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Galater 3,10–29

Galater 3,10-3,2909.08.2014
Event•Teil 6 / 10Spurgeon-Konferenz 2014
Ein Vortrag von David Jackman auf der Spurgeon-Konferenz 2014.

Einführung in die Methode und den heutigen Abschnitt

Guten Morgen, ich hoffe, ihr habt gut geschlafen und seid bereit für einen spannenden Tag heute.
Wir werden heute Morgen Zeit in Kapitel 3 und 4 des Galaterbriefs verbringen. Lassen Sie mich zuerst über heute Abend sprechen, bevor wir heute hier anfangen. Es geht darum, vom Text zur Predigt zu kommen, also darum, den Text zu erschließen und ihn dann für die Predigt aufzubereiten.
Das, was ich mir heute Abend mit euch anschauen will, ist der ganze Prozess der Vorbereitung. Wir werden diesen Prozess durch einige Schritte verfolgen, wenn wir vom Text bis hin zur eigentlichen Predigt kommen.
Aber heute Morgen sind wir in Kapitel 3 und 4, und wir werden zwischendurch einige Dinge anschauen, bei denen es um die Methode geht.
Kapitel 3, ab Vers 10, und wir werden bis zum Ende des dritten Kapitels lesen:
Denn alle, die aus Werken des Gesetzes sind, die sind unter dem Fluch; denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buch des Gesetzes geschrieben steht, um es zu tun. Dass aber durch das Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar; denn der Gerechte wird aus Glauben leben. Das Gesetz aber ist nicht aus Glauben, sondern: Der Mensch, der diese Dinge tut, wird durch sie leben.
Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch wurde um unseres Willen; denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der am Kreuz hängt, damit der Segen Abrahams zu den Heiden komme in Christus Jesus, damit wir durch den Glauben den Geist empfingen, der verheißen worden war.
Brüder, ich rede nach Menschenweise: Sogar das Testament eines Menschen hebt niemand auf oder ordnet etwas hinzu, wenn es bestätigt ist. Nun aber sind die Verheißungen dem Abraham und seinem Samen zugesprochen worden. Es heißt nicht: und den Samen, als von vielen, sondern als von einem: und deinem Samen. Und dieser ist Christus.
Das aber sage ich: Ein auf Christus hin zuvor bestätigtes Testament wird durch das 430 Jahre danach entstandene Gesetz nicht ungültig gemacht, so dass die Verheißung aufgehoben würde. Denn wenn das Erbe durch Gesetz käme, so käme es nicht mehr durch Verheißung; dem Abraham aber hat es Gott durch Verheißung geschenkt.
Wozu nun das Gesetz? Der Übertretungen wegen wurde es hinzugefügt, bis der Same käme, dem die Verheißung gilt. Und es ist durch Engel übermittelt worden in die Hand eines Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht Mittler von einem; Gott aber ist einer.
Ist nun das Gesetz gegen die Verheißungen Gottes? Das sei ferne. Denn wenn ein Gesetz gegeben wäre, das lebendig machen könnte, so käme die Gerechtigkeit wirklich aus dem Gesetz. Aber die Schrift hat alles unter der Sünde zusammengeschlossen, damit die Verheißung aufgrund des Glaubens an Jesus Christus denen gegeben würde, die glauben.
Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben hin, der geoffenbart werden sollte. So ist also das Gesetz unser Lehrmeister geworden auf Christus hin, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Lehrmeister.
Denn ihr alle seid durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr in Christus hineingetauft seid, habt Christus angezogen. Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Knecht noch Freier, da ist weder Mann noch Frau; denn ihr seid alle einer in Christus Jesus. Wenn ihr aber Christus angehört, so seid ihr Abrahams Same und nach der Verheißung Erben.

Der Text als Ausgangspunkt für die Predigt

Mein Deutsch wird immer besser. Ich konnte ein bisschen verfolgen, was er gesagt hat. Ja, ich habe ja auch meine englische Bibel offen.
Also lasst uns etwas anschauen, was gestern aufkam, aufgrund unserer Gruppenarbeit. Durch das Seminar hindurch haben wir gesagt, dass der Text auf dem Fahrersitz sitzt. Also ist es der Text, der den Inhalt der Predigt bestimmt. Und unsere Verantwortung ist nicht, zu fragen: Was kann ich mit diesem Text tun, um meiner Gemeinde zu helfen?, sondern zu fragen: Warum hat Gott diesen Text in die Bibel hineingelegt? Und wie hat dieser Text Einfluss auf uns heute?
Es gibt einen Unterschied zwischen dem Bibeltext, der auf dem Fahrersitz sitzt, und der Gemeinde, die auf dem Fahrersitz sitzt. Natürlich wollen wir den Text der Gemeinde kommunizieren. Aber es ist die Absicht des von dem Heiligen Geist inspirierten Schreibers, die uns leitet.
Nun haben die meisten evangelikalen Prediger Anwendungen, die sie an Bibeltexte festschrauben können. Zum Beispiel: Wir sollten mehr in der Bibel lesen, wir sollten mehr beten, wir sollten mehr Zeugnis sein. Und all diese Dinge sind natürlich wahr. Aber viele Prediger gehen zu ihren festgefügten Anwendungen. Sie wollen sie mit Schrauben festdrehen, weil sie wissen, dass es ihre Zuhörerschaft von dort überführen wird, wo sie versagt. Was ich aber möchte, dass wir sehen, ist, dass die Anwendung immer aus dem Text herauskommt.

Die Bedeutung von Kontext für Auslegung und Anwendung

Also lasst uns das folgendermaßen anschauen. Hier ist der biblische Text, den wir uns ansehen, und der Text steht im Kontext eines Buches, zu dem er gehört. Das ist der wörtliche oder textliche Zusammenhang und der geschichtliche Kontext. Also: der schriftliche Kontext des Galaterbriefes. Es ist ein Brief, der in Worten geschrieben ist, in Absätzen, und dieser Abschnitt muss in das Buch als Ganzes hineinpassen. Der geschichtliche Kontext gibt uns den Grund, warum Paulus ihnen überhaupt schreibt.
Aber dann steht der Galaterbrief auch im größeren Kontext des gesamten Wortes Gottes. Das ist der theologische Kontext. Also haben wir diese drei Kontexte: den literarischen, den historischen und den theologischen. Wenn man die Kontexte erarbeitet, wird man erkennen, was die Anwendung sein muss.
Warum ist dieser Text in diesem Buch zu diesem Zeitpunkt? Lassen wir euch ein Beispiel aus dem Epheserbrief geben. Warum finden wir im Epheserbrief den längsten Abschnitt über das Konzept der christlichen Ehe? Ein Hauptgrund ist, dass damals in Ephesus eine weibliche Göttin angebetet wurde, die große Diana der Epheser. Das brachte die Gefahr mit sich, dass man in den neuen christlichen Glauben die alten heidnischen Denkweisen mit hineinträgt. Und deshalb hat die Gemeinde dort in die Lehre hinein diese alten Denkstrukturen, diese alten heidnischen Denkstrukturen, mit einfließen lassen.
Eine Sache, die eine Frau aus Ephesus niemals tun würde, ist, sich ihrem Ehemann unterordnen. Die ganze Kultur war dagegen. Und deshalb erkennen wir das im Epheserbrief im Besonderen. Also: Der wörtliche und schriftliche Zusammenhang sowie auch der historische Zusammenhang sagen uns, warum dieser Text überhaupt in diesem Buch steht.
Und dann fragt man: Gibt es Parallelen dazu im 21. Jahrhundert in Europa? Ja, ganz sicher. Die Anwendung ist nicht schwer. Sie wird zwar oft abgelehnt, niemand will sie haben, sie stößt auf Widerstand, aber sie ist an sich nicht schwer. Und deshalb tun wir diese Arbeit.
Und während wir das hier in Galatien tun, fragen wir, was das Äquivalent der Beschneidungspartei ist. Was sind hier die Parallelen für diejenigen, die das hören, und wie kann uns das heute beeinflussen? Und der dritte Kontext, der biblisch-theologische Kontext, hilft uns zu verstehen, was die breitere Bedeutung dieses Textes ist.

Beständigkeit und Unterbrechung zwischen den Testamenten

Und all diese Theologie, bei der es darum geht, dass wir durch Glauben gerechtfertigt sind, und diese Ergänzung, dass wir jetzt sehen werden, dass wir nur durch den Heiligen Geist so leben können, wie Gott es will, hat natürlich auch sofortige Anwendbarkeit auf die kontemporäre Kirche.
Wir machen diese Arbeit im Zusammenhang mit dem Kontext nicht aus rein akademischen Gründen. Wir tun diese Arbeit, um den Kontext herauszufinden und um die Anwendbarkeit zu erkennen. Wenn wir hart am Text in seinem Kontext arbeiten, dann wird die Anwendbarkeit deutlich werden.
Unsere Gefahr könnte sein, dass wir uns zu schnell auf die Anwendbarkeit ausrichten. Wenn wir predigen, dann wissen wir: Es muss relevant sein für unsere Zuhörer. Ja, und ich sage: Hey, super, genau richtig. Aber Sie dürfen nicht diktieren, was der Inhalt der Predigt ist. Gott weiß viel besser als ich, was Sie hören müssen. Also vertraue darauf, was Gott dir in der Schrift gegeben hat, und wende es an.
Hier sehen wir also, dass Paulus alttestamentliche Schriften gebraucht für neutestamentliche Gläubige. Damit haben wir ein weiteres Thema, das wir verstehen müssen. Die Bibelwelt ist 2000 Jahre von unserem 21. Jahrhundert entfernt. Und viele würden sagen, da ist eine riesige Lücke zwischen der Bibel und der heutigen Zeit. Ich will sagen: Dem stimme ich nicht zu.
Aus diesem Grund: Die Bibel ist Gottes Buch über Gott. Hat Gott sich von diesem Zeitpunkt bis zu diesem Zeitpunkt irgendwie verändert? Nein, natürlich nicht. Gott ist jetzt derselbe, wie er damals war. Gott ist derselbe damals, wie er heute ist. Also alles, was wir über Gott im Galaterbrief oder sonstwo lernen, das ist wahr von unserem Gott heute. Es gibt eine felsenfeste Linie von Gott, von dem, wer Gott ist, wenn es um die Anwendung geht.
Aber es gibt Unterschiede, wenn Gott zum Beispiel mit dem Volk Israel im Alten Testament spricht oder mit ihm umgeht. Wohin geht denn die Linie im 21. Jahrhundert? Sie geht zur Gemeinde, zur Kirche. Denn hier in diesem Brief nennt Paulus die Kirche das Israel Gottes, die Kirche des Israelgottes. Also geht es nicht von Israel damals zu dem Nationalstaat Israel heute. Der Grund dafür ist, dass inzwischen Jesus, das Kreuz und die Auferstehung stattgefunden haben.
Und das sagt er hier im letzten Vers von Kapitel 3: Wenn ihr aber Christus angehört, so seid ihr Abrahams Same. Israel ist Abrahams Nachkommenschaft, also Israel ist Abrahams Same. Und wegen des Kreuzes Jesu bekommt die Kirche diese Position.
Aber es gibt keine felsenfeste Linie von Israel zur Kirche und Gemeinde heute. Um den Punkt ein bisschen deutlicher zu erklären: Es gibt Beständigkeit von Gott damals zu Gott heute. Und es gibt auch etwas, das gleich bleibt zwischen Israel und der Kirche, der Gemeinde heute. Das liegt daran, dass Gott mit beiden in Bezug auf seine Barmherzigkeit durch Bündnisse umgeht. Aber es gibt auch Unterschiede zwischen Israel und der Kirche, seinem Leib heute.
Ja, wir haben heute keinen Tempel, wir haben keine Opfer, wir haben keine Priester, sondern wir haben einen Hohenpriester. Wir haben nicht die Gesetze über das Essen, wir haben nicht die Feste, wir haben nicht die Beschneidung. Ja, da gibt es eine Unterbrechung, weil Christus gekommen ist.
Also, wenn wir uns das Alte Testament anschauen, dann schauen wir es durch die Linse des Christus an. Und das ist das, was Paulus hier in diesem Abschnitt tut. Er nimmt Texte des Alten Testaments und bezieht sie auf Christen im Neuen Testament. Und er sagt: Es gibt Beständigkeit, aber es gibt auch Unterbrechung. Und die Bibel ist der Schlüssel dafür, um zu zeigen, was was ist.
Also sollten wir die komplette Schrift als Gottes Offenbarung wahrnehmen. Und von Genesis bis zur Offenbarung gibt es eine über allem stehende Geschichte. Das Alte Testament ist nicht nur das Buch für die Juden, sondern für alle, die von dem Samen Abrahams sind, ja, von dem Samen Abrahams, durch Glauben an Jesus Christus.
Also, wenn wir Glauben an Jesus Christus haben, brauchen wir das Alte Testament. Römer 15,4: Die Dinge, die vor der Zeit geschrieben wurden, also das Alte Testament, sie wurden geschrieben für unsere Lehre, für unser Verstehen, für unsere Belehrung, damit wir durch das Ausharren und den Trost der Schriften Hoffnung fassen.
Also, wenn du ein ausharrender, getrösteter, von Hoffnung bestimmter Christ sein willst, dann brauchst du das Alte Testament.

Die alttestamentliche Linie im Galaterbrief

Und als ich in der Bibelschule war, hat uns unser Direktor damals einen ganz wichtigen Hinweis gegeben: „page in your Bible which is not inspired by God.“ Und er hat gesagt, es gibt nur eine Seite in der Bibel, die nicht von Gott inspiriert ist. Und das ist die Seite, die die Übersetzer zwischen das Alte und das Neue Testament gesetzt haben. Also, die solltet ihr herausreißen!
Und wenn ihr euch die Bibeln auf den Bänken in dieser Bibelschule angeschaut habt, dann seht ihr, dass diese Studenten sehr gehorsam waren. Viele dieser Bibeln haben diese mittlere Seite herausgerissen. Und er hat einen sehr, sehr guten Punkt gemacht. Es ist eine Offenbarung. But this controlling principle of the person and work of Christ means that we have to read the Bible back. Es bedeutet, dass wir die Bibel rückwärts lesen müssen, besonders im Alten Testament.
Und Martin Luther ist ein sehr bekannter Name. Was hat Martin Luther darüber gesagt? Er hat gesagt, wir müssen die Bibel vorwärts lesen, aber wir können sie eigentlich nur rückwärts verstehen. Prinzip. Das ist ein Reformationsprinzip. Ein sehr gutes Prinzip, ein Reformationsprinzip. Die Schrift legt die Schrift aus. Und die jüngere Schrift, die jüngeren Schriften, helfen uns, die älteren Schriften zu verstehen.
Also, lassen Sie uns das im Gedanken behalten, während wir uns jetzt den Galaterbrief ansehen. Und in diesem Abschnitt von Vers 10 bis 14 benutzt Paulus vier alttestamentliche Zitate. Vier Zitate aus dem Alten Testament sind Teil seines Arguments. Und er hat überhaupt kein Problem damit, das zu neutestamentlichen Gläubigen zu sagen, weil die Bibel ein Buch ist, ein Gott, eine Offenbarung.
Also fängt er in Vers 10 an, aus dem 5. Buch Mose 27,26 zu zitieren, und er sagt zu ihnen: Wenn du zurückgehen willst zum Gesetz, dann musst du verstehen, dass alles, was im Buch des Gesetzes geschrieben worden ist, eingehalten werden muss. Verflucht ist jeder, der nicht in allem bleibt. Das bedeutet, wir können durch Werke nicht gerechtfertigt werden, weil wir einfach ständige Versager sind.
Und dann zitiert er aus Habakuk 2,4: Der Gerechte wird aus Glauben leben. Also unterstreicht er wieder, dass das Konzept der Rechtfertigung Glaube ist und nicht Werke. Ja, und es waren diese Lehrer, die hereingekommen sind und gesagt haben: na ja, beides, beides. Aber Vers 12 sagt, dass das Gesetz nicht auf Glauben basiert. Es basiert darauf, dass du tust, was da steht.
Also reden sie davon, dass das Gesetz und Glauben nicht vereinbar sind, weil das Gesetz auf dem basiert, was du tust. Aber das Evangelium basiert auf dem, was Christus getan hat: Glaube an ihn, an seine Person und an sein vollendetes Werk.

Christus als Erfüllung von Verheißung und Erlösung

Also zeigt uns das vierte Zitat, warum es so wichtig war, dass Jesus für uns an diesem Kreuz gestorben ist. Das hier ganz entscheidende Verb ist, dass er uns erlöst hat, dass er uns losgekauft hat. Es geht also darum, dass Christus für uns, oder an unserer Stelle, an dieses Kreuz gegangen ist und an diesem Baum hing.
Und das letzte Zitat, wieder aus dem fünften Buch Mose, macht diese Aussage noch einmal deutlich. Er wendet sich an Menschen, die vom Judentum des Alten Testaments sehr beeindruckt sind. Wenn du diese Verse zusammenfügst, dann wird klar, dass das Alte Testament uns lehrt, dass wir einen Erlöser brauchen, weil wir das Gesetz nicht halten können. Es ist eine absolut geniale Taktik von Paulus, dieses Alte Testament zu nutzen, um das Evangelium des Neuen Testaments zu erklären und zu bekräftigen.
Er bringt das alles in einem ganz wunderschönen Vers zusammen, der eine sehr wichtige Aussage darstellt: Er hat uns errettet, damit der Segen Abrahams zu den Heiden komme, durch Jesus Christus, der unser Erlöser ist. Und was ist dieser Segen? Es ist der Segen, dass unsere Sünden vergeben worden sind und dass wir in einer richtigen Beziehung zu Christus stehen.
Aber seht noch, was er hier am Ende des Verses sagt: sondern dass wir den Geist empfangen würden, der verheißen worden war. Seht hier diese Verbindung zwischen der Rechtfertigung und dem Empfangen des Heiligen Geistes. Und das ist eine Brücke, eine Verbindung zu dem, was später im Brief kommt. Dort wird er später von der Freiheit sprechen, die durch den in uns lebenden Geist kommt.
Das ist also Teil von dem, was Gott Abraham versprochen hat: dass er ein Segen für alle Nationen sein wird. Das wird jetzt durch das Evangelium erfüllt. Uns werden die Sünden vergeben, aber wir empfangen auch den Heiligen Geist. Das Leben Gottes, das in den Seelen von Männern und Frauen wie uns wirkt, ist das Wunder der neuen Geburt. Das ist das Wunder der Wiedergeburt, das ist die Regeneration. Und deshalb kann niemand Christ sein ohne das Leben des Heiligen Geistes in sich.
Er will also diese Lehre benutzen, um einige dieser falschen Lehren an den Pranger zu stellen.

Das Gesetz als Vorbereitung auf Christus

Also nimmt er in den Versen 15 bis 18 etwas, das er ein menschliches Beispiel nennt. Er sagt, eine rechtlich relevante Abmachung zwischen zwei Menschen kann nicht einfach von jemandem gebrochen und aufgehoben werden. Sie hat eine Autorität, die kein Einzelner überwinden kann. Sie hat eine Autorität, die ein Einzelner nicht überstimmen kann.
Es gibt einen Bund oder eine Abmachung, also eine rechtliche Vereinbarung, die Gott mit seinem Volk gemacht hat. Im Alten Testament geht es um den Bund, den Gott mit seinem Volk am Berg Sinai geschlossen hat. Aber bevor dieser Bund am Berg Sinai geschlossen wurde, waren bereits Versprechen an Abraham gegeben worden. Und hier in Vers 16 heißt es nicht nur an Abraham, sondern auch an seinen Samen.
Und jetzt gibt uns Paulus eine Erklärung davon, also eine Auslegung. Er sagt dann, die Hauptausrichtung dieser Aussage ist nicht auf viele Menschen, sondern auf den einen Samen, den einen wichtigen Nachkommen Abrahams. In seiner menschlichen Natur steht Jesus also als Nachfahre Abrahams. Und er ist die Erfüllung der Verheißung, die Gott Abraham gibt, bevor er das Gesetz gibt, vierhundertdreißig Jahre davor. Dieses Versprechen kann nicht zerstört werden von dem, was später kommt.
Und deshalb heißt es in Vers 18: Gott gab dieses Versprechen aus Gnade an Abraham. Und alles, was wir in Christus und im Evangelium haben, ist das Ergebnis dieser freien Verheißungen. Alles, was wir in Christus und im Evangelium haben, ist das Ergebnis von Verheißung.
Well then, why the law? Okay, dann warum also das Gesetz? Darum geht es dann in Vers 19. Man merkt, wie Paulus diese Fragen vorwegnimmt. Seht ihr, wie Paulus diese Fragen stellt oder wie er diese Fragen liest? Gute Lehre wird das auch tun. Du willst sozusagen ein Gespräch stattfinden lassen zwischen dir und deinen Zuhörern.
Also sagst du zum Beispiel oft etwas wie: Wahrscheinlich denkt ihr jetzt Folgendes. Lasst mich euch erklären, wie die Antwort auf diese Frage ist. Und Leute kommen nach der Predigt zu dir und sagen: Woher wusstest du, dass ich so gedacht habe? Weil ich es auch so gedacht habe. Ich habe so gedacht.
Je mehr du dich in die Passage hineindenkst, um die Fragen zu beantworten, desto mehr wirst du die Fragen beantworten können, die die Versammlung oder die Gemeinde stellt. Und es gibt nichts Schlimmeres, als Fragen zu beantworten, die niemand gestellt hat. Du willst mit dem Abschnitt arbeiten und ihn in das Denken der Zuhörerschaft einarbeiten.

Die Funktion des Gesetzes und die Rolle des Lehrmeisters

Also, Vers 19 ist eine Frage, Vers 21 ist eine Frage. Er bezieht dich ein in seine Argumentation. Was ist es also, wozu nun das Gesetz? Ja, damit es uns zeigt, wie sündig wir sind und wie sehr wir diese Erlösung brauchen, diese Errettung, die Gott bringt.
Und das erklärt uns, warum wir den Samen brauchten, der kommen musste. Also wurde das Gesetz in die Tat umgesetzt, oder in die Realität umgesetzt, durch die Engel. Aber das, was wir durch das Gesetz sehen, oder das, was wir da erkennen, ist, wie sehr wir den Erlöser brauchen.
Und Vers 20 ist wahrscheinlich der schwierigste Vers in diesem ganzen Brief. Also, wenn dein Nachbar eingeschlafen ist, weck ihn mal auf und sag ihm: Das ist jetzt ein wichtiger Vers. Also, was sagt er? Dass das Gesetz gegeben wurde durch einen Mittler. Ja, irgendwie waren Engel da involviert, und auf alle Fälle war Mose Teil davon. Aber das Versprechen, die Verheißung, die Gott dem Abraham gegeben hatte, da war kein Mittler dazwischen.
Ein Mittler beschreibt einen Prozess, in dem es eine rechtliche Vereinbarung zwischen zwei Parteien gibt, und beide verpflichten sich dazu, zu dem, was sie versprochen haben, zu stehen. Aber das Versprechen, die Verheißung, die es von Gott an Abraham gibt, ist einseitig. Der Gott, der einer ist, brauchte keinen Mittler. Denn es ist kein Bund, bei dem der Empfänger irgendwelche Verpflichtungen eingeht. Es ist ein freies Versprechen, in dem der Geber dieses Versprechens sich selbst gibt.
Gott allein hat die Verantwortung dafür, dass diese Verheißung eingehalten wird, und er hat das getan durch Christus am Kreuz. Er sagt nicht: Wenn du das für mich machst, mache ich Folgendes für dich. Sondern er sagt: Ich werde dir das freigeben, vollkommen und umsonst, ohne dass du irgendetwas hinzufügen kannst, musst oder sollst.
Bedeutet es, dass es jetzt einen Konflikt zwischen der Verheißung und dem Gesetz gibt? Natürlich nicht, denn Gott hat ja beides gegeben. Und die Linie von Gott damals zu Gott heute ist eine felsenfeste Linie. Also kann es nicht sein, dass das eine im Konflikt mit dem anderen steht. Aber Gott hat sie für unterschiedliche Aufgaben gegeben.
Das Gesetz steht nicht dem Evangelium entgegen. Es ist die Vorbereitung für das Evangelium. Es zeigt uns, dass die gesamte Menschheit versklavt ist unter die Sünde. Und egal, wie krass wir versuchen, das Gesetz kann uns kein Leben geben, weil unsere sündige Natur bedeutet, dass wir es nie erfüllen können. Unsere Natur bedeutet, wir werden es nie schaffen, das zu erfüllen.
Also sagt die Schrift, dass die ganze Welt gefangen ist unter die Sünde. Und sie sagt das, damit wir dann die Verheißung des Evangeliums annehmen durch Glauben. Am Ende von Vers 22 zu lesen: Die Verheißung wurde auf Grund des Glaubens an Jesus Christus denen gegeben, die glauben.
Also hat Paulus jetzt erklärt, warum das Gesetz überhaupt da ist. Aber es ist nicht die Lösung für das Problem. Es stellt die Natur des Problems dar, damit wir zu Christus laufen, der die Lösung ist, da er ja auch die Erfüllung der Verheißung ist, die an Abraham ausgesprochen wurde.

Reife, Freiheit und neue Identität in Christus

Wir müssen den letzten Abschnitt hier als eine Einheit nehmen, also Verse 23 bis 29. Aber ich will, dass ihr seht: Dieses „Wir“ in Vers 23 und das „Ihr“ in Vers 26, oder auch „du“, sind wichtig.
Wenn er von dem „Wir“ spricht, dann spricht er von den Juden jüdischer Abstammung. Und in Vers 26, wenn er „ihr“ sagt, dann meint er die gläubigen Menschen jüdischer und heidnischer Abstammung. Bis Vers 25 geht es um den Status der jüdischen Nachfahren Abrahams, bis Christus kam. In Vers 23 spricht er von dem Glauben, der kam. Und jetzt in Vers 25, da nun der Glaube gekommen ist, spricht er hier vom Glauben an Jesus, vom Glauben an die Verheißung, an die Erfüllung der Verheißung in Christus. Das hat er in Vers 22 deutlich gemacht.
Also: Bevor Jesus gekommen ist und wir unseren Glauben in ihn hineingesetzt haben, waren wir Juden Gefangene des Gesetzes. Wir waren eingeschlossen. Es war eine Gefangenschaft, die wir wahrgenommen haben. Nein, er sagt hier nicht, dass der alte Bund irgendwie schlecht ist. Er sagt uns, dass dieser Bund eine begrenzte Bedeutung hatte. In Vers 24 sagt er uns, dass er eine begrenzte Bedeutung hatte. Er sagt uns, dass dieser Bund eine begrenzte Bedeutung hatte.
Paidagogos ist ein Lehrer, ein Leiter, ein Mentor, jemand, der dich auch beschützt. Und er sagt, die Aufgabe des Gesetzes war es, uns zu führen, uns ständig zu sagen, wie sehr wir die Verheißung eigentlich brauchen. Ein Lehrer.
Könnt ihr euch vorstellen, wie schwierig das gewesen sein muss, ein Gläubiger aus dem Alten Testament zu sein? Dreimal im Jahr bist du nach Jerusalem gegangen, für die Feste, Opfer nach Opfer nach Opfer. Im Hebräerbrief wird dieser Punkt ganz stark gemacht. Das war eine unglaubliche Belastung für sie. Natürlich waren sie dankbar dafür, weil sie wussten, dass sie dadurch vor Gott annehmbar waren. Ihre Sünde war bedeckt. Aber es hat nicht mit der Wurzel des Problems gearbeitet, mit der Sünde in unserem Leben, unserer Sündhaftigkeit.
Es ist so, wie kleine Kinder gezwungen werden, gewisse Abläufe immer wieder zu wiederholen. Aber zu diesem Zeitpunkt waren sie nicht in der Lage, unabhängige Beurteilung stattfinden zu lassen. Es hatte einen ganz wichtigen Teil, aber es war nicht das Ende der Geschichte.
Erwachsene, die selbstdiszipliniert sind. Du disziplinierst deine Kinder, damit sie aufwachsen und Erwachsene werden, die Selbstdisziplin haben. Und du gehst durch Prozesse mit Kleinkindern. Und da müssen sie lernen, wer das Sagen hat.
Mein Schwiegersohn hatte da einen Prozess mit seinem kleinen Jungen. Sie waren im Laden, und der kleine Sohn hat Schokolade aus dem Regal genommen. Mein Schwiegersohn und sein Papa sagten ihm: Nein, wir werden die nicht haben, leg sie zurück. Eine Stunde später hat er sie zurückgelegt? Also setzte sich mein Schwiegersohn in diesem Flur, also in diesem Gang im Supermarkt, hin, und er sagte: Olli, ich warte darauf, dass du das zurücklegst. Eine Stunde lang. Und alle schauen ihn an, und alle gehen herum und sagen: Was ist denn hier los? Ich übe Disziplin mit meinem Sohn.
Jetzt ist der Sohn um die acht. Ja, und er ist relativ gut diszipliniert. Ja, er hat Selbstbeherrschung. Es war eine riesige Lektion. Es war eine riesige Lektion. Es war so ein malischer Stand-off, egal. Aber das Gesetz hat so einen Effekt. Es zeigt uns, dass wir unsere Einstellung oder unser Verhalten ändern müssen. Aber es hat nicht die Kraft, die wir brauchen, um das zu tun. Deshalb warten wir sehnsüchtig auf die Kraft, die kommt, damit wir das tun können. Und das ist das, was Paulus sagt: Das ist die Erfahrung derer aus dem Alten Testament.
Und in Vers 25: Wo der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dieser Gefangenschaft oder unter dieser Begrenzung des Gesetzes. Die Idee ist, dass sich durch den Glauben an Christus alles verändert. Dieser Beschützer oder dieser Mentor ist überflüssig.
Also das Denken der Galater über dieses Buch, warum willst du zurückgehen zu diesen Mentoren? Wenn du jetzt aufgewachsen bist und ein Erwachsener mit Selbstdisziplin bist, dann brauchst du deinen Vater nicht mehr, der sich im Gang im Supermarkt hinsetzt und eine Stunde lang wartet, bis du endlich tust, was du tun sollst. Olli wird nicht zu seinem Vater gehen und sagen: Kannst du dich an diese Zeit im Supermarkt erinnern? Let’s go back and do it again, shall we? Nein, er hat die Lektion gelernt. Und das ist der Punkt, den Paulus hier macht: Warum zurück zum Gesetz gehen? Du hast jetzt Freiheit in Christus.
Und in den Versen 26 bis 29 will er das anwenden. Und wenn er da jetzt von dem „ihr“ spricht, spricht er von den gläubigen Menschen jüdischer und heidnischer Abstammung. Und er nennt sie alle Söhne Gottes. Wir wissen, dass es hier nicht nur um männliche Menschen geht, denn wir sehen ja gerade in Vers 28, dass es überhaupt nicht um den Unterschied zwischen Mann und Frau geht.
Also wenn wir das hier lesen, „Söhne Gottes“, dann sollten wir alle verstehen: Hier geht es darum, an der Familie Gottes teilzuhaben, ob wir Männer oder Frauen sind. Und das ist nur durch den Glauben an Jesus Christus.
Wo wird in der Bibel zum ersten Mal jemand Sohn Gottes genannt? Singular oder Plural? Like the sons of God or the son of God? The son, sorry, singular, very important, singular. Where is someone first called God's son in the Bible? Wo wird das zuerst? Israel. Yes, good. In which book? Hosea. Hosea. Before then, but you are right about Israel. Israel wird in 2. Mose 4,22: Israel ist mein Sohn, mein Erstgeborener.
Also ursprünglich wurde Israel der Sohn Gottes genannt, weil sie die Söhne Abrahams sind, und die Voraussetzung ist Abraham. Das Versprechen wurde dem Abraham gegeben. Jetzt sind die Söhne Abrahams nicht die aus genetischer Abstammung oder genetisch von Abraham Abstammenden. Jetzt wirst du ein Sohn Gottes durch den Glauben an Jesus Christus.
Er sagt hier in Vers 27: Ihr alle. Seht ihr, dass alle involviert sind? Ihr alle seid Söhne Gottes, ihr seid alle getauft. Und dann der nächste Vers: Und ihr seid alle einer in Christus Jesus.
Seht ihr, wie er die falschen Lehrer untergräbt? Sie sagen, es gibt so zwei verschiedene Ebenen von Christen: die Superchristen und die Durchschnittschristen. Und die Superchristen, das sind natürlich die mit jüdischer Abstammung. Du kannst teilhaben, wenn du das Gesetz annimmst und die Beschneidung. Und er zerreißt das. Er sagt: alle, alle, alle. Es gibt keine Erst- oder Zweitklasschristen. Wir sind alle einer in Christus Jesus.
Ja, es gibt Christen, die reifer sind als andere Christen, aber sie sind nicht mehr geliebt oder mehr akzeptabel für Gott als jemand anders. Es verliert dieses Denken, dass es Erst- und Zweitklasschristen gibt. Wir sind alle einer in Christus Jesus.
Also alle, die in Christus getauft sind, haben Christus angezogen. Das ist unsere neue Identität. Und die Taufe ist das äußere Zeichen, so wie die Beschneidung im Alten Testament das äußere Zeichen war. Und jetzt ist das Zeichen nicht die Beschneidung, sondern die Taufe. Aber die Taufe ist nur das Zeichen.
Im Alten Testament musste der beschnittene Jude ein beschnittenes Herz haben. Der äußerliche Zustand war nur ein Bild von dem innerlichen Zustand, der da sein sollte. Und die Taufe ist nur ein äußerer Beweis einer inneren Realität, ein äußeres Zeichen von einer Realität, die innen drin besteht.
Also, was auch immer für eine Art von Taufe du praktizierst: Alles, was die Taufe wirklich tun kann, ist dich nass zu machen. Es kommt nicht darauf an, ob die Tradition deiner Gemeinde ein bisschen nass oder richtig nass ist. Aber es bringt kein geistliches Leben, es bringt dir kein geistliches Leben. Es ist ein äußerliches Zeichen einer inneren geistlichen Gnade. Und es ist diese innere Gnade, die uns als Brüder und Schwestern verbindet.
Also all diese Spaltungen dieser damaligen Zeit trennen uns nicht. Und all diese Spaltungen der modernen Zeit, die uns als Gläubige trennen, trennen uns nicht. Es bedeutet nicht, dass du aufhörst, ein Grieche zu sein oder aufhörst, ein Sklave zu sein. Es bedeutet auch nicht, dass du aufhörst, Mann oder Frau zu sein. Aber es bedeutet, dass diese Unterschiede keinen Einfluss mehr haben in Bezug auf unsere Beziehung miteinander.
Also können wir zusammen essen. Wir sind Teile dieser einen Familie. Das Leben Gottes ist in uns hineingepflanzt, das ist das, was uns verbindet. Ihr seid alle einer in Christus Jesus.
Das bedeutet aber nicht, dass wir alle irgendwie wie Kartoffeln sind, die irgendwie zusammengeworfen wurden und dann sind wir eine große Matsche. Wir hatten einen Missionar, der aus Amerika kam und zu uns nach England kam, und seine Botschaft war: Die Kirche ist wie ein Haufen von Kartoffelpüree. Die Gemeinde oder die Kirche ist wie ein Haufen von Kartoffelpüree. Du verlierst deine Identität komplett, als einzelne Person bist du vollkommen unwichtig. Und das ist nicht biblisch.
Du bist immer noch eine einzelne, individuelle Kartoffel. Gott hat dich in seinem Ebenbild geschaffen, als einzigartige Person. Aber du hast eine Beziehung zu den ganzen anderen Kartoffeln, die in Christus Jesus verbunden sind. Wir gehören zueinander, weil wir ihm angehören.
Und wenn wir Christus angehören, dann sind wir, letzter Vers, der Same Abrahams. Wir sind die Nachfahren, die er versprochen hat. Und wenn wir seine Nachfahren sind, dann sind wir auch die Erben. Das heißt, alles, was Gott Abraham versprochen hat, das kommt auch zu uns als Gottes Volk. Und es sind alle von uns, und deshalb gibt es keine Zweitklassenbürger.
Also denkt mal daran in Bezug auf die Galater. Ist es nicht genial, wie Paulus damit fortfährt, diese falsche Lehre zu untergraben? Die ganze Zeit sieht er das, und die ganze Zeit offenbart er dieses Hohlsein. Also will er zuerst aufstellen und deutlich machen: Es gibt keinen anderen Weg, um gerechtfertigt zu werden. Und jetzt führt er damit fort, um zu sagen: Es gibt auch gar keinen anderen Weg, das christliche Leben zu leben, nicht durch das Gesetz, sondern durch Gnade.
Und diese Gabe des Geistes, worum Vers 14 spricht, das wird die motivierende, energiegebende Kraft, durch die wir dann in dieser Freiheit leben können, die Christus uns gegeben hat. Und das schauen wir uns dann als Nächstes an.

Rückfragen, Einwände und praktische Hinweise zur Vorbereitung

Lass uns hier Pausen machen für ein paar Fragen. Kaffee ist am Horizont, Sie machen das sehr gut. Kaffee gibt es auch irgendwo da drüben nach den Fragen. Machen Sie also kurz.
Ich möchte fragen, aus dispensationaler Sicht: Wenn ich jetzt diesen Text lese, ist das gesetzlich auch verhoben. Es nimmt die Juden zu Christus, und so wird sie nullifiziert. Danke. Das ist Pauls erster Brief. Und wenn wir diesen Brief hier auslegen, müssen wir natürlich auch den Römerbrief beachten, wo er noch viel mehr mit diesem Thema umgeht.
Kurz gesagt, ich glaube, er sagt Folgendes: Das Gesetz ist heilig, gerecht und gut, Römer. Der Grund dafür ist, dass es ein Ausdruck des Charakters Gottes ist. Also das Gesetz stellt den Charakter, die Wesenszüge und die Identität Gottes dar. Das Gesetz ist also der Weg, in dem Gott will, wie sein Volk lebt.
Aber wegen unserer sündigen Natur ist das Gesetz nicht in der Lage, uns die Kraft zu geben, gemäß seiner Lehre zu leben. Deswegen ist das Gesetz niemals die Leiter, auf der wir nach oben zu Gott klettern können. Wir brauchen Christus, der diese Leiter herunterkommt, um uns zu retten. Und das ist die Einzigartigkeit des christlichen Glaubens. Keine andere Religion in der Welt hat einen rettenden Gott, der in die Welt kommt, um seine Menschen zu retten. Keine andere Religion hat den errettenden Gott, der in die Welt hineinkommt.
Jede andere Religion in der Welt wird dir das Konzept von Leitern geben, auf der du dich hocharbeiten musst, um bei Gott anzukommen. Aber das Gesetz bleibt als die Darstellung des Charakters Gottes. Deshalb kann Jesus das Gesetz erfüllen, weil er die perfekte Darstellung Gottes in menschlicher Form ist.
Die zeremoniellen Aspekte des Gesetzes sind in Christus erfüllt. Die zeremoniellen Abläufe oder die rituellen Verlangen des Gesetzes sind in Christus erfüllt. Aber die moralischen Requisiten des Gesetzes bleiben als die Darstellung des Charakters Gottes in Christus. Voraussetzungen oder Verlangen des Gesetzes bleiben für uns, die wir in Christus sind. Und deshalb sagt Jesus: Wenn du mich liebst, dann hältst du meine Gebote. Und in der Bergpredigt zeigt er uns, was das bedeutet.
Nicht nur die externe Übereinstimmung mit dem Gesetz, sondern die Veränderung des Herzens. Und ich glaube, das ist die Bedeutung des Gesetzes für den Christen. Es stellt den Charakter Gottes dar. Es wird immer wieder im Neuen Testament in neutestamentlichen Sätzen oder Beschreibungen beschrieben. Es ist nie das, was es braucht. Es ist nie das, was uns das gibt, um gerecht vor Gott zu werden, sondern es ist die Frucht, das Abbild Jesu Christi zu werden, da wir gerecht gemacht werden oder richtig gerecht gemacht werden vor Gott, mit Gott.
Also kannst du kurz die Beziehung zwischen dem äußeren Zeichen der Beschneidung und dem äußeren Zeichen der Taufe erklären?
Also ich glaube, dass das Neue Testament erklärt, dass die Taufe das Äquivalent zur Beschneidung des Alten Testaments ist. Ein Ereignis, das geschieht, und deshalb ist es eine konkrete Erfahrung, die ein Zeichen einer inneren geistlichen Realität ist. Und deshalb glaube ich, es ist eine äußerliche, praktische, körperliche Darstellung von dem, was im Geistlichen in einem drin passiert ist.
Also, in beiden Fällen muss das Leben das Zeichen bestätigen. Das Zeichen gibt nicht das Leben, es ist der Geist, der das Leben gibt. Ein Mittel, um zu wissen, dass diese Beziehung im Gange ist. Aber Gott hat dieses Zeichen gegeben, um zu zeigen, dass diese Veränderung oder dieses Wirken passiert.
Zurück zu diesem Bild, das wir am Anfang hatten: I can't do that and Jesus himself said we're allowed to do that but from the Old Testament itself do we have a legitimate like is it a legitimate thing that the Old Testament allowed us to do that like within the Old Testament itself? A legitimate thing in the sense of a legitimate I can't think of the word alphabet a proper interpretation do you mean? The New Testament shows us how to do this. I'm just thinking if we just remain with the Old Testament.
Aha, aha, ja. Nein, ich denke, wenn wir beim Alten Testament bleiben, geht es um dieses Bild und den Ablauf dieser Interpretation oder die Art der Auslegung. Erlaubt uns das Alte Testament, das auch so zu tun? Also, wenn wir im Alten Testament bleiben, dann enden wir damit, dass wir jüdische Rabbiner werden. Ja, und da gibt es eine Menge Zeichen, die nach vorne zeigen aus dem Alten Testament, aber das erkennt man wirklich am besten eben aus dem Neuen.
Aber es gibt einige Indikationen. 1. Petrus 1 sagt, dass die Propheten auf Zehenspitzen standen. Er spricht davon, dass die Propheten nach vorne geschaut haben. Sie haben in Erwartung nach vorne geschaut, um zu sehen, was die Arbeit des Heiligen Geistes in der Zukunft sein wird. Und es wurde ihnen gezeigt, dass sie diese Offenbarung empfangen für euch in der Zukunft, die ihr in der Zukunft von diesem Propheten lebt.
Sogar dann im Alten Testament gibt es eben diese Zukunft, die da erfüllt wird. Aber wir können das nur mit Klarheit lesen, wenn wir nach hinten schauen.
Ich hatte auch ein paar Fragen in der Kiste, und ich möchte ein oder zwei aus der Kiste nehmen. Ich habe auch ein paar Fragen in der Kiste, und ich möchte die eine oder andere nehmen. Ist England World Championships 2018? Ich glaube, wir Deutschen können das beantworten, danke. Sehr danke für diese hilfreiche Antwort hier auf Galater. Der hat hier natürlich drunter geschrieben. Wie gesagt, natürlich. Nächste Frage.

Der Einstieg in die Predigt und der Umgang mit Kommentaren

Wie gestaltest du typischerweise die ersten fünf Minuten deiner Predigt? Die ersten fünf Minuten deiner Predigt sind sehr, sehr wichtig. Wir sprechen heute Abend noch ein bisschen mehr darüber. Aber in den ersten fünf Minuten geht es darum, euch das Tagesmenü zu zeigen.
Du gehst in ein Restaurant, und wenn es ein gutes Restaurant ist, dann werden sie sagen: Guten Tag, und dir ein Menü geben. Hoffentlich wird es Ihnen bei uns gefallen. Und wir empfehlen heute besonders Folgendes. Und es ist sehr, sehr schwierig, das Restaurant wieder zu verlassen, nachdem sie so etwas getan haben, weil du ein bisschen dableiben willst und zumindest das genießen willst, was sie dir vorgestellt haben.
Also: In den ersten fünf Minuten zeige ihnen das Menü. Das ist das, was du bekommen wirst, wenn du für diese Predigt bleibst.
Und in diesen ersten fünf Minuten werde ich ein zeitgemäßes Bild für das Thema geben. Wenn ich meine ganze Vorbereitung gemacht habe und weiß, was mein Conclusio sein wird, dann nehme ich mein Conclusio und mache es am Anfang zu einer Illustration, sodass die Bewegung der Predigt eine kreisförmige Bewegung wird.
Und ich glaube, wenn du das tust, dann verbindest du Menschen mit dem, was du sagen wirst. Und wenn du zum Ende kommst, dann werden sie sagen: Ah, stimmt, das war die Antwort auf die Frage vom Anfang. Da haben wir angefangen, und jetzt verstehen wir, warum wir dort angefangen haben.
Und ich glaube, dass diese ersten fünf Minuten ganz, ganz wichtig sind. Es gibt keinen Grund, warum Menschen zuhören sollten, außer du nimmst sie mit hinein.
Also, wenn wir dann die Auslegung machen, zum Beispiel: Angenommen, letzten Sonntag habe ich bei Kapitel 3, Vers 29 aufgehört. Ich möchte diesen Sonntag nicht so beginnen:
Also, meine Freunde, wir lernen durch das Buch in Galater. Letzte Woche haben wir bei Kapitel 3, Vers 29 aufgehört, und heute Morgen werden wir mit Kapitel 4, Vers 1 weitermachen.
Ich glaube nicht, dass das die Leute so sehr zum Zuhören bringt. Ich glaube, ich brauche mehr.
Ja, ich werde Ihnen den Text darstellen, aber zuerst muss ich Ihnen sagen, dass es wichtig ist, oder dass es sich lohnt zuzuhören.
Eine weitere Frage noch mehr. Die anderen Fragen nehmen wir irgendwann anders. Wann beginnst du dein Studium eines Briefes oder einer Predigt oder einer Predigtvorbereitung? Wann liest du Kommentare im Studium oder in der Predigtvorbereitung? An welchem Zeitpunkt denkst du daran, Kommentare zu befragen?
Thank you for that question. Eher spät, am Ende, später als früh. Wenn ich meine Liste von Schwierigkeiten und Überraschungen mache, dann kann es sein, dass nach all meinem Studieren ich immer noch Schwierigkeiten habe. Ich habe es nicht geschafft, diese Fragen zu beantworten. Und dann werde ich zu den Kommentatoren gehen, um mir einfach Hilfe zu holen.
Und manchmal stelle ich fest, dass der Kommentator dasselbe Problem hat. Und er hat das Problem einfach ignoriert. Aber ein guter Kommentator wird dir auch das aufzeigen, was schwierig ist.
Und das, was ich dir aber empfehlen würde, ist: Tu so viel wie du kannst, die Arbeit allein. Bete, dass der Heilige Geist dein Verständnis erleuchtet. Das ist der andere Zusatz der Vorbereitung: bete, bete und bete. Und lauf nicht zu schnell zu dem Kommentar, sondern bete, dass Gott dir Verständnis gibt über diesen Text.