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CHRISTENVERFOLGUNG

SONDERSENDUNG
17.01.2025

Einführung: Die Realität der Christenverfolgung heute

Laut Gesetz können die Inhaber christlicher Webseiten, die der Evangelisation dienen, bestraft werden. Warum geschieht das mit uns? Warum werden wir so behandelt? Was haben wir getan, um das zu verdienen?

Dieses Video hier ist für Christen. Weißt du, jeden Tag lesen wir in der Bibel auf so vielen Seiten im Neuen Testament, wie es Christen im Römischen Reich erging. Ein Bericht aus jener Zeit stammt vom Historiker Tacitus. Er schreibt, dass jene festgenommen wurden, die sich als Christen bekannten. Ihrem Tod wurden Spott und Grausamkeiten hinzugefügt: Man bedeckte sie mit Tierfellen, ließ sie von Hunden zerreißen, kreuzigte sie oder verbrannte sie lebendig. Sie wurden sogar, wenn der Tag zur Neige ging, als nächtliche Beleuchtung benutzt.

Wenn du als Christ zur Zeit des Römischen Reiches gelebt hättest, wie hättest du dich verhalten? Wie würdest du dir wünschen, dass andere Christen sich verhalten? Würdest du wollen, dass jemand für dich betet?

Weißt du, das Römische Reich ist ein Stück weit heute noch präsent. Ich meine das nicht als eine abstrakte Endzeittheorie, obwohl wir gleich darüber sprechen werden. Ich meine das ganz konkret: In diesem Augenblick, in dem du mich gerade hörst, gibt es Menschen in Indien, Usbekistan und Eritrea, die im Gefängnis sitzen. Als Strafe dafür, dass sie eine Bibel verschenkt oder auch nur selbst eine Bibel gelesen haben.

Viele, viele geben gerade jetzt ihr Leben, damit Menschen Zugang zur Bibel haben – und es werden immer mehr.

Darüber wollen wir heute sprechen: über Christenverfolgung. Und...

Das Ausmaß der Christenverfolgung in der Gegenwart

Im ersten Teil dieses Videos wollen wir uns ansehen, welches Ausmaß die Christenverfolgung heute tatsächlich hat. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Dort heißt es in Artikel 18: Jeder Mensch hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit. Dieses Recht schließt die Freiheit ein, die Religion oder Überzeugung zu wechseln sowie die Freiheit, die eigene Religion oder Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat, durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.

Heute ist dieses Recht weltweit oft nicht mehr viel wert. Das wollen wir uns genauer anschauen.

Etwas, das im Westen kaum beachtet wird und in vielen deutschen Gemeinden unerklärlicherweise totgeschwiegen wird, sind verfolgte Christen. Diesen praktizierenden Christen, die für und wegen ihres Glaubens verfolgt werden, wollen wir heute besondere Aufmerksamkeit schenken.

Für diejenigen, denen das noch nicht klar ist: Derzeit herrscht die größte Christenverfolgung aller Zeiten. Christen sind zahlenmäßig die am heftigsten verfolgte religiöse Minderheit weltweit. Das bedeutet auch für jeden Einzelnen von uns: Sobald man sich zum Christentum bekehrt, gehört man zur meistverfolgten Gruppe der Menschheit. Deshalb sind Konvertiten häufig die Ersten, die Verfolgung zum Opfer fallen.

Im vergangenen Jahr hat diese enorme weltweite Christenverfolgung ein bisher nie dagewesenes Ausmaß erreicht. Aktuell erleben wir die größte Christenverfolgung aller Zeiten – größer als im Römischen Reich, größer als im Persischen Reich, größer als im Mongolischen Reich und sogar größer als im Kommunismus.

Es handelt sich um eine weltumfassende humanitäre Krise, die im Westen praktisch totgeschwiegen wird. Das vergangene Jahr ist bereits jetzt als das blutigste Jahr in die Geschichte eingegangen, das es für Christen jemals in der gesamten Menschheitsgeschichte gegeben hat.

Ziele des Beitrags und die Ursache der Verfolgung

Was wollen wir mit diesem Beitrag erreichen? Das Ziel dieses Beitrags sind drei Punkte.

Erstens: Am Ende soll niemand sagen können, er habe es nicht gewusst oder sich wünschen, jemand hätte es ihm erzählt.

Zweitens: Du sollst lernen, was du konkret tun kannst, nämlich wie du für verfolgte Christen beten kannst und wie dir das selbst helfen wird. Das wirst du gleich sehen.

Drittens: Am Ende dieses Beitrags wird dir die Kinnlade herunterklappen. Du wirst ganz real und positiv sehen, was dein Gebet wirklich bewirkt.

Weshalb gibt es überhaupt Christenverfolgung? Was steckt dahinter? Lass uns das kurz und ganz logisch überlegen.

Ja, Jesus Christus wurde verfolgt. Jesus Christus lebt in uns Christen. Was glaubst du, ist das für ein Vorzeichen dafür, was mit Christen passieren wird?

Jesus selbst sagt in Johannes 15: „Denkt an das, was ich euch gesagt habe.“ Er betont es noch einmal: „Denkt daran, vergesst es nicht, erinnert euch daran.“ Offensichtlich ist es etwas, das wir schnell vergessen können.

Dann sagt er: „Ein Diener ist nicht größer als sein Herr.“ Und weiter: „Wenn sie mich, Jesus, verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen.“

Das heißt, es ist ganz klar: Christen werden verfolgt, weil Jesus in ihnen lebt. Es geht darum, dass Jesus verfolgt wird.

Deshalb sagt Jesus selbst auch in Apostelgeschichte 9: „Saul, Saul, was verfolgst du mich?“ Denn wer Christen verfolgt, verfolgt Christus. Und umgekehrt: Wer Christus verfolgt, zeigt sich daran, dass Christen verfolgt werden.

Verfolgung – sprechen wir es aus, nehmen wir das Kind beim Namen – Verfolgung ist ein Werk des Widersachers. Es ist etwas Teuflisches.

Die Ziele des Satans und die geistliche Dimension der Verfolgung

Jetzt stellt sich die Frage, was der Satan damit erreichen will. Lassen wir uns das einmal überlegen und hier nur einige Gedanken dazu festhalten. Wie gesagt, bitte prüfe alles und behalte nur das Gute.

Die Bibel ist Gottes Wort, das in der Welt sichtbar wird. Die christliche Gemeinde zeigt, wie Jesus in der Welt sichtbar wird. Beides kann der Satan nicht ertragen. Deshalb will er sowohl das Wort Gottes als auch Jesus, das fleischgewordene Wort Gottes, außer Gefecht setzen.

Hier bei uns im Westen geschieht das durch den Zeitgeist, durch emotionale Verwässerung sowie durch liberale und postevangelikale Theologie. An anderen Orten kann es, wenn nötig, sogar bis hin zur Vernichtung gehen. Hauptsache ist, dass Christen das Evangelium nicht leben. Und darauf kommen wir gleich zurück: Christen sollen den Lauf nicht vollenden, das heißt, sie sollen nicht bis zum Ende ihres irdischen Lebens Jesus die Treue halten.

Das könnte auch ein eigener Beitrag sein, aber nur in zwei Sätzen: Was ist das Hauptziel des Satans? Es sind zwei Dinge.

Erstens möchte der Satan hauptsächlich, dass du Gott nicht anbetest. Doch damit nicht genug: Er wird auch nicht aufhören, bis wir uns ihm anschließen.

Das zweite Ziel des Satans ist unsere Selbstzerstörung – dass wir als Menschheit und jeder von uns individuell sich selbst zerstört. Warum? Weil das Gottes Augapfel trifft. Gott hat die Menschheit so sehr geliebt, dass du weißt, wie der Satz weitergeht.

Das heißt, der Satan möchte Gott so viel Schmerz wie möglich zufügen. Es ist also etwas durch und durch Böses – Zerstörung um der Zerstörung willen.

Dazu heißt es in der Bibel, im so wichtigen Buch der Offenbarung: In Offenbarung 12 heißt es, dass der Drache, der Satan, außer sich über die Frau war und gegen ihre Kinder, das sind die Christen, Krieg führen wollte.

Weiter heißt es: Jetzt achten wir mal darauf, wie die Christen beschrieben werden. Es sind diejenigen, die Gottes Gebote halten und am Zeugnis von Jesus festhalten.

Genau das ist es, was wir wollen. Wir wollen durchhalten, bis wir vor Jesus stehen. Und genau davon will der Satan dich, mich und viele andere Geschwister mit ganz verschiedenen Methoden abbringen.

Prioritäten der Christen im Angesicht von Verfolgung

Deshalb haben wir als Christen bei diesem Thema zwei Prioritäten, zwei Dinge, die uns wichtig sind und die wir wollen.

Erstens: Wir wollen selbst den Lauf vollenden. Bis zum Ende, bis wir leibhaftig vor Jesus stehen, wollen wir an ihm festhalten. Das ist ganz wichtig.

Zweitens: Wir wollen unseren Geschwistern helfen, ebenfalls den Lauf zu vollenden.

Zeugnisse von Verfolgung und Standhaftigkeit im Glauben

Nach zwei Tagen kamen drei Beamte des Gefängnisses und brachten mich vor siebenhundert Gefangene. Sie forderten mich auf, meinen Glauben zu verleugnen. Doch ich konnte nicht.

Ich dachte: Wenn ich sterben sollte, käme ich in den Himmel. Wenn nicht, würde ich weiterhin von Jesus erzählen.

Vor den siebenhundert Gefangenen schlugen sie mich. Sie schlugen mich auf den Kopf, bis ich ohnmächtig wurde.

In diesem Moment konnte ich nur eines sagen: Herr Jesus, diese Leute wissen nicht, was sie tun. Vergib ihnen, empfange meinen Geist.

Wir sind für andere Menschen ihre Wolke der Zeugen.

Was bedeutet Verfolgung? Eine persönliche Reflexion

Lass uns jetzt etwas konkreter werden. Was ist Verfolgung, und wie sieht Verfolgung aus? Im Hinterkopf geht es immer um diese Frage. Ich möchte sie dir jetzt einfach mal mitgeben, damit du selbst darüber nachdenken kannst. Du kannst deine Gedanken und Impulse gerne in die Kommentare schreiben.

Wie viel ist dir persönlich Jesus wert? Ganz oberflächlich betrachtet: Wie viel müsste man dir geben, damit du aufhörst, Jesus nachzufolgen? Fünfhundert Euro? Fünftausend Euro? Fünfzigtausend Euro? Fünfhunderttausend Euro? Oder vielleicht fünf Millionen, mehr als du wahrscheinlich in deinem Leben je ausgeben wirst?

Ab welchem Punkt würdest du sagen: „Jetzt überlege ich es mir vielleicht doch noch einmal“? Wie viel dürfte es dich kosten?

Mal umgekehrt gefragt: Was müsste man dir nehmen, damit du sagst, das ist zu viel und ich höre auf, Jesus nachzufolgen? Ist es Geld? Sind es Männer? Soziale Anerkennung? Ist es der Job? Sind es Freundschaften und Beziehungen? Ist es die Gesundheit? Oder die Gemeinde? Würdest du aufhören, Jesus nachzufolgen, wenn man dir die Gemeinde nimmt?

Behalte das im Hinterkopf für gleich: Ist es die Bibel? Wenn man dir die Bibeln wegnimmt, würdest du dann sagen: „Nein, ohne Bibeln kann ich Jesus nicht nachfolgen“?

Was ist, wenn man dir Familie und Verwandte nimmt? Was wäre, wenn man dir deine Kinder nimmt? Das wird jetzt schmerzhafter. Was ist, wenn man dir sogar deinen Ehepartner nimmt? Würdest du dann sagen: „Nein, jetzt ist es genug, jetzt höre ich auf, Jesus nachzufolgen“?

Das ist die Frage, die du im Hinterkopf behalten solltest.

Definition und Formen von Verfolgung

Verfolgung ist auch ein Begriff aus der Religionssoziologie, das heißt, es ist ein Begriff, der in den Politikwissenschaften verwendet wird. Die Frage ist nun, was Verfolgung genau bedeutet und wie dieser Begriff definiert ist.

Es gibt verschiedene Definitionen. Zum Beispiel kann man sich an der international gebräuchlichen Definition des United Nations High Commissioner for Refugees orientieren. Dort wird direkt von Menschenrechtsverletzungen gegen religiöse Gruppen gesprochen, also etwa gegen Christen. Das bedeutet, Menschenrechtsverletzungen gegen eine Gruppe, die einen bestimmten Glauben hat. Im Fall des Christentums spricht man dann von Christenverfolgung. Das ist eine mögliche Definition.

Eine zweite Definition stammt aus einer EU-Richtlinie. Dort heißt es auf Seite zehn, dass Verfolgung unter anderem die Anwendung physischer oder psychischer Gewalt einschließt, einschließlich sexueller Gewalt. Außerdem fallen darunter gesetzliche, administrative, polizeiliche oder justizielle Maßnahmen sowie unverhältnismäßige oder diskriminierende Strafverfolgung oder Bestrafung.

Damit du eine Definition an der Hand hast, mit der du ab jetzt arbeiten kannst: Christenverfolgung bedeutet im Wesentlichen Folgendes. Christenverfolgung heißt, dass deine Mitchristen – und zwar nicht versehentlich oder nebenbei, sondern absichtlich und gezielt – vorsätzlich Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt werden. Diese Menschenrechtsverletzungen können teils sehr schwerwiegend sein.

Der Grund dafür ist, dass deine Mitchristen Jesus Christus nachfolgen. Um ihn geht es. Deshalb würden deine Mitchristen von diesen teils schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen verschont bleiben, wenn sie gar nicht erst angefangen hätten, Jesus Christus nachzufolgen. Das ist Variante A.

Variante B besagt, dass die Verfolgung auch dann aufhören würde, wenn deine Mitchristen Jesus Christus nicht mehr nachfolgen. Das ist ein häufiges Ziel der Verfolger. Sie sagen sinngemäß: „Hört auf, Jesus zu folgen, und wir hören auf, euch zu verfolgen!“

Konkrete Formen von Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen

Christen leiden in vielen Ländern unter einem Mangel an genau der Religionsfreiheit, von der gerade gesprochen wurde. Ihnen werden aufgrund ihres Glaubens zahlreiche grundlegende Menschenrechte vorenthalten.

Das bedeutet, wenn sie keine Christen wären, sähe ihre Situation in sehr vielen Fällen anders aus. Weil sie Christen sind, wird ihnen das Recht auf Schutz vor willkürlichen Verhaftungen genommen. Ebenso wird ihnen das Recht auf ein faires rechtliches Verfahren verweigert.

Auch der Zugang zu Gerichten oder Anwälten wird ihnen verwehrt. Sie erhalten keine Gleichheit vor Gericht. Ihnen wird das Recht auf Familie genommen, Minderheiten werden Schutzrechte vorenthalten, ebenso die Rechte von Frauen und Kindern.

Häufig wird auch das Folterverbot für sie außer Kraft gesetzt.

Konkret bedeutet Verfolgung zum Beispiel Einschränkungen, Druck, Diskriminierung, Widerstand, Opposition, Desinformation und Verleumdung. Dazu kommen Ungerechtigkeit, Einschüchterung, Misshandlung und Marginalisierung, also das Drängen von Menschen an den Rand der Gesellschaft.

Weitere Formen sind Unterdrückung, Intoleranz, Verletzung, Verstoßung und Vertreibung. Auch Ächtung, Feindseligkeiten, Belästigung, Missbrauch und Gewalt gehören dazu – bis hin zum Völkermord.

Messung und Dokumentation von Verfolgung: Sechs Lebensbereiche

Und da stellt sich die Frage: Woran kann man das festmachen? Woran kann man es messen? Wie lässt es sich dokumentieren, in welchem Ausmaß jemand verfolgt wird?

Unter anderem lässt sich dies durch folgende sechs Bereiche erfassen.

1. Privates Leben

Der erste Bereich betrachtet das private Leben. Zum Beispiel kann gefragt werden: Ist es für Christ XY riskant, seinen Glauben in schriftlicher Form persönlich zu bekunden?

Laut Gesetz können die Inhaber christlicher Webseiten für Evangelisation bestraft werden. Auch Personen wie Peoni können sich in Gefahr bringen, wenn sie christliches Material weitergeben.

Die Religionsvorschriften von 2018 schränken die Religionsfreiheit in China massiv ein. Die möglichen Konsequenzen versetzen Christen in Angst.

Es kann daher gefragt werden, ob es gefährlich für diesen Christen ist, privat christliche Materialien zu besitzen.

2. Familienleben

Der zweite Bereich betrachtet das Familienleben. Hier stellt sich die Frage: Werden Christen an christlichen Hochzeiten gehindert? Dürfen sie christlich heiraten? Sind sie in der Lage, christliche Taufen durchzuführen? Wie verhält es sich mit christlichen Beerdigungen? Sind die Erbrechte von Christen eingeschränkt?

Oder wurden sogar die Eltern daran gehindert, ihren Glauben an ihre Kinder weiterzugeben, also ihre Kinder christlich zu erziehen?

Aufgrund der Verfolgung befanden wir uns in einer schwierigen Situation. Sogar in den Schulen, die unsere Kinder besuchten, wurde Druck auf sie ausgeübt. Ihnen wurden gute Noten verweigert, obwohl sie klug sind. Ihre Aufgaben wurden schlechter bewertet.

3. Gesellschaftliches Leben

Der dritte Bereich betrifft das gesellschaftliche Leben. Hier stellt sich die Frage – und das haben sich vielleicht einige schon gedacht – werden Christen überwacht oder bedroht? Dies könnte der Fall sein, weil sie sich nicht an bestimmte Riten oder kulturelle Erwartungen halten, die die Gesellschaft an sie stellt.

Weiterhin kann man fragen: Dürfen Christen öffentliche Ressourcen nicht nutzen? Werden sie daran gehindert, Bibliotheken zu besuchen oder Krankenhäuser aufzusuchen? Oder wird ihnen sogar der Zugang zu Trinkwasser verwehrt?

Es gibt zahlreiche Orte, an denen solche Situationen auftreten können, wie zum Beispiel Damal, Tamaru, Adi Kamsiel, Ungdawinissa, Kodaklar, Wappdor und Paschtmatter. In manchen dieser Regionen leben Christen unter schwierigen Bedingungen.

Gibt es Geldstrafen oder vielleicht sogar direkte Erpressung gegen Christen? Diese Fragen sind zentral, um das gesellschaftliche Umfeld für Christen zu verstehen und mögliche Einschränkungen oder Diskriminierungen zu erkennen.

4. Staatliche Umgebung

Ein weiterer Bereich, den du dir anschauen könntest, ist: Wie leben Christen in einer bestimmten staatlichen Umgebung?

Zum Beispiel kannst du untersuchen, wie Medien berichten, insbesondere staatliche Medien. Sind sie neutral oder voreingenommen? Gibt es möglicherweise sogar Hetzkampagnen gegen Christen?

Kann es sein, dass Christen von bestimmten öffentlichen Ämtern ausgeschlossen werden? Dürfen sie zum Beispiel nicht Bürgermeister, Abgeordnete, Richter oder Lehrer sein?

Auch bei christlichen Unternehmen, Diensten oder NGOs könnte es äußere Einmischungen geben. Gibt es vielleicht den Zwang, bestimmte Personen nicht einzustellen oder bestimmte Personen als Beobachter zu akzeptieren?

Ist es so, dass Christen in ihrer Reisetätigkeit eingeschränkt werden? Dürfen sie sich nur in bestimmten Gegenden aufhalten, während andere ihnen verwehrt bleiben?

Vielleicht gibt es sogar Gesetze, die es verbieten, sich zum Christentum zu bekehren.

Erschreckend häufig passiert es, dass Personen, die Christen schaden, einfach davonkommen. Warum? Weil sie nicht strafrechtlich verfolgt werden.

Wir fragen uns auch, wie lange das noch so weitergehen wird. Selbst wenn wir uns bei der Polizei melden, hören sie uns oft nicht zu.

5. Gemeindeleben

Bereich fünf betrifft das Gemeindeleben. Wie einfach oder schwierig ist es, eine neue Gemeinde zu gründen, sie anzumelden und zu registrieren? Sind Gemeindeaktivitäten frei und ungehindert möglich, oder werden sie überwacht beziehungsweise blockiert?

Weil viele Menschen Angst haben, können sie das Evangelium nicht offen verkünden. Offizielle Kirchen gibt es so gut wie keine. Die kleinste Gruppe von Christen in Katar sind Einheimische, ehemalige Muslime, die sich vom Islam abgewandt haben. Sie stehen unter extremem Druck von ihren muslimischen Familien und ihrem Umfeld.

Ein Glaubenswechsel wird nicht offiziell anerkannt. Das führt zu rechtlichen Problemen sowie zum Verlust von Status, Sorgerecht für Kinder und Eigentum. Sowohl einheimischen als auch ausländischen Christen drohen Diskriminierung, Belästigung und polizeiliche Überwachung.

Sind Gottesdienste überhaupt frei möglich? Gibt es Baugenehmigungen für Gemeinden, Gemeindehäuser oder Kirchen? Werden Renovierungsgenehmigungen erteilt, oder bleiben solche Anträge unbeantwortet?

Ist es möglich, frei zu arbeiten, zum Beispiel mit Jugendlichen aus christlichen Familien oder mit interessierten Jugendlichen? Kann Kinderarbeit innerhalb der Gemeinde durchgeführt werden? Wie verhält es sich mit Lehrmaterialien, auch solchen, die vom Bibelfettdienst erstellt werden? Können diese einfach erstellt und verteilt werden, oder unterliegen sie einer Überwachung? Dürfen sie frei bezogen werden, oder gibt es Einschränkungen oder Auflagen?

Wie verhält es sich, wenn in einer Gemeinde Autoritätspositionen besetzt werden, etwa Gemeindeleiter, Älteste oder Pastoren? Kann die Gemeinde diese Positionen selbstständig nach bestem Wissen und Gewissen besetzen? Oder mischen sich externe Stellen ein, indem sie sagen: „Der darf nicht“, „Der soll bitte“, oder sie stellen selbst jemanden in die Gemeinde?

6. Gewalt

Und der sechste Bereich ist das Thema Gewalt. Wie viele Christen werden aus ihrer Heimat vertrieben, weil sie Jesus nachfolgen? Das ist ja nicht der Fall. Wir sind hier nicht so, wie wir eigentlich sind. Wenn wir hier sitzen, entspricht das nicht dem, wie wir wirklich sind.

Du kannst dir anschauen, ob christliche Gebäude – also Gemeinden, Schulen, Krankenhäuser, Friedhöfe – beschädigt, beschlagnahmt oder sogar zerstört werden, weil Jesus dort angebetet wird. Werden Christen aus Glaubensgründen inhaftiert, weil sie Jesus nicht abschwören? Du kannst auch schauen, ob Christen misshandelt werden, weil sie weiterhin zu Jesus gehören wollen.

Ich sagte, ich habe keine Bibel, ich habe sie in meinem Gedächtnis. Wenn die Bibel in deinem Gedächtnis ist, wollen sie sie zerstören. So prügelten sie unaufhörlich auf meinen Kopf ein. Sie wollten die Worte aus meinem Gedächtnis löschen. Darum haben sie uns in Schiffscontainer gesperrt, damit wir alles vergessen. Ich kenne Leute, die dort ihr Geburtsdatum vergessen haben, und andere wurden blind.

Schließlich kannst du auch schauen, ob Christen häufig – leider vor allem Frauen – entführt, vergewaltigt oder zwangsverheiratet werden. In Pakistan beispielsweise werden jeden Tag zwei christliche Mädchen entführt und an Nichtchristen zwangsverheiratet.

Du kannst auch beobachten, ob Christen getötet werden, weil sie Jesus nachfolgen. Christen in der Region sind Gewalt durch Überfälle, Entführungen und Ermordungen ausgesetzt.

Verfolgung ist selten etwas, das einfach aus dem Nichts kommt. Häufig – nicht immer, aber häufig – bahnt sie sich in Stufen an. Zur Veranschaulichung: So kann es aussehen, muss aber nicht. Es kann harmlos, vermeintlich harmlos anfangen mit Ausgrenzung von Christen, mit Lächerlichmachen und Diskreditierung.

Dann kann es zu einer Cancel Culture kommen, also zu einer Art Zensur, die ein klares Signal sendet: Christen und die christliche Botschaft sind hier unerwünscht. Was passiert dabei? Das bedeutet, dass das Zeugnis des Evangeliums zerstört wird.

Dann kann es zu Benachteiligungen kommen. Als Christ kannst du bestimmte Jobs nicht bekommen, keine Beförderung erhalten, bestimmte Schulplätze für deine Kinder bleiben dir vorenthalten, und du hast keinen Zugang zu bestimmten Sozialleistungen. Ganz kritisch wird es bei der Gesundheitsversorgung. Das nennt man soziale Verfolgung.

Dann kann es zu Kampagnen, Verleumdungen oder Denunziationen kommen. Das heißt, es gibt Spitzel, die melden, dass jemand als Christ arbeitet. Das kann als Vorwand für persönliche Vorteile genutzt werden. Hier können sogar Enteignungen möglich sein. Universitäten und andere kirchliche Einrichtungen verlieren ihre Zulassung. Immobilien und Medienhäuser in christlichem Besitz werden beschlagnahmt.

Physisch äußert sich Verfolgung durch Sachbeschädigung, wie die Zerstörung von Kirchen, Pogrome, Zwangsbekehrungen, Verprügelungen und Entführungen für Zwangshochzeiten. Islamisch-extremistische Gruppen wenden massive Gewalt an, um den Machtbereich des Islam auszudehnen. Nigeria ist dabei einer der Brennpunkte.

Allein innerhalb eines Jahres wurden in Nigeria rund 5.000 Christen getötet und mehr als 4.000 entführt. Vertreibungen wie zum Beispiel im Norden des Landes Burkina Faso führen dazu, dass es dort inzwischen keine Christen mehr gibt. Dieses Gebiet ist somit dem Evangelium entzogen worden.

In manchen Regionen Afrikas südlich der Sahara verschwand die christliche Bevölkerung fast vollständig. Hunderte von Kirchen wurden in den letzten Jahren geschlossen. Während des letzten Berichtszeitraums hörten allein in Nigeria 470 Kirchen auf zu existieren. Zehntausende Christen fliehen aus ihren Dörfern, weil ihnen durch Angriffe islamistischer Gruppen der Tod droht – bis hin zur Ermordung.

Und dann systematisch der Genozid an Christen, wie zum Beispiel in Nordkorea oder in manchen Gebieten der Sahelzone. Nicht nur das Zeugnis, sondern auch die Zeugen von Jesus werden zerstört.

Verfolgung zeigt, wie in unserer Welt sichtbar wird, was in der unsichtbaren Welt passiert. Jesus macht uns zum Thema Verfolgung, aber er macht uns auch keine Illusionen. Verfolgung gehört zum Christsein dazu.

So heißt es direkt ganz am Anfang des Neuen Testaments in Matthäus 5: Betet für die, die euch verfolgen. Es wird vorausgesetzt, dass jemand euch verfolgt, und für diese sollen wir beten. Im selben Kapitel heißt es: Selig seid ihr, wenn sie gegen euch vorgehen und euch verfolgen. Freut euch und seid über die Maßen froh, denn eure Belohnung im Himmel ist groß.

Im 2. Timotheusbrief heißt es: Alle, die in Jesus Christus gottesfürchtig leben wollen, werden verfolgt werden. Dabei gibt es natürlich ein Spektrum an Verfolgung, wie du gerade eben schon erklärt hast.

Wenn man die Bibel liest, kann man nur darüber staunen, wie jemand auf den Gedanken kommen kann, es gäbe ein Christsein ohne Verfolgung. Und wenn die biblischen Prophezeiungen weiter so in Erfüllung gehen wie bisher – und ich habe keinen Grund, an Gottes Wort zu zweifeln – dann heißt das klar und deutlich: Wir werden mehr Christenverfolgung weltweit erleben. Diese wird auch vor Konfessions- und Gemeindegrenzen, die heute noch bestehen, nicht Halt machen.

Jesus sagt dazu in Lukas 21: Noch bevor es zu all dem kommt, also bevor er wiederkommt, wird man mit Gewalt gegen euch vorgehen und euch verfolgen; dann erst kommt das Ende. Das heißt, es gehört zu den Endzeitwehen dazu, und das muss man auch mal unaufgeregt und sachlich auf biblischer Grundlage sagen dürfen.

In Matthäus 24 heißt es: Man wird euch verraten, verfolgen und töten. Um meines Namens willen werdet ihr von allen Völkern gehasst werden. Und Jesus sagt in Markus 13: Seht euch vor, ich habe es euch vorausgesagt.

Lasst uns jetzt etwas tiefer das Ausmaß der Christenverfolgung weltweit anschauen. Es kann ja sein, dass der eine oder andere jetzt denkt: Aber doch nicht wir, doch nicht im Westen, doch nicht bei uns in Europa, gar nicht in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.

Wir sprechen gleich darüber, wie es deinen Geschwistern weltweit geht. Aber ja, auch bei uns im Westen wird der Gegenwind rauer. Das haben wir beide schon am eigenen Leib erfahren. Aber wie du gleich sehen wirst, geht es den meisten von uns Christen im Westen um ganze Größenordnungen besser als deinen verfolgten Geschwistern weltweit.

In diesem Video will ich deshalb nicht so sehr, dass wir Westeuropäer uns schon wieder um uns selbst drehen – zu unserer Rolle kommen wir gleich –, sondern ich möchte dir helfen, deinen Blick darauf zu richten, was mit deinen Geschwistern weltweit passiert und was Jesus dort tut.

Gemeinden in Deutschland oder auch in anderen westlichen Ländern werden vielmehr beschenkt, wenn sie sich nicht mehr auf sich konzentrieren, sondern ihren Blick auf das Große, nämlich die Vogelperspektive, einnehmen, was hier geschieht. Ich muss über den Tellerrand hinausschauen, um zu erkennen, was Jesus gerade weltweit tut.

Das ist auch etwas, was ich gerne in den Gemeinden deutlich machen will: Schaut auf diejenigen, die in der Verfolgung, in den Stürmen bereits drin sind. Denn es ist euch nicht verheißen, dass ihr alles nur friedlich erlebt und euren Glauben als Privatsache zum Ausdruck bringen könnt oder nicht.

Mal konkret und anschaulich für jeden praktizierenden deutschsprachigen Christen: Wer wirklich praktizierende Jesusnachfolger sind, die glauben, sagen und leben, was in der Bibel steht – dass Jesus Christus des Neuen Testaments der einzige Weg zum Heil ist, der einzige Weg zur Sündenvergebung, die einzige Rettung vor dem Jüngsten Gericht und der Herr des Lebens –, der weiß, dass es Verfolgung gibt.

Es gibt verschiedene Zählungen, aber Stand heute sind es wahrscheinlich nicht mehr als 1,9 Millionen praktizierende Christen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Jeder dieser 1,9 Millionen deutschsprachigen Christen, der seinen Glauben aus Überzeugung lebt, hat weltweit etwa zweihundert Mitchristen, die das Gleiche glauben und wegen dieses Glaubens intensiv verfolgt werden.

Also auf einen Christen hier kommen zweihundert, die intensiv verfolgt werden. Stell dir das mal anschaulich vor: In deiner Gemeinde hast du junge Menschen, Ehepaare, Singles, Senioren, Familien, Kinder. Am Wochenende hast du vielleicht einen Gottesdienst mit hundert Leuten. Damit hast du gleichzeitig zwanzigtausend Mitchristen – ein ganzes Fußballstadion voll – die sehr hoch bis extrem verfolgt werden.

Damit wir uns richtig verstehen: Wir reden hier nicht nur davon, dass Leute an ihrem Job Diskriminierung erfahren oder ihnen bestimmte staatliche Leistungen wie Schulen oder medizinische Versorgung verweigert werden oder sie unter polizeilicher Beobachtung oder Schikane stehen – ähnlich wie damals in der DDR. Das war schlimm genug und hat viele Biographien und Familien zerstört.

Aber wir sprechen hier noch mehr darüber, dass Bibeln beschlagnahmt werden, Menschen von ihren Familien verstossen werden. Ich habe zwar noch Kontakt zu meiner Mutter, aber sie möchte nichts mit mir zu tun haben. Einmal bat ich meine Schwester, mir das Telefon zu geben, um mit ihr zu sprechen. Meine Mutter wollte nicht. Meine Schwester schaltete den Lautsprecher an.

Ich sagte zu meiner Mutter: „Ich vermisse dich.“ Sie antwortete nur: „Ich werde dich nie vermissen. Du bist Christin, du bist nicht meine Tochter. Werde wieder Muslim, dann kann ich dich vermissen, aber so nicht. Wenn du weiter an Jesus glaubst und zu Jesus betest, dann vergiss uns.“

Kinder werden ihren Eltern weggenommen. Es wird Gewalt angedroht, Kirchen werden niedergebrannt, Christen misshandelt oder gegen ihren Willen verheiratet. Familien werden vergewaltigt, um Pastoren, Lehrer und Gottesdienstbesucher zu brechen.

Es gibt eigene Geheimpolizeiabteilungen, die Christen jagen, in Gefängnisse werfen, verstümmeln und auf jede erdenkliche Weise foltern und töten – weltweit in genozidartigen Ausmaßen, weil sie Jesus nachfolgen.

Es macht uns keine Freude, darüber zu sprechen, aber wir müssen der Realität ins Auge sehen und sie beim Namen nennen.

In dieser Minute sitzen in Usbekistan und Eritrea Christen in Gefängnissen – nicht wie bei uns mit Heizung, Fitnessstudio, Bibliothek und Flachbildfernseher, sondern in bitterkalten, nassen, schimmligen Kellern und eingepfercht in Schiffscontainern mit kaum Atemluft.

Als Strafe, weil sie eine Bibel verschenkt oder selbst ihre Bibel gelesen haben – das ist verboten. Als wir dort ankamen, entdeckte ich 23 Schiffscontainer. Dieser Container war so schmutzig, dass wir uns alle sofort zu kratzen begannen. Wir fragten: „Wo ist die Toilette?“ Er sagte: „Hier gibt es keine Toilette.“ Er kam mit einem Eimer, damit wir diesen als Toilette benutzen konnten.

Wir fragten nach Licht, weil es absolut finster war. Er sagte: „Es gibt kein Licht.“ Nachts wurde es extrem kalt, tagsüber um ein Uhr wurde es total heiß. Man konnte sich nirgends anlehnen, alle standen in der Mitte. Ein Mädchen brach auf dem Boden zusammen. Sie fragten mich: „Helen, was sollen wir tun?“ Ich war schockiert, weil ich so etwas noch nie erlebt hatte. Ich betete: „Gott, hilf mir!“

Dann kamen mir diese Worte aus der Bibel in Apostelgeschichte 16,25: Paulus und Silas wurden ins Gefängnis gebracht, und als sie dort zu singen begannen, erzitterten die Gefängnistüren.

Ich war 32 Monate in diesen Schiffscontainern und habe immer gesungen, immer. Helen kämpft in der Haft um ihren Glauben. Um nicht zu verlieren, hält sie Bibelstunden und singt mit den anderen Frauen im Containergefängnis.

Zur Strafe wird sie tagelang in sengender Sonne oder im strömenden Regen angekettet. Helen bleibt standhaft. Jetzt wird sie zehn Monate mit einer geisteskranken Frau eingesperrt. Tag und Nacht fürchtet sie um ihr Leben. Sie kann kaum essen oder in Ruhe schlafen, irgendwann ist sie nur noch Haut und Knochen.

Trotzdem hat sie nur eines im Sinn: anderen Gefangenen und Wächtern von ihrem christlichen Glauben zu erzählen.

Und wie viele Tausende Christen gehen an dem Tag, an dem du uns hörst, das Risiko ein, dass ihnen genau das und Schlimmeres passiert, um anderen Menschen eine Bibel zu bringen, damit sie Jesus kennenlernen können?

Falls du einer von ihnen bist, ein Christ, der wegen seines Glaubens Schlimmes erlebt hat und uns jetzt zuhört: Du bist einer von uns. Wir gehören zu dir, wir haben dich nicht vergessen und beten jeden Tag für dich und euch – für eure Ehen und Kinder, für eure Pastoren, für Heilung von Scham, Angst und Verletzung.

Wir beten für die, die über euch entscheiden: Machthaber, Richter und Polizei. Wir beten, dass ihr genug Bibeln habt, für Gelegenheiten, von Jesus zu erzählen, und für eure Gottesdienste, Hauskreise und Treffen.

Und für alle, die nicht in dem Maß verfolgt werden: Du kannst gerne mitmachen. Es sind sieben Themen, für die du beten kannst. Du kannst jeden Wochentag einem Thema widmen und so deine verfolgten Geschwister im Gebet tragen.

Um das besser zu verstehen, auf dem Laufenden zu bleiben und dir das wirklich vorstellen zu können, möchte ich dir etwas sehr Nützliches und Hilfreiches zeigen.

Was du hier siehst, ist der sogenannte WVI, der Weltverfolgungsindex. Was ist der Weltverfolgungsindex? Er ist ein jährlich veröffentlichter Bericht der christlichen Hilfsorganisation Open Doors, der die Verfolgung von Christen weltweit dokumentiert.

Du siehst ihn hier als Landkarte. Dazu gibt es Dutzende Seiten von Erklärungen, Details, Berichten und mehr. Der Weltverfolgungsindex dient als Orientierungshilfe.

Er ordnet die 50 Länder ein, in denen Christen am meisten verfolgt werden. Du siehst hier die 50 Länder mit einer Rangordnung, wie schwierig oder schlimm es ist, als Christ dort zu leben.

Mehr dazu gleich. Es gibt Begleitmaterialien, die transparent und wissenschaftlich erklären, wie das genau gemessen wird.

Gerade in dieser Woche ist der neue Weltverfolgungsindex 2025 erschienen mit brandaktuellen Zahlen. Du kannst jetzt sehen, wie es deinen Geschwistern weltweit geht.

Wir wollen uns nun anschauen, wie sich der Weltverfolgungsindex in den letzten Jahren verändert hat. Achte darauf, dass die Anzahl der Länder gleich bleibt, immer um die 50.

Aber achte darauf, was sich geografisch verschiebt und wie sich die Farben verändern. Früher gab es auf der Karte sogar gelbe Länder, also Länder mit nur einem schlimmen Maß an Verfolgung. Jetzt sind alle Länder nur noch orange und rot.

Das heißt, jedes Jahr wird es mehr, jedes Jahr wird es für Christen brutaler, und das Ausmaß wächst. In einigen Ländern, wie aktuell Algerien, hat keine einzige Kirche oder Gemeinde mehr geöffnet.

Die Lage der Christen in Algerien hat sich deutlich verschlechtert. Der Druck nimmt vor allem in den Lebensbereichen Staat und Kirche zu. Noch mehr Kirchen wurden geschlossen oder gezwungen, ihre Tätigkeit einzustellen.

Viele christliche Häuser und Geschäfte wurden durchsucht, und viele algerische Pastoren und Christen wurden von der Polizei zu ihren Aktivitäten befragt. Der erhöhte Druck zwang viele Christen, innerhalb des Landes umzuziehen.

Algerien steht jetzt auf Platz 19 des Weltverfolgungsindex. So kannst du dir ungefähr vorstellen, wie es in den 18 Ländern aussieht, in denen deine Geschwister noch mehr verfolgt werden.

Trotzdem gibt es Christen – und zwar im Untergrund. Christen verstecken sich weltweit immer mehr, werden für die Öffentlichkeit und normale Besucher oft nicht mehr erreichbar.

Vielleicht fragst du dich jetzt: Wie kann ich praktisch helfen? Was kann ich konkret tun, um meine verfolgten Geschwister zu unterstützen?

Falls du in einer Gemeinde mitarbeitest oder theologisch aktiv bist, empfehlen wir dir zuerst den Besuch eines Vorortseminars von Open Doors. Das ist sehr zu empfehlen. Markus und ich haben schon mehrmals daran teilgenommen. Es ist ein tolles Seminar, mit ernsten Themen, aber es bereichert und verändert dich.

Wir fragen uns, wie die kirchliche Landschaft in Deutschland aussehen würde, wenn nur zehn Prozent der Leiter ein solches Seminar besucht hätten. Wirkliche Empfehlung! Die Informationen findest du unter diesem Video.

Eine zweite Möglichkeit, von zu Hause aktiv zu werden, ist das Schreiben einer Ermutigungskarte. Du kannst eine Karte an deine verfolgten Geschwister schreiben, am besten in Druckschrift und auf Englisch, wenn möglich. Diese kannst du an Open Doors senden. Die Informationen findest du auch unter diesem Beitrag.

Das ist eine schöne Möglichkeit, direkt von zu Hause zu helfen und Ermutigung zu senden.

Zurück zum Weltverfolgungsindex: Wenn du ihn lange genug anschaust, wird dir klar: Ja, es wird schlimmer, aber es ist auch – und ich hoffe, du verstehst mich richtig – eine Karte der Hoffnung.

Warum? Damit Christen verfolgt werden können, muss es dort Christen geben, die es ernst meinen und Jesus wirklich nachfolgen.

Wir sehen weltweit gerade die vielleicht größte Erweckungsbewegung aller Zeiten. Zum Beispiel im Iran, im Herzen des Islam, die vielleicht am schnellsten wachsende Untergrundkirche der Welt.

Dort gibt es Christen, die verfolgt werden, weil sie keine Aktenchristen sind, sondern Jesus nachfolgen und in den meisten Fällen versuchen, weitere Menschen für Jesus zu gewinnen. Deshalb sind die Länder dort orange und rot auf der Karte.

Wir in Europa haben noch weitgehende Freiheiten. Die Frage ist: Wofür haben wir diese Freiheiten? Unsere Aufgabe ist es, in der Offenbarung 3 wach zu werden und das zu stärken, was im Begriff steht zu sterben.

Warum stirbt etwas, warum stirbt ein Teil des Leibes Christi, warum sterben Gemeinden aus, warum stirbt das Christentum in manchen Gegenden der Welt aus? Unter anderem, weil du und ich es nicht stärken, sondern weil wir schlafen.

Schau mal in den 2. Korintherbrief, da schreibt Paulus: Ja, wir Christen sind verfolgt, aber wir sind nicht verlassen.

Wessen Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass die verfolgten Christen nicht verlassen sind? Das ist unsere Aufgabe.

Deine Geschwister in der Verfolgung haben häufig zwei Wünsche: Vergiss mich nicht! Und bete mit mir zusammen, dass wir den Lauf vollenden und das Gottesreich sich ausbreitet.

Elisa und ich hatten vor kurzem ein langes Gespräch mit einer Mitchristin aus Asien. Sie sagte am Ende: Danke, dass ihr uns nicht vergessen habt, das bedeutet uns so viel.

Ein Mitchrist aus Afrika sagte: Wir wollen wissen, dass Jesus mit dabei ist in diesen Stürmen, in denen wir stehen, und dass wir als seine Gemeinde zusammenstehen.

Deshalb eine Frage, die mir geholfen hat und dir helfen kann: Wie würdest du damit umgehen, wenn Geschwister in deiner Gemeinde verfolgt werden?

Denn das sind sie – vielleicht nicht in deiner konkreten Ortsgemeinde, aber es ist deine Gemeinde, dein Leib Christi, deine Geschwister aus der weltweiten Gemeinde, die mitverfolgt werden.

Wenn du dir überlegst, dass das im Gottesdienst Leute sind, neben denen du sonst sitzt, mit denen du das Abendmahl einnimmst und im Hauskreis die Bibel studierst – wie würdest du damit umgehen?

Schauen wir noch mal, was Jesus dazu sagt: In Matthäus 24 sagt er, dass die Liebe der meisten erkalten wird. Das soll uns nicht passieren.

Wir wollen verhindern, dass wir gleichgültig werden, dass unsere Liebe kalt wird, dass uns solche Dinge kalt lassen. Wir wollen, dass es uns berührt und wir mit unseren verfolgten Geschwistern mitfühlen.

Im selben Kapitel heißt es: Es wird das Evangelium vom Reich Gottes in der ganzen Welt gepredigt werden als Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.

Verfolgte Christen sind diejenigen, die das Evangelium an die Enden der Erde bringen werden. Sie stehen an der Front, um in dieser historischen Zeit ihre heilsgeschichtliche Aufgabe zu erfüllen.

An dieser Front wollen wir auch stehen – zum einen, indem wir das Evangelium überall verkünden, zum anderen, indem wir unseren verfolgten Geschwistern im Gebet beistehen. Lasst uns unseren Job tun.

Dadurch werden wir auch selbst auf etwaige Verfolgung vorbereitet. Denn lasst uns immer daran denken: Wir verdienen unsere Freiheit nicht. Wir als Christen haben kein Recht, nicht verfolgt zu werden.

Uns Christen in der westlichen Welt ist dasselbe verheißt. Wir haben dieselbe Bibel. Jesus hat dasselbe zu uns gesagt wie zu unseren Geschwistern in der Verfolgung.

Deshalb wollen wir jetzt zusammen für fünf Länder beten, in denen sich die Lage für deine Geschwister in den letzten Monaten am meisten verschlechtert hat.

Wir wollen nicht für die Länder beten, in denen Christen am meisten verfolgt werden, sondern für die Länder und Christen, in denen sich die Lage am meisten verschlechtert hat.

Bevor wir das tun, möchte ich kurz eine Sache ansprechen, weil es hier auch um islamische Länder geht.

Meine und unsere Absicht ist es nicht, mit diesem Beitrag jemanden zu provozieren oder zu beleidigen. Aber Fakten sind Fakten, und wir haben das Recht, über Fakten zu berichten.

Das erste Land, für das wir beten wollen, ist Kasachstan. Dieses riesige Land hat über 19 Millionen Einwohner und bis zu fünf Millionen Christen.

Kasachstan hat sich leider in letzter Zeit immer mehr zum Polizeistaat entwickelt. Die politische Opposition wurde weitestgehend ausgeschaltet, Medien gleichgeschaltet.

Dazu kommt eine überwiegend muslimische Bevölkerung, wo du große Probleme bekommst, sobald du dich mit Jesus beschäftigst.

Falls du als Christ entdeckt wirst, insbesondere als Freikirchler, drohen dir häufig Kündigung, Arbeitslosigkeit und ernsthafte finanzielle Probleme.

Vom Staat her, der streng atheistisch ist, ist es verboten, Leuten von Jesus weiterzuerzählen. Besonders Kindern und Jugendlichen darfst du dort nichts von Jesus sagen.

Es gibt diverse Gesetze und Rechtsurteile, mit denen dagegen vorgegangen wird. Christliche Literatur ist verboten, Weitergabe sowieso.

So sind Christen von zwei Seiten bedroht: vom atheistischen Staat und von oft muslimischen Familien und Umgebungen.

Es kommt zu Hausdurchsuchungen, die besonders Christen im Süden Angst machen.

Lasst uns jetzt für deine Geschwister in Kasachstan beten:

Ich danke dir, guter und liebender Gott, dass du alles unter Kontrolle hast. Dort, wo wir viele Fragen haben, hast du deine Gedanken und Wege.

Herr Jesus, ich bitte für Kasachstan, für die Menschen dort, die unter Druck und Verfolgung stehen. Stärke sie, schenke ihnen Mut und Ausdauer, dass sie Überwinder sind.

Lass sie glauben, dass es Gnade ist, wenn wir zu Unrecht leiden, und dass sie dafür belohnt werden.

Herr Jesus, lass sie nicht den Kopf sinken, sondern weiter den Glauben bezeugen und weitergeben an Kinder und Mitmenschen.

Schenke ihnen Kraft, um vergeben zu können. Sei bei ihnen, dass sie dich spüren und wahrnehmen. Ich segne sie in deinem Namen. Amen.

Als zweites wollen wir für deine verfolgten Geschwister im Sudan beten.

Der Sudan ist das fünft schwierigste Land für Christen weltweit.

In manchen Regionen Afrikas südlich der Sahara verschwand die christliche Bevölkerung fast vollständig. Hunderte Kirchen wurden in den letzten Jahren geschlossen.

Während des letzten Berichtszeitraums hörten allein in Nigeria 470 Kirchen auf zu existieren. Zehntausende Christen fliehen aus ihren Dörfern, weil ihnen durch Angriffe islamistischer Gruppen der Tod droht.

Der Sudan ist ein islamisches Land mit circa 49 Millionen Einwohnern und höchstens zwei Millionen Christen, also eine kleine verletzliche Minderheit.

Im Sudan werden Gemeindeleiter und Pastoren täglich überwacht, und an staatlichen Schulen wird der Islam gelehrt.

Falls Eltern Christen sind, werden ihnen dort die Kinder weggenommen.

Über hundert Kirchen wurden im Sudan zerstört, durch Mobs und Bombenattentate.

Staatlich finanzierte Milizen führen Hausdurchsuchungen nach Christen durch. Es gibt mehr sexuelle Angriffe und Tötungen als in den Vorjahren.

Viele Christen versuchen zu fliehen, kommen aber wegen des Bürgerkriegs nicht weit und stecken fest.

Lasst uns für deine verfolgten Geschwister im Sudan beten:

Lieber Herr, Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir zu dir kommen können.

Heute beten wir für verfolgte Christen im Sudan. Wir bitten dich, dass du ihnen in Leid und Schmerz begegnest.

Wir beten für Schutz und Bewahrung der vielen Männer, Frauen und Kinder im Sudan.

Herr, sei Freund, Helfer, Begleiter und Tröster.

Schenke unseren Geschwistern Standhaftigkeit im Glauben, Frieden in Zeiten des Unfriedens und Liebe in Zeiten des Hasses.

Wir bitten, dass die Angriffe im Sudan ein Ende nehmen.

Nutze unsere Geschwister als Licht und Zeugnis deiner Herrlichkeit, damit viele, auch die, die ihnen nach dem Leben trachten, im Herzen von dir berührt werden und zum lebendigen Glauben an Jesus Christus kommen.

Wir danken dir, Herr, im Namen Jesu Christi. Amen.

Heute beten wir gemeinsam für den Sudan und unsere Brüder und Schwestern dort.

Jesus, ich danke dir, dass du überall gleich bist.

Ich danke dir, Geist Gottes, dass du gerade jetzt unsere Brüder und Schwestern im Süden, Norden, Westen und Osten Sudans segnest.

Dass sie wissen, ihre Geschwister in Deutschland, Österreich und der Schweiz beten für sie.

Ich danke dir, Jesus Christus, dass du sie bewahrst und bestärkst.

Schenke ihnen gute Beziehungen zu Familien und Geschwistern.

Wenn sie gezwungen sind, ihre Familien zu verlassen, gib ihnen Kraft und eine Gemeinschaft von Christen.

Ich danke dir, Herr, dass du im Sudan herrschst und dein Königreich dort Realität ist.

Schenke ihnen Zuversicht und Hoffnung.

Offenbare uns, wenn wir mehr tun können als beten.

In deinem Namen, Jesus Christus, Amen.

Als drittes Land wollen wir für deine Geschwister in Kirgisistan beten.

Kirgisistan hat knapp sieben Millionen Einwohner, davon bis zu 263.000 Christen.

Das Land war 70 Jahre atheistisch in der Sowjetzeit, die meisten Familien sind muslimisch, vor allem auf dem Land.

Verfolgung ist dort in den letzten Monaten am stärksten angestiegen, vor allem in Form von Gewalt.

Kirgisistan ist neu unter den Top 50 Ländern des Weltverfolgungsindex.

Mehrere gewaltsame Vorfälle gab es, z. B. ein Überfall der staatlichen Religionsbehörde auf eine Kirche, Festhaltung von Gemeindemitgliedern und erzwungene Geständnisse.

Die Regierung verbreitet religiöse Vorstellungen, die es Christen schwer machen, Jesus nachzufolgen.

Frischbekehrte Christen haben es besonders schwer.

Christen werden häufig von ihren Familien eingesperrt, geschlagen und ausgehungert, damit sie Jesus abschwören.

Lasst uns jetzt für Kirgisistan beten:

Himmlischer Vater, ich bringe dir unsere Geschwister in Kirgisistan.

Du siehst, wie Gewalt und Unterdrückung zugenommen haben.

Du hast gesagt, dass wir mit Verfolgung rechnen müssen.

Wir wissen, dass du souverän herrschst und unsere Geschwister im Blick hast.

Ich bitte, dass sie Trost darin finden, dass du regierst und gegenwärtig bist.

Hilf ihnen, trotz Verfolgung ihre Herzen zur Ruhe zu bringen, zu segnen und zu lieben.

Gib ihnen Weisheit im Umgang mit Situationen und dass sie in deinem Wort bleiben.

Lass sie wissen, dass wir hinter ihnen stehen und sie nicht vergessen haben.

Wir beten für sie und warten auf Jesus Christus, der uns heil macht und Recht schafft.

Segne unsere Geschwister in Kirgisistan. Amen.

Als vorletztes Land beten wir für deine Geschwister im Tschad.

Der Tschad hat circa 18 Millionen Einwohner, davon bis zu 6 Millionen Christen.

Das Land ist auf dem Papier eine neutrale, säkulare Republik, aber in der Realität, in einem überwiegend islamischen Land, sieht das anders aus.

Seit fünf Jahren in Folge wird es für Christen immer gefährlicher.

Der Tschad ist neu unter den Top 50 Ländern des Weltverfolgungsindex.

Die Verfolgung verläuft stufenweise: Zuerst wurden Austritte aus dem Islam nicht anerkannt, dann mussten Kirchen registriert werden.

Korruption macht es Christen schwer, geschützt zu werden.

Frauen oder Mädchen, die sich für Jesus interessieren oder mit Christen sprechen, werden häufig unter Hausarrest gestellt.

Es gibt Übergriffe, Beschlagnahmungen von Besitz, Brandstiftungen, Entführungen und Pogrome.

In der Hauptstadt N’Djamena treffen sich Christen oft nur noch heimlich.

Lasst uns für den Tschad beten:

Vater im Himmel, ich danke dir, dass du jeden einzelnen deiner Kinder im Tschad siehst.

Du siehst, wie sich ihre Situation verschlimmert hat und dass sie neu auf dem Verfolgungsindex sind.

Wir bitten dich von Herzen, beschütze sie und bewahre sie vor Angriffen.

Hilf ihnen, den Lauf zu vollenden, mutig ihren Glauben zu bezeugen, auch unter schwierigen Umständen.

Schenke ihnen Kraft und Zuversicht, wo sie keine eigene Kraft mehr haben.

Herr, wir bitten, dass du unsere Gebete hörst und ihnen nahe bist.

Schenke ihnen Mut und Hoffnung, besonders dort, wo sie hoffnungslos sind.

In Jesu Namen, Amen.

Als letztes Land für heute beten wir für deine Geschwister im Jemen.

Der Jemen ist das drittschwierigste Land der Welt für Christen.

Das Land ist ein sogenannter „failed state“, ein gescheiterter Staat.

Die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern läuft häufig über lokale Moscheen.

Wer kein überzeugter Muslim ist, bekommt oft nichts ab.

Die letzten Christen sind meist frühere Muslime, die sich zu Jesus bekehrt haben.

Das wird von lokalen Stämmen und Familien oft mit dem Tod bestraft.

Terroristen kontrollieren ganze Landstriche.

Jesusnachfolger werden häufig entführt und gefoltert.

Christliche Frauen, die entdeckt werden, sind oft Opfer von Ehrenmorden oder Schlimmerem.

Junge Männer werden gezwungen, sich Milizen anzuschließen, die streng islamistisch reglementiert sind.

Der Anstieg der Gewalttaten gegen Christen macht den Jemen zum drittschwierigsten Land der Welt.

Lasst uns für den Jemen beten:

Herr, ich danke dir, dass es noch Christen im Jemen gibt.

Ich danke dir, dass es noch Menschen gibt, die dir dort nachfolgen.

Ich danke dir für Bibeln, Untergrundkirchen und versteckte Hauskreise.

Danke, dass Eltern den Mut haben, ihren Kindern vom Evangelium zu erzählen.

Danke für die Menschen, die vorsichtig anderen von dir berichten.

Schenke ihnen Mut, Weisheit und Schutz vor denen, die sie jagen.

Öffne ihre geistlichen Augen und halte sie wachsam.

Schenke ihnen Zugang zu Ressourcen und halte sie am Leben – geistlich und körperlich.

Herr, sei ihnen ganz besonders nah und versorge sie übernatürlich.

Wir vertrauen auf dich, Vater. Amen.

Danke, dass du mitgebetet hast.

Wir ermutigen dich, das regelmäßig in deine persönliche stille Zeit zu integrieren.

Dazu empfehlen wir den Open Doors Gebetskalender, den du unter diesem Beitrag findest.

Du kannst ihn als Papierform oder als App bekommen.

Dein Gebet hat viel Gewicht.

Ein Mitchrist aus Nigeria sagt: Ohne Gebet können wir nicht überleben. Gebet ist überlebenswichtig.

Es ist so wichtig, dass wir zusammenhalten.

Zum Schluss wollen wir dir zeigen, was Gebet bewirken kann.

Verfolgung gehört zur Geschichte von Jesus in dieser Welt dazu.

In Offenbarung 14 heißt es: Die Christen folgen dem Lamm – Jesus – wohin es auch geht.

Jesus ging ans Kreuz. Es ist ein Teil des Weges, den Jesus mit seiner Gemeinde geht, bis er wiederkommt.

In Offenbarung 6 heißt es: Nun brach das Lamm das fünfte Siegel auf. Da sah ich unten am Altar die Seelen der Menschen, die abgeschlachtet wurden, weil sie an Gottes Wort festhielten und ihm als seine Zeugen treu geblieben waren.

Darum geht es: an Gottes Wort festzuhalten und ihm als seine Zeugen treu zu bleiben.

Weiter heißt es: Sie riefen mit lauter Stimme: „Du heiliger und wahrhaftiger Herrscher, wie lange noch, bis du Gericht hältst und unser Blut rächst?“ Da erhielt jeder von ihnen ein weißes Gewand mit der Antwort, dass sie noch eine kurze Zeit Geduld haben müssen. Denn erst müsse noch eine bestimmte Zahl ihrer Glaubensgeschwister das Ziel erreichen, so wie sie getötet werden.

Jesus sagt also klar: Verfolgung wird ein Teil bleiben, bis er wiederkommt.

Herr Jesus, wenn das fünfte Siegel aufgebrochen wird und die Märtyrer rufen: „Wie lange noch?“, sagst du: „Solange, bis die Zahl voll ist.“

Wir erleben gerade die größte Christenverfolgung aller Zeiten. So viele unserer Geschwister leben in Todesgefahr, weil sie deinetwillen verfolgt werden.

Ich bete, dass wir als Christen, die noch Freiheit haben, für sie im Gebet einstehen, damit sie das Ziel erreichen und dich weiterhin bekennen können – mitten in extremster Verfolgung.

Ich danke dir, Jesus, dass dein Wort gilt und du auf unsere Gebete antworten wirst. Amen.

Paulus schreibt im Philipperbrief 1: Ich möchte, dass ihr wisst, Geschwister, dass das, was mir passiert ist – Paulus liegt in Ketten, ja, er wird verfolgt –, dem Evangelium gedient hat.

Er schreibt weiter: Das Evangelium ist der ganzen Palastwache und jedem hier klar geworden, weil ich in Ketten für Christus liege.

Wegen meiner Ketten sind die meisten Brüder und Schwestern noch viel überzeugter im Herrn geworden und trauen sich mutiger, das Evangelium weiterzusagen.

Halleluja!

Falls du denkst, das war vor 2000 Jahren im römischen Reich: Komplett falsch gedacht! Wir leben heute in dieser Zeit.

Eine Zeit des Zeugnisses, das die Welt in Erstaunen versetzt und durch das viel mehr Menschen zu Jesus kommen, als du und ich uns vorstellen können.

Wir wollen mit einem konkreten Beispiel enden, damit du staunen kannst, was dein Gebet mit Gottes Hilfe bewirken kann.

Am Palmsonntag, dem 9. April 2017, gab es ein christenfeindliches Attentat in einer ägyptischen Kirche. Dabei wurde dein Mitchrist Nassim Fahim getötet.

Nur Stunden später wurde seine Frau Samira interviewt. Sie war nun Witwe und mitten in ihrem Schmerz.

Trotzdem konnte sie vergeben – auch dank unserer und deiner Gebete – und an Jesus festhalten.

Sie vergab sogar den Mördern ihres Mannes.

Schau selbst, was für ein Zeugnis das ist. So etwas hat die Welt noch nicht gesehen, weil sie so etwas nicht kennt.

Im bundesweiten ägyptischen Fernsehen wurde live darüber berichtet.

Schau, wie fassungslos der nichtchristliche Nachrichtensprecher reagiert, als klar wird, wie stark und mächtig Jesus in dieser Frau lebt.

Wir haben die deutsche Übersetzung in die Untertitel gesetzt. Schau selbst, was für ein Zeugnis das ist.

Samira sagt: „Ich bin glücklich mit ihm. Ich bin nicht traurig wegen dieser Tat. Ich sage zu ihm: ‚Herr, mögest du ihnen vergeben. Du fehlst mir, mein Sohn. Du fehlst mir. Glaub mir, du fehlst mir. Ich bin nicht traurig.‘“

„Ich bitte unseren Herrn, dass er sie bekehrt und ihnen vergibt. Ich hoffe, sie denken darüber nach und glauben. Denn wenn sie nachdenken, werden wir nichts für sie tun. Wenn sie nachdenken, werden sie erneut denken. Sie werden überlegen, ob das richtig oder falsch ist.“

„Gott siegte, wir siegten.“

Samira berichtet, dass die koptischen Christen in Ägypten seit Hunderten von Jahren viele Katastrophen und Leiden ertragen haben.

Das Maß an Vergebung, das sie zeigen, ist für ihre Feinde kaum vorstellbar.

Obwohl ihr Herz gebrochen ist und sie alles verloren hat, vergibt sie den Tätern, weil Jesus sie liebt.

Sie sagt, wenn sie all das, was ihnen angetan wurde, festhält, würde es sie verletzen, wenn sie den Heilungsprozess durchläuft.

Von Anfang an lehrt uns Jesus am Kreuz, dass wir vergeben sollen. Er sagte: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Ehrlich gesagt, wenn ich vergebe, fühle ich mich glücklich und bete auch für ihre Umkehr.

Biblische Perspektiven auf Verfolgung

So heißt es direkt ganz am Anfang des Neuen Testaments in Matthäus 5: Betet für die, die euch verfolgen. Es wird vorausgesetzt, dass jemand euch verfolgt, und für diese sollt ihr beten.

Im selben Kapitel heißt es: Selig seid ihr, wenn sie gegen euch vorgehen und euch verfolgen. Freut euch und seid über die Maß froh, weil eure Belohnung im Himmel groß ist.

Im zweiten Timotheusbrief steht: Alle, die in Jesus Christus gottesfürchtig leben wollen, werden verfolgt werden. Dabei gibt es natürlich ein Spektrum an Verfolgung, wie du gerade eben schon erklärt hast.

Wenn man die Bibel liest, kann man eigentlich nur darüber staunen, wie jemand auf den Gedanken kommen kann, es gäbe ein Christsein ohne Verfolgung. Und wenn die biblischen Prophezeiungen weiterhin so in Erfüllung gehen wie bisher – und ich habe keinen Grund, an Gottes Worten zu zweifeln –, dann heißt das klar und deutlich: Wir werden mehr Christenverfolgung weltweit erleben.

Ja, diese Verfolgung wird auch vor Konfessions- und Gemeindegrenzen, die heute noch bestehen, nicht Halt machen.

Jesus sagt dazu in Lukas 21: Noch bevor all das geschieht, also bevor er wiederkommt, wird man mit Gewalt gegen euch vorgehen und euch verfolgen. Dann erst kommt das Ende. Das heißt, es gehört zu den Endzeitwehen dazu. Das muss man auch mal unaufgeregt und sachlich auf biblischer Grundlage sagen dürfen.

Jesus sagt in Matthäus 24: Man wird euch verraten, verfolgen und töten. Um meines Namens willen werdet ihr von allen Völkern gehasst werden.

Und Jesus sagt in Markus 13: Seht euch vor, ich habe es euch vorausgesagt. Also...

Christenverfolgung im Westen und weltweit

Lasst uns jetzt etwas tiefer das Ausmaß der Christenverfolgung weltweit betrachten. Es kann ja sein, dass der eine oder andere sich jetzt denkt: „Aber doch nicht wir, doch nicht im Westen, doch nicht bei uns in Europa, gar nicht in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.“

Wir sprechen gleich darüber, wie es deinen Geschwistern weltweit geht. Aber ja, auch bei uns im Westen wird der Gegenwind rauer. Das haben wir beide schon am eigenen Leib erfahren.

Wie du gleich sehen wirst, geht es den meisten von uns Christen im Westen um ganze Größenordnungen besser, als es deinen verfolgten Geschwistern weltweit geht. Deshalb möchte ich in diesem Video nicht so sehr darauf eingehen, dass wir Westeuropäer uns schon wieder um uns selbst drehen. Zu unserer Rolle kommen wir gleich noch.

Vielmehr möchte ich dir helfen, deinen Blick darauf zu richten, was mit deinen Geschwistern weltweit passiert und was Jesus dort tut. Gemeinden in Deutschland oder auch in anderen westlichen Ländern werden vielmehr beschenkt in dem Moment, wo sie sich nicht mehr auf sich selbst konzentrieren, sondern ihren Blick auf das Große richten – nämlich die Vogelperspektive dessen einnehmen, was hier geschieht.

Ich muss über den Tellerrand hinausschauen, damit ich erkenne, was Jesus gerade weltweit tut. Das ist auch etwas, was ich gerne in den Gemeinden deutlich machen möchte: Schaut auf diejenigen, die in der Verfolgung, in den Stürmen bereits drin sind.

Denn es ist euch nicht verheißen, dass ihr hier alles nur friedlich erlebt und dass ihr euren Glauben als Privatsache irgendwie zum Ausdruck bringen könnt oder nicht.

Die Situation praktizierender Christen im deutschsprachigen Raum

Also machen wir es mal konkreter und anschaulich für jeden praktizierenden deutschsprachigen Christen.

Wenn wir als praktizierende Christen religionswissenschaftlich diejenigen betrachten, die wirklich Jesus nachfolgen, dann sind das die Menschen, die glauben, sagen und leben, was in der Bibel steht und was stimmt: Der Jesus Christus des Neuen Testaments ist der einzige Weg zum Heil. Er ist der einzige Weg zur Sündenvergebung, er ist meine einzige Rettung vor dem jüngsten Gericht, und er soll der Herr meines Lebens sein und bleiben.

Es gibt verschiedene Zählungen, aber Stand heute gibt es wahrscheinlich nicht mehr als 1,9 Millionen praktizierende Christen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Das schauen wir uns mal genauer an und können sagen: Jeder dieser 1,9 Millionen deutschsprachigen Christen, der seinen Glauben aus Überzeugung lebt, hat weltweit etwa zweihundert Mitchristen, die dasselbe glauben wie du hoffentlich. Diese Mitchristen werden wegen dieses gemeinsamen Glaubens intensiv verfolgt.

Das heißt, auf einen Christen hier kommen zweihundert, die intensiv verfolgt werden.

Stell dir das mal anschaulich vor: In deiner Gemeinde hast du junge Menschen, Ehepaare, Singles, Senioren, Familien und Kinder. Am Wochenende hast du vielleicht einen Gottesdienst mit einhundert Leuten – nur als Beispiel.

Damit hast du gleichzeitig zwanzigtausend Mitchristen, also ein ganzes Fußballstadion voll Mitchristen, die in sehr hohem bis sogar extremem Maß verfolgt werden.

Diese Christen werden nicht nur verfolgt, sondern in einem sehr hohen bis extremen Maß.

Formen und Ausmaß der Verfolgung im Alltag

Und damit wir uns richtig verstehen: Wir reden hier nicht nur davon, dass Menschen an ihrem Arbeitsplatz Diskriminierung erfahren oder ihnen bestimmte staatliche Leistungen wie Schulbildung und medizinische Versorgung verweigert werden. Auch von polizeilicher Beobachtung oder Schikane ist die Rede, ähnlich wie es damals in der DDR war. Das war schlimm genug und hat damals viele Biografien und Familien zerstört, wie einige hier am eigenen Leib wissen.

Aber wir sprechen hier noch mehr darüber, dass sogar Bibeln beschlagnahmt werden und Menschen von ihren Familien verstoßen werden. Ich habe zwar noch Kontakt zu meiner Mutter, aber sie möchte nichts mit mir zu tun haben. Einmal sagte ich zu meiner Schwester: „Kannst du Mutter das Telefon geben? Ich möchte mit ihr sprechen.“ Doch meine Mutter wollte nicht. Meine Schwester machte den Lautsprecher an. Ich sagte zu meiner Mutter: „Ich vermisse dich.“ Aber sie antwortete nur: „Ich werde dich nie vermissen. Du bist Christin, du bist nicht meine Tochter. Werde wieder Muslim, dann kann ich dich vermissen, aber so nicht. Wenn du weiter an deinen Jesus glaubst und zu Jesus betest, dann vergiss uns.“

Oder wir sprechen davon, dass Kindern ihre Eltern weggenommen werden. Wir sprechen auch davon, dass Gewalt angedroht wird, Kirchen niedergebrannt werden, Christen misshandelt oder sogar gegen ihren Willen verheiratet werden. Wir sprechen davon, dass Familien vergewaltigt werden, um Pastoren, Lehrer und sogar Gottesdienstbesucher zu brechen.

Wir reden davon, dass es eigene Geheimpolizeiabteilungen gibt, die Christen jagen, in Gefängnisse werfen, sie verstümmeln und auf jede erdenkliche Weise foltern und töten. Und das weltweit, in genozidartigen Ausmaßen, weil sie Jesus nachfolgen.

Es bereitet uns auch keine Freude, darüber zu sprechen, aber wir müssen der Realität ins Auge sehen. Es ist wichtig, dass wir es beim Namen nennen.

Zeugnisse aus Gefängnissen und Untergrundkirchen

In dieser Minute sitzen in Usbekistan und Eritrea Menschen, Christen, in Gefängnissen. Nicht wie bei uns in Gefängnissen mit Heizung, Fitnessstudio, Bibliothek und Flachbildfernseher, sondern in bitterkalten, nassen, schimmligen Kellern oder eingepfercht in Schiffscontainern mit kaum Atemluft.

Als Strafe dafür, dass sie eine Bibel verschenkt oder auch nur selbst ihre eigene Bibel gelesen haben – denn das ist verboten. Als wir dort ankamen, entdeckte ich 23 Schiffscontainer.

Dieser Container war so schmutzig, dass wir sofort begannen, uns alle zu kratzen. Wir fragten: „Wo ist die Toilette?“ Er sagte: „Hier gibt es keine Toilette.“ Er kam mit einem Eimer, damit wir diesen als Toilette benutzen konnten. Wir fragten nach Licht, weil es absolut finster war. Er sagte: „Es gibt kein Licht.“

Als es dann Nacht wurde, wurde es extrem kalt, wirklich extrem. Tagsüber, um ein Uhr, wurde es dann aber total heiß. Du konntest dich nirgends anlehnen, alle standen in der Mitte. Ein Mädchen brach auf dem Boden zusammen. Sie fragten mich: „Helen, was sollen wir tun?“ Aber ich war ebenso schockiert, weil ich so etwas noch nie erlebt hatte. Ich betete: „Gott, hilf mir!“

Dann kamen mir diese Worte aus der Bibel in Apostelgeschichte 16,25: Paulus und Silas wurden auch ins Gefängnis gebracht, und als sie dort zu singen begannen, erzitterten die Gefängnistüren. Ich war zweiunddreißig Monate in diesen Schiffscontainern und habe immer gesungen, immer.

Helen befindet sich mit der Haft in einem Kampf. Sie will unbedingt an ihrem Glauben festhalten. Um nicht zu verlieren, hält sie Bibelstunden und singt mit den anderen Frauen im Containergefängnis. Zur Strafe kettet man sie tagelang in sengender Sonne oder im strömenden Regen an. Helen bleibt standhaft.

Jetzt wird sie zehn Monate mit einer geisteskranken Frau eingesperrt. Tag und Nacht fürchtet Helen um ihr Leben. Sie kann kaum essen oder in Ruhe schlafen. Irgendwann ist sie nur noch Haut und Knochen. Trotzdem hat sie nur eines im Sinn: anderen Gefangenen und Wächtern von ihrem christlichen Glauben zu erzählen.

Und wie viele tausende Christen gehen jetzt an diesem Tag, an dem du uns hörst, das Risiko ein, dass ihnen genau das und Schlimmeres passiert. Sie tun es, um anderen Menschen eine Bibel zu bringen, damit sie Jesus kennenlernen können.

Ermutigung und Gebet für verfolgte Christen

Und falls du einer von ihnen bist – ein Christ, der wegen seines Glaubens Schlimmes erlebt hat und uns jetzt zuhört – möchten wir, dass du weißt: Du bist einer von uns, und wir gehören zu dir. Wir haben dich nicht vergessen und beten jeden Tag für dich und für euch.

Wir beten für dich und euch, für eure Ehen und Kinder, für eure Pastoren und für Heilung von Scham, Angst und Verletzung. Außerdem beten wir für diejenigen, die über euch entscheiden – für Machthaber, Richter und die Polizei.

Wir beten dafür, dass ihr genug Bibeln habt. Wir beten für Gelegenheiten, in denen ihr von Jesus erzählen könnt. Ebenso beten wir für eure Gottesdienste, Hauskreise und Treffen.

Und auch für alle, die nicht in dem gleichen Maß verfolgt werden, gilt unser Gebet. Du kannst gerne mitmachen. Es sind sieben Themen, für die du beten kannst. Du kannst jedem Wochentag ein Thema widmen und so deine verfolgten Geschwister im Gebet tragen.

Der Weltverfolgungsindex als Orientierungshilfe

Um das besser zu verstehen, um auf dem Laufenden zu bleiben und um dir das einmal wirklich vorstellen zu können, möchte ich dir etwas sehr Nützliches und Hilfreiches zeigen.

Was du hier siehst, ist der sogenannte WVI, der Weltverfolgungsindex.

Was ist der Weltverfolgungsindex? Der Weltverfolgungsindex ist ein jährlich veröffentlichter Bericht der christlichen Hilfsorganisation Open Doors. Er dokumentiert die Verfolgung von Christen weltweit. Du siehst hier eine Landkarte. Dazu gibt es, wie du dir leicht vorstellen kannst, Dutzende und Aberdutzende Seiten mit Erklärungen, Details, Berichten und mehr.

Dieser Weltverfolgungsindex soll dir als Orientierungshilfe dienen. Er ordnet die 50 Länder ein – das sind die Länder, die hier auf der Karte zu sehen sind – in denen Christen am meisten verfolgt werden. Du siehst hier also die 50 Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden, mit einer Rangordnung, wie schwierig oder schlimm es ist, als Christ im jeweiligen Land zu leben. Mehr dazu gleich.

Wie gesagt, es gibt dazu entsprechende Begleitmaterialien, die auch hier verlinkt sind. Dort wird lang und breit für jeden Soziologen transparent und wissenschaftlich erklärt, wie genau das zustande kommt und wie das gemessen wird.

Und jetzt, gerade in dieser Woche, ist der neue Weltverfolgungsindex 2025 erschienen – mit den brandaktuellen Zahlen. Du kannst jetzt mit den aktuellsten Daten sehen, wie es deinen Geschwistern weltweit geht.

Was wir jetzt machen wollen – und ich glaube, das wird deinen Horizont ganz schön erweitern – ist Folgendes: Wir wollen uns anschauen, wie sich der Weltverfolgungsindex entwickelt hat. Denk daran: Das ist kein anonymer Index. Es geht um Schicksale, um Menschen, um deine Geschwister. Wir wollen uns ansehen, wie sich das Leben deiner Geschwister auf diesem Planeten in den letzten Jahren verändert hat.

Achte dabei einfach mal darauf: Die Anzahl der Länder bleibt gleich, denn es geht immer um die fünfzig Länder. Aber schau, was sich geografisch verschiebt, und achte darauf, wie sich die Farben verändern.

Du hast es selbst gesehen: Früher gab es auf dem Weltverfolgungsindex sogar noch gelbe Länder – also Länder, die nur eine moderate Verfolgung hatten. Jetzt sind alle Länder auf der Karte nur noch orange und rot.

Denk daran, das ist die gleiche Skala. Das heißt, jedes Jahr wird es mehr. Jedes Jahr wird es für Christen, für deine Geschwister, brutaler. Und auch das Ausmaß nimmt jedes Jahr zu.

Beispiel: Die Lage in Algerien

In einigen Ländern, wie zum Beispiel aktuell in Algerien, ist keine einzige Kirche oder Gemeinde mehr geöffnet. Die Lage der Christen in Algerien hat sich deutlich verschlechtert. Der Druck nimmt vor allem in den Lebensbereichen Staat und Kirche zu.

Es wurden noch mehr Kirchen geschlossen oder gezwungen, ihre Tätigkeit einzustellen. Viele christliche Häuser und Geschäfte wurden durchsucht. Zahlreiche algerische Pastoren und Christen wurden von der Polizei zu ihren Aktivitäten befragt. Der erhöhte Druck zwang viele Christen dazu, innerhalb des Landes umzuziehen.

Algerien steht derzeit auf Platz neunzehn des Weltverfolgungsindex. Das gibt eine ungefähre Vorstellung davon, wie es in den 18 Ländern aussieht, in denen Christen noch stärker verfolgt werden.

Trotzdem gibt es weiterhin Christen – allerdings im Untergrund. Das bedeutet, dass Christen weltweit sich verstecken. Sie ziehen sich immer mehr zurück und gehen in den Untergrund. Dadurch sind sie für die Öffentlichkeit, für normale Besucher oder auch für andere Christen oft nicht mehr erreichbar.

Praktische Unterstützung und Gebetsempfehlungen

Und vielleicht fragst du dich jetzt: Wie kann ich praktisch helfen? Was kann ich konkret tun, um meine verfolgten Geschwister zu unterstützen?

Falls du in einer Gemeinde mitarbeitest und/oder theologisch aktiv bist, möchten wir dir zuallererst sehr den Besuch eines der Vorortseminare von Open Doors empfehlen. Das wollen wir dir wirklich wärmstens ans Herz legen.

Markus und ich sind schon mehrmals in den Genuss gekommen. Es ist ein wirklich tolles Seminar. Natürlich werden ganz ernste Themen behandelt, aber es ist so bereichernd, und du gehst ein Stück weit als veränderter Mensch daraus hervor. Wir fragen uns, wie die kirchliche Landschaft in Deutschland aussehen würde, wenn nur zehn Prozent der Leiter ein solches Seminar besucht hätten. Also eine wirkliche Empfehlung.

Du findest die Informationen unter diesem Video verlinkt.

Eine zweite Möglichkeit, wie du direkt von zu Hause aus aktiv werden kannst, ist es, eine Ermutigungskarte zu schreiben. Du hast die Möglichkeit, eine Karte an deine Geschwister in der Verfolgung zu schreiben – am besten in Druckschrift und auf Englisch, wenn das für dich möglich ist – und sie dann an Open Doors zu senden.

Wir blenden dir auch hier die Informationen ein, und du findest sie auch unter diesem Beitrag. Das ist eine ganz schöne Möglichkeit, wie du direkt von zu Hause helfen kannst und wie deine Hilfe und Ermutigung direkt bei deinen Geschwistern ankommt.

Hoffnung trotz Verfolgung: Die weltweite Erweckungsbewegung

Und noch einmal zurück zum Weltverfolgungsindex. Wenn man ihn lange genug betrachtet, wird eine Sache deutlich: Ja, es wird schlimmer. Aber es ist auch – und ich hoffe, das wird richtig verstanden – eine Karte der Hoffnung.

Warum? Damit Christen verfolgt werden können, muss es dort Christen geben, die es ernst meinen und Jesus wirklich nachfolgen. Weltweit erleben wir gerade vielleicht die größte Erweckungsbewegung aller Zeiten. Darüber haben wir in anderen Beiträgen bereits berichtet.

Zum Beispiel sehen wir im Iran – ausgerechnet im Iran, im Herzen des Islam – die vielleicht am schnellsten wachsende Untergrundkirche der Welt. Dort gibt es Christen, die verfolgt werden, weil sie keine Aktenchristen sind, sondern Jesus nachfolgen. In den meisten Fällen versuchen sie, weitere Menschen für Jesus zu gewinnen. Deshalb werden sie so stark verfolgt. Deshalb ist die Karte dort orange und rot eingefärbt.

Und weißt du, wir in Europa haben noch weitestgehende Freiheiten. Die Frage ist: Wofür haben wir diese Freiheiten? Um sie zu nutzen. Unsere Aufgabe ist, wie in Offenbarung 3 beschrieben, wach zu werden und das zu stärken, was im Begriff ist zu sterben.

Umgekehrt gefragt: Warum stirbt etwas? Warum stirbt ein Teil des Leibes Christi? Warum sterben Gemeinden aus? Warum stirbt das Christentum in manchen Gegenden der Welt aus? Unter anderem, weil du und ich es nicht stärken, sondern weil wir schlafen.

Schau mal in den 2. Korintherbrief. Paulus schreibt dort: Ja, wir Christen sind verfolgt. Aber er schreibt auch über jene, die verfolgt sind: Wir sind nicht verlassen.

Jetzt die Frage: Wessen Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass die verfolgten Christen nicht verlassen sind? Das ist deine und meine Aufgabe, das ist unsere gemeinsame Aufgabe.

Wünsche und Gebetsanliegen verfolgter Christen

Weißt du, deine Geschwister in der Verfolgung haben häufig zwei Wünsche. Wunsch Nummer eins lautet: Vergiss mich nicht, vergiss mich nicht. Wunsch Nummer zwei ist oft: Bete mit mir zusammen, damit wir gemeinsam den Lauf vollenden und das Gottesreich sich ausbreitet.

Elisa und ich hatten vor kurzem ein langes Gespräch mit einer Mitchristin aus Asien. Am Ende sagte sie: „Danke, dass ihr uns nicht vergessen habt. Es bedeutet uns so viel.“ Ein Mitchrist aus Afrika sagte zum Beispiel: „Wir wollen wissen, ob Jesus mit dabei ist in diesen Stürmen, in denen wir stehen. Stehen wir als seine Gemeinde zusammen?“

Deshalb eine Frage, die mir damals geholfen hat und die dir vielleicht auch helfen kann: Wie würdest du damit umgehen, wenn Geschwister in deiner Gemeinde verfolgt werden?

Denn das sind sie. Vielleicht nicht in deiner konkreten Ortsgemeinde, aber es ist deine Gemeinde. Es ist dein Leib Christi, es sind deine Geschwister aus deiner weltweiten Gemeinde, die verfolgt werden.

Wenn du dir einfach mal überlegst, dass das im Gottesdienst Leute sind, neben denen du sonst sitzt, mit denen du zusammen das Abendmahl einnimmst, mit denen du zusammen im Hauskreis die Bibel studierst – wie würdest du damit umgehen?

Warnung vor Gleichgültigkeit und Ermutigung zur Mitmenschlichkeit

Schauen wir uns noch einmal an, was Jesus dazu sagt. In seiner Endzeitrede in Matthäus 24 erklärt Jesus, dass die Liebe der meisten erkalten wird. Das soll uns nicht passieren. Wir wollen alles dafür tun, dass wir nicht gleichgültig werden und unsere Liebe nicht kalt wird. Wir wollen nicht, dass uns Dinge kaltlassen. Stattdessen wünschen wir uns, dass wir berührt werden und mit unseren verfolgten Geschwistern mitfühlen.

Im selben Kapitel sagt Jesus außerdem: Es wird das Evangelium vom Reich Gottes in der ganzen Welt gepredigt werden, zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen. Das heißt, wir sollten uns bewusst machen, dass verfolgte Christen diejenigen sind, die das Evangelium bis an die Enden der Erde bringen werden. Sie stehen an der Front, um in dieser historischen Zeit ihre heilsgeschichtliche Aufgabe zu erfüllen.

Auch wir wollen an dieser Front stehen. Zum einen, indem wir das Evangelium überall verkünden, und zum anderen, indem wir unseren verfolgten Geschwistern im Gebet beistehen. Lasst uns auch unseren Teil dazu beitragen.

Dadurch werden wir selbst auf mögliche Verfolgung vorbereitet. Denn wir sollten immer daran denken: Wir verdienen unsere Freiheit nicht. Als Christen haben wir kein Recht darauf, nicht verfolgt zu werden. Uns Christen in der westlichen Welt ist dasselbe verheißt. Wir haben dieselbe Bibel, und Jesus hat dasselbe zu uns gesagt wie zu unseren Geschwistern in der Verfolgung.

Gebetsanliegen für fünf Länder mit verschlechterter Lage

Deshalb wollen wir jetzt zusammen beten. Wir möchten, dass die Menschen, die in der Präzision gelehrt werden, gemeinsam für fünf Länder beten. In diesen Ländern hat sich die Lage für deine Geschwister in den letzten Monaten am meisten verschlechtert.

Noch einmal: Wir wollen nicht für die Länder beten, in denen Christen am stärksten verfolgt werden, sondern für die Länder und die Christen dort, wo sich die Situation in den letzten Monaten am meisten verschlechtert hat.

Ich hoffe, du bleibst jetzt wirklich dran. Du wirst sehen, was dein Gebet bewirkt.

Hinweis zur Absicht des Beitrags

Bevor wir das tun, möchte ich kurz eine Sache ansprechen, da es hier auch um islamische Länder geht.

Woche' uteliladhi uridu kaulahu hua bischaklin chassin li astiqa'il muslimina, ana le akulu delika li isa'ati, olekin la dayal haku, wir nakla haka'iki.

Noch einmal auf Deutsch: Meine und unsere Absicht ist es nicht, mit diesem Beitrag jemanden zu provozieren oder zu beleidigen.

Fakten sind nun mal Fakten, und wir haben das Recht, über Fakten zu berichten.

Gebet für Kasachstan

Das erste Land, für das wir beten wollen, ist Kasachstan. Wir wollen für deine Geschwister in Kasachstan beten. Dieses gigantisch große Land hat über 19 Millionen Einwohner und bis zu fünf Millionen Christen.

Kasachstan hat sich leider in letzter Zeit immer mehr zu einem Polizeistaat entwickelt. Die politische Opposition wurde weitestgehend ausgeschaltet, und die Medien wurden gleichgeschaltet. Dazu kommt eine überwiegend muslimische Bevölkerung, bei der du große Probleme bekommen kannst, sobald du dich mit Jesus beschäftigst.

Falls du als Christ entdeckt wirst, insbesondere als Freikirchler, drohen dir häufig Kündigung, Arbeitslosigkeit und ernsthafte finanzielle Probleme. Vom Staat her, der streng atheistisch ist, ist es auch verboten, Leuten von Jesus weiterzuerzählen. Ganz besonders darfst du dort Kindern und Jugendlichen nicht von Jesus erzählen.

Es gibt diverse Gesetze und Rechtsurteile, mit denen dagegen vorgegangen wird. Christliche Literatur ist verboten, die Weitergabe sowieso. Das heißt also, so stellt sich mir das dar, Christen sind von zwei Seiten in Bedrängnis: Einerseits vom atheistischen Staat und andererseits von häufig muslimischen Familien und ihren Umgebungen.

Es kommt zu Hausdurchsuchungen, die besonders Christen im Süden Angst machen. Deswegen lass uns jetzt für deine Geschwister in Kasachstan beten.

Ich danke dir, dass du ein guter Gott bist, dass du ein liebender Gott bist, Herr, und dass du alles unter Kontrolle hast. Dort, wo wir viele Fragen haben, hast du deine Gedanken und deine Wege, Herr.

Jesus, ich bitte für Kasachstan, ich bitte für die Menschen dort, für die Christen, die unter Druck und Verfolgung stehen. Herr Jesus, ich bitte dich, dass du sie stärkst, dass du ihnen Mut schenkst, dass du ihnen Ausdauer gibst, damit sie wirklich Überwinder sind.

Ich bitte dafür, dass sie diese Wahrheit wirklich glauben: Es ist Gnade, wenn wir Menschen zu Unrecht leiden, und es ist noch mehr Gnade, wenn wir für dich leiden. Herr, halte ihnen vor Augen, dass sie dafür belohnt werden.

Jesus, ich bitte dich, dass sie dort nicht den Kopf sinken lassen, sondern einfach weitermachen. Dass sie trotzdem ihren Glauben bezeugen und ihn an ihre Kinder und an ihre Mitmenschen weitergeben.

Herr Jesus, gib ihnen Kraft, um vergeben zu können. Jesus, ich bitte, dass du bei ihnen bist, dass sie dich spüren und wahrnehmen, dass du da bist und mit ihnen leidest.

Herr Jesus, ich segne sie in deinem Namen und danke dir, dass wir von solchen Menschen so viel lernen können. Jesus, ich danke dir, dass du es gut meinst und dass du einen Plan hast. Dir sei alle Ehre, Amen.

Gebet für den Sudan

Als Zweites wollen wir für deine verfolgten Geschwister im Sudan beten. Der Sudan ist das fünft schwierigste Land für Christen weltweit. In manchen Regionen Afrikas südlich der Sahara verschwand die christliche Bevölkerung fast vollständig. Hunderte von Kirchen wurden in den letzten Jahren geschlossen. Während des letzten Berichtszeitraums hörten allein in Nigeria 470 Kirchen auf zu existieren.

Zehntausende Christen fliehen aus ihren Dörfern, weil ihnen durch Angriffe von islamistischen Gruppen der Tod droht. Der Sudan ist ein islamisches Land mit circa neunundvierzig Millionen Einwohnern. Davon sind höchstens zwei Millionen Christen, also wirklich eine kleine und verletzliche Minderheit.

Im Sudan werden Gemeindeleiter und Pastoren täglich überwacht. An den staatlichen Schulen wird der Islam gelehrt. Wenn bekannt wird, dass Eltern Christen sind, werden im Sudan auch den Eltern die Kinder weggenommen. Inzwischen wurden schon weit über einhundert Kirchen im Sudan zerstört, beispielsweise durch Mobs und durch Bombenattentate.

Staatlich finanzierte Milizen führen auch Hausdurchsuchungen bei Christen durch. Es wurden mehr Christen sexuell angegriffen und getötet als in den Vorjahren. Viele Christen im Sudan versuchen ebenfalls zu fliehen, kommen aber wegen des Bürgerkriegs nicht weit und stecken fest.

Lasst uns beten für deine verfolgten Geschwister im Sudan. Das ist ein Gebet für verfolgte Christen im Sudan. Bete gern mit:

Lieber Herr Vater im Himmel, wir danken dir, dass du ein Gott bist, zu dem wir kommen können. Heute beten wir für verfolgte Christen im Sudan. Wir beten für unsere lieben Geschwister und bitten dich, dass du ihnen in ihrem Leid und Schmerz begegnest.

Wir beten für Schutz und Bewahrung der zahlreichen Männer, Frauen und Kinder im Sudan. Herr, wir beten, dass du dem Sudan begegnest als Freund und Helfer, als Begleiter und Tröster. Wir beten auch für Standhaftigkeit unserer Geschwister im Glauben.

Schenke ihnen Frieden in Zeiten des Unfriedens und Liebe in Zeiten des Hasses. Herr, wir bitten dich, dass die Angriffe im Sudan ein Ende nehmen. Nutze gerade in dieser Zeit unsere lieben Geschwister als Licht und Zeugnis deiner Herrlichkeit. So sollen viele andere und vor allem die Menschen, die nach dem Leben unserer Geschwister trachten, im Herzen von dir berührt werden und zum lebendigen Glauben an dich, unseren Herrn Jesus Christus, kommen.

Wir danken dir, Herr, für all das, was du tust. Im Namen Jesus Christus haben wir gebetet. Amen.

Heute werden wir gemeinsam für den Sudan beten, für unsere Brüder und Schwestern dort draußen. Jesus, ich danke dir, dass du ein Gott bist, der überall im gleichen Maß gegenwärtig ist. Ich danke dir, Geist Gottes, dass du in diesem Moment unsere Brüder und Schwestern im Süden, Norden, Westen und Osten Sudans gleichermaßen segnest.

Du gibst ihnen die Gewissheit, dass ihre Schwestern und Brüder in Deutschland, Österreich und der Schweiz für sie beten. Ich danke dir, Jesus Christus, dass du sie bewahrst und beschützt. Und ich danke dir, dass du derjenige bist, der sie in ihrem Glauben zu dir bestärkt.

Schenke ihnen gute Beziehungen zu ihren Familien, Geschwistern und Eltern. Jesus Christus, wenn sie gezwungen sind, ihre Eltern und Geschwister um deinetwillen zu verlassen, gib ihnen die Stärke und eine Gemeinschaft von Christen.

Ich danke dir aus tiefstem Herzen, Herr, dass du im Süden, Norden, Osten und Westen Sudans herrschst. Dass auch dort dein Königreich Realität ist, Jesus, in den Herzen derer, die an dich glauben. Schenke ihnen Zuversicht und Hoffnung.

Offenbare uns auch jetzt in diesem Moment, wenn wir etwas tun können, das über das Gebet hinausgeht, dass wir es tun können. In deinem wichtigen Namen, Jesus Christus, Amen.

Gebet für Kirgisistan

Als drittes von fünf Ländern wollen wir für deine verfolgten Geschwister in Kirgisistan beten. Kirgisistan hat knapp sieben Millionen Einwohner, davon sind bis zu 263 Christen.

Rein technisch gesehen war das Land in der Sowjetzeit siebzig Jahre lang atheistisch. Dennoch sind die meisten Familien muslimisch, vor allem in den weiten ländlichen Gegenden. Kirgisistan ist das Land, in dem die Verfolgung in den letzten Monaten am stärksten angestiegen ist – hauptsächlich in Form von Gewalt gegen deine Geschwister.

Deshalb ist Kirgisistan jetzt auch neu unter den Top 50 Ländern im Weltverfolgungsindex. Es gab mehrere gewaltsame Vorfälle. Zum Beispiel überfielen Beamte der staatlichen Religionsbehörde eine Kirche, hielten die Gemeindemitglieder fest und zwangen deine Geschwister dort, ein Geständnis zu unterschreiben. Darin wurde behauptet, dass die Christen ihre Ideologie verbreiten, was natürlich als Straftat gewertet wird.

In den Nachrichten verbreitet die Regierung klare religiöse Vorstellungen, die es Christen immer schwerer machen, Jesus nachzufolgen. Am schwersten haben es meist die Frischbekehrten zum Christentum. Christen werden häufig von ihren eigenen Familien eingesperrt, geschlagen und ausgehungert, damit sie Jesus abschwören.

Lass uns jetzt für deine Geschwister in Kirgisistan beten:

Himmlischer Vater, ich bringe dir unsere Geschwister in Kirgisistan. Du siehst, wie im vergangenen Jahr die Gewalt und die Unterdrückung in diesem Land zugenommen haben. Du selbst hast in deinem Wort gesagt, dass wenn sie dich verfolgt haben, auch wir mit Verfolgung rechnen müssen.

Wir wissen aber auch, dass du souverän herrschst, dass du regierst und dass du all die Geschwister in Kirgisistan im Blick hast. Ich bitte dich, dass sie Trost darin finden – in der Gewissheit, dass ihr Gott regiert, allmächtig und gegenwärtig ist. Dass sie nicht allein sind und dass du Recht schaffen wirst.

So bitte ich dich, dass sie darin ihre Herzen zur Ruhe bringen können. Dass sie trotz der Verfolgung segnen und trotz der Unterdrückung lieben können. Hilf ihnen, weise zu sein im Umgang mit bestimmten Situationen. Lass sie in deinem Wort bleiben und wissen, dass sie nicht allein sind – weil du bei ihnen bist und auch eine Gemeinde hinter ihnen steht.

Herr, wir stehen hinter ihnen, wir haben sie nicht vergessen. Sie spüren unsere Gebete und wissen, dass wir ein Leib sind und zusammenstehen. Wir warten auf den, der wiederkommen wird: unser wunderbarer Herr Jesus Christus, der uns heil machen und Recht schaffen wird.

Herr, so segne ich unsere Geschwister in Kirgisistan. Amen.

Gebet für den Tschad

Als vorletztes wollen wir für deine Geschwister im Tschad beten. Der Tschad hat circa achtzehn Millionen Einwohner, davon sind je nach Zählung bis zu maximal sechs Millionen Christen.

Man könnte denken, dass das eine recht große Gruppe an Christen ist. Auf dem Papier ist der Tschad zumindest eine neutrale, säkulare Republik. In der Realität sieht es in diesem überwiegend islamischen Land jedoch häufig anders aus.

Seit fünf Jahren in Folge ist es immer gefährlicher für Christen im Tschad geworden. Sie werden als Ungläubige feindselig behandelt. Damit ist der Tschad jetzt ebenfalls neu auf dem Weltverfolgungsindex unter den Top 50 Ländern, in denen Christen am meisten verfolgt werden.

Hier zeigt sich ein stufenweiser Prozess. Zuerst wurden Austritte aus dem Islam gar nicht anerkannt. Dann mussten Kirchen extra registriert werden. Die Korruption in diesem islamischen Land macht es der christlichen Minderheit zusätzlich schwer, geschützt zu werden.

Wenn Frauen oder Mädchen sich für Jesus interessieren oder mit Christen sprechen, folgt häufig Hausarrest als Strafe. Inzwischen gibt es insbesondere Übergriffe auf Christen: Ihr Besitz wird beschlagnahmt, ihre Häuser werden verbrannt. Es kommt zu Entführungen und ganzen Pogromen gegen Christen, vor allem Vertreibungen finden statt.

Selbst in der Hauptstadt N'Djamena treffen sich Christen häufig nur noch heimlich, von den ländlichen Gebieten ganz zu schweigen.

Lasst uns für unsere Geschwister im Tschad beten!

Vater im Himmel, ich danke dir, dass du jeden einzelnen deiner geliebten Kinder im Tschad siehst. Du siehst, wie sich ihre Situation verschlimmert hat. Du siehst, wie sie jetzt neu auf den Verfolgungsindex gerutscht sind.

Herr, du siehst, was hinter den Zahlen steckt: welche Schicksale, welche Personen, welche Traumata dort geschehen sind. Wir bitten dich von ganzem Herzen, dass du ihnen beistehst. Beschütze du sie!

Gib ihnen Schutz und bewahre sie vor den Angriffen. Herr, noch mehr als das wollen wir dich darum bitten, dass du ihre Seelen bewahrst. Hilf ihnen, den Lauf zu vollenden.

Herr, dass sie es schaffen, den Mut haben, ihren Glauben zu bezeugen, auch unter so schwierigen Umständen. Dass sie an dir festhalten, standhaft sind und Kraft von dir empfangen, wo sie keine eigene Kraft mehr haben.

Herr, wir bitten dich, dass du unsere Gebete hörst, dass du ihnen nahe bist und ihnen Kraft, Mut und Hoffnung schenkst, dort, wo sie nicht mehr weiterwissen und wo sie hoffnungslos sind.

In Jesu Namen, Amen.

Gebet für den Jemen

Und als letztes Land für heute, für das wir beten wollen, bevor ich dir zeige, was deine Gebete bewirken, wollen wir für deine Geschwister im Jemen beten.

Der Jemen ist inzwischen das drittschwierigste Land der Welt, um sich dort als Christ aufzuhalten. Das Land ist, ich glaube, es ist fair zu sagen, ein gescheiterter Staat, ein sogenannter Failed State.

In diesem Failed State ist es natürlich anders als anderswo, aber im Jemen konkret ist es so, dass die Versorgung mit beispielsweise Nahrungsmittelpaketen oder Ähnlichem häufig über lokale Moscheen läuft. Diejenigen, die keine überzeugten Muslime sind, bekommen oft nichts von den lebensnotwendigen Lieferungen ab.

Die letzten dort verbleibenden Christen sind frühere Muslime, die sich zu Jesus bekehrt haben. Dies wird von lokalen Stämmen und der eigenen Familie häufig mit dem Tod bestraft.

Im Jemen kontrollieren Terroristen ganze Landstriche. Jegliches verdächtiges Verhalten, ein Jesusnachfolger zu sein, führt für deine Geschwister häufig direkt zu Entführung und Folter. Die Terroristen benehmen sich, wie sie wollen. Sie können dort ohne jegliche Rücksicht auf Konsequenzen tun, was ihnen beliebt.

Bei Frauen, die als Christen entdeckt werden, also bei christlichen Frauen, bei denen herauskommt, dass sie Jesus nachfolgen, kommt es zu sogenannten Ehrenmorden oder Schlimmerem. Junge Männer werden häufig gezwungen, sich den Milizen anzuschließen, wo es eine Kampfausbildung gibt, die ebenfalls streng islamistisch reglementiert ist.

Du kannst dir wirklich an zwei Fingern abzählen, was wohl passiert, sobald in der Kaserne dort eine Bibel entdeckt wird.

Der Anstieg an gegen Christen gerichteten Gewalttaten im Jemen hat das Land nun zum drittschwierigsten der Welt überhaupt gemacht, um sich dort als Christ aufzuhalten.

Lass uns kurz für deine Geschwister im Jemen beten:

Herr, ich danke dir dafür, dass es noch Christen im Jemen gibt. Ich danke dir, dass es noch Leute gibt, die wirklich dir dort nachfolgen. Ich danke dir, dass es in diesem Land noch Bibeln gibt. Ich danke dir, dass du es ermöglichst, dass es dort noch Untergrundkirchen gibt, dass es noch versteckte Hauskreise gibt.

Ich danke dir, dass es dort noch Eltern gibt, die den Mut haben, ihren Kindern, ihren Söhnen und Töchtern von dir und vom Evangelium weiterzuerzählen, Herr. Danke dafür.

Und danke auch, dass es immer wieder Leute dort gibt, die vorsichtige Vorstöße machen, anderen von dir weiterzuerzählen, die dich noch nicht kennen. Danke dafür, danke für den Mut, mit dem du sie ausstattest, danke für die Weisheit.

Herr, ich möchte dich einfach bitten, dass du sie verbirgst, dass du sie verbirgst vor den Augen von denen, die sie suchen und jagen. Ich möchte dich bitten, dass du ihre Augen schließt, Herr. Und ich möchte dich bitten, dass du die geistlichen Augen der Christen weit aufmachst.

Ich möchte dich bitten, dass du sie wachsam sein lässt und dass du ihnen hilfst, dass sie wirklich weise und klug vorgehen können in der Situation. Ich möchte dich bitten, dass du ihnen Zugang zu den Ressourcen schenkst, die ihnen verwehrt werden.

Und ich möchte dich bitten, dass du sie am Leben hältst. Bitte halte du sie am Leben, halte du sie geistlich am Leben, halte du sie körperlich am Leben. Bitte halte sie am Leben und lass nicht zu, dass die Christen dort sterben.

Bitte sei du ihnen ganz besonders nah und bitte begegne du ihnen. Bitte versorg du sie auf übernatürliche Weise, Herr. Wir vertrauen auf dich, Vater. Amen.

Ermutigung zum Gebet und Gebetskalender

Danke, dass du mitgebetet hast. Wir möchten dich wirklich ermutigen, das Gebet regelmäßig in deine persönliche stille Zeit zu integrieren.

Dazu können wir dir wärmstens den Open Doors Gebetskalender empfehlen, den wir unter diesem Beitrag verlinkt haben. Du kannst ihn dir jeden Monat in Papierform nach Hause schicken lassen. Ich habe ihn zum Beispiel gefaltet in meiner Bibel, damit ich jeden Tag das Gebetsanliegen sehe und dafür bete. Es gibt ihn auch als App oder auf der Website von Open Doors.

Dein Gebet hat so viel Gewicht. Ein Mitchrist aus Nigeria sagt: „Ohne Gebet können wir nicht überleben. Gebet ist überlebenswichtig.“ Deshalb ist es so wichtig, dass wir zusammenhalten.

Die Wirkung des Gebets am Beispiel eines Zeugnisses

Und zum Schluss wollen wir dir noch etwas zeigen, was Gebet bewirken kann. Aber kurz zuvor schauen wir uns noch einmal an: Verfolgung gehört zur Geschichte von Jesus in dieser Welt dazu.

So heißt es ja auch in Offenbarung 14: Die Christen folgen dem Lamm, das ist Jesus, wohin es auch geht. Und Jesus ging ans Kreuz. Es ist ein Teil des Weges, den Jesus mit seiner Gemeinde geht, bis er wiederkommt.

Weiter heißt es in Offenbarung 6: Nun brach das Lamm das fünfte Siegel auf. Da sah ich unten am Altar die Seelen der Menschen, die man abgeschlachtet hatte, weil sie an Gottes Wort festhielten und ihm als seine Zeugen treu geblieben waren. Darum geht es: an Gottes Wort festzuhalten und ihm als seine Zeugen treu zu bleiben.

Noch weiter in Offenbarung 6 heißt es: Sie riefen mit lauter Stimme: „Du heiliger und wahrhaftiger Herrscher, wie lange dauert es noch, bis du Gericht hältst und unser Blut an den Bewohnern der Erde rächst?“ Da erhielt jeder von ihnen ein weißes Gewand mit der Antwort, dass sie noch eine kurze Zeit Geduld haben müssen. Denn erst müsse noch eine bestimmte Zahl ihrer Glaubensgeschwister zum Ziel kommen – und zwar so, wie sie getötet werden.

Jesus sagt uns also ganz klar: Verfolgung wird ein Teil bleiben, bis er, Jesus, wiederkommt.

Herr Jesus, wenn das fünfte Siegel aufgebrochen wird und die Märtyrer rufen: „Wie lange noch?“, dann sagst du, solange bis die Zahl voll ist. Und Herr, wir erleben gerade die größte Christenverfolgung aller Zeiten. Es sind so viele unserer Geschwister, die im Moment in Todesgefahr leben und verfolgt werden um deines Namens willen.

Herr, ich bete dafür, dass wir als Christen, die noch Freiheit haben, für sie im Gebet einstehen. Damit sie das Ziel erreichen und dich weiterhin bekennen können – mitten in extremster Verfolgung. Ich danke dir, Jesus, dass dein Wort gilt und dass du auf unsere Gebete antworten wirst. Amen.

Paulus schreibt dazu im Philipperbrief Kapitel 1: Er sagt, er möchte, dass die Geschwister wissen, dass das, was ihm passiert ist – Paulus liegt in Ketten, ja, er wird verfolgt – tatsächlich dem Dienst dient, dass das Evangelium vorangebracht wird. Er schreibt weiter: Als Ergebnis ist das Evangelium der ganzen Palastwache und jedem hier klar geworden, dass er in Ketten liege für Christus. Und wegen seiner Ketten sind die meisten der Brüder und Schwestern noch viel überzeugter im Herrn geworden. Sie trauen sich jetzt weitaus mutiger, das Evangelium weiterzusagen. Halleluja!

Und falls du denkst, das war vor zweitausend Jahren im römischen Reich, liegst du komplett falsch. In dieser Zeit leben wir heute. Eine Zeit des Zeugnisses, das die Welt in Erstaunen versetzt. Dadurch können so viel mehr Menschen zu Jesus kommen, als du und ich uns vielleicht jetzt gerade vorstellen.

Und dafür wollen wir jetzt mit einem ganz konkreten Beispiel enden, damit auch du staunen kannst, was dein Gebet mit Gottes Hilfe bewirken kann.

Zeugnis von Vergebung und Glauben nach einem Anschlag in Ägypten

Am Palmsonntag, dem 9. April 2017, gab es ein christenfeindliches Attentat in einer ägyptischen Kirche. Dabei wurde dein Mitchrist Nassim Fahim getötet. Nur Stunden später wurde seine Frau Samira, die nun Witwe war, interviewt.

Mitten in diesem fürchterlichen Schmerz, in dem ihr Ehepartner ihr genommen wurde, konnte sie vergeben. Dank unserer aller und auch dank deiner Gebete konnte sie weiterhin an Jesus festhalten und den Mördern ihres Ehemannes sogar vergeben.

Schau selbst, was für ein Zeugnis das ist. So etwas hat die Welt noch nicht gesehen, weil die Welt so etwas nicht kennt. Es wurde live im bundesweiten Primetime-Fernsehen von Ägypten darüber berichtet.

Schau, wie fassungslos der nichtchristliche Nachrichtensprecher reagiert, als klar wird, wie stark und mächtig Jesus in dieser Frau lebt. Wir haben dir dafür die deutsche Übersetzung in die Untertitel gesetzt.

Schau selbst, was für ein Zeugnis das ist. Solche Dinge werden mit Gottes Hilfe durch dein Gebet möglich.

Samira sagte:

"I am happy and happy with him. I am not sad from this work. I say to him: 'Lord, may he forgive you, you are missing. O my son, you are missing. Believe me, you are missing. I am not sad. But I ask from our Lord, that he end this and go. I ask from our Lord, that he forgive them and try to think a little. If they think, they will believe. Because if they think, we will not do for them anything. We will not do anything for them. If they think, they will think again. They will think, whether it is right or wrong. And God will win, that we win.'"

Die koptische Gemeinde in Ägypten hat über viele Jahrhunderte hinweg viele Katastrophen und Schicksalsschläge erlitten. Die große Menge an Vergebung, die sie aufbringen, ist erstaunlich. Wenn eure Feinde wüssten, wie sehr ihr vergebt, würde niemand euch das glauben.

Denn ich habe erstaunlicherweise keinerlei Hass gespürt. Ich konnte es selbst nicht verstehen. Sie haben mir das Herz gebrochen. Ich habe alles verloren, was ich hatte. Aber ich vergebe ihnen, was sie mir angetan haben. Ich liebe sie, denn Jesus liebt sie.

Samira fährt fort:

"Once I continue to hold all those things that they have done to me, it will injure me when I undergo the straining of a trauma healing. From day one to day, Jesus teaches us about forgiveness. We should remember Jesus Christus am Kreuz von Golgatha. Als sie ihn nagelten, sagte er: 'Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.' Ehrlich gesagt, wenn ich ihnen vergebe, fühle ich mich glücklich. Ich bete auch für ihre Umkehr."