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Das Johannes-Evangelium: Einleitung, Aufbau und Kapitel 1

Johannes 124.05.2016
Event•Teil 1 / 10Spurgeon-Konferenz 2016
Ein Vortrag von Andrew Page auf der Spurgeon-Konferenz 2016.

Dank und persönliche Einordnung

Ich möchte noch einmal sagen: Vielen Dank für die Einladung. Ich staune, dass ich hier stehen darf. Es ist ein echtes Vorrecht für mich, hier sein zu dürfen.
Etwas, das ich während des Interviews nicht gesagt habe, weil ich zu lange geantwortet habe: Bevor ich als Missionar nach Österreich gegangen bin, war ich Assistent Pastor in einer Gemeinde in Southampton. Der Hauptpastor war David Jackman. Wie viele von euch kennen David Jackman? Ja, ja, er war mein Hauptpastor, und ich habe sehr viel von ihm gelernt. Aber wahrscheinlich wirst du während der nächsten paar Tage denken: Ja, aber nicht genug.
Beten wir miteinander.
Vater, wir danken dir so sehr für die Liebe Jesu. Danke, dass das für uns nicht nur ein Begriff ist, sondern auch Wirklichkeit in unserem Leben. Danke, dass er in unsere Welt gekommen ist, danke, dass er Fleisch geworden ist, dass er für uns gestorben ist und auferstanden ist. Danke für diese Liebe. Vater, wir beten dich an. Und wir bitten dich, dass wir dir in deinem Wort neu begegnen werden. Und wir bitten dich, dass du uns ausrüstest, damit wir dir dienen und auch anderen helfen können, deine Stimme in deinem Wort zu erkennen. Und wir beten im Namen Jesu. Amen.
Ich bin auf Seite drei bei den Unterlagen. Es wird eine große Hilfe sein, die Unterlagen vor sich zu haben.
Einleitung
Ich mag Einleitungen nicht, aber sie müssen da sein, und deswegen ist jetzt die Einleitung herzlich willkommen.

Der Charakter des Evangeliums

Das Johannesevangelium ist historisch. Ich möchte das ganz klar am Anfang sagen.
Es ist ganz klar: Wenn man das Johannesevangelium liest, bekommt man überhaupt nicht den Eindruck, dass Johannes ein Märchen erzählen würde oder sich Geschichten ausgedacht hätte. Das ist Geschichte, das ist wahr, das ist historisch. Alles, was hier darüber gesagt wird, was Jesus gesagt hat und was Jesus getan hat, stimmt. Das ist alles wahr.
Als der Heilige Geist Johannes inspiriert hat, hat er dafür gesorgt, dass Johannes immer die Wahrheit schreibt.
Das Johannesevangelium ist auch eine Auswahl. Können wir kurz Kapitel 20 und Kapitel 21 aufschlagen, bitte? Kapitel 20, Vers 30: Noch viele andere Zeichen tat Jesus nun vor seinen Jüngern, die in diesem Buch nicht geschrieben sind. Das heißt, Johannes hat viel mehr erlebt als nur das, was hier steht. Hier ist eine Auswahl.
Und der letzte Vers des ganzen Evangeliums, Kapitel 21, Vers 25: Es sind aber noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat. Und wenn sie eines nach dem anderen beschrieben würden, so glaube ich, die Welt würde die Bücher gar nicht fassen, die zu schreiben wären.
Es ist eine Auswahl, aber eine Auswahl natürlich, die Johannes getroffen hat unter der Führung des Heiligen Geistes.

Ziel, Schwerpunkt und geistliche Abhängigkeit

Und das Johannesevangelium ist anders. Ich meine, das wissen alle in diesem Raum, aber es gehört, dass ich das sage. Wenn man die vier Evangelien liest, sieht man, dass Johannes eine andere Art von Evangelium geschrieben hat. Nur ein paar Beispiele, ganz kurz; vielleicht kommen wir später noch dazu, mehr darüber zu reden.
Zum Beispiel sind Matthäus, Markus und Lukas die sogenannten Synoptiker, die synoptischen Evangelien. Dort ist der grobe Ablauf ungefähr derselbe: Jesus beginnt seinen Dienst in Galiläa, und im Laufe der Zeit geht er langsam in Richtung Jerusalem. Bei Matthäus, Markus und Lukas besucht er Jerusalem aber nur einmal, und zwar am Schluss, für das Kreuz und die Auferstehung.
Wenn man das Johannesevangelium liest, sieht man, dass Jesus regelmässig nach Jerusalem gegangen ist. Das ist kein Widerspruch. Es ist nicht so, dass Matthäus, Markus und Lukas sagen würden, Jesus sei nur einmal nach Jerusalem gegangen. Sie entscheiden sich einfach dafür, nur von diesem einen Mal zu erzählen. Es ist also anders; es gibt Unterschiede. Es gibt Dinge, die im Johannesevangelium stehen und in keinem anderen Evangelium. Aber das ist kein Widerspruch, sondern eine Ergänzung.
Wer das Johannesevangelium predigen will, muss wissen, dass es ein klares Ziel hat. Schauen wir uns Kapitel 20 noch einmal an, bitte, weil es sehr wichtig ist, das vor Augen zu haben, wenn man etwas aus dem Johannesevangelium vorbereitet oder daraus lehrt.
 Johannes 20,30-31
Noch viele andere Zeichen tat Jesus nun vor seinen Jüngern, die in diesem Buch nicht geschrieben sind. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus, der Sohn Gottes, ist, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.
Ich lese Vers 31 noch einmal vor:
Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias, der Sohn Gottes, ist, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.
Das ist das Ziel des Johannesevangeliums. Deswegen hat Johannes sein Evangelium geschrieben. Das bedeutet: Wenn du Johannes gefragt hättest, warum er sich die Mühe gemacht hat, das alles zu schreiben, hätte er genau das gesagt. Und das ist oft so bei Bibelbüchern, dass es entweder am Anfang oder am Ende eine Erklärung gibt, warum das Buch geschrieben worden ist.
Genauso ist es, wenn du eine E-Mail von mir bekommst. Ich spüre im Raum das Gefühl: Du hoffst, dass du nie eine E-Mail von mir bekommst. Aber am Anfang oder am Ende steht dann irgendetwas, das erklärt, warum ich dir schreibe. So ist es oft bei Bibelbüchern, und hier am Ende des Johannesevangeliums ist das ganz klar da.
Ich glaube, es ist nicht sicher, wie man Vers 31 im Einzelnen verstehen soll. Ich glaube aber, dass das Hauptziel hier evangelistisch ist, obwohl man das auch anders verstehen könnte. Man könnte bei Vers 31 sagen: Ja, das Ziel ist, dass wir weiter glauben, dass Jesus der Messias und der Sohn Gottes ist, dass Gläubige weiterhin an Jesus glauben. Und das stimmt sicher auch.
Aber ich glaube, dass es auch bedeutet, und meiner Meinung nach ist das wahrscheinlich das Hauptziel, dass Menschen, die noch nicht Christen sind, die noch nicht gläubig sind, das lesen und denken: Wow, ich fange an zu glauben, dass Jesus der Messias und der Sohn Gottes ist. Und sie glauben an ihn, sie vertrauen Jesus, und durch ihn erleben sie Leben.
Vers 31 hat dieses klare Ziel. Das ist der Grund, warum das alles geschrieben worden ist: damit wir erkennen, wer Jesus ist, und damit wir auf ihn reagieren, damit wir ihn aufnehmen und ihm vertrauen. Und das wird einen Einfluss auf jede Stelle im Johannesevangelium haben.
Ich meine, das bedeutet nicht, dass ich, wenn ich eine Stelle aus dem Johannesevangelium in der Gemeinde predige, immer Johannes 20,30-31 zitieren werde. Das würde ich nicht tun. Aber bei der Vorbereitung und beim Predigen habe ich diese zwei Verse immer im Kopf, weil das das Ziel des Ganzen ist.
Wer das Johannesevangelium predigen will, muss wissen, dass es ein klares Ziel hat. Und auch, dass im Johannesevangelium die Hauptsache immer Jesus ist. Ich meine, in Österreich würde man sagen, das ist eh klar. Aber es muss gesagt werden, weil es eine Art von Predigen der Evangelien gibt, bei der die Hauptsache nicht Jesus ist, sondern wir selbst.
Ich gebe euch ein Beispiel. Und ich meine, das ist auch ein Fehler, den ich gemacht habe. Wenn es zum Beispiel eine Stelle aus irgendeinem Evangelium gibt, in der Jesus am Sabbat heilt, dann habe ich Predigten gehört, vielleicht auch gehalten, ich weiss nicht mehr genau, jedenfalls Predigten gehört, bei denen das Hauptthema der Predigt ist: Wie sollten wir mit dem Sonntag umgehen? Was sollten wir nicht machen, und was sollten wir am Sonntag tun?
Das ist nicht der Grund, warum diese Stelle da ist. Der Grund ist, dass wir verstehen, wer Jesus ist, und dass er zum Beispiel der Herr des Sabbats ist, dass er das Recht hat zu bestimmen, was man am Sabbat machen darf und was nicht. Seht ihr, was ich meine? Ja, zwei oder drei von uns verstehen, was ich meine. Das ist super.
Es geht um Jesus. Es geht nicht hauptsächlich um uns. Es geht schon um unsere Reaktion, Johannes 20,31: Wir sollen auf Jesus vertrauen. Aber es geht hauptsächlich um Jesus, darum, wer er ist und warum er gekommen ist. Die Hauptsache im Johannesevangelium, und auch in den anderen Evangelien, ist Jesus.
Und natürlich müssen wir auch wissen, wenn wir das Johannesevangelium predigen wollen, dass wir die Hilfe des Heiligen Geistes brauchen. Die grosse Gefahr bei Wissen ist, dass wir anfangen, auf uns selbst zu vertrauen, uns auf uns zu verlassen. Mein Wissen ist super, ich weiss mehr, ich lerne mehr. Und ich bin sehr froh, dass ich Menschen in meinem Leben habe und gehabt habe, von denen ich viel gelernt habe. Ich bin sehr froh, dass ich ein Theologiestudium gemacht habe, und ich bin sehr froh, dass ich gute Bücher gelesen habe.
Aber mein Vertrauen darf nicht auf meinem Wissen oder auf meinem Können beruhen. Ich muss mich auf den Heiligen Geist verlassen, wenn ich mich vorbereite und wenn ich predige. Denn wenn der Heilige Geist nicht wirkt, dann ist es letztlich bedeutungslos, dass ich die Bibel lehre, oder? Aber der Heilige Geist macht es sehr gern, dass er Augen öffnet, Ohren öffnet und Herzen öffnet.

Erste Deutungsansätze zur Struktur

Ich sage nur kurz etwas zum Aufbau des Johannesevangeliums. Ich werde heute Abend und vielleicht auch morgen noch etwas mehr dazu sagen. Es gibt verschiedene Vorschläge, was den Aufbau und die Struktur des Johannesevangeliums betrifft.
Es gibt Leute, die sagen, letztlich gebe es nur zwei Teile des Johannesevangeliums: Kapitel 1 bis 12 und Kapitel 13 bis 21. Kapitel 1 bis 12 nennt man vielleicht das Buch der Zeichen. Dort tut Jesus viele Wunder, dort wirkt er, und man sieht daran, dass er der Messias ist, der Sohn Gottes. Kapitel 13 bis 21 nennt man vielleicht das Buch der Herrlichkeit. Es gibt auch andere Bezeichnungen, die verwendet werden, aber diese Zweiteilung in 1 bis 12 und 13 bis 21 kommt in den Kommentaren ziemlich oft vor.
Es gibt Leute, die versuchen, einen Aufbau rund um die sieben Zeichen zu machen. Diese sieben Zeichen habe ich hier aufgeschrieben: 2,1, das ist die Hochzeit in Kana; 4,46, das ist die Heilung des Sohnes des königlichen Beamten; 5,1, das ist die Heilung des Gelähmten am Teich in Bethesda in Jerusalem; 6,1, das ist die Speisung der Fünftausend; 6,16, Jesus geht auf dem See; 9,1, die Heilung des Blindgeborenen; und 11,1, die Auferweckung von Lazarus.
Es gibt andere Leute, die sagen, es müssten sieben Zeichen sein. Aber wer sagt bitte, dass es sieben sein sollten? Und sie bezeichnen, dass Jesus auf dem Wasser geht, nicht als ein Zeichen, damit sie sagen können, die Auferstehung sei das siebte Zeichen. Das Thema interessiert mich ehrlich gesagt nicht sehr, aber ihr könnt mich beim Abendessen anders überzeugen. Ich bin sehr offen dafür. Ja, auch für das Abendessen.
Einige nehmen die sieben Ich-bin-Aussagen im Johannesevangelium, aber man tut sich sehr schwer, daraus einen Aufbau des ganzen Evangeliums zu machen. Ich sage nur, was sie sind: 6,35, Ich bin das Brot des Lebens; 8,12, Ich bin das Licht der Welt; 10,7, Ich bin die Tür; 10,11, Ich bin der gute Hirte; 11,25, Ich bin die Auferstehung und das Leben; 14,6, Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; 15,1, Ich bin der wahre Weinstock.
Es gibt auch den Vorschlag, was den Aufbau betrifft, von den Aufenthalten Jesu in Jerusalem bei den jüdischen Festen. Einige Leute sagen, man könne daraus eine Struktur machen, so dass jedes Mal, wenn es heißt, Jesus ging nach Jerusalem zum Passafest oder zum Laubhüttenfest, ein neuer Abschnitt des Evangeliums anfängt. Das ist durchaus möglich.
Es gibt viele, viele andere Vorschläge, was die Struktur des Johannesevangeliums betrifft. Hier ist jetzt ein Vorschlag von mir. Es ist nicht mein Ziel, euch von diesem Vorschlag zu überzeugen, und ich bin auch nicht immer selbst ganz davon überzeugt. Aber ich sage ihn trotzdem, und er hilft mir.
Mein Vorschlag ist: Es gibt sechs Teile, und in jedem Teil sind zwei Ereignisse und dann oben auf Seite vier drei Einheiten. Also zwei Ereignisse, man könnte eventuell sagen zwei Zeichen, und dann drei Einheiten. Ihr werdet sehen, was ich damit meine, wenn wir heute Abend zum ersten Teil kommen. Oder ihr könnt auch die Unterlagen ansehen, die ihr vor euch habt.
Der Vorteil, den ich bei dieser Struktur sehe, ist, dass man dann die Reihenfolge der Begebenheiten oder der Stellen im Johannesevangelium leicht auswendig lernen kann. Und ich bin sehr begeistert, wenn man das Wort Gottes in sich hat. Nicht unbedingt jedes Wort, obwohl das super ist, und es gibt Leute, die das können, aber die Reihenfolge, so dass man weiß, was als Nächstes kommt und wie das Ganze abläuft. Ich finde es gut, die Reihenfolge zu haben. Aber nur weil das funktioniert, bedeutet das nicht, dass diese Struktur stimmt.
Also ich behaupte nicht, dass man diese Struktur akzeptieren muss. War das okay genug, demütig genug? Gut.

Das erste Kapitel als Auftakt

Wir werden jetzt das erste Kapitel anschauen. Das habe ich das Vorwort genannt, weil ich denke, dass in meiner Struktur, nach meinem Aufbau des Johannesevangeliums, der erste Teil erst am Anfang von Kapitel zwei beginnt. Das Vorwort ist also das ganze erste Kapitel.
Ich lese zunächst einmal die ersten 18 Verse vor. Es wird ziemlich schnell gehen müssen.
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden, und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen.
Es war ein Mensch von Gott gesandt, sein Name war Johannes. Dieser kam zum Zeugnis, um von dem Licht Zeugnis zu geben, damit alle durch ihn glaubten. Nicht er war das Licht, sondern er sollte Zeugnis geben von dem Licht. Das wahre Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes legte Zeugnis ab von ihm, rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir gewesen, denn er war eher als ich. Und auf seine Fülle haben wir alle empfangen, Gnade um Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss über ihn gegeben.
Die meisten Leute würden sagen, dass diese ersten 18 Verse der erste Abschnitt sind. Fast alle Christen sind der Meinung, glaube ich. Die Herausgeber der Schlachter-Übersetzung offenbar nicht, aber das ist keine Kritik. Ich finde es nur interessant: Sie fangen einen neuen Absatz an mit Vers 15, und dann geht es durch bis Vers 28. Fast so, als ob Johannes das so in den Versen 15 bis 18 sagen würde. Aber das ist jetzt nicht so wichtig.
Schauen wir uns diese 18 Verse kurz an. Mein Vorschlag ist, dass diese 18 Verse ein Chiasmus sind. Ihr seht, was ich meine, wenn ihr seht, wie ich die Überschriften genannt habe: links A, B, C, B1, A1. Und Chiasmus bedeutet, dass A und A1 etwas miteinander gemeinsam haben, B und B1 miteinander zu tun haben und C dann in der Mitte steht.
Es muss nicht so sein. Ich würde nie das Wort Chiasmus verwenden, wenn ich über diese Stelle predige. Es interessiert mich, solche technischen Fachausdrücke zu verwenden. Ich würde das, wie sagt man auf Deutsch, Cheeseburger? Sagt man Cheeseburger? Käseburger? Cheeseburger? Ihr wisst, was ich meine mit Cheeseburger.
Ein Cheeseburger hat so Brot hier und Brot hier, also Semmel hier, Semmel hier, Semmel hier. In der Mitte ist Burger, sagt man Burger? Fleisch, Fleisch. Und dann, das ist ein Luxus-Cheeseburger: Es gibt Käse darauf und Käse darunter. Und das ist eine Cheeseburger-Stelle. So würde ich das erklären, wenn ich das predigen würde.
Ich meine, ich will hauptsächlich über Jesus predigen und nicht über McDonalds, aber ihr wisst, was ich meine. Ja, genau, Sandwich auch, ja, gutes deutsches Wort, danke, super.
Okay, schauen wir uns das kurz an.

Die Größe Jesu und seine Beziehung zu Gott, Schöpfung und Menschheit

A, die Grösse Jesu, die Grösse Jesu.
Am Anfang, im Anfang war das Wort. Das ist eine Anspielung fast auf 1. Mose 1,1. Also das geht ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz um den Anfang. Und wir wissen, dass es um Jesus geht, wenn wir weiter lesen und Vers 14 lesen: Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Es geht um Jesus, das Wort.
Es gibt griechische Hintergründe für den Ausdruck das Wort. Aber es gibt auch in der Bibel einen Hintergrund dafür. Das heisst, es kann sein, dass Johannes auch absichtlich diesen Begriff ausgesucht hat, weil er wusste, dass viele Leute aus verschiedenen Hintergründen sein Evangelium lesen würden. Aber er verwendet auch etwas, was aus der Bibel kommt.
Ich lese Psalm 33,6 und Vers 9 vor.
 Psalm 33,6: Die Himmel sind durch das Wort des Herrn gemacht. Wir wissen, dass es geheissen hat: Gott sprach, es werde Licht, und es wurde Licht. Durch sein Wort hat er geschaffen.
Vers 9 in Psalm 33: Denn Gott sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da.
Es sind auch solche Verse im Hintergrund, als Johannes sagt: Im Anfang war das Wort. Die Verse 1 und 2 beziehen sich auf die Beziehung des Wortes zu Gott. Im Anfang war das Wort bei Gott. Im Griechischen könnte es heissen: in Richtung Gott. Und das Wort war Gott. Wenn er nur geschrieben hätte: das Wort war Gott, könnte man sagen, das Wort und Gottvater, zum Beispiel, das ist eh derselbe. Aber nein, nein, das Wort ist in Beziehung zu Gottvater, aber das Wort ist auch Gott. Das ist der Anfang einer Zweieinigkeitslehre. Und dann wird das sehr betont, Vers 2: Dieses war im Anfang bei Gott.
Jetzt geht es um die Beziehung zur Schöpfung, Vers 3: Alles ist durch dasselbe entstanden, und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. Es könnte nicht klarer sein, Vers 3, oder? Er sagt das zweimal, damit wir das wirklich gut kapieren: Alles ist durch dasselbe entstanden, ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, das entstanden ist.
Ich finde es interessant, nur nebenbei: Es steht nicht da, dass das Wort alles geschaffen, erschaffen hat. Alles ist durch das Wort, alles ist durch Jesus erschaffen worden. Und wenn du an Stellen wie Kolosser 1,15-16 oder Hebräer 1,1-4 denkst, da geht es immer darum, dass durch Jesus alles entstanden ist. Er war total dabei. Aber wenn die Schreiber, die Autoren des Neuen Testaments, geschrieben hätten: Jesus hat alles geschaffen, könnte man daraus schliessen, der Vater hat einfach zugeschaut. Das glaube ich nicht. Alles ist durch Jesus erschaffen worden.
Und dann die Beziehung zu Menschen, Vers 4: In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Wenn wir Menschen etwas kapieren, etwas verstehen, vielleicht haben wir noch nicht die richtigen Antworten, aber wir haben zumindest angefangen, die richtigen Fragen zu stellen, wenn das der Fall ist, ist es die Wahl Jesu, in uns gewirkt hat. Er ist das Licht der Menschen.
Aber irgendetwas stimmt nicht, Vers 5: Das Licht leuchtet in der Finsternis. Es gibt Finsternis. Das ist wahrscheinlich schon ein Hinweis darauf, dass eine Rebellion stattgefunden hat. Und interessant am Ende von Vers 5: Die Finsternis hat es nicht begriffen. Das ist eine sehr gute Übersetzung. Das Wort bedeutet verstanden und gemeistert. Beides. Das heisst, begriffen ist sehr gut. Die Finsternis hat das Licht nicht begriffen, die Grösse Jesu.
Ich hoffe, obwohl wir müde sind nach der Reise, dass wir schon anfangen, wieder Jesus anzubeten. Schau die ersten fünf Verse an, das ist dein Jesus. Beten wir ihn an!
Ich werde springen zu den Versen 16 bis 18. Das würde ich nicht so predigen in der Gemeinde, aber die Verse 16 bis 18 wieder die Grösse Jesu.
Vers 16: Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade um Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. Niemand hat Gott je gesehen. Der eingeborene Gott, der im Schoss des Vaters ist, der hat Aufschluss über ihn gegeben.
Es gibt Manuskripte, die haben in Vers 18 der eingeborene Sohn, aber die besseren Manuskripte haben der eingeborene Gott. Es wird eindeutig hier gesagt, dass Jesus Gott ist.

Das Zeugnis des Täufers und die Reaktionen auf Jesus

Kommen wir zurück zu Johannes dem Täufer, Teil B, die Verse sechs bis acht. Es war ein Mensch von Gott gesandt, sein Name war Johannes. Dieser kam zum Zeugnis, um von dem Licht Zeugnis zu geben, damit alle durch ihn glauben. Nicht er war das Licht, sondern er sollte Zeugnis geben von dem Licht.
Und B1 ist Vers 15, was oft in einigen Übersetzungen in Klammern ist, weil es irgendwie komisch ist, dass es da ist. Ich glaube, dass Vers 15 da ist, damit der Chiasmus funktioniert, damit der Cheeseburger funktioniert. Vers 15: Johannes legte Zeugnis ab von ihm, rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir gewesen; denn er war eher als ich. Das ist ein wichtiger Satz, oder? Johannes der Täufer war sechs Monate älter als Jesus, aber er sagt: Er war eher als ich, er war vor mir schon da.
Und in der Mitte die Verse neun bis vierzehn: Reaktionen auf Jesus. Das wahre Licht, Vers neun, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Einige meinen, das bezieht sich auf Israel. Ich glaube, es könnte sich genauso auf alle Menschen beziehen. Er kam in sein Eigentum. Wir Menschen sind sein Eigentum, weil er uns erschaffen hat.
Und jetzt Vers zwölf: Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben. Und diese Sache, dass sie ihn aufnehmen, dass sie an seinen Namen glauben, das ist nicht etwas, was menschlichen Ursprungs ist. Es ist etwas, was Gott getan hat. Es ist immer ein Wunder Gottes, wenn ein Mensch gläubig wird. Menschen, die nicht aus dem Blut, Vers 13, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Wenn der Mensch neben dir, der neben dir sitzt, ein Christ ist, dann sitzt du neben einem Wunder. Schau kurz an, das ist ein Wunder. So sieht ein Wunder aus. Es ist genial, lauter Wunder hier.
Vers 14: Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Das Wort Herrlichkeit ist sehr wichtig. Vers 14, ich sollte dazu sagen, glaube ich, Vers 14: Ich denke, das ist ein apostolisches Wir. Wir sahen seine Herrlichkeit. Johannes meint, er spricht von sich selbst und den anderen Aposteln. Er sagt: Wir haben es gesehen, wir waren Zeugen, wir haben Jesus gesehen, wir haben das alles miterlebt. Und wir sahen seine Herrlichkeit.
Das Wort Herrlichkeit ist ein sehr wichtiges Wort. Die Herrlichkeit Gottes ist die Gottheit Gottes. Ich lese nur eine Stelle vor, aber es gäbe viele Möglichkeiten: 2. Mose, Kapitel 33. Das Volk hat wieder gegen Gott rebelliert, und Mose sagt in 2. Mose, Kapitel 33, Vers 18: Mose antwortete: So lass mich doch deine Herrlichkeit sehen. Lass mich deine Herrlichkeit sehen! Er wollte die Gottheit Gottes erleben, und das hat er erlebt in Kapitel 34.
Und Johannes sagt hier in Vers 14: Wenn du wissen willst, wie Gott ist, schau Jesus an.
Das war jetzt das Vorwort, und jetzt schauen wir die Verse neunzehn bis einundfünfzig an, wo es hauptsächlich um die Reaktion der Menschen geht, obwohl wir schon darüber geredet haben in den Versen neun bis vierzehn. Die Hauptsache hier in dieser Stelle ist: Wer ist Jesus, wer ist dieser Mensch? Und es geht darum, wie einige Menschen Jesus kennengelernt haben, nicht, dass sie angefangen haben, offiziell zu den Zwölf dazuzugehören, das ist zu früh für das, aber sie haben ihn kennengelernt und sie haben angefangen zu wissen, zu verstehen, zu glauben, wer er ist.
Und ich habe diese Einteilung hier. Wenn du eine andere Einteilung hast, ist das natürlich total in Ordnung. Wie Verse 19 bis 28, was Jesaja sagt.

Die ersten Zeugnisse über die Identität Jesu

Vers 19: Dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden von Jerusalem Priester und Leviten sandten, um ihn zu fragen: Wer bist du? Und er bekannte es und leugnete nicht, sondern bekannte: Ich bin nicht der Messias.
Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elija? Das ist eine Anspielung auf Maleachi 3,23-24; in einigen Übersetzungen ist es Maleachi 4. Es gab die Erwartung, dass Elija kommen würde, bevor der Messias kommt. Deshalb stellen sie diese Frage. Und er sprach: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Das ist eine Anspielung auf 5. Mose 18,15. Dort hat Gott zu Mose gesagt, dass er einen Propheten erwecken wird. Ich lese das vor, weil es so stark ist: 5. Mose 18,15. Gott sagt durch Mose: Einen Propheten wie mich wird dir der Herr, dein Gott, erwecken aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern; auf ihn sollst du hören.
Ein Prophet. Und diese Verse, in denen es um den Propheten geht, der eines Tages kommen wird, wurden im ersten Jahrhundert bereits auf den Messias bezogen. Deshalb stellen sie die Frage: Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein.
Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du denn, damit wir denen Antwort geben, die uns gesandt haben? Was sagst du über dich selbst? Er sprach, und dann zitierte er aus Jesaja 40,3: Ich bin die Stimme eines Rufenden, der ertönt in der Wüste: Ebnet den Weg des Herrn, wie der Prophet Jesaja gesagt hat.
Ich glaube, das Wichtigste an diesem Zitat ist nicht nur, dass Johannes damit sagt, dass er derjenige ist, der den Weg vorbereitet. Ich glaube, das Wichtigste in Vers 23 ist, dass er sagt: Ich bin derjenige, der den Weg für Gott vorbereitet. Ebnet den Weg des Herrn. Und wenn du Jesaja 40,3 anschaust, siehst du, dass Herr dort in Großbuchstaben steht. Es geht um Yahweh, Jehova, Yahweh. Letztlich sagt Johannes hier: Ich bereite den Weg für Yahweh vor. Es ist Yahweh, der kommt.
Ich habe das jahrelang nie gesehen. Ich habe nur gedacht: Ja, er sagt, dass er der Wegbereiter ist. Das stimmt auch. Aber vor ein paar Jahren habe ich gesehen: Er sagt, ich bereite den Weg für Yahweh, für Gott, vor. Was Jesaja sagt, ist letztlich, dass Jesus Yahweh ist.
Vers 25: Sie fragten ihn und sprachen: Warum taufst du denn, wenn du nicht der Messias bist, noch Elija, noch der Prophet? Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser, aber mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt. Dieser ist es, der nach mir kommt, der vor mir gewesen ist. Da ist es wieder, wie in Vers 15: vor mir gewesen ist. Und ich bin nicht würdig, ihm den Schuhriemen zu lösen.
Was Jesaja sagt, ist eine gewaltige Aussage.

Das Zeugnis über das Lamm und den Geist

Zweitens die Verse 29 bis 34, was Johannes sagt. Natürlich hat Johannes schon etwas gesagt, aber jetzt geht es weiter.
Vers 29: Am folgenden Tag sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.
Erstaunlich, dass er das weiß und sagt, oder? Er versteht es. Und wenn er sagt: Das Lamm Gottes, kann es sein, dass er an das Opfersystem im Alten Testament denkt oder an das Passa aus Ägypten. Er sieht, dass Jesus das Lamm ist. Und das Lamm Gottes ist ein Lamm von Gott, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.
Und dann kann ich nicht alles vorlesen. Vers 32: Johannes bezeugte und sprach: Ich sah den Geist wie eine Taube vom Himmel herabsteigen, und er blieb auf ihm. Und ich kannte ihn nicht. Aber der mich sandte, mit Wasser zu taufen, der sprach zu mir: Der, auf den du den Geist herabsteigen und auf ihm bleiben siehst, der ist es, der mit Heiligem Geist tauft.
Und im Alten Testament ist es ganz klar, dass nur Gott den Heiligen Geist schenken kann. Und ich soll auch sagen: Wenn Jesus den Heiligen Geist schenkt, ist das eine Anspielung auf den Neuen Bund. Denn die Juden im ersten Jahrhundert haben gewusst, dass im Neuen Bund der Geist ausgegossen wird, Joel, Kapitel 3. Oder vielleicht gibt es in deiner Ausgabe der Bibel Unterschiede zwischen den Texten. Wir kommen darauf zurück.
Und am Ende von dem Abschnitt, Vers 34: Ich habe es gesehen und bezeuge, dass dieser Jesus der Sohn Gottes ist. Und es kann sein, dass Sohn Gottes wieder eine Bezeichnung für den Messias ist. Was Johannes sagt.
Und ich nehme an, viele von uns, alle, sind der Meinung: Ja, das glaube ich auch. Hier ist das Lamm Gottes, hier ist der Sohn Gottes. Dann beten wir Jesus an, oder? Wir können es jetzt tun. Zwei Dinge auf einmal, das empfehle ich sehr.

Die ersten Jünger und ihre Antworten

Der dritte Abschnitt, die Verse fünfunddreißig bis zweiundvierzig, was Andreas sagt:
Am folgenden Tag, Vers fünfunddreißig, stand Johannes wiederum da und zwei seiner Jünger. Indem er auf Jesus blickte, der vorüberging, sprach er: Siehe, das Lamm Gottes!
Und die beiden Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus nach. Als aber Jesus sich umwandte und sie nachfolgen sah, sprach er zu ihnen: Was sucht ihr?
Ich mag diesen Vers. Ich finde es super: Was sucht er? Und sie sind ein bisschen peinlich, sie sind verlegen. Deswegen sprachen sie zu ihm: Rabbi, wo wohnst du?
Ich meine, es ist nicht so, dass sie einen Zeitungsartikel über den Wohnort Jesu schreiben wollen, aber sie wollen Zeit mit ihm verbringen. Sie wollen ihn kennenlernen. Wo wohnst du? Und Jesus versteht das total.
Wer aus Vers neununddreißig kommt und sieht: Wow! Sie kamen und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm. Stundenlang waren sie bei ihm.
Es wäre so super zu wissen, wie das Gespräch war, oder?
Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den beiden, die es von Johannes gehört hatten und ihm nachgefolgt waren. Dieser findet zuerst seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Das heißt übersetzt: den Gesalbten. Gesalbter, Christus, Messias – es ist alles das Gleiche. Wir haben den Messias gefunden.
Und er führte ihn zu Jesus. Und dann gibt es den neuen Namen für Simon: Er wird Kephas heißen, Petrus.
Was Andreas sagt: Jesus ist der Messias, Vers einundvierzig.

Das Bekenntnis des Nathanael und der Blick auf den kommenden Sohn des Menschen

Und viertens: Was Nathanael sagt, die Verse 43 bis 51. In meinem Philippus sagt auch etwas.
Vers 43: Am folgenden Tag wieder – ihr habt das ja gesehen, oder? Vers 29: Am folgenden Tag. Vers 35: Am folgenden Tag. Vers 43: Am folgenden Tag wollte Jesus nach Galiläa reisen. Da findet er Philippus und spricht zu ihm: Folge mir nach. Philippus aber stammt aus Betsaida, aus der Stadt des Andreas und Petrus.
Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von welchem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, den Sohn Josefs, von Nazareth. Das ist wieder eine Bezeichnung für den Messias letztlich. Von welchem Mose im Gesetz geschrieben hat, das ist unter anderem 5. Mose 18,15. Und die Propheten haben das auch prophezeit, dass der Messias kommen würde.
Und Nathanael sprach zu ihm, Vers 46: Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen? Das ist der Zyniker, einfach weil er nicht bereit ist, alles zu glauben, was man ihm sagt. Das finde ich sehr gut, ich finde das nicht schlecht, dass er so reagiert. Und er sagt das auch natürlich, weil es im Alten Testament keine Prophezeiung gibt, dass der Messias aus Nazareth kommen wird.
Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh! Jesus sieht den Nathanael auf sich zukommen und spricht von ihm: Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in dem keine Falschheit ist. Wow! Er ist noch nicht einmal ein Jünger. Aber Jesus sagt: Dieser Mensch ist echt, dieser Mensch hat Integrität. Ist das deutsch? Wir können das nachher in Kleingruppen besprechen, aber er ist echt.
Vers 48: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe dich Philippus rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich.
Und jetzt kommt es, Vers 49: Nathanael antwortete und sprach zu ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel. Erstaunlich, wieder nach einem Gespräch, nach einem kurzen Gespräch, ist er überzeugt von Jesus. Teilweise, weil Jesus ihn gesehen hat, als er unter dem Feigenbaum war. Aber er spürt auch, dass da in Jesus etwas ist, was etwas Besonderes ist.
Du bist der Sohn Gottes – diese Bezeichnung wieder für den Messias, wahrscheinlich. Du bist der König von Israel. Wir wissen nicht, was sie darunter verstanden haben mit Messias. Vielleicht hatten sie diese Vorstellung des politischen Messias, der die Römer hinausschmeißen würde. Aber sie haben erkannt, dass da etwas ist, was sehr wichtig ist, dass Jesus nicht einfach irgendein Mensch ist oder dass Jesus nicht einfach einer von diesen vielen Leuten ist, die behaupten, der Messias zu sein. Der ist es. Das verändert ihr Leben. Und das hat unsere Welt verändert.
Vers 50: Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, du glaubst, weil ich dir sagte: Ich sah dich unter dem Feigenbaum. Du wirst Größeres sehen als das. Und er spricht zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, künftig werdet ihr den Himmel offen sehen und die Engel Gottes auf- und niedersteigen auf den Sohn des Menschen.
Jetzt werde ich nicht über den Begriff Sohn des Menschen sprechen, wir kommen aber dazu. Ich sage nur abschließend, dass Jesus hier auf die Sache anspielt, die Jakob gesehen hat. 1. Mose 28,12: Jakob hatte einen Traum, und siehe, eine Leiter war auf die Erde gestellt, die reichte mit der Spitze bis an den Himmel, und siehe, auf ihr stiegen die Engel Gottes auf und nieder.
Und jetzt sagt Jesus: Künftig werdet ihr den Himmel offen sehen und die Engel Gottes auf- und niedersteigen auf den Sohn des Menschen. Ich denke, Jesus sagt: Ich bin die Leiter zwischen der Erde und dem Himmel. So kommt man zu Gott. Ich bin der Weg. Er wird diese Worte erst in 1. Johannes 14,6 sagen, aber hier sagt er: Ihr werdet erleben, wie Menschen zu Gott finden, zum Himmel finden, durch mich.
Das ist ein riesiger Höhepunkt, ein Höhepunkt für dieses erste Kapitel. Schau bitte die ganze Stelle an, das ganze erste Kapitel. Beten wir den Herrn an, den Herrn Jesus an. Er ist hier, und er will, dass wir nicht nur etwas über ihn verstehen, sondern dass wir ihn auch besser kennenlernen, ihn anbeten, ihn lieben.
Und in diesem ersten Kapitel ist so viel zum Weitersagen, wenn man die Gelegenheit hat. Ich würde natürlich nie eine Predigt halten über das ganze erste Kapitel des Johannesevangeliums. Das ist verrückt, was ich gerade versucht habe zu tun. Aber es ist so viel da, und das ist heiliger Boden.
Und ich möchte für mich und für euch beten, dass der Herr uns ausrüstet, damit wir immer klarer und treu sein Wort, die Botschaft über Jesus, anderen weitergeben. Es tut mir leid, wir sind ein bisschen spät. Ich werde jetzt beten, und wenn es Fragen gibt, gern. Aber wir können auch Fragen heute Abend haben, oder? Aber ich bete kurz jetzt. Beten wir!
Herr Jesus, danke für das, was du uns in deinem Wort geschenkt hast. Danke, dass du das Wort bist. Danke, dass durch dich alles erschaffen worden ist. Danke, dass wir so klar sehen, wie Gott ist, wenn wir dich anschauen. Wir beten dich an!
Und Vater, danke für dieses große Wunder, dass du in unserem Leben gewirkt hast, dass wir dich aufgenommen haben, Herr Jesus, und an deinen Namen glauben. Und wir danken dir, dass du diese Menschen, von denen wir gelesen haben, gerufen hast, berufen hast und dass sie angefangen haben zu erkennen, wer du bist. Und danke, dass du noch immer dabei bist, Menschen zu zeigen, wer du bist.
Und Vater, wir bitten dich füreinander, dass du uns ausrüstest, dass du uns ausrüstest, dass du uns ausrüstest, dass du uns ausrüstest, dass du uns ausrüstest, dass du uns ausrüstest, dass du uns ausrüstest, dass du uns ausrüstest, dass du uns ausrüstest, dass du uns ausrüstest, dass du uns ausrüstest, dass du uns ausrüstest, dass du uns ausrüstest, damit wir deine Botschaft, dein Wort, anderen weitergeben können.
Wir beten im großen und starken Namen Jesu.