20.10.2026
Serie•Teil 3 / 52 Johannes
Dieser Inhalt wird noch redaktionell aufbereitet.
Aktuell können Elemente fehlen oder falsch angezeigt werden.
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Der zweite Johannesbrief.
Tumartage, zweitausendsechsundzwanzig: Theologie, die dich im Glauben wachsen lässt. Nachfolge praktisch – dein geistlicher Impuls für den Tag.
Der zweite Johannesbrief Tumartage zweitausendsechsundzwanzig Theologie, die dich im Glauben wachsen lässt, nachfolge praktisch dein geistlicher Impuls für den Tag.
Ein Blick auf den Angriffspunkt des Glaubens
Ich habe Urlaub und deshalb ein paar Gedanken zum zweiten Johannesbrief. Dort setzt der Antichrist an und sagt: Das nehme ich dir weg. Ich möchte, dass du diese Begeisterung für Jesus verlierst.
Warum möchte der Antichrist, warum möchte der Teufel dir das wegnehmen? Weil wir durch den Sohn an den Vater glauben. Wenn er uns den Sohn nimmt, die Beziehung zum Sohn und das Denken über den Sohn, dann ist auch alles, was daran hängt, kaputt. Wenn wir anfangen, falsch zu denken und eine falsche, eine kaputte Beziehung zum Sohn aufzubauen, dann ist auch das, was hinten dranhängt, kaputt.
Deswegen ist es so wichtig, dass wir uns ein bisschen Mühe machen, an dieser Stelle genau hinzuschauen. Es werden Leute kommen, und in der Kirchengeschichte sind sie auch gekommen, die uns den Herrn Jesus madig machen wollen. Sie wollen dafür sorgen, dass er weniger in unseren Gedanken ist und natürlich noch weniger in unserer Begeisterung, als es ihm zusteht. Sie wollen, dass wir anfangen, falsch über ihn zu denken.
Wahrheit und Liebe als gemeinsamer Raum
Und weil das so ist, ist es wichtig, dass wir zwei Dinge zusammenhalten. Sie stehen hier am Ende von Vers 3. Wir sind wieder in 2. Johannes, Vers 3. Dort heißt es: „in Wahrheit und Liebe“.
Das ist wichtig. Wahrheit und Liebe sind der Raum, in dem Gnade, Barmherzigkeit und Friede wirksam werden. Hier geht es um Wahrheit, bitte, denn das ist unser Textthema, ganz klar ausgerichtet auf Christologie: Was glaube ich über Jesus? Und Liebe meint hier konkrete Bruderliebe.
Beides gehört zusammen. Eine Wahrheit ohne Liebe wird hart und lieblos. Und Liebe ohne Wahrheit wird beliebig und kann falsche Lehre dann nicht mehr unterscheiden. Wir müssen beides zusammenhalten.
Von Anfang an wird das deutlich. Er feiert die Leute. Wir können noch einmal am Anfang hineinschauen: Er feiert die, die er in der Wahrheit liebt und die die Wahrheit erkannt haben. Eine Wahrheit, wie gesagt, die im Wesentlichen über Jesus geht. Eine Wahrheit, die in uns bleibt und auch bleiben soll, die uns keiner mehr wegnehmen soll, weil sie in der Ewigkeit noch von Bedeutung ist.
Und dann die Größe in Wahrheit und Liebe, diese beiden Dinge, die zusammengehören. Das darf man nicht gegeneinander ausspielen, nicht Wahrheit oder Liebe, sondern in Wahrheit und in Liebe.
Der Wille des Vaters und die Frage nach dem Wachstum
Vers vier: Ich habe mich sehr gefreut, dass ich von deinen Kindern einige gefunden habe, die in der Wahrheit wandeln. In der Wahrheit wandeln, also gemäß der Botschaft des Evangeliums, hier mit Blick auf das, was man über Jesus glaubt, wie wir von dem Vater ein Gebot empfangen haben. Der Vater möchte also, dass wir in der Wahrheit wandeln.
Sie wandeln in der Wahrheit, so wie wir von dem Vater ein Gebot empfangen haben. Welches Gebot ist das? In der Wahrheit zu wandeln. Es ist ein bisschen banal, aber es ist spannend, weil hier steht: Der Vater möchte, dass wir in der Wahrheit wandeln. Das heißt also, wenn Johannes davon spricht: Ich freue mich, wenn ihr in der Wahrheit wandelt, wenn ihr das mit der Christologie ernst nehmt, dann ist das nichts, wo man sagen könnte: Na ja, das ist halt so ein persönlicher Spleen von Johannes, der hat da halt so einen kleinen Tick. Sondern nein, das ist der Wille des Vaters.
Will sagen: Gott erwartet von uns, dass wir, wenn es um Jesus geht, uns anstrengen, das, was wir am Anfang verstanden haben, zu bewahren. Du kannst dich ja selber mal fragen, ob das so ist. Also mich würde das natürlich interessieren, wie ihr an der Stelle denkt. Ist dein Verständnis von Jesus in den letzten fünf Jahren oder zehn Jahren tiefer geworden? Hast du mehr über ihn verstanden? Das ist eine wichtige Frage, das ist keine banale Frage. Es geht nicht darum, irgendwann mal einen Haken dran zu machen und zu sagen: Ja, ich habe das mit Jesus halbwegs verstanden, tschakka, nächstes Thema. Das ist ein ganz zentrales Thema.
An dieser Frage verstehe ich, wer Jesus ist, was er von mir will, wie er tickt. Da hängt das geistliche Leben. Und deswegen muss die Frage gerecht sein: Ist Jesus für dein Nachdenken eigentlich ein Thema? Denkst du über Jesus nach? Hoffentlich aus der Motivation heraus, die jeder Liebhaber hat. Also wenn du mich fragst: Denkst du über deine Frau nach? Na ja, logisch, was erwartest du denn? Wie, du machst dir Gedanken über deine Frau? Ja, logisch, ich bin Liebhaber.
Ich habe das die letzten, wir sind jetzt knapp 40 Jahre verheiratet, ja, ich perfektioniere das, ist doch logisch. Ich bin der ultimative Experte, wenn es um das Nachdenken über meine Frau geht, definitiv. Ich kenne meine Frau wahrscheinlich besser, als sie sich selber kennt. Meine Frau ist nicht so die Reflektierte, aber ich mache mir doch richtig, richtig Gedanken. Ja, das darf ich so, glaube ich, sagen. Sie ist mir ganz toll, das muss ich auch noch sagen.
Darf ich dir die Frage stellen: Wie sieht das bei dir aus in deinem Leben? Denkst du über Jesus nach? Willst du ihn besser verstehen? Willst du tiefer einsteigen in dieses Thema? Wenn nicht, ändere das!
Das alte und neue Gebot der gegenseitigen Liebe
Ich habe mich sehr gefreut, dass sich unter deinen Kindern einige gefunden haben, die in der Wahrheit wandeln, wie wir vom Vater ein Gebot empfangen haben. Und nun bitte ich dich, Herrin, also liebe Gemeinde, nicht, als schriebe ich dir ein neues Gebot, sondern das, welches wir von Anfang an gehabt haben: dass wir einander lieben.
Ich finde das so schön! Christsein ist so urig, simpel und gleichzeitig so unglaublich schwer. Eigentlich geht es nur darum, dass wir uns lieb haben. Das war von Anfang an das Gebot, das wir bekommen haben. Da heißt es dann zum Beispiel in Johannes 13,34: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt.“
Schön, oder? Relativ simpel. Das ist alles, was du verstanden haben musst: Gott möchte, dass wir einander lieben. Und diese Liebe wird gerade in der Literatur, die Johannes schreibt, zum Kennzeichen echter Gotteserkenntnis. Wer Gott kennt, liebt die Brüder, und wer die Brüder nicht liebt, kennt Gott nicht. Relativ einfach.
Das hat damit zu tun, dass Liebe mit Gehorsam verbunden ist. Es ist damit verbunden, dass es nicht nur ein Gefühl ist, sondern dass Liebe der konkrete Ausdruck davon ist, dass ich an Jesus glaube. Wenn ich an Jesus glaube, werde ich die Geschwister lieben. Und deswegen ist es Johannes so wichtig zu sagen: Hey, das ist nichts Neues, es ist das, was wir von Anfang an gehabt haben, dass wir einander lieben sollen.
Es ist nichts Neues, aber es ist absolut zentral. So wie Jesus geliebt hat, so sollen wir lieben. Und so ist dieses Liebesgebot einerseits uralt, wir haben es von Anfang an, und gleichzeitig ist es total neu. Neu, weil Jesus selbst es für uns füllt. Der Vater sendet den Sohn, der Sohn ist gehorsam gegenüber dem Vater, er gibt sich für die Seinen hin. Dieses gesamte Paket ist aus Liebe.
Und wenn du ans Kreuz schaust, dann siehst du, was Gott unter Liebe versteht. Und dann schau in dein Leben und frage dich, wie viel davon sich da schon manifestiert hat. Dieses Gebot ist der Prüfstein echten Glaubens. Wie gesagt: Es ist alt und neu, von Anfang an in der Gemeinde gehört und trotzdem immer wieder das, was mich ein Stück weit jeden Tag persönlich herausfordert.
Wenn wir im Ersten Johannes lesen, dann sagt 1. Johannes 3,16: „Wir erkennen die Liebe Gottes zu uns darin, dass er für uns sein Leben hingegeben hat. Und was ist die Folge? Jetzt geben wir unser Leben für die Brüder hin.“ Darum geht es. Von daher lasst uns bitte Christsein nicht kompliziert machen, es ist relativ einfach.
Liebe, Gehorsam und die Prüfung der Motive
Und während wir das so formulieren und uns die Frage stellen: Ja, was heißt das denn jetzt genau? Wie funktioniert denn Liebe? Vers 6: Und dies ist die Liebe, dass wir nach seinen Geboten wandeln.
Also genau das, wo Johannes sagt: Liebe, das ist ein Stück weit der Höhepunkt des Glaubens. Liebe, das ist der Punkt, an dem wir zeigen, zu wem wir gehören. Wenn du nicht liebst, dann bringst du damit zum Ausdruck: Jesus ist mir egal, ich möchte nicht sein wie Jesus.
Du kannst dich nicht hinstellen und sagen: Ich bin Christ, und gleichzeitig bist du bekannt dafür, dass du Menschen nicht liebst. Das geht nicht. Du kannst nicht sagen, ich folge dem einen, der sein Leben für mich hingegeben hat, aber mir sind Menschen egal. Das geht nicht. Du kannst nicht sagen, ich bewundere den, der mich erlöst und mir vergeben hat, aber ich bin ständig nur griesgrämig und ich kann nicht vergeben. Das geht nicht. Du kannst nicht sagen, hier hat einer alles für mich investiert, ist all in gegangen, und mir sind die Geschwister egal. Das geht nicht.
Wenn das in deinem Leben so ist, dann stell dich der Realität: Du bist nicht gläubig. Punkt. Du bist ein Mitläufer, du bist nicht echt. Bekehr dich. Du brauchst nur in dein Herz hineinzuschauen und zu sehen, was dich antreibt. Wenn du sagst: Ich liebe die Geschwister, vor allem die Kauzigen, die Schwierigen, die es mir schwer machen, wo ich mir am Sonntag manchmal denke: Die möchte ich gar nicht sehen. Vielleicht wisst ihr nicht, wovon ich rede.
Schau in dich, spür in dich hinein: Was ist da wirklich? Warum bist du hier? Was treibt dich an? Begeistert dich Jesus, und sagst du: Ich möchte diesen Jesus imitieren, weil ich ihm immer ähnlicher werden will? Und dabei darfst du jeden Fehler machen, den du möchtest. Solange die Motivation stimmt, gib Gas.
Und wenn ich jetzt sage Liebe, dann lasst uns Liebe nicht zu romantisch sehen. Und dies ist die Liebe, Vers 6, dass wir nach seinen Geboten wandeln. Dies ist das Gebot, wie ihr es von Anfang an gehört habt, dass ihr darin wandeln sollt.
Also, von Anfang an sagt Johannes: Wisst ihr, was zu tun ist? Liebe. Aber wenn du liebst, dann wird das nie losgelöst sein von den Geboten. Gehorsam gehört zur Liebe dazu. Es ist immer Liebe und Wahrheit. Liebe ohne Wahrheit, ohne Gehorsam, ohne dass mich interessiert, was Gott zu einer Sache zu sagen hat, ist einfach nur Gefühlsduselei. Leider ist nichts dahinter.
Aber Vorsicht: Gehorsam ohne Liebe, das ist auch nicht mehr das, was die Pharisäer tun. Du kannst alles richtig machen, aus einer ganz falschen Motivation. Du kannst alles richtig machen, aber nicht wirklich, weil du Jesus liebst, sondern weil du vielleicht in einer christlichen Familie groß geworden bist, weil du hier in die Gemeinde gehst, weil du es immer schon so gemacht hast, weil andere es erwarten, weil du nicht auffallen möchtest. Es gibt tausend Gründe, die dich nicht retten, die dich einfach nur zum Heuchler machen.
Und deswegen ist diese Frage so wichtig: Warum tue ich die Dinge, die ich tue? Bin ich bereit, die Dinge zu tun, die Gott will, und tue ich sie aus der richtigen Motivation heraus?
Der geistliche Kampf und der Schutz der Beziehung zu Jesus
Warum ist es so wichtig, dass wir Liebe und Wahrheit zusammenhalten? Ganz einfach: Weil du, wenn du wirklich gläubig bist, einen Feind hast. Da gibt es einen, den Teufel, der dich zu Fall bringen möchte.
Wenn du durch diese Welt gehst, sieh dich bitte immer mit so einer Zielscheibe auf dem Rücken. So, als ob einer quasi darauf wartet, dich abzuschießen. Und wie macht er das? Nun, er schickt Leute los, die deine Beziehung zu Jesus kaputt machen wollen. Denn wenn er das geschafft hat, dann hat er dich.
Das war’s für heute. Nimm dir Zeit, in Ruhe über das Gehörte nachzudenken. Wo spricht der Brief in dein Leben hinein? Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.
Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
Seine App "Frogwords" gibt's für Android und iOS.
Jürgens aktuellste Gebets-Infos gibt's hier zum Lesen und Abonnieren.
