertragen, ist nur möglich, weil das Größte, was man im Leben haben kann, nämlich Jesus, bereits unser Eigentum ist.
Darum geht es: Wenn wir groß von Jesus denken, wenn wir wissen, dass er uns gehört, dann wird alles andere nebensächlich. Dann schaffen wir es, durch Zeiten der Not und der Schwierigkeiten hindurchzugehen und zu sagen: Ich habe das Beste.
Und das ist das Problem, dem sich der Autor des Hebräerbriefes jetzt mit diesem Hebräerbrief stellt. Er hat Leute vor sich, die in der Gefahr stehen, den Glauben loszulassen und zu sagen: Das wird mir alles zu viel.
Er stellt sich nicht zuerst hin und sagt: Haltet durch, go, go, go. Sondern er fängt damit an, dass er Jesus groß macht. Denn je größer Jesus ist, umso leichter wird es für uns sein, in diesem Leben unseren Glauben standhaft zu bewahren.
Und das wird so die Aufgabe der nächsten Vorträge im Rahmen der Bibelwoche sein: euch das Stück für Stück nahezubringen, euch zu solchen Menschen zu machen, in deren Herzen Jesus ganz, ganz groß ist. Das wünsche ich mir. Amen.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

Seine App "Frogwords" gibt's für Android und iOS.

Jürgens aktuellste Gebets-Infos gibt's hier zum Lesen und Abonnieren.