Wir wollen kurz beten und schauen dann ins Wort. Danke Vater für diesen
wunderschönen Morgen! Danke Herr, dass deine Liebe neu ist jeden Morgen,
dass wir nie auf die Liebe von gestern angewiesen sind, sondern eine neue
Liebe erleben dürfen, weil du lebendig bist. Danke für die Zeit mit
einander in deinem Wort. Danke, dass wir den Tag so beginnen dürfen. Mögest
du zu uns reden, uns zurüsten und ausrüsten und eine Freude geben an dir.
Herr, ein Leben mit dir ist Freude! Manchmal schwer, aber Freude! So bete
ich, dass du wirklich zu uns sprichst, unser Herz öffnest und munter
machst, Herr, für das, was du zu sagen hast. Amen!
Heute Morgen möchte ich reden über ernste Dinge. Ich hab zum Beispiel ein
Problem – das muss ich euch sagen. Du wirst sagen, du hast mehrere
Probleme. Aber, ein von meinen Problemen ist: Ich tue mich schwer über
oberflächliche Dinge zu reden. Zum Beispiel zu Hause, wenn ich mit den
Studenten am Mittagstisch sitze, da tue ich mich ein bisschen schwer über
das Alltägliche zu reden. Das ist jetzt nicht positiv und nicht negativ,
das ist einfach so. Ich rede gerne über wesentliche Dinge. Meine Frau, die
redet manchmal gerne über normale Dinge. Wenn ich mit ihr ausgehe, dann
stelle ich ein Frage, dann weiß sie schon: Ah, das habe ich befürchtet.
Jetzt muss ich schon wieder denken, wenn ich mit dir rede.". Das ist nicht
immer positiv. Manchmal ist ein oberflächliches Gespräch der Einstieg für
ein tieferes Gespräch. Aber: Da tue ich mich ein bisschen schwer. Ich
stelle allgemein fest, wenn ich – mit den Studenten hab ich natürlich am
meisten zu tun. Die sind so zwischen 18 und 30 Jahre alt. Mit dem Alter
habe ich am meisten zu tun. Und manchmal frustriert es mich ein bisschen,
dass man kaum oder selten über was Ordentliches reden kann. Ein Freund hat
auch mal zu mir gesagt: Mich frustriert es. Ich kann mit kaum jemand über
wesentliche Dinge reden.". Ich hab mich oft gefragt, warum sich Menschen so
enthusiastisch und aufgeregt über bedeutungslose Dinge unterhalten können –
zum Beispiel Fußball – und warum – ja wirklich, sei mal ehrlich. Fußball
ist ja ganz nett und bei mir ist es das Skifahren. Fußball interessiert
mich überhaupt nicht – mich interessiert halt Ski fahren. Aber weder das
Ski fahren, noch Fußball beeinflusst dein Leben all zu sehr. Ob er jetzt
ein Tor schießt oder nicht, macht deine Freundschaft nicht kaputt und nicht
ganz. Das beeinflusst dein Leben kaum, aber es ist unwahrscheinlich, wenn
ich Leuten zuhöre – oder Amerikaner über Basketball. Ist ganz egal, wo du –
oder die Australier über Surfen. Ganz egal, wo du wohnst, sie haben halt
was Verschiedenes. Ist eigentlich unwesentlich, aber die können stundenlang
diskutieren – streiten sich. Hab dir gehört, als vor Jahren die Deutschen
die Weltmeisterschaft knapp verloren haben oder was weiß ich. Und da hat
ein Junge gelacht und der Vater hat ihn umgebracht. Das war damals in den
Medien. Der war so aufgeregt – dass er noch drüber lacht. Aber, das sind
doch eigentlich unwesentliche Dinge. Und es ist manchmal unglaublich, wenn
man über wesentliche Dinge sprechen möchte – da kommt kaum Enthusiasmus auf
oder das schiebt man wieder bei Seite. Was ich in dieser Zeit tun möchte:
Ich möchte über wesentliche Dinge sprechen und zwar: Im zweiten
Korintherbrief, da sind wir ja schon drinnen dieses Wochenende, schreibt
Paulus: Es ist eine Tatsache, dass wir sterben müssen.". Darüber schreibt,
wir werdens dann durchlesen. Es ist interessant: Versuch mal mit deinem
Arbeitskollegen oder mit deinem Schulkollegen über Tod und über Sterben zu
sprechen. Weißt du, was du feststellst? Sie wechseln schnell das Thema. Die
Leute wollen nicht drüber reden oder sie werden nervös. Bei meinem
Schwiegervater darf ich das Wort sterben noch nicht mal erwähnen, weil er
glaubt, ich will ihn schon im Grab sehen. Menschen haben Angst vorm
Sterben. Und dann redet man gar nicht drüber, das legt man bei Seite. Wenn
man über Sterben spricht, dann spricht man hauptsächlich über die, die
bereits gestorben sind, aber man spricht ganz selten über den eigenen Tod.
Und eins weiß ich von dir, wenn ich auch sonst nichts weiß: Du stirbst,
falls du es nicht gewusst hast. Es ist nur eine Frage der Zeit. Entweder
heute, nächste Woche, in zehn Jahren oder in 30 Jahren. Der Unterschied ist
30 Jahre, mehr nicht. Du stirbst! Hast du schon mal drüber nachgedacht? Ich
war letztes Jahr im September in Rio. Genau als ich unten war, ist die
Mutter einer Mitarbeiterin gestorben. Das war die ärmste Schicht. Die haben
in Favelas, das sind so die Slums. Die Begräbnisse sind wild da unten. Das
war fantastisch, hab noch nie so was gesehen. Im Sarg hat sie schon
gelegen, so ein Holzsarg haben sie gehabt auf so einem klapprigen Wagen.
Haben sie auf den Friedhof geschoben. Am Anfang sind die Marmorgräber, das
sind die Reichen. Dann kommst du weiter hinten, da wird's immer schlechter
und schlechter und ganz hinten ist so eine Erdwiese. Und da haben zwei
gerade noch rumgehackt, so ein bisschen ein Loch gegraben, den Sarg
reingetreten - so mit den Füßen - zugedrehten und das war's. Innerhalb von
24 Stunden alles vorbei. Dann bin ich nach Hause gefahren und da ist bei
uns auch gerade jemand gestorben. Und bei uns spielt die ganze Ortskapelle,
der Kameradschaftsbund und alles Mögliche ist dabei - 100e Leute. Man hat
Totenwache – 3 Tage ist der Tote immer aufgebahrt zu Hause. Und da kommen
halt die Leute und so weiter. Ich will nicht sagen, dass das eine besser
ist, als das andere, aber wisst ihr, was manchmal ganz witzig ist? Was die
Leute so sagen, wenn sie vor dem Sarg stehen. Habt ihr schon mal Grabreden
gehört? Das ist manchmal fantastisch. Bei uns – der Obmann vom
Kameradschaftsbund hat reingeschaut und gesagt: Lieber Hans, so ist es,
wenn es aus ist.". Derselbe hat gesagt: Liebe Rosa, du bist immer auf
Ausflüge mitgefahren, aber das geht jetzt
nicht mehr, jetzt schon gar nicht mehr.". Das ist bei uns im Ort die
Grabrede. Jetzt nicht mehr, aber bis vor ein paar Jahren waren die Särge
immer offen – da hast du dann den Toten gesehen. Und wenn die Leute am Sarg
stehen wissen sie nicht, was sie sagen sollen. Die sagen zum Beispiel: Der
schaut eigentlich gut aus.". Dann sagst du: Er ging auch regelmäßig
joggen, darum schaut er so gut aus.". Was ich damit sagen möchte: Wir tun
uns unheimlich schwer mit dem Tod umzugehen. Wir wissen nicht, was wir tun
sollen und dann kommen solche Bemerkungen, weil wir einfach nicht wissen,
wie wir mit dem Tod umgehen sollten. Ich weiß nicht, ob von dir schon mal
ein guter Freund gestorben ist, so wie gestern in dem Film. Wie ist es dir
dabei gegangen, als du vor dem Sarg standest, als du mit anderen Leuten
redetest? Man weiß nicht, was man sagen soll. Wir vermeiden wo wir nur
können die Realität, dass wir einmal sterben müssen. Ist euch schon mal ein
Versicherungsvertreter begegnet, der Lebensversicherungen verkaufen wollte.
Ist hier ein Versicherungsvertreter? Die verkaufen ja immer diese
Lebensversicherungen. Mir läuft schon ein paar Jahre lang einer nach. Ich
habe eine andere, aber er will mir noch eine andrehen. Wisst ihr, was
interessant ist, was die immer sagen? Die sagen: Hans Peter, du musst
schon mal nachdenken. Du musst eine Versicherung haben, falls die etwas
passiert.". Weißt du was? Die Sprechen immer von falls". Das ist Blödsinn.
Dann musst du zu ihm sagen: Das Problem ist nicht falls es passiert,
sondern die Frage ist wann es passiert.". Die reden immer von falls". Es
wird wahrscheinlich nicht so sein, aber falls es passiert, dann brauchst du
eine Lebensversicherung. Das ist Blödsinn – es passiert. Die Frage ist nur
– dann kannst du den Versicherungsvertreter fragen: Was hast du für eine
Versicherung da oben? Weißt du, wo du bist?". Dann geht er wieder.
Irgendwie glauben wir immer, dass alle Menschen sterben müssen, nur ich
nicht. Vor allem, wenn man so 18, 19, 20 ist – da glaubt man, man stirbt
sowieso nie. Das ist Blödsinn, du stirbst. Hast du schon mal drüber
nachgedacht? Das sind wesentliche Dinge! Im Psalm 90, 12 lesen wir: Lehre
uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.". Möchtest
du ein kluges Köpfchen sein? Dann denk mal drüber nach: Du stirbst, das ist
so! Ein Nachbar von mir – er hatte Krebs. Er ist vor zwei, drei Wochen
gestorben, den hatte ich öfter besucht, hab ihm auch von Jesus erzählt und
mit ihm gebetet. Er hatte Krebs gehabt und war abgemagert bis auf so 40
Kilo, aber die Hand alleine war bestimmt so 14 Kilo – die war so dick – und
da hing ein blaues Geschwür raus. Es war Krebs. Was mich beeindruckt hat
bei – Richard hat er geheißen – mit dem konnte ich über die wesentlichen
Dinge reden, denn er wusste: Er stirbt. Er ist 45 Jahre alt gewesen. Er hat
das ganze Leben neben mir gewohnt. Mit ihm konnte ich das ganze Leben nie
ordentlich, vernünftig über was Wesentliches reden. Erst die letzten drei
Monate hab ich gut mit ihm reden können, weil er wusste: Er stirbt! Im 2.
Korinther 5, 1-5 lesen wir folgendes – da sagt der Apostel Paulus: Das
wissen wir: Wenn unser Leib einmal zerfallen wird wie eine baufällige
Hütte, werden wir einen neuen Leib erhalten, ein festes Haus, das nicht von
Menschen errichtet ist. Gott hält es im Himmel für uns bereit, ein Haus,
das ewig bleibt. Voller Verlangen sehnen wir uns danach, den neuen Leib
anzuziehen wie ein Kleid, ohne dass wir vorher sterben müssen. Solange wir
in unserem natürlichen Leib leben," - dieses Stück Fleisch hier -
fürchten wir uns vor dem Tod. Es wäre uns viel lieber, wir brauchten nicht
zu sterben, sondern konnten einfach in das neue Leben überwechseln, damit
alles Vergängliche vom Leben überwunden wird. Darauf hat uns Gott
vorbereitet, indem er uns als sicheres Pfand dafür schon jetzt den Heiligen
Geist gab."(Hoffnung für alle). Dieses irdische Zelthaus, dieses Stück
Fleisch hier, das ist nur vorübergehend. Das wirst du wieder abgeben und
dann bekommst du ein neues Zelt, einen neuen Leib, einen neuen Körper. Das
Problem, das wir heute haben ist, dass wir glauben, dass dieser Leib das
einzige ist was wir haben, dass dieser Leib das einzige ist worauf es
ankommt. Aber: Das ist falsch! Warum investieren wir soviel Energie in
dieses Stück Fleisch und warum investieren wir so wenig Energie in unser
ewiges Wohlbefinden? Wisst ihr warum? Weil wir nicht wirklich glauben, dass
dieser Körper vergeht. Wir glauben: Wir sterben nicht. Hypothetisch wissen
wir es schon, aber wir rechnen nie damit und darum schieben wir es hinaus.
Da ist eine Geschichte die heißt der größte Narr". Ich lese sie euch vor:
In alter Zeit war es Sitte, dass sich vornehme Leute zu ihrem Vergnügen
Hofnarren oder Spaßmacher hielten. So hatte einst ein Graf einen Narren.
Er überreichte diesem einen Narrenstab mit den Worten: Behalte ihn
solange, bis dir jemand begegnet, der dich an Dummheit noch übertrifft. Dem
kannst du diesen Stab weitergeben.". Einige Jahre später wurde der Graf
schwer krank. Als der Narr hörte, dass sein Herr bald sterben müsse
besuchte er ihn und fragte: Graf, wohin führt dich dein Weg?". Weit, weit
fort.", erwiderte der Graf. Ja, und wann wirst du wieder kommen – in
einem Monat?", wollte der Narr wissen. Nein", gab der Graf kleinlaut
zurück. Ja, in einem Jahr vielleicht?". Nein, auch nicht in einem Jahr!".
Ja, wann denn – etwa niemals?", forschte der Narr weiter. Niemals!",
bestätigte der Todkranke. Und was für Vorbereitungen hast du für deine
lange Abreise getroffen?". Gar keine", musste der Graf zugeben. Was, du
gehst für immer fort und bist ganz unvorbereitet?", wunderte sich der Narr,
Hier, nimm meinen Narrenstab, denn eine solch große Dummheit habe ich nie
begangen."". Weißt du, wir tun gut daran uns vorzubereiten, denn du
stirbst! Ich sterbe! Paulus spricht hier ganz offen über das irdische Zelt
und über das himmlische Haus, das wir einmal bekommen werden. Und so wie
dieser Leib optimal geschaffen ist für dieses Leben auf dieser Erde, so
wird der himmlische Leib optimal geschaffen sein für unser Leben im Himmel.
Aber wir haben wieder einen Leib. Ich darf dir sagen, wir werden nicht
rumfliegen als wilde Geister, wir werden einen Leib haben. Sogar eine neue
Erde, einen neuen Himmel. Es gibt sogar eine neue Erde – Offenbarung 21.
Bin froh, dass wir da nicht irgendwo rumschwirren. Der Paulus schreibt
hier: In diesem irdischen Haus seufzen wir beschwert". Wir seufzen,
solange wir in diesem Körper sind. Kennst du Leute auf dieser Erde die
seufzen? Kennst du Leute, die beschwert sind? Kennst du Leute, die sich in
diesem Leben und diesem Leib betrogen fühlen, die sich nach einem besseren
Leben sehnen? Und du wirst sagen: Ja natürlich!". Die Welt ist voll
solcher Menschen, die beladen sind, die beschwert sind. Aber das ist
normal, denn dieses irdische Leben wird den Menschen niemals zufrieden
stellen. Es ist nur eine Durchgangsstation! Es ist nicht das Endziel! Dein
Leben hier ist nur Durchgang, nicht mehr. Du stirbst! Wie versuchen in
diesem Leben die Erfüllung zu bekommen und du wirst sie nie bekommen. Zum
Beispiel: Du gehst in ein Konzert von irgendwelchen Wilden, die rumhüpfen
und schreien. Ich mein, es gibt ja auch ganz Nette. Wisst ihr, ich hab
Countrymusic gern. Du gehst zum Beispiel zu einem Konzert und das Konzert,
diese Gruppe, die Band faszinieren dich. Zwei Stundenlang bist du fast in
Trance, weil das ist deine Gruppe, deine Musik. Und dann nach zwei Stunden
verschwinden sie von der Bühne. Und dann klatscht du bis dich Hände wund
werden, das heißt: Zugabe. Und dann kommen die noch mal, weil du mehr
willst. Das was dich befriedigt – du willst mehr davon. Dann machen sie
eine Zugabe und verschwinden. Dann gehst du raus und kaufst dir noch eine
CD und im Auto spielst du noch die CD. Und dann bist du zu Hause und bist
wieder unbefriedigt. Wisst ihr warum? Die Dinge, die dich in diesem Leben
befriedigen, werden dich immer unzufrieden lassen, weil du immer mehr davon
willst – immer mehr. Und: Wir bekommenes nicht. Ich gehe gerne Ski fahren.
Wenn's so ein Tag ist – mit Pulverschnee und die Sonne auch draußen –
wunderbar. Noch mal rauf mit Lift und noch mal und am nächsten Tag will man
wieder und – und dann ist der Schnee nicht mehr so gut. Du bekommst nicht
mehr mehr. Wisst ihr: Wir wollen immer mehr von den Dingen, die uns
befriedigen und genau diese Dinge halten uns unzufrieden, weil wir nicht
mehr bekommen. Und wisst ihr, warum das so ist? Weil du und ich nicht für
hier geschaffen sind, sondern für dort! Die Erfüllung wirst du hier niemals
bekommen, sondern nur dort! Und wir müssen im Lichte der Ewigkeit hier und
heute leben lernen. Ich weiß, dass wenn ich dieses Stück Fleisch abgebe,
ich ein neues bekomme. Warum weiß ich das? Im 2. Korinther 5, 6-8 hat
Paulus geschrieben: Deshalb sind wir jederzeit zuversichtlich, auch wenn
wir Gott in unserem irdischen Leib noch nicht unmittelbar nahe sein können.
Jetzt glauben wir an ihn, auch wenn wir ihn noch nicht sehen können. Aber
wir rechnen fest damit und würden am liebsten diesen Leib verlassen, um
endlich ganz beim Herrn zu sein.". Ich bin früher viel unterwegs gewesen.
Halbes Jahr meistens – Australien, USA, Kanada – als Skilehrer. Nach einem
halben Jahr – oder auch jetzt bin ich im Jahr ungefähr vier Monate
unterwegs – auf Reisedienst. Wisst ihr, was schön ist? Wenn man so nach ein
paar Wochen oder Monaten nach Hause kommt. Wenn ich rauffahre in die
Ramsau, dann sehe ich Hannelore und die Kinder. Endlich zu Hause! Und wisst
ihr, Paulus sagt hier: Ich möchte endlich nach Hause.". Es ist schon
interessant: Warum sind wir so fixiert auf dieses Leben hier und warum sind
wir so unwahrscheinlich naiv, wenn es zu den wesentlichen Dingen des Lebens
kommt? Zum Beispiel: Sterben. Da sind wir so naiv, so dumm. Wir tun so, als
ob es nicht da wäre, aber es wird dich einholen. Wir müssen lernen uns mit
wesentlichen Dingen des Lebens auseinander zu setzen. Und er sagt in 2.
Korinther 5, 5: Darauf hat uns Gott vorbereitet, indem er uns als sicheres
Pfand dafür schon jetzt den Heiligen Geist gab.". Wie viele von euch sind
verheiratet? O ja, einige. Das Jahr, bevor du heiratest, machst du eine
Verlobung. Bei uns gibt man den Verlobungsring auf die linke Hand und ein
Jahr später, oder wann auch immer du heiratest, auf die rechte Hand. Ist
das in Deutschland auch so? Umgekehrt? Ich glaube in Amerika ist das
umgekehrt – erst rechts, dann links. Wisst ihr, was Paulus hier sagt? Jetzt
haben wir den Verlobungsring – den haben wir jetzt, aber die Hochzeit, die
kommt erst. Das Eigentliche, die Substanz – das kommt erst. Jetzt haben wir
als Unterpfand den Verlobungsring, den Heiligen Geist, der bereits in uns
wohnt. Wir haben bereits einen Vorgeschmack, aber noch nicht das letzte.
Und dann sagt er in 2. Korinther 5, 9: Aber ganz gleich, ob wir nun bei
ihm sind oder noch auf dieser Erde leben, es kommt nur darauf an, alles zu
tun, was Gott gefällt." (Hoffnung für alle) Wisst ihr, was der Sinn unseres
Lebens ist? Gott zu gefallen! Der einzige Grund, warum du und ich hier in
dieser Welt, in diesem Stück Fleisch heute leben ist, um Gott zu gefallen!
Warum gehen wir zur Arbeit? Warum schauen wir auf Frauen und Kinder? Warum
schaffen wir redlich? Nur um eines Grundes willen, um Gott zu gefallen! Das
ist der Grund dafür. Und dann in 2. Korinther 5, 10 sagt der Apostel Paulus
- und bitte, nehmt es ernst, das ist ein wesentliches Ding, was ich jetzt vorlese: Denn einmal werden wir uns alle vor Jesus Christus als unserem Richter verantworten müssen. Dann wird jeder das bekommen, was er für sein Tun auf dieser Erde verdient hat, mag es nun gut oder schlecht gewesen sein." (Hoffnung für alle). Es ist eine Tatsache, wenn du stirbst – du wirst sterben, ein Frage der Zeit – dann musst du dich verantworten! Habe vorvorgestern, am Tag bevor ich kam, Rechnungsprüfung gehabt - ich bin so was, wie der Geschäftsführer. Der Verein kommt einmal im Jahr rein und prüft die ganzen Bücher. Und ich kann das Jahr über Geld bei Seite schaffen – merkt niemand, bis zur Kassenprüfung. Du kannst hier auf Erden alles Mögliche tun – merkt niemand, bis du vor Jesus Christus stehst, vor dem Richterstuhl Christi! Und das ist Realität, das ist wesentlich – du wirst vor dem Richterstuhl Christi stehen und ich auch! Wir lesen in Johannes 5, 24: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen."(Elberfelder). Hier steht: Wenn du an Jesus glaubst, wenn deine Sünden vergeben sind, kommst du nicht ins Gericht. Das klingt jetzt, wie ein Widerspruch. Wir haben hier gelesen – Paulus sagt wir - Paulus was ein Christ, glaube ich zumindest mal – Paulus sagt in 2. Korinther 5, 10 : Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, ..." (Elberfelder). Ja, ich hab gedacht, wir kommen nicht ins Gericht? Es gibt zwei verschiedene Gerichte. Das eine Gericht, für die Menschen, die den Herrn Jesus Christus abgelehnt haben, die ihn nicht ernst genommen haben, die werden gerichtet für ihre Sünde! Wenn du ein Kind Gottes bist, wenn du zu Jesus gehörst, wirst du nicht mehr gerichtet für deine Sünde, die ist bereits gerichtet. Weißt du wo? Am Kreuz von Golghata, sind all deine Sünden gerichtet worden! Da hat Gott seinen Zorn ausgelassen und die Sünden wurden bezahlt – voll! Aber weißt du wofür du dich – und ich – verantworten musst? Für unsere Taten! Nicht für unsere Sünden, aber für unsere Taten. Und, es kann sein, dass wir die Gnade missbrauchen. In 1. Korinther 3 lesen wir von Christen, die die Gnade missbraucht haben, die der Herr ihnen geschenkt hat. In 1. Korinther 3, 11 steht: Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.". Wenn du Christ bist, dann ist der Grund gelegt – das Fundament liegt, einen anderen Grund kann niemand legen. Du bist gerettet allein aus Gnade durch das, was Jesus getan hat. Dann steht in 1. Korinther 3, 12-14: Wenn aber jemand auf den Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, so wird das Werk eines jeden offenbar werden, denn der Tag wird es klarmachen, weil er in Feuer geoffenbart wird. Und wie das Werk eines jeden beschaffen ist, das wird das Feuer erweisen. Wenn jemandes Werk bleiben wird, das es darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen; wenn jemandes Werk verbrennen wird, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer.". Ja, du wirst gerettet, denn die Sünden sind bezahlt, aber du verlierst die Belohnung! Wenn wir in den Himmel kommen – das ist so wie eine Waschanlage mit Autos, nur das es nicht mit Wasser ist, sondern mit Feuer. Und ich glaub, so mancher, wie ich, der glaubt er hat viel getan, der wird durchgehen und zum Schluss bleibt gar nichts übrig. Und vielleicht manche alte Frau, die ihr Leben lang gebetet hat, die aber keiner bemerkt hat kommt raus mit viel viel Gold. Gott wird beurteilen, welche Werke aus ihm sind und welche Werke nur aus uns kommen. Das Bild der Belohnung: Das frustriert und verwirrt viele Menschen. Wir haben da ein paar Kronen und ein paar haben kleine Kronen und ein paar sitzen da ganz unten ohne Krone. Weißt du, was ich glaube, was die Belohnung ist? Das steht nicht in der Bibel, aber das ist das, was mir geholfen hat. Angenommen: Zum Beispiel bin ich ein absoluter Ignorant, was Kunst anbelangt – so Malereien und so weiter. Ich schaue ein Bild an und sage schön oder nicht schön – viel mehr kann ich nicht daraus entnehmen. Angenommen einer von euch ist jetzt ein wahrer Künstler, ein Hundertwasser-Fan oder was auch immer. Und wir zwei gehen ich eine Ausstellung und da kommen wir rein und da ist dieses Bild von Hundertwasser und es ist gewaltig. Ich schau das Bild an und sag: Ja, nicht schlecht. Wo ist das Nächste?" und gehe weiter. Und du kommst rein und bist ein absoluter Liebhaber. Du stehst vor dem Bild, siehst jedes Detail, fällst fast in Trance und nach drei Stunden gehst du langsam weiter. Du und ich, wir beide haben dieses Bild genossen – mir hat es auch gefallen. Ich weiß nicht, wie viel du es genossen hast und du weißt nicht, wie wenig ich es genossen hab. Aber das Maß, wie lieb du Kunst hast, wird bestimmen, wie sehr du dieses Gemälde genießt. Und ich glaube, wenn wir einmal vor dem Herrn Jesus stehen, da werden einige vor dem Herrn Jesus stehen und sagen: Danke Herr Jesus, dass du für mich gestorben bist, wo ist der Kaffee?". Und einige werden vor Jesus stehen und können nicht mehr weggehen, weil sie ihren Herrn sehen, für den sie gelebt haben, den sie lieb haben, der ihr Leben ist. Ich glaube, das ist die Belohnung. Das Maß wie sehr du von der Gegenwart Jesu überwältigt sein wirst oder auch nicht. Aber, wir müssen alle vor den Richterstuhl Christi. Das ist Realität! Und wisst ihr, was mein Gebet ist? Paulus schreibt in 2. Korinther 6, 1 : Als Mitarbeiter aber ermahnen wir auch, dass ihr die Gnade Gottes nicht vergeblich empfangt. ". Ich habe so das Gefühl, das viele Christen die Gnade vergeblich empfangen. Ja, sie haben Gnade empfangen, aber vergeblich, denn sie versäumen für den Herrn ganz zu geben, ganz da zu sein, ihr Leben ihm zu verschreiben. Ok, ist die bewusst, dass du nicht für hier, sondern für dort geschaffen bist? Ist dir bewusst, dass du sterben wirst, dass du diese Hütte abgeben wirst? Verstehst du jetzt, warum wir in diesem Leib so beschwert sind und seufzen? Weil wir nicht für hier gemacht sind! Und verstehst du jetzt, warum dich die Dinge dieser Welt niemals befriedigen können und niemals befriedigen werden? Weil du nicht für hier gemacht bist! Und, hast du gewusst, dass du dich einmal vor dem Schöpfer dieser Welt verantworten musst? Liebe Freunde, das sind wesentliche Ding! Wir tun gut daran, zu lernen über wesentliche Dinge des Lebens zu reden.
Lasst uns noch beten:
Himmlischer Vater, ich danke dir so für dein klares Wort in der heiligen
Schrift! Ich danke dir, wenn wir von Hoffnung sprechen, von Gewissheit
sprechen, weil wir wissen, wem wir geglaubt haben. Und danke Vater, dass
wir wissen, wenn wir diesen Leib, dieses Zelt abgeben, wir einen neuen Leib
erhalten. Einen Leib, optimal gemacht für das Leben dort bei dir, so wie
jetzt dieser Leib gemacht ist für dieses Leben hier, und da. Ich danke dir
für beides! Ich danke dir so für dieses Leben, das wir hier haben dürfen,
denn wenn wir heute überleben, so leben wir aus deiner Kraft! Und wenn wir
heute sterben – fantastisch, dann sind wir bei dir! Herr, danke dass du dem
Tod den Stachel genommen hast, dass der Tod keine Macht mehr hat und dass
er uns nur hinüberbringt in eine glorreiche Zukunft! Herr, ich bete, dass
auch ich und diese jungen Leute hier lernen über diese wesentlichen Dinge
nachzudenken, darüber zu reden, sich ins Bewusstsein rufen, damit wir
Frieden haben können – über Leben und über Sterben. Herr, du bist der Herr
über beides. Danke, dass wir dich kennen dürfen! Amen!
