Serie•Teil 1 / 3Schäm dich - aber wofür?
Generierte Mitschrift
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Einleitung und erste Orientierung
Herr, dass wir uns jetzt hier so reichlich versammeln können, ist auch nicht selbstverständlich, dass wir uns so versammeln dürfen. Manche Christen werden verfolgt. Herr, hilf doch ihnen auch und steh ihnen bei. Mach doch auch, dass jetzt wirklich die Vorträge uns ansprechen und uns ins Herz gehen. Danke, Herr. Amen!
Amen!
Gebt den beiden mal einen Applaus, die machen das so schön.
Also, ich freue mich, bei euch zu sein. Der Titel ist ja ein bisschen komisch, diese Sache mit dem Schäm dich. Ich sage euch mal, worum es gehen wird. Es wird darum gehen, dass wir miteinander in drei Vorträgen so eine kleine Entdeckungsreise machen. Und ich habe mich hingesetzt und mich gefragt: Wie kann ich euch erklären, was ich eigentlich will an diesem Tag heute?
Mir ist ein Text in den Sinn gekommen, mit dem ich starten möchte. Einer von den gruseligen Texten im Neuen Testament. Matthäus, Kapitel 7, da am Ende der Bergpredigt, da kommen Leute zu Jesus, und ich lese euch die Geschichte mal vor: Matthäus 7,21-23. Da sagt der Herr Jesus, und er meint das ernst: Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!, wird in das Reich der Himmel eingehen.
Also es geht um die Frage: Wer ist am Ende dabei? Wer landet, wenn die Kiste geschlossen wird und man wieder aufersteht, auf der richtigen Seite? Und man könnte ja meinen, wenn du auf dieser Seite der Ewigkeit, wenn du hier Herr Jesus sagst, Herr, Herr, das müsste reichen. Ja, es ist ja schon was, sich hinzustellen und zu sagen: Herr Jesus!
Und jetzt kommt der Herr Jesus und sagt: Das reicht mir nicht. Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!, wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist.
Und dann geht es ein Stück weiter, und das ist jetzt der Gruselfaktor. Also die Bibel ist wahrscheinlich emotionaler, als ihr euch das vorstellen könnt. Vielleicht lesen wir die Bibel für euch total langweilig, für mich ist das gruselig, was hier steht. Das nächste Wörtchen heißt nämlich: viele. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen. Und dieser Tag, der hier gemeint ist, das ist der Tag, wo sie abschließend vor Gott stehen, wenn das Leben gelebt ist, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, nichts mehr besser machen kann, nichts mehr anders machen kann.
Und Jesus sagt: Ich schaue schon mal nach vorne, und dann werde ich viele Leute erleben. Viele, nicht ein oder zwei oder drei, sondern viele. Und wo viele steht, meint Jesus auch, soweit ich das sagen kann, viele, weil er auch zählen kann. Er sagt: Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht, und jetzt kommen Dinge, wo du echt die Ohren anlegen kannst, weil das ist tough, haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan?
Da kommen Leute und sagen: Schau mal, Jesus, mein Leben, so wie ich es gelebt habe, das, das, das, das habe ich alles in deinem Namen getan. Und dann wird Jesus zu diesen Leuten etwas sagen. Dann werde ich ihn bekennen: Ich habe euch niemals gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!
Und das ist eine ganz gruselige Realität. Menschen werden Zeit ihres Lebens sich für Christen halten, sie werden Erfahrungen mit Gott machen, sie werden glauben, auf der richtigen Seite zu stehen, sie werden sterben in der Hoffnung, aufzuerstehen und dann bei Gott zu sein. Und dann gibt es das böse Erwachen im abschließenden Sinn: Sie stehen vor Jesus, und er sagt: Entschuldigung, wer bist du? Ich kenne dich nicht, tut mir leid.
Also natürlich weiß Jesus, wie du heißt, wann du geboren wurdest, er kennt jedes Haar auf deinem Haupt. Wenn er sagt: Ich kenne dich nicht, dann meint er: Du und ich, wir hatten nie eine wirklich lebendige Beziehung zueinander, mein Geist war nie in dir. Du hast Dinge erlebt, ja, aber sorry, das, was du da erlebt hast, das hat kein geistliches Fundament, das hat keine geistliche Realität, das ist eigentlich nicht echt, das ist Show, das ist Hülle. Das ist irgendwie die Außenseite.
Und du magst das vielleicht nicht gerne hören, aber Jesus schaut immer ins Herz. Das ist das, was ihn wirklich interessiert, wie es tief drin aussieht.
Und mir geht es bei dem Jugendtag heute darum, nicht, dass ihr am Ende nach Hause geht und sagt: Boah, war das cool. Ich möchte uncool sein, ich möchte dich ärgern. Und wenn du mich danach nicht magst, aber wenn du mich in zwei Jahren noch im Gedächtnis hast, bin ich damit zufrieden. Ich möchte, dass du dir selber diese Frage beantwortest: Ist das, was ich sage zu sein, ist das, wenn ich vielleicht in der Gebetsgemeinschaft sage: Herr Jesus!, ist das wirklich echt? Bin ich da tief drin, wo keiner mehr reinschauen kann, unter der Oberfläche, vielleicht in den Momenten, wo ich alleine bin, wo keiner zuschaut, wo ich es nicht für die anderen mache? Nicht hier in den Gemeinderäumen, sondern zu Hause. Was ist da eigentlich in meinem Leben?
Und weil der Herr Jesus sagt, es wird viele geben, die sich irren, möchte ich gern mit dem Jugendtag von den vielen, die hier sitzen und die sich vielleicht irren, die Zahlen ein bisschen minimieren. Ich möchte, dass am Ende ihr wisst, auf welcher Seite ihr steht, dass ihr vielleicht das erste Mal oder erneut eine Entscheidung trefft. Eine Entscheidung, die so echt ist, dass ihr wisst: Das wird mir nicht passieren. Darum geht es mir.
Das ist so meine grobe Richtung, da müssen wir irgendwie heute Abend, um ich weiß nicht wann, ist der letzte Vortrag zu Ende, kurz vor neun irgendwo ankommen. Da wollen wir hin. Allen klar? Gut.
Für alle über fünfundzwanzig, die schon gläubig sind, folgende Idee: Das betrifft die Reihe dahinten, die ich vorgewarnt habe. Ihr dürft gerne beten gehen. Also, es gibt einen Gebetsraum parallel hierzu, von daher traut euch das, parallel hier zu beten. Also unter 25, ihr bleibt bitte hier, es ist ja Jugendtag. Aber für alle über 25, jetzt habe ich wahrscheinlich einen 26-Jährigen geärgert, ihr dürft gerne beten gehen. Ihr müsst nicht hierbleiben, ihr könnt euch das später als mp3 anhören. Einfach, da drüben ist der Gebetsraum, ihr seid herzlich eingeladen.
Die anderen schlagen auf: 1. Petrus, Kapitel 1, ab Vers 17. Wir schauen uns mal das erste Thema an, und das erste Thema dreht sich darum, dass wenn du sagst, ich gehöre zu Jesus, dann hat das damit zu tun, dass es in deinem Leben einen Bruch gibt. Und diesen Bruch, den möchte ich dir zeigen.
1. Petrus 1,17. Und wenn ihr den als Vater anruft, wenn du jemand bist, der im Gebet sagt: Vater oder Papa, wenn du so zu Gott redest und sagst: Ja, das mache ich, so bete ich Gott an, Vater unser, der du bist im Himmel, das ist mein Gebet, also, und wenn den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person nach eines jeden Werk richtet.
Also wenn du Gott anbetest, einen Gott, der unparteiisch ist, ich hoffe, dass du das weißt: Gott hat keine Lieblingskinder. Ich finde das total schön. Ich komme aus einer Familie, wo es Lieblingskinder gab. Es nervt mich bis heute, allein der Gedanke. Bei Gott ist das nicht so. Gott ist einer, der Menschen richtet. Ja, auch wir werden von Gott gerichtet, auch wir müssen uns der Tatsache bewusst sein, dass Gott Sünde hasst und wenn sie in unserem Leben ist, auch hasst und auch uns dafür zur Rechenschaft ziehen wird.
Und Petrus sagt dann: Wenn ihr das macht, also wenn ihr Gott als Vater anruft, den Gott, der ohne Ansehen der Person richtet, so wandelt die Zeit eurer Fremdlingschaft in Furcht. Fremdlingschaft heißt, du bist Fremder hier.
Was macht einen Fremden aus? Du gehörst hier gar nicht her. Ich hoffe, du weißt das. Also wenn du Christ bist, gehörst du hier nicht her. Da hast du eine doppelte Staatsbürgerschaft und bist für eine Weile hier gestrandet, ja, aber das Eigentliche kommt viel später. Jetzt im Moment bist du jemand, der einfach nur hier für eine Weile hingesetzt ist, um einen Job zu erledigen, Ende der Fahnenstange.
Du bist wie so ein Arbeiter auf einer Ölbohrplattform. Denn diese fetten Ölbohrplattformen, da wirst du dann zum Arbeiten abgesetzt, musst da deinen Job erledigen und dann fährst du wieder nach Hause. Und du bist auf so einer Ölbohrplattform, und diese Ölbohrplattform heißt Erde, und du bist hier für so eine kurze Zeit von 50, 70, 90 Jahren. Ganz vorbei. Du bist ein Fremdling. Das eigentliche Leben, wenn du Christ bist, das kommt danach, das eigentliche Leben liegt vor dir.
Und weil das so ist und weil wir wissen, wie Gott ist und weil Gott kein Papiertiger ist, sagt Petrus: Wandelt die Zeit eurer Fremdlingschaft in Furcht oder Ehrfurcht. Ja, wenn du an Gott denkst, dann mach dir klar, es ist derselbe Gott, der diese Welt richten wird, den du als Vater anrufst.
Und wenn du dann ein bisschen weiter denkst, Vers 18: Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken.
Und das haben wir vielleicht, warst du heute Morgen im Gottesdienst, vielleicht auch nicht, vielleicht ist dir gar nicht aufgefallen, dass heute kein Freitag ist und du deshalb nicht zur Schule musst, keine Ahnung, aber hier wird auf das Bezug genommen, was wir heute feiern als Christenheit, dass Jesus am Kreuz für unsere Sünden gestorben ist.
Und wenn du hier bist und wenn du sagst, ich weiß noch nicht, wo ich wirklich stehe im Blick auf Gott, ich werde heute vermehrt zu denen reden, die schon eine Entscheidung für Gott getroffen haben. Aber wenn du das noch nicht getan hast, dann möchte ich dich bitten, dass du den Tag einfach nicht vorbeiziehen lässt, ohne diese Entscheidung zu treffen. Komm zu mir, ich bin da. Ich bin auch leicht zu erkennen, deswegen habe ich mein rotes Hemd an, kannst mich überall finden, sprich mit mir.
Ich möchte, dass du heute nicht nach Hause gehst und nicht weißt, ob Jesus für deine Sünden gestorben ist. Es ist mir ganz wichtig, dass diese Einladung, für die Karfreitag steht, nicht an dir vorbeigeht. Eine Einladung, die dafür steht, dass Gott uns erlösen möchte.
Und zuerst einmal: Wenn Jesus am Kreuz hängt, das Erste, wofür er da hängt, das ist für unsere Schuld, dafür, dass es in unserem Leben Dinge gibt, die wir nie und nimmer wollen, dass andere sie mitbekommen, Dinge, für die wir uns schämen, Dinge, wo wir wissen, da haben wir andere verletzt. Da haben wir einfach groben Mist gebaut. Für all diese Dinge, die Gott einmal richten muss, für all diese Dinge ist Jesus gestorben. Das ist die eine Seite. Gott erlöst uns von der Schuld unserer Sünde.
Der Clou ist, dass dieser Vers hier noch etwas anderes sagt. Dieser Vers sagt, und wir schauen uns das nochmal an, ich lese es euch nochmal vor, da heißt es: denn ihr wisst, Vers 18, dass er nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, Gott hat nicht einfach nur in sein überdimensionales Portemonnaie gegriffen, da eine halbe Million Euro rausgeholt, auf den Tisch gelegt und gesagt: Dich kaufe ich jetzt, du bist jetzt frei. Das geht nämlich nicht. Ein Leben für ein Leben. Gott investiert sein Leben für dein Leben. Damit dein Leben nicht verloren geht, gibt er seines dran. Ein Leben für ein Leben.
Aber wenn das stimmt, wenn es wirklich stimmt, dass Gott uns befreit hat, dann sind wir nicht nur erlöst von unserer Schuld, sondern dass ihr erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel. Verzeiht mir, dass ich die Elberfelder nehme, aber sie ist so schön, da kann man so ein bisschen drauf rumkauen, das geht nicht so schnell runter.
Also eitel, wer verwendet heute noch eitel? Wenn jemand eitel ist, das ist so der, ja, bringt nichts, aber sieht gut aus. Eitel, nutzlos, in sich hohl, Schaumschläger. Und jetzt kommt Petrus und sagt: Wenn du dich bekehrst, in dem Moment, wo du das tust, wo du auf deine Knie gehst und sagst: Herr Jesus, hier stehe ich, oder ich knie und ich nehme mein Leben und ich lege es dir hin und ich möchte, dass das, was da am Kreuz passiert ist, mir gilt, wenn du das tust, in diesem Moment nimmt Jesus die Last der Schuld von deinen Schultern und legt sie sich selber auf am Kreuz, nimmt den Schuldschein gegen dich und pinnt ihn an sein Kreuz und sagt: Ich habe das bezahlt.
Und dann sagt er im gleichen Moment: Und jetzt möchte ich, dass du verstehst, dein Leben, deinen Lebensstil, alles was du weißt in deinem Schädel, alles was du für richtig hältst, da müssen wir ein Riesenfragezeichen drunter machen. Das ist alles noch mal eitel, nutzlos, von den Vätern überliefert. Du hast deinen Lebensstil irgendwo her. In der damaligen Zeit, weil da war die Zeit noch nicht so flippig wie heute, da hat man es von den Vorfahren übernommen. So wie Papa und Mama gelebt haben, so lebe ich auch. Und weil ich so wie Papa und Mama lebe, muss das doch was gelten. Das ist das, wie man es macht, wie in der Gesellschaft es akzeptiert ist. So bin ich geimpft, das ist in meinem Schädel drin.
Heutzutage ist das ein bisschen flippiger. Oft genug ist das, wie eure Eltern gelebt haben, für euch total uninteressant. Aber die Peer Group, in der ihr seid, die Clique, mit der ihr abhängt, das, was bei Facebook gerade in ist, merkt ihr ja, es ist genau das Gleiche, es ist das, was in ist. Akzeptiert, wie man als Jugendlicher zu denken und sich zu verhalten hat.
Und jetzt kommt Jesus und sagt: Wenn ich dich erlöse von deinen Sünden, dann sind deine Sünden so tief mit deinem Verhalten, mit deinem Charakter, mit deiner Lebensweise verbunden, dass ich dich nicht sein lassen kann, wie du mal warst, und ich nehme dir einfach nur die Schuld weg. Sondern ich muss dich quasi packen, und ich muss dich nicht nur erlösen von der Schuld deines Lebens, sondern ich muss dich erlösen von deinem ganzen Lebensstil, von all dem, was an Schrott in deinem Hirn drin ist. Da muss ich ran, und da musst du raus, weil wenn du das nicht schaffst, dann wirst du zugrunde gehen, dann wird das alte Leben dich einfach wieder auffressen. Dann bist du nicht Christ, dann bist du nicht erlöst, dann bist du einfach nur ein Heide mit so einem christlichen Anstrich, so einem Überraschungsei, innen hohl.
Und ich glaube, es gibt ganz viele Heiden mit einem christlichen Anstrich, Leute, die wissen, wie man sich in der Gemeinde zu verhalten hat. Leute, die, wenn man ihnen die richtigen Fragen stellt, sogar die richtigen Antworten geben können, und die trotzdem nie von ihrem alten Lebensstil erlöst worden sind, weil ihnen keiner gesagt hat: Du, das, was du gelernt hast in der Schule, das, was du siehst bei deinen Kumpels, das ist alles Stuss, das macht dich kaputt, das hat dich so kaputt gemacht, dass du die Schuld nehmen und Jesus geben musstest. Und jetzt musst du einfach an der Stelle zutiefst kapieren, dass du all das, was so normal ist, hinterfragen und lassen musst.
Und geh mal nicht davon aus, dass das nur Pornografie, Datenklau und solche Sachen sind. Da gibt es ganz fiese kleine Sünden, die keiner so richtig mitbekommt, die man so gesellschaftlich akzeptiert hat. Vielleicht am Ende, im letzten Vortrag, das eine oder andere.
Gott möchte dich erlösen. Er möchte, und wir springen in den ersten Johannesbrief, 1. Johannes 3, er möchte, dass du gemäß der Hoffnung lebst, die du hast. Unser Leben hat eine Hoffnung. Ich hoffe, dass sein Leben eine Hoffnung hat, ich weiß nicht, ob es so ist, ich weiß nicht, was seine Hoffnung ist, einmal Ferrari fahren, sich einmal eine Gucci-Handtasche leisten können, keine Ahnung. Meine Hoffnung ist Auferstehung. Auferstehung zum Leben, Auferstehung in einem Moment hinein, wo ich Jesus begegnen werde und wo Jesus sagt: Ey Freund, komm, jetzt feiern wir, die nächste Millionen Jahre machen wir erstmal in Ruhe einen drauf und dann geht es mir dann schon mal was über Nachmachen.
Das ist meine Hoffnung, dass da etwas kommt, eine Ewigkeit kommt, die so phänomenal ist, dass sie das bisschen Leben und das bisschen Spaß, was es auf diesem Planeten hier gibt, absolut in den Schatten stellt, wo du danach zurückdenkst und alle, die dann dabei sein werden, ey, wir werden das gemeinsam machen, dann denkst du zurück an diesen Jugendtag und schmunzelst noch ein bisschen, wie du damals drauf warst, und dann geht es wieder weiter tief in der Herrlichkeit und der Freude des Herrn.
So, wenn du diese Hoffnung hast, wenn du sagst: Ja, das ist meine Hoffnung, und das ist die Hoffnung eines Christen, wenn du die nicht hast, musst du ganz grundsätzlich über Hoffnung nachdenken, aber wenn du, dann passiert Folgendes: Dass Gott dir sagt, deine Hoffnung prägt dein Leben, du lebst gemäß deiner Hoffnung. Wenn du mir nicht glaubst, dann gebe ich dir einen Beweis dafür. Betrachte mal eine junge Frau, die demnächst heiraten wird, die die Hoffnung hat: Da gibt es eine Hochzeitsfeier, und da gibt es dieses große Fest mit dem weißen Kleid. Du musst dir diese Frauen anschauen in den letzten fiebrigen Wochen vor der Hochzeit, wenn sie in der Vorfreude und in der Vorplanung leben, wenn die Planung angeht, wie oft muss ich ins Solarium, um mit dem passenden Teint für mein schulterfreies Kleid zu kriegen.
Keine Frau, wirklich keine Frau würde sagen: Ja, ich heirate morgen mit den Haaren, da haben wir noch nie Gedanken gemacht, keine Ahnung, die werden schon irgendwie fallen. Wenn du diese Hoffnung hast auf die Herrlichkeit, dann bereitest du dich vor, und sei es auch nur als Braut auf den Hochzeitstag. Und genau das Gleiche gilt für Christen.
Wir schauen uns das an: 1. Johannes 3, ab Vers 2. Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes. Wie gesagt, du musst sicher sein, dass du das bist, aber wenn das so ist, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Das heißt, das Eigentliche deiner Kindschaft, dass du einmal in der Ewigkeit alles erben wirst, dass du mit Gott regieren wirst, dass du eine Ewigkeit die tiefste und größte Freude haben wirst, das sieht man heute noch nicht.
Heute bin ich so ein leicht übergewichtiger, lispelnder 47-Jähriger, der hier steht und so komische Sachen macht. Du kannst mich auf der Straße treffen und vielleicht kriegst du Angst, weil ich es nicht so komisch anschaue mit meinen schielenden Augen. Das ist heute. Aber es wird eine Zeit kommen, da wird man merken, was dahinter steckt. Dass in diesem Typen tatsächlich Geist Gottes drinsteckt, dass da Ewigkeit drinsteckt, dass da Herrlichkeit drinsteckt, nicht meine, sondern Gottes Herrlichkeit, eine Herrlichkeit, die Gott vorbereitet hat für mich als mein persönliches Geschenk.
Also, Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, wir sind das schon, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Das macht irgendwann Klingeln, und dann sagen alle: Oh, boah, ihr, die dabei seid im Himmel, wir werden das alle so erleben. Wir werden einander im Himmel sehen und sagen: Boah, Wahnsinn, was aus dir geworden ist. Wirklich, Auferstehungsleib, Herrlichkeit, Ewigkeit, Unvergänglichkeit, Sündlosigkeit, das macht was mit uns. Aber das ist noch Zukunft bis dahin, wenn du das glauben kannst.
Wir wissen, dass wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden. Wir werden verherrlichte Menschen sein wie Jesus nach seiner Auferstehung. Woher weiß ich das? Wir müssen passend sein für die Begegnung mit ihm, wir müssen passend sein für den Himmel, denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und wenn du sagst: Das ist meine Hoffnung, ich werde hier abtreten und ich werde die Augen wieder aufmachen und dann werde ich ihm begegnen, ich werde ihn sehen, heute glaube ich an Jesus, aber dann werde ich ihn sehen, wenn das deine Hoffnung ist, dann ist der Clou der, dass Johannes sagt, wie bei einer Braut, die sagt: Ich habe da meinen Hochzeitstag.
Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich selbst, wie er rein ist. Wenn du sagst: Ich möchte die Ewigkeit in Sündlosigkeit mit meinem Herrn verbringen, und das ist echt in deinem Herzen drin, und das ist so wie für dich so ein Gradmesser: Bin ich jetzt Christ oder bin ich es nicht? Johannes sagt, und der erste Johannesbrief geht um das Thema, woher weiß ich, dass ich wirklich Christ bin, Johannes sagt: Zu echtem Christsein gehört die Hoffnung auf die Begegnung mit dem Herrn und dann der feste Wunsch, es ist ganz natürlich, jetzt schon mich auf diesen Moment so weit vorzubereiten, wie das irgendwo möglich ist.
Und du kannst dir diese Frage stellen: Ist das in meinem Herzen drin? Habe ich in meinem Herzen diese tiefe Sehnsucht, ihm so ähnlich zu werden, wie das nur irgendwie geht? Und wenn nein, oder wenn du sagst, ja, früher war das mal so, aber heute ist das so irgendwie verschüttet worden, oder wenn in dein Leben Sünde eingedrungen ist, die vielleicht am Anfang sich so in der Ecke versteckt hat und dann immer größer und immer prägender geworden ist, dann nutzt den Tag heute zu sagen: Ich möchte ganz neu wieder mich Jesus hingeben, möchte neu diesen Blick haben auf meine eigentliche Hoffnung, und ich möchte heute wieder anfangen, die Entscheidung zu treffen, ich will heute wieder Grusse tun, ich will heute wieder zurück.
Das ist es, worum es geht. Warum geht es darum? Weil Bekehrung ist immer eine Bewegung von zu. In 1. Thessalonicher 1,9-10, da heißt es: Denn sie selbst erzählen von uns, welchen Eingang wir bei euch hatten. Also die erzählen davon, wie das gelaufen ist, dass da Gemeinde entstanden ist. Denn sie selbst erzählen von uns, welchen Eingang wir bei euch hatten und wie ihr euch, hört das her, von den Götzen zu Gott bekehrt habt, dem lebendigen und wahren Gott zu dienen und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten.
Das ist die Frage. Wenn wir über Bekehrung reden, dann ist es ein Von zu, da gibt es einen Bruch, da habe ich vorher ein Leben wie alle anderen, ich lebe nach den Maßstäben dieser Welt. Und das Neue Testament, wenn ihr das aufmerksam lest, das wird sagen, diese Welt, in der wir vor der Bekehrung drin waren und die uns geprägt hat, mit ihren Werten, mit ihren Idealen, mit ihren Pseudovorbildern, diese Welt ist eigentlich eine total kaputte Welt. Es ist eine Welt, in der das Böse regiert. Der Teufel wird als der Gott dieser Welt bezeichnet, der in Menschen ganz konkret wirkt, um sie kaputt zu machen, der Menschen ganz konkret Lügen und ganze Lügengebäude eingibt, um dafür zu sorgen, dass sie nur eines nicht tun: Zu dem Gott umzukehren, der sie liebt, der sie gemacht hat, der sie will, der für sie am Kreuz gestorben ist.
Und was wir ernten, ist eine Welt voll von Schmerzen, voll von Tod, von Angst, von Verfall, von Sinnlosigkeit, von Krieg. Das ist das, wo du groß geworden bist. Und jetzt ist die Frage: Hast du das wirklich kapiert? Weil ich erlebe junge Christen, die diese Welt extrem attraktiv finden und sagen: Das kann doch nicht so schlimm sein alles. Ich sage: Doch, es ist so schlimm, dass Gott sagen wird, diese Welt, die werde ich verbrennen, da wird nichts davon übrig bleiben. Mit dieser Welt will ich nichts mehr zu tun haben. Ich werde eine neue Welt machen, eine neue Welt, auf der Gerechtigkeit herrscht.
Und wenn du Teil dieser neuen Welt sein möchtest, dann musst du glauben, du musst mir vertrauen, sagt Jesus, dass ich dich da hinbringen kann, denn ich bin der Weg, du nicht. Deine ganze Perfektion, dein ganzes Bessersein-wollen kannst du dir echt in der Pfeife rauchen, das will keiner. Jesus sagt, ich will eine Sache von dir: Ich möchte, dass du vor mir zerbrichst und ehrlich zugibst, dass du es nicht schaffst. Das ist alles, was du geben kannst: ein zerbrochenes Herz. Und ein zerbrochenes Herz, das ist das eine Ding, was für Gott unwiderstehlich ist. Da sagt Gott: Boah, wenn du von mir zerbrichst, dann nehme ich dich auf in meine Familie, und dann sorge ich dafür, dass du am Ende dabei bist.
Oder anders ausgedrückt, ein bisschen dramatischer: Im Galaterbrief heißt es Galater 1,3-4, dass Jesus uns herausgerissen hat aus einer bösen Welt. Schön, ja, hier, der sich selbst für unsere Sünden hingegeben hat, damit er uns herausreiße. Also, das ist so, und ich werde jetzt doch irgendwas machen, was dann wieder die Kameraleute irritiert. Ihr müsst euch das so vorstellen, herausreißen, ja, herausreißen bedeutet, dass du in einem Substrat drin bist und dieses Substrat hier, das ist quasi die Welt. Und jetzt muss Jesus kommen und er muss dich wirklich herausreißen, er muss wirklich sagen: Ich nehme dich da raus, weil wenn du hier drin bleibst, das macht dich einfach kaputt.
Du musst raus da, du musst raus aus der Finsternis, rein ins Licht, du musst rein in mein Reich, du musst mich zum Herrn haben, ich muss in deinem Leben die Nummer eins sein. Und wenn das nicht passiert, wenn du sagst: Nee, ich möchte da ein bisschen drinbleiben, das Wasser ist so schön kuschelig da drin, ja, und da wird man auch ab und zu gegossen, das ist doch gar nicht so schlecht, dann sagt Jesus: Sorry, dann kann ich dir nicht helfen. Ich kann dir einfach nicht helfen, weil Bekehrung heißt, ich breche mit meiner Vergangenheit, Bekehrung heißt, ich lasse mich herausreißen und ich lasse das hinter mir.
Lass das mal hier vorne, damit ihr das auch seht, so. Und wenn du diesen Schritt gegangen bist, dann gibt es sogar ein Zeichen in der Bibel dafür. Das ist nämlich die Taufe. Weißt du, wofür Taufe steht? Taufe steht dafür, dass jemand begraben wird. Also jetzt zumindest, wenn man so eine Großtaufe hat. War jemand bei einer Taufe dabei? Ja, also Wasserfläche, dann rütteln die da so in den See rein, ja, und dann wird ein bisschen was gesagt, dann pfff, und dann kommt der wieder hoch und denkt sich: Super, ja, schön, dass er wieder da ist. Aber das ist ein Zeichen.
Ein Zeichen dafür: Als ich mich habe taufen lassen, da war es so, ich bin da ins Wasser gegangen, der alte Jürgen mit seinem Perfektionismus, mit seiner übertriebenen Härte, mit seinem Wunsch, Karriere zu machen, der geht ins Wasser und dann wird er begraben. Und dann kommt der neue Jürgen raus, der sagt: Jetzt gehört mein Leben Jesus. Und er darf alles das, was vorher wichtig war, was vorher mein Leben geprägt hat, er darf alles, den letzten Krümel wirklich hinterfragen. Ich habe mich von den Götzen, von dieser Welt, aus der ich stamme, weg bekehrt hinein in sein Reich.
Bekehrung heißt, ich habe ein ganz neues Leben zu leben, ich habe einen neuen Fixpunkt in meinem Leben. 1. Thessalonicher 1,10 haben wir es gelesen: Ich lebe jetzt als einer, der Jesus erwartet. In 2. Korinther 5,15, den Vers möchte ich euch noch zeigen, 2. Korinther 5,15. Da heißt es: Für alle ist er gestorben, Jesus, Karfreitag, wozu? Für alle ist er gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben.
Verstehst du das? Ich meine, das ist deutsch, aber vielleicht geht es an dir vorbei. Nicht mehr sich selbst. Es geht nicht mehr um die Frage: Was will ich? Wenn es in deinem Leben noch um diese Frage geht: Was will ich?, dann bist du kein Christ. Ich weiß nicht, was du bist, vielleicht bist du dieses Überraschungsei, außen so einem christlichen Anstrich, aber innen hohl. Maybe, es ist mir auch egal, weil ich muss es doch nicht entscheiden, du musst das entscheiden.
Wenn Jesus für deine Sünden gestorben ist, wenn du sagst: Ich bin Christ, dann und für alle ist er gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt worden ist. Darum geht es. Jesus ist gestorben, Jesus ist auferstanden, und Jesus sagt: Ich möchte jetzt dich in meine Nachfolge rufen, und ich möchte, dass du mit mir lebst, und an einer Stelle heißt es sogar, ich möchte mein Leben durch dich hindurchleben, zumindest hat Paulus das so verstanden. Wer sagt nämlich: Und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir.
Versteht ihr, da gibt es einen Bruch, es gibt ein: Ich mache mein Leben für mich, wie ich das für richtig halte. So, und dieses Gestottere lasse ich hinter mir, und ich lebe jetzt neu, und im Zentrum stehe nicht mehr ich, im Zentrum steht Jesus. Oder wie Petrus das sagen würde: Im Zentrum steht, dass wir Jesus lieben, an ihn glauben, uns über ihn von ganzem Herzen freuen.
Und deswegen muss Bekehrung ein Bruch sein. Deswegen gibt es ein Vorher und Nachher. Und wenn es stimmt, dass tatsächlich unser Leben sich um Jesus dreht, wenn wir Jesus lieben sollen, dann ist die Frage: Wie liebe ich Jesus? Und Jesus selber sagt es, ich habe da so eine Liebessprache. Vielleicht kennt ihr dieses Buch „Fünf Sprachen der Liebe“? Ja, manch einer gehört. Jesus hat Nummer sechs. Jesus sagt: Meine Liebessprache ist Gehorsam. Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Schön, he? Ganz simpel.
Ich mag das, dass Christsein so simpel ist. Ich habe Mathe nie verstanden. Ehrlich, wer hat mich da so durchgemogelt durch jede, das war echt übel. Physik, ey vergiss es. Sprachen waren nie mein Ding, ja. Also meine Schulnoten stehen in keinem Verhältnis zu dem, was ich wirklich kann. Aber die Bibel ist so simpel: Jesus sagt, schau, hast du mich lieb? Ja, mach doch, was ich sage. Okay, so simpel, ja, also sorry, das kannst du mit dem IQ einer, ich weiß nicht, einer Kuhglocke schaffen. Das ist wirklich einfach. Du hast mich lieb, ja, mach, was ich sage.
Und deswegen, weil ich vorhin sagte, der erste Johannesbrief ist ein Brief, wo man so ein bisschen sieht, was echtes Christsein ausmacht, deswegen kann Johannes in Kapitel 2, Vers 3 und 4, 1. Johannes 2,3-4, sagen, woran man erkennt, dass jemand wirklich Gott kennt. Woher weiß ich, dass jemand Gott kennt? Er hat das mitgekriegt. Christsein, da geht es darum, dass wir Gott kennenlernen. Also woher weiß ich das? Johannes ist da ganz easy. Ich mag Johannes, also verstehe seinen Brief nicht ganz, aber ich mag ihn, wie einfach er schreibt.
Und hieran erkennen wir, dass wir ihn, Gott, erkannt haben. Ja, woran denn? Wenn wir seine Gebote halten. Urig simpel, oder? Du kennst Gott, okay, hältst du seine Gebote? Nö, dann kennst du Gott nicht. Warum, steht hier. Und wer sagt: Ich habe ihn erkannt, und hält seine Gebote nicht, ist ein Lügner. Ganz simpel. Wenn in deinem Leben Sünde ist und du gleichzeitig darauf bestehst: Ich bin aber Christ, ich bin aber Christ, ich bin aber Christ, dann sage ich: Nein, du bist ein Lügner. Was du bist, weiß ich nicht, wie gesagt, Üei-Problematik, aber irgendwie das, was du behauptest zu sein, ich bin einer, der Gott kennt, und ich richte mein Leben danach aus, nach diesem Gott, weil ich für ihn lebe und weil ich lebe, um ihn zu lieben, das ist nicht wahr.
Und deswegen ist es so einfach, ein Stück weit diesen Bruch zu verstehen und zu sagen: Ja, ich habe das begriffen, Jesus möchte tatsächlich im Leben eines Christen die absolute Nummer eins sein. Ich könnte jetzt wahrscheinlich da hinten aus der hinteren Reihe, so aus der grauen Pantherreihe, da könnte ich jetzt ein paar nach vorne holen, die schon länger dabei sind, und ich bin mir sicher, ihr würdet eines bestätigen: Das ist etwas, das geht nicht von alleine, dass Jesus die Nummer eins ist. Das ist etwas, wo man immer wieder die Entscheidung treffen muss. Das ist etwas, wo man einmal eine Entscheidung trifft, um morgens aufzustehen und neu zu sagen: Herr Jesus, du sollst die Nummer eins in meinem Leben sein.
Jesus selbst sagt das in Lukas 14. Oder ihr stimmt mir zu, oder? Das ist nicht so einfach. Ihr könnt ja mal nicken da hinten, wenn ich die Wahrheit gesagt habe. Das ist eine Entscheidung, die macht man jeden Morgen neu. Das hat man nicht als Sechzehnjähriger mal entschieden, und das gilt heute noch.
Von daher: Jesus möchte Nummer eins sein, und er sagt das so, er sagt das mit den Worten: Wenn jemand zu mir kommt und seinen Vater, seine Mutter, seine Frau, seine Kinder, seine Brüder und Schwestern nicht dazu, aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein. Lukas 14,26.
Und das Wort „hassen“ heißt hier nicht „hassen“ im Sinne von: Ich gehe auf jemanden zu und dachte mir, jetzt haue ich die einfach mal rein, sondern „hassen“ heißt, ich setze jemanden an Nummer zwei. Ja, ja, ich hätte das nie gemacht, keine Sorge. Auf eins steht Jesus, und alles andere, was Leuten sonst wichtig sein könnte, Frau, Kinder, Vater, Mütter, Brüder, Schwestern, mein eigenes Leben, das kommt auf zwei.
Und glaub mir, dass diese Entscheidung, die triffst du heute, und morgen früh versucht dein altes, dickes Ego wieder auf den ersten Platz zu robben, wie so eine schleimige, dicke Nacktschnecke, so ganz langsam sich da wieder nach vorne zu mogeln, wo man es gar nicht so richtig merkt. Das ist mein altes Ego, das will immer auf eins, und Jesus sagt, du kannst nur mein Jünger sein, wenn ich auf eins bin und der Rest, dein Leben eingeschlossen, alles, was du dir so erträumst, was du möchtest, das muss auf zwei.
Und deswegen, wenn du noch nicht bekehrt bist, wenn du noch nicht weißt, ob ich dieses Angebot, dieses Osterangebot annehmen möchte, wenn du sagst, eigentlich latsche ich gerade mit der ganzen Last meiner Schuld direkt Richtung Hölle, und eigentlich habe ich diese Schuld noch nie abgegeben, wenn das so ist in deinem Leben, dann würde Jesus sagen: Wenn du dich bekehren möchtest, dann überlege dir die Sache gut. Mach das bitte nicht aus so einer emotionalen Entscheidung heraus. Überlege dir gut, was du willst.
Und er bringt zwei Beispiele hier in Lukas 14, eines von jemandem, der einen Turm bauen will, eines von jemandem, der in den Krieg ziehen will, Aufgaben, wo man sich vorher gut überlegt: Schaffe ich das oder schaffe ich das nicht? Und Jesus sagt: Überleg dir gut, ob du wirklich Christ werden willst. Wir brauchen nicht so eine Billigbekehrung. An dieser Stelle ist Geiz nicht geil, weil Gott echt alles haben will und nicht nur die Krümel deines Lebens, wenn du nicht mehr weißt, was du noch tun sollst, kurz vorm Schlafen gehen die letzten fünf Minuten, bevor dir die Äuglein zudrückt, ja, da kriegt das Gott. Das will Gott nicht. Gott sagt: Ich will dich ganz, ganz und gar.
Und er drückt das dann so aus, er sagt: So kann nun keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein. Lukas 14,33. Du musst eine Entscheidung treffen, ein Leben für ein Leben, er gibt seins und er will deins. Wenn man dir erzählt hat, Christ sein, ja, du kannst Christ werden, das kostet dich nichts, es ist eine Lüge. Ich weiß nicht, wer dir das verkauft hat, das stimmt nicht. Wenn du Christ werden willst, kostet es dich alles, was du hast, dein ganzes Leben. Es kostet dich deine Zeit, es kostet dich deine Träume, es kostet dich alles, was du vorher dachtest zu wissen, es kostet dich dein ganzes Leben. Das ist das, wo Gott sagt, das möchte ich gerne haben.
Das heißt es, wenn man sagt, ich bin Jünger Jesu, ich habe einen Herrn und ich folge diesem Herrn nach. Darum geht es. Es gibt einen Bruch. Vorher war ich der Herr in meinem Leben, dann kommt diese Bruchbekehrung und dann ist Jesus Herr in meinem Leben. Und wo Jesus Herr ist, da bleibt tatsächlich für Götzen, für Sünde, für ein dickes Ego bleibt da kein Platz.
Ich möchte euch zum Schluss, und dann machen wir Pause, ein Beispiel vorlesen, ein Beispiel, was mich fasziniert, wo Leute das begriffen haben. Apostelgeschichte 19, da heißt es in Vers 18: Viele aber, von denen, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten und gestanden ihre Taten. Die nehmen Sünden ernst und bekennen vor anderen Leuten ihre Sünde.
Ihr müsst euch das so vorstellen: Da will sich jemand bekehren und er stellt sich hier vorne hin und sagt: Hört mir mal zu, ich habe verstanden, dass Jesus für meine Sünden gestorben ist, und ich möchte euch mal sagen, wie es in meinem Leben im Moment aussieht. Ich bin das und das und das und das mache ich und das mache ich und das mache ich und eigentlich weiß ich in meinem Herzen, es ist falsch und ich möchte das nicht mehr tun. Ey, stellt euch so eine Kultur vor, wo das möglich wäre.
Stell dir vor, du sitzt jetzt hier und du sagst dir jetzt: Ich möchte jetzt in diesem Umfeld, in diesem Moment mein Leben Jesus geben. Du kannst es tun. Und stell dir vor, du würdest nach vorne gehen und würdest anderen einfach sagen: Wisst ihr was, das und das und das, das ist mein Leben. Das sind meine Ideale, das ist das, wie ich dachte, ich kriege mein Leben auf die Reihe. Und ich merke, es funktioniert nicht. Und ich habe angefangen, Gott zu vertrauen, ich habe angefangen, Jesus zu vertrauen und ihnen mein Leben reinzuholen.
Für die Leute hier war das mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden. Viele aber von denen, die vorwitzige Künste getrieben hatten, wir würden heute sagen Esoteriker, Okkultisten, so diese Richtung, trugen die Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen, und sie berechneten ihren Wert und kamen auf fünfzigtausend Silberdrachmen. Ich kann euch nicht genau sagen, wie viel das ist, spielt auch keine Rolle, aber es ist Minimum eine Million, eher mehr, deutlich mehr.
Kannst du dir das vorstellen? Du machst in der Mitte der Stadt so einen Scheiterhaufen und verbrennst all die Zauberbücher, ja? Und dann macht einer mal so eine Liste: Was haben wir eigentlich alles verbrannt? Ja, aha, aha, aha, oh ja, wow, ja, und Strich drunter, was hätte das gekostet im Moment? 50.000, wow.
Ich habe einen Freund, der hat die vielleicht größte oder ambitionierteste Death-Metal-Sammlung Deutschlands gehabt, und er kommt zum Glauben und er ruft mich an und sagt: Jürgen, ich müsste meine Sammlung aus, alles was satanistisch ist, fliegt raus. Was soll ich denn damit machen? Ich könnte dringend Geld gebrauchen, kann nichts verkaufen. Er hat gesagt: Du kannst nicht deinen Dreck jetzt bei Ebay reinstellen, tut mir leid. Habe ihm die Stelle gezeigt, und er hat seine satanistischen Sachen, die fiesen Dinge, die gegen Gott waren, er hat die genommen, alles feine, handverlesene Schreiben, wo andere sich die Finger danach lecken würden, sie nur mal anschauen zu dürfen, hat sich mit einem Freund getroffen und eine Lochzange. Und sie haben bis ihnen die Finger wehgetan haben. Weg, weg, weg, weg, weg.
Da hat jemand einen Bruch gemacht. Zwischen vorher, ich komme aus einer Szene, die nicht an sich schlecht ist, nicht, dass er mich falsch versteht, ich will nicht die Szene schlecht machen, aber in jeder Szene gibt es Dinge, die böse sind, und er hat sich von diesen bösen Dingen einfach getrennt und hat gesagt: Ich lebe jetzt ganz für Gott. Und ja, ich hätte das Geld gut gebrauchen können, aber nein, das mache ich nicht, ich mache einen klaren Schnitt. Und heute, zehn Jahre später, ist er einer unserer Ältesten, hat ein Herz für Jugendliche und hat eine Leidenschaft, wo ich einfach nur sage: Boah, er sticht einfach heraus.
Weißt du warum, warum ich glaube, dass er heute heraussticht? Warum heute Jugendliche zu ihm nach Hause kommen, um da vom Herrn Jesus zu hören? Ich glaube einfach, weil er am Anfang richtig gestartet ist, nicht so halb, sondern diesen Bruch gemacht hat.
Die Frage, mit der ich dich jetzt in die Pause entlasse, ist: Hast du diesen Bruch in deinem Leben vollzogen? Hast du verstanden, ich komme aus einer Welt, die mich kaputt machen will, die mich mit Mist und falschen Gedanken und falschen Zielen füttert, und ich habe wirklich die Sache abgebrochen, ich habe sie durchdacht, und ich habe an die Stelle, wo früher so das dran stand, was mir wichtig war, da genau da, in das Zentrum meines Herzens, da habe ich den Herrn Jesus gestellt, und heute lebe ich für ihn.
Stell dir diese Frage. Wenn du das nicht mit Ja beantworten kannst, dann nimm die Gelegenheit heute wahr, diesen Schritt zu gehen. Schau dir dein Leben an und nimm dieses Leben, komm zu einem der Mitarbeiter. Wir beten gerne mit dir und wir zeigen dir den Weg, wie du dein Leben Jesus übergeben kannst, aber mach das bitte. Geh nicht nach Hause als der, als der du hergekommen bist.
Das wäre mir der Wunsch. Okay, Pause! Es geht weiter um viertel nach fünf.
Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
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