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Gottes Plan – kein Zufall! (Teil 2)

10.04.2013
Ein Vortrag von Vaughn Roberts auf der E21-Konferenz 2013. Englischer Titel: „God’s Big Picture II”.

Ein gemeinsamer Blick auf die große Linie der Bibel

Wenn ihr gestern hier wart, dann habt ihr gehört, dass wir entdecken wollen, dass die Bibel ein Buch mit einem Thema und von einem einzigen Verfasser ist.
Things were very good, God made a perfect world. Wenn man also hier oben angefangen und entdeckt, dass die Welt eine vollkommene Welt ist, wie Gott die Welt geschaffen hat, dann haben wir dort das Muster für die Schöpfung gesehen, so wie es sein sollte. Denn hier haben wir Gottes Volk, Adam und Eva, an Gottes Ort, dem Garten Eden, unter der vollkommenen Herrschaft Gottes.
Aber dann geht alles furchtbar schief. Die Menschen rebellieren gegen Gott, und das Königreich ist zerstört. Und hier haben wir jetzt das verdorbene Königreich.
Dort könnte Gott sicherlich die Dinge einfach so stehen lassen, aber er ist ein Gott der unendlichen Gnade. Denn als die Menschen an ihrem tiefsten Punkt waren, gibt Gott ihnen eine Verheißung. Es ist die Verheißung des Evangeliums, die Verheißung eines wiederhergestellten Königreichs.
Er erläutert Abraham, dass er aus ihm eine großartige Nation machen wird, die er großartig segnen wird. Und es war immer schon Gottes Plan, dass er durch dieses Volk alle Nationen der Welt segnen würde.

Vom Aufstieg Israels bis zum Höhepunkt unter David und Salomo

Und dann haben wir im nächsten Abschnitt der Geschichte der Bibel die zum Teil partiell verwirklichte Geschichte des Reiches Gottes. Hier geht es nun bergauf in der Geschichte Israels. Gott erlöst sein Volk zur Zeit des Exodus aus Ägypten und macht sie wieder zu seinem Volk.
Und jetzt, wo er sie zu seinem Volk gemacht hat, gibt er ihnen das Gesetz. Wenn sie dieses erfüllen, werden sie gesegnet sein und ihm gehorchen. Zur Zeit Josuas erfüllt er dann auch die Verheißung, das Versprechen des Landes. Dann setzt er einen König auf den Thron Israels. Nach dem Fehlstart mit Saul erreichen wir dann mit David und Salomon den Höhepunkt dieses Königreichs.
Und dann haben wir im 1. Könige gesehen, wie der Verfasser dieses Buches betont, dass Gott die Verheißungen nun erfüllt hat. Das größte Merkmal dieser Erfüllung der Verheißung ist der großartige Tempel, denn der Höhepunkt des Segens Gottes ist die Beziehung zu Gott. Und hier ist nun Gott in der Mitte seines Volkes. Es sieht fast so aus, als ob wir wieder zurückgekehrt wären zum Garten Eden.

Der Zerfall des Reiches und das Auftreten der Propheten

Aber dieses wunderbare Mustermodell des Königreichs wird jetzt wieder zerbröckeln. Denn jetzt kehren wir uns, wo es mit der Geschichte Israels bergab geht, diesem Geschichtsabschnitt zu. Und hier befinden wir uns jetzt in dem Teil des Alten Testaments, den ich das prophezeite Königreich Gottes nenne.
Mose war der erste Prophet. Gott hatte schon zuvor, vor dieser Zeit, Propheten. Aber jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem die schreibenden Propheten im Alten Testament aktiv werden. Denn nachdem Salomon stirbt, geht plötzlich alles schief.
Salomon war Gott auf furchtbare Weise ungehorsam gewesen. Er hat viele Frauen zu sich genommen, und seine Unzucht war nicht nur im sexuellen Sinn, sondern auch geistlich. Denn mit diesen Frauen aus fremden Ländern hat er auch deren Götter und deren Religion für sich angenommen.
Gott hat verheißt, dass um seines Vaters Davids willen die Strafe nicht vor der nächsten Generation nach Salomon beginnen wird. Aber er erklärte, dass sich das Königreich nach Salomons Tod zerbröckeln wird. Und genau das geschieht jetzt.
Es fängt ein furchtbarer Bürgerkrieg an. Es kam zu einer traurigen Teilung zwischen dem Nordreich und dem Südreich. Das Nordreich, das wir dann als Israel bezeichnen, mit der Hauptstadt Samaria, und das Südreich Juda mit der Hauptstadt Jerusalem. Und dann das Südreich unter dem Namen Juda mit Jerusalem als Hauptstadt.

Gericht als Folge des Bundesbruchs

Das Nordreich beginnt auf schreckliche Weise. Jerobeam wollte nicht, dass sein Volk nach Süden ging, um dort in Jerusalem anzubeten. Deshalb stellte er zwei goldene Kälber auf, eines im Norden und eines im Süden seines Reiches, und sagte: Hier werden wir Gott anbeten.
Im Süden sah es etwas besser aus. Wenigstens hatten sie einen König aus der Dynastie Davids, und sie hatten den Tempel, um dort anzubeten. Aber für beide Reiche ging es von diesem Punkt an bergab.
In dieser Zeit beginnen nun die Propheten zu sprechen, und sie hatten wirklich eine zweifache Botschaft. Die eine Seite war das Gericht. Deshalb ist es auch so mühselig, die Propheten zu lesen, denken wir etwa an Jeremia: Gericht, Gericht, Gericht, mit einigen Lichtblicken dazwischen.
Normalerweise denken wir bei den Propheten in der üblichen populären Weise, dass sie nur die Zukunft verkünden. Aber zunächst einmal sprachen die Propheten schon damals auch in die Gegenwart hinein, und zum größten Teil war das die Botschaft des Gerichts. Es war Gericht aufgrund des Bundes zwischen Gott und seinem Volk.
Schon durch seinen Propheten Mose hatte Gott seinem Volk wissen lassen, dass sie nur seinen Segen erleben würden, wenn sie ihm im Land gehorchten. Wenn sie ihm aber ungehorsam sein würden, dann würden die Flüche Gottes über sie kommen, und letztendlich würden sie wieder aus dem verheißenen Land hinausgestoßen werden.

Ein warnendes Bild für den Ungehorsam

Und so beziehen sich die Propheten sowohl im Norden als auch im Süden genau auf diese Warnung, dass der Herr diesen Fluch über sie bringt, wenn sie nicht Buße tun.
Denken wir vielleicht einmal an einen jungen Mann, einen Jungen namens Jimmy, okay? Sehr gerne. Hier ist es mit neuen Schuhen. Okay, er hat einige neue Schuhe, und was ist damit? Oh, er hat neue Schuhe, und es regnet. So einfach war das gut.
Und in jedem Land der Welt gilt: Wenn kleine Jungen mit neuen Schuhen Pfützen sehen, wollen sie hineinspringen. In jedem Land ist es so: Wenn kleine Jungs mit neuen Schuhen Pfützen sehen, dann wollen sie gleich hineinspringen. Und die Mutter sagt zu Jimmy: Spring nicht in diese Pfützen. Jimmy geht direkt in die Pfütze. Und was macht er? Er geht direkt zur Pfütze.
Die Mutter sagt: Jimmy, wenn du das noch einmal tust, dann werde ich dich gleich auf dein Zimmer schicken. Und er tut es wieder. Und die Mutter sagt: Jimmy, ich sage dir, wenn du es noch einmal machst, dann gehen wir direkt nach Hause, und ich schicke dich auf dein Zimmer. Und er tut es wieder. Und die Mutter sagt: Okay, that’s it. I told you, you would go straight to your room when you get home, and now you will.
Und die Mutter sagt: Ich habe es dir gesagt, ja, jetzt wirst du nach Hause gehen und direkt auf dein Zimmer gehen. Und so kommt es: Sobald er zu Hause ankommt, hat er Stubenarrest. Er weint und er beklagt sich. Und die Mutter erklärt ihm: Ich habe dich gewarnt, dass ich dich in dem Moment, in dem wir nach Hause kommen, auf dein Zimmer schicken werde, und du dort Stubenarrest hast.
Und genau so müssen wir uns den Dienst dieser Propheten vorgestellt haben. Zuerst ist die Warnung: Geht nicht über diese Linie hinweg. Aber in ihrer Götzenanbetung und Sünde fährt das Volk fort, denn die Propheten flehen mit ihnen, dass sie nicht über diese Linie hinweggehen. Und die Propheten flehen sie an, dass sie umkehren, denn sonst wird das Gericht Gottes über sie kommen. Aber sie tun keine Buße, und sie überschreiten diese Linie.
Und dann kommt der Zeitpunkt, wo sie sagen: Es ist nur noch eine Frage der Zeit, und dann werdet ihr für eure Sünde gerichtet.

Das Ende des Nordreichs und die fortschreitende Krise in Juda

Und im Nordreich kommt diese Strafe durch die Assyrer. Im Jahr 722 v. Chr. wird Israel von den Assyrern zerstört. Ab diesem Zeitpunkt ist das Nordreich praktisch verschwunden. Sie gehen Mischehen mit den Heiden ein, und es gibt sie in dieser Form nicht mehr. Im Neuen Testament sehen wir dann einige ihrer Nachkommen unter den Samaritern, die von den Juden so sehr verhasst waren. Das war also das Ende des Nordreichs.
Und jetzt konzentrieren wir uns ganz auf das Südreich Juda. Im Nordreich war jeder der Könige ein böser König, der in den Fußstapfen Jerobeams folgte. Im Süden ist es nicht ganz so schlimm. Es gibt einige bessere Könige, wie zum Beispiel Josia, der zurückkehrt und das Gesetz Gottes wiederentdeckt. Trotzdem ist die allgemeine Richtung weiterhin bergab. Die Menschen bereuen ihre Idolatrie und Sünde nie vollständig. Auch hier warnen die Propheten vor dem kommenden Gericht, und dann kommt es durch die Babylonier.
In den Jahren 597 und 586 v. Chr. kommt es dann zum Exil, in dem das Volk Juda ins Exil geht. Zuerst sind es die prominenten Männer des Volkes, wie zum Beispiel Ezechiel, die ins Exil nach Babylon verschleppt werden. Die Babylonier setzen über dem Südreich Juda einen Unterkönig ein, nur eine Figur, eine Symbolfigur. Aber auch dieser König rebelliert dann noch einmal gegen Babylon, und so wird Juda vollständig zerstört. Das ganze Volk wird nun ins Exil nach Babylon geführt, und der Tempel wird zerstört.

Klage im Exil und die doppelte Botschaft der Propheten

and the people cry out in Babylon in despair. Dort im Exil ruft das Volk zu Gott in ihrer Hoffnungslosigkeit. Psalm 137: Wir saßen an den Bächen Babylons und weinten.
Furchtbarer am Exil ist nicht nur das Heimweh, sondern das Bewusstsein: Wir sind unter dem Gericht Gottes.
Und jetzt sind die Propheten wie die Mutter von Jimmy, die ihren Sohn aufs Zimmer geschickt hat. So wie auch die Mutter erklärt hatte: Du hast in den Pfützen geplanscht, und deshalb habe ich dich auf dein Zimmer geschickt. So erklären jetzt die Propheten dem Volk im Exil: Es ist nicht so, dass ihr einen Gott habt, der zu schwach gewesen wäre, euch vor den Babyloniern zu bewahren, sondern Gott hat die Babylonier als Werkzeug in seiner Hand benutzt, um das Gericht über euch zu bringen.
Aber wenn die Propheten sich jetzt auf den Bund als Bezugspunkt für das Gericht beziehen, so benutzen sie ihn auch als Bezugspunkt der Gnade Gottes. Denn der Bund, der unter Mose geschlossen wurde, hatte auch eine Bedingung damit verbunden: Als das Volk Gottes werdet ihr nur den Segen Gottes erleben, wenn ihr ihm auch gehorcht.
Aber der Bund mit Abraham war bedingungslos. Gott hat ganz einfach versprochen: Ich werde euch segnen, und durch euch werde ich alle Nationen segnen.
Und aufgrund der Verheißung und des Bundes mit Mose musste das Gericht kommen. Aber wegen der Verheißungen an Abraham war dieses Gericht nicht das Ende für das Volk. Es war Disziplin, aber keine Scheidung oder Trennung.
Und so gab es über das Gericht hinaus noch Hoffnung, noch Gnade.

Hoffnung auf eine tiefere und größere Erfüllung

Wenn es also auch unter den Propheten jetzt bergab geht, so ist auch ihr prophetischer Dienst schon da, der wieder bergauf zeigt. Im Licht der Vergangenheit weist das auf die große Aufwärtsbewegung hin und sagt, dass es wieder so sein wird, nur noch besser.
Was Gott in der Vergangenheit getan hat, das wird er in der Zukunft noch vollkommener erfüllen. So war also der Exodus schon eine große Befreiung. Aber es wird einen neuen Exodus geben, in dem Gott sein Volk aus der ganzen Welt zu einem neuen Tempel zusammenbringen wird. Das alte Gesetz, der alte Bund, war schon wunderbar, aber es wird einen neuen Bund geben.
Lesen wir hier zum Beispiel einmal Jeremia 31,31-34. Und lesen wir hier Jeremia 31,34: Und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Erkenne den Herrn!, denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten, spricht der Herr. Denn ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünde nicht mehr gedenken.
Vielleicht fangen wir noch einmal in Vers 31 an: Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde, nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tag, da ich sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen. Denn sie haben meinen Bund gebrochen, obwohl ich doch ihr Eheherr war, spricht der Herr. Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben. Und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.

Der neue Bund und die Verheißung eines erneuerten Volkes

Dies ist ein neuer Bund, aber es sind keine neuen Versprechen. Es ist eine neue Art und Weise, wie der Herr sein Volk vollkommen segnen wird.
Es war, weil sie andauernd gesündigt hatten, dass Gott sie bestrafen musste. Aber wie würde es dann jemals dazu kommen, dass er sie vollkommen segnet, wie es Abraham versprochen hat? Gott sagt, es wird einen Zeitpunkt geben, an dem ich euch in der Zukunft vollkommen segnen werde. Und dann wird es einen Zeitpunkt geben, an dem nicht mehr an eure Sünden erinnert wird. Es wird eine Zeit geben, in der Gott euch nicht mehr fremd ist. Und es wird eine Zeit geben, in der Ungehorsam nicht mehr möglich ist, denn Gott wird das Gesetz, das bisher auf steinernen Tafeln geschrieben war, nun auf eure Herzen schreiben.
Das Gericht der Sünde wird ein für alle Mal erledigt sein, und die Verhärtung eures Herzens wird aufgehoben sein. Denn es wird ein neuer Bund kommen. Und es wird ein neues Land geben. Die Propheten sprechen von einem neuen Jerusalem, ja sogar von einer neuen Schöpfung, von einem neuen König. Und die Propheten sagen: War nicht David wunderbar? Aber es wird ein noch größerer David kommen.
Es wird besser sein als die glorreichen Tage, und es wird einen neuen Tempel geben. Aber dieser Tempel, sagt Hesekiel in 1. Könige 40,1-48,35, wird weit besser sein als der Tempel Salomos. Wie wir in Hesekiel 40 bis 48 lesen, wird dieser Tempel noch viel großartiger sein als der Tempel vergangener Tage. Und aus diesem Tempel wird Wasser hinausfließen, das der ganzen Welt Leben spendet.
Es ist eine Verheißung des Königreichs, Gottes Volk und alle Nationen. In Gottes Ort, der nicht nur ein kleines Land ist, sondern eine neue Schöpfung, werden sie an Gottes Ort sein. Das ist nicht mehr nur ein kleiner Ort, sondern umfasst jetzt die ganze Welt, unter der Herrschaft Gottes, und dort den vollkommenen Segen Gottes erlebend.

Die Rückkehr aus dem Exil als nur vorläufige Erfüllung

Und durch das ganze Exil hindurch freuen sich diejenigen, die im Exil sind, auf diese Erfüllung. Dann besiegen die Perser endlich das babylonische Reich, und die Juden können wieder in ihre Heimat zurückkehren. Unter Nehemia werden die Mauern wieder aufgebaut, unter Esra wird das Gesetz wieder eingesetzt, ein Tempel wird gebaut, und jeder fragt sich: Ist das jetzt der Moment der Erlösung? Ist das jetzt der Moment, an dem sich alle Verheißungen, Gottes Versprechen, erfüllen werden?
Aber in anderer Hinsicht ist das nicht so. Es war nur eine teilweise, eine partielle Erfüllung dieser Verheißungen, aber noch nicht die vollkommene Erfüllung. Das erklärt auch die unterschiedlichen Emotionen, als dieser zweite Tempel gebaut wurde. Die Jugend des Volkes freute sich mit Lobpreis über den Tempel, aber die Alten weinten. Denn sie erinnerten sich noch an den alten Tempel. Und dieser neue Tempel war nichts im Vergleich zu dem Tempel Salomons. Aber hatte Ezechiel nicht gesagt, dass der neue Tempel bei weitem den alten Tempel übertrumpfen würde?

Der letzte Ruf der Propheten und die gespannte Erwartung

Propheten, die nach dem Exil auftreten, sprechen weiter zu den Menschen. Und sie blicken noch weiter in die Zukunft. Sie sagen, dass sich diese Verheißungen erst dann erfüllen werden, wenn der Messias kommt.
Wir sind in die Höhe gegangen. Die Geschichte Israels ist abgeklungen, die Propheten haben nach vorn gewiesen, und wir bleiben wartend. Maleachi ist in unseren Bibeln das letzte Buch des Alten Testaments, und Maleachi spricht von einem, der in die Zukunft kommt.
So kommen wir jetzt zum Ende des Alten Testaments. Wir haben gesehen, wie es mit der Geschichte Israels bergab gegangen ist. Und doch haben die Propheten nach oben gezeigt: Es geht voran, es gibt Hoffnung. So kommen wir zum Ende des Alten Testaments mit dem Propheten Maleachi, der in unserer Bibel das letzte Buch darstellt. Er wäre der letzte große Prophet, der das Kommen dieser Erfüllungen verkündigt. Dann fangen die Erfüllungen an.
Und so kommt das Alte Testament zu einem Ende mit großer Erwartung.

Der Beginn des Neuen Testaments als Antwort auf die Verheißungen

Wir warten jetzt vierhundert Jahre. Und dann bedenkt einmal, wie das Neue Testament beginnt: Matthäus 1,1. des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams.
Ich frage mich, ob ihr euch schon oft gewundert habt: Ist das nicht eine sehr langweilige Art und Weise, das Neue Testament zu beginnen, mit einem Geschlechtsregister? And yet, if you've been reading the whole Old Testament, this is very exciting.
Aber wenn ihr bis hierhin das ganze Alte Testament gelesen habt, dann sind das sehr, sehr spannende und wunderbare Worte. Matthäus sagt jetzt: Das ist er. Das ist derjenige, auf den wir gewartet haben. Er ist der göttliche Sohn Davids, der in 2. Samuel 7 angekündigt wurde. Er ist derjenige, der der Nachkomme Abrahams ist, durch den jetzt alle Nationen gesegnet werden sollen.
Oder lesen wir den Anfang des Markusevangeliums. Wie auch Lukas beginnt Markus mit der Beschreibung von Johannes dem Täufer. In allen vier Evangelien ist Johannes der Täufer eine wichtige Figur, denn jetzt endlich ist dieser letzte Prophet gekommen, der den Weg für den Herrn bereitet.

Jesu Auftreten als Erfüllung von Königreich und Verheißung

Und dann lesen wir hier in Markus 1,15, dass Jesus anfing zu predigen. Und Jesus sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium.
Das ist der Moment, auf den wir alle gewartet haben. Die Erfüllung ist gekommen. Paulus sagt, es ist egal, wie viele Verheißungen es gibt; sie sind alle Ja in Jesus Christus. Paulus erklärte uns: Es ist egal, wie viele Prophezeiungen und Verheißungen es gab, sie sind alle Ja und Amen in Christus.
In sich selbst hat er all die Verheißungen des kommenden Königreichs erfüllt. Er ist das Volk Gottes. Er ist der wahre Sohn Gottes. Er ist das wahre Israel.
Und so ist auch er in die Wüste gegangen und wurde dort versucht, genauso wie auch Israel in der Wüste war und dort versucht wurde. Aber sie hatten gesündigt und konnten deshalb nicht den Segen Gottes genießen. Aber Jesus wurde versucht und hat nie gesündigt. Er hat ein vollkommenes Leben gelebt.
Genau das ist der Grund, warum er als stellvertretendes Opfer eintreten konnte. Er hatte nicht den Fluch verdient. Er ist der neue Adam. Adam war bloß ein Mensch, aber er wollte wie Gott sein. Jesus Christus war in seinem Wesen Gott. Aber Jesus Christus war in seinem Wesen Gott, und er hat diese Gleichstellung mit Gott nicht als etwas betrachtet, woran er festhielt, was er nicht entbehren wollte, sondern er hat sich zu nichts gemacht. Er ist Mensch geworden.
Er hat sich mit der Menschheit Adams identifiziert. Er ist so wie wir geworden, in jeglicher Hinsicht, außer dass er dabei nicht gesündigt hat. So war er vollkommen qualifiziert, um unser Repräsentant zu werden. Und als derjenige, der nie gesündigt hat, unser Stellvertreter zu werden.

Christus als Tempel, Herrschaft und Zugang zu Gott

Er ist das Volk Gottes. Er hat dem Vater vollkommen gehorcht und ist das gewesen, was Israel hätte sein sollen. Er ist das, was Adam hätte sein sollen. Und genauso ist er jetzt auch Gottes Ort.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Jesus hat nicht von sich selbst weggedeutet; alle anderen religiösen Führer haben das getan. Sie sagten: Wenn du Gott treffen willst, geh in das Haus. Wenn du Gott antreffen willst, dann geh zu diesem Ort. Und wenn du Gott hören willst, dann geh zu diesem Buch. Aber Jesus sagt: Wenn du Gott antreffen willst, dann komm zu mir. Dann hör auf mich.
Er ist der Ort Gottes. Er ist der Tempel. Und er ist die Herrschaft Gottes. Sie waren absolut erstaunt, mit welcher Autorität Jesus sprach. Er hat sich nicht auf andere bezogen, damit sie ihm Autorität zusprechen in dem, was er gesagt hat, sondern er hat erwartet, dass die Menschen auf ihn hören und ihm gehorchen.
So wird das ganze Königreich Jesu Christi in seiner Person erfüllt. Und durch seinen Tod und seine Auferstehung macht er es möglich, dass auch andere Einzug halten in dieses Reich. Als er beim letzten Mal den Wein herumreichte, den Kelch herumreichte, sagte er: Dies ist mein Blut des neuen Bundes, das vergossen wurde für viele.
Wegen seines Selbstopfers dort am Kreuz können jetzt alle Verheißungen Gottes durch ihn erhalten werden. Er hat auf sich den Fluch Gottes genommen, nicht den Segen. Aber weil Jesus, der diesen Fluch nicht verdient hat, diesen Fluch auf sich genommen hat, können wir unter den Segen Gottes kommen.
Er ist auferstanden und lebt heute. Und durch Glauben an ihn können wir jetzt Teil des Volkes Gottes werden, als Zweige, als Reben, die an ihm, dem Weinstock, hängen. Und so kommen wir in ihm auch zu dem Ort Gottes.

Der gegenwärtige Zugang und die noch ausstehende Vollendung

Jesus sagte der Samaritanerin, dass die Juden recht hatten und dass der Tempel in Jerusalem der Ort der Anbetung sei. Jesus erklärt der Samariterin am Brunnen, dass die Juden recht hatten: Jerusalem ist der Ort der Anbetung. Aber er sagt auch, dass sich die Zeiten ändern. Denn von jetzt an gehen wir nicht mehr zum Berg Gerasim oder nach Jerusalem zum Tempel, sondern von jetzt an kommen wir zu ihm. Er ist der Tempel. Und durch ihn erhalten wir den Segen Gottes. Er sagt: Kommt zu mir, und ich werde euch Ruhe geben.
Und so ist das gegenwärtige Reich durch und in Jesus Christus gekommen. Aber Jesus sprach auch von einer Verzögerung. Die vollkommene, endgültige Erfüllung des Königreichs ist noch nicht gekommen. Und so kommen wir zu einem nächsten Kapitel in der Bibel, und das ist das verkündigte Reich Gottes. Dies ist der Zeitabschnitt, in dem wir jetzt leben. Es ist der Zeitabschnitt, den das Neue Testament die letzten Tage nennt.
Durch den Glauben an Jesus Christus empfangen wir tatsächlich Segen. Aber noch immer leben wir in einer gefallenen Welt und sind umgeben von Sünde. Erst wenn Jesus Christus wiederkommt, wird die neue Schöpfung vollständig anbrechen. Und dann endlich werden sich alle Verheißungen vollständig erfüllen.

Die Mission der Gemeinde in den letzten Tagen

Aber warum dieser Aufschub? Weil Gott will, dass noch mehr Menschen Einzug in diese neue Schöpfung halten. Und so ist dies der Zeitabschnitt, in dem bis zum Ende der Welt, bis an die Ränder der Erde, diese Botschaft des Evangeliums verkündigt werden soll.
Die Geschichte wird erzählt, wie Jesus im Himmel ankommt und von den Engeln begrüßt wird. Und Gabriel sagt zu ihm: Es ist erstaunlich, Jesus, was du getan hast, als du gestorben und auferstanden bist. Und jetzt kann jeder sein Vertrauen ganz auf dich setzen und Einzug in das Königreich halten.
Aber jetzt bist du wieder hier bei uns im Himmel. Was ist dein Plan? Wie willst du da unten alles unter Kontrolle halten? Und Jesus zeigt Gabriel eine kleine Gruppe sehr normaler Männer, Männer wie Petrus, der gerade Jesus dreimal verleugnet hat, Männer, die sich noch vor wenigen Tagen gefürchtet haben, dass auch sie festgenommen werden.
Jesus sagt zu Gabriel: Diesen Männern habe ich gesagt, sie sollen in die Welt hineingehen und den Menschen von mir erzählen. Gabriel sagt: Das ist sehr interessant. Aber darf ich dich fragen, was für andere Pläne hast du noch? Und Jesus sagt: Ich habe keine weiteren Pläne.
Aber Jesus macht ihm deutlich, dass diese sehr normalen, schwachen Menschen mit der Kraft, mit dem Geist von oben erfüllt werden. Denn Jesus hatte ihnen geboten: Wartet in Jerusalem, bis der Heilige Geist kommt! Und genau das ist am Pfingsttag geschehen. Sie haben angefangen, in anderen Sprachen zu reden, die Wunder des Herrn zu verkünden und die gute Nachricht Jesu zu predigen.
Und genau das ist es, was die Propheten schon angekündigt hatten, was geschehen wird. Und so hat Gott seinen Heiligen Geist zu all seinem Volk geschickt. Der Prophet Joel hatte es sehr deutlich gemacht, dass alle Menschen in den letzten Tagen den Geist erhalten würden. Diesen Geist erhalten.

Die Ausbreitung des Evangeliums und der Ruf zur Mitarbeit

Und in diesen letzten Tagen haben wir jetzt erlebt, wie sich diese gute Nachricht bis ans Ende der Welt ausgebreitet hat. Und zwar in der Kraft des Heiligen Geistes.
In Apostelgeschichte 1,8 erfahren wir: Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.
Und durch die ganze Apostelgeschichte hindurch erläutert Lukas uns jetzt, wie sich diese Worte erfüllen. Wie das Wort von Jerusalem nach Judäa, Samaria und bis an die Enden der Welt gelangt. Und diese Arbeit geht weiter und weiter. Auch wir müssen uns ganz der globalen Evangelisation und Mission hingeben.
Es gibt noch Millionen von Menschen, die diese wunderbare Botschaft von Jesus Christus nicht gehört haben. Und wir fragen uns: Wie können all diese Menschen erreicht werden? Wie können wir die Menschen in unserer Umgebung erreichen, die sich von Jesus entfernen, in einer säkularen Welt? Wie können wir zu den Stämmen in China kommen? Wie können wir diese Millionen von Menschen in Indien erreichen, die noch nie von dem Namen Jesu gehört haben?
Es scheint unmöglich. Aber erinnern wir uns an diese kleine Gruppe von Männern. Sie waren ganz normale, schwache Menschen, wie du und ich. Aber in der Kraft des Heiligen Geistes hat Gott sie bis ans Ende der Welt gesandt.
Glaube nicht, dass es in Deutschland immer nur bergab gehen muss. Hast du schon so gedacht? Dann tu Buße. Denn auch in diesem Land wird Gott verherrlicht werden. Und es beginnt mit uns, wenn der Heilige Geist uns erfüllt, sodass wir Jesus lieben und uns danach sehnen, dass auch andere Menschen von dieser Botschaft hören.
Dadurch werden dann unsere Münder geöffnet, und unser Leben wird verändert. So werden Menschen aufhören zu fragen: Was ist mit diesen Menschen los? Und dann erkennen sie: Das ist das Wirken des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist verändert uns mehr und mehr gemeinsam als Volk Gottes.
So werden Ortsgemeinden über dieses ganze Land verstreut gemeinsam erleuchten, durch ihre Liebe und ihren Dienst aneinander. Und sie werden sich als ganz anders absetzen von den Menschen um sie herum, sodass noch mehr und mehr Menschen zum Glauben an Jesus Christus kommen.
Das ist das wunderbare, großartige Werk der globalen Mission, die sich fortsetzen wird bis zum Ende.

Das Leben zwischen Freude, Sünde und dem kommenden Ende

Es wird nicht leicht sein. Auch wir müssen den Weg des Kreuzes gehen, so wie Jesus ihn gegangen ist. Aber wenn sich auch sein Tod in uns offenbart, so haben wir auch sein Leben in uns.
Diese Erfahrung des Heiligen Geistes ist teilweise eine frustrierende Erfahrung, denn wir kennen Jesus und wir lieben ihn. Wir sind erfüllt von einer tiefen, unbeschreiblichen Freude. Kennst du diese Freude? Und doch ist da gleichzeitig eine tiefe Sünde. Aber gleichzeitig ist da auch eine tiefe Traurigkeit.
Ich kenne euch relativ gut, denn ich weiß: Wenn du ein Christ bist, dann liebst du Jesus. Du willst mehr und mehr so sein wie er. Du willst, dass auch andere ihn lieben und kennenlernen. Und du hasst die Sünde. Du willst niemals wieder sündigen. Wenn es einen Knopf geben würde, den du drücken könntest, damit du nie wieder sündigen musst, dann würdest du dorthin eilen und ihn sofort drücken.
Aber gleichzeitig weiß ich, dass du auch die Sünde liebst und dass du immer weiter sündigst. Und dann, wenn du es getan hast, dann hast du es doch getan. Und doch tust du weiterhin das, was du nicht tun willst. So stöhnst du innerlich. Du willst mehr von dem, was du in Christus hast. Und du willst, dass die Sünde verschwindet.
Das ist die Erfahrung der Christen in diesen letzten Tagen. Die Sünde zieht uns herunter, und der Heilige Geist hebt uns empor. Die Herausforderung an jeden von uns ist, dass wir mit dem Heiligen Geist Schritt halten. Und wenn wir einander in der Gemeinde dienen, dann sollen wir mehr und mehr auf den Geist hören. Immer weiter sollen wir sagen: Herr, gib uns noch mehr, oh Herr.
Und das muss weitergehen, bis Jesus wiederkommt. Aber das Stöhnen wird dann eines Tages aufhören. Preist den Herrn, es wird aufhören.

Der Thron im Himmel und die Gewissheit göttlicher Souveränität

Wenn wir dann endlich zu dem letzten Kapitel kommen, also jetzt zu Kapitel acht, dem vollkommenen, vollendeten Königreich.
Wie euch allen bewusst ist, ist das Buch der Offenbarung ein Buch, das sehr schwer zu interpretieren ist. Es beginnt mit sieben Briefen an sieben repräsentative Gemeinden. Danach haben wir all diese Visionen darüber, was in der Endzeit geschehen wird. Schon in Kapitel vier wird angekündigt, dass all das sich zutragen wird. Aber diese Visionen erfüllen sich nicht wirklich bis Kapitel sechs.
Denn zuerst einmal muss Johannes das sehen, was dann in Kapitel vier und fünf beschrieben wird. Und dann folgen ab Kapitel sechs all diese furchtbaren Visionen darüber, was in der Endzeit noch geschehen muss. Wie ich es verstehe, sind dies Dinge, die immer wieder geschehen in diesen letzten Tagen. Es wird sich in Zyklen immer wieder wiederholen. Es wird Kriege und Hungersnöte und Leid geben und furchtbare Verfolgung des Volkes Gottes.
Und diese Dinge sind so furchtbar, dass wir sie nicht sehen dürfen, bis wir Kapitel vier und fünf wahrgenommen haben. Bevor wir mit dem konfrontiert werden können, was unser Leben in diesen letzten Tagen beschreibt, müssen wir erst einmal unsere Augen auf Kapitel vier und fünf richten. Bevor Johannes das Leid dieser letzten Tage erblickt, sieht er einen Thron im Himmel. Und dieser Thron steht nicht leer, sondern es ist ein Thron, auf dem jemand sitzt.
Gott ist absolut souverän. Wir haben das bisher durch die ganze Bibel hindurch gesehen. Oftmals konnten wir nicht wirklich erkennen und klar machen, was hier eigentlich abgeht. Joseph hatte schon im Gefängnis gesessen und diese Frage gestellt. Mose hatte diese Frage im Exil jahrelang gestellt. Jahrelang hatte er sich diese Frage im Exil gestellt. Als David von Saul verfolgt wurde, stellte er sich diese Frage. Und auch dann im Exil stellen die Menschen sich noch die Frage: Wo ist Gott? Was geschieht hier? Es scheint so, als ob alles außer Kontrolle geraten ist.
Und oftmals fühlen auch wir uns so. Ich erwarte bei uns in Großbritannien, dass eine sehr schwere Zeit für das Evangelium vor uns liegt. Schon jetzt werden wir Evangelikalen dafür gehasst, was wir glauben. Aber vergiss nie: Es gibt dort einen Thron im Himmel, und dieser Thron steht nicht leer.

Das Lamm, das regiert, und das Ende aller Macht der Feinde

Du wirst vielleicht furchtbar verfolgt werden. Es kann sein, dass du die, die dir lieb sind, verlierst, dass du sogar deine eigene Gesundheit verlierst. Du weisst nicht, was deiner Gemeinde zustossen wird. Oder vielleicht kommen viele in deine Gemeinde, und dann sind sie plötzlich wieder weg. Und du fragst dich: Gott, was passiert hier? Wo bist du?
Aber vergiss nie: Dort steht ein Thron im Himmel, und es sitzt jemand darauf. Und genau das bringt uns zur Offenbarung Kapitel 4. Und dann Kapitel 5. Derjenige, der dort auf diesem Thron sitzt, ist ein Lamm, das geschlachtet wurde. Derjenige, der dort herrscht, ist ein liebevoller Souverän, der uns so sehr geliebt hat, dass er seinen eigenen Sohn für uns gesandt hat, um für uns zu sterben.
Das ist kein gemeiner, souveräner König, der irgendwo fatal regiert. Nein, es ist ein Gott, der so sehr die Welt liebt, dass er seinen eigenen Sohn sandte. Und wenn er seinen eigenen Sohn gesandt hat, wie wird er dann nicht auch in ihm uns alles segnen und geben?
Und so wird sich die Arbeit auch erfüllen. Und durch diese lange Zeit der letzten Tage des Leidens vergiss nie: Die Arbeit wird vollendet werden. So sei in diesen Tagen, in denen vielleicht Leid auf uns zukommt, niemals beirrt. Die Arbeit wird am Ende erledigt.
Die Feinde Gottes werden manchmal so aussehen, als ob sie gewinnen. Am Ende werden die Feinde Gottes manchmal so aussehen, als ob sie gewinnen. Manchmal sieht es für den Feind so aus, als ob sie gewinnen. Aber eines Tages wird Babylon fallen. Aber der Tag wird kommen, an dem Babylon fallen wird.
Es wird Tage geben, an denen du meinst, du seist ein Tor, du seist absolut blöd, weil du dich nicht vor Babylon neigst und es anbetest. Denn wenn du dich nicht niederkniest und vor den Dingen Babylons beugst, dann wirst du in einem Feuerofen oder in einer Löwengrube landen. Aber Daniel wusste, dass sein Gott sehr viel grösser ist als der König Babylons.
Der weise Mensch lebt für den lebendigen Gott, selbst wenn es Leid bedeutet. Es wird viele Märtyrer geben. Es wird viele Menschen geben, die bereit sind, für ihren Glauben zu sterben. Babylon wird Millionen von Menschen ermorden, aber sie sind keine Toren, denn das Buch Offenbarung sagt uns, dass eines Tages Babylon fallen wird.
All diejenigen, die ihr Vertrauen nicht auf Jesus Christus gesetzt haben, werden mit Babylon untergehen. Aber diejenigen, die ihn erwarten, werden mit der Braut leben.

Die neue Schöpfung als Ziel der ganzen Geschichte

Und wenn Babylon fällt, dann wird das neue Jerusalem aus dem Himmel herabkommen. Und dieses neue Jerusalem, von dem wir in Offenbarung 21 lesen, ist die neue Schöpfung.
Johannes erklärt uns, dass es dort keinen Tempel geben wird. Ihr werdet nicht mehr fragen müssen: Wo ist der Ort, an dem wir Gott antreffen? Nein, der ganze Ort wird ein einziger Tempel sein, denn Gott wird dort sein.
Am Ende haben wir dann all die Verheißungen Gottes vollkommen erfüllt. Menschen aus allen Stämmen, aus allen Sprachen und Zungen werden sich dort einfinden und gemeinsam den Herrn Jesus Christus anbeten und preisen. Und das wird die Frucht der Mission sein.
Der ganze Ort wird Gottes Tempel sein, unter Gottes Herrschaft. Und niemand wird das mehr als einschränkend sehen, denn sie werden erkennen, dass der Ort, an dem Gott ist, ein Ort des Segens ist. Es wird keinen Fluch mehr geben.
Freust du dich auf diesen Tag? Nun, du musst leider noch warten. Und so ist es kein Wunder, dass wir aufschreien: „Komm, o Herr Jesus, komm, o Herr Jesus!“ Das ist das letzte Gebet, das wir in der Bibel finden, und deshalb brauchen wir die Ruhe der Verheißung des Herrn.
Und so schließt die Bibel mit dieser großen Bestätigung. Während wir warten, brauchen wir die Gnade Gottes. Und so möge in der Zwischenzeit die Gnade unseres Herrn Jesus sein. Amen!