Beim täglichen Bibellesen stößt man immer wieder auf Stellen, in denen Dinge beschrieben werden, die im Alltag so nicht beobachtet werden. Dort ist von Übernatürlichem und übernatürlichen Phänomenen die Rede. Manchmal wird auch beschrieben, wie Menschen geradezu übernatürliche Fähigkeiten besitzen.
Wer schon länger Christ ist, liest vielleicht einfach darüber hinweg. Also ist es wichtig, genau aufzupassen. Für alle, die neu in der Nachfolge Jesu sind, ist das besonders spannend – herzlich willkommen!
Als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal diese Bibel gelesen habe, hat mich der Punkt mit den übernatürlichen Fähigkeiten, Phänomenen und Aspekten total fasziniert. Deshalb habe ich dir jetzt eine Liste von Superkräften in der Bibel zusammengestellt.
Davon schauen wir uns ohne Anspruch auf Vollständigkeit neun faszinierende Superkräfte in der Bibel an. Am Schluss habe ich außerdem noch ein warnendes Wort aus der Bibel zu übernatürlichen Mächten für dich. Doch zuerst kommen die neun Superkräfte.
Übernatürliche Versorgung in der Wüste
Superkraft Nummer neun: Kleidung, die sich nicht abnutzt.
Das ist ein Detail, das mir erst nach mehrmaligem Lesen der Bibel aufgefallen ist. Man kann es leicht übersehen, da es nur selten erwähnt wird. Es geht um die Zeit nach dem Auszug aus Ägypten, als die Israeliten vierzig Jahre lang in der Wüste waren, bevor ihre Kinder in das heutige Land Israel einziehen durften.
Im Buch Deuteronomium heißt es: Mose rief alle Israeliten zusammen und sagte zu ihnen: „Ihr habt alles gesehen, was der Herr in Ägypten vor euren Augen getan hat, vor dem Pharao, vor seinen Dienern und an seinem ganzen Land. Mit eigenen Augen habt ihr die großen Prüfungen gesehen, die großen Zeichen und Wunder. Aber der Herr hat euch bis heute noch kein verständiges Herz gegeben, weder sehende Augen noch hörende Ohren. Und ich“, sagt Mose, „habe euch vierzig Jahre lang in der Wüste geführt. Eure Kleidung ist nicht verschlissen und eure Schuhe haben sich nicht abgenutzt.“
Dieses übernatürliche Phänomen der super haltbaren Kleidung wird auch an anderer Stelle in der Bibel bestätigt. Dort heißt es zum Beispiel in Deuteronomium 8: „In diesen vierzig Jahren ist deine Kleidung nicht verschlissen und dein Fuß ist nicht geschwollen.“ Gemeint ist das Volk Israel. Daraus kannst du erkennen, dass der Herr, dein Gott, dich erzieht wie ein Mann seinen Sohn. Achte darum auf seine Weisungen, bleib auf seinem Weg und hab Ehrfurcht vor ihm.
Noch einmal wird das Ganze in Nehemias großem Gebet aufgegriffen. Dort heißt es in Nehemia 9: „Selbst als sie, die Israeliten, sich ein Stierkalb machten – das goldene Kalb – und sagten: ‚Das ist dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat‘, und damit schrecklich lästerten, hast du, Herr, sie dort in der Wüste nicht verlassen. Du nahmst ihnen die Wolkensäule nicht weg, die sie führte, und auch die Feuersäule nicht, die nachts ihren Weg erhellte. Deinen guten Geist hast du gegeben, um sie zur Einsicht zu bringen. Deine Speise, das ist also die übernatürliche Speise, die übernatürliche Nahrung, die Gott den Israeliten dort gegeben hat, enthieltest du ihnen nicht vor und gabst ihnen Wasser für ihren Durst. Und dann kommt: Vierzig Jahre lang hast du, Herr, sie in der Wüste versorgt. Sie hatten alles, was sie brauchten, ihre Kleidung nutzte sich nicht ab und ihre Füße schwollen nicht an.“
Zusammengefasst: Gott hat die Israeliten in der Wüste beziehungsweise deren Kinder vierzig Jahre lang bewahrt. Er hat sie versorgt, ihnen alles gegeben, was sie brauchten, und – so interpretiere ich das – super haltbare Kleidung, die sich übernatürlicherweise nicht abgenutzt hat. Außerdem sorgte er dafür, dass ihre Füße sie trotzdem weiter durch die Wüste getragen haben.
Übernatürliche Fastenfähigkeit
Superkraft Nummer acht: Fasten können, wirklich fasten können.
In der Bibel gibt es viele Stellen, an denen Menschen freiwillig auf Essen und Trinken verzichten, zum Beispiel, um ihrem Gebet Nachdruck zu verleihen. Das findet sich auch im Neuen Testament, also unter dem neuen Bund, in dem wir heute leben. Leider ist das Fasten in der westlichen evangelikalen Christenheit ziemlich in Vergessenheit geraten.
Zum Thema Fasten habe ich auf diesem Kanal bereits mehrere Videos gemacht. Wenn man die Glocke unten rechts unter dem Video aktiviert, werden diese Videos angezeigt.
Es gibt mindestens eine Situation in der Bibel, in der jemand mit übernatürlicher Kraft weit länger auf Essen und Trinken verzichtet, als es normalerweise menschlich möglich ist.
Ein bisschen Kontext, damit du das besser einordnen kannst:
Persönliche Erfahrung von mir: Vor einigen Jahren habe ich an einem Sommer zwei Tage und zwei Nächte lang nichts getrunken – also etwa achtundvierzig Stunden lang gar nichts. Das war eine spannende Erfahrung, aber medizinisch nicht empfehlenswert. Danach durfte ich mir von meinem Bruder einiges anhören, weil man da schon Probleme mit dem Gehirn bekommen kann. Das erklärt vielleicht einiges, würden meine Kritiker sagen.
Viele hier haben auch schon mehrere Tage lang auf Essen verzichtet, manche vielleicht sogar länger als eine Woche. Schreib gerne deine Erfahrungen in die Kommentare. Mich würde ehrlich interessieren, wie du das empfunden hast, was du daraus mitgenommen hast und ob du es wieder machen würdest.
Jedenfalls ist es unter bestimmten Bedingungen möglich, ungefähr eine Woche lang auf Essen zu verzichten. Diese Bedingungen sind zum Beispiel, dass man normal trinkt, ein bisschen auf Elektrolyte und vielleicht Vitamine achtet. Für jeden normalerweise gesunden Menschen, ausgenommen Kinder und ältere Menschen, ist das in der Regel machbar.
Es gibt aber auch eine natürliche Grenze, vor allem beim Wasser. Nach ungefähr drei Tagen ohne Wasser treten gesundheitliche Schäden auf. Je nach Zustand und Umständen fallen die meisten Menschen nach etwa fünf Tagen oder sogar früher in einen kritischen Zustand. Fünf Tage ohne Wasser führen meist zu lebenslangen Gesundheitsschäden, dann folgen Bewusstseinsverlust, Koma und schließlich der Tod.
In der Bibel wird an mindestens einer Stelle ausdrücklich erwähnt, dass jemand viel länger als diese zwei bis drei Tage nichts getrunken hat. Dort heißt es wörtlich im hebräischen Grundtext:
„Und Mose war dort beim Herrn, und er war dort vierzig Tage und vierzig Nächte. Er aß keine Speise und trank kein Wasser.“
Diese Aussage wird später an anderer Stelle von Mose selbst bestätigt. Er sagt:
„Als ich auf den Berg stieg, gemeint ist der Sinai, um die Steintafeln zu empfangen, die Tafeln des Bundes, den der Herr mit euch geschlossen hatte – also die Tafeln mit den heiligen zehn Geboten –, blieb ich vierzig Tage und vierzig Nächte auf dem Berg, ohne etwas zu essen und zu trinken.“
Zusammenfassend bedeutet das: In dieser Zeit wurde von Gott geschenkt und durch Gott gewirkt, dass Mose weit über das natürliche Maß hinaus auskam – ohne die sonst lebensnotwendigen Dinge wie Wasser.
Schutz vor Schlangenbissen als Zeichen der Berufung
Superkraft Nummer sieben: Immunität gegen Schlangenbisse
Weißt du, Schlangen sind so eine Sache, und viele haben Angst vor ihnen. Das ist auch sehr nachvollziehbar. Stand heute gibt es ungefähr 3.800 bekannte Schlangenarten. Von diesen sind etwa 700 giftig.
Von diesen 700 giftigen Schlangenarten können rund 200 für uns Menschen, für dich und mich, durch einen Biss eine ernsthafte Bedrohung darstellen.
Jesus selbst sagte vor seiner Himmelfahrt, dass eine von mehreren besonderen Gaben, die für Außenstehende bestätigen werden, dass seine Nachfolger wirklich von Gott berufen sind, um das Evangelium in die ganze Welt zu bringen, die Immunität gegen Schlangenbisse sein wird.
Eine dieser Bestätigungen wird also sein, dass manche seiner Nachfolger, manche Christen, immun gegen Schlangenbisse sein werden.
Schauen wir dazu in den Grundtext, dieses Mal im Neuen Testament auf Altgriechisch. Jesus sagt wörtlich: „Opheis arusin, kan Thanasismontipiosen ume autus blapse“. Das bedeutet übersetzt: Sie werden Schlangen mit bloßen Händen hochheben können, und wenn sie Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden.
Das heißt aber keineswegs – bitte gut zuhören – dass Christen aller Zeiten und an allen Orten grundsätzlich und vollständig immun gegen jede Form von Gift sind. Das steht so nicht im Grundtext.
Was drinsteht, ist, dass bei mindestens einigen Christen dieses Zeichen als Bestätigung für Außenstehende auftreten wird. Es steht jedoch nicht drin, wie viele das sein werden, wann das sein wird und an welchen Orten oder in welchen Situationen.
Also bitte nicht so handeln, wie es manche sehr seltsamen Prediger tun, die auf der Bühne oder von der Kanzel Gift trinken oder sich von einer Schlange beißen lassen. Solche Aktionen sind eine falsche Lesart des Textes. Jesus sagt das nicht.
Zurück zu den Schlangen: Gerade weil Schlangen Kaltblüter sind – sie erzeugen ihre Körperwärme nicht selbst, sondern nehmen sie aus der Umgebung auf – leben die meisten Schlangen in warmen Gegenden. Besonders viele gibt es um den Äquator, in Indien und Indonesien. Aber auch im Mittelmeerraum, zum Beispiel in Israel und Malta, gibt es viele Schlangen.
Etwa 29 Jahre nach Jesu Worten, also wahrscheinlich im November des Jahres 59 oder 60 nach Christus, erlebten Paulus und mehrere andere einen dramatischen Schiffbruch. Sie überlebten nur knapp.
Im chronologischen Bericht dazu heißt es: „Nach unserer Rettung erfuhren wir, dass die Insel Melite hieß. Die Inselbewohner waren überaus freundlich zu uns. Sie machten ein Feuer im Freien und luden uns ein, da es zu regnen begonnen hatte und kalt war.
Als Paulus einen Haufen Reisig aufs Feuer legte, schoss eine Sandviper heraus und biss sich an seiner Hand fest. Die Hitze hatte sie aufgescheucht.
Als die Inselbewohner die Schlange an seiner Hand sahen, sagten sie zueinander: ‚Der Mann muss ein Mörder sein. Aus dem Meer hat er sich noch retten können, doch jetzt fordert die Rachegöttin sein Leben.‘
Aber Paulus schleuderte die Schlange ins Feuer und erlitt keinen Schaden. Die Leute erwarteten, dass er anschwellen oder tot umfallen würde.
Nachdem sie ihn eine Zeit lang beobachtet hatten, ohne dass etwas Ungewöhnliches geschah, änderten sie ihre Meinung und sagten: ‚Er ist ein Gott.‘“
Bei der Sache mit den Schlangen kochen die Gemüter schnell hoch. Es geht um Fragen, die für viele emotional sind, wie Geistesgaben und vor allem Zungenrede.
Ich kann nur sagen: Wer daran interessiert ist, drückt gern die Glocke unten rechts unter diesem Video und kommentiert mit „Geistesgaben“. Dann wissen wir, dass du dir ein Video dazu wünschst, und können es zeitnah nachliefern.
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Wer möchte, dass Videos wie dieses in unserem Land weiter ausgespielt und nicht verborgen werden, sollte jetzt auf die Glocke drücken, die unten rechts unter diesem Video ist.
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Übermenschliche körperliche Kraft
Zurück zum Inhalt: Superkraft Nummer sechs – besondere körperliche Kraft.
Diese besondere körperliche Kraft wird in der Heiligen Schrift mindestens in zwei verschiedenen Varianten erwähnt. Die erste Variante ist die Fähigkeit, schnell zu rennen. Ein Beispiel dafür finden wir beim Propheten Elia. Dort heißt es:
„Dann sagte der Prophet Elia zum König Ahab: ‚Geh nun hinauf, iss und trink! Es rauscht schon, als würde es bald heftig regnen.‘ Da ging Ahab zum Essen. Elia aber stieg auf den Gipfel des Berges Karmel, kauerte sich auf den Boden und verbarg sein Gesicht zwischen den Knien. Dann sagte er zu seinem Diener: ‚Steig hoch und halte Ausschau Richtung Meer.‘ Der tat es und sagte dann: ‚Es ist nicht zu sehen.‘ Elia sagte: ‚Geh noch einmal.‘ Siebenmal schickte er ihn los. Beim siebten Mal meldete der Diener: ‚Ich sehe eine Wolke, aus dem Meer aufsteigen, so klein wie eine Hand.‘“
Ein kurzer Kontext: Es handelte sich um eine sehr lange Dürreperiode, in der es lange nicht geregnet hatte. Elia sagte zum Diener: „Geh zu König Ahab und sag, lass anspannen und fahr los, damit du nicht vom Regen überrascht wirst.“ Inzwischen war Wind aufgekommen, und schwarze Wolken verfinsterten den Himmel. Dann kam ein starker Regenguss herunter. Ahab stieg auf seinen Wagen und fuhr los.
An dieser Stelle kam die Kraft des Herrn über Elia. Er band sein Obergewand mit dem Gürtel hoch und lief vor Ahab her, der auf dem Streitwagen saß, bis nach Jesrael.
Du siehst also: Die Superkraft hier ist, dass ein einfacher Mensch auf seinen eigenen zwei Beinen einen kompletten Streitwagen überholt.
Die zweite Spielart dieser besonderen Stärke finden wir im Beispiel von Simson. Simson war einer der Richter in der Zeit, bevor Israel seinen ersten König hatte. Von Simson werden in der Bibel absolut unglaubliche Dinge erzählt. Zum Beispiel wird berichtet, dass er Löwen mit seinen bloßen Händen tötete.
Ich kann mir kaum vorstellen, wie man das überhaupt anstellen soll. Außerdem wird erzählt, dass er etliche Feinde nur mit einer Art Knüppel aus einem Knochen erschlug. An einer Stelle heißt es:
„Simson stand schon um Mitternacht auf, ging zum Stadttor, packte die beiden Torflügel des Stadttors und riss sie samt Pfosten und Riegel heraus. Dann nahm er sie auf seine Schultern und trug sie auf den Gipfel des Hügels, der in Richtung Hebron liegt.“
Das bedeutet also: Simson war gerade in Gaza, im Feindesland, wo er übrigens nicht sein sollte. Er riss das Stadttor aus der Verankerung und trug es von Gaza aus in Richtung Hebron.
Die genaue Strecke ist unklar, aber je nachdem, welcher Hügel gemeint ist, können wir festhalten, dass es wahrscheinlich etwa neunhundert Höhenmeter sind, die er dabei aufstieg. Je nachdem, welcher Hügel genau gemeint ist, könnte die Strecke zwischen dreißig und im Extremfall sogar siebzig Kilometer lang gewesen sein – mit dem Stadttor auf den Schultern.
Zum Schluss wird berichtet, dass Simson ein Tempelgebäude mit bloßen Händen zum Einsturz brachte und es zerstörte.
Zusammengefasst ist bei all diesen Fällen deutlich, dass es die Kraft des Herrn ist, die wirkt – also die Kraft Gottes. Gott gibt diesen Menschen besondere Kraft, wie Elia mit seiner Geschwindigkeit oder Simson mit seiner übernatürlichen Stärke, um solche außergewöhnlichen Taten zu vollbringen.
Du siehst also: Der Held der Geschichte sind nicht wir Menschen, sondern Gott.
Wunder auf dem Wasser
Superkraft Nummer fünf: Auf dem Wasser gehen. Das musste jetzt kommen, oder? Auf dem Wasser gehen – ja, das ist wohl die wahrscheinlich berühmteste Stelle dazu. Es passiert direkt nachdem Jesus die fünftausend Leute gespeist hat. Er vermehrte auf wundersame Art und Weise Brot und Fische, sodass fünftausend Menschen von einer kleinen Menge, sozusagen einer kleinen Lunchbox, satt werden konnten.
Dort heißt es in Matthäus 14: Gleich nach dieser Speisung der fünftausend nötigte Jesus seine Jünger, die zwölf Apostel, in das Boot zu steigen und zum gegenüberliegenden Ufer vorauszufahren. So weit, so gut. Jesus wollte inzwischen die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sich von der Menge verabschiedet hatte, stieg er auf den Berg, um ungestört beten zu können.
Bei Einbruch der Dunkelheit war Jesus allein an Land. Das Boot war schon mitten auf dem See und hatte schwer mit den Wellen zu kämpfen, weil ein starker Gegenwind aufgekommen war. Da kam Jesus zu ihnen, den Jüngern. Er ging über den See.
Als die Jünger ihn auf dem Wasser gehen sahen, schrien sie vor Entsetzen auf: „Es ist ein Gespenst!“ Sofort rief Jesus zu ihnen: „Erschreckt nicht, ich bin’s, habt keine Angst!“ Da wagte es Petrus und sagte: „Herr, wenn du es bist, dann lass mich auf dem Wasser zu dir kommen.“ Jesus antwortete: „Komm!“
Da stieg Petrus aus dem Boot, ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu. Doch als Petrus merkte, wie stark der Wind war, bekam er Angst. Er fing an zu sinken und schrie: „Herr, rette mich!“ Sofort streckte Jesus ihm die Hand hin und hielt ihn fest.
Zusammenfassung: Der Bericht sagt, Jesus lief auf dem Wasser. Jesus, der Mensch gewordene Gott, der Sohn Gottes, gibt also keinen logischen Grund, warum er das nicht tun sollte. Wenn Gott alles geschaffen hat und allmächtig ist, sollte er die Fähigkeit haben, jemanden auf dem Wasser laufen zu lassen. Rein logisch gibt es keinen Grund, warum das nicht möglich sein sollte, sobald wir es mit einem allmächtigen Gott zu tun haben.
Die Rede ist davon, dass Jesus auf dem Wasser läuft und auf Jesus’ Einladung hin auch Petrus auf dem Wasser läuft. Das heißt, Jesus, der menschgewordene Gott, ist derjenige, der dieses übernatürliche Wunder, diese übernatürlichen Fähigkeiten bewirkt. Es ist nicht Petrus von sich aus. Ganz im Gegenteil: Petrus fängt an zu sinken, sobald er nicht mehr auf Jesus schaut.
Gabe der Traumdeutung
Superkraft Nummer vier: Träume deuten. Dieses Thema kommt in der Bibel mehrfach vor. Ein Beispiel ist Joseph, der zweitjüngste Sohn von Jakob, auch Israel genannt. Joseph wird an Menschenhändler als Sklave verkauft. Als Sklave wird ihm zu Unrecht ein schweres Gewaltverbrechen vorgeworfen, und er wird in einen ägyptischen Kerker eingesperrt.
Eines Tages sind seine Mitgefangenen zwei hohe Beamte des Pharaos. Während sie miteinander sprechen, erzählen sie Joseph von zwei verstörenden Träumen. Mit Gottes Hilfe kann Joseph ihnen die Bedeutung dieser Träume erklären. Er sagt ihnen, dass diese Träume sich auf zukünftige Ereignisse beziehen. Und tatsächlich treten die Träume genauso ein, wie Joseph es vorhergesagt hat.
Später passiert Ähnliches: Joseph hat bis dahin im ägyptischen Kerker überlebt – keine Selbstverständlichkeit. Durch eine Verkettung interessanter Umstände steht er schließlich vor dem Pharao persönlich. Der Pharao berichtet Joseph von zwei verstörenden Träumen. Auch hier kann Joseph mit Gottes Hilfe die Bedeutung dieser Träume deuten. Wieder beziehen sich die Träume auf zukünftige Ereignisse, die genauso eintreten. Weil der Pharao nun Vorkehrungen treffen kann, werden aber Abertausende Menschenleben gerettet.
Fast tausend Jahre später passiert Ähnliches im babylonischen Großreich beim Propheten Daniel. Auch dort werden Träume mit Gottes Hilfe gedeutet.
Wichtig ist: Das bedeutet nicht, dass jeder deiner oder meiner Träume automatisch eine Prophezeiung ist. Es heißt auch nicht, dass jeder Traum etwas ist, was in der Zukunft eintreten wird, oder dass jeder Traum eine direkte Botschaft von Gott an dich oder mich wäre. Nein, das heißt es nicht.
Aber es bedeutet, dass Gott auf diesem Weg übernatürlich mit uns Menschen kommunizieren kann – nicht muss, aber kann.
Fähigkeit zur Zukunftsvision
Und damit sind wir bei Superkraft Nummer drei: der Fähigkeit, die Zukunft vorhersehen zu können.
In der Bibel gibt es viele Situationen, in denen Gott Menschen zeigt, was später passieren wird. Zum Beispiel als der Prophet Elisa – das ist ein Männername – eine Botschaft an einen syrischen Mann namens Hasael übermitteln soll. Elisa übermittelt die Botschaft an Hasael, und danach passiert folgendes:
„Bei diesen Worten wurde Elisas Gesicht starr vor Entsetzen. Dann brach der Gottesmann Elisa in Tränen aus. Hasael fragte: ‚Warum weinst du, mein Herr?‘“
Elisa antwortet, frei zusammengefasst, weil Gott ihm schon im Vorfeld gezeigt hat, welches entsetzliche Leid Hasael später über unschuldige Menschen bringen wird.
Ein weiteres Beispiel: Dem Propheten Daniel wird schon fünfhundert Jahre vorher gesagt, dass Jesus kommen wird und wann genau er kommen wird. Daniel erhält diese Visionen am Fluss Tigris – das ist im heutigen Irak, im damaligen Mesopotamien, dem Zweistromland. Ihm werden Visionen über die Endzeit gezeigt, die sich teilweise heute vor unseren Augen erfüllen.
Ich könnte noch viele weitere Beispiele nennen. Das Kuriose dabei ist: Bei so vielen dieser biblischen Vorhersagen können wir zeigen, dass sie später genau so eingetroffen sind – wortwörtlich, wie in der Bibel vorhergesagt.
Deshalb denken viele Christen, ich eingeschlossen, dass die biblischen Prophezeiungen, die noch ausstehen, also die, die sich noch nicht erfüllt haben, weil sie sich auf die Zukunft beziehen, ebenfalls noch wortwörtlich eintreffen werden.
Warum denken viele von uns das? Weil die Prophezeiungen bis hierhin sich ja auch schon wortwörtlich erfüllt haben.
Hier sind fünf kurze Beispiele für Prophezeiungen, die sich bereits wortwörtlich erfüllt haben:
Im Buch Hesekiel wird die Zerstörung der Meeresstadt Tyros vorhergesagt – Jahrhunderte bevor Alexander der Große diese Prophezeiung unwissentlich erfüllte.
Es wird vorhergesagt, dass die Weltmetropole Babylon eines Tages völlig unbewohnt sein wird – entgegen sämtlicher Erwartungen damals. Diese Vorhersage hat sich bis heute bewahrheitet. Das ist so absurd, als würde man heute vorhersagen, dass Paris, New York oder Tokio eines Tages menschenleer sein werden. Jeder würde sich fragen: Wie soll das gehen?
Die Kreuzigung des Messias wird Jahrhunderte vorhergesagt – nachweislich lange vor Pontius Pilatus an jenem schicksalhaften Apriltag, dem 7. April des Jahres 30, unwissentlich den Befehl zur Kreuzigung Jesu gab.
Die weltweite Ausbreitung des Christentums wird vorhergesagt. Je nach Untersuchung gibt es heute bis zu 42 Bekehrungen und Übertritte zum Christentum jeden einzelnen Tag. Das wurde damals schon in der Bibel vorausgesagt.
Die heutige Gründung des Staates Israel wird ebenfalls in der Bibel vorausgesagt, was sich im letzten Jahrhundert vor unseren Augen erfüllt hat.
Wer mehr über Endzeitprophezeiungen erfahren möchte, kann gern die Glocke unten rechts unter diesem Video drücken und „Video Endzeit“ als Kommentar schreiben. Ich habe bereits einen Beitrag im Sinn, den ich zu weiteren Endzeitprophezeiungen machen kann.
Weil sich die genannten Prophezeiungen und viele mehr schon wortwörtlich erfüllt haben, gehen so viele von uns davon aus, dass auch die weiteren biblischen Prophezeiungen sich wirklich erfüllen werden.
Wie gesagt, ich bin offen dafür, mich überraschen zu lassen, aber das ist zumindest bis jetzt meine Arbeitshypothese.
Nur für mich gesprochen: Vielleicht siehst du es ähnlich – bei mir löst das Nachdenken, Nachforschen und Nachlesen über biblische Prophezeiungen noch mehr Staunen über Gottes Größe und seine Souveränität aus.
So oder so kannst du mehr über all das in deiner eigenen Bibel nachlesen.
Für jeden, dem diese Dinge bisher in der eigenen Bibel nicht so klar waren, liegt das wahrscheinlich daran, dass du bisher eine Bibelausgabe nutzt, die nicht ganz zu deinem Typ passt – also zu der Art, wie du am besten liest und Informationen aufnimmst.
Denn sobald du eine Bibelausgabe hast, die besser zu deinem Typ passt, wie du tickst, werden dir all diese Dinge und noch viele mehr selbst auffallen.
Die Frage ist jetzt: Welche Bibelausgabe passt zu dir?
Dafür habe ich dir einen Übersetzungsguide zusammengestellt. Diesen haben sich schon Tausende Menschen vor dir heruntergeladen und damit ihre Bibel neu lieben gelernt – häufig auch zum allerersten Mal so richtig entdeckt.
Nimm ihn dir gern gratis mit. Er ist einfach der erste Link hier unter diesem Beitrag.
Wie gesagt, es ist komplett gratis, alles liegt schon für dich bereit. Nimm ihn dir einfach mit – erster Link hier unter diesem Beitrag.
Blick in unsichtbare Welten
Und damit sind wir bei Superkraft Nummer zwei: der Fähigkeit, unsichtbare Welten sehen zu können. Das bedeutet, die Welt hinter der Welt zu erkennen, sozusagen einen Blick hinter den Vorhang zu werfen.
Ein Beispiel dafür findest du beim ersten Christen, der überhaupt umgebracht wurde – dem ersten christlichen Märtyrer der Weltgeschichte. Viele werden ihm folgen. Zu diesem Thema haben wir ein eigenes Video über Christenverfolgung gemacht, das direkt hier unten verlinkt ist.
Zurück zu Stephanus: Direkt bevor der wütende Mob ihn tötete, heißt es im Bericht: „Als die Mitglieder des Hohen Rates Stephanus hörten, gerieten sie in solche Wut, dass sie mit den Zähnen knirschten.“ Stephanus aber war mit dem Heiligen Geist erfüllt und schaute gespannt zum Himmel hinauf. Dann heißt es weiter: „Er sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus an Gottes rechter Seite stehen. ‚Ich sehe den Himmel offen‘, sagte er, ‚und den Menschensohn, Jesus, an der rechten Seite Gottes.‘“ Daraufhin schrien sie laut auf, hielten sich die Ohren zu und stürzten sich auf Stephanus, um ihn zu töten.
Eine ähnliche, sehr eindrückliche Stelle findet sich bei dem Propheten Elisa. Er ist derselbe, der vom syrischen König Ben Hadad entführt werden soll – was kein gutes Zeichen ist. Dort heißt es: „Ben Hadad schickte ein ganzes Heer dorthin, wo Elisa war, mit Pferden und Streitwagen, eine starke Truppe. Sie rückten bei Nacht an und umzingelten die Stadt. Als Elisas Diener früh am Morgen aufstand und vor das Haus trat, traute er seinen Augen kaum: Die Stadt war von einem Heer mit Pferden und Streitwagen eingeschlossen. Da rief er: ‚Ach, mein Herr, was sollen wir jetzt bloß tun?‘ Doch Elisa beruhigte ihn und sagte: ‚Du brauchst keine Angst zu haben, auf unserer Seite steht ein noch größeres Heer.‘“
Dann betete Elisa: „Bitte, Herr, öffne meinem Diener die Augen!“ Und der Herr öffnete die Augen von Elisas Diener. Er konnte sehen, dass der ganze Berg, auf dem die Stadt stand, von Pferden und Streitwagen aus Feuer beschützt wurde.
Solche Erfahrungen berichten auch einige heutige Missionare, und das gar nicht so selten. In sehr brenzligen Situationen haben sie Engel gesehen, die sie zum Beispiel vor wilden Tieren oder feindlichen Menschen beschützt haben.
Wenn dich das näher interessiert, drücke einfach die Glocke hier unten rechts unter diesem Video und kommentiere mit „Bericht Missionare“.
Damit sind wir bei...
Übernatürliche Ortsveränderung
Superkraft Nummer eins in der Bibel: Teleportation.
Bevor wir darauf eingehen, ist es sinnvoll, kurz zu erklären, was der Begriff Teleportation überhaupt bedeutet. Der Duden erklärt das in der aktuellen Auflage gut verständlich: Teleportation ist der Transport von Teilchen, Gegenständen oder Personen von einem Ort an einen anderen, ohne dass das Objekt den zwischen den Orten befindlichen Raum durchquert.
Das bedeutet, dass ein Objekt oder eine Person zu einem Zeitpunkt an Ort A ist und dann plötzlich, ohne sich auf den Weg machen zu müssen, an Ort B erscheint. Das wäre Teleportation – zum Beispiel, wenn eine Person hier ist und dann durch Gottes Eingreifen plötzlich dort ist.
Finden wir so etwas in der Bibel? Die Antwort lautet: Ja. Es gibt eine Situation, in der der tyrannische König Ahab und seine Frau Isebel den Propheten Elija suchen, um ihn zu töten oder ihm noch Schlimmeres anzutun. Der Prophet Elija schickt seinen Mitarbeiter Obadja mit einer Botschaft zu diesem gefährlichen König Ahab.
Als Obadja diesen Auftrag erhält, weigert er sich zunächst. Er sagt zu Elija: „Und ich soll jetzt einfach zum König gehen und ihm sagen, Elija ist da?“ Dann kommt seine Begründung: „Was ist, wenn der Geist des Herrn dich, Elija, in der Zwischenzeit entrückt hat und ich nicht weiß wohin? König Ahab wird mich umbringen, wenn ich ihm sage, dass ich dich gesehen habe, er dich aber dann nicht findet.“
Obadja scheint also zu wissen, was uns in diesem Moment interessiert: Er weiß, dass Gott, wenn er will, in der Lage ist, jemanden zu teleportieren. Der biblische Begriff dafür ist „entrücken“.
Mehrere hundert Jahre später sehen wir, wie das tatsächlich passiert. Der Apostel Philippus, einer der zwölf Jünger von Jesus, ist gerade dabei, den Finanzminister von Äthiopien zu taufen. Diese Bekehrung ist ein sehr wichtiger Wendepunkt in der Geschichte Äthiopiens, das sich seit den Anfängen der Christenheit bis heute als christliches Land sieht. Ob das angesichts des enormen Erstarkens des Islam in Afrika auch im 21. Jahrhundert so bleibt, ist leider fraglich.
Im Bericht über die Bekehrung des äthiopischen Finanzministers heißt es: „Der Äthiopier ließ den Wagen anhalten, und beide, Philippus und der Äthiopier, stiegen ins Wasser. Philippus taufte ihn. Als sie wieder aus dem Wasser kamen, wurde Philippus vom Geist des Herrn entrückt. Der Äthiopier sah ihn nicht mehr, setzte aber voller Freude seine Reise fort. Philippus fand sich in Aschdod wieder, zog von Stadt zu Stadt und verkündete überall Gottes gute Botschaft. Schließlich kam er nach Caesarea.“
Das bedeutet: Philippus war eben noch mit dem äthiopischen Finanzminister auf der Straße von Jerusalem nach Gaza unterwegs. Aschdod ist jedoch eine nördlichere Küstenstadt am Mittelmeer. Je nachdem, wo sie auf der Straße waren, ist das eine Entfernung von zwanzig bis fünfunddreißig Kilometern, die Philippus dorthin teleportiert wurde.
Wir müssen aber auch klar sehen: Philippus hat das nicht aus eigener Kraft getan – und auch nicht aus Spaß. Der Text macht deutlich, dass Gott es war, der das getan hat. Gott hat das gemacht, um seine eigenen Ziele und seinen Plan weiterzuverfolgen.
Ein weiteres Beispiel dazu finden wir im Hebräerbrief über Henoch, einen frühen Menschen. Dort heißt es: „Durch den Glauben wurde Henoch in den Himmel aufgenommen, ohne zu sterben.“ Andere Übersetzungen sagen, er wurde „entrückt“. Weiter heißt es: „Niemand sah ihn mehr, weil Gott ihn zu sich nahm.“ Henoch wurde also lebendig, ohne zu sterben, zu Gott in den Himmel genommen.
Das ist die Frage aller Fragen: Soll ich ein eigenes Video über Entrückung in der Bibel machen? Das wäre mir eine große Freude. Wer denkt, dass ihm oder ihr das in der Nachfolge helfen kann, kann einfach die Glocke unten rechts unter diesem Video drücken und „Entrückung“ kommentieren. Dann wissen wir Bescheid.
Warnung vor Stolz und Hochmut
Das waren jetzt neun Superkräfte aus der Bibel. Es wäre jedoch unverantwortlich, dies einfach unkommentiert so stehen zu lassen. Warum?
Wenn wir uns mit diesen Phänomenen beschäftigen, gibt es auch eine echte Versuchung darin. Wir Menschen sehnen uns meistens nach mehr: höher, schneller, weiter, besser und so weiter. Diese Versuchung ist eine menschliche Versuchung. Wahrscheinlich geht es dir ähnlich. Die Versuchung besteht darin, von diesen übernatürlichen Phänomenen zu lesen und zu hören und sich selbst nach Dingen auszustrecken, die uns nicht zustehen.
Wir Menschen wollen uns selbst erheben, indem wir zum Beispiel – wie bei den Superkräften, über die wir gerade gesprochen haben – Fähigkeiten oder Dinge haben wollen, die mehr aus uns machen als das, was unseren jetzigen gottgegebenen Grenzen entspricht. Wer etwas Lebenserfahrung mitbringt, hat wahrscheinlich schon mehrfach diese Beobachtung gemacht, vielleicht auch bei sich selbst: Dort, wo ein Mensch versucht, mehr aus sich zu machen, führt das meistens dazu, dass er dabei etwas von sich verliert und weniger wird.
Diese Wahrheit und die damit einhergehende nötige Bescheidenheit habe ich in mehreren Situationen meines Lebens auf sehr harte Weise lernen müssen. Es hat mich geprägt und verändert. Ich sage es dir von Herzen, und ich hoffe, ich habe es so verinnerlicht, dass ich solche Erfahrungen nicht noch einmal machen muss.
„Stolz kommt vor dem Verderben, und Hochmut kommt vor dem Fall“ (Sprüche 16). Schau nur in die Heilsgeschichte selbst: Genesis 3, der Sündenfall. Die Versuchung dort ist, dass der Satan den Menschen sagt: „Ihr werdet sein wie Gott.“ Adam und Eva wollten mehr sein als nur Menschen. Die Folge war Scham, Sünde, Vertreibung und Tod – also Verschlechterung auf ganzer Linie.
Schau dir gern Nebukadnezar an, wie er sich selbst rühmt und auf die Stadt herabschaut. Er sagt, das sei das große Babel oder Babylon, das er gebaut habe. Doch dann kommt Gott und demütigt ihn. Nebukadnezar wird wie ein Tier, bis er Gott anerkennt.
Jesus selbst sagt: „Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden.“ Auch in der Endzeit wird es den Menschen der Gesetzlosigkeit geben, der sich in den Tempel setzen wird, um dort an Gottes Stelle angebetet zu werden.
Wie ist es beim Satan selbst? Lass uns eine Bibelstelle anschauen, die viele erfahrene Prediger, Bibelausleger und Christen durch die Kirchengeschichte hindurch mit guten Gründen als Beschreibung Satans ansehen. Die Bibelstelle lautet:
„Der Chor der Schatten ruft dir zu: Nun bist du genauso wie wir – schwach und ohne Macht. Ins Totenreich gestürzt ist deine Pracht und deine rauschende Harfenmusik. Maden bekommst du als Bett, und mit Würmern deckst du dich zu. Ach, wie bist du vom Himmel gefallen, funkelnder Morgenstern, zu Boden geschmetterter Eroberer der Welt! Du hattest in deinem Herzen gedacht: Ich will zum Himmel hochsteigen, höher als die göttlichen Sterne stelle ich meinen Thron. Im äußersten Norden setze ich mich hin, dort auf den Versammlungsberg. Über die Wolken will ich hinauf, dem allerhöchsten Gott gleichgestellt sein. Doch ins Reich der Grüfte musst du hinab, wirst auf den Grund der toten Welt gestürzt.“
Bevor wir Menschen in Sünde gefallen sind, war der Satan selbst schon in Sünde gefallen. Warum? Weil er sich, wie du gerade gehört hast, an Gottes Stelle setzen wollte. Er hat sich erhoben, mehr als er sich erheben sollte. Das war der Sündenfall vor dem Sündenfall.
Jesus selbst spricht 34 Mal über den Satan. Wenn du das Neue Testament nur halbwegs verstanden hast, weißt du, dass es mit dem Satan und seiner Gefolgschaft nicht gut ausgeht.
Wer möchte, dass wir ein eigenes Video zum Thema Satan machen? Das haben wir nämlich vor. Drücke dafür gerne die Glocke hier unten rechts unter diesem Video und kommentiere einfach „Video dunkle Mächte“. Bitte nutze diese Formulierung, denn sie hat einige Vorteile. Alles andere könnte sehr missverständlich werden. Also einfach „Video dunkle Mächte“ und vorher gern die Glocke drücken. Dann wissen wir, wie wir das priorisieren können, und wir machen dir dafür ein eigenes Video.
Positive Gaben Gottes als Lebenshilfe
Das gesagt, gibt es jedenfalls noch gute, positive Superkräfte, Gaben Gottes. Davon will ich dir zum Schluss vier Stück nennen.
Zum Beispiel gibt es die übernatürliche Hoffnung, die Gott schenkt. Paulus und Silas sind ein Beispiel dafür: Sie wurden in tiefster Nacht geschlagen und gefoltert im Gefängnis. Trotzdem hatten sie die Hoffnung und die Freude, dass sie Lobpreis anstimmten.
Eine weitere Gabe ist Weisheit. So heißt es zum Beispiel, dass die Leute, die wichtige Geräte für die Stiftshütte – also den Vorläufer des ersten Tempels – entwerfen, von Gott mit übernatürlicher Weisheit, also übernatürlicher Fähigkeit, gesegnet werden. Auch Salomo erhielt übernatürliche Weisheit, um das Volk Israel regieren zu können.
Im Neuen Bund heißt es im Jakobusbrief: Wenn es einem von euch an Weisheit fehlt, soll er Gott darum bitten. Und Gott wird ihm die Weisheit geben – ein quasi garantiertes Geschenk, das Gott dir machen möchte, wenn du ihn nur bittest.
Die dritte positive Superkraft von vier ist die Fähigkeit, vergeben zu können. Jeder von uns, der schon einmal wirklich ernsthaft in der Tiefe verletzt, hintergangen oder verraten wurde, weiß, wie schwer es ist zu vergeben. Es ist so, so schwer. Aus eigener Kraft können wir es oft nicht.
Doch Gott kann uns das schenken. Zum Beispiel in Matthäus 18 im Gleichnis vom undankbaren Diener, das Jesus erzählt – auch bekannt als das Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht. Dort wird zwar von uns eingefordert, dass wir vergeben sollen, aber weil uns zuvor vergeben wurde, können wir vergeben. So heißt es im Kolosserbrief: Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr.
Das hat viel mit dem Kern des Evangeliums zu tun, der zum Beispiel in 2. Korinther 5,14 so gut auf den Punkt gebracht wird. Dort heißt es: Gott hat Christus, der ohne Sünde war, an unserer Stelle – an deiner und meiner Stelle, wo wir Sünder sind – verurteilt, damit wir durch ihn und sein Opfer vor Gott als gerecht bestehen können.
Das bedeutet, wir bekommen diese Gerechtigkeit von Jesus, diese Rechtschaffenheit zugesprochen. Ich stelle mir das flapsig so vor: wie eine Schale, die so voll ist mit Vergebung und Liebe, die Gott uns gezeigt hat. So heißt es zum Beispiel: Darin hat Gott seine Liebe zu uns erwiesen, als wir noch seine Feinde waren, dass er Jesus gesandt hat, damit uns vergeben werden kann.
Dadurch kann unsere Schale der Vergebung so voll sein, dass wir auch anderen Menschen vergeben können.
Die vierte und wichtigste Superkraft ist die Unsterblichkeit. Damit ist nicht gemeint, dass du und ich niemals körperliche Verletzungen haben oder körperlich sterben werden – das sagte der Hebräerbrief schon relativ klar. Den Menschen ist es gesetzt, einmal zu sterben, danach das Gericht.
Vielmehr bedeutet es, dass deinem Wesen, deiner Seele – wenn du so willst – Unsterblichkeit geschenkt werden kann. Dass sie nicht den zweiten Tod erleiden muss, dass sie nicht in die Hölle kommen muss.
Im zweiten Timotheusbrief heißt es dazu: Das ist jetzt mit dem Kommen unseres Retters Christus Jesus offenbar geworden. Das ist etwas, was wir jetzt erkennen können. Er, Jesus, hat den Tod entmachtet und stattdessen unvergängliches Leben durch das Evangelium aufleuchten lassen.
Jesus selbst sagt in Johannes 11: „Wer sich an mich, Jesus, festklammert, der wird leben, auch wenn er körperlich stirbt. Und wer lebt und sich an mich festklammert, wird niemals in Wahrheit sterben.“
Deswegen können wir Christen darauf eigentlich nur antworten: Amen, Jesus, komm bald.
