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Geht doch - mit großer Vision in dunkle Zeiten

Was wir von Hesekiels Berufung und Botschaft lernen können
Hesekiel 1-309.01.2022
EventTeil 12 / 14Jugendkonferenz für Weltmission 2022
Mitten in Not und Chaos kann plötzlich ein neuer Blick auf Jesus alles verändern. Die Frage ist: Siehst du ihn größer als deine Umstände – und lässt du dich dann neu ausrichten?

Einleitung: Die Quelle neuer Perspektive

Geht doch, weil Jesus Perspektive schenkt. Geht doch, weil Jesus Perspektive schenkt.
Und da habe ich darüber nachgedacht: Wie bekomme ich das hin? Und wer ist ein Mensch mit Perspektive, mit Vision? Da kam ich ziemlich schnell auf Hesekiel und habe festgestellt, wie hochinteressant es ist, welche Visionen dieser Mann hatte. Das Buch Hesekiel ist voller Bilder, Visionen und Erkenntnisse, und das hat mich bewegt.
Hesekiel ist ein Prophet, der dritte große Prophet. Hesekiel bedeutet: Gott macht fest, oder Gott macht stark, oder Gott stärkt. Diesen Hesekiel wollte ich mir einmal anschauen, und ich habe es überschrieben mit: Mit großer Vision in dunklen Zeiten. Denn das geht ein Stück weit zusammen: Je größer die Vision, desto dunkler war oft der Hintergrund.
Hesekiel kam aus einer ziemlich schwierigen Situation. Das werden wir gleich noch ein wenig betrachten. Und gerade in dieser schwierigen Situation hat er die größte Erkenntnis bekommen.
Darüber möchte ich nachdenken. Ich möchte darüber nachdenken, wie Hesekiel berufen wurde und was seine Botschaft war. Der erste Teil: wie Hesekiel berufen wurde. Und der zweite Teil: was seine Botschaft war.

Berufung aus der Not

Wenden wir uns nun dem ersten Teil der Berufung zu. Dazu gibt es drei Unterpunkte.
Der erste Unterpunkt lautet: Er ist berufen aus großer Not, aus der Verbannung.
Wir haben das eben schon im Vorgespräch von Rainer gehört: Hesekiel war ein Prophet. Er lebte um 580, 570, 560 vor Christus in einer dramatischen Zeit. Er musste erleben, wie seine geliebte Stadt Jerusalem von den Babyloniern erobert wurde. Und nicht nur das: Er wurde gefangen genommen und in die Gefangenschaft nach Babylon geführt. Er wurde ins Exil gebracht, ins Ausland gebracht. Er musste seine Heimat zurücklassen. Er musste seine große Familie zurücklassen. Er musste seine gewohnte Umgebung zurücklassen. Er musste seinen Tempel zurücklassen, sein geistliches Zuhause zurücklassen, und ging in die Fremde.
Und dort saß er nun, im heutigen Irak, Iran, in dieser Region, in Mesopotamien. Und dort hatte er eine Vision. Diese Vision kam mitten in die Dunkelheit seines eigenen Lebens hinein. Er wurde aus dieser Situation heraus berufen, aus dem Drama seines Lebens. Er war so um die dreißig Jahre alt, er war Priester und Prophet, und Gott hat ihn dort angesprochen.
Die erste Lektion, die ich daraus lerne, ist: Gott beruft uns aus großer Not. Manchmal haben wir den Eindruck, es muss fluppen, es muss laufen. Und wenn alles in Ordnung ist, wenn das Haus bestellt ist, wenn die Kinder versorgt sind, wenn man eine gute Frau hat, wenn eine gute Gemeinde dahintersteht, wenn das Versorgungspaket da ist und wenn die Rente gesichert ist, dann können wir auch in die Mission gehen, und dann läuft das. Aber die Realität ist doch anders. Wir sind oft in großer Not. Wir sind oft in Schwierigkeiten, und oft fühlen wir uns versetzt, verpflanzt, an einem Ort vielleicht, wo wir gar nicht hinwollten.
Vielleicht musstest du die Schule wechseln, oder du bist in einer Klasse, in die du nicht wolltest. Vielleicht hast du dich für eine Uni beworben und bist an eine ganz andere gekommen, und da wolltest du nie hin. Vielleicht hast du einen Job übernommen, und man hat dich gleich wieder versetzt. Du bist im Außendienst, du bist dauernd unterwegs, und du bist dort, wo du nie hinwolltest. Und du sagst: Wie soll ich jetzt noch an Mission denken? Wie soll ich jetzt noch Jesus verkündigen?
Lass dich davon nicht abschrecken. Gott nutzt das, Gott nutzt auch unsere Probleme.
Im Neuen Testament wird das aufgegriffen. In Hebräer 13,13-14 heißt es: Lasst uns nun hinausgehen aus dem Lager und Jesu Schmach tragen; denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. Wir sind hier auf einer Durchreise, das ist nicht unser Zuhause. Unsere Heimat ist erst im Himmel.
Und in Epheser 2,19, das eine war Hebräer 13,13-14, und jetzt Epheser 2,19, da heißt es: Ihr seid nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Bürger und Heilige und Gottes Hausgenossen. Unsere eigentliche Nationalität ist Himmelsbürger. Dort sind wir zu Hause, das ist unsere erste Bürgerschaft.
Das dürfen wir lernen. Das heißt: Wir sind hier auf Erden eigentlich auf Wanderschaft. Wir sind Migranten. Migranten heißt wandern, auswandern, einwandern, Migration. Wir sind in Bewegung. Und wenn wir diese ganzen Nachrichten sehen, wo Leute es riskieren, übers Meer zu gehen, wenn sie in diesen Auffangslagern sind, wenn sie entwurzelt sind, fern ihrer Heimat, dann haben die mehr ein Gespür, leibhaftig, was wir geistlich haben sollten: dass wir hier noch nicht angekommen sind in dieser Welt. Wir leben noch unter Beschuss, wir leben noch in der Not.
Und die Not, die wir erleben, die Heimatlosigkeit, die wir erleben, die Einsamkeit vielleicht, die wir erleben, ist kein Hindernis dafür, dass wir nicht Boten Gottes sein dürfen. Im Gegenteil! Im Gegenteil! Ich glaube, dass diese Schwierigkeiten, diese Nickeligkeiten, die wir haben, diese Einsamkeiten, dieses Gefühl des Versetztseins, eigentlich förderlich ist und unserer Botschaft Tiefe gibt.
Wir müssen also nicht perfekt sein, bis wir berufen werden, sondern manchmal direkt aus unserer Not heraus berufen sein. Josef zum Beispiel wurde von seinen Brüdern verraten. Mose war auf der Flucht, vierzig Jahre lang auf der Flucht, bevor Gott ihn berufen konnte. David wurde von seinen Freunden vergessen. Jeremia war zu jung. Paulus konnte nicht richtig reden, er stotterte wohl herum. Timotheus war dauernd krank, und Petrus, Petrus hat den Herrn verleugnet.
Es gibt also keinen Grund, warum wir nicht auch Gott folgen könnten. Gott nutzt Menschen, bei denen die Umstände nicht gut sind. Gott beruft aus der Not heraus.

Die Sicht auf Gott und die Kapitulation

Es ist also eine Berufung aus der größten Not. Und da brauchen wir zweitens eine große Vision. Wenn wir gebraucht werden wollen, dann muss uns irgendwoher ein Licht aufgehen. Wir brauchen eine große Vision. Und das ist es, was Hesekiel hier erlebt.
In den ersten Kapiteln heißt es in Vers 4: Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind vom Norden her, eine mächtige Wolke. Vers 5: Und mitten darin war etwas wie vier Gestalten, die anzusehen waren wie Menschen. Und er sah wunderbare Zeichen, und er sah wunderbare Dinge. Vers 26: Und über dem Gewölbe, das über ihrem Haupt war, sah es aus wie ein Saphir und einem Thron gleich, und auf dem Thron saß einer, der aussah wie ein Mensch. Vers 28: Wie der Regenbogen steht in den Wolken, wenn es geregnet hat, so glänzte es ringsumher. So war die Herrlichkeit des Herrn anzusehen.
Und was wir brauchen, ist die Vision Gottes. Es ist nicht so, dass wir die Vision für die Zukunft brauchen. Wir brauchen nicht die Erkenntnis, wie die Geschichte weitergeht. Wir haben ja manchmal das Gefühl, wir müssten jetzt wissen, was mit der Pandemie ist, ob das jetzt zu Ende geht oder ob das der Anfang vom Ende ist. Wir haben oft den Eindruck, wir müssten einfach alles wissen. Wir müssten wissen, was es mit der Impfung auf sich hat. Wir müssten wissen, was es mit den dramatischen Weltsituationen auf sich hat, mit den Kriegen, die sich anbahnen könnten.
Aber dass es in der Bibel nie verlangt wird, dass wir wissen, wie geopolitische Dinge funktionieren, wie wissenschaftliche Dinge funktionieren oder wie Pandemien bekämpft werden, das ist nicht der Punkt. Es geht nicht darum, dass wir sehen, was an den Umständen neu ist. Wir brauchen nicht eine neue Vision auf die Umstände oder auf die Zukunft, als ob wir wüssten, was in fünf Jahren ist. Wir wissen ja nicht einmal, was in zwei Wochen ist. Sondern wir brauchen eine Vision auf Jesus. Wir müssen Jesus neu sehen, seine Herrlichkeit neu sehen. Und das ist das ganz Wichtige.
Das Erste, was er hier sieht, ist eine neue Vision. Eine neue Sicht auf den, der auf dem Thron saß. Er sieht den Weltenherrscher. Und ich hoffe, dass du vielleicht in dieser Weihnachtszeit, in diesem Jahreswechsel, einmal innehalten konntest, sein Wort zur Hand nehmen konntest, vielleicht das Weihnachtsoratorium gehört hast, vielleicht einfach mal einen Schneespaziergang gemacht hast, den Sternenhimmel angeschaut hast, die Jahreslosung betrachtet hast und dich noch einmal in die Sicht Gottes hineinnehmen lassen konntest. Dass du sehen konntest, dass Jesus eben nicht nur dieses kleine Kind ist, sondern der Weltenherrscher.
Hast du diese neue Vision auf Jesus bekommen, von dem es heißt, er kommt zum Weltgerichte? Und er hat alles in der Hand, dieser Jesus. Er ist der König aller Könige und Herr aller Herren. Das haben wir in der Offenbarung gerade gelesen, als wir wieder in diesem Jahr durch die Bibel gelesen haben. Hast du diese Vision auf Jesus?
Und wenn du diese Vision hast, dann nicht von dem, was kommt, und auch nicht davon, dass du politische Dinge erkennst oder solche Dinge. Oder dass du weißt, wer du bist. Manchmal stellen wir uns ja selbst in Frage und haben keine Ahnung, wer wir wirklich sind und was uns antreibt. Aber die Vision von Jesus haben wir. Wenn das kommt, dann kommt nach der Vision die Kapitulation.
Und als er ihn sah, in Kapitel 2, Vers 1, da heißt es: Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, tritt auf deine Füße. Denn in Kapitel 1, Vers 28, dem letzten Vers von Kapitel 1, da heißt es: Und als ich sie gesehen hatte, diese Vision, fiel ich auf mein Angesicht und hörte einen reden.
In dem Moment, wo ich Gott wirklich sehe, kommt die Kapitulation. Da falle ich auf mein Angesicht, da falle ich vor ihm nieder. Da weicht mir jede Kraft, da weicht mir jede Substanz, jede Fähigkeit, mich aufrechtzuerhalten. Und wenn wir wirklich berufen werden wollen und diese große Vision haben, dann ist das eine ganz wichtige Lektion, die wir lernen müssen: zu kapitulieren, alles in unserem Leben Gott anzuvertrauen, zu verstehen, ich habe es nicht im Griff, zu kapieren, ich habe keine Kraft, ich habe kein Vermögen, ich habe keine Kenntnis. Was soll ich schon bringen?
Und das ist das, was Hesekiel hier erlebt. Er kollabiert. Und ich glaube, das ist eine ganz wichtige Lektion, die wir lernen müssen, wenn wir in diese Berufung hineingehen: dass wir die Vision Gottes haben. Und in dem Moment, wo wir Gott in seiner Herrlichkeit sehen, verstehen wir, dass wir es eben nicht sind. Und das ist eine Lektion, die wir lernen müssen, je früher, desto besser. Zu verstehen: Wir haben es nicht in der Hand.
Und manchmal habe ich den Eindruck, dass wir in unseren Gemeinden oder in unseren Missionswerken, ich bin ja auch in einem Missionswerk, die Sprache haben: Wenn wir mal zusammen reisen, wenn wir mal alles zusammen vernetzen, dann kriegen wir es gebacken. Nein, kriegen wir nicht. Und wenn du je berufen wirst, wirst du es erleben, dass dir irgendwann alles aus den Händen geschlagen wird. Du wirst verlassen, du wirst verraten von deinen Freunden, die Leute machen Aufstand, sie wählen dich ab, sie sind nicht dankbar, es gibt Streit.
Was ich bei uns letztes Jahr erlebt habe, war auch gar nicht so leicht. Da war abzusehen, dass in diesem Jahr meine geschätzte Kollegin und Geschäftsführerin in Rente geht. Dann kam unser Leiter, einer der Leiter von uns, und sagte, er würde gerne kündigen und nächstes Jahr eine neue Arbeit annehmen. Dann hat ein anderer Bereichsleiter eine furchtbare Krankheit bekommen, eine furchtbare Diagnose. Und wieder einer hat einen furchtbaren Autounfall erlebt und liegt immer noch auf Intensiv. Und da zerschießt es das ganze Team.
Und dann müssen wir lernen: Wir haben es auch nicht in der Hand. Wir haben uns nicht selbst berufen. Wir sind nicht die Retter der Welt. Wir sind nicht die, die alles im Griff haben. Wir haben gar nichts im Griff. Da ist eine kleine Unaufmerksamkeit beim Fahren, und du bist kaputt. Da läufst du in den Wald, kriegst einen Zeckenbiss und kannst dich nicht mehr konzentrieren, danach ist alles dahin. Da kommt ein kleiner Virus, und du hast Long Covid oder was auch immer. Und dann bist du weg.
Also lasst uns mal ein bisschen drosseln mit unserer Idee, dass wir es in der Hand haben, unser Chaka, wir schaffen das schon. Unser Auf jetzt, jetzt geht’s, Letzfetz, das wird nicht funktionieren, sondern wir kapitulieren.
Ich glaube, Rahen musste das auch lernen, für sich durchdeklinieren, was das heißt, alles aufzugeben. Familie, Verwandtschaft und Stuttgart. Sie hat ein bisschen gespoilert, nachher ging es ja gut aus, aber du musst erst einmal durch diese Kapitulation hindurch bereit sein, alles hinzugeben: meine Beziehung, meine Ehe, Freundschaft, Kinder, Erwachsene, Familien, Gemeinden, Autos, Haus, Hof, Beruf, Auszeichnung, Hobbygruppe, Gemeinde – alles aufgeben, wenn du der Berufung folgen willst.

Sendung und Wächteramt

Und wenn du dann so weit bist, dann kommt in dieser Vision der dritte Teil, und das ist die Mission. Vision, Kapitulation, und dann kommt die Mission. Und als er dann auf die Knie gefallen ist und angebetet hat, übrigens: Wenn wir kapitulieren, dann fallen wir nicht in ein großes Loch, wir Christen, sondern wir fallen auf die Knie und beten an. Und dann werden wir aufgefangen durch den Heiland.
Da heißt es in Hesekiel 2: Und er sprach zu mir. Wir werden wieder angesprochen. Er sprach zu mir: Du Menschenkind, tritt auf deine Füße, so will ich mit dir reden. Und als er so mit mir redete, kam Leben in mich und stellte mich auf meine Füße. Und ich hörte dem zu, der mit mir redete, und er sprach zu mir: Du Menschenkind, ich sende dich zu den Israeliten.
Und dann kommt die Sendung, und dann kommt der Auftrag. Und es ist ganz elementar, dass wir die Reihenfolge hier beachten. Erst kommt sozusagen die Vision, die Sicht auf Gott, die Berufung hin zu Gott, die Kapitulation, die Begegnung mit Gott. Und dann erst kommt die Sendung. Und das ist auch wichtig hier auf dieser Missionskonferenz: Wir sind nicht hier, um euch den letzten Tschucker auf den Rücken zu schlagen und euch mit guten Worten und Segen da in irgendeine Mission hineinzusenden, sondern zuerst beten wir, dass du in die Begegnung mit Gott kommst, dass du die neue Sicht von der Größe Gottes, von der Herrlichkeit Gottes siehst. Und wenn du das siehst und weißt, es ist alles durch ihn und von ihm und zu ihm, dann kann deine Mission beginnen. Weil du wirst immer wissen: Es ist nicht deine Mission, deine eigene Idee, sondern es ist Gottes Mission. Du gehst, weil Gott dich gesandt hat. Und das ist elementar.
Also: Je größer die Not, je größer muss die Vision sein und die Sicht auf Gott. Und die Frage ist: Hast du diese große Sicht von Gott? Kennst du Jesus? Hast du diese Gottesbeziehung schon in deinem Leben? Hast du schon Jesus persönlich so kennengelernt, dass der Schrecken in deine Glieder gefahren ist und dass du auf die Knie gefallen bist vor ihm? Nicht: Bist du getauft? Gehst du mal zur Kirche? Oder hast du auch schon mal ein bisschen in der Bibel herumgeblättert? Sondern: Hast du Jesus gesehen? Bist du zu Jesus gekommen? Bist du vor Jesus auf die Knie gefallen, vielleicht im wahrsten Sinne des Wortes, und hast kapituliert und ihm dein Leben übergeben? Und dann kann er dich aufrichten, dich hinstellen, dir Kraft geben, dir neues Leben geben, wie es in Hesekiel 2 hieß, und dich dann senden und gebrauchen. Das ist etwas Wunderbares.
Und für die, die diese Sendung schon erlebt haben: Wir müssen lernen, immer wieder zurückzukommen zu dieser Vision, immer wieder zurückzukommen zu dieser Gegenwart des Allmächtigen, der Herrlichkeit Jesu, damit wir Innenblick haben. Sonst, wenn wir hineingezogen werden in diese Welt, und das ist etwas, das sage ich jetzt als Älterer hier, das kommt dann, dann wird es zum Selbstläufer. Und auf einmal wird die Gemeindearbeit so eine Routinengemeindearbeit. Auf einmal wird Missionsarbeit plötzlich zum Hobby und zum Abenteuer. Und dann wird Jungschar und Jüngerschaft plötzlich zum Selbstverwirklichungstrend. Und auf einmal bist du so hineingesaugt in die Abläufe dieser Welt und auch deiner frommen Welt, dass sich alles wieder verselbstständigt hat und deine Vision Schlieren bekommt, unscharf wird, und du Jesus vergisst.
Deshalb müssen wir immer wieder zurückkommen zur Herrlichkeit Gottes, neu ausrichten lassen auf ihn und mit seinem Blick hineingehen in diese Welt. Und dann kommt das Dritte zum Thema Berufung: Es gibt dann auch eine große Verantwortung. Es gibt eine ganz große Verantwortung, und dann wird es knallhart in Hesekiel. Gott sagt: Ich hole dich aus der größten Not, ich benutze dich, ich zeige dir, wie groß ich bin, und jetzt sende ich dich. Und das wird kein leichter Auftrag. Denn ich mache dich zum Wächter über Israel. Du hast einen Auftrag zu warnen. Und das ist so wichtig, dass es in Hesekiel zweimal wiederholt wird, in Kapitel 3 und in Kapitel 33.
Und da vergleicht er dieses Prophetenamt mit einem Wächteramt von jemandem, der auf der Zinne ist, der eine Burg bewacht oder eine Stadt bewacht. Wir kommen ja aus Rheinland-Pfalz, es ist nur Burgenland. Und da sieht man die Burgen, und da oben muss ein Wächter sein. Der muss sehen: Da hinten durch die Wälder, da kommt ein Angriff. Oder dort unten aus dem Tal heraus kommen sie. Und er muss Alarm schlagen, er muss ein Lichtzeichen geben, er muss die Trompete benutzen, er muss die Burg aufwecken, er muss die Armee wieder in Gang setzen, und dass die Leute wieder an ihren Wachposten kommen und dass sie sich verteidigen können.
Und Gott sagt: Genau so ist dein Auftrag. In Hesekiel 3,17 heißt es: Du Menschenkind, ich habe dich zum Wächter gesetzt über das Haus Israel; du wirst aus meinem Mund das Wort hören und sollst sie in meinem Namen warnen. Wenn ich dem Gottlosen sage, du musstest tot sterben, und du warnst ihn nicht und sagst ihm nicht, um den Gottlosen von seinem gottlosen Wege zu warnen, damit er am Leben bleibe, so wird der Gottlose um seine Sünden willen sterben, aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern.
Und die Warnung ist hier: Du bist Wächter über Israel, und dein Auftrag ist, den Gottlosen zu warnen vor dem Gericht, das kommen wird, wenn er sich nicht bekehrt. Und wenn du ihn nicht warnst, wenn du ihm keine Chance gibst, überhaupt Buße zu tun, zu reagieren, dann wird er sterben in seiner Schuld, aber ich werde das von dir fordern, weil du ihn nicht gewarnt hast.
Vers 19: Wenn du aber den Gottlosen warnst und er sich nicht bekehrt von seinem gottlosen Wesen und Wegen, so wird er um seiner Sünden willen sterben, aber du hast dein Leben errettet.
Und der Auftrag, den Hesekiel hat, ist zu warnen, und Gott macht ihn nicht verantwortlich für die Reaktion der Leute. Das sagt Gott: Das ist nicht in deiner Hand, das machen diese Menschen, die Gottlosen oder Gerechten, mit mir selbst aus. Aber dein Auftrag ist klar: die Wahrheit Gottes zu verkündigen und das Gericht nicht zu verschweigen und die Sünde beim Namen zu nennen.
Und wir leben manchmal in unserer Zeit heute, wo wir so politisch korrekt sein wollen, nicht anstößig sein wollen, wo wir sagen: Na ja, jeder sei seines Glückes Schmied, oder lass doch, oder wieso darf ich ihm was sagen? Und da machen wir uns schuldig, weil wir den anderen nicht ermahnen und aufwecken und wachrütteln und eine Chance geben zu reagieren. Und dann sagt Gott zu Hesekiel, und das würde zu uns sagen: Dann fordere ich die Konsequenzen aus deiner Hand. Dann, wenn du nicht warnst, mache ich dich dafür haftbar.
Nochmal: Das Wächteramt ist etwas ganz Wichtiges. Die Berufung ist die Berufung zum Wächteramt, und das hat etwas mit Verantwortung zu tun, mit einer Ernsthaftigkeit zu tun. Seht ihr Leute, wir sind nicht hier, um die Leute zu bespaßen. Wir sind nicht da, um die Gemeinden noch ein bisschen päppiger zu machen, um die Lieder noch ein bisschen flotter zu singen und das Ganze noch ein bisschen hipper zu machen. Ich komme ja aus dem Freizeitbetrieb, also man könnte ja immer weitermachen und immer doller werden. Aber wir sind nicht da, um die Leute zu bespielen. Wir sind nicht da, um irgendwelche Ratschläge zu geben, wie man besser lebt, sondern wir sind da, weil es um Leben und Tod geht, und wir sollen die Leute retten.
Und deshalb ist auch die Jugendmissionskonferenz so elementar. Wir sind nicht da, um die Leute ins Abenteuer zu kriegen oder zu sagen: Wäre das nicht schön, mal ins Ausland zu reisen? Sondern weil wir Menschen retten wollen, weil Menschen etwas von Jesus hören müssen, dem Vergeber unserer Schuld. Und das ist unser Auftrag.
Bist du dir der Ernsthaftigkeit dieser Lage und deines Auftrages und deiner Berufung bewusst? Das ist die Berufung.

Die Botschaft: Wort, Widerstand und Rettung

Jetzt kommt der zweite Teil: Was ist denn jetzt die Botschaft? Die Botschaft ist, Gottes Wort zu verkündigen. Und da haben wir wieder drei Dinge.
a) Die Autorität der Botschaft
Was ist die Autorität der Botschaft? Die Autorität der Botschaft liegt in Gottes Wort selbst. Das lesen wir in Hesekiel 2,7 und 3,4. Da heißt es: „Sondern du sollst ihnen meine Worte sagen. Sie gehorchen oder sie lassen es.“ Und in 3,17: „Du Menschenkind, ich habe dich zum Wächter gesetzt über das Haus Israel; du wirst aus meinem Munde das Wort hören und sollst sie in meinem Namen warnen.“
Also: Die Autorität liegt in den Worten Gottes. Sie liegt nicht in meinen Worten, meinen Gedanken, meinen Einblicken. Nicht: „Hier, ich habe eine tolle Idee, ich will dir was sagen“, oder: „Ich habe eine tolle Show gehabt“ oder so etwas. Es geht auch nicht darum, dass wir so toll vorleben. Pfarrer Winrich Scheffbuch habe ich letztens gerade noch eine Predigt gehört. Er sagt, dass der Gedanke, wir könnten mit gutem Vorleben die Leute beeindrucken, sehr limitiert und sehr begrenzt ist. Was haben wir wirklich besser? Wo sind wir wirklich ein leuchtendes Vorbild? Es geht nicht um uns, es geht um Gottes Wort.
Also: Was muss ich tun? Ich muss auf Gottes Wort hören. Ich muss Gottes Wort kennen. Hesekiel kriegt es direkt zugesprochen, und wir kriegen es in Gottes Wort, in der Bibel, zugesprochen. Und dann müssen wir die Bibel lesen. Und der Punkt ist: Wenn Gott durch sein Wort nicht mehr zu dir redet, hast du nichts zu sagen. Wenn Gott dir keine Botschaft gibt, hast du am Ende keine Botschaft. Du hast deine eigene, aber die ist ohne Autorität, ohne Veränderung und ohne Möglichkeit.
Das heißt: Ich muss wieder lernen, auf Gottes Wort zu hören. Und ich breche hier noch einmal eine Lanze für Gottes Wort: es zu lesen, darin zu forschen, es zu studieren. Denn in Hebräer 4,12 heißt es: „Mein Wort ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert.“ Und in Matthäus 24,35 heißt es: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“
Die Worte Gottes werden nicht vergehen. Das, was ich sage, ist heute aktuell und morgen schon wieder anders. Das ist wie eine Pressekonferenz bei Politikern; das kann sich alle zwei Wochen, alle zwei Tage wieder ändern. Aber was Gott sagt, bleibt in Ewigkeit. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden ewig bleiben, sagt Jesus.
Also sollten wir lernen, auf sein Wort zu hören. Geh ins Gebet, geh in Gottes Wort, geh in die Gemeinschaft, wo Gott verkündigt wird. Setz dich unter das Wort. Lass dir Gottes Wort zusprechen und empfange die Botschaft Gottes in dein Leben, damit du auch wieder etwas weiterzugeben hast.
Die Autorität der Botschaft liegt in Gottes Wort.
b) Die Reaktion auf die Botschaft
Der zweite Unterpunkt ist die Ablehnung. Und da sagt er wirklich etwas sehr Hartes in 2,5; 2,7; 2,8 und 3,9. Ich lese mal aus 2,7: „Sondern du sollst ihnen meine Worte sagen, sie gehorchen oder lassen es; denn sie sind ein Haus des Widerspruchs oder der Widerspenstigkeit. Aber du, Menschenkind, höre, was ich dir sage, und widersprich nicht wie das Haus des Widerspruchs, und tu deinen Mund auf und iss, was ich dir geben werde.“
Es ist ein Haus des Widerspruchs, es ist ein Haus der Widerspenstigkeit. Wundere dich nicht über die Ablehnung. Wir sind immer perplex und denken: „Oh wei, ich habe doch Gottes Wort gepredigt, warum bekehren sich nicht alle? Warum sind nicht alle begeistert?“ Im Hesekiel war es so, dass Gott ihm den Auftrag gibt und sagt: Pass auf, verkündige es. Du bist für die Verkündigung zuständig, für die Reaktion kläre ich selbst mit jedem einzelnen Menschen. Aber wundere dich nicht, wenn du abgelehnt wirst, denn es ist ein Haus des Widerspruchs, der Widerspenstigkeit. Das ist die Regel.
Im Neuen Testament kam Jesus selbst in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, einige wenige nahmen ihn auf, und denen gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden. Johannes 1,10-13. Die meisten lehnen Gott ab, die meisten lehnen Jesus ab. Es ist ein Haus des Widerspruchs, der Widerrede und der Widerspenstigkeit. Wundere dich nicht, wenn du mit deiner Botschaft abgelehnt wirst.
Aber das Schöne ist: Gott macht dich stark und stärkt dich, so wie den Hesekiel. Da heißt es in Hesekiel 3,8: „Siehe, ich habe dein Angesicht so hart gemacht wie ihr Angesicht und deine Stirn wie ihre Stirn; ja, ich habe deine Stirn so hart gemacht wie einen Diamanten, der härter ist als jeder Kieselstein.“
Gott macht dich stark. Gott macht dich stark. Er hat ein starkes Wort, und er macht den Verkündiger stark. Vertraue ihm!
Die Autorität der Botschaft liegt in Gottes Wort. Die Reaktion auf die Botschaft ist häufig Ablehnung.
c) Der Inhalt der Botschaft
Und der Inhalt der Botschaft, der dritte und letzte Unterpunkt hier, ist die Botschaft der Errettung. Und sie ist eigentlich zweiteilig. Das spiegelt sich im ganzen Hesekiel wider: Hesekiel 1 bis 24, das ist die erste Hälfte des Hesekielbuches. Da geht es um die Ermahnung und die Warnung vor dem Gericht, das über Jerusalem kommen will.
Hesekiel ist ja schon in der ersten Deportationsgefangenschaft weggenommen worden. Aber jetzt, mitten im Hesekielbuch, passiert es, dass Jerusalem zum zweiten Mal fällt, endgültig erobert wird. Jetzt wird der Tempel komplett eingerissen und abgebrannt, die Paläste werden eingerissen, und jetzt ist ganz aus mit dem Land Juda. Und da ist ein Drama.
Also: Die erste Hälfte des Hesekiels ist Warnung vor dem Gericht, Aufruf zur Umkehr, Bitte um Versöhnung mit Gott. Und in der zweiten Hälfte, jetzt wo das Gericht passiert ist, da kommt Trost und Ermutigung. Ohne Aussicht auf Verbesserung die neue Perspektive.
Und das müssen wir lernen: Die Botschaft ist auch in unserem Leben ebenso eine Dublette. Warnung vor dem Gericht Gottes, vor der Ernsthaftigkeit der Sünde, vor den Folgen der Sünde. „Der Sünde Sold ist der Tod“ – Römer 6,23. Und wir dürfen es nicht verheimlichen, das hatten wir eben schon besprochen. Aber wir dürfen von der Umkehr reden, wir dürfen von dem Neuen reden und von der Vergebung, und dass Gott uns retten möchte.
Und das ist etwas sehr, sehr Schönes: Gott schenkt Leben, Gott schenkt Vergebung, Gott schenkt Liebe. Und da heißt es in Hesekiel 18,23: „Meinst du, dass ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen?“ Man kriegt ja manchmal den Eindruck, im Alten Testament freut sich Gott darüber. Und es gibt manche krumme Theologie, die meint auch, dass Gott nicht jeden Menschen liebt. Das ist absoluter Blödsinn.
Hier steht es in Hesekiel 18,23: „Meinst du, dass ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen?“ Eine rhetorische Frage, spricht Gott der Herr, und nicht vielmehr daran, dass er sich bekehrt von seinem Wege und am Leben bleibt? Und in Vers 32, Hesekiel 18,32: „Denn ich habe kein Gefallen am Tod des Sterbenden, spricht der Herr; darum bekehrt euch doch, so werdet ihr leben.“
Das ist der Aufruf zur Umkehr, der Aufruf zum Leben. Und Gott möchte, dass wir leben. Und Gott möchte, dass wir lieben, ihn lieben. Und er möchte, dass wir verstehen, dass er uns liebt.

Das Bild der treuen Liebe Gottes

Im größten Drama, in der größten Not Israels und in Ezekiels größter Vision kommt eines der romantischsten, emotionalsten, tiefsten, bewegendsten und intimsten Bilder, die es geben kann: das Bild von einem Mann, der ein junges Mädchen findet, das ausgestoßen ist, das von ihrer Mutter verbannt worden ist, und wie er sich um dieses junge Mädchen kümmert. Er reinigt es, nimmt es nach Hause, kleidet es und heiratet es am Ende. Das ist in Hesekiel 16 zu lesen.
Und er kümmert sich um diese Frau, als sie älter geworden ist. Er heiratet sie und gibt ihr alles. Sie ist wunderbar, und er umgibt sie, er umwirbt sie. Und was macht sie am Ende? Sie brennt durch, hurert herum und wendet sich an jeden, der vorbeikommt. Sie schläft mit jedem und verlässt ihren Ehepartner.
Und am Ende, wenn ihr ganzes Leben kaputt ist, versaut ist und sie wieder in der Gosse gelandet ist, wieder im Dreck des Lebens gelandet ist, da läuft er wieder an ihr vorbei. Und wie geht die Geschichte aus? Er erbarmt sich erneut, nimmt sich dieser Frau an, seiner Frau, nimmt sie nach Hause und bringt sie heim.
Und diese schönen Bilder, die hier gebraucht werden, stehen in 16, Vers 6. Da heißt es: „Ich aber ging an dir vorüber und sah dich in deinem Blut liegen und sprach zu dir, als du in deinem eigenen Blute lagst: Du sollst leben! Ja, zu dir sprach ich, als du in deinem Blute dalagst: Du sollst leben!“ Und in 16, Vers 8: „Und ich ging an dir vorüber und sah dich an, und siehe, es war die Zeit, um dich zu werben. Da breitete ich meinen Mantel über dich und bedeckte deine Blöße und deine Scham. Und ich schwor dir es und beschloss, mit dir einen Bund zu machen, spricht Gott der Herr, und du sollst mein sein.“
Das ist die Botschaft: dass Gott uns herausholt aus dem Dreck unseres Lebens, uns liebt, uns vergibt und mit uns einen Bund machen möchte. Und dann rennt sie, wie er sagt, weg. Am Ende holt er sie wieder. Und da heißt es am Ende des Kapitels, in 16, Vers 62: „Und ich will meinen Bund mit dir aufrichten, so dass du erfahren sollst, dass ich der Herr bin, damit du daran denkst und dich schämst und vor Scham deinen Mund nicht mehr auftun wagst, wenn ich dir alles, alles vergebe, was du getan hast, spricht Gott der Herr, wenn ich dir alles vergebe.“
Und vielleicht bist du heute Morgen noch meilenweit von dem Gefühl einer Mission entfernt und sagst: Ich schleppe mich gerade hier rein. Wenn ihr wüsstet, was ich gerade gedacht, getan habe, was ich erlebt habe, was mir getan wurde, was ich getan habe. Und hier steht es: Gott kann dir alles, alles vergeben. Und er möchte, dass du lebst, und er möchte, dass du liebst, und er möchte, dass du mit ihm zusammen bist. Das ist die Botschaft.
Und so freue ich mich über diesen Hesekiel, und ich wünsche dir, dass du davon lernst, diese Botschaft zu verbreiten, wie bei ihm, in aller Wahrheit und in aller Liebe. Und wer ist Wahrheit und Liebe? Das ist Jesus selbst. Und deshalb verkünden wir Jesus: Jesus, der uns vergibt, Jesus, der uns liebt, Jesus, der uns Leben schenkt, und Jesus, der mit uns leben will.
Und so wünsche ich dir: Lass dich berufen, aus der größten Not deines Lebens, mit der größten Vision und der größten Ernsthaftigkeit hin, Jesus zu verkündigen. Den, der uns vergibt, den, der uns liebt, den, der uns Leben schenkt, und den, der immer mit uns zusammen sein möchte. Wir haben die größte Botschaft, wir haben die beste Perspektive. Gott segne euch, ich möchte noch beten.
Herr Jesus, ich möchte dir danke sagen für das Bild des Ezekiels. Wir danken dir für seine Berufung aus der Not, mit größter Vision, mit größter Sicht auf dich. Und ich möchte dich bitten, dass wir dich immer mehr vor Augen haben, deine Größe, deine Herrlichkeit, dass wir wegschauen von den Dramen dieser Welt, hin auf dich, und neu geprägt werden, neu berufen werden, neu kapitulieren und neu gesandt werden in diese Welt mit der Vision, mit der Perspektive auf dich. Und dass wir Mut haben, diese Botschaft zu verkündigen gegen allen Widerstand, aus deinem Wort heraus, von deiner Vergebung und deiner Liebe und deinem Leben. Amen.