Begegnung mit dem göttlichen Richter und das Schweigen des Freundes
Mein Freund, vor dem göttlichen Richter stehe ich hier. Du kanntest den Ritter, doch du hast ihn mir verschwiegen.
Wir gingen Seite an Seite durch das irdische Leben, aber den Weg zu ihm hast du mir einfach nicht gezeigt.
Du kanntest doch seine Liebe, seine Barmherzigkeit und sein Licht, doch du hast mir nie davon erzählt.
Die Realität von Leid und Gericht in der Welt
Hör zu, es kommt auch Gericht. Leid, Ungerechtigkeit und Unheiligkeit habe ich in die Welt gebracht.
Jetzt spüre ich deutlich, was das mit meiner Seele gemacht hat. Du hast über Jahre hinweg all meine Verkettungen gesehen. Für dich selbst hattest du den Sicherheitsgurt, aber mir hast du nie von der Rettung erzählt. Stattdessen verschweigst du mir Buße, Umkehr und Wiedergeburt.
Die fehlende Hilfestellung und die eigene Selbstdarstellung
Inmitten all meiner Selbstdarstellung – ich bin ein guter Mensch, nicht schlechter als andere – wo blieb da deine Hilfestellung, während ich zur Verdammnis wandere?
„Meine Taten sind meine Entscheidung, das ist mir schon klar. Aber von dir kam dazu kaum mehr als ein Kommentar. Ich bezeichne dich nicht als unaufrichtig, aber war dir mein ewiges Leben nie wichtig?
Das Bedauern vor der Ewigkeit und die verpasste Chance
Nun stehe ich vor der Hölle, die Ewigkeit beginnt. Wie waren wir beide nur so blind?
Ich bereue, bereue, bereue so sehr. Doch es ist zu spät, das hilft mir nicht mehr.
