Zum Inhalt

Alter Verwalter

Jumiko 26, Teil 18/24
11.01.2026Lukas 19,11-27
EVENT - Teil 18 / 24Jugendkonferenz für Weltmission 2026
Was hast du eigentlich von Gott bekommen – und wie setzt du es ein? Es geht nicht darum, perfekt zu starten, sondern im Tun zu entdecken, was du kannst. Doch was, wenn Angst vor Gott dich lähmt? Oder wenn du glaubst, Gott meint es nicht gut mit dir?

Ich freue mich, heute hier zu sein. Bevor wir gleich in den Text einsteigen und darüber sprechen, wie wir gute Verwalter sein können und wie wir unsere Begabung einbringen können, habe ich eine kleine Aktion vorbereitet.

Ich habe hier 50 Euro dabei und wollte fragen, wer von euch sie gerne hätte. Einfach die Hand heben. Manche haben gezögert, aber einige waren schnell. Die, die schnell waren, werden belohnt. Ich glaube, hier gab es tatsächlich eine schnelle Meldung. Hier, bitte schön, 50 Euro. Egal, wie das ausgeht, du hast auf jeden Fall gut investiert.

Was wirst du damit machen?
Ich bin mit einer Jugendgruppe da. Wahrscheinlich gibt es nachher auf dem Heimweg noch etwas zu essen oder so. Sehr gut, es geht auf jeden Fall eine Runde aus. Sehr gut, es wird geteilt.

Genau darum geht es in dem Text, den wir uns jetzt anschauen. Dabei beziehen wir uns auch ein bisschen auf andere Dinge. Es geht um die Frage: Was haben wir von Gott bekommen und wie investieren wir es?

Ich möchte euch mit hineinnehmen in den Text. Falls ihr eine Bibel dabei habt, dürft ihr sie gerne aufschlagen. Sonst könnt ihr auch einfach die Augen schließen und zuhören. Wir lesen aus Lukas 19, Verse 11 bis 27. Ich lese aus der Lutherübersetzung.

Einführung in das Gleichnis und seine Ausgangssituation

 sie nun zuhörten, erzählte Jesus ein weiteres Gleichnis, denn er war nahe bei Jerusalem. Sie meinten, das Reich Gottes werde sogleich offenbar werden.

Er sprach: Ein Mann von edler Herkunft zog in ein fernes Land, um ein Königtum zu erlangen und dann zurückzukommen. Er ließ zehn seiner Knechte rufen und gab ihnen zehn Pfund. Zu ihnen sagte er: „Handelt damit, bis ich wiederkomme.“

Seine Bürger aber waren ihm feindlich gesinnt. Sie schickten eine Gesandtschaft hinter ihm her und ließen sagen: „Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche.“

Als er nach Erreichung des Königtums zurückkam, ließ er die Knechte zu sich rufen, denen er das Geld gegeben hatte. Er wollte erfahren, was sie damit erhandelt hätten.

Da trat der erste Knecht vor und sprach: „Herr, dein Pfund hat zehn Pfund eingebracht.“ Er antwortete ihm: „Recht so, du guter Knecht! Weil du im Geringsten treu gewesen bist, sollst du Macht haben über zehn Städte.“

Der zweite kam ebenfalls und sagte: „Herr, dein Pfund hat fünf Pfund erbracht.“ Auch ihm sprach er zu: „Und du sollst Herr über fünf Städte sein.“

Der dritte trat vor und sprach: „Herr, siehe da, hier ist dein Pfund, das ich in einem Tuch verwahrt habe. Denn ich fürchtete mich vor dir, weil du ein harter Mann bist: Du nimmst, was du nicht angelegt hast, und erntest, was du nicht gesät hast.“

Er antwortete ihm: „Mit deinen eigenen Worten richte ich dich, du böser Knecht! Wusstest du, dass ich ein harter Mann bin, der nimmt, was er nicht angelegt hat, und erntet, was er nicht gesät hat? Warum hast du dann mein Geld nicht zur Bank gebracht? Hätte ich bei meiner Rückkehr Zinsen eingefordert.“

Dann sprach er zu denen, die dabei standen: „Nehmt das Pfund von ihm und gebt es dem, der zehn Pfund hat.“

Sie sagten zu ihm: „Herr, er hat doch schon zehn Pfund!“

Er erwiderte: „Ich sage euch aber: Wer hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat.“

Dann fügte er hinzu: „Doch diese meine Feinde, die nicht wollten, dass ich über sie herrsche, bringt her und macht sie vor mir nieder.“

Kontext und Bedeutung des Gleichnisses im Lukasevangelium

Stell dir vor, ein Mann verlässt das Land. Es ist nicht irgendein Mann, sondern ein sehr wohlhabender. Bevor er geht, überlässt er zehn seiner Angestellten eine beträchtliche Summe Geld. Es sind nicht nur fünfzig Euro, aber auch nicht so viel, dass sie ihr Leben lang nicht mehr arbeiten müssten.

Es gibt keinen konkreten Auftrag dazu, keine Schulung, wie sie das Geld verwalten sollen, und auch keine klare Vorstellung, wie sie es einsetzen sollen. Nur der Satz: „Handelt damit, bis ich wiederkomme.“ Dann verschwindet er für eine Weile außerhalb des Landes.

Nach einiger Zeit kehrt er zurück und möchte wissen, was seine Angestellten mit dem Geld gemacht haben, das er ihnen gegeben hat.

Um dieses Gleichnis geht es. Jesus erzählt es aus einem bestimmten Grund, und zwar kurz vor Jerusalem, kurz vor dem Kreuz.

Worum geht es eigentlich in dem gesamten Kontext um diese Stelle herum?

Im ersten Vers heißt es: „Als sie nun zuhörten, sagte er ein weiteres Gleichnis, denn er war nahe bei Jerusalem, und sie meinten, das Reich Gottes werde sogleich offenbar werden.“

Mit dieser Textstelle sind wir im Lukasevangelium. Dort geht es sehr oft darum, wer eigentlich reich und wer arm ist. In Verbindung damit steht immer die Frage, wie man das, was man hat, für sein Leben mit Gott investiert.

Direkt vor dieser Stelle, die jetzt Thema der Bibelarbeit ist, geht es zum Beispiel um den Zöllner, der Geld bei Menschen eingetrieben hat, teilweise auch unrechtmäßig. Es geht um Geld, und am Ende ist Jesus bei ihm zu Besuch.

Davor geht es um den reichen Jüngling. Auch hier steht ein Mann im Mittelpunkt, der alles hat und alle Gesetze hält. Als Jesus zu ihm sagt, er solle sein Geld aufgeben, geht er traurig davon. Auch hier geht es ums Geld und darum, was man davon in das Leben mit Jesus investiert.

Immer wieder, im Lukasevangelium davor und auch danach, spielt Geld eine Rolle. Es ist immer ein Zeichen dafür, wie man die Beziehung mit Gott lebt und wie man das einsetzt, was man von Gott bekommen hat.

Es geht also anhand des Geldes um alles oder nichts. Genau darum geht es auch bei diesem Gleichnis: um „committed“ sein, um ganz oder gar nichts, um „all in“ oder eben nichts.

Jesus spricht mit diesem Gleichnis auch über sich selbst. Er ist der Herr, der für eine Weile aus dem Land geht und dann wieder zurückkommt. Deshalb umfasst die Zeitspanne von Jesu Tod und Auferstehung bis zu seiner Wiederkunft unser ganzes Leben.

Mit dem Geld und dieser Zeitspanne ist unser ganz konkretes, ganzes Leben gemeint und wie wir es investieren.

Dass Jesus dieses Gleichnis gerade an dieser Stelle erzählt, ist kein Zufall. Im ersten Vers steht ausdrücklich, dass er nahe bei Jerusalem war. Das ist entscheidend.

Jerusalem ist nicht einfach irgendeine Stadt. Seit vielen Jahren verbindet sich mit Jerusalem eine bestimmte Hoffnung der Juden. Sie hofften, dass Jesus als Messias wiederkommt und sie von der Macht der Römer befreien würde.

Die Menschen in der damaligen Zeit dachten nicht abstrakt über das Reich Gottes nach. Sie erwarteten, dass es politisch und konkret erfahrbar wird.

Seit Generationen lebte Israel mit dieser Hoffnung: dass der Messias kommt, in Jerusalem erscheint und sie von der römischen Herrschaft befreit.

Jetzt ist Jesus da. Er heilt, spricht mit Vollmacht und zieht Richtung Jerusalem. Für die Zuhörer ist klar: Jetzt wird es passieren, jetzt wird das Reich Gottes offenbar werden.

Jesus widerspricht dieser Hoffnung nicht offen. Er sagt nicht einfach, ihr liegt falsch. Aber er verschiebt diese Hoffnung.

Er macht klar, dass das Reich Gottes am Ende vollständig kommen wird, aber nicht so, wie die Menschen es sich vorstellen. Noch nicht jetzt vollständig, nicht ohne eine Zwischenzeit.

Während die Menschen damals einen Messias erwarteten, der sofort handelt, zeigt Jesus sich hier als Messias, der handelt, indem er Verantwortung an Menschen überträgt.

Es geht um die Zeit dazwischen, bis er wiederkommt: um den Alltag, um das, was man hat, und wie man es einsetzt. Es geht um das Leben, um Treue, um Risiko und unsere Beziehung mit ihm.

Jesus sagt im Grunde: Gerade weil das Reich Gottes am Ende vollständig kommt, ist die Zwischenzeit nicht egal, sondern entscheidend.

Das Gleichnis erklärt also nicht, wie man in den Himmel kommt, sondern wie man in der Zwischenzeit lebt, während der König noch nicht vollständig sichtbar regiert.

Es geht um das Echte, um das ganze Leben und darum, wie wir mit dem, was uns anvertraut ist, engagiert sind und wie wir es einsetzen.

Die Bedeutung des Anfangs: „Handelt damit, bis ich wiederkomme“

Ein zweites Mal sagt er: Handelt damit, bis ich wiederkomme. Er ließ zehn seiner Knechte rufen, gab ihnen jeweils ein Pfund und sprach zu ihnen: Handelt damit, bis ich wiederkomme.

In Lukas 19 fällt etwas Entscheidendes auf. In der Parallelstelle im Matthäusevangelium bekommen drei Knechte unterschiedliche Beträge, hier hingegen erhält jeder Knecht dasselbe Pfund. Es gibt keine vorherige Begabungsdiagnose, niemand sagt: Du hast dieses Talent, du hast jenes Talent, du bist besonders begabt oder weniger begabt und kannst deshalb nicht dabei sein.

Ganz zu Anfang steht eine wichtige Sache ganz klar: Es ist dir zuerst etwas gegeben. Gott hat dir etwas gegeben. Hier ist von einem Pfund die Rede, in der Parallelstelle, wie schon erwähnt, von Talenten. Deshalb auch dieses Wortspiel mit Talent und untalentiert: Wie kann ich meine Talente einsetzen?

In unserem Leben fragen wir uns an vielen Stellen: Was kann ich eigentlich? Was sind meine Begabungen, und wie kann ich sie einsetzen? Eine entscheidende Botschaft gibt dieses Gleichnis gleich zu Beginn mit: Es ist sowieso schon etwas da. Gott hat dir etwas gegeben.

Das entspricht eindeutig nicht unserem Leistungsdenken, das besagt, dass wer viel investiert und viele Gaben hat, auch genauso viel zurückbekommt. Stattdessen steht hier zunächst einmal: Gott hat dir ganz sicher etwas gegeben. Ich muss also gar nicht erst etwas produzieren, das nicht da ist, oder etwas tun, was andere viel besser können. Ich kann zunächst einmal darauf vertrauen und mich darauf verlassen, dass mir auf jeden Fall etwas gegeben ist.

Mir ging es so: Ich kam nach dem Abitur ins Albrecht-Bengel-Haus. Dort gibt es auch einen Stand, an dem viele Theologiestudenten vertreten sind. Davor dachte ich wirklich, ich bin es, ich habe jedes Talent, das man als guter Christ haben muss. Ich war zuvor im Auslandseinsatz, ein Jahr auf einer Bibelschule, ich hatte viel Jugendkreis- und Jungschararbeit geleistet. Ich dachte, ich kann das alles sehr gut.

Doch dann kommst du ins Bengelhaus, und dort sind viele solche Leute. Da bekommst du erst einmal richtig dein Fett weg. Du merkst, es ist wirklich so: Jeder Christ ist ein Gitarrist, die meisten können auch Klavier spielen, sie sind einfach vollkommene Allround-Talente.

Ich denke, viele von euch kennen so etwas vielleicht aus dem Jugendkreis: Leute, denen scheinbar alles leichtfällt und die alles viel besser können als man selbst. Die tolle Reden halten, hervorragende Theologen sind, gute Lehre geben, vorne stehen und überzeugende Vorträge halten.

Es fällt mir schon auf, dass man als Christ viel Zeit damit verbringen kann, sich zu vergleichen und ständig darüber nachzudenken: Was sind eigentlich meine Gaben? Was kann ich machen? Womit könnte ich mich investieren? Was ist meine eigene Begabung, mein Talent, mein ganz individueller Weg mit Gott?

Doch diese Geschichte enthält einen großartigen Zuspruch direkt am Anfang: Es ist dir etwas gegeben, ganz sicher. Ein Pfund. Jesus hat es dir anvertraut, in dich hineingelegt, dir etwas überlassen.

Das ist die erste Zusage, die hier steht. Wir müssen also nicht erst bei der Suche starten, mit welchem Talent wir großartig in Gottes Reich investieren können. Es ist ganz klar: Es ist auf jeden Fall etwas da.

Gott hat etwas in dich hineingelegt, weil er dich geschaffen hat mit all deinen Talenten, Begabungen und dem, was dich ausmacht. Du hast schon etwas. Du kannst also etwas tun, weil dir von Anfang an ganz sicher etwas gegeben ist.

Es geht zuerst darum, was Gott dir gegeben hat, und erst in zweiter Linie darum, was du daraus machst. Er rechnet mit dir, weil er dir etwas gegeben hat, und er überträgt dir Verantwortung, weil er weiß, dass dich etwas Einzigartiges ausmacht.

Also heißt es: Das, was du hast, hast du von Gott bekommen – ein Pfund. Und jetzt kannst du es einsetzen.

Die Bedeutung des Handelns und der Entdeckung der Begabungen im Tun

Ein zweites fällt mir an der Geschichte auf: Das Entscheidende geschieht im Tun. Die Unterschiede zwischen den beiden ersten Knechten und dem dritten Knecht zeigen sich nicht darin, dass die ersten beiden erst einmal erkannt haben, was sie gut können und wie sie am besten pokern und das Geld einsetzen könnten. Vielmehr zeigen sich die Unterschiede im Tun, im Handeln.

Erst im Tun wird sichtbar: Einer hat verzehnfacht, einer verfünffacht und einer hat rein gar nichts bewegt. Das Gleichnis macht also klar, dass sich zeigt, was jemand kann, erst unterwegs im Tun.

Jesus sagt nicht: Finde zuerst heraus, wofür du geeignet bist, welches Talent du hast, und dann, dann kann ich dich gebrauchen, dann kannst du hier mitmachen. Er sagt auch nicht: Macht irgendwelche Gabentests. Ich weiß nicht, was man heute für Gabentests in Jugendkreisen und so weiter macht. Wir haben damals alle diesen Gabentest nach Christian Schwarz gemacht. Da gab es unterschiedliche Aussagen darüber, was man kann, und je nachdem, wie man sich entschieden hat, kam am Ende heraus, welche Begabung man eigentlich hat.

Nichts gegen all das, es ist wichtig, seine Begabung zu kennen. Aber das Gleichnis sagt: Du hast auf jeden Fall etwas, und wenn du losgehst und etwas tust, wirst du unterwegs auf jeden Fall entdecken, was deine Stärken und Begabungen sind.

Es ist theologisch wichtig, dass Begabung kein Startkriterium ist, das man haben und genau kennen muss, um überhaupt irgendwie dabei sein zu dürfen. Die Verantwortung, die Gott dir gibt, kommt vor der Erkenntnis darüber, welche Talente du hast.

Das passt gut zu biblischen Berufungsgeschichten. Wenn wir uns Mose ansehen: Er hat sich überhaupt nicht dazu bereit gefühlt, ein Volk anzuführen. Er hat gestottert, er hat gesagt, ich will es nicht mal machen. Und unterwegs hat er doch seine Begabung und seine Berufung entdeckt.

Oder wir denken an Petrus, der sich selbst erst nach ganz vielen Fehltritten versteht, der zu harsch ist, zu oft vorprescht, viele Fehler macht und dann seine Talente und seine Berufung erkennt.

Oder Jeremia, der so gut wie immer rumjammert und sich ganz sicher ist, dass er gar nicht wirklich fähig ist, zu predigen. Aber auf dem Weg, in dem er etwas tut, erkennt er dann manchmal, immer noch jammernd, dass es doch sein Talent ist und dass er das gut kann.

Ich kenne Christen, die ihr ganzes Leben scheinbar in einem Raum sitzen und darüber nachdenken, was eigentlich ihre Begabungen sind. Ich bitte dich wirklich: Sei keiner davon!

Berufung klärt sich nicht im Vorfeld, sondern oft im Vollzug. Berufung klärt sich nicht im Vorfeld, sondern indem wir etwas tun.

Dasselbe gilt für Talente, dieses Pfund, von dem hier die Rede ist. Man soll es nicht als Pakete und irgendwie als Block sehen, mit dem wir fest zu rechnen haben, sondern als etwas Anvertrautes, als Pfund, das wuchern darf, als Potenzial, als Möglichkeit, etwas, das wachsen darf.

Darum wächst das Pfund auch durch Gebrauch. Bei den ersten zwei Knechten tut es das.

Das Gleichnis sagt ganz klar: Was eingesetzt wird, das gewinnt Gestalt, und was nicht eingesetzt wird, das verkümmert immer mehr.

Wenn es dir so geht, dass du manchmal denkst: Ich weiß eigentlich gar nicht, was so richtig meine Talente sein könnten und womit ich investiert sein kann, dann würde ich sagen: Fang doch einfach mal an, mit dem zu handeln, was du sowieso hast.

Du hast einen Pfund, und das hat jeder. Also los geht’s! Die Berufung kann sich auch noch im Vollzug klären, indem du etwas tust.

Verkrampf dich nicht bei der Suche danach, was deine Talente sein können, sondern geh mutig los und entdecke sie unterwegs.

Es will all den Talentsuchern, die es unter uns immer wieder gibt, die darauf warten, ihre Begabung zuerst zu entdecken, Mut machen: Du kannst auch unterwegs noch deine Berufung entdecken.

Die Verbindung von Begabung, Bedarf und Leidenschaft in der Berufung

Das Dritte, dein Pfund, hat zehn Pfund eingebracht. Bei den ersten beiden Knechten erkennen wir das deutlich: Der erste sagt: „Herr, dein Pfund hat zehn Pfund eingebracht.“ Und der Herr spricht zu ihm: „Recht so, du guter Knecht! Weil du im Geringsten treu gewesen bist, sollst du Macht haben über zehn Städte.“

„Dein Pfund hat zehn Pfund eingebracht“ klingt fast beiläufig, als wäre es einfach so passiert. Der Knecht hat einfach das getan, was er für richtig hielt – nicht, weil er sich gequält hat, sondern weil die ersten beiden Knechte in Bewegung gekommen sind, etwas getan und das Geld eingesetzt haben. Dadurch erleben sie, dass ihr Handeln Wirkung zeigt, dass sich etwas bewegt. Sie erhalten eine positive Rückmeldung von ihrem Herrn, und es geht weiter.

Was entdecken wir in diesem Gleichnis über Berufung, über unsere Talente und darüber, wie wir sie einsetzen können? Ich glaube, das Gleichnis sagt uns sehr nüchterne Dinge, aber auch solche, die tief gehen.

Berufung entsteht dort, wo drei Dinge zusammenkommen: das, was du gut kannst, das, was gebraucht wird, und das, was du liebst.

Das Erste ist, was du kannst: deine Gaben, deine Fähigkeiten, deine Persönlichkeit und das, was du besonders gut einsetzen kannst. Das hat dir Gott gegeben, in dich hineingelegt und dir anvertraut. Das musst du nicht verkrampft suchen, um loslegen zu können, sondern kannst es – wie ich gerade schon sagte – unterwegs entdecken.

Das Zweite ist das, was gebraucht wird. Das kann sich immer wieder ändern: die konkreten Menschen in deinem Umfeld, die Situationen, in denen du lebst, bestimmte Nöte in der Welt. Berufung geschieht immer von außen, und das zeigt sich auch in diesem Gleichnis. Der Herr sagt: „Handelt damit!“ Ich denke ganz einfach: Die Situation, in der du lebst, deine Zwischenzeit, dein konkretes Leben wird einmal dies und das von dir verlangen. Und ganz konkret wird Gott dir sagen, wofür du gebraucht wirst.

Das Dritte ist, was du liebst. Die beiden ersten Knechte machen sich mutig mit dem, was sie bekommen haben, auf den Weg. Sie handeln, weil sie in Beziehung zu ihrem Herrn stehen und weil sie es lieben, sich mit dem, was sie haben, einzusetzen.

Ich finde, als Christen können wir manchmal eine sehr gesetzliche Vorstellung von Berufung haben. Wir denken, es muss immer ein ständiger Kampf sein, es muss anstrengend und schwer sein, und wir müssen als Helden daraus hervorgehen. Ich denke jedoch, es muss nicht immer so sein.

Wenn wir merken, dass wir etwas Bestimmtes lieben, dass wir eine Sehnsucht verspüren, etwas gern zu tun, kann das auch ein Zeichen dafür sein, dass Gott uns etwas anvertraut und in uns hineingelegt hat.

Über diese drei Dinge wird in dem Gleichnis noch mehr deutlich: Alle drei sind geprägt von der Beziehung, die diese drei unterschiedlichen Knechte mit Gott haben – oder eben nicht.

Also werden die drei Dinge – was du kannst, was gebraucht wird und was du liebst – verbunden mit der Beziehung zu Gott.

Erstens: Ohne Gott kann sich das, was du gut kannst, schnell verrennen in die Fragen: Was muss ich können und leisten? Was muss ich hier noch tun? Wie viel muss ich mich noch investieren? Oder ich mache es lieber selbst, weil ich sowieso viel besser kann als die anderen.

Mit Gott kann es jedoch dazu werden, dass du fragst: Was hat er mir anvertraut? Was darf ich mutig einsetzen, weil er es in mich hineingelegt hat?

Zweitens: Was gebraucht wird – welche konkrete Situation, welche Menschen brauchen was? Das kann mit Gott zusammen werden. Wo will Gott mich ganz konkret haben? Wo ruft er mich hinein? Not allein ist nämlich keine Berufung. Dass etwas getan werden muss, ist keine Berufung, auch wenn es manchmal so ist, dass man einmal in der Gemeinde zu irgendetwas Ja gesagt hat und es dann bis zum Ende aller Zeiten machen muss.

Nein, Not allein ist keine Berufung. Mit Gott zusammen kann es etwas werden, wie: Wo ruft er mich konkret hinein?

Drittens: Was du liebst. Ohne Gott kann mich das schnell dazu verleiten zu denken, dass das Leben mit meinen Talenten und Begabungen immer nur Ponyhof und schön ist. Ich glaube, auch hier setzt die Beziehung zu Gott einen anderen Akzent. Sie sagt: Hey, ich kann mich mit meinen Talenten auch mal außerhalb meiner Komfortzone wagen und etwas Neues angehen.

„Dein Pfund hat zehn Pfund eingebracht“ kann man deshalb so lesen: Wenn das Anvertraute wirklich eingesetzt wird, das, was Gott in dich hineingelegt hat, dann entstehen Früchte. Weil du in einer Beziehung mit Gott lebst – nicht wie ein Automat, bei dem einfach das, was du reingibst, automatisch wieder herausfällt, sondern eher organisch, wie Früchte, die Gott schenkt.

Hindernisse beim Einsatz der Begabungen: Das Bild von Gott und seine Folgen

Jetzt kommt ein schwieriger Teil, nämlich die Frage: Woran scheitert es eigentlich beim dritten Knecht?

Der dritte Knecht sagt: „Herr, sieh da, hier ist dein Pfund, das ich in einem Tuch verwahrt habe, denn ich fürchtete mich vor dir, weil du ein harter Mann bist. Du nimmst, was du nicht angelegt hast, und erntest, was du nicht gesät hast.“ Es scheitert bei diesem dritten Knecht nicht am Talent, sondern an seinem Bild, das er von Gott hat. Er sagt nicht, ich konnte nichts, sondern: Ich fürchtete mich vor dir.

Dass er sich fürchtete, ist kein Talentproblem, sondern ein Gottesbildproblem. Der Knecht handelt nicht so, wie er handeln könnte, weil er Angst hat. Er fürchtet sich vor Gott, und Angst führt fast immer zur Vermeidung. Der dritte Knecht läuft also nicht in seiner Berufung, weil er irgendwie untalentiert wäre, sondern weil sein Gottesbild ihn vollkommen lähmt.

Der Knecht sagt: „Ich hatte Angst, weil du ein harter Mann bist. Ich hatte Angst vor dir, dass du um jeden Heller und Pfennig abrechnest und mir überhaupt nichts gönnst, dass du es nicht gut mit mir meinst.“ Wie ich Gott sehe, entscheidet also auch darüber, wie ich meine Gaben und Fähigkeiten einsetze.

Es gibt sicherlich viele unterschiedliche, falsche Bilder von Gott, aber zwei will ich hervorheben, die uns richtig passiv machen können.

Das erste ist genau das, was hier in Lukas 19 steht: „Ich fürchtete mich.“ Das macht passiv. Angst macht passiv, vorsichtig, defensiv und klein. Der dritte Knecht wollte jeden Schaden vermeiden und hat deshalb sein Pfund lieber in einem Tuch verwahrt. Mit dieser Bemerkung wirft der Herr dem dritten Knecht den Ball nochmal zurück. Er sagt: „Warum hast du es nicht wenigstens zur Bank gebracht? Dann hätte ich Zinsen davon gehabt.“ Damit macht er klar: Der dritte Knecht ist vollkommen passiv, er macht wirklich gar nichts. Er hätte einen kleinen Schritt machen können, einen kleinen Schritt, der ihn noch nicht überfordert hätte. Aber nicht mal das hat er gemacht – aus mangelndem Vertrauen.

Ich begleite in meiner Arbeit schon längere Zeit verschiedene junge Mädchen. Immer wieder fällt mir auf, auch erst neulich bei einer, mit der ich regelmäßig im Gespräch bin, dass sie sich oft sehr, sehr klein macht. Sie ist in der Kirche engagiert, sie ist mit dabei, aber denkt zuerst, alle anderen könnten etwas besser. Sie stellt sich eher in den Hintergrund und sagt: „Ich warte mal, wie es verteilt wird; am Ende reihe ich mich vielleicht ein. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das kann, die anderen können das besser.“

Ich merke immer wieder: Das ist nicht nur mangelndes Selbstvertrauen in die eigenen Talente, sondern auch mangelndes Gottvertrauen. Es ist auch mangelndes Vertrauen darin, dass Gott es gut mit dir meint.

Ein zweites falsches Gottesbild, das uns passiv machen kann, ist die völlige Resignation. Das erlebe ich bei vielen heute, die nicht sagen würden: „Ich fürchte mich vor dir, Herr“, sondern eher: „Ich habe einfach rein gar nichts von dir erwartet.“ Sie haben sowieso nicht gedacht, dass Gott irgendetwas macht, dass sich etwas verändert, dass er ihnen etwas mitgeben kann und dass er es wirklich gut mit ihnen meint.

Das erzeugt ebenfalls Passivität, aber nicht aus Angst, sondern aus Gleichgültigkeit. Beide Varianten – die Angst oder das Gefühl, dass Gott ein gleichgültiger Gott ist – löschen genau das aus, was Gott uns eigentlich zutrauen will: das Handeln in der Zwischenzeit.

Beides ist ein Ausdruck von Unvertrauen in Gottes Größe und in Gottes Güte, weil beide Positionen Gott nicht als vollkommen gut und vollkommen mächtig ansehen. Der eine, weil er denkt, dass Gott ein harter Mann ist, wie der dritte Knecht, und der andere, weil er denkt, dass Gott es sowieso nicht gut mit der Welt meint und sich deshalb nicht konkret einsetzen will.

Die Konsequenzen von Passivität und die Dynamik des Glaubenslebens

Und dann wird es richtig schwer in dem Text. Der Herr spricht zum dritten Knecht: „Mit deinen eigenen Worten richte ich dich, du böser Knecht.“ Und er sprach zu denen, die dabei standen: „Nehmt das Pfund von ihm und gebt es dem, der zehn Pfund hat.“

Sie antworteten ihm: „Herr, er hat doch schon zehn Pfund.“ Er aber sagte: „Ich sage euch aber: Wer da hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat.“

Das Gottesbild des Knechts wird hier zum Spiegel dessen, was er von Gott erwartet hat. Weil er einen harten Gott erwartet hat, wird er jetzt auch von Gott als ein harter Mann gerichtet. Es will uns zeigen: Nicht investieren und nicht einsetzen, was man von Gott bekommen hat – und dann auch noch hundert Ausreden zu finden, warum man es nicht einsetzen kann – das ist auch eine Entscheidung. Diese Entscheidung kann langfristig wirklich alles kosten.

Investieren heißt am Ende verlieren, wie bei diesem Knecht. Wer nicht investiert, wer sich nicht in der Gemeinde anschließt, sich nicht mit seinen Gaben einbringt, sich nicht mit anderen Christen umgibt und die Gemeinschaft anderer Christen sucht, der spürt immer weniger Wirkung, immer weniger Beziehung und auch immer weniger Beziehung zu Gott.

Wenn es um alles oder nichts geht, dann bedeutet Nicht-Investieren auch manchmal Verlieren. Nicht, weil Gott wirklich ein harter Mann ist und man sich vor ihm fürchten muss, sondern weil ungelebtes Vertrauen, ungelebte Beziehung und nicht investierte Gaben irgendwann einfach verkümmern. Glaube, der nicht gelebt wird, wird irgendwann einfach hohl.

Das ist kein ungerechtes Belohnungssystem. Die anderen Knechte sagen: „Hey, der hat doch schon zehn Pfund, warum gibst du dem jetzt noch eins? Das ist doch ungerecht.“ Aber es geht nicht um Ungerechtigkeit, sondern um eine Dynamik, die sich beim dritten Knecht zeigt.

Jesus sagt: „Wer da hat, dem wird gegeben.“ Er bezieht sich hier auf die zwei ersten Knechte. Gemeint ist nicht Besitz, wie bei dem dritten, der dieses Paket in dem Tuch verwahrt, sondern Handeln in Verantwortung, in gelebter Beziehung zu Gott.

Was gelebt wird und worin investiert wird, das wächst – wie bei den ersten zwei Knechten. Was nicht gelebt wird und worin nicht investiert wird, das schrumpft. Das gilt für Muskeln, für Beziehungen und auch für unsere Beziehung zu Gott.

Ein zentraler Befund der Sozial- und Religionspsychologie ist: Menschen glauben nicht nur und handeln dann. Oft glauben sie auch, weil sie handeln. So etwas nennt man kognitive Konsistenz.

Wenn ich mich einsetze, wenn ich dabei bin, dann entdecke ich Sinn. Wenn ich meine Zeit investiere, erfahre ich das, was ich tue, als bedeutungsvoll. Wenn ich Verantwortung übernehme, verstehe ich mich immer mehr als Christ. Meine Investition in das Reich Gottes formt meinen Glauben mit.

Die Knechte, die handeln, erleben Wirkung. Wer eingebunden ist und mit seinen Gaben wirkt, der erlebt Wirkung und Beziehung mit Gott.

Aber auch die Gegenbewegung folgt einer Logik – und das ist die des dritten Knechts. Sie ist ziemlich hart. Wer sich zurückzieht, seine Gaben in ein Tuch wickelt, keine Gemeinschaft von Christen sucht, nicht betet und keine Verantwortung übernimmt für das, was Gott ihm anvertraut hat, für den verliert nach und nach der Glaube an Bedeutung.

Ich habe das bei vielen Menschen so erlebt, die in der Jugend voll dabei waren, mit denen ich auf vielen Freizeiten war, mit denen wir viel in der Bibel gelesen haben, mit denen wir viel Gemeinschaft hatten und gemeinsam im Gottesdienst waren. Und irgendwie kam nach dem Abi teilweise eine Zeit der Enttäuschung.

Eine Zeit, in der man die Gemeinschaft nicht mehr aufsuchte, nicht mehr in den Gottesdienst kam und sich nicht mehr einbrachte. Ich kann das leider für viele meiner christlichen Jugendfreunde sagen: Der Glaube hat dadurch, dass sie sich nicht mehr so viel investierten, mit dem, was sie eigentlich konnten, immer mehr an Bedeutung verloren.

Dann wird alles immer hohler, leerer, sinnloser und bedeutungsloser. Diese Distanz zum Glauben wird irgendwann zur festen Haltung. Man sagt dann auch: „Ja, ich bin schon Christ, aber halt dann doch irgendwie nicht wirklich Christ.“ Weil man nicht mehr wirklich der Auffassung ist, dass Gott gut ist und dass er mit einem Beziehung leben will.

Wovon das Gleichnis spricht, das ist keine Strafe, sondern die logische Folge dessen, wenn man Beziehungen mehr und mehr nicht lebt. Glaube und Investition sind eben kein Besitz, sondern eine Beziehung. Man kann Glauben und seine Talente nicht einfach lagern wie der dritte Knecht in einem Tuch, sondern man kann sie nur leben.

Jesus spricht deshalb hier so scharf, weil er weiß: Ungelebter Glaube und nicht investierte Talente verkümmern irgendwann. Was er hier ausspricht, ist eine Warnung aus Liebe.

Er beschreibt, wie Leben mit ihm funktioniert: Was wir leben und investieren, wird mehr. Was wir verwahren wollen, wird immer weniger, bis es sich ins Nichts auflöst.

Ermutigung zum Leben in der Zwischenzeit und Ausblick auf Jesu Kreuzestod

Und ich möchte euch ehrlich etwas sagen: In der Jugend, wenn man jung ist – und ich kann das noch sagen, weil ich werde erst bald dreißig – gibt es diese Tendenz, zu sagen: Ja, ich glaube schon an Jesus und ich investiere mich gern mit dem, was ich habe. Aber ich will irgendwie auch alles andere mitnehmen.

Selbst wenn ich jetzt noch viele andere Dinge ausprobiere und erst mit fünfzig so richtig mit Jesus lebe, dann habe ich immer noch viele Jahre meines Lebens ein frommes Leben geführt. Ich würde sagen, diese Zwischenzeit, von der Jesus in diesem Gleichnis spricht, ist keine Wartezeit. Sie ist ein prallvolles Leben mit Jesus, das wir leben dürfen.

Es geht nicht nur um das Ende, sondern Jesus geht es auch immer um unser konkretes Leben jetzt. Er hat uns etwas anvertraut, er hat uns geliebt, und wir leben jetzt auf der Erde. Dieses Leben mit den Talenten, mit dem, was du hast und einsetzen kannst, ist das beste Leben, das du haben kannst. Deshalb möchte ich dich ermutigen: Verschwende nicht die Zeit, die du mit ihm haben könntest.

Ein letzter Ausblick, den dieses Gleichnis gibt: Was kommt danach, was kommt unmittelbar danach? Nach diesem Gleichnis geht Jesus nach Jerusalem. Dort geht er ans Kreuz für uns und stirbt. Gott hat alles, was er hatte, sein ganzes Leben für uns eingesetzt – alles auf eine Karte, vollkommen committed für dich.

Vom Kreuz her wird auch klar: Dieses „Handelt damit, bis ich wiederkomme“ ist die Einladung, unser Leben, das er in uns hineingelegt hat, das er uns anvertraut hat, mutig einzusetzen. Wir sollen mit ihm ein Leben lang leben und auf den Tag hin fiebern, an dem er wiederkommt.

Und wir können daraufhin fiebern, weil wir uns nicht fürchten müssen. Gott ist kein harter Mann, sondern er wird uns als seine Kinder in seine Arme schließen. Also lasst uns ihn mit Freude erwarten und in der Zwischenzeit die Dinge, die Gott uns anvertraut hat, mutig einsetzen.

Schlussgebet

Ich will noch mit uns beten.

Herr, ich danke dir für das, was du uns anvertraut hast, für das, was du uns gegeben hast – einen Pfund. Ich danke dir, dass jede von uns etwas erhalten hat. Das ist ein großartiger Zuspruch: Uns ist etwas gegeben worden. Du hast uns ganz sicher etwas mitgegeben, das wir in deinem Reich einsetzen können.

Danke, dass wir mit dir an unserer Hand auf dem Weg auch noch unsere Berufung entdecken können – im Tun. Danke, dass wir einen festen Platz in deiner Geschichte haben und du uns gebrauchen willst.

Ich bitte dich, dass du immer wieder an den falschen Bildern in uns arbeitest. Da, wo wir denken, dass du sowieso nicht mehr konkret handelst, oder da, wo wir uns manchmal vor dir fürchten und nicht mehr ganz überzeugt sind, dass du es gut mit uns meinst. Herr, überzeug uns immer wieder neu von deiner Güte.

Danke für all das, was du uns gegeben hast, dass du dich für uns gegeben hast – mit deinem ganzen Leben. Ich bitte dich, dass du uns immer wieder ermutigst und uns die Kraft gibst, gemeinsam dir nachzufolgen und das einzusetzen, was du uns gegeben hast.

Amen.