Vom Sterben des Menschensohnes – Teil 2 (Joh 12,23-25.28)
Jesu Leben und Lehre | Episode 746
31.08.2026
Serie•Teil 2 / 5Vom Sterben des Menschensohnes
Dieser Inhalt wird noch redaktionell aufbereitet.
Aktuell können Elemente fehlen oder falsch angezeigt werden.
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Gott wird Mensch: Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist.
Episode 746: Vom Sterben des Menschensohnes, Teil 2.
Gott wird Mensch Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg Wahrheit und Leben ist. Episode 746 Vom Sterben des Menschensohnes Teil 2.
Der Zusammenhang zwischen Verherrlichung und dem Kommen der Völker
Wir waren bei der Frage stehen geblieben, warum Jesus den Wunsch einiger Griechen, ihn zu sehen, mit seiner Verherrlichung verbindet.
Johannes 12,23: Jesus aber antwortet ihnen und spricht: Die Stunde ist gekommen, dass der Sohn des Menschen verherrlicht wird.
Und wie sehr das Thema Verherrlichung präsent ist, merkt man wenig später, wenn der Vater selbst spricht.
Johannes 12,28: Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme aus dem Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und werde ihn auch wieder verherrlichen.
Und damit wir uns nicht falsch verstehen: Es gibt nur einen Gott. Ob der Sohn oder der Vater verherrlicht wird, spielt da keine große Rolle. Es ist ein Gott, dessen Herrlichkeit aufstrahlt.
Und ich mag noch einmal Jesaja 60 zitieren, weil dort die Verbindung zwischen der Herrlichkeit Gottes und der geistlichen Sammlung der Heiden so überaus klar ist.
Jesaja 60,1-3: „Steh auf, werde Licht! Denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit des Herrn ist über dir aufgegangen. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völkerschaften; aber über dir strahlt der Herr auf, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und es ziehen Nationen zu deinem Licht hin und Könige zum Lichtglanz deines Aufgangs.“
Der Text beginnt mit der Aufforderung an das Volk Israel, zum Licht zu werden. Und wie formuliert der Herr Jesus?
Johannes 12,36: Während ihr das Licht habt, glaubt an das Licht, damit ihr Söhne des Lichtes werdet.
Und dann spricht Jesaja davon, dass das Licht gekommen ist. Und derselbe Gedanke findet sich in Johannes 12,35.
Da sprach Jesus zu ihnen: Noch eine kleine Zeit ist das Licht unter euch.
Der Messias ist das Licht, das im Norden in Galiläa aufgeht.
Jesaja 9,1: Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein großes Licht; die im Land der Finsternis wohnen, Licht leuchtet über ihnen.
Das Licht ist also eine Person, so wie es dann vier Verse später heißt: Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben.
Und dieses Kind wird, so wie es Simeon schon bei der Beschneidung Jesu prophezeit, ein Licht zur Offenbarung für die Nationen und zur Herrlichkeit deines Volkes Israel.
Der letzte Punkt ist interessant: Der Messias erstrahlt in seinem Volk und verleiht ihm Herrlichkeit. Deshalb heißt es ja auch in Jesaja 60,2-3: Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völkerschaften; aber über dir strahlt der Herr auf, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und es ziehen Nationen zu deinem Licht hin und Könige zum Lichtglanz deines Aufgangs oder deines Aufstrahlens.
Der Vers verheißt also, dass die universale Rettung der Heidenvölker dadurch geschieht, dass Gott seine Herrlichkeit über seinem Volk erscheinen lässt. Dann beginnt sein Volk zu leuchten, weil Gottes eigene Herrlichkeit über ihm erstrahlt, und zu diesem Lichtglanz ziehen die Heiden.
Alle Bibelfreaks denken jetzt hoffentlich an die Beschreibung der Braut Christi aus Offenbarung 21,23-24: Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, damit sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet, und ihre Lampe ist das Lamm. Und die Nationen werden in ihrem Licht wandeln, und die Könige der Erde bringen ihre Herrlichkeit zu ihr.
Vielleicht verstehen wir jetzt, warum der Herr Jesus das Kommen der Griechen mit seiner Verherrlichung verbindet.
Das Sterben des Messias als Weg zur Frucht
Und natürlich ist ihm auch völlig klar, dass der Verherrlichung das Leid vorausgeht. Johannes 12,23-24. Jesus aber antwortet ihnen und spricht: Die Stunde ist gekommen, dass der Sohn des Menschen verherrlicht wird. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.
Mit „Wahrlich, wahrlich“ wird wieder einmal eine besonders wichtige Aussage eingeleitet. Dabei ist das Bild vom Weizenkorn nicht schwer zu verstehen. Ein Korn, das nicht in die Erde gelangt, bleibt allein. Durch sein Sterben entsteht aber neue Frucht.
Primär spricht der Herr Jesus hier über seinen eigenen Tod. Der Text ist zuerst Christologie, nicht allgemeine Lebensweisheit oder ein Aufruf zur Selbstverleugnung. Der Messias muss sterben, damit viel Frucht entsteht. Das Kreuz und die weltweite Ausbreitung des Evangeliums gehören untrennbar zusammen; es gibt dazu keine Alternative.
Mit viel Frucht sind demnach Menschen gemeint, die durch den Tod Jesu errettet werden. Die Griechen wollen Jesus sehen, und in einem übertragenen und gesteigerten Sinn sorgt der Herr Jesus dafür, dass nicht nur ihr Weg, sondern der Weg aller Heiden zu ihm frei wird. Vorher waren die Heiden von den Juden abhängig. Wollten sie den Schöpfergott über das hinaus kennenlernen, was ihnen durch die Schöpfung, das Gewissen oder die Geschichte zugänglich war, mussten sie den Weg über das Judentum nehmen. Ein bisschen so wie unsere Griechen, die ebenfalls nur über Philippus und Andreas zu Jesus herankommen.
Aber genau damit ist jetzt Schluss. Das Bild vom Weizenkorn verbindet Tod und Frucht, nicht Tod und endgültige Vernichtung. Auf diese Weise erfüllt sich die Verheißung an den Gottesknecht aus Jesaja 53, der stirbt und dennoch Nachkommen sieht.
Nachfolge als Lebensform der Hingabe
Gehen wir einen Schritt weiter. Der nächste Vers überträgt das Muster vom Weizenkorn auf die Nachfolge. Was für den Herrn Jesus gilt, prägt auch den Lebensstil seiner Jünger: Leben durch Hingabe.
Johannes 12,25: Wer sein Leben liebt, wird es verlieren, und wer sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren.
Wer sein Leben liebt, ist hier nicht im Sinn einer gesunden Selbstachtung gemeint, sondern im Sinn eines Lebensstils, der das eigene irdische Leben zum höchsten Gut macht und deshalb nicht bereit ist, dem Herrn Jesus konsequent nachzufolgen. Deshalb gilt auch: Wer sein Leben liebt, wird es verlieren.
Verlieren ist die letztliche Konsequenz eines Lebensstils, der sich selbst mehr liebt als Jesus. Der Kontrast zum Verlieren ist das Bewahren zum ewigen Leben. Wir dürfen also davon ausgehen, dass gerade derjenige, der mit aller Macht sein gegenwärtiges Leben auskostet, auf nichts verzichten will, kein Wagnis für den Glauben eingeht und nichts von Selbstverleugnung wissen will, das wahre Leben verfehlt. Am Ende geht er leer aus.
Persönliche Anwendung und Abschluss
Was könntest du jetzt tun? Denke darüber nach, wie es um deine Liebe zu deinem Leben steht. Wofür lebst du? Hast du das Konzept von Leben durch Hingabe wirklich verstanden?
Das war es für heute. Nimm Johannes 12,24-25 und entwickle aus den beiden Versen drei Gebetsanliegen für deine christlichen Freunde.
Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.
Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
Seine App "Frogwords" gibt's für Android und iOS.
Jürgens aktuellste Gebets-Infos gibt's hier zum Lesen und Abonnieren.
