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Bin ich der richtige Typ - für Jesus?

Gott will (genau) mit dir Geschichte schreiben
2. Mose 4,10-1217.01.2021
EventTeil 6 / 24Jugendkonferenz für Weltmission 2021

Persönliche Vorstellung und Lebenshintergrund

Hallo, ich grüße euch herzlich. Das ist der Vortrag „Bin ich der richtige Typ für Jesus?“
Ich bin Susanne Mockler und seit 34 Jahren mit Markus verheiratet. Markus und ich haben uns schon in der Schule kennengelernt und mit 21 Jahren geheiratet. Zusammen haben wir acht Kinder bekommen. Mittlerweile sind alle erwachsen, und nur unsere Paula lebt noch bei uns zuhause.
Ich habe Psychologie studiert und betreibe heute eine Praxis als Heilpraktikerin für Psychotherapie hier in unserem Haus. Ich berate Menschen, vor allem Paare, in Herausforderungen ihres Lebens oder auch in Krisensituationen. Außerdem bin ich freie Autorin. Zusammen mit meinem Mann habe ich ein Buch für Ehepaare geschrieben, das „EMMA Prinzip“.
Ich schreibe und blogge immer wieder, auch auf geliebtesleben.de. Normalerweise bin ich viel unterwegs als Vortragsreferentin und Seminarleiterin. Zurzeit leider nicht so viel. Ich wäre auch so gern mit euch live bei der Yumiko gewesen. Ich bin sehr froh, dass das auf diesem Weg jetzt trotzdem möglich ist. Das Internet hilft uns, nicht wahr?

Zweifel und Minderwertigkeitsgefühle im Glauben

Kennst du auch dieses unangenehme Gefühl der Minderwertigkeit, wenn du siehst, wie toll andere alles können und wie gut manche Menschen in deinem Umfeld sind?
Vielleicht geht es dir so, wenn du deinen Gemeindeleiter siehst, der so kraftvoll predigen kann, der die Herzen erreicht und bewegt. Oder du hast eine Freundin, die so mutig ist, ihren Glauben bezeugt, auf Menschen zugeht und einfach geradeheraus über Jesus sprechen kann. Währenddessen wirst du rot und gerätst ins Stottern, sobald das Gespräch auf Jesus kommt.
Kennst du auch Menschen, die eine unglaubliche Ausstrahlung haben, wahnsinnig musikalisch sind, kreativ, gut im Reden, besonders einfühlsam oder stark und belastbar? Dann denkst du dir vielleicht manchmal: „Boah, ja, die natürlich, die kann Jesus brauchen. Oh, ich wäre so gern wie die. Wenn ich so wäre, hätte ich wirklich Power. Dann könnte ich ein guter Zeuge für Gott sein. Dann könnte er mich brauchen als Mitarbeiter in seinem Reich.“
Aber du als Durchschnittschrist, der vielleicht auch manchmal sehr unter seinen Begrenzungen leidet, vielleicht auch immer wieder versagt – was soll Gott denn Großes mit dir anfangen?
Findest du dich da wieder?

Mose als Beispiel für Zweifel und Berufung

Wer hätte das gedacht: Der große Gottesmann Mose, ausgerechnet dieser tapfere Held, der das Volk Israel aus Ägypten ins verheißene Land führen durfte, dieser große Beter, dem Gott im brennenden Dornbusch erschienen war und mit dem er gesprochen hat.
Dieser Mann, der die zehn Gebote von Gott höchstpersönlich am Berg Sinai empfangen hat, sie in die Steintafeln eingeritzt und dem Volk Gottes überbracht hat. Der Gott zu seinem Sprachrohr in der Kommunikation mit seinem Volk gemacht hat – dieser Glaube zählt.
Wow, da bekommt man als ganz normaler 08/15-Christ wirklich so etwas wie Minderwertigkeitskomplexe, oder? Man denkt sich: Oh, da werde ich ja ganz ehrfürchtig und erblasse. So ein Mann natürlich, den kann Gott brauchen. So einer ist geeignet, Gottes Reich zu bauen. Aber ich? Boah, da sehe ich blass aus.
Wer hätte gedacht, dass genau dieser Mose am Anfang seiner Karriere überhaupt nicht überzeugt war, dass er der Richtige sein könnte, um Gottes Reich zu bauen? Viel zu schwach – Gott konnte sich nicht jemand anderen aussuchen, dachte Mose. Viel zu unbedeutend bin ich, ich bin doch so unglaubwürdig und vor allem viel zu unbegabt für so einen Job.
Und dennoch hat Gott gerade diesen Mose berufen und gesandt.

Gottes Berufung und Begabung – Das Beispiel Mose

Gottes Wirken hängt überhaupt nicht von unserer Begabung ab. Ein Satz, der mir besonders gefällt, lautet: Gott beruft nicht immer die Begabten, aber er begabt die Berufenden. Dies können wir am Beispiel von Mose lernen.
Unser Bibeltext für diesen Impuls steht in 2. Mose 4,10-12:
Mose aber sprach zu dem Herrn: „Ach, mein Herr, ich bin von jeher nicht beredt gewesen, auch jetzt nicht, seitdem du mit deinem Knecht redest, denn ich habe eine schwere Sprache und eine schwere Zunge.“
Der Herr sprach zu ihm: „Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen? Und wer hat den Stummen oder Tauben oder Sehenden oder Blinden gemacht? Habe ich es nicht getan, der Herr? So geh nun hin! Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du sagen sollst.“

Die Berufungsgeschichte Moses – Zweifel und Gottes Zusagen

Wir befinden uns hier mitten in der Berufungsgeschichte des Mose. Sie beginnt in Kapitel drei, wo Gott Mose im brennenden Dornbusch begegnet. Gott stellt sich ihm höchstpersönlich vor: „Ich bin der Gott deines Vaters Abraham, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs.“
Gott offenbart Mose, dass er ihn zum Pharao senden will. Mose soll das Volk Israel aus Ägypten herausführen ins gelobte Land. Oh weh, da bekommt Mose weiche Knie. Ganz offensichtlich fühlt er sich mit dieser Berufung überfordert. Er versucht mehrfach, Gott von seiner mangelnden Eignung zu überzeugen.
Sein erstes Argument lautet: „Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe?“ Man hört buchstäblich seine Minderwertigkeitskomplexe und seine Angst vor dieser viel zu großen Aufgabe heraus. Wow, so ein Riesending – und ich, ein kleiner Mann, soll das machen!
Tatsächlich war Mose nur ein einfacher Schafhirte. In der Bibel wird erzählt, dass er die Schafe seines Schwiegervaters weidete. Außerdem lesen wir kurz vorher, dass er einen Ägypter getötet hatte. Nun hat er richtig Angst vor dem Pharao, weil dieser ihn natürlich vor Gericht bringen würde.
Konnte Gott nicht irgendeinen geeigneteren Menschen für diese Aufgabe aussuchen? Warum ausgerechnet ihn? Mose sagt: „Herr, ich bin doch nicht der richtige Typ dafür.“
Doch was sagt Gott ihm? Er antwortet: „Ich werde mit dir sein.“ Dann erklärt Gott ihm ausführlich, wie alles ablaufen wird. Er schildert lange, dass Mose keine Angst haben muss. Gott hat alles im Griff und weiß genau, wie es funktioniert.
Aber Mose ist noch nicht überzeugt. Er fragt: „Was soll ich denn den Israeliten sagen, wenn sie mich nach deinem Namen fragen? Wenn sie wissen wollen, wer du bist, der mich zu ihnen schickt?“
Auch hier gibt Gott geduldig Antwort. Er verheißt Mose, dass die Ältesten des Volkes Israel mit ihm zum Pharao gehen werden. „Du musst nicht allein hingehen“, sagt Gott. „Ich schicke sie mit, und dann wird das schon klappen. Ihr bittet gemeinsam den Pharao, dass er euch ziehen lässt.“
Mose bekommt die Zusicherung: „Ich sorge für deine Vertrauenswürdigkeit. Ich lasse dich nicht allein.“
Man merkt, langsam wird es für Mose ein bisschen eng. Es ist nicht so einfach, gegen Gottes Willen zu argumentieren.
Mir gefällt besonders, wie Gott die Bedenken des Mose ernst nimmt. Er sagt nicht einfach: „Komm, red keinen Unsinn, ich sage dir, was du tun sollst.“ Stattdessen steigt er wirklich in das Gespräch mit Mose ein. Gott hört sich seine Ängste und Einwände geduldig an und geht darauf ein.

Umgang mit Zweifeln im Gebet

Machst du das eigentlich auch? Redest du mit Gott darüber, wenn du dich schwach fühlst oder unsicher bist, ob du einen bestimmten Weg gehen sollst? Fragst du ihn und erzählst ihm von deinen Minderwertigkeitsgefühlen und deinen Sorgen? Das darf man tun.
Bei Mose sieht man, wie geduldig Gott zuhört und wie er wirklich hilft, die Zweifel Stück für Stück aus dem Weg zu räumen. „Sie werden mir nicht glauben“, ist sein nächstes Argument. „Mir glaubt man doch nicht.“ Offenbar traut man ihm nicht genug Charisma zu. Und ja, wirklich – naja, einer, der einen anderen getötet hat und dann versucht hat, das auch noch zu vertuschen, bei dem gibt es berechtigte Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit, oder nicht?
Ganz ehrlich, wenn ich das so betrachte, denke ich auch: Boah, was hat sich Gott da für einen Mann ausgesucht! Und Gott ist so gut: Auch da geht er wieder voll auf Mose ein. Er vertraut ihm drei Wunder an, mit denen er alle überzeugen kann, die an seiner Vollmacht und an seiner Berufung zweifeln.
Ein Stab wird zur Schlange, eine Hand wird aussätzig und wieder heil, und aus Wasser wird Blut. „Schau, Mose“, sagt Gott, „wenn du diese Wunderzeichen zeigst, dann werden sie dir glauben, dass du von mir beauftragt bist. So etwas kann keiner aus eigener Kraft machen.“
Puh, Mose klingen die Argumente aus, aber was er jetzt noch ins Feld führt, das muss Gott doch jetzt wirklich einsehen. Jetzt sind wir bei unserem Text.

Sprachliche Schwäche als Herausforderung und Gottes Zusage

Ich kann doch gar nicht reden. Meine Zunge ist so schwer, meine Sprache ist ganz lahm. Mich nimmt doch gar keiner für voll, wenn ich so dahergestottert komme. Och, Gott, das war doch immer schon so. Gott, hörst du, wie schlecht ich bin im Reden? Ich kann das nicht.
Hey, so hast du mich gemacht. Du weißt doch ganz genau, dass ich es nicht kann. Immer war es so. Tja, das ist jetzt echt ein Problem, das man nicht mit ein bisschen Üben aus dem Weg schaffen könnte. Das ist schon fast eine Sprachbehinderung, die Mose hat, ganz offensichtlich. Und Gott weiß das.
Und Gott sagt auch nicht: „Mensch, Mose, stell dich nicht so an. Besuch einfach einen Rhetorikkurs, dann wird das schon hinhauen, das wird schon.“ Nein, Leute, das war ein grundlegendes Defizit, das Mose hatte. Das war quasi ein angeborenes Problem oder ein angeborener Fehler? Stimmt, sagt Gott, dafür bin ich verantwortlich.
Das hast du tatsächlich mir zu verdanken. Ich bin der, der bestimmt, ob jemand reden kann oder stumm ist. Ich mache blind oder sehend. Und genau, ich habe den Menschen seinen Mund geschaffen – und selbstverständlich auch dir deinen Mund, hast du recht.
Hier zeigt Gott, dass er ganz genau weiß, was er tut. Ganz bewusst hat Gott sich diesen sprachbehinderten Mann ausgesucht, der alles andere als ein großer Redner ist. Er hat auch den ausgesucht, dem man den charismatischen Anführer nicht von vornherein zutrauen würde.
Und er hat wohlwissend einen ausgesuchten Fehler gemacht, der um seine Grenzen, um sein eigenes Versagen und um seine Schuld weiß. Mensch, wie soll es aber dann gehen?
Gottes Wirken hängt eben nicht von unserer Begabung ab. In Vers zwölf lesen wir, wie Gott sagt: „Geh nun hin. Ich will mit deinem Munde sein und will dich lehren, was du sagen sollst.“ Gott selbst übernimmt die Regie über Moses Sprache.
Er verspricht ihm in seiner Begrenztheit, ihn nicht allein zu lassen. Für Gott sind die schwere Zunge und das langsame Sprechen des Mose überhaupt kein Hindernis. Denn Gottes Wort hat durchschlagende Wirkung, egal aus welchem Mund es kommt – vorausgesetzt, dass Gott die Regie übernehmen darf.
Da, wo du denkst, deine Gaben reichen nie und nimmer aus, du bist nicht gut genug oder nicht geeignet, da kann Gott wundersam durch dich hindurch wirken. Siehst du, wo unsere Begabung ihre Grenzen hat, da fängt Gottes Wirken erst richtig an.

Persönliche Erfahrungen mit Berufung und Selbstzweifeln

Ich werde seit einigen Jahren häufig eingeladen, Referate zu halten, zum Beispiel bei Frauentreffen oder Gemeindeveranstaltungen. Dabei werden manchmal auch Tonaufnahmen gemacht, damit diejenigen, die nicht dabei sein konnten, die Vorträge nachhören oder noch einmal nacharbeiten können.
Oh weh, wie habe ich diese Aufnahmen gehasst! Ich habe hier noch ein paar von diesen alten CDs liegen. Und auch heute noch geht es mir so, wenn ich einen Vortrag halte und ihn mir danach anhören muss – das ist schrecklich für mich. Ich kann mich nicht hören, ich mag meine eigene Stimme einfach nicht.
Ich habe wirklich zu Gott gesagt: Herr, wenn es dein Wille ist, dass du mich in diesen Dienst berufen möchtest, dann soll es so sein. Immer wieder habe ich Leute gesehen, die besser formulieren können, die kraftvoller predigen, die meiner Meinung nach lustiger erzählen und mehr Humor haben. Sie sind natürlich auch deutlich sprachgewandter als ich.
Dann habe ich wirklich Gott gefragt: Bist du sicher, dass ich das machen soll? Ich kann auch etwas anderes tun, wenn dort mein Platz ist. Doch während ich Jesus immer wieder diese Frage stellte, geschah etwas Merkwürdiges. Obwohl ich meine Vorträge wirklich furchtbar fand, kamen immer wieder Einladungen – immer neue.
Es war ganz verrückt. Eine Zeit lang, als ich so intensiv in diesem Frageprozess war, kam ich von einem Vortrag nach Hause. Meistens noch während ich auf dem Heimweg war oder manchmal sogar während ich den Vortrag hielt, schrieb mir jemand eine E-Mail oder sprach auf meinen Anrufbeantworter. Darin wurde ich zur nächsten Veranstaltung eingeladen.
Das war wirklich so, als ob Gott sagt: Kind, jetzt lauf halt. Ich habe dir gesagt, du sollst gehen. Jetzt zieh deine Schuhe an und geh los.
Dann geschah noch etwas, das ich unglaublich liebevoll von meinem himmlischen Vater fand. Er schenkte mir nämlich, dass nach vielen meiner Vorträge Menschen auf mich zukamen und sagten: „Ach, Frau Mocklown, es ist so schön, Ihnen zuzuhören. Mir gefällt Ihre Stimme so gut. Ihre Stimme hat etwas Beruhigendes und Angenehmes. Es war richtig schön, Ihnen zuzuhören.“
Das war für mich ganz eindeutig eine Bestätigung, dass Gott sagt: Auch wenn deine Stimme so schwach ist und deine Rhetorik nicht perfekt, bist du hier am richtigen Ort, weil ich durch dich spreche.

Ermutigung zur Annahme der Berufung trotz Schwächen

Das ist wirklich faszinierend, wie Gott einen ermutigt, dranzubleiben.
Egal, wie du gerade meine Stimme findest – das ist ja auch Geschmackssache. Mein schwäbischer Einschlag macht es manchmal zusätzlich schwierig.
Der Punkt ist aber: Gott wollte, dass ich meine Berufung annehme und in seiner Spur bleibe. Dafür brauche ich keine besonders ausgefeilte Rhetorik und keine schöne Engelsstimme.
Ich brauche nur das Vertrauen, dass mein Herr durch mein Reden wirken wird.

Das Ringen Moses mit Gott und Gottes Geduld

Die Geschichte von Moses Berufung endet an dieser Stelle immer noch nicht. Er versucht es noch einmal. Was für ein elendes Ringen mit Gott! Faszinierend, dass Gott nicht der Geduldsfaden reißt, oder? Obwohl – an dieser Stelle reißt er ihm jetzt doch beinahe den Geduldsfaden.
Denn als Mose noch einmal aufbegehrt und sagt: „Herr, sende, wen du senden willst, aber bitte nicht mich“, müssen wir diesen Satz wohl ergänzen. Da lesen wir, dass Gott sehr zornig wurde. Aber wisst ihr was? Selbst da, und selbst in seinem Zorn über seinen ungehorsamen Knecht, hat Gott noch eine Lösung.
Ihr erinnert euch: Die erste Lösung war, dass Mose nicht allein sein wird. Gott sagt: „Ich werde mit dir sein.“ Die zweite Lösung lautet: „Mose, du musst gar nicht allein zum Pharao. Ich sende dir die Ältesten mit. Dann habt ihr wirklich Power, sie werden dich begleiten.“
Die dritte Lösung: „Ach Mose, wenn sie dir nicht glauben, dann kannst du einen der drei Zaubertricks anwenden – die Wunder, die ich dir gegeben habe, die Wunder, die niemand tun kann außer mir, Gott allein. Dann machst du eines der Wunder, und sie müssen glauben, dass du von mir gesandt bist.“
Und die vierte Lösung: „Hey, du musst gar nicht aus eigener Kraft reden, Mose. Es kommt gar nicht auf dich an, was du sagst, sondern ich lege dir meine Worte in deinen Mund. Ich kann deine Stimme fest und deine Worte vollmächtig machen.“
Schließlich gibt es noch eine weitere Lösung für Mose, der sich so unkompetent fühlte und sagte: „Schick doch jemand anders.“ Da sagt Gott: „Hey, ich stelle dir Aaron zur Seite. Weißt du was? Er ist ein Levit, er hat mit Gesetzen zu tun. Mose, wenn einer redegewandt und überzeugend ist, dann er. Den sende ich mit dir ins Land. Ich sage dir, was ihr dem Volk sagen sollt, ich lege meine Worte in deinen Mund, du gibst sie Aaron weiter, und er ist dann das Sprachrohr.“
So kann es gehen. Jetzt ist Mose bereit. Er fühlt sich rundum versorgt, ausgestattet mit dem Vertrauen, dass Gott ihn nicht im Stich lässt. Jetzt hat er es offenbar kapiert, oder? Jetzt hat er verstanden: Es kommt gar nicht auf meine Begabung an, sondern darauf, dass Gott mich beruft. Wer von Gott berufen ist, bekommt die nötigen Gaben.
Wie sehr kann man sich als Berufener auf Überraschungen von Gott gefasst machen! Da kann man sich wirklich beschenken lassen.

Gottes Prinzip der Berufung trotz Schwächen

Dieses Muster, dass Gott Menschen beruft und sendet, die sich selbst gar nicht für geeignet halten – so wie es dir vielleicht auch geht – finden wir in der Bibel immer wieder. Natürlich begegnet es uns auch heute in unseren Gemeinden und auf dem weltweiten Missionsfeld.
Es sind Männer und Frauen, die garantiert keine Auszeichnung für die großartigste Persönlichkeit, den stärksten Heldenmut, die tiefste Demut oder die eisernste Konsequenz bekommen würden. Sie haben Schwächen, Defizite und versagen manchmal regelrecht. Manche wundern sich sogar, dass Gott sie tatsächlich gebrauchen will.
Hast du das Prinzip verstanden? Was macht den Unterschied aus? Es ist nicht ihre Kraft, ihr Mut, ihre Treue, ihr Genie oder ihre große Weisheit, die sie auszeichnen. Nein, es ist Gott selbst, der durch sie wirkt und mit ihnen Geschichte schreibt.

Ermutigung zur Annahme der Berufung

Bewegt dich die Frage: Bin ich der richtige Typ für Jesus? Das kann ich dir ganz frei heraus beantworten: Unbedingt!
Wenn du bereit bist, dich von unserem allmächtigen, großartigen Gott rufen und gebrauchen zu lassen, dann bist du auf dem richtigen Weg. Zur Nachfolge ist übrigens jeder Christ berufen. Gott wird dir genau die Gaben schenken, die du für den Dienst brauchst, in den er dich sendet.
Du darfst darauf vertrauen, dass Gott dich reich beschenken wird. Du wirst Wunder erleben, Begabungen entdecken, die dich staunen lassen. Außerdem wird Gott dir wunderbare Menschen an die Seite stellen. Sie werden einspringen und übernehmen, wo du vielleicht an deine Grenzen kommst.