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1. Timotheus 4, 1-12

1. Timotheus 4,1-1207.06.2013
SerieTeil 9 / 13Neuwied 2013 - Der 1. Timotheusbrief
Falsche Regeln können dich von Christus wegziehen: Heirat verbieten, Essen verteufeln, Angst statt Freiheit säen. Entscheidend ist, was wirklich aus Gottes Hand kommt.
in Herrlichkeit oder die Art und Weise, wie er aufgenommen wurde, in jener Welt.
Dann hatten wir noch den Text aus Kapitel 4, Vers 1 bis 3. Den wollte ich noch zeigen, aus der Folie. Ich versuchte es ein bisschen schematisch darzustellen, damit man die Zusammenhänge besser erkennen kann:
Der Geist sagt ausdrücklich, dass in künftigen Zeiten etliche vom Glauben Abstand nehmen werden. Diese etlichen, diese Abfallenden, achten auf irreführende Geister und Lehren von Dämonen. Diese Lehren von Dämonen sind dargeboten in der Heuchelei von Lügenrednern. Also: Die Lehren der Dämonen werden weitergegeben oder dargeboten in der Heuchelei von Lügenrednern.
Da muss ich mich ein bisschen korrigieren: Die Heuchelei scheint sich schon auf die Lügenredner zu beziehen, nicht auf die Dämonen. Nicht die Dämonen sind die Heuchler, sondern die Lügenredner. Aber die Dämonen haben diese Heuchelei in diese Lügenredner eingegeben. Die Dämonen haben hier ein Werk getan, offensichtlich.
Jedenfalls sind das Lügenredner, diese Lehrer, diese falschen Lehrer. Und diese falschen Lehrer sind gebrandmarkt im eigenen Gewissen. Sie sind hart, weil an dieser Stelle das Brenneisen das Bild ist. Es ist das Bild von dem Brenneisen, mit dem die Haut hart gemacht wird oder eingebrannt wird in die Haut. Da sind sie hart geworden im Gewissen. Sie haben also kein schlechtes Gewissen, während sie heuchlerisch etwas tun oder während sie Falsches lehren.
Und dann geht es weiter: dargeboten in der Heuchelei von Lügenrednern, gebrandmarkt seienden Leuten, die im eigenen Gewissen gebrandmarkt sind, von solchen, die verbieten, zu heiraten, und gebieten, sich von Speisen zu enthalten. Da sind immer noch diese Lügenredner, nicht die Abfallenden. Nicht um die geht es, sondern um die Lügenredner, die dafür verantwortlich sind, dass Menschen dann abfallen oder sich von Christus abwenden.
Da sehen wir also, dass die falsche Lehre eine grosse Gefahr ist für die Gemeinde Jesu, eine echte Gefahr. Ja, was lernen die? Hier ist ein Beispiel herausgegriffen. Das wird wahrscheinlich nicht das einzige sein, aber das war jedenfalls ein Problem zur Zeit des Timotheus: Sie verbieten zu heiraten. Die Ehelosigkeit an sich ist ja nicht schlecht, aber sie muss freiwillig sein. Hier wird sie geboten.
Die Ehelosigkeit ist nur durch die Kraft Jesu Christi möglich. 1. Korinther. Da spricht Paulus recht praktisch davon, und er sagt: Rein was den praktischen Dienst betrifft, ist es leichter, wird man es leichter haben, wenn man ehelos ist. Wer ehelos bleibt, lebt so wie in der Ewigkeit. Er weist auf das hin, wie es einmal sein wird im Himmel. Aber eben: freiwillig tut er das, denn im Himmel werden wir ehelos sein.
Das heisst nicht, dass wir unsere Frau nicht kennen werden. Natürlich werden wir uns freuen, auch unsere Frau in der Ewigkeit zu sehen, aber es wird keine Ehe mehr sein. Die Beziehung an sich, Beziehungen gehen ja weiter in der Ewigkeit, aber nicht die Ehe als solche, nicht das Heiraten.
Kann das Zölibat darunter fallen? Ja, die Frage ist, ob das Zölibat darunter fallen kann. Ja, die katholische Kirche hat das auch eingeführt, dass die Priester nicht heiraten dürfen. Die könnten dann immer noch sagen: Ja, das ist ja freiwillig, ob man Priester sein will, Priester in der katholischen Kirche werden will oder nicht, und man muss ja nicht Priester werden. Aber wer Priester wird, von dem verlangen sie die Ehelosigkeit.
Das ist natürlich auch eine gute Geldersparnis, denn es ist leichter, Singles zu versorgen als ganze Familien. Aber das war wahrscheinlich nicht die Motivation der katholischen Kirche. Wie diese Lehre entstanden ist, weiss ich jetzt nicht im Einzelnen, aber es ist offensichtlich ein Missverständnis von 1. Korinther 7. Und die Kirche hält immer noch daran fest, an dieser Lehre.
Ja, und sie verlangen, sich von bestimmten Speisen zu enthalten. Übrigens, hier muss man beachten: Das Griechische ist hier nicht übersetzbar. Im Griechischen würde es so heissen: Sie verbieten zu heiraten und sich bestimmter Speisen zu enthalten. Also: Sie verbieten zu heiraten und zu enthalten. Dann würde sich das Verbieten auf beides beziehen, auf das Heiraten und auf das sich Enthalten. Aber das geht im Deutschen nicht. Im Deutschen müssen wir ein positives Wort hineinbringen.
Also: Sie verbieten zu heiraten und verlangen oder fordern, sich bestimmter Speisen zu enthalten.
Dann Vers 3. Hier fügt Paulus einige Bemerkungen ein zur Richtigstellung dieser falschen Lehre: Speisen, die Gott für die, die glauben und die Wahrheit erkennen, schuf. Also Gott hat die Speisen für die, die glauben und die Wahrheit erkennen, geschaffen. Man könnte sagen: Hat er nicht die Speisen für die anderen auch erschaffen? Natürlich hat er sie auch für die anderen Menschen erschaffen. Aber es geht ihm ja hier darum, einer Lehre entgegenzuwirken, dass gewisse Speisen, als Christ, nicht gegessen werden dürften. Und dann sagt er: Nein, Gott hat sie ja geschaffen. Wenn Gott sie geschaffen hat zum Essen, dann darf man sie essen. Die, die glauben und die Wahrheit erkennen.
Glauben zuerst, dann Wahrheit erkennen, weil die Wahrheit immer progressiv erkannt wird, mehr und mehr und mehr. Also wir sehen hier: Letztlich ist es gut, wenn man die Schöpfung studiert. Die Schöpfung soll studiert werden. Gott hat Speisen geschaffen, das ist ein Schöpfungswerk, und man soll die Speisen, man soll das, was Gott geschaffen hat, studieren. Ist das zum Einnehmen oder ist es nicht zum Einnehmen? Gewisse Dinge darf man einnehmen, gewisse Pilze darf man essen, andere darf man nicht essen. Gott rechnet damit, dass wir uns wissenschaftlich mit der Schöpfung auseinandersetzen.
Ich habe übrigens vor kurzem ein Buch gelesen. Ich war so beeindruckt. Es ist ein Buch über einen gewissen George W. Carver, das ist ein Wissenschaftler gewesen aus dem vorvorigen Jahrhundert, ein Schwarzer in Amerika. Und Carver, ich kann das nicht erzählen, aber ich bin jemand, der Biografien sieht, und die ist wirklich lesenswert. Das Buch heisst Der Mann, der überlebte. Und es wird hier geschrieben, wie dieser Mann, der war gläubig, wie er es schwer hatte, überhaupt Schulen zu besuchen, als Schwarzer. Aber schlussendlich hat Gott ihm geholfen. Als er dann dreissig Jahre alt war, hat er endlich seine Schulen durchgemacht, und er wollte immer mehr wissen. Er war einer, der studiert, der den Sachen auf den Grund gehen möchte: Warum blühen die Rosen dort und warum blühen sie hier nicht?
Er hat immer wieder Dinge herausgefunden. Sein Fachgebiet war die Biologie. Und als dann der Baumwollanbau in Amerika, in den Südstaaten, nicht mehr funktionierte wegen eines Schädlings, hatte man dann Erdnüsse gepflanzt. Und dann gab es so viele Erdnüsse, und man wusste nicht, was man mit den Erdnüssen machen soll. Und er hat gebetet: Herr, warum hast du die Erdnüsse erschaffen? Und es heisst da in dem Buch, ich habe mir das notiert, ich muss es suchen: Und gemeinsam gingen wir ins Labor an die Arbeit. Wer ist wir? Gott und ich. Gemeinsam gingen wir ins Labor an die Arbeit.
Da hat er gebetet und hat gearbeitet. Da hat der Herr ihm gezeigt, wozu er die Erdnuss erschaffen hat. Und er entdeckte, dass man aus der Erdnuss Folgendes herstellen kann: Öl, Margarine, Butter, Kochfett, Mayonnaise, Milch, Buttermilch, Pulver, Kaffee, Fleischersatz, falsche Austern, Süssigkeiten, Eis, Punsch, Diabetikernahrung, Weizenersatz, Seife, Haarwaschmittel, Bleichmittel, Schmierfett, Linoleum, Metallpolitur, Klebstoff, Plastik, Tapeten, Tinte, Farben, Schuhcreme, Imprägniermittel, Salben, Rasiercreme, Hautcreme, muskelstärkendes Öl, Medizin gegen Husten und aus der Schale Marmor, Dünger, dreissig verschiedene Farben, Kininersatz, Kuhfutter und aus der dünnen Haut Papier und noch andere hundert, wie dreihundert Produkte. Das hat er herausgefunden, aber durch den Herrn.
Was war das? Er hat die Schöpfung mit dem Schöpfer betrachtet, aber nicht die ganze Schöpfung, sondern nur einen kleinen Teil, eine Erdnuss. Das ist sehr, sehr beeindruckend. Aber ich komme wieder zurück zum Thema. Ja, wir sind eigentlich beim Thema.
Gott sagt, er hat Dinge geschaffen, die man essen soll, die man essen darf. Für die, die glauben und die Wahrheit erkennen, schuf Gott diese Dinge. Und er schuf die Speisen zum Einnehmen mit Dank, heisst es hier, zum Einnehmen mit Dank. Also natürlich sind die Speisen gedacht, die man eben zum Einnehmen, die zum Einnehmen geschaffen sind, nicht andere Dinge. Mit Dank, wiederum in Verbindung mit dem Schöpfer. Gott schuf diese Dinge zum Einnehmen mit Dank, nicht nur einfach: Er schuf diese Dinge zum Essen, sondern zum Mitdankessen. Das ist wie selbstverständlich gehört das dazu.
Weil alles von Gott Geschaffene gut ist, und hier steht wieder das griechische Wort für schön, trefflich, edel. Alles von Gott Geschaffene ist edel, und nichts ist verwerflich. Gemeint ist, was er zum Einnehmen geschaffen hat. Es geht um die Speisen, das ist der Kontext hier. Es geht nicht um giftige Pilze oder so weiter. Das wird hier vorausgesetzt, das muss man voraussetzen aufgrund des Zusammenhangs. Also vorausgesetzt: Alles, was zum Einnehmen geschaffen wurde, alles von Gott Geschaffene, nämlich zum Einnehmen geschaffen, zum Essen geschaffen, das ist gut, und nichts ist verwerflich, wenn es mit Dank empfangen wird.
Es handelt sich also um Speisen, die zu Recht mit Dank entgegengenommen werden können. Aber das gilt ja nicht nur für die Speisen, das gilt ja für alle Dinge, die Gott in unser Leben hineinführt, dass wir sie mit Dank empfangen. Hier kann man ein schönes Prinzip auch herausziehen, ein Lebensprinzip: Alles mit Dank empfangen von Gott, von Gottes Hand. An den Schöpfer denken, die Gedanken sollen beim Herrn sein. Und auch Dinge, die uns nicht gefallen, dürfen wir mit Dank empfangen, und sei dankbar in allem.
Denn, Vers 5: Denn es wird durch Gottes Wort und Bitten geheiligt. Also durch das Wort Gottes und durch das bittende Anrufen Gottes werden die Speisen geheiligt. Interessant, wir beten, und ich bete selber oft: Herr, segne diese Speise. Aber Paulus würde wahrscheinlich beten: Herr, heilige diese Speise. Sie wird geheiligt durch Gebet, durch das Bitten. Man bittet Gott, und Gott heiligt sie, das heisst, er reinigt sie von Stoffen, die mir vielleicht mehr schaden könnten.
Das Wort hier heisst: Es ist nicht das übliche Wort für Gebet, es ist das Bitten, das bittende Anrufen. Ja, wir rufen Gott an: Reinige du das Essen. Heilige es! Wir dürfen ruhig so beten. Ich habe mir mal darüber nachgedacht: Ist es biblisch, segne diese Speise? Ich denke, viele verstehen nicht, was sie beten, wenn sie das sagen: Herr, segne diese Speise. Weil das Wort kommt eigentlich von dem Segensspruch sprechen über der Speise. Der Herr Jesus hat den Segensspruch gesprochen über der Speise, das war ein Dankspruch. Der Segensspruch war ein Lobpreis. Also der Herr hat Lobpreis gesprochen, und das Wort für Segen heisst im Griechischen auch Lobpreis, eulogia. Und in dem Sinn hat er einen Segensspruch, nämlich einen Lobensspruch, gesprochen über dem Essen. Er hat nicht das Essen gesegnet, sondern er hat den Herrn gesegnet. Gott hat er gepriesen, gelobt in diesem Sinne, für das Essen.
Also von daher müsste man das erklären, wenn man sagt: Herr, segne diese Speise. Denn es ist nicht ganz richtig. Da meint man irgendwie etwas, was man, ja, ich weiss nicht, was die Leute denken, wenn man betet: Herr, segne die Speise. Vielleicht meint man: Lass sie zum Guten dienen für uns. Dann ist es richtig. Das ist ja vollkommen in Ordnung.
Hier haben wir: Es wird geheiligt, die Speise. Und, bitte? Na ja, durch das Wort Gottes. Das Wort Gottes hat ja die Speisen geschaffen. Alles, was entstand, entstand durch das Wort Gottes. Und dann hat Gott dieses Wort, durch sein Wort, auch alles, was er geschaffen hat, bewahrt. Und das Wort Gottes lehrt uns vieles über das Wesen des Essens und der Speise. Das Wort Gottes wird vielleicht auch gelesen zu Tisch, und wenn wir beten, wird vielleicht auch Wort Gottes zitiert. Und jedenfalls sollte das Wort Gottes als solches im Zentrum stehen, und wir sollten an das Wort Gottes denken.
Und wenn wir jetzt also beten, die Gabe wird geheiligt durch das Wort Gottes, also durch Gottes Sprechen: Gott hat gesagt, es sei rein, es soll gut sein für den Menschen, so hat er gesagt, und auf diese Weise hat er es zum Essen, zum Einnehmen für uns bestimmt. Und wenn wir beten, dass der Herr es jetzt auch zum Guten werden lässt für uns oder reinigt von irgendwelchen Unreinheiten, die drinnen sein könnten, dann wird der Herr das tun. Ich denke, in diese Richtung werden wir wahrscheinlich zu denken haben. Was Paulus hier meint: Es wird durch das Wort Gottes und durch das Beten, durch das Bitten, geheiligt.
Ja, das ist ein interessanter Gedanke, dass Paulus auch meinen könnte, dass diese Speisen jetzt Gott geheiligt werden, das heisst Gott gewidmet, für Gott ausgesondert, denn die Speisen könnten ja zum Beispiel vorher durch Götzen, also den Götzen, geweiht worden sein, geheiligt worden sein. Jetzt werden sie Gott geheiligt. Der Gedanke ist nicht abwegig.
Ja, vielen Dank, das wäre noch ein zusätzlicher Gedanke, den man hier beachten sollte. Ich denke allerdings zuerst ans Reinigen, denn es geht ja darum, dass man, ah ja, beides: Es geht um eine Unreinheit. Man könnte unrein werden, kultisch, oder man könnte Schaden nehmen, gesundheitlich, also krank werden durch Speisen. Aber es stimmt, es ist beides wahrscheinlich. Also diese Speise wird jetzt Gott geheiligt, also sie wird Gott zugeordnet, sie gehört jetzt Gott, weil ich sie aus seiner Hand nehme. Es ist etwas von ihm Kommendes, nicht von den Götzen, und etwas, was ihn ehren soll. Ja, in dem Sinne schon könnte man das vielleicht auch so verstehen.
Wenn du dieses den Brüdern als Grundlage vorlegst, wirst du ein edler Diener Christi Jesu sein. Hier eher nur ein Beispiel. Das war ein Beispiel jetzt über einen Punkt, über das Essen, über diese Irrlehrer, die falsch lehren, über das Essen und über das Heiraten. Wenn du dieses den Brüdern vorlegst, wirst du ein guter, ein edler Diener Christi Jesu sein, ein vortrefflicher Diener. Hier wieder dieses schöne Wort: der schöne Diener, der treffliche, edle Diener, genährt und auferzogen durch die Worte des Glaubens und der edlen Lehre, der schönen Lehre, der du gefolgt bist.
Das Wort Gottes ist eine Nahrung. Meine Speise ist, dass ich Gott gehorche, dass ich tue, was Gott möchte, sagt der Herr Jesus, Johannes 4. Aber überhaupt: Das Wort Gottes ist uns eine Nahrung. Dazu gibt es ja viele Stimmen. Also gehen wir den Vers noch durch, Vers 6: Wenn du dieses vorlegst. Vorlegst, interessant, man muss einmal beachten, welche Wörter Paulus verwendet, wenn er hier schreibt. Er sagt nicht: Wenn du das lehrst. Er sagt: Wenn du das vorlegst als Grundlage vorlegst, genau das ist das Wort im Griechischen, etwas als Grundlage vorlegen, hinlegen. Er unterbreitet es ihnen, leg es ihnen hin, du unterbreitest es ihnen, du legst es ihnen vor. Und Gott wird dann das Seine tun. Gott wird es ihnen dann ins Innere, wird machen, dass es ins Innere geht bei ihnen, dass sie überzeugt werden. Aber seine Aufgabe ist es, vorzulegen. Das ist unsere Aufgabe als Verkündiger auch. Wir sollen das Wort vorlegen, unterbreiten: Gott sagt so. Und als Lehrer ist das die Hauptaufgabe. Wir müssen nicht Predigten basteln, sondern unsere Aufgabe ist es, das, was Gott gesagt hat, vorzulegen. Einfach das, was hier steht, und dann dafür beten, dass der Herr es verwendet für unsere Hörer.
Wenn du dieses den Brüdern vorlegst, den Brüdern, interessant: nicht deinen Untergebenen, nicht deinen Schülern, den Brüdern. Du bist ein Bruder unter Brüdern, Timotheus. Du bist zwar ein Apostel, aber du bist Bruder unter Brüdern. Und es geht nicht um deine Überzeugungskraft. Du legst einfach das Wort Gottes dar. Du hast keine organisatorische Autorität. Ich bin der Timotheus und deshalb müsst ihr das so und so machen. Nein, du legst ihnen das Wort Gottes dar. Du hast nicht zu bestimmen, sondern du hast das Wort Gottes zu lehren. Und das sagt Gott so. Und die Brüder, die sind eben Brüder, sie arbeiten zusammen, sie sind ebenbürtig.
Der sich genährt hat durch die Worte des Glaubens, so genährt und auferzogen, genährt und auferzogen, also Timotheus selber wurde genährt und auferzogen durch die Worte des Glaubens. In dem Wort nähren steckt auch hochziehen. Wie man eine Familie ernährt, heisst das, dass sie dann auch darunter wachsen, hochgezogen werden. Timotheus hat sich selber vorher schon genährt, und dann hat sich gezeigt, er ist gut genährt, geistlich gesehen gut genährt. Das sieht man nicht gleich von heute auf morgen, es dauert eine Zeit lang, bis man merkt: Er ist gut genährt.
Darum geht es. Er selber nährt sich, und es kommt und tritt dann zutage, dass er also wirklich gut genährt ist, gut aufgezogen ist durch die Worte des Glaubens. Er selber kann andere nur deshalb auf die Weide führen, weil er selbst auf der Weide war. Und das geschieht nicht einfach in einer Bibelschule oder im Theologiestudium. Die Ausbildung, das ist ja auch ein Thema für Verkündiger: Wie sollen wir Verkündiger ausbilden? Wie das hier getan wird, das begeistert mich, weil Menschen, die stecken im Beruf und nebenbei geben sie ihre Zeit und lernen. Sie sind nicht herausgenommen aus dem Leben, für fünf Jahre in ein theologisches Seminar und lernen dort.
Ich selber habe einiges durchgemacht in der Hinsicht und bin nicht davon überzeugt. Ich habe einmal Theologie studiert, vier Jahre lang insgesamt, aber ich bin nicht überzeugt, dass das der richtige Weg ist. Natürlich ist es auch mal gut, wenn man sich Zeit nehmen kann für gewisse Dinge, die man vielleicht sonst nicht schafft. Aber in der Bibel finden wir, dass die Ausbildung ins Leben gehört, und wir müssen Wege finden, wo wir im Leben stehen, lernen und schon wieder lehren. Das ist ein guter Weg hier.
Gelehrt durch die Worte des Glaubens, das sind die Worte der Schrift, die verdienen es, dass man ihnen glaubt. Die Worte, die Paulus ihm gesagt hat, sind Worte des Glaubens, weil man ihnen vertrauen kann, weil sie das Vertrauen fördern, sind Glaubensworte, und sie werden wahr, wenn wir ihnen vertrauen. Und die Worte der edlen Lehre, der schönen Lehre: Diese Worte sind einerseits Worte, denen man vertraut, und sie sind Worte der edlen Lehre. Das sind nicht zwei verschiedene Worte, sondern das ist erklärend, das und ist hier erklärend, und nämlich Worte der edlen Lehre. Das ist die gesunde, die gute Lehre, die schöne Lehre, der du gefolgt bist.
Das Muster hat Paulus vorgegeben, das Muster der Lehre, Römer 6,17. Ihr seid übergeben worden dem Muster der Lehre. Also das Muster ist vorgegeben. Wenn jemand gläubig wird, wird diesem Muster gegeben, wird vor dieses Muster gestellt, und dann darf dieses Muster ihn jetzt prägen. Wir haben also ganz klar in der Bibel ein Muster der Lehre, dem Muster, dem sollen wir nachfolgen. Dogmatik und Ethik, Lehre und Leben.
Ja, also nachgefolgt, bist nachgefolgt oder bist gefolgt. Man musste zuerst ein Nachfolger sein. Im Englischen sagt man: You can't lead when you don't follow. Du kannst nicht führen, wenn du nicht selber nachgefolgt bist. Die Reihenfolge ist also so: Zuerst muss er sich mit der guten Lehre befassen, dann muss er ihr nachfolgen, das heisst sie umsetzen, und dann ist er imstande, sie anderen weiterzugeben. Esra 7,10 wird das auch genau so gesagt. Esra hatte sein Herz darauf gerichtet, die Weisung JHWHs zu erforschen, zu tun und in Israel Recht und Gerechtigkeit zu lehren. Esra 7,10: erforschen, tun, lehren. Diese Reihenfolge. Und das ist eine Schule, die dauert das ganze Leben lang, nicht nur drei Jahre Bibelschule oder fünf Jahre Theologiestudium.
Das ist sehr schön von Paulus hier dargelegt. Und dann Kapitel 4, Vers 7 bis 16. Oh, ich habe gemerkt, ich habe hier die Folien nicht gezeigt. Das eine war Vers 6 hier, aber Sie haben ja die Folien vor sich liegen, beziehungsweise die Gliederung. Jetzt haben wir Kapitel 4, Vers 7 bis 16, was jetzt der rechte Verkündiger zu tun hat.
Er soll nicht mit Legenden umgehen. Die Legenden, die soll er abweisen. Vers 7: Aber die unheiligen und altweiberischen Legenden weise ab. Also sie sind unheilig und sie sind altweiberisch. Gläubige Grossmütter erzählen gerne biblische Geschichten, und das ist gut so. Timotheus hat gelernt von seiner Grossmutter Lois, und dazu können Grossmütter zum grossen Segen werden. Aber wenn es so manche ungläubige Grossmütter erzählen, dann sind es Märchen.
Und die Märchen, das gibt es in der Gemeinde auch, sagte er. Es gibt Lehrer, die verkündigen Märchen, das heisst, sie verkündigen nicht Dinge, die der Wahrheit entsprechen. Es ist auch wichtig, dass man sich wieder klar wird: Womit befasse ich mich? Befasse ich mich mit Legenden oder befasse ich mich mit der Wahrheit? Ich habe jemandem gesagt: Es ist gut, wenn wir unseren Kindern nicht unwahre Sachen beibringen. Den kleinen Kindern müssen wir nicht von Rotkäppchen und Schneewittchen und Rumpelstilzchen erzählen. Es ist besser, wenn wir erzählen von Elija und Elisa und von Joshua und von Hiskia. Und Josia und wie sie alle heissen, und von Gottes Kraft, Gottes Macht, wie Gott Leben verändert, ist viel besser noch.
Und jetzt auch in der Predigt: Er spricht dazu Verkündigern. Also die Gefahr, die ist einfach vorhanden, dass man Dinge weitergibt, die nicht wirklich verifiziert sind, die nicht wirklich bestätigt sind. Es gibt viele solche Geschichtchen, ich meine jetzt so Legenden unter Christen. Ich weiss nicht, die Juden bereiten irgendwo vor, einen Tempel zu bauen, oder ich weiss nicht mehr. Da gibt es so allerhand Dinge. Ist das so wichtig? Ist das überhaupt bestätigt? Irgendwer hat mir gesagt, die Juden hätten schon einen fertigen Tempel irgendwo stehen und den müssen sie nur noch transferieren und so weiter. Ist das wirklich wichtig? Stimmt das überhaupt? Man übernimmt einfach irgendetwas, was man irgendwo gelesen hat. Wir müssen Acht geben.
Jedenfalls erfundene, unbestätigte Geschichten soll er abweisen. Er soll sich selber nicht damit, mit diesen Dingen, befassen, aber er soll sich auch abweisen, er soll den Verkündigern sagen: Lass das. Vers 7 in der Mitte: Aber übe dich selbst mit Ernst zur rechten Ehrfurcht.
Jetzt kommt das Positive. Womit soll er sich dann beschäftigen, womit soll er umgehen? Er sagt: Mit dieser rechten Ehrfurcht. Man könnte auch übersetzen: mit der Frömmigkeit, mit der gottgemässen Frömmigkeit. Darin soll er sich üben, damit soll er sich beschäftigen. Übe dich selbst, und hier übrigens im Griechischen steht hier: Übe dich mit Ernst. Das griechische Wort hat hier eine Vorsilbe, die das Wort bestärkt, also ein kräftigeres Wort als üben. Das griechische Wort heisst Gymnastik betreiben, gymnazo, und hier mit einem Zusatz: mit Ernst. Übe dich mit Ernst, übe dich emsig, übe dich fleissig, zur rechten Ehrfurcht hin. Also das Ziel deiner Gymnastik soll die Gottesfurcht, die rechte, richtige Ehrfurcht oder die richtige Frömmigkeit sein.
Wenn man Gymnastik betreibt, hat man ja ein Ziel. Zum Beispiel muss ich Gymnastik machen, damit meine Muskeln gestärkt werden, vor allem die Bauchmuskeln und Rückenmuskeln. Das ist das Ziel meiner Gymnastik. Das Ziel dieser geistlichen Gymnastik hier ist die Gottesfurcht. Eine Frömmigkeit, wie sie Gott entspricht. Hier haben wir wieder das Wort Eusebeia, die gute Gottesverehrung, die richtige Gottesverehrung. Anbeter, echte Anbeter sollen wir werden, durch Wort und durch Leben, durch Gebet und durch Unterstreichung, mit unserem Lebenswandel.
Vers 8: Warum soll man sich damit beschäftigen? Denn die leibliche Übung, die Gymnastik des Leibes, ist zu wenig nützlich. Also die Fitness ist zu wenig nützlich. Das sagt ein Mann, der ohnehin sehr viel zu Fuss gegangen ist und dessen Muskeln gestärkt waren. Er spricht hier nicht ein Bürostuhlsitzer und ein Mann des 21. Jahrhunderts. Das heisst, Paulus ist hier nicht grundsätzlich dagegen, dass wir uns bewegen. Dazu ist der Mensch eigentlich erschaffen worden, nicht um uns nicht zu bewegen. Wenn wir heute acht Stunden oder zehn Stunden vor dem Computer sitzen müssen, dann brauchen wir unbedingt auch Bewegung. Also darum geht es nicht. Es ist nicht so, dass Paulus gegen eine gesunde Fitness sei.
Natürlich weiss Paulus, was Fitness heisst. Er weiss, was es heisst, hunderte von Kilometern zu gehen. Aber er meint hier: Es gibt ja gewisse Leute, die einfach Sport betreiben mit dem Ziel, einfach irgendwie im Sport gut zu werden. Das ist wenig, das hat wenig Nutzen in Bezug auf die Ewigkeit. Aber die rechte Ehrfurcht, die richtige Frömmigkeit, ist zu allem nützlich. Also die rechte Gottesverehrung ist zu allem nützlich, zu allem hier immer relativ. Das Wort alles ist relativ, der Kontext entscheidet, was gemeint ist, was alles denn.
Na, zu den geistlichen Dingen. Dazu Frucht, geistlicher Frucht. Pflege deinen Geist, der Geist wird ewig bleiben, und die Frucht, die der Herr Jesus durch uns bewirkt, das wird ewig bleiben. Die rechte Ehrfurcht ist zu allem nützlich, da sie die Verheissung des Lebens hat. Also sie hat eine Verheissung. Die Verheissung ist: Wenn du in richtiger Gottesfurcht und Verehrung Gottesverehrung lebst, wird das ewige Leben dein Ziel sein, dein Lossein, dein Lohnsein. Gott wird etwas durch dich tun, und Gott wird dich in der Ewigkeit belohnen. Und nicht nur in der Ewigkeit, des jetzigen Lebens und des zukünftigen.
Das Zukünftige ist klar, dort werden wir Lohn bekommen. Aber auch schon hier werden wir profitieren. Wenn wir hier gottesfürchtig leben, wird das hier Auswirkungen haben, und wir werden hier schon geniessen diese Auswirkungen. Wir werden hier schon Frucht sehen, wir werden die Gemeinschaft mit Gott geniessen. Und aus der Gemeinschaft mit Gott entsteht Frucht. Ohne mich könnt ihr nichts tun, sagte der Herr Jesus, und bleibt in mir, dann werdet ihr Frucht bringen. Also die rechte Ehrfurcht hat die Verheissung des Lebens, des jetzigen Lebens und des zukünftigen.
Treu ist das Wort, also zuverlässig ist das Wort, danke, zuverlässig ist das Wort. Das heisst vertrauenswürdig, treu, es enttäuscht uns nicht, diese Worte lassen uns nicht im Stich, und aller Annahme wert. Dieses wertvolle Wort ist wert, dass man es annimmt. Meint er jetzt das konkrete Wort, das er jetzt gerade gesprochen hat, oder meint er das Wort allgemein? Wahrscheinlich hier allgemein, aber ich?
Aber vor allem natürlich auch das, was er jetzt gesagt hat. Treu ist das Wort und aller Annahme wert, denn dafür arbeiten wir auch. Für dieses Wort, wir sind Verkündiger des Wortes. Das ist der Sinn unseres Lebens. Wir sind Verkündiger, unsere Existenz ist, dass wir dieses Wort weitergeben an andere Menschen. Für dieses arbeiten wir auch.
Wie lange geht es bis Hauptzehn? Bis zehn. Ich vergesse immer wieder die Zeiten. Danke. Treu ist das Wort und aller Annahme wert, denn dafür arbeiten wir auch. Und jetzt zeigt er, wofür er arbeitet. Jetzt zeigt er sich selbst als Vorbild. Er ist ein Arbeiter. Und wir werden geschmäht. Er ist einer, der leidet. Wir werden geschmäht, weil wir die Hoffnung auf den lebenden Gott gesetzt haben.
Wer einen toten Gott hat, dessen Hoffnung ist der Tod. Wer einen lebenden Gott hat, der hat wirklich echte Hoffnung, hat eine lebende Hoffnung. Dann ist die Hoffnung, das heisst seine Zukunft, Leben, nicht Tod. Hoffnung heisst Zukunft. Man hofft auf etwas, was Gott versprochen hat, und es wird eintreffen, weil Gott treu ist, und das wird mit dem Leben zu tun haben. Es ist eine lebende Hoffnung, weil wir auf einen lebenden Gott unsere Hoffnung gesetzt haben.
Übrigens, das Wort „wir haben unsere Hoffnung gesetzt“ steht im Griechischen im Perfekt, und Perfekt heisst: Wir haben das getan und tun es jetzt auch noch. Das heisst, wir haben begonnen in der Vergangenheit, und das hält an bis in die Gegenwart an. Man könnte also übersetzen: weil wir die Hoffnung auf den lebenden Gott gesetzt haben und noch setzen, wir hoffen immer noch auf ihn.
Die Hoffnung auf einen lebenden Gott, der der Retter aller Menschen ist. Das Ziel ist Heil aller Menschen, das ist das Ziel. Das gewünschte Ziel heisst das. Gott wünscht sich dieses Ziel. Und durch Jesus Christus ist es möglich, dass alle Menschen gerettet werden können. Das heisst nicht, dass alle Menschen gerettet werden. Er ist ein Retter aller Menschen potenziell, das heisst, es ist jetzt möglich. Weil Jesus Christus für alle gestorben ist, 1. Timotheus 2,3 hat er davon gesprochen: Christus hat sich für alle gegeben als Lösegeld. Deshalb können alle Menschen gerettet werden.
Spurgeon hat also nicht Recht, wenn er sagt, Christus ist nur für die Erwählten gestorben. Nein, er ist für alle gestorben. Deshalb können alle gerettet werden, nicht nur die Erwählten, wobei der Spurgeon hier eine falsche Auffassung von Erwählung hat. Übrigens, wenn ich kurz da unterbrechen darf: Ich habe jemand hat mich gefragt um das Buch Erwählung und Vorherbestimmung. Mit Herbert Jantzen zusammen habe ich dieses Buch geschrieben. Das heisst, es ist eine Behandlung der Erwählungsstellen im Neuen Testament und der Vorherbestimmungsstellen und auch aller anderen Bibelstellen, die oft herzugezogen werden. Es ist also eine Bibelarbeit, und wer das Buch haben möchte, kann es gern haben. Ich könnte es zum Einkaufspreis haben von vier Euro.
Das Buch behandelt einfach die Stellen. Es ist eine biblische, man geht von Bibelstelle zu Bibelstelle und versucht, jeden Vers da zu untersuchen. Und es ist keine Kampfschrift. Also das Wort Calvinismus kommt meines Erachtens, meines Wissens, gar nicht vor. Er will einfach nur die Problematik aufzeigen und die Bibelstellen behandeln. Wer das lesen möchte, es ist ein Studium, also es ist nicht so leicht zu lesen, es ist kein Roman.
Vers 10: Der der Retter aller Menschen ist, sonderlich oder allermeist der Gläubigen. Allermeist der Gläubigen, also besonders die Gläubigen, die werden gerettet. Warum? Oder besonders für die Gläubigen ist er ein Retter. Warum? Weil die diese Rettung annehmen. Christus starb für alle, die es annehmen werden. Christus starb für alle, aber nur die es annehmen werden, werden gerettet. Er starb nicht nur für die, die dies einnehmen werden, sondern er starb für alle grundsätzlich. Aber dadurch werden noch nicht alle Menschen gerettet, sondern sie müssen glauben. Das kommt hier klar heraus.
Jemand hatte mich gefragt, vor letzter Woche, über die Verantwortlichkeit des Menschen, um irgendwelche Bibelstellen ging es. Hier sehe ich gerade, habe ich einige Bibelstellen aufgeführt. Die Heilige Schrift lehrt, dass die gesamte Verantwortung für die menschliche Reaktion auf den göttlichen Ruf beim Menschen liegt. Also die Bibel lehrt, dass der Mensch die Verantwortung hat, auf den Ruf Gottes zu reagieren, und wenn er das nicht tut, ist er ungehorsam.
Hier sind einige Stellen aus dem Alten Testament, die diese Verantwortung ganz deutlich zum Ausdruck bringen. Hesekiel 3,19 z. B. Ich kann das kurz vorlesen: Wenn du den Ehrfurchtslosen warnst und er kehrt nicht um von seiner Ehrfurchtslosigkeit und von seinem ehrfurchtslosen Wege, wird er wegen seiner Ungerechtigkeit sterben. Hesekiel 3,19. Oder Hesekiel 18,23: Sollte ich denn wirklich gefallen haben am Tod des Gottlosen, und nicht vielmehr daran, dass er von seinen Werken umkehre und lebe? Wenn dagegen der Gerechte sich von seiner Gerechtigkeit abkehrt und Unrecht tut, nach allen den Gräueln, die der Ehrfurchtslose verübt hat, tut er es, sollte er dann leben? An seiner Gerechtigkeit, die er getan hat, soll nicht mehr gedacht werden, wegen seiner Treulosigkeit, die er begangen hat, und wegen seiner Sünde, die er getan hat. Ihretwegen soll er sterben.
Und Hesekiel 18,30: Darum werde ich euch richten, Haus Israel, jeden nach seinen Wegen, spricht der Herr. Kehrt um und wendet euch ab von allen euren Übertretungen, dass es euch nicht ein Anstoss zur Schuld werde. Werft alle eure Übertretungen von euch, wodurch ihr übertreten habt, und schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist. Warum wollt ihr sterben, Haus Israel? Merkt es? Warum wollt ihr denn sterben? Sagt Gott zum Menschen. Also bitte, wer ist verantwortlich, dass der Mensch nicht stirbt, ewig stirbt? Gott oder der Mensch? Hier ist ganz klar: Wollt ihr denn wirklich sterben? Er plädiert hier für diese Leute, dass sie sich bekehren. Das kommt ganz deutlich zum Ausdruck.
Oder Hesekiel 33,11 auch noch: So wahr ich lebe, ich habe keinen Gefallen am Tod des Gottlosen, sondern dass er von seinem Weg umkehre und lebe. Kehrt um, denn warum wollt ihr sterben, Haus Israel? Also wenn jemand heute sagt, dass die Heilige Schrift lehren würde, dass Gott bestimmt, wer sich bekehrt und wer nicht, dann ist das nicht richtig. Dann geht er über die Schrift hinaus und sagt mehr, als die Schrift sagt. Die Schrift sagt das nicht, dass Gott bestimmt, wer sich bekehrt und wer sich nicht bekehrt.
Zurück zum Text, also in Vers 11, Kapitel 4, ja, bitte. 1. Timotheus 4,10. 1. Erhalter aller Menschen. Das Wort für Retter kann auch Bewahrer bedeuten. Das Wort retten, so sehen, beinhaltet, dass er auch bewahrt. Also wenn Gott jemanden rettet, dann bewahrt er ihn auch, immer aufgrund des Glaubens. Und von daher ist es nicht falsch, wenn man hier übersetzt: Gott ist ein Erhalter aller Menschen, besonders derer, die gläubig sind und glauben, erhalten für das ewige Leben nämlich, für alle Ewigkeit. Das bedeutet auch: Retten schliesst das Bewahren mit ein. Gott will jeden Menschen retten, der sich retten lässt, der an ihn glaubt, und er will jeden bewahren, der sich retten lässt und an ihn glaubt. Durch den Glauben wird er ja bewahrt, Gott bewahrt ihn.
Oder habe ich dieses gut? Vers 11: Diese Dinge sind also anzuweisen. Es heisst hier im Griechischen: Solches weise an, mit einer Befehlsform in der Gegenwart. Im Griechischen gibt es eine Gegenwartsbefehlsform, das heisst immer wieder oder fortwährend soll man das tun. Also man könnte hier übersetzen: Solches weise fortwährend an oder immer wieder, solches lehre auch hier wieder und lehre immer wieder oder fortwährend, stets, beständig.
Das zeigt: Der Lehrauftrag ist etwas, was wir beständig tun sollen, in der Versammlung oder auch nicht in der Versammlung, wo wir auch Gelegenheit haben, immer wieder im fortgesetzten Sinne.
Vers 12: Niemand verachte deine Jugend, sondern werde ein Vorbild der Gläubigen. Werde ein Vorbild. Übrigens: Nichts sei ein Vorbild, das steht nicht da. Im Griechischen steht: Werde ein Vorbild. Sagt man, das ist ja das Gleiche. Das ist nicht das Gleiche. Vorbild werden gibt den Menschen Raum, dass sie wachsen können, mehr und mehr und mehr. Werde ein Vorbild. Sei ein Vorbild, das heisst einfach: Ja, sei als ein Vorbild, fertig. Aber es ist schön, dass die Schrift das sagt, das ist sehr ermutigend. Wie Paulus hier spricht: Werde ein Vorbild. Das heisst, das ist ein Ziel. Er weiss, dass der Timotheus noch ein bisschen Zeit und Raum braucht, um zu wachsen. Die Reife wird nicht von heute auf morgen erreicht.
Herr Präsident! Bezieht sich das jetzt nur auf Gemeinden, die in der Prüfungsphase sind, oder ist das ein Dienst, den die Gemeinden auch brauchen, wenn sie schon mehr Ausgebildete und Lehrer haben und so weiter? Ist das etwas, was heutzutage die Gemeinden auch brauchen? Also im Neuen Testament war es ja so, dass Paulus immer wieder auch die Gemeinden besucht hat. Man könnte sagen: Ja, die haben es gebraucht, das waren junge Gemeinden natürlich. Wobei das Muster, das uns im Neuen Testament gegeben wird, ist auf alle Fälle so, dass es ein stetiger Austausch ist. Das heisst, es sind nicht die Gemeinden so einfach unabhängig, dass niemand kommt von aussen, um sie zu lehren, weil sie niemanden mehr brauchen.
Wir brauchen, Paulus ist sich bewusst, dass man sich einander immer braucht. Und offensichtlich wollte Gott es so, dass es Brüder gab wie Apollos und Paulus und Petrus und so weiter. Niemand hatte ein Monopol. Paulus konnte nicht sagen: Also Kleinasien ist mein Gebiet, und du Johannes bleib wo du bist. Nein. Oder Petrus geh du nach Rom. Nein, Petrus war auch in Kleinasien, genauso wie Paulus da war, und später war Johannes in Ephesus. Man merkt, dass auch die älter gewordenen Gemeinden, wie gerade Ephesus, zur Zeit, als Johannes schon alt geworden war, immer noch solche Apostel hatten.
Jedenfalls kommt klar in der Apostelgeschichte zum Ausdruck, dass immer wieder Menschen herumgereist sind. Ich habe festgestellt, dass ich sehr, sehr viel profitiert habe durch Lehrer, die zu uns kamen. Ich weiss nicht, wie das geschehen ist, sie wurden eingeladen oder nicht eingeladen. Jedenfalls in Österreich, als ich dort noch wohnte, wir hatten immer wieder Brüder, die vorbeikamen und uns gelehrt haben, und wir waren sehr dankbar für das, was wir bekommen haben.
Die Gemeinde Jesu ist ja eine grosse Gemeinde. Es gibt letztlich nur eine einzige Gemeinde, das ist die Gemeinde aller Wiedergeborenen, und die sollen einander helfen. Wie das aber geschieht, das will der Herr Jesus dirigieren. Der Arbeiter, wir als Verkündiger, wenn der Herr uns führt, dass wir woanders einen Dienst tun, und die Tür ist offen, dann sollen wir den Dienst tun. Wenn die Tür geschlossen ist, dann haben wir keinen Auftrag, das heisst, dann haben wir keine offene Tür, dann können wir nicht handeln, wir können die Tür nicht einrennen.
Aber grundsätzlich sollen wir bereit sein, auch über unsere Grenzen hinaus am Ort zu schauen, ob nicht der Herr auch über unsere Grenzen hinaus einen Dienst von uns möchte. Und dann muss aber der Herr das führen, denn manche wird der Herr so führen, dass sie an einem Ort beständig dienen, und andere wird der Herr vielleicht mehr führen, dass sie mal auch woanders dienen oder sogar vermehrt woanders dienen. Aber das müssen wir dem Herrn überlassen. Und natürlich können wir auch auf die Brüder hören, die zu uns sagen: Du, wir haben den Eindruck, du bist hier zu viel. Das heisst, es gibt Platz noch in dieser Welt, tu einen Dienst, du bist hier zu viel, du bist hier zu viel, du bist hier zu viel, du bist hier zu viel, du bist hier zu viel, du bist hier zu viel, du bist hier zu viel, du bist hier zu viel, über die Grenzen hinaus, von hier.
Und auch da: Der Herr führt ja auch auf verschiedene Weise und kann uns auch durch Geschwister ermutigen für einen Dienst. Letztlich werden wir das merken: Wenn die Türen sich auftun, dann wollen wir sie nützen. Grundsätzlich muss ich sagen: Wenn ich die Bibel lese, ist nicht festzustellen, dass einmal ein Zustand erreicht war im Neuen Testament, wo die Gemeinden sagten: Wir brauchen keine Leute mehr von auswärts. Brauchen tun wir uns immer gegenseitig. Jeder Christ braucht den anderen Christ, und jede Gemeinde braucht auch die andere Gemeinde und Diener der anderen Gemeinde oder Diener, die jetzt herumreisen.
Also von daher sehen wir nicht, dass diese Art von Missionaren, missionarische Lehrer oder Missionare, dass das aufgehört hätte, dieser Dienst, oder bewegliche Lehrer oder bewegliche Evangelisten. Es gibt ja auch solche, die am Ort Evangelisten sind, und solche, die unterwegs sind, mal hier und mal dort hingehen und evangelisieren. Wir haben das ja ohnehin hier. Das ist ja ohnehin sehr bekannt: Evangelisten, die herumreisen und den Gemeinden dienen mit ihrer Gabe. Aber von daher scheint Epheser 4,11 eine grundsätzliche Ordnung, die immer gilt: Gott hat in der Gemeinde gesetzt die einen als Apostel, andere als Propheten, andere als Evangelisten und andere als Hirten und Lehrer. Damit die Gemeinde aufgebaut wird, damit der Dienst geschehen kann, damit der Leib Christi gebaut wird, denke ich schon. Aber der Herr muss das führen.
Es werden nicht die unreifen Leute sein, die weggehen, es werden meistens die reifsten Leute sein, die weggehen. Paulus und Barnabas waren in Antiochien. Das waren aber dort die Lehrer schlechthin, es gab einige Lehrer, noch drei weitere, und die zwei hat der Heilige Geist ausgesondert und gesagt: Die Gemeinde hat gebetet und gefastet, hat den Willen des Herrn erfragt, und dann hat der Herr das klargemacht durch den Heiligen Geist, sondern wir aus dem Paulus und dem Barnabas, ich habe eine Aufgabe für sie, ein Werk. Und dann hat sie die Gemeinde ziehen lassen. Die Gemeinde hat nicht den Paulus und den Barnabas ausgesandt, sondern sie hat sie losgelassen, steht dort. Sie liessen sie gehen, sie liessen sie ziehen. Natürlich haben sie sie begleitet. Das darf man annehmen, dass sie sie mit Gebet und auch begleitet haben.
Also von daher: Ja, ich denke, dass es auch weiterhin gut ist, dieser Austausch, diese Dienste. Und es gibt viele Brüder, die umherreisen. Also die Frage ist, ob sich Vers 10, also der Rettung aller Menschen, allermeist der Gläubigen, ob sich das auch auf andere Menschen bezieht, also Gott rettet dann nicht nur die Gläubigen, sondern auch andere, ist das gemeint?
Ja, genau. Es gibt das Retten, die Fernsehzeitung, weil die Nichtgläubigen retten, die Nichtgläubigen retten nicht mehr. Ah, und das Retten dann nicht, das geistliche Retten für die Ewigkeit, betreffen sollte.
Ja, retten und bewahren, aber der Kontext ist das Entscheidende. Was für ein Retten hat Paulus im Sinne im ersten Timotheusbrief? Er spricht ja sehr viel vom Retten. Gott ist ein Rettergott, damit beginnt er schon, den Timotheusbrief. Und dann geht es weiter, in Kapitel 2 spricht er vom Retten, dass Jesus Christus, Gott will, dass alle Menschen gerettet werden. Und dann jetzt auch hier diese Stelle, auch in Kapitel 2 am Ende war es von Rettung die Rede. Wenn er hier immer wieder das Retten, mein Gott, der Rettergott, wofür rettet Gott die Menschen? Wofür? Was ist denn das Ziel der Geschichte, welches Heil, um welche Rettung kann es denn da gehen? Kann es nur darum gehen, dass der Mensch nicht stirbt? Welches andere Retten könnte gemeint sein, als dieses Heil, für das Christus kam, der sein Leben gegeben hat als Lösegeld für viele?
Weil Gott eben alle Menschen retten will, hat Christus sein Leben gegeben. Und Gott ist ein Retter aller Menschen, weil er für alle Menschen gestorben ist, weil er alle Menschen im Blick hat, weil er ein Rettergott ist. Also Gott will alle Menschen retten, in dem Sinne ist Gott ein Retter aller Menschen, potenziell gesprochen. Er ist ein Retter und Bewahrer heisst für die Ewigkeit bewahren. Das heisst, Gott will Menschen herausreissen aus der Sünde, aus dem Zustand, in dem sie sind, und für die Ewigkeit bewahren. Das ist ja die Rettungsaufgabe.
Wenn jemand am Meer ist, am Ertrinken ist und er ruft: Rettet mich!, dann ist gemeint: Bewahrt mich vor dem Verderben. Das heisst, die Rettung ist dann ein Bewahren vor dem Verderben. In dem Sinne ist Gott ein Retter für alle Menschen, um sie alle vor dem Verderben zu bewahren. Wenn sie sich nicht retten lassen, ist eine andere Frage. Das ändert nichts daran, dass Gott dennoch ein Retter aller Menschen ist und speziell allermeist der Gläubigen, weil die, die sich wirklich retten gelassen haben, und die, die sich retten liessen, die wird er auch retten. Jetzt sind wir gerettet, aber wir sind noch nicht fertig gerettet. Die muss er ja auch noch retten. Gott will uns ja auch in die Ewigkeit hinein retten.
Das Heil hat ja einen gegenwärtigen Aspekt und einen zukünftigen Aspekt. Der gegenwärtige Aspekt: Wir sind gerettet, das heisst, wir haben Vergebung der Sünden. Aber wir werden doch gerettet werden, weil wir sind noch unterwegs, wir sind noch nicht fertig, wir sind noch nicht am Ziel. Wenn wir dann ans Ziel gebracht sind, dann sind wir dann wirklich, aber ganz wirklich gerettet, allermeist. Also die Gläubigen wird er ganz sicher ans Ziel bringen und sie bewahren vor dem Verderben, und die Ungläubigen, alle Menschen grundsätzlich, will und möchte er vor dem Verderben retten.
Diese Rettung ist wirklich das grosse Thema der Bibel. Es geht um dieses eine Retten. Das ist die Botschaft, für die Timotheus lebt und für die die Verkünder des Evangeliums leben sollen. Die Menschen, die jetzt im Verkündigungsdienst stehen, müssen diesen Gedanken vor Augen haben: Wir sind Diener eines Rettergottes. Und Timotheus soll daran denken: Dafür arbeiten wir. Wir haben die Hoffnung auf einen lebendigen Gott gesetzt, der ein Rettergott ist, der alle retten will und ans Ziel bringen will, vor allem die Gläubigen, denn bei denen hat er das Rettungswerk schon beginnen können.
Und um das noch abzurunden: Niemand verachte deine Jugend. So jung war er nicht mehr. Also wenn wir rechnen, wahrscheinlich war er nicht unter dreissig, denn als er mitgenommen wurde auf der zweiten Missionsreise, Apostelgeschichte 16, da war er da. Da kann er nicht viel jünger als 15 Jahre alt gewesen sein. Paulus hat nicht ein Kind mitgenommen. Man muss hier einfach abwägen, aber man darf, man kann sich vorstellen, dass er über 15 Jahre alt war. Wenn er 15 war, nehmen wir das jüngste Alter, was man so noch vorstellen könnte, das war im Jahre 51, auf der zweiten Missionsreise, und jetzt ist das Jahr vielleicht 64, 65, dann sind jetzt mittlerweile etwa 15 Jahre oder wieviel, ja, 14 Jahre etwa verflossen. Wenn er 15 war plus 14, also gut 29 im besten Fall, aber er kann nicht unter 29 gewesen sein, das wäre schwierig.
Jedenfalls haben wir es hier mit einem Mann zu tun, der etwa 30 Jahre alt ist, vielleicht sogar schon ein bisschen drüber, und er soll als Christ so leben, dass niemand einen Grund hat, ihn wegen seiner Jugend irgendwie zu verachten, wegen seines Alters, jugendlichen Alters zu verachten. Er sollte also Reife aufweisen, trotz seiner relativen Jugend noch. So darf er mit Autorität Jesu Christi rechnen, und er sollte einer sein, der wohl merkt, der weiss, was er sagt, und der Versuchungen überwinden kann. Der ist nicht ein Kind.
Jugendliche, bitte, eins. Da ist das Wort wegen. Haben Sie das Wort wegen im Text, Schlachter? Also, das ist schon schwierig, wenn der griechische Text heisst: Verachten. Das Wort verachten, kataphroneo, verlangt den Genitiv, und das heisst, im Deutschen haben wir: Verachten verlangt den Akkusativ, den vierten Fall. Wenn wir im Deutschen sagen, jemanden verachten, dann drückt der Grieche das mit dem Genitiv aus. Deshalb ist deswegen bei verachten nicht angebracht. Wenn man das übersetzt mit geringschätzen, dann braucht man ein zusätzliches Wort. Dann muss man sagen: Wegen deiner Jugend soll dich niemand geringschätzen, wie die Zürcher Übersetzung das hat. Niemand soll dich deiner Jugend wegen geringschätzen, deines jugendlichen Alters wegen geringschätzen.
In dem Sinne haben wahrscheinlich Schlachter, haben die Übersetzer von Schlachter das auch aufgefasst, die Übersetzer. Also vom Griechischen her geht es gar nicht anders. Auch die anderen Übersetzer fassen es genauso auf: Niemand verachte deine Jugend, Elberfelder. Zürcher habe ich schon gesagt: Niemand soll dich deiner Jugend wegen geringschätzen, niemand soll dir wegen deiner Jugend die gebührende Achtung versagen. Menge: Jugend hier im Sinne jugendliches Alter. Nicht wegen deiner Jugendzeit, was du früher getan hattest. Wenn das gemeint wäre, müsste das schon gesagt werden, das heisst, es müsste irgendeinen Hinweis geben wegen deiner Taten deiner Jugend oder was auch immer.
Also rein sprachlich kann es nur so gemeint sein, wie jetzt die Zürcher das sagen: Deiner Jugend wegen soll dich niemand geringschätzen, deines jugendlichen Alters wegen. Einheitsübersetzung auch: Niemand soll dich wegen deiner Jugend geringschätzen. Die Jugend ist ein Altersbegriff, also Jugend ist im Griechischen so verwendet wie das Alter. Man sagt: ein Mann im Alter oder ein Mann in der Jugend, also ein Zeitbegriff. Wegen deiner Jugend, Altersbegriff, wegen deines jugendlichen Alters soll dich niemand verachten.
Ich schaue gerade noch andere Übersetzungen nach. Herder: Niemand soll dich wegen deiner Jugend gering achten. Ja, auch die englischen Übersetzungen. Zum Beispiel die Net Bible: Let no one look down on you because you are young, also: Lass niemand dich verachten, weil du jung bist, schon frei übersetzt. Hier die neue amerikanische Standardversion, die neueste Ausgabe: Let no one look down on your youthfulness, lass niemanden dich herabblicken auf deine Jugendlichkeit, dein jugendliches Alter. Da kommen wir nicht umhin. Und es muss auch in diesem Sinne von Schlachter und Schlachter übersetzen so gemeint sein. Es geht also nicht.
Er soll also Reife aufweisen, soll irgendwie zeigen, dass er ein reifer Mann ist, und da soll niemand einen Grund geben, ihn zu verachten, weil er jung wäre. Gott kann junge Leute hier verwenden, er kann auch alte Leute verwenden. In der Bibel übrigens gibt es drei bis vier Altersstufen. Also wenn wir das Baby jetzt ausklammern, gibt es das Kind von fünf bis zwanzig, den jungen Mann oder den Jugendlichen von zwanzig bis sechzig und den Alten von sechzig und darüber. Woher ich das habe? Aus 3. Mose 27. Dort werden diese drei Gruppen erwähnt, also diese drei Alter werden erwähnt: von fünf bis zwanzig so und so viel schätzen, und von zwanzig bis sechzig wird der Sohn so viel geschätzt, und von sechzig und darüber, wobei manche auch nur bis fünfzig gehen, weil der Priester zum Beispiel, der war schon ab fünfzig alt. Der musste ausscheiden aus dem Priesterdienst, der Soldat nicht, der musste dienen bis er sechzig war, aber der Priester nur bis fünfzig.
Der Priester hat aber auch später begonnen. Der Priester begann mit fünfundzwanzig, hatte dann fünf Jahre Lehrzeit und war dann von dreissig bis fünfzig Priester im Priesterdienst. Der Soldat war von zwanzig bis sechzig Soldat, also vierzig Jahre. Der Priester nur zwanzig Jahre. Ich habe hier mehrere Stellen. Das eine ist 3. Mose 27, und das andere ist 4. Mose 1, wo die Soldaten angeführt werden, oder 4. Mose 1, dort ist immer von zwanzig Jahren und darüber die Soldaten bis sechzig. Und dass man ab sechzig ein alter Mann ist, haben wir, Paulus selber rechnet sich als alter Mann, Philemon 1,9, also Philemon Vers 9.
Und die drei Altersklassen haben wir in 1. Johannes 2, die Väter, die Jugendlichen und die Kinder. Das sind natürlich dort geistliche Altersstufen, aber das Bild ist genommen aus dem Physischen, die physischen drei Altersstufen.
Da wollen wir jetzt schliessen damit, und wir stehen noch auf zum Gebet.