I. Er ging zur richtigen Person
Dieser Mann hätte keine geeignetere Person finden können. Er stellt
die Frage an kompetenter Stelle. Jesus ist die beste Fachperson, wenn
es um die zentralen Fragen des Lebens geht. Jesus sagt von sich
Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit und ich bin das Leben. Zum Vater
kommt man nur durch mich. Joh.14,6.
Jesus der Sohn Gottes ist der beste Ort, wenn es um Fragen des
Lebens geht. Denn Gott hat uns geschaffen und niemand weiss besser,
wie das Leben funktioniert.
Bsp. Reparatur einer Waschmaschine
So traf dieser Mann eine ausgezeichnete Wahl! Ein richtiger
Glückstreffer, nur war das Problem, dass er sich nicht so richtig
bewusst war, mit wem er es wirklich zu tun hat.
Er kommt zu Jesus uns sagt:
Guter Meister
Jesus erwidert auf diese Anrede:
Warum nennst du mich gut? Gut ist nur Gott, sonst niemand. Lk.18,19.
Aber Jesus ist ja Gott, warum sagte er das denn. Jesus macht damit
deutlich, dass sich dieser Mann nicht bewusst war, mit wem er es
wirklich zu tun hat. Er meinte, Jesus sei einer der weisen Lehrer in
Israel. Ansonsten hätte er Jesus nämlich gesagt: Aber Jesus, du bist
doch Gottes Sohn und somit bist du auch Gott, so kann ich nicht anders
als dich guten Meister nennen.
Aber eben, er weiss nicht wirklich mit wem er es zu tun hat.
Anwendung
So geht es vielen Menschen in unserem Land. Sie wissen von Jesus,
der Name ist ihnen ein Begriff. Sie finden ihn sogar super und
beachtenswert. Sie staunen, dass er ein Mann ist, der offensichtlich
etwas in Bewegung gebracht hatte.
Aber, sie verehren ihn nicht als Gott.
Für wen dieser Mann Jesus auch halten mochte, er hätte niemand
kompetenteren fragen können.
## II. Er stellte die richtige Frage
Er stellt dann auch die absolut zentrale Frage des Lebens:
Was muss ich tun, um das ewige Leben zu bekommen?
Ihn interessieren nicht Banalitäten. Er will über das Ziel des
Lebens Bescheid wissen. Ewiges Leben steht hier nicht im Gegensatz zum
endlichen Leben.
Der Gegensatz zum Ewigen Leben ist der Ewige Tod. Er hätte auch
anders fragen können und die Bedeutung wäre die selbe. Er hätte
einfach fragen können: Jesus, wie komme ich in die Himmel? Oder: Wie
kann ich der Hölle entkommen.
Anwendung
Es gibt nichts schöneres als wenn Menschen diese zentralen Fragen
stellen. Wenn sie nicht einfach ziellos durchs Leben rasen und sich
mit allerlei beschäftigen, aber vor lauter Betriebsamkeit das
Wichtigste nicht tun. Gott will, dass wir uns mit ihm beschäftigen.
Paulus sagt:
Mit allem, was Gott tat, wollte er die Menschen dazu bringen, nach ihm
zu fragen; er wollte, dass sie – wenn irgend möglich – in Kontakt mit
ihm kommen und ihn finden. Er ist ja für keinen von uns in
unerreichbarer Ferne. Apg.17,27.
Hast Du diese Frage schon wirklich ernsthaft gestellt? Oder schiebst
Du sie immer so vor Dich hin auf den St. Nimmerleinstag? Schon mancher
ist erschrocken, als es soweit war und er/sie merkte, dass nun doch
keine Zeit mehr bleibt.
Carl McCunn war einer dieser Menschen, denen man nicht viel ankreiden
konnte. Er lebte recht und führte niemandem sichtbaren Schaden zu. Er
liebte die Natur und ging rücksichtsvoll mit ihr um.
Im März 1981 unternahm er einen Trip in die alaskische Tundra jenseits
des Polarkreises. Diese Reise war leider seine letzte, in einer
hoffnungslosen Lage nahm er sich das Leben. In einem Tagebuch lässt sich
sein innerer Kampf, seine innere Not erkennen.
Im Angesichts des Todes erkennt er seine eigene Sündhaftigkeit, er
schreibt:
Ich denke so oft an den Herrn. Merkwürdig, wie man das unter diesen
Umständen tut. Ich habe auch noch nie soviel gebetet. Ehrlich gesagt,
finde ich nicht, dass ich es verdiene, wenn er meine Gebete erhört.
Aber ich hoffe es trotzdem.
Und weiter schreibt er:
Bitte, himmlischer Vater, hab Erbarmen mit einer armen, verlorenen,
sündigen Seele.[1]
Und erschrocken stellt er fest:
Wenn es zu furchtbar wird, habe ich ja immer noch eine Kugel (um sich
zu erschiessen). Glaube aber, dass ich zuviel Schiss habe. Ausserdem
könnte das die einzige Sünde sein, die ich je begangen habe. Ich kann
mich nämlich nicht mehr an alle zehn Gebote erinnern. Ist das nicht
entsetzlich? Und ich will, dass Gott meine Gebete erhört! Viel Glück!
Geradewegs zur Hölle!
Er stellte leider die wichtigsten Fragen des Lebens zu spät.
III. Er bekam die richtige Antwort
Er bekommt also die richtige Antwort. Jesus sagt ihm:
Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst
keinen Mord begehen, du sollst nicht stehlen, du sollst keine falschen
Aussagen machen, ehre deinen Vater und deine Mutter! Lk.18,20.
Der Mann antwortet:
Alle diese Gebote habe ich von meiner Jugend an befolgt. Lk.18,21.
Jesus sagt zu ihm:
Verkaufe alles, was du hast, und verteile den Erlös an die Armen, und
du wirst einen Schatz im Himmel haben. Und dann komm und folge mir
nach! Lk.18,22.
Anwendung
Mit dieser Aufforderung zeigte Jesus diesem Mann, dass er die Gebote
eher oberflächlich gehalten hatte. Sein Herz war mehr seinem Besitz
verschrieben als er Gott ehren wollte. Wenn es aufs Ganze geht, bewegt
ihn sein Besitz mehr.
An ihm wird deutlich, was Jesus einmal sagte:
Denn euer Herz wird immer dort sein, wo ihr eure Schätze habt. (Mt
6,21)
IV. Er traf die falsche Entscheidung
Nun kommt die absolute Katastrophe. Der man die richtige Person
fragt, die richtige Frage stellt und eine richtige Antwort bekommt,
trifft eine falsche Entscheidung.
Der Mann wurde sehr traurig, als er das hörte, denn er hatte ein
grosses Vermögen. Lk.18,23.
Als Jesus ihn so traurig sah, sagte er: Wie schwer ist es doch für
Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! / Eher geht
ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher ins Reich Gottes
kommt." Lk.18,24-25.
Da fragten die Zuhörer: Wer kann dann überhaupt gerettet werden?" /
Jesus antwortete: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist für Gott
möglich." Lk.18,26-27.
Anwendung
Dieser Mann war kein schlechter Mensch. Er war bestimmt sehr
anständig. Aber sein Reichtum war ihm wichtiger als die Beziehung zu
Gott. Wie Jesus einmal sagte:
»Niemand kann zwei Herren zugleich dienen. Er wird den einen
vernachlässigen und den andern bevorzugen. Er wird dem einen treu sein
und den andern hintergehen. Ihr könnt nicht beiden zugleich dienen:
Gott und dem Geld. (Mt 6,24) Es können auch andere Dinge im Leben sein, die wir nicht hergeben
wollen, wie z.B. ein Verhalten, von dem wir wissen, dass es Gott nicht
gefallen kann. Leider nehmen dann viele in Kauf nicht in den Himmel,
also in die Hölle zu kommen.
Schluss
Gott kann und will die Leben verändern. Er will Dir ewiges Leben
schenken.
Jesus antwortete: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist für Gott
möglich." Lk.18,27.
Amen
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[1]GEO, S.96.
