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Götzendienst & Idolatrie

So sieht's heute aus
19.09.2020

Einleitung und thematische Einordnung

Also, du siehst, es ist ein ernstes Thema und ein ernstes Video. Deshalb werde ich das zu diesem Zeitpunkt nicht tun.

Um Nachfolge zu verstehen, mach dich Hashtag Bibelfit. Schau das Video bis zum Ende, denn dort habe ich ein kleines Geschenk für dich.

Heute wollen wir den Blick wieder nach innen richten – zu einer Frage, die viele gestellt haben: Was sind die Probleme und Schwierigkeiten, die wir Christen in Deutschland haben?

Vor ein paar Wochen habe ich selbst kritisch und offen angesprochen, welche Probleme ich bei Freikirchen in Deutschland sehe und welche Schwierigkeiten ich in der sogenannten christlichen Influencer-Szene erkenne. Beide Videos haben viel Zuspruch bekommen und nur wenige persönliche Angriffe auf mich. Das könnte also ein Zeichen sein, dass da etwas dran ist.

Dann kamen Fragen von dir und anderen, ob ich mal etwas zur katholischen Kirche sagen kann oder zur evangelischen Landeskirche. Und ich kann und ich will. Das Problem ist nur, dass ich dann nicht mehr aufhören würde. Das ist ein ernstes Thema.

Persönliche Perspektive und Zurückhaltung bei Kritik

Weißt du, ich habe sechs Jahre lang evangelische landeskirchliche Theologie studiert – und zwar gründlich. Aber das Folgende ist mir wichtig: Solange ich als Prediger in Freikirchen unterwegs bin und über die Probleme spreche, die ich dort sehe, ist das eine Form von Selbstkritik. Ebenso, wenn ich als Christ auf Social Media aktiv bin und die Herausforderungen in der christlichen Influencer-Szene anspreche, ist das auch Selbstkritik.

Fange ich jedoch an, die katholische Kirche oder die evangelischen Landeskirchen zu kritisieren, ist das eine ganz andere Sache. Das Neue Testament ist hier sehr klar: Solange es irgendwie vermeidbar ist, soll keine Spaltung innerhalb der Christenheit entstehen. Deshalb werde ich zu diesem Zeitpunkt keine solche Kritik äußern.

Stattdessen möchte ich auf ein übergeordnetes, sehr ernstes Problem eingehen. Ich bin sicher, du und andere seid klug genug, zwischen den Zeilen zu lesen und daraus Rückschlüsse zu ziehen. Das merke ich ja auch in den Kommentaren.

Deshalb schau dir dieses Video bis zum Ende an.

Bedeutung der Unterstützung christlicher Inhalte

An dieser Stelle vielen Dank an alle, die jede Woche hier auf YouTube die Glocke klicken. Das ist ein technisches Mittel, damit christliche Inhalte auf Social Media nicht ausgesperrt werden.

Falls du es also noch nicht gemacht hast, kannst du es gerne tun. Und wenn du es schon gemacht hast, schadet es nicht, einfach noch einmal darauf zu drücken. Das ist immer eine gute Sache.

Einführung in das zentrale Thema: Abgötterei

Die übergeordnete Frage dahinter lautet: Abgötterei. Das ist ein sperriger Name. Manchmal findest du in manchen Bibelübersetzungen auch den Begriff Götzendienst.

Das ist ein sperriges Wort für eine ernste Sache, und es ist eine große Sache. Was dahinter steht, ist, dass etwas anderes als Gott behandelt wird, als der biblische Gott selbst. Du behandelst also etwas anderes wie Gott, statt dem biblischen Gott selbst.

Lass mich dir ein paar Beispiele geben. Du kannst dann schauen, welche Schlussfolgerungen und Rückschlüsse du daraus ziehen kannst.

Historische und heutige Beispiele von Abgötterei

Früher, in der Antike, gab es Menschen, die Metallbilder besaßen und diese anbeteten. Auch heute gibt es manche Menschen, auch innerhalb der Christenheit, die Amulette, Glücksbringer, Traumfänger und Talismane verwenden.

Früher gab es außerdem Menschen, die Gegenstände aus Holz anbeteten. Wenn man sich in manchen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz umsieht, kann man nicht behaupten, dass ein solches Verhalten uns völlig unbekannt wäre.

Früher sagten einige, dass es egal sei, ob man Baal, Aschera oder Marduk anbetet – Hauptsache, es sei eine Gottheit. Der Rest seien angeblich nur Detailfragen. Heute gibt es Menschen in Amt und Würden, die in Entscheidungspositionen sitzen und behaupten, der Allah des Korans und der trinitarische Gott der Bibel, der in Jesus Mensch geworden ist, seien irgendwie derselbe Gott. Auch hier würden die Unterschiede als bloße Detailfragen angesehen.

Man fragt sich dabei, in welcher Zeit wir eigentlich leben.

Warnung vor falschen Gottesbildern

Der Punkt ist derselbe: Wir sollen uns keine eigene Vorstellung von Gott machen. Denn unsere Vorstellung mit dem echten, lebendigen Gott zu vergleichen, führt zu Problemen.

Diesen Gott müssen wir kennenlernen. Der Weg, den biblischen Gott kennenzulernen – und hier folgt eine wichtige Erkenntnis – ist das Bibellesen. Leider tun wir das heute oft nicht mehr.

Ich denke, das ist eines der größten Probleme, das wir insgesamt in der Christenheit in Europa haben. Das größte gemeinsame Problem ist, dass wir unsere eigene Bibel nicht mehr lesen und gehorchen. Ich betone bewusst das Wort „gehorchen“.

Dazu möchte ich ermutigen.

Angebot zur Bibel-Starthilfe

Ich habe vor einiger Zeit genau dafür eine Bibel-Starthilfe kreiert. Das Thema hat mich sehr beschäftigt und umgetrieben. Viele von euch haben danach gefragt. Diese Starthilfe hat bereits Hunderten Menschen geholfen, die Bibel zu entdecken.

Es gibt Menschen, die damit zum ersten Mal in ihrem Leben die Bibel komplett durchgelesen haben. Du kannst diese Starthilfe kostenlos über den Link in der Videobeschreibung erhalten.

Zusätzlich bekommst du exklusiven Input zu den häufigsten Bibellesefehlern und wie du diese vermeiden kannst. Dies möchte ich dir schenken und dich damit ermutigen.

Begriffserklärung: Idolatrie und ihre Bedeutung

Weißt du, in der alten Kirche hatte dieses problematische Verhalten einen Namen: Man nannte es Idolatrie.

Idolatrie stammt aus dem Griechischen und bedeutet das Verehren von Bildern. Das heißt, du machst dir ein Gottesbild und verehrst dieses Bild anstelle des echten, lebendigen und richtigen Gottes.

Das ist ein echtes Problem, denn solange du nur bestimmte Stellen aus der Bibel herausnimmst und dir daraus dein eigenes Gottesbild zusammenstellst, bleibt die Frage offen, wie sehr dieses Bild dem echten, lebendigen Gott entspricht, von dem die Bibel spricht, zum Beispiel in 1. Korinther 5,3-12.

Verzerrte Gottesbilder durch selektive Bibelauslegung

Man kann sich einmal überlegen, ob man so etwas schon einmal irgendwo gehört hat.

Oft nehmen Menschen die Bibel und wählen daraus nur die Verse aus, in denen von Gottes Liebe und Vergebung die Rede ist. Gleichzeitig ignorieren sie vollständig die Stellen, in denen von Gottes Hass und Zorn gesprochen wird. Ebenso übersehen sie die Passagen, die Gott als Inbegriff der Gerechtigkeit darstellen.

Auch die Texte, in denen von der Hölle und der Verdammnis die Rede ist, werden häufig außer Acht gelassen.

Wenn man nur ausgewählte Verse betrachtet, entsteht dadurch natürlich ein ganz anderes Gottesbild. Dieses Bild hat möglicherweise kaum noch etwas mit dem echten Gott zu tun, wie er in der Bibel beschrieben wird.

Moderne Götzen und ihre Erscheinungsformen

Und weißt du, diese Gottesbilder? Diese Götzen haben viele Namen. Früher hatten sie kanaanäische Namen, später griechische oder lateinische Eigennamen. Heute nennen wir sie anders. Heute nennen wir sie Prioritäten. Unsere Götzen heißen heute Ziele, Werte oder Partei.

Manchmal beten wir auch die Wissenschaft an oder setzen die Familie an die erste Stelle. Freunde sind für manche die wichtigste Priorität im Leben. Partnerschaft, Sex – das sind große Themen. Studium, Karriere, Ego – auch diese können Götzen sein.

Manchmal sagen wir, wir richten unser ganzes Leben nach unserem Status aus. Manchmal sogar noch abstrakter: nach Unabhängigkeit. Unabhängigkeit ist das oberste Ziel, das wir erreichen wollen. Dafür sind wir bereit, alles andere aufzugeben, alles aufs Spiel zu setzen und alles einzutauschen.

Zugehörigkeit – zu einer Gruppe zu gehören – ist ebenfalls ein Bedürfnis. Oder das Verlangen, ein bestimmtes Bedürfnis nach X zu haben oder ein Gefühl von Y zu erleben.

Ersatzreligion Gefühlskult und biblische Gegenposition

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass wir in der westlichen Welt eine Ersatzreligion des Gefühls aufbauen? Gefühle werden oft als heilig oder unantastbar behandelt und sollen nicht hinterfragt werden.

Beobachte einmal, welchen Status wir Gefühlen in unserer Gesellschaft manchmal beimessen. Die Bibel sagt dazu: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht.

Ich ergänze: Gefühle sind nicht heilig, Stimmungen sind nicht heilig, Bedürfnisse sind nicht heilig, Emotionen sind nicht heilig.

Es ist seltsam: Unsere Gesellschaft sagt uns immer, wir sollen unserem Herzen folgen. Aber was sagt die Bibel über das Herz? Es ist ein trügerisches Ding. Deshalb sollst du dein eigenes Herz hinterfragen und selbstkritisch sein.

Also: Bete Gefühle nicht an und diene ihnen nicht.

Aufruf zur Gottesdienst-Nachfolge und klare Abgrenzung

Sondern was sagt die Bibel? Du wirst dem Herrn, Adonai, also Yahweh, dem biblischen Gott, dienen wollen – aus Nachfolge und aus Dankbarkeit. Du sollst ihm mit deinem ganzen Verstand dienen, als ganzes lebendiges Geschöpf und mit all deiner Macht. So heißt es wörtlich im Hebräischen in Deuteronomium 6.

Ich denke, hier ist es wichtig, dass wir als Gesellschaft, als Christen, in Liebe, Integrität, Aufrichtigkeit und Klarheit eine Linie ziehen. Wir müssen sagen, wo eine Grenze überschritten ist. Was hier als Gott dargestellt wird, widerspricht dem biblischen Gott.

Es ist wichtig, dass wir sagen: Ja, bis hierhin und nicht weiter.

Warnung vor selektivem Bibelgebrauch und Identitätsfrage

Sobald wir die Bibel nur als Steinbruch nutzen, also wie die Mormonen, die Bahai oder die Hinduisten, und uns einfach nur das herausnehmen, was zu dem passt, was wir wollen, stellt sich die Frage: Warum nennen wir uns dann eigentlich noch Christen?

Warum nehmen wir dann überhaupt die Bibel zur Grundlage? Wäre es nicht konsequenter, einfach zu sagen, wir lesen die Bhagavad Gita oder die Nibelungensage?

Das wäre doch im Grunde genommen dasselbe.

Schlussbemerkung und Einladung zum Dialog

Also, du siehst, es ist ein ernstes Thema. Ernstes Video – das sind meine Gedanken für heute.

Ich denke, Abgötterei ist eine ganz große Sache und wird uns als Christen in Europa in den nächsten Jahren noch viel beschäftigen.

Siehst du das anders? Was denkst du, sind unsere größten Probleme? Wo siehst du die großen Herausforderungen bei den Landeskirchen und der katholischen Kirche?

Schreib es mir gerne als Kommentar. Solange die Diskussion sachlich bleibt und niemand herabgewürdigt wird, antworte ich gerne und beteilige mich an der Diskussion.

Abschluss und Geschenk: Bibel Starthilfe

Ich habe dir versprochen, dass ich noch etwas sehr Cooles für dich habe – und das stimmt auch.

Unter diesem Video kannst du dir kostenlos die Bibel-Starthilfe herunterladen, die ich speziell für dich erstellt habe. Sie hat bereits hunderten Menschen geholfen.

In diesem Videotraining begleite ich dich Schritt für Schritt durch alle biblischen Bücher. Du lernst, wie du die häufigsten Bibellesefehler vermeidest. Einen ersten Input dazu hast du bereits erhalten. Außerdem bekommst du einen Überblick über die besten Bibelübersetzungen und Leitfäden.

Klicke einfach auf den Link – das ist mein Geschenk an dich.