Event•Teil 20 / 21Pfingstjugendtreffen 2026
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Ankommen, Dank und gemeinsamer Start
Hallo! Wir waren gerade ganz hin und weg, weil euer Team so schnell abgebaut hat. Wir sind noch Church-Planer, wir sind noch nicht so schnell in Frankfurt. Wirklich, wir brauchen ein paar Tipps von eurem Team: Wie schnell kann eine Bühne leer sein? Ich bin schockiert.
Ey, vielen, vielen Dank. Für alle, die uns nicht kennen: Das ist meine wunderschöne Frau Lisa, ich bin Jonas, und wir sind, wie gesagt, aus Frankfurt. Aber eigentlich bin ich ursprünglich aus Herrenberg, und Lisa auch aus Stuttgart. Deswegen: Wo sind die Herrenberger?
Wir freuen uns, hier zu sein. Es ist eine riesige Ehre, und wir freuen uns auf diese Session. Schön, dass du hier bist. Es ist sehr, sehr heiß, ich weiß, aber wir werden da sein. Seid ihr ready für eine Session?
Es ist so witzig, weil ich nicht aufhören kann zu strahlen. Bei mir kommen so viele Erinnerungen aus der Kindheit hoch, und ich war noch nie auf einem Pfingstjugendtreffen. Ich ärgere mich ein bisschen, dass ich das noch nicht kannte, weil ich mit Zeltlagern groß geworden bin. Und ich habe erfahren, dass nur die Jungs hier campen, ist das richtig? Und bei gutem Wetter dieses Jahr, habe ich gehört, mein Mann!
Genau deswegen habe ich zu Hause geschlafen. Genau, der Mann hat zwar in Herrenberg gewohnt, ist aber jeden Abend heimgefahren, weil er Zelten nicht mag. Ich kann es nicht verstehen, Jakob! Ich liebe Zelten deswegen. Ey, ich finde es so cool, was ihr hier habt. Wirklich, das ist so eine besondere Zeit. Deswegen lasst uns eurem Team auch noch mal einen Applaus geben für das, was sie hier wirklich aufgebaut haben, und direkt ins Gebet starten.
Jesus, ich danke dir für diesen wundervollen Tag. Ich danke dir für die Sonne, die du strahlen lässt. Heiliger Geist, ich danke dir, dass du an Pfingsten zu uns gekommen bist, einfach als Hilfe und Stütze, um Jesus zu verstehen, als Hilfe und Stütze, um Gott zu verstehen, und um zu verstehen, was er für uns bereithält.
Und ich bitte dich, Heiliger Geist, dass du uns jetzt benutzt. Wir wollen einfach von dir hören. Wir wollen nicht unsere Worte nutzen, sondern wir wollen deine Worte nutzen, Jesus. Wir wollen deine Worte aus der Bibel nutzen. Wir wollen das Wort Gottes heute proklamieren und ausbeten über diese Generation.
Wir sind alle im selben Boot. Wir lieben Beziehungen, und trotzdem ist es manchmal super schwer, gesunde und wahre Beziehungen zu leben. Deswegen hilf uns hier einfach heute, aufmerksam zu sein, uns nicht ablenken zu lassen und von deinem Wort zu hören. In deinem Namen, Jesus, Amen.
Genau, unser Titel ist „Relationship“. Ich dachte, vielleicht kommt hinten doch noch: Wie wir gesunde Beziehungen leben. Und zwar geht es vielleicht nicht um die Beziehung, an die du vielleicht gerade denkst.
Ich mache kurz eine Umfrage: Wer von hier ist denn verheiratet? Hände hoch! Oh, es sind schon einige, okay. Wer ist denn verlobt? Yes, let’s go, eine spannende Zeit, diese Verlobungszeit. Wer ist in einer Beziehung? In einer romantischen Beziehung? Okay, okay.
Und jetzt wird es ganz spannend, deswegen schau dich um: Wer ist Single? Okay, wow, wow, wow, wow, wow, wow, wow, okay, okay, haha, okay. Und wer hier will gerade seinen Nebensitzer auf ein Date ausfragen und traut sich nicht, weil er Schiss hat? Okay, okay, okay, okay, ey, da gehen ein paar Hände hoch, ey, krass, uh! Okay, ich habe gedacht, niemand traut sich. Let’s go!
Alright, in einer Dreiviertelstunde darfst du sie dann ausfragen, okay? Du kannst noch vierzig Minuten Geduld haben, und dann let’s go!
Wir freuen uns, hier zu sein. Es ist sehr, sehr schön, es ist eine große Ehre, vor allem für mich und auch für Lisa, weil wir ursprünglich aus dieser Region hier sind. Ich war vor zehn, zwölf Jahren hier, ja, ich bin abends immer wieder nach Hause gefahren, weil ich gerne in meinem Bett schlafe, wo es trocken ist. Ich habe gehört, letztes Jahr war das Wetter nicht so wie dieses Jahr, aber krass, dass ihr es trotzdem hierher geschafft habt. Schön, dass ihr da seid, wir freuen uns auf diese Session.
Beziehungen neu sortieren
Und zwar geht es um Beziehungen. Ich habe gerade schon in diese Richtung gestichelt, ihr wisst schon, diese romantische Beziehung. Aber wir wollen in dieser Session ein paar Schritte zurückgehen.
Bevor wir über romantische Beziehungen, bevor wir über Single-Sein, Ehe, Verlobung, Familie usw. reden, wollen wir noch einen Schritt zurückgehen und euch ein bisschen von uns erzählen. Was hat uns denn geholfen? Denn viele in dieser Welt schauen immer danach, wer einen Traumpartner sucht. Suchst du deinen Traumpartner, deine Traumpartnerin? Ich habe sie auch gesucht, meine Traumpartnerin.
Aber vor einiger Zeit, da war ich noch Single, da hat mal jemand zu mir gesagt: Wie wär’s, wenn du anfängst, an dir selber zu arbeiten, sodass du selber erst mal ein Traumpartner wirst für jemand anderen? Viele von uns suchen vielleicht immer ihren Traumpartner, ihre Traumpartnerin. Aber wie wäre es, wenn wir kurz einen Schritt zurückgehen und schauen: Wo kann ich vielleicht an mir arbeiten? Wo kann ich an meiner Beziehung arbeiten?
Wir haben übrigens verschiedene Beziehungen: die Beziehung zu Gott, die Beziehung zu unseren Mitmenschen, zu unseren Familienmitgliedern, zu unseren Eltern und dann eben auch die Beziehung zu einer Person. Übrigens: Ehe ist mit einer Person, zukünftig. Manche haben eine Beziehung zu ihrem Handy. Es gibt Beziehungen zu den verschiedensten Dingen. Aber wir gehen noch mal ganz kurz einen Schritt zurück.
Und zwar ganz, ganz, ganz am Anfang der Bibel. Wer liebt es, die Bibel zu lesen? Hast du eine Bibel dabei? Yes, let’s go, eine Person liebt die Bibel, Amen!
Und zwar: Wenn wir unsere Bibel lesen, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz am Anfang, dort geht es um Beziehungen. Gott erschafft Himmel und Erde, er schafft die Pflanzen, er schafft die Sterne, die Meere und so weiter. Und dann erschafft er einen Menschen, Adam. All das ist gut. Gott schafft es, und er sagt: Es ist gut. Gott schafft die Sterne und sagt: Es ist gut. Er schafft die Tiere, und es ist gut. Er schafft den Menschen, und er sagt: Es ist gut.
Und das aller-, aller-, allererste Mal in der Bibel, wo Gott sagt, es ist nicht gut, etwas, was nicht gut ist, und das allererste Mal taucht es auf, als Adam alleine ist. Weil wir Menschen, wir sind Beziehungswesen. Hast du das schon mal gehört? Du bist quasi ein Rudelwesen. Du gehörst nicht alleine. Du brauchst Menschen um dich herum.
Und Adam hat nach einem Partner gesucht. Und das allererste Mal in der Bibel, dass wir lesen: Es ist nicht gut. Alles davor war perfekt. Ist dir das schon mal aufgefallen? Im Garten Eden war alles perfekt. Es war das Paradies, und dennoch war eine Sache nicht gut. Und das war die Sache, dass Adam alleine war.
Und dann durfte er sich aussuchen. Zuerst hat Gott ihm die Tiere gezeigt, aber die waren anscheinend nicht so nice. Und dann hat er Eva geschaffen, und Adam hat gesagt: Heureka, sie hat nämlich noch nichts an.
Okay, wir gehen weiter. Okay, okay, ein paar haben gelacht. It’s alright, it’s alright.
Und zwar heute: Es geht, wie gesagt, nicht nur um die Ehe, sondern wir versuchen zuerst die Beziehung zu Gott. Das ist unsere aller-, allerwichtigste Beziehung. Für mich war das in meinem Leben der grösste Game Changer. In meinem Leben, als ich verstanden habe, da gibt es einen Gott, er will Beziehungen zu mir führen, und das ist erst mal die grösste Priorität. Dort hat sich alles in meinem Leben verändert.
Wir hören ganz, ganz oft das Wort toxische Beziehungen. Wenn du auf Social Media bist, ist ganz, ganz viel anscheinend plötzlich toxisch. Ich wette, jemand hätte über mich gesagt, meine Beziehung zu Gott wäre zu einem Zeitpunkt toxisch gewesen. Hätten bestimmt irgendwelche Leute im Internet sagen können. Ich hatte das auch schon mal gehört, und zwar wenn man viel Zeit mit etwas verbringt, wenn Leute denken, dieses und jenes ist nicht gut, diese Beziehung zu seinem Gott, das kann ja nichts Richtiges sein, das muss toxisch sein, weil sie es nicht verstehen.
Lisa und ich glauben, dass der allergrösste Grundstein, das Fundament einer jeden Ehe, einer jeden Verlobungszeit, einer jeden Familie für uns unsere Erfahrung ist. Für uns ist das diese Beziehung zu unserem Gott im Himmel, der übrigens an Pfingsten hat er sich erfahrbar gemacht. Jesus hat gesagt: Es ist besser, wenn ich gehe und dass der Heilige Geist kommt. Deswegen Pfingstjugendtreffen. An Pfingsten kam der Heilige Geist, der Geist von Jesus, der uns zu ihm führt.
Und das liebe ich so sehr, dass nicht nur eine Person mit Jesus reden kann, sondern alle gleichzeitig. Wir alle gleichzeitig können mit diesem Gott reden, durch seinen Geist, den er uns gegeben hat. Und deswegen glauben wir, dass in einer gesunden Beziehung, wenn wir über Relationship reden, über gesunde Beziehungen, wir glauben: Das Fundament davon ist zuerst eine Beziehung zu Gott.
Identität als Ausgangspunkt
Wir haben in der Vergangenheit sehr viele Erfahrungen mit Menschen sammeln können, die unglaublich viel erreicht haben. Sie hatten sehr viel Geld, sie waren sehr, sehr bekannt, und ihr kennt bestimmt viele davon. Mit einigen Leuten hatten wir schon Kontakt, auch Lisa schon zuvor. Und wenn wir mit diesen Menschen geredet haben oder wenn es einmal zu einer tieferen Konversation kam, dann ist man immer an einem Punkt stehen geblieben. Und zwar bei der Erkenntnis, dass man dachte: Diese Person hat alles erreicht, was man sich wünschen kann. Sie hat Bekanntheit, sie hat Geld, sie hat Ruhm, was auch immer. Aber sie weiß überhaupt nicht, wer sie ist. Sie hat überhaupt keine Identität. Diese Person sucht immer noch, obwohl sie alles in dieser Welt erreicht hat.
Wir hatten mit vielen solchen Menschen zu tun, und immer und immer wieder haben wir gemerkt: Wenn jemand keine Beziehung zu diesem Gott im Himmel hat, dann ist man immer wieder auf der Suche. Dann schaust du rechts und links, dann schaust du überall auf dieser Welt nach Zugehörigkeit. Jeder Mensch will nicht alleine sein, jeder will irgendwo dazugehören. Und ja, wir bekommen Identität. Manchmal auch durch unsere Familie. Vielleicht ist deine Identität dein Nachname. Wenn du bekannt bist, vielleicht ist deine Identität dein Freundeskreis, wo auch immer du dazugehörst. Ich weiß nicht, woher du deine Identität bekommst, und ja, das mag richtig sein. Aber dennoch können Menschen uns nur bis zu einem bestimmten Teil Identität geben. Und Dinge dieser Welt können uns auch nur bis zu einem bestimmten Teil Identität geben. Und irgendwann geht es nicht weiter.
Wir haben mit solchen Menschen geredet, und ich fand es faszinierend, dass Leute immer noch weitergesucht haben, obwohl sie alles Mögliche in dieser Welt erreicht hatten. Und für uns ist dieser Bereich Identität unser erster Punkt, bevor wir über Beziehungen reden, bevor wir über Ehe reden, egal ob du Single oder verheiratet bist. Für uns ist das Wichtigste, wenn wir unsere Identität in Gott kennen, der dich Sohn und Tochter nennt. Der zu dir sagt: Du bist mein, du gehörst mir. Das ist erst einmal das Fundament, und darauf wollen wir aufbauen. Darum soll es auch heute gehen.
Ich in meinem Leben, für mich, ich hatte einen etwas holprigeren Start in mein Leben. Meine Eltern haben sich geschieden, als ich fünf Jahre alt war. Und als kleiner Junge hatte man das natürlich nicht ganz verstanden, aber die Beziehung meiner Eltern ging auseinander. Ich habe mit meinem Bruder bei meiner Mutter gelebt. Und irgendwann, als ich in die Teeniejahre kam, so mit dreizehn, vierzehn, danach habe ich angefangen zu realisieren, was eigentlich passiert ist. Und ich habe gemerkt: Okay, in meinem Leben, ich weiß überhaupt nicht, wer ich bin. Ich habe gar keine Ahnung, was ich in meinem Leben machen will. Ich weiß nicht, wer ich bin. Ich muss also auf die Suche gehen. Ich muss auf die Suche nach Identität gehen. Ich muss schauen, wo finde ich Erfüllung, wo finde ich Identität, wo finde ich Menschen, die zu mir sagen: Hast du gut gemacht. Weil mein Papa war nie dort, er war nie hier. Niemand hat mir genau das bestätigt, was ich gebraucht habe. Und deswegen habe ich es überall gesucht.
Und in einem Moment, als ich Gott kennengelernt habe, als ich 18 Jahre alt war, hatte ich einige Jahre gebraucht. Ich war hier auf dem Pfingstjugendtreffen, und ich kannte diesen Gott nicht. Ich war fern von ihm. Vielleicht geht es dir genauso. Vielleicht kennst du diesen Gott gerade nicht. Vielleicht hast du keine Beziehung zu ihm. Aber ich will dir sagen: Das kann sich heute ändern, und es braucht einfach nur ein ganz leichtes Ja. Wir haben heute Morgen den Livestream auch schon angeschaut, da wurde auch schon ein Aufruf gemacht. Ey, vielleicht braucht es zwei, drei oder vierzig Aufrufe, aber vielleicht ist heute hier und jetzt genau deine Zeit, wo sich das ändert und wo du Beziehung zu diesem Gott kennenlernen kannst. Weil in meinem Leben hat es alles revolutioniert.
Meine Identität hat sich von einem einsamen kleinen Jungen, der nicht wusste, wer er ist, revolutioniert zu einem Sohn, der weiß: Dieser Papa im Himmel, er ist stolz auf mich. Ich brauche keinen Papa auf dieser Welt, der mir das sagt. Ich habe sein Wort gelesen, ich war mit Menschen zusammen, und plötzlich musste ich niemandem mehr beweisen, wie gut ich bin, wie cool ich bin, dass ich der Krasseste bin und dass ich dieses und jenes geleistet habe. Plötzlich durfte ich einfach meine Masken fallen lassen, die ich über Jahre aufgesetzt hatte, und einfach vor diesem Gott stehen. Weil er kennt mich ohne Maske, denn er hat mich geschaffen. Er hat dich geschaffen.
Weswegen all unsere Masken, da wo wir versuchen, uns einen guten Ruf aufzubauen, da wo wir versuchen, Dinge dieser Welt zu erreichen, das mag schön sein. Aber Gott erkennt dich ohne deine Maske. Und als ich das verstanden habe, da habe ich wahre Identität in meinem Leben begriffen. Plötzlich die Zugehörigkeit, die ich jahrelang gesucht habe in verschiedenen Freundesgruppen, in einem verrückten Lebensstil, die habe ich in einem Moment bei Gott erfahren dürfen. Wenn er einfach sagt: Ich nehme dich so an, wie du bist, und ich liebe dich, mein Sohn, ich liebe dich, meine Tochter.
Wo auch immer du gerade bist, vielleicht musst du das heute hören: Das ist das Fundament unserer und sollte das Fundament deiner Identität sein, dass du Sohn und Tochter sein darfst. Das ist das A und O. Eine Vaterfigur, die ich nie hatte, die ich gesucht habe, die habe ich im Vater im Himmel perfekt gefunden. Der genau wusste, was mir gefehlt hat. Der dieses Loch in meinem Herzen gefüllt hat und der mich voll und ganz gemacht hat, dass ich meine Identität kenne und weiß: Ich brauche nicht die Zugehörigkeit zu irgendeiner coolen Freundesgruppe, sondern ich weiß, der Gott im Himmel, er liebt mich, er kennt mich und er sieht mich. Und das ist alles, was ich brauche.
Freundschaft, Echtheit und Grenzen
Als ich das erkannt habe, habe ich gemerkt, dass sich meine Freundschaften verändert haben. Wir reden über Relationship, also über eine echte Freundschaft oder eine echte Beziehung, in der du authentisch sein kannst. Vielleicht wird Lisa davon auch erzählen, von diesem authentischen Leben in Freundschaften.
Plötzlich haben sich meine Freundschaften geändert, und das war alles noch, bevor ich Lisa kennengelernt habe. Plötzlich habe ich Freunde kennengelernt, die Jesus genauso geliebt haben wie ich. Wir konnten einander offen, authentisch und ehrlich sein. Ich musste niemandem mehr beweisen, wie cool ich bin oder was ich geleistet habe, sondern man konnte einfach echt sein.
Und in diesem Echtsein habe ich Gott noch viel, viel, viel mehr kennengelernt. Und das war am Ende die Grundlage dafür, dass ich vorbereitet war auf eine Beziehung, auf eine Ehe und jetzt auf eine Familie. Ja, jetzt darf ich selbst Papa sein von einem verrückten Sohn, der gerade seine Oma auf Trab hält. Und ich bin gespannt, was sie erzählt, wenn wir nachher wiederkommen.
Und unser Vorbild ist ja in allem Jesus, was er getan hat. An seinem Leben können wir sehen, wie es sein soll, oder wir werden neu eingenordet. Wenn du dich fragst: Oh, ich habe überall Meinungen, ich habe überall Lebensstile, die ich mir abschauen könnte, dann lass uns doch mal kurz auf Jesus schauen. Wie hat er seine Beziehung gelebt, und vor allem in diesem Ganzen: Wie war seine Beziehung zu seinem Vater?
Als Jesus getauft wurde, ich liebe diese Stelle, das ist im Matthäus-, Markus- und Lukasevangelium festgehalten. Das heißt, es war sehr, sehr, sehr wichtig, und es ist sehr, sehr relevant für heute. Und zwar: Er wurde getauft, er kam wieder aus dem Wasser, und dann kam eine hörbare Stimme, und zwar die des Vaters. Und was sagt dieser Vater, was sagt Gott zu seinem Sohn? Er sagt: Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich mich von Herzen freue. Oder eine andere Übersetzung: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich mich von Herzen freue.
Und was ich so sehr liebe: Jesus ist auch Gott. Ich glaube, er hat diese Bestätigung nicht unbedingt gebraucht, sondern es war für die Menschen drumherum, wo Gott sagt: Hier ist mein Sohn, schaut her, ich bin stolz auf ihn. Dies ist mein geliebter Sohn. Und das habe ich genauso verstanden, später in meinem Leben, dass da ein Gott ist, der auf mich herabschaut und sagt: Dies ist mein geliebter Sohn. Du bist mein geliebter Sohn, meine geliebte Tochter, wo auch immer du gerade bist. Und das ist die Grundlage unseres Lebens.
Und in all dem, das ist mein letzter Punkt, ist das Allerschönste: Während ich herausgefunden habe, wer dieser Vater ist, während ich diese Beziehung zu diesem Gott authentisch versucht habe zu leben, ist parallel das Gleiche in Lisas Leben passiert. Und er hat ihr Herz genauso verändert, als wir uns noch nicht kannten. Parallel haben sich unsere Welten auf den Kopf gestellt. Wir konnten Gott kennenlernen, und plötzlich haben sich unsere Wege getrennt, vielleicht wie bei dir später. Aber plötzlich haben sich unsere Wege getrennt, und wir hatten beide diese Grundlage, dass wir Identität in Jesus hatten. Wir wussten, wer wir sind in Gott, und das war das beste Fundament.
Jetzt, wo wir verheiratet sind, haben wir vorhin zusammen gebetet. Letzte Woche haben wir in unserer Familie zusammen gebetet. Wir legen unserem kleinen Sohn die Hände auf. Es ist das Allerschönste, was du haben kannst, wenn man gleichzeitig diesen Gott anbetet, wenn man Beziehung zu diesem Gott hat. Und dann kann die Beziehung echt und authentisch auch zu deinem Ehepartner, zu deinem zukünftigen Ehepartner oder zu deiner Verlobten werden, wo auch immer du gerade bist. Wenn du Single bist, wird für deine zukünftigen Beziehungen authentische Beziehung passieren, wenn du authentisch mit Gott bist, weil er gute Pläne für dich hat und er sich jeden Tag an dir freut.
Deswegen: Ich komme aus einer Scheidungsfamilie. Lisa wurde als kleines Kind adoptiert. Und wie kann es sein, dass ein Scheidungskind und ein Adoptivkind, beide mit einem holprigen Start ins Leben, dennoch von Gott jedem einzelnen Identität geschenkt bekommen und wir jetzt zusammen Beziehung, Familie und eine gesunde Ehe führen dürfen? Das passiert nur durch einen Gott, der heute hier ist und der dir auch begegnen will.
Deswegen sei damit gesegnet, und ich freue mich jetzt, wenn Lisa über Authentizität in Freundschaften spricht.
Echtheit lernen und Vertrauen aufbauen
Danke. Es ist immer so eine Fifty-Fifty-Chance, wer zuerst anfängt. Wenn Jonas vor mir spricht, denke ich mir immer: Warum komme ich jetzt noch? Aber danke, Schatz, für deine Worte.
Was Jonas sagt, ist für mich so bewundernswert. Ich bin adoptiert, aber ich habe das grösste Geschenk bekommen: die Familie, in die ich adoptiert wurde, ist wirklich meine Familie. Wir sind vier Kinder, vier wilde Kinder, und dann meine Zwillingsschwester und ich als krönender Abschluss. Wir haben es unseren Eltern nicht leicht gemacht, aber ich bin dadurch christlich aufgewachsen.
Und wenn ich Jonas sehe, dann hat er wirklich gekämpft, gesunde Beziehungen um sich zu haben, Vorbilder, Väter. Denn er konnte leider von seinem Vater, der ein toller Mann ist, aber kein guter Vater war, nichts lernen. Ich wiederum bin christlich aufgewachsen und habe vieles als selbstverständlich gesehen: gesunde Ehen, gesunde Beziehungen. In meiner Gemeinde war das gang und gäbe. Und als ich so fünfzehn war, sind die Mauern gebrochen. Ich merkte: Okay, die ersten Eltern von meinen Freunden trennen sich. Irgendwie sehe ich hier, oh, der ist mit einer anderen Frau unterwegs. Und krass, die haben gar keine Eltern. Im christlichen Kreis ist da so viel für mich zerbrochen, wo ich gemerkt habe: Okay Gott, irgendwie lebe ich den Glauben meiner Eltern oder den Glauben, der mir vorgelebt wurde, aber ich verstehe eigentlich gar nicht, an was ich glaube.
Heisst, ich bin 15 Jahre auf so Camps gewesen und habe dann gewusst: Okay, jetzt ist meine Verantwortung, auch meine Beziehung mit dem Herrn aufzubauen. Um ja auch Vorbilder zu suchen und mal zu hinterfragen: Warum haben die eine gesunde Ehe? Weil es ist ja leider doch nicht so selbstverständlich.
Aber ich rede nicht nur über Ehe, sondern über Beziehungen, Freundschaften, Beziehungen mit deinen Eltern. Weil wir leben in einer Zeit, wo alle Beziehungen so angefochten sind und nicht mehr gepusht werden. Wir leben in einer Cancel Culture, wo es gefeiert wird, wenn Beziehungen auseinandergehen. Als Jonas und ich geheiratet haben, wurden Wetten abgeschlossen von: „Ich gebe den drei Jahre.“ Und so. Ich denke mir: Wir sind über drei Jahre, wir haben es geschafft. Aber wo Leute dieses Glück, diese Beziehung uns nicht gegönnt haben oder nicht verstanden haben, und genauso ist es mit Freundschaften.
Und ich weiss nicht, wie es euch geht, ich habe mir als kleines Mädchen immer eine beste Freundin gewünscht. Und es gibt so eine Story: Wir waren auf dem Schulfest von meiner grossen Schwester, ich war so neun Jahre alt, ich habe mit einem Mädel die ganze Zeit gespielt und danach sie gefragt: Hey, willst du meine beste Freundin sein? Und sie guckt mich an und sagt: Nein, ich habe schon eine. Und geht weg.
Ich liebe Kinder, aber sie sind ehrlich. In dem Moment war ich voll zerbrochen, weil ich war so: Ach Mann, ich will auch eine beste Freundin, so wie man es in Kinderfilmen sieht oder in Büchern liest. Ich will auch eine beste Freundin. Habe aber in dem Alter nicht gewusst, dass es Investment braucht. Freundschaft braucht Zeit, es braucht Pflege.
Und ich bin so ein Mensch, ich liebe andere Menschen um mich herum. Ich bin so ein bisschen wie der Kleber gewesen. Ich habe viele Leute zusammengebracht, viele Gruppen zusammengebracht. Auf so Camps habe ich bis in die Nacht Werwolf gespielt. Wer liebt das Spiel Werwolf? Ja. Hätten wir mehr Zeit, hätte ich gefragt, ob jemand später spielen will, weil ich das wirklich bis in die Nacht immer gespielt habe. Aber ich war immer gern unter Leuten, nur diese engen Freundschaften, die sind mir schwergefallen.
Kennt ihr das, dass ihr umgeben von Menschen seid, aber euch trotzdem nicht so gesehen und nicht so gekannt fühlt? Heutzutage sehen wir nur Menschen um uns herum, ob online, ob in der Schule, ob auf der Arbeit. Wir sind ja umgeben von so vielen Menschen, und trotzdem kann man sich alleine fühlen und nicht verstanden fühlen. Und so ging es mir ganz lange.
Und als der Punkt war, mit 15, als ich gemerkt habe: Okay Gott, ich muss eine Beziehung mit dir alleine aufbauen, ich muss die Bibel alleine lesen und nicht nur das, was ich in der Kinderbibelstunde gelernt habe, sondern ich muss wirklich die Bibel aufschlagen und verstehen, wer du eigentlich bist, ist mir ein Vers gekommen. Der steht in Römer 12,9. Da steht: Die Liebe sei ungeheuchelt. Heisst, die Liebe soll auch Wahrheit bestehen.
Und in dem Moment dachte ich so: Ja klar, meine Beziehungen sind alle auf Wahrheit gebaut. Ich bin ein ehrlicher Mensch. Ich lüge nicht mehr, wie ich vielleicht als Kind gelogen habe, um die eine oder andere Sache von meinen Eltern zu verheimlichen. Wer kennt’s? Alles kommt immer raus. Was die sich gedacht haben: Lass mein Kind reden. Ich habe es nicht verstanden. Und dann hat mich Gott überführt, wo ich gemerkt habe: Meine Freundschaften lebe ich so, ich bin ein Ort für meine Freunde, wo sie ehrlich sein können, wo sie sich öffnen können. Aber wenn die Frage kam: Hey Lisa, wie geht’s dir?, habe ich nicht tief erzählt. Ich war an der Oberfläche.
Ich habe immer gesagt: Ja, alles gut. Das ist vielleicht, aber ich habe niemanden nah an mich herangelassen. Und nicht, weil ich nicht ehrlich sein wollte, sondern ich war gefangen im Perfektionismus. Und meine Masken fallen zu lassen, meine Masken von: Ich bin noch die positive Lisa, die allen irgendwie gute Laune verbreitet. Was sollen die mit meinen Problemen anfangen? Damit komme ich schon allein klar. Gott, du und ich, wir schaffen das. Oder mit meinen Eltern. Und Perfektion von: Ey, ich habe alles im Griff, ich bin stark, ich kriege es hin. Ich habe es nicht hingekriegt, über Jahre so enge Freunde, die ich tagtäglich gesehen habe, an mein Herz ranzulassen.
Und Jesus, er bezeichnet sogar seine Jünger als Freunde. Er hat seine Jünger nah an sich herangelassen, und mir hat es schwer gefallen, meine Masken fallen zu lassen. Und ich weiss nicht, ob du jetzt hier bist und es vielleicht kennst, dass du tiefe Gespräche hast, aber keine ehrlichen tiefen Gespräche.
Und das gehen wir jetzt mal durch, wie wir das loslassen können. Weil in meinem Leben wusste ich: Okay, ich habe eine Sehnsucht nach engen Beziehungen, ich habe eine Sehnsucht nach Mentoren, mit denen ich wirklich reden kann, nach Beziehungen, die mich weiterführen. Aber es fängt erst bei mir an, indem ich ehrlich bin. Ich musste ehrlich sein und mir Leute raussuchen, die mir wirklich weiterhelfen, denen ich als zweiten Punkt vertrauen kann.
Vertrauen war auch ein grosses Problem. Oh, was ist, wenn ich ihnen von Dingen erzähle, die ich nicht gut gemacht habe? Was ist, wenn die das weiter erzählen? Oder ich weiss nicht, ob ihr es kennt: Ihr seid mit Freunden unterwegs und danach denkt ihr euch: Habe ich zu viel geredet? Oh nein, hätte ich das nicht erzählen sollen. Oh, ich habe da geweint. Nicht, dass sie denken, ich bin eine Heulsuse. Heisst, ich musste vertrauen, dass sie damit umgehen, weil Freunde sind doch dafür da, dass man auch sich verletzlich zeigen kann.
Die Punkte Ehrlichkeit, Perfektion, Vertrauen, die sind bei mir wie Mauern hochgewachsen, wo ich wirklich lernen musste, die zu brechen und gesundes Vertrauen aufzubauen. Gesunde Perfektion. Und das durfte ich durch Jonas noch mal mehr lernen, weil Jonas hat Freundschaften, wie die Männer mit sich reden. Da denke ich mir: Wenn die so mit sich reden und immer noch befreundet sind, warum denke ich so viel nach? Kennt ihr das? Also wirklich, ich glaube, viele Freundinnen von mir würde ich so mit denen reden wie Jonas mit seinen Kumpels. It’s not biblical, by the way, aber sie lieben sich von tiefstem Herzen.
Ich durfte so von Jonas lernen, weil Jonas mir das auch noch mal offenbart hat. Er hat mir auch noch mal die Erinnerung gegeben: Schatz, indem du immer, nachdem wir bei Freunden sind, hinterfragst, wie du dich verhältst, willst du zurück in deine Fake Bubble und eigentlich fake sein? Du willst nicht ehrlich sein. Und das trifft mich schon, weil ich bin eine Person, ich kämpfe für Authentizität, weil Authentizität sehr um Pfosten ist.
Und da wieder zu merken: Okay Gott, hilf mir da, authentisch zu sein und gesunde Beziehungen aufzubauen.
Vorbilder aus der Bibel und klare Grenzen
Wenn wir es uns in der Bibel anschauen, gibt es so viele tolle Beziehungen, von denen wir lernen können. Eine, die mich immer wieder berührt, ist die von Jonathan und David.
Wenn ihr eure Bibeln habt, schlagt mal 1. Samuel 18,1 auf. Davids Freundschaft mit Jonathan:
Nach diesem Gespräch fühlte sich Jonathan innerlich stark mit David verbunden. Er gewann ihn so lieb wie sein eigenes Leben. Saul nahm David von diesem Tag an ganz zu sich und liess ihn nicht mehr zu seiner Familie zurückkehren. Jonathan schloss einen Freundschaftsbund mit David, weil er ihn liebte wie sein eigenes Leben. Dabei zog er Mantel und Rüstung aus und bekleidete David damit. Er schenkte ihm sogar ein Schwert, seinen Bogen und seinen Gürtel.
Ich glaube, ich brauche eine Brille. Schatz, wir müssen eine Brille organisieren. Ich habe ja mitgelesen.
Wenn ihr Zeit habt, beschäftigt euch mal mit der Freundschaft von Jonathan und David. Ich finde es so bewundernswert, weil diese Freundschaft so tief von Liebe, von Ehrlichkeit und von einem Kämpfen füreinander geprägt ist. Das ist eine Freundschaft, die mich inspiriert. Dort durfte ich lernen: Okay Gott, ich muss da aber auch Grenzen setzen. Ich kann so eine Freundschaft nicht mit zehn Leuten erwarten.
Ich habe viele Freunde, aber wer sind deine engen Freunde? Es gibt so einen guten Satz: Wer sind die fünf Leute, die dich prägen? Zeig mir deine fünf Freunde, und ich zeige dir, wie dein Leben in fünf Jahren aussieht. Und da ist etwas dran.
Ich musste Grenzen setzen, um zu wissen: Okay Gott, wer ist dieser Jonathan in meinem Leben? Wer ist diese Person, die für mich kämpft in Zeiten, in denen ich schwach bin? Die sich vielleicht kurz mit mir aufregt, die vielleicht sagt: Boah Lisa, ich kenne dein Gefühl, aber wie kommst du da raus?
Und da musste ich die eine oder andere Freundschaft beenden oder verändern. Ich musste schauen: Wer ist meine Priorität? Wer hilft mir weiter? Wem kann ich Dinge anvertrauen, damit ich näher an Gott komme?
Das finde ich so bewundernswert an David und Jonathan. Sie gehen sogar gegen Jonathans Papa, Saul, wo die Freundschaft so von Gott geprägt ist, wo Gott ihm Klarheit schenkt. Und Klarheit, wie in der Geschichte, sieht manchmal sogar so aus, dass Jonathan gegen seinen Vater geht, um David zu beschützen. Das finde ich völlig verrückt und richtig, richtig bewundernswert.
Deswegen eine kleine Erinnerung: Lest diese Geschichte. Heisst Grenzen setzen.
Das wollen wir euch mitgeben: In jeder Beziehung setzt Grenzen. Seid ehrlich zu euch selber. In welchen Freundschaften oder Liebesbeziehungen investiere ich gerade, die mich eigentlich von Gott entfernen?
Und wir wissen das alle: Wenn wir wirklich ehrlich zu uns sind, und die Wahrheit schmerzt manchmal, die wollen wir nicht sehen, dann wissen wir, wer uns gut tut. Dann wissen wir, wer uns nicht gut tut.
Ich hatte eine Freundin, die auch christlich gewesen ist, jahrelang. Und ich musste diese Freundschaft beenden, weil sie auf einmal auf christliche Camps Drogen mitgenommen hat. Sie hat angefangen, Drogen zu nehmen. Ich war irgendwie mit dabei, ich habe selber nichts genommen, aber es war dann so: Aber sie ist doch meine Freundin, ich will sie doch nicht ausgrenzen.
Und Ausgrenzung ist nicht richtig. Man muss immer schauen, wie man Freundschaften beendet. Aber ich durfte reflektieren: Diese Freundschaft besteht auch nicht mehr auf Ehrlichkeit. Ich kann ihr kein Feedback geben. Ich habe mich nicht mal mehr getraut, etwas dagegen zu sagen. Ich war komplett überfordert und habe gedacht: Okay, sie macht ihr Ding, aber wo führt diese Freundschaft hin, wenn sie mir nichts mehr erzählt und ich ihr nichts mehr erzähle?
Heisst: Ich musste diese Freundschaft cutten. Und es war hart, es war schmerzhaft, weil sie wirklich jahrelang ging. Und erst fünf Jahre später versteht sie, warum ich mich distanziert habe. In der Zeit war ich die schlimmste Person, was mir vorgeworfen wurde, mit: Ja, liest du selber die Bibel, und wie kannst du nur?
Und ich habe mir nichts vorgeworfen. Ich habe mich nur distanziert. Und das Distanzieren tut manchmal weh. Es hat mir auch leidgetan. Aber ich wusste: Ich helfe ihr vielleicht, aber damit verliere ich mich selber und meine Grenzen. Ich verliere meine Werte.
Es ist so krass mit der Zeit. Und vielleicht wirst du es auch nie erfahren. Vielleicht wird die Person auch nie etwas daraus lernen. Aber da darfst du egoistisch sein und auf dich aufpassen. Weil du kannst Leuten helfen, aber sei ehrlich: Inwieweit helfen sie dir, und inwieweit ziehen sie dich runter?
Prioritäten, Ehe und geistliche Gemeinschaft
Schatz, du kannst auch nach oben kommen. Das ist immer ganz gut, weil, wenn man mir das Mikro gibt, ich viele Worte habe.
Jonas hat gestern gepredigt. Wir haben zwei Ohren und einen Mund, und der Mund wird immer mehr benutzt als beide Ohren. Da hat er mich in dem Moment, als das gesagt wurde, ganz genau angeschaut.
Aber uns ist in Beziehungen ganz wichtig, was Jonas sagt.
Punkt eins: Das Fundament ist und bleibt Jesus. Das Fundament muss auf Gott gebaut sein. Vielleicht bist du hier und hast selbst keinen richtigen Glauben. Du kannst für ein paar Jahre den Glauben deiner Freundin oder deines Beziehungspartners leben, aber irgendwann wirst du in schweren Zeiten fallen, wenn du kein eigenes Fundament hast. Deswegen: Baut euren Glauben auf den Herrn.
Alleine dachte ich mir: Wenn ich heirate, Jonas und ich, wir werden die ganze Zeit beten. Wie schön, noch stärker zusammen. Jonas macht morgens einen Prayer Walk, ich darf nicht mit, mein Sohn darf nicht mit. Am Anfang, wie manchmal eine nörgelnde Frau so ist, habe ich das nicht ganz verstanden. Ich dachte mir: Schatz, du und ich morgens, warum darf ich nicht mit? Wir können auch zusammen beten.
Jonas ist Realist. Er weiß, ich wäre im Weg. Er braucht die Ruhe. Jetzt lachen wir auch darüber. In dem Moment war das auch hart, weil ich wusste: Okay, in seinem Leben mit dem Herrn bin ich im Weg. Er muss diese Beziehung weiterhin alleine pflegen. Und wir pflegen sie schon auch zusammen, aber wir haben unsere eigene Verantwortung, unseren Glauben auf uns zu bauen.
Mein Sohn dachte ich auch: Komm, dann kann ich länger schlafen, nimm ihn mit. Auch nicht gut, hat er auch recht. Er setzt Prioritäten und Grenzen, auch in unserer Ehe, auch im Familienleben, wo er sagt: Diese Zeit ist kostbar mit dem Herrn, die brauche ich.
Punkt eins: Identität, Zeit mit dem Herrn.
Punkt zwei: Freundschaften. Steht euch selber nicht im Weg. Sucht euch Freunde, bei denen ihr ehrlich sein könnt, authentisch sein könnt. Gott hat uns Freundschaften und Beziehungen geschenkt, und er will, dass wir authentisch sind. Die Welt da draußen will das nicht, weil sie es nicht kennt. Lasst uns das vorleben: authentische und ehrliche Beziehungen, die uns guttun und uns weiterführen.
Punkt drei: Lasst uns Grenzen setzen, ehrliche Grenzen. Vielleicht könnt ihr später in eurer Kleingruppe oder mit eurer Familie noch einmal ein bisschen darüber reden, reflektieren oder einfach mit dem Herrn alleine: Wo kann ich Grenzen setzen? Welche Grenzen traue ich mich vielleicht gerade auch nicht so zu setzen? Sie müssen nicht immer radikal sein, manches braucht Zeit. Deswegen bitte nicht danach einen Anruf machen und sagen: Wir sind nicht mehr befreundet. Nehmt den Herrn damit rein und fragt nach Weisheit.
Das sind so die wichtigsten Punkte von uns. Und der noch wichtigere Punkt nach Punkt eins ist: Schaut euch Beziehungen aus der Bibel an, also David und Jonathan. Es gibt noch so, so, so viel mehr, die ihr euch anschauen könnt. Jesus: Wie hat er Beziehung gelebt? Am letzten Abend, als er wusste, dass er ans Kreuz gehen würde, hat er das Abendmahl mit Menschen zusammen genommen. Er hat zusammen gegessen mit Menschen, von denen er wusste, sie werden ihn verraten. Sie sind nicht perfekt.
Ich weiß nicht, ich lade nur Menschen ein, die ich mag, zum Essen. Das hat mich überführt, wo ich dachte: Krass, Gott, Jesus, du setzt dich mit Menschen zusammen, wo du weißt, der eine würde dich verraten, der andere würde dich verleugnen.
Wir leben in einer Zeit, in der man eigentlich aufgestanden wäre und gesagt hätte: Schaut euch den an, hier, den könnt ihr mal einen, sorry, watschen, der würde mich hier verraten. In so einer Zeit leben wir, alles aggressiv und hier jeden bloßstellen. Aber Jesus hat mit ihnen gegessen und ihnen so viel Liebe geschenkt.
Und das inspiriert mich, wie Jesus Gemeinschaft und Beziehungen gelebt hat, weil Beziehungen nicht perfekt sind. Beziehungen müssen echt und authentisch sein.
Gebet, Vergebung und Einladung
Und wir gehen jetzt in die Zeit des Gebets. Ihr könnt sitzenbleiben, ihr könnt aufstehen, ihr könnt eure Hand an euer Herz nehmen und einfach mal die Augen schliessen und euch darauf einlassen. Jonas wird uns dann ins Gebet nehmen, genau.
Schliesst doch mal gerne eure Augen.
Heiliger Geist, wir laden dich ein. Geist von Jesus, dass du jetzt präsent kommst in dieses Zelt hier. Gott, dass du jeden Einzelnen hier kennst. Danke, dass dir niemand fremd ist. Vielleicht bist du in diesem Zelt und du denkst, es fällt gar nicht auf, wenn ich gleich gehe. Ich bin hier eh allein, niemand kennt mich. Aber da gibt es einen, der kennt dich ganz genau. Er nennt dich beim Namen. Er kennt deinen Namen. Er hat dich geformt im Mutterleib. Er sagt: „Ich liebe dich, meine Tochter. Ich liebe dich, mein Sohn.“ Er ist stolz auf dich und er will Beziehung zu dir haben.
Ja, während alle Augen geschlossen sind, vielleicht hatten wir in der Vorbereitung so diesen Eindruck, dass vielleicht bist du hier und du musst einigen Menschen oder einer Person vielleicht noch etwas vergeben. Vielleicht ist da etwas missbraucht worden in deinem Leben. Vielleicht wurde da ein Geheimnis verraten, wie es Lisa gerade gesagt hat. Vielleicht bist du in eine Beziehung reingegangen, du wolltest real sein, du wolltest echt sein, aber es wurde missbraucht. Und seitdem hast du diese Schutzmauer, diesen Schutzwall um dein Herz aufgebaut, so dass niemand mehr herankommen kann.
Aber ich will dir eins sagen: Wenn das passiert, dann verschliesst du dich auch diesem Gott, der dein Herz geformt hat. Und ich will dich wirklich einladen: Wenn du das bist, wenn du weisst, da ist jemand, dem muss ich jetzt vergeben, wenn dir jemand in den Sinn kommt oder eine Situation, ey, wir wollen Gott einladen und du sollst vergeben lernen. Weil Jesus hat vergeben, deswegen sollen wir vergeben. Und in diesem Vergeben lassen wir etwas los. In diesem Vergeben, diesen Schmerz, an dem wir festhalten, lassen wir es los. Und wir laden Gott ein.
Wenn du das vielleicht bist, vielleicht alle Augen geschlossen, wenn du das bist, darfst du auch gerne irgendwie ein Zeichen geben. Du darfst die Hand strecken oder mach die Hand auf dein Herz, was auch immer du willst. Niemand schaut dir zu. Es ist nur ein Zeichen äusserlich, das wir geben, was innerlich passiert.
Und Vater, ich bitte dich, dass du jeden Einzelnen hier segnest, dass du zu Menschen hineinkommst. Jeder Einzelne, der gerade seine Hand streckt, in jedem einzelnen Herz, wo etwas passiert. Heiliger Geist, dass du hineinkommst. Und Gott, wir zusammen, wir wollen sagen: Wir wollen nicht an Schmerz und Bitterkeit festhalten, sondern wir lassen los und wir lassen dich tun, Gott, dich tun, was auch immer du willst. Was auch immer du tun willst, Gott, tu es in unserem Leben, in jedem Einzelnen, jeder, der meine Stimme gerade hört. Gott, ich danke dir, dass da Leichtigkeit hineinkommt in diese Situation, absolute Freiheit, Gott, und dass deine Söhne und Töchter frei dir dienen können, ohne diesen Schmerz, diesen Ballast oder diese Schwere mit sich tragen zu müssen. Danke, Vater, für diese Leichtigkeit.
Und wir wollen auch bitten für jeden Einzelnen, der hier vielleicht gerade ist. Vielleicht bist du alleine hier, vielleicht bist du mit ein paar Leuten gekommen, aber dir fehlt auch teilweise Gemeinschaft, Gemeinschaft mit anderen, die gleich denken. Vielleicht hast du dir vorgenommen: Ich will meiner Freundesgruppe von Jesus erzählen. Aber genau das Gegenteil passiert: Sie ziehen dich eher in ihren Bann, und es wird immer weniger von deinen Überzeugungen, von deinen Werten und von deiner Beziehung mit Gott.
Und wenn du das bist, dann will ich dich auch einladen, wirklich heute mal wieder ein Commitment, ein Statement zu geben und zu sagen: Jesus, ich will dir nachfolgen. Und was brauchen wir, wenn wir ihm nachfolgen? Wir brauchen Gemeinschaft, Gemeinschaft mit anderen Gläubigen. Du brauchst vielleicht eine Gemeinde, du brauchst vielleicht wieder eine Kleingruppe. Ich will dich ermutigen: Wenn du das bist, such dir doch aktiv Freunde, die gleich denken. Ja, wir können, wir sollen uns nicht isolieren von dieser Welt, aber wir brauchen Gemeinschaft mit Gleichdenkenden.
Danke, Vater, dass du hier bist. Und zu allerletzt wollen wir noch die Möglichkeit geben, so wie wir es heute Morgen auch schon gesehen hatten in der grossen Session: Wenn du hier bist und du kennst diesen Gott überhaupt nicht, wenn du hier bist und du sagst, dieser Gott, er war mir fremd. Ich bin vielleicht das erste Mal da, vielleicht bin ich das zehnte oder zwanzigste Mal da, wie oft auch du schon hier warst oder bei anderen Gottesdiensten oder ob es das erste Mal sein mag.
Ich will dich einladen, wenn du hier bist und du willst Gott ein Zeichen geben und sagst: So wie ich damals vor 15 Jahren, ich wusste nicht, wer ich bin, aber ich wusste, ich bin schwach und ich brauche diesen Gott. Ich weiss nicht, wo meine Identität ist. Vielleicht bist du gerade verloren, vielleicht fühlst du dich nicht gesehen, vielleicht fühlst du dich alleine oder wo auch immer du bist. Ich will dich einladen, diesen Gott in dein Herz einzuladen, und er wird alles neu machen. Es wird vielleicht nicht immer leicht sein, aber es wird genau richtig sein. Sein Weg ist nicht immer der einfachste, aber es ist der richtige Weg für dein Leben.
Deswegen, während noch mal alle Augen kurz geschlossen bleiben, will ich dich einladen: Wenn du das bist, dass es dein Moment zwischen Gott und dir ist, der kann deine Ewigkeit bestimmen, dann streck doch kurz deine Hand oder leg sie auf dein Herz, gib ihm ein Zeichen. Wenn du mit deinem Mund bekennst und mit deinem Herzen glaubst, dass Jesus der Retter ist, der von den Toten auferstanden ist, wenn dieser Gott, der gerade hier ist, durch seinen Geist zu dir spricht, wenn er dich berührt, dann gib ihm doch ein Zeichen, und er kommt in dein Leben. Und er wird deine Prioritäten richtig einordnen. Er wird dir Menschen schenken, die du dir niemals erträumt hättest. Er wird dich einpflanzen in eine Gemeinschaft, und er wird dein Herz weich machen, empfänglich für sein Wort.
Und für jeden Einzelnen will ich bitten: Jesus, danke, Vater, dass wir hier zusammen sind als Einheit, als Brüder und Schwestern. Danke, dass wir dein Leib repräsentieren dürfen hier in Aitling, hier heute und jetzt. Danke, Gott, für Brüder und Schwestern, für Söhne und Töchter, die du zusammengebracht hast. Danke für jeden Einzelnen hier, auch auf diesem ganzen Camp. Gott, wir wollen diesen weiteren Tag noch segnen. Danke, Vater, dass du uns immer tiefere Offenbarung schenkst, was es bedeutet, Beziehung zu dir zu haben. Beziehung zu unseren Mitmenschen zu haben.
Gott, komm du in unsere Freundschaften. Heiliger Geist, wir laden dich ein. Komm in unsere Ehen, komm in unsere Familien. Stell du doch Ehen wieder her, stell du doch Familien wieder her, stell du doch Beziehungen zwischen Vätern und Söhnen und Müttern und Söhnen und Töchtern und Eltern und Kindern wieder her. Danke, Gott, dass du alles neu machen kannst mit einer Begegnung. Und alles, was es dazu braucht, ist ein einfaches Ja von uns. Ein einfaches Ja: Komm in mein Herz und mach du alles neu.
Jesus, wir brauchen dich und wir lieben dich. In deinem mächtigen Namen beten wir, Jesus. Amen. Amen.
Hey, richtig cool, dass du eingeschaltet hast. Wir hoffen, es hat dir gefallen. Um das Angebot weiterführen zu können, brauchen wir deine Unterstützung. Um das POT langfristig planen zu können, helfen uns regelmässige Spenden. Wir sind aber auch unheimlich dankbar für jede Einzelspende, jeder Betrag hilft. Vielen Dank, dass du das POT damit möglich machst.
