Serie•Teil 4 / 9Regionalkonferenz West 2016
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Ein persönlicher Einstieg in das Thema
So, ich habe mir mit euch etwas für heute vorgenommen. Ich gehe davon aus, dass ihr ein bisschen arbeiten wollt und nicht nur hier rumsitzen. Das heißt, wir werden nicht diskutieren, und ihr müsst keine Hausaufgaben machen. Aber ich lade euch ein, euch zunächst eine persönliche Frage zu beantworten, damit wir dann anhand dieses praktischen Beispiels etwas durchgehen können, und zwar anhand von Jakobus.
Es geht um Dranbleiben, auch wenn es hart wird. Nachfolge bedeutet manchmal, dass es richtig knackt im Gebälk. Es ist ja nicht immer einfach. Ich habe gehört, Piet hat gestern Abend schon den Ansatz dazu gegeben. Ich konnte nicht dabei sein. Wir wollen miteinander nachdenken und schauen, wie Gottes Logik bei dem Ganzen aussieht. Und die praktische Seite kommt jetzt, sie fängt bei dir an.
Meine Bitte an dich ist: Such dir ein, vielleicht auch zwei Dinge heraus, bei denen du sagst, dass du im Moment geistlich richtig herausgefordert bist. Bitte nicht laut sagen, einfach nur für euch denken. Ja, hier steht mein Ehepartner auf, sitzt da gleich. Dann wissen wir gleich, können wir für euch beten, aber so war das jetzt nicht gemeint. Such dir also eine Sache heraus, und ich bitte dich, dass du sie entweder gleich mitnimmst, während wir durch Jakobus gehen, oder dass du sie mit nach Hause nimmst und dann praktisch umsetzt.
Okay, einen kleinen Moment. Ich bin still, du denkst nach, und dann legen wir los. Hast du etwas? Ja? Okay, so weit für den Moment. Und jetzt gehen wir los und schauen uns an, was Jesus so über Jakobus sagt, welche Gedanken Gottes dahinterstecken, und das wollen wir heute Morgen hervorheben. Jesus wollen wir heute Morgen hervorheben.
Der Rahmen: Frieden mitten im Druck
Stellt euch vor, es ist Donnerstagabend, der bekannteste Donnerstag der Weltgeschichte. Du weißt, wo du bist? Jesus sagt an diesem Abend eine ganze Menge Sätze, und Johannes schreibt in den Kapiteln 13 bis 17 eine ganze Menge dieser Sätze für uns auf.
Einer dieser Sätze hieß so: Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. Nach ein paar Stunden vor dem Kreuz. Die Römer waren schon am Sammeln. Welche Kohorte läuft los nach Gethsemane, so ungefähr.
Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr ... An dem Punkt ist es gut, wenn man kein Lutheraner ist. Luther schreibt hier Angst. Das Wort, das dahintersteckt, ist eigentlich Bedrängnis. Man kommt in die Enge. Es geht nicht um das persönliche Empfinden dabei, sondern einfach um die Bedrängnis, die von außen kommt. In der Welt habt ihr Bedrängnis.
Aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden, sagt er und stirbt. Stark, oder? Ich bin Sieger! Und das war es.
Wir wissen den Zusammenhang. Ich gehe da jetzt nicht darauf ein, aber ihr seht, mit welcher Perspektive Jesus das sagt und dass er es im Blick auf das sagt, was er tun wird.
Das heißt, wir reden an diesem Wochenende von Nachfolge. Das ist das große Thema. Und in der Nachfolge gibt es öfter harte Situationen. Man kommt unter Druck. Und so wollen wir uns Jakobus 1 anschauen. Wir fliegen da so ein bisschen über diese 18 Verse hinweg, und ich lasse ein paar aus, die ein Beispiel geben, weil wir gucken wollen, dass wir den Gesamtgedankengang miteinander schaffen.
Jakobus als Pastor für zerstreute Gläubige
Als Erstes: Jakobus, Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus, an die zwölf Stämme, die in der Zerstreuung sind. Seinen Gruß.
Welcher Jakobus ist das? Ich gehe da jetzt nur ganz kurz darauf ein. Wir können sicher sein, dass es der Halbbruder Jesu ist. Es ist besonders spannend, wenn er sagt: Jakobus, Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus. Merkt ihr, wo er sich einsortiert? Das ist das Schwerste für Geschwister zu sagen, oder? Dass ich Knecht meines Bruders bin. Das ist etwas. Jakobus ist erst nach der Kreuzigung zum Glauben gekommen. Also da steckt viel dahinter, das könnt ihr zu Hause weiter bedenken.
Jakobus schreibt wohl hauptsächlich an Judenchristen, aber er schreibt auch für uns, weil Jesus wollte, dass wir das hören, was da steht, und dass wir das miteinander lesen. Jakobus war Gemeindeleiter und Pastor der Gemeinde in Jerusalem. Und er schreibt an Leute, wenn er überlegt: Jerusalem, die Gemeinde, und auf einmal gab es Verfolgung, und die Leute sind alle unterwegs gewesen, oder? Die mussten fliehen. Jakobus ist nicht einer, der irgendwie von irgendetwas schreibt: Ich habe da gehört, da gibt es in Korea Verfolgung, ich schreibe da mal was zu. Sondern der hat seine Leute gehabt, aus seiner Gemeinde sind Leute geflohen, seien es in Anführungsstrichen.
Und er schreibt dann jetzt nicht einfach: Leute, ich weiß, das ist alles zum Heulen, manch einer hat sein Eigentum verloren, sein Haus, seinen Acker, seine Heimat, ihr seid Flüchtlinge, ihr seid verarmt, näht euch Taschentücher für die Tränen und wartet, bis Jesus wiederkommt. So könnte er auch reden, und vielleicht klingt das manchmal so, wenn wir so zusammensitzen und darüber reden, was wir so machen. Aber das tut er nicht.
Aber mal kurz zu dir: Wie sieht es bei dir persönlich aus? Bist du vielleicht sogar im Moment oder in diesen Tagen oder in diesen Wochen genervt, enttäuscht, allein gelassen, einsam, überarbeitet, übernächtigt? Mobbing ist nicht auszuhalten oder zumindest ist das Klima an der Arbeit nicht so gut. Vielleicht kam gerade eine Diagnose vom Arzt. Wir haben so etwas in der Gemeinde in den letzten Jahren dauernd. Das ist brutal: Krebs hier, Krebs da, Krebs fast gefühlt überall. Leute, die noch relativ jung sind, sterben. Immer wieder solche Nachrichten. Druck von außen, finanzielle Not, man macht die Post am liebsten nicht auf, weil man schon Angst hat, was drin ist. Der eine oder andere weiß, was damit gemeint ist.
All solche Situationen, es gibt mancherlei Anfechtung, sagt Jakobus dann. Und das ist der Start: Haltet es für Freude, für lauter Freude. Also intensive Freude, ganz für Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Anfechtung geratet, wenn ihr in Schwierigkeiten kommt.
Wie passt das? Wie würdest du reagieren, wenn du dich gerade entsprechend fühlst, dass du richtig hineingeraten bist in etwas, und dann kommt einer und sagt: Freu dich! Und zwar richtig! Lauter Freude muss jetzt nicht laut sein, aber lauter Freude. Bist du drin in dem Gedanken? Kennst du diese Spannung, dass du so einen Bibelvers kennst, und dann kommt einer mit Philipper 4,4: Juhu, freut euch im Herrn allezeit, während du gerade völlig im Eimer bist? Das sind diese Zaunfallmomente, könnte man sagen. Und trotzdem stimmt das ja, es fühlt sich nur ganz unpassend an. Da merken wir schon, dass es hier nicht so sehr um Gefühle geht bei Jakobus, sondern um viel mehr.
Freude als begründete Haltung
Haltet es für pure Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Anfechtung geratet, indem ihr erkennt.
Es geht hier also, wenn es um Erkenntnis geht, nicht einfach nur um ein Gefühl, sondern um eine begründete Herzenshaltung. Es sind Schwierigkeiten, und Jakobus sagt: Du kannst dich freuen, trotz Schwierigkeiten in der Nachfolge, auch wenn es hart ist.
Warum oder wie geht das? Das ist die Frage. Wie funktioniert das? Indem ihr erkennt, indem ihr versteht, und zwar nicht nur technisch. Sondern indem wir etwas verinnerlichen. Ich muss etwas verstehen und wissen, aber nicht nur logisch verstehen, sondern mit meinem Herzen verinnerlichen, als Überzeugung annehmen, damit ich in Schwierigkeiten Freude haben kann.
Das geht, sagt Jakobus. Wie ist das zur Zeit bei dir? Hast du Freude in Bezug auf oder innerhalb dieser Situation, an die du dir vorhin dein Beispiel ausgedacht hast? Überlege mal kurz, damit das praktisch wird. Bist du da gedämpft oder erlebst du Freude trotz dieser Herausforderung und in dieser Herausforderung?
Also nicht nur, wenn ich nicht daran denke, sondern auch während ich daran denke. Nicht unbedingt darüber, aber mitten in der Situation. Klappt das? Stimmt das, was Jakobus sagt, bei dir?
Wie das stimmen kann, das erklärt er uns hier. Also: Wie ordnen wir Schwierigkeiten ein? Dabei will Jakobus uns helfen. Und er ist der Pastor, einer der Ältesten in der Gemeinde. Er redet als Pastor in seinem ganzen Brief und versucht, die Leute abzuholen und versucht, uns mit abzuholen, um zu sagen: Okay, hier ist das Prinzip.
Und er geht nachher durch den ganzen Brief. Er erläutert das und macht das mehr verständlich und nimmt uns mit in die Praxis des Christenlebens, um das, was wir hier lesen, zu Anfang immer mehr zu verdeutlichen.
Wir machen also heute Morgen mehr einen Auftakt als alles andere.
Reifung durch Bewährung und Ausharren
Also indem ihr erkennt, wie sieht das aus, dass die Bewährung eures Glaubens Ausharren bewirkt, das Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt, wenn man so richtig in Schwierigkeiten ist.
Fühlt sich das an wie: „Ich habe keinen Mangel“? Merkt ihr die Spannung? Das ist schon ziemlich steil, was er hier behauptet. Ich versuche das mal so ein bisschen schaubildmäßig aufzubauen.
Was er sagt, ist: Freude. Haltet es für lauter Freude, meine Brüder. Und dann sagt er: wenn ihr in mancherlei Anfechtung geratet, also in eine ganze bunte Menge, in jegliche mögliche Art von Anfechtung. Und wie kratzt das jetzt daran, dass wir Freude haben in so einer Situation?
Und er sagt, der Gedanke ist, dass wir etwas erkennen, indem ihr erkennt. Was erkennt ihr? Und jetzt geht es um eine göttliche Logik, um Gottes-Nachfolge-Logik. Ich habe das genannt, und die müssen wir jetzt erst einmal verstehen, nachvollziehen. Das ist jedenfalls das, wo Jakobus mit uns langläuft in seinem Brief.
Er sagt: indem ihr erkennt, dass die Bewährung eures Glaubens ... Also da ist Anfechtung, und der nächste Schritt soll Bewährung sein. Bewährung ist, dass sich etwas als echt erweist. Du glaubst, und dein Glaube zeigt sich echt, und du wirst in dieser Situation bewährt. Das heißt, du lebst aus, was Jesus möchte von dir. Du reagierst so, wie Jesus es wollte, dass du reagierst in dieser Situation.
Und dieses Bewähren führt dazu, dass wir ausharren. Ausharren ist nicht nur eine passive Geduld. Ich sitze da und warte, bis es vorbei ist, verkrieche mich im Keller, bis der Sturm vorbei ist. Das ist etwas Aktives, das hat etwas mit Standfestigkeit zu tun, mit Feststehen.
Standfestigkeit hat nicht nur mit dem Untergrund zu tun. Manchmal hast du vielleicht das Gefühl, der Boden geht dir unter den Füßen weg. Standfestigkeit hat auch etwas damit zu tun, wie du auf dem Untergrund stehst. Und das Ausharren ist auch, wie ich auf etwas reagiere.
Habt ihr schon mal, oder habt ihr in Erinnerung, wenn in den Nachrichten, im Fernsehen Bilder gezeigt werden, da kommt gerade so ein richtiger schöner Orkan auf, bei uns oben im Norden, und da steht einer auf der Insel mit so einem Wuschelmikrofon, könnt ihr euch erinnern? Wenn da Windstärke 10 ist, steht der so? Nee, der steht irgendwie so und hält sich fest, oder?
Das heißt, wir stellen uns darauf ein, wenn so etwas ist. Ausharren heißt nicht nur, ich verkrieche mich, sondern ich stemme mich dagegen. Ich stemme mich gegen den Wind. Das ist aktiv, mit Jesu Hilfe, dass wir reagieren auf das, was wir erleben.
Wie, da kommt Jakobus später zu, aber Ausharren bedeutet eben, dass ich durch die Bewährung das Ausharren erlebe, dass ich im Grunde genommen hier schon merke, dass ich im Glauben wachse. Dass ich immer stärker werde und immer, wie soll ich sagen, kräftiger, standfester auf diese schwierigen Situationen in meinem Leben reagieren kann.
Und was daraus folgt, ist, dass das Ausharren ein vollkommenes Werk haben soll. Das heißt, hier sehen wir, wie das Wachstum in Gang ist. Ich bewähre mich, ich lerne dazu, das Ganze soll immer mehr so sein, wie Jesus sich das gedacht hat, damit ihr vollkommen und vollendet seid.
Und dieses vollkommen und vollendet heißt jetzt in diesem Zusammenhang hier, oder vom Wort her, nicht unbedingt, dass etwas perfekt ist, aber dass etwas reifer wird.
Gottes Ziel: Reife statt bloßes Durchhalten
Jetzt merken wir schon, wohin Jakobus läuft, oder? Merkt er, worum es ihm geht? Warum kann man sich freuen? Was ist hier gemeint?
Du hast den Text bestimmt schon mal gelesen, oder? Hast du die Nachfolge-Logik intus? Es kommt etwas Schweres, und was denkst du dann? „Oh, ich schon wieder!“ Sag lieber: „Oh Herr Jesus, du hast etwas vor, ich darf wieder wachsen.“ Das ist das, was Herr Korbe sagt, oder?
Wir freuen uns, wenn es hart wird. Nicht, dass es hart wird, aber wenn es schon hart wird, wissen wir, dass Jesus ein Ziel mit dem Ganzen hat. Ich kann jammern, weil ich das Gefühl habe, mir geht es schlecht und ich bin schon wieder derjenige, den es trifft. Oder ich kann sagen: „Jesus, das ist schwer, und das ist zum Heulen, und ich heule auch.“ Aber in dem Ganzen weiß ich, dass du das nicht aus den Augen verloren hast. Ich weiß, dass du bei dem Ganzen einen Plan hast, der dahintersteckt.
Das ist wie der andere Zaunfallvers, der auch gerne genommen wird. „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken.“ Das ist auch ein geliebter Vers. Jemandem geht es dreckig, und dann heißt es: „Alles zu deinem Guten, danke, das brauchte ich jetzt.“ Aber das ist genau Gottes Logik. Wie wir so einen Vers sagen, ist eine andere Geschichte, bitte nicht missverstehen. Aber trotzdem stimmt das, was Gott sagt, auch in so einer Situation, in der wir uns anders fühlen. Ein Gefühl, das wir haben, nimmt nicht die Theologie Jesu auseinander. Vielleicht bei uns innerlich, aber nicht die Realität.
Und das ist der erste Punkt, worum es hier geht: Jesus möchte, dass wir wachsend aus den Situationen herauskommen, in die wir kommen, wenn sie schwierig sind. Und darum hat das direkt mit Nachfolge zu tun. Wir wollen immer mehr werden wie Jesus. Das sollte unser Ziel sein. Und darum geht es hier.
Insofern heißt das dann: „Habt ihr in nichts Mangel.“ Da könnt ihr darüber nachdenken, was das bedeutet. Definitiv nicht, dass die Situation blendend ist, oder? Denn er redet gerade davon, dass es hier schwierige Situationen gibt. Es ist also möglich, dass man mit Christus durch schwierige Situationen lebt, die hardcore sind, und trotzdem grundsätzlich sagt: „Ich habe keinen Mangel.“ Warum?
Merken wir, dass Gottes Logik anstrengend ist? Das ist nicht das, wo wir gefühlsmäßig automatisch landen, oder? Aber darum ist Freude hier auch nicht irgendein Gefühl, sondern das Tiefe, die tiefe innere Überzeugung in meinem Herzen, wer Christus ist, wie er dahintersteckt und wie er das nutzen will in meinem Leben, was ich gerade durchlebe.
Blick noch mal kurz zurück auf dein Beispiel. Lebst du das gerade oder erlebst du das? Hast du das in Gottes Logik eingebettet hier oben? Und du sagst: „Herr Jesus, hier, erstes Feld oben: Anfechtung. Es ist hardcore, und ich weiß nicht, wie es läuft, ich weiß nicht, was passiert.“ Und du denkst: „Ja, tolle Logik, Bewährung. Das war vor fünf Jahren, aber die letzten vier Jahre hat es nicht geklappt. Ich bin raus aus der Logik Gottes.“
Nun, das eine ist, dass wir wissen, dass wir Vergebung haben. Aber das andere ist, dass Jakobus hier auch nicht aufhört. Wir könnten auf mehr Details gucken, was wir jetzt hier nicht machen. Wir wollen an den nächsten Gedanken gehen. Also, das war Gottes Nachfolge-Logik, die in den ersten Versen von Jakobus beschrieben wird. Das Prinzip ist Freude, weil Bewährung in Anfechtung zu Ausharren und Wachstum führt. Und weil ich mir wünsche, dass ich wachse, weil ich mehr werden möchte wie Jesus, weil Gott dadurch mehr verherrlicht wird, darum darf ich mich freuen in der Anfechtung, weil ich Gottes Plan dahinter kenne.
Selbst wenn Menschen mir etwas Böses tun sollten und sie ganz andere Pläne haben: Welcher Plan trumpft, der von deinem Nachbarn oder der von Jesus? Und mit Nachbarn meine ich jetzt nicht Boateng, nur damit das hier nicht irgendwie falsch ausgelegt wird.
Okay, also wollen wir das? Wünschst du dir, zu wachsen? Dann ist das, was Jesus zulässt, sozusagen wie ein Katalysator, wie ein Antrieb, wie ein Anschub dafür, dass wir wachsen. Tut es weh? Kann gut sein. Ist es schwer? Jo. Ist es ein Selbstläufer? Bei mir nicht.
Weisheit als Hilfe für die Umsetzung
Und jetzt ist es kein Wunder, wie Jakobus weitergeht. Weißt du es so? Was kommt jetzt? Ich wünschte, das wäre so, aber ich kriege es nicht hin. Und sofort ist Jakobus, ich sage mal, der Pastor da, und nimmt dich bei dem Gedanken auf, wo du sagst: Okay, tolle Logik, aber wie lebe ich das praktisch?
Und Weisheit in der Bibel ist nicht nur ein Wissen über etwas. Hier nimmt Jakobus einen Gedanken auf, der schon aus dem Alten Testament kommt. Dort zieht sich immer wieder hindurch, dass Weisheit bedeutet, zu verstehen, was Gott will, und auch zu wissen, wie ich das im Leben praktisch umsetzen kann.
Also: Ich habe die Logik Gottes verstanden, ich habe sie gehört, ich sage: Okay, Herr Jesus, es fällt mir nicht leicht, aber ich will es von dir lernen. Und jetzt ist die Frage: Wie kriege ich das hin? Wie ist das umzusetzen?
Jakobus sagt: Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt. Ich brauche Weisheit, ich habe sie nötig. Und weil ich Weisheit nötig habe, habe ich nötig, dass Gott mir Weisheit gibt. Und weil ich das nötig habe, habe ich es nötig, dass ich Gott bitte. Wenn jemand Weisheit mangelt, dann bitte er Gott.
Und jetzt die Frage: Wie ist das mit dem Gott, den wir bitten, der allen willig gibt und keine Vorwürfe macht? Lass dir das mal kurz im Herzen zergehen. Hast du deine Situation im Blick? Du steckst irgendwo, du merkst: Das ist Gottes Logik. Jetzt ist die Frage: Wie kann ich das umsetzen? Kein Schimmer, Weisheitmangel, jups! Was mache ich? Ich bitte Gott. Was sagt Gott? Gebe ich dir gerne. Hat das eine Bedingung? Abwarten, kommt gleich noch was dazu.
Aber das Erste, was wir hier sehen, ist der Gott, den wir bitten. Gott gibt gerne. Er ist nicht hin- und hergerissen. Er fragt sich nicht: Ach, heute habe ich keine Lust. Man muss lauter beten, oder letzte Woche ist auch nicht gebetet worden. Oder schon das fünfte Mal jetzt, diesmal nicht.
Und ich versuche, uns mit hineinzunehmen: Wie denkst du, wie ist das bei dir, wenn dich jemand um Hilfe bittet? Hast du vielleicht manchmal das Gefühl, dass Gott so umgeht, wie wir mit anderen umgehen, wenn jemand das fünfte Mal kommt, schon wieder Hilfe braucht und das immer noch nicht kapiert hat? Da müssen wir aufpassen, dass wir vielleicht unsere Ungeduld mit Menschen nicht auf Gott übertragen.
Gott macht keine Vorwürfe, wenn wir fragen und um Weisheit bitten. Und das ist befreiend. Ich weiß nicht, wie es dir geht. Ich finde das befreiend. Wir brauchen uns nicht zu schämen, wenn du kommst. Und wenn du zwanzig Mal das Gleiche gemacht hast. Wir dürfen uns schämen über die Sünde und sollen um Vergebung bitten. Aber wir brauchen uns nicht zu schämen, wieder zu fragen.
Gott sagt nicht: Du schon wieder. Da sage ich: Ich habe gewartet, ich habe gewartet, dass du kommst. Aber vorwärts machen zusammen. Ich weiß, du kannst das nicht alleine, habe ich Jakobus erzählt, der hat es weiter erzählt. Also bist du da dran? Machst du da mit?
Wir brauchen uns nicht zu rechtfertigen, wenn wir fragen. Gott weiß schon, dass wir es nötig haben und dass wir es allein nicht können. Es gehört einfach dazu, um Hilfe zu bitten. Bei Gott gehört das dazu.
Und das ist jetzt, glaube ich, sehr wichtig, dass wir uns das klar machen. Denn ich weiß nicht, wie weit dich vielleicht der Gedanke beschäftigt, wie Gott ist, und ob du ihn nervst, oder ob du das fünfmal gemacht hast und immer wieder nicht war, wie du zu ihm kommst.
Gottes Grosszügigkeit und das ungeteilte Herz
Stellt euch vor, da sind junge, erwachsene Kinder, die gut wissen, wie man Geld ausgibt. Aber die Wohlhabenden, also die Nochhabenden, sind die Eltern und nicht die Kinder.
Und die kommen, was weiß ich, Studenten, und sie überlegen sich, sie sind in die Klemme gekommen. Es muss gar nicht unweise gewesen sein, aber es ist mal wieder zu viel Monat am Ende des Geldes übrig.
Und dann schleicht sich jemand hin und sagt: Du, Papa, können wir mal reden?
Ja, soll ich raten, was jetzt kommt? Schon wieder nicht hingekommen?
Wie ist Gott? Hast du es manchmal im Hinterkopf, dass er so wäre? Schon wieder?
Stellt euch vor, die Eltern reagieren anders: Freut mich, dass du kommst, nachdem du um Hilfe gefragt hast, weil du alleine nicht klarkommst, sagen deine Eltern. Ich freue mich so, dass du mir vertraust und zu mir kommst, und dass du dich nicht schämst und dass du fragst.
Wie würdet ihr den Unterschied empfinden?
Gott freut sich, wenn wir kommen. Gott wartet, dass wir kommen. Und Gott macht null Vorwurf, wenn wir kommen. Er sagt: Das ist das Allernormalste der geistlichen Weltgeschichte, weil ich das so konzipiert habe. Du kannst gar nicht ohne mich. Du bist so abhängig von mir, du kannst gar nicht ohne mich. Ich warte nur darauf, dass du kommst, und ich gebe dir gerne, und sie wird ihm gegeben werden.
Wir machen jetzt ein bisschen schneller, ich habe zum Glück keine Uhr, also: Jetzt kommt ein Aber.
Er bitte aber im Glauben, ohne irgend zu zweifeln; denn der Zweifel gleicht einer Meereswoge, die vom Wind hin und her bewegt und hin und her getrieben wird. Denn jener Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde.
Hoppla, sie wird ihm gegeben werden, und trotzdem gibt es die, die nicht denken müssen, dass sie etwas von Gott kriegen. Weißt du warum?
Jetzt könnte man denken: Er bitte aber im Glauben, ohne zu zweifeln, so Augen zu machen und ganz fest glauben, dass es da ist, wenn du sie wieder aufmachst. Nicht das, was Gott meint.
Er beschreibt, was er mit dem Zweifeln meint. Das eine ist, was wir wissen, dass wir nicht an Gott zweifeln sollen. Er hat gerade gesagt, wie unser Vater im Himmel ist. Aber da steckt noch mehr dahinter, denn: Denn jener Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde; ist er doch ein wankelmütiger Mann, unbeständig in allen seinen Herzen.
Und hier sind wir mitten bei dem seelsorglichen Herz von Jakobus, der uns erklärt, wie wir ticken, und gleich da noch mal von weiter zieht.
Was er hier deutlich macht, dieser wankelmütige Mann, dieses Wort, ich erkläre das mal kurz auf Griechisch, das vertragen wir, glaube ich, um die Zeit, heißt die Psychoi, wie zweiseelig. Schlachter-Übersetzung sagt: mit geteiltem Herzen.
Was heißt das hier? Und das erklärt Jakobus durch den Brief, Kapitel vier. Die ersten Verse, da kannst du ganz genau sehen, was damit gemeint ist.
Das heißt, deine Liebe ist nicht ungeteilt bei Gott, sondern du willst etwas anderes. Der geteilte Mann, der Mann mit geteiltem oder der Mensch mit geteiltem Herzen, der sagt: Jesus, ich habe dich lieb, aber das habe ich so lieb, das will ich jetzt auch. Und glücklich sein, ohne das geht nicht.
Also bin ich bereit, etwas zu tun und irgendwie etwas für mich zu holen, was ich unbedingt brauche. Und das muss jetzt nicht materiell sein. Ich mache das, damit ich meine Anerkennung kriege oder weil ich mich sonst wie nicht fühlen will. Und ich bin bereit, so sehr dem nachzulaufen, was ich unbedingt für mich will, dass ich bereit bin zu sagen: Gott, jetzt bleib mir einen Moment ruhig, bleib an der Seite, ich komme später wieder und mache mein Ding.
Und was Jakobus sagt: Du hast absolut, absolut die Verheißung, dass Gott dir die Weisheit gibt, wie du in den Schwierigkeiten, in denen du steckst, in deiner Nachfolge mit Jesus, unter dem Druck, wie du klarkommst und wie du lebst. Nicht nur, was richtig ist, sondern wie du das umsetzen kannst, biblische Weisheit, so dass du dich im Endeffekt bewährt hast und mehr Ausharren lernst und immer mehr wie Jesus wirst und immer reifer wirst und immer weniger Mangel hast.
„Ich bin absolut bereit, dir das zu geben“, sagt Jesus. „Was ich will, ist deine ganze Liebe.“ Das ist wie in den Evangelien und wie schon im fünften Buch Mose. Du sollst den Herrn lieben mit deinem Dreiviertel-Herz, mit deinem Dreiviertel-Verstand, mit deiner Dreiviertel-Seele und mit Dreiviertel deiner Kraft. Oder? Das ist eine Gänsefarm ganz, ganz, ganz, ganz.
Wenn wir uns das merken, das ist das, wo Jakobus mit uns hin will und Jesus mit uns hin will. Ich gebe dir alles, was du brauchst, egal was du jetzt für eine Situation im Kopf hast, wie verfahren das aussieht. Jesus hat dir verheißen: Hab mich lieb. Dreh dich nicht um dich selbst, nicht um deine eigenen Dinge, sondern hab mich lieb, und ich gebe dir die Weisheit, wie du damit umgehst.
Habe ich dir versprochen, dass es dann leicht wird? Nein. Aber ich habe dir versprochen, dass ich dir alles gebe, damit du weißt und umsetzen kannst, was ich von dir möchte, so dass du dich bewährst.
Glaubst du das? Ehrlich, glaubst du das? In Bezug auf das, worüber du jetzt diese Minuten nachdenkst: Kriselt es in der Ehe, weißt nicht, was du machst mit deinem Leben, hast gedacht, es war froh, es lief alles anders, hast keine Ahnung, wie es mit den Finanzen klappt, enge Freunde, die sich plötzlich um alle anderen drehen, und du hängst da herum und denkst: Jeder denkt an sich, nur ich denke an mich. Glaubst du das? Glaubst du das, dass Jesus dir die Weisheit dafür gibt? Das ist die Frage.
Nach diesen Sätzen kommt ein Beispiel, was Jakobus bringt, und dann kommt dann unser letzter Punkt. Das Beispiel nehmen wir jetzt nicht, das kriegen wir zeitlich nicht hin. Aber wir schauen noch mal weiter.
Blick auf das Ende und die eigentliche Ursache
Vers 12: Glückselig der Mann, der die Versuchung erduldet. Oder die Anfechtung – da müssen wir gleich noch dazukommen. Im Deutschen haben wir mindestens die beiden Worte „Versuchung“ und „Anfechtung“. Das ist im griechischen Urtext der Bibel dasselbe Wort.
Jetzt kommt die Frage: Was ist genau gemeint? Darauf kommen wir gleich noch einmal kurz zurück. Der die Versuchung erduldet, denn nachdem er bewährt ist, wird er den Siegeskranz des Lebens empfangen, den der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben. Da klingelt es wieder nach Römer 8,28.
Und Jakobus nimmt hier ganz kurz noch einmal diesen Gedanken auf. Eben hat er uns durch die geistliche Logik, die Nachfolgelogik, geführt und zur Reife hingeführt. Das heißt, wir erleben hier, wie Christus uns verändert. Und hier nimmt er noch einmal den anderen Blick: also nicht nur das hier, sondern auch den Blick auf die Zukunft. Das Jetzt vor Augen und die Zukunft im Blick. Und er sagt: Denkt daran, was noch kommt.
In diesem ganzen teilweise Chaos, das wir erleben, oder in den Herausforderungen und Schwierigkeiten, die wir haben, sagt er: Denk an das, was kommt. Denk ans Ende. Das ist auch ein ganz wichtiger Gedanke. Jesus möchte das für jetzt nutzen, aber vergiss nicht, wo wir landen: Destination Ewigkeit. Da ist jede andere Art von gefühltem Mangel absolut weg. Da merken wir alles. Niemand sage – und jetzt merken wir, wie Jakobus noch einmal zu dem Thema nachschiebt. Da ist seine Logik: Dann hat er gesagt, du kannst Gott um Weisheit fragen, aber Gott will das ungeteilte Herz. Und jetzt schiebt er noch einmal nach: Wie ist das mit dem ungeteilten Herzen? Wo ist das eigentliche Problem in Anfechtungssituationen?
Das Problem ist nicht dein Nachbar. Das Problem ist nicht dein Ehepartner. Das Problem ist nicht deine Gemeinde. Wo ist das Problem? Das ist fies, oder? Gucken wir uns das erst einmal an.
Ich werde von Gott versucht? Nein, das gibt es nicht. Gott kann nicht versucht werden vom Bösen, und er selbst versucht auch niemanden.
Das Versuchen – ich habe das mal versucht, so in Worte zu fassen, das ist jetzt meine Definition, wie ich das nutzen würde – diese Worte, oben ist die Umschrift vom Griechischen, und dann ist Anfechtung eine schwierige Situation, die den Glauben an Jesus Christus, meine Treue zu ihm, herausfordert und die bei Bewährung zum Glaubenswachstum, zur Glaubensreife führt.
Also: Anfechtung ist eine Situation von außen. Versuchung würde ich im Deutschen so definieren: das Erleben, dass ich in meinem Herzen den Drang empfinde, mein Begehren, meine Wünsche, meine gefühlten Bedürfnisse zu befriedigen, dabei aber gegen Gottes Willen verstoßen und sündigen würde.
Seid ihr mit mir? Das eine ist von außen ein Problem, das andere ist da, wo das eigentliche Problem entsteht. Das ist nämlich da, wo das ungeteilte Herz in Gefahr ist, ein geteiltes Herz zu werden. Wo ich auf einmal etwas nehme, was mir wichtiger wird als Gott. Und wo meine Loyalität aufgeteilt ist, geteilt ist, gespalten ist. Das heißt ja nicht, dass ich Gott nicht mehr lieb habe. Aber in dem Moment mache ich es doch anders, weil ich das unbedingt will. Die Bibel nennt das dann Götzen, wenn ich etwas wichtiger nehme als Gott.
Also, das kurz zum Hintergrund: Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden vom Bösen, er selbst aber versucht niemanden.
Ein jeder wird versucht, wenn er nicht nur von seiner Begierde – sondern Jakobus sagt, das mache ich mit dem Textmarker noch einmal – von seiner eigenen Begierde. Das Ding gehört zu dir. Das bist du. Nicht die anderen.
In den ganzen Schwierigkeiten, die andere auf uns bringen und die herausfordernd sind, ist das eigentliche Problem, das wir haben, in uns selbst. Wenn unser Begehren zur Begierde wird. Wenn etwas, was wir uns wünschen, immer stärker wird, bis dahin, dass es nicht mehr ein Wunsch ist, wo ich Gott darum bitten kann: Es wäre nett, und es wäre schön. Darf ich dich bitten oder darf ich dich sogar anflehen? Und wenn die Sache nicht an sich falsch ist, sagt Gott: Du darfst gerne bitten. Ich gebe dir dann etwas Gutes aus meiner Sicht für dich, jetzt in diesem Moment.
Aber hier geht es darum, dass das wächst und wächst und so stark wird, dass ich dafür bereit bin, Gott an die Seite zu schieben. Und dann habe ich ein geteiltes Herz.
Danach – also man wird fortgezogen und gelockt. Das ist richtig spannend. Wir haben jetzt nicht die Zeit, das alles im Einzelnen durchzugehen, aber ihr merkt die Dynamik, die dahinter ist: Du wirst von der Begierde, von dem Begehren, fortgezogen, und du wirst gelockt. Danach, wenn die Begierde empfangen hat – so nach dem Motto: Erst kommt die Schwangerschaft, und dann ist die Sünde da – bringt sie Sünde hervor. Die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, nochmal dieses Wortspiel, gebiert den Tod.
Tod ist das Ende. Es ging die ganze Zeit ums Leben. Und hier macht Jakobus ganz drastisch deutlich, wo unser eigenes Problem ist. Die Problemdiagnose von Jakobus und von Jesus durch Jakobus ist nicht, dass wir in schwierige Situationen kommen. Wir dürfen uns sogar freuen in schwierigen Situationen, weil Gott das nutzen will, um uns reifen zu lassen. Und Gott sagt: Kannst du es alleine? Nein, du hast Weisheit nötig, ich gebe sie dir gerne. Achte auf dein Herz.
Und wie achten wir auf unser Herz? Das sagt er da. Und der Betrug, den wir dann oft erleben, ist in den nächsten Versen noch einmal andersherum dargestellt: Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommen von oben herab.
Merkt ihr die Spannung, die da drin steckt? Was ist das, wenn wir Begierde haben? Wir grapschen, oder? Wir wollen etwas für uns haben, wir geiern nach etwas, und wir tun alles, um uns irgendwie ranzuziehen, um es zu kriegen. Und was sagt Gott jetzt? Alle gute Gabe: Die kriegst du nicht gegrapscht, die kriegst du nicht gegeiert, die kommt von mir, sagt Gott.
Das, was du dir selbst holst, ohne dass Gott es will, ist noch nicht einmal gut. Das fühlt sich vielleicht so an, aber es ist Selbstbetrug.
Jetzt könnt ihr weiterschauen. Jetzt wird deutlich, wie das Wort Gottes damit drin hängt und so weiter. Das lassen wir jetzt.
Zusammenfassung und Gebet
Hier gibt es wirklich keine Uhr, oder? Ich habe keine Ahnung, wo ich bin. Aber wie bitte? Okay, dann landen wir jetzt.
Also, ich hoffe, dass so ein bisschen deutlich geworden ist, wie Jakobus in seinem Brief startet. Der sich um Weisheit dreht, um das Leben angesichts der Schwierigkeiten, in denen wir leben. Und das zieht Jakobus den ganzen Brief durch. Du kannst das durch den ganzen Brief hindurch sehen. Er legt im Grunde genommen diesen Stoff aus und nimmt dich mit durch verschiedene Bereiche.
Wie ist das mit Armut und Reichtum? Wie ist das mit Worten, die du redest? Er redet von der Weisheit, die von oben kommt, und von der Weisheit, die von unten kommt. Und am Ende seines Briefes sagt er: Du kommst nicht klar, du betest, und du kommst nicht mal weiter beim Beten. Nimm die Ältesten dazu, die sollen mitbeten, wenn dein Glaube schwach ist. Das ist das, wo er aufhört.
Die ganze Zeit dreht es sich bei Jakobus darum, dass er uns mitnehmen will auf dem Weg, in der Nachfolge, damit wir Gott verstehen und verstehen, was er mit uns vorhat. Und würden wir bitte, angesichts dessen, und ich meine uns alle, mich eingeschlossen, aufhören zu jammern über Schwierigkeiten? Wenn wir etwas zu jammern haben, dann darüber: Herr Jesus, ich bin schon wieder abgedampft mit meinem eigenen Begehren. Da ist das Problem. Ich will unbedingt, und ohne das kann ich nicht leben, ohne das kann ich nicht glücklich sein. Und wenn ich das nicht kriege, dann passt das so überhaupt nicht in die Nachfolge.
Während Anfechtungen von außen von Gott benutzt werden wollen, damit wir reifen, und nicht, weil die Nachfolge dadurch schwieriger wird. Sie ist dann schwer, aber damit wir bessere Nachfolger werden, damit wir Jesus mehr widerspiegeln und zum Schluss ihn immer mehr verherrlichen. Das ist der Abschluss. Da ist die Freude.
Wir brauchen die Erkenntnis von Gottes Logik. Es braucht Gottes Weisheit, damit wir uns wirklich bewähren können. Und wir sollen Nein zur Begierde sagen und uns vom Vater mit dem Guten beschenken lassen, was er will. Das Ganze soll münden dahin, dass wir reifer werden, dass wir Christus ähnlicher werden und so den Vater verherrlichen.
Und kennt ihr das, wenn man merkt: Mensch, Jesus, du hast wirklich was in mir getan? Ist das nicht freudig, wenn du merkst, dass Christus dich verändert hat? Das ist eine ganz andere Freude als Spaßfreude über irgendwelche Umstände. Hier geht es wirklich um Freude, nicht um etwas Oberflächliches.
Das ist der Stoff von Jakobus, wo ja die Leute, die zerstreut sind, die unter anderem leiden, die viel verloren haben, wo Jakobus als Pastor redet und sagt: Liebe Leute, ich möchte euch an das erinnern. Wie der Gott ist, der dahinter steckt, und was der Gott, der hinter dem Ganzen steckt, sagt. Der Gott, der euch errettet hat, der Jesus, dem ihr nachfolgt, und wie er mit euch durch diese Dinge gehen will und euch durchtragen will und euch ausrüsten will. Und wie er euch deutlich macht, wo wirklich das Problem ist, um euch da rauszuholen, um euch zu vergeben und euch aufzubauen und euch zu trösten und euch wachsen zu lassen.
Am Schluss ist meine Frage: An dem Beispiel, was du vorhin bedacht hast, bist du bereit, diesen Weg mit Gott zu gehen? Kannst du das mit ihm klären? Nimm dir Zeit dazu. Wenn du das an einer Sache lernst, wie wir das an einer Sache lernen, immer wieder neu, dann sollte das hoffentlich zum Lebensstil der Nachfolge werden. Das wünsche ich euch und mir.
Wollen wir beten.
Jesus, ich danke dir dafür, dass du der Herr bist, der auf diese Erde gekommen ist, um zu sterben, nachdem er gerecht gelebt hat, um ein für allemal für uns sein Leben zu geben, stellvertretend das Opfer zu sein, so dass wir durch dich gerettet werden, aber dann auch durch dich verändert werden können. Danke, dass wir auf dem Weg sind hin zu dieser Vollendung, zu der Offenbarung des Lebens, wenn du wiederkommst. Aber danke, dass du auf diesem Weg an uns arbeiten möchtest.
Herr Jesus, danke, dass das nichts ist, womit wir uns etwas verdienen, sondern dass wir aus deiner Gnade leben, gerettet durch dich, Vergebung erfahren haben durch dich, jeden Tag aus deiner Gnade. Danke, dass du bereit bist, an uns und mit uns zu arbeiten und uns in dein Ebenbild umzuformen, als einzelne und dann auch als ganze Gemeinde.
Ich bitte dich darum, dass du uns hilfst, dass uns das wirklich im Herzen landet und festsitzen bleibt, dass das das ist, wie wir mit dir umgehen und unser Leben betrachten, so dass wir da weiter wachsen können. Darum bitte ich dich für jeden Einzelnen hier, auch angesichts der Gedanken und der Beispiele, die wir uns in Erinnerung gerufen haben. Dass du uns hilfst, auf dich zu schauen, um von dir verändert zu werden, um dir zu vertrauen.
Amen.
