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Du hast die Wahl

Was glückliche Paare wissen (3/3)
1. Korinther 1321.05.2023
SerieTeil 3 / 3Was glückliche Paare wissen
Ich liebe Pizza. Ich liebe das Meer. Und ich liebe meinen Partner… Tja Liebe… sie ist in aller Munde - aber was ist das eigentlich? Und was genau wissen glückliche Paare über sie? ️
Hey, herzlich willkommen zum Predigt-Podcast von Neuland. Wir freuen uns, dass du eingeschaltet hast, und hoffen, dass du dir von der folgenden Predigt etwas Gutes mitnehmen kannst für deine Beziehung zu Gott und für dein Leben.
Ja, das ist ein echt krasser Text. Das ist sozusagen Literaturgeschichte, was ihr gerade gehört habt: wunderschön, unglaublich tief. Und es ist der Text, über den wir heute ein bisschen zusammen nachdenken wollen, in dieser letzten Folge unserer Predigtreihe.
Wir haben uns in dieser Predigtreihe angeschaut, was wir ein Stück weit von glücklichen Paaren lernen können. Also: wie sie ihre Beziehungen leben und welche Prinzipien wir daraus ziehen können. Und wir haben uns dabei auch angeschaut, welche Prinzipien wir in der Bibel finden und was Gott uns zeigt, wie wir zu Beziehungen kommen können, die wirklich erfüllend sind. Damit wir nicht einfach nebeneinander herleben, sondern dass wir das auch ein Stück weit finden in der Beziehung, warum wir ja ursprünglich auch mal hineingegangen sind: nämlich Liebe.
Wir haben uns das im ersten Teil angeschaut. Da haben wir diese Spannung gesehen, dass wir alle mit unseren Kisten in die Beziehung kommen und Wünsche irgendwann zu Erwartungen werden. Und diese Erwartungen zerstören die Liebe. Der erste Punkt, den im Endeffekt glückliche Paare wissen, ist: Du schuldest mir nichts. Und gleichzeitig leben sie so, als würden sie dem anderen alles schulden.
Das klingt irgendwie paradox. Ist es auch. Aber das ist etwas, was glückliche Paare wissen: Du schuldest mir nichts, aber ich lebe so, als würde ich dir alles schulden.
Beim letzten Mal haben wir uns einen ziemlich heißen Text angeschaut, wenn ihr euch erinnert. Der war so ein bisschen gegen unseren kulturellen Mainstream. Wir haben uns angeschaut, was Gott dazu sagt, wie wir als Mann und Frau zusammenleben sollen, damit da eine Ordnung ist und damit das irgendwie auch harmonisch funktioniert. Und da haben wir daraus gelernt, was glückliche Paare wissen: Du kommst zuerst.
Das heißt, wir haben uns das angeschaut, dass es so ein Stück weit um den Liebesvorschuss geht und um den Vertrauensvorschuss, den ich dem anderen gebe, dem ich meinem Partner gebe. Dass ich eben nicht mich in den Mittelpunkt von allem stelle und sage: Du bist jetzt dazu da, damit ich mich irgendwie entfalten kann, sondern ich nehme mich zurück und stelle den anderen in den Mittelpunkt. Und das bedeutet: Ich gebe ihm einen Vertrauensvorschuss und ich gebe ihm einen Liebesvorschuss.
Und wir haben dabei eine ganz wichtige Frage gestellt, und die wollen wir uns heute noch einmal anschauen, nämlich diese Frage: Hm, aber kann ich meinem Partner wirklich vertrauen? Also ganz tief in uns drin, wenn du jetzt sagst: Okay, ich nehme mich zurück und ich lege dir mein Leben hin und ich liefere mich dir aus, dann kommt das so ein bisschen hoch: Aber ich finde dich total nett und ich liebe dich ja auch. Aber jetzt so richtig mich dir hingeben? Also was ist, wenn mein Partner das einfach voll ausnutzt? Was ist, wenn er dann doch macht, was er gerne möchte? Was ist, wenn ich meinen Teil nicht abbekomme? Und die Frage ist so: Kann ich dir wirklich vertrauen?
Und diese Frage hängt ja ganz eng damit zusammen, wo ich mich selber fragen muss: Vertraue ich wirklich und liebe ich eigentlich wirklich? Und damit einher geht eben diese Frage danach: Was ist denn eigentlich Liebe? Also Liebe ist in aller Munde, aber es ist schwer zu fassen.
Und wenn wir heute darüber reden, auch über dieses Hohelied der Liebe, wie es in 1. Korinther 13 heißt, dann fühle ich mich dazu viel, viel, viel zu klein. Das ist so ein Text. Es gibt Texte in der Bibel, die habe ich immer gemieden. Das ist einer davon. Weil ich mir denke: Der ist so groß und er ist so tief, und was soll ich dazu sagen? Als ich so darüber nachgedacht habe, habe ich aus dem Fenster geschaut, habe unsere Hühner gesehen und da habe ich mir gedacht: Das ist vielleicht ein ganz guter Vergleich. Es wäre so, wie wenn eines unserer Hühner versucht, die Arie der Königin der Nacht aus der Zauberflöte zu gackern, ja? Kennt ihr das? Dieses: Ja, die kriegt das schon hin vielleicht, aber das wäre nicht das, wofür das eigentlich gemacht wurde. Bernie, ich bin kein Huhn.
Das heißt, wenn ich an diesen Text rangehe und mit euch heute darüber rede, die Gedanken, die ich weitergebe, sage ich euch im Vorfeld: Ich bin ein bekennender Liebeskrüppel. Okay? Und vielleicht sagt ihr danach, nachdem wir das so durchgemacht haben, dass ihr merkt: Uh ja, ich kann da auch noch sehr, sehr viel lernen. Weil das, was Paulus uns hier präsentiert, das ist einfach sehr krass, sehr tief.
Also: Was ist Liebe? Wir haben ein Problem, und die Nadine hat es ja gerade schon eingangs gesagt: Wir haben das Problem unserer Sprache. Unsere Sprache ist unglaublich begrenzt. Ja, wie schon gesagt: Das zählt auch genauso für mich. Ich liebe Pizza, wenn ihr mich mal einladen wollt. Pizza ist immer gut. Und ich liebe die Berge. Und ich liebe einen guten, schönen Abend mit meinen Freunden, wo man so richtig genießen kann. Und ich liebe meine Frau.
Und wenn du das jetzt mal von außen betrachtest, dann sagst du: Schau mal, du liebst Pizza und du liebst deine Frau. Und das ist jetzt irgendwie auf der gleichen Ebene? Ich meine, Salami, Käse und deine Frau, das ist ja irgendwie ein bisschen strange. Und deswegen müssen wir sehen: Unsere Sicht auf Liebe ist total begrenzt.
Im Griechischen, jedenfalls im biblischen Griechisch, da hast du mindestens vier Wörter für Liebe. Kann gut sein, Jörgo, dass das heute auch noch so ist, oder? Du bist ja hier unser Griechisch-Experte. Vier Wörter für Liebe, und wir kommen mit einem daher. Da merkt man schon: Das ist so ein bisschen platt. Das fährt so rüber wie so ein Panzer. Und deswegen ist auch unsere Sicht auf Liebe, glaube ich, sehr einseitig.
Wenn ihr so in unsere Kultur reinschaut, die Popkultur, da geht es ja immer um Liebe. Das ist ja das Thema schlechthin. Ist ja auch ein schönes Thema. Ich habe euch mal einen Text mitgebracht von Justin Bieber. The B, großer Fan hier. Bieber ist richtig gut. Er hat ein richtig schönes Lied geschrieben, und es beantwortet unsere Frage, weil dieses Lied heißt: That’s What Love Is. Das ist doch super. Wir fragen: Was ist Liebe? Und Justin sagt uns: Er sagt: Oh, I can feel you even though I haven’t touched you. Und jetzt kommt: That’s what love is.
Also, ihr merkt schon, was sagt Justin, was Liebe ist? Ja, es hat auf jeden Fall was mit Fühlen zu tun und irgendwie Berühren. Also wir müssen uns irgendwie nahe kommen. Es geht also sehr in diese romantische Richtung.
Ed Sheeran ist noch viel platter eigentlich. Der ist ja immer sehr auf der körperlichen Ebene unterwegs, und ich will nichts über die Qualität seiner Musik sagen. Ich mag diese Musik ja. Ich habe hier Thinking Out Loud, und Ed Sheeran singt hier: Take me into your loving arms, kiss me under the light of a thousand stars, place your head on my beating heart, I’m thinking out loud. Und jetzt dürft ihr alles mitsingen: That maybe we found love right where we are.
Ihr kennt das Lied doch. Also, er ist natürlich noch viel romantischer unterwegs. Der Stern im Himmel küsst mich, legt den Kopf auf mein schlagendes Herz, ich glaube, wir haben Liebe gefunden. Schön, oder? Das ist richtig gut.
In den Filmen geht es auch so weiter. Ich habe mal so überlegt, was so die großen romantischen Komödien der letzten vielen Jahre waren, weil die sind teilweise schon alt. Also wenn ihr wissen wollt, was Liebe ist, fragt am besten Hugh Grant, weil der kennt sich wirklich aus. Er hat so viele Liebesfilme gehört. Also wenn es einer weiß, dann Hugh. Tatsächlich Liebe. Oder Bridget Jones, Schokolade zum Frühstück, ach wie schön. Pretty Woman, Notting Hill, alles richtig nette, schöne Filme.
Das Problem ist: Die hören ja da auf, wo wir unsere Predigtreihe angefangen haben. Also denkst du: Oh, wie schön. Aber wie sieht denn das jetzt so bei euch im Alltag aus, wenn dann halt die Wünsche zu Erwartungen werden, wenn die Romantik nicht mehr da ist? Das alles ist ein Teil von Liebe, vielleicht so ein Randteil, aber irgendwie ist es doch nicht Liebe. Aber es ist das, was wir ganz oft in unserem Herzen haben, wenn wir über Liebe reden. Wenn wir fragen: Ja, liebe ich sie jetzt? Ja, ich, hm.
Und dann denken wir, da muss jetzt immer diese Schmetterlinge da sein. Und wenn die mal nicht mehr so fliegen, dann haust du vielleicht ein bisschen auf deinen Bauch und sagst: Komm schon, jetzt, da muss ja mal wieder ein bisschen was gehen hier. Und wir denken, wir finden die Liebe in unserem Bauch.
Was ist Liebe? Wir schauen jetzt gleich in 1. Korinther 13 hinein. Ich möchte euch vorher zwei Bilder mitgeben, die ich total hilfreich fand. Ich habe mir von einem echt tollen Prediger mal eine Predigt angehört, was er so dazu gesagt hat. Er hat diese Bilder gebracht, und ich fand das sehr treffend.
Zwei Bilder: Da sind sie ja auf der linken Seite. Wisst ihr, was das ist? Zellteilung, sehr gut, ganz genau. Das sind Zellen, die sich gerade teilen, also irgendwie die Darstellung davon. Und wisst ihr, was auf der rechten Seite ist? Ein schwarzes Loch, genau.
Also zwei Dinge, die wir so in unserer Umwelt kennen, sagen wir es mal so. Das eine riesig groß, das andere winzig klein. Und behaltet mal diese beiden Bilder im Kopf, wenn wir jetzt in 1. Korinther 13 gehen.
Und zwar können wir bei dem einen sagen: Diese Zelle ist so diese Jesus-Style-Liebe, die Art, wie Jesus liebt. Das heißt, Zellen teilen sich, und alles, was sie sind, geben sie wieder in die nächste, und dabei verlieren sie nichts. Das ist crazy, oder? Also die geben alles weiter, ihre gesamte Information, und geben das wieder weiter und wieder weiter. Und das ist die Art und Weise, wie Jesus liebt. Er gibt sich ganz hin, er gibt sein Leben ganz, im Idealfall in dich, und du nimmst diese Liebe auf, und du wirst jetzt auch vollkommen, du wirst jetzt auch ganz in dieser Liebe. Ja, das ist die Art und Weise, wie Jesus liebt.
Aber dann gibt es auch noch diese Schwarze-Loch-Liebe. Und ein schwarzes Loch, also ich kenne mich da überhaupt nicht großartig aus, aber ich habe einen coolen Vergleich gehört, wie ein schwarzes Loch fungiert, was das eigentlich ist. Man weiß es ja irgendwie noch nicht so richtig. Aber auf jeden Fall hat ein schwarzes Loch eine unglaubliche Anziehungskraft.
Also stellt euch vor, ihr habt eine Matratze und ihr schmeißt ein paar Murmeln auf die Matratze. Ja, was wird passieren? Die floaten da halt irgendwie rum und bleiben da liegen. Vielleicht sind zwei näher aneinander, die ziehen sich dann so ein bisschen an. So, jetzt nimmst du eine Bowlingkugel und wirfst die auch noch auf die Matratze. Und was wird jetzt passieren? Jetzt zieht diese Bowlingkugel alle Murmeln an und zieht sie in ihr schwarzes Loch, und die verschwinden irgendwo in der Tiefe deines Kellers, wo auch immer das schwarze Loch hinführt.
Das ist ein schwarzes Loch. Es hat die unglaubliche Anziehung, es zieht einfach alles an und sackt es rein und zerlegt es dabei irgendwie in seine Einzelteile. Also das Ding zieht sogar Licht an und zerlegt es irgendwie in Einzelpartikel, und es saugt alles ein. Und das ist so dieser Love-Style von schwarzem Loch. Das sind die Menschen, und das bist vielleicht du und ich an der Stelle, wo wir uns danach sehnen, geliebt zu werden und wo wir diese Anerkennung suchen und wo wir wollen, dass Menschen uns Gutes tun. Und wir sind wie dieses schwarze Loch und wir saugen alles in uns auf. Und es verschwindet in unserem schwarzen Kosmos irgendwo in der Tiefe. Und wir wollen immer mehr und wir wollen immer mehr, und wir saugen immer und immer mehr.
Und ganz im Gegenteil dazu ist eben diese Liebe von Jesus, die den anderen im Blick hat, die geben will und die sich verschenken will. Also das eine zieht an und saugt nur rein, und das andere gibt. Okay? Und dieses Bild, da werden wir immer mal wieder drauf zurückkommen, okay?
Also 1. Korinther 13: Wenn ihr eure Bibel dabei habt, schlagt auf, oder ihr habt vielleicht schon. Ansonsten haben wir den Text auch an der Wand. Wir wollen uns den ein bisschen anschauen, Vers für Vers, und zwar einfach mal bis quasi hauptsächlich die Verse 4 bis 7. Die haben jetzt am meisten mit unserem Kontext zu tun, okay?
Also Paulus schreibt ja diesen Brief, diesen Korintherbrief, in einen Kontext. Und er schreibt jetzt hier 1. Korinther 13 nicht an Ehepaare und sagt: Passt mal auf, wie Liebe funktioniert. Sondern er schreibt es an eine Gemeinde. Und diese Gemeinde hatte Trouble ohne Ende. Also das war echt ein Riesen-Chaos-Club. Und Paulus schreibt ihr in dem Brief, um ihnen zu helfen, mit diesen ganzen Problemen klarzukommen.
Und eines der Probleme, die sie hatten, war: Die waren irgendwie echt gesegnet mit Geistesgaben. Also bei denen ist mächtig was abgegangen. Aber die haben das jetzt auch wieder falsch verstanden. Die haben gedacht: Hey, wenn ich viele Gaben habe, dann bin ich hier der Coolste, und wenn du wenig hast, dann bist du halt schlechter als ich. Und Paulus sagt: Also so funktioniert es nicht. Es ist cool, wenn ihr so Gaben habt, aber setzt sie richtig ein, weil sie sind nicht für euch gedacht, sondern sie sind für das Wohl von allen gedacht.
Und deswegen sagt er am Ende von Kapitel 12, als er über diese Gaben gesprochen hat, sagt er: Aber jetzt zeige ich euch einen Weg, der weit über das alles hinausführt. Also Gaben sind richtig cool, okay? Habt sie, gebraucht sie, streckt euch danach aus. Aber jetzt kommt etwas Besseres.
Und dann fängt er an, okay?
Wenn ich in Sprachen rede, die von Gott eingegeben sind, in irdischen Sprachen oder sogar in der Sprache der Engel, aber keine Liebe habe, bin ich nichts weiter als ein dröhnender Gong oder eine lärmende Pauke.
Wir gehen mal ganz schnell über die ersten drei Verse darüber weg, ja? Was er sagt, ist: Passt mal auf, ihr könnt vielleicht in fremden Sprachen reden, das war eine der Gaben, die die da hatten, und vielleicht kannst du sogar nicht nur fremde Sprachen, sondern sogar Englisch. Also dann bist du so richtig krass unterwegs, wenn du Englisch kannst. Aber wenn du keine Liebe hast, dann machst du nur Lärm. Du bist nichts, du lärmst einfach nur durch die Gegend.
Und das ist ganz wichtig: Begabung sagt nichts über deine Geistlichkeit aus, okay? Vielleicht habt ihr so eure Lieblingspreacher und ihr denkt so: Boah, die sind so toll. Oder ihr seht andere Leute und sagt so: Oh, die sind so begabt. Und ihr denkt so: Die sind so geistlich. Begabung sagt nichts darüber aus. Liebe sagt alles über Geistlichkeit aus.
Dann geht er weiter:
Wenn ich prophetische Eingebungen habe, wenn mir alle Geheimnisse enthüllt sind und ich alle Erkenntnis besitze, wenn mir der Glaube im höchsten nur denkbaren Maß gegeben ist, so dass ich Berge versetzen kann, wenn ich all diese Gaben besitze, aber keine Liebe habe, bin ich nichts.
Das ist crazy, oder? Wissen sagt nichts über Geistlichkeit aus, Liebe sagt alles aus. Selbst wenn ihr jemanden kennt, dem du jede Frage stellen kannst und der dir alles sagt, jedes Problem, das du hast, da sagt er dir genau, was du zu tun hast. Paulus sagt: Hey, aber ohne Liebe ist das nichts, okay?
Wenn ich meinen ganzen Besitz an die Armen verteile, wenn ich sogar bereit bin, mein Leben zu opfern und mich bei lebendigem Leib verbrennen zu lassen, aber keine Liebe habe, nützt es mir nichts.
Volle Hingabe bringt nichts ohne Liebe. Du kannst alles verschenken. Wir können jetzt sagen: Hey, wir wollen nächstes Jahr noch mal vier Leute einstellen, und ich verkaufe mein Haus und ich verbrenne mich im Dienst für den Herrn. Und was Paulus sagt: Weißt du was? Wenn du nicht liebst, dann ist es nur tote Religion, es bringt dir gar nichts.
Also, und dann geht er weiter. Und dann kommt er eben an diesen Punkt, wo er erklärt, was Liebe ist. Aber bis zu diesem Punkt sagt er: Ohne Liebe ist alles nichts. Ohne Liebe ist alles andere nicht richtig, selbst wenn es noch so toll aussieht.
Und wenn wir das jetzt auf die Ehe beziehen, dann ist das ein echt wichtiger Punkt, weil du kannst in Anführungsstrichen alles richtig machen in deiner Ehe. Und ihr kennt vielleicht diese Paare, wo du sagst, nach zwanzig Jahren: Hey, bei denen lief doch immer alles super, und es war so das schöne Ehepaar, und alles schön. Und auf einmal packt sie ihre Sachen und geht. Und du denkst dir so: Was ist denn da los? War doch alles super.
Also ja, du hast vielleicht deiner Frau sogar regelmäßig Blumen geschenkt, und sie klopft ihm das Kopfkissen aus, und ihr streitet euch eigentlich nie. Und vielleicht redet ihr auch nicht so viel miteinander, und ihr habt vielleicht sogar einmal die Woche Sex, und ihr schaut sogar die gleichen Serien, und trotzdem lebt ihr aneinander vorbei. Und dann kommen so Sprüche wie: Wir lieben uns nicht mehr. Oder: Wir haben uns aus den Augen verloren. Das Feuer ist erloschen. Wir leben zwar zusammen, aber wirklich Liebe ist da nicht mehr.
Und die Frage ist wieder: Was ist Liebe? Was ist Liebe?
Paulus sagt bei diesen ersten drei Versen: Wenn du keine Liebe hast. Und die Frage ist: Was meint ihr damit? Weil wenn wir jetzt eine Umfrage machen würden hier unter uns, wer von euch hat Liebe? Oder wir gehen später aufs Wasserradfest und fragen so: Hey, wer hat Liebe? Und alle so: Hey, ich hab Liebe, und spread some love, ja, und wir haben uns alle lieb, und wir haben gute Gefühle zueinander, und alles ist toll und so. Aber Paulus sagt: Stopp, stopp, stopp, das ist überhaupt nicht, wovon ich rede. Ich rede nicht von warmen Gefühlen. Ich rede nicht von Dingen, die du spürst, sondern von Dingen, die du tust.
Liebe zeigt sich dann am Ende doch in dem, was du tust. Und er bringt eine Liste eigentlich mit 15 Eigenschaften. Das ist interessant: nicht mit 15 Gefühlen, sondern mit 15 Eigenschaften, was Liebe ist beziehungsweise was sie nicht ist. Und auch diese Liste aus Eigenschaften, die er jetzt aufgreift, die kommen nicht aus dem luftleeren Raum. Er spricht das teilweise sehr konkret in die Situation in Korinth hinein, weil das waren ihre Probleme.
Und gleichzeitig bin ich ziemlich überzeugt davon, dass Paulus auf einen schaut, von dem er weiß: Du bist das Meisterbeispiel, wenn es um Liebe geht. Dass er nämlich auf seinen Herrn, auf Jesus, schaut. Im Galaterbrief, da hat er das so gesagt. Er hat gesagt: Ja, ich lebe, und zwar lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat. Also er weiß, dass Jesus ihn liebt. Und woher weiß er das? Irgendwie, der so ein paar warme Gefühle für mich hat oder der so ein paar gute Vibes rüberschickt oder sowas? Nein, nein, nein: der mich geliebt hat und sich selbst für mich hingegeben hat.
Die Liebe von Jesus, die zeigt sich genau in diesem Kreuz. Die Liebe von Jesus zeigt sich darin, dass er bereit war, bis zum Alleräußersten zu gehen. Es zeigt sich nicht darin, dass er irgendwie nett war und dass er gute Gefühle über dich hat, sondern es zeigt sich darin, dass er bereit war, für dich zu sterben an dem Kreuz. Und das ist jetzt genau dieser Punkt, den Paulus aufgreift. Paulus zeigt sich in einer Einstellung. Und deswegen kommt jetzt eine ganze Aufzählung von Adjektiven, von Beschreibungen.
Wir wollen die einfach mal Stück für Stück uns ein bisschen anschauen, weil es ist total gut, wenn man sich da so ein bisschen reindenkt. Also fangen wir mit den ersten zwei an. Das ist so das erste Pärchen eigentlich, was du da hast: Liebe ist geduldig, Liebe ist freundlich.
Paulus fängt mit diesen beiden Aspekten an, und er hat an anderen Stellen, wo er geschrieben hat, immer wieder diese beiden Beispiele von der Liebe Gottes gebracht, die auf der einen Seite geduldig ist und auf der anderen Seite freundlich ist. Also Gottes Liebe ist geduldig. Gott zeigt seine Liebe zu uns darin, dass er geduldig ist. Einmal geduldig darin, dass er ein Gericht zurückhält, was schon längst überfällig wäre.
Er hat eine Welt geschaffen, die gegen ihn rebelliert, eine Welt, die zu ihm sagt: Pass mal auf, wir brauchen dich gar nicht. Wir wissen nicht mal mehr, ob es dich gibt. Wir wollen dich eigentlich auch überhaupt nicht, wollen nichts mit dir zu tun haben. Und Gott haut nicht einfach rein und sagt: Okay, mir reicht es jetzt, Schluss. Sondern Gott ist geduldig, er hält das zurück.
Im Römerbrief, da sagt er es so, da stellt er es als Frage: Also nimmst du Gottes Geduld als selbstverständlich? Denkst du, es ist selbstverständlich, dass Gott so geduldig ist? Oder weißt du nicht, dass es seine Güte ist, also seine Freundlichkeit, das ist ja das gleiche Wort, Güte und Freundlichkeit, weißt du nicht, dass es seine Freundlichkeit ist, die dich zur Umkehr bringen will?
Also das heißt, Gott ist auf der einen Seite geduldig, weil er etwas zurückhält, was schon längst fällig wäre, und auf der anderen Seite umgibt er uns mit einer unglaublichen Güte und Freundlichkeit. Wenn du die Augen aufmachst und mal rumschaust nach diesen Fußspuren Gottes in deinem Leben, wirst du erstaunt sein, wie viel Güte und wie viel Freundlichkeit Gott dir entgegenbringt.
Und genau das ist es, was Liebe macht. Liebe ist geduldig, und Liebe lässt dem anderen Zeit. Liebe lässt dem anderen Zeit, sie gibt dem anderen Zeit, sie ist wie die Zelle, die sich wieder hingibt, die wieder etwas gibt, und andersherum Ungeduld ist wie dieses schwarze Loch, das alles einsaugt. Ihr müsst alle nach meinem Zeitplan funktionieren. Ich bin hier das schwarze Loch, ich bin der Mittelpunkt, ich habe die meiste Anziehungskraft, und ich sauge euch alle rein, und ihr müsst jetzt all das tun, was ich möchte.
Aber Liebe ist geduldig. Liebe gibt Zeit. Sie hat den Fokus auf dem Anderen, und sie nimmt sich Zeit, und sie passt auch ihre Geschwindigkeit an. Liebe ist wie so Eltern, die ihr kleines Kind an die Hand nehmen und in seiner Geschwindigkeit durchs Leben gehen und nicht das Kind hinterherzerren und sagen: Hop, hop, hop, hop, wir müssen immer schneller, schneller, schneller, wir haben doch gar keine Zeit.
Liebe nimmt sich Zeit, und durch diese Zeit schafft sie so etwas wie einen Raum, wo Begegnung möglich ist, wo Begegnung mit dem anderen möglich ist. Und darin ist sie freundlich oder gütig. Das heißt, in diesem Raum, den die Liebe schafft, da fühlt der andere sich auch willkommen.
Ja, dieses Wort Güte oder Freundlichkeit hat im Original etwas mit Süße zu tun. Das heißt, es ist eine gute Zeit, die du dann miteinander hast, selbst wenn es nur eine ganz kurze ist. Es ist diese Entscheidung, dass die Zeit, die wir jetzt gerade miteinander haben und die ich dir gebe, ich möchte, dass sie für dich richtig gut wird. Ich möchte, dass du Güte, dass du etwas Gutes erlebst, dass du Freundlichkeit erlebst. Dass das etwas für dich Bereicherndes ist. Das ist Liebe.
Im Endeffekt ist diese Güte so ein bisschen etwas wie Gastfreundschaft und wie Annahme. Also du lässt den anderen in deine Sphäre rein, und du nimmst dir die Zeit für ihn, und du bist dabei gastfreundlich, weil du willst, dass er das als etwas richtig Gutes erlebt, diese Zeit mit dir. Und das ist Liebe, das ist das, was Liebe tut.
Und dann geht er weiter, und jetzt kommen wir zu so ein paar Pärchen. Und das Erste auch in die Negativbeschreibung, weil manchmal sind Sachen so großartig und so cool, dass du sie nur damit beschreibst, dass du sagst, was sie nicht sind. Und das ist das, was Paulus hier jetzt ein bisschen macht. Aber er geht natürlich auch auf diese Situation der Korinther ein, die sich gegenseitig voll beneidet haben, und der eine ist geistiger als ich. Und er hat gesagt: Nein, nein, Leute, Liebe, wenn ihr wirklich liebt, Liebe ist nicht neidisch, sie gönnt dem anderen was.
Das heißt, nehmen wir es mal wieder so auf Partnerschaft. Und vielleicht habt ihr Kinder, und vielleicht gibt es mal diese Zeiten, wo deine Kinder mehr auf deinen Partner stehen als auf dich, und du freust dich darüber. Ja, du musst nicht im Mittelpunkt stehen. Du freust dich, wenn es dem anderen gut geht. Du neidest nicht, wenn der andere im Mittelpunkt steht, wenn er irgendwie schöner ist oder begabter ist oder netter ist und er ist auf der Party mehr im Mittelpunkt als du. Das ist in Ordnung, du freust dich darüber. Liebe ist nicht neidisch. Liebe empfindet Freude für den anderen, wenn es ihm gut geht.
Für ein schwarzes Loch wiederum ist das fast unerträglich. Denn das schwarze Loch saugt alles ein, und da, wo es sieht, dass es dem anderen gut geht, fällt dem schwarzen Loch nur auf, was es alles nicht hat in seinem Leben. Der Fokus ist auf das gerichtet. Das heißt, wenn dein Partner dir zum Beispiel erzählt, was er gerade alles Gutes erlebt, zum Beispiel in der Arbeit, das läuft gerade und es geht gerade richtig gut, und du selbst siehst nur den Mangel von dem, was du nicht hast. Ja, dass du vielleicht sagst: Es ist ja toll, dass dein Meeting so toll läuft. Es ist ja schön, dass bei dir alles so toll ist, ja, aber ich kann mich hier mit den Kindern rumschlagen und die Waschmaschine tut auch schon wieder nicht.
Und Leute, ich meine, das ist jetzt nicht Theorie, ne? Also ich weiß, ihr seid alle besser und euch passiert es nicht, aber das ist das, was ich erlebe irgendwie, diese Schwarze-Loch-Mentalität, wo ich so merke: Ugh, deswegen habe ich gesagt, ich bin Liebeskrüppel, ja, das kommt immer wieder hoch. Das ist immer wieder da, dieser Neid auch: Warum geht es jetzt so gut?
Und dann geht er weiter, und er bringt so ein Dreierpärchen, wo er sagt: Liebe spielt sich nicht auf, und Liebe ist nicht eingebildet, und Liebe ist nicht taktlos.
Liebe spielt sich nicht auf. Das heißt, jemand, der sich aufspielt, das ist so: Du erzählst jemandem vielleicht eine Geschichte, und der sagt: Das war ja eine ganz gute Story, aber jetzt pass mal auf, was ich zu erzählen habe. Ich bin ja viel besser, und ich bin ja eigentlich, ich bin ja im Mittelpunkt. Liebe, also dieses spielt sich nicht auf, in manchen Übersetzungen ist das auch: Liebe ist nicht aufgeblasen.
Und genau das ist es, wie so ein Ballon. Und vielleicht kennt ihr diese Leute, die so aufgeblasen sind und deren Lieblingsthema sie selbst sind. Ja, also das ist so das absolut coolste Thema, über das ich reden kann: ich. Und ich hoffe, ihr habt mich auch zum Lieblingsthema, weil ansonsten sacke ich euch einfach ein in mein schwarzes Universum, okay?
Und Leute, ich weiß es nicht, manchmal habe ich so den Eindruck, als will es niemand von euch zu nahe kommen. Ich unterhalte mich gern mit euch. Ich muss jetzt überlegen, ob ich das sagen soll oder nicht, aber gute Unterhaltungen zu finden, ist richtig schwer. Letztlich habe ich mich mit einer Bekannten von uns unterhalten, ich habe ihr danach nochmal geschrieben und habe gesagt: Ey, ich habe es richtig genossen, mit ihr zu reden, weil die waren mir interessiert, ich war an ihr interessiert, es war ein guter Austausch. Und bei manchen Gesprächen denkst du dir dann so: Alles klar, ich weiß, du drehst dich um deinen Orbit, ist gut.
Aber das ist nicht, was Liebe tut. Liebe sieht den anderen und sie meint nicht, dass sie der Wichtigste in der Welt ist. Der Ehemann, der vielleicht nach Hause kommt und der eben nur über seinen Job redet und wie viel Verantwortung er hat und wie viele Leute unter sich hat und wie viel Projektgeld jetzt wieder im Spiel ist und nur bla bla bla bla. Das ist ja super, wenn wir darüber reden. Aber wenn das das einzige Thema ist und du nur im Mittelpunkt stehst, dann ist es das, was Paulus sagt: Hey, du spielst dich gerade auf.
Und was damit einhergeht, ist: Liebe ist nicht eingebildet. Das heißt, Liebe schaut nicht auf sich, wie groß und wie toll sie ist. Also Liebe sagt nicht so, wenn ich jetzt hier hinstelle, sonst soll ich sagen: Hey Leute, die Anke, die hat so einen Dussel, dass sie mich erwischt hat, weil ich die so lieb und ihr geht es einfach rundum gut und eine größere Liebe geht es gar nicht. Ich meine, das funktioniert nicht. Das ist so, wie wenn ich sagen würde: Eine meiner größten Stärken ist meine Demut. Das geht einfach nicht zusammen.
Deswegen ist Liebe demütig in ihrem tiefsten Wesen. Das heißt, Liebe ist nie eingebildet, dass sie sich in den Mittelpunkt stellt. Jemand, der liebt, stellt sich nicht in den Mittelpunkt. Und sie ist auch nicht taktlos, weil was passiert, wenn ich jetzt aufgeblasen bin und eingebildet bin, ist: Ich werde taktlos werden. Das heißt, ich werde andere bloßstellen, ich werde meinen Partner bloßstellen, allein dadurch, weil ich halt nur auf mich schaue, und ich werde den anderen damit verletzen.
Weil ich übersehe ihn und ich gehe nicht auf ihn ein. Vielleicht beleidige ich ihn. Vielleicht merke ich auch dann an einer Stelle: Hups, jetzt bist du ja doch auf einmal wichtig. Und dann bringe ich vielleicht so eine blöde Bemerkung, um mich mal wieder in den Mittelpunkt zu bringen.
Es gibt dieses nette Sprichwort: Was sich liebt, das neckt sich. Und das ist ja schön. Das merkst du ja so bei Leuten, die eine richtig gute Beziehung haben, die haben Spaß miteinander und die necken sich auch. Und das ist was anderes. Aber dann gibt es auch dieses Ding, wo Leute was über ihre Partner erzählen, wo du genau merkst: Du hast gerade so eine Linie überschritten, hast du das nicht gemerkt? Nein, das merken die überhaupt nicht, weil die sind taktlos.
Aber Liebe ist nicht taktlos. Du erzählst was über deine Frau und du denkst: Hey, merkst du nicht, dass sie das verletzt? Merkst du nicht, dass das peinlich ist für sie? Oder es ist manchmal auch so, dass Frauen was über ihre Männer erzählen, wo sie vielleicht ein bisschen zu weit gegangen sind. Sie erzählt das lustig, aber für den Mann ist das vielleicht total unangenehm. Du denkst dir so: Meinst du, du ehrst ihn jetzt damit, mit dem, was du da gerade erzählst? Das überschreitet dann immer so eine Grenze, wo du merkst: Ups, das ist jetzt irgendwie taktlos.
Und genau das ist das, was Liebe nicht ist. Sie spielt sich nicht auf, sie ist nicht eingebildet, sie ist nicht taktlos. Das heißt, Liebe, so wie wir das letzte Mal gesagt haben, Liebe kann sich zurücknehmen und kann dem anderen den Vortritt lassen.
Und er vertieft es noch einmal in den nächsten Dreierpärchen, wo er sagt: Liebe sucht nicht den eigenen Vorteil, und sie verliert nicht die Beherrschung, und sie trägt keinem etwas nach.
Also Liebe sucht nicht den eigenen Vorteil, sie lässt den Vortritt. Ja, das ist das, was wir das letzte Mal gesagt haben auch. So dieses: Hey, du kommst zuerst, ich kann mich zurücknehmen und ich stelle dich vorne an. Das heißt, ich setze jetzt nicht meine Prioritäten über die meines Partners. Ich sage nicht: Ich habe jetzt die richtigen, wichtigen Prioritäten. Ihr erinnert euch, das hängt alles zusammen, das ist auch wieder dieses Kistenbeispiel. Meine Kiste ist die richtige, deine ist die falsche, ich habe die richtigen Prioritäten.
Liebe sucht nicht den eigenen Vorteil. Meine Interessen und meine Werte sind nicht die wichtigsten. Vielleicht kennt ihr Leute, die so sind, die so ticken. Vielleicht seid ihr diese Leute, die du immer mit Samthandschuhen anfassen musst, weil wenn du mal was Falsches sagst, dann passiert nämlich das: Sie verliert die Beherrschung. Wenn du was Falsches sagst, wenn du sie irgendwie falsch ansprichst, wenn du einen Wert von ihr irgendwie mal ankratzt, dann geht es gleich rund, und du musst immer ganz, ganz vorsichtig sein, dass du bloß das Richtige sagst. Weil sie sonst zornig reagieren.
Und das heißt jetzt nicht Zorn unbedingt, dass das gleich hier das große Rumgeschrei ist, aber wo du merkst, und vielleicht spürst du das auch in dir selber, dass du so bist, wenn dein Partner irgendwas sagt oder jemand anders was zu dir sagt und du merkst, wie er so einen Trigger ausgelöst hat und auf einmal macht es so in dir. Und vielleicht bist du so beherrscht, dass du das nicht rauslässt, aber du merkst, da ist was, und das hat dich gerade mega, mega geärgert.
Liebe verliert nicht die Beherrschung. Liebe ist nicht, dass sie dann rumschreit, auch nicht beleidigt. Liebe ist beherrscht, und Liebe ist auch so beherrscht, dass sie vergeben kann. Das heißt, an dem Punkt, wo dich jetzt jemand verletzt hat, da sagt Liebe nicht: Das kriegst du zurück. Oder: Ja, irgendwie, wie kann ich es ihm jetzt heimzahlen? Das ist jetzt dieser letzte Aspekt, den Paulus hier sagt: Liebe trägt keinem etwas nach. Das heißt, rachsüchtige Lust kennt Liebe nicht.
Das heißt, wenn dein Partner dich verletzt, dann ist es in dir nicht, dass du denkst: Okay, wie kann ich ihm schaden, wie kann ich ihm das jetzt heimzahlen, wie kann ich ihn jetzt spüren lassen, dass er mich verletzt hat. Oft machen wir das so, verbal und nonverbal. Wir kappen zum Beispiel einfach mal die Kommunikation und lassen den anderen leiden und spüren: Du hast mich verletzt, und deswegen rede ich nicht mehr mit dir. Liebe macht sowas nicht, sie verliert nicht die Beherrschung, sie trägt keinem etwas nach.
Und dann kommt er zu diesem letzten Pärchen, wo er sagt: Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut sie sich mit.
Also Liebe freut sich eben gerade nicht darüber, dass, wenn mein Partner mich jetzt verletzt hat und ihm passiert etwas Schlechtes, dass ich dann – wir würden das natürlich nie äußerlich machen, aber ich weiß auch, ihr seid besser als ich – ich kenne dieses Gefühl, wo du dann innerlich so denkst: Yes, geschieht ihr Recht. Ja, dieses … und das geht mir, vielleicht geht es euch ja auch so, vielleicht habt ihr gedacht: Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, juhu, endlich was, also da bin ich wirklich gut.
Wisst ihr dieses, wenn du mitkriegst, dass halt bei einem doch was nicht so gut läuft irgendwie und du denkst dir so: Ach, das ist ja wirklich blöd, und es tut mir echt leid für dich, aber so innerlich so: Es läuft halt doch nicht alles. Ja, es ist halt auch nur einer von uns. Das macht Liebe nicht.
Und ihr merkt an der Stelle wieder, ich merke, ich will doch nichts über euch sagen, ich bin ein Liebeskrüppel. Alter, ey, wenn ich mir das angucke, dann komme ich nur an den Punkt, wo ich jedes Mal sagen muss: Was mache ich nur, was mache ich nur?
Aber wo die Wahrheit siegt, da freut sie sich. Das heißt, an der Stelle, wo ja, es passieren ja auch Verletzungen und es geschieht Unrecht, aber wo jetzt Wahrheit in ein Leben reinkommt, da freut sie sich. Es heißt im ersten Teil der Bibel mal an einer Stelle, dass Gott sich nicht freut über den Tod des Ungerechten, aber darüber, dass er umkehrt. Und genau das passiert hier, das schwingt hier so ein bisschen mit, wo Wahrheit siegt. Das heißt, da kommt diese Wahrheit von Gott in dein Leben, vielleicht kommt dieses Licht Gottes in dein Leben, in verschiedenen Bereichen, und das ist meistens erst mal so: Uh, Hilfe, ich will gar nicht in dieses Licht reintreten. Aber wo dieses Licht siegt, wo Menschen wirklich zur Umkehr kommen, da freut sich die Liebe mit. Da sagt die Liebe: Yes! Jetzt geht es richtig in eine gute Richtung und nicht darüber, wo es eben schlecht läuft.
Und im Endeffekt können wir diese Liste auch – Paulus hat sie negativ formuliert – wir können sie auch umdrehen. Ich will euch das nur mal kurz vorlesen, wie das klingen könnte, was wir über die Liebe sagen können im Umkehrschluss.
Also Liebe ist geduldig und Liebe ist freundlich. Gönnt dem anderen! Ja, also Liebe ist Gönnfried im Endeffekt. Ja, ich gönne dir das und ich freue mich mit dir und ich feiere das Gute in deinem Leben. Und Liebe liebt es, über das Gute im anderen zu sprechen. Und deswegen verhält sie sich auch so, dass der andere im Mittelpunkt steht. Liebe benimmt sich gut, die sieht den anderen und stärkt ihn und fördert ihn. Und Liebe nimmt sich zurück und lässt dem anderen den Vortritt.
Liebe ist beherrscht, und Liebe kann sie nur richtig schwer zum Zorn reizen. Aber wenn’s mal passiert, dann ist sie ganz schnell im Vergeben. Liebe freut sich über Gerechtigkeit, über gute Veränderung, über Wahrheit, und sie weint über den Zustand von Menschen. Liebe weint auch und klagt, aber sie feiert es, wo Gottes Licht scheint.
Und dann schließt Paulus das alles ab mit so einer Vierer-Staccato-Liste, wo er nochmal so pam pam pam pam nochmal einen nachschießt: Alles erträgt sie, in jeder Lage glaubt sie, immer hofft sie, allem hält sie stand.
Wir haben diese Frage gestellt: Was ist Liebe? Und Paulus gibt uns hier die Antwort: Was ist Liebe? Liebe ist eine Einstellung, Liebe ist eine Tätigkeit, und Liebe ist in ganz großem Maß eine Entscheidung. Ich entscheide mich zu lieben.
Und wisst ihr, Liebe ist immer diese Entscheidung, und das ist das, was glückliche Paare wissen. Du hast die Wahl. Das heißt, du kannst dich entscheiden. Du kannst dich entscheiden zu lieben, weil Liebe ist kein Gefühl, dem du ausgeliefert bist. Es ist nicht so, wo die Liebe hinfällt, nein, die Liebe wird dich nie zu etwas zwingen. Liebe ist eine Einstellung.
Die Frage ist: Wie geht das jetzt praktisch? Es ist jetzt alles voll schön und voll gut und Liebe und love is everywhere, aber wie sieht es jetzt so praktisch aus?
Ich möchte euch einladen, dass ihr diesen Text nehmt und dass ihr euch überlegt, wo in eurer Beziehung ihr vielleicht an einem dieser Aspekte immer wieder zu kämpfen habt. Dass ihr vielleicht merkt: Ich bin viel zu ungeduldig mit meinem Partner, oder ich bin überhaupt nicht freundlich, ich bin nicht gütig, was auch immer es ist.
Und wenn du in die neue Woche gehst, dass du anfängst, darauf zu achten. Weil es ist so: Es gibt immer einen kleinen Abstand zwischen Aktion und Reaktion. Wir realisieren den häufig gar nicht, wir denken einfach nur, wir reagieren. Aber tatsächlich haben wir eine Wahl zwischen Aktion und Reaktion. Das heißt, mein Partner sagt irgendwas und peng, ich reagiere. Da gibt es welche, die sind schneller, und es sind welche, die ein bisschen überlegter unterwegs sind. An der Stelle haben die mit mehr Überlegung jetzt den Vorteil, aber die anderen können das auch lernen, okay? Weil du hast in dieser kurzen Zeit die Möglichkeit, dich zu entscheiden. Das ist nicht leicht, aber eben mit der Hilfe vom Heiligen Geist und mit der Inspiration aus seinem Wort kannst du das hinkriegen.
Zum Beispiel: Dein Partner sagt, ich bin zum Essen daheim. So, und jetzt ist er nicht da. Was machst du jetzt? Da hast du jetzt tatsächlich viel Zeit, zu überlegen: Wie gehe ich jetzt mit dieser Reaktion um? Du kannst jetzt sagen: Ja, mal wieder, war ja klar, habe ich eh gewusst, der hält eh nicht sein Wort, war mir sowieso klar. Oder ihr sagt: Moment mal, die Liebe glaubt in jeder Lage. Okay, die Liebe glaubt in jeder Lage. Okay, ich nehme jetzt das Gute an. Ja, also irgendwie wird es einen Grund haben, dass sie nicht da ist. Irgendwie wird sie mir das erklären können. Ja, und ich bin davon überzeugt, sie liebt mich. Und sie nützt mich nicht aus, und sie schaut nicht nur auf sich, sondern sie meint das Beste, sie hat das Beste für mich im Sinn. Und deswegen vertraue ich, weil die Liebe glaubt alles.
Und die Liebe glaubt alles bedeutet jetzt nicht, dass die Liebe dumm ist oder naiv ist und sagt: Zwei plus zwei ist fünf, und die Liebe glaubt es. Nein, wie es hier in dieser Übersetzung ist: Die Liebe glaubt in jeder Lage, heißt es, glaube ich. Das heißt, egal, was die Situation mit sich bringt, die Liebe geht vom Guten aus. Und ihr merkt schon, was das ändern würde, wenn ihr anfangt, vom Guten auszugehen.
Und da sind wir wieder an diesem Punkt: Kann ich meinem Partner wirklich vertrauen? Warum macht er jetzt, was er macht? Und ich kann jetzt sagen: Ja, weil der denkt eh nur an sich und er will eh nur sein Ding durchziehen. Oder ich entscheide mich für die Liebe und sage: Okay, ich gehe vom Besten aus.
Wisst ihr, Anke und ich, wir haben auch so unsere Baustellen, wo wir am Arbeiten sind. Ich erzähle euch jetzt nur meine Seite, weil alles andere wäre unfair. Wir haben immer mal wieder so ein Problem mit Reden. Also Kommunikation ist jetzt nicht unsere größte Stärke. Aber in den Kleingruppen hatten wir das ja so, die Sprachen der Liebe und so weiter. Meine Sprache der Liebe ist Zweisamkeit, das heißt, dass sich meine Frau mir anvertraut. So, aber manchmal will die nicht sprechen. Und was dann in mir abgeht, ist: Die liebt mich, die hat überhaupt kein Interesse an mir, der geht es ja nur um sich, die will überhaupt nichts an der Beziehung bauen, und ich gehe einfach vom Schlechten aus.
So, was macht jetzt die Liebe? Die Liebe geht vom Besten aus. Das bedeutet für mich, dass ich sage: Okay, wahrscheinlich ist irgendwie gerade viel los, Anke ist erschöpft, sie ist müde, hat nichts mit ihrer Liebe zu mir zu tun. Und ich versuche, ihr auf diesem Level zu begegnen. Ich gehe vom Besten aus, okay? Ich gehe vom Besten aus.
Und ganz wichtig: Das bedeutet jetzt nicht, dass wir das nicht thematisieren, wir reden darüber. Und ich kann ihr das auch sagen und sagen: Hey, ich würde mir das jetzt wünschen, dass wir ein bisschen Austausch haben. Aber es ist die Frage: Wie, für was entscheide ich mich? Und es ist für euch die Frage: Für was entscheidet ihr euch? Wollt ihr lieben? Wollt ihr davon ausgehen, dass euer Partner es gut mit euch meint?
Es gab in den 2000ern eine Studie, ich kann euch die jetzt nicht im Einzelnen vorstellen, aber die haben glückliche Ehepaare, die schon über zwanzig Jahre verheiratet sind und immer noch glücklich sind, befragt. Also das ist eigentlich genau unsere Studie, so: Hey, was macht ihr, um glücklich zu sein? Und das war total interessant, weil die sind in so einer Aufwärts-Liebesspirale herausgefunden, und dann wurde ein Fazit geschlossen aus dieser Umfrage, aus dieser Studie, und das Fazit war: Finden Sie die großzügigste Erklärung für das Verhalten des Anderen und glauben Sie sie.
Nachgewiesenermaßen ist das das, was glückliche Ehepaare tun. Sie entscheiden sich für die Liebe, sie glauben an das Beste im Anderen. Und vielleicht sagst du jetzt: Es ist doch vollkommen naiv. Ja, ich weiß doch, wie er ist, ich weiß doch, wie die tickt. Aber ich will nicht fragen: Was sind die Alternativen? Also, was ist deine Alternativlösung? Wie bekommst du diese Veränderung in deiner Beziehung? Indem du Recht hast oder indem du anfängst zu lieben?
Und deswegen wissen glückliche Paare: Du hast die Wahl.
So, und jetzt müssen wir das trotzdem noch einmal ein bisschen relativieren, weil die Frage ist: Haben wir wirklich die Wahl? Also wir haben jetzt gerade ein wunderbares Loblied auf die Liebe vorgelesen, und ich komme an jedem Punkt an den Punkt, dass ich sage: fail, fail, fail, nicht geschafft, nicht geschafft, nicht geschafft. Also kann ich einfach mich entscheiden für so eine Jesus-Style-Liebe? Kann ich einfach sagen: Ja okay, ich bin jetzt wie diese Zelle, ich lieb jetzt einfach, ich lieb euch alle und kommt her und ich … Und ich merke: Nein, das kann ich nicht, weil ich bin ein schwarzes Loch, und als schwarzes Loch kann ich nicht einfach sagen: Alles klar, dann bin ich ab sofort eine Zelle. Das geht nicht, das kann ich nicht.
Deswegen brauche ich Veränderung, ich brauche etwas komplett Neues, ich brauche jemanden, der mich neu macht. Aber ich möchte es lernen, so zu lieben. Und deswegen ist das Beste, was wir tun können, wenn ihr auch sagt, ihr wollt lernen, diese Art von Liebe in eurem Leben zu haben, ist das, was Paulus gemacht hat, nämlich auf Jesus zu schauen. Er sagt: Das ist jetzt der erste Korintherbrief, es gibt auch den zweiten. Da sagt er: Indem wir auf Jesus schauen, werden wir verwandelt von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.
Also diese Veränderung passiert, indem wir auf ihn schauen, auf Jesus, wie er geliebt hat. Wie seine Liebe heute aussieht. Ich denke mich hier rein und ich überlege mir: Wie liebt der Sohn Gottes mich im Moment, wie nimmt er mich an, wie ist er für mich da? Und ich möchte in dieser Liebe leben, und ich möchte in dieser Liebe bleiben, und ich möchte es lernen, in dieser Liebe zu sein, weil Jesus einfach diese Liebe ist.
Ihr könnt diesen Text nehmen, und ihr könnt überall statt Liebe Jesus einsetzen. Und es passt hundertprozentig. Jesus ist geduldig, Jesus ist freundlich, er kennt keinen Neid, er spielt sich nicht auf, er ist nicht eingebildet, er verhält sich nicht taktlos, er sucht nicht den eigenen Vorteil, er verliert nicht die Beherrschung, er trägt keinem etwas nach, er freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut er sich mit. Alles erträgt er, in jeder Lage glaubt er, immer hofft er, allem hält er stand.
Jesus ist die Liebe. Jesus ist die personifizierte Liebe. Im Johannesbrief schreibt Johannes mal, dass Gott die Liebe ist, und vielleicht wird es euch dadurch ein bisschen klarer, was er damit meint. Er meint nicht so ein schwammiges Gefühl von Wärme und Energie und Gottesliebe. Nein, er meint eine Person, nämlich Jesus, weil du in ihm alle Attribute der Liebe findest.
Und er lädt uns ein, dass er sagt: Ich bringe euch bei, wenn ihr in meine Schule kommt, wenn ihr euch von mir leiten lasst, dass ihr es lernen könnt, genau so zu leben. Weil das, was wir hier lesen, selbst wenn das da oben ist, das ist der Maßstab. Dafür wurde jeder von uns geschaffen. Das ist das, was Gott sagt: So habe ich euch eigentlich gemacht.
Und es sollte nicht so sein, dass wir jetzt davor stehen und so sagen: Oh Paulus, ey, du bist ja ein Idealist, das geht ja überhaupt nicht. Ja, ganz genau, es geht nicht, das ist richtig. Aber da ist Jesus, und genau darum geht es im Christsein, dass wir an diesen Punkt kommen und sagen: Ich kann das nicht, ich brauche Hilfe. Und Jesus sagt: Ich helfe dir ja auch, ich bin für dich da.
Jesus ist im Endeffekt der, der dir die Hand hinstreckt und sagt: Ich liebe dich, und ich gebe dir diesen Liebesvorschuss und ich gebe dir diesen Vertrauensvorschuss, und ich weiß nicht, wie du darauf reagieren wirst. Aber das ist auch nicht die Sache. Ich liebe dich trotzdem. Ich liebe dich trotzdem.
Und du siehst diese Liebe immer wieder an diesem Kreuz. Das heißt, wann immer du dich fragst, liebt Jesus mich eigentlich, dann geh nicht nach deinem Bauchgefühl, dann geh nicht danach: Ja, ich fühle mich gerade nicht so. Nein, du weißt es ein für allemal, weil Jesus hat an diesem Kreuz für dich und für mich gelitten, weil wir es schaffen, es nicht so zu lieben, wie wir es sollten. Wir machen uns der Lieblosigkeit schuldig, immer und immer und immer wieder. Und Jesus sagt: Ich habe dafür bezahlt, so dass wir jetzt zusammen sein können, so dass wir jetzt Gemeinschaft haben können.
Und er schenkt dir Tag für Tag seine Liebe, die dich erneuert und in der du sein kannst. Und es ist die Frage so: Kannst du dir vorstellen, dass du so geliebt bist? Und dass du aus dieser Liebe, die Gott dir schenkt, deinen Partner lieben kannst? Und es ist die Frage: An der Stelle ist tatsächlich die Entscheidung, was du möchtest, ob du dich für diese Liebe entscheidest, für diesen Liebesvorschuss, für diesen Vertrauensvorschuss. Und an der Stelle, wo du sagst, ich kann das nicht, dann bist du genau auf dem richtigen Weg, weil Jesus dir diese Liebe schenken will und weil er dir helfen will, dass du verändert wirst und dass du so eine Liebe hast.
Ich möchte euch jetzt einladen, wir wollen jetzt eine kurze Zeit der Stille haben. Wir haben immer diesen Schritt ins Neuland. Ich möchte euch jetzt einfach diesmal verschiedene Sätze hier vorlesen, und ich lade euch ein: Macht einfach mal eure Augen zu und hört diesen Sätzen zu. Und vielleicht merkt ihr ja an der einen oder anderen Stelle so: Ups, ja, das bin ich, das war meine Woche, ja. Das habe ich in der Woche erlebt. Und wo ihr Zeit habt, auch noch einmal vor Gott zu kommen und zu sagen: Okay Gott, das bin ich. Und wo ihr ihn auch um Veränderung bitten könnt, wo ihr ihn auch um Vergebung bitten könnt. Ja, Gott ist geduldig und er ist gütig. Und so dürfen wir zu ihm kommen.
Okay, war ich letzte Woche ungeduldig mit meinem Partner, habe ihm keinen Raum gegeben, keine Zeit gegeben? Gab es Momente, in denen ich unfreundlich war und nicht das Beste für meinen Partner wollte? War ich neidisch oder habe meinem Partner etwas nicht gegönnt? War ich stolz meinem Partner gegenüber und habe mich als etwas Besseres gefühlt? Habe ich meinen Partner in eine unangenehme Situation gebracht mit dem, was ich gesagt habe? Gab es Momente, in denen ich ganz bewusst mein Ding durchgezogen habe, ohne Rücksicht auf den anderen zu nehmen? Habe ich mich meinem Partner gegenüber unbeherrscht verhalten? Gab es Momente, in denen ich ihm etwas Schlechtes gewünscht habe? Habe ich meinem Partner vergeben oder trage ich ihm Schuld nach?
Das war der Predigt-Podcast von Neuland. Wir hoffen, du konntest dir gut etwas mitnehmen, einen Schritt in dein eigenes Neuland machen und Gott mehr entdecken. Wenn du Fragen hast oder einfach so mal Kontakt zu uns aufnehmen möchtest, schreib uns einfach eine Mail an hallo at neuland-church.de. Bis zum nächsten Mal!