Event•Teil 5 / 10Spurgeon-Konferenz 2014
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einführung und Wahrnehmung eines wachsenden Themas
Guten Abend! Hallo! Viele intelligente Christen, es gibt ein Handout, das kommt jetzt rundherum. Aber hallo, wenn ich Sie noch nicht kennengelernt habe! Ich heisse Mike Clark, und hoffentlich haben wir später eine Möglichkeit, ein bisschen zu reden. Es tut mir leid, es ist ein bisschen heiss, ja, aber wir vergessen das, ja? Ja, gut, okay.
Viele intelligente Christen von heute fragen sich, was die neue Perspektive auf Paulus sein soll. Theologiestudenten ist sie in ihrer Lektüre zum Neuen Testament begegnet. Sie ist überall im Internet, ebenso wie in vielen Büchern und Zeitschriften, selbst von konservativen evangelikalen Verlagen. Und immer öfter hört man die Kernideen auch in Predigten, von Kanzeln auf der ganzen Welt. Es ist recht erstaunlich, wie schnell das alles geschieht.
Ich will das einmal im Kontext veranschaulichen. 2004 war ich ein frischgebackener junger Pastor, der gerade seine theologische Ausbildung am Sydney’s Moore College abgeschlossen hatte, und ich diente in meiner ersten Gemeinde. Ich hatte natürlich von der neuen Paulus-Perspektive ein wenig gehört, aber damals schien sie mir nur eine weitere irrelevante Diskussion unter Akademikern und Theologen zu sein.
Zehn Jahre später hat sich das alles geändert. Ich war letzten Monat bei einem Treffen in Cambridge, mit evangelikalen Gelehrten des Neuen Testaments in Tyndale House. Es waren auch Vortragsredner aus Deutschland dabei, die alle ein kleines Glaubensbekenntnis unterzeichnet hatten, sonst wären sie nicht dort gewesen. Das Thema der Konferenz war Eschatologie, und der Hauptredner war N. T. Wright. Das an sich war schon eine Überraschung. Denn Wright ist aktuell der bekannteste und einflussreichste Vertreter der neuen Perspektive.
Doch was mich wirklich erstaunt hat, war die Tatsache, dass die überwältigende Mehrheit der teilnehmenden Gelehrten, besonders die meiner Generation, also die jüngere Generation christlicher Gelehrter, die in den nächsten zwanzig oder dreissig Jahren Gemeindeleiter in konservativen theologischen Institutionen unterrichten und ausbilden werden, Wrights Gedanken nicht nur herzlich willkommen hiess, sondern sie aktiv unter ihren Studenten verbreitet. Anders ausgedrückt: In ein paar wenigen Jahren hat sich die neue Perspektive von einem Randthema zu einem Teil des evangelikal-christlichen Mainstreams entwickelt. Das bedeutet: Wenn ihr noch nicht davon gehört habt, werdet ihr das auf jeden Fall. Deshalb ist es wirklich wichtig, zumindest etwas darüber zu wissen, worum es hier geht.
Was unter der neuen Paulusdeutung verstanden wird
Was ist die neue Perspektive? Inwiefern unterscheidet sie sich von der alten Perspektive? Ich bin kein Experte, das muss ich ehrlich sagen. Aber ich habe aus verschiedenen Gründen, die später deutlich werden, viel darüber gelesen, besonders Tom Wright. Er ist wirklich unser Hauptfokus heute Abend, und das schon seit mindestens acht Jahren.
Dieser Beitrag stellt einen Versuch dar, eine möglichst faire Zusammenfassung der neuen Perspektive zu geben, und zwar auf eine Weise, mit der die Befürworter zufrieden wären. Das heißt: Ich habe kein Interesse an einem Strohmann. Ich weiß nicht, ob es dafür ein deutsches Wort gibt. Strohmann geht, okay, also kein Interesse an einem Strohmann. Mein Ziel ist wirklich, dass wir verstehen, was sie sagen, und dann im Licht des Wortes Gottes ein wenig darüber nachdenken.
Ihre Thesen: Was ist die neue Perspektive? Genau genommen gibt es nicht die neue Perspektive auf Paulus als solche. Der Begriff stellt vielmehr einen praktischen Sammelbegriff für einen aktuellen Trend in der paulinischen Forschung dar, der typischerweise mit der Arbeit von drei Gelehrten verbunden ist: E. P. Sanders, James D. G. Dunn und N. T. oder Tom Wright. Er schreibt unter zwei Namen: als er freundlich ist, Tom; als er wissenschaftlich ist, N. T. Bei klaren Unterschieden ist es aber derselbe Mann, und das ist wichtig zu bemerken.
Zwischen den Lehren der einzelnen Vertreter kann es zwar Unterschiede geben, doch die zentrale Aussage lässt sich mehr oder weniger wie folgt zusammenfassen: Vertreter der Neuen Perspektive behaupten, dass die Reformatoren Paulus in einem mittelalterlichen Umfeld und vor dem Hintergrund der theologischen Auseinandersetzungen des sechzehnten Jahrhunderts gelesen haben. Dadurch hätten sie sowohl das Judentum als auch Paulus’ Sicht darauf grundlegend missverstanden, insbesondere in Bezug auf seine Lehren von Gerechtigkeit und Rechtfertigung.
Laut der Lehre der katholischen Kirche ist Gerechtigkeit etwas, das Gott den Menschen durch die Spendung der Sakramente zuteilwerden lässt. Das lateinische Wort dafür ist natürlich justificare. Und woher kommt dieses Wort? Justificare. Lateinisch, gut. Gerecht machen, genau: zwei Worte hier, justus und facere. Und das bedeutet „gerecht machen“ oder besser „recht machen“? Gerecht machen. Ja, wahrscheinlich ist das richtig: gerecht machen.
Gut. Die katholische Kirche hat gelehrt und lehrt immer noch, und das ist wichtig zu wissen, dass, wenn der Priester das richtige Wort mit den richtigen Worten, also mit den richtigen Worten, Utensilien und der richtigen Intonation sagt, ein Mensch tatsächlich verwandelt wird, in diesem Augenblick gerecht gemacht wird.
Die klassische reformatorische Antwort auf Rechtfertigung
Dagegen haben die protestantischen Reformatoren Luther, Calvin, Zwingli usw. natürlich darauf bestanden, dass das katholische Verständnis von Rechtfertigung ganz falsch ist. Luther lehrte, dass wir, egal was wir tun und wie sehr wir uns bemühen, Sünder sind. Und solange wir nicht im Himmel sind, werden wir immer sündig bleiben. Wir können nicht intrinsisch gerecht sein, also nicht in uns selbst und aus uns selbst heraus gerecht.
Und dennoch können wir einfach dadurch, dass wir dem Evangelium glauben, gerechtfertigt werden. Das heißt: als gerecht erklärt werden, als ein kostenloses Geschenk auf der Grundlage des einmal für alle geltenden Sühneopfers Jesu Christi. Gemäß Luthers fröhlichem Tausch nimmt Christus unsere Sünden und unsere Ungerechtigkeit auf sich selbst, am Kreuz, und gibt uns im Gegenzug seine eigene perfekte Gerechtigkeit. So dass, wenn Gott dich und mich ansieht, er uns nicht mehr als Sünder sieht, sondern wunderbar gekleidet in die Gerechtigkeit Christi.
Nun, gemäß der neuen Perspektive zeigt sich, dass beide Ansichten falsch sind, denn die Reformer haben nach Antiright die richtigen Antworten auf die falschen Fragen gegeben. Die Reformer haben mit ihren richtigen Antworten auf die falschen Fragen verdreht, was die Schrift selbst über die Rechtfertigung lehrt.
Kurz zusammengefasst lehrt die Neupaulusperspektive Folgendes:
Erstens: Die vorherrschende postreformatorische Tradition der paulinischen Interpretation enthält schwere Fehler. Denn an dem Punkt, an dem viele den entscheidenden Unterschied zwischen Paulus und Judentum sehen, nämlich Gnade und Werke, stimmt Paulus tatsächlich mit dem Judentum Palästinas überein. Das Judentum zu Paulus’ Zeit war keine Religion der Selbstgerechtigkeit, die lehrte, dass Erlösung durch eigenes Bemühen verdient werden konnte, sondern zeichnete sich durch Gnade aus, ganz wie das Christentum.
Anders ausgedrückt: Die Juden glaubten schon immer, dass Erlösung durch Gnade geschieht; das hat Paulus nicht entdeckt. Die Juden wussten, dass man Erlösung nicht verdienen kann. Es stimmt, dass sie auch glaubten, dass sich das Gericht nach den Werken richten würde. Aber sie glaubten nie, dass diese Werke ihre Erlösung verdienen könnten. Sie waren nur die Bedingungen, um darin zu bleiben.
Anders gesagt: Die Juden des ersten Jahrhunderts glaubten, dass man durch Gnade hineinkommt und durch Werke darin bleibt. Man kommt durch Gnade hinein und man bleibt durch Werke darin. Und sie sagen, Paulus stimmte mit dieser Grundstruktur überein. Er lehrte auch, dass Erlösung durch Gnade geschieht und das Gericht hingegen nach den Werken.
Der Konflikt mit dem Judentum und die Frage nach dem Volk Gottes
Punkt drei: Das Problem, das Paulus mit den Judaisten hatte, hatte nichts mit zwei konkurrierenden Erlösungssystemen zu tun, Gnade versus Werke. Der Konflikt bezog sich auf den Status der Heiden in der Kirche.
Paulus’ Lehre der Rechtfertigung hat mehr mit Ekklesiologie, also der Lehre über die Kirche, zu tun als mit Soteriologie, der Lehre über die Erlösung. Mit anderen Worten: Es ist eine korporative Doktrin, die mehr mit der Frage zu tun hat, wer zu Gottes Volk gehört, als mit der Frage: Was muss ich tun, um gerettet zu werden?
Luthers große Frage: Wie kann ich einen gnädigen Gott finden? sagt eigentlich mehr über Luther und sein geplagtes Gewissen aus als über Paulus. Das Problem ist, dass wir im Westen einfach Luther und seinen Konflikt mit dem Katholizismus in Paulus hineingelesen haben und dabei jahrhundertelang diesem Text Gewalt angetan haben.
Das traditionelle Verständnis von Gerechtigkeit, Rechtfertigung und der Anrechnung von Christi Gerechtigkeit usw. sind nicht mehr als anachronistische Erfindungen der lutherischen Tradition der Interpretation, die daran vorbeigehen, was Paulus eigentlich sagte. Rechtfertigung hat in seinem ursprünglichen Kontext mit Paulus’ Versuch zu tun, die Grenzen des Volkes Gottes mit Blick auf das Kommen Jesu zu definieren oder neu zu definieren.
Wer ist darin, und wer ist draußen? Wer ist darin, und wer ist draußen? Darum geht es eigentlich bei der Rechtfertigung. Okay, alles klar? Ein bisschen, ja? Gut.
Historischer Hintergrund: Sanders und die Neubewertung des Judentums
Hintergrund und Entwicklung E.P. Sanders
Die protestantische Richtung der bibelwissenschaftlichen Studien wurde traditionell von einer lutherischen oder reformierten Sicht bestimmt, mit ihrer eigenen, etwas negativen Darstellung des Judentums des ersten Jahrhunderts. Das änderte sich jedoch mit der Veröffentlichung von E. P. Sanders’ umfangreichem Buch Paulus und das palästinische Judentum im Jahr 1977 entscheidend. Wie schon seine Vorgänger Albert Schweitzer und W. D. Davies beunruhigten Sanders die antijüdischen Tendenzen der alten Perspektive, und besonders die Darstellung des Judentums als dem Christentum unterlegen. Er wollte ein gereinigtes Bild des frühen Christentums vermitteln, unverfälscht von christlichen Verurteilungen. Kurz nach dem Holocaust war das ein Gedanke, der an der Zeit war.
Sanders argumentierte, dass protestantische Gelehrte aus dem Judentum eine Karikatur gemacht hätten. Es sei nämlich keine legalistische Religion, die sich auf Selbsterlösung durch gute Werke gründe, sondern betone die Gnade ebenso stark wie das Christentum. Er behauptete, dass die Juden glaubten, dass das Hineinkommen in den Bund durch Gnade geschehe, während das Drinbleiben durch Gehorsam gegenüber dem Gesetz gesichert werde. Das glaubte auch Paulus selbst, und der Unterschied zwischen Paulus und den Juden war letztlich ein heilsgeschichtlicher.
Dunn und die Verschiebung hin zu Bundesgrenzen
James D. Dunn
Die Forschungen von Sanders wurden zwar in der Judäistik gut aufgenommen, hatten aber nur einen minimalen Einfluss auf die neutestamentliche Forschung, bis sie von James D. Dunn und N. T. Wright weiterentwickelt wurden.
Dunn teilte Sanders’ Darstellung des Judentums aus seiner „Religion der Gnade“, in der folgenden Aussage. Und darf jemand das mit lauter Stimme bitte lesen? Wer kann das? Ja, das Judentum. Das Judentum, das Sanders als katholisch und amischartig handelt, verkündet nun offensichtlich gute protestantische Lehre, dass Gnade stets zuerstkommt, dass menschliches Bemühen stets die Reaktion auf die Initiative Gottes ist, dass gute Werke die Frucht und nicht die Wurzel der Erlösung sind. Gute protestantische Lehre.
Allerdings lehnte er Sanders’ Darstellung der Theologie des Paulus als inkonsistent und ad hoc ab und weist auf die weit verbreitete Verwendung von Begriffen der Rechtfertigung im paulinischen Korpus hin, die deren Bedeutung für Paulus bestätige. Von entscheidender Bedeutung dabei ist, dass Dunn diesen Sprachgebrauch radikal neu interpretiert, als Teil einer pragmatischen Taktik, um die Mission unter den Nationen zu unterstützen.
Danach sollte der Hinweis auf Gottes Gerechtigkeit in Römer 1,16-17 beziehungsmäßig verstanden werden, als eine Beschreibung von Gottes Treue zu seinem Volk. Rechtfertigung bedeutet Gottes Anerkennung, dass der Mensch im Bund ist, also zu Gottes Volk gehört. Und der berühmte Ausdruck des Paulus, die Werke des Gesetzes, hat nichts mit Gesetzlichkeit zu tun, sondern beschreibt Grenzmarkierungen, so wie etwa Beschneidung und das Halten des Sabbats usw., die von den Juden gebraucht wurden, um Nichtjuden von der Zugehörigkeit zu Gottes Bundesvolk auszuschließen.
Hat Paulus die Juden also nicht dafür kritisiert, dass sie sich durch das Halten des Gesetzes die Erlösung verdienen wollten, sondern dass sie das Gesetz missbrauchten, um andere auszuschließen?
Wrights umfassendere Erzählung von Israel, Christus und der Welt
N. T. Wright: Viele von uns hätten jedoch wohl nie von der neuen Perspektive gehört, hätte es nicht den brillanten N. T. Wright gegeben. Während er einige von Sanders’ beachtlichen Ideen über Bord warf, schloss er sich ihm an, indem er die Gedankenwelt des Paulus auf eine Art charakterisierte, die die neue Perspektive für ein evangelikales oder zumindest im weiten Sinn christliches Publikum schmackhaft machte.
Zentral in Wrights Darstellung ist die Überzeugung, dass Paulus und seine Lehre der Rechtfertigung im Kontext der großen Hintergrunderzählung von Israels Geschichte verstanden werden müssen. Der westlichen Theologie ist es nicht gelungen, Paulus und seine Lehre zu verstehen, sagt Wright, weil sie seine Briefe nicht als Teil der großen Geschichte von Schöpfung und Bund, von Gott und seiner Welt und seinem Volk gelesen hat, die in einer einzigen Erzählung voranschreitet. Und das geschah auch immer noch weiterhin so.
Reiter fasst diese Geschichte folgendermaßen zusammen, und wer kann das für uns vorlesen, bitte? Danke, Christian!
In der großen Geschichte geht es um den Schöpfungsplan Gottes für die Welt. In diesem Plan wurden Menschen immer als Vertreter Gottes vorgesehen. Menschen sündigen, das ist ihr Problem, aber Gottes Problem ist größer, nämlich dass sein Plan für die Welt vereitelt wird. Und so beruft Gott Abraham als Mittel, die Menschheit zu retten.
Dann rebelliert Israel, das ist ihr Problem, aber Gottes Problem ist größer, nämlich dass sein Plan, Menschen und damit die Welt zu retten, vereitelt wird. Also sendet Gott Israel als Person, Jesus den Messias, um Israel zu retten und Israels Aufgabe, Adams Wege und Adams Wege für die ganze Welt auszuführen. Er verkündet Gottes Reich und wird gekreuzigt. Und das, wie sich herausstellt, ist Gottes Antwort auf die vielfältigen Probleme, denn wie man an der Auferstehung sehen kann, ist der Tod selbst besiegt worden.
Das passt alles zusammen, und es zeigt, dass der Sinn des Bundes an jedem Punkt ganz eng und organisch verbunden ist mit den spezifischen Anliegen einer sündigen, schuldigen Menschheit. Der Sinn des Bundes mit Israel ist in der ganzen Schrift, dass er das Mittel ist, durch das Gott die Kinder Adams rettet und so die ganze Welt wiederherstellt.
Die neue Sicht auf Galater und die Bedeutung von Rechtfertigung
Trotz einer langen Tradition, die das Gegenteil behauptet, ist das Problem, das Paulus im Galaterbrief anspricht, nicht die Frage, wie genau jemand Christ wird oder in Beziehung mit Gott kommt. Oh, oh, warte, das ist das nächste Zitat, danke, gut, okay, right, dankeschön Christian, right. Stimmt mir dann überein, dass das Wort Gerechtigkeit Treue meint, wenn es sich auf Gott bezieht, und so etwas wie Bundeszugehörigkeit, wenn es sich auf Menschen bezieht. Also: Treue, wenn es mit Gott zu tun hat; Bundeszugehörigkeit, wenn es mit Menschen zu tun hat.
Er sagt, dass der berühmte Ausdruck des Paulus, Pistis Jesu, nicht menschlichen Glauben an den Messias meint, sondern die Treue des Messias. Nicht, dass wir an ihn glauben, sondern dass er treu ist. Und er fasst seine Position bezüglich der Bedeutung von Rechtfertigung folgendermaßen zusammen. Bitte noch mal Christian, das war letztes Mal gut getan. Weiter jetzt, ja bitte.
Trotz einer langen Tradition, die das Gegenteil behauptet, ist das Problem, das Paulus in Galater anspricht, nicht die Frage, wie genau jemand Christ wird oder in Beziehung mit Gott kommt. Ich weiß auch gar nicht, wie Paulus auch griechisch die Idee einer Beziehung mit Gott ausdrücken würde. Aber wir lassen das mal beiseite.
Das Problem, das er anspricht, ist: Sollten Bekehrte nicht jüdischer Herkunft geschlitten werden oder nicht? Nun, diese Frage hat jedenfalls gar nicht offensichtlich etwas mit den Fragen zu tun, mit denen sich Augustinus und Pelagius beschäftigt haben oder Luther und Erasmus. Für jeden Leser, aber besonders in seinem Kontext des ersten Jahrhunderts, hat das Problem ganz offensichtlich mit der Frage zu tun, wie man das Volk Gottes definiert. Soll es durch die Kennzeichen der jüdischen Rasse definiert werden oder irgendwie anders?
Ein neues Zitat jetzt. Ja, okay, und auch das bitte. Rechtfertigung meinte im ersten Jahrhundert nicht, wie jemand eine Beziehung mit Gott aufbauen könne. Es ging um Gottes eschatologische Definition, zukünftig wie auch gegenwärtig, davon, wer tatsächlich ein Glied seines Volkes ist. Mit Senders Worten: Es ging nicht so sehr um das Reinkommen oder um das Drinbleiben, als vielmehr darum, wie man denn wissen könne, wer drin ist in der Familie Gottes.
Zwischenbilanz und erste Reaktionen
Okay, kommentieren, beobachten, was denken wir? Gibt es in den ersten 2000 Jahren der Kirchengeschichte Menschen, die etwas Ähnliches vor ihm gesagt haben? Alles ist ziemlich neu. Gute Frage, alles ist ziemlich neu. Ja, gut, ja.
Bekannte Begriffe werden völlig neu. Das ist interessant, oder? Das ist auch neu, ja, gut.
Und was er an sich sagt, gibt es dazu Kommentare? Ja, er würde sagen, er hat viel mehr gelesen als wir, und er hat einen guten Punkt. Das stimmt eigentlich. Und er hat eigentlich viel mehr über diese Dokumente als Luther und Calvin usw. gelesen. Er hat wirklich viel, viel gelesen.
Ja, vielleicht kommen wir zurück zu dieser Frage. Das ist eine interessante Sache, was er über die Pharisäer sagen würde. Ja, aber das ist eine gute Frage. Kannst du später das, ja? Gut, ja.
Aber du hast das auch missverstanden. Er hat nicht umgekehrt in diesem Sinn. Ja, das ist auch so, wir haben das auch falsch verstanden. Er würde sagen, er wurde berufen, aber er war ein Jude, und er bleibt doch ein Jude. Alles, was geendet ist, ist, dass er verstanden hat, dass Jesus der Christus ist. Und so muss sein altes System jetzt neu interpretiert werden, mit dieser wichtigen Sache darin. Aber er würde nicht so etwas sagen wie Schweizer und vorherige Leute. Ja, vielleicht kommen wir auch zurück, ja. Das ist ein bisschen in eine andere Rolle, aber es ist ziemlich anders, oder? Es gibt viele neue Sachen hier, ja?
Okay, ja? Das ist ein guter Punkt. Wir würden nicht sagen, dass es keine Gnade im Alten Testament gibt. Das ist richtig, oder? Richtig, gut. Ja.
Wenn ich es richtig verstanden habe, kommt aber diese Metapher des Gerichts schon im Neuen Testament vor. Das ist jetzt keine Erfindung von Martin Luther, sondern das Verdammen und das Freisprechen sind Vokabeln, die das Neue Testament selber gebraucht. Ich finde, auch da kommt es schon vor. Es ist naheliegend, das da noch aufzugreifen.
Gut, ja, okay, gut, ja. Okay, lasst uns dann weitergehen. Danke, sehr gute Kommentare, alle.
Gegenwärtige und zukünftige Rechtfertigung nach Wright
Laut Wright ist die Rechtfertigung ein Vorausschauen in der Gegenwart darauf, wer in der Zukunft zur Bundesgemeinschaft gehört. Lass mich das noch einmal sagen: Laut Wright ist die Rechtfertigung ein Vorausschauen in der Gegenwart darauf, wer in der Zukunft zur Bundesgemeinschaft gehört. Es ist nicht eine Eintrittserklärung: „Willkommen hier“, wie die alte Perspektive sagen würde, sondern eine Anerkennung des Status: Du bist bereits drin, der später bestätigt wird.
Als Antwort auf die Frage, wie man nun hineinkommt, sagt Wright, dass die Grundlage der Rechtfertigung zweifach ist: Gnade und Glaube, das Kreuz und der Geist. Gnade und Glaube, das Kreuz und der Geist.
Zuallererst ist Rechtfertigung eindeutig objektiv. Sie gründet auf dem sündlosen Tod und der Auferstehung Jesu Christi für die Sünder. Nun sagt er aber auch, Rechtfertigung findet auf der Grundlage des Glaubens statt, denn echter christlicher Glaube, dass Jesus Herr ist und dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, ist der Nachweis des Wirkens des Geistes und daher auch der Nachweis, dass der Gläubige bereits innerhalb des Bundes ist.
Also gibt es zwei Grundlagen der Rechtfertigung: einerseits das objektive Werk Jesu Christi am Kreuz für uns, andererseits das Erneuerungswerk in uns, das auf der Grundlage des Glaubens geschieht und nicht durch Glauben, wie Luther es gesagt hat, aufgrund dieses Glaubens.
So zum Beispiel: Wie wird jemand gerechtfertigt? Und die Antwort ist:
1. Jesu Werk für uns.
2. Jesu Werk in uns durch den Geist.
Ja, das ist Wrights Antwort. Alles zusammengenommen verkündet die gegenwärtige Rechtfertigung auf der Grundlage des Glaubens, was die zukünftige Rechtfertigung öffentlich bestätigen wird, auf der Grundlage des ganzen Lebens.
Und Wright sagt, und ich glaube, dieses Zitat ist da, kann jemand das bitte vorlesen: Wright sagt: „Eine der Hauptanklagen gegen mich in einer menschlichen Gerichtssache, der, wenn ich daraus wäre, mich nicht kümmern würde, ist, dass ich gesagt habe, dass die letztendliche Rechtfertigung am jüngsten Tag in Übereinstimmung mit Werken sein wird. Ich wiederhole: Was immer ich gesagt habe, dass die letztliche Rechtfertigung, das letzte Urteil im Gegensatz zur gegenwärtigen Rechtfertigung, nicht nur auf Ruf und Glaube allein ausgesetzt ist, die Gesamtheit des gelebten Lebens ausgestatten wird. Es wird anders ausgedrückt, in übereinstimmenden Werken sein, wenn man das Leben als Ganzes betrachtet, nicht in dem Sinn, dass irgendein Leben erweckt sein wird, wie dabei, aber das in die richtige Richtung geht, indem wir trachten nach Herrlichkeit, Ehre und unvergänglichem Leben.“
Okay, Dankeschön.
Ein Beispiel aus Philipper 3 und die Frage nach übertragener Gerechtigkeit
Okay, bevor wir gemeinsam darüber nachdenken, was wir mit diesen Sachen tun können, schauen wir uns doch ein Beispiel an, wie sich diese neue Art, die Dinge zu lesen, auf unser Verständnis des Neuen Testaments auswirkt.
Ich habe da ein Zitat aus Philipper 3. Wer kann eine alte Perspektive-Lesung machen, bitte? Philipper 3,8 und 9. Kann jemand das laut lesen, bitte?
Hier haben wir einen wesentlichen Abschnitt, der in der protestantischen Interpretation so verstanden wurde, dass er unsere Rechtfertigung aus dem Annehmen einer fremden Gerechtigkeit erklärt. So, wie ich den Text immer verstanden habe, sagt Paulus in etwa: Ich will keine eigene Gerechtigkeit aus mir selbst heraus, aufbauend auf dem, was ich getan habe. Ich will die Gerechtigkeit, die in Christus von Gott kommt und durch Glauben empfangen wird.
Ja, aber in Wrights Übersetzung wird der Begriff für Gerechtigkeit bemerkenswerterweise ersetzt durch Bundeszugehörigkeit. Wright sagt, und noch mal Jonathan bitte. Okay, das ist eine sehr wesentliche Verlagerung, oder? Gerechtigkeit wird nun übersetzt als Bundeszugehörigkeit.
In dem Abschnitt geht es nicht darum, dass einem die Gerechtigkeit Christi angerechnet wird. Wright sagt, dass die Gerechtigkeit Christi nicht übertragbar ist. Die Gerechtigkeit Gottes ist Gottes Gerechtigkeit. Sie kann auf niemand anderen übertragen werden. Er sagt, es wäre lächerlich, davon zu reden, dass ein Richter seine Gerechtigkeit dem Angeklagten im Gerichtssaal überträgt. Das kommt in keinem Gerichtssaal vor, und davon spricht auch das Neue Testament nicht. Man hängt noch fest in mittelalterlichen Vorstellungen.
Würdigung, Warnung und erste theologische Einordnung
Freunde, wie sollten wir als bibeltreue Christen den Behauptungen der neuen Perspektive antworten? Wie sollten wir mit all diesen Dingen umgehen?
Nun, es ist sicherlich wahr, dass das Auftreten der neuen Perspektive in Gottes großer Fürsorge einige positive Dinge mit sich gebracht hat. Durch ihr Verlangen, Paulus im Licht des geschichtlichen und kulturellen Hintergrunds zu verstehen, hat uns die neue Perspektive daran erinnert, was die neutestamentliche Forschung des 19. und 20. Jahrhunderts zu vergessen scheint: nämlich, dass Paulus tatsächlich ein Jude war. Das ist wichtig, oder? Wir haben das vergessen, manche von uns zumindest. Und das ist jetzt noch einmal klar geworden.
Die meisten sehen Sanders’ Arbeiten als wichtige Korrektive zu den klischeehaften Vorstellungen über jüdische Gesetzlichkeit in der Vergangenheit, zum Beispiel bei Bultmann. Und es ist ebenso wahr, dass die neue Perspektive viele von uns Paulus näher an die Schriften des Judentums der zweiten Tempelperiode herangeführt hat, was ebenfalls keine schlechte Sache ist.
Ich muss sagen, ich halte Wrights Forderung, dass Paulus im Kontext der biblischen Heilsgeschichte oder Metaerzählung gelesen werden muss, für eine sehr wichtige Erkenntnis. Das ist richtig: Wir sollten Paulus in dieser Geschichte lesen. Das scheint mir mindestens wichtig.
Und doch haben viele ernsthafte Bedenken bezüglich ihrer zentralen Aussagen, und diese sind ernst genug, um die Auseinandersetzung mit diesem Thema zu rechtfertigen. Einer der Geistlichen von Westminster riet einmal und sagte Folgendes: Der Prediger zur Widerlegung falscher Lehren soll weder die Irrlehren der vergangenen Zeit aus ihrem Grab wecken, noch blasphemische Meinungen unnötigerweise erwähnen. Aber wenn die Menschen in Gefahr sind, solchen Fehlern zu verfallen, dann ist er dazu angehalten, sie sorgfältig und gründlich zu widerlegen und ebenso fleißig ihrem Gewissen gegenüber allen Einwänden Genüge zu tun.
Dies scheint mir ein sehr guter Ratschlag zu sein. Wir haben uns nicht dazu entschlossen, dieses Thema anzusprechen, weil wir es für unterhaltsam, herausfordernd, spaßig oder sogar befriedigend halten. Wir setzen uns damit auseinander, weil wir als MBS München davon überzeugt sind, dass die neue Perspektive keine bloß historische Thematik ist, die keinerlei Relevanz und keinen Einfluss auf den geistlichen Zustand des Volkes Gottes hat. Ebenso halten wir sie auch nicht für eine Nebensächlichkeit.
Wir glauben, dass sie zu gefährlichen Verirrungen führt, welche die Definition und Vertrauenswürdigkeit des protestantischen Verständnisses vom Evangelium selbst untergraben. Lass mich drei allgemeine Aussagen dazu machen, und danach haben wir vielleicht noch etwas Zeit für Fragen und weitere Diskussion. Wahrscheinlich habt ihr bessere Dinge aus mir zu sagen in diesen Punkten. Ich würde gerne hören, wie gesagt, ich bin kein Experte.
Erste Hauptkritik: Wenn die neue Perspektive stimmt, ist die Reformation falsch
Erster Punkt
Wie auch immer du das Thema betrachtest: Wenn die neue Perspektive richtig ist, dann liegt die protestantische Theologie in all den Punkten, die sie schon immer ihre zentralen Lehren nannte, absolut falsch.
Nach Martin Luther ist die Lehre der Rechtfertigung durch Gnade allein der Artikel, mit dem die Kirche steht und fällt, eine Wahrheit, für die die Kirche jederzeit und in allen Generationen streiten muss. Johannes Calvin war der Überzeugung, dass Sola Fide, Glaube allein, das Gelenk ist, an dem alles hängt. J. I. Packer spricht darüber als von einem Atlas, auf dessen Schultern die ganze Welt des Christentums ruht und der, wenn er wankt, das gesamte Gebilde des christlichen Glaubens zertrümmern würde.
Wright sagt, dass es nur eine zweitrangige Nebensächlichkeit ist. Und dass man nicht gerechtfertigt wird, indem man an die Rechtfertigung durch Glauben glaubt, sondern durch Glauben an Jesus. Das ist etwas völlig anderes. Und doch scheint Tom Wright dies erstaunlicherweise nicht zu begreifen. Er sagt zum Beispiel: Ich verstehe nicht, worüber der ganze Rummel gemacht wird. Das ist keine große Sache. Ich versuche doch nur, treu gegenüber dem zu sein, was die Bibel und Paulus lehren.
Ich sage nicht, dass alles, was der Protestantismus in Verbindung mit der Rechtfertigung gesagt hat, falsch ist. Wenn man meine Ansichten annimmt, dann kann man immer noch das Beste der traditionellen Rechtfertigungslehre behalten, nur bekommt man noch eine ganze Menge Kostenloses dazu.
Duncan kommentiert und sagt: Wenn ich ein katholischer Gelehrter wäre, der ein wenig innovative exegetische Arbeit über Maria macht, in der ich die Stellung Marias als Mittlerin in Frage stellen würde und behauptete, Maria als Miterlöserin habe nicht einen Funken exegetischen Rückhalt im Neuen Testament, dann wäre ich nicht überrascht, wenn die kirchliche Autorität mir mit tiefem Missfallen antworten würde. Bei dieser Reaktion würde ich nicht mit zitternder Stimme flehen: Aber ich verstehe nicht, wo das Problem ist. Es scheint mir, dass ich ziemlich unwissend darüber sein müsste, was meine Kirche für eine lange Zeitspanne geglaubt hat, wenn ich auf solche eine Art und Weise antworten würde.
Guter Punkt!
Freunde, lasst uns ganz klar darüber sein: Wenn Wright recht hat, dann liegen Luther, Calvin, Bootser, Newton, Spurgeon, Carey, Hudson Taylor, David Livingston, Jonathan Edwards, Wesley, Whitfield und wen auch immer du sonst noch willst, falsch. Wir alle liegen seit hunderten von Jahren falsch bezüglich einer Lehre, von der wir dachten, dass sie den Unterschied zwischen Himmel und Hölle ausmacht.
Und doch prägten die Reformatoren einen Ausspruch: Ecclesia reformata, Ecclesia semper reformanda. Was bedeutet das noch mal? Ecclesia reformata, Ecclesia semper reformanda. Wer kann Latein? Ja, Latein. Super, er ist schlau, er kann so viele Sprachen, es ist unglaublich. Ja, richtig: Die reformierte Kirche ist eine Kirche, die sich immer wieder selbst reformieren muss.
Was bedeutet das? Wenn die Kirche treu dem Herrn gegenüber sein will, muss sie bereit sein, sich selbst zu überprüfen und alle Lehren und Praktiken zu reformieren, damit alles mit dem geschriebenen Wort Gottes in Übereinstimmung ist, selbst dieses Thema.
Und deshalb müssen wir uns, egal was auf dem Spiel steht, selbst die Frage stellen: Ist es möglich, dass die neue Perspektive recht hat? Nach meinem Verständnis: nein.
Zweite Hauptkritik: Die historische und exegetische Basis ist fragwürdig
Punkt Nummer zwei: Die jüngste Forschung hat aufgezeigt, dass die Neue Paulus-Perspektive die Reformatoren, die Juden des ersten Jahrhunderts und Paulus selbst falsch verstanden hat.
Nun, logischerweise haben wir heute Abend nicht die Möglichkeit, jede einzelne Behauptung der Neuen Paulus-Perspektive zu prüfen. Wir würden Monate damit verbringen. Denn die Neue Perspektive hat über 35 Jahre hinweg einen regelrechten Berg an theologischer Arbeit hervorgebracht. Aber es ist wichtig, dass ihr das wisst. Es ist wichtig, dass ihr wisst, dass diese Behauptungen der Neuen Perspektive bereits überprüft, hinterfragt und oftmals für mangelhaft befunden wurden.
Ermutigung: Wenn du auch nur im Geringsten wegen dieser Dinge beunruhigt bist, dann glaub nicht einfach meinem Wort. Überprüfe selbst die Beweiskraft gegen die Neue Paulus-Perspektive. Schau dir die Beweise an.
Ich erinnere mich an ein Gespräch mit Dr. Peter O’Brien damals im Jahr 2006. Er war der Co-Autor mit Don Carson von einem Buch, das in breiten Kreisen als die beste und umfassendste Antwort auf die Neue Paulus-Perspektive gilt. Er sagte mir damals, im Jahr 2006: Auf fachmännischer Ebene und unter Gelehrten ist die Neue Paulus-Perspektive tot, Fall geschlossen.
Zum Beispiel scheint es bei der historisch-theologischen Behauptung so zu sein, dass die Neue Perspektive schlechte Arbeit bei der Exegese Luthers und Calvins geleistet hat. Ihre Befürworter haben die Reformatoren gänzlich falsch verstanden, wenn sie sie dafür beschuldigen, Paulus missinterpretiert zu haben. Das ist ein wenig ironisch.
Auch bei der jüdischen Behauptung stellt es sich so dar, dass das Judentum siebzig Jahre nach Christus in der Tat viel schichtiger ist, als es Sanders meint. Es stimmt einfach nicht, dass alle Juden daran glaubten, durch Gnade errettet zu werden, aber durch Werke im Heil bleiben zu müssen. Und es gibt eine Vielzahl an Schriften, zum Beispiel 4. Esra, in denen man ganz klar sehen kann, wie Judentum funktioniert, wenn es zu einer Religion der individuellen Selbstgerechtigkeit wird.
Es gibt viele Beweise. Man muss nur einen davon lesen, zum Beispiel auf Englisch: The Psalms of Solomon. The one who does righteousness stores up life for himself with the Lord. Barak Miracles, however, will appear at their own time to those who are saved by their works. Das sind ganz klare Aussagen.
Mit anderen Worten: Die Neue Paulus-Perspektive hat ein zu rosiges Bild vom rabbinischen Judentum gezeichnet, denn es war deutlich gesetzlicher, als Sanders es beschreibt.
Dritte Hauptkritik: Paulus spricht weiterhin von Gottes Gerechtigkeit und dem rettenden Urteil
Am allerwichtigsten für unser heutiges Anliegen ist in Bezug auf die paulinische Behauptung Folgendes: Was sehen wir da?
Erstens: Während dikaiosyne, also Gerechtigkeit, oft im Kontext der Treue Gottes steht, muss festgehalten werden, dass das Wort Dikaiosyne weder Treue noch Bundesmitgliedschaft bedeutet. Genauso wenig kann der Begriff Kaiser die Bedeutung Ei haben, nur weil ich das so sage. Das geht nicht; das bedeutet das nicht.
Seine Benutzung im Alten Testament beinhaltet die Bedeutung, in Übereinstimmung mit einer Norm zu sein, und kann darum nicht auf die einfache Beziehung von zwei Personen reduziert werden. Während Gerechtigkeit üblicherweise im Kontext der Errettung durch Gott steht, wird sie ebenso, und das sind 75, auch oftmals mit Wörtern wie Reagieren und Verurteilen in Verbindung gebracht. Mit anderen Worten: Wenn das Alte Testament Gott als gerecht bezeichnet, dann meint es, dass Gott gerecht handelt. Er tut, was recht ist. Das sehen wir in seinem Werk der Errettung und der Verurteilung. Und Paulus benutzt den Begriff ähnlich und folgt dem Alten Testament somit in diesem Punkt.
Lasst uns an dieser sehr wichtigen Stelle Römer 3,21-26 jetzt anschauen. Darf jemand das für uns lesen? Wir sehen siebenmal diese Sprache von Gerechtigkeit. Darf jemand das für uns vorlesen, bitte?
Römer 3,21-26:
Jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbar gemacht worden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird, nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle kommt, die glauben. Denn es ist kein Unterschied; denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, so dass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, das wirksam wird durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren, als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist.
Was sagt Paulus uns hier? Dass Gott uns im Tod Christi seine Treue gezeigt hat? Nein, er sagt viel mehr. Er sagt: Indem Gott Sünder durch den Glauben an Jesus Christus gerecht spricht, was etwas fragwürdig auszusehen scheint, nach dem Maßstab von Ungerechtigkeit, hat Gott nun seine eigene moralisch vollkommene Gerechtigkeit der ganzen Welt offenbart.
Vers 23: Alle sind ungerecht, sagt Paulus. Vers 22: Und doch sagt Gott, alle, die an Jesus Christus glauben, sind gerecht. Das sieht ziemlich danach aus, als ob Gott ungerecht ist, wenn er so handelt, oder? Sünden nicht an den Kragen zu gehen und sie auf diese Weise der Bestrafung entkommen zu lassen, das sieht unrecht aus. Aber nein: Rechtfertigung durch Gnade aus Glauben ist kein Beispiel für die Ungerechtigkeit Gottes. Es ist ein Beispiel dafür, dass Gott gerecht gehandelt hat. Denn dadurch, dass er Jesus als ein Sündopfer für Sünden darstellte, Vers 25, wurde der Gerechtigkeit Genüge getan. Der schreckliche Preis für die Sünder wurde vollständig bezahlt, und das schließt auch all die Sünden mit ein, die in der Vergangenheit begangen wurden, als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen.
Vers 25: Denn Gott hat seinen Sohn Jesus an das Kreuz geschickt, um Gottes Gerechtigkeit zu erweisen, um zu zeigen, dass er in all dem gerecht gehandelt hat. Vers 26 wiederholt das, so dass die ganze Welt erkennen mag, dass Gott den Gottlosen auf rechte Weise rechtfertigt. Das ist der Punkt hier.
Bezüglich der Verwendung des Begriffs Gerechtigkeit im Zusammenhang mit uns Menschen sagt Smith meistens, und besonders im Römerbrief, bezieht sich die, was habe ich da, die Kaiosyne, Entschuldigung, ja, auf das Geschenk der Gerechtigkeit, welches sehr eng mit der Ausübung des Glaubens verbunden ist. Der Zusammenhang dieser zwei Begriffe kann nicht nur als das Leitmotiv des Römerbriefs gesehen werden, sondern sie begründen das Zentrum der paulinischen Rechtfertigungslehre. Darum ist für ihn Habakkuk 2,4 so bedeutsam: Der Gerechte wird aus Glauben leben.
In Bezug auf die Werke des Gesetzes sage ich jetzt nicht viel, weil wir heute Morgen schon ein wenig darüber gehört haben. Aber lasst uns an die Frage der Rechtfertigung denken. Paulus nutzt den Begriff Gerechtigkeit auf folgende Weise: individuell und nicht kooperativ, als klaren Kontrast zu Aussagen über Verdammnis. Wir sehen das in Römer 8,33-34. Hauptsächlich und durchgehend forensisch, das heißt: rechtfertigen bedeutet, jemand für gerecht zu sprechen oder jemanden freizusprechen.
Und abschließend kommt Smith also zu der Schlussfolgerung. Er sagte, Wright falters auf Englisch, leider muss ich am Ende ein bisschen Hilfe geben, ich habe nicht alles auf Deutsch fertig gemacht. Wir sind fast da, und ich bin fertig mit Englisch und vielleicht ein bisschen Übersetzung. Aber ja, Wright falters, dass er will, dass zu viel Kontinuität zwischen Paul und Judaism ist. Und er assumes, dass Paul nicht nur die gleiche Terminologie in genau der gleichen Weise benutzt, sondern auch die Basis der deutschen Doktrin, die neue Kontinuität hat, aber viel mehr dazu, was er sagt.
Siehst du, was er sagt? Wenn man einen Vergleich zwischen Paulus und den Juden macht, was klar zu sein ist, ist nicht die Kontinuität, sondern die Diskontinuität zwischen Paulus und den Juden. Und das ist sehr gute Nachricht, denn obwohl wir alle gesündigt haben und die Herrlichkeit Gottes verfehlen, die wir vor Gott haben sollten, sandte Gott seinen Sohn, Jesus, in die Welt, damit er statt uns an unserer Stelle für Sünder sterben sollte. Und jeder, egal ob Jude oder Heide, der an ihn glaubt, geht nicht verloren, sondern hat ewiges Leben.
Siehst du, wir dürfen jetzt wissen, was Gott am jüngsten Tag sagen wird. Wir dürfen das jetzt wissen. Was ist das Urteil? Nicht schuldig. Nicht schuldig! Du brauchst nicht bis dann zu warten, um das Urteil zu wissen, denn im Moment, in dem ein Sünder an Jesus glaubt, ist er dann gerechtgesprochen vor Gott, vor dem Richter, und alle seine Sünden als Ganzes sind in diesem Moment vergeben.
Es gibt letztendlich gar nichts zu tun. Denn es gibt nicht zwei Grundlagen. Das Grundlegen der Rechtfertigung, das geht nicht. Jesus wirkt für uns und Jesus wirkt in uns. Rechtfertigung ist eine hundertprozentig gnädige Tat von Gott, die er ein für allemal durch Jesu Tod am Kreuz getan hat, so dass, obwohl wir sicherlich Frucht tragen werden, diese evidentiell ist und nicht instrumental. Wie würdest du sagen? Evidential. Sie sind Beweise; sie sind nicht ein Grund. Und das ist ganz wichtig. Sie spielen keine Rolle in diesem Sinn. Unser Heil hängt einfach nicht von dem ab, was wir machen. Denn während wir noch Sünder waren, starb Jesus für uns, Römer 5,8, und zeigte Gott als den Gott, der den Gottlosen rechtfertigt, Römer 4,5. Und darum muss es durch Glauben sein, der ein Geschenk ist, denn Glaube ist die Annahme von Gottes Gnade.
Siehst du, Freunde, warum diese Lehre so wichtig ist? Warum wir diese Lehre richtig verstehen müssen, sogar wenn wir dafür kämpfen und vielleicht leiden müssen.
Persönliche Erfahrung als Warnung vor den Folgen der neuen Sicht
Aber lasst mich jetzt mit einer Geschichte schließen, warum ich angefangen habe, die Neue Paulusperspektive zu lesen. Und wenn mir jemand beim Übersetzen helfen könnte, wäre das toll. Kann das jemand machen? Ich spreche auf Englisch. Falls das nicht klar ist, dann okay, danke, ja.
Ich arbeitete als Pastor einer kleinen Gemeinde von etwa fünfzig Personen, meist junge Erwachsene zwischen achtzehn und zwanzig Jahren, als ich etwas Seltsames bemerkte. Das Mikrofon funktionierte nicht.
Als ich etwas Komisches bemerkt hatte, führte ich immer wieder dieselbe Unterhaltung mit Menschen. Das Muster war so, dass oft jemand äußerlich ein reifer Christ war, der in aller Art von Aktivitäten involviert war, nur um dann festzustellen, dass er in allerlei Sünde verstrickt war. Aber meistens waren diese Personen auch in vielen Sünden verstrickt und darüber völlig verzweifelt. Sie hatten alle Hoffnung verloren, dass Gott ihnen jemals vergeben könnte.
Und ich führte immer wieder diese Unterhaltung. Was war da los? Diese Leute waren eigentlich im Evangelium gut gegründet. Viele von ihnen waren Söhne und Töchter von biblischen Lehrern in Sydney. Und was selten war: Niemand in der Kirche hatte diese Probleme. Wir alle kämpfen mit Sünde, aber niemand sonst mit diesen Problemen, auch nicht diejenigen, die gerade Christen geworden waren. Und was seltsam schien, war, dass niemand anders diese Probleme hatte, sogar Leute, die sich frisch bekehrt hatten.
Als ich darüber nachdachte, wurde mir bewusst, dass sie alle gemeinsam in eine christliche Gruppe gegangen waren, die von einem jungen Prediger mit viel Begabung geleitet wurde. Er dachte dann, dass er sich das einmal ansehen sollte, und ging zu diesem Treffen. Er schrieb sich auch für das jährliche Weekend Away ein. Und dort hörte er dann, dass die Pharisäer keine Heuchler waren, sondern die Evangelikalen ihrer Zeit. Dass Rechtfertigung nicht etwas mit Sünde zu tun hat, sondern eine gemeinschaftliche Angelegenheit ist. Dass Rechtfertigung eine gemeinschaftliche Lehre ist, die damit zu tun hat, Teil von Gottes Familie zu sein. Und dass Gott uns dann nach unseren Werken richten würde, nämlich am letzten Tag unseres Lebens und nach dem, was wir in unserem Leben getan haben.
Das wurde gut präsentiert, und es war sehr subtil. Es brachte ihn dazu, weiterzulesen, als er realisierte, dass er durch diesen Prediger Tom Wright begegnet war. Das ist nicht einfach nur eine abstrakte theoretische Doktrin, eine neue Doktrin. Es ist sehr gefährlich. Es verdirbt das christliche Leben, es ruiniert die Heilsgewissheit der Menschen, es raubt ihnen ihre Freude und lässt sie unfähig zurück, aufzustehen und ein heiliges Leben zu führen und gegen Versuchung zu kämpfen.
Denn Paulus sagt, es ist die Gnade Gottes in Christus Jesus, die uns lehrt, die Gottlosigkeit und die weltlichen Leidenschaften abzulegen und besonnen, gerecht und gottesfürchtig in der gegenwärtigen Zeit zu leben. Es ist die Gnade Gottes in Christus Jesus. Ja, Gottlosigkeit abzulegen und die weltlichen Begierden und ein Leben in Selbstbeherrschung zu leben, was ja gottesfürchtig ist in dieser Zeit, das ist Titus 2,11-14.
Gut, danke. Freunde, lasst euch nicht täuschen.
Gebet und Schlusswort
Herr himmlischer Vater, ich bete, dass ich treu gesprochen habe. Ich bete, dass du uns helfen würdest, dir treu zu bleiben und deinem Evangelium treu zu bleiben.
Vater, wir wollen nur an dein Evangelium glauben. Wir wollen nur an das glauben, was Jesus für uns getan hat, nur an Glauben, nur an Gnade.
Vater, hilf uns, dein Wort besser und immer besser zu verstehen, sodass wir wirklich klar sehen können, welche wunderbare Sache du für uns in Jesus getan hast. Hilf uns auch, diese Zuversicht zu haben, damit wir wissen, wie viel Liebe du für uns hast und was du schon für uns getan hast, damit wir deine Kinder durch den Glauben in Ewigkeit eines Tages bei dir sein werden.
Vater, hilf uns, niemals von dieser Botschaft wegzugehen. Und wir beten, dass du uns helfen würdest, in dieser Richtung zu bleiben.
Wir beten in Jesu Namen. Amen.
So, danke. Fragen oder Kommentare, oder was machen wir jetzt schon? Fragen? Ja, lasst uns das machen, ja. Deutsch, ja?
Nachgespräch: Motive, Tradition und geistliche Einordnung
Ich habe ein bisschen den Eindruck, dass sich viele dieser Dinge überschneiden.
Ja. Gut, gut, gut. Ich würde das auch sagen. Ja, es gibt viele Überlappungen in diesen Sachen, obwohl sie von ganz anderer Richtung kommen. Ja, richtig, das würde ich auch sagen.
Ja. Ich möchte mal fragen: Timothy Keller hat mal gesagt, dass jemand, der eine falsche Lehre vertritt, oft ein Motiv dafür hat, warum er das gerne so sehen möchte. Und was du von Andy Wright oder von den anderen gelesen hast: Was ist vielleicht das tiefere Motiv, warum man das gerne anders interpretieren möchte?
Ja, ich Antiwrit, vielleicht Ron, du hast eine bessere Antwort als dieser für mich, ja? Ron hat eine sehr gute, wie sagt man, Buchreview geschrieben, ein hilfreiches Buch auf Deutsch, und ich würde empfehlen, dass du seine Review liest, vielleicht, und dann das Buch an sich, Westerholm. Aber das ist nur noch auf Englisch, oder?
Ja, hast du eine Antwort in dieser Hinsicht?
Ja, ich habe eine. Aber ich will gleichzeitig sagen: Gott sieht das Herz an. Wir können das Herz nicht sehen und müssen, was die Motive anbetrifft, glaube ich, mit unseren Statements zurückhaltend sein. Ja, und auch ist es wichtig, es gibt einen Unterschied zwischen dem Menschen unter Gott und den Lehren der Menschen. Und so, wir sprechen über diese Sachen, weil er diese Sachen lehrt, und wir müssen diese prüfen. Ja.
Genau, was Rodden gesagt hat: Wir können nicht sein Herz verstehen, das ist richtig. Aber ich kann auch sagen, ich weiss, dass viele gute christliche Leute, zum Beispiel Dr. Peter O'Brien und auch Dr. Paul Barnett und andere, die ich ein bisschen kenne, mir gesagt haben, dass sie viele Korrespondenzen mit Wright zu dieser Sache hatten. Es ist nicht nur ein wissenschaftlicher Krieg, ja? Das sind christliche Leute, die sagen: Bruder, was machst du, warum machst du das? Und es gibt private Korrespondenzen. Und eines der Probleme hier ist, dass er in diese Richtung bleibt.
Eigentlich lese ich jetzt ein Buch, sein grösstes Buch, seinen vierten Band, 2000 Seiten, und ich habe keine grossen Veränderungen gesehen in den Büchern, die er vor 15 Jahren geschrieben hat. Er bleibt weiter, er geht immer weiter in diese Richtung, und es ist eine falsche Richtung. Er ist brillant. Er ist echt sehr begabt und sehr selbstbewusst. Er kann sprechen und er überzeugt.
Ich war bei dieser Konferenz, als ich dieses Problem erstens bemerkt habe, und ich war beeindruckt. Ich musste dann ein bisschen nachdenken, ein bisschen, was los war, und dann die Bibel noch mal lesen. Aber diese Sachen sind nicht immer einfach. Und er benutzt die Bibel, und er sagte viele wahre Sachen, und er sagte viele gute Sachen, und dann plötzlich bist du da statt hier. Und es ist sehr gefährlich.
Deswegen bin ich überzeugt, dass das, was wir machen müssen, immer tiefer in die Bibel gehen. Wenn wir die Bibel lesen, sind wir da mehr oder weniger verteidigt gegen diese Sachen. Wir sagen, ihr kann nicht genau sagen, was los ist, vielleicht, aber etwas geht hier nicht.
Wir müssen jedenfalls nun auf die Beschneidung oder auf die Unbestimmten sein. Also, dieses inklusive Denken, worauf bezieht sich das jetzt? Vorausgesetzt, es ist klar, dass sich das für die britischen Menschen anwenden lässt, aber lässt es sich auf die Leiden anwenden? Also, die Logik in der Argumentation ist, glaube ich, so ein Schlüssel. Römer 4, es ist richtig, dass man darauf dann die Gründe braucht. Was schwierig ist als Entschuldigung? Das ist natürlich eine Ausnahme.
Also die Fragestellung der Rechtfertigung wäre dann eben: Worauf bezieht sich das jetzt? Aber wenn hier Paulus das bezieht, dass sich das auch auf die Zeit bezieht, wo Abraham noch nicht beschnitten war, und daraus lässt sich ableiten, dass es inklusiv für die Heiden ist. Ja, aber er liest den Text in einem ganz neuen Weg. Alles ist mit dieser Metanarrative im Hintergrund, versteckter Narrative da.
So, ich lese diesen Text und ich kann nicht sehen, was er sagt, aber er sagt, es gibt diese Echos, die da sind, und er sagt, und das bedeutet so und so. Und es ist schwierig. Und viele der Texte natürlich, er hat viele Bücher gelesen, geschrieben. Also meine Meinung ist: Er will, und ich sage das bewusst aus einem Grund, den ich gebe, ich glaube also die Anerkennung in der Akademie. Er will anerkannt sein als Wissenschaftler unter seinen Kollegen.
Und ich sage das, weil ich finde, es ist eine grosse Gefahr, wenn solche hier sind, die später Gelehrte werden. Das ist eure grosse Gefahr, dass ihr möchtet, von Menschen anerkannt werden, mehr als von Gott. Das sehe ich als Gefahr. Ich kann falsch liegen, wie Ron sagt, ich kann sein Herz nicht lesen, aber ich denke, er verliebt irgendwas.
Meine Frage ist: Ich habe ihn immer verstanden als jemand, der sehr viel Wert auf die Kirchengeschichte und die Tradition der Kirche legt. Und was würde er dann sagen zu deinem Punkt eins, diesem Punkt, den wir seit der Reformation Paulus völlig missverstanden haben? Wie würde er reagieren, weil er ein Mann ist, der sehr viel Wert auf die Tradition legt, oder an die kirchliche Tradition? Was wäre seine Antwort auf deine These?
Mein Punkt eins über die Reformatoren? Das wäre so, dass die Kirche über Jahrhunderte die Bibel im Grunde falsch verstanden hat. Er antwortet diese Frage nicht. Das ist die Kernfrage. Und wie könntest du das antworten? Deswegen hat ein Wissenschaftler im zwanzigsten Jahrhundert erstens die Wahrheit erfunden, an einem Das ist erstaunlich. Wie könntest du das antworten und alles wahr sein? Das ist eine gute Frage, aber ich habe nicht eine Antwort gesehen. Ja.
Gemeinde der Gerechten, denn der Herr kennt den Weg der Gerechten, aber der gottlose Weg vergeht. Und es war so für mich in den Jahren für uns noch einmal die Aufforderung, nah an seinem Herz zu sein und ihn zu suchen. Ich meine, es ist super, dass wir das ja alles so aufstecken und klar machen, aber das Gesetz des Herrn, das ist das, was der Herr für uns getan hat. Nah an seinem Herz zu bleiben, tagtäglich und aus Neuer und Nicht.
Es wird viele Bücher geschrieben, und es wird viel Theologisches geredet und so. Wir wissen aber, wie wichtig es ist: Wo sind wir mit unserem Herzen? Sind wir nahe an ihm dran? Hören wir seine Stimme? Sind wir offen in unseren Ohren? Ob wir hören oder verstopft es uns, was wir alles von aussen mitbekommen.
Ich denke, das ist das, wohin wir führen müssen: zum Herrn, zu Jesus selber. Es ist lebendig, das habe ich heute mit der Ausstellung begonnen. Das Wort Gottes ist lebendig, und alle anderen werden. Es würde uns verändern, auch die Menschen. Genau das brauchen wir so.
Sehr gut gesagt, danke. Und vielleicht ein gutes Schlusswort, ja? Okay, ich bete, und dann schliessen wir.
Himmlischer Vater, wir sind sehr dankbar für Dein Wort und dass wir Wahrheit da haben und dass wir unser Leben an Deinem Wort bauen können. Vater, es ist unglaublich, dass Du uns hilfst, Deine Gedanken zu verstehen, und Du gibst uns alles, was wir für Leben und für Heiligung brauchen. Du gibst freilich zu uns.
Hilf uns, Vater, näher zu Jesus zu bleiben, näher an seinem Wort, deinem Wort, zu sein und immer mehr zu lesen, immer mehr deinen Gedanken nach dir zu denken. Vater, danke für unsere Zeit heute Abend, und wir beten, dass du uns diesen Abend weiter segnen würdest. Wir beten für gute Gespräche und dann eine sichere Heimfahrt.
Wir beten alles im mächtigen Namen Jesu. Amen.
