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Biblische Geld-Tipps

Geegen die Krise ...
Steigende Kosten fressen dich nicht nur über große Rechnungen auf, sondern über viele kleine Gewohnheiten. Wer Ausgaben bewusst prüft, gewinnt oft mehr Freiheit als mit mehr Gehalt.

Ein praktischer Blick auf steigende Kosten

Ihr Lieben, heute geht es um etwas ganz Praktisches, das viele hier beschäftigt. Die aktuellen Benzinpreise, Mobilitätskosten und Lebenshaltungskosten sind nicht mehr zum Lachen. Meiner Einschätzung nach wird sich das zumindest mittel- und langfristig in vielen Gegenden in Deutschland, Österreich und der Schweiz auch nicht verbessern.
Das heißt praktisch: einfach nur zu hoffen, dass irgendwo schon eine bessere Gesamtlage kommt, ist meiner Ansicht nach nicht unbedingt sinnvoll. Selbst wenn das Peak Oil nicht eintrifft, was mehrere Studienpapiere für die nächsten Jahre vorhersagen, damit ist gemeint, dass die Erdölförderung ihr welthistorisches Maximum erreicht und es danach zu geringeren Fördermengen und damit zu höheren Preisen kommt, selbst wenn all das nicht eintreffen sollte, wird mit großer Wahrscheinlichkeit die globale Geldmenge in Euro und in Dollar allein wegen der Staatsverschuldung zunehmen. Das hätte eine zunehmende Preisbeschleunigung von Waren zur Folge.
Und darauf zu hoffen, dass eine Regierung das allein richten wird, ist keine weise Strategie, die in der Masse aufgehen wird, so meine Meinung. Die Bibel sagt dazu in Sprüche 21, dass die Pläne des Fleißigen zum Gewinn führen. Also: Plan und Fleiß, ja, das ist gemeint. Bewusstes Handeln kann dich voranbringen. Nur zu hoffen, das ist die Frage, ob das wirklich der beste Weg ist.
Und weil das viele Leute beschäftigt, besonders Menschen in meiner Lebensphase, im Job, verheiratet, Familie, Verpflichtungen, und weil du jeden Euro nur einmal ausgeben kannst und merkst, dass die Kosten weiter steigen, deshalb hier ein paar ganz praktische Tipps, die du diese Woche und heute anfangen kannst umzusetzen.

Wer hier spricht und warum das Thema wichtig ist

Ich bin Markus. Bevor ich den Bibelfelddienst gegründet habe, habe ich viele Jahre als Berater und dann als Führungskraft in der Finanzbranche gearbeitet. Ich habe über zehntausend Stunden Beratungserfahrung, und einige, die gerade mit dir hier zusammen diesen Beitrag sehen und hören, haben damals an meinem Beratungstisch gesessen oder an Workshops von mir teilgenommen. So oder so: Danke für jeden, der heute einschaltet.
Drei Dinge vorweg.
Erstens: Es gibt ganz verschiedene Arten von Reichtum. Manche Leute denken bei Reichtum an das Vermögen, also an das Geld, über das man verfügt, das man auf dem Sparbuch hat, angelegt hat, auf dem Konto hat oder wie auch immer. Wieder andere Leute denken an Einkommensreichtum, das heißt daran, wie viel man im Monat, im Jahr oder im Quartal verdient. Wieder andere Leute denken an Zeitreichtum.
Zeitreichtum ist häufig der Reichtum, der die meiste Lebensqualität ausmacht. Daneben gibt es natürlich noch Reichtum an Beziehungen und vor allem Reichtum an Gesundheit. Das sind alles Dinge, die wichtiger sind als Geld. Deswegen ist es nicht weise, diese Dinge für Geld zu opfern. Opfere also nicht Reichtum an Gesundheit und an Beziehungen für Reichtum an Vermögen oder Einkommen. Auch Zeitreichtum sollte man nicht unterschätzen.

Worum es hier nicht geht und was trotzdem hilfreich sein kann

Zweitens: Nicht alles, was ich dir gleich zeige, trifft auf jeden zu. Lebensumstände sind nicht immer miteinander vergleichbar. Wer zum Beispiel in der Ausbildung ist, für den gelten andere Dinge als für jemanden, der Eltern mit Kindern ist. Und für den gelten wiederum andere Dinge als für jemanden, der im Ruhestand ist. Jemand Gesunder hat andere Möglichkeiten als zum Beispiel unsere Geschwister mit gesundheitlichen Einschränkungen.
Und drittens: Ich bin heute nicht hier, um dir zu sagen, was du mit deinem Leben machen sollst, was du mit deinem Alltag machen sollst oder was du mit deinem Geld machen sollst. Dafür bin ich jetzt nicht hier. Ich will nur auf Nachfrage ein paar Tipps teilen, die für mich persönlich funktioniert haben und die auch für meine Frau Elisa funktioniert haben. Wir haben diese Erfahrungen gemacht, und es gibt auch einige Leute, die das für sich bestätigt haben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Ganz grundsätzlich ist es nämlich so, dass die Steigerung von Kosten, Preiserhöhungen und Inflation meistens ein Symptom ist. Häufig deckt das nur Konstellationen auf, die unter der Oberfläche brodeln. Das heißt, es legt oft nur Dinge offen, die vorher schon eine Schieflage hatten.
Die Frage ist also: Was kannst du jetzt konkret tun? Und klar, Leute, die zum Beispiel ein höheres Einkommen haben, für die macht vieles vieles leichter. Aber ich habe in meiner Beratertätigkeit zu viele Leute gesehen, die 8 oder 10 Euro im Monat verdienen oder auch deutlich sechsstellig im Jahr, und die trotzdem pleite waren. Und das war damals, vor fünf Jahren, vor zehn Jahren, in den guten Jahren. Wie ist es denn jetzt?
Warum war das damals so bei einigen Leuten? Warum? Weil Gewohnheiten Einkommen schlagen. Ich wiederhole es noch einmal: Gewohnheiten schlagen Einkommen. Ein entscheidender Faktor ist dein Verhalten und welche Lebensentscheidungen und welche Alltagsentscheidungen du triffst.
Jesus sagt zum Beispiel zu einem ähnlichen Prinzip: Wer im Kleinen treu ist, der ist auch im Großen treu. Und genau darum geht es jetzt hier: Welche Entscheidungen triffst du im Kleinen, und welche Entscheidungen triffst du im Großen?

Ausgaben bewusst wahrnehmen und kleine Lecks schließen

Lass uns mit der Ausgabenseite starten. Das heißt also: Wieviel Geld gebe ich für was aus?
Und ich darf das offen ansprechen, als jemand, der früher selbst maximal davon betroffen war. Ich weiß, vielen Leuten geht es hier ähnlich. Viele von uns haben nicht so richtig ein gutes Bewusstsein für Ausgaben, kein wirklich gutes Bewusstsein für Ausgaben.
Was meine ich damit? Damit meine ich: Viele kleine Ausgaben können dich ruinieren. Es sind wirklich die Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Zum Beispiel mal ein Kaffee hier, mal ein Snack da, spontane Käufe, Impulskäufe dort. Das kann sich massiv aufsummieren.
Also sage ich es mal wirklich ein bisschen hart: Kleine tägliche Ausgaben können zu einem echten Feind werden, der gegen dich arbeitet.
Nur mal ein ganz banales Beispiel: Stell dir einfach vor, du würdest täglich für drei Euro einen Kaffee kaufen, einfach auf dem Weg zur Arbeit, auf dem Weg zur Gemeinde, weil es vor dem Haus ist oder was auch immer der Fall ist. Drei Euro täglich, dann kommst du schon auf über eintausend Euro im Jahr, die dir plötzlich fehlen wegen dieser Gewohnheit. Eintausend Euro im Jahr, die du nicht hast, Jahr für Jahr.
Stell dir vor, du würdest dir täglich für fünf Euro einen Snack organisieren. Fünf Euro täglich, das sind dann immerhin schon über eintausendachthundert Euro im Jahr, die dir deswegen fehlen.
In Sprüche 21 heißt es: „Im Haus des Waisen ist kostbarer Schatz, aber ein Tor verprasst ihn.“ Und genau das ist es, was wir häufig machen durch diese kleinen Dinge.
Deswegen ein Tipp: länger warten. Das gilt vor allem bei Einkäufen oder Anschaffungen, die mehr als hundert Euro kosten. Alles über einhundert Euro nicht sofort kaufen, sondern zum Beispiel dreißig Tage darauf warten. Und das Ergebnis ist in der Praxis, das ist jetzt nicht Theorie, sondern eine empirische Praxiserfahrung, dass sich dann 50 bis 80 Prozent der Käufe von selbst erledigen, weil man merkt, so sehr will man es eigentlich doch nicht oder so sehr hat man es dann doch nicht gebraucht.
 Sprüche 25 sagt: „Ein Mann ohne Selbstbeherrschung ist wie eine Stadt ohne Mauern.“ Also offen für jede Art von Einbruch. Und Impulskäufe können genau dieses Problem sein.
Ein sehr hilfreicher Tipp, der auch vielen Leuten geholfen hat, bei diesem ganzen Thema ein Bewusstsein für Ausgaben zu bekommen, ist es, den Preis einer Sache in Arbeitszeit und Lebenszeit umzurechnen.

Zeit, Arbeit und der wahre Preis von Konsum

 Psalm 90 sagt: Lehre uns bedenken, wie wenig Tage wir haben, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen. Das heißt: Deine Zeit auf dieser Erde im Diesseits ist begrenzt. Deshalb wollen wir sie bewusst einsetzen, zum Beispiel für Evangelisation.
Das gilt aber auch für Finanzen. Dazu einmal ein ganz anschauliches reales Beispiel.
Linda ist eine 23-jährige Krankenpflegerin. Sie erhält in einem durchschnittlichen Monat, inklusive der Schichten dort, wo sie arbeitet, mit den Stunden, die sie arbeitet, grob 2 Euro netto auf die Hand. Und einmal im Jahr eine Steuerrückerstattung von noch mal ungefähr 2 Euro. Das heißt, ihr Jahresnetto, worüber sie wirklich verfügen kann, beträgt also zwölf mal 2 Euro im Monat plus 2 Euro im Jahr. Das ist die Steuerrückerstattung. Das sind also 28 400 Euro.
In einer normalen Woche verdient sie damit: 28 Euro geteilt durch 52 Wochen sind also 546 Euro netto. Und dass sie nicht 52 Wochen im Jahr arbeitet, ist selbstverständlich. Es geht jetzt um das Rechenprinzip. Du wirst gleich sehen, worauf ich hinaus möchte.
Der Punkt ist: Mit Vorbereitung, Nachbereitung und Pendeln, also Vorbereitung für die Arbeit, Nachbereitung von der Arbeit und Pendeln, den Fahrten hin zur Arbeit und zurück, hat sie in der Praxis, also tatsächlich in der Realität beobachtet, dass sie insgesamt circa 45 Stunden pro Woche arbeitsbedingt unterwegs ist.
So, das hat sie jetzt einmal genau ausgerechnet. Das heißt: Für jede Stunde, die sie auf diese Weise einsetzt für Arbeit, die sie also nicht anders einsetzen kann, erhält sie 546 Euro geteilt durch 45 Stunden. Das macht also zwölf Euro dreizehn netto pro Stunde. Soweit die Kalkulation.
Eben noch hatte sie überlegt, dass sie sich für siebenhundert Euro ein iPhone kaufen möchte. Aber jetzt wird ihr klar, dass siebenhundert Euro bedeuten, dass sie siebenhundert Euro weniger hat von ihrem Ersparten und von ihrem, kommen wir gleich drauf, angelegten Geld. Aber das sind ja nur die Auswirkungen jetzt sofort in der Gegenwart.
In der Zukunft ist es ja noch viel gravierender. Denn sobald sie mit zum Beispiel siebenundsechzig Jahren aufhört zu arbeiten, ist ihr zu wünschen, dass sie als Krankenschwester auch wirklich so lange arbeiten kann, wenn sie das möchte, dann sind aus den heutigen siebenhundert Euro tatsächlich über zehntausend Euro geworden, mit Zins und Zinseszinseffekt. Das ist Geld, das ihr fehlt, sobald sie es jetzt ausgibt. Das heißt: Selbst unter Berücksichtigung der Inflation entspricht das fast vier Jahresurlauben, die sie davon hätte finanzieren können. Aber die sind jetzt futsch durch diese iPhone-Entscheidung.
Das heißt, ein iPhone zu kaufen kostet sie buchstäblich vier Urlaube. So, das haben wir damals zusammen durchgerechnet, und als sie das Ergebnis dann schwarz auf weiß gesehen hat, musste sie mehr als einmal schlucken.
Schließlich wird ihr dann bewusst, dass sie allein für dieses eine handgroße Gerät 700 Euro geteilt durch zwölf Euro dreizehn pro Stunde fast sechzig Stunden arbeiten müsste. Also, um sich das mal vorzustellen: Das ist, als ob jemand zu ihr sagen würde: Ich gebe dir ein Handy, und dafür arbeitest du anderthalb Wochen lang ausschließlich für mich und tust alles, was ich sage. Wie bitte?, denkt sie da.
Und das alles nur für einen Gebrauchsgegenstand, der nach spätestens drei Jahren kaputt geht und sie dann effektiv zwingt, einen neuen zu kaufen, ohne dass sie in dieser Zeit auch nur einen Euro für Miete, Lebensmittel oder Ersparnisse irgendwie aufgewendet hätte. Nur um telefonieren und Nachrichten schreiben zu können, weil den Rest kann man ja auch zum Beispiel am Computer machen.
Und als sie dann am Abend nach einem harten Arbeitstag das durchrechnet, dann schüttelt sie nur noch den Kopf. Und so hat sie es verstanden: Statt diesen sehr hohen Preis zu zahlen, wartet sie besonnen noch ein paar Monate, bis ihr altes Handy wirklich den Geist aufgegeben hat, weil so schlecht war es dann letztlich doch nicht. Und dann kauft sie sich am selben Tag ein gebrauchtes Nicht-iPhone für hundertzwanzig Euro, das ebenfalls noch drei Jahre hält.
Und falls du denkst, das wäre unrealistisch: Nur dazu mein letztes Handy habe ich im Sommer 2019 gekauft.

Flexibler leben statt alles besitzen

Dann zum Thema Ausgaben ein bisschen, ja, vielleicht ein etwas kantigerer, ein etwas kontroverserer Punkt. Den musst du nicht so sehen. Meine Frau Elisa und ich versuchen inzwischen, nur noch das zu kaufen, was sich nicht vermeiden lässt. Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, versuchen wir eher, Dinge zu mieten. Also unser Motto: Lieber mieten als kaufen.
Warum? Und das darfst du, wie gesagt, sehr gerne anders sehen. Warum? Weil wir so mehr Flexibilität haben, weil wir für weniger Dinge, für weniger Gegenstände, verantwortlich sind. Denn alles, was du besitzt, will irgendwann etwas von dir. So ist es so, dass wir dadurch weniger Headspace, also weniger Kopfraum, für Gegenstände aufbringen müssen. Wir haben mehr Freiheit und ein größeres Gefühl von Selbstbestimmung.
Das kann bei dir anders sein, ich wollte es nur ansprechen.

Mobilität, Wohnort und Beruf als zusammenhängende Entscheidung

Damit sind wir bei einem weiteren sehr sensiblen Thema. Also schau dieses Video bitte nur weiter, solange dein Puls gerade unter achtzig ist, gern auch unter siebzig. Es geht nämlich um das Thema Mobilität, also darum, wie du von A nach B kommst und von B nach A, und wie du das bezahlst.
Dazu musst du wissen: Das ist immer ein Dreieck. Das heißt, du kannst Mobilität, also zum Beispiel die Kosten für ein Auto oder für ein Jahresticket im Zug oder was auch immer es ist, nie isoliert für sich allein betrachten. Das hängt immer zusammen mit zwei anderen Dingen, nämlich mit deinem Wohnort und mit deinem Job. Die drei bilden ein Dreieck: Wohnort, Job, Mobilität. Du kannst nicht eines davon isoliert betrachten.
Deswegen muss man sich genau überlegen, wie man diese drei Faktoren in der jetzigen Lebensphase oder für die nächste Lebensphase aufeinander abstimmt. So kann es zum Beispiel, nicht in allen Situationen, aber in mehr Fällen, als man denkt, eine bewusste Entscheidung sein, näher an die Arbeitsstätte heranzuziehen. Ich zum Beispiel habe damals in der Stadt gearbeitet und bin dann vom Stadtrand näher in die Innenstadt gezogen. Dann habe ich zwar Miete gezahlt, auf jeden Fall, ja, aber ich hatte eben kein Auto mehr, weil es nicht mehr notwendig war. Stattdessen konnte ich mit den Öffentlichen, mit dem Fahrrad oder mit ähnlichen Mitteln fahren. Das heißt, ich hatte dann ab Jahr eins eine Ersparnis.
Dazu kommt, dass im Laufe der Jahre die Mieten langsamer gestiegen sind als die Kosten für das Auto, also die Spritkosten sowieso, aber auch Instandhaltungskosten, Wartung, Verschleiß, Versicherung etc. Auch die Kosten, mal ein Taxi zu nehmen oder sogar mal einen Mietwagen, um Freunde und Verwandte am Wochenende zu besuchen, waren immer noch günstiger als die Kosten für ein eigenes Auto, zumal über zwei bis drei Jahre, sobald du die Anschaffungskosten für das Auto mit einrechnen würdest.
Das heißt noch einmal: Das gilt nicht für jeden, aber überraschend viele Menschen, mehr als du denkst, haben, wenn sie es wirklich einmal durchrechnen, bemerkt, dass sie bei geschickten Lebensentscheidungen ein Auto nicht unbedingt benötigen. Und ein Auto nicht zu haben, spart dir mehrere Tausend Euro, die du im Jahr mehr zur Verfügung hast.

Gruppendruck, Konsum und klare Grenzen

Damit sind wir bei dem Thema Mentalität. Die Bibel sagt in Römer 12: Passt euch nicht dieser Welt an. Ich interpretiere das jetzt einfach mal so. Das steht natürlich nicht genau so im Text, weil es dort um andere Dinge geht. Aber warum soll das eigentlich nicht auch für den Lebensstil und für den Konsum gelten?
Wisst ihr, Gruppenzwang ist eine enorme Sache. Es gibt Leute, die sich über ihre Ausgaben identifizieren. Das hast du im christlichen Bereich deutlich weniger als in der Welt, also in der Gesellschaft. Aber auch in manchen Gemeinden gibt es das unausgesprochen: dass Leute eine bestimmte schicke Kleidung tragen wollen, oder dass alle Leute Auto fahren, also fährt man auch Auto, dass man ein großes Haus hat, einen großen Garten usw.
Und es kann ja mal sinnvoll sein, das im Hauskreis oder im Freundeskreis ganz ergebnisoffen anzusprechen: Welchem Konsumdruck wollen wir wirklich nachgeben? Was sind wirkliche Sachzwänge? Häufig weniger, als man denkt. Und was sind eher selbstgemachte Regeln?
Denn denkt daran: Vieles davon sind nicht vom Himmel gefallene, gottgegebene Gesetze, sondern eher Dinge, die man sich selbst ausgedacht hat. Viele Ausgaben, längst nicht alle, aber viele Ausgaben entstehen durch Gruppenzwang und durch soziale Erwartungen, also vereinfacht gesagt durch Stress, den man sich häufig selbst macht.
Und ein Nein kann häufig mehr Geld sparen als jeder Spartipp. Jesus sagt selbst: Euer Ja sei ein Ja, euer Nein sei ein Nein. Dieses Nein-Sagen kann auch bei Ausgaben gelten, dass wir zu Ausgaben einfach Nein sagen. Es ist gerade nicht dran, ich habe gerade andere Prioritäten.
Hier noch ein besonderer Tipp für Ehepaare: Bei allen größeren Ausgaben entscheidet gemeinsam darüber. Also Elisa und ich, wir haben uns ein Limit gesetzt. Über Summe xy entscheiden wir nur gemeinsam. Unter Summe xy kann einfach jeder selbst darüber entscheiden. Und ganz wichtig bei neuen Fixkosten, also bei neuen Kosten, die wirklich dauerhaft immer wiederkommen: Da wollen wir mindestens eine Woche drüber schlafen. Wir sind mit dieser Regel sehr gut gefahren.

Praktische Ordnung im Alltag und im gemeinsamen Haushalt

Noch ein paar kurze praktische Tipps zum Thema Ausgaben, und dann gehen wir zum nächsten Thema weiter.
Ich empfehle dir wirklich, dass du alle Ausgaben, also alles Geld, das du irgendwie ausgibst, einmal über mehrere Tage, mindestens eine Woche, besser über drei bis vier Wochen, wirklich vollständig aufschreibst. Also mal eine komplette Liste machst. Das habe ich früher auch mit Klienten gemacht.
Schreib alles auf, wofür du Geld ausgibst, egal ob bar, mit Karte, online oder auf andere Weise. Wirklich alles. Auch mit der Hand. Und dann schau einfach mal, wie lang diese Liste ist. Passt sie überhaupt noch auf eine A4-Seite oder auch nicht?
Da kommt häufig mehr zusammen, als man denkt. Sobald man zum Beispiel, wir hatten es gerade schon, die Autonutzung kritisch überprüft und wirklich jede Fahrt hinterfragt, also: Muss das sein? Muss das nicht sein? Sobald man sich überlegt, welche Abos man eigentlich hat, also irgendwelche Abogeschichten, die man eigentlich gar nicht wirklich nutzt oder heute nicht noch einmal nutzen würde, und welche kleinen Ausgaben man hat, die sich aber tatsächlich summieren, und was passiert, wenn man sie stoppt.
Das Ergebnis aus der Praxis hat gezeigt, dass Leute häufig mehr als 200 Euro im Monat frei haben, sobald sie das einmal bereinigen, und zwar für Sachen, die ihnen sowieso nicht so viel bedeuten. Manchmal sind es auch mehr.
Diese finanziellen Lecks zu schließen, ist, als ob du verstecktes Einkommen freisetzt. Denn jeder Euro, den du nicht ausgibst, ist ja wie ein Euro, den du zusätzlich hast. Das ist dann wie indirektes Einkommen. Das heißt: Viele Einnahmenprobleme sind eigentlich Ausgabenprobleme.
Nochmal: Es gibt viele, viele Ausnahmen. Ich rede aber von den Fällen, in denen wir uns manches manchmal schönreden.
Das kann zum Beispiel sein: Abos kündigen, also Streaming, Apps, Verträge. Da können häufig schon mal 50 Euro im Monat, manchmal auch 100 Euro im Monat oder mehr zusammenkommen.
Das kann auch die Sache mit dem Auto sein, also weniger fahren, gegebenenfalls das Auto abschaffen oder stehen lassen oder mal öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Das können auch noch einmal 50 bis 150 Euro im Monat sein, die da reinkommen, häufig sogar mehr.
Oder Einsparungen bei Versicherungen und Verträgen: prüfen, optimieren. Also nicht immer nur schauen, was irgendwie das Günstigste und Billigste ist, sondern auch überlegen, ob man für die gleichen Verträge einfach mehr Leistung rausbekommt.
All das zusammengenommen kann bei einigen Leuten, wie gesagt nicht immer, aber bei einigen Leuten dazu führen, gerade als Familie, dass man unter Umständen als Familie oder als Ehepaar 300 Euro im Monat weniger an Ausgaben hat. Und das ist dann bei vielen Leuten wie 500 Euro brutto mehr Gehalt.
Das ist jetzt natürlich ein hochgegriffenes Beispiel, aber ich will dir einfach nur zeigen, dass das echt Auswirkungen haben kann.

Mehr verdienen statt nur sparen

Ein zweiter ganz wichtiger Punkt ist die Einnahmenseite. Es gibt manchmal Leute, die sparen sich kaputt, anstatt zu überlegen, wie sie ihr Einkommen erhöhen können. Sprüche 14 sagt: Bei aller Mühe ist Gewinn. Das heißt also, Einkommen kommt durch aktives Handeln.
Dafür gibt es verschiedene Strategien, die du teilweise vielleicht nutzen kannst. Wie gesagt: Prüf alles, behalte nur das Gute.
Strategie eins ist, Jobwechsel strategisch zu nutzen. Warum? Dein Einkommen kann im gleichen Job steigen, darüber reden wir sofort. Aber gerade beim Wechsel ist das etwas, wo man häufig deutlich mehr herausholen kann. Deswegen lohnt es sich manchmal, alle zwei bis drei oder vier Jahre zu prüfen: Was ist gerade der aktuelle Marktwert meiner Arbeitskraft, meiner Qualifikation? Und gibt es vielleicht bessere Angebote, bei denen ich bei einer vergleichbaren Arbeit mehr verdienen würde?
Das ist deswegen ganz besonders effektiv, weil ich ja keinen zusätzlichen Zeitaufwand brauche. Ich kann durch den gleichen Zeitaufwand, durch den gleichen Job, manchmal 20 oder mehr zusätzlich verdienen, indem ich einfach den gleichen Job woanders mache.
Strategie zwei ist, das Gehalt aktiv zu erhöhen, soweit das möglich ist. Wer jetzt selbständig ist und den Wert seiner Arbeitskraft am Markt selbst bestimmen kann, nach Angebot und Nachfrage, der hat es hier manchmal leichter. Als Angestellter hast du aber auch einen gewissen Hebel. Bei den Leuten, bei denen das funktioniert, ist das wirklich attraktiv, weil du nicht großartig zusätzlich Zeit benötigst. Du hast einen sofortigen Effekt, der sich auf Monate und Jahre auszahlen kann.
Damit meine ich, dass du dein Gehalt, das du im Augenblick hast, vielleicht nicht einfach passiv akzeptierst. Das gilt jetzt nicht für Leute, die einen Tarifvertrag haben, sondern dass du überlegst, wie man das regelmäßig nachverhandeln kann. Ein ganz wichtiger Bestandteil davon ist, dass du deine Leistungen sichtbar machst. Dann würde ich versuchen, in ein Gespräch zu gehen und mehrere konkrete Mehrwerte zu nennen, die du jetzt schon bringst. Und dann gegebenenfalls versuchen, mit dem Vorgesetzten oder der Vorgesetzten eine Zielerreichung zu vereinbaren, nach dem Motto: Was muss passieren, damit ich zum Beispiel in einem halben Jahr zwischen fünf Prozent und fünfzehn Prozent mehr verdienen kann? Und je nachdem, welchen Mehrwert du dem Unternehmen, dem Arbeitgeber bringen kannst, wenn der das bezahlen kann, kann da wirklich etwas drin sein.
Und Strategie drei wäre, dass du deine Fähigkeiten monetarisierst.

Fähigkeiten nutzen, Nebenverdienst aufbauen und kreativ werden

Kurze Anmerkung dazu: Das geht häufig am besten, bevor man irgendwie Familie hat, sonst ist man natürlich zeitlich noch mal mehr eingeschränkt.
Dazu schielen wir ganz kurz auf 1. Petrus 4, wo es heißt: Dient einander mit den Gaben, die ihr empfangen habt. Das heißt, du hast Gaben und Fähigkeiten, die sind nicht zufällig.
Natürlich wollen wir uns ehrenamtlich in unseren Gemeinden engagieren, das ist ja klar. Wir können aber auch gleichzeitig einen Nebenjob woanders haben. Das eine Tun heißt ja nicht unbedingt, das andere zu lassen. Und da können wir überlegen: Wie können wir denn Fähigkeiten, die wir haben, wie können wir vorhandene Skills nutzen?
Ja klar, ich bin auch immer dafür, neue Sachen zu lernen, auf jeden Fall. Aber jetzt geht es erst mal darum, bestehende Fähigkeiten schon zu nutzen. Also: Was sind Dienstleistungen, die du relativ leicht von der Hand weg machen kannst?
Das wären zum Beispiel bei Elisa und mir, bei uns war das zum Beispiel Nachhilfe geben. Das war etwas, was uns Spaß gemacht hat, wir haben es gern gemacht, viele Leute brauchen es, und wir haben Nachhilfe gegeben. Wunderbar. Es können aber auch ganz andere Sachen sein.
Es können Sachen sein wie zum Beispiel: Ich habe früher Zeitungen ausgetragen. Oder zum Beispiel hat Elisa früher einen Reinigungsjob gemacht. Oder auch hinter der Kasse sitzen, das ist völlig okay. Es kann auch sein: Ich habe früher Dinge oder Personen von A nach B gefahren. Das ist für viele Leute ein Segen, und viele Leute sind gern bereit, dafür zu bezahlen, dass du sie oder Gegenstände, die sie haben, von A nach B fährst.
Wer jetzt zum Beispiel jung ist und technisch affin, der kann damit gutes Geld verdienen, dass er anderen Leuten erklärt, wie Technik funktioniert, oder auch für sie versucht, einfache Problemchen zu beheben. Was könnte es noch sein? Es kann zum Beispiel wirklich völlig banal sein, so etwas wie einfache Gartenarbeiten. Rasen mähen, das sollte für jeden machbar sein, oder Gartenmöbel streichen.
Viele Leute haben zum Beispiel auch eine Menge Rümpel bei sich in der Garage stehen, im Keller stehen, im Dachboden hatten wir auch. Und ja, die würden gerne jemandem hundert oder zweihundert Euro oder mehr dafür zahlen, dass er das einfach nur mal freiräumt für sie. Und mit etwas Glück, mit etwas Segen, bekommst du es sogar noch erlaubt, dass du Dinge davon verkaufen kannst, vom Entrümpeln. Denn da sind manchmal schon Schätze dabei.
Das heißt: Werde ein bisschen kreativ, nutze gern, was du hast, und arbeite damit. Im Gleichnis mit den Talenten zum Beispiel, da wird der gelobt, der das nutzt, was er bekommen hat, und nicht derjenige, der es liegen lässt.
Und Strategie vier, das ist etwas, was oft unterschätzt wird, ist: einmalige Einnahmen direkt freisetzen. Das ist etwas, was du sofort umsetzen kannst. Denk nur mal zum Beispiel an die tüchtige Frau in Sprüche 31, sie handelt aktiv mit dem, was sie hat. Genau dieses Prinzip meine ich.
Das heißt zum Beispiel: Hast du alte Technik, die du nicht mehr brauchst, nicht mehr nutzt oder vielleicht gar nicht mehr nutzen solltest? Das sind Sachen, die kannst du gut verkaufen auf den einschlägigen Plattformen. Hast du zum Beispiel Kleidung, die du nicht mehr trägst? Na klar, auch verkaufen, auch verschenken, aber das ist etwas, da kann man einfach mal drüber nachdenken.
Ich würde mal behaupten, dass es einige Leute gibt, die das hier sehen und hören, die mehr Kleidung haben, als sie wirklich tatsächlich tragen, und die sie teilweise ein Jahr lang oder so gar nicht mehr in der Hand gehabt haben. Möbel, die du eigentlich gar nicht mehr brauchst und vielleicht auch gar nicht mehr möchtest, auch die kannst du gut und gerne mit den einschlägigen Plattformen zu Geld machen.
Das heißt, du kannst da mal wirklich kreativ werden, und ich kann aus Erfahrung sprechen: Viele von uns haben mehrere Hundert oder vielleicht sogar mehrere Tausend Euro buchstäblich an Geld rumliegen, also nur in Form von Trödel, sage ich jetzt mal. Sie haben es rumliegen auf ihrem Dachboden, ihrer Garage oder in ihrem Keller. Und das ist etwas, was man wirklich relativ leicht zu Geld machen kann.
Und die Erleichterung, sich nicht mehr um Sachen kümmern zu müssen, die irgendwo rumliegen und etwas von einem wollen, das ist ein schönes Gefühl. Deswegen: Du brauchst dafür keinen großen Zeitaufwand oder sonst irgendetwas, und du hast halt damit sofort Geld.

Budget, Planung und gemeinsame Verantwortung

Großer Tipp, große Anregung Nummer drei: Überleg mal, wie du Vorhandenes und neues Erspartes besser nutzen kannst.
Also erst mal ganz grundsätzlich: Es ist wichtig, sich ein Budget zu machen, also eine Art Haushaltsplan. Das heißt, dem Geld im Vorhinein zu sagen, wo es hin soll, statt sich im Nachhinein zu wundern, wo es hingegangen ist.
Dazu die große Empfehlung, dass es einen konkreten, verschriftlichten Plan gibt, wohin genau das Einkommen gehen soll. Also alles Einkommen. Das heißt zum Beispiel: Es kann sein, dass ihr sagt: Hey, wir wollen 10 oder 20 Prozent von allem Einkommen, das wir erlangen, spenden. An die eigene Gemeinde, an christliche Organisationen, an christliche Dienste.
Es kann zum Beispiel auch sein, dass ihr sagt: Wir wollen 10 bis 20 Prozent, das ist häufig eine gute Hausnummer, direkt für den Ruhestand zurücklegen. Gerade Leute in meinem Alter wissen, dass der Staat das nicht für dich machen kann. Und der Rest kann dann auf die Ausgaben verteilt werden.
Dafür arbeiten Elisa und ich seit Jahren mit einem konkreten Schema, mit dem ich auch Hunderte von Menschen beraten habe. So haben wir direkt eine gemeinsame Grundlage, auf der wir von Anfang an gemeinsam aufbauen konnten.
Und wir machen das auch regelmäßig, etwa alle vier Monate, dass wir quasi von null anfangen, alle unsere Einnahmen und alle unsere bisherigen Ausgaben aufzulisten. Dabei überlegen wir für jede Ausgabe, ob wir sie wirklich noch wollen und brauchen. Sonst fliegt sie sofort raus.
Ja, und das leitet direkt über zu Frage Nummer vier, wo ihr gefragt habt, wie plant, besprecht und organisiert ihr eure gemeinsamen Finanzen, und auch in welchen Abständen?
Ja, also das ist jetzt interessant. Dazu sind natürlich zwei Sachen wichtig: Erstens, das sollte selbstverständlich sein, wir reden jetzt nicht über die Finanzen vom Bibelverdienst, logisch, sondern wir reden jetzt über unsere privaten Finanzen als Ehepaar Elisa und Markus. Das sollte selbstverständlich sein.
Und zweitens ein wichtiger Punkt: Von dem, was wir euch gleich erklären, sagen wir auch nicht, dass es der einzige Weg ist. Wir sagen aber, dass er für uns funktioniert hat, weil wir uns vor allem am Anfang wirklich sehr bemüht haben, daran festzuhalten. Man muss auch nicht gesetzlich sklavisch ausarten, aber es war ein guter Start für uns, und den wollen wir euch gern weitergeben.
Das hat auch ein bisschen mit dem Thema Verwalterschaft und Treue zu tun. Jesus sagt dazu in Lukas 16: Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu.
Bei uns, kurz gesagt, ungefähr alle vier Monate, also zwei- bis dreimal im Jahr, eher dreimal im Jahr, setzen wir uns zusammen und machen ein, Achtung, jetzt kommt ein Fremdwort: ein normatives Maximalbudget für die nächsten vier Monate. Ich wiederhole noch mal: ein normatives Maximalbudget.
Was heißt das? Budget heißt: Wir machen eine Art Haushaltsplan. Maximalbudget heißt: Wir legen fest, wie viel normativ höchstens in welchem Teilbereich für die nächsten vier Monate ausgegeben werden darf. Es geht also quasi um eine Zukunftsplanung. Wir machen uns selbst quasi eine Vorschrift für unseren eigenen Haushaltsplan, indem wir sagen: In diesem oder jenem Lebensbereich wollen wir in den nächsten vier Monaten maximal so und so viel Geld pro Woche, pro Monat oder pro Quartal ausgeben.
Ja, und das heißt: Wir wollen uns nicht im Nachhinein wundern, wo das Geld hingegangen ist, sondern wir halten die Zügel in der Hand. Wir sagen unserem Geld im Vorhinein, wo es hingehen soll. Amen!
Denk an das, was Jesus gesagt hat: Lukas 14. Wer bauen will, der sollte vorher die Kosten überschlagen. Und genau deshalb machen wir ein Maximalbudget für die Zukunft.
So, im Buch ist das jetzt detailliert, wirklich detailliert, mit etlichen Beispielen erklärt. Aber zumindest zum Verständnis sieht das dann ganz grob so aus:
Das heißt, du hast in der Mitte all deine Einnahmen. Ich rede jetzt nur von den Nettoeinnahmen, also dem, was du auf der Hand hast. Und da überlegen wir jetzt sehr genau. Und das hat auch mit der Höhe der Einnahmen nichts zu tun. Das heißt, damit kann jeder etwas anfangen. Auch ich als Berater habe, vereinfacht gesagt, wirklich Leute genau so beraten, von der Verkäuferin bis zum Unternehmer. Es war wirklich das Gleiche.
Und wir überlegen dann auch für uns ganz genau: Wir haben jetzt diese und jene Einnahmen in den nächsten vier Monaten voraussichtlich. Und dann überlegen wir: Wie viel davon wollen wir maximal ausgeben für den Alltag, also für die Fixkosten? Das heißt für Wohnen, für Kommunikation, Internet und Handy, für Hobbys, die wir vielleicht haben.
Wie viel wollen wir maximal ausgeben, das ist ganz besonders wichtig, in den variablen Kosten? Also: Für wie viel Geld wollen wir maximal einkaufen gehen? Das hängt auch ein bisschen mit Preisbeschleunigung, Inflation und so weiter zusammen, aber so ganz grob.
Für wie viel Geld wollen wir maximal ausgeben für Fahrten, um von A nach B zu kommen, was ja auch ein teurer Spaß ist? Und wie viel Geld sozusagen für Spaß?
Dann der zweite Teil zum Thema Absicherungen: Also wie viel Geld wollen wir maximal ausgeben und für welche Versicherungen? Zum Beispiel Berufsunfähigkeit, zum Beispiel Haftpflichtversicherung, Pflegetagegeld. Das sind jetzt Beispiele.
Und dann ganz wichtig kommt der Teil, den wir sparen, also den Teil, den wir zur Seite legen. Und manchmal sagen Leute so etwas wie: Ja, das ist der Rest. So etwas wie der Rest vom Schützenfest oder so. Das ist jetzt ein bisschen despektierlich ausgedrückt. Ich meine das eher bewusster, weil wir ja ganz bewusst ein Budget machen, damit wir sagen: Hey, diesen Teil unseres Einkommens, egal ob das jetzt viel oder wenig ist, den schützen wir vor uns selbst. Den geben wir nicht in derselben Woche, den geben wir nicht im selben Monat aus, sondern den legen wir ganz, ganz separat zur Seite.
Wofür zum Beispiel? Zum Beispiel für pflegebedürftige Angehörige, wo einfach klar ist: Okay, die brauchen Unterstützung. Oder für Angehörige, die demnächst pflegebedürftig werden könnten, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit.
Dann für diejenigen von uns, die vom Staat keine Rente bekommen, natürlich besonders fürs eigene Alter. Das gilt besonders für diejenigen von uns, die jünger sind. Aber auch für die Jahresausgaben, wie das zum Beispiel Urlaub sein kann oder Geld, das man zur Seite legt, um das Fahrrad, den Computer oder sogar das Auto reparieren zu müssen.
Klar: christliche Projekte, die eigene Ortsgemeinde und die eigene Ortskirche durch Spenden unterstützen.
Und noch mal: Das ist jetzt erst mal egal, ob das viel oder wenig Geld jeden Monat ist. Es geht überhaupt nicht darum, wie groß oder wie klein die Summen sind. Auch Sozialhilfeempfängern hat diese Übersicht geholfen, ihr Geld so aufzuteilen. Warum? Weil es nicht darum geht, wie groß oder wie klein die Zahlen sind, sondern darum, dass es einen Plan gibt.
Und das machen auch wir genau nach den gleichen Schritten, wie Markus es dir erklärt hat und wie es dir auch im Buch erklärt ist. Wir sind da keine Ausnahme. Also noch mal ganz kurz: Erst das gemeinsame reale Monatsnetto berechnen und dann gemeinsam das Budgetbild durchgehen und gemeinsam überlegen, mit welchen Prioritäten das gemeinsame Einkommen für die nächsten Wochen verteilt werden soll.
Du findest alles noch mal ausführlich und in Ruhe im Buch erklärt. Nimm es dir gern mit, unter diesem Video verlinkt.
In Sprüche 23 heißt es: Kümmere dich gut um deine Herden, hab Acht auf deinen Bestand. Für uns heute übertragen heißt das: Hab einen Überblick über dein Geld.
Und insgesamt gibt es acht biblische Geldprinzipien. Um mal bei den vier praktischen zu bleiben: Das ist einmal arbeiten, Einkommen erzeugen; dann verwalten, da hat es etwas mit Verantwortung zu tun; dann spenden, also ins Reich Gottes investieren; und dann etwas beiseite legen und in die Zukunft investieren, also sich selbst etwas aufbauen.
Der klassische Fehler durch die Bank weg ist immer, dass Leute eine Seite isolieren und überbetonen, also sich voll und ganz auf einen dieser Punkte versteifen und die anderen hinten runterfallen lassen. Und hier in diesem Buch lernst du, wie du ganz praktisch da eine Balance hinbekommst, ohne in Schwarz-Weiß-Denken zu verfallen.
Das ist komplett gratis. Es haben sich schon viele, viele Tausend Leute hier vom Bibelfitdienst heruntergeladen. Du kannst es dir gern gratis mitnehmen. Das ist einfach der erste Link hier unter dem Video. Nimm es dir gern gratis mit, erster Link unter dem Video.

Sparen, Anlegen und die Gefahr des Stillstands

Und jetzt grundsätzlich zum Thema Sparen und Erspartes: Das ist etwas, bei dem wirklich eine Menge Leute richtig viel liegen lassen. Wie machst du aus deinem Ersparten mehr? Kurz gesagt: nicht mit dem Tagesgeld, nicht mit dem Bausparer und nicht mit einem Sparbuch.
Als ehemaliger Berater kann ich dir nur Mut machen, dass du dich vielleicht einmal wirklich mit Geldanlagen beschäftigst. Was viele Menschen hier weitergebracht hat, sind Dinge wie zum Beispiel Edelmetalle, obwohl ich da auch etwas zurückhaltend wäre, unter anderem aus ethischen Gründen, Dinge wie enge Benchmarks, nachhaltige Fonds, Dinge wie ETPs oder dezentrale Vermögenswerte und dezentrale Finanzen.
Ich weiß, viele Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz winken da vorschnell ab, nach dem Motto: Ach, das ist eh nichts für mich, und so weiter. Aber mal Hand aufs Herz: Wie viele Stunden oder Wochen hast du dich da wirklich eingelesen? Und wie viel fundiertes Faktenwissen hast du in diesen konkreten Beispielen, die ich gerade genannt habe? Wir könnten viele weitere nennen. Hast du da wirklich genug Grundlage, um eine fundierte Einschätzung dafür oder dagegen zu treffen?
Worauf ich hinaus möchte, ist das Thema Opportunitätskosten. Das heißt: die Möglichkeiten, die du liegen lässt, weil du sie nicht nutzt. Das sind die wahren Kosten, das ist der wahre Preis dafür, sich gegen die Beschäftigung mit diesen Dingen zu entscheiden. Und viele verlieren Geld, ohne es zu merken.
Und ja, bei Jesu Gleichnis von den Talenten geht es um etwas anderes als Geld. Aber auch da sagt er, zum Beispiel zu dem einen: Du hättest mein Geld zur Bank bringen können. Also wird wieder nichts tun kritisiert. Und in Prediger 11 heißt es: Wer auf den Wind achtet, wird nie sehen. Also: Wer immer nur wartet und immer auf die perfekten Bedingungen wartet, der startet nie.
Und nur, um ein praktisches Beispiel zur Anschauung zu nennen: Stell dir einfach mal vor, und für den einen ist das jetzt sehr viel, für den anderen ist das sehr wenig, darum geht es jetzt gar nicht. Es geht noch einmal um ein Zahlenbeispiel. Stell dir einfach mal vor, du hättest 12 Euro an der Seite. Diese 12 Euro könnten gut und gerne 500 und 600 Euro und mehr zusätzlich im Jahr an passivem Einkommen generieren, also wie eine zusätzliche kleine Gehaltsspur.
Und mehr zu all diesen Dingen, wie sie funktionieren, was für wen vielleicht in Frage kommt und wie wir als Christen auf biblischer Grundlage darüber denken können, das habe ich dir hier versucht, nach bestem Wissen und Gewissen aufzudröseln, in diesem biblischen Geldratgeber.

Typische Denkfehler im Umgang mit Geld

Und meine Wahrnehmung: Häufig stehen wir als Christen uns bei diesem Thema selbst im Weg.
Ja, mir sind im Laufe der Zeit ein paar Fehler aufgefallen.
Fehler eins: falsche Demut, falsche Demut. Es gibt eine falsche Demut. Im Kolosserbrief spricht die Bibel sogar von scheinbarer Demut. Genau das kann hier das Problem sein. Nach dem Motto: „Ach, ich brauche das alles nicht und so weiter.“ Das klingt geistlich, ich gebe es zu. Aber häufig ist es Bequemlichkeit und auch ein Wegschieben von Verantwortung.
Fehler zwei unter Christen ist häufig so ein Kurzzeitdenken oder auch ein Endzeitdenken, ein Endzeitdenken. Nochmal: Ich bin sehr dafür, dass wir uns mit den biblischen Prophezeiungen zur Endzeit befassen. Das sollten wir vielleicht sogar mehr tun. Aber diese Logik von „Die Welt geht eh bald unter“ kann bei manchen Leuten dazu führen, dass sie sagen: Ich lasse den Alltag schleifen, ich lasse meine Verantwortung schleifen, ich mache nicht das, was ich machen könnte. Ich kümmere mich nicht um irgendwelche Vorsorge, gesundheitliche Vorsorge, finanzielle Vorsorge oder Ähnliches. Das ist aber nicht das, wovon Jesu Gleichnisse oder die Lehre des Neuen Testaments sprechen. Jesus lobt den Knecht, der treu handelt, während er auf seinen Herrn wartet. Er lobt nicht den, der nichts tut.
Fehler Nummer drei: einfach gedankenlos spenden, nach dem Motto: Ich gebe lieber alles weg. Was wäre die Alternative? Die Alternative wäre wieder, ein Budget, einen Haushaltsplan zu haben und sich zu überlegen: Wie strukturiere ich meine Einnahmen und meine Ausgaben? Das heißt, das Problem ist: Das ist vielleicht im Moment emotional erfüllend, viel zu spenden, klar. Aber je nachdem, welches Ausmaß das hat, kann es auch nicht nachhaltige Ausmaße annehmen und kann sogar richtiges Unglück sein. Denkt daran: Es geht eher um Balance. Jesus sagt: Wenn ihr im Umgang mit Geld nicht treu seid, wie soll euch dann das wahre Gut anvertraut werden?
Also siehst du: Es geht eigentlich ums Geben und ums Verwalten, ja. Eine fehlende Ordnung, fehlende Prioritäten und fehlendes Wissen sind alles drei Dinge, die behebbar sind.

Automatisieren, streuen und bewusst entscheiden

Das heißt: Was du auch machst, hier einfach einfache Tipps, die vielen Leuten geholfen haben, die sich noch nie mit diesen Dingen beschäftigt haben. Automatisiere das.
Das heißt: So, wie viele von uns zum Beispiel ihren Dauerauftrag für den Zehnten an die Gemeinde oder an christliche Dienste haben, alles klar, genauso gut kann man das auch im Bereich des Sparens, im Bereich von Geldanlage und Investition machen. Das kann man ähnlich machen.
Warum? Viele Menschen scheitern in der Praxis an der Disziplin. Aber diese Umsetzung, dass man sagt: Hey, wir haben einen Dauerauftrag und wir haben einen Sparplan, das hat den Vorteil, dass man nicht immer mit sich verhandelt und sich denkt: Will ich das jetzt? Will ich das gerade nicht? Und so weiter. Sondern man trifft einmal eine Entscheidung und zieht sie dann durch.
Es gibt noch einen zusätzlichen Vorteil: Es gibt auch den sogenannten Cost-Average-Effekt, also einen Durchschnittskosteneffekt. Das kann gerade bei Investments extrem praktisch sein. Wer sich dafür mehr interessiert, kann gern dazu in dieses Buch schauen.
Dann ein zweiter großer Tipp: Diversifikation. Also bitte nicht alles auf eine Einzelaktie setzen, bitte auch nicht unbedingt alles auf eine Immobilie. Wir lesen zum Beispiel im Buch Prediger, da heißt es: Verteile dein Gut auf sieben oder acht. Das Prinzip dahinter ist Diversifikation. Teile und herrsche, nicht alles auf eine Karte setzen.
Und weil wir gerade das Thema Immobilie angesprochen haben, nur einfach mal als Denkanstoß: In einer Immobilie zu wohnen, also zum Beispiel in einem Haus zu wohnen, muss nicht heißen, das Haus zu besitzen. Man kann ja zum Beispiel auch in einem Haus zur Miete wohnen.
Und unbedingt als junger Mensch zum Beispiel ein Haus besitzen zu wollen, in wunderschönen Gegenden wie dem Schwabenländle, die aber, und ich mag es sehr, da zu sein, bitte verstehe mich richtig, strukturell sehr abhängig sind von der Automobilindustrie und von ihren Zulieferern, da ist die Frage: Ist das strukturell wirklich so eine gute langfristige Entscheidung? Gerade in Zeiten, wo zum Beispiel Porsche über 90 Prozent Gewinneinbruch meldet, ist es vielleicht nicht das Allerklügste, darauf zu setzen und alles davon abhängig zu machen, den Arbeitsplatz und so weiter.
Weil es dazu auch eine Studienlage gibt, dass Leute, die zum Beispiel in einer Immobilie wohnen, die sie selbst besitzen, es für sie schwieriger ist, beruflich flexibel zu sein. Das ist ja logisch. Und das kann echte negative Auswirkungen haben.
Einfach mal als Denkanstoß: Mach, was du für richtig hältst. Ich will dir einfach nur sagen, es kann sich lohnen, über diese Sachen nachzudenken, solange man eine Entscheidung da noch nicht unbedingt getroffen hat. Wie gesagt, es kann auch sehr gut ausgehen. Ich will nur einfach sagen: Triff die Entscheidung bewusst. Das ist alles, nicht mehr, nicht weniger.
Das heißt zusammengefasst: Wir haben am Anfang auch darüber gesprochen, über diese Ausweitung der Geldmenge, die sehr wahrscheinlich uns bevorsteht. In all diesen Punkten gilt: Geld kann für dich arbeiten, zum Beispiel mit Wertanlagen. Dann wärst du jemand, der von diesen Entwicklungen profitieren würde. Oder es kann gegen dich arbeiten, mit Inflation.
Nochmal: Es hat nicht jeder die gleichen Möglichkeiten. Die Frage ist nur: Nutzt du die Möglichkeiten? Nutzt du die Option, die du vielleicht zur Verfügung hast? Das ist alles.