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Hosea – Teil 4

Hosea 6,4-8,1422.06.2017
Serie•Teil 7 / 12Spurgeon-Konferenz 2017
Ein Vortrag von Andrew Page auf der Spurgeon-Konferenz 2017. Die Konferenz stand unter dem Thema Hosea: Das Gericht und die Gnade Gottes – Wie man einen alttestamentlichen Propheten verstehen und predigen kann, damit Menschen Gott begegnen.
Guten Morgen! Super! Hosea, bitte, Kapitel 6, und wir brauchen die Unterlagen, die Seiten 7, 8 und 9, bitte, die Seiten 7, 8 und 9.
Also, dieser Abschnitt heute geht von Kapitel 6, Vers 4 bis Kapitel 11, Vers 11. Und ich habe diesem Teil den Titel gegeben: Hosea bringt seine Botschaft zum zweiten Mal.
Wir haben Gottes Botschaft eigentlich schon zweimal gehört. In den ersten drei Kapiteln hat Gott Hosea die Botschaft gegeben, oder er hat Hosea berufen und ihm die Botschaft gegeben, damit er sie dann an das Volk weitergeben kann. Und wir haben gesehen: In den ersten drei Kapiteln waren drei Hauptbestandteile dieser Botschaft: Sünde, Gericht und Gnade.
Am Ende dieser Botschaft an Hosea war dann diese Gnadenbotschaft. Ich lese das noch einmal vor, Kapitel 3, bitte, die Verse 4 und 5. Schau dir die an. Als Erinnerung: Das ist das Ende dieses ersten Teils. Denn die Kinder Israels werden viele Tage ohne König bleiben, ohne Fürsten, auch ohne Opfer, ohne Bildsäule, ohne Ephod und ohne Therafim. Das wird das Exil in Assyrien sein. Danach werden die Kinder Israels umkehren und den Herrn, ihren Gott, und David, ihren König, suchen. Und sie werden sich bebend zu ihm, zu dem Herrn und zu seinen Gütern, flüchten am Ende der Tage. Eines Tages wird Israel zu Gott zurückkehren, aber noch nicht.
Dann, in Kapitel 4, Vers 1 bis Kapitel 6, Vers 3, das ist die Stelle, die wir gestern angeschaut haben, predigt Hosea die Botschaft zum ersten Mal. Und wir haben wieder gesehen: Sünde, Gericht und Gnade. Und ich lese noch einmal den Gnadenteil vor, am Ende von dem Teil gestern, Kapitel 5, Vers 15, bitte, Kapitel 5, Vers 15.
Gott sagt: Ich werde davongehen, an meinen Ort zurückkehren, bis sie ihre Schuld erkennen und mein Angesicht suchen werden. In ihrer Drangsal werden sie mich ernstlich suchen. Kommt, wir wollen wieder umkehren zum Herrn! Zum Herrn! Er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen. Er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden. Nach zwei Tagen wird er uns lebendig machen, am dritten Tag wird er uns aufrichten, dass wir vor ihm leben. So lasst uns ihn erkennen, ja, eifrig trachten nach der Erkenntnis des Herrn! Sein Hervorgehen ist so sicher wie das Licht des Morgens, und er wird zu uns kommen wie ein Regenguss, wie ein Spätregen, der das Land benetzt.
Und heute predigt Hosea die Botschaft zum zweiten Mal, und wir hören sie zum dritten Mal. Warum gibt es diese Wiederholung in diesem Buch? Warum wird immer wieder diese Botschaft wiederholt? Hosea hat an einem Tag in Israel gepredigt, ist immer wieder fortgegangen, ist zu einem anderen Ort gegangen und hat diese Botschaft wieder gepredigt. Aber warum wiederholt sich Gott hier im Buch Hosea? Weil wir ein schlechtes Gedächtnis haben. Ich habe ein schlechtes Gedächtnis und ein sehr gutes Vergessnis. Und deswegen brauchen wir diese Wiederholung, damit es wirklich in den Kopf kommt, oder?
Ihr kennt das schon, das Geheimnis des Lehrens: Zunächst einmal sag den Leuten, was du zu ihnen sagen wirst. Zweitens: Sag es ihnen. Drittens: Sag ihnen, was du ihnen gerade gesagt hast. Wiederholung, ganz wichtig.
Heute ist der Abschnitt lang, aber wir haben zwei Teile. Wir haben Zeit bis zum Mittag. Keine Sorge, wir werden schon eine Pause machen. Der Abschnitt ist 6,4 bis 11,11, und wir erreichen zum dritten Mal dann das Ende der Geschichte. Und die drei Teile sind wieder zu sehen. Wir haben sie auf den Unterlagen hier, wir werden sie im Text sehen: Sünde, Gericht und Gnade. Vielleicht wird Israel dieses Mal umkehren, vielleicht werden sie dieses Mal Gott suchen, vielleicht werden sie dieses Mal zurückbeben, zurückkommen zu Gott?
Jeder der drei Teile hier, der drei Abschnitte Sünde, Gericht, Gnade, beginnt damit, dass Gott Israel direkt anspricht. Kapitel 6, Vers 4: Was soll ich mit dir tun, Ephraim? Was soll ich mit dir tun, Juda? Direkte Ansprache, oder? Am Anfang dieses Teils, wo es um die Sünde geht.
Und dann schau bitte Kapitel 9, Vers 1 an. Das ist der Anfang des Teils, wo es um Gericht geht: direkte Ansprache. Freue dich nicht, Israel, wie die Völker frohlocken. Direkte Ansprache.
Und dann am Anfang des Teils, wo es um Gnade geht, ist das auch der Fall. Kapitel 11, Vers 8: Wie könnte ich dich dahingeben, Ephraim? Wie könnte ich dich preisgeben, Israel? Das heißt, die drei Abschnitte haben diesen gleichen Anfang: direkte Anrede.
Und jeder Abschnitt schließt damit, dass Ägypten erwähnt wird. Kapitel 8, Vers 13, fast am Ende des Teils, wo es um die Sünde geht. Schau bitte das Ende von Kapitel 8, Vers 13 an, also das Ende von Vers 13: Jetzt wird Gott an ihre Schuld gedenken und ihre Sünden strafen, sie sollen nach Ägypten zurückkehren.
Und dann am Ende des Teils, wo es um das Gericht geht, schau bitte Kapitel 11, Vers 5 an. Du wirst wieder Ägypten sehen. Und am Ende des Gnadenteils, Kapitel 11, Vers 11, schau das wieder an. Kapitel 11, Vers 11: Dann findest du wieder Ägypten.
Ägypten wird nicht hier wortwörtlich gemeint, oder? Ägypten ist ein Bild. Ägypten bedeutet für jeden Juden, für jeden Zuhörer: Gefangenschaft, Sklaverei, etwas Schlimmes, Exil. Es wird das Bild verwendet, nur zum Hören: Ägypten. Ah, wegen der Geschichte Israels. Sie wissen, was das bedeutet. Und diese Erwähnung von Ägypten finden wir am Ende von den drei Abschnitten.
Okay, jetzt bin ich auf Seite 8. Vor der Pause schauen wir uns diesen langen Abschnitt an, wo es um die Sünde geht. Das geht von 6,4 bis 8,14. Kapitel 6, Vers 4 ist direkte Anrede, aber ich lese das noch einmal vor. Kapitel 6, Vers 4: Was soll ich mit dir tun, Ephraim? Was soll ich mit dir tun, Juda? Eure Liebe ist so flüchtig wie eine Morgenwolke, ja, wie der Tau, der früh vergeht.
Hosea verwendet immer wieder diese Bilder, diese fast poetischen Bilder, um die Wahrheit klarzumachen, die er weitergeben will. Aber man kann Israels Sünde mit einem Satz zusammenfassen: Sie haben den Bund gebrochen. Gott hatte einen Bund mit Israel gemacht. Deswegen hat er sich offenbart als Jahwe: Ich bin Jahwe, ich habe einen Bund mit euch gemacht. Aber sie haben den Bund gebrochen, und dieser Gedanke kommt in diesem Abschnitt zweimal vor.
Schauen wir sie an, bitte. Kapitel 6, Vers 7: Sie aber haben wie Adam den Bund übertreten. Das ist schwer zu übersetzen. Ich glaube, es ist eher: Sie haben in Adam den Bund übertreten. Adam ist hier, glaube ich, in Vers 7 nicht der Mensch Adam, sondern ein Ort in Israel. Es gibt einen Ort in Israel, Adam. Aber es ist egal. Hauptsache ist Vers 7: Sie haben den Bund übertreten.
Und dann in Kapitel 8, Vers 1 kommt es noch einmal. Kapitel 8, Vers 1: Setze das Schofahorn an deinen Mund! Wie ein Adler kommt es über das Haus des Herrn, weil sie meinen Bund übertreten haben. Also zweimal kommt es vor, oder? Sie haben den Bund gebrochen. Und mit dieser Wiederholung gibt es in diesem Abschnitt zwei Teile, und am Anfang von jedem der zwei Teile steht: Sie haben den Bund gebrochen.
Das hilft uns, einen Überblick zu bekommen über diesen Abschnitt, wo es um die Sünde geht. Das bedeutet: Der erste Abschnitt sind Kapitel 6, Vers 4 bis Kapitel 7, Vers 16. Das ist in Blau auf den Unterlagen auf Seite 8.
Vers 4 habe ich schon vorgelesen, ich werde es nicht noch einmal vorlesen, aber schau Vers 4 an: Israel, deine Liebe ist immer so kurzlebig. Du sagst diese Dinge, aber das dauert nicht. Deswegen schicke ich mein Gericht durch mein Wort.
Vers 5, Kapitel 6, Vers 5: Darum habe ich sie behauen durch die Propheten, sie getötet durch die Worte meines Mundes, dass deine Gerichte seien wie ein Licht, das aufgeht. Ich habe Propheten geschickt, ich habe Menschen geschickt, die euch mein Wort gesagt haben, aber ihr habt nicht zugehört.
Wer sagt denn: An Liebe habe ich Wohlgefallen und nicht am Opfer, an der Gotteserkenntnis mehr als an Brandopfern? Israel, ich will, dass du mich kennst. Ich will, dass du mich liebst. Die ganzen Schlachtopfer bringen gar nichts, wenn ihr mich nicht liebt, wenn ihr einander nicht liebt. Seht ihr das nicht?
Und wo immer Gott schaut, sieht er Sünde. In Israel, in Adam, wenn das wirklich ein Ort ist, Vers 7, in Gilead, Vers 8, und in Sichem, Vers 9. Schau dir die drei Verse an. Diese Orte sind nur da, um klarzumachen: Wo immer Gott schaut, es sind nur drei Beispiele von Orten in Israel, Sünde, Rebellion.
Mich habt ihr vergessen. Das Volk Gottes hat sich der Hurerei hingegeben, und Juda macht mit. Vers 10: Im Haus Israel habe ich Schauderhaftes gesehen, dort treibt Ephraim Hurerei, befleckt sich Israel. Auch dir, Juda, ist eine Ernte bestimmt, wenn ich das Geschick meines Volkes wende.
Gott möchte Israel retten, aber Israel will nicht gerettet werden. Die ersten zwei Verse von Kapitel 7. Und stell dir vor, wie es Gott dabei geht: Wenn ich Israel heilen will, so offenbaren sich Ephraim Schuld und die Übel Samarias, denn sie verüben Betrug, und der Dieb dringt ein, und Räuberbanden plündern draußen, und sie bedenken nicht in ihrem Herzen, dass ich an all ihre Bosheit gedenke. Nun aber haben ihre bösen Taten sie umstellt, sie sind vor meinem Angesicht offenbar.
Solange wir Gott betrügen wollen, kann er uns nicht helfen, oder? Solange wir uns für die Sünde entscheiden, ist nichts zu machen.
Und hier in Kapitel 7 deckt Gott drei Sünden in Israel auf. Natürlich gibt es andere auch, aber hier sind die drei Hauptsünden, die Gott hier aufdeckt. Zunächst einmal in den Versen 3 bis 7 in Kapitel 7: schlechte Leiter. Kommt uns das bekannt vor? Haben wir auch gestern gesehen, oder? Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung.
Vers 3: Durch ihre Bosheit erfreuen sie den König, und durch ihre Lügen die Fürsten. Die Leiter freuen sich über die Sünde des Volkes, oder? Die Sünde des Volkes tut den Leitern nicht weh, es tut ihnen nicht leid, sie freuen sich. Und sie alle sind Ehebrecher, Vers 4. Sie alle sind Ehebrecher, sie gleich in einem Ofen, welcher vom Bäcker geheizt wurde, der das Schüren nach dem Kneten des Teiges nur so lange unterlässt, bis er ganz durchsäuert ist.
Und es ist ähnlich mit dem Ofen, Vers 6, denn sie haben ihr Herz in ihrer Hinterlist einem Ofen gleichgemacht. Ihr Bäcker schläft die ganze Nacht, am Morgen brennt er lichterloh. Sünde, das ist geistlicher und physischer Ehebruch. Sie sind heiß wie ein brennender Ofen. Sie wollen sündigen. Und am Festtag unseres Königs sind die Fürsten fieberkrank geworden vom Wein, er hat seine Hand den Spöttern gereicht.
Und dann Vers 7: Sie glühen alle wie ein Ofen und verzehren ihre Richter. Alle ihre Könige sind gefallen, keiner von ihnen ruft mich an. Schlechte Leiter, aber wie sie mit den Leitern umgegangen sind und wie sie miteinander umgegangen sind, die Leiter in den letzten 30 Jahren des Nordreichs, in den letzten 30 Jahren von Israel: Israel hatte sechs Könige, vier davon haben den Vorgänger getötet, um selbst König zu werden. Und nur einer davon ist eines natürlichen Todes in seinem eigenen Bett gestorben. Sagt man das? Schlechte Leiter. Das heißt Durcheinander, oder? Und Leiter haben eine Verantwortung, Vorbilder zu sein. Schlechte Leiter.
Zweitens: andere Lösungen. Die Verse 8 bis 13. Ich lese die Verse 8 bis 10 vor. Ephraim hat sich mit den anderen Völkern vermischt. Ephraim ist wie ein Kuchen, den man nicht umgewendet hat. Also, ich kenne mich nicht aus, aber vielleicht bei einem Pfannkuchen. Also, man muss beide Seiten machen, stimmt es? Wir werden das nicht in kleinen Gruppen besprechen, aber ich glaube, es geht um beide Seiten. Aber Israel ist halbfertig, immer halbe Sache, bitte? Halb gar sagt man. Okay, ich sage es auch jetzt: halb gar. Sehr starke Bilder.
Vers 9: Fremde haben seine Kraft verzehrt, und er erkennt es nicht. Israel, ihr seid schwach geworden, aber er erkennt es nicht. Das ist aber komisch, oder? Wer es nur in sein Haupthaar ist mit Grau gesprenkelt, und er erkennt es nicht. Ihr seid wie ein Mann, der graue Haare hat, und er weiß es nicht. Ich kann nicht mit dem Bild umgehen, weil ich eh keine grauen Haare habe. Ist so blöd, oder? Es ist so dumm. Israel erkennt nicht, was da los ist.
Und Vers 10: Wie wohl aber Israel stolz sich als Zeuge gegen ihn erhebt, sind sie doch nicht zu dem Herrn, ihrem Gott, umgekehrt und haben ihn trotz alledem nicht gesucht. Israel ist nicht bereit, Gott zu suchen. Israel ist nicht bereit, zurückzukehren. Stattdessen sucht Israel andere Lösungen.
Vers 11: Ephraim hat sich benommen wie eine einfältige Taube ohne Verstand. Ägypten haben sie herbeigerufen, nach Assyrien sind sie gelaufen. Dort ist Ägypten, glaube ich, schon wortwörtlich gemeint. Sie haben versucht, Abmachungen mit anderen Ländern zu machen, anstatt zum Herrn zu laufen. Sie haben gedacht: Ja, wir wollen nicht zum Herrn laufen, finden wir eine andere Lösung. Die Ägypter helfen uns, die Assyrer helfen uns. Andere Lösungen. Israel ist wie ein dummer Vogel, der nach Ägypten und dann nach Assyrien fliegt.
Und drittens: leere Religion. Die Verse 14 bis 16. Schauen wir uns Vers 14 an: Sie rufen nicht von Herzen zu mir, sondern jammern auf ihren Lagern, wegen Korn und Most laufen sie zusammen, von mir aber weichen sie ab. Diese Menschen sind religiös, aber es ist eine leere Religion. Schauen wir Vers 14 an: Sie rufen nicht zu mir, sie rufen nicht um Hilfe. Sie finden andere Lösungen. Theoretisch sind sie religiös, aber es ist nicht echt, es ist leer. Am Ende von Vers 14: Von mir aber weichen sie ab, sie wenden sich gegen mich.
Und Vers 15: Ich lehrte und stärkte doch ihren Arm, aber sie ersinnen Böses gegen mich. Sie ersinnen Böses gegen mich. Wow, stark! Sie haben Gottes Bund gebrochen. Und woran sieht man, dass sie den Bund Gottes gebrochen haben? Schlechte Leiter, andere Lösungen, leere Religion.
Und das Gleiche steht in Kapitel 8 in den Versen 1 bis 3: Setze den Schofahorn an deinen Mund! Wie ein Adler kommt es über das Haus des Herrn, weil sie meinen Bund übertreten und sich gegen mein Gesetz vergangen haben. Zu mir werden sie schreien: Du bist mein Gott, wir Israeliten kennen dich. Israel hat das Gute verworfen, jetzt soll es der Feind verfolgen.
Israel sagt: Wir kennen dich, Herr. Aber ihre Sünden zeigen, dass das eine Lüge ist. Der Adler in Vers 1, wie ein Adler kommt es über das Haus des Herrn, der Adler in Vers 1 ist Assyrien. Und jetzt erinnert sie Gott an ihre Probleme. Ich habe vergessen, noch einmal klarzumachen: Kapitel 8, Vers 1, das ist das zweite Mal: Sie haben meinen Bund übertreten. Jetzt fängt es wieder an, und jetzt erinnert sie Gott an ihre Probleme, und die kommen noch einmal vor.
Jetzt bin ich auf Seite 9, oder? Ja. Ja. Ist das Blasen in die Posaune, auszulegen? Weil da geht es ja ganz explizit um die Warnung vor Feinden, die das Gericht bringen. Ich denke ja schon, dass normalerweise dieses Rohren eine Warnung ist, aber es kann auch manchmal, stimmt, auch ein Ruf an die eigenen Soldaten sein, zu sagen, wir werden kämpfen. Aber ja, ich glaube, es ist eine Warnung. Es kommt.
Schau mal diese drei Sünden noch einmal an. Zunächst einmal die Verse 4 bis 6: schlechte Leiter. Vers 4: Sie haben Könige eingesetzt, ohne meinen Willen, Fürsten, ohne dass ich es billigte. Aus ihrem Silber und Gold haben sie sich Götzen gemacht, damit sie sich selbst zugrunde richten. Schau den Anfang von Vers 4 an. Sie haben Könige eingesetzt, ohne meinen Willen, Fürsten, ohne dass ich es billigte. Und sie haben die falschen Leiter ausgesucht. Sie haben die Leiter ausgesucht, nicht Gott. Sie haben Gott nicht gefragt. Und ihre Leiter haben sie in ihrem Götzendienst unterstützt.
Vers 5: Dein Kalb hat er verworfen, Samaria. Mein Zorn ist entbrannt über sie. Wie lange noch sind sie unfähig zur Reinheit? Vers 6: Denn aus Israel stammt es, und ein Künstler hat es gemacht. Es ist kein Gott, sondern zu Splittern soll es zerschlagen werden, das Kalb von Samaria. Schlechte Leiter.
Dann zweitens, in den Versen 7 bis 10: andere Lösungen. Vers 7: Den Wind säen sie, und Sturm werden sie ernten. Da wächst kein Halm, das Gewächs ergibt kein Mehl, und sollte es etwas geben, so würden Fremde es verschlingen. Verschlungen wird Israel. Schon sind sie unter den Heiden geworden wie ein Gefäß, an dem man kein Wohlgefallen hat. Sie sind nach Assyrien hinaufgezogen. Ein Wildesel lebt für sich, Ephraim aber hat sich um Geschenke Liebhaber angeworben.
Und ich lese Vers 10 auch vor: Weil sie sich die Liebhaber unter den Heidenvölkern anwerben, so will ich diese jetzt auch haufenweise herbeibringen, und bald werden sie zu leiden haben unter der Last des Königs der Fürsten. Eine andere Übersetzung von dieser letzten Phrase, unter der Last des Königs der Fürsten, ist: unter der Last des großen Königs. Jeder König von Assyrien hat sich großer König genannt. Und das ist wieder eine Warnung.
Aber andere Lösungen: Da hat Israel alles versucht, um nicht zu Jahwe kommen zu müssen, oder? Israel hat alles versucht, um nicht zu Jahwe kommen zu müssen. Israel versucht, Bündnisse mit anderen Nationen zu schließen, damit sie ohne Gott auskommen können. Ist das traurig? Oder ist das traurig? Und stellen wir uns vor, wie es Gott geht, wenn er das alles anschaut: schlechte Leiter, andere Lösungen.
Kennt ihr das Wort Trostsünde? Eine Trostsünde ist eine Sünde, die wir begehen, um uns selber zu trösten. Wenn du enttäuscht bist oder müde oder fertig oder traurig, dann brauchst du Trost. Und manchmal, anstatt zu Gott zu laufen oder zu einem guten Freund zu laufen, um um Gebet zu bitten, gehst du zu einer Trostsünde, oder? Ich meine, ich glaube, jeder kennt das. Ich kenne das.
Die Trostsünden, die wir haben, werden unterschiedlich sein, was uns anlockt, weil Trostsünden uns ansprechen. Sie sagen: Ja, komm, ich helfe dir, ich tröste dich. Vielleicht ist es Pornografie, vielleicht ist es Schokolade. Schokolade ist was Gutes. Aber wenn ich mich vollstopfe mit Schokolade, fühle ich mich kurzfristig super, aber später: bläh. Und ich weiß, dass ich Schokolade manchmal als Trostsünde verwende.
Und vielleicht sitzt du da und denkst: Ja, bei mir ist das nicht Pornografie, bei mir ist das nicht Schokolade. Es ist fast sicher, dass der Heilige Geist dich jetzt an etwas erinnert, was für dich eine Trostsünde ist. Und das ist die Gelegenheit heute für mich und für uns alle, zu sagen: Ich will nicht, ich will das lassen, ich will meinen Trost in Gott finden und nicht in der Sünde. Andere Lösungen bieten sich an, oder?
Die Verse 11 bis 14: Es ist Religion da. Vers 11, Kapitel 8, Vers 11, weil Ephraim viele Altäre baute, um zu sündigen, so sind ihm die Altäre auch zu Sünde geworden. Es ist Religion da, aber es steht da: Altäre zum Sündigen. Das war nicht richtig, dass sie diese Altäre, sagt man Altäre, gebaut haben. Sie hätten alles in ... Ja, das ist falsch, aber sie haben da und da und da Altäre gebaut, natürlich zu Baal. Und sie haben sich gedacht: Weil wir diese Altäre bauen, geht es schon mit der Sünde, weil die Altäre da sind. Wir können Baal anbeten.
Vers 12: Wenn ich ihm mein Gesetz auch noch so oft vorschreiben würde, so halten sie es doch für etwas Fremdes. Sie halten mein Gesetz für etwas Fremdes. Was ist denn das? Hat nichts mit uns zu tun.
Vers 13: Die Schlachtopfer, die sie mir schenken, bringen sie da wie gewöhnliches Fleisch, und essen es. Der Herr hat kein Wohlgefallen an ihnen. Jetzt wird er an ihre Schuld gedenken und ihre Sünden strafen. Sie sollen nach Ägypten zurückkehren. Nicht wortwörtlich, sondern sie sollen in die Gefangenschaft gehen.
Weil Israel seinen Schöpfer, Vers 14, vergaß, denk dich an Kapitel 2, Vers 15, weil Israel seinen Schöpfer vergaß und sich Paläste erbaute und weil Juda viele Städte befestigte, so will ich Feuer in seine Städte senden, das seine Prachtbauten verzehren soll. Israel hat Gott vergessen, trotz Religion. Und am Ende von Vers 13 ist ein schrecklicher Satz. Schau dir das an, die zweite Hälfte von Vers 13: Jetzt wird Gott an ihre Schuld gedenken und ihre Sünden strafen, sie sollen nach Ägypten zurückkehren. Jetzt denkt er an ihre Schuld.
Das war Kapitel 6, Vers 4 bis Kapitel 8, Vers 14: ein langer Teil, wo es um die Sünde geht. Und diese Wiederholung ist da, weil sie den Bund gebrochen haben. Sie haben den Bund gebrochen: schlechte Leiter, andere Lösungen, leere Religion. Und dann kommt es wieder: Sie haben den Bund gebrochen, schlechte Leiter, andere Lösungen, leere Religion.
Und ich denke, es ist gut, dass wir uns die Fragen stellen. Schlechte Leiter: Wenn wir in einer Leitungsposition sind, in einer Gruppe, in der Gemeinde, in der Jugendgruppe oder in einer anderen Gruppe in der Gemeinde oder im Leiterteam in der Gemeinde, sind wir echt? Wie geht es uns im Privatleben? Der Herr will, dass die Leiter echt sind. Und keine Heuchelei.
Und andere Lösungen: Wie sieht es aus mit Trostsünden? Was sagt dir der Heilige Geist, mir der Heilige Geist, was Trostsünden betrifft in unserem Leben? Und leere Religion: Jesus zitiert das, das kommt aus Jesaja 29, Vers 13, glaube ich. Diese Menschen beten mich an mit ihren Lippen, aber ihr Herz ist weit von mir entfernt. Wow! Und stell dir Gottes Gefühle vor, als er das gesagt hat. Und ich meine, jeder von uns muss ehrlich sein: Manchmal geht es mir so, oder? Manchmal bin ich im Gottesdienst, ich singe voll mit, aber eigentlich ist mein Herz Gott gegenüber kalt, weil ich ein Sünder bin. Und deswegen ist die Gelegenheit noch einmal umzukehren, oder?
Sünde ist etwas, was wir so sehen: Es gibt viel Sünde, und wir werden Sünder sein, wir werden weiterhin sündigen, bis wir Jesus sehen. Aber das bedeutet nicht, dass wir Sünde dulden sollten. Ein Ehepaar hat einige Kinder, und die Kinder sind jetzt alle Teenager. Und das Ehepaar denkt: Ja, wir können jetzt zu zweit wegfahren für ein Wochenende, weil die Kinder alt genug sind, im Haus zu sein, also hier zu bleiben für das Wochenende. Und die zwei Ehepartner fahren weg und haben ein schönes Wochenende auf dem Land, kommen nach Hause, und der Mann nimmt den Schlüssel und will die Haustür aufmachen, und der Schlüssel geht nicht ins Schloss hinein. Und er denkt: Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Entweder habe ich den falschen Schlüssel, oder das ist das falsche Haus. Aber das ist das richtige Haus, und ja, das ist der richtige Schlüssel. Und er versucht noch einmal, und er geht nicht hinein. Und dann klopfen sie an, und sie klingeln, bis ein Fenster aufgeht im ersten Stock, und eins ihrer Kinder schaut hinunter und sagt: Was wollt ihr? Sie sagen: Wir sind eure Eltern, wir wollen hinein. Das ist unser Haus. Wir waren jetzt weg, wir sind nach Hause gekommen, wir wollen hineinkommen. Und der Teenager sagt: Ja, wir wollen euch nicht. Und der Mann sagt: Aber wir sind eure Eltern, wir haben euch Leben gegeben, wir haben euch alles gegeben. Ja, ja, wir wollen euch nicht.
Und warum geht der Schlüssel nicht ins ... Ja, wir haben die Schlösser ausgewechselt. Das ist Sünde. Das ist das, was wir gemacht haben. Wir haben das Schloss ausgewechselt. Wir haben letztlich Gott gesagt: Wir wollen unseren eigenen Weg gehen, wir wollen unser eigener Gott sein. Das ist Sünde. Das ist ernst.
Das Tolle ist: Wow, Gott hat nicht aufgehört, uns zu lieben. Halleluja! Und in der zweiten Hälfte nach der Pause schauen wir doch den Gerichtsteil an, aber auch den Gnadenteil an, weil Gott noch immer gnädig ist, weil Gott noch immer sein Volk liebt, weil Gott noch immer uns liebt. In einem Sinne tut es mir jetzt leid, dass wir jetzt Schluss machen. Ich würde gerne gleich zum Gnadenteil gehen, aber wir werden eine Pause machen, und dann kommen wir nach der Pause zurück, um den Rest dieses Teils anzuschauen.
Beten wir miteinander! Kurze Stille, wo jeder allein mit dem Herrn reden kann. Ich erinnere euch nur an diese drei Sünden, die für Israel damals ein Problem waren und die manchmal auch jetzt für uns heute ein Problem sind. Und vielleicht müsstest du beten über eine dieser drei Sünden oder über mehr.
Schlechte Leiter: Gott will Leiter, die echt sind.
Andere Lösungen: Gibt es eine bestimmte Trostsünde, wo ich vielleicht Hilfe brauche? Ich muss mit jemandem reden und bitten, dass er für mich betet.
Und leere Religion: Weil mein Herz in letzter Zeit wieder lau geworden ist.
Betet mal in der Stille!
Vater, danke, dass du so ehrlich mit uns zu uns sprichst durch dein Wort. Wir haben angeschaut, was das Problem war damals in Israel, als Hosea gepredigt hat, und wir wissen, dass manchmal diese Sünden auch in unserem Leben da sind. Vater, es tut uns leid. Danke, dass du uns daran erinnerst und dass du uns dazu aufrufst, umzukehren, diese Sünden loszulassen. Und wir kommen zu dir jetzt und wir bitten um Vergebung. Und wir danken dir, dass wir wissen, warum wir um Vergebung bitten können, weil wir den Vorteil haben, den Hosea und Israel damals nicht hatten. Wir können zurückschauen auf das Kreuz. Wir wissen, dass Jesus, dein Sohn, für unsere Schuld gestorben ist, und wir wissen, dass er auferstanden ist und dass das bedeutet, dass wir Vergebung bekommen können. Halleluja!
Vater, wir machen uns neu auf für deine Liebe. Wir danken dir für deine Vergebung. Wir danken dir, dass du dich über uns freust. Wir beten dich an. Und wir beten im großen und starken Namen Jesu. Amen.