Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einleitung und Ziel der biblischen Theologie
Guten Morgen! Wir haben schon sehr viel getan in den Tagen, die wir jetzt schon zusammen sind, und wir werden heute Morgen noch etwas mehr tun in dem Bereich der biblischen Theologie.
Basically, Vaughn and I have been doing all the biblical theology for you, und bisher war es wirklich so, dass Vaughn Roberts und ich für euch die biblische Theologie gemacht haben, euch das vorgemacht haben.
The reason I wrote the book that I wrote, that you received a copy of, was that I think Christians, and particularly pastors, but actually all Christians, should be doing biblical theology themselves.
Aber der Grund, warum ich das Buch geschrieben habe, was ihr ja auch alle, die euch zur Konferenz angemeldet bekommen habt, warum ich das geschrieben habe, war wirklich, um Pastoren vor allem, aber letztendlich allen Menschen zu helfen, biblische Theologie selber zu betreiben.
Also die Bücher, die wir empfohlen haben, die biblische Theologie grundsätzlich erklären, die sind sehr, sehr hilfreich. Aber ihr könnt natürlich nicht immer nur lesen, wie andere Leute das gemacht haben in deren Büchern, denn ihr wollt eure eigene Bibel lesen, und ihr wollt letztendlich diese Geschichte dann selber so zusammenbringen.
Und der Grund, warum ich also mein Buch geschrieben habe, war, um euch Werkzeuge in eure Hände zu geben, so dass ihr nun anfangen könnt, biblische Theologie wirklich in eurem eigenen Lesen und Studieren der Schrift zu praktizieren.
Und in unserem Vortrag heute Vormittag möchte ich euch ein bisschen über die Werkzeuge biblischer Theologie reden.
Wie in meinem Arbeitsraum zuhause, in meiner Werkstatt zuhause, da hängen lauter verschiedene Werkzeuge. So there are a lot of tools of biblical theology, and I'm not going to be able to talk about all of them.
Und so gibt es eben eine ganze Menge von verschiedenen Werkzeugen der biblischen Theologie, und ich kann jetzt heute Morgen nicht über alle reden.
But this morning I want to talk about what I think is one of the most important tools, and that is an understanding of covenants.
Aber heute Vormittag möchte ich über zumindest ein Werkzeug reden, was ich für eines der allerwichtigsten halte, und das ist das Verständnis von Bünden.
Die Grundlage jeder Auslegung
Und lasst mich gleich zu Beginn erst einmal sagen, dass biblische Theologie davon ausgeht, dass du zuerst die harte Arbeit der Exegese betrieben hast.
Das heißt: Wenn du dich mit einem Text beschäftigst, ist das Erste, was du tust, wirklich zu versuchen, die ursprüngliche Absicht, die Intention des Autors mit diesem Text, zu erkennen. Und das heißt, dass du die grammatisch-historische Methode der Exegese anwendest.
The meaning of the words on the page as the expressed mind of the author.
Das ist eine Methode, in der wir versuchen, wirklich aus den Worten des Textes selbst herauszulesen, was die Bedeutung war, die der Autor hier vermitteln wollte. Wir wollen also nicht einfach nur wissen, was wir über den Text denken. Wir wollen wissen, was der Autor gemeint hat.
Kontext und Genre und Grammar.
Und das bedeutet eben, dass wir sehr aufmerksam darauf achten, was hier in diesem Text steht, in welchem Kontext er steht und um welche Literaturgattung es sich handelt.
Drei Ebenen des Zusammenhangs
Aber wenn wir über den Kontext reden, versteht die biblische Theologie, dass es am Ende des Tages tatsächlich drei Kontexte gibt. Da müssen wir wissen, dass die biblische Theologie eben davon ausgeht, dass es zu jedem Text eigentlich drei Kontexte gibt und nicht nur einen.
Zum einen ist da der Kontext, den wir alle sehr gut kennen: der unmittelbare exegetische Kontext, in dem ein Text steht. Das hat auch etwas mit der Gattung zu tun, in der wir uns gerade befinden, also mit der Schriftgattung. Wenn wir uns zum Beispiel in einem Brief befinden, dann schauen wir auf den Abschnitt, in dem das steht, um es einordnen zu können. Wenn wir uns zum Beispiel in einem Brief befinden, dann schauen wir auf den Abschnitt, in dem das steht, um es einordnen zu können. Und wenn wir in einem Geschichtsbuch sind, dann schauen wir auf eine bestimmte geschichtliche Erzählung und wollen eben sehen, was der Kontext dieses Teils der Geschichte ist. Das ist hier der Hauptpunkt dieser Erzählung.
Aber wenn wir den unmittelbaren Kontext verstanden haben, dann gibt es einen etwas größeren Kontext, den wir auch beachten sollten: den epoch or covenantal context of a passage. Und das ist wirklich dieser zweite Kontext, den wir jetzt betrachten wollen, nämlich die historische Epoche, die heilsgeschichtliche Epoche oder auch der kanonische Kontext.
And then finally, what we've been talking about throughout this whole conference, there's the canonical context. Das ist natürlich der dritte Kontext. Ich will die drei Kontexte einfach noch einmal ganz klar nennen, weil ich das gerade schlecht übersetzt habe.
Also, wir haben einmal den unmittelbaren Textkontext. Dann haben wir den Kontext einer heilsgeschichtlichen Epoche, einer bestimmten Phase; das ist auch der Bundeskontext, in dem er steht. Und dann haben wir den Gesamtkontext der Schrift, den kanonischen Kontext. Das sind die drei Ebenen. Also, wie ich gerade gesagt habe, der ultimative Kontext ist eben die ganze Bibel.
Gottes Selbstoffenbarung in menschlicher Form
Und bevor wir jetzt anfangen, uns weiter über Bünde Gedanken zu machen, möchte ich mit euch eine wichtige, aber oft übersehene Wahrheit bedenken.
Das heißt: Wenn Gott uns nicht sagt, wer er ist, was er tut und warum er das tut, dann bleiben wir im Dunkeln. Wir können Gott nicht einfach intuitiv aus uns selbst heraus verstehen. Wir können auch nicht einfach nur die Geschichte betrachten und dann wirklich erkennen, was Gott hier tut. Gott muss sich uns offenbaren.
Von daher ist die Bibel ganz notwendigerweise die Selbstoffenbarung Gottes. Es ist letztendlich ein Akt göttlicher Selbsterniedrigung, dass der Gott, der so ganz anders ist als wir, sich selbst demütigt und unsere begrenzte menschliche Sprache annimmt, um uns zu erklären, wer er ist.
Der Bund als Schlüssel zur Geschichte Gottes
Eine der wichtigsten Formen dieser göttlichen Selbsterniedrigung und Offenbarung ist der Bund. Im historischen Nahen Osten, am Ende des zweiten Jahrtausends vor Christus, also in der Zeit von Abraham und Mose, beruhten internationale Beziehungen tatsächlich auf Bündnissen und Vereinbarungen.
Diese Vereinbarungen wurden normalerweise zwischen einem großen König und einem vasallinen König geschlossen. So, wie ich es oft gerne beschreibe, handelt es sich um einen großen und einen kleinen König. Die Form, die diese Vereinbarung annahm, nannte man Bund oder Bündnis.
In diesen Konventionen, in diesen Verträgen, versprach der große König seinen Schutz und seinen Segen. Im Gegenzug dazu verpflichtete sich der Vasallenkönig zu Unterordnung und Gehorsam. Solange der kleine König dem großen König gehorchte, genoss er dessen Gunst. Das heißt, solange der kleine König dem Großen gehorchte, empfing er seinen Segen oder seine Zuneigung. Wenn der kleine König dem Großen jedoch nicht mehr gehorchte, dann versprach der große König dem kleinen König schnelle Zerstörung.
Außerdem ist zu bedenken, dass der kleine König nicht wirklich eigenständig handelte. Er agierte letztendlich als Mittler oder als Repräsentant des ganzen Volkes, über das er herrschte. Sein persönlicher Gehorsam oder Ungehorsam betraf daher nicht nur ihn selbst. Das heißt, sein Gehorsam oder auch sein Ungehorsam gegenüber dem großen König hatte nicht nur Einfluss auf ihn selbst, sondern war von Bedeutung für alle, die unter ihm standen, da er als ihr Haupt handelte.
Die feste Form antiker Bündnisse
Now these treaties, these covenants, were written down. We have hundreds and hundreds of copies of them, and they tended to take a very consistent, standardized form.
They always began with a preamble that identified who the great king was, the author of the treaty. Then there would be a brief historical prologue. Und dann gab es einen kurzen historischen Rückblick in der Vorschau dieses Verbündnisses. Und in diesem Prolog wurde dann beschrieben, was der grosse König schon getan hatte für den kleinen König, wirklich erst die Basis nun für diesen Bundesschluss und den folgenden Gehorsam des kleinen Königs.
Und als nächstes kamen dann die Bedingungen dieser Vereinbarung, die da mit zusammenhängen. Das heisst, es gab erst eine Zusammenfassung der Bedingungen, und dann wurden sie detailliert beschrieben. Und da wurde dann wirklich beschrieben, was erwartet wurde von dem kleinen König.
After the stipulations, there would be a paragraph saying what you should do with the treaty, und nach diesem der Bedingungen des Bundes wurde dann erklärt, was man mit diesem Bund genau tun sollte. It was a document clause. It required that the treaty be kept in the temples. Next, there be two copies: one in the temple of the great king, one in the temple of the little king.
Und dann wurde jetzt also beschrieben, was mit diesem Bund geschehen sollte. Es gab normalerweise zwei Kopien, und die eine sollte im Tempel des grossen Königs verbleiben, und die andere Kopie im Tempel des kleinen Königs.
And typically in this paragraph there would be a requirement that the little king take the treaty out and read it publicly, periodically. Und es gab dann häufig die Anforderung oder die Auflage für den kleinen König, dieses Dokument regelmässig hervorzuholen und seinem Volk vorzulesen. Und er sollte es dann seinen Söhnen weitergeben, die ihm nachfolgen sollten als Thronfolger.
Und dann als Nächstes wurden normalerweise Zeugen benannt, und das waren im Normalfall die Götzen oder die Götter des Grossen und auch des kleinen Königs.
And then finally there would be a list of blessings that would come if the little king obeyed, and curses that would come if the little king disobeyed. Und dann gab es am Ende im Normalfall noch eine Liste von Segenszusagen, die kommen sollten, wenn dieser Bund so eingehalten würde, wenn der kleine König gehorchte, aber auch Fluch, der über den kleinen König kommen sollte, wenn er eben nicht gehorchte.
Mose und der Sinai-Bund
Und wie ich schon gesagt habe, wir haben viele hundert Kopien von solchen Bündnissen, säkulare Dokumente aus dem historischen Mittleren Osten. Und in der Vorsehung Gottes wurde Mose inspiriert, die ersten fünf Bücher des Alten Testaments genau zu dieser Zeit zu schreiben, als dieser Bundesvertrag weithin bekannt und anerkannt war.
Und so hat Gott in Herablassung gegenüber unserem eigenen Verständnis diese menschliche Vertragsform aufgenommen und benutzt, um seine Beziehung zu seinem Volk zu strukturieren, damit wir verstehen, was geschieht. Und in wirklicher Selbsterniedrigung hat Gott dann diese menschlichen, diese säkularen Verfahren übernommen und sie gebraucht, um genau dadurch zu erklären, wer er ist und wie wir mit ihm leben sollten.
Er ist der große König, und wir, die Menschen, die als seine Ebenbilder gemacht wurden, wir sind die Kleinkönige.
Und ich möchte, dass ihr kurz zuhört, wenn ich aus 2. Mose 20 lese. In Vers 1 heißt es: „Und Gott redete alle diese Worte und sprach: Ich bin der Herr, dein Gott.“ Das ist also die Präambel, in der er sich als der große König selbst identifiziert, der dich aus Ägypten herausgeführt hat, aus dem Land der Sklaverei. Und das ist der historische Prolog, der erklärt, was der große König bereits getan hat und was nun die Grundlage für die Aufforderung zum Gehorsam ist.
„Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ Und hier haben wir den Anfang der Bedingungen, die der große König dem kleinen König auferlegt. Diese Bedingungen werden in einer Zusammenfassung in den Zehn Geboten erklärt. Und wenn wir dann in 2. Mose 21 bis 23 weiterlesen, dann bekommen wir eine detailliertere Beschreibung dieser Bedingungen.
Bitte 2. Mose 24 auf. Und ich lese uns aus 2. Mose 24,1-11:
Und zu Mose sprach er: Steige herauf zum Herrn, du und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels, und betet an von ferne. Aber Mose allein nahe sich zum Herrn, und jene sollen sich nicht nahen, und das Volk komme auch nicht mit ihm herauf.
Mose kam und sagte dem Volk alle Worte des Herrn und alle Rechtsordnungen. Da antwortete alles Volk wie aus einem Munde: Alle Worte, die der Herr gesagt hat, wollen wir tun.
Da schrieb Mose alle Worte des Herrn nieder und machte sich früh am Morgen auf und baute einen Altar unten am Berge und zwölf Steinmale nach den zwölf Stämmen Israels. Und er sandte junge Männer von den Israeliten hin, dass sie darauf dem Herrn Brandopfer opferten und Dankopfer von jungen Stieren.
Und Mose nahm die Hälfte des Blutes und goss es in die Becken, die andere Hälfte aber sprengte er an den Altar. Und er nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes. Und sie sprachen: Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir tun und darauf hören.
Da nahm Mose das Blut und besprengte das Volk damit und sprach: Siehe, das ist das Blut des Bundes, den der Herr mit euch geschlossen hat aufgrund aller dieser Worte.
Da stiegen Mose und Aaron und Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels hinauf und sahen den Gott Israels. Unter seinen Füßen war es wie eine Fläche von Saphir und wie der Himmel, wenn er klar ist. Und er reckte seine Hand nicht aus gegen die Edlen Israels. Und als sie Gott geschaut hatten, aßen und tranken sie.
Hier passiert ganz viel in diesen Versen. Aber ihr seht zum Beispiel in Vers 7 das öffentliche Verlesen des Bundes. Es ist Gott. Und wir sehen hier, wie Zeugen herbeigerufen werden, aber in diesem Fall ist es allein Gott, weil Gott der Gott des großen Königs ist und Gott der Gott des kleinen Königs ist. Es gibt also hier keine mehreren Götter, die als Zeugen herbeigerufen werden könnten.
Eine Aussage darüber, wo der Vertrag aufbewahrt werden soll, ist die Dokumentenklausel. Und wenn wir dann weiter lesen würden in 2. Mose 25, dann könnten wir sehen, wo dieser Bund aufbewahrt werden sollte. Das ist dann die Dokumentenklausel des Vertrags, und er sollte eben in der Bundeslade im Allerheiligsten gelagert werden.
Ihr erinnert euch, dass ich gesagt habe, es sollten normalerweise zwei Kopien des Vertrags geben, eine beim König und eine im Tempel des Kleinkönigs. Und natürlich ist das hier ein und dasselbe, nicht wahr? Denn das Allerheiligste ist ja sowohl der Thron des großen Königs als auch der Tempel von Israel, also des kleinen Königs. Das heißt, die zwei Tafeln des Gesetzes, die zwei Kopien des Gesetzes, sind an demselben Ort aufbewahrt.
Aber wo sind die Segnungen und wo sind die Flüche? In der Tat bricht Israel den Bund, bevor sie überhaupt die Chance haben, diese zu rezitieren. Denn wie ihr wisst, geschieht kurz danach die Begebenheit mit dem goldenen Kalb.
Wir bekommen deshalb die Segenszusagen und auch die Fluchandrohung nicht bis zu 5. Mose 27 und 28. Dort wird der Bund erneuert, als das gelobte Land betreten werden soll.
Nun ist der mosaische Bund nicht der einzige Ort, an dem wir diese Struktur sehen. Aber ich habe mir viel Zeit genommen, sie euch hier im Detail zu zeigen, aus einem bestimmten Grund. Ich möchte, dass ihr erkennt, dass ein Bund nicht bloß ein Vertrag ist.
Ich möchte einfach, dass ihr erkennt, dass ein Bund eben nicht einfach nur ein Vertrag oder ein Versprechen ist, so wie wir das vielleicht heute kennen. Sondern ein Bund ist wirklich eine so umfassende Sache, die eine Beziehung verfestigt und etabliert. Es ist also nicht einfach nur eine finanzielle Auflage oder eine Militärvereinbarung, sondern es ist der Anspruch auf die Loyalität, den Gehorsam, der umfassend ist, gegenüber einem anderen Menschen.
Und deswegen gehört hier eine Autoritätsstruktur dazu. Es hat dauerhafte Anforderungen, und es bringt Segen mit sich und droht mit Fluch. Und was noch dazu gehört: Es ist generationenübergreifend. Im Neuen Testament gehört es zu einem Kontext, der nicht nur für dich gilt, sondern auch für deine Nachkommen nach dir.
Das heißt: Im Alten Testament in einen Bund einzutreten, brachte Bedingungen nicht nur für dich, sondern wirklich für die nächsten Generationen. Und es war auch nicht nur so, dass ein Bündnis ausgeschrieben wurde, es wurde wirklich geschnitten. In der Tat ist es so, dass im Alten Testament die Begrifflichkeit, die für das Eingehen eines Bundes verwendet wird, lautet: einen Bund schneiden.
Und das hatte damit zu tun, dass das Eingehen eines Bundes fast immer auch mit Blutvergießen zusammenhing. Und das Vergießen des Blutes war sowohl ein Zeichen als auch ein Siegel des Bundes. Und wie wir gerade in 2. Mose 24 gelesen haben, da vergoss Mose das Blut von jungen Stieren. Und dann nahm er das Blut und sprengte es sowohl auf den Altar als auch auf die Menschen als das Blut des Bundes.
Und im historischen Mittleren Osten war es nicht nur so, dass Tiere geopfert wurden. Manchmal wurden sie auch massakriert, in zwei Teile gerissen oder geschnitten, vielleicht mit einem Bein in ihren Rachen gestopft. Und das sind wirklich ganz grafische Bilder, die eine Botschaft vermitteln sollten. Das sollte ein Bild sein für den Vasallenkönig, damit er erkennt, was mit ihm passieren würde, wenn er den Bund brechen würde.
Deshalb wurde ein Bund geschnitten, und das Blutvergießen war notwendig, weil letztendlich die Strafe für den Bruch des Bundes der Tod war.
Palmer Robertson ist ein amerikanischer Theologe, der sehr viel über Bünde geschrieben hat. Er hat ein sehr wichtiges Buch geschrieben: Christus der Bündnisse. Und er hat kommentiert, dass ein Bund nicht einfach nur ein Bund ist, sondern ein Bund im Blut. Er beschreibt dort, dass ein Bündnis nicht nur einfach ein Bund ist, sondern ein Bund im Blut. Es ist eine Verpflichtung zur Loyalität und zur Treue, die mit dem Leben des Bundesmittlers gesichert wird.
Es ist eine Zusage der Loyalität. Also ist es eine Zusage der Loyalität. Und diese Zusage ist nicht nur ein Versprechen. Hier muss eine Sicherheit hingegeben werden, und die Sicherheit für diesen Bund ist das Leben des Mittlers dieses Bundes. Und das war der kleine König.
Er muss nicht sterben, sobald der Bund eingegangen wird. Stattdessen wird ein Tier, das ihn repräsentiert, geopfert. Ja, geopfert. Und das ist wirklich das, was hier mit den Bündnissen geschieht.
Das ist die grundsätzliche Struktur von Bündnissen, wie wir sie in der Bibel finden.
Bund der Werke und Bund der Gnade
Aber ich muss noch auf eine Besonderheit eingehen. Nämlich manchmal einfach aus der Grossherzigkeit des grossen Königs heraus. Weil manchmal ein grosser König einfach einen Bund eingehen würde, der letztendlich einfach nur ein Versprechen war.
In diesem Bund gab es keine Bedingungen, keine Termine oder Konditionen, die der Vasall einhalten musste. Da gab es keine Auflagen, keine Bedingungen, die der Vasallenkönig halten musste. Da gab es kein: Sei gehorsam, und dann kriegst du Segen; und wenn du ungehorsam bist, dann wirst du verflucht werden. Stattdessen hat der grosse König manchmal gesagt: Ich mache einfach ein Versprechen, und ich gebe dir ein Geschenk. Und er gab einfach sich selbst und sein Wort und seine Versprechen als die Garantie dieses Bundes.
Also wäre ein solcher Bund im Gegensatz zu dem Bund, den ich davor gerade beschrieben habe und den wir als Bund der Werke beschreiben würden, eben ein Gnadenbund. Im historischen Mittleren Osten finden wir solche Bündnisse vor allem in Fällen, in denen der grosse König einem Kleinkönig, vielleicht einem treuen Vasallen, Land schenken wollte, vielleicht einem mutigen Krieger Land geben wollte. Und die Aussage hier war wirklich, dass dieses Erbe, das er diesem treuen Vasallen, diesem treuen Krieger geben würde, auf Ewigkeit wäre, unverlierbar wäre.
Und wir sehen diese Art von Bund auch im Alten Testament. Kommen wir wieder zurück zu 1. Mose 15. Matthias wird die Verse 9-21 lesen.
Und er sprach zu ihm: Bring mir eine dreijährige Kuh, eine dreijährige Ziege, einen dreijährigen Widder, eine Turteltaube und eine andere Taube. Und er brachte ihm dies alles und zerteilte es in der Mitte und legte je einen Teil dem anderen gegenüber. Aber die Vögel zerteilte er nicht. Und die Raubvögel stiessen hernieder auf die Stücke, aber Abraham scheuchte sie davon.
Als nun die Sonne am Untergehen war, fiel ein tiefer Schlaf auf Abraham, und siehe, Schrecken und grosse Finsternis überfiel ihn. Da sprach der Herr zu Abraham: Das sollst du wissen, dass deine Nachkommen Fremdlinge sein werden in einem Land, das nicht das ihre ist, und da wird man sie zu dienen zwingen und plagen vierhundert Jahre. Aber ich will das Volk richten, dem sie dienen müssen. Danach sollen sie ausziehen mit grossem Gut. Und du sollst zu deinen Vätern fahren mit Frieden und in gutem Alter begraben werden. Sie aber sollen erst nach vier Menschenaltern wieder hierher kommen, denn die Missetat der Amoriter ist noch nicht voll.
Als nun die Sonne untergegangen und es finster geworden war, siehe, da war ein rauchender Ofen, und eine Feuerflamme fuhr zwischen den Stücken hin. An dem Tag schloss der Herr einen Bund mit Abraham und sprach: Deinen Nachkommen will ich dies Land geben, von dem Strom Ägyptens an bis an den grossen Strom Euphrat, die Keniter, die Kenasiter, die Kadmoniter, die Hethiter, die Peresiter, die Rephaiter, die Amoriter, die Kanaaniter, die Girgaschiter und die Jebusiter.
Also noch davor, in 1. Mose 12, da hatte Gott dem Abraham versprochen, dass er ihn zu einem grossen Volk machen würde, das an Gottes Ort unter Gottes guter Herrschaft leben würde. Aber bis zum 1. Mose 15 ist das noch nicht geschehen. Und Abraham beginnt zu fragen, ob das wirklich passieren wird. Und so geht nun Gott mit Abraham diesen Bund ein, genau hier, um ihm zu garantieren, dass es wirklich geschehen wird.
Ihr seht hier: Hier wird nichts von Abraham gefordert. Hier ist kein: Gehorche mir, und ich werde dich segnen; und wenn du ungehorsam bist, dann werde ich dich verfluchen. Es ist einfach nur ein ganz einfaches Versprechen, dass Gott ihm dieses Land geben wird. Und wer nimmt den Fluch? Das macht Gott selbst.
Normalerweise müsste der kleine König jetzt durch diese zerteilten Tiere durchgehen. Und was dann normalerweise passieren würde, ist, dass der kleine König dabei sagt: Was diesen Tieren hier geschehen ist, wenn ich den Bund breche, das soll an mir geschehen. Aber hier ist es Gott selbst, der durch diese zerteilten Tiere hindurchgeht. Und hier sagt wirklich Gott selbst: Wenn ich meine Zusage dir gegenüber, wenn ich diesen Bund breche, dann soll mit mir geschehen, was mit diesen Tieren geschehen ist.
Das heisst, Gott verbindet hier sein ganzes Wesen, alles, was er ist und hat, mit dem Halten dieses Bundes. Das heisst, in der Bibel haben wir zwei unterschiedliche Bündnisse: die Bünde der Werke und die Gnadenbünde. Beide haben letztendlich die gleiche Grundstruktur. Der Unterschied liegt allein darin, wer den Eid ablegt und wer damit die Verantwortung dafür übernimmt, den Fluch auf sich zu nehmen, wenn der Bund gebrochen wird.
Die großen Bundeslinien der Schrift
Mir würde es jetzt viel Spaß machen, um euch vielleicht nicht so unbedingt, wenn ich jetzt einfach durch alle Bünde der Bibel gehen würde. Aber wir haben dafür keine Zeit. Ich will deshalb nur ganz kurz, einfach nur ganz kurz, vielleicht die wichtigsten Bünde in der Bibel identifizieren.
Und das ist wichtig, weil diese Bünde in gewisser Weise ganz wichtige Merkmale, ganz wichtige Markierungspunkte, wirklich in dieser Landkarte sind. Wir haben darüber gesprochen, wie die Bibel letztendlich eine ganze Landkarte ist. Und damit wir uns zurechtfinden, brauchen wir manchmal diese Merkmale, diese Wegweiser. Und das sind diese Bünde.
Nicht immer wird die Begrifflichkeit von Bund gebraucht in den Fällen, die ich jetzt als Bünde beschreiben werde. Aber wenngleich auch die Begrifflichkeit Bund nicht immer gebraucht wird, greife ich hier einfach ein altes hermeneutisches, also schriftauslegendes Prinzip auf. Und auf Englisch nennen wir diese Gesetzmäßigkeit so: Wenn es aussieht wie eine Ente und quakt wie eine Ente, dann ist es wahrscheinlich eine Ente.
Das heißt, ich sage nicht, das sind jetzt die einzigen Bündnisse, die die Bibel kennt. Ich sage einfach nur, das sind die großen, die wichtigen.
Also ganz schnell einmal: Zuerst einmal der Bund der Schöpfung oder der Bund der Werke. Das haben wir in den letzten Tagen schon betrachtet. Das finden wir in 1. Mose 2,15-17. Und das Versprechen ist die Verheißung eines ewigen, sündenlosen Lebens. Der angedrohte Fluch ist der Tod, und die eine Bedingung ist: Esst nicht von einem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.
Dann gibt es einen Moment, wo das getestet wird, wo die Herausforderung kommt, und Adam und Eva scheitern. Und so kommt der Fluch sofort auf sie. Und ich denke, inmitten dieser Fluchsprache finden wir schon eine Einführung in die nächste Kategorie von Bündnissen.
Theologen benennen das unterschiedlich, ich möchte das gerne den Bund der Erlösung nennen. Er wird nicht ausführlich beschrieben, aber ich glaube, er wird angedeutet in 1. Mose 3,15. Denn euch ist vielleicht schon mal aufgefallen, dass inmitten der Fluchzusagen der Schlange gegenüber Gott auf einmal anfängt, Zusagen und Versprechungen zu machen. Und das ist die Zusage, das Versprechen, das wirklich Gott selbst bindet, nämlich sein Volk zu retten.
Und ich glaube, was wir hier haben, ist wirklich der Gnadenbund, der hier so in ganz kleiner, vielleicht in Samenform, angedeutet wird. Und es wird dann den ganzen Rest der Bibel brauchen, um das immer deutlicher werden zu lassen. That is made between Father, Son and Spirit to accomplish this great Salvation.
Dann kommen wir zu einem dritten wesentlichen Bund, das ist der Bund mit Noah. Und wenn wir genau schauen in 1. Mose 9 ab Vers 8, da ist es eigentlich nicht nur mit Noah, es ist wirklich mit allen Lebewesen. Das ist wirklich ein Bund der allgemeinen Gnade. Das ist also ein einseitiges Versprechen von Gottes Seite her. Es gibt keine Bedingungen für Gehorsam. Es ist einfach die Zusage, dass er die Welt nie wieder durch das Wasser zerstören wird. In which the Covenant of Redemption can work itself out.
Als Nächstes kommt der Bund mit Abraham, und wir haben das gerade schon betrachtet in 1. Mose 15. Es ist ein Bund mit Abraham und seinem Nachkommen. Es ist ein Bund der Gnade, der eine Zusage macht, dass Gottes Volk an Gottes Ort sein wird, unter Gottes guter Herrschaft.
Dann kommen wir zum Bund mit Mose. Und wir sehen das dann wirklich in 2. Mose 20 bis 25 und im ganzen 5. Mosebuch. Und ich glaube, dass der Bund mit Mose, auch wenn er auf einem Gnadenbund basiert, letztendlich dann aber ein Werkebund ist. Da sind aber nicht alle meiner Meinung.
Der Grund, warum ich glaube, dass es wirklich ein Werkebund ist, hat damit zu tun, dass wir sehen, wer hier die Segenszusagen, aber auch den Fluch proklamiert. Diese Zusagen gelten, oder diese Bedingungen gelten, dem Volk. Denn Gott sagt ihnen, dass sie: Seid gehorsam, dann könnt ihr im Land bleiben. Und wenn ihr nicht gehorsam seid, dann werdet ihr rausgeschmissen werden. Das klingt letztendlich sehr ähnlich zu dem Bund, den er mit Adam damals eingegangen ist.
Dann kommt der Bund mit David in 2. Samuel 7. Und das ist wiederum ein Bund von reinen Zusagen und Gnade. Es gibt keine Bedingungen. Wir sehen hier einfach nur das Versprechen, dass ein Nachkomme Davids für alle Zeit auf dem Thron von Israel sitzen wird, und dieser Sohn wird nicht nur Davids Sohn sein, sondern Gottes Sohn.
Und dann schließt sich der Neue Bund. Wir sehen ihn in Jeremia 31 und in Hesekiel 36. Das ist der Bund, von dem Jesus selbst dann in Matthäus 26 sagt: Das ist der Bund in meinem Blut. Es ist wiederum ein Bund der Gnade, von großen Versprechen, ein Bund, der wirklich abgesichert wird durch das Leben des Mittlers dieses Bundes selbst, Jesus Christus. Nur in diesem Fall wird es nicht so sein, dass dann ein Lamm an seiner Stelle geschlachtet wird; nein, er wird dieses Lamm sein.
Die heilsgeschichtliche Einordnung des Bundes
Now these are the major covenants in the Bible. What we need to realize is that when we look at the covenants, we are looking at the history of how God relates to his people.
Und wenn wir diese Bünde anschauen, dann muss uns klar sein: Hier sehen wir wirklich die Geschichte, wie Gott Beziehung zu seinem Volk hat. Und von daher ist es wichtig, in welchem Verhältnis diese Bünde zueinander stehen. Wir müssen auch verstehen, unter welchem Bund wir stehen.
Also wenn wir das nämlich nicht verstehen, wo wir uns da befinden, dann ist die Gefahr, dass wir unsere eigene Bundessituation zurücklesen in vorherige Zeiten. Oder wir lesen vielleicht in unangemessener Form eine vergangene Bundessituation hinein in unseren heutigen Kontext.
Das heißt, wenn wir einen Textabschnitt in der Bibel lesen, dann müssen wir uns immer fragen: Unter welchem Bund, in welcher Bundessituation befinden wir uns hier? Das ist der zweite Kontext, den wir immer bedenken sollten: der Bundeskontext.
Lassen Sie uns also noch einmal über Genesis 15 nachdenken. Die Geschichte des Bundes mit Abraham in Genesis 15 kann einfach verstanden werden als das, was Gott mit Abraham tat. Aber wenn wir einen Schritt zurückgehen und den größeren Kontext betrachten, dann verstehen wir wirklich, dass dieser Bund mit Abraham ein ganz großer Wendepunkt in der gesamten Geschichte ist. Denn alles, was nach 1. Mose 12 bis 2. Mose 19 kommt, baut auf dem auf, was hier gesagt wird.
Nämlich von 1. Mose 12 bis zum 2. Mose 19 sehen wir, dass alles, was dann beschrieben wird, wirklich damit zu tun hat, wie Gott jetzt dieses Versprechen halten wird. Aber dann beginnt plötzlich in 2. Mose 19 und 20 eine neue bundliche Epoche. Jetzt sind diese Menschen ein Volk. Sie sind jetzt wirklich etwas geworden. Sie sind identifiziert oder definiert durch diesen Auszug aus Ägypten, den Exodus.
Und jetzt wird ihre Beziehung zu Gott auf eine neue Ebene gebracht, die im mosaischen Bund beschrieben wird. Der abrahamitische Bund ist nicht weg und nicht widerrufen. Das heißt, der abrahamitische Bund ist nicht aufgehoben, aber etwas Neues ist geschehen. Und das, was jetzt folgt, muss also mit dem bedacht werden, was in diesem neuen Bund steht.
Und ich sehe, dass einige von euch, ich kann es von den Gesichtern sehen, nicht so genau wissen, was ich jetzt gerade erzähle. Und einige von euch werden nervös. Ich weiß nicht so genau, ob ich denen unter uns helfen kann, die jetzt keine Ahnung haben, wovon ich bisher geredet habe. Aber ich möchte denen helfen, die ein bisschen nervös geworden sind.
Keine zwei Heilswege, sondern eine heilsgeschichtliche Entwicklung
saved people different ways at different times in history. Einige von euch werden jetzt vielleicht plötzlich nervös sein und denken, dass ich darauf hinauswill, dass Gott Menschen in unterschiedlichen Phasen unterschiedlich gerettet hat. Aber das ist überhaupt nicht das, was ich sagen will.
Es gibt einen Gott, und er hat sich nie verändert. Und die Rettung war immer über denselben Weg, immer denselben. Sie geschah immer durch Gnade allein, durch den Glauben an die Verheißungen Gottes, soweit sie in der jeweiligen Phase schon offenbar geworden waren.
Wenn ich hier also über verschiedene Epochen spreche, dann meine ich damit nicht das, was einige klassische frühere Dispensationalisten meinten, nämlich dass Gott angeblich Menschen manchmal durch ihre Werke gerecht gemacht habe und manchmal allein aufgrund von Gnade. Das sage ich hier überhaupt nicht.
Was ich sagen will, ist, dass die Art, wie Gott die Erlösung entfaltet, sich entwickelt. Und sie entwickelt sich im Verlauf der Geschichte, so wie ein Same zu einem Baum heranwächst.
Welche Stufe dieser Entwicklung wir für die Auslegung eines Textes vor uns haben, ist wichtig. Wenn wir das Alte Testament lesen, dann ist es entscheidend, dass wir verstehen, in welcher Situation wir uns befinden, um den Text richtig zu verstehen.
Ein Beispiel aus dem Opferdienst
Also ein schnelles Beispiel mal: Leviticus 17 forbids offering sacrifices anywhere but at the tent of meeting.
Zum Beispiel, im dritten Mose 17, da ist das klare Verbot, Opfer irgendwo anders zu bringen als nur im Tempel. Das heißt, damals war es die Stiftshütte, und später wurde es dann der Tempel, als er in Jerusalem gebaut wurde. Das heißt, der Punkt war letztendlich derselbe: Du konntest nicht einfach Opfer da bringen, wo du es wolltest, sondern eben nur an diesem einen Ort.
Aber im ersten Buch Mose wird uns beschrieben, dass, wo immer auch Abraham hinging, er einen Altar baute und Opfer darbrachte. Hat Abraham das Gesetz gebrochen? Und im Übrigen: Wo bringst du eigentlich deine Opfer dar? Ihr versteht meinen Punkt, nicht wahr?
Das heißt, wenn wir die Einschränkung von 3. Mose 17 verstehen wollen und die Freiheit von Abraham und unsere heute noch viel größere Freiheit, dann müssen wir jeden Text offensichtlich innerhalb seines kovenantalen Kontexts verstehen.
Abraham war ein Ausländer und ein Fremder in einem Land, das er noch nicht als Versprechen empfangen hatte. This belongs to God. Und letztendlich hat er, immer wenn er einen Altar gebaut hat, seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, dass das Gott gehört. It's God's land, and even though I haven't come into possession of it yet, I'm kind of staking it out.
Und er sagte wirklich: Das ist Gottes Land, und auch wenn es mir noch nicht gehört, setze ich hier einen Anspruch drauf.
Israel hingegen war jetzt im Besitz des Landes, aber es war ein Land, gefüllt mit lauter kleinen lokalen Altären, die für irgendwelche lokalen Götzen gemacht waren. In der Regel wollte Gott klar machen, dass jedem Israeliten fundamental sein sollte, dass seine Identität als Teil einer einzigen Nation bestand.
Und im Gesetz hat Gott dann deutlich gemacht, dass die Identität des Volkes wirklich die eines einzigen, eines gesamten Volkes sein sollte. Es sollte nur einen Gott haben, der ihm ganz genau erklärt hatte, wann, wo und wie er angebetet werden wollte. Und diese Anbetung war wirklich auch ein Akt, durch den Gott das ganze Volk in der Anbetung Gottes versammelt hat.
Anstelle einer Anbetung, die sie fragmentiert, sollte die Nation versammelt werden, statt das Volk auseinanderzubringen und zu fragmentieren, so wie das bei den anderen Völkern der Fall war.
Das heißt, wenn wir einen Text verstehen wollen, dann müssen wir nicht nur die Worte, die Sätze und die Abschnitte verstehen. Da müssen wir wirklich Beachtung schenken, in welchem Bundeskontext das steht. Das heißt, in welchem Zusammenhang steht das, was jetzt in diesem Text steht, zu dem, was Gott bisher über sich selbst offenbart hat.
Aber wenn wir damit aufhören, dann haben wir den Menschen allein eine historische Lektion gegeben, und dann geht es ihnen vielleicht ein bisschen so, wie es dir jetzt vielleicht gerade geht.
Und deshalb gibt es einen weiteren Kontext, den wir bedenken müssen, und das ist der gesamtkanonische Kontext. Von Mose, dem allerersten Autor der Schriften, bis hin zu Johannes, dem allerletzten Autor der Bibel, war die Überzeugung aller dieser Schreiber der Bibel, dass Gott treu ist. Die Verheißungen bleiben bestehen.
Und das Einhalten dieser Verheißungen sah nicht immer genau so aus, wie man es erwartet hätte. Es war vielleicht sogar etwas überraschend. Aber es gibt eine fundamentale Kontinuität über die Breite der Geschichte, weil Gott sein Wort behält.
Das heißt, die Aufgabe dieses kanonischen Horizonts ist es wirklich zu verstehen, wie das alles miteinander zusammenhängt.
Der kanonische Horizont und die großen Fragen
Also lasst uns noch einmal auf 1. Mose 15 schauen. Das heißt: Wenn wir 1. Mose 15 betrachten und den unmittelbaren Kontext mitbedenken, stellen wir uns einige einfache Fragen. „Why is he cutting up animals? And what does this mean for Abraham?“
Und wenn wir dann einen Schritt zurückgehen und den Bundeskontext betrachten, stellen wir etwas andere Fragen. Wie erfüllt sich diese Vermittlung in der Zeit Isaaks und Jakobs und schließlich in der Zeit Israels, im Exodus?
Aber der kanonische Kontext fordert uns nun heraus, noch einmal ganz andere Fragen zu stellen. Wie hängt jetzt das Versprechen, das Gott Abraham gemacht hat und dann im Exodus offenbart hat, mit Jesus zusammen? Wie hängt also der abrahamitische Bund mit dem neuen Bund zusammen? In welchem Sinn sind Christen jetzt die Nachkommen Abrahams, wie das ja im Galaterbrief gesagt wird? Sollten wir nun auch jetzt ein Erbe, ein Landeserbe in Palästina erwarten? Oder beschreibt nicht der Hebräerbrief, dass die Land- und auch die Ruhe-Zusagen in Christus auf eine andere Art und Weise erfüllt worden sind?
Dies sind die Fragen, die wir haben, um zu fragen und zu beantworten, ob wir, wenn wir 1. Mose 15 predigen, den Menschen etwas mehr als eine Geschichtsstunde geben wollen. Wenn wir 1. Mose 15 predigen und den Menschen mehr geben wollen, dann ist das nicht einfach nur ein bisschen Geschichte. Und ich kann natürlich heute Vormittag nicht alle diese Fragen beantworten, und schon gar nicht in den letzten 15 Minuten, die mir noch bleiben. Wir bräuchten auch eine Menge anderer Werkzeuge. Wir müssten noch über Verheißung und Erfüllung sprechen, und wir müssten noch über Typologie sprechen. Wir müssten über die verschiedenen Bedeutungen von Kontinuität und Diskontinuität sprechen.
Aber was ich uns heute Morgen einfach noch einmal deutlich machen müsste, ist dies: Für die ganze Bibel, also für das Alte Testament oder für den Großteil der Bibel, das Alte Testament und die Evangelien, gilt, dass wir Texte aus dem Alten Testament und auch aus den Evangelien nicht auf unser Leben anwenden können, bis wir nicht alle drei Ebenen, alle drei Kontexte, durchdacht haben. Denn Jesus Christus ist sicherlich der Mittler des Neuen Bundes, aber er ist eben auch der Christus aller Bünde. Und es gibt keinen anderen Weg, wie wir Christus verstehen können und auch den ganzen Rest des Neuen Testaments, wenn wir nicht verstehen, wie er mit den anderen Bünden zusammenhängt.
Ihr erinnert euch, ich sprach über den Bund mit Abraham und den Bund mit Noah und mit David. Jesus ist im Neuen Testament als der zweite Adam, der zweite Mose, der zweite David. Und seht ihr, im Neuen Testament wird uns Jesus dargestellt als der zweite Adam, der zweite Mose und der zweite David. Die Erlösung, die Jesus bringt, wird uns beschrieben als ein zweiter Exodus, eine zweite Rückkehr aus dem Exil. Die Gemeinde wird im Neuen Testament als ein lebendiger Tempel, als Israel Gottes, beschrieben. Wie wollen wir diese neutestamentlichen Bilder verstehen, wenn wir sie nicht in ihrem ursprünglichen Bundeskontext verstanden haben und uns dann damit auseinandergesetzt haben, wie sie in die gesamte Geschichte hineinpassen?
Aber wenn wir das dann tun, dann wird das Alte Testament zu so viel mehr als einfach nur einer Chronologie, die uns irgendwie zu Jesus hinführt. Es wird die Offenbarung von Jesus, weil Gott sich in Jesus Christus erniedrigt hat, um zu uns zu kommen. Letztendlich geschieht das in der Inkarnation, in der Fleischwerdung, aber eigentlich schon im ganzen Alten Testament, wo er uns immer wieder zeigt, was es bedeutet, dass er in Beziehung mit uns tritt.
Psalm 18 im Licht der drei Horizonte
Und ich möchte mit uns jetzt die letzten paar Minuten gebrauchen und how these three horizons work together as we're looking at a single text of scripture. Und er möchte uns jetzt einfach an einem einzelnen Text der Bibel zeigen, wie diese drei Horizonte zusammenhängen.
So, Matthias ist jetzt den ganzen Psalm 18, und ich lese jetzt den ganzen Psalm 18. Das ist ein langer Psalm, ihr könnt da gerne mitlesen.
Psalm 18
Von David, dem Knecht des Herrn, der zum Herrn die Worte dieses Liedes redete, als ihn der Herr errettet hatte von der Hand aller seiner Feinde und von der Hand Sauls, vorzusingen.
Und er sprach:
Herzlich lieb habe ich dich, Herr, meine Stärke! Herr, mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Berg meines Heils und mein Schutz!
Ich rufe an den Herrn, den hochgelobten, so werde ich vor meinen Feinden errettet.
Es umfingen mich des Todes Bande, und die Fluten des Verderbens erschreckten mich. Des Totenreichs Bande umfingen mich, und des Todes Stricke überwältigten mich. Als mir angst war, rief ich den Herrn an und schrie zu meinem Gott. Da erhörte er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren.
Die Erde bebte und wankte, und die Grundfesten der Berge bewegten sich und bebten, da er zornig war. Rauch stieg auf von seiner Nase, und verzehrendes Feuer aus seinem Mund. Flammen sprühten von ihm aus. Er neigte den Himmel und fuhr herab, und dunkel war unter seinen Füßen. Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher, er schwebte auf den Fittichen des Windes. Er machte Finsternis ringsum zu seinem Zelt, in schwarzen, dicken Wolken war er verborgen. Aus dem Glanz vor ihm zogen seine Wolken dahin, mit Hagel und Blitzen. Der Herr donnerte im Himmel, und der Höchste ließ seine Stimme erschallen mit Hagel und Blitzen. Er schoss seine Pfeile und streute sie aus, sandte Blitze in Menge und jagte sie dahin. Da sah man die Tiefen des Wassers und des Erdbodens aufgedeckt vor deinem Schelten, Herr, vor dem Odem und Schnauben deines Zorns.
Er streckte seine Hand aus von der Höhe und fasste mich und zog mich aus großen Wassern. Er errettete mich von meinem starken Feind, von meinen Hassern, die mir zu mächtig waren. Sie überwältigten mich zur Zeit meines Unglücks, aber der Herr war meine Zuversicht. Er führte mich hinaus ins Weite, er riss mich heraus, denn er hatte Lust zu mir.
Der Herr tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit, er vergilt mir nach der Reinheit meiner Hände. Denn ich halte die Wege des Herrn und bin nicht gottlos wider meinen Gott. Denn alle seine Rechte habe ich vor Augen, und seine Gebote werfe ich nicht von mir. Sondern ich bin ohne Tadel vor ihm und hüte mich vor Schuld. Darum vergilt mir der Herr nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände vor seinen Augen.
Gegen die Heiligen bist du heilig, und gegen die Treuen bist du treu, gegen die Reinen bist du rein, und gegen die Verkehrten bist du verkehrt. Denn du hilfst dem elenden Volk, aber stolze Augen erniedrigst du. Ja, du machst hell meine Leuchte, der Herr, mein Gott, macht mein finsteres Licht. Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Gott über Mauern springen. Gottes Wege sind vollkommen, die Worte des Herrn sind durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen. Denn wer ist Gott, wenn nicht der Herr, oder ein Fels, wenn nicht unser Gott?
Gott rüstet mich mit Kraft und macht meine Wege ohne Tadel. Er macht meine Füße gleich den Hirschen und stellt mich auf meine Höhen. Er lehrt meine Hände streiten und meinen Arm den ehernen Bogen spannen. Du gibst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte stärkt mich, und deine Huld macht mich groß. Du gibst meinen Schritten weiten Raum, dass meine Knöchel nicht wanken.
Ich will meinen Feinden nachjagen und sie ergreifen und nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe. Ich will sie zerschmettern, dass sie nicht mehr aufstehen können; sie müssen unter meine Füße fallen. Du rüstest mich mit Stärke zum Streit, du wirfst unter mich, die sich gegen mich erheben. Du treibst meine Feinde in die Flucht, dass ich vernichte, die mich hassen. Sie rufen, aber da ist kein Helfer; zum Herrn, aber er antwortet ihnen nicht. Ich will sie zerstampfen zu Staub vor dem Winde, ich werfe sie weg wie Unrat auf die Gassen.
Du hilfst mir aus dem Streit des Volkes und machst mich zum Haupt über Heiden. Ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir. Es gehorcht mir mit gehorsamen Ohren. Söhne der Fremde müssen mir huldigen, die Söhne der Fremden verschmachten und kommen mit Zittern aus ihren Burgen.
Der Herr lebt! Gelobt sei mein Fels, und der Gott meines Heils sei hoch erhoben, der Gott, der mir Vergeltung schafft und zwingt die Völker unter mich, der mich errettet von meinen Feinden. Du erhöhst mich über die, die sich gegen mich erheben, du hilfst mir von den Frevlern. Darum will ich dir danken, Herr, unter den Heiden und deinen Namen lob singen, der seinem König großes Heil gibt und Gnade erweist seinem Gesalbten, David, und seinem Hause ewiglich.
Sein wunderbarer Psalm.
Wenn wir diesen Psalm lesen, dann müssen wir ihn erst einmal in seinem unmittelbaren textuellen Kontext lesen. Und dann werden wir feststellen: Er wurde von David geschrieben, und er schreibt den ganzen Psalm in der ersten Person. Das heißt, er spricht von sich selbst. Und es ist Poesie; er benutzt sehr bildhafte Sprache, was man auch in Poesie erwarten würde.
Wenn wir diesen Psalm lesen, dann sehen wir: Es ist ein ganz persönliches Dankeslied für erlebte persönliche Rettung. Denn die Einleitung zu diesem Psalm erklärt uns das, bevor wir überhaupt zu dem eigentlichen Psalm kommen.
Und wenn wir damit jetzt aufhören und diesen Psalm nur so lesen und dann auf unsere Gemeinde anwenden, dann werden wir ihn direkt auf sie anwenden: Hat Gott dich gerettet? Bist du dankbar für seine Rettung? Hast du Gott gekannt als deinen Fels, als deine Rettung? Und das ist natürlich wunderbar. Und das wird deine Gemeinde ermutigen.
Aber vielleicht ist dir aufgefallen, dass es da ein paar Dinge gibt, die deine Gemeinde so direkt zu sprechen zwingen. Denn die meisten von uns würden wahrscheinlich ein Problem damit haben zu sagen, dass wir ohne Schuld sind. Und bei der Rettung, die wir erleben, werden zumindest die wenigsten unter uns wahrscheinlich wirklich begeistert sein, wie Gott unsere Feinde zerstört.
Und das ist aber alles hier in diesem Psalm. Und wenn wir also nur bei dem Psalm als persönlichem Lied an dieser Stelle aufhören und einfach nur diesen Psalm als einen ganz persönlichen Psalm direkt auf unsere Gemeinde hin anwenden, dann werden wir bestimmte Teile dieses Psalms einfach auslassen.
Und ich glaube, wir verpassen deshalb dann auch die eigentliche Aussage dieses Psalms. Denn wir müssen einen Schritt zurückgehen und überlegen: Was ist eigentlich der Bundeskontext, in dem dieser Psalm geschrieben wurde?
David als König und Repräsentant
Ihr seht den Kontext hier: Der Herr hat ihn aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls gerettet. David ist endlich at rest and secure in his kingship. Das heißt, David kommt endlich zur Ruhe und ist sicher in seiner Königsherrschaft.
Und in dem, was er dann hier über diese Befreiung beschreibt, greift er bildhaft Dinge aus dem Exodus auf. In den Versen 6 bis 19 beschreibt er seine Befreiung mit den Begriffen der Theophanie, also der Tatsache, dass Gott auf den Berg Sinai herabkommt und sein Volk befreit. Er greift Bilder von Gottes Selbstoffenbarung am Berg Sinai auf, wo Gott zu seinem Volk kommt. Und er beschreibt seine persönliche Erlösung jetzt in Begrifflichkeiten der Landnahme unter Josua.
Und ich weiß, das ist Poesie, und Poeten nehmen sich oft Freiheiten mit ihren Bildern. Manchmal greifen sie einfach so zu solchen Bildern. Aber das sieht schon ein bisschen zu großartig aus für eine einzelne Person, einfach nur für eine ganz persönliche Danksagung. Und was wir hier erkennen müssen, ist, dass David eben nicht einfach nur eine Privatperson ist. Er ist der König. Das heißt, er spricht hier in Bundeskategorien und nicht nur in ganz persönlichen Kategorien, denn er spricht hier als der König, als der Repräsentant des ganzen Volkes. Und deswegen spricht er über seine eigene Beziehung zu Gott in dieser nationalen, volkstümlichen Terminologie, denn letztendlich ist seine persönliche Errettung als Repräsentant des Volkes die Errettung des ganzen Volkes.
Und ich glaube, das hilft uns dann auch zu verstehen, was diese Sprache von dieser Schuldlosigkeit in den Versen 20 bis 29 bedeutet, die uns eigentlich erst einmal so ungute Gefühle gibt. David nimmt hier für sich nicht in Anspruch, persönlich ganz perfekt zu sein. Er nimmt nicht für sich in Anspruch, keine Sünde zu haben. Er spricht als der König. Und er sagt hier einfach, dass er als König dem Bund gegenüber treu war.
Und den Triumph über seine Feinde, den er in den Versen 37 bis 42 beschreibt, und diese Beschreibung seines Erfolgs über die Feinde: Das ist keine Sprache von persönlicher Vergeltung. Nein, he is patterning this after the image of the holy war of the conquest that Joshua prosecuted. Joshua was to give no mercy. Josua sollte nicht barmherzig sein. Because this was an act of God's faithfulness towards Israel, to give them the land completely. And so David describes his own deliverance in those same terms.
Und so beschreibt David eben seine eigene Befreiung in diesen Bundeskategorien. Und wenn wir dann zu Vers 43 bis zum Ende des Psalms kommen, da sehen wir, dass wir auf einmal vom mosaischen Bundeskontext hin zu dem Bund mit David kommen. Denn hier hat er ganz offensichtlich die Zusage Gottes an sich selbst im Blick aus 2. Samuel 7. Und das sind keine Aussagen von persönlichem Stolz, das sind wirklich Aussagen über die Treue Gottes seinem Bund gegenüber.
Und ihr seht jetzt, was passiert, wenn wir ein bisschen zurückgehen und diesen Psalm in Bezug auf den kovenantalen Kontext sehen. Das heißt, dieser Psalm ist sehr wohl ein persönlicher Psalm von persönlicher Danksagung, aber es ist eben nicht nur das. Denn es ist auch ein Zeugnis der ewigen Bundestreue Gottes gegenüber seinem gesalbten König, einem König, der das Volk repräsentiert.
Christus als eigentliche Erfüllung
Und das bringt uns dann eigentlich auch sofort zu dem Gesamtkontext der ganzen Schrift. Denn dieser Psalm ist ja letztendlich nicht in David in Erfüllung gegangen. Er findet seine Erfüllung letztendlich in Jesus Christus, der diese Dinge ja nicht nur irgendwie so bildhaft erlebte, sondern ganz wortwörtlich. Denn der Tod erreichte ihn wirklich. Die Fluten der Vernichtung kamen wirklich über ihn. Die Bande des Todes und die Fluten des Verderbens kamen über ihn.
In seiner Verzweiflung rief er zu dem Herrn, und der Herr erhörte ihn. In seiner Verzweiflung rief er zu dem Herrn, und der Herr erhörte ihn.
Und die Bundestreue, die wir hier erfüllt sehen, ist dann eben nicht nur etwas, was sich bei David erfüllte. Personal Obedience, die echte Sündlosigkeit, die von Adam gefordert wurde, erfüllt Jesus hier noch viel mehr als nur die Antwort an David. Er erfüllt hier die perfekte Sündlosigkeit, die von Adam gefordert wurde.
Und so findet dieser Psalm seine wahrhaftigste Erfüllung nicht auf den Lippen von David und sicherlich nicht auf meinen eigenen, sondern auf den Lippen von Jesus, der sowohl sein Volk rettet, der der niedergekommene Gott ist, nach dem dieser Psalm ruft, der dann aber auch diesen Tod erleidet für sein Volk, der dann aber auch diesen Tod erleidet für sein Volk, der dann aber auch diesen Tod erleidet für sein Volk, der dann rehabilitiert wird durch die Auferstehung von Gott und der dann tatsächlich triumphiert über alle seine Feinde und als König aller Nationen gekrönt wird.
Und ihr seht jetzt hoffentlich, was passiert, wenn wir diesen Psalm eben nicht nur in diesem einen engen Kontext lesen, sondern in allen dreien. Es ist eben nicht nur der Psalm Davids, und es ist nicht nur der Psalm Israels, es ist der Psalm Jesu.
Und wenn ich Jesus höre, wie er Psalm 18 singt, dann lerne ich ihn besser kennen. Dann verstehe ich, wer er wirklich ist, was er wirklich getan hat und wie er die ganze Geschichte von Gottes Redemptivplan in sich selbst zusammenbringt.
Schluss: Die Bibel christuszentriert lesen
Ich weiß, dass dies eine Art technischer Vortrag war. Aber ich möchte, dass ihr eure Bibel auf diese Weise lesen könnt. Ist es nicht viel besser, Psalm 18 zu lesen und nicht zu versuchen herauszufinden, wie er jetzt von mir handelt, sondern zu sehen, wie er wirklich ganz von Jesus handelt und deshalb für mich ist?
Als ich als Kind in der Gemeinde aufgewachsen bin, musste ich manchmal sehr lange, langweilige Predigten hören. Und während ich so meine Zeit verbrachte, las ich einfach alttestamentliche Geschichten. Sie waren oft viel spannender als das, was der Prediger dort erzählte.
Und ich liebe es immer noch, diese alttestamentlichen Geschichten zu lesen. Nicht unbedingt, weil die Predigten langweilig sind, sondern weil ich jedes Mal, wenn ich diese Geschichten lese, Jesus von diesen Seiten wirklich auf mich zukommen sehe.
Ihr Lieben, lasst uns die Bibel so lesen. Lasst uns lernen, die Bibel so zu lesen. Lasst unsere Bibeln so predigen.
